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Full text of "Joh. Michaelis Faustij ... Compendium alchymist. novum, sive, Pandora explicata & figuris jllustrata, das ist, Die edelste Gabe Gottes, oder, Ein güldener Schatz : mit welchem die alten und neuen Philosophi, die unvollkommene Metall, durch Gewalt des Feuers verbessert, und allerhand schädliche und unheylsame Kranckheiten innerlich und äusserlich, durch deren Würckung vertrieben haben : dieser Edition wird annoch, nebst vielen Kupffern und über 800 Philosophischen Anmerckungen, ein volkomenes Lexicon alchymisticum novum, und ein vollständiges Register rerum & verborum, beygefüget"

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in 2010 with funding from 
Research Library, The Getty Research Institute 


http://www.archive.org/details/johmichaelisfaus00faus 



































JOH. MICHAELINFAUSTIT: Med.Do&. 


Academ. Leopoldindmperialis Theophili, 


NDORA 


Explicata& Figutis Jlluftrara, 
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Sin Suͤldner Sean, / 

die welchem die alten und ue —— un ommene NMetall/durch Gewalt d 

euers verbeſſert / und allerhand ſchaͤdliche und cheylſame Kranckheiten innerlich ſerli 
5 f h durch deren Wuͤrckt / vertrieben E 9 Me aͤuſſerlich / 
leſer Edition wird annoch / nebſt vielen Kupffern id uͤber goo. Phlloſophiſchen Anmerckungen / ein ei 

komenes Lexicon Alchymifticum Novam, tb ein í e TOU Rerum & Verborum, bepgefügef. 
FURBHURIH ENDO gi Dope qe P t Pepe qe qe qp FTIR EI 
RED * * Scan d'furt lo v eipsim / Er Be 


P Verlegts Johan Zieger/ 1706. e 





SWALD. VOGELIUS 
BELGA ! 








Portetenim utin hoc 
(tudio Doctrina E.x- 
perimentum pracedat, & 
aon contra, & ut Exem- 
;xlum Rhafis, Avicennz & 
diorum Philofophorum 
(equamur , qui nobis fcri- 
pto prodiderunt, hzc ipfis 
ognita fuifle ante Experi- 
mentum, cum Cogitatio- 
. neSubtili, Vchementi 
& Longa. 


X z BASI- 


BASILIUS IN CURRU 
SRIUMEMALE ANTI- 


| Himperite noftra hu- 
jus Artis homo, nolı- 
to ita temere judicare; at- 
‚que ea damnare, quz ne- 
que tuis animi fenfibus , 
nequz ftudiorum ac do- 
&rinz cognitione per- 


cepifti. 





Borrede/ 










"Byerrebe/ 
Joh. Michael Fauſten / D. 


Geneigter Leſer! 

"Ti e D bald gegenwärtige Pan- 
Ele dora,durcSebaftianum 
js Henric Petri An 1588, tt 
AY Dafelgedruckt und denen 

2° Kiebhabernder Alchymi- 
Hifchen Kunſt iff recommendiret wor⸗ 
Xr/fo bald ſeynd auch alle Exemplaria 
chleunig aufgekaufft / und von denſelben 
tac) Ihrer Würde æſtimiret und wohl 
erwahret worden: theils weilen vor 
undert und mehr Jahren die Chymiſche 
ind Alchywiſtiſche Bücher nicht in fo 
iroffer enge wie heut zu Sag / und 
war ín unjerer Teutſchen Mutter⸗ 
Sprach ſeynd zu ot geweſen/ ies 
' aber 














Borrede/ 

aber und zwar vornemlich / weilen ma 
etivas abfonderliches auß denen benge 
fügten Siguren/die bey andern entwede 
nicht in folcher Menge / ober doch nich 
fo deutlich und nachdenklich erfehen un 
wahrgenommen, Dann cg baben bí 
Liebhaber Davor gehalten/man fónte vii 
deichter durch dergleichen Abbildungen 
‚ohne ferneren Umſchweiff und viel Bü 
cher fefen/zu otefer an fich felbft ſchwere 
und tieff verborgenen Kunſt gelangen. 
Endlichen und zum dritten’ hat au 
der bey Unſerem Auchore bepgcorudfta 
Schlüffel das Buch beliebt und rar ge 
macht/ als in welchem der Philofopho 
rum dunckele Wort / durch ihre eigene 
Erläuterung auf mancherley Weiſe ex- 
plicirt und außgelegt werden: Wie ich 
dann ſelbſt geſtehen muß / daß wann ich 
auff meinen Reyſen bey gelaͤhrten ei 
ten nad) dieſer Pandora gefragt / haben 
dieſelbe entweder nichts davon gewuſt/ 
maſſen 


Top. Michael Sauften / D. 
affa ich von einem vornehmen Profef- 
(ore Medicinz, welchem doch fonften 
in qualibet Facultate die Bücher fatt- 
am befanbt waren/ vor ısen Jahren 
ine folche Antwort erbalten/oder dafern 
(b ja das Gluͤck gehabt Linferen Au- 
horem in wohl beftellten Bibliotheten 
u (eben / ift meifien theils der Schluͤſſel 
der die Synonima davon abgeriffen ges 
weſen / und vermuthlich von den Liebha⸗ 
ern aparte, als ein abſonderlicher 
Schaß wohl verwahret und aufbehals 
en worden : i] | 
— Quid non mortalia pe&tora cogis 
Auri Sacra Fames ! | 
Und eas mag diellrfach ſeyn / warum 
ich erivehnte Pandora fe rat gemacher/ 
aß wann icb dieſelbe niche felbften in cia 
hier Auction Dn. Fellerr, p.m. inLeipzig / 
heur genug an mich erfaufft bátte/ zu 
erjelben ſchwerlich würde gelanger ſeyn. 
Nachdem nun felbe fleiflig — 

un 


























Vorrede / 

und eor eines der herzlichften Wercklein 
fo jemahls in diefer Materie gefchrieber 
worden / ſo nüßlich als werth geachtet/ 
nach denen Grundſetzen der allgemeine 
Liebe / auch andern Liebhabern dieſer Ed 
len Kunſt bekandt und gemein zu machen: 
als bin ich endlich bey mir ſchluͤſſig wor 
den/ gedachte Pandoram vor die Han 
au aehmen / und nicht nur bem geneigte 
Leſer diefeg Curieufen Buchs mit dem 
Schluͤſſel durch öffenrlihen Oruck gan 
trenlich und ohne einigen Neid und Miß⸗ 
gunſt (als welche man in dieſer theuren 
GOttes⸗Gabe wie den Teuffel ſelbſt flie⸗ 
bei muß) vor Augen zu legen / foie 
dern auch demſelben Concordantian 
inLapide, mie mehr als achthundert 
Philofophifichen Kern⸗Spruͤchen / und 
alfo in einer Summa, die gane Alchy- 
miftifche Kunſt / wann anderft die in un⸗ 
ferer Mineralogia angeführte Raifon- 
nements mit diefer conferirt und gegen 

; einander 












Joh. Michael Fauſten D. 

inander gebalten werden (wie wir uns 
'ann inſonderheit befliſſen / daß nicht ein 
iniges Dictum welches in Unſerer Mi- 
eralogia iſt angefuͤhret worden / in ges 
enwaͤrtiger Pandora wiederholet wuͤr⸗ 
e / ja darbey die Synonima mit mehr 
Hs vierhundert Woͤrtern oermebret/ 
nd dieſelbe durch unferen Fleiß indag 
Alphabet gebracht haben / alſo daß dies 
ir Schluͤſſel vor ein volliommenes Di- 
Itionarium Alchemifticum, welches 
‚ber ſechzehenhundert Alchemiftifcbe 
Börter in fid begreiffe/ villeicht des 
Martını Rulandi und anderer Lexica 
chemise an unterfhiedlichen Drehen 
Ibertrifft^ dem Liebhaber diefer Kunft/ 
Jienen und nußen mag ) auf eine abſon⸗ 
erliche und fehr angenehme Manier/ 
leich als in einem furGen Begriff vor⸗ 
eligzumachen. Da zugleich ber duns 
le Author völlig more Philofopho- 
lim explicirt und erfläret wird; Licet 


"enim 















Borrede/ 
enim fagt Albert.Magnus in ifta ma. 
teria videntur Philofophi ad literam 
fore difcordes, tamen concordandc 
fimul eos dicunt in Summa. Quam- 
visenimunum loquantur, fecundum 
diverfitatem rationis tamen, & fe- 
cundum diverfos modos, & fecun. 
dum cotum diverfa figna & Lapidi: 
Operationes, nominaverunt ipfum 
Lapidem diverfis nominibus, mod 
Mafculum, modo Foeminam, mod 
fimul conjuncta Rebis, & tunc unan 
tem modo diverfas res, fecundur 
hanc rationem poflunt folvi omni: 
argumenta & auctoritates divctf: 
Magiftrorum de hacMaterialoquen 
dum, ad unum terminum vıarun 

hujusLapidis, poftea dicendarum 
cum non fit nifi una via fcilicecMer 
curius, five Naturalis five Artificiali 
five extra&usex corporibus & maxi 
me perfectís,quia in iftis eft Mercut 

fubftant 


Joh. Michael Sauften’ D. 
abftantia ſubtiliſſima & pura, habilis — 
d fixionemPhilofophorum, plus- 
juam aliquisMercurius in toto mun- 
o,utin fine latiusper Autoritatesap- - 
arebit,& tamen ad quemlibet ter- 
unum viarum poftea dicendarum 
offunt Authoritates Philofophorum 
ptime exponi & idem fignificare & 
demmodo. Quia plures vix funt. 
z poffunt effe ad unum intentum. 
tib Senior: Operatio fecundum in- 
lectum literarum eft difsipatio di. 
iuarum.Diegiguren betreffen/fo mug - 
|» àtvar gefiehen/ daß wahr fene/ was 
Marearita Novella pag. 45. fpricht x. 
nt Libri hac de Scientia fcripu fub 
igura, quorum pars major obfcura 
ultum ac fententiis connexa,ut non - 
fi a (uis compofitoribus pofsit in- 
digi :. Dahin bann auch gehöree 
hs Egidius Cap. X;pag.28. Scientia 
ftra eft pars Cabalx, quz receptio 
| X X intcr-. 














—— 


. Borredev. 
interpretatur per Colloquium. Nar 
Philof. de ea tra&antes tantis /Enig 
- matibus, Tropicis, fcirpis, Gryph 

atq; Problemaubus involvunt, quo 

. xantum docet pythagoras fuo fie 

tio,quantum ipfi fcripturis fuis. Yu 
endlichen tas Libavius pag.65. Q: 
omnia /Enigmata excutere volu 
rit, artem potius perdet quam acqu 
rct, Impoflibile eft enim omniu. 
Allegorias explicare certo:cum me 
do huc, modo illuc refpexerint Ai 
thores, & per fe applicatio fitam 
gua. Immittelſt habe ich bey Erfläru 
ver Siguren/ und Sfufifegung des ga 
Ken Textes des ComitisBernhardı® 
mahnung / welche ich auch hiermit de 
geneigten Leſer/ nebenſt meiner Arbeit 
Durchlefung dieſes Compendii A 
- chymiftici Novi five Pandorz E 
licatæ & Figuris Jlluftratze, will 
(ficit recommendiret Haben Di 
M 












Roh. Michael Fauſten/ D. 

Acht genommen: Attenteconfideran- 
lum efbin quo coveniant maxime 
Autores. lbi namque later veritas, 
3üz unica tantum & fimplex eft, - 
"iipfebfe mich fchlüßlich in eineg Jeden 
geneigtes und gütiges Wohlmwollen/und 
Iveil mit dieſer Arbeit (fo viel die mühfa: 
ine Praxis zulaſſen wollen/) nichts an- 
berg intendirt/alg der Curieufen Welt 
hbfonderlich denen Liebhabern dieſer 
Kunſt zu Dienen/fo Hoffe um fo oit mebr 
Ion allem Tadel ſuͤchtigen Splitterrich⸗ 
Jen befreyet zu ſeyn / wiewohl mir aud) 
ſonſt nicht unbekandt / wie ſchlechte Titul 
Me Alchymiſterey⸗Verſtaͤndige / ohne 
Pelche man doch in der Medicin ohn⸗ 
höglich fortfommen fan / (welches 
I.B.D. zu erweifen mit naͤchſtem foll 
argethan werden/)  Deutiaeg Ta— 
dcs meiſtentheils zu erhalten pflegen: 
ſoch will ich mich nach dem Exempel an» 
Prer hocheſabruer om ante 
Í DOMINO M (2 bic 












Borrede/ Sob. Mich. Saufter/ D 
eil daran nicht febre / ſondern zu meine 
Soulagement mich der Worte des gd 
fehrten Bafilii Valentini Præfat: ab 
fruíz Planetarum Generationis, fvel 
che der berühmte Jacobus T'ollius feine 
Sapientix Infanienti vorangeſetzet hat 
bedienen / und felbige zum Beſchluß bie 
her zu ſetzen fein Bedencken tragen: 

Multi hunc Libellum dementia 
arguent, plurimi omnino infanizar 
ceflent ; Pauciffimi erunt, quibu 
DeusIngenium, Prudentiam, Artem 
que largietur adverfarios omnes hu 
jus ope fuperandi, 













Franckfurt am Mayn 
M DCC VI — 


michael Sauf 
Sob md ads ft 











EE S IE 6 IE AE EGE EAE i6 6 
BASDSQSSSARSRTPRRRABST 
Vorrede/ 

Hieronymi Reufneti. 


Yen Ehrenveften und Hochgelehrten 
yeren/ MARTINO RULANDO, der Artzney 
octoren / Pfalsgräffifchen Medico , nnb Phyfico zu 
kauingen an Der Donaw / meinem infonders großs 

| günftigen Herrn und Förderer. 


EET a 5orenbefter und Hochgelehr⸗ 
AEN ter Herr D.Rulande, die Loͤbhli⸗ 
I y xe che Kunſt ber9(enep/teirb fbr 
p fein und artlich von vielen für- 
et trefflichen Leufen/Soror Sapien- 
tie, ein Schwefter bet Weiß⸗ 
it genennet. Dann gleichwie die Weiß⸗ 
it des Menfchen Gemütb im Zaum bált/ 
mit einer nicht wie ein unvernuͤnfftig wild 
jiet oder Sau lebe: Alfo pflegt Die Artz⸗ 
j des Menfchen Körper mit gebührender 
Jet und Remedien dahin zu halten / damit 
nicht kranck NP ied zu Beth iege/ und 








3 endlichen 


Cortebe/ - | 
endlichen wit groſſem Schmertzen den Difyr 
teen Zods Apfel eher beiffen muß / danıfı 
er fein gefeßtes Ziel erreiche. Und weanip 
piece geſchiehet/ kan Eeiner dem Menſchlip 
ben Geſchlecht Dienftlich feyn. Dann foil 
fan einem wohl zu Muth ſeyn / wie fan 
einer ſtudieren/ wie Fan einer auff gemeih 
nen Nutzen / im Geiftlichen und Weltlichei 
Stand dencken / wann er fein qute Stun 
bat / ver Kranckheit halben € Ln 

.. Derivegen find Die vechten Dogmatich 
Medici , allzeit in groſſem Anſehen bey Sin 
fter und andern Dotentaten geweſen. Soup 

daß fie kondten Land une Leut weißlich ul 
gieten | haben fie müflen geſund fepup 

. Melches ihnen nicht: wiederfahren haͤhp 
können / ohne gelebrter Aertzte Rath um 

. 9Betftanp / denen GOtt folhe Gnad un 
TP | durch vid Muͤh unb Arbeit oc 

(ben. Y l 
Was aber jetziger Zeit für Mißbraͤuch 
amd Berrügeren täglichen in dieſer Kum 
fürfalle | ift gnugíaut am Tage Dank 
man findet febr viel verlauffeneLotters- Bl 

. ben] Kottſchierknecht und Bader) die imme 
zu mit ihrem verfälfcheten ſtinckende 

Teriacks und vermaledeyten Salben vou qi 


E i 


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mtt 














Hieronymi Reufneri, 
tt Stadt zu der andern laufen / unb 
Went gemeinen Poͤfel nicht allein Beutel 
lino Kiften raumen / fondern auch umb 
Web und Leben bringen / fürnemlichen 
ann fie fich unterſtehen Haſenſcharten / 
Hruͤch Stein/ Gewachs zu fchneiden 
nb zu heylen. Das beiflet recht expe- 
Émenta per mortes agere, Es muͤſſen 
Ke Salben und Balfamen -probiert 


‚Welche | ob ihnen fehon Indicationes cu- 
Mndi , quz ab unica morborum Caufa 
Mbntnente & pendent, & fumuntur, 
ans und gar unbefanbt/ Pod) den 
Jraucken / Pillulen / Traͤncke Latwer⸗ 
en / auch wol Vitrum Antimonii fimpli. 
ter fufum, neque veré ab impuritati- 
Bis feparatum , oder Turpetum minera- 
ub. mit geoffer Gefahr und gewaltigen 
Mewegungen und Perturbation , einges 
Abn. — Sft gar nichts in ihrem närri, 
Men Kopff daran gelegen / ob. fie ſchon 
licht bie Ingredientia Receptarum verſte⸗ 
An: Bie eiumabl ein foscher hübſcher 
| | ((4 Shift 











Vorrede ⸗ 

Meiſter in bie Apotheck kam / dnb da e 
batte gelefen in einem alten Buch Recip 
Pulver. Serpentar. fragete ] nach gepülver 
ten Schlangen. | 
Was ſage ich aber viel von dieſen 
Gé pfleget wohl o(ff der Hencker / Schin 
der oder ein altes Weib hinter dem Rachel: 
Ofen einen grofen DOC TOR in di 
Schule zu führen/und ibm aufi ſeinem Tite 
CT zu berauben / und zu fchande eer den Leu 
ten zu machen. | 
Hiefes Hummels ⸗Geſindlein befchrei 

ben febr fein die alf Rythmi , fd alfi 
lauten: I j 
Eft impoftorum Dux Doctor, fignifer | 


Unitor, 
Fumiger exczcans, fera per Cauteria 
rodens, E 
Elotor madidus , ſudans Mediaftinus, i 
Uftor I" 
Martius, immitis Sedtor, fidensg; Chi- - li, 
miftes, | i 
Sordefcens Rafor, trux Exoreifta, Mi- | h 
nifter l. 
Perfidus, infulfus Lignator, apiftus l. 
Apelles, AE 
Interpres Graecus, Lictor rudis, atg$ | 
recoctis | N 








Hieronymi Reufnert, 

n Pharmaca proflituens brodüs , tOts 
quendo Cremator 

. ;Bellua, vociferans emplaftraque plum- 
bea Stentor, - | 
. Ordine vicenus , Vene truncator 
| ABYME lie HAT 


Item diefe Verſen: 


Jactant ſe Medicos, quis vis Idiota, Sa- 
cerdos 

Judzus, Monachus, Hiftrio, Ton- 

ſor, Anus: 
Ambubaiarum collegia, Pharmaco- _ 
polæ, | | 
Raftticole, Molitor, Piftor, Aga- 

v' fo, Faber. , 
Als ſolches ber gewaltige und hoch⸗ 
 Iberftánbíge Mann Theophraftus Paracel- 
"Mus gefehen |. bat er aus groſſem Eiffer, 
unb Lieb gegen feinen Teutſchen Veram 
li Magiam erfinden ? per quam aduando, . 
Vel uniendo virtutes natutales , mirabi- 
lia efficimus opera in natura, & quafi 
hundum niaritamus , üt Pius Mirandüs 
"anus fcribit: queque in rerum füperna- 
wuralium cognitionem nos ducit, — Der⸗ 
Meicben Magi (ich verfiehe aber. nicht 

: XX5 Teuffels⸗ 


li 








Borrede/ 


Zeuffelsbanner / oder andere Schwarks 
kuͤnſtler) find die Weiſen geweſen fo zu 
dem net gebohrnen Kindlein gegen Beth 
Ichem kommen: Item die Cabaliſten bey 
den Hebreein / Die Philoſophi bey den 
Griechen / Die Gomnofopbiften bey den 
Indianern. * | 
Damit man aber die Derfen nicht 
für die Sau würffe / bat der gute Theos 
phraſtus ein neue Magifehe Art zu ſchrei⸗ 
ben erfunden / welche nicht. ein jeder Lands 
fahrer) oder Bartfcherer / ober Apotheckers⸗ 
necht / fondern allein Filii Sapientie & veri 
Magi in ihre Köpffe bringen inögen: wie ct 
(ic) dann felbft in feinem Manuali de La- 
pide Philofophorum, &in lib, Vexationum 
entfchuldiget. D 
Das ift die Urſach / darumb er viel 
per allegorias, &nigmata & figuras varias 
abgemahles Dat. Darumb bat er auch 
fo gar wunderbaͤhrliche Cabaliftifche und 
Magifche Namen erdacht : welche vies 
len zanberifch ſeyn duncken / als daß er die 
verborgene Krafft oder Tugend der Nas 
ur / aus welchen alles erwwachfen | genaͤh⸗ 
tct nnb gemehret wird [ liaftcos nennet: 
Item Ares daß einem Jeden feine fondere 
. * Vid, Fam. Fraterni. R. C. pag.8. Natur] 










Hieronymi Reuíneri. 

Matur / Form und Geftaft zueignet / dar 
mit es von denen anderen Fanntlich ums 
Mterfcheiben fep / als an den Krautertt 
ſallein zu feben | da ein jedes fein before 
dere Wurtzel / Bluft | Stengel und 
Blätter Hat : Diefer macht er vier Ges 
ſchlecht. Der erſte oder eingeſetzte Ilia⸗ 
Miter ift der Zweck des Lebens / oder der 
Mmenfclid) lebhaffte Balſam. Der am 
Wber oder bereitet Iliaſter iſt das Zuge 
Mricht und angeftellte Ziel des Lebens /.- 
der Ichbendige Balfam / ben wir aus 
den Elementen / oder Elementifchen Din» 
"een haben. Der dritte (ff das End des 
Mebens / und der rechte Balfam | den 
Mgvir ex quinta rerum eſſentia fchöpffen. 
Der vierdte oder groſſe Iliaſter ift die 
ill Berzuckung des Gemuͤths / fo ber Menſch 
in die andere Melt gezucket wird. Alſo 
bringt er auch Derfür Archeum, bae iff 
Meine Krafft die alle Ding aus dem Liafte 
IN (eft autem Theophrafto Iliaftes prima rerum 
Momnium materia, ex Mercurio, Sale, & Sut 
phure, tanquam ex trib, principiis conftans, 
quz analyfi Spagirica deprehenduntur: ) 
fürbringet und ſcheidet. Alſo bat ec. in 
dem Microcofmo einen Balſamum, Quin- 
Er tam 





Vorrede — | 
tam Effentiam, Mumiam, Mannaim , Ar." 
canum, Elixir, Mercurium: welches ali] " 
les nichts anders ift] dann ein inwen⸗ 
diger Behalter aller Körper vor Faͤulung 
und Zubrechung | ein temperirt Ding 7 
ein refolvierts Salt | oder ein Saltz des 
Saffts| Sal liquoris in homine , dag! 
vor Faͤulung behütet. Alſo heiffet er den 
Mercurium przeipitatum, Diateflälelton :| h 
Item die hohlen Gefchwär und Fiſteln | 
Dubelech: Item / ein Artzney aus weiß | 
fen Corallen und Agftein) Dubelcoleph z | 
Cte / ein Kropff] Chœras, botium. |! 

nb dergleichen Sachen gar viel mehr / 
die man nicht fo leicht faffen kan / ale 

wann cà GBalenifche Recept waren. 
Bißweilen hat er mit fonderm Fleiß 
(wie auch det Geber gethan ) die rb» |" 
nung in operando umbgefehrt: fürnem⸗ 
fich wann er Arcana Naturz myfteria han» | 
delt | unb ein Meifter- Stuck rradtiert [ / 
pa aufigezogen wird von den natürli⸗ 
. eben Dingen [ ohne Scheidung und ohne N! 
Elementiſche SSereitung / durch Zufaß / in 
welche ſolche Materien gezogen unb bate | 
inn behalten wird. Solches ſiehet man 
augenſcheinlich in Archidoxis, in Metas || 
morphofi, | 















HieronymiReufneri. 
morphofi, de Philofophorum tinctura, de 
M Vexationibns, de Preparationibus, und in 

andern Büchern mehr 
Damit aber die Magi & Filij Sapien- 
tie dieſer hohen Künften möchten theilhaf⸗ 
ig werden ] und pen Menſchen darmit 
dienen: haben fie nicht mit groffen Un; 
Moſten aui der Inſel Succotra / Aloen/ 
Paradißholtz / Rhabarbar / Zimmetrin⸗ 
Pen / Cardamoͤmlin / Halchonium / Eınas 
ragden / Hyacinth / und dergleichen Dia» 
nlterien bringen laſſen: ſondern ſeynd auff 
moie Berge geſtiegen/ und für lange / unge⸗ 
harten, ünliebliche Recept / Kraͤuter ge⸗ 
Mucht: für die Schreib» ‚Feder ein Koh» 
en⸗Zang in die Fauſt genommen / und 
‚apffer gebrennet / Diff fie die rechte Mu- 
miam Balfamitam zu allen Kranekheiten 
gefunden haben. — 
Solches hat fie warlich viel Muh 
mb Arbeit gekoftet + haben nicht viel 
reu au(f weichen Küffen ſitzen: iſt 
erowegen fein Wunder / daß die Magi. 
mb Philefophi ihrem Vatter Paracelfo 
mn Schreiben nachgefolgt / nnd bie Magi- 
eria & Arcana Magicé & Allegerice , 
aif mancherley Formen den Nachkom⸗ 
men 












Vorrede/ | 
men fürgeleat 7 Damit nun die Sleifialh 
die geru mit den Kohlen und Alenbical) 
umbgehen / diefen Schats möchten erlanlı 

a | 3i 
; Alſo muß man auch biefe gegen] 
wätfige Pandoram Francifci Epimerhel), 
verſtehen: fo wohl die zgnimarifche um 
Magifche Bildnuͤſſen und frembbe Mör 
fe: welche alle den Filis Sapientiz Di 
fand fep : fo fic) nicht laffen abſchre 
(fert Adarnech, Anfaha, Catrobil, Canze 
Zingifur, &c, | 
Demnach aber diefe Kunſt jetsiat 
Zeit beiten gehen muß / und von wegen, 
de8 Theophrafti ( welchen die Philofophfj, 
billich / Lumen Nature nennen ) in gro] 
fem Beracht faft bey Jedermann ift? 
als babe ich auff des Typographi $5egcbly 
ren und Rath / diefer Pandore, (o unter 
ihrer ſchoͤnen Geſtalt viel zu Affen macht 
die ibr nicht wiffen recht entgegen zu ge 
ben / einen andern trewen Epimerheum)); 
ſuchen muͤſſen/ Der mit ihr alfo zu Datos 
Dein würfte / damit der Jafum dag Aure 
um vellus befommen möchte. 
Unter allen aber | Achtbahe ur 
Hochgelehrter Herr D. Rulande, — y 








Hieronymi Reufneri. 

Meer großguͤnſtiger Herr und Förderer | 
Wbab ich feinem bequemeren finden koͤn— 
inen / als eben den Herrn: dieweil ct 
laud) noch etwas von dieſer Kunft halt. 
ann was der Herr mir ale ich vor 
pen Jahr zu Laningen gewefen / für 
Igroſſe Wolthaten erzeiget/ kan ich nicht 
Manuafam rühmen { viel weniger dafuͤr 
dancken. Darzu bat mich auch nct 
wenig angetrieben die groſſe Freundſchafft 
"Mo ich zwiſchen dem Herrn und dem achtba⸗ 
Iren und Hochgelebrten Herren / Nicolao | 
WReuínero, beyder Nechten Doctoren/ und 
der Schulen Rectorn / meinen hochgelieb» 
ten Herren Vettern gefpübrf und augen-- 
Mfcheinlich gemerekt. | 

W ^ Gelangt derhalben an den Herrn Do⸗ 
Uctoren mein fleiffiges und emſiges Bitten] 
Er wolle diefe ſchoͤne Jungfrau Pandoram 
Mannftiglichen und freundlichen annebmen/ 
Mund ihrer Epimetheus feyn : damit fie 
nicht in die Mörder-Gruben zu Diefer Zeit] 
Moa faft kein Glaub mehr / auch ben ver: 
ud-tauten Sreunden ift/ falle. Bitte auch 
ferner zum böchfien vom Herrn / Er tob 
de mich und meine Srudia Medica fpeiter/ 
wie big anhero / fordern. Ü 
V | ORO 





Hur ee ET tn EEE 








Dorrede/ Hieron.Reufneri. 

Wo diefes der Hert (foie ich dann gag 
fein Ziveiffel trage) tbun wird / foll Ei 
mich die Zeit meines Lebens ihm verpflichi 
finden, Mill hiermit den Heren im Gott 
lichen Schuß freulich entproblen haben. — | 


In Bafel den 1.Sept. 
An. M.D.Lxxxvrır: 


| Hieronymus Reufnerus — 
Leorinus D.Med. 






PANDORA. 

as Buch) genannt/ 
koͤſtlichſte Gabe 
GOttes / gemacht 


F durch Francilcum E- 
3 IV) AR pim&theuin, (2) 


(a) In hoc complé:ur Pretiofum Dei 
loónum, quod eſt fuper ó.nne Mundi fciéa- 
irüm Arcanum, & incomparabilis Thefaurus 
héf:urórum. Quia, qui habet i(tud Dei Do 
um, Muüdi habet Dominium ! quoniam 
1 inem Divitiarum pervenit, & Narurz vin- 
ilum confregit. Non tàmen ex eo quod 
ipet poteflatem convertendi emnıa Corpora | 
operfecta in puriffimutn Solem & Lunam : 
4 magis ex eö, quod Hominem & quodls- 
t Anımal frafervas in sonfervassont Jans. 
14777 

Rofariam, 


(23) Nach ſolchem epffiigen und fleiſſigen 
ahforfchen aber habe fie (Die in as 
och⸗ 


PANDORA, 
Hocherleuchte Leute und erfahrne Philo top i 
unb Welt⸗weiſe Heyden) endlich diß er 4 
funbiget und erlernet/ toit nemlich nichtd 
in diefer Welt zu finden/ das den zergäang yj. 
lichen $eib vom Tod erretten oder befreyen 
fóute ( a(8 welcher unfern erfien &lte jJ! 
dam und Coá zur Straff auferlegt vd 
ve; Der fich auch von allen ihren Nach 
kom̃en nimmermehr ſcheiden lieſſe /) allein 
diß einige Ding / fo an ibm ſelbſten von 
Naturen zerftöhrlich und von GOtt der ul. 
Menſchen zu Gutem verordnet/ bafi es DU i 3 
CBerberbuna hinweg nehme / alle unvoll 4 
Fommene Cörper wieder heylen Eónte/ Dag h 
Alte reiniget/ und dag Furse Leben / an | 
in den alten Patriarchen erlängern tbàti " 
Solchen munderbahren und geheimen ^ 
Dingen dann fromme erfabrne Philofophi b. 
mit Fleiß nachgetracht / bif fie folches qe 
funden/und deffelben nüglichen Gebrauch 1 
damit fie fich die Zeit ihres Lebens rufis] h: 
get/ unterhalten / erlernet und bekommen 
haben ; welches hohe Gcheimnuß und h 
Wunderding vor ihnen alle Heilige Pal, [. 
triarchen auch wahrhafftig gewußt und gi D | 
habt / und ohne Zweifel Adam dem aróftet] ^ 
Vatter im Anfang eon GOTT fetten 
wird geoffenbahret und gewieſen worder " 
ſeyn / welches hernach alle Alt⸗Vaͤtter vo 
ihm ererbt / und aus deſſelben Kraͤfften ibr 
Leibsgeſundheit und langes Leben / aud h 


groſſen Reichthum Darburch erlangt E» 9 


il 

























Oder Edelſt Gab GOttes. 
ommen haben. Solches Sörtliche Ding — - 
ala Sunberbing/ haben eorermclote Hey⸗ 
Ben (al8 fie dieſes auch erlangt / für eine 
„nderbahre abe GOttes / und für Die. als 
Irhoͤchſte und geheimlichite Kunft erfenz 
„get und gehalten/) Doch Darneben gefes 
Ben / daß ſolche durch GOttes Sürfehung 
am wenigen Theil der Menfchen geoffens 
ahret / und dem gröffern Theil diefer Welt 
"tborgen fey / und bleiben werde / darum 
* auch Dicfelbe jederzeit / fo viel fie gekoͤñt / 
groſſer Gcheim gehalten. Damit aber 
fiche gleichwohl nach ihrem Abgang / nicht 
ar wieder verlefchen unb vergeflen/ fonz 
‚rn auf die Nachkommen ferners geerbt 
"fo erhalten würde 7 haben fie Diefelbige 
ren Büchern einverleibet/ und ihren ges 
Luen Schülern viel herzliche Inftrudtionen 
dio Lehren von folchen Schrifften mitges 
titet und hinterlaffen / aber bif alles mie 
verbluͤmbten Worten vermaͤntelt und 
Krborgen/ daß nod) wenig heutiges Tage 
Tren gefunden werden / die einen ſatten 


An welches aber ohne fonderbahres Dez 
ncken von ihnen nicht arfcheben / Damit 

E jeniae / fo dieſe Weißheit ſuchen / GOtt 
Er peffen Hand alles ftebet) deſto che das 
In anruffen/zund warn ihnen ſolches ges 
jenbabret/ibme die &hr allein darfur ges 
| "Ei; und dancken ſollen / zu Deme auch? 
A5 nisot die edlen Perlen dardurch / vo dıe 

| Wa. Saͤu 


| 








E 















M 

PANDORA, | 
Saͤu gefchütter und geworffen wuͤrden 
Dann wann ſolches der gottloſen Bel! 
eroͤffnet fie wegen ihres Geitzes anders) 
a als bif einige allein begehren unt 
leglich allen Fleiß und Arbeit fallen laſſen, 
barburd) dann ein zerruͤttetes und wuͤſtee 
Weſen folgen würde, | "W 
Waſſirſtein der Weiſen 


(222) Syd dieſe Wiſſenſchafft iſt eine Sat 
des Allerhoͤchſten und wo es nit 6t 
einem durch hohen Verſtand / oder eine 


bekennet / daß er fie von einem guten Freund 
empfangen hab / dann der Fan leichtlich 
Schreiben / bem die Natur ſelbſt dictirtt 
Es ift ein Sprichwört: Erfundenen Din 
gen ift leichtlich zuguthun: Eine jede. Kunfl 
und Wiffenfchafft ift dem Meifter, gut 
feicht / aber einem anfabenbén Schuͤhle 
nicht alfo/ und zu Erforſchung biefer Wiſ 
fenfchaffe (ange Zeit erfordert wird / 6ié 
Geſchirr und groſſe Unfoften, und täglicht 
Arbeit’ mit groffem Nachdencken / mie 
toobl einem Wiſſenden alles leicht tft. un) 

Beichluf! 


.— Qt Edelſt Gab 60 ttes. 
| Befchluß fagen tvir / daß dieſe Kunſt eine 
# Gab ftp allem des Allerhoͤchſten GOttes / 
3 nachiwelcher Erfanntnuß man ihn bitten 
| E daß er qud) darzu feinen Seegen otro 

jeyhen wolle dann ohne örtliche Seegen 


ff fie gang unnuͤtzlich. 
| " - dd Michael Sendivogius. 



















Welche begehren der Philoſo⸗ 
phiſchen Kunſt des groͤſſeren Wiſ⸗ 
ein wahre Erkanntnuß zu ha⸗ 
be (b) 
„(b) Erentmwegen halten wir nichte 
| 9) von denjenigen’ bie folche von 
„SOTT berrübrenoe Kunft für falſch bts 
ruͤchtigen / und für unredlich anzäpffen und 
anſtechen / von welcher die beruͤhmteſte phi- 
lefophi alle / faſt aller Dinge Wiſſenſchafft / 
wie vor Zeiten von des Polycleri Kunſtbild 
bie Bildſchnitzer Die Form und Das Mus 
fter ihrer Kunft berzanehmen pfleaten, 
Maſſen es bann auch eine überauß ungere 
reimte Sach wäre / fo man fich molte Dies 
fen Argwohn laffen einnehmen Db bát. 
ten Die hochwerthe und febr. anfehnliche 
alte Philofophi, bevgrab in Diefer Außuͤbung 
derer natürlichen Dingen? etwas falfches 
Der Nachwelt zum Gedaͤchtnuͤß hinterlaß 
fenz welche jederzeit ihre gröfte Mähe und 
Arbeit Darauf gewendet / darmit fie der 
Warheit gant Ralf nachforfcheten ; ob 
U 3 ie 


W 
ii 
idi 
hit 



















PANDORA | 
fie fehon unfere febr beglaubte/ und die 
fes erhabenen göttlichen ABefens nicht er], 
fliegen haben. Wer worte nun (e8 wär : 
dann Cad) / daß er ein lofer Zoilus unii 
Schmaͤhewurm wäre/) biefe Kunft nich 
lobwuͤrdig rühmen ? Und derofelben mi 
fonderbarer Gewogenbeit zugerhan ſeyn 
Don welcher alle und jede Künfte ve 
Platner / Gold und Meſſingſchlager / auc 
der Blechſchmid / ſeynd herkommen 
gleich ſowoln von derſelben ſo mancher 
ley Farben / die fid) zur Mablerey: Kun 
vielfältig bequemen / ihren Urſprung ge 
nommen. Des Muͤntzpraͤgens zuge 
fchmweigen : Geſchweige auch der Medica 
rum dittillir - Kunſt / ba fie die Krafft uni 
Tugend / fo man das fünffte Weſen nen 
net/ heraußzuziehen pflegen. Was foll ic 
fagen von denjenigen merallinen Stücken 
aus welchen die Menfchen mit Dounert 
und blitzen groffen Hall und Knall zuer 
regen fich bemühen’ wann fie nur diefel 
ben wider die Seinde des Ehriftfichen Glau 
beng gebraucheten. So ift. über diß alleé 
die Wiſſenſchafft von diefem Stein fel 
hoch und herrlich / Daß darinnen bey nahe 
bie gange Natur / ja alle Ding in ber gait 
gen Welt / als mie in einem hellen Spie 
gel’ augenfcheintich gefehen werden. ^ - 


eMarfilins Ficinus 
Die 


Oder f£odft Gab GOttes. 


4. Die folrn fleiſig diß Buch durch 
hauen. (c) | 

Mic) «s C5 feynd unzählich vic Bücher 
ij IE welche von diefer Sunft banolen/ 
Mperder aber nicht viele finden/ Darinnen 
euch pie Warheit fo weit offenbahret / wel⸗ 
ches ich barum thun wollen dieweil ich 
Mfelbft mit vielen geredet / welche vermeynt 
haben fie verftehen ver Philoſophen Bis 
her gaͤr wohl / aber vermercket / daß fie 
ifibiefelben: Schrifften viel ſubtiler gedeutet 
Mhabeny als es die Natur / welche ſchlecht 
iftverforderte. Ja es bat fie in ihrem bos 
when Verſtand beduncken wollen meine Re⸗ 
den ſeyen viel zu gering und unmuͤglich. 
ms ift offt mahls beſchehen / daß iib mans 
eben die Kunſt von Wort zu Wort vorge⸗ 
il fagt/ aber fie habens gar nicht faſſen koͤn⸗ 
Ili ie und nicht geglaubet/ / daß Waſſer in 
Munſerm Meer fepe s: und wolten Doch für 
I9 bilofopben gehalten werden. Wann 
ukfie dann meine Wort mündlich nicht bae 
üben verfichen Eönnen / fo förchte ich nicht 
Cwie andere Philofophen gethan haben, ) 
daß e8 einer fo leicht verfichen werde / es iſt 
reine Gab GOttes / (age id / das ift zwar 


Mmicht ohne/ warn zu Diefer Chymiſtiſchen 
RKunſt ein fubtil ſpitzfindig Gemütb erfors: 
[bert wurde / und es ein ſolch Ding redrey 
daß es oer gemeinen Leuth Augen ſehen 


koͤnten: daß ich Ew geſchickt genusfum 
] | | 


4 befuns 


7 





















TANDOR A; 
befunden und erfannt babe/ dergleichen: 
Sachen gu ergrünben. Euch aber fage ich 
daß ihr ſchlecht und nichrgu febr Flug ſehet 
biß ihr das Geheimnuͤß erfindet/ / wann tb 
daifelbe babet / muß Die Weißheit noth 
wendig folgen’ alsdann wird es euch à 
viel Buͤcher zu ſchreiben / welches Den 
piel leichter ſeyn wird / der in dem Cen'ro il 
und cin Ding ſihet / als dem ber auſſen her 
um gehet / und nichts als das Hoͤren· Sa 
gen hat. Aller Ding zweyte Materi hab. 
ihr gang Deutlich beſchrieben aber ich gil 
euch Diefe Meynung / bafi wann ihr zu bI, 
ftm Seheimnuß Fommen wollet / ihr wiſſet 
bag zuforderſt GOtt zu bitten und dei, 
Nechſte zu lieben fepe / unde ndlich wolle 
ihr euch nicht ſo zu gar ſubtile Sache 
einbilden / von denen bie Natur nichidl 
weißt: fondern bleibet / bleibet/ fage icbzug' 
bem fchlechten Weg der Natur / dann ihr ind 
der Einfalt bif Ding leichter greifſen dann 
folches ın der Subrilisät fehen koͤnnet tb 
borffet in meinen Schrifften nicht allezei 
anden Buchftaben hangen / ſondern imf: fe 
erweger die Natur / und was peren möge 
Itcb.Gbe ihr euch aber zum Werck richterzt 
bedencket fleiſſig mag ibr ſuchet und wa 


Und 


Oder Edelſt Gab GOttes. » 
|" Lino ce oft durchleſen. (2) 


| —— gehoͤret Fleiß / Mühe 
S2 yap Arbeit darzu / uno em fleiſſiges 
J 
die dieſe Ding Durch Gleichnuß beſchrieben 
| j : ben/dak man ſolchem Feiß agchdicht und 
liadytet/ und ſolche Gleichnuͤß verſuchen 
ehren / bann eins auff das ander weyſt. 
Raimundus Lulliug 
















a3 '*;! 


J dup i « 
V 


13:613) Dann welcher die Bücher gufefen / Do nz 
Taul umo trág fon wird /der Fan nicht bereit man ob= 
und fertig feyn / Die Ding zu prepariren/ ywihen / 
Hoch wolund leichtfich ber Practic gewoh⸗ will man 
nen > Dann welches Gemuͤth nicht mill in it T 
den Ubungen ebunp abfdmeigen/ bcr toirp "1 16a 
jm Werckund Vollbringung aimmermehr 
map gründliche mögen. — 

" ram (ooo Richards Anglicus. 


So werden fie einen, gluͤcklichen 
Wunſch erlangen. Hoͤret diß ihr 
Soͤhn une Kinder der alten Philo⸗ 
ſophen / mid verlangt als mit lau⸗ 
iter; heller und bober &timm / aig 
fid) immer mag zufchreyen ; dann 
ich fotum den fürnebinen. Standt 
der Menſchlichen Dingen zu oͤffnen⸗ 
und Den. allez heimlichſten Schatz 
Ne "s aller 


1e 


Türgern und der Natur bequemern Xeg 


'PANDORA, ^7 
aller Heimlichkeiten der gantzu 
Belt / nicht erdichtlich noch küche | 
lich / oder tpottlih. (e) ^... ] 
(«) ANS dieſes Geheimniß bat der i 

einen eigen Schatz; Undes 

drey Ding hierinnen fürnehmlich zu bedeh 
cken / und zu betrachten: Die Bereinigung, 
und Standhafftigkeit des Arciflen 7 " 
Handarbeit / und die Srenheit der Cd 
nun(ft/ und diefe drey Ding bedörffk, 
Reichthum / Weißheit und Arbeit. | 
Anonym lentes Teſtamen, 

iuo "Dienein, 





















Sondern au das allergewiſſe | 
und Menſchlichſte will ich denſelb | 
offenbahr machen (a) — ^ 
(4) N deme ich nua Dag allgemeine MI 

S gifterium der Welt weiſen / (welche) 
der höchite GOtt denen fterblichen Mel | 
fchen aus lauter Gnaden verlieben :) eit 
Artzney wieder alle Kranckheiten unl 
Mangel will angreiffen z mill ichs in eine 


leichtlich berühren / mit einer folchen Auf) 
richtigfeit; daß folche Gabe GOttes ve 
mir niemand der Nachwelt deutlicher Fun 
getban: Denn toas ich ohne Betrug gele 
net / theile ich ohne Miggunft andern mil) 
Dornemlich aber muft du von deinen] 
Verſtand gänglıch abfchaffen alle far 

site 


|. Oder f£odlft Gab G ttes. 
IMyeiten der Sophiften / ihre Fi&iones uno 
her: ationes , Sublima iones, Congelationes , 
Amalgamationes, Pracipitationes Mercurio- 
' um, Antimoniorum , Salium, Tartarorum, 
ptr Kräuter und Thiere Diftillirungen und 
gubereitungen zc. Denen folche Sophi—⸗ 
ten und irrige $cute ergeben fiad: fondern 
Nhurch der Linien Fürgeften und ficherften 
Weg der Natur fortgehen. 

n 4 2D. Huginus A Barma, oder Dienheim, 


a Derbalben fo gebef euch in ein 
olchen Fleiß uno Ernſt zu hoͤren und 
ji holen / als id) euch ein Meiſter⸗ 
haffı ber Lehr herein bringen will: 
"emlid der Dingen /dieich mit mei⸗ 
Jaea eigenen Augen gefehen. (b ) 


4b)$5( €5 vor meinen Theil (durch bie 
mn var Gnade GOttes gegen mich 
Ummucdige und undanckbare Creatur)weiß / 
Maß die Kunſt wahr ſey / und nicht allein 
Mieſes / ſondern Daß fie auch ſehr leichte ſey / 
and wundere mich / daß ſo viel Leute daruͤ⸗ 
iler fo lange vergebens fic bemuͤhet haben. 
Allein Das bin ich verfichert / Daß es eine 
Nabe (Bottes ift/ penn es Iteget nicht an 
Itlemanocs YOcllen ober lauffen’ fon: 
wern D Dctes Zrbarmen, In Anfe 
hung deſſen erfühne ich mich zu der Ehre 


qerores ubelennen / daß ich die Kunſt ir 
u 


| 


11 


EE! 



















PANDORA, 
be/ unb habe bit Operationes unb Arbeite 
Der Natur in diefen fo verborgenen Giebein. 
nuͤſſen vor meinen Augen bey dieſem gegen]. 
mwärtigen Schreiben / welche ich ſtuͤndlig 
ſehe mit Verwunderung über oie unendl 
che Glori in Beſchauung einer fo groſſe 
Herzlichkeig in den Creaturen / welches 
frauet mir / den Anfchauer gleichfam en 
zucken wird / zu ſehen / paf ein fo verächtlich 
Kind / als unſer Mercurius auffwaͤchſet $T 
einem fo ſtarcken Helden / den die Welt nich 
erlangen fan, ! 

Ks Cyrenaus Philaletbat 


bb) ft derohalben nicht ein Traum 
mößiger Leute nod) Betrug: fonberneing, 
Dem wiffenden leichte Kunst, Die ungeitigenf 
Metalle in rechtes Gold zu verwandeln, di 
jenigen aber die es nicht gläuben wollen / wi 
ich nicht mit alten Exempeln des Gebri, Ar. 
noldi de Villa Nova, Rarmundi, Lullii, Ald 
berti, M. Rogeri Baconis und andern über], 
weiſen: fondern ibn mit gar neuen / jd]. 
auch täglıchen fpeciminibus Die Warheit ga 
tigetlich Darthun ; daß es mol ein unver 
ſchaͤmter Menfch feyn müfte / ber aus Un, 
verſtand oder Boßheit fo gewiſſe teltzbeq 
Fandte notoria Exempla laͤugnen / in 3tveifal 
fel ziehen oder calumniren molte. Unſer 
Zeit H«rmes Trismegi(tas , Keyſer Rudol- 
phos Il. Mochlöblichen Gedächtniß / hat 
piefe rechte Keyſerliche Kunſt nicht M 
gelie 
















Oder Edelſt Gab GOttes. 
eliebet: Denn €». M. nicht öffters deren 
ipecimina nur geſehen / fonbern dud) enb- 
ch felbft eine Tinctur erlanget die man 
iuff die 40000, Dukaten geſchaͤtzet. Es 
flegten Ihr. Majeit- biefelbe bißweilen in 
iner Coubern breiten Blechbüchfen zu tra 
m mit rótbem Sammer übergogen v. ifi 
ber von dem Caͤmmerling Suiten / der 


* 


ieichwohl N.N. in des Rutzken Haufe 
efunden unb Ihr Keyſ. Maj. Matthias 
(8 recht maͤßigem Erben uͤberantwortet. 
Der dieſe Tinctur geſehen / berichtet 
nich? daß fie grau Aſchenfarbe / und ſehr 
)roer geweſen fco: von Auffrichtung mit 
E "ed ingreffeá voie ın ber. Kunſt 
rauch iit. 
Mathaͤus Erbinaͤus von Brandau. 


(bbb) Als id hun'den Grund dieſer Kunſt 
he / da fing ich an der beſten Tinctur eine zu 
rbeiten / Doch gehen ſie alle auß einer Wur⸗ 
el/ voit ichs jum Ende gebrácbt / fand td) 
nfchöne Roͤthe / hoͤher algeiti Scharlach / 
nd einen Schatz der mehr und mehr Fan 
wgmentiröt werden, Hiervon weitläuffti- 
ier zu ſeyn / ıftnicht oiefe8 Orths / meil die 
Warheit hierdurch gaugfam erwiefen. 


Anserus, Macrocoſm. 


(bbbb) Franciſ. Picusein®rafe vonMiran- 
dula 


5 


‚ters / ein febr frommer unftraffli 


kaum eines Pfefferförnleing ſchwer / eine 





















j PANDORA,; : 
dula als ein trefflicher hochverftändiger Pe 
und Philofopbus lib,s. c. 2. von Gold « 
fein Gewahi gefchrieben : Vor wenig o 
kurtzen Jahren ift. Nicolaus Mirandulan 
ein Prieſter Barfüfter Ordens/ hohes 2 


Mann / mir febr wol befandt/ mit To 
abgangen / Derfelb/ wie ihrer viel beeugdg 
koͤnnen bat zu Bononien Silber / und 
Carpi feines Gold auß Kupffer gemach 
Bey unfern Lehzeiten ift einer geweſen / Na 
mens Apollinarıs, Prediger Ordens / to 
cher das beſte und wahres Gold gemach 
Zu Rom liſet man dem jenigen zur G 
daͤchtniß und Ehren eine Grab⸗Schriff 
welcher auß Bley Gold gemacht. 3 
wenig Jahren iſt einer zu Venedig gew 
ſen / welcher auß einem geringen Ding 


ziemlichen groſſen Klumpen Goldes au 
gemeinem Queckſilber gemacht. Welche 
mehr Exempel begehrt / der leſe den Comi 
tem Mirandalanum und Robertum Vallen 
fem. Der Kunft Gewißheit Fan ich felbe 
Zeugniß geben / daß ichs zu Wien in De 
fterreich von einem Engelönder 7 Namen 
Alexander Sidonius gefebem, Was id 
hier zu Regenſpurg vom Johanne Baptifls 
Macroczphalo gefeben / ift die Kunſt mat 
gar gewiß gemefen / mir aber auf feiner 
Difeurs vorkommen / paf er folche Tin- 
eur yon einem andern Philofoptio w 
! Und om⸗ 


Oder Edelſt Gab GOttes. 
ommen / und er die Kunſt ſelber nicht ge⸗ 
ipuft. Alſo geſchicht es noch jetzige Stund / 
aß mancher eine Prob von einem guten 
Freund bekomt / und ihm dadurch einen 
Namen machet: Aber dieſes waͤhret fo 
‚ang / als das Geſchenck / mann nichts 
'br Davon vorhanden verlifchet alsbaid 
jit Reputation , welches ich felbft bey bos 
en Stands Derfonen erfahren / welcher 
Kunft mit Merzehrung deß Puloers und 
Mangel der Sünftler zugleich auffgangcu. 
dieruͤber werden noch viel su zweiffeln an- 
fangen und fprechen: Manus noftrz funt 
jculate , credunt quod vident: Unſere 
Haͤnde haben Augen fie glauben nur was 
le greiffen. Uber das finder man gar wenig 
Me.e8 gefehen und gemacht. 

| Ä Incertus, Macrocoſm. 


Und mit meinen eigenen Hans 
te actaftef bab. (c) 


289 Ch hätte bem ganken Procekin dies 

G c fem ractát(ein befchrieben/ diewei⸗ 
naber derſelbe fambtiver Muluplicanon 
1 deß Lulli: und andern Philoſophiſchen 
Büchern begriffen / fo habe ich mich bemuͤ⸗ 
bet / allein von oer erften unb andern Mas 
Fri zu handeln 7 wie treulich von mir be- 
Ibeben / und glaube nicht’ daß ein lebe 
Jiger Menſch folches ftattlicher alg ich ges 
pan habe / fintemahl ichs nicht auf den 

ummen Büchern / fondern auff. meiner 
! | Hand⸗ 













35 





16 


ben Befchluß / beyneben immer zubede 



















PANDORA, X 
Handarbeit und eigenen Erfahrung c 


DaB GOtt dir Ditftó Geheimnuͤß nicht oH 
featubren wolle Dem wolleſt nun 

ernjtem Gebet anliegen / und dieſes Bu 
zum oͤfftern durchlaͤuffen  fonderlich ab 


(en / was der Natur muͤglich 7 und 

Clement Thun und Wuͤrckung / welch 
unter ihnen das Mornebtitfte ſeye / info 
berheit in Der Karefa&ion dee Waſſers od 


Lu ffts. 
Michael Sendivogis 


Des will ich euch etwas rechter 
gewiſſere / und vertrautere Kun 
ſchafft beweiſen: (d) 


By nachdeme diefe jeßt erzeh 
| Philofophi von diefem hohen M 
gifterio toarbafftig unb ohne falfch geſchr 
ben, aud ihren Beweiß / auf dem recht 
rund und DBrunnquell der 9?atur 9 
fchöpffet und gelernet. haben / ſo mere 
hergegen/ bif dato wiederum wiel falſe 
Pfeudophilofophi und Betrieger gefunbet 
die fich folcher Kunft Wiſſenſchafft faͤlſe 
(id) berähmen / uud — — 





















Oder Edelſt Gab OD ttes. 
ſolcher zu lehren fich unterfangen - und ber 
| ebgecacbten Philoſophen Schriften zum 
Deckel ihres Betrugs fülfchlich mißbraus 


qi 


j ben die £eutb nur damit offen / ihnen das 


aul auffperrenz und einen blauen SOunft 


mol auch Die jenigen/oie fich von ihnen aufs 
ſetzen faffen / folgende Warnung wohl bes 


]tradten und zu &emütb führen folten. 


| Ihr Alch ymiſten mich verffebt; 
| ^jnoem Griechiſchen Alphaberh 
Fein Buchſtab febr/gletcb alfo 
| &tebt fonften auch nochanderswo / 
Gedencket fters an folcben fein, 
Betrieget nit mit falſchem € bein 
Durch euer Runfi fo manchen Hann 
Fuͤrwahr ihr werdt ſonſt ſterben 
dran. 
| [rem, 
Vor Boldmachern unb Alchimiſten / 
Die das Geld diſtillen auf Beuel 
und A iften / 
Wann man anders nicht will in 
| Schaden 
Darzu im Spore und Reuthum ba⸗ 
det. 
| Solge denen die da feynd gerecht/ 
Auffricht ig fromm, einfälcg und 
ſchlecht. 
icht ruhmraͤthig / und doch was 
können’ 
Mit 


à * 


—— 


für die Augen machen / melche dann fo. 


7 








1$ 


Mic folchen kanſt du qute Bat 


als dann der andern ein Centne 




















"PANDORA, 


Ípinnen ! 
Ja / wo finder man aber dieſe? 
Suchs/ gleichwohl fie feind eb 


Und nicht m: wohl gerathen beue 
Auch gibt an ſolch'n eit Guintle 
Ichwer 


. . Warferitein ver Weiſen 


(do) Viel Saboranten aber fürn Str 
für Weitzen / etliche alle bende / viel q 
werffen hinweg / was die Philoſophi 
lieb haben / etliche fangen an / unb bor 
wieder auf / welches auß ihrer Waucke 
muͤthigkeit herkommt; Sie ſuchen ei 
ſchwere Kunſt und leichte Arbeit. De 
Beſte werfſen fie hinweg: Das ürgfte fdqii 
fie; aber toit dieſe Wiſſenſchafft rinper Bo | 
rco verborgen wird / alſo tbirD ud) Die INA) 
tert im Anfang weggemorffen, Wir fa 
gen aber / daß dieſe Kunfl nichts ande 
ftue /dann der Elementen Kräfte gfeichli 
vermiſcht der Wärme / Truͤckne / Käl 
und Seuchte: Eine natürliche Gleichhei 
eine Dermifibung des Manns und We 
bes den eben das Weib gehohren ba 
Das ıft eine Zufammenfügung des Seu 
ers/ und Wurtzel⸗Saffts der Metallen. 

Michael Sendivogi 


Dan 




















— Over Edelſt Gab o cial 19 


| Dann die betriegenden Aufzehler 
und Aufzieher / die nach vicem Xo 
fen unb groffen Arbeiten nichte 
ſchaffen / dann daß fie zulegt in Aro 
beitſeligkeit kommen / darum fo will 
ch Flärlich und offentlich mit euch 
reden / daß (8 die €rfabrnen und 
die Unerfahrnen mogen verfieben 
[auf diefer Meiſterſchafft. Es wırd 
mich auch niemand billíd) mögen 
eren oder hinterreden. (e) 


Og sum aber die Altın Philoſohi⸗ 

unb aud) die Neuen / folche Kunſt 

| yurch Sieichnuß und durch felgame (Ste 

Huren und Gemaͤhle verdunckelt und aes 

Nchrieben haben’ und folche niemand bes 

Wohlen’ dann den Kindern der Werkkeit? 

IR efe fürnebme Urfach fest Dant Philofo. HanılPhia 

bbs in Seniore, auf daß Der /. dem biefé lofophus, 

Weißheit und Kunſt mitgetheilt worden / 

Ott pem Allmaͤchtigen mehr danckbar 

waͤre / und ihm allein fob; Wei und 

Eb: zueignete. Dann er (ff ein GOtt 

falles Suten/ Der auch ſolche Kunſt eröff 

net wann er will / und ſolche hindert / mel 

bt te ſolche aug Geitz facken, 

| Daher auch Rats in dem Buch fagt/ — Rafis 

velches bep Den Philof sphen genennt wird / Buch/ Lu 

Lumen Luminun: ‚mann wir alic pitfe Ding heu Lue 
$5 2 wol .ninuim, 























Ns d PANDO R A, 


wolten erklaͤren und eröffnen mie fie N 
.* . btr Warbeit find/ fo würde die AReifl 

heitfein State oder Raum mehr baba 
alsdann fo würde Der Unweiſe mit dei 
Weiſen verglichen. werben. 4 
Man fiefet auch am Ende des Sud 
welches genennt wird Turba Philofophdf 
rum, mo nicht, alle Nahmen Diefer Kun 
verdunckelt und gemehret würden, fo mal 
den auch die Knaben foiche Weißheit un] 
Statut verlachken und verfpotten / Dabit 
wir folche nicht hoch achten und gemem 
Schafft mit ihnen haben wouͤrden / Tender 
dieſe Börtliche Kunft fdimáben und vag 
fpotten’ und lagen / ſie fep eia Loͤgenwerch 
eine Deicheifferey und Betrug. T 
Rıckardas Anglicu] 





ægyptio (ee) Wir leſen von den Egyptern un 
rum Hiero- Ihren Vebren / bof fie in ibren Joeili 
ziyphica gen. und unmirfenilichen Büchern 
ihre Geheimnuͤſſen mit etlichen Figure 

der Thieren verborgen unb verduncke 

haben / alg nemlich dag Zeichen der Na 

!  tur/fo ich mich nicht ire; iſt Durch ein 
Weyhen angezeigt und bedeutet worden" 

der Drach/der fich in einen Circkel kroͤm 

met / und in feinen Schwantz beiffet/ bat 

bedeutet bey ihnen das umlauffend Jahr 

Iſt ihm nicht alfo? Etliche Menſchen fom 

fleiffiger Art und Natur feynd/ mit ib: 

ven Dingen/ Die fihreiben ihr Ding mit ei‘ 

nem 


















|| Ode Edelſt Gab GOttes. 2 
‚nem befonderen Zeichen auff daß nicht ein 
weglicher Schufter oder Bauer esaleſen fan. 
| Ah Rıchardas Anglicus, 


eee) Der allerhöchfte Schöpffer hat dem 
IMenfchen alle narsrliche Dinge wollen 
ffenbaren/ barum bat er ung vornem- 
„uch gemicfen/ dag auch bie himmliſche 
Ding natürlich gemacht find / daß auf 
iefen defto befiev feine unendliche und 
nerforfchliche Macht und Weißheit ere 
ant werde: Welches alles die Philofo- 
»hen in dem Liecht der Natur a(8 in einem 
Spiegel zu fehen haben: Darum haben 
Heviefe Wiſſenſchafft Gicht auf Begierd 
Silber und Goldes / ſondern der Natur 
Frfünbigung; ja viel mehr Des Schöpf- 
fer8 Macht felbften) fo bod) gehalten und 
|o wenig und genau/ und niemahls dann 
In Figuren / Ratherſchen / und Gleichnuͤſſen / 
ardurch die Natur ent decket wird / den 
Anwuͤrdigen nicht offenbahret wuͤrden: 
velches du ſelbſt / wo Du dich recht erken⸗ 
hen koͤnteſt und keinen harten Verſtand 
ͤtteſt / leichtlich verftchen koͤnteſt/ ver du 
jac der Gleichnuͤß der groſſen Welt / ja 
| Dem Ebenbild Gottes geſchaffen biſt. 

| Michael Sendsvogins. 


‚ (cete). Derentwegen fo du ber Kunſt 
nachzufolgen gemilliget / fo folge ihr im 
nen Dingen / darinnen fie wurcken / laffe 
| 253 dich 


allen Betrug und. Verdunck 


















PANDORA,' 
bid aud) nicht hinderen / daß unfe 
Schrifften bißweilen feheinen einand 
entgegen. zu ſeyn / bann alfo ift eg vc 
noͤthen auf dag man die Kunſt nidg 
verachte. 

Michael Sendivogins, 


Dann c8 haben die alten Phil 
foph: fo verdundelt und vertotr 
darvon geichrieben/ Daß fic ni 
allein nicht verſtanden werden / fo 
ber aud) gang und gar nichts Da 
zu dienen’ das auß folcher Lirfad) 
welche diefe koͤſtliche Kunſt wolte 
erfahren und erfundigen / entw 
ders befriegen und betrogen wur 
den/ oder ficb von ihrem ‚Sürne 
men bari verlaufen / — abfictcig 
und weir darvon abirreten. Yd] 


foil euch aber chindan gefbanl 
1 


| 


lung) eigentlich die warhaffti f 
Erfahrung gang und gar für di 
Augen fielen / mit Zujegung de 
Meynungen der Philoſophem 
dann Allerbaſt zu dem rechten Fuͤr 
nehmen dienet / auf daß diß Ding 
von dem gehandeit wird / offenbar: 


liche 






















| Oder Edelſt Gab GOttes. 2 
cher und klarlicher verſtanden | 
herde. (2) QUU TUR 


h | 
I) e Siereciten noch treue und feiffige 

| Naboruten und Schüler Diefer | 
eheimen philoſophiſchen Kunſt / bie gern 
Tmen richtigen und gewiften Weg ohne 
locitere Umſchweiff gu ſolcher reyſen umo 
hndwandern molten/ vieler rien gefun 
len werden / Ind aber durch erſt befagte 
Haphitifche heitlofe Buben’ Durd) ibt grofs 

t$ Geplerr und nichtiges Fuͤrgeben / eine 
heils fo percarbirt und irre gemacht were 

»n/ daß mancher fhier nicht weiß/ob er 
In fotcher biarer fib oder für ſich gehen 
ll'otie ; alfo habe ich von Diefer $unft/aud) 

Mas weniged/ jedoch gründliches und 
Iwarbaffiiges an Tag zu geben und zu tr^ 
ffren nicht unferlaffen wollen: und ob 

db wohl mich viel zu gering uno auch uns 
würdig’ von ſolchem Geheimnauͤß zu bans 
lem oder gu fihreiben/ billich erkenne. jedoch 
limtil i durch Gottes Bnade ohne Juibm 
zu melden’ fo weit gelangt / dahin ıhrer 

Imenig/ ja eie ungenlich taufend/ fo weit 
nicht kommen / uno auch das Pfund / wel⸗ 
Tb: mir als einem Unwuͤrdigen von Dem 
Aulmaͤchtigen Lehen Der gaddig verlie⸗ 
hen morben/ ben mir mit vergraben bleibt: 
So will ich allın dieſen Liebhabern auß 
P 4 treu 


PANDORA, 










lerrichtigften Weg fuͤrweiſen / uno ztigen 
ob vielleicht darmit durch Gottes Verlei⸗ 
hung etlichen bie Augen eimal eroͤffnet/ 
von ihrem falſchen gefaſten Wahn gemies 
ſen / und auß der Irre auf die rechte Bahn 
geholffen / und dann ferners auch Gottes 
Wunderwerck dardurch offenbarlicher ges 
macht werden moͤchte. 


Waſſerſtein der Weiſen. 


(aa) Magni Philofopbi quibus hoc ſe- 
cretum ac Magifterium fuit revelatum, conyu- 
ratı fuerunt horribili maledidione Dei, ut 
nulli hominum hoc opus divinum modo 
aliquo declararent, nc hoc fecretum ad ma- 
nus pravorum hominum deveniret, — Sed) 
ego non curo talium malediäionem: qva* 
rei&ud fecretum non revelo hominibus nc-] 
quam, fed revelo Ecclefix Dei, & perfedtis 
Chriftianis, & Deum timentibus, ut fuccur- 
rant pauperibus, & przcipué Evang:licis, | 
Ecc!c'is & viduas, pupillos, & orphanos vi- | 
ſitent in necsffitalibus & tribulationibus. | 


feannes de Rupeſciſſa Frater ordınum | 
Minorum. | 
Ders | 












Dover Edelſt Gab GOttes. — 1 
i. Derbalben fo thun wir fund 

ham aller erften / daß affe die, fo 
zufferhalb der Natur wirden/ Ber | 
rieger find’ und in einem unziem⸗ 
lichen Ding bandien und arbe 

"ei. (b) 


1b) ee nun will ein warhaffter Philo- 

|. V fophus ſeyn / der muß vie gange 
Matur recht erkennen / erkeñet er mohl 

nie Natur / fo iſt alles ein Ding/ eine 
Wurtzel ein Weſen / bem man nichts 

yaf zufeken/ als daß man ibm be liber» 
Itüffige benehme / verbleibt einmahl vor 

Me darbey / daß ein jegliches genus feinen 
igenen Saamen habe / und nicht verbeſ⸗ 

ert möge to*oen / als durch die übere 5, 
aͤſſige Beſtaͤndigkeit des Golds und 
Silbers. 


— — 


Incertus; Macrocoſm. 


| (55) Derhalben ein Erfahrner dieſer 
Run’ foll und muß wiſſen die Krafft 
Her Natur / und foll ihr gang befiändigs 
ich anbangen: dann mer dag nicht tbut/ 
«per tiro nichts fem Lebenlang in unfer 
[Runft und Meifterfchafft außrichten s 
dann alle die, die aufferbalb oer 9tatur 
arbeiten bit fepab Betrieger /unb Lands⸗ 
Heſcheiſſer / und Eönnen nimmermehr nichts 
außrichten: Welches aber der Natur ſey / 
Án. Ds habe 


A TEE he 


» 


verſtehen wilt / wirſtu Feine mehr auf Er 


nuͤß befchrieben haben/ daß man ſolchem 


man ihr mit groſſem Fleiß nachgehet 


und Operation unſerer Kunſt für ein Cie 


Piincipia Naturalia in unferer Kunft fco | 
und fleiffig nahkommen / und Feines für 


fo wirſtu sin gang hoher und fuͤttreffli⸗ 




















PANDORA, 


habe ich dir Droben genugfam in ben Cas 
piteln befihrieben / adn du dannnichte 


Den finden werden. Derbalben gebor 
Fleiß / Muͤhe und Arbeit darzu / und et 
fleiſſigs Stadiren in ven Buͤchern Der 
Philsſophen tie dieſe Ding durch Gleich— 


Fleiß nachdichtet und trachtet / und folche 
Sleichann verſuchtn lehrenzdann eins auf 
das ander meilt/ dann Die Natur iff. an 
ihr ſelbſt begnuͤget unb auch in einem 
jeglichen Diag/ welches ber Natur bes 
barf zu feiner Bollfommenbeit : bant 
Die Jtatur warhafftig uab fleiſſig iſt / fo 


wo man aber folches verachtet/ und mill 
nad gutem Wahn arbeiten / oer. wird 
J9aab und Gut / und alle feine Zeit / Alterz 
unnuͤtzlich uao elendigfich verzehren’ und 
zu legt gar su Grund geben. 

Derhalben foll ſich Feinerin Diefe Kunſt 
ein, laſſen erfey Dana ein guter Phyficus, 
der die Ding der Natur erforfihen und era] 
tvegen Fünne’ was ein jegliches lemen 


genſchafft und 9taiur ba5/ und was Die 


das ander fegen odet brauchen: aladann 


cher 


















Ode Edelſt Gab Otto. 7 
eer Phiiolophus in unferer Kunſt ſeyn. | 
Derhalben / mein allerliebſter Bruder / iſt c8 
genug euch / so ihr wiſſet die Natur aufs 
ſerhalb zu regieren undfegen / dann Die 
MNatur iff gnugſam inwendig in cem Coͤr⸗ 
I per zu arbeiten? und ihr Anfang ift eine 
gantz aute Ordnung / und eines richtigen 
Wegs / Der da möcht erdicht werden/ 
|! toie Da offenbar ift in Erfchaffung einer 
jeglichen Creatur. Derhalben die Eins 
btráncfung/ sublimirung und Bratung fell 
ſeyn die Meifterfchafft der Philofophen, 
bas ift/ deren die ba arbeiten. in Diefer 
Meiſterſchafft: dann ore Natur / die Mei⸗ 
ſterſchafft iſt / nicht uͤberſchreit / ſondern 
fie folgt allzeit der rechten natuͤrlichen 
Orodnung nach / es fepe dann Sach / die 
MNatur werd etwan Dadurch verhindert / 
(f Da£ ſie hren natuͤrlichen Gang nicht haben 
móg/ dann fie bat ihre gewiſſe und beſtim⸗ 
te Zeit / in welcher unfer Stein ſchwanger 
ſwird und geboren / und zu laboriren / 
dann manu bu Die Terra ſchwanger ge- 
macht baft 7 fo gebiere fie einen Sohn⸗ 
denſelbigen folt du neh ren / biß er leiden 
wird koͤnnen das Feur / und alsdann wir⸗ 
fu damit tingiren und färben koͤnnen was 
du tollen wirft 
Raimundus Lullius, 


Wf. (bbb) Dann ohne Nachfolaung der 
Matur / iſts unmöglichy paf fie der Philo- 
ü ſophen 


38 PANDORA, | 

| fophen Gbeimaüffen zum vollkomme— 
nen Werck führen. Gleich moie Der Philos 

| phas von foichen fagt/ und fpricht/ Diefe 
ie oſne Heben zu der Praäic, wie Der Cft. zum 
Spitoropsie Futter / ber nicht weiß / worzu er fein Maul 
jur Practie darſtrecket obn alleine 7 fo fern ihn Die 
komnn / ge· Aufferliche Sinn ohne Berftand / durchs 
rm Geſicht und Geſchmack zum Butter fuͤh⸗ 
Futter. ven. Alfo auch dieſe Eſel ſuchen obn Die 
wahre Unfäng und fruchtbare Scadia und 

Ubung / auch ohne Erkantnuͤß Der Statue 

ren/ oie Werck der Natur zu oollbringenz 

und das aller geheimſte Secret der gantzen 
natürlichen Philofophie, und bag befte 

Rs der Werck / welches oen Menfchen mit Sitten‘ 
Phrlolopnie tert; mit Wolthaten reichlich begabt/ 
dem Armen hilfft und menfchlichen Coͤr⸗ 

per gefund erhält: Dann es gibt ihm 
Geſundheit. | 













Richardus Anglıens, 


(bbbb) Zange alsdann an und lerne 
erſtlich wie GOtt der Dreyeinigeim Ans 
fanr bie allgemeine Natur verorbnet/] 
mer diefelbe fey/ mas fie oermóge und koͤn⸗ 
ne / auch toie diefelbe in alen Dingen noch! 
täglich unfichtbar würde und allein in 

dem Willen GOttes beftehbe + und ihre 
Wohnung habe’ dann ohne wahre Er⸗ 
kaͤntnuͤß Der Natur fold Werck febr miß⸗ 

fid) und gefährlich dir an ufahen ſeyn 

wil. Der Natur Qualitäs und Eigene‘ 
ſchafft 









Oder fEodft 65b GOttes. 

ſchafft aber iſt daß fie einig, mahr/ 
ſhlecht / und in. ihrem Weſen vollfoms 
"men/ und auch ein verborgener Geift in 
ihr verborgen und verfehloffen fe. Wil⸗ 
"fu nun folche erkennen / fo muflu auch 
"Leben alfoy wie bie Natur ift 7 al& wars 
befftig/ fchlecht / gedultig und befländigr 


ſchaͤdlich ‚in Summa tín widergebohre 
ner und neuer Menfch fepn. 
Waſſerſtein der Werfen. 


. Weiter fo wird von einem Men 
ſchen nichts andere gebohren/dann 
dein Menich/ von einem. bier cin 
Thier / und jegfid) gleichs bringt 
ſein aleihs berfür / darum mag 
nicht etwas eigens an ihm hat / das 
mag nicht etwas frembdes nach ſei⸗ 
nem Gefaͤllen oder Gleichnuß ba» 
ben. Diß ſagen wir darum daß 
memand im fen Geld kommet: 


hres Verſtaͤnds betrogen werden/ 
md zu Armut fouinien/ dieſelbigen 
faud) nieht andere verfuͤhren / und aut 
Armuth und Arcbeitfeiigfeit bringen 
dand treiben, Ich ratbe aber /baf 
Ich niemandt in dieſe Kunſt einlafle 

| iu 


ja Gottesfuͤrchtig unb bem Nechiienun 


dann etliche die von Langſamkeit 


"9 


30 


Thorheit eingeführt bat. Ce) 





















PANDORA; 
gu finden: bann fie ihrer viel zu 
Mirren gemacht / und in grofe 


() «T Ofcius ein König Albaniz ſpricht ift 

i.Wper Turba Philofophorum aljoi 
Wiſſe / von Menfchen wird nichts oe 
bohren als ein Menfch/ von Nogelnnichtd 
als Voͤgel / von Beſtien nichts als Bez 
fiien / und daß fid) Die Natur nicht vers 
wandelt / dann in ihres gleichen / und 
fein.ander Ding. Magifer Johannes d 
Mena fagt in feinem Teſtament. Ein j& 
ber Baum bringtfeine Frucht; Ein Birma 
baum Birne’ ein Nußbaum Nuͤſſe: Alſo 
Metall soultiplicirt Metall / und kein ander) 
Ding. Diſes bezeugt auch der Lenior 
wann er ſpricht: Der Stein der Werfen? 
welchen fie alle Ding genennet baben/ bat 
infich alles deffen er aus dem Korper auß) 
pem Golde/ aus den Waſſern / aug den 
Seiltern / aus den Seelen und aug de 
Tincturen bedörfftig iff. 


Incertus, Macrotoſm. 


(cc) Sciet autem fılins meus, quod ho- 
mo ho:ninem , equus equum , vulpcs valsd 
pen gignat , ex pifce fit pifcis, ita fimile ful] 
fimile gignit, — Rationi | omm atqae adeg, 
naturz repugnaret , quod ex uilis ſpecie bus 
peregrinis, cruore, pillis, ovis, aut cochleisy| 

meralum 










Oder Edelſt Gab GOttes. s 


Inetallum poffet Geri : nihil enim tale ineſt: 
3uanro minus ex huj ismodi rebus medicına 
sonfici poteft, quz metalla imp: tfeGa redu- 
seret in Solem aut Lunam: profe&o rationi 
Jamnino repugnat, aique etiam 1mpoffibile 
& : ac demirar aliquem ad tales errores mi- 
Boervenire pofle, Si vim nature caperet, 
xofe&o in tales. rerrores minime inci- , 
regt, ltaque mi fili, fcies nofces cojus 
eneris resfit, aut quid ei infit, priusquam 
Mares, Ita non errabis, 

(MA AM. Joann Iſaacus Hollandus, 
T (ecc) Erwehie du aber folche Ding / fo 
Tritt der Tr atur überein kommen / nimm die 
ofen  laffe Die Dornen liegen / wann _ 
Hu wilt Metall machen + fo fepe. Metall 
Trein Sundament ; Dann von einem Hund 
viro nichts anders erzielet al8 ein Juni 
Urn einem Merally ein Metall. Dann 
das wiſſe einmahl / wann du nicht ang 
"Den Metall feinen Wurtzel⸗Safft auff 
as beite ſcheideſt wirft du Nichte aude 
ichten : Ohne Weitzen Koͤrner / erndeft du 

yergebeng deinen Örund. 
| ( Mıchael Sendivogius, 


C6 bedarff tiefe Erfindung nicht 
Joieler Dingen / fondern nur emes 
Dinges. (4) 
RT / daß die Philoſophi von 

T oun einigen Ding Durch eine 


Gt» 








viel bobes unb nidriges Stande Sperfont 
tracoten/bcíto geheimer bleiben moͤgen / abe 


Das ander dient mehr zu verfuͤhren die Und 


Joloporum ober Tireur gefchrieben haben 















PANDOR-A, 


Sürfichtigfeit mancherfen geſchrieben habe 
Damit die Narren / fe nur nach Geld frage 
uno trachten / und untreue boffártige Mer 
fchen irr gemacht toriden/und alfo bie hohe 
QiebeimmiB der Natur ( alsdie natürlich 
Kraͤfften / Die richten ades auf ) darnac 


fie haben und Pönnen auch in feinem an 
bern / nbn alicin in einem eintzigen Ding 
C ift alles in allem ) cie Warheit fagen 


wuͤrdigen. Darum fag ich oir mit kurtze 
Worten die lautere Warhett / daß mann fif 
in der Concordang von ıhrem Lapide Phifl 


io iff in rerum natura warhafftig und geh 
tvif. | 
Beneditlus Figulus 


(23) Durchdie Vorarbeit wird bag ei 
nige Ding oder Die einige materia in fulphu| 
& Mercu:ium reducirf / und alfo aub denk 
einigen Ding given gemacht / unb pergr] 
ftalt ber Metallifche Saamen auß den] 
einigen Ding oermittelft der Vorarbeit pe 
sedudtionem zuwegen gebracht. | 

Cochem. 


(aaa) Es iſt nur ein einiges Ding / well! 
ches einige Ding alleın der bloß Mercuriuß 


‚Oder Edelſt Gab Gottes. 33 
Imd Natur aller Metall / undmird def 

halben genannt Der Stein der Weiſen / 

md wiewol er der einige ‚Schläfftl 

ber Metall iff / (o bat er doch von ibm 
elbftnicht macht zu färben allein / er werz 

be dann vorhin gefärbt oder tingierf 

Initder AnimaSolisvelLunz, 

Radix Chymis, 















V. (2222) Dann oer Stein iſt nur ein Ding / 
Hin Subftanz, und Wurtzel und eine 92a 
jt/ wie Hermes meldet. (Sange derohals 
en an im Namen GOttes / und erfenne Die 


W»rung von oer Wurtzei feiner Matery, weil 
Wr in derfelben/ und von derfelben ift/ und 
Wicbté gehet ein/und kommet gu dem ſelben 
as nicht davon ausgangen/ und herkom⸗ 


Nicolas Flamellus, 


| Es fordert aud) nicht groſſen 


3) ^y amis chim vili pretio teftahtibus 

li: (C oisiofophi ad artis complementum. 

ofüt perveniri. (dicis enim Arnald, pretium 

farum medicinarum hujusartis non excede- r a5id: ma. 
B quinquaginta argenteos. Er alius: Ex_reriam vi- 
‚geofz nofirz artis non excedunt pretium lem effc. 
jjrorum aureorum in prima fui emtione) 

f tamen 


a2 - , 












PLC PANDORA, 


Cum multis tamen cum neceffario contingat operanterr 
— fzpius errare (ectum enim non nifi errort 
perveniri, difcernitur, uc ait Baccen, in Turba, Ei 
Alphil, Qui non errat, non pervenit , 
qui non corrumpit, non emendat, & qui nor 
triftatur, non lztatur) pauper iterato inci 
pere & opus ízpe repetere. non  poxeít, 


prout neceffe cít. j 
| Theobaldus de Hogbelande 


Dann es ift nur ein Stein’ ein 
Artzney / ein Geſchirr / ein Regi 
ment und eine Ordnung. (e) 


Ogs Drengehende Frag: Wie wird 


Ant wort: Ich ſage bir / daß er Lapi 

oder Stein genennt wird / daß iſt ſei 

Nahm / bann mir nicht zugelaſſen / wei 

ter von dieſem Stein zureden / noch zuer⸗ 

oͤffnen irgends einem Menfchen- 
Rıcharans Anglicus. 


(cc) Geber: Es iſt nur in Ding / 
eine Medicin, ein Stein / in deme die gan-F 
tze Meifterfchafft beftehet und vollbracht 
wird; und ſolches fürnemlich darum / 
dieweil es ein Subje&um & Inftramentum 
omnium virtutum, naturalium & transnatu- 
ralium,ben einigen wahren GOtt / feinem! 


und aller Creaturen Schöpffer / Fontem. 
omnis 
















mnis virtutis ac poteftatis. Item Da pri- 
um Eos creatum materiale, Chaos uni- 
weıfale, oder allgemeine erfte Materiam Diez 
Uer groffen Materialifchen Welt / be$Sub- 
Ted allgemeinen / natuͤrlichen leiblichen 
Hebahrer/ und dann den Schönffer der 
neuen Creatur 7 den allgemeinen einigen 
Heiland und Mittler zwifchen GOtt und 
Den Menfchen / Ehriftum IJEſum das 
zubjectum der allein einigen allgemeinen 
Himmliſchen Artzney / natürlicher weife 
Montraferifch Damit fürgebildet und be» 
euget. 


rumentis thue ich nachfolgend dieſen we⸗ 
imigen Bericht. Die Philofophi fagen/ 
Anſer Stein fep ein eingige Materia, und 
fordere ein eingiges Geſchirr / und einen 
ingigen Dfen fo bat man zufchlieffen/ e$ 
Jaüffe warhafftig nicht anders fen / ich 
'[b(t babe vergleichen Sublimir - Calcinir- 
der Reverberir- Defeu / faule Heinken/ 
der andere vielfaltige Furnos..nicht beo 
hoͤrfft t8 feynd die Fünftlichen Geſchirr 
nbonnótben/ fonderlich bep Denen / fo 
pe Warheit haben / ein eingiges Gilag/ 


„ner Nm feas der eines Ey 


Radix Chymie, | 


(ec) Von den nothwendigen -In- 


aͤſerns ober thönerne Sefchirr in Geſtalt 


2 S08 


| (Doe Edelſt Gab Gottes. 3 


36 


- e8 iff zum Anfang gar genug. Pit. 


gis, Salis Armöniaci, &c. Die Menftrua Phi 


ſcher Spiritaum gebraucht haben? Ich hal 





















PANDORA, 


ift$ smar/das cte jenigen / ſo Da anderer Öes 
ftalt dieſen Weg wanoten / ihnen ander 
Geſchirr unb Defen erdencken / meil ihr 
Vorhaben ſeltzam / muͤſſen fie auch ſeltza⸗ 
me inbrumenta haben; Aber zufragen 
fennd fie 7 mann der Spiritus Mercurii, 
Vi&rioli; Solis, Roris Majalis, Vini, Sulphue 


lofophorur geweſen / was müffen doch tool 
die lieben Nlteny weil der Brauch der Glaͤ⸗ 
fer noch nicht vorhanden gemefen/ für In- 
ftrumenta zu folcher Coagulation corrofivi- 


te wohl barfür/ daß ıhre irrdene Häfen 
folche fubtife Spiritus wohl ebe/ als fie ger 
meinet 7 würden an fid) gezogen und 
fchleunig coaguliret habeny aber bey diefer 
Ermegung mag ein jeglicher wohl abneh⸗ 
men/ Daß ihr Aqua Solvens ein trocknes 
Waſſer ober Spiritus muß gemefen ſeyn/ 
denn foniten wär es unmöglich gefallen/ 
paf die gedachte Liebe Alten aus Stange 
(ung der Stäffer oder feften In&rumentett) 
hätten die gemeldten Spiritus coag«lirett) 
oder erhalten Fönnen / hätten auch allef 
Philofophi ſehr gröblich geirret / Die jez] 
mals eines krockenen Menftrui gepacbt/] 
wann eine andere Refolution vorhandensf 
Und obgleich darwider auch etwas moͤch⸗ 
te auf bit Bahn gebracht werden/ fohalt] 
ich doch meinem Beduͤncken nad / ich 

wer⸗ 


| Oder Edelſt (54b Gottes. 
werde meiner Experientz und den gerech— 
Iren Schrifften ber. Weiſen weiters trauen 
doͤrffen / als etwa eines andern Imagination, 
Zu deme haben mehr erwehnte liebe alte 
wahre Philoſophi nicht fo viel Sum- 
ptus gehabt folch fchöne Fünftliche Defen 
Hund herrliche Laboratoria, mie man jetzt 
Pfleget / zubauen 7 fonbern fie haben fid 
lene Deffleins an einem ftillen Dit bes 
Müffea- und demielben abgemartet, Die 
Menge vielee Defen zeiget vielfältige La- 
bores und unterfchiedliche Sachen ans oa 
Ibingegen alle Schrifften einhällig con- 
tordiren/daß invieler Dinge Weſen unfere 
Kunſt nicht beftehe/ inmaffen Hermes Dare 
yon deutlich redet Darfffich deßwegen fein 
Tanfahender Schüler umb viel Oefen und 
BLaboratoria bekuͤmmern / ein eingige8 De 
felein ^ darinn er feine Gradus führen 
Hans ift gar genug/ das fe&c ez an einen 
Ort/ ba man fid) Feuersgefahr halber 
richt zubefchweren/ auf daß der Teuftel/ 
As ein gehäffiger Feind nicht einen Laͤr⸗ 
mem über den andern mache / demfelben 
üge er eine / fülle fie mit Sand ober 
Aſchen / und fein Glaͤßlein darein / nehme 
^8 nit cbe auß / biß er ſehe Die gantze maf- 
am in elne ſchoͤne blutrothe Farbe bere 
handlet / welches ein Zeichen feiner 


Fende iſt. 
8: Heinrich von Batsdorff. 


€ 3 Super 





















M 


PANDORA, 
(ccec) Super omne mirum eft, quod une 
igne uno vafe fit Deftiliarie, Sublimatio 
Mortificatio,; Calcinatio, Dealbatio, Kubi- 
ficatio. Fufio cum falutionibus & coagu 
ationibus, | 





















Radix C hymi : 


(cccce) In epere nofro,inquit,Geber,nor 
egemus nifiuno vafe, una fornace,unaquedif | 
pofitiene. Quod intellige, infit, pot prz- 
pirationem primi lapidis, Promptum efl 
cuivisnoffe per hzc verba (in opere noftro) 
tempus vernum, & fecundam operis Cby. 
mici partem defignari, Ubi unicum  va$ 
erit, unus furnus & una difpofitio. Qua 
hzc omnia vidimus in byeme noftra non 
fuiffe fimplicia & una: Imo verö fubinde, 
& paffim admonuimus oportere corpora id 
diverfis vaſis pr&parari, folvi & coagulari. 

Lucas Rodargirns, 


(cececc) Chymia Naturg operationibus 
adzquata e(t ratione. organorum vel. vafo 
rum. Nota:una via, una res, una diípofitio; 
unus adus, unum vasad complementum; 
Magitterii. | 
Cato, Chemycus Tractatus. 


(cccecec) Damit ich endlich des ver- 
drießlichen Leſers halben Diefe8 gantze Werck 
und langwirige Arbeit an ein en Klumpen 
werffe / fo beſtaͤtige id aum 

€ 


+ Oder fEordft Gab Gottes. 
NUberfluß / daß es nun fey cin einiger & tein/ 
"Magnefia genannt / cine einige Materia wel⸗ 
he pit er(te Materia aller Metallen: Eine eis 
nige Bereitung / welche durch ein einiges 
Feuer gefchicht/ in einem Ofen / welcher 
Fnenennet wird Athanor. Was nun Die 
einige Przparation ift/ fo geftehe und beken⸗ 
Unt ichrund/daßes ift (olutio & coagulatio. 
Die Materia iff vor. der Fermentation wars 
hafftig Catholicagder allgemein; nach. ber, 
Fermentation aber fpecifica oder befonderft. 
Wegen der Materie muß der 2efer guten 
Fleiß brauchen/daß er niemalsintoöte und 
unvermögende Metall arbeiterweil darauß 
nichts Fan werden/fo wenig als aus einem 
Tabgehauenen verdorretem Baum Aepffel 
Tover Birn wachfen Eönnen. 

: ducertus; Macrocoſm. 















(ceccecec) Noch ftehet von bem Seuer 
zu handlen. Das erfte Seuer/ oder der 
rften Operation. ift ein Feuer eines Grads 
beftändig/ welches Die Materı umbgiebet: 
Das Ander ift ein natürlich Feuer / mel 
hes Die Materi digerirt/ und figirt. Sch 
fage dir die Warheit / daß ich das Regi⸗ 
ment des Feuers offenbahret habe / wann 
du die Natur verſteheſt. Noch ſtehet 
om Gefaͤß zu reden. Es muß ein Gefäß 
der Natur ſeyn / und ift genug an Zweyen. 
Des erſten Wercks Gefaͤß muß rund ges 
macht werden / aber in dem andern Werck 
| o A4 etwas 





39 


. SSaum begehreft / muft du deß Baume 























PAND OR A,m ») 
etwas weniger / ein Glaß wie ein bib 
oder Cp: oor allem aber wiſſe / daß ou 
Natur nur ein einig Feuer habe / was fi 
unterſchiedlicher Ding wuͤrcket Das nag 
cher die Entlegenheit ober Ungleichheit dei 
Dre. Deßsgleichen iff nur ein einig 
Gefaͤß der Natur / wir aber brauchen Kürz 
tze halben zwey / auch einerley Md, abe 
auf zweyen Subitaofen/ toilt Du num Dei 
Gemüth richten ein Ding zu ſchaffen / fo 
bedencke zuvor bie erfchaffene Ding/ Fanfl 
bu Dieje/jo Dir vor Augen liegenzeicht oer: 
fieben / viel weniger wirft du verſtehen / was 


wiſſen / baB pu nichts erfchaffen Eanit 
banit folcheg (tebet allein GOtt zu. 


Michael Sendivog iu⸗ 


(ccceccccc) Es iſt ein einiges Ding / eiag 
ne Kunft / eine Operation und Arbeit, 
Wann bu alfo teilt ein Metall machen/ 
must du Metall zufeken / wo Du aber einen 


Saamen zufegen. Es iff. mie gemeldet / 
eine eingige Operation , aufferbalb deren 
Feine ift / bie toarbafftig fepe; Derobalben 
irren alle Die jenige/ fo Da fürgeben / e8 ſeye 
neben viefem einigen Weg / und natuͤr⸗ 
licher Materi ein warhafftiges Particular, 
bana man hat feinen Zweyg / dann von dem 
Stammendeß Baums. Es ift ohnmuͤg⸗ 
lich und thoͤricht / Daß einer che will E 


oer f£odft Gab Gottes. 

ft machen / dann ein Baum: Es iſt leich⸗ 
erden Stein ſelbſt machen / dann vas at 
er fiplechrefte Particular , das nüglich und 
der Prob'dein natürlichen gleich fepe. 
Y * "Michael Sendivogius. 









Und wiſſe / daß es ein wahrhaffti⸗ 
Fe / und die warhaftigſte Kunſt if. (2) 

Y ew 9laa es fuͤrwahr ein groſſer Greuel 
IR. er, daß die Unverfländige tolle 

tut permeinen / die Philofophi / welche 
ans fürtrefflich an Ehren gemefen / haben 
n8 / als ihren nachfommen Luͤgenwerck 
nnd eitel Falſchheit gefchrieben und gelers 
£t: Welche / fo man ihre Böächer lieffet 
nd fd)autt / gan hohen Fleiß angekehrt 

aben / bie Warheit zuergränden und zuers 
Horfcheninder gangen Natur :ob fie gleich» 
Hohl zu unferm heilfamen Glauben und 
MPoheit nicht Fommen find und von Goͤtt⸗ 
Woher Wefenheit und Drenfaltigkeit nichts 


ip emuft oder'gefchrieben haben / voolt man. 


it deßhalben defto ärger halten / eon tot 
en ihrer Bücher / fo fie gefchrieben haben. 
Wer voolt nicht billid Diefe Göttliche Kunft 
och (oben und preifen? Es wird ſolches 
Parlich niemands nicht tbun/ dann gro» 
ipt tolle Eſelskoͤpff/ die Fein Judicium von 
en Dingen und Verſtand haben. 

N Richardus Anglicus. 


C 5 (dd) ano 


4 


3 


42 


Kuͤnſtler wahr und recht. Eine Natur iſt / 






















PAND'/OXNA; ^91 


(44) Wofern jemand an ber Gewißhei 
Dieter Sunft zweiffeln molte/ fo lefe er di 
picifältigen Der alten Philoſophen mit T 
ſachen und Erfahrung begründeten Bü 
eher / denen als Slaubwürdigen / in ih 
re: Runft nicht zu mistrauen ift. SOCII 
dann venfelben nicht glaubet / fo ift mit eig 
nem folchen als einem der die Principia utl 
Hauptgrände wiederſpricht / nicht zudifpafl 
tiren Dann die Tauben und Stummen koͤn 
nen nicht reden. Ich hab gefagt / die Kunfi 
fen watharfftig Denn mas folten alle ande: 
re Ding in der Belt für einen Boris von 
den Metalſen haben / woher wollen wi 
doch diefe allein von deß Schöpfferg allg 
meinem Vermehrungs ⸗Secegen / in dene 
wir ibaen Feinen Saamen geftändig fe 
wollen / unbillicher Weife außfchlieffen? 
Da bod) die heilige Schrift begeuget / daß 
ein folcher Seegen allen erfshaffenen Din 
gen von Anfang eingepflanger und mit 
getheilet worden. Haben fie aber eine 
Saamen mer toofte fo thöricht ſeyn / daß ev] 
nicht glauben Fönte/daß fie in ihrem Saa⸗ 
men folten vermehret werden / in ihrer) 
Natur ift die Ehymiftifche Kunft wahr 7 
wahr ift auch die Natur / aber felten ber! 


f (t auch eine Kunſt / aber vielerley fünfte 
ét. | 


«Doer Edelſt Gab Gottes. 

| Auch fo hatten die Philoſophi 
Vid nie gefliffen / fo viel unb man: 
herley Gattungen und Ordnun⸗ 
Sen der Farben außzutrucken / 
vann fie es nit geſehen und ans 
Feruͤhrt oder getafter hätten / bar 
bun (o wiederaͤfferen wir DIE / (e) 
















E) NU emention vero, quam par eft, ca. 
'j lore fpiritualis hæc natura, malleo 
uaſi mortis percuffa, de a&ivo fit paffivum, 
die fpirituali fit corporale, nempe przcipi- 
fatum rubrum inutile , quia in debito fuo. 
lore coler fit corvinz nigredinis, qui li- 
jetater, at fumme optandus color eft. Ru- 
fpedo tamen in operis veri initio eſt confpi- 
ua, eaque infignis ; hzc tamen cum humo- 
N isdebica copia concurrit, monitratque cce- 
jam cum terra concubuiffe, ignemque natu- 
ih concepiff? , idecquetotum vitri concavum 
ifureo tingetur colore ; at color hicnon dura- 
it ; at viridem brevi gignet , tum nigrum 
jatra tempus exiguum expecta, & patiens fi 
ueris, votum videbis. — Saltem feftina lente, | 
fX tamen ignem fat validum continua, inter- 
Sue Scyllam & charybdin, ut nauclerus peri- 
jBus, navem taam dirige, fi INdiæ utriusque 
Ppes lucrari cupias. Interdum infulas quafi 
xiguas , fpicas ac umbellas difcoloratas 
mittentes in undis & ad latera. confpicies, 
uæ brevi diffolventur , alizque aſſurgent. 


4 erra 


4: 


» 


^ fibi icat, interdum aves aut beftias reptilia 



















PANDORA, 


Terra enim ge erminandi Bi aliquid fempe 


* te in vitro confpicere imaginabere co 
loresque vifu jucundos ac momenti levi 
Totum eit , ut ignem debitum jagiter conti 
nuss , omniaque hzc in colore nigerrima 
pulvere diícontinuo ante dies quinquagint | 
finientur. _ Sin minus, aut Mcrcarium tuom 
aut regimen , aut materi dieofiionem call 
pabis, ni forte vitrum moveris aut agitaveris 
quad opus facile protrahiet, aut ettam finali 
ter perdet, Wu 
35 VEM Philalerha, | 


(er) Uber wie gemeldet man foll bai 
Glaß nicht eröffnen / fordern mit der bey 
Den Purrefation fortfahren / fo fängt Diff 
Gitrinbraun « Del an in ein andere Art zu 
gehen/ und gemwinnet oben em Haͤutlein 
welches alsdann zu Boden faͤllt / und bald 
ein anders wieder kommt / und abermahls 
zu Boden fällt + gleich einem gelblechten 
fubrilen Sand / und diß gefebicht alſon 
lang/biß das Del zu einem Pulver worden 
und in einen gelblechten Sand gangen 


net ba8 gelbe Pulver graulicht zu meroenz] 
unb je länger je mebr zu Der Schwaͤrtz fidi]. 
neigen/ biß [c&ítcf gar ſchwartz wird unb] 
fich als das Jiabenbaup: erzeigt / melde | 

ana 




















kann ein gutes Zeichen ift / und zu End 
er warhafften Zerſtoͤrung / und ein An; 
dang der rechten Tinetur. Daher fpricht 
"ie Turba Philofophorum : Hic foluta funt 
‚Jorpora per putrefa&ionem, & efficiuntur ter- 
Jinigra: & cum videbis materiam denigratam, 
I aude,quia principium eft operis, & eft nigrum 
libi,& caput corvi, qui sn nodis & dici clarita- 
I: ne alis volat.Und weiter:lſta eft Terra nigra 
I tenebrofa, de qua loquuntur Philofophi di- 
lentes : Efto ergo affidaus in operatione in 
I mnibus' (tatibus fuis patienter continuando 
eco&ionem, quousque cgrediatur Tip&u- 
ja fuperaquamin colore nigro, & cum vide- 
s nigredinem illiaque immicere, fcias to- 
fum corpus liquefa&um effe, & tunc opor- 
»rignem lenem continuare , donec conce- 
ferit nebulam, quam parittenebrofam, 

E Auswelchen Worten Far erſolget / daß 
bie Schwaͤttze in diefem Werck anfänglich 
fad der Calcination erfcheinen muß 7 wel⸗ 
Ie bann bernacber auch nicht bleiblich/ fone 


Philoſophi ertícbtet haben / Daß biefe 
Ecdhwaͤrtze frye.ein Raab / melcher ohne 
i(Ggel ſo wohl in der Nacht helle/ alain 
er Klarheit veß Tags fliege 7 Durch die 
acht und ben Tag ung zuverſtehen gebend 
je Veraͤnderung / welche fich in ver 
Echwaͤrtze zutraͤgt. So dann nun bie 
Schwärke auch in ein anders verwandelt 
erden foli / 1 nicht mit geringem Fleiß 


| 


! 
| 


Kem in eine andere Art gehet. Daher die 


: a NOE 


aj 


46 


^ burd) Diefen zquabilem calorem das xal. 

























"SL BANN DAAD RA, | 
hie zu erforfchen 7 worinn doch die Ver 
Anderung gefchehenmuß. Darum foll hie 
betrachtet merden der Philoſophiſche 
Spruch/indem gefagt wird : Quod calor 
agens in humidum generat nigredinem, & 
agens in ficcum generat albedinem, Gt 
daun nun oie fd)mar&e Materia oder Ra⸗ 
benfopff/ oder Nigrumnigrius nigro, oder 
mie mana nennen wil / gewefen iſt zuvor 
ein Afchenfarb Terra dieſe ein gelblicht 
Pulver / diß Pulver ein Citrinbraun Oel / das 
Oel ein Waſſer / welches Waſſerdann das era 
ſte in Der Refolution Mercurii Solaris erſchie⸗ 
nen iſt und zum erſten in das Citrinbraun 
Oel verwandelt worden / das Citrinbraun 
Oel alsdann in ein gelblichts Pulver / das 
gelblicht Pulver in ein Aſchenfarbe Ter 
ram, alsdann in eine ſchwartze Terram, E 
fo folgt daß diefe ſchwartze Terra auch 
verwandelt werden muß in eine Seife 
Dan diemeil eine zquabilis und gleicher p 
Calor der Putrefa&ion dieſes Wercks ift / m 
welcher vom Anfang bißzum End / unb imn 
einem Gradu gehalten wird: Sodannnunf 


V in terram nigram oder caput corvi igt4 
bracht worden iſt wird auch ohne Zweifel 
diefe Terra nigra Durd) eundem zynabilemf} 
Calorem in eine weiffe verändert werden: 
ie dann fonft auch in andern calcinatio⸗ 
nibus zu fehen iff / und bie Pra&ica Diefeg 
Wercks augenfcheinlich mitbringt, v 

aber 


Oder Edelſt Gab GOttes. 
Aber die Weiſe ſich vollkoͤmmlich erzeigt / 
Arfcheinen mancherley Farben / die ſich 
Spunderbarlich verändern / munderba:lich 
Finander folgen / gleid)fam mie Sternlein/ 
elche bald nergehen/ und andere an deren 
Statt Fomen: Daher ſpricht Hermes: Hic na- 
s e& Draco, domus cjus tenebrz funt, & 




















iens colores: Multis fiquidem modis de co- 
Lore in colorem movebitur , donec ad fir- 
[famam deveniat albedinem, Aus welchem 
Spruch leichtlich su ſehen daß zwiſchen 
ber Schwärg und Weiſſe mancherlen Gate 
Ken fich erzeigen muͤſſen / welche einem 
Mauenfchwang ober mancherley Farben 
Sternlein / Die verlefchen und miederum 


oſtra mortificar (fo t den lebendigen Qum 
plis bricht unb ibm feine Corporaliſche feeye 
nerliche Bewegung ftillet/uno in eim Vre⸗ 
Slsirt: ) Uluminat (nemlich mo esinein Gió 
Finbraun Del vermandelt worden / und die 
uenden Metallen Darein geftoffen in gut 
Ieranfmutiret werden / fo erleuchtef dieſes 
Kalifch N7.foc8 die andere Farben der Mer 
Allen vertilget und ihnen ein höherg mits 

eilt) Mundificar : fo es Die Unſauberkeit 
r Metallen hinnimmt und Die Neinig> 
At deß © einpflanget : Vivificat (dieweil 
41 Ding dardurch erweckt werden Die 

| jut or 


Jigredo fuas alas comedens & diverfosemit- — 


47 


48 


folgetim Spruch:) Eräpparere facit co 
























PANDORA, '- 
zuvor nicht erfannt gemefen/ nemlich wi 


lores 'nigros primo in morcihicatione corpo 
ris, cum in terram convertitur: & poltmall! 
dum apparent multi colores & varii ante ded. 
albattonem, q. orum omnium finis eft deal 
bao, Darauß dann zu verſtehen man! 
die vollkommene Weiffe erſch enen ſey dal 
pte vielfaͤltige Farben ihr End haben und! 
daß die Waſſe eine Hauptfarbe in diefen 
Werck fen. Darum fie dann weiter vor 
difer Weiſſe alfo. ſchreiben nachdem (i 
fich erzeigt: Et hic nafcitur nobis Filius, 9’ 
efficitur albifimus , & vocabitur nomen eju 
Elixir; Dealbatio enim operisinitium eft, to 
tius corporis fundamentum & fermentumd 
Was auch für Farben nach ver. Weiſſe 
fich erzeigen / folgt hernacher indiefen ihret 
Worten: Nec deinde in diverfoscolutesv 
riantur, przterquam in rubeum,in quo ultimu 
eft ais. Darum dieſe zwey Farben / die wei 
und die rothe / deß gantzen Wercks Cni 
ſind / rechte Elixiria und Tiocterz , Di 
weiſſe auff roti / bit rotbeauff votb. li 
Benedictus Figulu 


(eee) Die Tage der Farben wird nie 
mand gewiß befchreiben / beam nach den 
Der materia wenig / gehen fie geſchwinde 
oder mehr 7 fo. geben fie lanafamer | 
gemeiniglich aber von der erften Schwaͤn 
ges bißaufdie Weiſſe baftou ſechs Monat 

| 901 









Oder Edelſt Gab Gottes, 
von der Weiſſe bi zu der hoͤchſten Pur⸗ 
dur Farbe auch fo viel. Endlich wenn 
„die Granaten arbe eine Weile gewaͤhret / 
gib das ſtaͤrckeſte des Sandes / baf die 
[materia fich wie auffoerfiet/ unb vor Trus 
Eenheit von einander fallen will / duch bae 
edelſte Theil fich in die Mitten zufammen 
Isiebet / mie ein halber Monden. Ninm 
Fdiefes befonders heraus / von der andern 
nichts nüßen materia, thue é8 in ein Cra- 
‚eibel , gib gradatim /\ bif zum höchfien/fo 
wird fich nod) eine ſchwartze verbrandte ma. 
eria finden / fcheide Das rotbe gute baz 
[pon / denn es ijt Sulphar ©) lis mukiplica- 
UM Matthaͤus Erbinaͤus von 
d 1 Brandau. 
A i 

Daß affe die/ fo aufferhalb ber 
Natur wircken unb arbeiten/ ſelbſt 


4 


Sulpkur fas 
lis multipli- 
catum: 


Petrogen und aud) Betrieger 


jin». (2) 
DE habe fiber Leſer jekige «esti 


| Traetaͤtlein den Kındern der Kunſt 
J;ugefallen gifchrieben/ auf daß ^ ehe fie 
Jat der Hand das Werck angreiffen / fie 
Hie Wuͤrckung der Natur erfennen lernen / 
vie nemlich dieſelb in ihrer Wurckung alle 
Ding herfuͤr bringe, darmit fie nicht ohne 
Schluͤſſel zur Thuͤr eingehen / oder mit 
EG. 5 3 A einem 







9 


so 


















einem Durchſchlag Waſſer ſchoͤpffen. 
Daan vergeblich arbeitet der / wer ohne 
Erfantnuß der Natur bie Arbeit in Dies 


fer heiligen und warhafften Kunft angreifftz 


Der ſtecket in aatsrlicher Finſternuß / Des 
me die Sonne nicht ſcheinet / der lieget im 
dicken Schatten oeme Nachts der Mond 
nit ſcheinet. Die Materia hat ein each 
Liecht / welches mir mit unferen Augen 
nicht feben/ ber Schatten bey ratur iſt 
shíern Augen ein Corpus / mann aber eis. 
nen das Liecht ber Natur befcheinet / des 
me wird alfo bald der Trebel von den Au⸗ 
gen hinweg genommen / unb fan ohne 
Derbindernuß alsdann den Puncten une 
ſers Magnets feben / toit. er mit beyden 
Centris der Strahlen/ nemlich der Sons 
nen und der Erden correfpondire : Deng 
fo weit erftrecker fich das Liecht ber 90a] 
tur und eröffnei®oas Sinnerliche. - T 
Michael Sendivogius, 


' 
| 


Derhalben fo fepe euere Libung] 
in der Natur / und ín fleifligerf 
Dienftbarfeit. (b) " 


) ¶ Sermit laß bir begnuͤgen / Sequere] 

VJ Naturam, folvando Corpus & ceoagu· 
lando Spiritus, &c. "v LT N 
: Nodus Sophicus Enodatus. 


(bb) Vene] 


(Doer Edelſt Gab GOttes 

/ (bb) Venerabili utimini Natura, cut 

&liena nolite introducere, nec aquam fortem, 

| nec falem, nec pulverem, quia Natura non 

emendatur. nifi in fua Natura, & noftrum 

acetum acerrimum continet omnja nécef- 
itia in fe, air, 
























Er. / 
| (bbb) Du Haft ohne Zweiffel geleſen / 
daß unfere Magi, Philoſophi und Reges 
Ifehseiben und ruſſen / der Natur nach / hiere 
Muß wiſſe / daß der / fo in dieſer Kunſt ct» 
mas will foribringen / erſtlich wohl wiſſe 
md verſtehe aller Metallen Urſprung⸗ 
Beburt / Unterſcheid / Freundſchafft und 
Feindſechafft / unb vernimm weiter / alle 
detalla wachſen auf einer Wurtzel und ihr 

t anfängliche Materi iff einerley / untere 
beiden fich aber allein in oem; daß einá 
„Leiner Denn Das ander/ auch mehr gekocht 
and digeritt i(t. ANM 

(0 «perta ArcawArcani eotrificiefiimi, 


| (bbbb) Wir haben zwar diefe Medicin 
Dict mit unferen Händen gemacht/ fon- 
Xtra von einem guren Freund fülche bes 
l'ommen/ aber tarbafftig / zu deren Erlan⸗ 
ung wir den Sucher genugfam unter» 
ichtet: Welchen aber unfere Schrifften 
Jlicht gefallen moͤgen / andere leichtere Scri- 
»enten leſen alles mit oer Natur Möge 


MUT lich» 


Johann de Rupeſeiſſa. 


4 


$3 


alle WWarheit ift. einfältig. 


mem feeligen, erbaltlichen/ und mis 
| neralifchen Ding. (c) 


rd oe offt erwehnte hohe / edle Kunſt 





















 PANDORA, ^ 
lichkeit conferiren/ und nichts wieder die 
Tratur verfuchen / auch nicht glauben; ob. 
ſchon in. der Weiſen Bücher geſchrieben 
ſtuͤnde daß Feuer nicht brenne / denn es 
ift wieder Die Natur. Wann aber ges]: 
fehrieben ſtehet das euer habe Mache 


aAußzutrucknen und zu märmen / ſolches 


weil es natürlicher Weiſe gefchiehet / iſt 


- bá ^d 


zeit mit rechtem Verſtand über ein. / iff 
Auch nichts ſchweres in ber Natur / und 


5. Michael Sendivogimn, | | 
Dann unfer Stein iſt von ei⸗ | 
| 
N 
3 J 


haben Die Philofophi in ihrem 
Schriften vorund nach Der Perfe&tion], 
nicht hoch genug erheben/ und mit herrli⸗ 


ja den himmliſch⸗gebenedeyten und geſe⸗ 
tigten / auch den allgemeinen drteyet⸗ 
tige Univerfal Stein der Weiſen genensf. 
ner haben. Die Urſach aber/ —— fiel 


Oder Edelſt Gab GOttes. 


ſolchen eben einen Stein genenner undver- ⸗ 
gi en / it dieſe unter anderen fürnemlich/ 


Dieweil die Materia deſſelben wm Anfang / 
als eine Minera auß der Erden warhafftig 


in Stein iſt / darnach dieweil es hart 


und trucken iſt daß da wie ein Stein zer⸗ 
offen und zerrieben/fonderlich aber wann 
t$ in feine Drep Theil (fo die Natur jelbft 
Prufammen gefegt) zertheilet / er als dann 
Sielbit- in Diefelben wieder fammentlid) 
Hantz und gar/ und zu einemim euer bes 
kändig wohl Flüffıgen Stein Natur ges 
Maͤß / Fünftlich digerirt werden muß. ——, 
Waſſerſtein der WVeifen. & 


| (ec) Darum ift zu wiſſen / daß der Stein 
Her Philofophen in 3. Grad getheilet ift/ 


emlich in Den Vegetabilifchen/ Minerali- - 


Ehen und Animalifshen Stein. Den 
"NVegetabilifen haben Die Philofophi ei» 
entlich diefes erfte Theil genennt/ wel⸗ 
her dverSteinift des erftenGrads/von wel⸗ 
1 hem Petrus de Villa nova, des Arnoldi 
WBruder ju Ende feines Rofarii alfo faget: 
Der Anfang unfer8 Steing iff Das Ar- 
"Erentum vivam, oper feine Schweflichkeit / 
Felche wir haben müflen auf feiner aros 
Mencörperlichen Sublang/ efe daß er koͤnne 
"fum andern Grund fihreiten. Iſt alſo 
Mer Anfang unſers Steing/ Daß der Mer- 
NE urius, fo an dem Baum maͤchſt / zufams 
Jaen gefe&t und fublimirt werde / durch Er⸗ 
leushterung , Denn er ift. der flüchtige 

| 33 Zweig 


..858 


34 


Broeig / welcher fi, nicht nähren nod] 


hen / daß es ift ber 





















| 


| 


zunehmen ober toacbfen fan ohne den firen 
aum / fo ihn erhält/ wie die Bruſt Da: i 
Leben bem Kinde- SDannenbero erfcheint/f, 
daß bieftr Stein vegerabilifch iſt / atgeftul 
fff Gieift/ fo auß Demi], 
Zweige des Weinſtocks waͤchſt / welche; 
im erſten Werck zugeſetzet wird m M, 
weißmachen ben Coͤrper / gleichwie im Tra 
etat / der gruͤne Baum geneñt geſaget wird/ 
in welchen nach dem Text der Alchymif, 
gar begreifflich gegeben ift Die Pra&ic Diefed], 
vegetabilifchen Steins / denjenigen/ weicht 
mit Witz Dit Warheit verſtehen koͤnnen 
welche auf gewiſſen vernuͤnfftigen und 
billichen Urſachen ich allhier nicht babe fed 
Aonymi Perbuns Dimiſſum 
Dienheim. 


(ccc) Wofern bu nun begehreſt zu bad 
ben eine gute Vermehrung in febr ftarekenf 
Eigenfchafftenund mineralifchen Kräften: 
durch bie Wuͤrckung des andern Graddf, 
und Vermittlung der Natur / fo nimm Did], 
reinen Coͤrper / und vereinige mit denſel 
ben den obgedachten Mercurium nach dem 


Gewichte / das den meiften diefer Kunfl | 
befandt ift. BL 
afnanymi berbum DinuffumA, 


(ccce) Da | 


|. Oder Edelſt GGab Ottes. 
7 (ecc) Der Stein der Weiſen iff eine 
JSubften$ oder Weſen auf dem minerali- 
ſchen Sefchlechtes das Allervollfommenfte 
‚ala ſeyn mag / in fid) habend eine gang 
Joolfommene Mermifhung der Elemen- 


n. i 

] Dab er ein Weſen feo auß Dem mi- 
Vneralifchen Geſchlechte Das iff bad genus 
feiner Beſchreibung / alle Mineralien und 
Metallen findSubltargen in der vornehm⸗ 
ten Dronungder Natur. Daß er aber 
Fine fo- volfommene Subftang iſt / als es 
yn magı Das iftfein wahrer Unterfcheid. 
"Dile Metallen und Mineralien haben ihre 
TAnbollfommenbrit an fich/ wegen ihrer 
Ulnreinigfeit und unvollfommenen Kor 
hung / wie auch wegen Mangel der Sim 





















gen des Goldes / welches fir/ rein und 
)elifommen tingiret ift unter allen Metal⸗ 
m. Es hat aber nur fo viel als e$ für 
Ich bebarff/ und nichts für die andern: 
Daß e8 alfo folcher Seftaft alle Vollkom⸗ 
Taenbeit hat/ die Dem Metallifchen Ge⸗ 
hlecht muͤglich iff: fintemal in demfels 
Ten/ tie bu inmeiner folgenden Gr 
Ihlung ſehen wirft / man finden 
Fommenheit der Gxeftaft befchaffen daß 
3 ben andern die Figirung/ Tinckur ugb 
Veinigfeit mittbeifen fan / welches das 
3old nicht zuthun vermag/ meil es " 


tur uab Fixitaͤt / bie wenig überftá(fig iftz 


an eine Subfkan oder —— Voll⸗ 


35 


«ó 


bal es / ob e$ gleich Diefelben bátte/ Dem 































fo viel hat / al8 e8 vor fib benoͤthiget 
auch. nicht bie nothwendige Coubtilbeit 
noch den andern fie nicht Eönte mittbei 
len noch in Die Coͤrper eingehen / und ſi 
Durchöringen. — 
Ofen feiner 92atur mache den Schlu 
on feinen Wuͤrckungen / nemlich daß ey 
das Vermögen habe / unb Die Kraffe DUI: 
unvollkommenen Metallen volfommend 
und bie Francken und brefthafften Leibe 
gefand zu machen. Dann. weil es ei 
Weſen ift. von dem mineralfchen Ge 
Schlechtes der eine gang vollfoinmene Bar 
mifchung der Elementen ig fid) hat fl 
bat er auffer Zweiffel die Tugend die Mei) 
fallen zur CollFommenbet. zu bringen 
welche andern nicht unvollkommen ſind 
als wegen ihrer Unreinigkeit und nicht ge 
nugſamen Kochung / die da herruͤhren 
aus einer unvolifommenen DBermifchungg 
ber erſten Elementarifchen Qualitaͤien 
gleicher Seftalt die Sefundheit Den Leben 
Den foieder zu geben welche nur kranch 
find megen der Unreeptmäfligfeit ihre 
Complexion, "e m 
Iſt demnach der Stein feiner Natulf 
nach eine gewaltige Medicio und Artzney 
beydes Den Metallen und den Lebenden, 
Welches dann augenfcheinlich ermeifer. feill 
ne Mortrefflichfeit unter denen 3Dingen/fügi 
auf der Erden finds dann fo die a. \ 
















Oder Edelſt Gab GOttes. 
Dite End⸗ Urſache ein Zeichen der Vortreff⸗ 
ichkeit iſt / ſo wird der Stein / der die voll⸗ 
omenjie Endslifache bat unfer denen 


\ 


Behibasite ſeyn. Der Menfch iftein Für 


eje: Welt und ich ſetze va alle erſchaf⸗ 
ient Weſen bemuͤhet find ibm zu dienen / 


imb nach ihrer Art ſaͤmptlich bereit ibm 


dye End⸗Urſache. Weil dem nun alfo ift/ 


ips (jt das groͤſſeſte Out des Menſchen die 
Allerediefte End⸗Urſache der Ereaturen hier⸗ 


eden / nun iſt kein groͤſſer Gluͤck / deſſen 
Mefaͤhig iſt / manu (d ihn auſſer dem 
Stande der Guaden betrachte / als bie 
Wefunoheit und der Neichthum. Don 
iefenbeyden/ alsvon zweyen Brunnen 
iita her alle Güter / vie er. begehren 
mag. Der Neichthum giebt ibm Mittel 
Fllen feinen Wönfchen ein Genuͤgen zu 
Hun / mit demſelben Fan er Fauffen bobe 
lemter und Ehre fein Gemuͤth zu vers 
$nügen. Er Fanalle Ergöglichkeiten har 
m/ Damit bie Sinne fid) ergögen ihre 
fEippetit und ‘Begierde zu füllen; So 
Iſet ibn. die Geſundheit fehmeckfen alle 
Wolluͤſte / fo weit fie ſich erſtrecken Pons 
Men; und deßwegen hat ſchließlichen der 
Mtein / welcher dem Menfchen das eine 
end andere gibt/ bie alleredlefte End⸗Urs 
he / mad) feiner Vortrefflichkeit und 
Mollkommenheit zu rechnen. 
| Johann ang. 
ds Darum 


HlOB nacdiüdjen Dingen bae aller hoch⸗ 


Jutes zu tun; indem fie ihn betrachtenals — 


57 


3! 


J— "farum fo fey eines Willens f 


ſie ergeigen mir auch alles Liebes, und wadlı 


Zahl bu auch einer bift/ erzeiget mir/ / ohn 














PANDORA, 


den Were der Natur/ baf bi | 

nicht jet diß / Jet das zu verfu 

hen fürnehmeft, (d) Ne 

(4) A Lchym. Wer da? Wer rufft mici 
Ag 


atur: Du Narr / mas Fähefifi 
bu beur und fern mit meinem Sohn ange 


| 


— Sarum erzeigeft du ihm ſolche Schmach 


Weßhalben peinigeſt du ihn alſo / ber Dil 
bod) alles Guts su erweiſen geſinnet itio 
wo du es alleinig nur verſtehen wolteſt 
Alchym, Welcher Teuffel ſchilt mich 
Einen ſolchen Mann und Philefopbum lf; 
Natur. O bu Narr wie ein gro(fer Phi 
kofophifcher Dreck und Unflat biſtu toi: 
ein aber wigige Bank ! Sch kenne di 
Philofophos, und ale wahre Weiſen / did 
liebe ich werde auch von ihnen geliebet 


P 
I 
| 
N 


mir zuthun nicht möglich iſt belffen fü] 
mir. Aber ihr Alchymiften / auß bereap 
allen meinen Willen und 2Bifferyalle Wish 
Dermärtigfeit : deßwegen Modes 1 
euch jederzeit das Widerſpiel. Iht ver. li 
meinet / ihr Fönnet gar mohl meine Soͤh⸗ k 
ne tractirens jedoch ift all euer Arbeit umallı 
fonft/ und wann ihr die Sach. gründlich 
bedencken wolt / fo führen fie euch bey] 
der Naſen herumby und ihr [ie — [ 

emahl 






















Dover Edelſt ab COfttes, ge 
mahl fie euch / wenn e$ ihnen gefállet/ 
1 Narren machen, und koͤnnen. Alchym, 
gift erlogenv ich bin auchein Philofophus, 
d weiß / bag ich mohlarbeiten fan. So 
in ich nicht nur bey einem einigen Fuͤr⸗ 
Ten geweſt / als ein antehnlicher gemaltie 
erbhiloſophus welehes auch meinem Weib 
ol bewuſt / item ich hab auch alle weil noch 
tt geſchrieben Buch in Haͤnden / fo etli⸗ 

Fe buabect Jahr in einer alten Mauren 
rborgen gefteft ift / barum will ich bey 
einem Eyd noch mohlden Stein gu bereie 
Ba tvi(jen. Uber ba ift mir eine Offenbah⸗ 
Ang / im Traum färfommen. O meine 
räume fehlen mir nicht/ gelt Weib ou. 
Weifts? Natur. du bift eben ein Gefell/ 
Wie deines gleichen alle/ Die Anfangs alles 
Kiffen wollen, und vermennen/ fie haben 
Wt Sunft gar gefreffen/ am Ende iſt e$ 
Y chts Alchym. Es babsis bod) andere 
Munſtlich / auf dir / Natur / gemacht. Na⸗ 
It Dag iſt wahr / aber allein die jenigen / 
me mich gekannt haben / deren gar Wie 
ont: Der mich nun Fennet/ der peinige 
Meine Söhn und Kinder nicht 7 er thut 
Mir auch Fein Ubels / fondern/ was mir ge- 
ig und dienftlichift/damitvermehret er 
We prede £ und heilet meiner Kinder 
toc. ps ; 
| ‚Michael Sindivogias. 


| | ‚(dd) ,Et Alphil, Qui non ertat, Den per- Cum mulcis 
tJ | ] ve 


nit; 





éco 

erroribus 
ad agtem 
perveniri, 


venit, & qui non corrumpit non émend 




















PANDORA Vf 


&|qui non triftarır non lztatur, pauper it p 
ratQ incipere & opus fzpe repetere no) 
poteít, prout nece(le et, Sic enim Audio: 
lib. de perfe&o magift. Cum de hujus rt 
experientia nemo poffit effe  fecurus, tibl 
fuadeo, ut adione incœpta ab ipfa non cell 
fes, Si prima vice non re&e fuerisoperacusll 
fecundo, tertio, & etiam amplius, (i opus fuel: 
sit, teitefa, quoufque quod appetis perfecti 
fime deprehendas. Neque te ab hac re lal 
bor manuuin, rerumve impenfa amovea 
quia cum inſtantia vinces, & de manuund 
labore mercedem, & lucrum de rerun ; 
fumptibus rehabebis, Et An&or viz uni] 
verf, oportet artificem cum multis. label 
rbus & erroribus ad perfectionem pervelle 
nire,vix enim hoc opus excellentiffimum ag, 
finem fine impedimento perduci, — 
x Theobaldus de Hoghelande, i 
(ddd) Jetzund bab ich gelebrt DA 
ein Erforfcher ber Natur / tvarbafft]. 
(fedt / gedultig und beftändig fep. 
fole / ber feine Gedancken und Ge 
muͤth nur auff ein Ding allen 
richte cc E 


| Michael Sendivogins 
Dann unfere Runft wird in viel) 
der Dingen nicht vollbracht (c) T 


(986131 (oldjem einigen Ding von dent! 
Fhilofophis ihr Magnefia , und Sa]! 
turn! 





rg Gab Gottes. 
us genannt / als in feinem eigenen Ges 
-fonderbahren Subjedto Univerfali 
t unfehlbar Mercurius & Lapis Philofo- 
^ um Univerlalis, der Weiſen allgemeis 
einige / natörliche / höchfte Artzney. 
ub diefem foll und mußfie allein gefucht 
genommen werden / und fonften auf 
finem anderen : Sintemahl e$ alfo quali- 
t/ daß esfonften feines Sleichen in ber 
sen weiten groffen Welt nicht bat; und 
D: im diefem iſt / ift in keinem anderen / 
die Philofophi, 
1 ái Radix M 


] Und mit was weiß unb in was 



















de permengt werden / ſo íff cé 
LU dE nur ein he und 
jerley / C£) 


wahre Materiam, ſo befinden wir 
M 9Garbeit / daß dieſelbe nur eine einige 
ungeachtet ſie mit viel tauſend Legion 
Jamen genennet wird / welche nicht al⸗ 
An auf bem Erdboden / ſondern auch in 
, "after und £ufft zufinden find / dieweil 
UM ficb felbit v ap re —— 
i| D fic) felb(t gebieret. annenberó 


| 


Lu der weiß von feiner Krafft und T 
ull 





Kalt feine Namen gevielfaltiget 


| N Doserascn wir nun im Grupde die 


J mer den. Stein nen⸗ 


et 


62 


woͤrde ein Stein fein Name fp. — T 


— Stam vielen Dingen gegeben / und einch 


Warheit recht finben / wie afes eines un 


men und loben gefünnet. Wiefienun d. 


PANDORA; |] 
ckung nichts / bann wer Piefefbige veil 
ber nennet ihn nicht. Say etliche wolf: 
ar fagen / er hab Peinen eigenen Namen ! 
intemalen ber. Alphidius alfo fpricht : Y, 
der Stein einem eigenen Namen hätte / 





















Insertus, 7Maecrotofm, 


FE) Habe folches nur erzeblen foll 
and wollen / daß ein Ziebbaberbiefer Rund, 
fih nicht fell laffen irc machen daß € | 
Ding vielerley Nahmen zugeeignet weil! 
den / dardurch man Die rechte material 
defto beſſer fam erfenden/ bie ganse opel. 
ra:ion/ vollk oͤmmlicher verftchen und oll 


einig/ was Dit Philofophi für ein Sreutl 
hierinne gefucht / wie fie Damit geſpiele 
daß fie es nicht gnugfam betrachten / vüll! 


ben der materiz — Namen geben 
alſo geben fie der Veraͤnderung deß Grad 
halber noch mehr Namen. ® 

t | ducertuss Macrocofml' 


( (££) Wie bod) unb febr notbmenbi]: 
an der Crl'antnu Der prima, alias mateti l 
fccundz , diefes geheimen Philofophifchell 
Steins / den jenigen bie folshe zu erlangt 
begehren / gelegen fep : Haben ermel 
Philoſophi diefelbs auch nieht gaugfam ei 


innert] 


| Oder Edelſt Sad Gottes. 
Jern / und in acht zu haben / vermahnen 
nnen/ welche Materia Doch nur ein eins 


Pes Ding ift 7 Darauf diefer Stein einig 


U 
1 » 

















f fon mit taufend Namen benennet7 
ß zugerichtet werden, Defjen Qualität, 
Et und Eigenſchafft 7 fie auch wunder⸗ 
Erlich befchrieben und ungefaͤhrlich sc. 
U MWaflerftein der Weiſen. 
| l "fEf f) Vidi Mineralogianoftra, tnb mar 


ib Erfte Anmerckung über das fiebende 
Hpitel deß erſten Theile: ARE: 


ÜCEFEFE) Ego veritatem vobis dfco : quia 


pil aliud hujus artis operstores in errorem 
ruft , nifi varietas, & norninum muititu- 
Sed ſi quis re&é cognoverit, quod hzc 
iimina non funt, nifi colores in conjundione 
llparentes , in hojus magifterii via non devia- 
‚8. Et dicit Lilium? Noftri lapidis tat fune 
Mina, quod res vel rerum notabilia, Et 
1 (inus: Philofophi namque milibus mü- 
n legionum nominibus ipfum nune 
diaverunt, unde homines in eo'errare fece- 
it; & adeum pervenire non potuerunt, 
Ergo cum hoc in ipfius cognitione non 
Mufficiens , attribuerunt ei nomina aliarum 
Li momnium , utper tales fimilitudines , fa- 
‚Bntes devenire poffint in cogoitionem ipfi- 
„4 Propterea ;gitur omnia ejus nomina 
"Moa (unt apud Philofophos, & nota folis 
| n ba, i 


Tu. 


allen / obn alle frembden zuſatz / ob. 


65 


64 


. vis enirn materia exqualapis,, fit tantum ua: 
. &ipfe lapis tantum unus , tamen fecund 1 ; 


&ione apparent , & ortum ejus , & conjur f: 


emendirt oder verbeſſert / Dann fi 


(e Ere elo [t I | 


- er(t[id daß er eben diefelbe Materiam nef 
pe gebrauchet. Fürs ander / daB all ſey 


Dingen, die Natur eines Dings augimer h 
























PANDORA 
eis: quia intelligunt quid fignificant, Quar i 
diverfos colorés & varietates , quz io ded T 


Gionem in magiſterio diverſam, nomina im 
ponunt adlibtum. — — d E. ! 
i Sean — Margarita "Preciofo 

: * Bar ae : E 
Dann die Natur wird nich) 

| 

| 


P 


1 


M 9 


ihrer Natur. (2) 


:ur begehret nachzufolgen / esſey 
welcher Arthes wolle / der muß nothroendi 
ibm allezeit zwey Dinge für Augen fteHer 
me / derer die Natur zu eben demſelbenE i 
Thun und Were bep Anordnung porgd | 
nommenes Dinges entweder eben fo fel N 
oder doch demfelben gar gleich, Def‘ 
eine Natur freuet fich der andern / um i 
* Satur wird Dusch die andere verbe 
tit. ; 


N 


| 
i 
| 
| 
| EN 
(ee) Diener ein jegliche Befferung di! 


Ti 
d 


Edvardus Kell ( 


titt unb mebret/ fo wird in vielen Schrift 
ten der Philofophen bie 9tatur dur, 
Kunft gebeſſert / uͤber hhre Bewegung / i 





1 
JY 


| Qo Bodft Gab GOttes. e 
Wit in eer erfien Forma gehabt bat. Und 

eweil Fein Ding arbeiten kan es ftp vant 

urch Mittel per Natur / fintemalbte Std 
Dur verborgentlich / heimlich und inwen⸗ 
Pig in der Stuaft wircket / durch Dienſt 
End Huͤlff der Kunſt: Co folgt barauf/ 
dß die Verbeſſerung der Natur ſehe ein 
Augmentation und Mehrung der Krafft / 
Ind die Arbeit der Kunſt / ein Verbeſſerung 
Ns EVE oon 
E. Dann die Jtatur vollbringt ibréa Grad / gua die 
Den fie natuͤrlich vollbringen Fans und fan Kunſt die 
Dienfelbigen rad nit unterlaffenvesfey dafi Natur. 
Daß die Natur verhindert wird durch eine uͤbertrifft. 
Werhindernuß der Kunſt / dann wiewohl bie 
Kunſi die Natur nit verſteigt / nodo ein neue 

MNatur machen Fönte/durch ſchlechte lrbeit/ 
Bedoc) uͤberſteigt ſie die Natur fo ſern / daß 

Je dieſelbige eigentlich Fan fubril machen: 
| ‚Darum fagt mái / Ars imitatür naturam, 
Die Kunft folgt nach der Natur. Nicht 
aß fie cin Patur machete / ſondern vapfie 
| Diefelbige Natur fu&tifiert: zu dem / fuhet 
ipie Kunſt da / allda zu vollfuͤhren / da die 
Matur hat abgelaſſen / unb entdecket offene 
garlic) die ſubtile Natur / die im Ding 
Angeſchloſſen ift : Die Natur generirt wol 
Die Metallen / abet Tincturen Fan (ie nicht 
eneriren / 05 fie wol verbörgentlich voͤllige 
fixinetur in ihr hat. Daher fpricht eua 
Philoſophus / die Natur bat in ihr / das 
Mie bedarff / und fit wird nicht vallfübrt/ fie 
| | € werde 


















| 


fg” 


merbe bann bewegt Durch Kunſt unb ope 


Johannis Andres in den Sue] 
'£buungen des Spiegels/ überdie T 
. Aubricavonden Salfiben 7 
Wiß / bag die Kunft der Aldi 
men ift ein Gab des Heiligen Seid: 
fles / und wiß daß wir in unfernp 
Tagen gehabt haben een Mei 
fer. (b) — — | Y 


- (h) Allhier findet wieder nicht ſtatt Det] 
fpisfündige &ínmurff / da fie erbe]! 
fprechen: Omne bonum et communicatif! 

| vumíui, Def Guten foll ein jeder theilhaffalt 
tig werden / und wann ber Philbſophiſche 
Stein fo hochgeruͤhmte Tugenden härteAlt 
fo wäre ja febr nöthig / daß er gemeinen 
Nutz zum beiten gang offenbar gemacht 
„mürde. Aber man muß unterfcheidend) 
die Gaben / fo GOtt ihm allein zu fpenbidni 
ren vorbehalten als eim fonderbare Cr]: 
feuchtung deß Heil. Geiſtes und Gnaden⸗ 
geſchenck und andern zeitlichen / leiblichen" 
und vergänglichen Gaben und Tugenden / 
M ein Menfch dem andern fan mitthei⸗ 
en. 











MI 


n n 
" 


EU 
Incertus; Macrocoſm. 


(hh) Darum wer zu diefem hohen und r 
unauß⸗ 























Oder Edelſt Gab Gottes. 
naußſprechlichen Geheimnuͤß gelangen 
der kommen will / der fol wiſſen / daß 
che Kunft nicht in Gewalt des Mens 


Dites fep/ und beruhe/ und nicht Das 
hoͤllen oder Verlangen, fondern das Gr; 
Sarmen des Allmächtigen darzu belffé und 
Vrdere / darum du denn zuforderſt Sottegs 
Archtig ſeyn / bein Hertz allein zu GOtt er⸗ 
eben / unb mit einem techfen inbruͤnſtigen 
End glaubigen Gebet / ihn um ſolche Gab 
pua / bana fie allein von ihm gege⸗ 
em werden und herkommen muß. Wann 
Fun auff-folches GOtt ber Allinächtige 
der aller Herken ein Erfündigsr ift.) bey 
it ein rechtfehaflenes / getreues und uns 
etruͤgliches Gemuͤth ſiehet und findet’ daß 
Zu nemíich folches zu keinem andern End/ 
Kann allein zu feinem Lob unb Ehr / zu er⸗ 
iprfcben und zu erlernen begebret/fo wird er 
ich obn allen Zweiffel / feiner Verheiſſung 
Bad erboren/ und Durch feinen Heiligen 
Beiſt alfo führen uno (reiten / vaß bu Durch 
Nittel zu einem Anfang fünlich Fommen 
nd gelangen wirft, Darauff bu nimmer⸗ 
Fehr haͤtteſt gedencken doͤrffen / alfo daß du 
deinem Dersen fpübren und ſehen wirſt / 
fbit der gnädige GOtt dein Gebet erhöret/ 
nd zu einem gluͤcklichen Eingang bir al 
Bereit gletcbfam eine&roffnung gerhanzund 
erwiefen babe. — — ODE CUP T 
ip Waſſerſtein der Weifen. 
€ i (hb) 





E5en/ fondern in dem gnábigen Willen 


67 


63 


rung gethan werden. (a) 


PANDOR A, J 
(hhh) Nennen ben Lapidem auch eit 
Geiſt der Warheit/foder Welt verborgen] 
undohne Einfprechung deß Heiligen Gerd 
ſtes ober Unterricht deren / die ibi] 


kennen / nicht ergreiffen oder erlangf 


werden fan : Der bod) in einem jede 
Ding und an jeder Statt nach feine]. 
Macht: Um 
Waſſerſtein der Weiſe nl. 
Arnoldüm de Villa Novaindem Röl. 
mifchen Rathhauß / ein oberfteil: 
Arget und Theologum ; von well 
chem (d) gefchrieben bab / von de 


| 


DBehaltung oder Achthabung de 


Vaſtungen / ein Capitel Conialium] 


welcher auch ein groffer Alchimi f 
war / eins rütlin Golds / toelde qi. 
gehellet in alle oder jede Berval h 

AM 
| 





—— 


O A Roaldus Vilanovanus. Philofophi 
infignis & Medicus excellens, & ficu 


tus literarum acceffiflet humaniorum , eua! 


» antiquis conferendus: fuit natione Gallus;] "' 


teſtatur Sympliorianus Campegius, Nat" 
et enim in Provincia Narbonenfi, in oppid “: 
quodam , appellato Villa Nova, circa ann]? 
Chrifti 1300. eo fere tempore , quo Petr" 
Aponenlis, dicus Conciliator, & Kal Nin 
















Oder Edelſt Gab Gottes. 

us Lullius claruerunt, —. Reliquit multa ope. 
iin Theologia & Philofophia, pluraautem 
narte Medica, In Alchimia tantus fuit Ar- 
fex, ut. Raimundi Lullii inea artc Magifter 
xftiterit , & laminas quoque fecerit aureas, 
on cedentes perfe&iffimo auro. — Secreta 
IDfius ztatem feré. nemo penetraverit. Unde 
E RegeSiciliz Friderico in magno habitus eft 
Wonore :"a quod, cum ad Rom, Pontificem 
nandum effet miffus, in eo tandem itinere 
iem obiit, & Genuz fuit fepultus. Ope- 
I Arnaldi Chimica, quz ad noftram ztatem 


1orum; Lumen novum; Flos Florum : & 
sculumAlchimiz, 
Intertus. 


E Lind ich rath / daß fid) Feiner ein; 
Uſſe in diefe Sunft/ er fchicke fich 
ann / er wölle machen groflen 
jioften./ es ift gar ein ſchwer kuͤm⸗ 
erlid) Ding. (5) 


2) $ Ufficienter locuples fit, nec enim ſuſſi- 
A Jcitingeniolum effe, do&um , indu- 
'jum & opera naturz non ignorare, fi pau- 
prtare premente hanc fcientiam. cogetur 
»ftponere aliis minus nobilibus fe&andis, ut 
„Hopem vitam fuftentet, & de viäu & ami- 
Jiu fecurus fit, Unde Lullius: Hxc ars 

[m € 3 divitias 


Enim naturz adeó rimatus eft, ut altius poft. 


ervenere, hzc feréfunt; Rofarius Philofo- 


79 


| dit, imó veriffime afferendo, ars ipía & ej N 


"E 


PANDORTA, 72 
divitias requirit, fapientiam & libros, ‚Ei 
Philofophus ; Impoflibile eft indigentem phi 
lofophari, | ENT E 

Theobaldus de Hoghelande, D | 




















I) 
w 


(bb) Hujus enim artis inquifitio, & ve]. 
ritas, & experientia, aliarum rerum omnium 
inquifitione fortior, difficilior, & occultiord 
& loagioris temporise(fe videtur. Quia non 
folàm hzc operatio per viam natur. proce 


inquifitio, & regimenoperationis cum com 
plemento fupra naturam exiftit per modum 
miraculi; quoniam divinis operibus fupr: 
naturam exiftentibus, hujus artis Aaem, (il^ 
milatur omnino, ficut dixit Hermes, Undd 
Barleus in libro qui dicitur Turba philofa]l 
phorum, artis iftius difficultatem infinuans]" 
fic ait; Quod enim quaritis, non eft parvi! 

pretii heu vebis, vos qozritisthefaurum Dell 
maximum & remunerationem, nonne Ícitis 
quod pro minimo hujus mundi propofitg]l 
mundani fsinvicem neci dant ? Quid igit 
agerent pro bac excellentiffima oblationil 

feré impoffibili? regimen enim ejus ma 
jus ef, quam quód ratione percipiatur 
ubi infpiratione divina, | 


«Margarita Preciolal, 
(bbb) (lab it Warheit / bic Alten Beil 


fen haben alfo gefchrieben/ und fchreibeil 
ſtets noch, daffelbige. Als nemtich: Da 
€ 


— 


| 




















p Dder ZIEHE DAD Gottes. 

S gefunden wird in dem Mifthauffeny wie 
Morienus fagt ; und megen Der geringen 
Einfoften/ ſchreiben fie ale vollko mment⸗ 
Pi; 9Mfo^af was bie Zeit und Koften 
trifft Artephius und Flamellus fagen/ es 
/ nut ein Spielder Kinder: und ein 


Rinder⸗Spiel. quo 
Denen antworteich / daß es oer 
Mercurius alfo iff. 
Jedoch trauet mir/ ob. fon die weiſen 
eute alfo ſchreiben / und es tvabrift / fo 
Buß Ded) noch etwas zu ihrer Meynung 
Bengefeket werden / wieder Author des 
ovi Luminis wol angemercfet hat; Daß 
emlich diefe Kunft leichte fep bem jenie 
ttv der ſie verſiehet / wie Artephius Flär- 
Sch redete Dem aber / Der Diefelbige 
Bit weiß / ift nichts/ das fo bart zu 
Iyn fcheinenfan. Der Weife/faat Sen- 
ivogiusfinbet eg in einem Miſthauf⸗ 
En / aber der YJarr Fan es aud) 
icht glauben / daß im Golde ift. 
ls. Cyrenaus Philaletha, 
E (bbbb) Vorwarnung an den gün- 
igen guchergigen Runftliebenden 
eſer von Achtung der Alchymi. 
In Sorten Babes Mlictel. 
| Ald Anno Mundi 3981, vag ift ungefähr, 


€ 4 lid 


= 


4 71 


PANDORA, 2: I 
fi) zwantzig Jahr nach Gbiifli Geburt 
die herrliche Kuͤnſt des Glaß machens auf 
kommen / daß man mit ſchlechter Tempe 1 
ratur des Sands / Grieß / Afıyen und eth 
licher Metalliſcher harter Saͤfft / ure 4j 

Krafft des Feuers / dag Glaß bat Rif 
gieſſeg / biegig/ gelenckicht und ziehig w 
ſonſt cin weich Metall zu allerhand 9tuf 
und Zierlichkeit koͤnnen zu bereiten: da 
der Roͤmiſch Keyſer Tiberius sugefahren 
und bat Die Officin oder Werckſtatt folche 
ehrlichen, zierlichen und nüglichen Kunſ 
verbotten und abgefchafft / ja auch / wi 
Iſiodorus fehreibe / den Meifter foldye J 
Geſchicklichkeit umbs Leben bringen! tajen] 
Uad daffelbig allein auf bitfer Fuͤrwen 
bung/ darmit nemlich nicht Durch. Stuff] 
kommnuß diefer Sunit/ das fchöne durch 
ftia belle Glaß / das bleiche Gold mil 
der Weil vertringe/ und in ein unwe t| 
oder Altinachtung bringe / unb alfo bit 
Durch endlich das Colb feinengBertb uiti 
Abſchatzung verliere ^. und alle Commen 
cien / Handthierung / Kauffmannshaͤnde l1 
und Gewerb bernieber lege. A 

Welches eine foliederliche nichtswuͤrd lh 
‚ge Urſach von einem fo hohen Potentatell): 
iſt daß man wohl fagen möcht / er ha 
fie nicht als ein Tibertug / fondern (mil 
man ihn feiner gemöhnlichen Trunckenhei "N 
halben zu fcheiten pflegte) als ein Bıibk)) 
rius / auf einem Trinckglaß a "i n 




















| 





| 


A 
h 
N 


| 


1 


Oder Edelft Gab Gottes, 
ſchoͤpffet: Als ihn nemlich der Wein 
n Glaß dermaſſen ſchoͤn angelacht / Daß 
E ihın zu Lieb / und feinem Hirn zu Leyd⸗ 
im * ein Aberwitz getruncken gebabt. 
Oder weils ihm ergangen/ mite Dem / oen 
elchem Dad Epigramma lautet: 
Als Winhold ne | auf einem 
D af 





















| afe 

E Lino darvon alſo eranchen wası 

Daß er des andern Tags ward 
J ſchwach 

Faßt er sum Glaß ein Zorn und 


prach: 
P ent ſpuͤr ich / es fey nidbtgar ohn 
P Dap erwas Giffts in Glaͤſern 


| wohn/ | 
| ZTYabm drauffdas Glaß / und 
i war[fe ss hauffen / 
Und tbátbi: fort aug Baͤchern 
T fauffen.:c. 
© Gleicher Geftalt auch er/ ber Kenfer Ti⸗ 
Iperius/nicbt allein den Zorn über das Glaß/ 
Jondern auch den Glaßmacher ergebilaffen. 
E Durch welche feines gegen. gedachtem 
Runftfer geübte Greulichkeit er recht ers 
Eeit(em/ daß er (inmaffen fein eigener 
Mrzceptor feine Natur befchrieben) kein 
lutum fapientiz, darvon pie Alchymiſten 
fuot genug zufchreiben und zufagen mife 


das iſt / ein fepmen mit Blut gewuͤrcket 
Siege geweſen. 


\Es Ehen 


| w/fondern ein Lutum fanguine maceratum? — 


73 





74 


n Eben auf folche Weiß thun auch. bii j 


Natur ſo nah nach tbun; daß fit] 




















jenigen welche auf Sorg / daß nicht et 
wan Durch Die Chymiſche Zubereitung den 
Metallen / durch Erforſchung des Benedi. í 
&i Lapidis Philofophorum, Durch bae Ne, 
bid unb allerhand Tinctyren und Secret], 
des Golds / das natürlic Gold mit QAM, 
Weil in ein Urachtung ermachfe / oot, 
bie Bergwerck in einen Abgang gerathen 
poer jederman einsmals zu Reichthum 
Fomme/ oder Die Medicin zu leicht und 
gemein werde ; entweder mit Händen, 
und Fuͤſſen abwehren / bap die Chimiſche 
Kun nirgends Platz finde / noch aufkom⸗ 
me: oder fid) befieiſſen/ wo fie ſchon eine], 
reiſſen wolte / fie aufs aͤuſſerſt zuſchaͤnden 
und zu vernichtigen / damit nur kein ehr⸗ 
lich Gemuͤth / auß Forcht der Schand ſich 
darauff begebe: Oder dieweil fie. zu vers 
drieſſig / traͤg und faul und ungenug⸗ 
fam ihres Alters halben darzu fepn/ ſchoͤne 
Wort dahin anlegen / anderen dieſe kuͤnſt⸗ 
liche Arbeit zuerleiden. n 
Sind aber diefe nicht auch rechte (e&t 
Tiberii / die auf eiferiger Liebe gum naa], 
taͤrlichen Gold und ihrer gerohnten Artz 
ney / barum gleich andere Sünft / die - e 


ber Natur nachzufpielen gedencken/ ja der | 


| 


| | 
T 


p 
| 


N 


felber dräber ſich verwundern mieu à 
geſtehen / daß fie in vielen Heilungen und 
Artzneyungen einen naͤhern Weg grum j 













I Oder Edelſt Gab Gottes. 


In baben/ nicht defto weniger verwerffen / 


End Das Lutum fapientiz mit dem Luto 
Femnio ſich nicht in einer Apothecker · Buͤch⸗ 
It vertragen moͤchte / zc. 

Siehe da die ſchoͤne Hochwichtige Be⸗ 


enden. dieſer eiffrigen Handhaber unb 





AcerataConſuetudine, welche meinen / es fepe 
rein eintziger Weg gen dfom / und es koͤn⸗ 
nnicht zweyerley Kuͤnſte uͤbereinerley fob - 
Round Materiben einander und zuſam̃en 
ftehen. So Dod) ben den Kunftfinnigiten 
doͤlckern den Egnptiern / Chalpdern, 
| ra 


. 7$ 


| 76 


ſchreibens / dann ſie gehet uns täglich ü 
- Händen und vor Augen um : Aber Dig 

























rn 
Arabern und Aſſyriern / ſtaͤts beyderley 
nemlich die natuͤrlichen Sachen hoch ge 4 
acht / und auch bie Tratursgemäffe Künf 
nicht weniger fepn geacht geroefen. Die f 
Natarlichkeit bebatff zwar nicht viel b t | 
N 
T 
| 


i 


Naturmaͤſſigkeit die Natur eter guet N 
ſtrecken / die bat ihrer ichtigfeit und Ber], 
ſchwaͤrlichkeit halben viel Dächer gebracht il 
Die zum Theyl auß CBergunft oder auß f 
Neid hinderhalten werden. Á 
Dann diefe Kunftzerftörer thun eben vit] 
der närrifch Thrann Diocletianug: De 
nad) bem er langtvierige Krieg. wider die 
Egyptier geführt gule&t gemennt / er koͤn⸗ 
ne ihrer nicht ehe recht mächtig werden / u 5| 
fis mehr Dämmen / als wann er alle ihre) Ih 
Buͤcher / die von Fünftlicher SSereitung 
des Golds befagten lief aufffudyen / uni 
fie in feine Dände brádte : Dann alfo 
mennte er/Fönne er ihnen an Vorrath große 
fer Reichthum / die fie Durch ihre Kun 
fid) zufammeln ruͤhmten / Abftrickung] 
und Dindernäßehutvund. ihnen dermaſſen 
die Federn befchroten/ daß fie Peine Nervos, 
noch geldſteurliche Zufäßund Kraͤffte mehr) 
wieder die Mömer zu Friegen hätten. — 
Aber teie dem Diocletiano feine N | 
fchläg gefeblet / alfo fehlets nach beutig&]) 
Tags vielen diefer Kunft neidigen / papal 
wie faft fie gera oie Ld N 


di 
M 
n 
im 
Al 
hil 
Mi 
9 


' 
J 






1 


der Edelſt Gab: Gottes, 


Sucher untergetrudit wuͤnſchten / ihnen 
h zu leyd diejelbigen A Tag zu Tag je 
jer und mehr and Liecht Fommen. 

Allein wird noch Diefer Fehler und 
Pangel darbey gefpüret / daß etliche diefer 
Beheimnäß Erfahrene / nicht minder dann 
ie obgedachte neidige Haͤſſer / auff eine 
Iyndere Weiß / auch dergleichen fürtitigt 
Fiberios geben, Dann in dem fie Die Fuͤr⸗ 
iprg tragen / es möchte dieſes Myftery zu 
Semein unb jederman befantlich merden? 
nb alfo männıglich zu überflüffiger Reiche 
num gedeyen / fo verführee fie ihr Fürs 
Sißnuch inein Vergunſt / daß fie fid) ber 
eiſſen / dieſe Kunſt auffs aller verborge⸗ 




















fbit ein verdecktes Eſſen Den Leuten fürzue 
| ragen | und gleichfam Sphyngis "oder 
aͤhtersweiß aufzugsben Welchen 
TR dbtersfchreibern man billich dieſes Lied 
cciniren / porfingen unb vorgeigen folte. 


Entweder [chreib/ daß man verfich) 
Pder / des Schreibensmüfliggeb: 

4 Se era daß man nichs 
oll wi 

So Pad das Papier wol unb ſchi⸗ 
en. 

Ja ſprechen fie: Man ſchreibts allein 
Iren Kindern der Weißheit. Das meynt 
$05 ja auch: Und darum/ mann du fchon 
, wfé verſtaͤndlichſt ER toirbd Doch 
niemand / 


ſt / unverftánolichft / undeutlichſt / und . 


77 


* 


von Goͤttlicher Mildigkeit gleich ſam darzı 


EM 
ts 
hierinn etliche zuſammen getruckt ori Ih 


















‘PANDORA CCM 
niemand / bana der zu Diefer Kunſt geneigt 
geartet / genaturt/ gefchickt/ begierig / ung 


geweihet iſt / erfolgen und affrquiren : A id h 
wird viel tráge ingenia allein ote Muͤhſam/ 
Feit darvon abſchroͤcken. Dann man tiefe: 
nirgends / daß oie fonimergeylen Haͤ sl 
fchrecken in India Gold folten zuſammen 
tragen : Sondern dieſer GleiB befindeil) 
fid) allein bey ben Winterfcheuen embſigen 
Aumeiſen. Wilt du ein Nachoͤhme 
und Foͤlger der Natur ſeyn und heiffen 
fo folge aud) im ſchreiben der Natur / utr 
ſchreib verſtaͤndlich Es wirds dannoch nu 
faͤſſen der da mag. Sonſt wo vu bit]) 
fremdeſten und weitgeſuchteſten Woͤrte 
snb Gleichnuͤſſen fuͤrgruͤbelſt und brauchſt 
bringſt ou bey den Guthertzigen die Na 
tuͤrgeſchickte Kunſt viel mehr im böfenk, 
Verdacht / dann in eine Großachtung: Und 
bey den Neidern viet mehr ju fpott/ danıllı 
4u einer Verwunderung. EM C 

Soerbalben billich diefe Authores / de 


^ 


r 


als Kichardus Anglicus Raitmundudh, 


Lullus / Rönig Geber auß Hifpanien iQ 


hochzuhalten und zu ehren find , daß fill; 

alle Vergunſt und obaußgefuͤhrte Tiberidhn, 

fche Fuͤrwitz hindan gefé&t / dieſe Geheim 

nuͤſſen / ſo hnen von Görtlicher Guͤte (da 

her alle gute Gaben entſprieſſen) offenba 

geweſen / deutlich / verſtaͤndlich / treulich = lh 
, gut 


J 
J 
















Oder Edelſt Gab Gottes. 
atber&iglid) männiglichen / fo zu diefer 
unft &uft trägt haben zum Unterricht in 
schrifften mitgetheilet. Deßgleichen find 
sch diefe alles Dancks und Ruhms wuͤr⸗ 
8/ die folche beralten hinterlaffene / und 
i enttotoer unachtfamen uno liederli- 
tn / oder neidigen und mißgoͤnſtigen Leu 
1 auffgehaltene unb verftcchte Bücher 
jlich je mehr und mehr zufammen fuchen/ 
heben und endlich zu nutz aller Poſteri⸗ 
und Nachkommenſchafft in öffentlichen 
Such zukommen verfchaffen / und alſo eiu 

meinnußlich Werck darauß machen. 
Wie dann dieſer einer zu unferer Zeit 
dd) ver Hochgelehrt Her? Doctor Dein» 
| 3 A Medieus zu Nuͤrnberg⸗ 
U der aug feinen mit groſſer Muͤh fleſſ⸗ 
fi sufammen geleſenen Colſectaneis, nun 


- 










D fingulares Medicós Trz&ausgutioillig 
in Truck gegeben: Auch íe&mal ges 
waͤrtige nicht toeniger fürtrefflicbe Ges 


tollen : fondern Diefelbige dem mete 
ED gleichfalls Hochgelehrten Herrn Mi- 
|i Toxırz, Medico/ 2c. in Truck zu 
Ichicken übergeben und vertrauet. Als 
Mr dafjeibig von wegen feines unvorfes 
Fen toͤdtlichen Abſchads auf dieſer Welt⸗ 
Éotr etwas laͤnger bann man verhofft/ 
olieben: Hat mam doch jetmal / als 
A n mehr Musß uno weil es zu trucken be⸗ 
fem: 


Be .zeitlang ber viel herrliche / nutzliche 


Bmnußreiche Tractat / nicht hinderhal⸗ 


78 








$o 


am 


Ding erichaffen hat daß das’ [P 





















PANDORA | 
Fommen/fichder Gebühr erinnert /unb d 
Verheiſſens hiemit exolviren wollen; be 
fend/ e8 werde allen wahrer Medicin un 
gen zu groffem dienjtlichen Gefallen gt 
reichen. 2€. | 


2 


Kiebárdi Angli | ! 


Es find etliche Philoſophi gi 
weſen / ſprechende / daß dig CIL 
ringe oder nachguͤltige Runf wär 
bor ihren Ehren / mit Urlaub / ſcw 
ic) euch bey dem Schöpffer Di 
Himmels und der Erden/ dat 


ihr fuchen nicht iſt eines Flein 
tver(bé. Cc) 


C) e Ahero Fonimet voci und rotbint 
' = Practicke / welche fo ſchlecht ul 
leicht t / daß fie ein Weib neben oM 
Mocken oder Spinnen ungehindert verri 
ten Fan / oder als wann fie der Henn 
im Winter Ever unterleget/ fie außzubr 
ten / und diefelben nicht waͤſchet. Dal 
man waͤſchet die Eyer nicht / warn im 
fie zum ausbruͤten unterlegen will’ ſonden 
toit fie ſeyn / alfo unteríeget man fie dert 
nen: Und tbut nichts anders’ als daß m 
fie täglich ummendet und unter der Bry 
Dennen umbfehret / die jungen Dünidl 
dei 


Oder Edelſt Gab Gottes: 
efto eher ‘su haben. Hiemit ich alles 
gnugíam erklaͤret. 










"a Hzc ars eft cara, & levis & brevis & 
juoque rata. Non nifi vas unum , labot 
anus; coctio & una, 
, j Radix Chymia, 
| Darum muß vonnoͤthen ſeyn / 
DaB das wirckende und das Ic 
pue / fenen im. Mio ein 


hen ; dann 9 ſie in einem 
Seſchlecht zuſammen kommen / (o 
haben fie bod) unter ihnen ein uns 
erſcheidene Gegenſetzung / als zus 
ompt zmifchen ver Materi und 
ferm? (d) 


' 4) Vue Minetalogia noftra; und war bit 
lh  Capiti deserften Theil, 
! Danndie Materi leidet die Wir⸗ 


pung/ die Sorm aber wircket / ihr 
| F ſelbſt 


Nicolai Elaihellus, 


zwoͤlffte Aumerckung über das vier⸗ 


L4 


$2 


gleichmachend / darum beaebrt n 


fe habent d’flereutiam diſtinctam, ut differund 


Coͤrper den Geiſt / daß er zu feinen] 
















GS UPEANIDI ORAS 5503] 
ſelbſt die Materi vergleichende ob 


türlíd) die Materi der Form / w ji 
aud) ein Weib begehrt des Man € 
und das fd)nob des guten. (a) 


(2) e aber alle wirckende Kra 

pem Männlein wird zugeeignel 
Die Leidende aber dem Weiblein / fo mer 
den bemeldte Elementa wegen ihres Wi 
ckens und Leidens / Männliche und Weil 
liche genennet. 


"m 


Edoardui Kellans» j | 


(a3) Quantumcunque diverfificantut 3] 
mina cjus ,tamen femper una fola tes e(t; i 
deeadem re, Non enim introducituf i 
Naturam quod in ea non eft de fua natur; 
Quare oportet. effe neceffarium, ut agens &4 
pa: iens fint in genere res una & eadem 
in fpecie autem alrera & diverfa, fecundum 
Mercurium diverfificatur mulier à viro, qui | 
licet in uno genere conveniant, tamen inte] 


materia & forma. | 
| Rofarium. 


Alſo efaſſet auch froͤlicher be] 


Vollkommenheit komme. (5) 


| (Doer Edelſt Gab Gottes. 















feib in andern Leib / Darum fo ftebet die 
Kunf allein auf der Seel De8 Leſbs und 
des Geiſtes/ verſtehe Sulphuris und Me-cu- 
ii, dann die Stel Sulphuris iftgin Weſen 
des Leibs / uro darum / welcher nicht Fan 
ptr weiß außzuziehen / Die Seel von dem 
feib oder Corpore Solis pber Lunz, und 
hachmals diefelbige wieder Fan geben in 
E der Górper 7 ber irret aller» 
dings. Und das gefchicht auf Diefe Weiß. 
| ie Seel des Cörperg Solis vel Lunæ, 
vnd außgezogen durch das Mittel des 
Beiſts Mercurii, und alfo wird der Geiſt 
Mercurii geftliget / und die Seel wird mit 
oem Geijt gleichförmig vereiniget/ twelche 
Einigung Der Seel und des Geiſtes nache 
male das Corpus, fcilicet Veneris vel Jovis, 
Fu ibi nimmt/ undempfähet darvon dag 
tbe ptr Vollkommenheit / und alsdenn 
v werden Corporaimperfedta, auferweckt 
on ihrer Unvollfommenbeit zu der Wolle 
Kommenheitz uno geſchicht nur mit une 
| um Stein. 
Do Radix Cie 


€» du nun erfenneft die natuͤrli⸗ 


Ser machen dein Werck: dann id) 
an e$ in feine ander Weiß / fo id 
| le nen⸗ 


z; 
en Gift. wuͤrcket nicht in 
einem andern Geift. / nod) Fein 


hen Wurtzeln wirſtu bag und bef 





14 


verhaſſet wird. Denn tie bie 2lufjátsigt 


dit bie hochtheure Medicin. 


Stein’ dervon Trucknem und Feuchte | | 
; aufammentempernt wird / aber - "n 





















-PANDORA  . 
nenne unfern Stein 1 augtruda 
noch mit einen andern Name 
nennen. Aber durch die Befcheef 
bung feiner Wurgeln / nehme 
wir ihn aneinem Theil, und dal 
darum / daßder Stein marlíd) gl 
nennet wird. (c) | 


() (Do Erfäntnüß ber wahren "t | 
(ofophifchenMateria ift in der Ch 
mifchen Scieng nihts fruchtbarliches au 


geringe ne ifl/ und HEN: von sich | 


meit von Gefunden abgefondert were 
alſo ift auch unftre Materia eon Dir Med 
ein weit abgeſchieden. 4 

Die Philoſophiſche Materia prima i 
ein Dopptltearn.itcr und gewaffneter Satu, 
nos, und ín Warheit ein doppelter Mereig 
rius, fo feinen eigenen E&chwefel bep. fir 
bat. Hiervon nun werden alle Meralf 
gebohren und generiret/ denn darınne fl 


E 


Johann de Monte Sryden 


(cc) Und alfo ift Mercurius unfi 





















Qo Edelſt Gab GOttes. 
Mercurius in keinem nicht / dann er nichts 
augt zu dieſer Arbeit ^ dann unfer Mercu- 
us ift fir und ber Wilde in Kraͤhmen iſt 
düchtig/ / derhalben fo gehe fein muͤſſig / 
unb nimm allem unſern eignen Mercurium 
a alles Menfchliches und Geſchlachts / 
Ding ihren Uıfprung und Wachsthumb 
yerhaben/ und alle Blumen ihren Seruch 
nd Farben/ das ift. trucfen und feucbt/ 
nit Soleund Luna vermengt/ auf den 4. 
Elemente gleich temperirt / daß da Durch al- 
t welliche Ding gefpeißt werden’ und bag 
Ding erhebt fic) Durch einen Dunft/in den 
pilden und zähmen Bergen/ durch Die 


viro Feuchtigkeit / auß Der ScucbtigFeit 
vird Sulphur und Mercurius und auf oe, 
ten zwey wird Metailınach feiner fauters 


sol und Luna Schein / den nimmt dag 
‚Erdreich an fid) und verbaut. Den/ al8 
ber Menfch die Speiß / und das Subti⸗ 
't/ von deren zweyen Scheinen / gibt die 
Erd denen Dingen zu efje / gleich wie 
ote Amme ihre. Milch den Kindern / alfo 
werden die Metal in der Erden’ vonZei⸗ 
en zu Zeiten ernehlet/ biß fie zu ihrem 
»oüfommenen Alter Fommen / alfo ge⸗ 
chicht auch in unſerer Kunſt / die wird von 
rucknem und feuchtem zuſammen geſetzt / 
md durch Wärme zuſammen verbunden/ 
weiche Materia yon einem Dunſt Durch die 
| 53 Waͤr⸗ 





Waͤrmung der Sonnen / auß dem Dunſt 


eit / und Foͤrderung der Metallen / iſt | 


8; 





36 


nothwendiges Ding zufeiner felbf 


6) ex (Lapis Philofophorum) boc 




















PANDORA; — 
Waͤrme gezielet und in eine Feuchtigkei 
dag (jt ein Sulphur verwandelt in welche 
MWaffer und Seur unfer Stein gefund 
wird / fonft nirgends / denn die Dünf| 
nehmen mit fich auf die allerfubtifefte & 
den / daß allerſubtileſte Feuer / Das aller furi 
tiiſte Waſſer / und die aller ſubtileſtedufſt zu? 
ift alſo ben aller ſubtilſten Elementen glei 
temperirt/ daAdiß wird Prima Materia gd 
nant/alsein Anfang eines jeglichen Dingen! 
unb Die Materia wird abgefcheiden ale cit 
Erd und Waffer / und die zwey werdet 
durch temperirte Wärme wieder zufan] 
men vereiniget. A "^ 


€ ín jedes Ding/das er von ihn 
ſelbſthat und in ibm ein jede 


Vollkommenheit. (5) 


in einem jeden Ding unb an jede 

Start mad). feiner Macht. (vide fupr 
pag. 5.) aber indiefem einigen allein gan! 
vollfommlich gefunden werde, | 
Waſſekerſtein der Werfen 


Sp iff nn zu verfichenauß " 
geloffenen Worten / daß unfel) 





Steu 


* 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
ET auß den vier Elemen» 








5)e3 1 gleicher meife/ haben die Philofos 
oh ihren Stein eben in Diefe Theile. 
‚etheilet: Nemlich im einen Eörper/in ei⸗ 
jm Geiſt / und in eine Seele. Der Spi- 
tusoder Geiftzift ein geben der Seel der 
SeelLeben aber iff der Geiſt. Her wiederum 
eſe zwey find Das Leben des Coͤrpers. 


Der Geiſt iſt ein Knopff der Seelen und 


8 Coͤrpers mit melchen fie zufammen 
bunden werden in dem Gorper/ unb 
‚gleich ein bimmtifd)er Weg / Der Die 
‚Rraffe der Serien durch ba$ gane Cor- 
jus außbreitet, TN E 
| Qu magft auch ſolches alfo_verftchen/ 
qnn bie Philofophifagen daß ihr Stein 
emacht wird / auß einem Górper/ Seele/ 
Briftrserftebe die Element des Coͤrpers/ 
ab N/ den 2ufft/ba8 A uud das Ervreich; 
Y odd Viſt ein Geiſt / darzu derLufft un 








as Feuer / auf bafi ich grob darvon rede / iſt 
im mittler ünb przparirer Geift bag Erd⸗ 
eich aber heiffen voir feinen Seift / fone 
sern ett Corpus, welches per andern Gite 
cM Mutter ift/ darein fie gepflange 


mo 
' (bb) Dann Ariftoteles,De mocritus und 


Ale andere Saniore beftattige und fagen 
54 weiß. 


Richards Aaglicus. 








88 


zuvor in ihr erfte Materiam, Darum y ji 


: cor und Sulphuris, in fich begreifft. 9 


















PANDORA; ^W 


weißlich daß man bie Form des Meta 
les nicht ändern Fan, man bringe fie dan 


vor alien eint Redu&ion in primam :matelyl 
riam gefchehen. Was aber beiffet in m 
teriam primam jt reduciren / ift c8 nich 
wie viel Philofophi davon urtbeilen; DIE 
4 Elementa, fondern das Ding / darauß eíl 
Geſtalt gemachte - i([ / davon et 
wag mwächfet und zunimmt. Hiervon 
fchreibet Geber in feiner Summa/ welche 
fonft vor allen vor ein Sophiften gehalt 
ten wird/ febr deutlich und warhafftig@® 
in dem eralfofpricht: Ich babe nun 
mehr alles perferuriret/un» febr viel erſah 
ten/babe aber nichts in igne befleng gef 
‚ben dann allein Die vifcofam humidiraremlli 
welche eine Wurtzel aller Metallen 
Was nun Die vifcofa hnmiditatis humidita 
ſey / darauf alle Metall generiret werden 
and welches ihr Saamen ift/ fo ift e$ mill 
nichten Der Mercurius, und Sulphur, il 
fie in ihrer Natur find: Sondern Dit] 
Erd mit Waſſer vermifcht. Hierauß wird 
nunoffenbahrz daß die prima materia aller] 
Metallen fei ber Mercurius in feinem S 
phure, daß ift/diefläbrige Aufdaͤmpffung / 
welche beyde Naturen / nemlich des Mer- 


alfo Der Mercurips Die Materia, Der Sulphur 
bie Krafft oder Tugend. Ober/. der Sul: 
pburift dag Obertheil unfichtbar/ namege 

Der 



















‚Oder Edelſt Gab Gottes. 
Der Mercurius aber ift das Untertheil/ bes 
ändiger/ fichtbar. Auß dieſer beyder 
Yufammenfügung und Wuͤrckung ento 
pringt der Hochgepriefene Mercurius dupli- 
atus Philofophorum, welcher von unzeh⸗ 
iden lang gefucht/und von menigen ges 
unden worden. ! 
1 | Incertut; Macrocoſm. 


NE 

(bbb) Nach Befchreibung der 4. les 
nenten’fchreiten wir zu den dreyen Anfäns 
en aller Dingen / welche folgender Seftalt/ 
uf den Elementen entfpringen. Nach⸗ 
em die Natur von GOtt dem Allmaͤch⸗ 
igen Schöpffer aller Dingen das Lebens 
Recht ber piefer WeltMonarchy empfans 
yenvhat fie Angefangen die Ort und Laͤnde 
inem jedwedern nach feiner Dignitdt. unb 
Börde außzutbeilen/ und bat vor allen 
ingen / die 4. Elementen zu Fürften Dies 
tr Belt gefeger/und auf daß des Aller- 
Jöchften Wille vollbracht werde (nach pef? 
en Willen die Natur mußhandlen) Daß 


o9 


yeorbnet/ bat oerotvegen Das (Seuer anges 
Jangen in Dem £ufft su wuͤrcken / unb hat 
ven Schtwefelherfärgebracht. Der Lufft 
yandelt mit bem Waſſer / und bracht das 
Holtz das Waſſer aber mit der Erden / und 
gencriyfe Den Mercurium, Da aber Die 
Erd nichts hattee / barein fie wöärckete/ 
prachte fie auch nichts berfür / ſondern 
S s dag 


i 






t eines in das ander unaufhoͤrlich wircke / 


$5. 





PANDORA, " 
bag Faͤrgebrachte bliebe in ihtrund ſeynt 
deßhalben mur prep Anfang erwachſen 
pie Erd aber tft ihre Murter uno Saͤ " 


amm worden, OM 
| Michael Sendivogim fl 










(bbbb) Aber bu muft zuvor die Ele 
mentain ihrem Miſt digeriren dann ohn 
Die Putrefa&ion fan der Spiritus nicht vom 
Corpore fepa:irt werden, / und fie allem 
iſts die da fubtil und flüchtig machtl 
wann ۈ aber gnugfam digeriret ift / da 
Mauß fepariren kan fo mag das fepariräk 
te Defto beſſer gereiniget we,den/ und bad] 
Argentum vivum mird im feiner Geſtall, 
mie Flar Wafler; Derhalben tbeife ven 
Stein in zwey abfonderliche Theil der aM 
Elementen / nemlich inflächtig und fill" 
das Flüchtige iſt Waſſer und Lufft und 
das Fixe Erde und Geurr/ davon nur Cel 
de und Waffer / aber nicht Feuer und 
éufft mit Augen gefehen werden. "T 

Michael Sendivogius. 


— 


| 







1 


| 
Li 






) 
(bbbbb) tem ber Lapis fey einer wun⸗ 
ders und fonderbahren Geburt und Geſtalt 
habe eine unerfentfiche und unergründliel) 
che Natur uud Eigenſchafft / fey alſo we⸗ 
der heiß nod) trucken wie dag Feuer / und 
nicht Falt noch feuchtzwie dag Waflerz] 
auch weder Falt noch truckenmie das Erde! 
reich fondern aller Elementen eine gen 
| fipid 


| Oder Edelſt Gab Gottes. 
hickliche vollkommene Vergleichnuͤß / ſey 




















einer Element nicht Fan angegriffen wer⸗ 
enz welcher mit allen feinen Eigenfchaffe 
n gleich wie der Himmel über Die vier 
lement und 4. Qualitäten af ein un⸗ 
iftörliches und quinta effentia in allem 


BEN leichen. 
b. 3 Waſſerſtein oer MWeifen. 


f (bbbbbb) Gleich wie die Natur in Got- 
;8 Willen beſtehet / und GOtt Diefelbe ers 
haffen / ober einer jeden Ginbilbung eins 


Ibiten einen Samen gemacht / das ift / ihr 
Bollen in den Elementen / dieſe iſt zwar 
ur ein einige / und bringet bod) gang uns 
Erfchiedene Sachen herfür / fie wuͤrcket 
ser nichts / ohne ihr Sperma, was dag 
»erma mwill/ das märcket die Natur bann 
It ift gleich mie eines Werckmeiſters In⸗ 
rument oder Werckzeug. 3Deninaj fo 
das Serma eines jeowedern Dingg dem 
uͤnſtler beffer und nü6Gtr. als die Natur 
Albften. Dann aug der tatur Fanftu obs 
| das Sperma fo viel machen unb auß⸗ 
Ihten ^ als ein Soldfchmidt auf Bold 
Iper Silber ohne Feuer’ ober ein Bauers⸗ 
ann ohne Saamen. Wann man das 


wMiben/ e feye gleich zum Böfen oder 
m Guten/ fie wuͤrcket in dem Spermate, 
| | wie 


® 
V 


j 


Id) eines unzerſtoͤrlichen Leibes ber von. 


"tleibet hat alfo bat auch die S'tatur. ir 


Jerwa bat/ fowird fid) bie Natur bald 


9i 


9 


wie GOtt indes Menſchẽ freyen Willen / 


in das Centrum der Erden / allda es dige 


»PANDORA ‚ll 






















biefedift ein groß Werck / daß die Naturde 
Spermati gehorfamet/ nit gezwungen / fo | 
dern für (id) felbften/ gleich voie auch Ge 
alles zugibt / mag der Menfch auch mu 
par nicht geswungener weiſe / ſonde 
auf eigenem Willen. Darum bat er de 
Menfchen einen freyen Willen gegeben 
t$ (eje zum Guten ober Böfen Co 
nun das SpermaeinElixic eines jedmedendf 
Dings / oder fein fuͤnfftes Weſen / od 
ſein vollkommenſte Decoction und Dig | 
ition, oder ein Balfam des & chmeftel@ 
welches eben fo viel ift als Da8 humidud 
radicale in metallis. Es Fónte zwar 909 
Diefem Spermate piel geredet werden/ wi 
fehen aber nurauf Dad propofitum um 
Vorhaben in der Ehimifchen Kunft. Bit 
Elementa zeugen ein Sperma, auß dei 

Willen Gottes und imagination oder Einf 
bildung der Natur. Dann gleich wie ef 
nes Mannes Sperma fein Centrum hal 

potr feines Samens Gefäßin ven Wieren 
alío tverffe auch die vier Element durc 
ihren immerwaͤhrenden motum. «ein jede] 
nach feiner Qualität und Art) ein Spermf 


rirt/und durch den Motum außgemorffell 
wird: Das Centrum.der Erden aber / if 
ein lehrer Ort / allda nichts ruhen Fan 
in Dad «xcentrum (daß ich alfo. rede) ode 
in des Cen Bort und enffern Umlauff 

ergieſ 


| 
! 























Oder Edelſt ab (itte. 


örgieffen Dit vier Elementa ihre Qualitaͤ⸗ 
gleich wie ein Mann ſeinen Samen 
die Murter eines Weibes / in melcher 
lh t$ vom Samen bleiber/ fondern nad). 
n oie Murter ihren gebührenden Thei 
imngenommen  toufft fie das Übrige auf. 
leichermaſſen gehet es it Det. Centro Det 
Erden auch zu/ daß Die magnetifche Krafft 
nes Orts ein Dingan fichziehe / fo ihr 
| inet etwas zu gebaͤhren daß Ubrige 
ird außgemorffen zu femen und anderer 
H berflüffigkeit: Dann alle Ding haben 
j derfelben Quellen ihren Urfprung und 
i iro nichtsin dieſer Welt gezeuget / ale 
IB dieſer Quellen. Als zum Erempel: 
s fepe auf einem Tifch ein Gefehirr mit 
Waſſer / welches man indie Mitte des Sie 
hes fee und legerings herumb allerhand 
Ding / allerhand Farben / item Saltz zc. 
di Jin jedtveders befonder / mann man als» 
j| ann folch Waſſer in die Mitte außgeußt / 
fiehet man daſſelb Waſſer fich auff ale 
nSeiten außrheilen und melcher Theil 
eſſelben die rotbe Farb anrührer/ derſelb 
yird rotb/ welcher in das Salß rinnet/ 
er wird von demſelben gefatten/ und als 
Mort an. Dann das Waſſer aͤndert nicht 
jt Ort / welche e8 erreicher / fondern Die 
thendern Das Waſſer. Ebener maſſen 
uß dem Cenrro Der Fiden fommet Das 
perma oder Saamen / welches die vice 
element in dag Cenuam ergoſſen haben 


| 
M 
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f: 
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5 


24 
























» PANDORA, J 

in unterſchiedliche Orth und wird 
Ding nach der Natur feines Orths 
naturet; fommt eg an ein Ort von reine⸗ 
Waſſer und Erden’ fo wird das Dit 
auch rein. Aller Dinge ift nur einer 
Saamen óber Sperma und gebieret daſſe 
unterfehiedliche Ding: Dann alfo QW 
ſchicht es wann das Sperma in dag Ce 
trum Dringet/ ſo wird gebohren mas da 
auß bat geboren werden follenrabe ame 
es nunmehr in den Ort Fomen iſt / uñ em 
pfangẽ hat veraͤndet es ſeineßorm nichtmeld 


fo bald ein Baum alsein Metall / ſo bald ei 
Kraut / als ein Stein / und einer Föftlich 
als der anderinach dem der Drthrein 00 
unrein/ Darauf gebohren werden. 2D 
aber die Elementa ihr Sperma gebaͤhren 
darvon müffen mir jegund reden/ undb 
fchteht daffelbe auf folgende Weiſe. Di 
Elementen feind Viere / zwey Schwert 
und zwey Leichte / zwey truckene unb $t 
feuchte / aber eines ſehr trucfen/ und eine 
ſehr feucht / ſeynd maͤnnlichs und Weib 
lichs Geſchlechts. Ein jedweders au 
dieſen iſt von ſich ſelbſten ſehr geneigt 
ſolche Ding / die ihme gleich ſeynd / in ſe 
ner Sphzra oper Kreyſe berfürbringen/ un! 
alfo bat eg der Allerhöchfte geordnel 
Diefe Bier ruhen nicht fondern treibe 
immer zu eines Das andere und läßt is | 
m 


| Ote Edelft Gab Gottes. 
dweders für (id) fein fubtiles oder Sublis 
ibgfeit gehen / und Fommen in dem Eins 
uo zufammen. Aber im Eentro ift der 
‚schzus, mag ju Qeutfch der Anfaͤn⸗ 
Per gegeben merden / der Natur Knecht / 
elcher ſolche Spermata vermiſchend auß⸗ 
uͤfft wie aber daſſelb zugehe wird (a 
em Beſchluß dieſer zwoͤlff Tractaͤtlein 
zu ſehen ſeyn. 

Michael re, 













1 i Buena: d 
| ey ſagen ſie auch / bie Reichen/ 


das iſt / die vollkommne Coͤrper ha⸗ 


Den/ das ift / bie unter oder unvollfon. 
it Eörper oder Metallen nicht: Es iff 
er Diefegebärende Natur viel vollkoͤmm⸗ 
Über / und im Feuer viel beftändiger im 
Hold und Silber / weder in den andern 


| Richardus Anglicus. 
; o) Dahero fprechen fie auch: ba die 


j ^$ Die gebdbrenpe Natur des * 
k un 


! ire Metallen habens nicht : Es iſt aber 


LL 


—MRM 
- 


96 


| (d) C Um ergo fili tibi dixerimus , quod 


liustantummodo materia,quod ex ipía folum-] 










PANDORA, . 
unb des Silberg viel vollfömmlicher / ti 
im (euer beftänpiger / weder in denen a 
dern Metallen. | ] 
Marqſilius Ficim 


(ccc) Undob wohl unfer Stein in alli 
fieben Planeten einerley ift/ wie die Phil 


bienet er uns Doch am beſten wenn i sg 
turnus mit feinem Kreife überzogen hat / al 
welcher den Gold⸗Geiſt in fid verfchlu 
gen hält / _Flärer Fönnen wir pir unfer@ 
Stein nicht befchreiben. — ; 
Michael Sendivogin 














unb wird allentbalben gefur 
den. (d) 


talibus materiis omnes mundi res uf 
am accipiant formam fubitantialem, acciden 
talem, & fpiritualem , propter hoc dicimus 
qued in omni loco noitrum lapidem rcperi 
es, cum deilla omnes res mundi fuerunt prof 
creatz , hoc cognito, vide quam materia cufl 
pis effe philofophus, quia ab omni re, vell 
aliquibus eorum tu extsahes primam materi J 
am, etiamde potentia in a&tum, de fa&o&] 
a&ualiter, ut jam tibi revslavimus, quod de il. 


mode | 


1 Oder Edelſt Gab GOttes. 
!lyodo funt in veritate, magnitudine & poten- 
nt procreatz. | 

Hr | Raimundus. Lullins, 


| (dd) Es gebendie Philofopbi por; daß 
Ir Lapis allenthalben anzutreffen ſey auf 
"Dem Bergen und in Thalen / auch in Loͤ⸗ 
übern und holen Selfen des Erdreichs. Aus 
eſer Propofition, welche ihrer viel unrecht 
Mrftanden / bin ich der gänslichen S92et 
mg fenen alle Sy: ribumen entiprungenv 












MB auf un8 / als dero lieben Alten ihre 


Machfommen / die ıhren Stein geſucht 


m auch in dergleichen unnuͤtzen und uns 
Ichtigen Dingen mehr / fid) gank vergebs 
W/ arm/ müb und matt / ja gar zu tebt ges 
beitet: Diefe Propoßtion aber follft du 
fo verſtehen: Gleichwie bie himmlifche 











mmitihren Strahlen: Alſo iſt auch Dies 
"I unfere irrdiſche Sonn / das Gold / als 
Jntbalben im gan&m Glas, Das ift/ ia 
Ir fieinen Welt / mit ihren Striemen ; 
"Maff den Bergen / das ift/ oben an Haupt 
P$ Alembits / wie im Himmel aifoaud) 
den Hölen der Erden / das ift 7 ın deg 
Biafes Grund / als in dem Erdreich. 

N | | |». etar[iius Ficinus, 
0 


n 


aben im Blut / im Eyern/ im Menfchene 


Sonn / in ber groſſen Welt / ift allenthals — 


dd) Man finde ein But getheilt in 
| dreyi | 
i 6 Iſt 


97 


98. 


Der biemag fen auff gantzer Erdt 


YOor 
DerEan reich er die und dort 


$m; (e) 


PANDORA, 
Iſt doch nur eins / das glaub m 


rey 
Bin Ding das die Doc nicht bed 
Ihm auch darum niche faft 4 
ſtellt / 

















| 


Hats vor Augen / offt bey der janit] 
lino doch vor Blindheit fo[cbs nid 

Pant/ | 
Ja wird bey den dies nicht verfi 
So gering geacbt daB fie orül 


gehn 
Welches doch“ v der sea 


YOertb 


| 


| 


Ders kennt und a. das Mit Er 


Waſſerſtein der weifel] | 
Und vergleicht fid) allen Dit 


\ 

N 
' 1 
Oen Exempel aber aufzuführen/fgl, | 

teft Du erftlich Deinem Mercurium 

nicht mafchen/ fondern ihn nehmen/ i [ 
mit feinesgleichen/ welches bas Feuer if I} 
in die Afchen/ fo das Stroh ift/ feßen/ 
ein einiges Glaß / fo das teft ift ohne 
dere Dingen in einem tügticben Ofen / d 
das Hauß ifi: So wird von dannen N | 
T 


! di 


oer f£odff Gab Gottes. 
uf gehen ein jung Huͤnlein / ſo durch fein 
Sut dich hetien wird 7 von aller Kranck⸗ 
Brit und eon feinem Fleiſch Dich zur Spei⸗ 
E fáttigen Bird : von feinen Federn wird 
qi bid) brfleioen/ und für ver Kälte bewab⸗ 





















Nicolaus Flamellus 


fee) Hier ift gu mercken 7 daß mad be 
An anterfchiedlichen Veraͤnderungen oder 
WBervandiungen in Der digeftion einer eis 
gen Matert unterfchiedene 9?amen von 
An Philofophen feyn gegeben worden: 
ch nach unterfchiedenen Compleriönen: 
liche haben es genennet Ságlab/ fo da 
Magulirt oder Dick machet: andere / 

chwefel: ihrer oief 7 Atſenic; erliche 
‚och, andre’ Alaun und (arbe die alle 
AMrper illuminirt : etliche andre haben es 
8 Ey der Philoſophen gebeiffen ; denn 
Wt unfer Ep zuſammengeſetzt tft von drey- 
Sahen / nemlich eon der Schale’ 
aWeiſſen / uñ vom Dotterralſo tft unfer 
licaliſch Ey zuſammen geſetzt von écib/ 
Feel und Geiſt; wiewohl die Warheit zu 
Jen / unfer Stein alles ein Ding ift fo 
Eh nach Leib / und Gift? als nad) der 
len. — Ober nach tinterfchredenen Urs 
ym und Meinungen bet Dhilofophen/ 
Poird es bald eine / bald eine Andre Sa, 





s, indem er fpricht ; dab die Materi im⸗ 
| Qa mere 


in genennet, Und diefeshat Plato gemeiz 


160 


» Gefundheit und Reichthum diefer Welt i 



















PANDORA, gj 
merfort flieſſe menn die orm ihren (ud. 
nicht anhält. Alfo ift zDrepfaltig£eit il. 
Einigkeit / unb Einigkeit in Dreyfalti 
keit / denn alldafeyn £eib / Seele und Seil 
Das ift aud) Sulphur, Mercurius und AUS 
fenicum , denn der von fich blafenig 
Schwefel / das iſt der da von fid wirfll 
oder ftöfft / feinen Rauch durch den Ark 
nic, ber rotircfet / indem er den Mercuriurd 
zuſammen verbindet. | NH 
. «Anonyma Derbum Dimiſſun 

Y Dienbeim, | 


(eee) Hiermit aber fage ich alfo am (ell. 
ten Endes paf Ddiefes Die -gange Kunft un 
das ganke Fundament aller Philofoph 
fchen Dede ift/ darinnen ſteckt und geſuch 
wird bag jenige/ fo vielbegehren/und gro 
fe Mühe / Fleiß und Unkoſten fid) nid) 
dauren laſſen / nemlid) zu bekomme 
Weißheit und Derftand / langes Alter 


AR Worten begriffen / als Exempel 
weiſe: o" 
Erſtlich fot bu wiſſen / daß ich bir po]. 
den Animalibus eit fold) Exempel anzeige) 
will / welches ſchlecht unb einfáttig für Ar 
gen; aber in der Wachfinnung fcharff und 
weitfinnig. Eine denne legtein Ep] 
daſſelbige Ey / wird Durch die Waͤ 
me in ein Form und Coagulation - oDt] 
Härte gebracbt/ Durch weitere Waͤrme B 
; | " ( 


MO. fap 

I Ode Edelſt Gab G0 ttes. 
jet das €p in eine Sáu(ung/ da wird caf. 
elbe corrumpirt , Durch folche purrifadion 
Jyimmt das Ey ein neu genus an daß eia 
E u Leben wiederum in ihm erwecket / 
ind cin junges Hönlein daraus gebohren 
Foird / und mann das Huͤnlein vollfom- 
nen/ fo fchlieffen fid) die Schalen des Ey» 
Wauff / reiſſen und geben fich von einans 
er / daß dag Huͤnlein daraus Friechen Fan; 
‚Wiefelbige Geburt / wann fie in ihr reiffes 
Iter Fommt 7 vermehrer fie fid) meiter/ 
md bringet aber ihr Geſchlecht zu ferner 
Fer Vermehrung. Alſo bilfft immer eine 
Natur ihres gleichen förvern/und augmen- 
h irt (ic) meiter / in infinitum, 

Alſo auch mit bem Menfchen sc. 

IE. Der Vegerabilifeye Sam ift. nun mehr 
Much greifflich und fichtbar gemacht wor⸗ 
Men / welcher eon jedem Gefchlechte Des 
IMfrauts oder Srüchte gefondert/.. und 
en die Erde zur Vermehrung — fort 
mepflanget wird / / welcher Gau 


















Mauß/ und dann durch mitfelmäffige 
Fruͤchte geſpeiſet wird / bißfolcher vegeta- 
Alliſche Same wiederum durch bequeme 
Darme Lufft feine gleichmäflige Art zur 
Wollkommenbeit gebracht bat. 

Jb Bon ven Metallen und Minerafien bes 
Wichte ich dich alfo / etc. 

65 Aſſo 


A — 


102, 


Iche tft himmlifch, das Elementaliſche geiſt 





















N 


PANDORA  * 
Alſo nun fage ich dieſes sum Fuͤrbilt 
des erſten Samens der drey anfahende 
Dingen / daß per ci fte Anfang des Se J 
mens Metallen zu gebaͤhren / ia ber Eid t / 
gewuͤrcket wird/ Durd) Die imprefion uml 
influeng Syderifcher Eigenfchafft, die ge ) 
bet von bem Obern indas Untere als ill 
Bauch der Erden/ und wuͤrcket für un 
für Wärme darinnen mit 6.8 der EI 
menten / bann fie muͤſſen beyde zuſammen 
ſeyn / das Syderiſche gibt die Einbildung 
daß die Erde zu der Empfaͤngnuͤß gefcbic 
und fchmanger wird, die Elementa uch 
rea und fpeifen folche Srucbt/ und — 
fie fort durch ſtetige warme Eigenſchafft bi 
zu ber Vollkom̃enheit / das irrdiſche Wefer 
gibt dazu die Form: Alfo wird anfang 
lich der metailifche und mineralifche Sa 
men gewuͤrcket nemlich auß einer Syde 
riſchen Embildung / Elementariſchen Wird 
cung und irröifchen Form / das Spderil 
lich / und das Irrdiſche irrdiſch oder leiblich 
die drey nun machen auß ihrem Centre 
das erfie Weſen des Metallifchen Sa 
mens / welches dennoch die Bbilofophil 
weiter ergründet baben/ paf auf dieſem 
Weſen eine Form ber metallifchen Materia 
worden / begreifflich eon regen zuſam⸗ 
men geſetzt ^ als einem merallifchen! 
Schwefel bimmlifchy einem merallifchen 
Mercurio geiftlich/ und einem metallifchen] 

Gab | 


^| Oder Edelſt Gab Gottes. 
li attse leiblich welches Dusch Auffchlief- 
ifag. ber Metallen gefunden wirds bann 
(di 











& 


‚am Dutch, Mineralia serbrodjen unb auf- 
ſchloſſen werden / Dann Die Mineralia find 
een des Gebluͤts / ber Eigenfchafft/ und 
Natur / fo Die Metallen aud) find/ als 
urba fie nod) nicbt genug gegeitiget find 
J 
ii 
JM 


Metallen erfandt werden / dieweil in ih⸗ 
n der Geiſt eben fo mächtig metalliſch be- 
I den wird/ als in den vollfommenen 
N ittallen. : : 

uu Bafilsus Valentinns, 


IM. . 
! Und iff zufammen gefent aug 
"b/ Seel und Geift. (t) - 


"v Bg femirz, Sie die Philsfophi has 
ben aber gefagt/ daß unfer Stein fen 
MB einem Coͤrper / Seel und Geift/ und 
Iben damit die Warheit gefaget / bann 
8 unvollkommene Corpus haben fie bem 
tbe verglichen um des willen / daß es 
mach ift/ und das Waſſer haben fie eis 
an Geiſt genannt / und ut in Warheit 
Wh Oft: denn er giebt Den unvollfoms 
"nen Górper/ ber an fich felbft toot. ift/ 
s Leben; Das eg zuvor nicht — batte/ 
Nip bringet «8. in eine andere Goeftalt: 


lio Ferment haben s Die Seel genennt7 / 
E C. * | — 


| weil 





Metallen und Mineralia máffen wies 


der Coagulation, und mögen für unreifz 


103 














164 


fur erfordert bat / und fen Same ur 




















weil fie dem unvollfommenen Coͤrper/ u 
der an fiib felbften toot ift / pag eb 
gibt; welcheses vorhin nicht batte/ unb: 
feiner Natur erhebt unb verwandelt. —' 

: | Edoardus Kella 


CH) Ein Seel ein Geiſt / ein Leib (9 
gehen Durch Die Copulation, in eit 
Mercurium, in einen Salphar, und in € 
Sal / dieſe drey zufammen gefest gebt 
ein Perfe& und vollfommene Corpus’ 
ſey auch vases molle/ unb wie es die 9? 


G Ott angeoromet ift. 


Bafılius Valentins 


(fff) Die Philofophi aber. fagen bil 
meilen oon ginem Ding allein : als 1 
Mercurio, oder Azoth ftecket alles was d 
Weiſen fucben/ fie reden auch von drey 
als Sale, Sulphure, Mercurio, zum meii 
aber daßes ft Corpus, Anima & Spirit 
Diefer gedenckeſtu gar nicht. Ich muB b 
lachen 7 (jagt er) daß ou Die. Termin 
Philofophicos noch nicht verfteheft/ od 
willſt mich vielleicht verſuchen / och mi 
ich dich deſſen auch entheben wenn | 
von einem Ding reden / fo iſts Sal Meta 
lorum, Lapis Philoſophorum, von zweyt 
Dingen rede ich allhier / das iſt Corpus utt 
anima, Das Dritte iff copula amboru 
nemlich der Spiritus; den Fanftu sin fi 

e 


bh 
e» 


2 Y 


BEEN C ? 
[Doer Edelſt Gab GOttes. 
V tt bod) in beyden verborgen / und 
hwebet aí8 dann auf dem Waſſer wie 
in im Moyle Genef, r.Iefen magft. 

La: e/fprta edrca,9der der kleine 
" P» Bauer, 
(ER) Alfo haſtu auch in diefen dreyen 
Infängen in jeder natürlichen Compofi- 
jon einen Leib / Geiſt / und Seel verbor⸗ 
en / welche brep fo fie gefceheiden 7 unb 
















et / wieder vereiniget werden, muͤſſen fie 
ibuffer alie Zweifel in Tachfolgnng ber 
'Uetur eine überauß reine Frucht bringen. 
Dieweil obwohl die Seel von dem alere 
"ibbelften Dit genommen ift/ Fan fie body 
'abin fie begebret/nicbt gelargen/alsdurch 
ien Geiſt welchen das Hauß unb Eig 
er Seelen ift/ welche fo dufie an ihr ge⸗ 
Mauͤhrendes Orth wilt nieder bringen/fo it 
Monnoͤthen / gaß von aller Sänden wol fc) 
ewaſchen / auch der Ort wohlgereiniget/ 
arinnen fie Fönnen verkläret und nicht 
nebr gefcheiden werden. Jetzund haſtu 
ber dreyen Anfaͤng Urſprung / auß welchen 
bu in Nachfolgung der Natur der Wei⸗ 
En Mercuriom, und ihre erfte Materi muft 
nachen unb diefe Anfäng der Dingen/ 
Monderlich Der Metallen zu deinem 
Intent bringen? meil ed ohn diefe An⸗ 


uverbringen / weil auch die Natur felbft 
hne dieſe nichts macht / noch herfuͤrbringt. 
| 6 5 Dies 


2 dug bir unmöglich ift etwas durch Kunft 


Ber 



















"PANDORA, | 
Spei find inallen Dingen’ und of 
ne Diefe ifi nichts in der Welt. Wir 

| auch nicbt$ natürlicher Weiſe fen. | 
Michael ‚Serdivogk 


&| 


(fib) Wann ich dirs nenn und ſag 


y ÉL. 

Die zugehörigen eed: all drey⸗ 
Ey warum wiltu Dann viel klagen? 
Schaut / traut / die Wahrheit thu ich 


| agen. d 
Ein Graͤßlein genannt Bere i 
Muſtu chun baben/ ſchaut / bit 
Ott orum! 

Such eins in drey und drey in eim 
Kommt fern wol tauſend in geheim 
Leib/ Seel ue Geift folds nem 


n ſie/ J 
€alg/e dywefel uno auch Mercu 





ry ii 
Cbue aber/ trau — das Graͤßle 


— 


Trifoli genannt — allein 
Chu tu den wer " such Belang 
f$ 

6o biſtu warlich ein weile Marl | 
Wafkrfein der Weiſen 


lino verfehrt fic auß einer 9104] 
fur in die ander Natur / bíg auff 
das Rest feiner Vollkom̃enheit CX 

(8) und | 


| eoe Edelſt Gab Gottes, 

32: verohalben ſagt Ilermes! 
i Verkehre und verwandele Die 
Baturen/ fo wirft du finden’ mag du fu- 













ef. Und das iſt wahr: Denn in unfer 


.Runft un Geheimnuͤß machen wir erft auf 
un m groben Dinge ein dünnes und gar 

lbtiles/ das iſt von Dem Leibe machen 
Mir Waſſer: Und varnach vondemfeuche 
in a Dinge ein trocines/ nemlich von dem 
aſſer eine Erde und alfo verkehren 
Aib verwandeln tvir Die 9?aturen:: Denn 
"Mf Dem leiblichen machen mir eingeifllis 
MDing/ unb von dem geiftlichen ein 

Üblichee. Und dieſes «ft/ mag eben bet» 
fig efagtı unfer Werck iſt eine Verkeh⸗ 
ti Ig und Veränderung Der £eiber von eis 
N ein anderWeſen und von einem 
iuge in ein anders / von der Schwach: 
"lit in Dic Macht und Staͤrcke/ von der 
ibbbeit und Diekheit in die Weiche und 
Maxtbeit/ von der Leiblichkeit zur Geiſtlich⸗ 
t / gleicher Maſſen als wie in dem Sa- 
Mn des Mannes in der Mutter ver Staus 
ME Durch ihre natürliche CGereinigung eine 

befebrung und Verwandelung gefchicht 
"e$ Dinges in Das andere / biß ein volle 
mmener Menſch formiret und gebildet 
Kıd/ deſſen Wurtzel und Anfang er gemt» 
h ift/ und fid) weder von ibm veräns 
| t/ nod) von feiner Wurtzel eine Theis 
‚Ang geſchi cht. Denn mie Ariſtoceles fagr* 
‚ale le Gebübiung gefchicht von Dingen’ » 


m 










107 


103 


"die Philofophi: Laſſet nichts fre 


ten iſt / durch Die conktipationift eben toit de 


nehren; Die £ufft und das Feuer thu 


PANDORA, | 
in der Natur darzu gebóren/ welches wald 
iſt aud) in der Gebaäͤhrung der Metall 
felber. Um diefer Urfachen willen fag 
























and was nicht darzu gehöfee darzu Fome 

Denn ſolches wurde alles verderben unb 308 
Hören. Darum fpricht der König Art 
paf man es mit nichts anders zuſamm 
fügen ſolle als mit feinem edlen Schw 
fel/ der feines gleichen ift/ weil derfelbe 9 
ihm herkoͤmmt: Hernach machen wir Di 
dag’ was oben iſt / eben fo ift als das / foi 
unten iſt / und alfo auch im Gxgentbeit it 
alles verkehret ficbin eine Erde: Und um 
viefer Urfachen willen ſpricht Her me 
Bas oben iff durch Die Sublimation, iff.ebt 
toit das / was unten ift/ Durch bic eral 
ſteigung ober &rniebrigung : Und adu 


was oben ift Durch bie Auffteigung ob 
Emporhebung/ Wunderdinge auf eint 
Dinge zugubereiten. Das Waſſer u 
die Erde haben den unterm Dre inne / t 
Lufft und das Feuer fleigen empor: Dei 
Waſſer und bie Erde empfangen und & 


Allermaffen als Senior fagt: | 
Elementen inunferm Steingereiniget mer 
ben: Denn in demfelbigen ift Das fir 

Waſſer 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
Waſſer / die £ufft/ bie flilleift ^ bie Erde 
ter und das Seuerumgiebt es aller. 7m 
Wilder Widsreinanderftreitung in demſel⸗ 
gen kommen fie überein/nemlich dieſe vier 








Maturen find in demſelben und werden — 


NErduna alle gebohren. Iſt demnach ofa 
nbahr auß den vorgemeldten Dingen’ 
MB unfer Stein aug Den vier Elementen 
ji hftehe. Die Philofophi haben aud) ges 
Mat; daß unfer Stein auß.den vier Eie⸗ 
Mientenfey/ Die beiugter maſſen ta fich bes 
eiffen / Leib / Seele und Geiſt. Und fie fa- 
lm Daf dieſe drey Dinge einertep Natur 
Myr unb von einer Materie und. Weſen mit 
"Aem Waſſer / und einer IBuriel: Davon 
warlich die Warheit fagen: Denn uns 
"Er gankes Seheimnüß und Werck wird 
ikunfern Waſſer gemacht / Und eon dem⸗ 
Milben und durch daſſelbe find alie nothwen⸗ 
Ege Dinge : Denn es löfer den Leib auf; 
"bt zwar Durch gemeine und zewöhnliche 
ufloͤſung / wie die unmifjenden darfür bal 
! Ey baf (ie in ein Wolcken⸗Wo ffer zerflieſ⸗ 
An fondern durch eine wahre Philoſophi⸗ 
Ehe Auflöfung/ nemlich / pof fie fic in 
li un&uofifcb und leimichtes 1562 Waſſer 
"Eerfebren/ von meldem anfangs Die ger 
eldten Leiber herkommen und erfchaffen 
Merden . 4 

— 14 Nicolaus Flamellus 


Sie haben auch geſagt / daß unfer 
' NE Stein 





109 





110 





















OPANDORA;y d 
Stein ft aus einen Ding/ unb: 
wahr: Dann untere gange Meifte 
ſchafft geſchiehet / — 4 


O3 58 das Univerfal, als ber Köchl 
Schatz per irrdifihen Weißheitzu 
aller drey anfahenden Dinge / if ein ein 
ges Ding / und wird ineinem einigen Sf 
ge zugleich funden und herauß gezogen 
welches alle Metallen y cinem einigen me 
chen fan. Und ift der wahre Spiritus Me 
curii und Anima Selphuris, ſamt dem geifl 
lichen Salge zugleich vereiniger/ befckloffe 
untereinem Dimmel/ und wohnhafftigi 
einem 2eibe/ und ift. Der Drache und Dt 
Adler / esift der König und der Löner & 
ift der Geift und Der Leichnam fo den Leich 
nam des Goldes färben mug zu einer Me 
dicia, damit er überflüffige Macht über 
koͤmmt / andere feine Mit⸗Geſellen zu f " 


ben. ! 
; SS afilius Valentinu 


^d 


— 


di 
(hh) Ferner wird geſagt / unfer Steit 

wird gemadt auf einem einigen Ding] 
(i.e. Bold) und allein mit einer Meifteril 
fchafft und Regierung’ dann unfer Waſſen 
der Philofophorum [fet auf die Corporal 
SolisvelLunz, dann unfer Waſſer leben 
dig ift (ie) Alcaheit, und batin ibm alle) 
Ding Nothduͤrfftigkeit. | 


[Doer Edelſt Gab Gottes. 
tl Mit 

Mit unſerm Waller. (5 

) ew mit ſtimmet auch ein Turba Phi- 
B <Diolophorum totum megiftérium no- 
T um lit cum aqua noftra, Ex ea & de ea 
"Mint omnia neceflaria Nam ipfa folvie 
N pora folutione vera, ut convertäntur in 
uam, ex qua ab initio fuerunt. Et Ar. 
| ldus de villanova: Aqua philofophorum 
N nevolé & naturaliter diffolvit metalla, cum 
bus non ingrato neque contrario vinculo 
N Mligatur, Ethanc aquam Philofophi vo- 
nr. Nubem vivificantem mundum inferio » 


N MN a . . NIS 
m & per hzcomnia intelliguntterram folia- 


f 
vit Hermes 'Qvum. — Mundus inferior eit 
!Mhis combuftus, ad quem !reducunt animam 
à noratam aitScnior de Chimia, Wie aber 
m dieſes Philofophifche Waſſer oder 
Euer is e. aqua Mercurii præparirt und bes 
Iitet. werdes haben bie Ppilofophi verbots 
Any aber Raimundus Luilius hat in feinen 
Maͤchern verborgener weife am allerbeften 


‚von gefchricben. fut Fan 
; * | Nodus Sophicus Enodains, 
"E (11) Item e8 fep dem äuffeilichen com- 
Mpralifchen Anfehen / Figur Sorm und 
"Weftalt nach ein Stein / und doch Fein 
Stein / fondern vergleicht fid) mehr einem 
ilti ffen Gummi oder Wafferinenneng ded 
nh Bafler des groffen Meers / ein IK ⸗ 
| Ib 


Hi 














mquz eftaurum Philofophorum quod vo- 


Mi 





12 



















PANDORA, . 
ftt des Lebens / ja bag allerreineft gefegn 
fte Waſſer 7 unb ftp Doch auch fein 2 af 
der Wolcken / oder eines gemeinen Bra 
nenquells / fondern ein Dickes / bleibend 
und ſaltziges / aud) nach unterfchteolich 
Betrachtung ein trockenes / fo-die Haͤm 
nicht naB macht / oder ein fd:mugigi 
Waſſer / das von ſaltziger GettigFeit Der & 
ben entſpringt. 4 
Waſſerſtein der Weiſe 


Dann daſſelb Waſſer (ff bdi 
Sperma und Saam aller Meta— 
len / und alle Metall werden auffg 
loͤſt in daffelbe / wie angezeigt if/ Ch] 


(M Onf, Siegfried / antwortete DJ 
von der Eiden/ feine Propofiti 
nes find einerley. Ich babe ja nicht geſag 
Daß Die Materia lapidis nicht in denen 9N | 
tallen gefünben werde fondern daß DU] 
fperma materiæ gar ſchwerlich aus ibt | [ 
Fönnegebracht / und fie vermoͤgend and 
re Metalle zu tingiren gemacht roerbt)| 
Ale Metalle und mineralia haben einerle 
fperma metallicum bey fich / e8 iftaber int | 

| 


rem tiefer und fefter verborgen und tj 
ftecft » aid in dem andern / bevoraug DI 
bereit&. Durch das Feuer gegangen / un 
ihre Kräffte exfpirirt haben / die pie phile 
fophi deswegen auch toot und crftorbt]" 
heifier 


«I 


| Oder fEod[t Gab Gottes. 

iffe / wie zu feben in Dem Philal:tha , alg 
jw Die Tauben Diane zu Einbringung des 
Miercurii zu gebrauchen erinnert / Daß et 
ME che: Die Tauben Diane bleiben todt 
Maͤck / teil fie vor ihrer Züfan >) ıfegung 
Jd tobt gemwefen find. | Andere Philofo- 
wi geben vor/ fie haben bie materiam lapi- 
ye in allen Metallen gefucht und aud) ge⸗ 

nden. Es werden aber keinesweges die 
Auer etlitten / fondern die ihnen bekann⸗ 
Fund mit ſolchen Namen bezeichnete mi- 

rm / deren erſtes Weſen ihnen noch bep? 
| np (ft / von ihnen verflanden / und den⸗ 
Md) befennen fie / das in 2Lufistebung 
IB. bier iff dieſes Wort / wo anders der. 


| min einer materia feicbter als in Der an, 
„on vorfommenfey. | 
I Eckharts entlauffener Chymicnn, 


(kk) Und iſt derowegen Die endfiche 
tpnung / bap zum allererfien der Mercu- 
; ebü alie frembde Ding werde relolvi- 
A unb auffgeläfet in ein geiftlicheg fpiri- 
Mifches Waſſer / welches Dann von oet 




















und ein feurig brennendes Waſſer / oder 


| c lac Virginis ,, Vebenum tingens, ros 

| ftis , acetuio acerrimum , und mit vielen 
Mein Namen genennet wird 7 mit wel⸗ 
J. do^ DN eu 


Peck foll erfanget werden ) Der materia, _ 


Apiofopben ote erfte materia Metallorum, - 
Mb ein Lune Gafft/ Aquz vitz &c. eflen- - 


andenwein / Ignis comburens aqua ful- -. 


15 





ua 


. Wärme wiederum in Waſſer refolvin 


. wieder dahin gebracht/ daß ed toerbe/tull 
Naturalifimum et unumquodque Eodt 


. modo folvi quo colligatum e&, Unde4 
. moldus de Villa nova ait: corporis ſoluti 


‚Natura incompleta & volatilis eft , propreil, 
. ut natura mutet & copvertat , tantum eo Jj 


| fo lebet der Leib / wann er gant verzeh 






















PANDORA,  - 5 
chen Waſſer / oder materia prima, Die SY 
allen wiederum refolvirt , und qauffgelö 
werden / von ihren harten/ flarrend gefri 
nen Banden / in ihre erſte und gleiche 
tur / nae das Waſſer Mercurii ſelbſt 


ihren Buͤchern das Exempel vom geft 
nen Eyß und Wafler Durch Sleichniß ve 
gefchrieben / die da fagen/ das gefron 
Eyß / werde im Waffer durch Mitteli 


dieweil e8 vor feiner coagulation auch W 
fer ſey. Darum fagen fie / von was D 
gen ein Ding feinenerften Anfang habe, 
daſſelbe und mit demfelben wird es qui 


ches esim Anfang geweſen ift/Omnium enl 


equz folvendis natura una eft, nifi quod 1] 
tura corporis completa & fixa, Aqua will 


diget, quod eft fuz naturæ. Quod enim 
vit & folvitur unius funt generis & Natura] 
. . Nodus Sophicus Enodai 


(kkk) Solang der Saamen im Leib: 


wird / fo ftirbt Der Leib / fo werden 
alle Corpora , mann ſie den Saamena 


Oder Edelſt Gab Gottes. 


| l fen / geſchwaͤchet. Es bejeuger auch 





















ui 1 


e Erfahrung / daß die Leute/ welche oie 
ib su viel nac)bángen / blöder: wie auch 
Wb die Stämme / welche zu viel Frucht 
gen / bald unfruchtbar werden. So 
dennoch / tote oftmals gemeldet / ver 
aamen ein Unfichtbar Ding / Das Sper- 
1 aber ift fichtbar/ unbift faft eine leben» 
je Seele und wird in feinen todten 
itr erftorbenen Dingen gefunden. Man 


h / und auch mit Bewalt. Weilen wir 
ler allhie allein von deſſelben Krafft hand⸗ 
Nſo ſage id)? daß nichts ohne Saamen 
hohren werde: Aus Krafft des Saa⸗ 
Mens kommt alles / und follen die Sti: cr bet 
Bunft wiſſen / daß in abgehauenen Baͤu⸗ 
Wn vergeblich ein Saamen geſucht wird’ 
Mr allein in den grünen zu finden. | 

E. 4 Mıchael Sendivogius. 

E (kkkk) Ach fofag mit dann / was iſt das 
ein Mercurius? Natur: Wiſſe / daß id) 


en einigen fag ich/ einen aug ſieben / der 
"Nr allererſte iſt der auch alles in allem ift/ 
"NitS/fag ich / iſt er Der Doch eineiniger war? 


jüfommen und gang. In ibm fepn vier 
Mlement/ und ift er felbften doch kein 
Mliement. Er iftein Gift / und hatdoch 
Wen Leib. Er ift ein Mann und vertrif 
id Weibes Gotatt/ oder / er ift männlicher 

| D. und 


Janget ihn auff zweherley weile ı lieb⸗ 


Wir einen einigen Sohn dergleichen hab / 


diſt doch nichts: Darnach ift fein Zahl 





es DE ET ————— 
» u - 


x6 


ſer. 00 


Waſſer verkehren : Sondern durch eit 


PANDORA; p 


unb Weiblicher Art das ift / ——— 
die oder Zwiſpelkind / er iſt ein Knab uf 
fuͤhret gleichwohl maͤnnliche Waffen / er J 
ein Thier / und bat bod) Fluͤgel als ein DE 
gel / er ift ein Gifft / und heilet doch 0 
Außſatz / er tft bag Leben / unb tödet DO 
alles. Erift ein Königs doch befiger t 
anderer fein Königreich. Er fleugt fam 
dem Feuer hinweg. Er ift ein Waffe 
unb ne&et doch nicht: Gr iff ein M | 
und mird doch geſaͤet. Er iff ein £u 
unb leber Doch im Waſſer. P A 
Michael Sending | 




















| Senn ber unvollkommen Ch 
per iit verfebrt in das erſt 29g 


(1) Ann unfer ganáté Secretum in 

Cose machet fid) mit unfert 
Waſſer / con deme / und Durch welches c 
le Dinge nothivendigfennd ; Dann eg di 
folviret / und entfcheidet die Leiber / nid 
Durch eine gemeine diffolurion, toit pie Ll 
toiffenben glauben/ und davor halten / D 
nemblich Die zergehende Wolcken fid: 


ches und zufammenflebendes Waſſer / be 
welchem fie 5m Anfang der befagten fü 














I Oder Edel Gab GOttes. 
Mor fepnd procreiret worden. Dahero fagt 
berates : Das Leben aller Dinge ift das 
Waſſer: Dann dieſes Waffer machet eis 
ET difloluton.be8 f'eib8 und des Geiſts / 
nd gibt;cinem tobren Ding bae Leben. 
t —— Flamellus. 


machet in Der Mortification erfcheinen 
mer ſchwartze Farben / wann fie durch die 
jäule in Erden —* pong et» 


qe e ín die Erden gefäet ej ahnen, einmahl 
ßeftirbet und getootet worden /viele Fruͤch⸗ 
)Be bringet/ nemlich viel Koͤrnlein. Soes 
t der nicht mordificit it^ fo bleibt eg gang 


MNucolans Flamelas, 


lit mit unferm Waſſer / (m) 


| zwar Die fünffte Anmerckung über 
Mas fünfte Capitel des erſten Theils. 
f^ 5 3 Rein 


uUnd diß Waſſer zuſammen ge⸗ 


VM. Mineralogia fupr. citat, und 


117 


ij 


. comple&itur, eque quz nos refplendefcil 


Göttliche Waffer des Sulph. & Merc. dt 


















PON DOR; 3 

Rein unb ffar. (a) | 
(2) H 4Ec via breviffimsa ia arte et Re 
&io, fi corpora clarificentur, at 

in aquam refplendentem redigantur , quæ li 
aquailla ex qua primüm originem dux 
quz aqua in fe fpiritum , animam; & conl 


facit, inquit Geber. | | 
| AM, foan Jſaacus Hola 


Alle Dingreinigende/ (b) 


(5e 98 alles wird vollbracht / din 

9: Guͤtigkeit unfers Mercuria 
ſchen Waſſers denn damit wird folt 
das Corpus ‚dag Waſſer ift reinigend / i 
fammenfägend / ſolvierend / weiß / ul 
roth machend / Ariftoteles inquit, daß 
Waſſer ift Merc. und ift die gebracht 
Erde / in welcher Hermes heißt fähen fein 
Saamen / dag Sol oder Luna, als Seni 
fpricht-/ fie wollen herauß ziehen / € 


€ 


bem Sol unb Lunz, cie baift Feur + bif 
und wärmend Saͤhen mit ibrem Feur / 06 
ifl Merc. und daift Waſſer / Dasdann nic 
naß macht / welchen Merc. fie geehretz 9 
líebet/ genoffen/ und gebraucht haben bi 
an ihr End, denn fie feine Tugend habe 
erkannt. | 1 








Doc begreift unb hältesin ihm 

Me notbtvenbíaen Ding. (c) 

#S ift gewiß/ daßalle Dinge damit 

A follen serftóbret werden / woraus. 

^ gangen (inb / und worin fie toiber geben 
Allen? nemlid) Mercurium / Sulphur 

Ohne die brep geheimen euer / koͤnnen 
fit Philofophi unb Chymici inalle Ewigkeit 



















Bingen. 
Das eine Feuer hat eine Symparhiam 
Ditdem Metallifchen Feuer / diefeg zuͤndet 
"m Metallifchen Sulphur au / und vers 


nllifchen Leibe. | 

Das dritte Feuer ift ein Falt Metallifch 
euer / einem Mercurio faft zu vergleichen/ 
Tenned Durchtwandert das Metall als ein 
zeiſt / befördert das Symparbetifche Feus 
daß e Das totum durchdringen / und 
ie Animam an allen Enden ent;ünben Fan/ 
nacht das Metall poros, und fchleußt auff 


site und [e&te Schluͤſſel in &umma/ 
a8 iff Dad Fundament des gantzen Wer⸗ 
Bes, ift für bad Menftruum Univerfale, ja 
lr Die materiam primam felbft zu halten. 
| Johann de Moste Snyders, 


I Oder Edelſt Gab GOttes. 


int irreducirliche ſolution zu wege brine 
Das erſte Feuer muß das Metallin Stuß 


lebret Da8 Elementum ignis in dem Me⸗ 


und zu / iftder Anfang unb das Ende / der 


DA Und 


Up 














Ihe 


von welchem und. mit wel her 
ſchafft ©) ' 


. tium, ac garrulirate ſua plurimos feducent 
Wm. Absque perfedto corpore , zrenolt« 


das Wafler der Wolcken / ſondern 


tion oder Entlöfung (e) 
(Ogg Edom. koͤnen denn Gold und Si 


werden «Durch. die Solution? eficht: 
Pphiloſophiſch Gold und Silber find od 



















PANDORA, dq 
Und diß if theuer und vol 


vollbracht wird unfer E 


— ergo turpes u- 


garrulitates, impudenter entier 


nenpe auto, nunquam ulla tinQhura habei 
po:elt , eſtque lapis noter ex uno later 
vilis, immaturus , volatilis, x altero pef 
Gus , pretiofus & fixus. Quz dux inc | 
funt corpus, aurum, & fpiritüs , nempe ar 
gentum | ViVüm. - 

eMommus —E— 


Dann es ſolviert das Corput 
mit gemeiner foloierung oder entlo 
fung / wie ba fürgeben die untviffen 
den / die dag Corpus verfebren (t 





mit wahrer Philofophilcher eg í 


ber nicht wieder lebendig gemacht 


geben ſelber / unb bedörffen Feines — 
aber 



















Bachens / find auch umfonft zu befommens 
xr die fo der gemeine Mann bat/ find 
Beuerz tobt / und bleiben toot. Alch ymiſt: 

jurc) vag Mittel erlanger man daffelbe 


Wi lich felbit/ durch ficb felbit / ohne alle 
iabboe Dinge; denn die Aufflöfung des 


Achymiſt: Wird denn das Corpus alles 
WWaſſer? Geſicht: Gà wird zwar als 
TB folviret/ aber der Wird traͤgt auch den 
Kren Sohnder Saamen in feinem £eibe/ 
Is ift der Sıfch ohne Sraden/ der im 


yr.: Seind denn andere Waſſer nicht 


opbifcbe Waſſer ifi fein Wolcken⸗Waſ⸗ 
oder einesgemeinen Brunnguells/ fone 


Men ein Salkiges Waſſer und weiſſes 
ummi / ei bleibendes Waſſer / das bey 


nem Górper bleibt 7 wenn e8 Damit 
‚einiget und feine Zeit gekocht wird / 
M fau es darnach nicht mehr Davon 
Kicheiden werden / auch ift dieſes Waſ⸗ 
| oie mefentliche Lebens⸗Krafft der Na⸗ 


«fi gesogen / und nun vom Artifters 
ein lauter Waſſer refolviret wird / wel⸗ 
r8 Fein ander Waſſer in dieſer Weltthun 
Wa. Alchym.: Kan diefes Wafferauchs 


11 J) 5 tallis' 


[oer Edelſt Gab Gottes. 


old ? (Deficbe: Durch bie. Solution. ' 
Ichimyft: Wie gehet die zu? Geſicht: 


hoͤrvers geſchiehet in feinemeigenen Blut. ^ — 
] | 
hitofophifchen Meer ſchwimmet. As 


Wicb alfo befihafen? Befiche : das Phi⸗ 


rt 4 toelche der Magnet des Goldes 


Fucht bringen? Seficht : Weil eder Mes 


121 


122 


b Org mit pem Geruch ibm gleich nk 
dynfam. Alchym. toic muß man dam 


. . nachmalstrocken. Alchym, Bleibt es in 


fer und die geblátterte Erde / den Gift 5s | 


: aufgelófet/ und in ihr erfteg Weſen ge 


«0 fecretum totius artis, will ich dir im dDiefe 
andern Theil gröndlich befchreiben / Be 
. bal 


A re 



















wenn er late / alle —— 


verfahren? Geſicht. Nicht anders de 
eontinuirlich kochen / erſtlich feucht un 


mer beyſammen? Geſicht; in der Vo 
arbeit muſt du Leib / Seel und Geiſt vo 
ped s t unb wieder sufammey 
fügen/ wenn aber Sonn und GNond gU 


ſtu nicht ſehen / bena er ſchwebet all 
zeit auf dem Waſſer. 
| Michael Sendivogi | 


(ee) Diefer Schtäffe ift unfer Phile 
fophifches Mercurial · Waſſer / Dardurch al 
erſtarrte / fixe und unfixe Leiber der Metal 
len und Mineralien radicaliter unb Phyſit 


bracht werden Diefed Mercurial · Waſſer 
welches alle Philoſophi ſehr geheim uni 
verſchwiegen gehalten haben. Tanquan 


1] 


N Oder Edelſt Gab GOttes. 


Daß erklaͤren ale andere vor mir gethan has 














"ErER, 
m 


i d | Nodas Sopkicus Enodatus, | 


4 Sn melher das Corpus verkeh⸗ 
Jet wird in das erfie Waſſer auß 
elchem gefchiehet und wird Die 
wabwajchung. (f) 


| 2 RR verſteheſt du Daß du ohne die 
M volurion nichts verrichten kanſt / deñ 
eil der Saturnus das Mercurialiſche 
Waſſer Anfangs mit feiner Kälte zuſam⸗ 
inen gezogen’ daß es in feinen Banden er⸗ 
larret/ und gefrobrenift/ fo muß es durch 
Maͤſſige Waͤrme in ſieh felbft putrefciren/ 
fino wieder in das anfaͤngliche Waſſer auff 
eloͤſet werden / Damit der unfichtbare uns 
egreiffliche tingirende Spiritus, ſo ba ift dag 
Fautere Feuer des Goldes / unb im allerin⸗ 
NRerſten des coagulirten Saltzes verſchloſ⸗ 
Ten und gefangenift / herauß gewendet / 


| generation gleichfalls fubtil gemacht/ und 
‚ont ihm in eine unaufflößliche Vereini⸗ 
‚gung gebracht werben möge. 

4 | Michael Sendivogima, 


N 


" 2 
, „der Coͤrper aufgelöfer wird durch einen 


schaffen Seift / mit dem er vermiſchet 
| | F wird 


nd feines Coͤrpers Grobheit Durch Die 


(fF Und demnach ift zu wiſſen / daß ein 


123 


| 124 


dieſer Geiſt fublimirt ift/ heiſſt er das Wa 


. Rillation, 2(6ivafd)ung und Sublimation, # 


‚in einem congelirten metallifchen Coͤrp 
. Keint Spiritus gefehen werden / fo muß da 


he/ und in feine Matricem im fein Sperm 

























PANDORA, /.; 
wird/und bem ohneallen Zweifel er gleicht 
und geiftlich gemacht wird. Und man 


fer Das jich felbft wäfcht und reinigt wi 
zuvor aefagt ift/ indem e8 aufſteiget mi 
feinem aller fubtileften Weſen / und verläßg 
feine verderbende Theile. Und dieſes Au 
fteigen haben bie Philofophi genennet DA 


Anonymi Verbum Dimiſſun 

Dlienhbeim. 

Eben daſſelbe Waffer transſon 
miret und vergeſtaltet die Coͤrpe 

in ein Aeſchen. (g) 


aye Materia (tr meine unff 
Subje&am, unferGr& / Magnas 
fiam, welche noch ein Mercurius Vulg: 4 
nennen ifi^) muß Anfangsunfers Werck 
wohl und aufs hoͤchſte gereiniget / alsdan 
aufgeſchloſſen und zerbrochen (finteme 


Corpus erſtlich ſolvirt unb feine Pori ge 
net werden / in unſerm Waſſer / Damit d 
digerirte Saamen / ex Centro terræ außg 


oder Mercurium gebracht werde / ‚und D 
Statut tvircfen Fönner) auch serftóbret U 
zu Afchen werden / denn welcher Meiſt 
fein Aſchen bat/ ver fan auch Fein J 

mad 


— 


[Doc Edelſt Gab Gottes, 






















fi n unfer Xerck nichtleibhaftig, und fim: 
\ g gemacht werden. In fale enia: meralli 
Émentum terrz latet acignis: qug vocan - 
| i1 'etiam lapidea feu fixa Elementa. ‚ind 
]* 0 fagt auch ver Philófophus Gratianus ; 

uf cinem jeglichen Ding Fan werden eine 
| ſchen auf verfelbigen Afchen/da mird ein 
j Paltz quB demſelbigen wird ein Waſſer/ 


fercurivs, und quf btmfelbigen Mercurio 
Burd) Derwandlung unferá Wercks/ 
Whitos Gold. Derhalben wer das Salk 
nd feine Solvirung Fenntzund coagoliren / 
nd offt dikilliven / und darnach wieder 
aguliren kan / davon die Salia gar fü mer: 
An derſelbige weiß des Tartari Philofophici 
Deimlichkeit. Darum ſetze den gantzen 
rund auf das Saltz und acht des ane 
Den Dings gar nichts denn allein im 
' J iſt bie fuͤrnehmſte Heimlichkeit / das 
pie alten Meifter verborgen haben aufs 
4 da fprieht Avicenna, 

» : Nodus Saphıcns Enodatus. 


li 


i 


b Dann bit Ordnung zwiſchen der 

| PBróffe des Feuers zeigt an das 
nittelmäflige Experiment oder 

Erfahrung. Chen‘ | 


1 PA der Philofophifchen Operätion 
4 aber mug DIE Natur das Feuer ere 
T 





wecken / 


hen zu unſerer Kunſt / denn ohne Saltz 


nd auß demſelbigen Waſſer wird ein 


\ 126 


"weiß wird alle Unreinigfeit und Unflat a 





















PANDOR, ds 
tvotd'e/ welhesderöchöpfter heimlichin € 
nes jeden Dinge Ceutto eingefchloffeng 
Dieſes Feuers Eeweckung gefchicht auch da 
durch Wollen per Natur / bißweilen dur 
das Wollen eines verſtaͤndigern Kunſtlert 
fo die Natur regiret dann narürlich@ 


ler Dingen durch das Feuer  gereinige 
Ein jedes zuſammen gefegtes Ding wir) 
im Seuer aufgelößt: Wie das Waſſ 


‚alle unvollfommene Ding bie nicht fi 


ſeynd / waſchet undreiniget / / alſo werde 
alle fire Ding durch dag Feuer gereinigt 
und vollfommen gemacht. Gleichwie da 
Waffer asaufgelößte Ding vereiniget / a 
fo feheidet das euer alle Zufammenf® 
kung/und was feiner Natur und Eigen 
fchaffeift / reiniger es aufbas befte umm 
vermehret es nicht zwar in Der Viele / fo 
dern in Krafft und Tugend. Diefes EU 
lement eürcfet rounberbarlid) und heim 
lich in andern Elementen/und inalle Ding d 
bann mie die Seel aufi dem | allerveineftel 
if/alfo. ift Dit vegerabilifd. aug dem Ele 
mentalifd)em / welches von der Natu 
gemeiftert wird. Diefes Element wäı 
dtt in das Eentralifche Mittel eines jf 
ben Dings/ die Natur gibt Bewegung 
Die Bewegung treibt den Su(ft/beréufft da 
2 dag Feuer aber feheidet / reiniget 

ochet / färbet unb zeitiget einen jeden Se 
men/ und wirfit dag Zeitige auß / ei 


EJ 


I Oct Edelſt Gab GOttes. 


ill Saat in reine oper unreine/ vieloder wenig 
















Maͤtter: Und nach Oelegenbeit des Orts 
And der Mutter werden vielerley Ding in 
ilit Erden barfürgebracbt / daß nemlich fo 
el Ort / ſo viel auch Mutter feyen. —— 
[1 Michael Sendsvogims, 

I Dann inder Solution oder Ents 
Jenfft / in ver Sublimation oder 
Erhoͤhung / ftát/ inder Joͤthung 
der Rothmachung / ſtarck. (1) 


nällıg in der Congulation temperirt / und 
Er der Weißmachung (tát / und in des 


hen Girapen unwiſſend ſeyn wirft und irs 
Den fo- wirft Du deine verlohrne Arbeit bee 
, Radix Chymia, 
‚I (ii) Ex his ergo patet, quod ignis jugiter 
lebet effe zqualis ufque ad finem operis. Si 
Nuten quandoque jubeatur intenfior fieri , aut 


j| donem caloris fcilicet temporis, Quatito enim 
ires diutius in zquabili calore durat , tanto per 


Warme trucfne oder feuchte Dit/unb Baͤr⸗ 


fbfung wird das Feuer allweg 


Rothmachung ftarc£ / wann bu aberin fol- ' 


major, non eit referendum tamen ad inten- - 


uis actionem magis de una naturaad aliam. 
i] : alte⸗ 


137 





1$ PANDORA "4 
.— 8lteratur & mutatur. Et ideo quz primo " 
liquida , poftmodum erit ficca, & quz pri 

.— fux nigra, velalba, poftmodum fuit citrim 
 Berubea,&c M. ride 

















Lanrentins Ventura benen 


(ii) In humore collocetur, 
& fer vore coloretur, 
gnis in temperie. 
Humore dicto nunc firmelur. 

— Be ad latus declinetur, 

firmo [uftentaculo, 

Sic mittatur matrix flare, 
gemmam dictam maturare, 
ín bumoris boculo. 

"Per bumores tunc rigatur, 
ne lapis noſter corrumpatur, 
æſtus violentia. 
Lentus quippe color datur, 
f«da [onde amputatur 
aqua lutalentia, } 
Laurentius Pentura Venetu 


Mann du aber in diefen unmifl 
fentlichen irren wirft / fo wirft d 
deinen ‚Kahl und den Arbeit offte 

mahlen bemeinen / darum ift oon 
nobten / daß du fleiffig und embfigd 
bem Wertfanhalteft/ (k) UM 
021 Tem Pandulphus ; F, vidéte quod igni 
fit bene levisad rem dealbandam ; done 

es coa⸗ 


Doc ffodft Gab Gottes, 
Boagulatur. — Et in. vía univerlali dicitur: St 
canis cílet nimis magnus, Spiritus Humidus 
Isolaret; & frangeretut vas, &Spiritusfub- 
dis exiret, Secundo ignis lentus débet efle 
wontinuus, & nec ad horam ceſſare. 













Taurentius bhentura Venetus; 


Dann der Künft wird vom Ders 
dandt aebolffen / und dem Ders 
Fandt von der Kunf zu afeicher 
Intiß: (a) 


Welt zwey fürnemliche und fürtref 
dt Werck und Urfechen feynd/nemlich die 
datur und die Menſchliche Kunſt. Die 
latur ‚gebiert täglich etwas / unb fepert 
cht / die menfchliche Kunſt / mann fit fibef 
e Gleichnuͤſſen deren Ding / ſo von der 
tatur gebohren werden / fd verſuchet fie 
iple wunderbarliche Weg und Steg / daß 
"ber Natur Fußſtapfſen / und allen ih⸗ 
Min Wercennashfolge. Wiewohi es fid) 
Maaͤſt ſehen / daß die Spitzfindigkeit des 
Lenſchen in jeglichen natürlichen Dingen 
ſchts außrichten Fónte/fo fuchet man dans 
| ch / und bie tägliche Erfahrung gibts / daß 
Ne Menſchliche Kunſt bißweilen die Natur 
rdert und ziert / und ſolchs / fo nod) nicht 
atn ber Natur vollkoͤmmlich vollbracht iſt 
orden / die Menſeh liche Kunſt außmachet / 
aj Und. 







ey fot erſtlich wiſſen / daß in der 


19 


Ar 


and zum End führet. Welches man (aX 
Fan ín ben Metallifchen Eörpern. A | 


"B 






















DA NAD'OR A,. 


derlich am allermeiften feben und ſpuͤhn 


Daß die menfchliche Kunft in vielen Ding, 
die natüsliche Ding überwindet, höher ug 
fuͤrtrefflicher ift. | 
Richardus Anglich 


(aa) Vide Mineralogia fupr. citat, U 
zwar Die oterte Anmerckung über bag vi 
zehende Gapitel dep erften Theile. 

(aaa) Die Sorcht deß HErrn ift i 
Weißheit Anfang / e8 beiffet/ bete; nidi 
befto weniger aber bete unbarbeite, 65 
gibt zwar ven Derftand /bu muft ibu ai 
wiſſen zu gebrauchen : Dann wie e8 
Geſchenck Gottes iff / guter Verſta 
und gute Selegenheit / alfo ift egeine Sralli 
ver Suͤnden gute Gelegenheit uͤberſehen 

Michael. Sendivogill 


(2222) Wir haben fchonerliche mahlı 
fagt / daß auß den brepen. Anfängen © 
Ding diefer Welt erben / und herfot 
men / aber etliche reinigen roir von iul 
Zufäsen / wann fie gereiniget/ fügen t 
fie sufammen / mit Zuthuung was De 
geböret ^ und Erfüllung was mangelt 
undder Natur nachfolgend kochen roll 
biß zu End der bócbften Bollfommenh 
Welches die Natur wegen zufälliger 
gen nicht verrichten Eönnen/ und wo fie f 

| au. 


Oder Edelſt Gab Gottes. 


wWffgehöret / da faͤnget jetzt die Kunſt an. 
Perentwegen ſo du der Kunſt nadızufols 


en gereilliget/ fo folgeihrin denen Dins 














Bicht hindern / daß unfere Schriften bif 
| Wilen fcheinen einander entgegen zu feyn/ 
Dann alfo iftes vonnoͤthen auff vaß mau 
ie pon nicht verachte. 
Y Michael Sendivogins, 


à iff oít einig Erfüllung acht / das 


—LM 
inder alles fahren laſſende. Dar⸗ 
dim fagt der Dhilofophus : Es foß 
m bic Sunfitvircter willen. (b) 

i b) Erhalben Fönteft bu langes Leben 
I sohlvolbringenin der Gluͤckſelig⸗ 
| it/ ann du Diefen unferen Stein übers 
ommen koͤnteſt / 105 gefchweige die grofle 
N berfchmenckliche Reichthum / Die bir vom 
Om herflieffen würden / gang vollkoͤmm⸗ 
(Md) und reichlich. Dann du haft an ihm 
Pn recht warhes Aurum potabile,und V Vi» 
Ee. ann du dieſes Steins ein wenig 
immelt und thuſt ihn in ein. Mtafvafier / 
ber incinen anderen guten farcfeng Dein 
"nb folvireft es Darin, ſo haſt Du eine Ar- 


EE Daß 


"Bm; darinnen fie wircket: Laſſe dich auch 


Eonderlich aber hab auch allein 


Richards — 


"t 


152 


mögen die Geſtalt der Metallen verändern] 


















ober edu der Metallen nich 
mogen verwandelt werden: Dan: 


let/ ín ein ANT bann fie vorhin 
waren / werden fie wohl verwand 
let / und darum welches eines Seg 
bredung oder Zerſtoͤhrung ift/ bad 
(fi des andern Gebarung / doch ctt 
liches in mächtigen Dingen / etli 
ches in natuͤrlichen Oingen (c) © 


(4) Di Re bit Sucher der Kunſt der Al 
chymi follen wiffen / daß fie nich 


alleın fie werden vormahls gersandelt WA 
ihr erſt Weſen / welches erfte Weſen nicht 
anders iſt dann Mercurius. Ind wie 
wohl bey vielen Künitlern foldye Wie 
derbringung Der Metall in Mércuriund 
Unmögfeit geacht wird / fo gedenck doch di 

&»ugticfeit/ daß die Metallen in ber Erde 
worden ſeyn auß Mercurio und Schw t] 
ftl / und alldieweil Dann Mercurius ift eit 
Urfprung aller Metallen fo ift müglich/vall 
die Metallendarmit wieder werben brach. 
in Mercurium. . Dann von tvelchem Ding 
ein Ding ein Urfprung hat in das N 


Pder Edelſt Gab GOttes. 
m allermuͤglichſten wieder zu Fonts 


N t : 
A Incertus, 


IE (cc) Dann inbembie gb itofopbi ſahen / 
Maß alle vegetabilifche / und animalifche/ 
foie auch Die andere Dinge ein jedes vom 
einem Geift fich vermehre/ und feines gleis 
hen berfürbringe; unddaß die Impfung / 
Werſetzung und Sortpflangung/ in dieſer 
ntern QBelt Durch den Zufft gefchehe / der 
"nit geraumer Zeit / ein jebmeperts Ding 
Perweſend zu machen / augenfcheinlich bars 
hut; und daß die Natur mit eines ans 
Adern Bewegungen fich ändere: da ift uns 

feribnen diefe Frage entftanden: War⸗ 
"Ent eben die (Species) eigentliche Art indes 
nen Metallen ihres gleichen nicht Fönne 
41 ytpffangen ? ba Doch au einem Peltzreiß⸗ 
'Mitin ibrer viel zufammen wachfen/und auß 
Meinem Saam⸗Koͤrnlein faſt unzaͤhliche Koͤr⸗ 
ner ſich oermebreten ? Hierauf ift durch eis 
"Enen goͤttlichen Außſpruch beſchloſſen more 
Ben: Daß derſelbige Geiſt / von einer ets 
Was groͤbern Materi enthalten werde wel⸗ 
Eher fo er beym Geuerfüblimirt/ über fid) 
MM etrieben/ gefchiedens unb alfo fecernirt/ 
E afeixcr angefchaffenen natürlichen Stelle 
'Eanterbatten wuͤrde ;fo fónte erals eine Sa⸗ 
renreiche Krafft / auffer allem falfchen Be⸗ 
Rrug / ſeines gleichen erzeugen. Hierauß 
haben Die Philofoabi Diefe Grbanskın ger 

| 3; ſchoͤpfft / 












133 


Metallen erfter Lirfprung wäre Der Me | 


liſchen Einfluffes bedienet und gebrauf 


der Kunſt aufgeábet und vollfommen gl 
macht / toad von der Natur übrig gelaſſey 
























PANDORA, +8 
ſchoͤpfft fie wolten den untern Coͤrpen 
des allervollfommenften Körpers Liech 
und Glantz beyrund einbringen indem fi 
pen Griff erfunden / daß der Merallifchil, 
G rper Unterfcheid allein bey gröfferer um 
geringerer Zeitigung ſtunde / und daß alle 


eurius getocfen/ mit welchen fie den m 
tallifchen Mercurium des Goldes herauf 
gezogen/haben fie dad Gold wiederum 19^ 
feiner erſten anfänglichen Natur gebracht 
AU piemeilen dann folche WWiederbri 
gung leicht / und obl müglich ift/ fll 
iff von Denen Philofophis dieſer Schluß 
gemacht worden: Daß die Verwand 
lung in den Merallen / lebe un 
muͤglich feye. Lind wann folche vbral 
Philoſopyhi dasGold zu feiner erſten Natug 
reducirt batten/fo haben fie ſich des him 


chet / Damit eg nicht wiederum zum Metal 
wuͤrde / mwelcherley e8 vorher war: Dar 
nach reinigten fie feine Natur / da fie dag 
Uniaubere von dem Meinen abfonderte 
Nachdem ſolches verrichtet/ haben fie da 
felbige Ding den wandelbahren Stei 
der Weiſen genennet; um deffen Zurich 
fung ſeynd mancherley Operationes 094 
unterfchiedlichen Philofophis erfunden wor 
den: And würde aud) Das jenige voll 


worden | 





















| Oder Edelſt Gab Gottes. 
Men; alldieweilen bie Natur felber jes 
j erzeit zu dero ſelbſteigener Vollkommen⸗ 
4 tit ggg gufwillig und wohl ges 
Jeigti 

i B 


à | Marfilius Ficinus, 


Dañ die Kunſt folgt nad) der Na⸗ 
| rune wird in etlichen verbejjert/ 
"no übertrifft die Natur/ wie auch 
aer Natur eines Kranden geholf 
"en wird durch Hulff und Fleiß / 


\ ver Xergten. Derbalben fo braus 


hen die ehrwiirdigen Natur (4) 


Srembbe8/ will nichts haben / als 
oa8 ihres gleichen iſt / Läft fich durch Kunſt 
jii höher zwingen’ als Daf eín8 dem an 
Mm Die Hand bietet / und wird Durch 
Frunft von der Natur hervorgebracht / 
elches ſonſt die Patur ohne Kunſt haͤt⸗ 
fe rberpegergelafien. 

Incertus; ARTE Me 


; ) 


' " 
! 


ja dunſt nichts anders / weder ein Gehuͤlf⸗ 

inder Natur: Wie ſolches in vielen 
Wercken der Kunſt mag geſehen werden / 
ya die Natur erftficb das Hofe berfür 


[9n eine Aſchen. 
sj 4 zum 


Di 


]» ID srmines die Natur leidet nichts 


(a) Derhalbenift in unſerm Werck / die 


ringe, darnach macht das Feuer auß dem 


135 


16 


wärs fo vermöchte die FJunſt keines Wegs 


. foloir ein Corpus / was du für eines roilf 





















PANDORA H 
Zum dritgen mache die Kunſt auß def 
Aſchen das Glaß. Und dieſes muB magi 
alfo verſtehen wannin ver Aſchen / die eub ^ 
fie Materia das Glaß nicht verborgen 


Glaß barauB zumachen/ wann nicht Dit 
Natur barifien moda. Rich, eAnglis 
(ddd) Demnach fo wachfealle Dinge alf 
wie oben gemeldt/ nemlich auf dem Waſſe 
deñ auf deflelben ſuhtilſten Dämpffen enti 
ſtehen die fubtileften und leichteften Ding 
ge/aber auf defjelben Oele fchmwerere und 
mehr guͤltigere auß dem Saltz endlich 
folche Ding / melche meit Schöner fepntl 
dann die vorigen Dieweilen aber DIE 
Natur nnterweilen verhindert wird / Daf 
ie (o barte Ding nicht berfür bringen 
an / fintemalallder Dampf Feiſte und 
Saltz unterteeilen befudelt mordenz und 
ich mit Den Drteren der Erden vermi— 
chen/ fo hat ung die Erfahrung gelehret 
Das Meine vom Unreinen zufcheiden 
Mann du Derentiwegen begehreft / ba 
bie 9tatur wuͤrcklich gebeffert werde / fog 


und was der Natur von anderer Art gus 
gegangen’ dag fondere Davon ab/ — reimigi 
ed/ und thue rein und rein/ gefscht und! 
gekocht/ rohe und robe zuſammen / nad 
bt mGewicht der ratur un nicht der Mate⸗ 
ti: Dann du foft wiſſen / daß das Lens! 
traliſche falnitri niche mehr von der Erden 

Arte 


| HH x 
Oder f£odft Gab GOttes. 
immt/ dann fo eiel es bedarff/ fie fepe 
Win oder unreim, 2iber mit der Sertigkeit 
3 Waflers iff es anders befchaffens 
Mn folche Fan man nimmermehr rein 
HMaben/ die Kunſt reiniget folche Durch Dops 
Wite Hitz / uto vereiniget fie wiederum. 
Be. ;< Michael Send ivogius, 


(dddd) Der Philoſophiſche Stein /ober 
Minckur / ift nichts anders Dann Gold⸗ 

elches auf den höchften Grad digerirf 
ird; dann das gemeine Gold ift wie ein 
aut ohne Saamen / wann es zeitig wird / 
bringet có feinen Saamen / alfo auch 
Hold’ mann eg zeitiget/ gibt ed einen 
Saamenober Tinetur. Es möchte jt 
"anb frage / warum pas Gold oder ander 






















5 


netall Feinen Samen machen / barauff 
iBbt man diefe Urſach / Dieweil es nicht zei⸗ 
9 totrben Fan/ wegen Deg groben Luffts / 


Eh an etlichen Orten / daB man pur 

Hold findet/ welches die tatur hat vollen⸗ 
Een wollen ift aber eom groben Lufft vers 
Andert worden. Als zum Erempel: 
Bir fehenzdaß die Pommerantzen Baͤu⸗ 
dit mar in unferen Sanden auch aufffoms 


End deren. Orten wo fie fonften von Na⸗ 
FE irmwachfen fo tragen fie Srücbte/ weil 
qt genugfame Waͤrme haben / aber in Dies 
En falten Diten gar nicht; dann wann fie 
E 9 QURE zei⸗ 


| 


Wi bat nicht Wärmegenug/ unb begiebet 


fxen/ gleichwie andere Baͤume / in Italia 


7 


| 1$ 


nige verrichtet /_ toa8 die Natur nicht g 




















PANDORA, Ah 
zeitigen follen/ fo bleiben fie ſtecken tom 
len fie von der Kälte überfallen werden" 
f0/ daß man diefer Drtem der Natur nad 
nimmermehr Frucht von ihnen bab 
Ean/ ob man gleichtwohl unterweilen DI^ 
ratur lieblich und gefchicktich zu huͤ 
kommt / unb ber gefkalt bie Kunft das jl 


Fönnet bürte, Eben alfo gehet «8 au 
zuin ven Metallen das Gold Fan Fruch 
und Saamen geben / indemees fioe. 
mehret/ Durch Sefchicklichfeit eines Sunfff. 
reichen Meifters/ der der Natur auf un 
fort sube(ffen weiß. Aber wann eres um 
terfiehen toolte ohne bie Natur zuverrid 
ten/fo wÄrde er fehlen. Dann nicht alleil 
in diefer Kunſt fondern in andern Dinge 
allen Fönnen wir mweitersnichts thun / al 
daß wir der Natur zu huͤlff kommen / un 
diefes durch Fein ander Mittel bang 
durchs (euer oder Wärme. 

| Michael Sendiv ogiu 


Dann fie wird nicht emendirt 
noch acbeffert/ dann allein in ihre 
ratur. (a) 


(3) £58 Ann wann ein fremde ärgere Na 
tureingeführet wird / fo folgt DU 
Kunſt nicht für (id) ffracf8 der Natu 


€ 


nad) ohne Mitiel  fondern Die drgero 
orm 















Atemden Naturen vergifften biefelbige 


[i atur / und wird nicht von Stund an auß⸗ 
macht / daß man vermeynt gemacht zu 


nem Ding arbeitet / befleiſſt ſich das Aergere 
brecben/ und einzureiſſen / uno ein jeg⸗ 
iba beſſers in einem Ding wirckend / be⸗ 
"(iet ſich / das Aergſte zu vollbringen. 


nf wird es die Natur naͤrriſch beſſeren 
Jollen nad) Kunſt. 
"n Richardum e/dnelicus, 


ffeifibi apponatur, Ratim cotrumpitur,& non 
t €x co qued quaritur, | 
Roſarium, 


| Sn welche ihr nichts frembbeé 
iler einführen; und Fein Pulver 


— Sof 


erden: Dann einjeglich aͤrgers / bae ineis 


! ortum ex eo. Quoniam fi aliquid extra- | 


| mo irgend anders Dings ; ? dann 


139 | 


' Bb barum muß der Sünffler der Natur Kuͤnftler 
B: follen der 


à weiches Natur er nachfolgen tvill/ — 


te Zn E 3 


149 




















PANDORA, E 
(b Dickes befinde fid) auch an bl 
'S? aamen aller Gewaͤchs welch 
indie Erben gefüet/ daſſelbſt er durch DA: 
Natur Nahrung und der Saamen waͤrn 
erhalten / und zu ſeiner Zeit berauf getrill 
ben wird / daß e$ grüne und fid) vermehn 
Alſo beoq f auch dieſes Philofophifd 
Werck Feines Dinge Dermifchung/ befoll 
dern aus feinen einenen Metallifchen Sal 
men / der Philoſophiſchen Erden’ fo dur 
Kunſt bereitet und hinzu gefeßet worden 
geiget eseinen Stein’ welcher ſich unau 
hörlich vermehret/ wofern er mit ſeinem 
enen Menftruo und gleich genaturt 
Seuchtigkeit ernehret / und durch der P 
loſophiſchen Sonnen Waͤrme auf DM 
Lufft in die Wirckung getrieben und erg 
Incertus; Macrocoſm. 


(bb) Der Autor des uralten Nittel 
Kriegs (agt + Bey dem Allmächtige 
GOtt und bey meiner Seelen Seelig 
keit / zeuge ich euch/ baf all ihr 2icbbabi 
dieſer Berrlichen Kunft aug getreuem (X 
müth und Mitleyden bed (aagen Sucheng 
daß unfer ganzes Werck nur auf einen 
Dinge entfpringt / und in ihm felbft vo! 
bracht wird/ und nicht mehr bebar(f/ den! 
der Auffiöfung und Wiederhaͤrtung / un 
folhes muB gefchehen ohn alle frembd 
Dinge Gleichwie eig Eyß / bapin el 


Iber f£odft Gab Görtes: 

Ier trocfenen über bas euer gefe&et / und 
Wiber Waͤrme zu Waſſer wird: Alfo auch 
Whit unſerm Stein/und bedarff nicht mehr 











tn der Hülffe durch des Kuͤnſtlers Hand? 
lMirbeit und des nätürlichen (Seuér8/ danıt 
Mon ibth felöft vermag er folchesnicht/ wenn 
IM gleich ewig ein Erpreich lege / barum 
; "i man ibm bel(fen / aber nicht atfó / 
ahnen ihm wolte frembde und wieder—⸗ 
Maͤrtige Dinge jufe&en / ſondern alfo / wie 
"ing GOtt dag Korn auff dem Felde gibt/ 

6 wir mäffenes mahlenund backen / da⸗ 
"Wit ed zu Brod werde : alfo auch hier/ 
WIE bat ung diefes &r& Gefchaffen daß 
Mir allein nehmen / Den groben Leib sers 
Wären / inwendig das Gute herauß Flau« 
een die Uberflüffigfeit hinweg tbun / und 

ad dem Gifft eine Artzney machen. 

a Michael Sendivogius. 


= Dann fo etwas aufferlihg ihm 
geſetzt wird/ fo wird er von ſtund⸗ 
un gerbrochen oder zerſtoͤhret / und 
Did aus ihm nicht das) fo aefucht 
wir. Daher tbu ich fund / daß 
(un die gleichen Ding/ (c) 


| gym ift bie Wohlkhat unfers 
E €«-3A3Bafjrá/ Daß c8 nicbt allein un⸗ 
JE fü Leib reducirer , Öffnet und erweichet / 
( pen es coaguliret ihn Aush wieder je 

| q e 





14i 


ar 


ein rein Werck Funden / darum thu 




















PANDOR A, | 
der fermencalifchen Krafft Diefer ſaͤmtlicht 
influeng des Goldes / daß esmit Dem£eibel 
neuer ewig oereinig ter deib gufammen toir 

Alſo daß / ob ſchon unfer Waſſer / wen 
es erſt genommen wird / flüchtig iſt / fol 
es Doc) deſſen ungeachtet hernach den £ei 
zu erſt gemacht / daß er Fein Leib iſt fout 
pera ein Geiſt / in welcher Geiftlichma 
chung die Krafft oper die Tinctur vermef 
tet wird; nach dieſem macht der &eibburc 
Die Congelarion Diefen / daß er; nicht meh 
ein Geift ift / fondern ein Leib’ wodure 
bie Fixität mächtig befördert wird / aff 
das fie bepoe alles ‘Seuer außftehen Fönnen 

Denn e$ ift nicht nur eine fcheinbare 
fondern eine reale Vereinigung / fo real 
daß der Geiſt und der Leib i einander at 
ben / jebtoeDer des andern dimenfione 
Durchdringet / indem der Geift mit der 
Leibe / unb der Leib mit Dem Geifte eim 
wird/ die Sorm bie Materieinder Einig 
Feit verfchlinget ^ alfo daß alles eine war 
bafftige &inctur wird. "1 
Cyrenaus Philal etha 


Im Anfang zu kochen find / ofr 
der Händen Zerreibung / biß daß 
fie alle Buffer werden, Du bail 


ich zu willen den ſtudierenden / fü 


fib eíl darauff begeben ( Di 
| ine 


vv 


! Oder Edelſt Gab Gottes. 

Hoͤſtlicheſt Ergheimlichkeit / daß fie 
Wi nicht umfonft bemuben /) daß 
| I Tem nichts anders 






















| 32H Oc Magifterium nihil aliud e& quàm 
1 * ?^cequere Mercurium & Sulphur, do- 
fiec unum fiat Argentum vivum , quod de» 
Fendit fulphurà combuftione, fi fuerit vas be- 
Rie claufum , ita quod Mercurius non poffit 
vanelcere , nec fulphur poffit comburi, 

F Roſarium. 


I (a) Was nun eigentlich dieſe Materia 
Pep/ beftettigeid) auß fattem Grunde mit 
Alen beruffenen Philofophis , daß egi fep 
Dxr Mercurius und Sulphur. Dann alle 


Feuchtigkeit / melche genenner wird I. 
Jano auß Geiſt oder euer 7 welches ge- 
"aennet wird A. Diefe zwey find gegrüns 
"Dt auff das Vitriolifche Saltz / das ift 
‚nein foiche Materiam geordnet 7 welche die 
Natur zur Gebehrung der Metallen aufs 
4 in und noͤthigſt erfordert, Weil 

aber Fein einige Maeria fich felber perte- 
ipee. oder zum End der Generation deß 
(materia bringt noch vielmweniger tbr in 
| entro verſchloſſene Formam berauf gibt / es 
bey dan daß fie Durch ihr eigen agens oder 
|! novens bewogen / digerirc , ingerit 
d oder 


143 : 


14 


daß in Der Operation Alchymiz eben oerfem 


. zubefihreiben; dann Fein lebendiger Menſch 


PANDORA, . 
oder conveftiit werde / mug mänfchlieffel®; 
Daß der 9, fo Da (ff Materia, Durch fein i 
gen movens fólte digeriret und informir® 
erden / zu dem End der Natur das Prijs 
cipium movens iſt H welcher Dem Sof 
feiner eigenen Minera beygefügt/ / macht 
zu digeriren / und zur Generation brqueiä 
zu machen, daß endlich ein Metall oder vie 
mehr Durch erfüllete Akteration Gold da 
auf werden máffe/ Daher dann zu befinden 























be digerivende Sulph; genónimemn merdt 
und even derfelbe 9 welchen ote Natur ge 
brauchet / und gilt nicht vieler Phantaſey 
die ihnen einbildet / wann ſie nur einen 
haben / es ſey gleich außgezogen aug wall 
Metall oder mineral es ſeyn maa / fo fe 
es ſchon zum Handel gerecht. Nein / da 
Mittel Def Lapidis Philoſophorum ift $$ 
Philofophorum, Dadurch die Tinctur ode 
Saurteig der Metallen gemacht wird. —. | 


dncértus, Macrocoſm 


(aaa) C8 ift unvonnoͤthen / der Wenfen 
Queckſilber und die Materti deß Schmefelt 


bat er jemab(en gefönt / ober wird es ine 
fünfftige Flärer und heller befchreiben/ alt 
fie von den alten Weiſen gefcbeben / unt. 
beſchrieben iſt er wolle bann ein Sluch der 
Kunſt ſeyn Dann fie wird fo gemein und 
offt genant / daß man ihrer nicht. achtet· E 
i u ' 


k 























] Over Edelſt Gab Gottes: 
Dam Eehren fic) die Nachgruͤbler zu viel fub: 
Fileren Sachen’ und bleiben nicht in der 

Finfalt ber ratur. Gleichwohl fagen mir 
icht / daß Der Weiſen Mercurius etwas ger 


Weiſen ihren Schweffel und Merctrium 
I chafften: Dann ber Weiſen Mercurius wird 
«i Erden nicht. gefunden / fonbern wird 
| | Zufammenfägung des Schmefels und 
PMercurii Durch Kunft zu wegen gebracht. Er 
'otht nicht ang Tag Licht / dann er ift nae 
kend / ift aber von Der Natur wunderbar 
Pid) eingewickelt. Schließlich fagen wir 
viederholende / Schweffel und Mercurius 
eye das Ertz unſers Queckſilbers (rob 
ermiſcht) welches Queckſilber Fan und 
ermag bie Metallen auffſchlieſſen / toͤdten / 
md lebendig mächen / welche Macht es 
| mpfangen hat von feinem eſſigten Schwef⸗ 
el feiner eigenen Natur. 00 
D Michael Sendivogins. 


V 
' 
p 


' j (2223) Vid, Minerälogia fur. citat, linb 
Pd bie fünfte Anmerckung über dad 


A Sitájfit Capitel des andern Theile 


i (én Schmwefel/ bi daß fie werden 
1 in Duedfilber / der Schwefel be: 
[Wbitmet es vor Verbrennung 


[meines fepe / und offentfid genannt wer⸗ 
Jt ſondern von Der Materi, darauf die 


Dann kochen das Quedfilbét unb 


145 


46 


es mag auch der Schwefel nimmer) 


ſchlieſſen den Mundt Bes Geſchirrs 


in dem Geſchirr ii. Ch) 

















So das Geſchirr wol befcbfoffer 
ift / alſo / daß pas Quedfilbec nich! 
mag vergehen noch verſchweinen 


mehr verbrennt noch verderbt wer 
den. Dann in dem Duedfilber iſ 
unfer aller klareſt Waſſer / und wi 
feben durch das Beyſpiel im gemei 
nen Waſſer / Daß allcé das’ fo bd 
mit gekocht wird, nimmermebt 
verbrennt wird, biß dafjelbig Ding 
wie doch das Feuer ſtarck ſeye / unt 
ſo das Waſſer verzehrt oder einge 
fetten iſt fo wird das ſo in dem Ge 
fir iſt / verbrennt und earum 
haben die Philoſophi geheiſſen be 


auff daß das erkannt geſegnet Waſ 
fer nicht außruͤche / ſondern beſchir 
mete vor der Verbrennung / Daft 


beobachtet werden / eben alfo mul, 

Dag Sigillum Hermetis (durch zuſchmel 
gung des Giefaffed ) wol auffgeorucft unt, 
feite verpitfchieret ſeyn⸗ At 
| chant de Monte ‚Snyder 
(bb) Rur 


* 


| Oder Edelſt Gab GOttes. 
(bb) Rurfus ne fpititus evanelcant, vafa ef- 
fefideliter obturanda, | 



















US - Lullius, 
; (bbb) Dahn wieein Saame / man et 
ndas Erdreich gefeget / und im Anfang 
Du viel Waſſer / Regenoder Naͤſſe bat, Feine 
sucht bringen Fan ( fondern tie Des Bau⸗ 
Wrmanns Saat ertrinden tbut ) alfo ift e$ 

‚uch mit Diefem ebener mafjen befchaffen. 
Bann nun folches auch verrichtet / fo fi» 
4 ilir und verlutir das Gap auffs fleiſſigſte 
"1/ damit das eingefeßte Compofitum nicht 
Lerraudje oder hinweg flichen tbue: (ez 
ees bann in deinen dargugehörigen fen’ 
IWib ihme eines Grads hoch / gar ein fine 

28 und fletes auch lufftiges und Dämpffiz 
28 Feuers deſſen Wärme gleich als wann 
In Haͤnne über ihren Eyern fi6t/ zu ver 


„chen ift. aeg 
4 mi Waſſerſtein der Weiſen. 


uas Waſſer aber mit denen 
Dingen gefegt/ bat gewehret / bag 
das Feuer nicht verbrannte /- 
Is Feuers Flamm darob geligt/je 
„Lehr das Waſſer zu innereſt ver⸗ 
brgen wird / daß es von bed Feuers 


md find dieſe Ding worden/je mehr 


Aitz nicht verlegt werde. Das Waller, 


147 


148 


aber alle Erfunpiger oder Erforf 


(b) [ £s ignis hutniditatis naturälis fiv , 


Innerliche nicht übertreffen darf. Dad 

















PANDORA, 
aber nimmer die in feinen aud am 
und des Feuers Flamm vertreibt 
oder verſtoßts von ihnen. Ich heilt 


ſcher im Anfang machen. (4) 


az Mineralog. fupr, citat, und zwe 
.Y Die dreyzehende Anmerckung uͤbe 
dag vierdte Capitel des erſten Theile: 


Ein teídt fanfft Feuer bif eit) 
Friedung gefhicher zwiſchen dem 
Waſſer und dem Feuer/(b) 9 


radicalis et confervativus, Sie wol! 

(tn ein ignem febrilem haben/ & caloremi 
lum , quo fubftrata ova fua gallina aut pullum 
fovet. end m 
) FFValcbtus, 

Qi Zu unferer Arbeit wird ein zwiefa 
ches Feuer erfordert / ein innerliches umd 
Aufferliches. Diefe vergleichen ſich alf 
miteinander > Daß das Aeufferliche/ Dad 


Sinnerliche ift ein ztberifcher Safft / ode 
mercurialifcher Ne&ar , welcher die Mares 
vie in dem Gefäß lebendig macbet / erhaͤlt 
esnähret/ und zum Bölligen Zweck As 

oft 


-— -— 























I Oder Edelſt Gab Gottes. 
Bollfommenheit bringet. Daffelbige 
Wird nicht bemeget/ als eon dem Aleufs 
Wrlichen; welches wenn ed fauler und lange 
Tamerift; wird das Innerliche ruhen/ und 
Achts hervor Fommen ; wie zu feben in 
enen zur Winters⸗Zeit in der Erden lies 
enden Saamen/ welche darum nicht aufs 
nachfen Éónnen / weil deren innerliche 
Vaͤrme / die äufferliche Joige der Sonnen 
Vidt erwecket. Wenn aber dafjelbe (Seuer 
ar zuſtarck (epn wird; fo zerbricht entweder 
Das Sefäß ; ober Die Materie wird ver- 
Brenner. Gleichwie denen/in den Hundes 
agen ber Erden anvertrauten Saamen zu 
eſchehen pfleget ; oder den Eyern / wel⸗ 
X / wenn fie tnit gröfferem euer gefocht 
erden; wenn fie aber in kinder Hitze er 
Falten werden/ die Küchlein heraus Foms 
Ten/ dieweil Die Geſtalten der Formen 
Fyieauch der Gift? der im Mittelpunct 
T tB Eyes gar fubtil gleichfami eingewickelt 
ehalten wird / wenn eine recht natürliche 
‚Bärm darzu kommt / fid; gleich hervor 
Jut: wenn aber eme äufferliche gar zu 
efftige Hitze argu ſchlaͤgt / geben fie leicht 
14 Örunde. jr 
Vertritt affe bag aufferliche (euer / ald 


-— 
ee a 


Bell ber Sonnen in der groſſen Welt / 
nd verricht aufgleiche Weiß feine Wuͤr⸗ 


Jungen. Derohalben erwecket fiedie me 


| | | | 3 bot: 


me Bewegung Def gangen Werckes die - 


alıfchen Spiritus, weiche n ber Erden bere 


149 


150 


ignem vero temperatum corpus fit fuave & 



















borgen / und betoegt fie. Welche / ſoſ 
bewegt werden/ fofchlieft das Weib ihre 
Mann auff/ und mird von ihm mieder gu 
ſchwaͤngert. Deffen Anzeigen ift. dieſe 
finſtere Aleph, welches die Alten Dad tcd 
ben-Haupt genennet. Wenn hernac— 
Das Weib ſtaͤrcker wird / fo ſcheuet fie fic 
nicht / mit dem Mann zu ringen / ur 


felbiten bringt die Natur eine ſchneeweiſſ 
SR ofen herfürz welche endlich m Ringel 
blumen Sarb fich verändert/ zu letzt ſic 
in einen unfterblichen Amaranthen oer 
wandelt, — | ! 1 


D. Huginus à Barma 
— Dienheim, | 
(bbb). Sed: cum ignis multi fint. gradus 
videndum nunc eft, quantus efe debet, ar 
magnus an debilis, — "d quod tamem re! 
Ípondendum eft quod primo ignis debel 
effe lentus. Unde Lilium inquit: Sciasquod 
abíque calore nihil unquam generatur, elt 
quod calorintenfus perire facit, & quod bal- 
neum fiigidum fogat compofitum. Per 


conveniens, Namigne levi humiditas cor-| 
gumpens extrabitur, — 
Laurentius Ventura Venetus 

| AES 

(bbbb). Unde in libro Saturni. dicitur; 
In hoc funt multi decepti laborantes ;: quia. 
: facia 



























‚Oder Edelſt Gab Gottes. 


acta diffolutione coagulant, deinde calcinant 
T:um fortiori ignis calore: & fic faciunt iu 
ɻmni deco&ione, quod eftcontraGeberum, 
aut ponittotam artem in fo!a fublimatione: 
"Eher quam purifima pars dividitur, &c. quod 
yon fit nifi per lentum ignem, qui apud 
'hilofophos dicitur calor folis, quia et fuavis 
Whrcalor illius, ^ Exenim calor folis non eft 

kiolentus,fed temperatus: calorautem ignis 
ſt fortior, quam calor folis, ' Propter quod 
lixerunt Philofophi, (uaviter coque & lento 
zne, Ignis enim fortis deítruit opus & dif- 


lucit, & unam fub&antiam generat, Et ut 
licit Geber: Lentus ignis humiditatis natu- 
'alis.Gve radicalis eft confervativus, & fufionis 
P ributivus: vehementior autem humiditatis 
ft confumtivus. Flis ergo cognius, adhuc 
eſtat dabium,quantus calor folis huic operi e(t 
heeellarius & fufficiens: quia in lento ficut 
X ia forti, plures poffunt intelligi gradus. 
iftenim lentior lento, (icut in forti, fortior 
orti, Ideo difficilius inter omnia arti ne- 
flaria e& regimen ignis. Dicitur enim in 
ibro Saturni? Scias quod qui operantur in 


lus quam in alia re, quia nefciunt tempe- 
antiamignis, Mulienim fciunt rem, fed 
"jusregimen ignorant,  Difce ergoregimen 
- olis: quiaibi lager perfc&io. Potes hocre- 
imen addifcere ex duobus, recurrendo ad 





pat: ignis autem lentus ad fanitatem per- 


ac fcientia, funt decepti in regimine ignis - 


pen ; 
I. d $4 | na. 


E 


paturam & ad fcripturam, Primo ergo m: N 


&erBonus,fed Sufhcit co: tinuum,& lentum ca 



















PANDORA, j 


tura fit imaginatio tua, Nam facit natu 
fuam concodionem plane & continue pei 
ealorem folis in vifceribus texrz, quouſqu 
ex fpiritibus vaporis mineralibus generan, 
rur metalía ; fic tu quoque rege opus tuum 
& invenies perſectam fcientiam, Non. tal? 
men poflumus in hoc naturam quantum a 


. . . 2 fate e M. 
omnia imitari; nec oportet, ut dixit magij 


lorem, fecundum operationem debitam, ai 
noftrum opus adhibere, ficut naturaad fuum 
quamyis non codem gradu caloris. T 
Laurentius Ventura enemy 
(bbbbb) Item, fícias, quód una, folano 
facit, quod & plures operantur : pluribus au 
tem rebus non indiges, niíiuna fola re 
& illa fola res in unoquoque operum 
noftrorum in, aliam vertitur. naturam) 
Floc enim regimine Spiritus incorporatur 
& corpus vertitur infpiritum, — Conferva er: 
govas, ne compofitum fugiat, & fumigel 
& habebis intentum. : 3 
| edrnoldus de villa Nova, 


Und nach dem du ficbeft aud das 
Aquam fixam oder gehefft Waſſer/ 
obit etwas Aufffteigung/ fo darffftu 
nit ſorgen wie bas géher fepe c8 iff 
Auf rogentia mit paciam / bif oct 

| Geiſt 



















I Oder Edelſt Gab Gottes, 
"Melt und das Corpus ein Ding 
perden/ alfo. daß die cörperlichen 
gerden uncorperlid)e/ und die un: 


Örperliche corperlid) + Zu legt 


aer Mittlen / darum foift dag Waſ⸗ 
'rbaé Ding / ſo da weiß machet und 
dth machet / das Waſſer bas va toͤ⸗ 
tt imb lebendig macht / iſt daz Waſ⸗ 
Fer ſo da verbrennt / und weiß ober 
bon machet / iſt das Waſſer das da 
Aſſolvirt / oder aufloͤßt / und cons 
eliert oder befaflet/ iſt das Waf 
Serdas da faulet / unb darnach her⸗ 
Sir ſproſſen macht / neue und mane 
Pbericy Ding. (2) 


| 4) or derwegen alfo / wie bit zerſtoͤr⸗ 
d liche Elementen in jedem Ding fal 


a8 amdere. übertrifft/ / dieweil alsdann 
Dourd, vie erfte Scheidung, die Faulung 


Scheidung, Des reinen pon dem unteinen/ 
Sand mann alsdannein neue Zuſammenſe⸗ 
ung erfolgt/ ſo gewinnt es durch Krafft 
es Feuers ein neue unb viel edlere Geſtalt 
Ms gu vor. Dann in feinem erſten Stand 
"t bie Zerſtoͤrung geweſen / auß grober 
Vermiſchung/ (o. ui als, durch * 


— C n 
— 


Pen und geſcheiden werden / wenn eines 


eſchicht / Durch. bie Faulung aber Die. 


$5 lung, 


n 


154 
































SPANDORA, 


“ fung purgirt und verbeffert wird/ tel [ 


doré nicbt Fan gefchehen/ als durch geſan 
te Huͤlff aller 4. Elementen’ melche in ei 
ner jeden Compoſition ſeyn: Denn wen 
das Gomponirte fallen foll/ fältes Durd 
das Element ped Waſſers und mann [ilf 
alfo verroirret liegen/ (o fommet dag Feur 
welches wuͤrcklich in jedem iſt mit de 
Erden und Luffe überein/ und uͤberwinden 
demnach mit gemeiner Hand das Waffen, 
welches fie digeriren/ kochen und enblid 
gang einſieden / dann auff folche weiß Eomt 

die Natur „der tatur. zu bull. Denn 
wenn Das Centralifche verborgene Feuer 

fo im Leben gefangen mar / übertoin 
det / fo wuͤrcket es das welches ihm näher 
verwand und reiner iſt (wie es denn an 
ihm ſelbſt am allerreineſten ift). und reine 
get ſich mit ihm: alſo uͤberwind c8 feinem 
Gegentheil / und ſcheidet das Reine von 
dem Unreinen / und wird eine neue Form 
gebohren / wenn man ibr weiter fort hilfft / 
fo viel herrlicher als Die vorige aud) biß⸗ 
totilen durch hohen Verftand. eines ſpitz⸗ 
findigen Künftlerg werden die Dinge gar 
uniterblich gemacht/ fonderlich in der Mes’ 
tallifchen Monarchen | alfo. werden alle’ 
Ding allein durch das euer und deſſen 
Megierung gemacht und zu vollkomme⸗ 
nen Weſen gebracht wann, Du mich ver“ | 
Banden haft. Michael Sendivogins 


" 
Darum 


I Qo Edelſt Gab 66 tts. 
Darum Tieder Sohn (o tearne 
it ch dich hiebey/ daß aff dein Ach⸗ 
Jung (epe in oer decoction und Abs 
: schung des IBaflers / und Daß 
ich nicht. verdrieſſe / wiit da anderſt 























indern eitelen Dingen / dann nur 
Allein dig Waſſers / koche es lang: 
Fam mithin füllende / biß dab es 
Derwandelt werde / von einer Farb 

nein vollkommene Farb / und bur 
i daß du im Anfang nicht vere 


Diod fein grünc/ und vollhring 
E Xin Were nicht. ſchnell/ und fig) 
aß dein Thür fepe wohl und teft 
eſchloſſen / daß der / ſo darinn 
nicht möge außfliegen und fo 
| ort verícibet/ ſo wirſt du es 
fo finden zu vollender Außma⸗ 
^ bung oder Außwirckung / (b). 


' ies — haben viel von dem 
Vaporifchen F euer geſchrieben / wel⸗ 

| hes fie ignem fapientiz genannt/ Darneben 
^ ermeldtregfey. Fein materiglifch, oder & 
mentariſch/ fondern ein Eſſentialiſch 
^ Ber übernatürlich Feuer / welches auch 
ohl ein Goͤttlichs Feuer genennet wird/ 


das 





€ Frucht Haben’ und forge keiner 


renneſt ſeine Blumen oder Bluſt / 


155 


71. 


- ces fermer nach einander ohne einige wei 


bie Wartung Des Feuer s) von ihmſelbſten 


























PANDORA . 
das ift Aqua Mercurii, welches mit den 
gemeinen Feuer durch Ha und Kunfl 
angereiget wırd/ thue e8 Anfangs fittiglidif, 
mit einander digeriren und Fochens Dod 
gib fleiffig achtung daß bey Leib fid) nicht 
darpon fublimirez ober wie Die Philoſoph 
parobiliren/ das XVeib den Mann muy 
überheege/ ober der Mann oem Weib 
gewaltig merbe/ welches dann feinen Pro 


tere darzugehörige Arbeit (aufgenommen 


allem verrichten thut. | 
Waſſerſtein der Weiſen 


Die Natur thut ihr Wirckung 
nach und nach. (s) | " 


gast jenigen welche die Natur ers 

aränden tollen; müffen befchafe 
fen ſeyn voie die Natur felbft tft / nemlich 
warhafft / ſchlecht / gedultig/ beftändig ze. 
und welches das vornembſt iſt / Gotts⸗ 
fuͤrchtig und dem Naͤchſten ohnſchaͤdlich. 
Nachmalen ſollen fie mit Fleiſe erwegen / 
ob ihr Vorhaben mit der Natur zutreffe 
oder übereinftimme/ ob e8 möglich. ſeye / 
unb. außfichtbaren und fcheinlichen Exem⸗ 
peln lernen auf toelchen Dingen nemlich 
Diefe8 oder jenes werde oder berfommé/ 
welcher Geſtalt / auch in was für einem r^ 


^ 


— —— 


‚I Ober Edelſt Gab Gottes. 
MB die Natur wuͤrcke ober arbeite. Dann 
„Bann Duetmas fdilecbt machen milt/ mie 









Michael Sendivogins, 


B. ? 
| sS will aber bag bu aud) alfo 
hueſt/ (d) 

ife Drlicbender fefer GOtt wird dir 
Nder Natur Thür eröffnen / dadurch 
u fehen mögeft wie der 9tatur Weg fü 
blecht/. gerad / unb einfältigfeye. er 
here Dich’ baf die Natur gar einfältig 
- 9t ^ und in nichts mehr fid) erfreue als 
n ber Einfalt: und glaube mir / yia 
EN icher 


157 


158 


| reportans. nifilaborem, ac rérüm & tempori: | 


von welchem Ding gebohren wer⸗ 

















‚licher ein Ding in der Natur iſt / je (tie 
"ters fehlechter / unb eimfáltiger tft es auch 
fiatemablalle Wahr heit einfaͤltig ift / bo. 
der Allmaͤchtige Schöpffer aller Dinger 
bat nichts ſchweres in der Natur gepflan 
tzet wiltdu Deromwegen ein Nachfolgerde F 
Natur ſeyn / fo rathe ich dir daß bu au 
ben einfültigen Wegen ver 92atur verbfe 
beſt⸗ ſo wirſt du alles gute finden. ^g 
eMichael Sendivogin | 


Fa vielmehr daß dein Einbild 
joy: nad) der Natur / (e) | 


(e) N]: ergo operändum nifi de iſta mi | 

teria nobili , quia res non fiunt nifi 
fecundum earum naturam : nullus sgitur 
queratä natura quod in eà non et, quoniam, | 


perditionem. Medicina igitur hac noftra, 
non.in vifceribüus terrz praeparatur, fed atte 
& operatione perficit: , co quod à didis la- 
pi idibus nihil fit utile fine pr&paratione & | 
regimine, 

A Rosarium eAbireviariii 1 


Und dadannen nach der Natur) 


ben Die Korper ín ben Eingerveiden | 
dit Erden und: dig blide dir durch 


(Doct Edelſt Gab Gottes: 
je wahre Einbildung / und nicht 
Arch ein fantaſtiſche / und fibe auch 
Sgleichen auf welcher / oder mit 
yas Hitz ihre Deco ction oder Ab» 
hung geichehe/oböie fireng fene/ 
der fenfft und milt / unb alio res 
Pier bein Werck / fo wirft du finden 
n vollfommene fcientiam oder 
viſſenheit und Kunſt. (e) 














Ygiquis in had arte introductus ejus fciret 
| = naturam, prolixitatem utique coquen- 

| faftinerer, doncc propofitum nutu Dei cx- 

t aneret, * 

VValcbius, 


er Hand: Dann mit feinen guten 
vercken oder Wirdungen macht 


Soth zu dem rothen. (a) 


EJ) A Tque ira poteris feimper 2. vitra reti: 
4 nere ad multiplicandum, unum ad al» 
J 3m, alterum ad rubrum, — Sed utraque ſu- 
y 
y. ^s enim ruber ignem vehementiorem habe- 
| n debet, quam albus. — Sed idcm opificium 
Jd Verum aliud difcrimen eft in aqua pa- 
4 VoU MOS tadifi 


B 


Zdas weiß zudem weiſſen und das — 


^r unam fornacem flare non debent, La: _ 


59 


160 


 géreinigét und abgetodet / dam 

























PANDORA, | 
radiſũ educenda, Aqua paradifi ad album 
Luna eduGia et: ac aqua paradifi qua rub 
lapis perfuüditür, ex Sole educenda eft. Alic 
qui idem opificium eit, Sed finguli fupi 
fingulas fornaces (tare debent, quia non ec} 
dem modo àccendunwir, Ita dile&us met 
femper duobus vitris inultiplicare poterit a 
album & ad rubrum, ad finem usque vit 
ejus: accommoda quz inde proveniun| | 
conferre poterit in gloriam Dei; atque a 


opem pauptribus ferendam. | 
M. foann Iſaacus Hollandu 


Darum (o ift nothwendig / dal 
unfer Stein aufgogen erde oot 
der Natur zweyer Gorpern/ el 
daß von ihm werdeein erfüllt ode 
vollkommen Elefir. Dann es if 
nothwendig bap Elerir/ mehr ſey 


das Gold oder Silber / von deß 
wegen / daß es mehr bat zu ver) 
febren/ gang und gar von DEI 
verfleinerten. Vollkommung in 
Gold dir Philoſophen / oder Sil 
ber. Daß aber dieſelben gar 
nicht moͤgen / bann fo fie von ihrer 
Vollkommenheit einandern ge— 
ben / ſo werden dann ſie — 

om: 


IT AU c 9 cT oH. 
Oder Edelſt Gab Gottes. 
kommen / barum daß fie nicht 
mögen tingíeren ober farben/ dann 
eben fo viel fie fid) erftreden: dann 
fein Ding machet weiß, dann al 
lin nad) ſeiner Weiſſe / und fein 
Ding machet rotb/ dann allein 
nah feiner Rothe. Cd) 
J | 
il EUM etiam effet lapidis cotnpoſitio⸗ 
nem tentare , etiam fi ex auro vel ar⸗ 
„gento folo eundem elicere poflemus, nilieä- 
dem mágis depurari poffent, & fubtiliari pet 
‚artem. Quamvis enim in gradu nature hac 
i ! metallorum perfe&io fufficiat, tamen fi eli- 
Uxiris fublimitatem & excellentiam refpiciá- 
mus, longiusaurum eliziris puritate & diges 
y *Éione recedere videbimus, quam imperf. cta 
jjmetallaab auro,  Quodvel iade colligete li- 
| ‚cr, quia imperfe&ta metalläinuna hora vel 
' fninori temporis fpatio inaurum per Elixi: 
I| Isis adminiftrationem tranfire poffunt, aurum 
| lautem non nifilongo & prolixo tempore in 
[elixir, Alioqui fi mundities & perfe&io il- 
lies fuffic.-t, caperemus id ut natura nobis 
dedit. Uode Arnald, in Soliloquio. Ne« 
! ceſſarium eſt quod. elisır magis fit depura- 
^ tum & digeftum quam aurum & argenrami, 
N eo quod ipfam debet convertere à perfe- 
| &ione diminutà corfora in aurum & ar- 
j gentum, quod ipfa £:cere nequeimt, eo quod 
| wen poffint tingere, nifi in quautum fe ex- 
T teils 







i6t 


162 


Gebri locus ficat,nifi fecundum fuam rubedinem. Ni 


explicatur 


DciInveftig. 


períe. c. 10. 






















PANDORA 
tendunt: quoniam nulla res dealbat nifi fe | 
cundüm fuam albedinem, ncc nulla res rubi Jl 
obfat auctoritas Gebri alio loco dicentis 
Corpora perfecta non indigere præparatio 
ne, cum perfecta fint, fed tantum ur magi. 
fubtilientur, | Quia Geber refpexit prepara 
tionem primam, quaindigent imperfecta anl] 
te eorum folutionem, qua non indigent per 
fe&a,cum humiditatem fuperfluam nigram 87 
comburentem ac terream fzculentiam im 
mundam & groffam exteriorem non habean 
ficut imperfe&a: Sed tamen poft ſolutio 
nem non minuseorum calces & Mercuriua d 
znundarideboere, quam imperfe&orum, Phi] 
fophi fatisattedantur, | 
Anonymns 


Und darum fo follen hierzt 
unfere Werck gefcheben in unſern 
Stem / daß fein Faͤrbung gebeifer! 
werde in ihm / mehr dann in feine 
Natur. (a) | 


(s ET ſcias quod quantumcunque plu. 

folvitur cum fua anima, - vel Spirit!" 
non fixo, hys er tanto magis multi: 
plicantur non folum in quantitate, fed etia. 


in virture, tin&ura, & fubtilitate, & in proje 
&ione, majus pondus coníequenter transfot. | 


mabit. | | 
N 


| Ow f£odft Gab GO ttes. 
Ne mireris qualiter unum infirmum me- 
allum, quod non habet pondus perfe&i me- 
tall, quomodo per medicinam reducitur ad 
verum poádus, cum modicum quid ibid«m 
ponitur de medicina, & ita modieum, ut per 
"TPondus illius modici non poffit fuppleri de- 
fe&us ponderis metalli, habito relpectu ad 
quantitatem medicing proje&z: & hocideo 
et, ut dicunt omnes philofophi, & fit per 
pieta em medicinz, quz ex natura ſua cum 
gatjtin&uram, dat pondus tin&urz five in al- 
‚120, fiveinrubeo : quod non facit medicina. 
„ ophiltica, quie tantum dattin&uram, & non 














Incertus 


tách der Werfen Anzug/ Red’ oder 
Beſchreibung zufammen geſetzt 
auß lauteren Spetien/ ein Condi⸗ 
mentoder Einmachung. (b) 

| 


(b) | Ta bis re&ificandurh ei, qui vere Elixit, 
| aut quintam eflentiam (t facturus, in 
| quacunque materiä id fuerit, five in fpeciebus, 
M radicibus, fäcchäro, delle, & id genus 
Dis. 


— — — 


" 
"! (it Antidorum oder Wider⸗ 
m» da (Die 


M 


M. Joan Yaacns Hallandni, 


163 


m 


' 164. 





















PANDORA, | 
og Waſſer ift der gifftigen 
^J Schlangen Tyrusgleich/ und mi 
ihm wird ver gewaltige Theriae bereitet,” 


Apotheckern aefucht worden / es mird 
aber von der Zeit an warn e8 jum Eli 
firgemacht morden / niemand dadurch 
vergifft werden. j | 
Diefes Waffer wird von ben Philoſo 
phis ıhr Gifft genennet/und ift in Der That, 
ein recht ſtarcker Gifſt / nemlid) bem Leibe 
des Goldes / mit welchem es vermiſchet 
wird. Was aber den menſchlichen Lei 
anlanget / habe ich niemals weder ſelben 
verfuchet / nod) einen andern gegeben. 
Hlaube auch. nichts baBes jemand von ibi T. 
tie getban hat. | =. 
Was aber die Medicin anlanget/ fc 
durch daffelbigeund auß Demfelbigen aec T. 
macht worden/ fo ift c8 gewiß / Dag es Dil], 
höchfte Artzney von allen in der Welt iſt 
Dennes ift cer wahre Daum des Ne 
bens/ roelcher aller Derjenigen Verlan 
gen ins gemein vergnuͤget / Die ihn in ſeine 
Art haben. Denn nebenjt feiner. heilen: 
den Krafft/ die es auf eine wunderbar‘ 
miraculöfe Art an ibm hatı fan es biß zu 
unfern Anfangen / darauß wir beſtehen 
durchdringen / welches Feine andere mine) 
talifche Artzney thun Fan. Ob fchon Pa 
racelfus,feine Reftzurantia und Kenovantiz 


body. 








| Oder Edelſt Gab GOttes. 
hoch ruhmet (die wir gewuſt haben / als 
wir feinen geheimen Alcakelt erlanget / von 
welchem / fo ich lebe ein beſonder Tra⸗ 
ctaͤtlein ſchreiben will) jedoch iſt es nicht / 
weder feine Harmatina, noch feine Ar / 
cana, noch feine Elixiria, noch feine- 
Efengen noch eines von feinen Se 
Ene welches in Warheit alle edele 
Artzneyen ſind / welche biß zu der Wurtzel 
des Lebens fo reichen koͤnnen / als dieſes 
bun kan und wird. Denn dieſes verrich⸗ 
tet alles / nur allein / daß es nicht wieder die 
beſtimmte Zeit von GOtt vermag, denn 
fonften wo diefer Schluß nicht waͤre / Fön- 
te es einen Menfchen wircklich uniterblich 
‚machen; Denn c8 erneuert Die Fugend/ 
"halt das Alter zuruͤcke / und bringer Die als 
lerbeſte und vollfommenfie Geſundheit zu 
wege / und bermebret die Kräffte wunder⸗ 
















der erneuern’ fondern es wird auch dem 
haarichten Haupt eine junggefchaffene Far⸗ 
be wieder geben/ welche Haar ın vielen 
"Sahren ja nimmer nicht wieder grau 
werden / wenn man deſſen Gebrauchvöllig 
weitz / und es auch aad) Gebuͤhr gebrauchet. 
Heierauff haben die Philoſophi in Anſe⸗ 
bung feiner wunderbahren Krafft / und 
"nachdem es zur Artzney gemacht worden / 
der Gleichheit nac geſchloſſen / bafi es zus 
vor das alligroͤſcte SER geweſen⸗ 
N 3 ie 
di 


Ü 
I 


‚barlich. Ja c8 wird nicht allein bie Duas _ 
re bey denen/ welchen (ic aufigefallen/ wie⸗ 


165 


166 












PANDORA, | 
fie haben eine Regel: Ex fummo venenel. 
Jumına Medicina, qu$ dem hoͤchſten Gift, 
wird die höchfte Artzney bereitet/ welches 
wie ich glaube/ nicht alle Wege den Stich 
haͤlt / alſo will ich hier Defhalben nicht di” 
ſputiren. Wer aber gedencket / daß / wei 
es ein ſo toͤdtlich Gifft / es bey den Apothe 
cera ober Materialiſten zu kauffen ſey dei 
irret; Denn wenn es zu erſt gekaufſ 
wird / bekenne ich / iſt es ein rechter Gifft 
aber die böfe Art / wie ich begreiffen Far] 
und weiß/ wird gänglich hinweg genom 
mens che unb bevor e8 zum Mercurio Phi 
lofophorum wird. J 

Es fep aber in ſeiner Rohigkeit toas € 
















wolle / fo bin ich Doch gewiß daß c8 in 
feiner Bollfommenbeit alfo nicht if. Dei 
wer c8 alsdann annehmen wird/mird nicht 
allein feinen Schaden davon haben / fo 
Dem befinden’ das e8 bie höchfte Artznet 
ſey mwelcheinder ganken Welt nid)tibre 
gleichenhat. — | 
Denn alsdann ift es der abre The 
ríae/ unb (afjet in feiner Wuͤrckung Wun 
der ſehen intem esmianchen au dem To: 
bt sum £eben wieder bringst. cob 
zus daß du eg mit feinem Corrcfie perm 
ſcheſt / ſondern nimm eg rein und (cene 
dig lauffend / wenn Du dadurch Gewinn er“ 
fanaen milft. | 
Es ift weder des Galeni noch des Hippo: 
eiiis Theriac (weicher zwar / werner ra 
tet 















„Ober Edelſt Gab Gottes. 
;trtitet wird / von groffer Tugend ift) mit 
„dm zu vergleichen: Dennerftlich toͤdtet es 
le Sifft aller und jeder Seuchen und 
Kranckheiten. Alto daß diejenigen Franck 
yeiten/ welche die Anfchauer derfelben bes 
Nuͤrtzt machen/ von dieſem Elixir mit Vera 
vunderung überwältiget werden. Deñ 
Feſetzt ein Menfch Deriegt mit Zeichen ber 
u ftirbet/ alfo; baB er iegt in feinen leß- 
‚en Zügen lieget (und da feine Zeit nicht 
„yahin ift/ denn vor einen folchen if Leis 
„eErrettung) foihm nur ein Tropffen 
on diefem Elixir eingegeben wird / affo/ 
4988 er es hinunter ſchlucket / ſo wird er fich 
„alsbald erboblen; und in kurtzer Zeit zu 
einer vorigen Gefunbbeit gelangen. Daß 
18 aber alfofore bie Wurgel des Lebens er⸗ 
eiche / will ich beroetfen : Geſetzt / es fen 
Jiner mit einer vecbt verzehrenden Kranck⸗ 
icit unvergleichlich aegemattet/ und. fol- 
t wegen Mangel der Geiſter gleich e&t aug 
ver Welt fcheiden/ doch alfo Daß feine be: 
fimmte Zeit noch nicht vergangen / fo er 
ur in feinen legten Zügen fo viel Krafft 
„och bat/ daß er nur einen Tropffen von 
í d erholen und toieber lebendig tverben/ 
, BD wird in wenigen Tagen zweymahl 
aͤrcker in Vergleichunge werden/ als er 
4007 geweſen. Gefekt/ einer (en gar eis 
er ſchwachen Conftitution, und kraͤnck⸗ 
„rund alle Tage übel auff / uͤberauß 
T $4 Krafft⸗ 


ieſem Elixir einnehmen kan fo wird er 


i 167 


un 


163 




















Krafftloß und matt/ menn er von die] 
en Elixir einnimmet/ wird es in Furge 
Zeit feine Conftitution. son rund au 
ndern / alſo daß er weit ſtaͤrcker als irgen 
ein ander Menfch ing gemein ift / fen 
wird. | 
Ein edler Philofophus (toietoob[ ic 
faum glaube/ daß er ein Adeptus tft). be 
unlängftein klein Tractätlein von Steberr 
Stein⸗Kranckheit und von der Peſt ge] 
fchrieben/ und daſelbſt fagt er im einer 
Diefer Tractaͤtlein DaB. Der Verluſt b 
Kraͤffte / welche durch Beyſchlaff und 2 
perlaffen gefchicht / umwiederbringlicd 
ſey. Es ift wahr / und ich glaube; bap (i 
recht edle Artzneyen bat/ uno es ift Jan 
mer / daß erdiefeg GiebeimniB fein Alter 3 
erhalten nicht gehabt. Dennich befenngl 
im ernſt / daß von allen Tractaten 7 (4 
jemahls geleſen / dieſe am  allermeijte 
Philoſophiſch find: aber bey biefer B 
frafftigung iſt augenfcheinlich zu fehen 
daßer son dieſem Geheimniß nichts 9i 
enn ob (don durch übermäffige 
Beyſchlaff / Schwindſucht / Berblutun 
oder Aderlaffen ober auff irgend eine and 
ve Weife ein Meaſch geſchwaͤchet worden 
mag er dach Durch dieſes Cliyir nicht allet: 
zu volfommener Geſundheit 7 fonderf 
auch zu folchen Kräften wieder gebrad f 
merden/alg er nimmer quoor gehabt: SH 
( 












Oder Edelſt Gab Gottes. 
es kan aud) ein Manns⸗oder Weibs⸗Per⸗ 
Wfon/ fo mit erblicher Schwachheit behaff⸗ 
et iſt zu mehr als gemeiner Staͤrcke durch 
den Gebrauch unſerer Artzeney verwandelt 
Mwerden. Oder es fan auch ein Menfchr 
der wegen Arbeits Krankheit und hohen 
Dahren des Grades Thuͤre nahe kommen 
Wift/ wenn man ihn nur eintropffelt / Doch 
durch veffen Gebrauch feine Haar / feine 
Zaͤhne und feine Kräfte wieder befoms 
men a!fo daß er viel burtiger und fiärcfer 
Wwerden wird / als er in feiner Sfugend ge» 
weſen / und mag nod) viel Jahr lebens / fo 
fern die Zeit des Schlufke des Almäche 
tigen noch nicht kommen iſt. | 
(b. Denn bie Mineralien find unter allen 
Mublunarifchen feibern die allervolifommenz 
fen’ und der befte Theil Derfelbigen find 
die Metallen / welche: wenn ſie volkommen 


Mind / beſchuͤtzen fig fid) immerdar ſelber 


nor aller Furcht der Verderbung. Nun 
tingiret Der Geiſt der Metallen: wenn er zu 
‚Heiner taufenofältigen Dollfommenheit 
erhoͤhet iſt pie unnollEonimenen Metallen, 
IMgu einer unverderblichen Reinigkeit: Aber 
i alábenn muß dieſer Geiſt in einem Leihe ge⸗ 


macht werden nach. Dem Außſpruch des 


Hermes: Seine Kraſſe iſt gantz / wenn fie 

in ^ie Erde verwandelt wird. 

"Es mag aber dieſe uͤber die Natur erhoͤ⸗ 

(btt Tinctur in ein Del oder vielmehr zu 

‚einem reinen Liquor auffgeloͤſet werden⸗ 
25 wel⸗ 


169 


170 


PANDORA, 
welcher alsdenn nicht eigendlich zu den Me⸗ 
tallen dienlich fondern nur Medicinalifch 
ift. Denn eriftoon der Natur deg Lichter 
unb deßhalben vereiniget er fich gar bald 
mit unfer8 Lebens Formalen Principio, wie‘ 
eine Flamme in die andere gebet. "1 

Ja und noch über diefes/ mag es auch 
ũber die Natur des Menſchen ja auch 
uͤher einen jeden betaſtlichen Coͤrper erhoͤ⸗ 
het werden / daß er zu einem ſehr glaͤntzenden 
immerwaͤhrenden Licht werde / welches ich 
geſehen / wiewohl nicht ſelber wircklich ge⸗ 
macht habe. Alles dieſes geſchicht Durch 
Die göttitche Krafft unſers Waſſers / welches 
gedachter Maſſen zubereitet werden maf / 
Durch Cohfbirenund diſtilliren denn unſer 
Waſſer iff ein lebendiges Waſſer / und‘ 
nicht corrofivifehz mie etliche unfere Büs 
cher Übeldeuten und außlegen. | 

Diefes num find die umftändfichen Eis! 
genſchafften unfers Waſſers / es ift. rein / 
klar / und ſehr hell, es ift lebendig / und ſehr 
fluͤſſſg ohne Befeuchtung ober Netzung c 
es iſt das einige Jtu&/bringenbe Subje&um, 3 
Bas wir zu unſer Kuͤnſt erwehlen koͤnnen |] 
und e$ mag ſonſten was es auch ſeyn 
mag/ in die Hand genommen werden?‘ 
das ift alles betrieglich. | 

C jyrenams Philalecba. 








| 


y 


(cc) Alchym. Herr / man. faat'7 der 
Schwefel fip eine Arkeney : Stimm. 
3a 












| Oder Edelſt Gab GOttes. 
3a erift ſelbſt oer Art / und welche ihn 
| qu$ den Banden erlevigen/denen gibt cr 
4 zur Danckfagung fein eigenes Blur zu eis 
ner Artzney. Alch. Herr / wenn einer die 


om. as fagt ihr mein Herr / tft ſie dann 
in Gt? Stimm : Haft pu nicht gehoͤ⸗ 
et daß eine groffe Flamm Feuer cine Fleine 
serzehr:t/eg fepno viel Philoſophi geweſen / 
Ye aug fremder Lehr die Kunſt erfahren / die 
xt Krafft dieſer Artzney nicht fc tieff nach» 
innet / ja fe fräfftiger und fubriler die Ark: 
aep gttoefen/ je gefunder haben fie diefelb 
ehalten / fodochein Sranıco. Grän der 
Metallen durchdringet / wie vielmehr Den 
Nenſchlichen Seib. Alchym: Herz/ wie 
p Iu man fie denn brauchen · Die Stimm: 
Mil haben fie gebrauchen follen / daß ſie die 
Natörliche Warm mir Stärkung ernebe 
et und nicht verzehret. Alchym: Herr / 
ch fan dieſe Artzney machen. Stimm: 
So biſt du gluͤckſeelig / wenn buts weiſt / 
ann ſie iſt deß Schwefels Blut / feine ins 
‚eifte Krafft / und Truͤckne / fo bag Queck⸗ 
illber ia Gold verkehret / und auch alle Me- 
| aleaund menfchliche Leiber gefund machet. 
dl Michael Sendévogius, 
"m Cin 


yl 
vr 


— — — 


T 


PANDORA; 
Ein Artzney und Reinigung alle) 
Coͤrpern / ſo da zu reinigen unb ad) 
pergeitailten find / oder gehoͤren 
095 wahr Lunificum ; das iſt / S5 
bermachig / und Solficum; das iſt 
Goldmachig. (d) | 


(4) RI itud elixir completum convert 
 4—7omniaalia corpora ad fuum genus ; (4f. 
cum fiz di&um pulverem praparaveris, pre 
jice foperalia corpora, vel fuper Mercuriu ! 
ad oculum , & fic habebis Solem vel Lunar, 
quantam volucris ipfe , meliorem quam er}, 
usum de minerz, 
















Rofariuns Abbreviaru | 


ie fáDet eu oie Tafel oc] 
groͤſſeren Willens. 
Erſtlich wird gehabt / in unferenf 
arünen Loͤwen / die wahre Mater 
und welcher Farb es ſey / (a) 


(2 gg Rn Loͤw wird Dd Sabje&ul fi 
und Die prima materia Lapidis Phile Ph 


_ 


fophici genennet/ und das darum / weilen Pr 


vegerabilifch ift/ und eine grüne rachfent Ir 
Krafft infich bat. pu 
Walchius 


|| 
(a2) Es haben ihrer viel den in 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
hen Steiwim Vitriol oder Kupffer-XBaf: 
er gefucht / aber durch ihre Hatoiffenbeit 
ind fiegänslich betrogen und außgelachet 
borden; Dann der gemeine Virriol wird 
onen Philofophis nur Scheldungs weiß / 
erunberichten grüne Löwe genannt / aber 
eſer unfer gráne Loͤw / hat feinen Urfprung 
ipn bem Metalliichen Kupfferifchen Cor- 
ere genommen. Ob gleich aus dem!Vitrio- 
Romano ein Del gegogen werden Fan/ 
delches am Geruch lieblicher und am 
Sefchmack annehmlicher als Fein Bal⸗ 
am ift / wann feine Tin&ur mit Sp. vini; 
us dem calcinirten Vitrio! gezogen wird; 
s tvollen aber die Philoſophi / und gebies 
















"eben folle / toormít man Die transmutatio- 
'em merallorum machen wolle; derowe⸗ 
‚en fo lehren fie / daß ſolches ex corpori- 
mus folle gemacht werden / nicht aus den 
piritibus , al$ Aug Vitriol, Schweffel / Ar- 


A Venus Fitriolata, 
& (aaa) Nullum corpus immundum ( ex- 
epto vno ) quod vulgariter à Philofophis 
i|Scatur Leo viridis, quod eft mediumcon- 
i. PR tin&uras ‚inter folem & lunam cum 
erfedtione, intratmagifterium noftrum, 


— 


Georgius Ripleus. 
Und wird genennt adrop oder 
* toc oder duenech. (b) | 
Mos | (b) Der 


I 


"mr daß dasjenige aus Metallifcher Krafft 


"P 


173 


174 


-Dieft maflam eingejtecket / vertwahret u 





































: PANDORA, 
(b) ees frg gegen Auffgang bU. 
Sonnen liegend / daraus Diefi 

alter Geſell und altes Muͤtterlein geherzul” 
das erfterohe tubjedum , cruda, confufa ve 
mixta aliqua mareria, chaos , &c. welch 
alles in ſich haben ſoll was der Arcfex i 
Dereitung des groflen Steing ver urbal 
ten Weiſen zu fud)en begehret/ unb auf 
zuarbeıten vorhabens iſt. Solches fubjed 
&um findet man zu jederzeit in den Bergen 
in Thalen / und in den tieffen Stellen de 
Ersgruben / und allenthalben / auch we 
bey oen Materialiften und Apoteckern j 
verkauffen/ um ein gering Geld / wiltdue 
nicht kauffen / fo bereite es jelber / dahe 
Maria faget: Unum comparari , alterur 
inveniri in monticulis; Welches nun alle 
Welt vor Augen und darzu an allen Orte 
fihbar gefunden wird. 

In dieſes Berges Kluͤfften zu unter 
bat GOtt / mas ihme bie erſte Creatio 
der Welt oon dem ſpiritu vitali, von der ir 
ſpiration deſſelben in allerley Creature 
uͤberblieben allen denſelbigen Ipiritum i 


fo tieff verfchloflen uno den Philofoph 
denfelben zuerheben / außsufertigen und jj. 
gebrauchen / alleine binterlafjen / darum 
denn auch em fehmahjler und enger 2C. 
darzu gebet und offen ſtehet. Auff dieſe 
Berg hieß dich dort ſteigen Nicolaus Fi: 
mellus ein fehr erfabrner a un 

"Ju 


' 


| ow Edelſt Gab Gottes. 
Kräuter «Kenner 7 fagende.: Steig auff 
den Berg das ou mögeft eine vegerabilifches 
faturnifche und Fünigliche / deßgleich en 
auch mineralifche Wurtzel gder Kraut ſe⸗ 
hen / Trifolinm aud) tool Lunaria Mondes 
Kraut genaavt/ocn Safft und Kern nimm 
Inur allein und wirff Die Huͤlſen weg. Li- 
jlius Der Philofophus faget: Es ſey ein Kraut 
"das heift Adrop oder Duncch / welches 
funden werde in dem Berg Balto in den 
„oeronenfifchen Gelbe / von melchen foiche 
Je rtzney wird. — Bahlius Valentinus in feinen 
jehenden Schlüffel / nennet den Dre des 
GBebirges Filictrum. | 
Is: Nodus Sophicus Enodatas. 


4, (bb) Undoiß haben die Philofophi auch 
„vol von den Bauern gelernet / welche 
leichſam mit einftimmen/ fagenbe : Daß 
j jieíe metallifche Form oder mineralifche 
Wurgelmüffe von ihrer Unart/ die fie von 
jifftigen Dünften empfangen / mehlich 
„jelcbeiden/ unb alsdann ber weiſſe mercus 
ali aliſche Lilien⸗Safft daraus gebreſſet wer⸗ 
it en / der ift fehr gart und flüchtig / derent⸗ 
il otgen in feinen Oberntheil zu fuchen und 
Mil ame ift azoc ober gluten Aquilae. 
un Nodus Sopkicus Enodatus, 


à 
PT 
1 

D 


Xn 
"| (bbb) Wie fie nut haben der Materiz 
k Nzebliche Namen geben / alſo geben ſie 
or Veranderung deß Grads halber noch 


A mehr 


1 


n 176 


mehr Namen. Cm erften Grad wird be 


ben fie wollen andeuten / daß er wachſt 


nen fices Miſt. Wanns Waſſer ift / 
























PANDORA; 


Stein genennet 7 Adrop Philoſophiſc 
Bley / Antimonium , &c. Sim anden 
Grad Philoſophiſch Waſſer / Philoſoph 
ſcher Mercurius, &c. Im dritten Grad 
Sal Alkali, Armoniacum noftrum , welche 
auch Cinis de cinere und Sulphur de fulphu 
re bennent wird. Daß bie Alten geſagt 
der Stein fen Dreper(ep : 9t[8 auß Krau 
tern / Thieren und Metallen / damirh 


ſterbe lebe / genehret und gekochet toerbi 
In Summa / nad) dem Eft-à fingiren fi 
allerley Namen. Was fofoirt / nenne 
fie Sal Armonisc, Wanns gefaͤulet iſt / ne 


kens Arm und Reich allenthalben. Wan 

weiß iſt / heiſt es Arſenicum, Lac virgini 
und alle weiſſe Namen. Wanns roth if 
heiſt es blutroth / Schwefel und dergle 
chen Farben. Sit es ſcharff / nenn 
mans vitriol, Alaun’ Salpeter / xe Sj 
der Stein im Waffer foloirt / nenn 
mans ein weiß lauffend Waſſer. Wa 

ſubtller uab weiſſer wird / heiſſet man t 
gut: Wanns roth it, heiſt es Feue 
Dannenhero ſagt der Philofophus Minoi 
Hann einer gefragt wuͤrde / warum 
roth waͤre worden / ehe es weiſſe Farb haͤ 
te empfangen / fo ſolte man antwortet 
daß es zweymal Schwartz / und zweym 
Aſchenfarb verwandlet werde / auch zwe 


| Oder Edelſt Gab Gottes. 

nal rothe Farb an fich nehme / und matt 
V 8aber zweyhmal die rothe Sarbempfangen/ 
vie rotber Wein unb Menfchenblut/nems 


Wich mad) der Patrefa&ion ober faul werden’ .. 
llo haben ed bít Aire den Drachen genen. 


Ti jet. 84 
ll à P ] » ui» 
T4. 
rg DEIN 


i) (bbbb) Diefes muß wegen beB begieriz 
en Leſers noch mehr erläutert werden / weil 
ey ven verſtaͤndigſten Philoſophis Die ma- 
iria vera: mit unterfchtedfichen tamen ge 


Mennet / und in Der That und arbeit eines 


ty alg Aqua vitz, Fons vite, Lac virginià 
" quila volitans, Rebis, Mercurius Philofo- 
norum ,' Vitriolum , - Sulphut Philofopho- 
qm, Menfchenforh/ Kinder Urin, Kalck/ 
i 5b; Seel / Geiſt / Tinctur, Medicin, 
IL otb/ Weiß / Grün / Hetmäphrodit, 
tl ( otl , : Elixit ; Avis Hertnetis j. Dvenech, 
nuraco, Ele&rum , Leo viridis, Kubeus und 


Wirglricben ungehliche Stamen mehr / welche 


did) alle zunennen verdrieffen-thut. 
d Incertus  Maserocofm, 


an! 


mel recht verſtanden / aber es ſchwebt Dir 
nEhberme trübe Woſcken für Deinen Augen, 
4 ift das feimfte Gold / aber nicht das n 


41 
chen Archeum ohne einige Gehuͤlffe ver 
J 24908. Kunfl 


S 
L| 


Pu dncertui? — Macrocoſm. 


m (bbbbh) Mereurius. Du haft gum 


an Schmeltz ⸗Ofen fein wird / jonvem - 
8 Dit Natur felbiten durch ihren Volca⸗ 


ay? 


17$ 


Kunft fugiet bat / auff ihre Weiß / 5d 
auß wird gezogen derfelbe Doppelte Me 

- €uríud/ wenn du Denfelben haft / fo difpi 
tire mie Deinem Abt und fprich : Aiolli 


- ein net Corpus. (c). - 


(Oo Rr imercfe fleiffig / T i Get 
- 88 ftecket bierinnen bie erfte Solution: u 
Auffloͤſung des rohen Eoͤrpers / zu mel 
ohne Mühe und Arbeit niemand wird 
weite Meer wil / der mug zuvor Durch 


in feinem eigenen Blute oder Spiritu, eil 
nen Waſſer oder fudore, qui fit de prof 




















-PANDOR%, 


L3 


ignis tibi fufhiciunt, 
Michael Sendivagim. 


3m andern unb dritten / wi | 
gehabt / wie bie Gorper foloie: 
ober entloft werden in Queckſilb 
der Dpilofopben s das ift / ín ox 
Waſſer unfere Nereupts und oil 


Achtung auff feine Mede / dei 


langen Fönnen. Denn wer in dag gro 


ec Waſſerfluͤß hindurch Eommen / m 
Feine Aufflöfung anders gefchehen ſoll / d 


sun natura. J 
Nodus Sopbicus Enod. al 


(ec): Quando lap:s hofter ef in vele. 
fito , & materia fentit Solem noftrum , ‚a 
continenti folyitur in aquam , ita quodkf 

e EN / € n 


















| I Oder Edelſt Gab Gottes. 


uod mareria-nottra afcendit per fumum & 


ſtea videntes iftam materíam defcende:e 


int incordibus eorum, fecunda fublimatio, 
"em videntes talem afcenfionem & defcen- 
Jonem fe convertere in.aquam , dixerunt 


lus, Et hzc videntes infpiffari, & ad tet- 
lim nigram converti, & ifta infpiffatio fta- 
flat in principio fuper aquam, & fic dimit- 
pndo paulatim inipiflando videte terram 
übmergi in aquam, & ftare. in fundo fub 
qua, quz terra erat nigra & fzculenta , x» 
jimarunt in cordibus eorum quod i(ta ope- 
Mio vocaretur putrefactio; quise quintus 
odus. tern adhuc pauló plusvidentts ter- 
nigram & fzculentam (lando fub aqua 


‚ocarunt ablutionem. — Unde quidem dicit 
i Aorienus : ſcias quod torum mägifterium 
on eſt aliud quam extractio aqui à tetra, & 
Jj um hoc fextus modus, qui eſt coagulatio, 
s P Adhuc plus videntes, totum ftare fubtus a- 
jg uam, & crelcere, & aquam diminui pro- 


eadir in altum uíque ad caput vafis, & po». 
ea defcendit ad profundum vafis. Er fcias | 
lentum , & Philofophi videntes iftam mate- 
‚Jam alcendere & defcendere, fecerunt con⸗ 
allium inter fe quomodo nominarent itas 

perationes , & fuit opinio eorum , illud - 
ilfuod afcendit nominetur prima fublimatio, 


1 fundum, & vertebat fe fa aquam , xima. - 


'uod ibi effet diftillatio, qu& e& tertius mo- 


fet longum tempus dimittere in fole aoſtro 
olorem nigrum & fatorem malum quem 


m. Mai pie 


179 


^. 380 


'omnes quod hac erat creatio. perfeGta, & 


. deficcatar, &in terram vertitur tota materio 


«ebat fe ad folam fubftantiam quod non flue 
bat; imò ftabat ftria, videntes hoc, dixe 


coagulate & habebitis totam operationem 8 


.. majorem .deco&ionem , dealbatam perfe 


^ PANDORA,. 


pter deco&ionem temperatam ,. dixeru 























fic erat principium novum, — Unde Philofo 
phus dixit , quod aqua cum terra ceratur & 
imbibitur, & per temperatam decoctionen 


Unde dicit Philofophus ; quod hzc eft vi 
cjus integra , fi verfa fuerit in terram, & hi! 
eít feptimus modus. Item adhuc vidente 

uod tota materia fiebat terra, & quod r: du 


runt quod hoc totum erat ; propterea quo 
Plato dixit? Solvite lapidem noftrum, & coa! 
gulate poftea, id ek, vertite in terram, 8 
hoc cum magna cautela , & habes quafi to) 
tum magiíterium, & hice(t oQavus modu 
appellatus, Unde quidem dixit Plato ; Ac 
cipite lapidem noftrum in tabulas tenues, & 
ponite in vale noftro firmiter claufo, & a 
fate igne leni donec confringatur, Poíte| 
coquite ad colerem Solis donec coaguletur 
Etícias quod totum magiſterium nihilaliud ef 
quam facere folutionem perfedam,& coagu 
Jationem, Unde dixit Philofophus, Solvite 8 


artem, Et adhuc plus videntes nofttam ma’ 
teríam coagulatam , & infpiffatam proptel 


ctè, & deficcatam , cujus albedo erat fupei 
omnes albedines, z(timabant materiam effe 
calcinatam. Et dixernnt intra fe, quomo: 

T | > wd 


' A 


Eder Edelſt Gab GOttes. 
















dam, videntes hoc totum, dixerunt quod ef. 
y ] . . * d p^ ^ " 

et perfecta calcinatio, ideo vocárunt iftum 

modum calcinationem, qui eft,..... modus, 


adjun&ione füblimati fpiritus, totiens lucra- 


jjum enim corpus tuum allevias , in tantum 
melius valebit. Et fic pofles projicere fuper 
gentem & centum fuper mille, & mille ſu- 
ver decem millia, & decem millia fuper 
entum mille millia,& mille millia fuper infini- 
a millia, Vide ergo quz diximus quoniam 


lid. componenduin fulphur album & rubeum 
ifficiat, , 
| "Albertus Magnus. 


| Sym vierdten wird gehabt die Pu- 


)Jfopben / die nie ift gejehen wor⸗ 


aunt Sulphur , der Schivefel. Im 
"'ünfren wird gehabt / wie ver groß 
?t oder mehrer Theil biefes Waſ⸗ 
‚8 worden ift ein ſchwartz Erdte 
Sich / und trußechtig/ von welchen 
«lle Philofoppireden. Sm fechften 
rd gehabt /wie dig ſchwartz rote 


— — 


$5. oen 


N: 


(do nominabimus. itum nobilifimum mo- - 


„Nam quoties fublimas aliquod corpus.cum 


ipere in proje&ione mille partes, In quan- 


pmnia funt neceffaria laude, Hoc quidem - 


retadtion , ober Faͤulung der Phi⸗ 


"ibt im Anfang ftund auff oder ob — 
T Rd 


18r. 


Geſchirrs Im firbenden wird g 


- Oleum Philofophorum. Im achte 


in oer fchmerge/und fid) berecibet m 


unb —* Farb " einen in d | 


















PANDORA, | 
prm Waffer/ und nad une na 
hinunter gefahren ift in Boden de 


babt/ wie dig Erdtrich auffentlöfti 
in 2Gaffer wiederuminder S arb bc 
Dig / und bann fo wird es genenn 


wird gehabt /mieder Trac wordei 
feinem Mercurio / und fid) felbft geti 


Schwertze. Im zehenden wird ge 
habt / wie die ſchwartzen Nebel / DU 


giengen. Im eilfften wird gehabt 
wie diefe Afchen worden ift alla 
weiſſeſt wie ein Marmol aligende 
und das T bas Elerir au beni m " 
e 


Oder Edelſt Gab Gottes. 















smolfften wird gehabt / wie dieſe 


nende röthe / wie ein Rubin / und 
j iſt das Elexir zu der. Rothe, 


das ganze Werck / fo life de pate 
fmpatem(a) o0 


1) Ec tzdeat attificem huic libro fzpius 
'.. * Nftudere, & ex eo verum intelle&um 


lcreté gerere, perpetuzque memoriz com- 
oy mendare , poftea operari, | 

. „Non enim folum per libros ipfam conve- 
"nit indagare , quia qui per libros ipfam fo- 
lum fequitur, tardiffime eam inveniet, éo 
,quod libri iftius feientiz non funt fcripti ad 
doctrinam ipfius , (icut libri aliarum fcientia- 


Ícientiz , quia fcripti funt fübocculte, & di- 
jverfis znigmatibus , metaphorice & figura- 


cognoícatur & tradatur, quod hzc fcientia 
ef vera & omnino certa : unde nullus Phi- 
'lofophorum unquam hane fcientiam fcripfit, 
"Wt e(t, fed tantum alliciunt artifices ad ip- 
fam indagandam & inquirendam : quidam 
autem ipforum minus clare, quidam magis 
,' 9€culte, sunquam autem magis manifefte,. 
dncertus, 


T 00804. 07 Ge 


f 


fen / und die Frucht ift Afchen. Im _ 
weiſſe ift verkehrt in ein durchfchei- - 


1b wann du wilt wohl verfiehen 


Vextraherei Et extra&um in corde fuo fe- 


irum, fed funt tantum quantum figurz ipſus 


te, . Et hoc totum ne per ipfos vere fciatur, | 


183 


bab diefe Ding alle geleben / bi 


daß er mir Gnad verleibe, bi] 
| tone End gu ſehen. (b) 


 gottlícbe Werck gemacht fep wor 


€) Asse: e died Aliffmi, & & 
















 .PANDOR A, 


So tvírftu fepen cousberbabrli 
che Ding m unferen Zagen. ; Id 


auf den Löwen: Ich bitte GOtt 


C) IN Une autem hzc verba i in tuo animi 
fige : fcilicet ,. quod- ea combat 
fiat fanguis fimul ad latera. vafis, Leo au 
tem viridis (emperin medio manét , quous: 
qne cx toto fit interfectus. Quapropter nl 
hil aliud tibi commendo Fili : ni(i ı aquam no 
flram , & zs noftrum coquere, donec pau 
latim comburendo interficiatur ; quousque 
ejus color mutetur ; & à fua nigredie p 
Yer, 


 Arneldas de * Nova, 


Yon dem Arüoldo de Villa Nod | 
obn welchen (db nicht alaub/baf tig 


den: und wann ers nicht geſehen 
und getafterhätte / fo Hätte erg 
nich: koͤnnen fihreiben/ (iod) abmah⸗ 
len fo půnctlich 


aifi Deus per I Big bonum vel) 
ami^| 

















nicum revelaverit.difhcile cognofcitur, Nam 
jon omnes Gebri, nonomines Lullij effe pof- 
jamus, 'Erlieet Lullius Vir fobtilis ingenii 
y lit, timen (iab Arnoldo artem rion. acce- 

liffet, ceite (milis fuiffet aliis qui illam cum 
lifficultate inquirunt, fiquidem & Arnoldus 
; ? amico uM confitetur, 


amd nothivendige Ding gefagt in 
een Werft; dann es find etliche 
"ffe fid) nicht ziemen den Menfchen 

Afageu/ ‚doc habichs geichrieben 
nd abgcinab!et biB zum End/oder 
rfuͤllung/ 5 ichs N geſe⸗ 
en me a 


hancar tem per firnilitudines&allegos 
i. deferiberent, una riaditur paffim 
!Itio univerfalis , ne infipientibus, indodis, & 

hpiis patcfieret, & ne indigni incontemtu 
türz tanto theſauro patirentur, particula- 


ducit auctor viæ vnivetſalis: Ne cognof- 


e & dubitatione. homin um animi coerce- 
tur, multo plures fefe nexibus indiſſolubi. 
B Eg ren SL. , libus 


Oder Edelſt Gab Gottes. 


. Michael Mayer, 
ni bna hab nicht affe erſcheinende 


)f^QUi4 autem. moverit Tv da ut 


n vero invenio caulas duodecim :. primam 


tut & fciatur qvod hac fcientia fit vera & . 
(nnino certa. Er profe cto niſi ea incertitu- . 


18$ 


186 


libus hujus artis intricarent, avari prafertii 


"Ut attribuerent illam Deo gloriofo, ut rey 


factot hoc lapide habito illicita ageret, 


 lofophorum Deum: timentes, nontam fübli 


. quosDeus docuit librum velatum componer; 
, & fapientum tra&tatus. in eo fcribere, Sexta! 


* bent vellem enodare, nullus ultra prudent 
locus * sum inhpi piens fspienti gquarete 






















PA NDOR A, | 


& atrogantes,quique dominandi .libidine & 
]luant, Secundam allegat Hamuel in Senior. 


la:et illam cui vellet, & prohiberetà. quo ve 
ler, Hinc Geber, Ars noftra in potentia. d 
vina fervatur & cui vult elargitur, & fubtrahi 
Et Morienes, Scirete convenit, quod 1 
gitterium nihilaliud eft. ni fecretum & a 

canum Dei Gloriofi. Tertia. defcribitur 28 
Hermete, ne mali potentes fiant ad pecc 
ta perpetranda. Età Rofino, ne quis mal 


ad fuum effet detrimentum, Quarr; inven 
tur apud eundem Hermetem, ne videlic 
Philofophi cogerentur teddere ratioriem 
lorum, quz mali inique agerent hujus am 
fiducia. Quintam tradit Pythagoras in Tu 
ba. Hoc Deus à populo calavit, ne mund 
devaftaretur. Er Alphidius, Quidam P 


me & pretiofum hoc arcanum habueru 
imó opus fuum manifete fcribere volu 
runt, fed expavelcebant hocagere, eo quc 
mundum deleret, & plantandi, ferendi & 
randi opüs periret, | Petierunt ergo à Dei 
utexhoc mundo fe extraheret impunito 


reddit R.hafis, Si omnia, inquit, prout fe j 


| Oder Edelſt Gab GOttes. 
ü | pauper diviti, nec fub,circulo lunari quis» 
"iam mortelium in+diarum defleret angu- 
las, Seprimadari potett, ut .anusquifque 
! ipiens cum fumma dfligentia & maximo (la- 


U caram habea, & abfcondat, & immörta- 
"As gratias agat Deo creatori, Sic enim Au- 
LM Diagoli naturz & fil. phil. Multum ob- 
\figamur Philofophis, qui hanc fcientiam tali- 
"Ser nobis tradiderunt, ut eam acquirende 
"autos atque fubüles, imó & Dco magis de- 
Motos redderent, Octava, quod timerent 
"Fnaledi&iones &anathemata veterum. Sic e- 


"Sim Mireris: Philofophi hoc celaverunt, 


"Dt nulo modo narrare ‘przfamferunt, qui 
"pEceptis, malediGionibus, & anathemati- 
"ationibusid prohibucre, hoc itaque paten- 
iſſima demon&ratione exponere proutcrea- 
"Buratitneo. Et Jo, Rupefciffa, Philofophi 
ibus magißerium fuit revelatum conjurati 
^ unt horribili maledi&ione Dei, ne ulli homi- 


"ium hoc divinum opus apertis verbis decla- 


"Parent, ne ad manus pravorum devehiret, 
Mt Lullius. fflad .fecretum | nulli hominum 
Warnalirevelare expedit, quia mal«di&us erit 
et tanti fecreti manifeftationem, quia ne- 
7 nin! revelare licet nifi foli Deo. Ipfe enim 
i^ ^ui vult, & quibus intereft revelari, illis re- 
C'*elabit, Nona invenitur in fine Turba. 
ir Jbificait, Nifi nomina multiplicarentur in 
t hac arte, fapientiam noftram pueri. deride- 
"ent, Decima traditur ibidem, SiReges 


llo fcientiam invenerit, magis eam diligat, 


| 197 


188 


pauperes devenire, Undecimam docet Mur 
» düsin eadem Turba, S1. vendirores han 




















PANDOR A 


& principes eam fcirent,non permitterent. 


mineram agnofcerent non venderent eai 

tam vili pretio,  Duodecima eſt invidi: 
Unde Rofiaüus, Dei judicium eft hoc fecre 

tum invenientes invidiam invenire. Idem, Ne 

mo inveniens hoc arcanum caret invidia, nam 

fa&um vellet, qued nemo alius fciret, No; 

quod invideant bonis & fapientibus, ver 

igoaris & vitiofis, ut inquic Hermes, ^ 

Geber, Si hanc fcientiam palliavimus no 
miretur do&rinz filius, non enim illi. palli 

vimus, fed malis & improbis ; eam tali fer 
mone tradidimus, quem latere infipienten 
neceflario accidet,& eodem ad iilius inventio 
pis perquifitionem prudentes allicio, Alio 
.quin nifi rationibus & juftis de caufis Philo 
fophi deterrentur, licenter & aperté opus la: 
pidis defcriberent, cum fapientis proprium 
fit docere poffe & velle, prout. ex Alphidi | 
fupra allegato patet &c. 4 
Theobaldus de —— 7 


Ich weiß daß das Werck vo 
Nothwendigkeit komme zu cine 
ſolchen Natur. (b) | 


(ET jam fcias, Fili, qubd —— rubeus 
tibiapparuerit poft nigredinem, pro- 


ne. hoc non utes; dummodo vas fii bene 
claa- 





| Oder Edelſt Gab Gottes. 




















iam perveniat naturam, Hoc eft argentum 
Tivum occident.;le, quod pratulitfe auro, & 


Fit: quia efl pater mirabilium omniuw, 
„N | Arnoldus de Vılla Nova, 


I Und ich weiß daß nie gefehen ift 
Jporben ein fold) Werck / alfo abge: 
Nahlet und Befrhrieben/ unb mit 
Iinen Autoritäten oder uhrheblis 
iben Sprüchen beiwährt. (c) 


afe daß fic) bie Alten beflieſſen / 
u AD vic Bereitung des Steins zu be» 
Hreiben / unter De" Weiſe Der diflillation. 
ila Weine und feines Gieifte8/ welche in 
ir Arbeit einander faſt gleichförmig/dann 
tlich haben fie gefebrt/ aug. dem Wein 
machen feinen fpiritum. ohne frembde 
legma zu überfommen / Der dann nod) 
hut zu Tag bep ben gemeinen Artiſten 
irrechte und wahre geheime foiritus und 
Meift des Weines fepn und heiffen muß/ 
ill Doch mit der Warheit dar zuthun / uñ mit 
ſchwinder Proba Fan ‚bereißlich darge⸗ 
acht werden / daß folcher vermeinter Wein⸗ 
Arift nod) viel unſichtbare Waͤſſerig keit 
Jempfindlicher weiſe/ welche nichts ans: 
'$ als fein vegetabilifcher Mercurins iſt / 
ſich hat; dann oct feurige Geiſt des 
—— Weins 


Jaulum ; quia de-neceffitate oportet, ur ad 


Intit illud: & illud quod occidit vivere fa-- 


189 


198 


Weins iſt dasrechte (euer. und Seele be 


Weiß / die Arbeit und Practica unter pit 


mifle und gar lerne von einem Mei 


- yidetur hac talis compofitio lapidis in $i] 


















DORA 


Weins. Nun hat ein jeder ſulphur feiner 
anfaͤnglichen Mercurium in ſich verborgen 
wiewohl die vegetabilia nach ihrer bI | 
bit animalia quc) nach ihrer Art/ alſo auch 
Dit mineralia nach ihrer Eigeniſchafft. 

Bafilius Valentınms 


(c:) Sonden ed iſt mur Parabol 


fer Bereitung etlicher maffen begriffen un 
angezeigt worden; Gleichwie aber jetz 
vom Wein gelehret worden / alfo fan auch 
gleicher Geſtalt durch einen gantz kurtze 
Weg unfer Gold (nicht das gemeine, for 
bern das je&t nemlich angezeiget/) aufgeld 
fet/ zertrennet / geſcheiden und in feinen er 
ſten Anfang gebracht werden. Vid. Min 
ralogia fup. citat, und 4tvar Die vierdte A 
merdung über das Ander Capitel Def 
€rften Theile. RE 


Dann es iff gar unmöglich 4 
wiſſen / es ſeye dann daß man ef 


- 


fter ders einen febre. (d). 
(4) Gt codem modo dicimos,inbocog 1 


divino, quianec ex parte naturz tai d 
tüm, necartis miniftrantis, juvintis naturat 


L3 


Oder Edelſt Gab GOttes. 




















Wirleveret: fed potius in diviaa potentia re⸗ 
Wrvari videtur hoc, mediante cognitione . 
Buhcis: ergo quàmdifficile quam occultum, . 
(Bram mirabile; quàm arduum ef exittiman- 
um , hunc punctum artificemattingere pof- — 
*? Dehoc autem mirabile verbum. dixit . 
ocrates, fcil quod. virtus fupra virtutes; exi- 
lens, éft resimpoffibiles redigere ad poifibi-- 
Wem facilitatem pr&clare, Rectè ergo dicen: 
iffum, hoc opus efle divinum, & fécretum di- 


yia informat fupra noftrum íntelle&um, & ul-. 
ifa noftram cognitioriem, . quali fupra natu- 
m: fic in hoc opere accidere videtur, - 


W.apidem , noftrum & cegnofcunt, fed neſci⸗ 


‚em, nihil valeret , nifi etiam fcirent opera- 
ionem cjus, Operatio autem non poteft 
«iri, nifiper maximum donum Dei , vel per 
5 voluntate divina derivatur. | Acad 
mmn Laurentius Ventura, 


«ip eractátiein fo viel natürlichellifachen eina 
Mfübrt / daß cin begieriger und gotisfuürch⸗ 


i leben koͤnne / mag ich durch Goͤttlichen 


Iberis fieri poffe, ut. fuper. ignem perpetuo. — 


iBinum, & fupra.batutam: & ficut forwati- 


: B Margarita Preciofa, 
J| (dd) Et in libro Saturni : Multi habent- 


ot ejus virtutem, Et fi fcirent ejus virtu-- 
lo&tinam peritiffimi magiftti, Et totum id 


| (aao) Ich babe bey neben in dieſen zwoͤlff 


Ager Leſer deſto leichter alles das jenige ver⸗ 


T "r7 QU. 


191 





92 


der Natur / dieſe Kunſt zu ish fi 


| OO eem RR dubito: qui Celf " 
"cam & humidam, ex Phi lofoph arum: tibri 
ca multo onere affiduoque labore diffi ulte 
| preciofi ifimus Mercurius. vite acquiratur| 


..'Modó veró Deo favente | propius ſcopum at. 
tigi, de quo Kex Geber in.fua funnätelta 


| poris prolongatione excufamür, nam tante 
labore nunc. non opus eft , & his molefii: 


















PANDOR A; 
Stegen mit meinen Augen gefehen / um 
mit meinen Händen ohne eınigen Falfı 
oder Berrug gemacht habe / Dann es ohr 
möglich ohne: Liecht und Erkantnu 


tiederfahre dann einem. durch. örtlich 


Offenbahrung / oder.eineg- getreuen Freun 
des — 


Und weiß daß 1l i der at 
lengſt Weg⸗ —— 
do veſtra duplicem viam fcilicet: fic 
animadvertetit, & edidicerit, cam. in via fic! 


folvendo & coagulando,i in prima operatione 


tur, Unica eit perfe&a via qua relevam ug 
à tantis laboribus & oneribus folurionum!& 
coagulationum, "In via humida à tàm mo. 
lettis laboribus. & in prima operatione tem; 


carere. poffumus. NB. fcd ne quid nimis, 
— | 


(ee) u 





















| ©Oder Edelſt Gab Gottes. 
(ee) Zulegt mercke Daß oie Philoſophi 
ween 2Gegegebabt + Den naffen Weg / 
Welchen ich gebraucht habe / Darnach den 
Frocknen Weg: Damit muft du auch philo- 
lophicé handeln / daß Du Den Mercurium 
‚Philofophorum wol purgiereſt / unb Mer- 
irium durch Mercurium macheſt / dein Sal 
hilofophicum und fermentum, vel Sulphur 
BPhilofophorum , zuſetzeſt und procedireft 
nit Dem / wie vorgemelot/ fo haft bu der 
Reifen Magnet / hoc eft Mercurium Pbi- 
Fofophorum: Zum dritten dad es Herme- 
is Oder Sulphur Philofopborum, — 
li. Baſilius Valentinus. 


Lo (eee) Diß fang ichnun von Grund 
meines Hertzens durch den Wald bitu 
urch / daß es allenthalben erfchalltes und 
ie Berg mir die legte Wort repetirten biß 
1d) endlich eine (cbóne grüne Heyden ere 
then: Dahin ich mich aufi dem Wald be» 
jeben. Auff diefer Heyden ftunden drey 
obe fihöne Cedern Baͤum welche umb 
brer breiten toillen/ einen herzlichen und 
twünfchten Schatten gegeben / deſſen ich 
mich höchlich erfreuet : dann ob ich wol 
10d) nicht weit gangen/ machte mich ood) 
208 grofje Verlangen fchier muͤde / deßwe⸗ 
41 Jt ic) oen. Bäumen zugeeylet / darunter 


- Doinju Fame / erfihe ich ein Täfelein / fo an 


in wenig zu ruben. Wie ich aber näher - 


‚em einen Daum gehefftet  auff welches’ 
9t bà 


193 


194 
























"PANDORA, 
da ichs nachmahlen geleſen nachfolgende 
Wort / mit sierlichen Buchftaben gefchrie‘ 
ſchrieben getvefen : | t 
Hofpesfalve: fiquid tibi forfitan de nupti 
is Regis auditum, — Verba hzc perpendell 
Quatuor viarum optiones per nostibi fpon-] | 
Jus offert,per quas omnes, modó non in deviat! ; 
delabaris ad Regiam. ejus aulam pervenire 
poſſis. Prima brevis e(t, fed periculofa, & 
quztein varios fcopulos deducit, ex quibu 
vix te expedire licebit, Altera longior , quz 
eircumducet te, non abducet , plana ea eſt 
& facilis, fi te Magnetis auxilio , neque ad 
dextrum , neque finifirum | abduci. patieris; 
Tertia veré Regia eft, quz per varias Regie} 
no&ridelicias & ſpectecula viam tibi reddet 
jucundam, — Sed quod vix millefimo hade 
nus obtigit, Per quartamnemini hominu 
licebit ad Regiam pervenire , utpote, quæ 
coníumens, & nonnificorporibus incorru 
ptibilibus convenienseft, Elige nunc ex tri- 
bus quam velis, & in ea conftans permane, d 
Scito autem quamcunque ingreilus fueris , ab 
immutabili Fato tibi ita deftinatum , nec nifi 
«um maximo vitz periculo regredi fas effe, 8i 
Hæc funt qua te ícivife voluimus ; fedi 
heus cave ignores ,- quante cum periculoff 
te huic viz commiferis : nam te vel mi- 
nimi deli&i contra Regis noflrilegesno&i ob- 
noxium : quzfo dum adhuc licet per eandemid 
viam, quá acceffifti; domumte confer quàm 
citiſſimẽ. 4 
Co] 


= 


— Oder Edelſt Gab Gottes. 
- Go bald id) nun dieſe Schrift gelefen/ 
war mir fchon alle Freud dahin / unb ber 
‚ich zuvor frölich gefungen fieng nun an ins 
Hniglich zu weinen : bann id) fahe gleichwol 
halle drey Weg / vor mir/ und wuſte aud) 
"daß mirnach der Zeit erlaubt todre/ mir 

einen Weg zuermehlen. - Noch beforget 
t'íf)/ da ich auff den Steinigen und Fel⸗ 
Kfigen ABeg Fäme möchte ich jaͤmmerlich 
wu tobt fallen: Oder da mir der lange Weg 
wurde / koͤnte ich entweders durch Abweg 
dverirren / oder ſonſten auff der weiten 
ANeiß bleiben: So dorffte ich auch nieht 
hoffen / daß unter taufent ich eben ber ſeyn 
Mfoltes der ven Königlichen Weg ermehlte. 
ie Den vierten fabe ich ‚gleichwohl vor mir / 
le aber er war mit Feuer und Dampff ders 

unmaften umbgeben / daß ich bey weitem 
nicht hinzu nahen doͤrffte. Bedachte mich 
uafo bi und ber / ob Ich wieder umFebren/ 
"sper der Wege einen für mich nehmen fole 
a Meine Unwuͤrdigkeit bedacht ich mol/ 
‚Daber mic) tröfter allegeit ber Traumy da ich 
auf oem Thurn eriediget worden/ und 
leorffte mich Doch nicht Fecklich auff einen 






Ádi&raum verlaffen/ deßwegen ich mich bann: 


al o fang bin und wieder befonnen/ bip mir 
ao gro(jer Mattigfeit wegen der Hun⸗ 
jeh er und Durft in Bauch Fommen. — Dee 
xdbotgen ich bald mein Brot herfuͤrgezogen / 
amd auffaefdnitten) melcheseine Schnee 
Ieiffe Taub / fo auffdem Saum gefeffen 

Pa deren 


195 


196 





















"PAND ORA, 


deren ich nicht wahr genommen / erſehen⸗ 
und deßwegen eilleic)t ihrer Gewohnheit 
nach herab gemacht / und ju mir gar heimlich 
fich begeben / deren ich dann mein Speiß 
gern mitgetheilt: Die e8 auch angenomal! 
men, und alfo durch ihr ſchoͤne / mich wieder 
ein wenig erquickt-: So bald es aber iig 
Reind ein ſchwartzer Rab erfehen / ift exu 
gleich auff bie Taub zugefchoffen / und! 
gleichwol meiner nicht begehrt / fonberm 
der Tauben das ihre nehmen wollen / Die 
fid) anders nicht bann mit fliehen erebreng) 
Fönnen. Seindt deßmegen mit einanden 
Mittagmwerts zu geflogen / melcheg mi 
bann dermaflen erzürnet und betruͤbt vafitii 
ich auß Unbedacht den [ofen Naben nach 
eylt / und alfo wieder meinen Willen / fa 
einer Ackerlaͤnge weit / in. der verzeichneten 
eg einengeloffen/ und alfo ven Raben 
vertrieben’ Die Tauben aber erlöft. AU 
fererft mercket ich was ich unbefonnen geät 
handelt / und daß ich allbereit auff einen Weg 
kommen / darvonich nicht wieder ( bep gt, 
fahr groſſer Straff) weichen doͤrffte. Und 
wiewohl ich mich noch etlicher maſſen haͤt 
te troͤſten koͤnnen / war mir doch das aller 
meiſt / daß id) mein Saͤcklein und rob 
bey oem Baum gelaſſen und es nimmen 
holen funote. ‘Dann fo bald ich mich 
umbfehret/ war mir ein fo groffer Wind 
fo ſtarck zu wieder / daß er mich leichtlich 
fellet / gieng ich dann zu bem Weg EC 
C 













|. Oder f£ocdl(i Gab Gottes. 

Mo mercket ich gan& unb gar nichts: Darauf 
ſich leichtlich ſchlieſſen Fönnen / e8 würde 
ihmir dag Leben Foften/ da ich mich folte 
wieder den Wind legen. Nahm deßwegen 
mein Creutz gedultig auff mich/ macht mich 
ipauff die Fuͤß / und gedachte/ weil e8 je ſeyn 
mufte/ mölle ich dahin arbeiten / daß ich 
vor Tracht Eönte dahin Fonemen, Wie 
Wwohl fid) nun manch fcheinlicher Abweg 
nherzeiget / wiſchet ich Doch allmegmit mei: 
mem Compafs berauf/ unb wolte von der 
Mittaglini um kein Schrittnicht weichen/ 
Awiewol per Weg manchmal fo rauch und 
ungebant gemefen / DaB ich nicht wenig 
ibob ibm gezweiftele 7 auff folchem Weg ge- 
dacht ich ftetigs an die Taube und Naben/ 
Bund Fund esdochnicht erfpeculieren: Biß 
alich entlich auffeinem hohen Bergemfchön 
MPortal vonmeitemerfehen/ dem ich dann 
ungeacht e8 mir weit / weit ab dem Weg 
var / zugeeilt / weil allbereit die Sonn ſich 
unter bie Berg verborgen / und ich ſonſten 
bey weitem noch kein bleibende Stadt er⸗ 
ſehen koͤnnen / und das zwar ſchreib ich al⸗ 
ein GOtt zu / der mich wol haͤtte koͤnnen 
"Ruff ſolchem Weg fort gehen laſſen / und 
mir die Augen verhalten moͤgen / daB id) 
Jolche Port hätte Eónnen Äbergaffen: Der 
Meylte ich nun tie gefagt 7 heftig zu / Die 
ipid) dann noch bep folcher Tag⸗Zeit erreis 
d N3 chet / 


M 
| 

[ 
I 


| 


\ 


197 


198 









PANDORA- 
cet / daß ich fie dannoch nach aller 9?otf. 
durff befeben Fönnen. Bi 

€briftiani Rofencreus/ Chymifche 
Hochzeit. |" 


Derhalben fo find Gedult und! 
fecil nothwendig in unfer. Meiſter 
(rbafft / Vale falix. Biß gluͤckhaff 
fig. Ct) 


(DNJO^ accedat autem ad ipfam inda- 
gandam artifex groflo ingenio, & du4f. 
to repletus , nec avarus, nec fumptibusf 
parcens , vel expenfis , nec vir duplex, 
omnino variabilis à propofito , nec nie 
mis feftinus, nec infirmus, jaut jimpo-f 
tens. manib.ıs vel oculis, aut nimis antiquut 
nec ità pauper , ut habere poffit unde banc 
fumptuofam fcientiam indagare poffit : fed 
potius fit doctrine filius, vir fubtilifimo in⸗ 
genio decoratus , fufhcienter locuples, lar» 
gus, fanus, firmus in propofito , patiens & 
mitis, temperatus, & fufficienter (uis mem- 
bris & organis bene difpofitus & ordina- 
aus, N 
Incertus, 
(Ff). Patientia & mora funt neceflaria, ut 
ex prolixitate coquendi. vincat/aqua pugnam 
ignis levi decadione, I 
Benedictus. 


(Doer Edelſt Gab Gottes: 
|- €s find etliche tolle Thoren und 
Blinde / die da ſagen fie fonnen ma» 
hen] daS Aurum potabile/ Oder 
trinck lich Gold von oder aug dem 
gemeinen Gold / und glauben auch / 


















iau heilen alle Kranckheiten. (2) 
| (2) AU man nun das rechte Subjetum, 


RE vel veras radices auri potabilis ges 
funden / welche auf vorgemeldtem Diſcurs 
ichtlich zu erkennen ſeynd / und man in⸗ 
gen werden foll Daß nicht zur præparation 
und folutioaauri potabilis Da corpus auri, 


continet verum illud medicinale Elementum 
Tgnis, omnia vincens & penetrans, darzu 
jenommenmerdenfoll / aufdaß bie pri» 
orbialifdye effentiz & virtutes folis, cum 
volore & odore fich in Der D peration ergei- 
jenund vonihme geben mögen / unb bero 
ifo verfichere ſeynd / mag der Artifi wol⸗ 
jemutb ad reliqua ſchreiten und ber Phis 
oſophiſchen folution, als ein qualifieirter 
Jo&tinz fiiius tn Gottes Nahmen treulich 
uſetzen / wie mit troͤſtlicher Verſicherung / 
itin (abor uñ expens werde ihme tauſendfalt 
"Demunerirt mit allem Nutzen wieder iu 
Daufe kommen. 
Avonymus. 


NA (a) Alſo 


daß esfaftgur und allerbeft ſeye / 


Tonbtrn dag primum Ens auri, quod & in fe 


199 


20€ 
























^ PANDORA, 


(a2) Alfo wirdwonden Ehnmiften / ind 
Wiedergebaͤhrung der Metall unrecht 
procedirt/jie folviren Die metallifchen Coͤr 
per/ es (tpe Mecurius, Gold/ Saturnus 
oder Luna/ und corrodiren daffelb mi 
agnaforten/undanderen untüchtigen Sa 
den; die zur Kunft nicht gebören / mile 
fchens nachmalen zufammen unb! fochenh 
mit einander/bedencken aber nicht/ / daß auß 
einem zerftäckten menfchlichen Leib Fei 
Menſch gezeuget wirds dieweil Der Geftalt 
pes Menſchen Berderbung und des Saa 
mens Zerfiöhrung vorhergangen, Kin 
jedwedes Ding wırd wieMann und Weib 
germehrer/ wie ich in dem Tractat vo 

weyerley Materi gemeldet habe: Die 


oder bringet nichts herfuͤr fondern mann 
fie beyde gebührlich zufammen gethe 
werden/ fo bringets ein neue Form ode 
Geftalt berfür : So müffen demnach 
Spermata oder Saamen/ und nicht Córpemi 
ein lebendigen Mann und ein lebendiged 
Weib / biefe thue jufammen/ daß fie unter 
einander felbften einSpermaeinbilden/ / daß 
(ie die Srucht ihrer Natur herfuͤrbringen 
Dann Fein fterblicher Menfch auf Erde 
darff ihme einbilden/ daß er die erfteund 
primam Materiam machen fóngen : Die 
erfte Materi des Menfchen ift. Erde und 
Tan Fein Menſch auß derfelben einen [^ | 


















| Od« Edelſt Gab Gottes. 
je machen GOtt allein Fan daffelbige: 
N ber auf der zweyten Materi / welche allbes 
seit erfchaffen iſt wann diefelbe in einen ges 
Ih oͤrigen Orth gethan wird / kan gar leicht 
urch Wuͤrckung ver Natur / das jenige ge⸗ 
iget werden / welcher Natur ber. Saa⸗ 
en iſt. Der Kuͤnſtler machet hier nichts/ 
lein daß er wiſſe das ſubtile von dem 
i » igen ober groben abzufondern und in 
ni 1 Sefchirr zuhun / dann das ift in acht 
ilumebmen/ wie ein Ding angefangen wird / 
fo wird es auch geendet: Aus einem 
erden zwey / unb auf zweyen eins / und 
ili tmeiter. 
N) 
: ü 


: unt find aud) etliche Aertzte / ote 
die Ducaten laflen fieden in 
| li Baffer, fagende /daß diß das al 
jrbeft fepe zubeilen/ fo es doch gat 
5 Widerſpiel ift 7 mit Urlaub 
lor ihren Ehren zufagen: Es ift 
m nicht Aurum porabile, noch 
iud bag big Wafler gut feye zu 
heilen bann weder das gemein 
i ‚Bold nod) ander Metall find gut 
uheilen / fondern vielmehr boB/ 
Remlich zu trinken. Ich fag aber 
ol -— (8 — iſt Aertz⸗ 
neyen 


Michael Sendivogins. 


201 


202 


(worinn der lebende webende Geiſt / unten 






















PANDORA,: | 
neyen zu Fauffen/ und den Aertzte 
zubezahlen. Es iff aud) wahrl! 
daß es gutift/ haben einen STapff 
oder Schuͤſſel Vol Ducaten/ und 
denfelben zeigen einem Krancken 
dann es iſt faſt nug und qut Sol 
zu (eben. Aber das wahre Aucun 
porabile, oder tríncflíd) Hold if 
nicht fichtbarlich / fondern frafftig 
glich und maͤchtiglich: Welches din 
aroffer Argney iſt dieda hinmed 
tbut und vertreibt affe Uberfluͤſſig 
feiten; als wohl der menſchliche 
Leiben und Coͤrpern als der Me 
tallın. (b) 


(b) x As Gold allein ift in Feuer / Luft 

af und Erden/ unverweßlich 
immerdar: und kan; vermöge biefer. (ei 
ner Unverweßlichkeit / alle des Leibes (Sau 
lungen verhuͤten / oie Grundfeuchtigfei 


der Waͤrme wohnt) erneuren / vermehren 
unb alſo / darinn / den Lebens⸗Balſam er- 
halten. | 
Nicht aber/ toit e$ annoch infeinen fe 
(ten Metallifchen Banden verftricket liege, 
fondern / mann ed durch Kunftz  obnt 
Gewalt / gar fanfit udo gelinde Davon L. 
| | ul 

















|o * 
Oder Edelſt Gab GO ttes. 
Höfer : das iſt: Trincklich gemacht worden⸗ 
Alſo / daB es denen kraͤncklichen Gliedern 
ipolligen Nahrungs-Safft geben’ und das 
Iben zugleich auch vie nöthige Lebens⸗ 
Waͤrm (Calidum ingenitum) unterhalten 


ran. 
Derohalben / tas fónte wohl allen Ges 
Dreſten / oder dem gán&lidyen 2lbgange bite 


Mrten) Principien / worauß der Todt ohn⸗ 
hlbar erfolgt / mehrers beykommen oder 

Ibheiffen: Als eben ber jenige Primateria- 
Wifcbe Unverbrennliche Rothe (auf gleiche 
Maͤſſig derogleichen Amgnefia Philotopho- 
fum drey Principiis, in ein einiges Weſen 
Pder Maflam, zuſammengeſetzte Erden⸗ 
quaſi Arida) Kloß; Wenn / ſage ich / er 
n ſein inneres Saltz (quafi Corpus) und 
Anverbrennlichen Mercurialifehen Sulphur 
"ber Sulphurifchen Mercurium. (als den Spi- 
"Wirum, worinn bit rafft der feurigen See⸗ 
"t obnt) auffgefchloffen / und eine fire 






arificirte Artzney oder Elipir/denenKunft 
jeleßen nach / zubereitee und gebracht 
"Toorden. 4 
1 | Fridrich Geißler. 
| (bb) In Summa fo eine Kranckheit 
Medicin diefelbige in einem Tags fo eine 
Sranckheit gewährt hat ein Jahr / fo cue 
qf Diefe obgemeldte Mebicin fole im 
T^ zwoͤlff 


T. 
/ 


|J 
| 


Wtr (vom, Hermes fdjon vorlängft alfo &a- 


ittodret hatein Monat lang / ſo cuviret dieſe 


26 


3 


264 


tall in das warhafftigſte Gold. 






















PANDORA., 
zwoͤlff Tagen / fo es aber gar einelangı 
rige Kranckheit iſt / es teg für eine toa8 (f, 
woll / fo curirt ſolche Medicin — Dicfelbigi 
in einem Monat / unb iff Fein Medicin 
ſuchen die über dieſe mag ſeyn in der gag 
gen Welt: dann mer dıefe Medicin ba 
der bat einen unüberfomlicóen Scha 
dem Fein Schatz ber gan&en Welt vergl 
chen fan werden / oder mag. | d 

Raimundus Lulli 


1 


(3) SIe zehende Srag: Was bat dief 
Stan für Krafft Tugend und GE 
genfchaffe? Antwort : Diefer Stel 
Fan rein und fauber machen alle Metall 
fche Eörper/fo von der Natur unvollfon 
men verlaffen ſeyn toorben/ von allem IT 
rem Auffas/ auff daß ſie ewig beſtaͤnd 
ſey / biß zu dem letzten Gericht und Pr 
birung : Darzu fo heilet er bie Menfchl 
che Eörper von allen Kranckheiten / biß 
dem natuͤrlichen Tod. 
Richardus eAnglicm 


Und zugleicher Weiß / wie es rein 
get die befleckten Metall / von alfci 
Außſatz und Bloͤdigkeit: Alſo au 


"oer Edelſt Gab Gottes. 
die Menichlichen Leib / und dasift 
Jun gewiß / unb aller gewiſſeſt / und 
| nerd | daß oif ift bic Meynung 
illcr Philoſophen (b). 


? 
BIST cá. feind noch wohl etliche unb 
5 noch dazu von Dodorn und Hoch⸗ 
Itfabrten / Die da gänslich glauben’ uns 
Wr digerirfer rother Knecht / müffe durch 
as Mercurial - Waſſer auf dem gemeinen 
Theuren Solde gebracht werden / welchen 
Verthum der hocherfahrne Author deß urs 
[ten SRitters Kriegs vorlängft gezeiger 
ait dieſenWorten / Die er fub perfonalapi- 
















isforicbt: Es find etliche fo weit mit mir 
Tommen/ daß fie mir meinen tingirenden 
eiſt haben Eönnen außziehen / unb haben 
en zu andern Metallen und mineralien 
Termifchet/ und mit vielen Arbeiten dahin 
"ebracbt/ Daß ich was wenigers von mei» 
en virtutibus und Krafft von mír gegeben/ 
en Metallen fo mir etwas zugethan und 
"erano waren. Hätten fib aber die 
Ruͤnſtler nach meinen eigenen QBeibe ums 
"Eefeben / und mich damit vereinige/ fo hät- 
ich tauſentmal mehr ungiren Fönnen. 

k | e Michael Sendivogins, 
a X ; 
ie Aberdiefelben und ihres gleihen/ 
le da ver(ieben von bem gemeinen 

I Gold / 


20 


Ld 


? 


206 


ben metallifchen Saamen / melcher in eis 
























PANDORA, 


Gold / die find blind / und meh 
bann blind, und Betrieger : Dani, 
fo das gemeine Gold von feine 
volltommne einem anderen gebe/ft 
bliebe es bod) darnach unvollfo 
men (e) 


hy find auch alle metalla in ihre 

innerften Gold/ und daffelbe Golf 
ift noch nicht finire, fondern ift in feine 
machfenden Krafft noch unverruckt / abe 
wegen der überfläffigen zufälligen Unrei 
nigfeit verhindert. — Syn diefem Pag wird 
erfordert die Kunft daß fie der Nat 
belffe mt Reinigung / Vermiſchung uni 

Waͤrme : Dann bieríun ift der recte 
mahre / wefentliche Same/ gleich wie Dat 
Korn in der Aeher und Stengel/ baffelt 
muß zuvor getroſchen / gereiniget / uni 
folgende in einen darzu bereiteten Acker at 
füet werden / wo eg anders foll Frucht 
bringen / und in biefem allem muß de 
Könftler eben fo wol der Natur folgen dg 
wo eranderft feine Intention will erlangen 
Doch muß er fleiffig Achtung geben auf 


nem Metall viel reicher und näher ale I 
dem andern / daß erihm den beften erweh 
fe. Wird mannun weiter fragen" / welchee 
dann engentlich ber Metall Samen fey/ fe 
muB man wiſſen / daß es das Sal ſey / alt 

Prima 


Oder Edelſt Gab Gottes. 

rimz materiz materia,gezugen aus dem (es 
1ent Waſſer / und ing Centrum der Erven 
Irſchloſſen aldarecht außg ekochet / biß daß 
1 ungertrennlich mif. einander vereiniget / 
fib zu einem bicfen / zaͤhen und fchlöpfferis 
m Waffer worden. Diß Waſſer nun iſt 
rt Samen’ Davon alie Mireralia ihren 
rfprung haben/ biefer ift von GOtt felbft 
Wr 9?atur eingepflangt / und wird von 
hilofophis in gemein Mercurius vivus ges 
| a net. Incertus; Macroco[m. 














Alec) Dann diefes ift wahr unb gewißr 
i bas Gold einmahl ins Feuer gebracht 
ma gefd)mol&en wird / benummt manibm 
ipn ſtund an feinen fpirituslifchen Sulphur 
(Rd der: Mercurius toirb verbrands welches 
De Suoler tool follen mercten. 

ae n j Incertus, Macrocofms 


IM + 
(cec) Es möchte auch auff dag Gold 
Mögen tmerden fo verficbet mans aber 
dMtrecbt/ dann es ſeynd noch höhere ge» 
Maffene Ereaturen denn das Gold/ dem 
nun nachzufuchen/ fo finder fid) die 
Barheit / was GOtt in die Natur gelegt 
At / daß ber Menfch nicht crtennen will, 
‚am fchreibe e8 ihnen dann gar für die 
Mſen / ift demnach nicht zubegreiffen 7 
An wegen feiner groffen Blindheit und 
‚Merfantnußfeiner felbiten. 
J «Michael Sendivogius. 
A Sanct 


| 


207 


208 


| Es ift aber bie Materi des Steine 


G) pr S ergo materia lapidis aqua grofl | 


das da fol und wachft in unfet 


‚PANDORA | 
Sanct Thomas von Aquina 






















ein grob / oder dick Waſſer / fol 
ckend / oder es (ft ein Hitz / obere 
Kaͤlte / big bekallende. (d) 


Lagens autem eft calor vel frigus coi 
gelans illam aquam & ad effentiam lapidis 
a&um deducens. Et credas virtuofion 
lapides qui procedunt ab animalibus qua 
alios, T à ^ 
Thomas de e»fauino. — 


Und bu (olt glauben/ daß. bis 
die tofilícherm Stein feyen/ die he 
für fommen von den Thieren/ bald 
die andern. Du magft aber bo 
fein gefchlecht Stein bereiten’ / oh 
das Gruͤn duͤnnech und dag dumm 


mineris oder Ergadern. (a) 


QM Agifter, Fili, fcias, quod as Phil 
fophorum eft aurum iplorum. Un 
Ariftoteles ait, inlibro fuo? — Aurum n 
ftrum, non aurum vulgi : quia illa viridik 
quz eft in eo corpore, e(t tota perfe&io ejt 
Quia illa viriditas, per noftrum magilteriu 
cito vertitur in aurum veriffimum, Et: 

c 


mu _. - MR n 

|. Oder Edelſt Gab GOttes. 
10C experti fumus : & fi vis probare, tibi re- 
Apulam dabimus, Accipe ergo zs uftum bene, 
& perfe&e rubificatum : & imbibe ipfum 
Jtum öleo duencch , feptem vicibus, quan- 
im bibere poterit, femper affando & redu- 
Teendo : poflea fac ipfum defcendere : def- 
sendet enim aurum purum: ejus viride fiet 
Wuübeum : ficut crana clarum, Et fcias, 
uod tanta rubedo defcendit cum ipfo ,. quod 
Winger argentum in aliqua quentitate , verif- 
Wimo colore, Et totum hoc probavimus 
Me his, quz operantur operationes magnas, 
quod ef: viride de auro, & ejus ſulphure, & 
10cin libre de feptuaginta invenies. Vide 
jüid dicat LumenLuminum, & notà : Nul- 
um tamen genus Lapidum poteris præpata- 
Me, absque duenec viridi & liqnido : quod 


* 


delicet nafcitur in mineris noſtteis. 












Acrnoldus de villa nova; 


0 Pag. A; 


| 209 






































Pag. A. repo d 
A. Der Gold⸗Berg. | 
B. Der Silber - Derg. | | 
12.3.4.5.6. Die fechs unvollEommene Metall. 
C. 541, das Sale / Der Mann / oer Vatter. 
D. Mer:urius, der Mercurius / die Stau Oder Ode 

Weib / die Mutter. — A 

x. Unfere Artzney ifi allein zufammen gefeg 
auß der Natur fcil, lubjecti. 
F.Melcber Vatter ifi ein Magd / die Mutter em 
pfaht nit: das iſt / der Mcrcurius oder dieMut 
ttt generirt hier das Saltz oder oen Vatter / ha 
alſo die Mutter gebohren den Vatter ohn 
empfahen / und der Vatter iſt worden wie ein 
Magd. 2 ? 
G.Kumm myuG:liebte daß wir einander um bd 
fabino uno gebährend einen Cobne dernih 
verglicht wirs oen Eitern. Das iſt / ourcb obs 
Conjunétion , Mercuri uno Salis als Elter 
wird gebobrenein Edler &obn/nemlicb Qa - 
weiſſe Elixir welches an Wuͤrdigkeit uͤbertri n 
feinen Vatter und (cine Mutter / das ift alum - 
Mercurius. E 

H. Ylim wabr ich kumm su oir und bin bere F 
zu empfaben ein jolcben Sohn deften alybe F 
nicht if in Der Welt. Das Elixir ifi erſtlich eü 
herrliche Medicin/ welche oen Menſchen gı I 
fund uno feölich macht auch in derfelben eı 
halt / hernach alle Metall in Silber und Go 
verwandelt / Dep wegen Ean beffer Miet 
vor die Xemurb auf der Welt gefunden wir} 

1. Und wird geborẽ in zweyen Berge mit Bo 

befetit: daß iſt aug Hold und Gilber Berge‘ 

K.&o nm jelbig deſſen Haupt rote iſt / die Aug jl 

ſchwartz die Süß weiß / iſt die Meiſterſchaf 
Das ifl/aug dem Mercurio welcher bell u 
klar | auf Dem Sulpbure welcher dund 
gelb und ſchwartz / und auf dem Saltz welch 
nach Der Calcination weiß, beſtehet Die con! 

Meiſterſchafft / oder das weiſe und rothek 

L. Des Geſchirr oder Gefäß | in weichen Me 
curius und Sal zuſammen gufüge 
De . 


, 


—— (Dort Edelſt Gab GOttes. 
Philoſophus / Sohn beſchaue die 
allerhoͤchſten Gebirg / die da fino zu 
der rechten / und zu der lincken / und 
ſteig daſelbſt hinauf / da unſer tein 
gefunden wird / und in dem Berg der 
da tregt jedes uno allerley Geſchlecht 
und Gattung der Farben und ſpe⸗ 
ide / deßgleichen aud) Ertza 


dern. (6) 


(b) [ Deo dixerunt, vade bili ad monte In. 
&  Adie, & ad fuas cavernas, & accipe «x 
1: eis lapides honoratos, fcilicet corpora qua 
!! liquefiunt in aqua permanente ,. cum ci fue- 
'|rint adjuncta, Autor, Montes Indiz funt 
"Sol &Luna, Et hzc aqua cum egrefla fue- 
«| tit de illis montibus & liquefacta fzpius cum 
4| fuis corporibus , altifimum opus operatur. 
Jubeo ergo vos capere átgentum vivum, 
'LI quod e& virtutis ſœmineæ, fcilicet Lunz, Et 
* ipfum coquite cum corpore, fci!, Solis do- 
nec fiat aqua fluens, Coquite ergo mafcu- 
5 lum fimul & vaporem ejus , quousque utrum 
'congel:tur, Soror cftpaífiva, fcilicet Mer 
"curis, Frater a&:«us,. Conjungite citrinum 

j| 'rubei filium, fcilicez Solem cum forore fva; 
id et, Mercurio Lunari, qui communirer ar= 
tem generant, - Hojesmodi enim perfe&io 
wb3peris cum aqua fulphuris forore & fratre 
* onficitur, Ergo qui querit veram facere 
" din&uram , non quz:at fine Sole, & cjus 
| $92 pnr, 






-— — — — 


] 
1 
hel 


Bir; 
" 


16. 27 


2n. 


len Ir 
qur ig^ 


| - quid dicam , quod qui £ne Sole operatur nil 
gi. Sol enim offa mortuorum in lepul-| 
^. €hrisattenuat, & augmentat tincturam albe» 


.— generatum, Per hos duos montes, Sol & 























PANDORA, | 
umbra, id cft, Mercurio noftro, videlicet! 
lunari, Nolo tamen eaufa invidiz preterire, | 


dinis & Mute d 
Petrus de Silento, 


. (bb) Nondum faris ditum fuit, quomo- | | 
do Pater noter generetur inter mafculum & 
foeminam , & inter duos montes, ideo Mo- 
rieni Secretum tibi declarabo, qui in epilto- 
la ad Arronem Philofophum inquit, corpo- 
raà monticulis defumpta efle corpus album 4 
& clarum , nulli putrefaGtioniaut commotio- 
ni fubié ded, , inter mafculum & fceminam ] 


Luna fuper verticem noſtrum exaltata intelli: 4 
guntur, quz per fiam inAuentiam nobis hic | 
infraaurum & argentum generant, qua am- 
bo inMccurio noftro infunt, Per mafculum 
& foeminam , activum & paffivum intelli. 
gunt, que fünt in Mercurio Adivo & in| 
terra noltra paſſiva. | 

| 


uidon Magnus de Mont. 


Malchamech der Philoſophus 
Der Stein) der da in dieſem Werd 
nothivendig ift / der ift von einem 
geferleten Ding / den wirft du fin] 

9 


aM 


— icr Edelſt Gab Got tco. 
den allenthalben in der Ebne / Ber⸗ 
‚gen und Waſſern / (ce) | 

















eor igitur Lapidem Ph, defiderat, il- 
| Xe lum adipifci poteft, quia pauperi & 
diviti communis et & proftat, Eft autemin 
© hac arte fecretum in quo multi errant, unde 
;dubium aliud oritur, prater illud quod Pa- 
trem no(trum rem effe dixi pauperi & divi- 
^ti communem : Quaro igitur nunc an dif- 
jcrimen fic inter Patrem id eft materiam, & 
| Elixir completum, Refpondeo quod ita, 
quia Pater nofter nihil aliud et quàm Mer- 
curius , qui ef noftrum aurum & argentum, 
 noftra Tin&ura, rubrum & album, quem 
> Mercurium quilibet potett, X Elixir autem ei 
diſſimile et: Nam ficuti Mercurius nofter ita 
| figi poffet fuper fua terra , aut fuper illa quz 
à monticulis defumpta, ut folus Elixir 








ommune effec: Sic quoque fuper terra au- 
(iti & argenti figipofler, quz non communia 
| Munt nec pauperi acquifitu facilia. 
bi^ Utautem. principium rei rectè intelli- 
t gas, fciendum ef , Lapidem noftrum rem 
' communem & unicam effz, cum tamen ante 
( Elixitis perfecti præparationem diverfz res, 
ex quibus eft przparandam, requirantur, 
‚Ainc Raymundus dicit , Terram fuam pro- 
- priam non totaliter aut femper naturalem ef- 
' fe: Quod Guido re& intelligit , dum Epi- 
- Icopum rem eodem redire docet, qualem- 
do TUN 3 ^ une 


a — HONOR 


23 


 nominat , & pro more loquendi uſi- 


mine naturam meralli intelligit, Mercuri- 



















PANDOR A, 
cunque etiam terramfumat ; hsc camen con» 
ditione , ut fit fixa & pura , dum ait, non | 
opus effe utquis fit multum follicitus de ter- 
r2 cujus ſabſtantiæ debeat c(fc, Cum qua | 
fententia Alphidius confentit , dicens ; Fe-'| 
ces ex quibus aquam tuam extraxifii nullius | 
funt valoris, ideo iliasabjicere & Mercurium | 
tuum cum alia terra. fubtiliori milcere po- 
teris, 

Ut autem hic Pavperi omne dubium exi⸗ 
mam, & ei indicem, quænam terra fit opti- 
ma & ipfi utíliffima, quz ipfi propior & pro- 
pinquior , ut Aquilam fuam elevare ejusque. 
alas volatui dare queat , Ariſtoteles au⸗ 
diendus crit, qui terram nomine propria | 


tato , extremum ovi eſſe dicit, quo no- 


um fcilicet cum fno Sulphure per Naturam, 
bene proportionato. Ovi verö tres funt| 
partes, Rubrum, Album, & Teita, de qui- 4 
bus unum tantum nobis opus e(t videlicet |] 
Teíta , quz ef finis feu. pars. ultima ovi, 1 
quam Natura perfectam fecit , que monti 
fimilis eft, & inter mafculum & foeminam ge- 
nerata? quz quando optime calcinata fuerit, | 
omnium albiffima, fubulifima, & in igne 
con(tanu/fima terra eric, & diutius in igne: 
durabit quàm omnes aliz terrz , Tincturam 
etiam fuícipiet , ut cum illa ——— aris im | 
metalli Naturam transmutstionem in(tituere | 
poflis, cui rei fidem non adhibent qui in bac | 

arte 


. 







Oder Edelſt Gab Gottes. 


Fire laborant , {ed 11 qui rem iiis experti 
| " & probaverunt, 
| Guidon Magnus de Monte, 


: (e) In diefer cit Ding iſt 


| E. ae * ondern Fleiß 
| E Farb ift Bnet grün rotb und 
un wei 


! Ub wall a 
Welches doch nicht nent / wiege 
Lo lest und fdovebr. 
Sein Nam woltich 1000. nemen. 
— thun ſolches nicht ken⸗ 
nen. 

| Die weil es febeint fo gar gering 

And ift doch das koͤſtlichſte Ding 

| Der fo[cbes kan in Mitten frey 

' Xuflofen / uno darnach auch Darbey 
— ‚Im dritten zuſchlieſſen wiederum 
jd Det bat das Recht Subjedum. 
nh Waſſerſtein oer Weiſen. 


lo (ccc) Anigma, | 

di efes Giteins Befeblecbe ift allents 
N’ balb 

| Sein Empfängnäße def bicbt in der 
ei Gcburtb bat er auff Erden 
' Bein Leben find er e — 


1 


Seite 


216 


‚aus Fleiſch und auf. Blut toil 
koͤſtlich ift er dem / der dag weiſt (od 


BAUNDIOR A: 
Sein Sterben verricht er in der Zeit 
Nachdem erlangt er die Seeligkeit 


Waſſerſtein der Werfen 


(ecec) Darzu fo fagen wir / bafi ihr la 
p's fen in allen Dingen / das ift/ in alle 
Metallen / welche ihrer 9tatur und iy 
genfchafft feind. | 

Reiter fagen fie unfer Stein ift in al 
fen Dingen, das iſt / die Natur : unb bit 
weil die Natur diegange Welt iſt / wie dro 
ben weitleufftig angezeiget. ^ 

Auch bat folder Stein in fid) alle Na 
men / derhalben wird auch dieſer eti 
viel Tramen haben. | 

Item wird gefaat/ daß er inallen Din 
gen fen : wiewohl er in einem Ding 0% 
mehrift/dannineinem andern Ding : 3D 
weil die Philoſophi altein oie begehren 
Natur iios érforoern. CUM 

Richardus Angles 1 


Ihn * die Reichen und bi 
Armen / und ift auch der aller mo] 
feiteft und aller theuret. Er wahl] 




















ei 7 

(3) —— in occ: Et Vitel —— 4 

us, fubriliffimus ; ac fragrantiffunt T 

füecus, & purum oleum latet , cnjus extr T. 
&io 


| Oder Edelſt Gab GOttes. 


&ionis modus calcinatione vel de&illatione 
haud quaquam venit arripiendus. | Etenim 
viriditate fua privari minimé debet; qua qui^ 
dem ftatim atque fpoliatum erit, arcano pari- 
ter & viribus fuis carere neceflum et. No- 
















um, verum ctiam ipfa vcgetabilia, fimilia- 
U que virorem exirigfecus demonftrantia , ru- 
beum fanguinis infar oleum in fe continere, 
quod arcanum corum eft, 
Paracelfica Chemia, 
ese er 
(dd) Inde patet pharmacopororum deftil- 
àtiones irritas, atque vanas effe momenti- 
que nullius, quia fangvinem vegetabiliumeli- 
| €erenon norunt, ipfa natara fagaciffima nos 
«docens, vegetabilium aquas omniumin citri- 
num colorem vertit,& inde poftmodum in ru- 
bieundiſſimum inftar fangvinis, arte ſubmini- 
frante, Tardius id quandoque fieri, caufa 
| eft potiífima dettillatorum ignorantum nimia 
przcipitao , qua viriditas abfumitur, Na- 
‚turam fuis propriis viribuscorroborare non 
didicerunt quibus nobilis ille viror per 
feipfum in ruborem debet reáificari, Exem- 
pk fitvinum qucd album eft prius, per feip- 
Áum in citrinum colorem dige&um, . cujus 
" botri, virens color in rubeum fub. czruleo 
latentem vertitur. . fucceflu temporis... De- 
perdita igitur vegetabilium & mineralium vi- 
/ riditate per ignaviam artificum, eſſentia pari- 
| Aer & fpiritus olei baifamique arcanorum no. 
iu ^ —— 2: - Wt. 


dm cft utique hoc loco mineralia ne- 


217 


2$ 


"BANDORA;2 
biliffimi perierit, De hoc fanguine philo- 
fophico loquitur alibi Paracelfus, ubi de ge- 
neratione fui pigmzi homuaculı in gigantem, | 
alio loco de fangvine & fpermare nutrinien- | 
ti corporis mifericordiz , &c. VI 

Paracelfica Chemia 



















D du geſegnete Grune⸗ die du 
gebiereſt alle Ding: «@) 1 


(2) Du geſegnete gruͤne (Dune) 
in allerley Sarben/ bte du gebieh⸗ 
reſt alle Ding / O Du verwirrete und wi 
fte Materia/ fein unanſehnlich und verach 1 
tet Ding / o confufa materia, wie lieblich 
find deine Thraͤnen / und ſuͤffe deine Zaͤh⸗ 
ren/2c. X) Blindheit / über alle Blind⸗ 
heit / der bid) edles Kleinod um ein ſchnoͤdes 
und geringes Geld noch darzu verkaufen 

toolte. Sch balte/ gewiß darvor / ſprach 
Mercurius, daß bu dieſes biß anhero we⸗ 
nig wirſt wargenommen und betrachtet 
haben mie die Satur. bekleidet worden? 
von den Schöpffer aller Ding: Laß dich 
derhalben ihre geringe Geftalt nicht irri 
machen/ denn eben um des XBillen irre 


felben eufferliche geringe Seftalt fie gemec d 
niglich betreuget: Sondern verwunde T 
dich vielmehr mit Dem Philofopho Fich 
der da ſchreyet: D Natur diefeg = 
ges 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
37 wie wandelt fie dad Corpus in einen 
piritum O wie gar wunderliche Natur / 
vit kommt fie und wird allen erfcheinen 
"mb überwinden alle Dings zc. 

er Nodus Sophicns Enodatus, 


















V (sa) O benedi&a viriditas, que cunctas 
"'sgeneras; neque ullæ arbores aut fruétus 
bparent fine viriditate, — Quare Philofophi 
m germini, & aquz fuz, cauffa putrefa- 
ionis & purificationis comparaverunt: & 
ritatem dixerunt: quia cum fua aqua pu- 
iatur: &à fuanigredine abluitur; & al- 
‚lm reddi: ipfum, poftea rubeum. 


Ó Arnoldus de Villa Nova, 


O du geſegnete Statur/ unb. ges 
Ianet iff Deine Wirckung: dann 


‚on dem unvollkommen machſtu 
‚bfommens. (b) | 


j Syr somit: Sch erfenne und befenne 
Adaß ihr (Natur) eine Mutter und 
i&tgierevin fepb der groffen Welt / fo für 
an Menfchendie Fleine Welt erfchaffen 
N Sshrfend hoch arfe&t in das primum 
Yobile, auff daß ihr miteuren Händen her⸗ 
u) waltzet und mit pen Fuͤſſen tranfmuri- 
I eie &lement/ und folcbe8/ t8 gefchehe 
QiPitb ober Widerwärtigfeit 7 biß in das 
XMerfte Der Erden: Welches alles. ihr 
\ thut / 


219 


220 






















 PANDORA, 


thut / auff befehlich eures Herrens: bit 
ihr. ohne Auffbören generiret / und fo hohl 
Wirckung verrichtet/ Durch eure bobt 
intelligentias und unzerftöcliche Subſtan⸗ 
gen der Himmel Sternen und Planeten 
Dahero jo reine Ding formiret werden 
daß ihr billich Durch. und Durch für ein! 
Mutter und Meifterin aufzurufen unt 
zu fieben ſeyd. Ich befenner daß nicht— 
lebendiges ohne Seele lebet/unb daß bat 
jenige/ (o da ift und eine EGeng hat von 
euch unb euer. Krafft/ vermöge von Gott 
empfangener Gewalt und Didnung ber” 
fommet. . Sch erfenne/ daß ihr bie gan 
fe Maffam regieret/ und Die Materi der 
ſement alle unter eurem Befelch führe 
dann von ihnen nehmer ihr die erfie@ME 
teriund auf den Himmeln bie Forman 
wiewohl diefe Materi anfänglich unaleic 
untereinander vermenget í(t/ biß daß fr I 
qualifieiret und von euch fpecificirt I 
wird, Alsdann nimmet fie fubftantiali 
fche und hernach aud) fichtbarliche acci: 
dentalifche Formaman. Ihr ſeyd fe we 
ſe / daß ihr alle eure Werck durch himml 
ſche Krafft un eure hochwirckliche Formas (^ 
vollkommen und in fo guter Ordnung ber. 
richtet / daß fie Fein Menſch toͤdten far 
Ich ſehe daß euch GOtt alſo begabet / da 
er euch alles was Menfchen beduͤrffer 
unter eure Hände gegeben bat/oter &ird 
dus hat er Durcheuch werden laſſen ur d 


Tr u nn 


»—- 


IJMEF - 







Oder Edelſt Gab Gottes, 
fer welchen de; Erſte nur allein das Effe 
und Wefen hat / als da feyn die Gefteine 
md Metall: Der Andere / fepn Die vege- 
jtabilia/ die da haben Das Weſen unb 
Bachfen: Der Dritte hat. die Eimpfinds 
ſlchkeit / als wilde Thier / Vögel undF iſche / 
welche alfo dreyerley Art ſeyn: Der Vier⸗ 
‚te ift der edelfte und unter den andern der 
‚vollfommenfte/ als es dann GOtt gefallen 
‚hat: inwelchem ver Menſch ſtehet / in dem 
dieandren drey8radus vollzogen werden. 
1: Waſſerſtein der Werfen. 
| (bb) Denn die Natur alle Ding erhält, 
, emebrt unb mebret : Derbalben bat die 
Natur aller Ding Namen : fie ift ein Thier 
‚von Natur | ein Stein/ ein Holtz / und 
jale Górper fodu ſieheſt feynd von der 
‚Natur Dann die Statur ift ein Band 
j berClement/ und ein Krafft zuſammen 
| sumifepen in einem jeglichen natürlichen 
‚Ding biefer Welt feine Elementalifche 
‚ Kraft. Dann all Ding auf den vier 
; Elementen geboren find/ durch welcher 
Vermiſchung die tatur einem jeglichen 
natürlichen Ding feine Form und Geſtalt 
eingedruckt und eingepflangt hat auff 
‚dab ein jeglichd Ding von dem andern 
koͤnnt erkennt werden / und ein Unter⸗ 
ſcheid haben. 

i Die Natur iff nicht einer Farb Natur / 
ſonder ift theilhafftig aller Farben / fie - 
| au 






N 


221 


^21 



















Y. I f 
^» PANDORA, _ 
auch Eein wuͤrckende Urſach / eines gleyte 
oder Qualität/ fondern ein fruchtbare 9:7 
bärerin aller Elementen und Qual” 
täten. M 
Richardus Anglicn | 


Derbalbenfo nimm nicht anb 
felbige 9tatur/ dann die rein/ faul 
ber/ holdſelig / lieblich / irrdiſch 
ſchlecht und gerecht: So du abe 
anders thuſt / ſo iſt es gar nich 
nutz. (c) 


(c) DEP dem hun alfo ift/ möcht ein 

| fragen’ was Doch Die Natur fer 
fo antworte du / daß GOtt die Natur fer 
und die Natur GOtt. Das foltu alf. 
verſtehn auB Gott wird gebohren etiwag 
das ihm nahend iſt / iff derbalben die M 
tur ein unſichtbarlichs Feuer / von welcher 


phus Epheſinus auch zuſtimmet: Iſt ibl 
nicht alſo / daß der Geiſt des Herren / we 
‚cher iſt ein breunend Liebe der wuͤrd g 
tragen über die Waſſer / welchem er ei 
brennende Krafft eingegoffen unb — | 
pflantzet hat Dann wir fehen in der E 
í | 


[I 


IE 


Dover Edelſt Bad Gottes. 
daß nichts nicht acbobren Fan werden ofa 
Matärliche His uno Wärme. —— — 

| ie Richardus Anglicus 


(ed) Auff Das ich aber wieder zu meis 
nen Vorhaben Fomme/ fo hab verheiffeny 





y ich in diefem erften Tractat was die 
Natur ſeye außlegen wollen / darmit nicht 


ten waren Wegabführe. So if demnach 
| ie Statur/ einig / wahr / ſchlecht / unb voll- 
ommen in ihrem Weſen / welche GOtt 
| or allerzeit erſchaffen umb in dieſelbig einen 
Geiſt verſchloſſen hat. Man ſolle aber 
wiſſen / daß der Natur Termin und u 
Gott ift/ wie er auch der Natur Anfang 
y ift fintemahl Fein Ding fíd andersmo 
‚endetzals in dem / darinnen c8 anfänget. 
TNI? bab gefegt daß einige Natur ftpe/ 
‚durch welche GOtt alles madbet/ nicht 
daß Sort ohne dieſelb nichts wircken Eon 
‚ne (dann er bat die Natur gemacht / ift 
auch allmächtig) fondern alfo bat es ihm 
gefallen und er bat esalfo gemacht : alle 
, Ding fommen außderfelbigen einigen Nas 
tur her / und iſt nichts in der gantzen Welt 
auſſerhalb derſelben Natur. Dann obs 
gleich unterweilen Mißgeburten herfuͤr 
T ommen/ fo ift Dod) folches nicht Def 
‚Natur ſondern entroeder De? Kuͤnſtlers / 
, ‚Dörr des Orts Echuldrydiefe Natut iſt im 
vier Deuter unterfchieden / in welchen fie 
\ | T alles 


Jen vergeblicher Wahn uns von ben ſchlech⸗ 


223 


224 


sogleich in der Erden Feine böfe Ort ſeyn 























PANDOR AT 
Alles das jenige wuͤrcket fo mol was 9 
fcben wırd als was im Dunckeln iſt / ſi 
temal die Dinge vielmehr im Dunckle 
ſind / als fie warhafftıg erfcheinen folte 
Sie verändert ſich in dem Mann um 
Weib: unb wird dem Mercurio vergl 
chen’ weilen ſie fich an unterfchiedliche 
Ort leget/ und nachdem die Ort Der & 
pc gut oder böB/die Dinge herfür bringe] 


wie (8 ung bedüncket. Aber nur vi 
Qualitaͤten ſeynd und dieſe ſeynd in à 
len Dingen’ und ſeynd nicht concord 
rend oder einſtimmig / ſondern eine über] 
trifft immer zu Die ander / die Natur aber I” 
nicht fichtbar/ ob fie gleich ſichtbarlich ted 
cket / dann fie iſt ein flucbtiger Seiftrder i 
den Sörpern fein Ampt verrichtet/ bat ft 
nen Sitz und Stelle / in dem Wille 
Gottes / ung ift fie diefes Orts zu nid) 
andersnuß/ als daB wir ihre Stelle un 
Dre wiſſen / welche ihr am meiften eigne 
unb bequenitid) ſeynd / das iſt Das to T 
wiſſen ei Dingmit dem andern Ding 4 
vereinigen /nach der Natur / barmit nid” 
irgend ein Menfch mit Holtz / oder ein Rin 
oderander Vieh / mır einem Metall oe! 
einiget werde / ſonder ein jeder in feinesgle Fi 
eher: Arbeite und wuͤrcke / ſo wird alsdan 
die Natur Dad ibrige auch tbun. 
Michael Sendivogin | 


38 









Gder Edelſt Gab Gottes. 


Elementen Sraturen/ dieſelben von 
| den Buch der Erden foͤrmlich hinzu 
gefuͤhr f. (d) 


[o VE Richardus: Angliens p. 47. lub, 


Du bat gefragt wie viel wahre 
Narben feyen/ unb ich will dirs 
"vat gern fagen, So wiß daß 
drey Pech vollkommne | Farben 
] bi aug welchen alle andere Far⸗ 


fe ift ſchwartz: bie ander ift weiß? 
i) im dritte rotb. Es find ticl ande- 
hr te Farben / aber von denfelben iſt 

nichts zu achfen/ noch zuforgen 
| dann fie offtermalen Mrebin vor 
N ‚dem weiſſen. (e) 





—8 Qs Se es nun ein ne mit 
pj D den vielfältigen tamen / dadurch 
TI ‚eine Materia wird bepcutet: Alfo verhält e8 
ſich auch mit der Bereitung / da es fich auf 
j ergtigtesSarben bal» forbald anderft ergeiget/ 
| jberen fürnemóften Sarben doch nur 3. find 

in dieſem Werck / als ſchwartz / weiß unb 


— — 


Foth / ungeachtet ber vielfältigen darzwi⸗ 


kommenden En welche von kei⸗ 
ner 


— 


PR Wir wollen gehn fuchen ber vic — 


enihren Anfang nehmen: de Er⸗ 


22) 


1216 





















PANDORA, “2. 
ner Importanz , und Deren man nicht gro 
darff achten. 

Incertus, | eMacrocofm 


(ze) Und ift ju wiſſen / daß unfer Steii 
in feiner Kochungin alle Farben der Wel 
verwandelt wird / unter Denen Doch drei 
bic fürnehmften ſeyn auf welche man ach 
haben foll und nicht auff die andern/ nem 
lich die Schmärge / fo die erfte iſt / de 
Schlöfel und Anfang deß Wercks; del 
andern Artund Erden (ft die weiſſe / welch 
die andere ift ; und Die rotbe die Dritte 
und dannenhero mird gefagt / daß da 
Ding / deſſen Kopff roth / die Fuͤſſe weiß 
und die Augen ſchwartz ſeyn / die gau 
Kunſt iſt. !^ 

"Anonymi Verbum Dimijfum 
Dienheim. 


(cec) Noris, mi fili, unum colorem ſeſei 
alium mutare ; funt. multi ac varii colores] 
quorum ratio non cft habenda: tres vero fun 
colores, quifefe in opere debent oftendere |. 
primus niger, alter albus, poftremus ruber 
ac inter quemque colorem, colores varii fef. 
eftendunt, imo plures quam cogitari pol: 
fint, corum vero colorum nullam ratiouer) 
habe; funt fpiritus volatiles nondum fixi; at 
que hi funt venenofi : quamdiu varios illo 
colores vides, cave tibi ab eorum aere, ete 
nim te necaret. Duo colores illi qui pti. 

mo 


uw 2 » . i | / | ’ 
Oder Edelſt Gab Gottes. 
mi lefe oftendunt,. igni pufillo fufcitantur, 
und.m ignem paulatim augendo, 

| 4M, ]oann Iſaacus Hollandus. 







Daſelbſt geſchihet ein. zufam- 
men Fuͤgung zweyer Coͤrpern / und 
ft nothwendig in unſerer Meiſter⸗ 
Wbaft/ unb wann einer derſelben 
Loͤrpern allein were / in unſerem 
Stein / ſo gebe er nimmer etlicher 
veiß eine Tinctur oder Faͤrbung / 
"mo darum ſo iſt nothwendig die zus 
ammenfügung diefer zweyer / wel 
he zwey / fo fie sufammen gefügf 
„md angenommen find inder Zus 
ammenfuͤgung des Steins/ der iſt 
ingeſchwaͤngert in dem Bauch bes 
Winds/ und iſt das / das der Phi⸗ 
oſophus ſagt a) —— 
gg dir gänzlich in dieſem Geheim⸗ 
VLniß der Philoſophiſchen Conjan- 
tion zu helffen / (o til ich alle unſere 
Bean infonderheit anführen. Wir 
aben inſonderheit drey Conjun&tiones , 
p pelche demjenigen alle befandt ſeyn muͤſ⸗ 
„, / der. dieſes Magiiterium zu volführen 
il fbendet, —— "VU e) , 
Die erſte i(t oie grobe / Die zuvor beruͤh⸗ 
Q2 


MM 
En 

dn i 
ELI 











ret 


Vn 


Su 


229 


— mennet nad) bem Vers: 


- ift das Gold wirckend / und der Mercurij 
























„BANDORA, ‚us 
ttt babe; Es íft bit Amalgamation de 
Goldrs mit unferm Mercurio , welch 
teil die Dermifchung von zweyen Dir 
‚gen gefchicht / die zweyſache Conjundic 
genennet wird/ und Díefe Zufammenfesun 
wird nun Rebis, das iſt stver Dinge g 


Res Rebis eft bina confe&a. 


^ 9jn diefer Dermifchung find 2. Matt 
ren/ die eine mehr wirckend / welche ift 0% 
Mercurius, Die 2. mehr leidend meld 
Gold ift: ala mercke / daß die Wi 
«ung des Mercurii uͤber das Gold gA 
ſchicht / weil die bewegende Krafft bi 
Goldes verſiegelt iſt / das iſt fein Schw 
felligt in Gefaͤngniß verfchloffen / fe 
ſten / wenn bie Solution geſchehen / alsdar 


mehr leidend / alsdann iſt Mercurius gleic, 
fam der weibliche Saame / welcher tol 
er roher und zarter iſt / fo wird er durch Def 
Feuer geſchwinder in Wirckung gebrach 
welches das Gold / als Der männlich, 
Came nicht füblet/ bis er durch bug. 
Mercuriora durchdrungen wird / und al 
Dann wird es gegtoungen feinen Saamıf 
berfür zu geben. Denn der formale AI 
fang befindet fíd) meiftentbei8 in de 
Golde / und der materialifche fürnemlich j 
dem Waſſer; in dem einen / weil er DIC 
von Conftitution ift/ ifi der formale x | 

| dem 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
erfiegelt / in dem andern ber Fleiner ift / ift 
Onegen Dem Leibe zu rechnen / mehr in Frey⸗ 
fbet/ und alfo folglich geſchwinder wir⸗ 
end. Diefe zwey máfjen alsdann nach 
Trechter Erheifchung der Natur vermifchet 
werden/ als anderswo weitlaͤufftig erıns 
nert und ausgeführet worden. Wo du 
darauff acht gehabt wirft. du bie. Erſtre⸗ 
fung und volle Breite Diefer.Conjundtion 
Srfennen. 

Dieſes iff eine Hands Arbeit / unb bie 
Me&te Hand» Arbeit / fo du nechſt ber. / da 























"o 


Wiege(t wird / baft/ ehe und bevor bu dem 
| rften Grad des Magifterii erreichet. 


Die andere Art wird Die Dreyfacheges 
ennet / welche Dreyer Dinge Zuſammen⸗ 


288 Seiftes / daß fie nicht wider einander 
(reiten 7 welche Drenheit bu zur Einig- 
it bringen muft. 
Die nechſte Conjun&ion, fo in der Orbe 
tung fofgetg iſt wenn Du Pergeftalt dein 
Seuer verwaltet und regieret 7 Daß Deine 
»piritus fo auffiteigen und circuliren / biß fie 
(u$ Dem firen Leibe feine meiſt gefochte 
Frafft ober fubtile Seele außgezogen / wel⸗ 
he ſchweffelicht ift / ober von groffer Feu⸗ 
igkeit. Alsdann wird bie Seele und der 
eiſt auffikeigen / und fid mit dem Leibe 
„ereinigen / alsdann wird die Erde im 
Staub verwandelt werden / nado Anlei⸗ 
4 | 95 tung 


18 in Das Glaß gethan/ und Darinaen vers . 


etzung ift/ als des Leibes Der Seele / und | 


219 


252 


- Gift eins gemacht und incorporiret mi 


mehr und mehr gefchickt wird das Geuer 


rIANDOR A, 
fund des edlen Sendivogii , da fie ſech 




















worden. | 
Denn gleichwie bie Seele des. Geifte 
Band ſeyn mußr alfemuß der Leib die Set 
(c mit fid) verbinden / laß bir dieſe Lectio 
nicht aug deinem Gemuͤth Fommen, — — 
Alſo wird nunvermictelft der Seele De} 


bem Leibe. Denn teil Die Seele Durd 
den Git von dem Leibe ausgezogen wor 
den / fo verlanget fie narärlicher Weiſ 
mie ihm wiederum vireiniget zu werden 
und fo lange fie darvon iftzuftfie vom Hau 
ſe / und gleichfam in einer Pilgrimſchaff 
Der 2eib oerfanget auch natürlicher Weil! 
nach feiner Seele / und wil Diefelbige mii 
Gemalt an fich ziehen als wieder Magnet” 
ftein dag €pfen an (id) ziehet 5 Denn wiſ 
fet / daß bie Seele nicht auffiteiget / fons 
dern fie führet bey ihr einen fermentalifchen 


iu vertragen / und folgendlich zu Der Bi 
| (ut 


o eines Leibes fid) zu ziehen ; Mercke 
Jtefe8 ; 

Die dritte und auch bie fe&te Art unter 
Jallen weiche Die vier Elemente zufammen 
t&et/ bap fie bleiben heiffen etliche ble 
Nofophi pie vierfache/ und infonderheik 
"IGuido de Montaror, befjea Name weit 














.- 


Nlichften zu dieſer Zeit. 

"Uber doch hält piefe Conjundion nicht 
die Fluͤchtigkeit des zuſammen gefe&ten zus 
näcke / ob esfchondermaffen vereinigetift/ 
Haß die Theile mit einander auff und nies 


Hurch die Seele/ ver Geift und der Leib 
"yereinigetfind/ fo führe Doch der Gift zu 
"Ueeilen mit fich in ber Höhe ; und der 
"Leib przcipitiret zu Zeiten den Geiſt / weil 
je pie Secle feft zufammen hält / bif cab» 
"I idy nicbt allein diefe Theile fondern auch 
Jie Elementalifchen Eigenfchafften derſelbi⸗ 
t yet fo ſtarck vermiſchet werden / Daß das 
ine in wircken nicht mehr als Das andere 
n Wiederſtehen tbut / Durch weiche Mits 
! el fieaicbt allein vereiniget werden ein an- 


D — 


? Seuer zu bleiben. 

Dieſes ift die [ete und edleſte Con- 
N ionétion in welcher alle Geheimniſſe Diefer 
qu Welt ihre Vollendung haben: Dies 
er wird von ben Weiſen ihre vierfache 
^ »otjundion geheiffen/ darinnen der Qua- 
h P4 drat 


und breit bekandt iſt und zwar am ruͤhm⸗ 


Doer $1 folgen / ſondern auch figiret fir in dem 


EU 


— m. mn — — — 



















:-PANDOR-A, i 
drat in einem Circkel gebracht wird/ in wel 


cher weder Anfang noch Ende ift. 
 Cyrenans Philaleth. 


(a2) Unde notandum ef diligentiffime 
quod iftorum duorum corporum conjundie 
ctt neceflaria in hac arte ad utrumque, vide 
licet adalbum, & ad rübeum, que fit eo. 
dem modo quo fupradi&um eft, Et ho 
propter duas rationes : quarum ifta eít un: 
quiz aarum cum fit nobilius inter metalla, 8 
magis perfedum & fixum, & compactum; 
tamen diflolvatur in aquam límpidiffimamy 
ut et di&um, & partes ejus minutiffime fe; 
parcntur , erit fpiritualis & evolans ab igne 
tanquam Mercurius, quod eft mirum, Et ho 
eft ratione ſuæ bonæ alrerationis, & tuni 
habettin&uram fiae numero, & ifta tin&ur: 
vocatur, Sperma mafculinum rubeum & cali: 
dum ; & cum fic eft difolutum & fubtiliatum 
& factum fpirituale cum fpititu quinta eſſen 
tiz, tunc dicitur fpiritus tingens fortis, quem 
quzrimus, . Sivero argentumdiffolvatur in’ 
aquam limpidam, nihilominus remanet hxum 
ficut prius, nullam vel paucam habens tinctu- 
ram recipiendam & fixandam in tempera: 
mento calidi & frigidi: & vocatur Sperm: 
femineum, album & frigidum : & hze eft 
aquaalba velviridis predida: & fic conve 
niens eft ipforum duorum conjundio f 
cienda, ut didumeft. Item e(t alia ratio) 
quia cam aurum per fe, & argentum — 

int 


oer. Edelſt Gab GOttes. 

fncdifficilis fufjionís & liquefa&ionis, tamen 
infimul conjunguntur, facile fluunt, & liqui- 
funt, Hoc fciunt aurifabri facientes folidatu- 
sadaurum. Unde fi inlapide noftro. effet 
dintum akterum ipforum, nunquam aliquam 
ib&uram daret: &íi daret tin&uram,^ non 
iigeret nifi in quantum ipfa effet, eo quod 
n eſſet receptacolum tindurz. Et noftrum 
lale lecretum eit habere Medicinam, quz 
quat ante Mercurij vivi fugam, Ergo con- 
in&tio (torum duorum eft neceflaria,& ideo 
ajungenda funt co modo, quo fuperius eft 
‚tum: 













Incertas. : 


Es hat ihn getragen der Wind 
à feinen Bauch / fo ift. offenbahr/ 
hif ber Wind ift der Lufft/undder 
"amt ift bas geben / und das geben 
j men : das iſt Del und Waſ⸗ 


j 3 s fo iftunfer Stein nichts ans 
ders dann ein Vapor un&uofus Oder 
^unft/ welcher in Lufft generirt wird/ 


rporalifchen Waſſer geftiegen / fich in 
,U tunde der fphzrz gehalten; So fteigt 
If wieder durch einen Thau in Das unterft/ 
‚ange e8 nun auf-und abfteiget / wird 
‚Bileglich wie ein Ehriftallinifch Waffer/ 
| | 9; dann 


Iſcher einzehlich in Die Höhe von bem —- 


ES 





2334 


ab / bif cé unten alles bleibt/ und das 




















PANDORA, 
dann e$ fleigt in feiner fphera aufus 


todd Hermes fagt: Portavit jllum vent 
quiageneratio geniti noftri fic in Aére, 
Daícens in a&te fapienter nafcitor, 
Alibi ; Aícendit enim à terra in ccelt 
iterumqne defcendit in terram, conquire 
vim fuperiorum & inferiorum, 
Radix Chymias 


(bb) Allbier wird der begierige fefera 
ſehen / und von mir wollen informirt fc 
toad bann der hochgepriefene Mercuri 
Philofopherum ftp? Denfelben gebe i 
fürglich unb runo zur Antwort / daß 
nichts anders fen als ein coagulircer Lu 
und trucken Waffer in unſerm Meer » 
borgen/ toit Hermes davon jagt: Por 
vitillud ventus in ventre, dag ift: 
Wind bat ibn in feinem Bauch getrag 
2730 aber dieſer Mercurius am leichte 
und nechften zu finden’ Davon fan man 
fen in ven Büchern Mons Magnefiz 
nennet da des Bleyes gedacht toit 
Hiervon haben etliche unter den Alten fi 
viel gehalten, / wie man biefe Verß lifets 


Artusefl bominis qui conflat. fex Elemer 
| tis: 
Cui P.fi jungas & in M. S. ver 

no[cas, 

Hoc efl as noslrum, Lapis eff. & Philo 

phorum, Di 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
án; id Das ift: 
"Ein Glied an jedem Menſchen iſt / 
| Don ſechs Buchflaben zu der Srift: 
Wann darzu tbuft ein P. voran 
|^: Mnpieoetfit vom ind das S. bins 


E. an 
4, An feine Stell ein M. thuſt fenen 
So moͤchteſt dich nicht ſeliger 
TIN ſchaͤtzen. | 
Denn dir dadurch das Erz und 
at Stein’ 
Der Weiſen wird erkläret ſeyn. 
In dieſem Paß find einig allePhilofo- 
daß ſie einhellig beſtaͤttigen Daß das 
leh oder Saturnus in feinem inwendi⸗ 
in gut Gofo ſey / und ibm anderſt nichts 
angelt / als daß man ihm benehme feine 
blägigfeit. Darum muß man ibn rei» 
en / und fein inwendiges herauß Fehren/ 
8 iſt / man mußihnin feine rechte Roͤ / 
? bringen. Denn das Gotb Läffer fid) 
Nteichtlich nicht arbeiten als Bley / und 
Fan ibm  vielleichter feinen Mercu⸗ 
Im außsiehen. Incertus, 
(bbb) Nota in gratiam filierum artis: 
ſi ex aere reducatur in terram non perfici- 
Hopus Limus nofter inaere primum fux 
Brefis rudimentum accepit, Et ventus por- 
fit eum in ventre fuo. — Ventus autem ille 
fi Etefiarum flatus, aeris habitaculum . de- 
it, iride prafente fub tempus aurorz pr&- 
„ratur, Cato Chemicus, 
J | (bbbb) Ser: 
















235 | 


EEE 4 EEE TEENS I — 


En 20 





—. c ———"— p m _ 
E =» 


236 


ftt wird. 5 Nicolaus Flamellu 


(bbb) Sie um dieſe Deſtillati 
wohl außzulegen / ſagt er / daß der Wi 
ihn in feinem Bauche getragen / nemli 
wann das Waſſer Durch Den Alembicı 
deſtilliret / da eg er[tficb Durch einen rauch 
neblichten Wind aufſteiget und. herm 
im Grunde des Gefäffes wieder zu 2 














Ach ber erhoͤcht bin tiber alle Gi 
dei der IBelt/ bab. gefehen vierA 
geſicht babenb einen Vater / un 
welchen eingiftin den Bergen: d 
ander im Lufft: das Dritte in F 
fen: das vierbt in den bolen or 
Holinen. (c) | 


(c) O Um endlichen Abfcheide hierauf | 
rr du allerding vernehmen + Da 
folt aufziehen die himmlifche Waager 1 
Widder Stier/ Krebs C corpion/. 1 
Steinbock. Der ander Seite der Wageſ 
du auflegen den Zwilling/ Schuͤtz / W 
ſermann / Fiſch und Sungfrau : denn D 
ſchaffe / daß ber Goldreiche Loͤw der ur 
frauen in den Schoß fpringe / fo tei 
folch Theil der Wage überhand nehmt 
und dem andern Theil in der Schw 
uͤberlegen ſeyn laß denn die zwölff & 
chen des Himmels mit demfichen Geſt 
in einen ‚Segenfchein gerathen fo wi) 
nach Erfüllung aller Welt Se 
eno 


-— — 


Oder Edelſt Gab Gottes. 

dliche Conjun&ion unb Zuſammenfuͤ⸗ 

Hung geſchehen daß das Groͤſte zum Ge⸗ 

Angiten/ uno das Geringſte zum Aller⸗ 

Foͤſten kommen wird. 

Wenn da ſtuͤnd der gantzen W 
Natur / — 




















Nur bloß allein in einer Figur⸗ 
Und koͤnnt durch Kunſt Dictas 
a" ders werdn 
i Wein Wunder findeman dann 
u... auf Krdn/ 

| lino die Natur nicht su beweifen/ 
'"D Dafür coc GOtt Kt hoch zu 
Bn n. |opreen oc oc 

| Baſilius Walentinus, 
fec) Anlangend‘ nun unfere Conjen- 
ion fo ift ein zweyfacher Modus zu con- 
Hagiren’ nemlich der eine feucht und Dec 
der £ructen/aucd) bat die ones. Theil ih⸗ 
SWaſſers / uñ ihrWeib nenne / oder auch 
fobl zwey gegen ſieben und gleich wie ber 
„Game zugleich und auf einmal in die Ma- 
x gelaffen/ und felbige barauff in puncto 
Irſchloſſen wird / biß zur Geburth Der 
rucht. Alſo auch mit unferm Werck / 
ii fegen wir zufammen zwey ZBaffer/ dem 
Echwefel des Goldes und feines Mereu⸗ 
e 1/ animam & corpus. Sonn unb Mond/ 
ann und Weib / zween Samen’ zwey 
enta viva quB dieſem wird ein lebendi⸗ 


ni Aophotum. Mc i 


dr Mercurius/ und darauf Der Lapis Phi- 
Nach 


— Q—————— 


Zn an 


Tr De m Be u Dee nn — 





— — —— TI Te ni I A 2 ELI M 
L| 


— — — I 


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compoſitus, ita & lapis: & ita eſt ex homit 


















PANDORM 
Nachdem die Erd iſt recht bete 


Ein Leib der Feine &eelebat? 
Drum mercke wohl bab diß 
t 


4 
Es wird Mercurius gebrach 
^jn feine Mutter drauf er kom̃e 
Wirff ihn darein / fo baftu Srol 


men / | 
So wirdder Sam die Erb f 


Die Erd den Sam coagulire 
Michael Sendivogis 
.. (cec) Mercurius vocaturin initio oper 
aqua: deinde apparente ' nigredine, ter 
deinde &lublimatus, aer: deinde rubificat 
(debetautem aer per fe coqui donec rubea 
igais:deinde füblimatus cum corpore aliq: 
luminari, fermentum:deinde folus additus tc 
& compofite materiz, fpiritus, Et fict 
cumaqua,aere & igne, corpus eít, fermei 
tum, anima,ultima irrigatio, folius Merc 
rii Spiritus, | 
Exercitatio in Turba 
(eccc) Ut homo ex quatuor elementis € 


&tu esejus minera, fcilicet per operationem; 
& dere extrahitur, fcilicet per divifiouem 


i 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
jn teinfeparabiliter maact, fcilicet per (a- 
W:ntiam. AUR: Rofinus, 
‚Ceccee) n unferm Stein / durch mich 
ib lang für mir gemacht 7 find befchloß 
An alle Elementa / alle mineralifche und 
Mrtatliícbe Geſtalten / ja alle qualitates und 
igenfchafften ver gangen Welt / denn in 
Am muß gefunden werden die allergroͤſſeſte 
Id gemaltigfie Hitz. Denn durch fein 
ipffc8 innerliches Feuer wird der kalte Leib 
“48 Saturni erwärmet / und. durch folche 
„Kıtzöndung in das allerbefte Gold vers 
dert. Es muß in ihm auch gefunden 
den bie allergröffefte Kälte / dieweil 
ird) feinen Zufaß gemildert wird der His 
‚sie rab Venus, und lebendige Mercurius 
eıgulirt wird/ und gleicher malfen Durch 
fae Erftarrung zu gutem beftändigen 
ld werden muß / die Urfach deſſelbigen 
‚M/ daß alle ſolche Eigenfchafften unferer 
Sateria des groffen Steing durch Die Na— 
"dr eingego(fen ift. Welche Eigenfchaffe 
; Durch.die gradus ignis. ausgefocht und 
titiget werten muͤſſen / bif fie die aller; 
Hhſte Bollfommenheit erlangt haben / 
Aches ehe nicht gefchicht / e$ habe dann 
Berg Aetnain Sicilien ausgebrannt/ 
B» gar Feine Kälte mehr auff dem gedichs 
ft hohen gebirge Hype:-boreum gefunden 
TIED 7 melchen Dre man auch Fili&um nen 
| ‚mag, 




















Bafilius Falentinus, 


Con. .. 


239 


|a | 205 PANDORA,'0 


^. Das Salt; J 
B. De Mercurius. | à 
C. Dae flächtige ift fir w 

zum Elixir worden. — 
'DDDB, Die vier Elementa 


E, Das exin 





^ Oder Edelſt Gab GOttes. 


241 
Coypnjunctio. Solutio. Fixatio. | 








' fie fahet an die Solution der 
[n | nir wird unfer Queck⸗ 
Über. (a) — | 


v»+ 








24? 

































P.A.NID’OR A, nu 
NASE durch Die lange deco&ion uf 
(táte Wärme wird es in feinem au 
und niederfteigen immer ein toenig Dich 
(NB. e$ folvirt und coagulirt ſich) dag ab 
nicht fo bald gefchicht / Damm es muß v. 


— 


gantze Coͤrper ſich zuvor ſatt auffloͤſen / uͤb 
fichin die Hoͤhe fteigen / und in feinem Ci 
c£el feinen Lauff vollbringen ; Derohalbt 
darffſt dich nicht faffe irren / fo e$ nid 
bald geícbidbt / dann die Natur eilet nich 
un» gefchicht Dod) letztlich wird, am 
6rduner. Und ob es waͤre Dag noch ctt 
eom Mercurio überblieben /. verzehrt | 
ihne doch letztlich / daß er (pirituafifch) wir 
dann die ganke Kunft ift. ferner nichte 
dann daß fich der Stein folvir und co 
gulir , das geſchicht allein durch bie putref 
fa&ion , dadurch er Spiritualifch wird. | 

Radix Chym 


Unfer Steiniftein unaußtiletti 
Corpus; das da toͤdet und lebend! 
madt. (a) 1 


ap Materi ik der Sigm 
I Stern bie tvarbafftige Medici 
der Weiſen / unb unfer Stein / rotbul 
meiffe Tinetur. Sie ift ein König f 
SReicbtbum und Tugend / ſie bat viel Srtu 
und Geinb ‚die nach ihrem Leben (tellen 
fiechen : Sie miro überall mit allem SU 

! tod 


| Oder Edelſt Gab Gottes. 


obf behäterund bewahret / auch behalten. 
| Die wird mit Vegetabilibus ,. Mineralen 
Ind Metall verfchloffen / eerfaffet und 
| — J—— damit ihr ja nichts Leyds 
hiderfahren moͤge: Sie toͤdtet und wuͤr⸗ 
Her ihre eigene Kinder und Blutsfreund/ 
io verfchluckt unb verfchlinget fie / unb 
nachet fie wiederum lebendig : Sie vers 
obrt fid) mit ihnen in ein andere beffere 
1 


tatur : fie iſt ſichtbarlich und unſicht⸗ 
q Dann fit ift feurtd) unb Waſſerig / kald und 















lich / begreifflich, und unbegreifflich : 


'" arm /fie erhöher und niedriget:ficfomme 


" yn einem reinen Samen: Cie ift eine klei⸗ 

Ve SDtateri / waͤchſt aber und gebet auff mit 

dónen Farben / als wie ein andere Blum. 

|. Benedictus Figulns, 

i Sihe daß nichts wiederwartiges 

agange mit unſerem Stein / und 
jg nun in allein. (b) 


"ge ift marlich durch ber Philofo- 
phen Schrifften am Tag / daß 
"E |: Warheit diefes Steins befichet in tie 
H meinigen Dinge / und das nur ein einis 

8 Ding iſt / bem man nichts fremdes qus 
" gen foll. — Darum fo i ift bie Tinctur Der 
Mhilefophen in dem Stein / gleich wie 
Re j Hertz im Menſchen / und ift ein Sim- 
n ^ oder von Corpus, pag Feinen 


A 
1 


£5 ai Man 


243. 


144 


. mon convenit rei nifi propinquius fit ei d 
"foi natura. Cui fi quid apponatur extran 


- &us , qui in Naturz & artis cura non ex 































PANDORA; ' 
Mangel hat ober Ende / unb ift das Ges 
aus Generaliffimum, das (fl / ein Geſchlech 
aller Gefchlecht / und ein Form aller For⸗ 
men / dann es, iff Das erfte und das legte 
in den Planeten ober Metallen. Derhale 
ben muft du erwehlen dieſes dag Homo* 

eneum, und einer ftarcfen] gleicbfórmigett 
Bufammenfegung ift. ET 
Radix Chymid| 


(bb) Weßwegen die Weltweifen fai 
gen / laffet nicht darza kommen einige 
frembdes Ding / es fep gleich ‘Pulver 
Waſſer / oder mas anders’ dann wann! 
niges frembdes Ding barju kommet fl 
wird es cerrumpiret / und gank und ga. 
serdorben. 


—. 


Nicolaus Flamelln l 


(bbb) Expedit eriam ut elementa lapidi 
fint ejusdem generis , & non diverfi, alia. 
actionem & paffionem mutuam invicem no 
haberent. Quoniam unum non tingeret all 

ud, quibus afienum non introducitur , qui 


um inficitur opus , nec fiet ex ipfo quo 
-qu&ritur ab opifice, fed alius fequetur effi 


fiit, Quandoquidem non fit aliqua gener. 
tie vera, uifiex convenientibus in natura, | 
Avscenna _ 


e — 

















Oder Edelſt Gab Gottes. 
Fuůg zu unferen Knecht feiner 
bielriechenden Schweſter / fo wer⸗ 
den fie zwiſchen ihnen ſelbſt ein 
Kunſt gebaͤhren. Ce) 


| OD PU: Solution iff / daß bu den 

| Gabricum der Beia zur Ehe gebeft/ 
Zumd wann er bey ihr ligt/fo ftirbt er bald / 
mdmwirdin ihr Natur verkehrt. Herna⸗ 
her wann viel Tag voruͤber ſind / fo ſteigt 
?r auf die Beiam, und verwandelt ſie in fei- 
Pat Górper oder feíb. Und ob wohl@ab- 
Ericus toertber ift dann Beia, fo tvi(jcn wir 
doch / daß ohne fie Fein Geburt gefchicht/ 
darum daß fid) Feine Geburth ſchicket / als 
Fallinaufi Mann und Weih. Derhalben 
Lo thueunfern rotben Knecht zu feiner wol⸗ 
iechenden Schweſter / fo werden ſie unter⸗ 
inander Gold gebaͤhren. Dann mann das 
chneeweiſſe Weib dem rothen Mann ver⸗ 
xvyrathet iſt / fo umfahen fie einander von 

ertzen / und alſo umfahende / wird das 
Weib geſchwaͤngert unb werden Durch 
ch ſelbſt ſolvirt / und Durch ſich ſelbſt volls 
onmmen gemacht / und Die da zwey toas 
en / werden ein Leib. 
J Radix Chymia, 


E. 

| (cc) Dann Die Natur erfreuet. fichz 
" mann die Männlein nehmen unb bepratben 
Die Weiblein / und geſchicht Dardurch eia 
" 23 — 


245 


140 


 Geheration, jedoch ohne unbtqueme Hin: 


Schweſter Beia/ welche eine Tochter iff 


Naͤchdem aber Der Gabric bey der Beya 



















oPANDORA, 


zuthung / ober Dermifchung fremboer und 
ungleicher Staturen. So gib nun unt 
vermaͤhle deinen vor allen Deinen Kinderm 
febr geliebten Sohne Gabric mit feinen 


Falter Natur / liebreich und zart, abri 
ift bas Maͤnnlein / und die Beya ift. bag 
Meiblein/ melde den befagten Sabric vers 
befjert/ weil er oon ihr berfommen. Und 
obwohl Gabrie viel bi&iger ift als Beya⸗ 
fo kan er Doch. obne die Beya nicht generiren. 


gelegen / ſtirbet eralfobald;Dan Beya fteiz 
get auf den Gabric / verſchlieſſet ibn in ihrer 
Bauch / dergeſtalt / daß man im geringſten 
nichts von ihme ſehen Fan. Mit einer fo 
groſſen und heffrigen Liebe bat fie den Ga- 
brie ümfangen/daß fieihn gang und gar 
verſchlungen / inihre Natur eerfebret/ und 
zertheilet hat inunterfchiedfiche Theile. — 
Nicolaus Flamellus, | 

(ccc) Dahero faget Merculinus: Die 
Conjun&io zeiget nur an / umb bedeuf Die] 
Rermifchung und Gebährung/ denn die 
Samen vermifchen fic) wie Milch / welches 
man ſehen kan mann die Vermiſchung 
vollkommen iſt. Zum andern iſt die Em⸗ 
pfaͤngnuͤß / wann die Erde in ein ſchwar⸗ 
fcd Pulver ſich diffolviret/ und ein mes 
nig von Mercurio bey ſich zubehalten anfaͤn⸗ 
get. 















Oder Edelſt Gab GC ttes. 
^: gtt/ alß dann wuͤrcket das Männlein in baa 
Weiblein / daß iſt Azoc wircket in die Gre 
"De. Dahero ſagt Arisleus in lib, de Turba: 
Die Maͤnnlein sufammen gebábren nichts / 
ſo empfangen auch nicht "die Weiblein / 
i, qvann fie allein bleiben Dann Die Geneca- 
tion muß geſchehen Durch Maͤnnlein und 
Weiblein / nicht anders als wie in andern 
n gefe&ten Dingen. — 


in 


Nicolaus Flamellns; 


Seinem rotben Bräutigam vermaͤh⸗ 

let wird fo umfaben fie alsdann 

‚einander, und alfo umfangen wer⸗ 
den fie aufammen oerfiridt/ und 

p burd) einander entlößt/unddurd 

einander; conficírt oder zufammen 

gemiſcht / und mie fie vorhin zwey 

waren / alſo werden fie mit Leib 

ein .(d) | 

— atm Wafler/ wird 
hj. «on den Philoſophis ptt Tochter 
? Platonis genannt die da Mache unb Gier 


— — — 


An Die weiſe / reine / garte/ unbefleckte 
Jungfrau / Bega, ohne welche Feine Gebaͤ⸗ 
zung oder Vermiſchung geſchehen Fan. 
Darum fo haben pie Philofophi diefe jar» 
bia & 4 | te/ 


Dann ſo ein ſchoͤn weiß Weib - 


malt bat über alle Schaͤtze. Sie wird auch 


247 


qunnite 
















PANDORA, 
te / rene Sungfrauden Gabrico vermaͤhlet 
damit fie Frucht zeugeten / uno da fie Gabri 
cus befchlaffen/ iſt er geſtorben / Dit Beg: 
bat ihm von wegen groſſer Lieb verſchluck 
und verzehret / wie ſolches ariſteus in (tinet 
Geſchicht der Turba Philofophorum : bt 
wuget. Und toit Bernhardus in feiner 
"ra&icà foricht ; Der Brunnen’ b.e.Foa- 
tana (ft bem König/wie eine Mutter denm 
fie ihn zu fid zeugt / und ertoͤdtet ihn / und 
bringet ihn zum Tod. Aber er ber König 
ſtehet wie derumb auff/ durch fie/ unb. vera 
einiget ſich alſo feſt daß ibn Fein Menſch 
permunden mag/ barum fo fagen Die Phi; 
lofophi ob (chon Gabricus vor Der Welt 
koͤſtlichet toertber/ tbturer ift dann B: ga. 
fo fan er doch allein feine Frucht bringe 
dieſe Jungfrau und gebenedeytes Waſſer 
haben die Philsfophi in ihren Dächern 
mit vielen taufend unzehlichen Namen ge⸗ 


Nodus Sopbicus Enodatty 


. (dd) Alfo iſt der Anfang diefer Kunft 
ein eingigeg Weſen auß zweyen Subftans 
tzen / einer beftandigen und unbeſtaͤndigen / 
da eines der Saamen / das ander die 
Mutter bleibet. Eines der rothe fire 
Knecht das ander dag weiſſe Serb. 
Eines der Mercurius / Das ander der 
Sulphur. | 


P | 
dacertus. — 


Oder Edelſt Gab Gottes, 
Hie werden ganglich folviert oder 
Tentlöft die Coͤrper in unfer Quede 
Silber / und wird. ein Waſſer das da 
fir oder hasft bleibt / ober heiſt / ein 
Augs: S bran. (e) 


| 9632 gleich wie inder Erſchaffung 
Q^ der Welt erſtlich alles Waſſer ger 
weſen / und der Geiſt GOttes Darüber 
geſchwebt / alſo iſt der Anfang dieſes 
iere unb feiner folution ; ber theilt fid 
Ihatfo auffe und abwerts / biß fo fang es fei» 
ihnen Górptr gant unb gar ſolvirt bate im eim 
Opurchfichtig Waſſer / als ein Chriſtall. 


sata Radix Cbymie, 



















T. (ec) Erftlich muft du dieſelbe offtermelte 
Malteriam ober Primdlar , fo ott Philofo- 
phi qud) Das hoͤchſte Gut ber tatur gencae 
et / vorallen Dingen diffolviren nnd auf⸗ 
oͤſen. Es von feiner equcGtüt- unb terre- 
Ttrisäb Cdann c8 anfangs "tin. (irsdifches 
chweres Corpus, ein rauhes / zehes / ſchlei⸗ 
iges und nebelwaſſeriges Corpus anzufes 

Jenift ) purificiren und reinigen / auch ftir 
sen duncklen dickneblichten Schatten mit 
velchem e$ obumbirt, ihme abnehmen, ba» 
t hit alfo nach fofdyem Durch fernere Sublima- 
1 iea, ibm fein Her und innerliche Seel / 

D: Qs fo in 


245 


| 


[| 


e 












PANDORA. 
foin ibm verbergen; und auß ibm bibibi 
und genommen / und in einlieblich Weſe 
gebracht werden. 

Waſſerſtein der weiſe 


— Nehmet doch in adt; meine Bruͤ 
der / was der Hortulanus ſagt / daß daſſe 
be Waſſer / welches wir auch ein Compof 
tum Nennen / zwo vornehme Theile habt 
ber eine Theilz fo in die Hoͤhe fteigrt 
wird genennet Das Unfixe; der ande 
Theil / fo unten bleibet / beiffet das Sig 
S beil/-teld)e beyde Theile fonften Erd 
und ren genennet werden. ee 

! : evdatonius dà; Abbatia. 


a. Das Sal. J 
B. Der Mercurinss. 
CC, Das Bad. NT 
DDDD. Die vier XÉlementa, 
E, 3 Anders worden 


| Ot Edelſt Gab GOttes. 5 
hi * v Solutio. p utrefa&tio, - | 





| *Dertvatibel / oder terfepr die 
Raturen der vier Elementen / und 
as bu ſucheſt / das finbeft / " Tas 
| uren 





a 


pos das Waſſer und nachfolglich f. 
machen wir von oder auß demtroc 


ſche truckene Element iff der Laton , Stie 


















furen verkehren / ift ein Leib m 
dien den Geiſt / in unfer Meifte 
ſchafft. Zum erften machen toi 
voneinem groben oder dicken da 
ran oder bünn/ unb von den co 


nen Das feucht / und barnad) | 
machen wir aug dem Waſſer ci 
corpus? alfo daß die rörperliche 
werden uncorperííd) / und die un 
cörperlichen coͤrperlich / und volglic 
ſo machen wir das / ſo das unte 
iſt / nach dem ſo das Ober iſt / un 
alſo herwiderum / (£) 


ment unſers Steins / nemlich die ſchwa 
ke Erde dag Raben⸗Haupt / von ander 
per dunckele Schatten genannt / auff we 
che Erde / als einem Stamm alle das at 
bere feinen Sirund hat. Und dieſes ird 


ſchwartze Hefen / unfer Metall / unſer Mei 
curius, geheiſſen. Und alſo if bum 
Wegnehmung der verbrennlichen Feuch 


Oder Edelſt Gab Gottes. 

Pes Gebri Auffage bie Veraͤnderung der 
(Complexion, al$ Der Kalten und Feuchten/ 
«n die Duͤrre / Choleriſche; und der Fluͤſſi⸗ 
‚en indie Dicke nach bem Artephio, ges 
leben. Iſt alfo der Philcfophorum Meyz 
jung am Tage / wenn fie fagen/ daß die 
Arbeit unfers Steins nichts anders (eo als 
Kine Veränderung ber Naturen/ und ums 
brung der Elementen Sieheſt bu der 
älben/ daB durch diefe Einverleibung das 
Feuchte trocken, das flüchtige fit / das 
Seiftliche geiblich das flüffige dicke / das 
Waſſer Geuer / die Lufft Erde, und alfo 
emißlich ihre ivabre Natur verändert/und 


















Nicolaus Flamelluss 


? (ff) Hernach machen wir’ daß das je⸗ 
ige was oben ift/ fen gleich dem jenigen/ 
as unten iſt / das it / Daß der Spiritus ftt) 

jemacht ein Corpus, und 006 Corpus, Spi- 
E wie gemeldet worden am Anfang 

Tinferes Wercks / welches erſcheinet / und 

rkennet wird / in ber Erhoͤhung ober Sub- 

mation ; Dann das ienige / was unten iſt / 

"piro gleich Deme was oben iſt und im 

| Wiederfpiel, alfo daß fic alles verfehret 

n Erden. Welcher Urfachen halber fpricht 

dermes: Daß mas oben ift durch Erbes 

N wnguno Aufffteigung / ift gfeich dem jenis 

yen mas unten ift/ durch die Einiedrigung 
| ung 


25 


nn. 


u 
X 



















DoOo 
unb Abſteigung / und daß / mas unten/il 
iff durch Merhaͤrtung / als wie daß jenige 
ſo oben iſt durch Auffſteigung und Er 
bung / um zu przpariren aus einem Ding 
vielfältige und wunderbarliche Sachen 
Das Waſſer und die Erden / haben in fid 
ben unteren Ort / bie £ufft und dag Feue 
fteigen in die Höhe / das Waſſer und di 
Erdenempfangen uno ernehren: Die Luff 
und das Feuer machen die Adion umi 
Wirckung conjungiren / undeigenen zu 
Und diefe 4. treffen und kommen übereit 
mit unferem Stein: alfo daß Senior (a 
get’ daß die 4. Element purificirt fepn it 
unferem Stein ; Dann in pemfelbigen if; 
das beftändige Waſſer / oie ftille Lufſt 
die faft gemachte Erde und das Feur un 
giebet/ und umringet alles. — In einem fok 
chen Streitz muß man fagen/ daß in ih⸗ 
me ſeyn / und Durch ihn generirt worden/ 
diefe vier 9taturen. So ifi dann ganf 
gewiß unb augenfcheinlich / daß unftt 


fey/ welche ( wie gefagt worden) in fid) bal 
te Leib / Seel / und Gift: Sollen aud 
daß dieſe Dinge einer Natur fenn/eimer Ma- 
tery und tvefenbeit/ mit einem Waſſer und 
einer Wurtzel: So fagen fie bann gewiß⸗ 
lich die Weohrheit. Nicolans Flamellus, 

( £ff)Rcc, 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
(ff Kec Des Luffts zehen — Sb 
bendiges Gold ober lebendigen Silbers 
Lin Theil: Dieſes alles thue in ein Ges 
hire/ Fodje zu forderſt dieſen Lufft / daß 
43 9boffer werde / und hernach nicht 
I Baffer/ wann du das nicht weiſſeſt / urd 
sanft den Lufft nicht kochen fo wirſt cu 
hne allen Zweiffel fehlen/ dann dieſes iſt 
ser alten Philofophorum materia/ dann ou 
ruft das nehmen was ifi/ und Dod) nicht 
eſehen wird, big es dem Künftler gefaͤl⸗ 
«$9. Es iſt das Waſſer unſers Thaves / 
Fuß deme der Philofophorum Salpeter 
ul zogen wird / durch welchen alle Ding 
 achfen und gemehret werden: Seine 
gphatrix iſt / das Centrum/ Solis oder Lu- 
2 / fo wohl ver Dimmilifchen als der Irr⸗ 
ſchen und darmit id) e$ deutlicher fage/ 
bi iftunfer Magnet dene ich hiebevor Cha- 
ibs genennet babe: Der £ufft gebieree 
n Magneten der Magnet aber gebieret 
der machet erfcheinen unfern $ufft: Ich 
ibt Dir beiliglic allie die Warheit offens 
„uhhrety bitte GOtt / daß er zu Deinem 
Dorhaben Gläckgeben wolle. Alſo wir⸗ 
|a allhie ein warhafftige Außlegung haben 
ir Wort Hermetis / da er meldet / fein 
ater fepe Sol, feine Mutter aber Luna, 
iuto bag der Wind folches in feinem Leib 
„tragen habe: nemlich dag Sal alkali wel⸗ 
te8 bie Philofophi Sal acumo niveum und 
‚\gerabile genennet baben/ indem Leib der 
EC | Ma: 



















255 


— — 


— 


— — — 


IE hen ut Rm car 


. 176 


PANDOHRA 
Magnefis verborgen. “Die Operation i| 
alfo befchaffen / Daß du den congelirti 
£ufft fotoiteft; und tm demſelben oen jeher 
den Theil Goldes fofoireft/ dieſes Ggillir 
und arbeite mit unferm Feuer / bi per uff 
Pulver werde / wann du der Welt Sal 
baft/ vicl Sarben erfcheinen. M 

Michael Sendivogiu 


(ff) Den Samen der Mineralien’ ode 
Merall erfchaffet die Natur im innerjfer 
ber Erden darum gíaubet man nicht da) 
ein folcher Samen jemalen gemefen ode 
ſeye / weilen er unfictbar ift. Aber es if 
kein Wunder daß die Unwiſſenden zmeiff 
len’ da fie 00d) das jenige/ was für Auge 
ift/ nicht ergreiffen/ moie viel weniger dan 
dieſes welches unfichtbat verborgen iff 
Aber e$ iſt gemiß/ daß Da8/ was oben ift 
nichtsanders ſeye ald dag mag unten iſt 
und binmiederum: mas oben gebohren 
wird / das wird eben außder Duelle geboh 
sen/ toie das fo unten in dem innerfttt 


der Erden, o 
or Michael Sendivogini 









Lind eigentlich ſo ift das gang 
Werd und Regiment nichts dan 
ein bleibend Waſſer / das alle di 
Ding in ibm bat Deren wir bedorf 
fen. (9) | 


(dir 


| Oder Edelſt Gab GOttes. 
fe) D Ardanius, wiflefihr Kinder / Das 
* die Philoſophilofft nehmen’ das 
bleibende und lebendige Waſſer / fo werne 
Inch euch hebet nicht an in diefer Kunſt / biß 


















n demlebendigen Waſſer mer aber. die 
Krafft nicht Fennet/ noch weiß feine Bes 
itung/ oder der Regiment/ der thu oie 
Dand davon üb, denn obne das bleibende 
Woaſſer / mag in dieſer Kunſt gar nichts 
jefchehen/ Denn feine Macht) und Kraft 
Ir ein geiftlich Bluts das bie Philofophi 
‚aben genannt das lebendige Waſſer / btt 
ehrt daſſelb inein Corpus / und in tinet 
. Apiritums fo findet ibr Durch Die Gnad 
L9S3Dttes/ gewandelt Seift im Blut dag 
IE Spiritus in Corpore. V " 
| Gloria Mandi. 


| (gg) Orfolus jedoch fie fprechen vonals 
4n Dingen’ oder von vielen Dingen / fo 
18 Doch nicht mehr denn ein Dina? alg 
a8 6 Waſſer/ aqua permanens, 
,' mb das ift unfer Cffig. | 

ee ON Gloria Mundi, 
(ggg) Siretus, in unfer Kunft gebet viel 
dings dasiftallein unſer Erd / unfer aqua, 
nſer terra, ſchwartz weiß, und roth / zu 
Jadben/ mit vielen Farben / die fich dar 
nen offenbabren/ alle Ding gefchehen 
Lar) unfer bleibend/ und lebendig Woſ⸗ 
T/ warum / die warhafften Philoſophiha⸗ 
las N ben 


— 


(ang ihr erkennet / die Macht und Krafft 


27 


mehr / ift allgumahl mehr nicht / denn €i 


ihm bat en Seel, und ein Zuffd 


PANDORA 
Gen Feinander Ding gebraucht/ dann aq 
vi. darinnen ſteckt Das gan& heimli 
Werck ineigner Natur / durch viel Bere 
als kochen / warm machen / diftilliren/ bri 
ten/ fublimirm/ truͤcknen / feuchtensfchwar 
weiß, undrothmachen/ bif und noch di 























Werck und Regiment’ zc. 4 
| dre Gloria Mund 


Der *Dbilofopbue: Es ift cbe 
eins unb einerley Ding/ welches f. 


undein Kalch / und die vier EI 
ment/ tiber Die es herrſchet un] 
ift ihm nicht von notben/ von def 
anderen Elementen/ die da nit] 
bekommen in feiner Itatur, (h) | 
" 

(b) mit wir von unferer/ ber Phile 
«2 fopben/ alten/ einigen/ rechten]. 
anfehnlichen/ geringen Materi / unfer] 
Sermon anfahen/ fo bat GOtt der Al 
mächtig in diefelbige/ fonderliche / bob] 
überftüffige/ kraͤfftige unaußfprechlich 
verborgene/ groffe Arcana und Geheimf 
nöß gefáct und gepflan&et. Dann fie al] 
fe Ereaturen unb Naturen zwifchen Jim] 
mel und Erden mit ihrer eigenen Statu] 
uͤbertrifft in fich vermag und Fan buf. 
Materi. Und das ift auch der recht] 
| Schluͤſſe 


Vs 


| Oder Edelſt Gab Gsttes. 
Schluͤſſel aller Vegetabilium umb Minera- 
dum, wie das fie von unſern Vorfahren / 
ls Moriene, Ariſtotele, Raymundo Lullin, 
imp andern vielen geheiſſen und genennet 
vorden Lapis Philofophorum, oder der 
Weiſen Stein. — . 

Wo du nun bie Sinfternüf eon deinen 
Mugen abtbuft/ uud mich recht verftebeft/ 

Vo wirſt duin diefem meinem nachfolgens 
sen Capitel / die. warhafftige unfere 
Kinige Materiam / ſo tvabr als GOtt iſt / 
‚and ich ſelig ſeyn will / klaͤrlich geoffen- 
ahret finden. Derhalben fep unverdroſ⸗ 
en / undlefe mit Fleiß wegen des groſſen 
Nitleidens / als der ichs auf Han 
* Ebriftlid)em Hertzen mit zu theilen nicht 
Anteríaffen hab mögen. Und tbue Dir hie⸗ 
Ib nit zu wiffen/daß unfere Materi ein einis 
28 Wefen/ gleichwie alleg/ das unauß⸗ 
prechlich ift/ melee für der Erfehöpffung 
dimmels und Erden’ unfichtbarlich/ uns 
egreifflich in einer folchen geringen Sub» 
lan&/ fo gu achten nichts/ verborgen ges 
’ pefenift. Alſo iff und vermag diß dieſe 
| infere Materiy daß denn wahr ift/ wie 
‚ann. auch andere Philofophi darvon 
hreiben: Das Anfehen ift gering’ aber 
‚ie. verborgene Satur / die alles wuͤr⸗ 
et / das inihr iſt / welche aufwaͤchſt / mie 
t m groffer Berg / und grünen auß ihr aller- 
tip Farben’ und Gefchlecht/ denn fie bat in 
"t alle Yegetabilia, xv und Meralla 














au D Eu mie 


259 


266 
























PAONIDIO RzÀ; 5 509 
mitibrer Krafft und Eigenfchafft/ auch 
der &ompleyion. Gleich alsbalden dur 
ihre putrcfaction nimmt fie eine andere E 
ftalt an ſich / unddurch die Philofophift 
Materi wirdihre herrliche Natur erhöf 
unb herauß gebracht. Derwegen ift 1] 
freundlich gegen alle Naturen und nim 
fie gern an ſich vermifcht und verbind 
fid) mitihnen/ dann fie iſt auß derſelb 
allein coagu(irt/ und allein gekocht dur 
Diefelbige Materia/ derwegen wirds 
nannt ein Stein/ und Fein Stein / dieſe 
Da$ Lac Virginis, fie ift ber grüne Loͤw 
richtet ut zweyen / und in dreyen aud) d 
vieren: Sie ift in einer runben Kugel un} 
fchloffen / und mit einer Adamantiſch 
Mauerumgeben; Sie ift. Tieblich ber 
lich / ſchoͤn ihrer Kraft! Macht TI 
gend und Gewalt / iſt auff der gantze 
Welt ín allen Landen / bey allen Menfchet 
in Haͤuſern / auf Erden unb uriter der EI 
deny fie übertrifft alle Edelgeſtein e8 bul 
bens atich alle Geiſtliche undWeltliche / hi 
bes und niedriges Standes reich un] 
arm / jung und alt / klein und groß / ſie wit | 
gefunden bey Ehriften und Hehden / 
wird geliebet und verachtet / fie ift. übera 
gersefen. » Sie iſt ein Kriegemann un] 
Übermwinder : Sie iſt Der rechte Catuli] 
nus toegen ihres Zorns: Mercuriue 
wegen ihrer Geſchwindigkeit: Sonar, 
wegen ihrer Streitbarfeie:" Venus / sl 


/ 


4; oer Edelſt Gab Gottes. 
"Jenibrer Srölichkeit : Jupiter / wegen 
hrer Demäthigfeit: Luna/ tvegen ihrer 
JSjerecbtigfeit: Sol, wegen ihrer. Beftän- 
nigkeit und Schönheit. Sie iſt ein gue 
mer Sührer und Verfuͤhrer / ein reicher unb 
" milbter/ bolofeliger/ ein rechter Do&or un 
Artzt infeiner Natur. Sie ift zu finden / 
«bie man fie haben teill/ gut uud boͤß. 
‚Diefes alles/ und noch viel mehr iftin ihr 
'erborgen. Sie ift Der rechte auff» und 
ufchlieffer 7 unb ein Durchdringer aller 
Dinge fie iftin dreyen / und im vierten 
hut fie fic erfreuen und bringe Die Dre» 
iederum in eins / verfieheft pu Das nicbt/ 
macheſt bu Feines. Sie ift Diefelbige/ 
arvon die Philofophi fo vielund mancher 

y 9tamen gaben. Jf | 
tt Sie wird in Drepem Stücken zertheilet / 
nd werden wieder zu einem Stuͤck, 
Stein / Ding / ober Materi / und ſeynd 
ihr die allerhoͤchſte drey Ding / als 

lercurius, Sulphur, Saltz ober Terra, 
| Beneditins Figulus, 














| Hie werden gefoloieref oder ent, 

A die Corperin Onecfilber : das 

1/ in das Waller unfers Mercu⸗ 
le (a) : 

Armit bu es aber noch beffer faſſen 

mögeftz fo bore / ei für ie 

| 3 e. 





261 


262% 


mein Mercurius löfer wener Gold nodi! 
Silber auff/ daß es nicht son ihnen Für 


‚ber löfet Goldand Silber auff und wir 


| Eörper weiß / bif zu Ehriftallifcher lat 


 Plberunterfchieden. So du es noch ni 























PANDORA, 4 
terfcheid feye/gmifchen unferm Dueckfilbenl 
und bem gemeinen Mercurio. Der gi" 


ne gefchieden werden / aber unfer Queckſi 
in Ewigkeit nicht mehr von ihnen geſchi 
den / als wann Waſſer unter Waffergı 
goffen wird. Der gemeine Mercurius he 
einen verbremnlichen böfen Schwefel D 
ihn ſchwaͤrtzet: unfer Queckfilber bat ei 
nen unperbrennlichen böfen Schwefel DUI. 
ibn ſchwaͤrtzet: Unfer Queckſilber bat € i 
nen unverbrennlichen firen / guten/ ſchnee 
weiſſen / und rotben Schwefel. Der gel" 
meine Mercurius ift falt/ und feucht un] " 
fer iff warm und feucht. Der gemein]? 
Mercurius ſchwaͤrtzet und befudelt DI" 
€órptr / unfer Queckſilber machet Di 
| 
Schwefel /unfer Queckfilber wirds vermil] | 
teift der Wärme / in einen fehneeweiffe] 
und guten firen und flüffigen req] ‘ 
verkehrt. Der gemeine Mercurius jemeh 
er gefocht wird / je flüffiger er wird: unſt \ 
Dueckfilber jemebr e8 geFocbt wird/ jet I 
der es wird. Auf biefen Umftänden null ^ 
Fanft du leichtlich betrachten voie weit Dt] ' 
gemeine Mereuriusvonder Weiſen Due i | 
ver 


| 
| 
j 


Ih 


heit der gemeine Mercuriug wird przcip 


+ 


eire zu einem gelben Pulver und bóftl 























Serfteheft / fo warte nicht / e8 wird dir e$ 
Bin lebendiger Menſch Flärlicher fagen/ als 
ir geredt haben. 
n. e Michael Sendivogins, 


‚Und wird ein bleibend Waffer, 
Hie wird entloft bae Gold bet 
Philoſophen / daß es in fein erfte 

tt) wider cíngefübret wer⸗ 
ec 


UA M8 ido bilofopbifd) Gold nen⸗ 
$ *Ont/ ver(tebe eine folche Sach / wel⸗ 
Je niemanden vor Gold Fönne verfaufft 
‚Serben / teil es in feiner Generation quff 
an& andere Maag vom Mercurio Durchs 
»ittert ift. "Johann Lang. 


if (bb) Alfo feet nun unfer Gehenniß 
s der Erden her; Es iſt Erde / tas wir 
nfangs zu unferm Grund nehmen/ auch 
uß unfer Waſſer zu Erde werden / und 
päflen beyde zufammen einen Leimen mar 
„sen/ den mir mit gufer Weile baden müf- 
In / bif alles zu einem herrlich gemachten 
eiſt wird / deffen Beſtaͤndigkeit die Zeit / 
Y fonft alles verzehret nimmer bewegen 
dito; fie find durch volfommene Vereini⸗ 
j ung dermaffen gemiß zufammen gefuͤget / 
JT3B iedtveder Clement bie andern brep in 
1 verbirget. 
a. R 4 Timm 


J Oder Edelſt Gab Gottes. 


165 


264 


groſſem Werth / zeige es dem Giolbfcbmib/] 





















PANDOR 
Nimm Dann das OE wer | 
Gold zu heiffen beliebenz es ift aber nil 
Gold und tft doch in Warheit Giofp 7. 4 n 
ift Metallijch und Fommt doch von einmlli 
Mineral ber 2 welches die Kunft durch be i 
Satur Hölffe erneuert / und einem Tho 
ren cia heßliches Geſicht zeiget / doch einen 
Sohn der Kunſt loͤblich ſcheinet es ift fter 
weiß / und zart in feiner Jugend / unl 
biclen Leuten kommt e8 gering unb ſchlech 
für; ja die meiften Leute halten cg für ein] 
nichts werthes Ding. 1 
Davon wird gemacht ein. Ding von] 


fo wird er ſchweren eg. ſey Gold / aber ft 
bet su / verkaufft eg nicht / to ihr weil 
ſeyd / e8ift ber Grund mannigfaltiger&te 
heimniffe / bie Weiſen halten es vor ein fürs 
nehmſtes Geheimniß / dergleichen iff. í 
Gold das au den Bergegegrabe wird / aber 
toit e? ju erlangen wird gar ſparſam gemel⸗ 
det bafi ihr verſtehen möchtet / ob. ſchon 
eine jedwede Zeile deutlich geſchrieben waͤ⸗ 
tt / fo moͤchte doch euere Arbeit, darinnen 
euch offt fehlen. 


| 


Cyrenem Philalerhau| 


(bbb Erftlich wird das irrdifche zuge⸗ 
füb:te Corpus. Solis Durchauß folviert, zer⸗ 
malmet / zerſtoͤret / und erfäulet/ auch al⸗ 
(er feiner habenden Kraͤfften beraubet ( ala] 
ba cà bann anfänglich/ eine Dunckele ud 





(Dort Edelſt Gab Gottes. 

ch gar eine ſchwartze Farb verurſachet / 
elches Die Philofophi Capat corvi , oder 
r Raben⸗Haupt genannt / und gemeinige 
hin 4o. Tagen geſchehen thut / alſo daß 
stlich in ſolchem feine anima auch außge zo⸗ 
in undihm benommen: und tn bie Hoͤhe 
Kführet / auch gan& und gar gefchieden 
Wirb: darvon c8 cine Zeitlang ohne alle 
Fafft gan& erftorben am Boden des Glas 
P wie ein. Afchen liegen blieben. s 


Waſſerſtein der Weiſen 
















Ks | Fuͤll⸗ 


265 


66. - UP NDORX, 
Süllong der pbilofopben. — 


Solutio, Putrefa&io, 





^, Das auffgelöfte Waſſe 


Prima Materia, 








Oder Edelſt Gab Gottes, 267 
Durchſcheinende / und leuchtende 
Schwertze. Das Haupt des Raps 

‚en / daſſelbig gleichertoeife faul 

u werden ıft nothwendig. Welche 

der welcherley Farbe nad) ber 
Vehwerse erfcheinen wird / ift lobe 

d in der Schaar der *Dbilofo: 

"ben. (o) 


Gwißlich wer dieſe Schwaͤrtze im 
Anfang feines Wercks nicht ſiehet / 
as für alle andere Farben waͤhrender 
"eit des Steins ibm auch erſcheinen / der 
itt weit ab von cem rechten Wege der 
Neifterfchafft / und fan fie weiter in bite 
m Chaos nicht volfübren, Denn mer 
cht Putrificiret / ber arbeitet nicht recht / 
- amablen ohne die Putrefadtion nichts zer⸗ 
oͤret noch gebohren wird / aud) verfolge 
sh der Stein Fein Vegetabilifch Leben zu 
achſen / und fich ferners zuvermehren / eme 
fangen Fan. Und ich fage dir nochmahls 
: der Warheit / wenn Du gleich ín den 






AE 





‘arhafftigen Materien arbeiteſt / fo bu int 

ll 3nfang/ nach Dem bu bie zugerichtete Ma- 
irien (confediones) in das Philoſophi⸗ 
he &p gefeget / in toeniger Zeitz wenn fie 
^u ferne ertodrmet und angereiget / bie 
18 ſchwartze Sxaben- Haupt von der aller: 
hwaͤrtzeſten Schwaͤrtze nicht fehen a 
' o 


DE 


268 


ſo muft bu von neuen wieder anfange 
maffen diefer Irrthum nicht wieder erſta 
tct noch verbeflert werden Fan. N | 

| |o os Nicolam Flamuet 


(ec) Die Farbe aber/fo bu eigentlich babe 
muft/ foil gang vollkommen ſchwartz feyn 
gleich mie viefe Drachen / unb folches in? 

















in Diefer Kunft e$ wenig gu bedeuten habe] 
die Schwaͤrtze gu haben / geftalt nichte 
leichters iſt als bitfelbe zu erlangen / zu] 





liſchen Coͤrpern hervor fomme / die eine] 
lange Zeit baure/ unb fich nicht verliere 

als im fünfften Monat / nach welcher T 
alsdann bie erwünfchte Weiſe erfolget. 
So du Diefelbe erhaͤlteſt fo haft bu ‚viel! 
aber noch nicht alleg. 


| 
Nicolaus Flamellat, | 


T 
(ccc) Der 


| Doct Edelſt Gab Gottes. 
(etc) Der Hermaphröditifche Gift aber 
aͤhret Die animam in feinen Bauch 7 und 
yringt diefelbe in ben qualificirten Leib / 
aempeindas gereinigte Metallifche Saltz⸗ 
Ditftà wird nebenft feinem Schwefel auff- 
Peſchloſſen / unb in eiu braͤunrothes Oleum 
foliit; Hierauß wird per Naben: Kopff 
h boren / Das ift das erſte Zeichen, und 
Dfitgt gemeiniglich was Wunders zu er⸗ 
Holgen/ wann die Sonn und Mond vers 
Sinflere werden? denn wird ber Groß— 
naͤchtige gebohren / weicher das geiftliche 
ip. weltliche Recht in feinen Haͤnden 
übrtt zc, Diefes Zeichen bedeutet Die 
i conception und Conjundion des Aſtrali⸗ 
chen Samens 7 hernacher aber ergreifft 
as Saltz feiner Wuͤrckung dag Solvers, 
nd den Samen oer Sulphur an / bringt 
Abige in feine Natur / das tjt in einen 
jr zuckenen harten Leib fo hernacher Durch 
y ebührliche Handreichung Des Vulcani in 
* mt bód)meifer und endlich röthe fire Me- 
1 icin fan gebracht toerben. Aida 
1 fohannde Monte Suyders, 


Hie find gefegt die Coͤrper indie 
utrefaction oder ‚Faulung / unb 
yerden gemächt zu. einem ſchwar⸗ 
en Erdreich / und dann fo wirſt du 
hen die Materi ſchwartz yd 
" | ral 




















269 


179 


freu bid) bann es if ein Anfan 

























Der Wuͤrckung. (a) 
@)E Stove hæc putrefa&io ejus, ac inte 


eaperfedam ejus nigredinem cor | 
fpicies, qua confpe&a, gaude: nam fube 
nigredine albedo latet, ac certum indiciun |] 
eft, materiam initio rite conjun&iam ac un) | 
tam fuiffe, | OC UE 
M, Joann Iſaacus Hollandi 
(2) Wiffe daß bie PutrefaGion 9 | 
Durchfäulung/ fo fie wohl und vollkoͤn 
ich gefchicht/ als nemlich 42. Tage, waͤ 
aber beffer ein menig länger in der Potre 
fici mg; jelänger/ je buffer, dann hiedure d] 
wird Fein Schade zugefügt 7 und De 
Górper loͤſet fico fein auf/ welches alle 
muß gefchehen mit fanffter Wärme fd 
gibt er fich in der Dikillation und ſcheide 
der Element’ und im ganzen Werck deſt 
f Johannes de Pad d 
(a2) Bedeuten berotoegen bie Farbe 
(o durch die Zerbeiffung und Aufloͤſun 
unferer vollkommenen Coͤrper entftanden 
bie Verfaulung und Gebährung’ welch 
Auflöfung von der Aufferlichen Waͤrn 
herruͤhret/ geholffen von der Pontifche T: 
Senrigkeitzund mmunderfamen fauren un p 
| ſcharſſe 


. Oder Edel Gab GOttes. 
charffen Tugend des Giffts unfers Mers 







" 


urii / der alles / was er findet / undihm wies 
erſtehet in einen reinen Staub / ober viel⸗ 
‚mehr in ein unbegreiffliches Pulver brin⸗ 
yet undauflöfet. Wenn deromegen ‚die 
bvirckende Wärme über und wieder Die zaͤ⸗ 
yeund ölichte Metallifche Srundfeuchtig. 
Tit; ihre Wirckungauf gemeldte Weite 
xrrichtet / gebieret fiein dem Subjedo die 
ESchwaͤrtze / denn eben zur felben Seit Io: 
Fee fich bit Materia auf/ wird zerſtoͤret / 
vird ſchwartz und empfänget um zu ge 
ähren: Denn eine jegliche Zerftöhrung 
^ft eine Gebährung/ foll deromegen dieſe 
Schwaͤrtze allezeit gewuͤnſchet und bes 
' tebret werden. | 

Demnach ift Diefelbe das ſchwartze Se⸗ 
el mie welchem des Thefei Schiff ſieg⸗ 
Haft auß Creta wieder Fommen/ fo eine 
U lefach, feines Datern Todes  gereefen: 
Isa alfo mug ber CBater fterben damit quf 
Wer Afchen diefes Phoenix ein anderer toit» 
er gebobren werde unb der Sohn ein 
Königfen, - | 
















— 


Nicolaus Flamellus. 
"| (2222) Allhier mus der Leſer der Arbeit 
alber informirt werden / weil darinnen 
st le Authores febr tiederwärtig find / daß 
er eine außführlich befchreibet die Difpo- 
| Hon, welche vor der wahren Putrefs&tioa 
qt rgebet/ deſſen Zeichen ift uode 

mn Denn 





—  — 


271 


272 


fel / und dieſer ift in unſer Kunſt Materie hs 























Dennin aller Arbeit ſchwaͤrtzet der Schw 


als die digerirende Kraͤfft / welche nothwen 
pig ſchwaͤrzet. Darauß erſcheinet / da 
zu dieſer Putrefa&ion und wahrer Auf 
fchlieffung dieſes Wercks fo wohl war 
als trucken / fo wohl Falt als feucht erfor 
pert wird: Und dieſes deuten die Philofo 

phinicbt unbillich damit an / wann fie (el 
ren die widerwaͤrtigen Qualitäten der C 
lementen zuſammenju fügen und fprechen 
Der Drache ſtirbet nicht / als mit feinet 
Bruder und Schwelle: Soll nun bd 
Zeichen der Putrefa&ion erfcheinen 7 / ſo 
noͤthig / das man die aͤuſſerliche bewegen 
de Wärme habe: Dann wie die Ward 
in den Mineren der Erden Fochet/ vermill 
telft der Wärme: Alſo nimmt die Phile 


fophifche Materia ihre Krafft zu a'cecirtla 
und conferviren von dergleichen Fünf, 
chen Wäre / welche alles nothdürfftt 
alfo möge oder koͤndte verrichten. SF, 
che Wärme aber muß nicht gewaltſa 

ſeyn / fondern fanfft und gelinde) tocfdedyg 
fein die fubtilen Theile Fan erhitzen / eb 
ben uno vermifchen/ biß das. ganke ze, 
brachen, und in eine Schwärge verkeh/ 
ret werde. Dann mo nicht alle ſubtileſ " 
Theil werden zu der Putrefa&ion gebrachtf 
(o faneine8 von dem andern. nicht 9. ! 
ſchieden ſeyn. Dannenhero Die. wahre ; 
Philofophi einbellig fagen:  Putrefadio e 


tii 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
heſaurus rei. Und anderſtwo: Non tz- 
deat te putrefactionis. Denn mie die Zer⸗ 
brechung iſt alfo die Gebaͤhrung / und 
hließlich alſo die Volkommenheit. Was 
man nun durch Kunſt wuͤrcket / Dadurch 
yerbringet man nichtsanders/ ale das man 
das Meine eom Unreinen / den ſchwaͤrtzen⸗ 
vom ſchmirbigen Schwefel vom klaren weis 
ftn Queckſilber ſcheidet. 














Incertus 


Derhalben fo verbrenn unfer 
Ertz mit einem leichten ſanfften 
Feür wie ein Eyerbruͤterin / big 
aß fein Leib geordnet wird/ und 


ie Tinctur/ oder Faͤrbung aug 
Hogen werde; du ſolt aber die nicht 
ar eins mals außziehen / fonder 
iin wenig) und ein wenig/ foll her: 
Fuß gehen jedes Tags) bif daß 

sin langer Zeit erfüllt oder voll⸗ 
racht werde. (b) fi 


| 5) ' Je Fäulung des Coͤrpers ift ber 
| Anfang des Wercks und Dit ges 





"Tichts nicht auf in linpem Roſtmiſt / id 
* Mercurio: ! 


i dia ait linoer SGárme auf daß das 


Radix Chymie, 
e. (bb) Die 


173 


242 


Goldes duppelte Zerlöfung bringt erft der 


gar Ungeitige wuͤrcket nach feiner Natur. a 


fle Hitze die innerlide XBärme oer S008]. 




















PAND OR A, 
(bb) Die mare Putrefa&ion aber tvilf 
eine ruhige Schwärke haben und de 


Loͤwens verbeſſertes Weſen und Leben 
wieder. D 
Johann Zang 


(bbb) Manmuß aber fonderfiche Ach 
tung geben auff des Feuers Regierung 
dieſelbe muß ftetig in fuo gradu verbleiben 
und niemals ftille halten : Dann deficiea- 
te calore naturali muß der Tod folgen, unt 
entftehet eine ungeitige Geburth und bat / 

obaun de Monte Ynydersl, 

(bbbb) Im Anfang des Wercks fol], 
bag erfte Grab nicht höher ſeyn bann Di, 
Wärme einer figenben Joennen/ aud) mul, 
pu in per Mitten des Ofens ein Loch mag. 
chen / das du auff und geheb wieder uma], 
chen kanſt / daß du allein. in cem unter h 
-Dafen fühlen. kanſt / wie ſchwinde oot 
ſanffte die Waͤrme fey/ erſtlich ſo du DaF, 
Hafen anruͤhreſt DaB bu an der ſanffte 
Wärme ein Wohlgefallenan deiner Dani. 
fühleft und empfindeſt unb mercke mapu. 
ich fage/ den groffen Schaden zuverhättif,, 
imgansen Werck / dag ift/ bap du für all 1 
len Dingen mit Geſchwindigkeit Day 
Seurnicht zugroß macheſt / wo bu aber papi. 
Feuer wirſt sugroB machen und eie auff 


terit 

















Oder Edelſt Gab GO ttes. 
Materien mit Ungeſchwindigkeit wird 
ibertreffen und uͤberwinden / (o würde ber 
Jeichnam in fid). ziehen den Seifl/ und 
oer Beift wird in dem Leichnam verhalten, 
md durch Ctárde der Aufferften Hige 
Wird er fi zum Theil (ublimiren uno 
önderlich im Ende fo fid ber Coͤrper in 
Beiſt tbut verkehren‘ darum fey fleiſſig 
ibas (tur. zu regieren’ oder dein Werck 
virſt du zu nichte machen. 

; uzohaun de Padua, 


© (bbbbb) Sod unfer Ergmit linbem 


lin&ut herauß gezogen wird. Sie wird 
"ber nicht alle auff einmal herauß gezogen / 
andern fie gebet alle Tag ein wenig und 
ber ein wenig herauß / bi e$ nach) langer 
Seit vollendet wird / unb was folvirt wird / 
Mag fteigt über fid) continué in dag tempe- 
Firte Balneum , bif es in ein ungreiflich® 
Waſſer folvirı werde/ und die gange Tin- 
ptur in der Farb der Schwärge berauf ge⸗ 
e / welches ein Zeichen der Solution iff. 
Dann wann die Wärme in der Seuchte 
Nuͤrcket / ſo gebübrt fieerftlich ein Schwaͤr⸗ 
Nez wann ſie aber in dem trockenen wuͤr⸗ 
Netz fo gebübrt fieeine Weiſſe / unb inder 
seiffen / ift die gelbe unb rotbe Garb vere 


€2 ^" Sd 





Feuer / bif fein Górper zerſtoͤrt und die 


Radix Chymie, — 


275 





178 


PANDORA; 

















wißlich Mods unb bín nid 
liegend / und wiſſen daß das Haup 
der Kunſt ift der Rapp / welcher i 
der Schwaͤrtze der Nacht und Klar 
heit des Tags ohne Fluͤgel fleugt 
Dann auf der Bitterkeit fo er ín jer 
ner Kaͤlen hat / oder darin íft / wird. 
die Ferbung genommen / von ſeinen 
wahren Coͤrper die Roͤthe und in): 
feinen Rücken wird genommen bad 
einiglauter offer. (o) | 


()GCitote. ergo tumoris inquifitores , 8] ^ 
fapientiz filii, quod vultur fuper mon] 

tem exiltens , clamat voce magna : Ego fum] " 
albus nigri, & rubeus albi , & eitrinus rubei, r 
& certé veridicus fum, — Et fcitote, quod ca 
put artis e(t corvus, qui in nigredine nodis] 
& claritate diei volat fioe alis. Ex amaritu 
dine i in gutture exiftente, coloratio accipitur] . 
à fuo verö corpore rubor exiit , & de " r 
dorfo mera aqua — 
Bra hs 


(cc) Ac quamvis hic tantum unius cor-] 
Vi fiat mentio : tamea tres in hoc Philofo. 
* 



















Oder Edelſt Gab Gottes. 


?'horum monte tibi occurrent, Niger, qui 
aput eft attis: albus , qui medium, & rubeus, 
jui finem rerum omnium imponit, ^ Ultimus 
Enim appetitus naturz eft in rubedine no- 
Era... Neque mireris , quod tot colorum 

lifferentias five varietates in. corvis ftatua- 
Enus, licet non nifi nigrivulgófint noti. Fa- 
eor equidem, nigros elle vulgariffimos :poft 
Bios tamen non raró his meis oculis vidi etiam 
bos, in aulis principsm & Regum, ut Dref- 
Eizin Mifnia in Ele&orisimperialis horto , & 
' libi, Tandem veró rariffimi funt rubei cor- 
Ti, quorum non nifi duos memini me vidiffe 
"a magna ifta regis nofri Chriftianifhmi ca- 
jea, quz extru&a habetur in liorto regie 
ipud pagum quendam , quem fontem bel- 
(m, vulgó Fonteinebleau vocant : quan- 
uam & hi non omninó rubei , fed variegati 
"abris plumis tantum erant, Teti vero ru- 
ei, ut dixi, rariffimé fe dant in confpe&um 
'ominum, nec; ut ingenué fateat veritatem, 
‚me ha&enus, nifi forte me infcio „ confpe- 
(Ai fuerunt unquam, — Eos tamen veriffime 
Fuftere, teſtimonio virorum fide digniffimo- 
;jm non lolum probare poffum; fed id etiam 
"E &itat ipfa ratio. Hi igitur tres corvi , ut 
P antea przmonui , tibi premonfrabunt 
am voce five clamore füo, Sed voccs il- 
tum tàm fubtiles & delicatz funt , ut non 
Jinfibus externis, fed internis potius & men- 
libus veré percipiantar; De his lege Pfi9. 
"bifcriptum et: Non funt loquelz , neque 
S 3  fermo- 


277 





278 


. fermones , quorum non audiantur voces. Ti 


auff weiß / oder roth / eermittelft peri 






















PANDOR A4, 


omnem terram exivit fonus eorum, & infi 

nes orbis terræ verbaeorum, Primus equi 
dem ex amaritudine in gutture fuo exiſtente 
rauca & inconcinna voce fua aditum tibi pel 
rabit adalbum. — Hic veró fuaviori edito vo 
eis fono promovebit te ad fummum & ulti 
mum rubeum, qui angelico fuo & ſuaviſſi 
mo cantu , omnes canoras avicularum , luf 
einiarum, & cygnorum voces facile fuper 
ante, te amice excipiet , & harmonia dulci 
fima te ad laudem ac gloriam DEI canen, 
dum excitabit, przcangando : Mirabilis Dey 
us in operibus fuis: & tu reípondebis : Plerff 
funt cceli & terra majeftaus gloriz ejus, — 
poquam gratias egeris fummo , maximo, & 
emnipotenti DEO in pace reverteris ad tuo 
ac € fomnis refufcitato Dracone forte pericu 
lum fit in mora, já 





— 


— ee xu 


— — — — 


a 


Anonymas, 


— 


(cec ) Wann die unterſchiedlichen um 
vollkommenen Farben / die in dieſem fab] 
je&o ſind / herauß gezogen worden / bißd 
erſcheinen ſieheſt das Raben⸗Haupt / we 
ches das Kennzeichen ift einer vollkomme 
Corruption, Bann die Kunſt begehtef 
anzuzänden eine ware Sinctur entwede 


le / welche weil fie Lufft und (euer ift/ fà! 
bet in weiß und rotb / indem Das Xbeill 
Lufft und das Rothe Seuer bat. 9 
















I Oder Edelſt ab Gottes. 


$3 Weiſſe und unter per 
Weiſſen vie Köthe if / bann du 
Pant nicht zueinem eufferften ohne Mittel 
Belangen / noch an einen febr hohen Ort 

pmmen/ ehe man ju oen unterften Fommt. 
Betrachte berbalben / vorinnen Die Ders 
Werbung beftehe / vertreib die fremboen 
Jarben durch Die unterfchiedliche Altera- 
Fon und Vermifchung der Elementen laß 
De feibe tragen wegen ber Angeigung deß 
Lode8/ welcher dir cin gewiſſes Zeichen. 
«pn wird deß herannahenden Lebens / vers 
erbe kuͤhnlich Damit Du zeugeſt; Diefe 
lrbeit ift nicht alfo gefährlich / gib nur 
Idytung / daß bu bie Materie nicht alfo 
reng mitbeiner Lantze des Feuers treibeft/ 
Jer&ig oder mehr Tage werden Did) ven 


| | in, 
pe — Johann £Zang. 


ie. (ccce) Die Urfache, tarum ich Dir dies 
beydeSamen in Drachen Geftalt mah- 
Sn laffen ift dieſe meil ihr Geftand ſehr 
208 üt/ und ihren Giffte gleicher: auch 
Se Außdampffungen/ fo in bem Glaſe in 
Sichöhe fteigen, dunckel / ſchwartz / Him⸗ 
elblau und gelbig ſeyn / gleich mie dieſe 
yde Drachen ſeyn abgemahlet / Deren 
Vrbe und ihrer aufgeloͤſeten Cörper- 

OI Macht 


—w- 


2793 


+80 


Dige Dinge umbringen / und zu toͤdten ver 


Gefaͤſſe zerbricht / ſondern er urtheilet num 


Macht fogifftigift/ daß warhafftig fei 
groͤſſer Gifft gefunden wird jumablen c 
Durch feine Krafft und Seftanck alle leben, 




















mag. Der Philofophugs aber empfinde 
nimmer biefen Geſtanck / wo er nicht fein 


Durch Das Geſicht / und aug der Verfaͤn 
[ung/ (feiner zufammen gefegten Dingen 
ber übrenben. Deränderung der Garbeng 
daB es alfo fen. N 


Nicolaus Flamellus - | 


Derbalben verftand es / unt 
nimm an oder empfahe die Gat 
Gortes/ unb verberge es vor al 
lea Unmeifen : dann von Dean 
Cauernen oder Hölinen der Metal 
len ift cà verborgen / tell 
Stein iff Ergäderiich und Iced 
em (bon glängende Farb / — ein] 
uͤberhoher Berg, uno cin weit breill 
Meer. (d) | í 


0». 


( 3) [Nielligite ergo & donum Dei accipite; | 

& ab omnibus infipientibus celate. D. | 
cavernis. metallorum occultus eft, qui lapis, 
eſt venerabilis, colore fplendidus, mens fai; 
blimis, & mare patens. Ecce vobis expolus 
Deo gratias agite, qui. hanc fcientiam ‚vos 
docuit: Gratos enim diligit, —- Fre⸗ 


der Edelſt Gab GC ttes. - 
Frequenter admonet author fuos. difcipu- 
s,ut hoc fingulare Dei donum debita. re» 
rentia agnofcant, & omnes fatues ac infi- 
entes ab eodem abigant, & excludant. 
Unarrat prztereä lapidis quafdam proprie- 
tes, eumque occultum | nominat, hoc eft, 
iueis cognitam: venerabilem, hoc et, in 
mmo precio habendum : colore. fplendi- 
tum, hog eft rubicundiffimum. Ef enim 
bedo ulimz perfe&ionis certifimum fi- 
Insm. Mentem fublimem, id cf, fpiritum 
i blimatum & exaltatum, Mare patens, id 
| aquam mercurialem perennem, fixam, & 
IN igne permanentem. Has omnes proprie- 

(tes in fe continet lapis, quas ante ipfius 
infe&ionem, nemo tam exa&é fcire potcft : 
id tum demum erumpunt, cum przparatus 
(fit : non fecusac inarbore pyro ignora- 
" quales protrufura fit fru&us, donec tan- 
em oculis tuis manifeftó videris, ipfam pro- 




















fa.nec alterius generis frudus, Quia igitur 
15 & proprietates in lapide cognovit, illas 


Mis difcipulis, ad quos nondum pervenit 
"eperientia, ut & hinc aliquid utilitatis & 
“olumenti percipiant. Non autem pro 
fleli hac inftitutione fibi, fed Dee vultglo- 
^nm & laudem tribui, Deo, inquit, gra- 
Rs agite, qui hanc fcientiam. vos docuit, 


IN 


| e; au. 


i 
| 
q 


xiffe pyra,non poma, non pruna, non ce» 
iermes proprio experimento omnesiflas vi- 


«oque docendo, liberaliter communicat - 


;' lermes. plantat: Paracelfus rigat: Deus _ 


^281 


155 























PANDORA;". „9 
antem dat benedi&ionem & | incrementum, 
Huic igitur foli grates immortales perlolven 
dz (unt pro omnibus rebus,  Gratos enin 
diligit: Eftquegratiarum atio ad plus dan 
dum invitatio, | 
Anonymus, 

(dd) Thue derhalben mie ich dir fage 
wenn du diefen Schag bekommen toilt 
welchen auch die wahren Phyfici und alteı 
Philofophi gehabt haben. Es ift eit 
Schatz folcher Tugend und Hoheit / Den 
gleichen Fein Menfch zwiſchen Himme 
und Erden durch Kunft erlangen mag 
(3 iftein mittel Ding zwifchen dem Mer 
curio und Metallo/ welches ich nehme 
paraug& durch deine Kunft unb mein 
Weißheit ein folches herrliches Weſenge 
fertiget wird. Es iſt das feine/und erat: 
tabilifche Gold und Wurselhafftig! 
Beuchtigkeit: Es ift die bodbfte Medt 
cin/ wie Salomon fie befchreibet Eccleſiaſt 
v, 38. GOtt hat ſie beſchaffen: Don der 
Frden wird fie genommen, und der — totifi 
Mann verachtet ſie nicht. Gott bat fie gefeßt 
unter meine Geheimnüffen/ und gib 
fie den Weiſen und Derftändigen. Wie 
fool fie viele Oracores/ und Die fihin 
Theologia und Philoſophi groffe Do: 
&ores zu fenn achten’ gan& und gar vtri 
lachen. In gleichen verachten und ver 
fpotten Die Medici Die Alchymiam, Aber 
He erfennen mich (Natur) nicht/ pe | 

au 


I Oder Edelſt Gab Gottes. 
ch von der Kunft nıchts erfahren/ tie 
Bricenna und Villä Arvanus/ und viel ans 








Me Wurhel und edle Medicin zu erfenmen/ 
Helhealle Kranckheiten heilet. Gluͤckſee⸗ 
3 ift ber Menſch / welchem GOtt die Zeit 


j ie 
| 














hm fo haben fie fid) bod) in ihren alten 
Hagen darmit beiuftiget. Mer folcheg 


eichthumy von einer Ung/ ja cinem 
ran kan er (tátigé reich und gefund fepn. 


nb fid) an GOtt und der Natur begnife 
"in. Es iff eine Hertzens Staͤrck⸗ und 
Sieht dann güldene Tinckur. 

Loo s Weefferffein der Weifen. 


Add) Ounſers Him̃el / O unſers Waſſers 
unſers Mereurii » O unſers Salntiers 
rim Meer der Welt iſt / O unfer vc 
vtabilt^ O unfer firen auch flüchtigen 
Echwefels / 0 des toden Coͤrpers ober fe- 
xs unferá Meers: Ein Waſſer welches 
ie Hände nicht netzet ohne welches Fein 

N , Menfch 





4 





hb bag Leben gibt/ zu biefem hoben We⸗ 
zukommen’ unangefehen, daß ev mda 
alt feyn. Dann Geber fagt: Wiemof _ 
Philoſophi / fo es gehabt alt gemefen 


M/ der befiget alle Gáter und arofe - 


Doch muß endlich Die&reatur fterben/ - 


283 








| 
l 
ilg 


, gebohren wird im Der gangen Welt. Undd 
































rt sale. ey. 
"^. PANDORA, e 
Menfch feben fan/unb ohne welches nich 


fino die Zunahmen / des Voͤgeleins Jer 
tis / welches nimmer rubet) verachter iftum 
ſeiner Doch niemanden cntratben Fan: U 
jo. haft ein Ding melches Föftlicher ift " 
bie ganke Welt / geoffenbahret / oon b 
me td) gänklich fage daß es nichts ande 
feye dann vafer pactifch Waſſer / melchk 
in der Sonnen und Mond congelirt, UM 
quB der Sonnen und Mond mit unftri 
Chalybe grzogen wird/ durch Philoſoph 
ſche Kunft / auf wunderbarliche 28e] 
ER einen verfländigen Sohn der Sunt 

"Michael Sendsvogin 


Zwar / fo es fich er ſtlich fchiverg 
ober ſchwartz wird / fo (agen mir 
es (eoe der Schluüflel des Wercks 
pann es geſchihet nicht ohne ſchwer 
ge: dann daſelb ífi die Tinctur ode 
Ferbung die wir ſuchen / melde fofi 
in jedem Corper tingieren oder fer 
bei / vie zwar etwan verborgen if 

geweſen in ihrem Erg / zu gleicher) 
foci als die Seel in dem 39 i 
lichen Leib. d c M 


(e) Rum behuͤt es wol / baf es nich 
Im verlohren werde / und M yp 


‚Oder Edelſt Gab Gottes. 
sehite fir Ding unfix: So heifics dann 
zendfich ſolvirt / unb gar fchier wuͤrcket 
Hitz ſchwartz / und das ift feine Sáu 
g / unb ift eine intoenbige Solution, 
Avon die Philoföphifchreiben-Und iftein 
Wchläffel dieſer gantzen Kunft: Es mag 
Mh nicht gebähren noch zerftöret werden’ 
| babe dann die (Sáulüng / da ift tas 
Fiſſe Körnlein geftsrben / und bringet 
Indertfältige Srucht und darvon fleigt 
Maus der Erden in Himmel, und von 
am Himmel wieder indie Erden : Und das 
Iblich ift / bas wird geiftlich im fublimi- 
Mn / und dag geiftlich wird feiblic im Ab- 
Agen / und hat Krafft deß öberften Ele⸗ 
















d Natur laͤſſet Feine ftatt leer dar zwiſchen / 
b das ift feme Diſtillirung und Cubli 


"Benediflus F igulus. 


bin bie Schwaͤrhe / dann fie ift oie Tindur, 
„Dir fuchen/ mit deren wir cin jegliches 
ik! | dits: Ding 


385 


pen M pe a aec ie d der ri e ero 
— eg — - 


286 


perliche in uncörperliche / und die uncé 
perliche in cörperliche verkehrt werden 7 






















PANDORA * 
Ding oder Corpus tingiven ; Und bii 
Tinctur it in ihrem Erg verborgen gíet 
wie die Seele im Leib dei Menfchen. Di 
wegen / wannunfer Erg nicht jerftórt/ € 
mächlich gerrieben / eingeträneft / uno ffe 
fig gefocht wird / bif es von feiner grà 
aufgezogen’ und in cin Dünnen unbedre 
fichen Geiſt gefehrt wird / fo ift die 9) 
beit vergebens; Dann mo nicht die Ci 


wird das Werck nicht vollbracht. í 
balben fo fepe fleiffig in Der Operation, 
deco&tion, bif Die gange Tinctur bera 
auff cas Waſſer gehe / inder geftalt ein 
zeifehmolgenen ſchwartzen Bechs / u 
wenn bu ſolche Schwaͤrtze auff Dem 2c 
fer erfcheinen fieheft/ fo wiſſe daß alba 
je&t bag Corpus folviert , oder aufgelöf 
und fluͤſſig worden ift; und wann Das Co 
pus in ein fchwargen Staub folvirr, und 
fein Waffereingehet / und gang und gd 
zueinem Waſſer wird / fo roiffez baB tg 
Waſſer das ander Waffer auffnimmt] 
als fein eigene Natur. Und wann bi 
halben nicht ein jegliches in Waſſer ve 
kehrt wird / fo Fönnen fie nicht zur Vo 
fommenbeit fommen / und in diefer Be 
miſchung / Kochung und Zerreibung b 
gantzen Wercks bedarffit du Feines ande! 
Waſſers als allein des Aquz permanent 
defien Krafft ift ein geiſtliches Blut of. 
wi 





















Oder Edelſt Gab GOttes. 

Alches nichts wird / und dieſer Geiſt wird 
Jein Corpus verwandelt / dann der Coͤr⸗ 
Wr incorporirt ben Geiſt / und der Seift 
kehrt den Coͤrper in ein Geift / wieBlur/ 
inu alles / mag ein Geift bat / das hat 
dad) Blut. Derohalben fo muß man dies 
be Schwärse/ Die auff ihrem Waſſer cre 
Jeinet / mit einem linden Seur kochen / bif 
fiin ihrem Waſſer unterfincket/ fo empfäht 
banni ein Wafler bag ander Waffer/ 


frieben werden 
| Radix Chymie. 


- Darum allerliebfter Sohn / fo 
/b indem Werck bift / ſo fibe daß 
b. zum erſten babeft die ſchwartze 
urb/dann fo wirft bu gewiß fepn/ 
DE du putrefaciereft und feuleſt / 
Ino im rechten weg fuͤrfahreſt. (f) 


| Je muß ich das oerfteben ? Alfo : 
jc MD indem erften unſers Wercks erfcheis 
| bit Schwärge/ welche Schwärk miro 
glichen bem h/ als das Bley / melches 
Danunflächtig und ſchwartz iſt / für ans 
‚on allen Nietallen. Alſs wird auch bie 
Evartze Farben verglichen der Schwaͤr⸗ 
des Bleyes / das ift Die erfie Sarbe 
„md Anfang des Wercks. 
, / N Johannes de Padua, 


fit von einander nicht mehr mögenge 


1 Gedult 


^ 
» 


Er 


I 


288 


demate tubeo coronatus appareat. 


PANDOR A^ 
Gedult und tveil fie niotbroenbtli 
in unferer Meiflerfchafft/ eilen i$ 
auf dem Theil des Teuffels / in di 
fee Meiſterſchafft. ( — — — 

3 ujus artis invefligatores non Ja 
OH: ad ilichtenn pervenire bf | 


E 



















prolixo animo, & regimine continuo, qui e 
go libenter patientia fruitur in hanc dilpd# 
fitionem introeat , qui verò citius cupit pe 
venire, in libris noftris non infpiciat, qm 
niam magnam inferunt injuriam antequa, 
àle&oribus intelligantur femel, vcl bi 
vel tet, 1 
Nam quilibet arbores "inferens non fpc 
rat fru&us hinc, nifipoft tempus, Ac fem. 
nafeminans non fperat metere, ni(i po 
meffes advenientes, qualiter igitur vultis hi 
bere: hoc, le&o femel libro, vc! prim 
tantum experto regimine? Idco vos non: 
deat procedere operando ad fccundam & 
tertiam partem regiminis, Ita quod rex Dia 


Guilielmus Tecenenfi | 

(a3) Przftatautem uttam pufillum ignén 
addas,ut furfum non füblimet, quamvistem 
pus longius fit, tua. nihil refert, certumincet 
toprzfer. Nam magno calore opus tuüfi 
perdere potes, verum igni pufillo nunqUan 


A 






Ode Edelſt Gab Gottes. 


€ cave ne tantum ignem ei adhibeas, ut 
abrum colorem pro albo acquiras. 
^o Me oan Iſaacus Hollandus, 








Mon Vobis dico quod fuRineatis patien- 
jt, quia. forte moratur, & feltinantia qui- 
Dem ex parte diaboli cft. Ergo qui patien- 
am non habet, ab opere manum fufpen- 
Fat: quia impedit eum fefinantem cre= 
julitas, [!*; 

| Rofarium 


Ba Haupt FS. Rappen. 
Putrefadio, 





wars worden 


| 1 Das aufg eloͤßte Waſſer iſt 
T O du 


289 


290 

























 BANDORA | 
D da gefegnete ratur / und ge 
fegnet ift deine Würfung ; dann 
von oder aug den Unvollfommnen 
machſtu das Vollkommen / mit foge 
rer Putrefaction / Faͤulung / oder 
Faulmachung / welche iſt ſchwartz 


baͤhren und herfuͤr ſproſſen neue 
und mancherley Ding / mit deiner 
Gruͤne macheſt du vielerley Far 
ben erſcheinen. (b) 


(5) b a putre factio eft quodaminodo fe: 

paratio & infpiffatio rerum, & deni- 
gratio appellatur, qua completz res fiunt 
mortuz ;ficut homo infuo tumulo, quia po* 
ftea poít infpirationem anime, & Spiritus in 
eis facta m revivifcunt; & ut didum eft per! 
operationes predictas in lapide- philofophi-| 
co cGuvertüntur, quæ nifi fic putrefactæ 
fuiffet, id eft, mortuz, nihil valuiffent, nec 
fru&um aliquem attuliffent, nifi quantum ip⸗ 
fx (flent, Incertus, | d 


(bb) Chymia eft adequate Naturæ ope- 
rationibus. Natura, ex quo quid vult ge- 
uerare, vertit in limum; Philofophia adepta; 
putrefacit, & in limum fuam materiam vertit, | 
Nota:Limus eft principium corruptionis, & 
rüdimentum generationis. Cato Chem. | 


pt — 


Oder Edelſt Gab Gottes, 

















Kit und vorgeben; daß alle Ding grün 
ſeyen; meilnman fagt/ daB alles/ was 
Borünet; machte und fi. zufammenfüge: 
Ind eben die grünende Krafft nennéten fie 
Edie Natur. Aber Ariftoteles ſpricht alfo: 
Wenn man bie natürliche Bewegung 
Wuͤrckung) nicht wiſſe fo Fönne man 
Bauch die Natur nicht wiſſe / dieweil fie fluͤch⸗ 
tig und unbeſtandigiſt / undin einer immer⸗ 
Waͤrender Bewegung „ver Gebaͤhrung / 
Vermehrung / und Veraͤnderung / welche 
dermaleinſten am letzten / und der Welr fix 
und ſtandhafftig ſeyn wrd. 
1 a Härlılins Ficinut, 


U fbbbb) Hierzwiſchen aber werden im 
Glaß oder Faß mancherley Zeichen und 
V Garben/ darauf dan wol achtung zu ge 
"ben/unb man fich auch darnach zu richten 
hat / erfcheinen : wann man nun folche 
nach einander ſiehet / fo ift e8 eine gute An⸗ 
geigung/ daß cà zu einem Alücklichen Außs 
‚gang formen - eroe. Erftlich erzeigen 
ſich Körner gleich wie Fiſch⸗ Augen banni 
‚ein Circkel um die Maäteri/ fo gleichlam 
rothlecht / dann einmal meißlicht/ ferner 
wird es grün und gelb gleich einem Pfaw⸗ 
"Eenfdtoar&/ bernach auf das allerfchönfte 
Weiß / endlich aav Seer unb Blutroth 

| Waſſerſtein der Weiſen 


va. Dur 


4 (bbb) Daher etliche tieffinnige.fpindte 


291 


292 


bif ift die Saffrangelbe und truͤß⸗ 


Zerſtoͤhrung (c). 





















PANDORA,T | 
Durchſcheinende Schwärge/ 


aͤchtige Erde von deren alle Phi⸗ 
loſophi ſagen und ftebet auf oder 
ob vem 29affer. Das / ſo auff der 
Materiift, find bundle Mebei/ und 
find &eift/ ober Rauch. Dieſe Erd / 
fo auf oder ob dem Waſſer ift, wird 
Herabfteigen von dem anderen Ge 
fbirr in Boden des Geſchirrs/ 
und werden geboren drey Wurm. 
Noch viel Philoſophi / die dafaben 
die Materi Dich tverben/ und in Ers 
den verfehrt werden / und dieſe 
Dickwerdung fund im Auffgang 
auf dem Waͤſſer. Alſo lieſſen fie 
es nach und nach dick werden / da 
ſahen fie die Erden unterfahren im 
Waſſer/ und ficben an dem Boden 
des Geſchirrs unter den Waſſer/ 
welche Erd Saffrangelb ſchwartz 
und truͤßaͤchtig war / da ſagten ſie 
daß diß were die vollbrachte oder 
vollkommene Zerbrechung oder 


| " 

(c) N Ottra ergo putrefadtio non eft fordi- 
A.N da, nec immunda, fed conjunctio! 
Aqua 


- Oder Edelſt Gab Gottes. 

Aquæ ef cum terra per minima, donec totum 

:orpus fiatunum, ! 

Es fleußt nicht am Glaß wie ander 

Waſſer fo man circuliretz bat faft die Na⸗ 

(rur eines Oels / vannes foloirt fich nicht 
wierein ander Corpus zu Waſſer / darum 

















| 


i 


Jans ſchwer auffzutreiben venn dag 
Waſſer macht Die folution/ die Zufft Die 
sublimation, pa Feur Die liquefadion,und 
Pie. coagulation pie Erden/ alfo daß die 
Pier Elementa ihre Wuͤrcklichkeit allein 
urch mittel der Wärme sollbringen/ und 
in jedes sum Ende feiner generation fif 
let: Alfo wird der Cörperdurch fic. fel 
"er gebrochen/ voie bann gefagt ift. Ex 
olvirt fich felber/ fublimirt fich ſelber / toͤdet 
fid) ſelber / und macht fich felber wieder fee 
Mendig. Dieſe Würcfung gefchiehet ob» 
wre Auffhörung. Id e, in Aquanoftra fiunt 
Lomnes modi, ſeilicet fublimatio, dittillatio, 


'ritio non fit manibus, fed fortiffima deco- 
Xione. Verum eíl quod dixi, Nam totum 
Loc magilterium ex re una & viauna conftat, 
|) MWelches alles tbut die Natur allein 
Durch Mittelihrer Waͤrm / welche bie na 
ürliche Element fort treibt; und ſcheidet 
Je in ihre Meränderung, dann fie kommen 
Ucht von einander / alſo daß Die Scheidung 
uichts anberdift/ als eine Beraͤnderung 


| au 
T t 


wird e8 vapor uncuofus genennt/ welcher 


In bie ander: Auß i Waſſer wird Lufft/ 
Jii ES 


293 





CTS 
PX NDOR A, 
auß dem ufft Feuer/ auß dem Feuer wie 
detum Erden. 
Ariſtoteſes, Cum habueris Aquam e; 
Aere, Acremex igne, & ignem exterra, tun 
habebis plenam artem,( Bernardus hoc «gu 
menrum tra&at per 2. librum.) 
Dann bie Elementa werden nicht ge 
ſcheiden wie bie Narren meinen/ fonden 
um der Veraͤnderung willen nennet mani 
eine Scheidung/ auch füget fie die 9tatt 
felber ohne Zwitracht miederum zufam: 
men’ daß alſo hie ta dieſem Cörper Geif 
unb Seel gefheiden werden in der Veraͤn 
derung/ und fügen fid aud) felber wie 
per zufammen dann die Seel rubet i 
Spiritu als in ihrem Stul und elit 
pa fie hin gehört: i 
Dixerunt enim Philofophi quod Lapis na 
fter eft ex Corpore, Anima & Spiritu, &ve 
rum dicunt, 
Die Geuchtigkeit von dem Girift itat 
[té Waſſer / Unicatantum Aqua per totum 
und die Feuchtigkeit von der Seeleniſta 
(t8 Oel / vapor un&uofüs eft Lapis no&erg 
Dann die Seele ift ein Band des Geiſtes 
gleich wie der Coͤrper ift ein Band der Ser 
fen/ folches Band iſt nichts als ein DA | 
der Natur | 
Tota Operatio noftra non eftaliud niſi à 
tractio Aquæ à terca, & hujus Aque ſupe 
Terram dimifio, donec Terra puireſeat 
hecenimterracum aqua putreht & e j 
atu! 



















| Oder f£od(t Gab GOttes. 
Wicatur, quz cum mundificata fuerit, auxilio 
livinitatis totum magifterium dirigitur. 

















Wiquas.. Dann gleich wie in der Erſchaf⸗ 
ung der Welt erftlich alles Waſſer geroes 
en/ und der Geift GOttes daräber ge 
Ahwebt / alfo ift der Anfang diefes Wercks 
Und feiner folution; Der theilt fich alſo auffe 
Und Abmwerts/ bif fo lang eg feinen Core 
t gank und gar folviert hat / in ein durchs 
chtig Waſſer / alg ein Chriſtall; | 

T | Radix. Ghymie, 


(ec) Beſih berobafben daß bu ohn tine 
erlaß Das vaporofifch Feuer wohl regiereft/ 
Mowird erftlich auff dem Waſſer ein Haͤut⸗ 
ein / das wird von Tag zu Tag gröffer 
fimo dicker / fallt als ein fubtiler gelber 
Fand zu grund / je mehr je beffer/ bif fo 

ang fich alles gefeßt: Laß ſtehen fo wird 


8 tn pie Länge grauy fchtwarg und trucken 


das ift caput corvi ) procedir mit dem 
Feuer fort/ biß c8 letzlich rein / Flar unb 
eiß wird/ Dod) ebe oie rechte Weiffe komt / 
Doirft du wunderlich allerley Garben im Glaß 
Then inwendig von ver Materia auffahren/ 
eich wie kleine Sternleiny verlieren fish 
nd Fommen immer andere wieder. | 
Bi. Radix Chynaig, 


V. (ce)91ae$ erlicherZeitfängt das Wafer 
n ſich mehr einzudicken un zu coaguliren 
& 4 und 


Y Alibi; Spiritus Domini ferebatar fuper 


295 


| 496 


| unb wird wie Das feharkefte Mech, endfi 
wird es ein Corpus und Erde / melche Dii 


Philoſophen / und mad) daß P 
Waſſer / barnad) regier «8 

















PANDORA, 


Mißguͤnſtigen die ftinckende Erde genenn 
haben / zumahl alsdann wegen der vollkon 
menen Säulung(melche natuͤrlich ift) i | 

wie alle andere Erden ſtincket / und einen G 


natuͤrlicher Feuchtigkeit annoch beſchwer | 
ten Knochen erfuͤllete Todten⸗Graͤbe 
Diefe Erde iff vom Hermere Die gebláttel 
fe Erde geheiffen / aber fein eigendlich 
und wahrer tame iff Laton oder Es, w 
ches hernach weiß gemacht werden foi 
Die alten weiſen Cabaliſten / haben dieſe 
ihren Veraͤnderungen (Metamorphofibu 
befchrieben unter den Sigur des Cocblangi 
Martis , fo Die Gefärten Ded Cadmi $t 
ſchlungen / welcher bicftlbe Schlange bt 
naf getödtet / unb mit einer Lantzen m 
ber einen Eichenbaum durchſtochen / D 
fen Eichenbaum nim wohl in acht. — | 
A NTtOLAR Fiamellns, 


p 


Das Feuer werde angezindt (d 
Ofen / nad Citt und Brauch DE 


gange Materi gar entlóft werdel 


fanfftem ‚Feuer / biß der gröfli 
ober pie A beiloerfebrt werde : 

















Pa. Tagen. Allerliebſter Sonn / 
Jiß daß dieſe Kunſt oder Wiſſen⸗ 
yeit nichts iſt dann ein vollkommne 


hs sum e8 nicht fo ein gering 
B NI Ding’ wie etliche ihnen traumen 
Ba. m / vermeinend/ weil die Philoſophi / 
Bolches einem Sinperfpiel und Weiber Aro 
Dit verglichensfie daffelbig auch fo ſchlecht⸗ 
Bid) acbten / welches aber die nicht alfo 
emeinet / fondern bie Nach⸗Arbeit in dies 
Bum Werck / fo an ibm felbfi gar gering 
md leicht / dardurch verftanden, uno fol 


Bitreüroigrt / und mit Erfantnäß deſſelben 


Oneutet haben. 
|: Waſſerſtein der Werfen. 





A )syynfer Dueckfilber ift folder Tugend; 
A bafi ed an ibm felbften / obn einige 
Zuthuung / eines fremden SDingt8 / c8 
vird auffgelöft unb zugefchloffen durch 


phi 


Oder Edelſt Gab GOttes. 


| oder Einblaſung GOt-⸗ 


he nur den jenigen die von GOtt darzu 


f»rgabet affo fchlecht und geringlich anges 


puatürfdpe Kochung. ber die Philofor — 
l M | | Ts 


97 


| 
i 
l 























PANDORA 


ybi fekenihm / wegen Abfärkung der Zeil 
fein wohl gefochten umo zeirigen Cd mef 
zu / und arbeiten alfo. Wilt du derh 
ben unferem Nach folgen / fo ratben toil 
ehe dann du dieſe Kunft angreiffeft / da 
du vor allen Dingen lerneft / deine Zum 
im Zaum halten / darnach die Natur Di 
Erg und Metallen erforfcheft / voie auc 
der Erdgemächfen / dann in jedem Din 
mirit ou unfern Mercurinm finden’ ung 
auf allen Dingen Fan der Weiſen Mera 
- gius gezogen werden / gleichwohl in einer 
Ding viel naher dann im andern. Wiß 
auch warhafftig / daß dieſe Wiſſenſchaf 
nicht Ungluͤck / oder ungefährlichen Gl 
findung / ſondern in vollfommener. E 
Fantnüg beſtehe / und ift nur oicfe einkig 
Materi inper gangen Welt / durch welch! 
unb auff twelcher der Weiſen Stein Fan gi 
macht werden. Gr ift zwar in allen Dingen 
aber in feiner Außziehung oder Extradtiic 
würdeeinem bas Leben zu kurtz. Doch of 
ne Erkantnůß der natürlichen Dingen / ſot 
derlich in Dem Mineraliſchen Reich wir 
du gleich ſeyn wie ein Blinder / der au 
Gewohnheit den Weg findet, Diefe 
ficht die Kunſt zwar ohngefärd / und obe 
wol bißteilen und offten durch ohngefärt 
bie rechte Materi unfers Queckjilbers ur 
ter die Hand befommt fo hört er auff/tvo (A 
folt anfangen’ und verleurt alfo Durch obra 
gefärd was er ohngefährd gefunden n 
a 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
onn er weiß nit/ worauffer feine Meinung 
Maͤnden foll. Ja diefe Wiſſenſchafft ift ein 
Pabdeß Alerhoͤchſten / und wo esGott nicht 
nem Durch hohen Verſtand / oder einen 
Jeund offenbaret/ wird fie ſchwerlich er» 
ande dann wir ſeynd nicht alle Geber / oder 
Wie Lullius. 

\ | 












j 
4) B 
aee 


» 

1 And alfo zeigen wir dir an/ 
«dir die Wort der Philoſophen / 
nd nad? dem wir felber gefeben 
"ap anaerübrt oder gerafter haben/ 


UN 


ofen fief haben wir allein vif 


Jig Ding erfennt.. vollfommen 


m / zu dem: weillen und roten/ 
nd haben Fein ander Ding mogen 
Nnden.in dein die Vollkommenheit 


Der Volbringung ftünde/ ſo biel 


„ulder wahren Veraͤnderung / oder 
erwandlung ber Corpern oder 
«iplifommnen Bereitung gehört / 
WB ganzem zerbrochen/ und gang: 
h überal geſchwertzt. Derhal⸗ 


Mu fo eif emoͤſig in der Wirckung/ 


: | allen fbren Ständen / gedultig- 
ab vollfübrenbe Die Abkochung / 
MB daß herauß acbet Die Tinetur/ 
i^ oder 
|| 


Michael Sendivogius, — 


Wut. grofen ‚Arbeiten / uno mie 


198 





(ed) e Thoren / wann fie vomWaſ 
















SB AND iO, RAS n 9E 
ober Serbung auff das Waffe | 
ein fohivargen ‚Sarb/ und fo ou fi 
heit ein Schwäarge über diß Waſſe 
formen und zutringen / [p wiß d 
das ganz Corpus zerlajfen ift/un 
dann fo muß ein leicht fanfft Feut 
darüber gleichlich enthalten werdet 
biB es empfabet ein Nebel / deng 
bohren hat die Finſtere: Dann di 
Philoſophen Meynung und Fü 
nehmen iſt daß das Korpus / 
jetzt entloft ift ineinfhwars Du 
ver / infein Wafler eingange/ ur 
werde alles gar ein Ding. 
unt fo nimmet an und empfab 
darnach ein Waller das ander Wi 
fer / als fein eigene 9iatur :- ur 
darum / wann nicht ein jedes 0 
ehrt tvirb/ und fid) verwandelt 
ein Waſſer / ſo wirft du in fein 
Weg zu der Vollkommenheit ob 
Vollbringung fommen. (c) 


hoͤren fo vermeinen fie / e8 ſey 
Waſſer ber Wolcken ; mann fie aber 
Ding einen Verftandt hätten / fo toti 
fie ja / daß e8 ein Aqua permanens , 


ENSE ovis di N | 
[oer Edelſt GabGottes. zu 
W^ ein beftändiges oder bleibendes Waſ⸗ 

I; welches Waſſer ohne feinen aufgelöße 

llt Górper/ mit dem e$ auffgeföft und ein 

Wing worden ift / nicht beitändig over 

Hibend feyn Fan: und dieſes Waſſer nene 

, 1 bit Philofophi ein Waſſer Des Goldes / 

F feurige8 Gifft / und mit vielen Na⸗ 

Un wird es genennet. 

UM EICH isa 
Das ftvarg und truͤßechtigErd⸗ 
Mich der Philojophen. (a) 

N. | 
Wb A Ltera v ero pars remanet inferius fixa: 
y, 

j | 










Radix Chymia, 





4 
***& hzc vocatur terra nutrix, fax, 
gnefia, & melius aliis nominibus nomina- 
‚ Dicitur etiam corpus moie ‚ in quo 
il eft vitz , quia ablata e(t anfma fua, Hzc 
liem terra non eft abjicienda : quia in fz- 
jus elt quod queris. — Et ex hac terra pri- 
uff) pars eft nutrienda ; propter quod multi 
Fepti funt, qui diu laborant, & nihil faci- 
it l1 quia extrareas terras addunt in fublima- 
Une, Etiliud quod fuperius afcendit , fe- 
Ps fublimant, ac fzces fubtus remaaentes 
hjiciunt , ignorantes tandem quid fir pro- 
mp>lapisnofter. Nos autem non volumus 
illod partes , quae elevantur in fublimatione, 
mEnaneant feparatz ab his quz inferius funt : T 
M volumus eas iterum in ünum conveni- 
&c. Quia poft primam purficaionem 
per folutionem completur, non iaveni- 
1 aar 


| 
| 















plus purificatur , fubtiliatur , fortificatur ji Mr 


- fo inferius defcendit, & continue immor 











PANDORA,. f 
tur quicquam fuperfluum, nec diminutum ff 
no&rol:pide. Exhis igitur patet , quod B 
extractione animz à terra anima contra) 


crefcit in qualitate, virtute & colore, 
citur enim ultimo albiffima ut nix: terra vi 
tur in quantitaté , a6 debilitat in virtu 
Unde manet deformis & mortua ; nec vit 
ficatur nifireddatur animafua, Quod qua 
do fit, anima fluit in fpiritum; fuum corp 
& aufert omnem cjus nigredinem, ac immu 
didam, | Laurentius Vena 


Das Haupt des Rappens. 
 Putrefa&io, 


$ (-— 





A, Das auffgelöfte IDaffi 
wud zu einem Leib, — 


Oder Edelſt Gab GOttes. 
d OS werden Würm under welchen 
Hier den andern friffet oder vers 
Plingt. Die zerbrechung oder 
Arſtoͤrung eines / iff ein Geberung 
Aeanberm (5) — | 


Meyf£ieà Fleiſch / es fen Menfchliches 

IModer aus Thieren / Fan Feine fernes 
Vermehrung unb Fortpflangung brins 
Y e8 gefchehe denn Anfangs Durch oie 
Julung / auch der Same deg Ackers / und 
,IR8 fo den Vegetabliſchen untertoorffen 


Li 


Tio zugethan / Fan ju Feiner Vermehrung 






















rden duc) Biel Thiereund Gewuͤrme in 
Leben erwecket / allein aus der bloffen 
ule ihrelebende Krafft und Wuͤrckung 
mieigen / welches billig in ein Wunder 
t39Buneber der Natur mag erfännt wers 
3 Doch hatfolchesdie Natur jugelafe 
|/ diemeil ihr folche lebendige CGermebz 
ig unb Erweckung ihres Lebens am meis 


ven Element durch fpiritualifden 
imen dero Geftalt erwecket wird. 

‚Diefeg mit Gyempeln qu beweiſen / weiß 
| Weib des Dorffmanns am beſten / denn 
i Feine Henne zur Haußhaltung sic» 
Dt / e8 gefchehe denn Durch die Faͤulung 
| neu Daraus das Huͤnlein gebohren 


Go 


in der Erden gefunden und durch die 


: 39$ . 


304 


dern iſt. 


wachſen. 























PANDOR A, 

So das Brod m Honig fommt / (if^ 

wachfen Ameifen Darinaew/ welches audi! 
ein fonderlich miracuum natutæ für an 


Der Bauersmann fiehet aud) / baf aug 
ſtinckendem Fleiſch Maden machfen / ig 
Menfchen / Roß / und anderer S bien 
Leiber / wie bann aud) in Nuͤſſen / Apfel 
Birn und dergleichen’ Spinnen’ Wuͤ 
mt/ und tvas eg mehr ift: Lind wer fc 
die vielerley Art und Sefihlecht eer ABM 
‚mer ergeblen / fo aus der bloffen Faͤulun 


> Bafılins Falentim 


(bb) Parac, Tom. 6. derefulcit. rer. J 
Die Purrefadtio iſt einer ſolchen Wuͤrckum 
ba fie die alte Natur verzehret und tranfll 


nen / und alle tode Ding uͤberkommen Mi 
der ein neu Leben darinnen / verändert 6 
Eorrofivifche Saltz » Beift / von ihr 
Schaͤrffe / machts milde und füffe / nmm 
transmerirt Die Farben / und fcheidet DA 
purum ab impuro, Das purum über (ilf. 
Dad impurum ynter fich / cin jedes untl 


* Virus Polaca 


(bbb Spril 







I Doct Edeiſt Gab GOttes. 
N (bbb) Sprachihn(den Neptunun ) derent⸗ 
gen mit dieſen Worten an/ Hert (dj 
P bie Philoſophiſche Schrifften geleſen/ 
Mice ſagen / daß alle Gebaͤhrung beſchehe 


rc Mann und Weib / und babe ich 


Ih bíe Frucht des Sonnen Baums dl? 
ji gefehen vom Saturno in unſern Mer 
run legen’ ich glaube Auch bir/ als 
Mn Herrendiefes Meers / daß bu folches 
Webl wiſſeſt / ich. bitter antworte mir auff 













Mine Grade, Er fprah : Es ift. abr. 


ilit Sohn / álle Gebaͤhtung befchicht (ri 
qnit und Weib / aber wegen Unterfcheid 

u den eich ift ber Natur fomwitd cin 
| Tufts biet auff andere Weiſe geboh⸗ 
«Bi als ein Wurm; dann obfchon dee 
dur Augen, Geſicht / Gehör) und and 
ubt Aufferliche Sinne habe / ſo Fommen fie 


wb aug Putrefaction ber/ und iftihr Ort — 


er Erde/ darinnnen fie faulen 7 ib£ 


neiblein. Alſo auch im Philoſophi⸗ 
Werck ift bie Mutter dieſes Dings / 


up 
Ba fo offrmahl wiederhofees Srpaffcr/ 


‚Bauch auB demſelben Heböhren wird / 


1 B tiro durch Putrefa&tion ie die Wuͤrm 
Böhten. Därutti haben ed die Philofor 
ein Phonix und Salamander detiene 
T Denn wann 68. auf Empfängnäß 
‚er Gorper herkaͤme / fo märe e8 ein 
ce dem Tod untermworffen / diemeis 
u td aber nur fid) wieder lebendig ma; 

It/-nad) Zerftöhrung des erſten Górptre/ 
ap U fé 
|. 





306 



















PANDORA, 
fofchirmert herfär ein ander unzerſtoͤrlich 
€órper: Sintemalen der Tod aller Dill 
ge nichts anders ift/al8 eine Abfonderung 
eines ing von dem andern / und DI" 
chicht e8 alfo in Diefem Phoenix, daß lf 

ic) mit dem Leben von dem zerftörtichi 
Edrper für fich felbften fcheidet. A— 
| «Michael Sendivogins, 


Itzund ift bicje Erde am Bode 
des Selchirrs / und wird gankl 
den diſſolvirt oder entbloͤßt in € 
Waſſer wie vorhin. Nie wird a, 
frast/ in wie viel 3eít der Stein @ 
Schwärge verkehrt werde / un! 
welches iſt das Zeichen der wahr" 
Solution desSteins? Gib ich dI. 
Antwort: So die Schwärge e 
fehienen ift im erfien mal fo iſt 
«in Zeichen ber Durrefaction/ od 
Entlöfung des Steins. Want 
aber die Schwarge gar. verbleic 
und vergebet/ das iſt eingehend 
ganglichen Sautung des Stein 
und feiner Entlöfung. jm 
wird gefragt / ob die ſwartz 
Nabel waren an dem vorgefagtl 
Stein ;. dur 40. E" | 
-o MW 


-— 




















| Oder Edelſt Gab Gottes. 
pni atworte ih alfo? Etwan mehr 
Evan minder / dieſe Endernng ge⸗ 


I viele der 9(rgnep/ und wird 
i 1d) nach Fleiß gewircket/ darum 
de gröffer Viele /_mebr Zeits er» 


N fbtrt/ die kleiner giri: ‚minder j 


atte (e) 
d 


LT Uectiub. odo d patebi nis 
I AZ gredo ;& qualiter amovenda eft. ni 
J li, Rec, Prima die appatebit nigredo 
iU laperficietsritum; & quædam nebula ni⸗ 
4 Gilla multum ingeniose eft amovenda 
i ges munda lapidea vel vittea, vafe 

difcooperto, fepara nigredinem qua 
[n id Philofophös vocatur veftis tenebrofa, 
bi io m cooperto vafeignis continuetur quoufe 
AW t iterum nigredo appareat, | .Et illa ni- 


i" /doiterum amóvcatur & in’ váfe vitreo - 


ndé fervetur cum füpradicta, & hoc fiat 
fequenter donec nil nigredinis appa- 
tin fuperficie, & lapis semaneat clatus & 
: indus, quoniam veré tunceft aqua mundi- 
lta térra fua, & tanc habentur duo ele« 
, — fcilicet terra & aqua. 
wif Quzritur, Per quod tempüs debet effe im 
n iredine, & quod eít fignum vere. folu- 
b his lapidis, Rec, Cum nigredo apparue- 

pes vice, fignum eft putrefadtionis & 


à 


| 








Ji 


jebet aber von ungleiche wegen 


uà far 


307 


| 
! 
| 


30 $ 


ſchieden / und durch bie Subiimrung 




















"PANDORA, 


fslodonis lapidis, Cum autem nigredä 
totaliter evanuerit,et fignum roris putref 
&ionis lapidis & folutionis ejus, ^ Duraf 
autem nebulz nigtz in prædicto lapide 4 

diebus, aliquando plus, vel minus, = 


quantitatis, medicine, & etiani ex induft id 
opificis. · Unde major quantitas majus ten 
pus requirit, etiam minus, Sapientia. aute 
operantis iot arem feparationis nigred | 


nis. 
Aroldusde lila Noua, 


lee) Wann bit Schwärkerecht ttgit | 
wird / fo bleibt fie nicht (anger als 40.36 
Darum wann du fieheft die Natur; 
einem Waſſer werden/ und im Lufft (uil 
miren/ fo find (ie su einem Dunſt orbi 
Dann wann fie alle von bem Górperg 


Geiſt verkehrt / ihme gleich / und find be 
de lüfftige Seifter worden / bie da di 
tvarté in Lufft fteigem/uab eshat ein Dur 
Din andern Dunſt / wann fie beede imb 
Coction zufanmen gefügt ſeynd und af 
der Sublimation mit einander verbund! 
werden’ auffgenommen. | 
Radix Chym d 
* 


| Oder f£orlft Gab Gottes. 
Weißheit der Wirckung hilfft der 
1 ARS Fuͤnderung ber Schwaͤr⸗ 

















EX E 

B) Sarum bubid) dann nach folchem 
we «in allem zurichten und zu entfcheis 
yin wirft haben Fönnen/dann der Artiſt tbut 
ger zu nichts anderſt dann Daß er nur 
det pflantzet und begeuft. GOtt aber iſt 


len Der pag Gedeyen darzu giebet. 


D X 

Item es wird gefragt/ tie viel 
eits waren werde diefe Faͤulung 
amb Reinigung der Erden: Ant 
Morte ich viertzig Tag uno etwan 


yr / etwan minder / nach der 
6.(e) 


UEM. 

^ RR Ann nun alles alfo beyſammen / 
j | (o ſetze es in balneum zu putreſciren 
Tag / in welcher Zeit man dag Blaß 
ht bemegen ſolle / biß Diefe ermelote 
ug füruber fepnb / nach 40. Tagen 
ED bie Schtoärge erſcheinen das Raa⸗ 
haupt genannt darauf viel mittlere Gare 
auch wohl falfche/ dann zwiſchen fol- 
en unb der wahren Weiſe / wird qud) eine 
oͤthe erſcheinẽ/ letzlich abcz wirſtu Den wei⸗ 
? M s fen 


| 
TES. 


y 

. 

T 
I 


d Waſſerſtein der Werfen, 


392 










fa = COUPRNDORAS SM 
| fen Schwefel ſehen / welcher wann bafi 
Beineum etwas beffers geſchuͤret / affici 
gen wird / tote Die Sifchaugen / und mir 
jich neben an deg Slafes Wänden anb à : 
gen: alsdann baflu cineterram. in 
Schweffels Natur verfehrtz und haft. ve 
falphur naturz, 158 D 

| | Samuel Nertonns,| 


| | 3 4 
Das Hauptdes Rappen - 3 
Puucfadig; . .. 








M 
^. Das C orpusiftfolvirt un 
3u einem fetten Waſſer 908]. 

. Oleumgiebracbtyoorocn WIR 
— 600) Mercurius Duplimatus 
| tt'annt. dae 






















Oder Edelſt 6ab Gottes. 
Y Oleum Dbilofopborun: Das 
Pel ber *Dbilofopben. Dasgang 
Ichwartz Geſchirr verfebrt fich in ein 
denig roth. Hie iſt gebohren der 
wu Sohn des Schwargen / und 
piro werden aller weiſſeſt / und 
in Nam wird geheiſſen Elixir. 
di ſchwartze und trüßechtige 
Erd iſt verkehrt in das Ouecckſil⸗ 
er wie vor / und entloͤßt: In Farb 
es Oels / alsdann heißt es Del 
tt Dbilefopben. (a) 


"€ oleum à Deo pretiofum, cui in re- 
im natura nihil (imileinvenitur? Poffem 
iücis verbis diffinitionem ejus veram pro- 
D»Rere, & dicere ut fupra, Oleaginitatem 
Fine nihil aliud effe qoam humidum radica- 
jmetallorum, purum & incombuttibile, im 
ilo effenia & forma metallica potiffimum 
infitit: fed quoniam non defunt philofo- 
[iorum inhacarte excellentium definitiones 
\2,eas potiffimum in medium adducam,non- 
Wul diverfas propter. olei diffimilitudinem, 
hnquidem in re, fed propter corporum, € 
IKibus educitur varietarem, & inprimis ve- 
irabilis Raym,Lullii, qui oleum definit fub- 
'atiam corporis peraquam depuratam, ,& 
[rtatam in ventreventt, Dicit fubftantiam 
E u 4 quia 


Uzautem hxc et oleaginitas aut 


ju 


 quiaeft merum.argentum vivum maturunf 


. Corporis videlicet Solaris, Solem enim | fiy: 
, aurum per excellentiam quandam corpus melt: 


ait item Lullius, quod à corporibus perfäf 


N 
























souP ANO ORA. 


& fufficienter à natura in mineris excoctum 


tallicum vocat, quia reliqua omnia meta 
necdum perfeGionemillam adepta. funt, a 
quam tamen per naturım peryenire poflun 

Hzc ſubſtantia przparatur & depuratur pol 
aquam Philofophorum, & tandem portati 
jn ventre venti, id e(t deftillationibns crebr| N 
furfum elevatur & levigatur, reduciturgug 
ad venti, hoe eſt, ad aeris & fpiritus naturam: 
Cujus interpretationis au&or eft Albertus ex& 
plicans illud Hermetis; Portavit eum venti 
inventrefuo, Argentum enim vivum, 1 


&is extrahitur per diffolutionem, deftillatic 
nem, fublimationem & fubtiliationem,dicit 
oleum incombutibile, anima & aer, & fple 
dor corporum, quia corporibus metallic 
mortuis & impertc&is vitam tribuit immo 
talem, & eailluminat, Definitio tamen € 
generalis, tam corpori Solari & Luna 
quam calci etiam metallorum imperfec 
xum, quz etiam inarte corpus dicitur, 42 
commodari poteft, Secundam olei defir 
tionem ex codem Raym. Lullio, ni fallo 
adfert Innominatus,dicitque Oleum nihil © 
liud efle, quam limofitatem omnium meti: 
lorum, natantem faper menftruum polt dil: 
lutionem ipforum, Limofitatem vocat 
mum five terram metallorum, non quide 
 groff 






















Oder Edelſt Gab Gottes. 


rofam & fœeulentam ſed ejus partem fübti» 
Biorem, quz cum gravioribus partibus mifta 
ut ante fuam eduGionem, eflqueinflar luti 
Bujusdum vel coeni, pars enim Mercurii ma- 
Borin ea quam terrz, utin lib, Lucis Mer; 
iuriorum afferit Lullius ; & idcirco extracta 
Bier menfiruum,qood aquam & phlegma ibi- 
Diem vocat, menft:st fimilitudinem quodam- 
odo refcrt, nifi quod aerez magis & ignez 
Bit naturz quocirea non mirum ett, fi aqux 
ußeu phlegmati innatet, cum leviora graviori- 
Mus naturaliter fupertent, | Unde Rhafis: 
| Imne oleum congregatur fupra fuam aquam. 
De hac olei natura acıea Arnold, de Vilfa 
iQva: Olei perfedifigna funt, gotta fpiffiot, 
Mblcolor, intenfior, & levitas aerea, itaquod 
iplum aquznofttz mifcueris, natabit füpe- 
iius, EtLullius. Si mifcueris ipfum aquz, 
üpernatabit, & congelabitur ad modum te- 
wifimz pelliculz diverforum colorum, Item 
oan, Rupefciffa : . Pofita calce, mediante ca- 
nire elevabitur quzdam pellicula in modum 
Snlei, Tertiam oleidefinitionem adducit Al- 
nafar Arabs, afferens, Oleum nihil aliud 
‚fe quam aquam mutatam in aerem validaim- 
poreiione aliarum qualitatum, per conjun- 
# tionem abillis fufceptarum. Per alias qua- 
ie itates innuit calidum & ficeum, quz inigne 
(X terra latent;à quibus ſæpius elevata & de- 
wo conjunda aqua qualitatem calidam af- 


| pit & in acris naturam tranfit, fitque. calida 
© k humida, de olei natura, Us Ex 


l 


E 3 


jamit. frigiditatemque fibi naturalem depo- 


Hn 


| 314 




















PANDORA, 

. Ex quibus definitionibus colligimus, Off 
leum Philofophorum nihil aliud effe. quang 
aquan, non quidem fonts aut pluj 
viz, qnx à metallorum natura aliena eft, fef 
Mercurialem | maxime un&uofam, crebrg 
deRillationibus levigatam, & ad aeris quo 
dammodo naturam reda&am, in qua calı@ 
dum radicale feu formale metallorum deli) 
tefcit, corum materiam mundatam exco 
quens in verum argentum & aurum, adju 
vante tamen naturam & in:ernum calorem 
movente & excitante, igne artificiali extring 
fecus adhibito. Aut, calcis metalli cujufdi 
que humiditatem radicalem multum gluting 
fam, calidam, & fubtilem, (quz verum eft au 
ri argentique femen) per Mercurium folu: 
tam & levigatam, itaut nullam amplius ug ] 
&uofitatem, aut aliquam. humiditatem. eva 
porabilem, nec phlegmaticam in fe conti" 
neat, quz quidem fentiri poffit, cum impof 
fibile fit alioqui calcem omnino à fuis viri 
bus, que in humido unduofo conſiſtunt 
Eyacuare; | E 
Adonymus. 


Es wird aber bas Gold geſol 
virt und entlogt/ / auff daß es wie 
der in fein erſte Materi eingefuͤhre + 
fotrbt: das iſt daß es warlich 
werde Schwäffel und Queckſilber 
bann wir mögenalsdann — "a 


| Oder Edelſt Gab Gottes. 
"Silber maden/ unb. Gold’ ſo es 
"Derfenrt/ ober verwandelt iff in 
‚ddr Materi earum (o fofl es nun 
Mewaͤſchen und abgefocht werden) 
apaf es warlich feye Schwaͤffel und 
dOuecdflber : dann nad) dem 
MPhilo ſophen / find die die wahr und 
Fecht Materi aller Metallen. (b) 

: ous foltu wiffen / daß allerhand 
a, V9 Steinvon Sulphür tvárn / und von 
Miuͤchtigen Mercur. gegiegelt werden / auch 
age Sonn und Monds daß man fie aber 
micht qu Metallbringen kan / ift ihrer Grob⸗ 
„weit bulb /aud) wiſſet das alle waͤchs⸗ 
Ache Ding/als £aub unb Graß / von Sulph. 
md Merc. gezieglet werden, durch Wär 
meNung ver Solis und Lunz, denn Conn 
a amd Mond ift Mere. in der Materia / als 









"ait und feucht’ dann in. der Erden iſt das 
d Feur verborgen / und ift heiß, unb tru⸗ 

(ten / und tn dem Seur da toobnetbie Lufft/ 
í indiſt Faltzund feucbt/ / derhalben ſieht 
lE nan 2. Haupt⸗Theil als feucht und trus 
fen, dasift Erd, Wind / Waſſer / darins 
hen wird der Mercurius suíammen ger 
ne ießt/ Der trucfen und feucht iſt / der Merc. 
i pulphur in der Materia und alle Ding ha⸗ 
pepe ibr Wachsthum / von Trucknem und 

Be; Feuch⸗ 


pie Sona iſt heiß und trucken / der Mond 


315 


‚316 


feuchten’ und dag trucem und f 


r : 
.. (bb) Die erfte Materi der Metallen 


PANDORA. 1 


| 




















wird von Der Waͤrm a( der Sonn bewo 
gen/ daß c8 fich biftillirt / und fubliemiergg! 
werde’ unb alle Ding werden muß / eiuf 
jegliche nad) feinem Geſchlecht / und alfgl! 
ift Merc, &c, T 
TAL, Gloria Mundi 
E i 

(ít zweyerley / aber eine ohne die andere! 
vollendet Feine Merall. Die erfte und 
pornehmfte ift die feuchte / mit Wärme 
ber Lufft vermifchet / viefe haben oie Phi 
fofophen Mercurium genennet 7 welche 
Durch bie Strahlen der Sonnen und 
Monde im Philofophifchen Meer vegierel 
toirb. Die andere ift der Erden trucken 
Waͤrme 7 welche fie Schmefel genenneffl! 
haben / dieweilen aber alle rechten Phile 
fophen diefe am meiften verborgen babett 
wollen wir dieſelbige etroag beller erklaͤren 
zumahlen das Gewicht / als ohne deſſe 
Wiſſenſchafft alles verderbet wird. Da 
bero auch kommet / daß ihren viel auf ei 
nem Ding’ welches an ihme felbften gut 
eine Mißgeburt erlangen, dann etlichedad I 
gane Corpus für die Materi/ ober Saal 
men / oder Ipermate nehmen / etliche eit Y 
Stuͤck / und dieſe alle weichen ab von den 
Weg. Als zum Exempel / tann eine 
eines Manns Fuß und eines Weibes Hand 
zuſamnen nehmen und außfolcher Ver] 
| mifehung T 


m 


















J Oder Edelſt Gab GOttes. 
Muiſchung einen Menfchen zu tvegen brins 
Ben tvolte/ fo währe e8 ein ohnmöglich 
Ding / dann in einen jedwedern Cörper 
Bit ein Gentrum/ und ein Ort / oder wie 

fpes Saamens oder Spermatig Puncten/ 
uber allezeit ben 2860. Theil machet want 
8 ſchon nur ein Weißen Körnlein wäre. 


anb diefes Fan anders nicht fern, Dann 


Micht Das gantze Körnlein ober Gorous zu⸗ 
wmttien verwandelt wird / fondern es iff 
Inden Eörper nut wie eiit Nothwendiges 
Maͤncklein welches von feinem Coͤrper vers 
MWohret wird’ vor aller übermäfliger Hitze / 
Naͤtte ic. Haft ou Öhren und Vernunfft / 
us merde allbié auff / fo wirſt bu ficher 
nn / nicht allein von denen/ welche den 
dt und Stelle / t8 Sperrnatis nicht wiſ⸗ 
m7 unb bas gange Körnlein zum Saas 

en machen vollen / fondern auch eor Des 
(dum allen / welche mit eiteler Solvirung 
wit Metallen umgehen’ tmb die Metall 
‚ärchauß ſolvieren wollen / darmit fie bere 
ur ach auf Deren Bermifchungeinen Metal 
na den. Bo aber dieſe / auff das / teie 
Natur procedirt und fortfähret Ach⸗ 
‚ug geben’ fo würden fie fehen / DaB es 
4T tit anders darmit zugehet. Dann Fein 
„n 2etall iff fo rein / Daß nicht auch feine 
„a teinigkeit hätte / doch eines mehr oder 
‚uniger/ als das andere / aber bu freu“ 
‚uhrkiger Lefer / wirft den erften Puncten 
4t Natur fleiffig in acht nehmen / bo 


! 


! 





37 


318 



















" 
2o PADZNHSOC RA;src i] 
oben gemeldet/fo. haft bu genug: Doch gebe 
ich bir dieſe Warnung daß du in den ge 
meinen Metallen folchen Puncten nicht 
fucheft in denen es nicht fe: Dann dieſt 
Metall / infonderheit das Gold / Des ge]. 
meinen Manns / feind tod, unftre abe 
feind lebendig / und haben einen dpiritum 
biefe muß man in alleweg nebmen. Dann 
du ſolleſt wiſſen / daß das Leben der M 4 
tall / ift bae Feuer / weilen ſie noch in ib" 
ren Mineren und Ertzgruben ſeynd / ibi 
tob in gleichem auch dag Feuer nemlich pef 
ſchmeltzens. Aber die erfie Materi dem‘ 
Metall ift. eine. Feuchtigkeit mit warme 
Lufft vermiſchet undift ein (orm und aeg 
(tait / toie ein fett Waſſer / das an ein jed 
weder Ding / esfeye rein oder unr ein fid 
anhänger / doch in einem Dit haͤfftiger ale! 
in dem andern/ welches daher Fommeh l 
daß bie Erde an einem Ort mebr offen 
luck und porofa(oaBift mit mebreren£ufft 
gaͤngen ) ift / unb eine. ftärckere an ſich 
ziehende Krafft bat / al&an eínem andern 
Sie fé mmt unter. weilen für (icb felbftemm 
an das Liecht / mit etwas bekleidet oorr 
nemlich an denen Orten, da fienichts hal 
woran zuhafften/ wird alfo erfant/meiler 
alle Ding auf orepen Urfprungen und all; 
gemeinen Anfängen ihren Urfprung haben‘ 
aber inder Materi der Merall nur außer 
ner cinigen/ ohne; conjun&ion , dag etii, 

Hd qug "| 
3,3 | 



















Oder Edelſt Gab 60 ttes. 

Jußgenommen / oderihren Schattennems 
bà h den Schwefel. | 
| Michael Sendivogins, | 


(bbb) Es find abet der Dingen Anfaͤng / 
Unnderlich der Metallen / nach ver alten 
1 ilofophen Meinung / zween: Schwefel 
nd Queskfilber : nach den jüngeren aber 
rt9/ Saltz / Schwefel / und Queckſilber: 
| diefe Anfäng aber entfpringen. auf den 
er Elementen / von deren Wurtzel wir 
fonderg den ‚Anfang machen muͤſſen Al⸗ 
[ole pie Syünger dieſer heiligen Wiſ⸗ 


‚onfchafft mercken-/- daß vier. Elementen 


T ipt em Centro und Mittelpuncten eim ame 
ied in fich halte / von bem es die les 
" entifche ratur empfanget / und bif 
yin bie bier Säulen der Welt / fo in der 
rs Schaffung der Welt von der Goͤttlichen 
Seßheit auß dem vermiſchten chaos ges 

yeıden toorben/ welche auch dieſes Welt⸗ 
u / Durch. ihre wiederwärtige Wire 
ung 7 in Gleichheit / und ber Proportion 
Alten, und durch inflyeng ver Himmli⸗ 
4 Kraͤfften / alle Ding unter / und 
ber Erden herfürbringen. 


"i D | "Michael Sendivogins, 
N 

iy indoor nun ái ein Weib nez 
^ de und fie — man 


) 
4 


» 


b: und daß ein jedes dieſer vieren im - 


i$ 





















SEPANDORA, 700 
die Geſtalten der Gebaͤhrung toͤdtet 
und lebendig machen / und. ein 


Liecht einführen oder eingeben f 
und die Angeficht reinigen von der 


Shmwärge und von Finſternuß 
der wird var groſſer Wuͤrdigken 
feyn. Dann uns unſeren bekroͤnten 
Konig / unferen tótben Sohnen 
im: zuſammenfuͤgenden in [eire 
Feuer/ noch nicht flechtenden emg. 
pfienge / und ein Sohn debüre zu 
ſammen gefuͤgt: dann feine Wol 
den / fo auff Ihren waren / Febreil, 
wieder in ihren Corper / als wie fi 

außgangen waren. Cc) E. 


(6) A Qua cum mifcetur æri ipfum inten 
? us dealbat? Hzc dealbatio dicitur 
quibusdam impragratio , quia teria. dealbaff" 
tur, Dominante namque aqua terra ctel 
cit, & multiplicatur; & augmentatio nov" 
prolis inde generatur; Recipe q.od ag" 
fundum vafis defcendit , & ablue iftad cur 
igne calido , quousque auferatur ejus nigref 
do, & recedat ejusdem fpiffirudo , & fac a 
eo evolare additiones humiditatum, dont 
deveniat calx nimis alba, in qua tion eritm 
€ula, Tunc enimterra adrecipiendam a 
main eft habilis & parata. Jungite : 
um 


i 


hi 


















Oder Edelſt Gab Gottes. 


^ 


umido, id ed , terram nigram cum aqua fua, 
| 1 pue donec dealbetur, Illa albeao di- 


\ i Rofarium, 


|a Der halben (o beharr oder Boll 
Etre über ibn sin temperirt Bad/ 
iff er in Waſſer ſolviert oder ente 
Wipft werde / untaſtbar oder unbe 


ührlich / unb gang herauß gange 


"Mie Tinetur / oder Ferbung m. 


Ser Farb der Schwerge/ welchs ein 
E ift ber &olutíon oder En 


) T Eciam quoque fignum puteo. 


; aod tamen non tactu fed vifu probandum e(t, 
‚Dt hoc et, ut fit totum ut oleum. nigtum, 
ds fanguis fubrubeus ? ita quod totum vel 
jajor pars materiz fit uniformiter nigra, & 


Pe dicit Theoph. Effodiaur ergo fepul- 
D. illi draconi & KEN illie mulie£ 


| (dd) Dann nicht allein” in Diefer Kunſt / 

ndern inandern Dingen allen Fönnen mir 

" eiters nichts thun / als daß mir der Natur 
| & zu 


nis complerz eft pulvis fine tactud 


Ban fir difcontinua, fed una pars ab alıa. Et 


Lauremius Pentura. 


8 Wu 
3 «4. 


53 
322 


ſchehen fan / ſintemal in einem con 

















PANDORA, "9 
zu Huͤlff Fommen / unb Diefes durch Feit 


ander Mittel/ dann Durchs Feuer oden 
Wärme Weilen aber viefes nicht ge 


' — Fee 
y» , 


gelirten metallifchen Eörper feine piri: 
fug gefehen werden / fo muß Dag Corpus 
erftlich folvirt / und feine Pori geöffnet wer⸗ 
den / barmít die Natur wuͤrcken koͤnne. 
Was aber daſſelb für eine folution fepn fole 


ber digeriste Samen aufgeben und in fe 
matricem gebracht werde : Das mwafleı 
aber ift unfer Waſſer / himmlifch / wel⸗ 
ches die Hände nicht ncGet / nicht. gemei« 
nes / Sondern faſt Regen⸗-Waſſer: Der 
Leib iſt Gold ſo den Saamen gibt. Un— 
ſer Luna iſt (nicht das gemeine Silber) 


laſſe / und daſſelb gedoppelt: Hernachet 

wird es von der Milch der Erden oder ih 

ser Fettigkeit genehret / welche in Den = 43 
- r 


pem 









Piert ober bemabret ? Und affo wird gebob« 
en daſſelbe Kind der zweyten Geburt. 
Michael Sendivogius. 


E 
E. poe edieda der Philoſophen. | 


Coagulatio, 


A 





j. | Das Corpus ift zur Firitat 
y uno zur Feinigkeit gebracht 
m" Worden. 


| j "Das finfer Haug. Dann fo 
pf ird bct trad feine Fluͤgel Md a 


b 


325 


324 





















— 
PANDOR A, 
ben berauf ? bann er wird in viel 
weiß und viel malen bewegt werd 
den/ von oder auf einer Farb / in 
Die ander Farb / biß er zu ftäter 
weiſſe fommt. Ariſter ber Philo⸗ 
ſophus / das aller ſterckeſt Thier / ſoll 
nicht geſpeiſt werden / dann dieweil 
es Durſt und Hunger hat / und 
wiß daß nad) dreyen Tagen nichts 
bat. (c) I 
(0p X iftolapide exit Draco, qui comes 
dit caudam fuam, Ex ipfo ením nu- 
bes afcendunt, & defcendunt nubes ac plus 
vim, Dicitur enim avis volans , quia ad 
modur avis in altum , id eft in caelum eva 
lat: & tameu iterum in terram propter nu« d 
trimentum defcendit, Unde nutrix emni- 
um eftterra, | Et Hermespater ait, Maſcu 
lus retinet volantem , & volans eft femina 
quz babet alas integras, & volans vult 
volare cum alis; fed alia qux non habet ala 
retinet volantem & prohibet eam à volatu, & 
ipfam facit ſecum federe , & tunc colligatz re- 
tentz funt, & in carcerem, &c, nifi denuo perd 
artem folvantur, Vocatur ctiam fpiritus, pro- 
pterfübtilitatem fuz naturz, Afcendit enim! 
per medium vaporis fubtilis, quamvis poftea d 
frigido aére percuffus infpiffetur in aquam, | 
Tandem virtus aérea in ipfa manet, pene- 4 
trans corpora & fubülians: Unde in Turba F 


legi. 


ii u 


Te í 3 bia 
I Oder Edelſt Gab GOttes. 
Hegitur. Nota quod fpiritus e aqua, quz ex- 
Pirahit animam à corpore , & anima illa ef 
Btin&ura foluta, &c. 























Lanrentius Ventura, 


I} (ee) Dicitur autem cerpus fic denigra- 
m effe mortuum. | Unde gallinarius dixit; 
f Hanc autem nigri folutionem corporis quo- 
que mortui folutionem vocamus , & com- 
Emuniter fit in quadraginta diebus: quare ne- 
effe eft ipfum abluere ut mundum fat, & 
rivificare poftea , ut vitam & virtutem recu- 
neret, Quiadicit Rofarıus : Converte lapi- 
lem de bono in melius & nonin pejus. in 
‚Wonelius convertitur, quando fit. Elixir com- 

f»ofitum, In peius autem, quando corrum- 
Abitur ; quia tunc damnum eft & non lucrum, 
|cerrumpitur ergo lapis non ut mortuus ma- 
pieat fed ut ad meliorem naturam, & majorem. 
P irtutem per digeftionem perveniat. Et ideo 
gi iciturin tra&atu Miferula. In primoopere 
Eipparet nigredo , fed corpora ambe ablu- 
intur per aquam fuperius alcendentem per 
ablimationem, & iterum defcendentem per 
Seltillationem clarificantur &  vivificantur, 
1 olea erunt albiffima ad modum marmoris 
d rlucentis & falis albiffimi, Et tunc de o- 
d mibus corporibus facit lunam: hoc eft au- 
Am quando nupferit, id eft, quando in vafe 
0 commixti fuerint per minima, & ia 
‚Nam naturam coiverint per ignis exficcatio- 
[m: tunc enim generabunt &lium , qui 
| tam parentejam fuam pravalebit. qe 


e 


| 316 


| 


‚ lierum opus & ludus puerorum, fcilicet po; 
przparationem : quia Thelon & Azothtik 


Ber, 
LAU. 














NV AN SES qe 
Sol & Luna per fenontingunt, filius auter 
hic plenus eft tin&uris, Et inhoc eft comple 
mentum primioperis, Quod opus eít m 


fufficiunt: Ex his itaque apparet totus pro 
ceflus’ albedinis : fed tamen ut clarius ord 
& caufz cum eftedtibus in hac operationed 
ſtinctius au&ori patefiant ,  diffufius eft hi 
fcribendum, , 27 

| Laurentius Ventur 


(eee) Duo funt elementa , lapidea , fic 
fcilicet, terra & ignis: & duo aquatica, fci 
licet aer & aqua: corpus vero calcinatu 
eftaqueo privatumhumore. Cum ergoar 
dum fitiat libenter; aqueum bibet, _ 


Rofarium, 


(eeec) Vide fupra B, Figulum, p. 1$. 
feqq. j | 1 





| Oder Edelſt Gab Gottes. 


Coagulatio & Dealbatio. 









í -X" 
— 
en 





Die flüchtigen Geifter vere 
| nrfacben ote mancherley Far⸗ 
| 4 e. 


ben ; Hie iſt gebohren der Track / 






er Tod und die Finſternuſſen / und 
hlentz und Schein der Sonnen 
euhet der S rad / ber ba Köcher 
‚halt / ober darauff acht bat / 
me: X4 ut 


N 


1 
| 


qw 











we. 


unſer foder Gohn wird kommen 


. genen oder heimlichen Ding weil 



















und der König wird fonimeu auf 
dem Feur / und wird fich ber BER" 
mablung freuen / und die Derbo 


den erfcheinen/ und Die Jungfraͤn 
ich Milch wird weiß werden/ um 
unfer Sohn jetzund lebendig gr 
madt/ wird im ‚Feuer ein Kriege 
und tiber Die Tincturen und ($68 
bungen fürauß gehend. Das fig. 
fer Hrußs Hie wird gángli g$ 
reiniget / das ſchwartze Gelchirk 
uno frheinet allenthalben voll 
Blumen mancherley Farben / vo 
ber ſchwaͤrtze und wird weiß Mi 
Milch, Hermes der Philofophut 
Nim das ſchwaͤrtzer ſchwartz: bam 
viel und mancherley Farben werde 
in ihm ericheinen / und die Jum 
frauen Milch wird weiß merden 
und unfer Sohn ifi jegumd lebendi 
werden im ‚Feuer ein Krieger um 
für die Xincturen / oder Ferbunge 
auffgehend. (E) 
(£) ET hzc prima decodio contin 


anda eft tamdiu, quousque Drac 
vivit. 




















I. Ooer Edelſt Sab Gottes. 
wihcerur, & fiat lapis criftallinus, fundens, 
gens & congelans Mercurium , lac mutans 
Pæcumque metalla in veram lunam, Et 
ns philofophus ait ; Lapis albus dicitur 
irum album, & eft tanquam oieum album; 
WF nix, &c. Quando ergo fic eft perfcétus, 
eo ut fluat veluti cera absque fumo & ftri- 
Dre : tunc proprie lac virginis dicitur , fe- 
ndsm Gallin. Et in lib, Satur legitur 3 
Brit ficut lac incerans, liquefcens , penetrans 
modum aquz fixe fuper ignis pugnam; 
f cadit numerus ejus fuper mille, — Dicitur 
flamaqua vitz, quiz illuminat omne fordi- 
Bim , ut apparet ibidem, Dicitur ctiam 
Mya perennis, ac mulis aliis nominibus 


‚Berficitur in putrefa&ione in 36. diebus, fe- 

imdum alios in 70. fecundum alios in 89. 
Circa, 

| Laurentius Feniura, 


I Bittere Wolcken eigen auff/ 


T & wahre Zinetur oder ‚Serbung/ 
$ x 5 die 


"tib die Raͤgen auff das Erdreich: 


erden / iſt dag rein Waſſer / und 


329 


| 





- tilgetsdann das ift der weiß Schw 


| (4) P Rima eft quz furfum afcendit, & hf 


| PANDORA | 
die ba auß denen ben Schaftena 




















fel/ver allein das Erg weiß madii 
mit dem Geift behalten wird / de | 
er nicht fleucht. (a) | 


eit aqua quz eft humida & limpie 

Et quamvis afcendat per modum vaporis, t 
men frigidiori aére repercuffus , iterum vel 
ti aqua condenfatur , & defcendit ad hum 
&andum terram. Et hzc etiam eft anim 
quz totum lapidem vivificat , & fe habet ri 
Ípectu olei : & à quibusdam dicitur Fum 
albus ; à quibusdam veroacetum acerrimum 
quz in colore niveo afcendit , & ett vali 
acuta, Et aqua hzc habet fecum animan 
id et tin&uram folutam , & in fpíritu depi 
ratam , ex corporibus exttaßtam, 
Laurentius. Pentur 


(42) Oportet autem terram prius fepeli 
in petia panni /Ezyptti , poftea oporter cat 
didari compofitum , ut fiat fulphur tingens (f 


permanens — Deinde rubeum fieri, &c. ll 


alius quidam air, ) 
Tum vera operis primordia nofcese 
(Corpore cum fufcomapnefianigra videtur, 


Propter quod ait Mundus : I&a duo vafi a] 
pienter imponite, & femper ac humilité 
Deum orate, ut huac noftrum lapidem: i; 

deat 























Ä " sin - opere. commixtum , tünc — 
ilatim extrahentes animam , ac inſpicite fi 
lius Gt lapis niger. — Quia fi ita ctt, opti- 
Wr rexiftis : fin autein , regite ipfam albo 
uo'e , quod cft maximum arcanum, do- 
fat nigredine cocpertus. Es his ergp 


„Ampletz patrefactionis, folutionis, com. 
"Mixtionis , impragnatiopis, 
: AMireris, 


! % a) Scitote quod cum Mercurius dea 

lar: fit fülphur albom —— in- 
mbuRibile , continens in fe venenum. 
Jud Iplendori marmori cft fimile, quod 
vidi Ethelia vocant, & auripigmentum , & 
JM&uram : quia folum fulphur zs dealbar, 


» 
eratione fuerit dealbatum , hoc tamen 
J& fugitivum nifi à fulphure rubro reti- 


Hamuel in Turba, 


Ein geifticher Mann bat dieſe 
Bort gehabt in einem Geſicht/ 
1th die Dffenbahrung unfers 
Errn JEſu Cbrifti/ die find von 
Wemanb je gebort/ noch in feinen 
Nuͤchern funden worden/ nemlich: 
|’ u felt wiſſen daß der Half des 
di Geſchirꝛs 


\ 


et quod nigredo eit principale fignum - 


a 


33% 


—— —— 


Geſchirrs / iſt das Haupt oce X 


pen/ den du foben wirſt / und wil 

gebohren ein Taub / barnad) 
bac Ends hiemit find glückhe 
tig () 


(b) Uinquaginta diebus primis fit | 
put corvi, & inde in centum qu 
quaginta fiet columba, & 1fo. aliis fiet ı 
beus; lento utere igne ufque ad albe 
Rem, 
Menachns et Seturnin 


- 


ET 


RER 





| Oder Edelſt Gab GOttes. 
Aeſchen aller Aeſchen. 
Coagulation & Dealbatio. 









— 


B 
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Ls 


Imbibitionesiebendig gemacht 
vorden 3s gebaͤhren den 
vwveiſſen Sohn. 


— 

ie wird begriffen die gange 
Meifterfchafft: nemlich das Weiß 
das Roth / mit diefen wenig 
orten. Ich / der diß Wercklein 
ammen geſetzt und gemacht bab 
0 diefe Ding alle geiehen big bie 
(? ih bie GOtt daß. Run: 
E n 


geſtiegen zu ihrem Corpus/ vo 


'PANDORA, 4 
Gnad verleihe/ das End zu ſehen 
Diele ſchwartze Nebet find binag 




















bannen fie außgangen ſind um 
éft eine Zuſammenfuͤgung geſcheh 

zwiſchen dem Erdreich und beg 
—35— und iſt Aeſchen worden. (d 


yo Die De fo durch die Su 
(mation auffaeftiegen ift in E 
Geſtalt des Schnees/ das ift, Aſch 
von Afchen : Dit ift von dem Erdreich au 
gezogen und gefublimirt/ und hoch geehl 
Die fecesaber/fo nach der Sublimati 
bleiben / die feinzu verachten und zuſch h 
ten. Derhalben fo wirff fie hinweg / dar 
(ie ſeyn ein Haͤfoder fex. Wannnun u 
fer Stein aufgeſtiegen iſt / in die Hohe M 
ptr Geſtallt eines wei ſen Schnees / folk 
ion mit groſſem Fleiß und Craft zufall 
men / auff daß er nicht verfliege Durch DIE 
Wind oder Rauch: dann du haſt cing 
groſſen Schatz befommen/ nemlich € 
reife gefolterte terram, die coaguli 
dann was zu coaguliren iſt und rein 
003 Silber und den meiffen Sulphur, WR 
das ift das / darvon Arikoteles meldung 
thut / das (prit er / ift beffer dann @ 
Achimiſten mit ber Vernunfft begreiffe lr 
oder faflen mögen: dann das n pa 


















Ode Edelſt Gab GO:tes. 


/ Lunam. 
Raimmudus Li lius. 


N iba wahr daß die Natur fein 
Mt egung hat: — bann durch die 
p3bircdung / derhalben / jo du 
"pin wohl miſſeſt / fo tbut dag 
Jaſſer und Feur dir fein anug: 
Bm fie das Corpus abmwäfchen/ 
Mnigen/ und erwehren / oder ec 
fen/ und fein Zrindele / hinneh⸗ 
fn: danndas 29affer/ fo in dem 
Lh t tvobnet/erlanget das roreíd) 
"das Eifen ben Magnet. (d) 


Ann Azor, das iftbas Waffers 
EI) und das Feuer / das ift die Wäre 
Modes Feuers wafchen und reinigen La- 
Bim das ift Das unfauber Corpus oder 
reich und nehmen hinweg von ihm 
| Schwaͤrtz und Unſauberkeit: dann 
Mdereitung gefchicht: alweg mit oem 
Mfr. Derhalben wiedie Hellheit und 
Wibeit. deines Waſſers ift; alfo wird 
it. bie Klarheit und Hellheit deines Erd: 

s ſeyn wie du ſie getraͤnckt und ge⸗ 
Et haſt / und je mehr dein. terra abge⸗ 
| : en unb gereinigt wird mit dem 
Eſſer je AE dein terra oder Medicin 
E. wird 


Baus fie machen koͤnnen wann ſie wol⸗ 


335 


336 


het es inunfer Meiſterſchafft auch zu bat 


PANDORA, af 
teirb. Nimm des cin Exempel / bu ſieh 
wann es regnet/ auff unfer Erdreich / 
barnad) wieder trucken toirb Durch J 
Wärme Der Sonnen’ fo ifl8 viel rociffll 
dann eg zu vor was / ehe der Regen Drau ' 
Eommen war. Alſo zu gleicher Weiß g | 



















je mehr es auff dag Erdreich regnet wu 
wieder trucken wird / je weiſſer fie toii | 
Alſo ie mehr du unfirs putrcficirten. utl 
gereinigten Waſſers auff Dein rerram fchü 

teft/ je weiſſer fie wird und Eräfftiger/ Do 
nach die Tinctur anzunehmen. A 
Raimundus Lum fi 


Derhaiben Wiederäffere T | 
dieſe Ordnung daruͤber vier tué 
len / und zu letzt calciniers durch ſe 

Gewonheit / die da hefftet und Ca 
cinirt / dann ſo haſt nun dieſen alle 
foftlihften Stein mit gnugſam 
2ubienung geregiert. (Ce) A 


(9) Ade Mineralogis fopra Citat, " | 
zwar die zweyte Anmerckung Ulf 
das Achte Capitel des Erſten Theile 


Calcinare oder Calcíniren 7 
nichts anders dann außtroͤckn 
und in Aeſchen verkehren / bern 








Oder Edelſt Gab Gottes. 
m folls verbrennt werden ohne 
orcht / biß daß es Aefchen wer 
/ welches fo €8 Aefchen worden 
/fo Haft bu es wohl vermifdt/ 
efelbe Aeſchen nun/ ſoltu nicht 
rachten / oder nichts ſchaͤtzen / fon» 
r gib ibren wiederum den 
ffi [0 (i außgeworffen 
] it. 





















Kan Erohalbeni wann wir ſehen den 
/ A äctigen Schwefel verbrennlich 
sehren/ daR ein Materia liegen bleibt 
t ein Kalck / fo wirddie Arbeit ein Gal: 
ation genennet / Dadurch alle verbrennlia 
und IchwärkendeSchwäflichfeit wird 
Heſchafft: Wann aber Die Seuchtigkeit/ 

[de das gauge zufammen haͤlt / durchs 
uer wird über fid) getrieben in die Vor⸗ 
V nennet mans deſtilliren: Bleibt der 
I dahinden / calciniren. Wann ich 
Ardie Warheit will bekennen / und von 
gradibus Der Operation ſchreiben / fo bez 
ge ich mit allen. warhafftigen Philoſo⸗ 
"piá/oaf es gar gnug (ft am ſublimiren / de⸗ 
ff ien und calciniren. Denn mam muß 
Fſen / gleich tote dieſer aller gleiche und 
ge Würckung/ alſo ift aud) gleiche 
"ub einige Arc zu würden’ ungeachtet/ 

J 3 einges 


337 


- m nn —Ó—— AM — E e a € "vs 
" — nn m 


338 


| eintztliche Namen hieruͤber gegeben fe t 
den. N :4 


fte Difeurfeg / von unfern Magnetifche 


| fo einen jeden unter ihnen zugeeignet wi 


PANDORA; 






^ i 






















Ancertug. 


££) Und wir machen einen un&uofi 
ſchen / ſchwartzen / weiſſen und rothenKald 
run (citet mich Die gute Gelegenheit Dit 


Kalcken zu handlen: wiſſet / daß wir Dey 
mahl in unſerm Werck calciniren / deſſe 
allgemeines Principium iſt / daß unſere Ka 
ce nicht verbrandt ſondern anctuolſiſch 
Pulver werden / denn in demſelben veredel 
wir Die Sulphura, welche der Grund find di 
radicalifchen Feuchtigkeit Die Raimunde 
Dele und Salben neuner: alfo find dem 
nach unfere Kalcke einerley der Art nad 
und findnur an ber Farb unb maturité 
unterfchieden. Unſer erfter Kalk d 
ſchwartz / des allerſchwaͤrtzeſten und mil 
genennet Gaturnug/unfer ander Stalc id 
tvtiB/ von dem aller weiſten und tiro g d 
nennet Luna, unfer Dritte roth unpi 
rotb von bem allerrötheften und toirbg 
nenuet Sol, ! 

Oder unſer Grund wird von brep Gr 
den vollbracht. UD A 

Diefe Kalcke find die Umgänge fo viel T 
Ciculationen/ und haben fo viel Grad’ 





pen. Unſere erſte Cinculation mifchet 0 
Elemente unter einander / Die andere: 


nci 



















euere bie Lufft / und bie dritte dea das 
euer / und alsdann ift unſer Stein vous 
umen. 

Weich und gefchmeidig al Roche) ſon⸗ 
Wenn unſere Kalcke alfo gradairet find/ 
: nb fit unterfchi: den eon alim Kalıfenin 
er Welt / erſtlich / indem fie ohne alle 
it Qno Anlegung gemacht werden. Zum 
"bern von,ihrer äberauß groffen Subuli- 
1 der Theile (denn fie find ſubtiler als 
! Sonnen-Stäublein) welche mit einer 
Oärtsefflichen Feuchtigkeit vereiniget find/ 
m welcher Willen üefjett fie zu Beſtuͤr⸗ 
' ung Der anfihauenden toie ein geſchmol⸗ 
tlm Wachs: Dererite gefchicht in: dem 
afe durch die Fortſetzung der Waͤrme / 
ndalſo auch der ander. als die noch 
Itb idt zu ihren Periodum der Vollkommen⸗ 
eit kommen ſind / und der ander und erit. 
"auf dem Bleche eines heiſſen Metalls / 
t ber quf einen gefloſſenen Metall/ over 
W aff Mercurio der fo warm gemacht ifi/ 
: 9 er ietzt davon fliehen will. 

Bey einem recht langen Proceff, wie bie 
" Yhilofophi fehreiben/ nehmen mir eim 


"Ns 


eit mögenunfere Kalcke nicht tuͤchtig ge⸗ 
" at werden etwas beiländig zu tinet 


Sen t (e&te Salcfe/ wie fie bie Suit 
i9 e ahrung der Natur — 


e 


Ni 
"Món 


ahr oder mehr Zeit / Denn in weniger 


339 


ft Feine gemeine Sache / die wir erwarten 


liche Tag auff ee eT | 
(d b 00(. 




















PANDORA "WOW 
in diefem Dinge ſind / alſo find fie eine merck 
liche Zeit in ihrer Bereitung; Der erſte / nem 
lich der weiſſe in fuͤnff Monat / und ber ro. 
the in zehende halb Monat / und einen Mo 
nat wenden wir an zu Der Vorbereitun 
unferer Materialien und drey Monat gt 
ben Sermentirungen und Cémbibirungem 
alfo daß unfer ganges Werck fid über eit 
ganges jahr erftrecket. Denn warlich/ ei 
fondern eine euer beftändige Tinctur 
welche unvergänglichy und unverderblie 
ift/ die man in einer Purgen Zeit nicht ge 
waͤrtig feyn an; jedoch mag ein Fleiffige 
Arbeiter dieſes Wercks feine Arbeit forden 
ber zurücke (een einen Monat zween ode 
drey / nachdem er mit Zubereitung feine 
Materien genau umgebet/ und fein Feue 
regieret Defjen genaue Regierung! 0d ] 
Werck befordere oder hindert/ meift alle 
in allen. dod. » 
Cyrenaus Philaleth | 


(ff) Vid. Mineralagia fupr, Citat. un | 
ser bie dritte Anmerckung über da) 
chte Sapiteldes Crflen Theile. — ^. T 
Darum) das gang Waſſer aud. 
erfbopfft/ und in Erden verfehri]: 
werde in feinem Sefchirr durch 


D Oder Edelſt Gab Gottes. 
oder faul gemachet/ fo lang big ibm 












t die koͤſtlich weiſſe ‚Farb oben für 
EE but 
* werden alle Schmergen der Welt 
deinen; fo die Feuchtigkeit auge 
Arocknet ift/ das fo von ibm auß 
angen iſt / das ‚Feur wieder daruͤ⸗ 
| xrbif es behäfft wird und werd 
nicht geſuͤndert von ihm / durch 
Hase: das iff / Diefe 
| Schwärge / fogefündert. iſt von 
‚em Coͤrper / werde wieder geführt 


ber / oder auf fein Corpus / von 
annen fie außgengen ift / unb 
| m bc ein Corpus. (g) 

: Dg io dem / wann mut oie groffe 
"3e verſchwindet oder außges 











| Ju 
WStret/verlieren (id) die vielen Farben / und 
het an bie Materia weiß zu werden und 
IB mähret fo lang / biß es auff den bes 
mmten natörlichen Grab kommt. Mit 
Wfer Arbeit muß man gar nicht tilen/ 
durch wiel Kuͤnſtler mit ben Hunden 
inde Srucht gebracht: Sondern oer 
T nfftigbetracbten/-je herrlicher ein Ding 


jtaud) Zeit in der Wachfung erfordert/ 
Ad was dabald wird / vergehet bald. 
Tas Incertus 


d 
d 233 - Koch’ 


j 
! 


Mturet/ je vollfommener es ift/. je mehr 


341 


341 


decoquere & digerere, & tamen unum hoc 


OPAND OR: A; y 20) X] 


Rocyreib/Wiveräffer/ unb. vers 
drieffe Dich nicht qu Wideräfferen 
wie wol das gange dere ferr J— 
langiſt: dann es geſchiehet unb ge⸗ 
het durch lange Kochung zu. (b) 3 


h 





















| 


(b); Uate fcias regimen noftrum effe : 
toto Opere unum liniare, hoc eft 


reguuea multa alia infe complectitur, q i 

joi fab nominum diverfitate celarut & & 

Pin varías operationes deferipferunt. |... 
REIN — * bien 


ob) Manndu num Dr terram D h 
G orpu alfo rein purgiert/ und durch Di 
€alcinatíon beg Feuers acfüubert hai :] 
und darzu im erft Element aud) gepur 
giert/ von aller Unreinigfeit Ae 
haſt durch die Diftillirungs mte. drobe 
bemeldt/ uto genugfam' angezeigt. iſt cd 
numum Daffelbig X7 und ſchuͤtt eingemi jn | 
Gewicht auff das weiß@roreichruft reibet 

wohl utter einander lindiglich / fo. fan 
imb fo viel Dig dag Erdreich feines We 
ferg in fich getruncken mird haben d 
funffeigften Theil bann. man muß be 
Erdreich zumerften ſpeiſſen und ern 
mit einem wenig Wafler/ und bara 

enger je mehr orauff gieſſen / als wie w 
andenjungen Kindern ſehen / fo fie gth 


i 


Oder Edelſt Gab Gottes. 

en werden / ſo eſſen fie und trincken nicht 
piel aber je groͤſſer fie werden / je mehr fie 
fen und trinctem. Alſo hat es in unfer 
Meifterfchafft im ber Eintraͤnckung des 
Waſſers auch ein Geſtalt. Derbalben 
foltu Die terram mit groffem Ernjt und 
Fleiß offt reiben undfie imbibiren / von 














jiemachen weiß Die Erden / Doch verbut 

aß du das Erdreich nicht imbibirft bann 
t mit groffen Ernſt / tuit einer langen Con: 

Irition nach der Traͤnckung des Erdreichs / 
| NOS foltu das Gewicht allweg mercken / 
uuffdaß du die groſſe Tinctur / oper bie uͤb⸗ 
ige Feuchte bas Werck in der Bereitung 
erderbe / uñ fo lang dudie Materi Fochft mie 
der Bratung / ſo viel ſoll der Feucht zu diſſol⸗ 
Hoa 3 4 piren 


2Zzzx 
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bad 
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Gc 
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A 


344 









PANDORAaA | 

fuiren zugethan werden’ und mit bein im⸗ 

bibiren / diſſ oluir fo viel / ſo viel in der Brar A 

tung mangelt. Raimundus Luli A 
| Elixir Album. m 

Die vecifje Roß n 





^. Die Dolltommepbei dep | 
pen lixirs auff alle drey 
Reich als Animalifchy/ Ves 
biuſch / Mise f | » 















— 


Drergeftaltende die unvollkommuen 

Ding / indas reineft/ leutereft Sil⸗ 

ber / ir bann das von der Cri 
dern i | | 


Ue ffba zu wiffen iſt daß das Werck 
der Schwärk vollendet / und daß 
an Fommen muß zur Arbeit ber Weiſ⸗ 
ung/ welches eine Roſe iff / von biefem 
Ihybcalifchen Rofenrauch / welcher von 
Dielen begehrt. / gefuchet und _ erwartet 
Ebirb: nichts deſto toeniger/ tote vor geſa⸗ 
Wtifl/ cbe Daß ote vollkommene Weiſſe 
jomiet / fo erfcheinen alle Farben ber 
«Belt im Wercke / auf welche man nicht 
St haben darff / fondern nur bie einige 
Veiſſe / die man ertoarten foll mit ber hoͤch⸗ 
tn Beſtaͤndigkeit. | 

T ednonymi Verbum. Dimifum, 

Dienheim, 


(ii) Derhalben fo folle der vierdte 
heil von bem liquore des meifen luminis, 
u dreyen Theilen liqueris fulphuris albi, 
us dem Mercurio vermiſchet / unb mite 
mnander in ein Gag gethan werden, ſowol 
erlutiret / halte es darnach in der Aſchen / 
atlinder Wärme und trockene es bif zur 

eſtaͤndigen Seife : Dann werden abere 
als mancherley Sarben erfcheinen/ und 

| 95 letzt⸗ 


NA 
k ' N 


| Oder Edelſt Gab Gottes. 
Ich bin das Clerir zu den weiſſen 


345 


346 


festlich bit weiſe / vana (oit der Stein fer 
— tig/ nemlich das Elixir, fo da alie unvolle 
kommene Merallen in Luna tingiret 7 und 


das weife Elixir verkeh tef. 


| id das rotb femme au einer 


kehrt taufent Theil Quecfilbers inf 



















oss BA NDIO RA, u. 


aljo toiro der Stein fermencirer / und ii u 


Samuel Norton, 


MERE mich weiß gemachet Bat 
18 mache mich roth. Das Weiß 


Burselherführ. (a) 


SE A ſulphuriſchen unverbrandtli⸗ | 
chen Siren rorhen Lilien 7 Saft 
wirft. du im Untertheil zu fuchen nicht um 
terlaſſ tn ( fode ergo foveam ad genuam wie} 
jener Phil. ſagt) und wird genannt Laton 
oder Leo rubeus: Darum die weiſſ Blum] 
per rothen natürlicher Weiſe vorher laufft/ 


^d 


ja bie rotbe in oer Weiſſen ber borgen ftedti d 
Nodus Sophicus émodatus d 


See Dings ein Theil / ve | 
das allerleuterfte klareſt Silber q | 
(ox H- Mineralogia fupra citata , 


zwar Die zweyte ——— 
das fee Sapitel peg erften Theile. 





















Oder Edelſt Gab GOttes. 





| Radix Chymie. 


I 


| ⁊/ 


| ® ag geichiehet in bem weiſſen / das 
eſchiehet in bem rothen. (e ) 
Yes weiſe ift mit bem rothen zu 
procediven / fonften gebet fie nime 
| wermehr in Fein Corpus, Terra eft mater 
| E lementorum , de- Terra procedunt & ad 
efram revertuntur, ld ef Fixie in terram 
Spirale ji Menu | 
bbs Br il 
W itu nun deine Medicin vollend auff 
Froth bringen, fo bate feinem andern Weg / 
Sodann vag es in Der. ftäten Wärme beg 
ers länger werde erhalten / bif e8 fich 
bon der MWeiffein Citrig Farb veränvert/ 
a jbaun kanſt bu es nicht verderben / noch 
| in en / allein. habe Gedult / bi e$ brauns 
roth werde / wie Bocks⸗Blut / eile nicht / 
P warte oer. Zeit / bif e$ Preſilg roth wird⸗ 
| Dder toi ein fdóner Rubin / nicht zu dun⸗ 
ckel / ſo haſt du Die rothe Medicin. „ Als⸗ 
ann ſage Git deinem HErren / durch 
B en lieben Sohn Lob und Sand / der 
Dich fo reichlich begabet. 

Dieſe Tinctur probier auff eint ſilbern 
^ léaracti/ fleuſt fie ohne Rauch unb ſchmeltzt 
wie ein Wache oil ft fie gerecht; wo nicbt/ 

muß fie länger im Feuer gehalten werden. 
j Darnach wann diefe Tinctur alfo rm 
E UE tig/ 


— Sen 


-Morigenus - ‚der Philoiophus 2 


347 


348 


- teirff auff 1000. Theil Lunz in fug CNB, | 










P ANDO RA, 
fig/ fonim deren einen Theil / und Calcie 
Solis 1000. Theil / vermifchs und tbuc in 
allermaffen wie bu mit ber meiffen gethan 
haft/ fo wird auf jedem Theilder erftbereis 
teten Medicia 1000, theil / welches Dant. 
auchnoch Medicin ift undgarbrüdhig. So I 
nim nun von Diefer Medicin ein Theil / und 


Die Medicin foll in Wachs getruckt werden, 
fag eine halbe Stund wohl miteinander | 
flieſſen und. wanns alfo wohl geflofjen/ d 
fo greiffe mic einem Thrat hinein / verfuchs d 
auff oem Amboß / welcher fein rein fepe 5 | 
So es noch obngefchmeidig were / fo ſetze 
ihme noch mehr Lunam zus fo lang du fies 
heft Daß ſichs gefchmeiiger erzeigt ( man | 
ſichs laͤſt laminiren / dann Fanft du auch 

fehen toie viel bu auff Mercurium haben T 
muft.) Alsdann haft bu gut Gold / dad T. 
ein Grat höher iſt als natürlich Gold / nem⸗ 


lich as. karat. 


ft 
I \ 


Radix Chymis,. 


- Machen weiß die Latonen / unb 
behalten die Bücher binber fich/ daß: 
euere Herzen nicht zerbrochen oder 
zerſtoͤret werden: bann unfer Ding 
ift leicht / und bedarff eines leichten: 
gehulffen. (4) | | 


; 


(2 Ders⸗ 


——— — nn —— — ——— — 


Oder Edelſt Gab Gottes. 


(VEN Erswegen/ fo bu Die materiam 
rai Farin haft/ fo extrabir daraus 
| ba8 Saltz / und re&ificir e$ wol / und laf 
















| 

[ 
es ſchieſſen / daß es Vitriol wird / gang ſuͤſ⸗ 
fe ohne corrofiv ober Schaͤrffe des Saitzes / 
fo haft du Vittiolum philofophorum oder 
| Oleum philofophorum . daraus mach fer 
ner ein Mercurial- Waſſer / fo haft du eine 
kuͤnſtliche Arbeit verrichtet : das heiſt denn 
| Azoth Philoſophorum, twelcher den latonem 
| TN aber noch nicht abluit bat: denn 
\ Azot 
1. fophi vor zwey oder Drep tauſend Jahren 
IL gefagt : Denn das Philoſophiſche Gata 
oder Eaton muß mit feiner eigenen Feuch⸗ 
tigkeit / feinem eigenen Mercurial-Baffer 
werden gereiniget / folvirt, difilire , und 
I feinen Magneten an ſich sieben und bey ibme 
bleiben. Dasift bann Der Mercurius Phi- 
lofophorum ‚soDer Mercurius duplicatus, und 
‚find zween Spiritus, oder Spiritus und aqua 
falis merallornm, Das Waſſer wird Den 
geheiffen Succus Lunarig , aqua fulphu- 


N ris, aqus permanens, aqua: beacdiQta. Die- 


j 
(Lamb Deines ferments , oder Sulphuris Solis 
^in Theil unb fege ed iti das Ovum Philo- 
‚ophorum wol verlutirt in den Achanor ‚in 
30$ vaporifche und Doch trockene Seuer/ 
V'egíer es / biß die Schwärges / Weiſſe und 
Rbothe erfcheine / fo wirft Duden Lopiaem 
‚Ser Weiſen bekommen / und diefer edlen, 

" theuren 


abluirt Latonem, wie die alten Philo- | 


fte Waffers nimm ddbt ober sehen Theil | 


349 


\ 


350 


zum vorhanden? erforfchen / aud) werden]! 




















PAND ORA, — 
theuren und gebenedeyten Medicin und 
Tinctur genieſſen auch Wunder Damit 
wuͤrcken. X 

Bafilius Falentinus, d 


(dd) Hier haſt du alfo den kurtzen Ein⸗ 
halt deß Philoſophiſchen Wercks / was 
Dir etwa noch mangelt / wolleſt bu auf bey d 
alten Philoſophen Schrifften und Spra⸗ 
chen / die da gantz warhafftig find / und 
deren cin gut Theil in Turba Philoſopho⸗ 


dir erliche ber neuen Philofophen Sractaig: 
ten/ als da find : Waſſerſtein der Wey⸗ 
fen / Gloria Mundi , Bernhardi Trevif2ni , d 
Flamelli , Dion, Zachor, und Hollandi Gas 
chen / und andere ein ziemliches erttárems] 
vor aÜen aber mujt du den Grund und 
Würsel der Natur mit Fleiß erforſchen / ſo 
du auf deß Hocherleuchteten Jacob Böh. 
mens Philefophi Teutonici Buͤchern auff8] ' 
gruͤndlichſte faffen mögft / in meichen Dit] ^ 
gange Natur und ibrecireulation bloß und 
nactenp ſtehet und vondir ergriffen wer⸗ 
den Fans e$ fepe dann / daß dir aug fon 


— 
AA 


En, — 
Oder Edelſt Gab Gottes, 
hoͤchſte vermahnet / Die Perlen der Weiß⸗ 
Sheit und Erkantnuͤß für den Unmwärdigen 

u verbergen / wie dann auch ein jeder ders 
elben fid) um eine fonderliche Decke bemuͤ⸗ 
t folche Geheimnuͤſſe einzuwicklen / und 

geimlichzu halten: ze. 
B Michael Sendivogius. 





















(ddd) Ad hanc autem noftram artem 
penitas affequendam labor & ftudium exigu- 
Pam , fumptus , & inftrnmenta pauca & exi- 
© zua requiruntur , poteft enim ars hzc vel 
Vaeris duodecim addilei, & o&idui fpatio in 
ꝓpus ac effectum deduci cum proprium in fe 
»rincipium habeat,licet in aliis artibus velfex 
eptemve annorum curriculum requiratut,quo 
t lleeffe&um confequantur, Nonnulli tamen 
rel triginta, vel quadraginta annorum fpatia. 
iHmagnis fumptibus confecerunt, finem hujus 
ib magifterii nunquam affequuti:A rtifices autem 
uibus finis cognitus & perípectus et, ab- 
Wicondere & tegere fumma ope hec artificium 
onanmntur, quod quidem mundi hujus affecle 
virari ſolent.  Verüm hzc omniain Dei mi- 
ericordia pcfita funt, & ad opus hac no- 
(ftrum tantummodo | Azoth & ignis requiii- 
4| ur, quod nihil aliud cít , quàm lavare , co- 
quere; folvere, putri&care & fixare: hæcque 
41 omnia à paupere pariter ac egeno, & divite 
yPorzflari pofüint , nec etiam opus eft, ut me 
4 nori confervandz caufa lireris hoc artifi- 
4| rium tradatur , fed vel ipfa viva vocis tradi. 
i Mibi. tone 


3 


35% 


. tione cognofci poffunt, Ego verö planius. ; 










‚PANDORA 


& dilucidius hzcce tibi declarare nequeo, ob 4. 
vim quorundam injuſtam, fed hoc faltem di- 
co & przcipio : ad hoc artificium | adhibe JJ, 
aquam lunarem , five aquam argenti in qua 1, 
radii folis conjuncti funt : Hzcquc operatia. 
veré mulieribus , ut veteres dicebant, cone 1 
venit , licettot ac tanta voluminade eaä vá* d; 
riis confcripta babeantur , tantusque nume« j 
rus plebejorum jnxta ac magnatum magpif f, 
fumptibus & laboribus inve&tigent, vano. " 
fcilicet & fruftraneo labore, natura enim re |, 
pagulum intus obduxit, | "m 
| Aurelia. 


Sp bu nun lieber Sohn Philo⸗ 
ſophiſch wirckeſt und handelſt / und 
das End / oder Ziel / zu derſelben 
und rechter Zeit erreichſt und erlan⸗ 
geſt / fo wirft du felig feyn / fo du, 
daffelbig ſchnell oder gäblingen fr] 
heſt 7 ſo wird bir ein eriunbir, f 
rung’ Forcht und Schrecken brgege |! 
nen.Ce) | e 


(c) ——— recht geſagt werden/ | 

VpaB pre Tinctur per Zweck der fixas | |. 
tion waͤre Damit fie wegen des flete | |, 
Feuers / eine verbleibliche und immermäb« | | 
rende Cibaltung den Coͤrpern denen fíe | 


beyge⸗ 

















- Oder Edelſt Gab GOttes. 
beygefuͤgt wird zumegen bringe. Der 
"modus aber zu Diefen grad Der fixacon zu⸗ 
"gelangen / in welchen die Vollkommen⸗ 
heit Des gangen Wercks beſteht / ift Fein 
"anderer 7 al8 daß die leichten und flüchtis 
gen ing / mit Verfland in dem Feuer 
‚erhalten werden / damit fie folches deſto 
eher gemohnen/ biß fie endlich ein ſtarckes 
Feuer erdulten Finnen. Und dieſer Urfach 
wegen / commendiren bie guten Authores 
|gar offt ihren difeipuln bie Gedult/ von 
welcher fie fagen/ daß fie zum Theil von 


Teuffel herfomme. 
| | Samuel Norton, 


9 (ee) Ich bab Dir lieber Bruder ein 
warhafftig Sinn unb Meynung eines 
gang warhafften Gliyir gegeben und ges 

ſchrieben mit einer vollfömmlichen Ned 
Fund Meynung / durch welches ihr zu Dies 
ſem hohen / tbeuren Schatz Fommen koͤnt / 
Hahn allen zweiffel. Derhalben fo ſteht dir 
etzt zumal nichts anderg zu/ dann daß bu 
Femfig und fleiffig feift in der Arbeit / mit 
zroſſem Ernſt und Sinn / und vermerch 
? vol die Ordnung und die Krafft und Sus 
NFend der Natur / was fie aufrichten mög 
En unferm Werck / dann was wider die Na⸗ 
"Fur gearbeit ift und wird / das ift Betrieges 
"en und Befcheifferey / der wird nimmer 
uff ein grünes Zweig kommen mit feiner 
| ! 3 Arbeit / 


GOtt / wie hingegen das eilen theils vom 


353 


34 


fchafft auch fein natärliche Ordnung / Na⸗ 


MS uu 

















PANDORA;- 


Arbeit / dann unfer Menfterfchafft fid. 
nicht an ein Tag oder drey / auch nıcht im! 
einem Monat vollbringen laſt / fondern e8 I 
muß die Natur ihr Werck sueollbringen/ / 
fein gewiß und beftimpte Zeit haben/ Dante d 
indem Erdrich nicht in einem Tag ein Me⸗ 
tall gebohren wird / fordern fie muß viel 
Ssahr haben / alfo muß unfere Meifters d. 
tur und Eigenfchafft haben / dann wir 
durch unfer Kunft auffeinen Tag außriche I 
ten/ welches die Natur in etlichen Jahren 
nicht vollbringen mag / bann unfer geden⸗ 
cea der Arbeit nicht mit Schlaffen ges’ 
ſchicht fondern mit der Kunft / mit große 
ftm Grnft / Mäheund Arbeit wird fie voll⸗ 
bracht. Derhalben magft bu laboriren / 
auffwas für em Weg dumilt. Wann du 
diefem meinem treuen Math nicht folgen] 
toilt / fo Fan ich Dir gar feinen anderen mebr | | 
befchreiben nod) anzeigen magft bu dich 
derhalben meitersmit deinen Sophifticatio- 
nibus behelffen was du aber für Nutz dar⸗ 
von wirithaden / Darffft ou nicht mit mirl] N 
theilen / es gefchicht Fein Ding tm bui/] N 
fondern c8 muß fein Zeit und Weil baben/| I 
alsdann nach langer Muͤhe und Arbeit] 

folgt darnach groffe unzähliche Freud / und 

ein folche Freud und Frucht / die über alle 

Freud und Frucht ift. " 


| 


P 





"Raimundus Zullins, il 


















- Oder Edelſt Gab Gottes. 
| Biffendaß der 3olis, oder Sons 
nenluſt oder Blum ift / der Stein 
' ton dem Stein/ derhalben fo bras 
‚ten ihn / durch die Tag / big daß 
‚er werd mie ein ſchoͤnglaͤntzender 
‚Marmol/ und wiß / daß wann dag 
alſo gefchiehet ? daß eg die grofte 
‚ergbeimlichfeit ift: dann der Stein 
iſt dem vermiſcht. @) 


| Be erfcheinet / nennen wir Den wei⸗ 
fen Stein / das weiſe Gold / den vollen 
Mond / das calcinirte reife Silber / dag 
weiſe fruchtbare Erdreich / fo gereinigt/ 
Fund cıleinire iſt den weiſen Kalch / und 
Saltz der Metallen/ ein calcinirfeg corpus, 
auch mit vielenandern Namen tiruliren toit 
bolche obgemelte mweife Sarb. Uber dag 
eiftfieauch einelebendige Erde / ein lebens 
piger und tocifer Schwefel mann bie Seel 
vieder in ben Leib gebracht wird / und was 
paran hinterlich ift/ abgetban und wegge⸗ 
aumet ift. | 
'Marflius Ficinus, 


T lbiffima ad modum marmoris relucentis & 
Lis albifimi, Er tunc de omnibus corpo- 
1 busfacit Lunam & Ignotusait: Fortifica ig- 

2 nem 


| (2) a Weiſe / fo nach der Schwaͤr⸗ 


aa) Et tractatus miſerula dicit: Erunt 


355 


356 


ſeyn in den folutionibus , fublimationibus 
und coagulationibus oder affationibus dei⸗ 




















 PANDORA, 
nem in calcinatioae , quousque terra egree | 
diatur alba ex ignis fortitudine, Et ideo fz- | 
pius tere terram cum aqua fua ; & iterato | 
calcina quousque aquz & ignis lotione ob- | 
Ícuritas penitus recedat: pol purificationem 7 
autem rubefcit , po(tea citrinefeit. Imo ut |] 
ait Galiinar, fzpius albcícit , & ſæpius citri- 
nefcit, ac fzpius nigreſcit. Ec fecundum ali- |] 
um philofophorum , fzpius rubefcit , & fz- il 
pius citrinefeit; ac ſæpius liquefit & fzpius 
coagulatur ante veram albedinem, imo om- f. 
nes colores mundi priusapparent : & ultimo id 
sequitur vera albedo, At Ignotus fubjunxit, | 
quz tunc veraeít, quando veluti oculi pi» | 
fcium in eo elacefcunt ; & tunc e(t in redi- F 
tudine lapis congelatus, Cum videris albe- 
dinem omnibus füpra eminentem ( idem. 
Gallin. inquit) omnes colores mundi ante f. 
apparentes , omnes tamen terminantur in | 
unum colorem , fcil. aibedinem perfeGam, | 
quz c£ ad fimilitudinem marmoris corufcan- | 
is. Hzcautem continuatur in uno vafe & | 
uno igae in fimo equino calido & humido, | 
donec folvatur fzpius, & iterum congeletur | 
ac :nfpiffetur in maffam clariffimam & albi | 
coloris , quz infrigido induratur ad modum 
picis, vel gummz dura, 
Laurentius Ventura, 


(aaa) Derhalben folt du nicht faul 


ner | 


Oder Edelſt Gab Gottes. 

‚ner Mediein / dann mit Diefen Dingen 
wird dein Medicin deſto beffer digeriert / 
- vnb deſto beffer gefigirt / und wird nod) des 
ſto beffer gearbeit, 














Raimundus Lullius. 


B. | 

| _ (4222) In btt conco&ion umferé Saltzek 
wird die aͤuſſerliche Wärme der Vorarbeit 
genennet / Elxatio, und gefchiehet imFeuch 
ten; Die Wärme aber oer. Nacharbeit“ 
efchiehet imtrocfenen: und wird genannf 
eflaio , welch zweyerley Feuer von den 
| 5 alſo befchrieben wird: Wir 
muͤſſen den Stein ſieden und braten. Es 
muß aber mit unſerm gebenedeyten Werck 
nad) der Conftitution der vier Theile des 
Jahrs befchaffen feyn. | 
| e Michael Sendivogins. 


OC 


Jetzund Haft Pu du allerlieb⸗ 
"ter gelernet das Weiß machen / 

auniftzu fagen von dem Rothen: 
ber Doch wann du nicht von erit 
veiß macheit / fo mag das wahr 


ann feiner mag fommen von den 
Erſten zu. den Dritten/es gefchehe 
ann durch das Ander / du machſt 
uch nicht von den Schwartzen zu⸗ 
'Lieben/ zu den Gelben / bann allcın 

| a A. durch) 


TRotbnicht geicheben oder werden: - 


337. 


5? 


. lerceineften Schwarzen ift zufams | 


mach totb das Weiß / fo Daft du | 


— hibus,illa ad genc(in Micracolmi Maris & 









PAN DOR A, | 
durch das Weiß / darum daß das | 
Gelb von vielem Werfen / und al! 


men gefegt/ derhalben jo meigge/ 0» | 
ber mad) weiß / das Schwarg/ und | 


bie Meifterfehafft. (5) 


(b) (omm et adzquata naturz opeta- | 

Neztionibus, Natura colorat per gradus |] 
Et inCynofbato colorando rubedo colo«| 
rum complementum ek: Alchemia & pet | 
colores diverfos dueit faum Magifteriam, d. 
Nota, In magno opere 4. colores principa- I 
fes, Niger, albus flavus, ruber. latenuos d. 
nales funt cauda pavonis, colla columbae. 
rum, anatum,& Iris, 11, Ett adaequata natu 1 
ra operationibus, Natura babet. fuum ge- T 
nerationis tempus, Obferva genefin Mi- 
crocoími, Ars Chemica & fuum tempus pu- 
trefa&ionis, coágulationis, ablutionis, && f 
Nota, ZEsyptus & Perfia, vel Afia, Africa, 
America, Europa, Utopia Mori. 12, Adæ- 
qsata operationibus natorz, Natura in 
genefin veg-tabilis non recipit materiam af 
nimalispropinquam, Ars Chemicanthil pe- 
regrini fuo operi! admifcet, Nota Mixtio- 
nem fpecierum prohibet Deus in Scriptura, 
Omnia funtfidi invicem homogenea in artt; 
fpagyrica, 13. Adzquata Naturz operatio-f : 














Fe 


TP. X , 
Oder Edelſt Gab Gottes. 
Feminz copulamrequirit, Ars fpagyrica ha» 
‚bet in fuo opere utriufque fexus fimula. 
chrum & iconem. Nota. Gabritius & Bejz, 
(,134- Adzquata Naturz operationibus. Na- 
tura non facit faltum, Ars Chemica non fa« 
cit faklum, ^ Nota r. Niger 2, Al. 
|bus, 3. Flavus. 4. Ruber, Hi colores fe 
invicem fubfequantür neque alter alterum 
ptæcedat. Czterum opustriftem habet exi- 
‚tum. 15, AdzquataNaturz operationibus, 
= Natura babet in operibus fuis perficiendis 
& abfolvendis ut plurimum | determinatum 
itempus, quo finiuntur, Ars Chemiz & o- 
pus faum magnum certatempus menfura me- 
(titur, 16. Adzquata Naturz operationibus. 
t ‚Natura habet fuum fatum phyficum. — lllud 
videtur fitum in numero, pondere & men- 
‚dura, juxta didum Salomonis, Ars Herme- 
tica etiam habet íuam legem Adraftzam, 
€ontra quam operator non peccabit, & il- 
“la etiam numerum pondus & menfuram re- 
fpici, Numerum ratione vaforum, ratione 
| dierum, ratione graduum, 2. Pondus, ra- 
(tione materie &c. Menfuram ratione Chry- 
fidis, Ifidis. Typhonis, Vulcani &c, plura an- 
t nedterem, fed preitat claudere fontem, — — 
[ 4 Cato Chemicus, 





— 
— 


Am 


(bb) Dahero brachte einer dieſe pro- 
pofition quf die Bahn: Sch bin um drey 
' &ireul gangen/ und bab am Firmament 
- bit) Connengefében / bie hatten Dien 
1 à 4 Anger 


| 
| 


3j? 


360 | 


feno von Natur die  Gufferflen (Sarben/ 1 


PANDORA, 


Angefichterinemlich: ein ſchwartzes / ein 
weiſſes/ und ein rothes. Sie haben 


ud) dieſe Schwaͤrtz aller. ſchwartzen 


Dinger / ihre Namen gegeben; nachdem I 


alle Farben fo man mit Menſchen⸗Ver⸗ 


ſtand begreiffen kan / zuerſcheinen pflegen / 
welche endlich zu einer recht weiſen Farb / 
gleichſam zum Mittelpunct und Haupt⸗ 
ſtuͤck gebracht werden. In ber Weiſſen 


ſeynd alle Farben und hierauß werden die 


andern auch gefaͤrbet. Weiß und ſchwartz 


und am weiteſten von einander; auf viel⸗ 
und mafigfaltiger Bermifchung unter eine d 
ander /und Eingleichung derfelben/glaus I 
ben wirz Daß die Mittelfarben berrähren, I 
So feynd etliche der Meinung/ daß mena 

weiß und ſchwartze vermenot werden? | 


fo werde einerothe Garb darauß. E | 
eSNarfilius Ficinut, 


(bbb) Nunc reftat. videre caufam. quare |]. 
dixi fuperius iflam operationem continere in 
fe quatuorannitempora, & feptem Planeta? 
rum impreifiones, nec non duodecim figno- 
rum figuras, & qualiterifta intelligi debent, | 
Dicit quippe author pr&fens, quod prima in- | 
ceprioiftius operis et hyems, quandocun* | 
qucincipitur, & affignat rationem compara- - 


tionis, Hoc autem opus, videlicet fpecierum |. 
contritio feu tritaratioà philofophis vocatur | 


Hyems, per fimilitudinem, & ficut viderue | 
| quod | 











| Oder Edelſt Gab Gottes. 


| quod hyemsomni ſructu & virtuté naturali 
agente deftituitur, ita iftud opus contritio- 
| numadhuc videtur effe, & eft dekiturum o* 
"| mui operatione agente «lixirii, quia adhuc 
nihil et commixiumde predidis, & ita pa- 
- tet, quod ia hyeme femper incipitur, & omni 
! tempore eft. hyems elixirii, & poteft operari, 
! Tempore hyemiscompleto & terminato in 
fpecicbus didis tritis, ftatim incipituropus de 
compofitione & admixtione dictarum fpecie- 
/ rum per manus Artificis, & dicitur opus veris, 
! quia ficut res naturales in vere infimul natu- 
raliter uniuntur ad fru&ificandum, ita una - 
!| quzque res, ex qua elixir generatur vel com- 
| poniturin hoc opere . unitur ad fru&ifican- 
|. dum vel generandum lapidem philofophi- 
| «um, Er fic patet quod opus veris in elıxire 
|. finita hyeme ftatim fücipit, & omni tempo- 
| t€ poteft fieri. Deinde fequitur æſtas, & e 
| quando aqua aſcendit ab iſtis fpeciebus,& fic- 
| ut fuccus arborum & planttarum afeendit in 
! ipfis, & faciteasvirefcere, & ficut plantz ac 
X herbz producunt flores inzflate: fic etiam 
fflorefcit opusnoftrum, & facit flores, quos 
| flares defignat rubedo vel rubificatio alembi- 
ci in fine compofitionis aqux fepe dictæ, & 
| hzc aqua: compofitio vel-completio vocatur 
hh 2: 46 DEC Xo 

. Deinde ftatim folvuntür aliz fpécies,vide- 
licet fermentum album & rubeum,terra rubea 
& Mercurius, in ıpfa aqua, Et hic incipit 


ET 



















—_ 


gi et 


quartumtempus auni, & vocatur autumnus, = 


Ld 
368 


362 












:PANDORA,. 
& quando ille aquz,in quibus noftre fpeeies 
funtfolutz, conjonguntur, tuuc dicitur ma— 
trimonium velconceptus vel rerum conceptiq 
& vocatur hac opus’autumni, co qued ficat 
inautumno fru&us nature ad maturationem 
& perfe&ionem perveniunt : ita & hzc aqua 
hoc opusconceptionis & matrimoniiad per- 
fe&tionem dedacit,& hoc graria Dei glotio. 
fi & füblimis, & potentis fpiritus quinız eſ. 
fentiz, quz latet in hac aqua. —J 

| Magıfler Ortholanns, 
‚Die tótbe Roſe. Elixir Rubrum. @ 





L ' 
D 


A, Der rothe Roͤnig / oder das 
rothe Elixirvol kommen | 





















| Oder Edelſt Gab GOttes. 
Zu gleicherweiß als das. Jahr 
"IBetbeilt wird in vier Theil/ alſo 
iud unſer geſegnet Werck / das erſte 
heil / (ft der kalt und feucht Win⸗ 
wer/und Regenlich. Das ander/ 
«per Glaͤntz / warm und feucht/ und 
Auͤhende. Das dritt derSommer/ 


"hin trocken und warm Zeit und rot. 


Das vierot/ iE ber Herbft/ Falt und 
rocken / die Zeit ein zufanımlen die 


ung regier die tingírenben / oder 
färbenden Naturen / biB daß fie 
heitige und reiffe Frucht. bringen / 
aahdem Verß ober Spruch / der 
Winter ift babin/ ber Schlagregen 
ff vergangen’ und abgemichen: 


unferm Erdreich / zu der set des 
Hlängen. Aber auf der weiſſen 
Roſen haben wir geruhet/ bann fie 
bringen) ober fagen/ jegliche Coͤr⸗ 
per kuͤmmerlich zuverfehren ſeyn / 
in wahr Silber. Darum ſo du 
ſiheſt dieſe Weiſſe erſcheinen / in al: 
len fuͤrauffgehend dann bif ac 
wiß / bag in dieſer Weiſſe cin 
| | Rothe 


Fruͤcht. Mit dieſer folder Ord⸗ 


dann die Blumen ſind erſchienen in 


363 


364 


wie Wachs / oder Quedfilber. (2) T 


der calcinirten Mon / nimm du geſchlage⸗ 

















Rothe verborgen it. Alsdann 
fo ift nicht vonnothen/auß zu aie». 
ben dieſelb Weiſſe / fonder/fo lang! 
fochen/ big es gang und gar roti 
werde, Ich bin das Elixir zu 
bem Rothen vergeftaltende ale 
unvollfommene Corper/ in dag 
reineſt / klarſte Gold beffer dann 
das von derErtzader. Lilius Phi⸗ 
loſophus: im End wird die Dered 
auß geben ber Konig mit feinem) 
Carbundel aufferbalb außflieffend ]: 


Oy Elixir auf Roth wird chen ge⸗ | 
I macht wie das Clip. auf Mont. 
dann für ein jegliches Weiß und an flatt N: 


ne Blech von Sonn für das aqua Mercurii, d 
ein Waſſer / melches zuvor ge⸗ 
macht. if mit. Dem Feuer des Steins; 
bann in das roth Werck foll nichts einge⸗ 
hen / dann was roth iſt / als wie in den 
weiſſen Werck nichts feinfoll^ dann ba8 T: 
Weiß iſt / aber ber Weiſſen Bereitung der |. 
Medicin wird zugerhan ber rotbe Sub d 
phur der jeßt fir und calcinirt ift mit drey⸗ 
mal fo viel feines preparirten Ferments ⸗ 
mit einer groffen Suürfichtigfeit/ einer voll⸗ 
Fommlichen Adminiſtration / und mit eis | 
ner feinen Ordnung oer Solution / un | 
mi 





I Oder Edelſt Gab GOttes. 
mit bent vielfältigen fublimiren. Diefe 
Ordnung und Regiment foltu allewegen 
IGtbun/ fo offt/ biß das fo nod) nicht fir iſt / 
mitoem (Siren gefigiert werde, Das fol 
piren und figirenthun mir aber barum/ fo 
Lofft baB wir den Theil des Ferments / fo 
m zugefügt iff worden’ und noch nicht 
tur dft/ mit dem gefigirten Theil auch fie 
amb beftändig machen, uno thun in allen 
Dingen in der rothrn Medicin / tvie du 
Boroben.mit der weiſſen Medicin getban 
Daſt / bann e$ ift ein Weg zu arbeiten in 
em Kochen und im Weiſſen / und mir 
blimiren die Materia fo offt/ auff daß das 

‚8 noch nicht fix ift/ nicht mehr auffttige/ 
Ban auch fir bleibe in ver Sublimas 

on / und nichts mehr auffſteige und wann 
Lait ibm orco Theil feines rotben Waſſers 
pn / fo fublimir end nach dem an: 

Lern mitGleig/ bip e8 mit dem andern 
uch bernipen bleibt und fir wird / alsdann 

















Bachsohneinen Rauch / alfo daß e8 mit 
mbeftändig bleibe/ und durchdringe und 


uff taufenbLunz, oderauf Mercurium / der 
tt Salgeffig gepurgirt ift/ dann vermwans 
! Mt esin gut beftändig warhafftig Gold / 
elches da beffer und viel höher iſt / dem 
di A 

T 


imt ſteiff tingiere. Diefes toirffein Theil‘ 


«s 


) 


6; 


398 


— befcit & rubore decorat, croceum facit &]- 


















PANDORA, 
548 natürlich Gold / welches bie Natur in 
Erdreich formirt uud macht / bann dag 
Sol oder Luna ‚fo aufi dem Elixir und puls 
ver gemacht wird / ift viel höher und uͤber⸗ 
frefflicher/ dann alles natürfid) Sonn ung 
Mond in aller feiner 9?atur und Eigen, 
fchafit/ welches die Philoſophi auch beken 
nen/ und fagen alfo/ daßunfer Sonn oder 
Silber nicht fep gemein Sonn oder Mon 
fondernes werdihnen Durch unfer Kunfl 
ein Zuſatz gethan dardurch fie befto beſtaͤn. 
Diger fenn mögen in X7 und mehr tingiren 
und außrichten koͤnnen / und ift auch su vie⸗ 
Ion Dingen nuß unb aut/ unb treibet aufi 
ale Schwachheiten des menfchlichen Gon 
pere. 4 


Raimundus Zullas, | 


(a2) Album item & rubeum ex radice]: 
una nullo alterius generis interveniente pul- d 
lulat. Nam feipfum diffolvit & copulat, al« 


nigrum, feipfum defponfat & concipit,quo« 
usque operis finem acceleret, n 


(123) Biß nach vergangener Zeit / wann 
bein Werck ein groͤſſeres Feuer und letzte 
Hitz gehen die Seelund Geiſt / mit feinemf | 
am Boden liegenden Leib / wiederum voll | 
koͤmmlich in eine ungertrenn(id)e und und | 
auflögliche Einigfeit vereiniget mort | 

teca 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
velche Vereinigung dann wegen groſſer 
maußſprechlicher Vewunderung / auch ob: 
WBeſtuͤrtzung / Forcht und Schrecken nicht 
“wohl Fan geſehen oder betrachtet werden’ 
Slsdannein neu auferwecktes lebendiges vols 
ommenes unb glorificirtes Corpus gefehen 













Waſſerſtein der Weiſen. 


Dann ſo ein Theil geworffen 
Tauff tauſend Theil Dueckfilbers/fo 
Syaben wir gefehen und empfanden/ 
aß es daſſelb coaguliert und bid 
nacht undroth. (b) - 





94 Steins Augmentation oder Mul- 
Eplication, fo muß man wohl in acht neh⸗ 
faem/ daß dieſelbe auff zweyerley Weſſe 
oͤnne geſchehen und zugehen. Erſtlich 
urch die Solution und widerholte Coagu- 
tion ‚und dieſe Vermehrung wird geſchaͤ⸗ 
rt nach der Tugend in der Guͤte. Die 
Inder Durch Die Fermentarion , und dieſes 
ſchicht in der Mänge: Dochift die Vers 
qr nebrung Durch Die Fermentacon geſchwin⸗ 


| 


it ergueriangea. Darum / was aufgeſchloſ⸗ 
ſen / 





T 
\ 


am 


set 


nun die ficcitas, oder Truckene deß Sulphu] | 


PANDORA, 73 
fen / nicht fo bald wuͤrcket / mo es nich 
durch fein Ferment beftändig gemachı 4 
wird. Dann e8 gerad hiemit betcbaffer 
wie mit einem Sauerteig / ba ein kleine 
Stück den gansen Teig und alles Brod 
burcbfduret: Eben alfo macht es auch DOT 
Phitofophifche Stein / derfelber wann € 
gebührlicher Weiſe / mie ferners gelebt 
wird werden/ auff unvollkommene Metal 
la getvorffen / fo verwandelt er diefelb' 
verwunderlich in gutes Gold / und glei 
chet bemfelben in allem. | Begehret mal 
ferners unterrichtet qu werden / Der Multi 
plication halben / wie fie gefchehe / umi 
woher fie komme / fo muß man wiſſen ba! 
bey den Philofophis, toie auch in allen vor 
gen Laboribus viel widerwärtige Meinun 
gen ſind / welche alle zu erzehlen fo mo 
verdrieß · als unmüglich / unb mehrerg ver 
toirren/ als lebren. Wannich aber / wi 
bißhero inallem gefchehen / mich der gefitb 
ten Kürge und lauter Warheit will be] 
































Aura das lebendige Gold ift / und nid 
von auffen ; fondern von feinem inne]. 
Sulphure genommen wird/ welche in mol-f 
tiplicatione , al8 ein “Dunft vom principi 
movente muß gefangen werden. Weil 





yis Mercurii, das principium coagulans iffi 
fo muß nochwendig darauf folgen’ va bii 
humiditas Mercurii , das principium refolf | 

vens] . 


I Cort Edelſt Gab GOttes. 


Wvens und multiplicationis, durch welches 



















alles das Corpus mag aufgefchloffen/ und 
hernach mit folchem multiplicirer toerben/ 
Möder zur extraction deß principii moventis& 
! 


oagulantis, DAS ift / Tiocturæ pbttanima 
ilfffolis, fo da ift ein Theil deß Lapidis Philo. 
Ffophici fommen möge Will man fer 
Mers begebren unferrichtet zu werden / mas 
die Eigenthuͤmlichkeit dieſes Steins ſey / ſo 
muß man wiffen/ daß er die unvollkom⸗ 
mene Metall zur Gleichheit deß Goldg 
B bringe auf 100. Theil. Ferner 100, auf1060. 
i durch Multiplication deß fubtilen informi- 
Fenden Geiſtes / in dem Die Proje&ion ges 
ſchicht. Fragt man / welche doch unter 
eberzehlten beiden Multiplicationen Die nuͤtz⸗ 
Achſie und beſte / fo befindet fich in der Ver⸗ 
munfft und Erfahrung / daß bie ín ver 
fermentation richtiger und gewiſſer iff. 
Denn wir ſpuͤhren in allen andern Din⸗ 
gen / daß derſelbe / was in feinem Ferment 
Fbeftüttiget / viel vollkommener und beſſer 
ffe. Wird nun dieſes wol vorgenommen 
und angeftellet / fo gibt es Das Werck ſel⸗ 
ers das in der erften Projedion , ein Theil 
hundert fan tingiven / in der andern faua 
ent und alfo fort anaufgeftiegen / flets 
"Terbóbet/ fo weit man mill ^ twelches frepe 
ich ein vnaußfprechliche Gab GOttes / 
velches ein Unmwiffender mit feiner blinden 
Vernunfft nicht leichtlich wird begreifen 
BIonnüe 0. p Iucertus, Macrocofms 


J — (bb) Zum 


-— 


o "EMO EHEN Lm 


363 


370 














PANDORA; 

(bb) Zum andern/ was ben leibliche 
und natörlichen 91u6/ fo von folchem zu 
haben ferrübret/ voie nemlich Durch fei 
Zinetur alle unvolfommene Metalle 
perfe&, und zu Flarem dichten Gold im 
mutirt , und verändert werden Fónnen 
will id) hiebevor gethaner Vertroͤſtung 
nach / daſſelbige jetzt auch kuͤrtzlich vermeß⸗ 
den und anzeigen. Solcher offterwehn⸗ 
ter Stein oder Elixir / manner zudem ef- 
fc& (o weit gebracht/ und ferner zu erft ge» d 
meldtem Gebrauch dienen / und tingiren 
folle: fo muß verfelbigenoch weiter fermen- | 
tirt unb augmentirf werden dann er fons] 
fien mit feiner Tinctur wegen feiner Subs ] 
tiligkeit / Feine fügliche proje&ion in den 
andern unvollfommenen Metalien und 
Corporibos nicht wohl haben mag. Dt d 
romegen man dann erftlich einen Theil der I 
offtermelten Medicin nehmen foll/ zu dies I 
fem Theil / follen drey Theil am Gewicht | 


durchleutert worden’ auch hernach dinneſt 
fo möglich gefehlagen iſt genommenzunD | 
zufammen in ein Schmelgtiegel gethanz | 
und ing (Seuer gefegt erden / viefelben 
wol fchmelsen und flieffen laſſen / inmaſ⸗ 
fen einemjeden Artiften mie folches mohl 
Kenne, zuvor wohl mwißlich fein werden. | 
aun nun folchesgefchehen/ fomwirdales | 
bann Das eingeftste Cempcátum qud) zu 
einer 













- 


ET Edelſt Gab Gottes. 


Hin itr (auteren und Fräfftigen Tinctur und. 
Fan man hernach mit einem folchen Theil 

I Tincturaufffchlechteund geringe Metallen 
aufend € beil tiogiren und zu pur lauterm 

Bold machen. Merck aber fendber. die 
IMetallen der Materien verwand / und je 
J'tiner fi fie feind / je leichter es aud) folche 
anaimbt / und bie Multiplication deſto hös 
| er und erfprießlicher fid) erztigen tbut. 

eim alles unreineg und ungefchicftes / 
1 4$ ſich allhie befindet abgefcheiden und 
als em Schlacken hinweg. geworffen 


ain. 
| Waſſerſtein der Meilen, 


Sant Thoman madté imo 
verkehrt e$ indas allerklareſt Gold: 











$ 


' jlängent wie die fare Sonn’ unb 
win bem euer / tringende / und ber 
*. paltenbe. Dann die Farb der Ro: 
" he ird erſchaffen auf der Erfuͤl⸗ 
und der Abreumung : bann dag 

"Blut wird nicht geböhren in den 
Wenſchen / wann es nicht vorhin 
JJ 


— 


feiſſig und wol abgedeuet und fe 
„ Ber werde / in. der Laber : Alſo 
4: Auch wir / nad) der Natur febén ein 
T veiſſen Harn / wiſſende / bas wir 
1 J4a2s Wenig 


mir einer fron befrónt / fon. 


rd 


375. 


wieder an dag Bett / unb (o wir” 


- alleindurch die Abfochung die weiß" 


‚ne / oder Gruͤnigkeit hinnehme / | 


Roth die Rothe. Derhalben mit! 
trockenem Feur/und trockner Calci⸗ 


PANDORA 
wenig gefchlaffen haben / liegen tele t 


Harn natürlich gelb : Alſo mag 


fe zu der Rothe fomimen / mit Be⸗ 
barrung des ftaten Feuers / wird) 
unfer weiß Erg / fo es fleiſſig geko⸗ 
chet wird / gar wol und allerbeft rof | 
gemacht / daher bebalt diefen Verß 
oder Spruch / daß die. Roß nicht 
weiß werde/fonder mit Hecht leuchte/ / 
fo werde es allein warm / und als⸗ 
dann ruhe es inder Warme / biß 
daß es den lang gebe und Die gru⸗ 










die Weiß gebührt die Weiſſe/ die 


nierung werde es abkochet / biß es 
roth werde wie Zinober / demſelben 
ſolt du von dem andern gantz und 
gar fein Waſſer aufflegen / noch kein 
ander Ding / biß das roth zu erfuͤl⸗ 
lung / oder Vollkommenheit ge⸗ 

(a) Ge⸗ 





Oder Edelſt Gab Gottes.) 
| gy £fice /. du folteft nicht eher bit 
i Handarbeit vorgenommen haben / 
du bátteft bann zuvor durch embfiges Bes 
ten und fleiffiges Leſen einen Grund geles 


N mentreffen welches nur ein einiges Ding 
IN Aft / nemlich der Weiſen Saltz / Schwefel 
Wi und Queckſilber. Alchym. Wie Fan 
j^ ba8 Cafe / Schwefel und Queckfilberein 
y Ding ſeyn / cs find ja drey Dinge? Ges 
ul fidot : Tun fiehet man deine Thorheit 
und dab du noch nichts verſteheſt / die 

5 haben ein einiges Ding / das bat 

| Corpus, Animam & Spiritum ‚dag nemen fie 
1 'Gal/O rft und Queckfilber / die alle 
jj rep in einem fubje&o find/ und Dag Sub- 
" | je&um ift ibr Saltz / Alchym: Wo be- 
kompt man ſolches Salg? Geficbt: Sym 
VW finftern Serder der Metallen / damit 
i| | Fanft bu Wunderwercke ausrichten / und 
ik alle Farben der Welt ju fehen bekommen / 
it auch alle geringe Metallen im Giolbtingi- 
„ ten / wann es zuvor fir ift. Alchym: Dar 
d be ich Doch vorlängft folche Arbeiten mit 
den Metallen vorgehabt / aber deßgleichen 
I nicht erlangen fónnen ? Geſicht: Du 
N haft ed inden tobten Metallen gefucht, 
iE e Michael Sendsvogius, 
ii 
, Don der Dielfältigung ober 

Mehrung fcbweig ich / 
für ein beflers. 


1^ 910 5 Lilius 


get / und begriffen / worinn fie alle zuſam⸗ 


8*5 


pA 


Werck gaͤntzlich begreifft / daru 


Jahren. (b) 


PANDORA,- 

Lilius der Philoſophus: Und ft» 
das durch längere Abfochungrofit 
gemacht wird / daß es die ‚Farb Ded 
Ned cé evigwären madyet. Gao 
ei Kraut / bas beift Adrop/ ode 
pineb/ Oder Azone/ von melden), 
en ſolche Artzney wird / und wirt 
funden in bem Berg Balto in dent 
Veronenſiſchen Seb : dann es. ir 
aller fieben Zagen Zahl / alle 


















wird otc tiberal Gantzheit vecht mí 
der a d 
nef, Diese Ding wiederäfere offe 
termalen / alio offter das benfola/ 
durch das Spurium oder vaͤng " 
der ſiebnen bleibt wiederum DIET 
Dronung der Zagen: das iſt / der | 


| | 
€ ) gp ich unter vielen nur einen und 

fchier Den gemeinften 9? amen / als 
à zo:h examinire, fo befinden wir / daß die 
Thılofophi fo viel Nationen derſelben / fo. 
mancherley Deutungen dieſes Nahmens 
aufgefprochen. Denn Azoth nach dee 
Cjubianer Meynung / ift fo eich al& Gold. 
Nach ber Cumaner Mipnung iſt Azorhfo 
$icl ato Silber. N cu — 


r Oder Edelſt Gab GOttes. 
"inb Macedonifchen ift e Enfen. Nach der 
"riechen ift e$ Mercurius. Tach der Hebraͤer 
dfied Zinn. Nach der Tartarenund Aras 
bern iff e8 Bley. Nach ber Lateiner/ unb 
fonderlich ber Roͤmer Hoganubis. In 
(umma / der Tbeophraftus mennet | (eie 
nervornemften Artzneyen cine alfo : Ders 
meinen etliche / und nicht unrecht / es feg 
| Lapis Philofophicus gemwefen. 









Incertus, 


— (bb) Darum/ wo er sufuchen / haben 
! bit Philofophi gar heimlich gehalten/ daß 
"unter viel hundert Faum einer Dargu kom⸗ 
men fan. Wird aber angezeigt durcheine 
| verborgene Mevde, Eritlich iff das Erde 
reich gefchaffen ohne Thal, Berg  Stein/ 
1 Ertz eben unb feift geroefen / unb durch der 
" Sonnen Hise erfilich verwandelt worden 
! in mancherley Art Farben, &r&/ Metall/ 
) aud) in die Art und Wurtzel der ſieben 
Metallen. Erftlich ift durch die ftetíae Hi⸗ 
 Keder Sonnen / eine ſchwellhitzige duͤnſti⸗ 
geWaͤrme worden/melche die gange Erden 
durchaus im Abgrund durchgangen mif 
(| fampt ben Qualitáten oder 4. Elementẽ: Und 
| weildie Erde bep ihr ihreangebohrne waͤſſe⸗ 
; tige geuchtigkeit gehabt, bat fich der Color 
damit vermiſcht / und daraus ein fumus nebu- 
loſusworden / oder ein vapor der 4. Elemen⸗ 
ten in der Terra verſchloſſen. Zuletzt fo bat er 
ſich ſo faſt vermehret hin und wieder / nach⸗ 
21d 4 pens 


875 


376 


, unà wirdein einige Gezahl genennt und ge 























PANDORA 
bfttt ein jeder Vapor nur über ſich begehret 
und alfodie Erde hin und wieder geworſ 
fen und alfo Berge und Bühelgemachet 
Cyn folchen Bergen ift folche Dänftigkeit 
am temperirften und am beften vermiſch 
worden durch die Zeitzund darinn am beftet 
verſchloſſen: Aber in ebener Erden da haben 
Sich folche Dünfte nicht fo ſtarck und vit 
zufammen gebáufftt/ barumin ebener Er 
be nicht fo viel gutes Cr6e8 gefunden wird 
denn das Erdreich Der Berge ift ſonder 
lich fehleimig 7 lettigt und feift in ihre 
Tiefe. Derfelbige Dunſt / der mit fubtt 
ler/ reiner. Erden vermifchet ift / darauf 
wird die tatur bed Mercurii Philofopho 
rum, wann aber nun Ditftd Compofitun 
von feiner überflüffigfeit gereiniget unt 
gekochet wirdz fo wird daraus ein fubtil 
3guea ficca fubftantia generirt, und dieſes i 
Mercurius Philofophorum, | | 

Phenix Atropisus de Morte Redux, 


(bbb) So mercke nun aufmeine Rede / ſo 
toil ic) dir eroͤffnen Die Gezahl / damit bu vom 
dem einigen Zahl / biß in den zehnfaltigen 
Zahl / und den ſiebenfaltigen in dem zwey⸗ 
faltigen Zahl verſtehen moͤgeſt / dann in 
dieſen Zahlen iſt bie ganke Kunſt und! 
Wiſſenſchafft verborgen. Zum erften ift 
die Wurtzel im Anfang des Wercks Eins / 


— — 


zehlet. Aus dieſem einem werden ipe 
4o o Wi 


I Oder Edelſt Gab Gottes. 
ind gezogen vier Element / welche iff und 
wird genennt die vierfaltige Gezahl. Nun 
weiter folche getheilete Element wiederum 
der Erden 4ugefe&t / aus bem folget und 
pringt der zweyfaltige Zahl / verſtehe / wel- 
liber iff der Saame Des Weibes und Mans 
ned. Alſo haft bu jetzund den ficbenfalti- 


















Itbuft / das macht 7. So wolft du mercken / 
Mo du dein Werck verbracht baft/ in dem 
Sieben⸗Zahl / und der Dermifchung bes 
der Saamen zufammen verheget feynd/ fo 
beginne eg durch feine Natur forthin ohn 


fit / fiafterumb grob/ und eine unorbentliz 
che Vermiſchung / aber je&unb in den fite 
benfaltigen Zahl ftäreft e8 ſich felber in fei» 
ner wuͤrckenden Natur / bif zur Bollfom- 
‚menheit / und gereicht durch biefen ſieben⸗ 
faltigen Gezahl wunderlich ven höchften und 
gebenedeyten dreyfaltigen Gezahl / welcher 
Zahl mit ihren Ingrif erreichet ven zehenfal⸗ 
tigen Gezahl / aber daß du es wol und voll⸗ 
kommlich moͤgeſt verſtehen / toil ich dir num 
den dreyfaltigen Gezahl auch erklaͤren / wel⸗ 
cher Durch den zweyfaltigeu Zahl erreicht / 
und in der CDoüfommceubeit geendet wird 
LE sehnfaltigen Gezahl. 

Naun ſeynd diey (Sabrt und Staffel ba. 
durch das Werck auffſteigt bif zum Ende 
aller Wirckung / jedoch till ich Dir zuvor 
erklaͤren rarum der dreyfaltige Zahl im 
EA | Uns An. 


bus + 


| 
| 
| 


(gem 2abl/ dann fo bu r. 4. 2, zuſammen 


alle 2atbuns Dann im Anfang war es wuͤ⸗ 


- 877 


27$ 


Zahl wird genannt / Der erfte Zahl iſ 


. Durch die Lufft daher bracht / zu Anneh⸗ 




















P'AMWD OR AÀ, 7% 
Anfangdes Wercks angeben / unb feine” 
Zahl nicht erreichen mag / biß fo lange de® 
zmwenfaltige Zahl erftanden und erſchienen 
auch feine Wirckung vollbracht und geemy 
der hat/ Dann der zweyfaltige; ift diß Di 
Urſach / Die 3. Graden / ober Der dreyfaltig 


Schwartz / der ander Weiß / Der dritt 
Roth / der vierfaltige Zahl aber bringe 
und treibet fort alle Zahl, Nun iſt di 
Schwaͤrtz ein Anfang dieſes Wercks / unt 
wird fuͤrbracht durch das Element bet 
Waſſers / welches ſchwartz iſt von den 
dreyfaltigen Gezahl ein Zahl: das ander 
(ft die Weiſſe / ſo im mittel unſer Arbeit eimer d 
vollkommenen Weiſunge erſcheinet unb ge⸗ 
winnt ihren Fortgang / und wird Durch die 
Lufft daher bracht zulüchmung ihrer Weiſ⸗ 
ſe / welche Weiſſe iſt auch eine gezahl / bant 
unter der ſchwartz iſt die Weiſſe verborgen. 
Die dritte Zahl aͤber / welche iſt die Roͤ 
the / hat weiter einen Fortgang / und wird 


mung ihrer Weiſſe / welche Weiſſe iſt auch 
eine Zahl dann unter Schwaͤrtz ift bit]. 
Weiſſe verborgen. Die dritte Zahl aber / 
welche iſt die Rothe / bat weiter ein Fort⸗ 
gang den dreyfaltigen Zahl zuvorbringen / 
und muß auch mit ſolchem Grad der Roͤ⸗ 
theftill halten, biß fo (ange ber dreyfaltige 
Zayl / welchesift des Mannes und Wei⸗ 
bes Saamen / kommen und —— 

er⸗ 


Oder Edelſt Gab Gottes. 

yrfür Durch Die Verbringung der vorges 
agten Glement/ zwiſchen der Weiſſe und 
der vollfommenen Roͤthe dir fallenden 
Tinetoren / Das iſt / zwiſchen / Dem Mittel 
des Weſcks / und Ende des gebenedeyten 
Philoſophiſchen Steins. So aber oie 
Roͤthe / welche iſt das End / auch erſchei⸗ 
net/ fo macht fie voll den dreyfaltigen 
Zahl / folche Roͤthe / fo fie vollkommen iſt / 
oringt fie mit ſich Den zehnfaltigen wieder⸗ 
m in das einige Zahl / und leuchtet mie 
Me Sonne am Fumament des Himmels/ 
olde Roͤthe wird fortbracht / und ente 
pringt vom Feur / welches Feuer ift dag 
dritte Giement. 

Mab du ſolt auch wiffen/ ohne bie Kles 
nent/ als Feur / Lufft und Wafler / mag 
xin Werck nicht zum Ende gebracht wer⸗ 
en / auch fo dir Die drey Öraden nicht ers 
cheinen; Als nemlich die Schwartze bie 
*ómut im Anfangs die Weiſſe / Die dir ers 
cheinet im Mittel / bie oollfommene Roͤ⸗ 


her die da mit kraͤfftiger Wuͤrckung vers 
racht am Ende der verbrachten Tinctur/ 
virſt du nicht viel außrichten. Welche du 
"um alle wohl verſtehen ſolſt / daß dieſer 
Zahl aug einem einigen Ding entſpringt 
nd hervor koͤmmet / und bringt immer ci- 
zes bas ander fort / und Fan diefer Zahl 
on pem einigen entfprungen Feines ohne 
as anderefenn / biß berfür fómmt der fie: 
enfaltig Zahl / welcher aa 


















— — 


HT. 


379 


380 























JCP'ANDOR'A,»: 
herrlichen dreyfaltigen Zahl, mit bem zeh 
faltigen Zahl im bem einen, o. 

Huch toill ich bir den gehnfaltigen Sal 
erklaͤren DaB du magft verſtehen / mie: 
durch die Wuͤrckung des zweyfaltig— 
Zahls wiederum in dem einen erreic 
wird / der zweyfaltigen Zahl / welch 
feynd die zwey Saamen / wie ich Dir ba 
zuvor gefagt babe/ macht gank und vol 
brinaet den fiebenfaltigen Zahl ; 
merct/ daß ber fiebenfaltige Zahlift Da 
Hauptftück diefer (öblichen Kunft ; bang 
in diefer fiebenfaltigen möffen alle Zah 
bracht werden / alsdann bringt er DAF 
Weick durch Srafft feiner Natur / zue 
nem guten und frölichen Ende. | 

Sonun der sebnfaltige Zahl durch de 
Siebenfaltigen ift berfür Fommen / fo ſte 
gendie Zahlnicht höher / bann fo bu zeh | 
leſt / 1.2.3.4.5. 6.7.8. 9.10. Fanft Du mig 
der Zahl nicht weiter ſteigen dann fo DII 
wilt gehlen 20. 39. 100. 1000. fo mujt DI 
voieberanbeben andem einem/ dann man 1 
pu fort zehlen toit / fo fprichft ou Eilff / alſ 
verftehe auch muſt bu ja wiederum al 
dem einen anbeben/ undfeß s, zu r. ah 
eilffe / wilt ou zehlen zwoͤlff / und fofor 
an / und wann du miederum auff ıc 
Fómmft/ wilt du deines willens der Zahl: 
höher fteigen / muft du allmege mieder at 
pem einen anheben / unb alſo fteiget Dil 
Zahl durch die Ein allwege zehnmaͤhl T 

V 


= 





Oder Eedelſt Gab Gottes. 38 
ir. Demnach wie bod) bu immer mit der 
abt auffiteigeft / bleibt e3 Doc) alftoege in 
hifi Einen/ mit bem zehnfaltigen Gesabl 7 
arum wiſſe / daß ton dem Einen fleigen alle 
ezahl in ben. Siebenfaltigen und bana 
on bein Siebenfaltigen wird vollbracht 
ht gehnfaltige, Gezahl / alfo ſeynd alle Ge⸗ 
wiederum in, den. Einen geſtiegen / 
| n du aber von biefem Einen Multiplici- 
n brine Gezahl / fo muſt du folchen ein? 
Itigea Gezahl Repetiren / fo fteigeft du 
ie Deinem einigen Gezahl / welches iſt die 
Albrachte Tiactor. fohoch bu wilt. 
Haſt bu nun mol verſtanden / mas ich 
Ir gefags habe / baB wann bu dein Werck 
ingeft / biB zu dem zweyfaltigen Zahl 7 
elches Die gange Macht der Siebenfaltis 
!n/ welches geichicht / und bat der Urs 
ung von bem Einen / durch den vierfal⸗ 
ym vollbracht / fo baft bu wol gearbeitet. 
ann id) mill bir. jagen /. mann Du ven 
berfaltigea Sabl mit feinen Sufammehifti 
in und beyde Gaamen alfo vermiſcht 
ip vollbracht haft / foift dein Werck Erafi^ 
fj in Diefer Geftalt/ daß die Natur an». 
Ibt und für fid) fel6ff beginnet zuarbeiten/ 
inu toas die Natur gefordert / ift ihr 
1) Nothdurfft sugefügt und proportio- 
vet und oereiniget worden / bann zuvor 
taren alle Dinge wuͤſte / aber jegund iſt 
era. in bem zweyfaltigen oder ſieben⸗ 
tigen Zahl der Natur zugefügt nad) dee 
|. Qi 




















A 
! 
A 
^ |] 
| 


392 


Wollkommenheit fid) suftdrdem. U 


wuͤrcket bie Natur durch füch felbft bif zu 


Zahl in dem ficbenfattigen Zahl / bie (00) 


den fiebenfaltigen / mit Erreichung de 

























PANDORA, . 


ti 
barum / gleich wie GOtt der Allmaͤcht 
9t rubet / als den firbenden Tag / da all 
feine Schöpffung vollbracht ward, uni 
ein jeglich Ding nach ferner Natur wäh, 
ckend / unterftuab zu regieren / biß zu fel 
ner CBollfommenbeu ; alfo auch in def 
fiebenfaltigen Zahl / fo der ooffenbet / ff 


Bollfommenheit / barum lerne die af 
wohl verfiehen/ dann ote gange Geben 
nuͤß dieſer Kunſt ift darinnen begiiffe 
dann ſo deutlich id) Dir darinnen imagin 
ret habe / daß ich dirs nicht wohl teutſche 
ſagen fan. — — Ur pg 
Ja es ift mir deutlichen genug gefadt 
aber mich wundert ſehr / daß von einen 


liche Runft fic) herſtreckende tote kan ich 
denzehnfaltigen Zahl erreichen dann auf 
Sieben fan ich nicht Zehen machen ? DIA 
tvill ich dir Deutlich fagen/ damit du DIS 
gau&e Zahl verfteheft/ dann du haft gehd 
vet / wie ich dir Den fiehenfaltigen Zahl er 
Eläret babe Dadurch Das ganke Sole 
vollendet wird / und habe acht auff mein? 
Wort: Wanndu nun tvilft diß herrlich 4 
Werck anfahen / von einem Zahl burd d 


Drenfaltigen ben gebnfaltigen Zahl / fo heh 
an und zehle von dem t. biß auff 10. alfı 
I.2.33. 4.5. 6.7.8.9.10. wol an: Nun hebſt d 

— NN 


Mas (Pm | 

|. Oder Edelſt Gab Gottes. 

jitaneinem / welches ift unſer Wurtzel / bie 
nun ein Zahl. Zum anbern/ fo baftou 
qyübon Dit vier Clement / daß fennd 4. 
4 L. Zum dritten entfprieffen alle pie 
«u$ biefen vier Zahlen / fampt der Crben 
Sahl / Dag cine iſt des Weibes Gaamen/ 
ag andere des Mannes Coaamen / dann 
Aft bepde Samen feynd die Sortbrin: 
ang ber Vollkommenheit aller wunder: 
up Dingen biefer Kunft. run nim 
ielelbige Zahl sufammen / I, 4. UND 2. Die 
nit 7. noch fehlen bir noch bren Zahl / 
eis Schwartz / Weiß unb Kothy et. 
s ſeynd Farben des Wercks/ wiewo ſie 
irm Anfang ehr haben / bann die beyde 
Eamen / welches ift Der zwenfaltige allen 
„ger Außgäng / welches it die Möthe,Ean 
‚Bat herfür Formen / dann durch bem 
bepfaltigen Zahl / welche da feine Bir 





Beiffe und Nöthe/dann durchihn Fómmt 
Ffaͤr bie Frucht ber manmit Froͤligkeit 
Endet zu empfahen. Wiervohl‘ unfer 
| Sed durch Diefe drey Sarben verftanben 
JUP getheilet wird in Drep Theil ^ bod) 
And Goͤttlicher Warheit nicht mehr/dann 
do Werck betreffende den zweyfaltigen 
c / 
&bl des Mannes unb Weibes Saamens 
Da ift das Werck ber Grauen und dee 


Sanne$/ wiewol des GIBeibeg Saamen 


Knderbarlich, durch natürliche Geheim⸗ 





| 





| | wie 


e 
E 


ng macht / vollbringe zwifchen der j 


nj von bem Manne genommen moib, - 


333 


334 


wie ich dir nachfolgends folche Geheimnie 


Radix noftra. 1. Fin Einfaͤltig er bí N 
| ich! 4| 


Vir & mulier. 3. Ein Zweyfaͤltige 
























PANDORA 


will offenbahren. M. 

Atfo haft ou num bem dreyfaltige, 
Gesahlı welches ift eine Staffel des A 
fanges / treffend ing Mittel / und reich 
biß ans Ende, So Du nun Diefen Dre 
faitigen Zahl thuft zu den Siebeufaltige 
fo bringt es / und machet den $ebnfaltur 
gen Gezahl / dann mierefe/ fo bie vollkon 
mene Möthe erſcheinen fo macht es gag 
pen dreyfaltigen Zahl. Alſo haft Du oor 
bracht den gebnfaltigen Zahl / und all 
haft vu allegabl wiederum in das Ein 


Wolan ich will oir das gantz 
Werck dur 6. 3abL/in6. — 
| Weiſe fagen. E i 


4. Elementa, o, Ein Dierfältiger zer 
bricht mich / | 


bind mib/ |  . 

(ior. | 4. Ein Dreyfaͤltige 
macht frölich midi] 

Finisarııs, ^ $.fÉin Zehnfälciget 
umfanget mich I 

Lapis, 6. Zin einfaͤltig un] 
| froͤlich binichy |] 
Alſo ewig bleib — | 


— 


EM ; , : 
Gder Edelſt Gab GOttes. 
Die Verß perſtehe alſo: das erſte be⸗ 
heut unſer Wurtzel. Das ander bedeut 
de vier Element / dann durch vie Element 
mird.die erſte Zahl des Coͤrpers zubrochen / 
atheilet und verändert. Das dritte bes 
Heut ben Mann und das Weib’ bann 
Die werden in einer Einigfeit zuſammen ges 
Bbunben/ und verſtirbt / und durchfie wird 
die Vollkommenheit zu Kräfftengebracht. 
Der vierdte bebeut Das Ende und dievolls 
doradyte Tin&ur, weiches iſt Die Roͤthe. 
Hiper. fünffte bedeut / fo bie vollendete Tin- 
Buren bereit ift/ foreichenalle Zahl in den 
he J zahl weſche bie andern alle 
Pamfübet. Der fechite iſt bie einfältige 
und undberwindfiche Tinduren/ bann fie 
Sserjungt und froͤlich auch ewig bleibend/ 
mdbeftändig/ dann solche Tin&ur ers 
teuer alle unbolifómmene Metallen / und 
ringet fie in Die Geftalt feiner Natur. 
—J—— Johann de Padua. 

L'-(bbbb) C2 ift nicht ohn/ daß faſt alle 
Philoſophi vom Mercurio fingen unb fa» 
te wiefie hierinn eimflimmen/ da fie 
prechen: ER in Mercurio, quod quzrune 
apientes: Das iſt / mas Die Weiſen fu: 
hen / findet man im Mercurio. Was 
ii hun Dig für ein Mercurius, davon märe 
quedé pag mau es Cabaliftifch verſtuͤnde 
J amb tofifte/ daß 3. eins waͤre / daß z. koͤn⸗ 
en 4. ſeyn / Item, paf 7. eins fen. 


| ! Incertus. 


















^ E. 






quus $56 (obbbb) Waũ 


28g 


336 


ſolche erftlich &. oder 7. Tage in einer ge 


ſchirr oder Faß / gleich einem Phiol ode 























PANDORA, 

(bbbbb) Warn du nun alfo bey 
Waſſer und Gold ungleiche Theil  ( 
nicht allein der Qualität /_ fondern au?) 
der Qualität nach / groſſer Ungleichhe 
ſeynd / bant: das erſte mann es präparirt 
leicht/ lind / fubtif und reich iſt das at 
der aber gar ſchwer / veft und hart iſt) 
eine ſolvir Schalen zufammen gemach 
und gleichfam zu einem trockenen lique 
oder amalgama gemachtfeynd: So la 


Lum 


linden Wärme flehen/ daß e nur laulich 
zu fpühren iſt / und alsdann ferner von de] 
zu vor gehalten 3. Theilen Waſſers wich 
berum ein Theil genommen folches inei 
tundes unverbräuchliches Gläfen SER 


Ey: feße ben temperirten liquorem mittel 
darein/ laß es abermals 6. oder 7. Tag 
alfo ftehen/ fowird der Corpus Solisalge 
mach Durch das Waſſer diflolvirt und auf 
gelöfet: Da alsdann die Conjundio) 
diefer beyden angebet/ und allda eines KT, 
demandernfo fieblid) und fein/ wie €p T 
in einem warmen Waſſer m vermifch I 
Welches die Philofophi auff mancherfe 1 
Arth angedeutet/ und einer Geſpons un 
einem Bräutigam verglichen haben. Wan 
nun: ein folded geſchehen fo nehme ale 
dann das erfte auffgebaltene dritte The 
folgends auch. darzu / doch nicht zu einen” 
oder aufieinen Tag/ fondern " picbit 

chiedli 


— — 
wur, 










ſchiedlichen 7. mahlen/ dann das einge⸗ 
este Gorpug fonften gat zu. feucht und 
Wiberfd)roemibt aud) leglich gar verderbt 
Werden möchte. —. | 0 0. 
1. Waſſerſtein der Weiſen. 

Die groͤſte Heimlichkeit der 
Kunſt / von weiß und weg zuſcherpf⸗ 
"has Lunariam / mic den Cheilen oet 
V. 'Dégetabiltim/ oder geſundbe⸗ 

haltlichen Dingen: 


"Wubbefalfenbén oder erhaltlis 
Shen Dingen/in gleichem Gewicht / 


W'fgfeit! fo diefelbig aufborct/ fo 
:! tard das Feur/ fo werden die Geiſt 
»erauß gehn, und werde das Seur 
„ Mo geregiert wie in. der Machung 
T E IQ d M | des 


— (oct Edelſt Gab GOttes. 


337 


LN 


unb faft zerwunden / dieſelb Ma⸗ 


geſagten Waſſer. Ce) 














PANDORA - 
des Aquz fortis; Darnach thu 
das diftillirt Waſſer dannen / und 
das ift ein ſehr ſtinckende Materi / 


terí tbu in ein circulir Geſchirr / 
und ſetz es gar wohl verſieglet in 
einBalneum Mariz, darinn laß cé 
bif die Irrdiſchheit am Boden fü 
gen/ das Waſſer aber klar und 


nad ſchuͤtt gar hoͤfflich und fittlid | 
das lauter ſchoͤn Waffer darab 
daß fich die Oruͤſen nicht tamil. 
vermiſche / unb bif Waſſer behallf, 
in einer wohl vermachten Gut, 
tern. So nimm nun in ean Na 
men JEſu diß allerflaret Wall 
ſer / und zerſtoß ein Theil ' 
und ben halben Theil C. und biffoL 
piers/ oder entloß bíe in dem vor T. 
il | 
a Ltctum opus eft in Sole purgato cum 
: A cendi ftro,quod RA 
ti, per tempus longum in quo utrumg; deco | 
quitur, mediante Venere, ufque dum pario. 
viria und fubftan:ia — qui et Lu 

bark: 





Oder Edelſt Gab 6D ttes, 
j| mariz fuccus. Hic abje&is fcecibus eft eapi- 
Wendus, et enim. nondum lapis, at fulphur 
i norum verum, qui demum eum Mercu- 

rio noftro, íangvine fuo appropriato,deco- 
‚quendus eft in lapidem ignis, fumme penes 
l| grantem ac tingentem, n 

E — eduonymus Philaletha. 








M. | | 
" (cc) Andere fchreiben’ daß eine fonders 
Mie Seuchtigfeit Durd) — teunberticbe 
Handgriffinden Mineralibus gu fuchen/ fo 
Das Gold ohne Getvaft refofoirt/ alfo wird 
unterſchiedlich von diverfis Authoribus mit 
‚Bielen Namen diffolvirte Waſſer genannt, 
4818 aqua Mercurialis, Lunaria, Spiritus Mer- 
curii aqua Mineralis, Aqua Fortis, aqua Vi- 
ittioli, Aqua Regis, acetum Philofophorum, 
/Mercurius Mineralis, Sal vegetabile, Spritus 
v ini | 


Incertus, 


Leinwad wohl zw feg es acht Tage lang 
an einen feuchten Ort / gu putrikiciren/ umb 
über acht Tage gib ibm mieder von 
deiner Sungfrau Milch fo viel/ unb core 
, tinuire es aljo Toonacht Tagen zu acht 
h Tagen / big paj ee nicht mehr im fid) trino 
"i | à Sb 3 du 


— 


389 


522 


ſtehen 
friſche Eyer oder Rogen / Die folt Du von 




































cke / laß es dfe wohl verftopfft an bem Ort 
yn/ big daß du eing Cryſtaline Erde 
wirt fehen oben ſchw mmen /_ gleichwie 


den Fecibus hinweg hung thue egin ti 
Strauffens&y/ ſo obl verlutirt un 
pe: Eletorz in ein ziemlich Aſchen⸗Feuer / aul 
Daß eg fihfixire/ ſtaͤrcke das Feuers - um 
continue es / biß Daß es eine Eitrin. Far 
bt annimmt : _bernacher ſtaͤrcke Dat 
Feuer wieder / hiß ſie / die Erden / roth wird 
toit Drachen⸗Blut / alsdann tbue wiede 
darauff deines rothen / daß ſie gantz bei 
deckt werde / und coagulıre es durch Die Ciel 
eularion, daß es werde toit ein Del/ herna 
eher dürre ober druͤckne es zu Pulver / uni] 
wuͤrſſe ein Theil diefes Pulvers auf 4a 
Theil / fein geſchmoltzen Silher / mit einen 
Theil fein Gold / und es wird fid) alles ii 
fein Gold verändern. eg a 
Wilt Du es höher haben an der arbe" 
ſo hoch es immer feyn kan / fo nimm eil 
Theil oon deinem Elixir, fo in Dem Ey iA) 
thue e8 inein Urinal, thue auch von Deinen 
x darauff/der mit fo viel ftarcken Corrofiv d 
(Aquafor,) von Ditriol-Salpeter gU 
machet/ componirt fey/ laß das N7. in ef 
nem linden AN evaporiren/fo wird Die Cit | 
etur von Diefen beyden in Deinem Elixir ble 
ben / und wird egaugmentiren in Quantitat 
& Colore Elixiris, und mann Du ed. zul 
öfftermahl tbuft/ daß es werde mie cin De 


ET. 3x NE 


Ju 
un 


 WOtF Edelſt Gab Gottes. 


Mund bu ein Silber⸗Blech oder Lawinam 


blaͤend darinnen ableſcheſt wird e$ inwen⸗ 
dig und außwendig gefärbt ſeyn / fo bu e$ 
tt fchmelgeft mit einem zehenden TheilGolds / 


ſo P wirdes Gold auf allen Proben gerecht. 
Phænix eAtropicus de Morie Redux, 


Und fiehe bag du nicht mehr 
M tloͤſeſt dann das Waflerergreife 
À ‚fen ober fajfen moge: bann ſo bie 
| eces oder Truͤſen am Boden blei⸗ 
‚ben: das ift/ ſo du viel D. und C, 


'arcin thaͤteſt / daß es in dieſem 


Waller nicht möcht entlößt wer⸗ 
iben/ fo das Ding gang zerfiort und 
"berbont/ welche entlöfung / (o die 

1 3efbeben ift/ fo fea es gar zu diſtil⸗ 
"liren/ und tvann ce gänzlich alles 

diftitliee ift/mít fanfftem Feur / dann 

d folget hernach ein Waſſer zweyer 

iPraturen/ doch ſollen fie alle in ein 

@ fitr empfangen werden/ unb 


im Anfang werde ein fanfft Feur / 


und werde langſam nach und nach 
qme und ug und zu 
bt werde dag Feur des dritten 
 Bradg zu gedienet / nemfíd) durch 
die Aeſchen/ p Feur aber des 


| | b 4. aque 


391 


39% 


























RAN DORT, 
aquz fortis wird gaͤntzlich wieder 
folthen und alſo wirdes feyn. (d) Y 


(i)gy £.cbym. mag iſt das für eine 9r 
| Mi Erden? Geſicht: Jod 
ftunicbt vernommen / baf im Philofoph! 
fchen Meer eine Fleine Inſul erfchrinerg. 
Diefelbige Erde muftu germalmen unb veut 
ſchlieſſen fo wird fie im Sefängniß fid) fei 
ber für Durst zerbrechen und werden aff 
ein Dickes Waſſer mit Del eermenget/ ball 
ift die terra foliata Die muſtu hernach i rech 
tem Gewicht miffen mit bem Waſſer $08 
vereinigen. Alchym. Was für ein GW 
wicht? Geſicht: Pondus aquz eíto pi 
rale, terrz vero foliatz fingularc. 2l co yr 
£5 HErr peine Neden find mir nach vong 
Anfang her buncfel. Geſicht. Ich brau 
ehe Feine andere Reden und Samen / ag 
wie fie die Philofophi erfunden / genenne 
und bejchrieben/ und Die Männer Dict 
Schaar / die du bier ſieheſt find in ihren 
Leben Bhilofophi / undauch tbeil bee 
fchende Könige / regirende Fuͤrſten ua 
gewaltige Kegenten gemefen/ bie ſich nich 
gefchämet durch eigener Hand Arbeit DR 
ratur zu erforfchen, und habendavon DIR 
Warheit gefchrieben/ deren Bücher foltug 
mit Fleiß (efen/uno fie nicht mehr verla 
ſtern / fondern ihre weiſe fehren in ach 
nehmen’ und Dich aller Sophiſterey undde F 


trieglichen Alchymiſten entfchlagen / ] 
: wu 


(€ Ser Edelſt Gab GOttes. 


endlich den verborgenen Natur⸗ 


Spi » erlangen. . 
' s Michael Sendivegius, 


Jyegetabile oder —— falgi, 
i ben du weiſt / w rdalſo gemacht: 


Nimm Mercurium / und fublis 
i nier (bn mit d.undp. toic € itt unb 
iBeimonbeit if | dann wir ihn in 
a8 alerkfläreit gefund bebalteno 


Wer nehrend Waſſer / von dem wir 


ben geſagt haben / fo wird es das 
Befen und Naturen des Waſſers 
An fid) nehmen / darnach diſtillir das 
Waſſer darvon / und fublimier oder 
oͤhe ihn wieder / das bu drey oder 
Siermal sum minſten. Hierum beſie⸗ 
edas apitel von wieder Lebendig⸗ 
achung des Mercurii im Ende 
| nes Büdleins Raimundi/ :c. in 
4t Dractica des Geflamenté unb 
ffners / derhalben die Materi/ Die 
js ait 9. fei n jm. iij. e. unb 
rft baben ein aufflofeno Waſſer. 

h h nd ſolcher Weiß verftebe ale Bil 
T xt Raimundiin diefem Theil, Ce) 
"eu. mein lieber Kefer 7 folche 
Baganten und Landberrieger iue 


55 itu 


393 


394 | 


‚gie heile alle Kranckheiten fo lang 
rig find/ von Melden Die Jeu 
verzweifflet ober verzagtfind/ nr 


ben wie ein Adler/ und nod) fur 
tzig Jahr leben und langer/ als 


PAN DORA, 
flu fernen Fennen / unb wit allem SU 
permeíoen/ und Dich mit ihnen nicht ei 
laſſen denn fiedir nur den Beutel (etg 
machen; Sondern ſo du wilt ein rech 
Filius Doctrinæ ſeyn / muftu die warbaftn 
unb alten Philoſophos fleiſſig und bedach 
ſam leſen / als da find Die Turba, Ar 
phius, Morienus, Hortulanus. Comes TE, 
vifanus, Arnoldus Villanovanus, Frater I 
fiiius Valentinus und dergleichen / dieſe Eel 
nea bir gnug feyn / Dein Ziel zu erreichu 
fullias aber Zivicenna und Geber find 
ihren Reden gar zu bund und weit uM. 
Törpeifend [dr einen anfabenben Soll 
er. ! 
























"- d 


Nicolaus Flarselint 


Geber fagt/ bag das rothe 


macht den Menfchen jung fv. 


liche Dbilofophi gethan babe 
die des gebraucht Haben. breptmaltr 
inder Wochen / in der gröffe ein 
Saͤnffkoͤrnleins es ift ein Stall. 
das heiſt Saturnus de canalibus. (IF 


"Oder Edelſt Gab Gottes, 
) D C fo zu gleicher weiß bat bicfe Medis 
Mein gleiche Krafft und Tugend über 
fe andere 9fr&eney/ zu curiren cm jegliche 
Wrandbeit und Schmachheit des Menfche 
hen Coͤrpere / ſie fepoon Kalte oder pon 
Wi) und iſt fo einer heimlichen und rout 
Srbarlichen Natur / Das nicht genugfam 
1 incon "M iff: Sie behält die 
ſundheit / ſtaͤrckt die Schwachheit des 
ſlers / und erquickt und erfriſchet es / und 
Macht junggeſchaffen cà treibet auß einem 
Menfchlichen Coͤrper ein jegliche Kranckheit/ 
Hefe treibt das Gifft vom Hertzen / umb 
ibt das Marck den Schenckeln unb Bey⸗ 
nwieder / welches man ſonſt nennt humi- 
mm radicale, unb ſo ſich etwas geſetzt hat 
Ind die Lungen / Bruſt / oder in bas Hertz / 
(A treibt dieſe Medicin ſolchs gewaltiglich 
Moweg / fie erhält und. blut hefftig / unb 
Mbaͤlt bey der Geſundheit den gantzen 
enſchlichen Coͤrper / biß auf feine Zeit/_fo 
Y GOtt dem Allmächtigen auffate 
BE Ik 


| 4 | Raimundus Lullius, 


di 
il (ER) Et adhuc di&a medicina aliud ha- 
qp et poffe: nam re&ificat omne aliud ani- 
"al & vivificat omnes plantas in tempore 
N "ris per ſaum magnum & mirabilem calo- 
M In nam fide ipfa grani milii quantitatem 
waqua diffolvas, & de illa aqua ponas in 
i cuituftipitis unius vitis, quantum PE 
tefta 


] 
r 


39) 


$96 


^ hs ^. A ih va 
:PANDORA, ^8 

teſta avellanæ artificialiter, nafcentur flonfli 
& folia, & fra&iGcabit & portabit racemis 
maturos in meníe Maij, Et fie deomni alli 
planta, quæ res quando facta ct, ad mili 
culam reputabitur , & contra nature curíuifll 
quia taleshujus rei potentiam ignorant, M. 
credunt, quod taliaper incantationem han, 
Fili hzc res non eft nificalor naturalis inf 
xus in fua humiditate radicali, Et ideo nj 
tura per luum inflin&um appctit multum effi 
in profundiori totius. elementatz rei, & fM. 
aperit & multiplica: naturalem calorem coli, 
poris, & in centro. ejus intravit, quia omi. 
corpori eft communis, & habet pofle rei 
candi partes omnes, quz portant virtutenäß, 
& illas fizandi in illis, per modum quem à, 
ximus in tractatu lapidatii, & facit vitruill 
malleabile, & plura alia mirabilia magna po 
detofa facit in tribus naturis, fcilicet, mim, 
rali, vegetabili & animali, " 
| | Ramundus Lulli 


bi 


[ 


















(£££) Und nachdem von oiefer Sut, 
teürcflid)er Tugend unb) tul; etel unb mar 
cherley geſchrieben / und Durch andere "a | 
läufftiger an Tag gegeben worden / t [: 
nemlich Diefer Stein’ wann er prápatt di. 
und plusquam perfe& gemacht worden / 
hoͤchſte Medicina unter allen Arkenenen fe), 
mit welchemnicht allein ale Kranckheite 
ivit Die feyn mögen/als Podagra und Auf, 
fo curi;t uud geheiler werden / f. IR 


07 


I Oder Edelſt Gab Gottes. 

Mid) toann er von alten verlebten Leuten 
Wbraucbt / Diefelben toieber verjuͤngert / 
Hd zu ibrer verlohrenen Krafft und ſtaͤr⸗ 
W perbilfft/ auch eie halb S obten wieder 
Anicken und zum Leben bringen Fönne: 
Po tilt id) Doch ſolches an dieſem Orth in 
einem Tractatu / weilen ich Fein Medi⸗ 
E / anſtehen und erreichen laſſen / damit e$ 
Icht das Anſe hen haben möge) als wann 
# denfelben mit folchem hohen Lob/ ihrer 
"Ecultet, einen Eingriff zu tbun mich unter» 
hen wolte: Sondern wer folchen durch 
Miottes Gnaden hat / unb den zu  gebraus 
Sen totiB/ und fein auch geneuft / Deme 
lich dag Judicium und feinen Ruhm ſel⸗ 
fe hiermit beimgeftelt haben. Es foli 
"Mer gleichwol von feinen andern Qualis 
ten und nusbarlichem Gebrauch /auch 
Iglicher und augenfcheinlicher Erfahrung 
(erem ich felbft Durch GottesODerleibung 


















lnbin) ein wenig vermeldet und angezei⸗ 
ft werden. 
o e Weflerfkein der Weifen. 


— Mens autem Arnaldi deVilla no- 
Nfuit talis: Defene lapis Philofophicus fà. 
| juvenem, id eft; abjecto omni fcoriofo & 
Jputo,ipfelapis revocat in puris poten- 
Mm adadum, & emendat humanz com- 
pxionis lapfum, reducendo ipfum verfus 
| Teenam nature fuz, & fic feptuage- 

P o. fari-z 
» 


m Theil genoffen und theilhafftig tvore- 


307 


395. 


. Barius luxuriat,fibique vifum eR fe efleia (Bj 





























PANDORA, n 
fputatione omnia faciendi, qua fecit dum el 
annorum quinquaginta, vel forfan quad 
ginta, Quantum vero ád ſecundam parte 
videlicet quod lapis Philofophicus oma) 
expellit zgritudinem? dico hoc effe veru 
ni(i forfan in chronicis hereditariis, cujui 
modi eftarticularis ino:bus;à paterno feri 
relitus, leprá, & hujusmodi paffiones, qii 
«onceptioüis tempore in patentum femid 
bus remanferunt: Namtalium infirmitatt 
radix difficulter aut forfan nullo modo | 
tirpabilis eft, | Verum inaliis morbis chro 
cisvel acutis, quz ex malo regimine fup 
venerunt, vel ex complexionis lapfuad lb 
nam vel ad aliam differentiam, ipfe lapis lj 
tione anaticitatis & puritatis fuz nihil pe 
mittit fcoriofitatis & immuunditiz latere zu) 
tà fe; quia totum ejiciat & expellat, & 
puris adum provocat fufpenfam, adeo qu 
filapis Philofophicus eflet res vegétabigb 
transmutaretur utique. infubflantiam hum 
ni corporis, & fic. homo tali cibo nutriti 
fieret perpetuus: ficut videmus, quod — cal 
pora metallica zgra & corruptibilia dep) 
rantur pet lapidem, & traasmutantur in y 
tum aurum quod eit íncorruptibile, Bii | 
4M, Odomarut 

, 

Saturnus von den Kanelen Cr 
der Roͤhren von weichen ſolch 
Artzeney wird. (2) — (a) Nach 


| Over Ziel Gab Gottes. 399 
1) re Dffenbahrung Diefer bepber 
4 Irrweg will auß Chriftlicher At- T s Sur 
ij&ion ich fortfabren/unb ben Dritten, Da; Wesbum 
din viel gelegen entdecken’ alleineich tver; 7? 
»dardurchnicht geringeund ſchlechte deure 
mendiren / fondern den fürnehmften in die 
Mugen greiffen/ in deme fie ihnen einbil⸗ 
am werden/ ob wolte ich fieirre machen/ 
MD von ber rechten Warheit in den fin 
m ungeheuren Wald der Unwiſſenheit 
führen / dahin doch meine Intention 
oghe zielet / diewellen / möfern ich Diefer 
"Wntreu übermiefen/ und die bey dem fefteti 
iMöchloß ber glückfeligen Jungfrauen an⸗ 
übtmmeribe Diener noch mehrers / als fotu 
sengenugfamgefchicht / in Verführung 
Arhten wolte / ich den Namen eines Ders 
ihrer davon tragen wuͤrde / ſondern einig 

MD allein getrieben, / die Warheit zu bee 
iuge und einen jeden von feinen falfchen 
edancken und übelgebahnten Wegen ab⸗ 
endig zumachen / auff daß er übrige 
Anuse Verſchwendung erfparen/ binge 
mit fcharffen Augen / bie Roſe von 
Hricho erkennen / und ihres Geruchs 
inttilbafftig werden möge: Dom 

Solcher Irrweg ift der gute alte Sa⸗ 
rnus / welchen ich um anfehnliches Al⸗ 

f$/ groſſen Dignitaͤt und trefflicher 
nacht hätte verſchonen ſollen / allein weil 
ji (pla Chr nicht lieb/ hab ich ibn als 
" eſchoͤpff GOttes qud) herbey bre 

Ki | m 


|| 4 | 


Er 
5 
2 


bu 

MM 
h 

Mu 


409. 


nus der Anfang oder Der Gebaͤhrer aD. 





























|. 5B ANDORA, . 5g 
und wie cc inunb an fid) gebifbet praͤſe 
ten wollen, Mb she t 9 MG 

Und obwohl unzehlig viel Authores tili 
Philofophi ihn einen Vater aller Metal 
nennen/hat er fid) deffen niemals überhi 
ben / fondern jeglichem feine Menmun 
gerne vergoͤnnet und zu Danckbarkeit 
ver viele nicht: Kupffer oder Silber in Go 
cansmutiret/ ſondern ihre fehöne gelbe une 
braune Haar mit feinem alten grauen Kit 
uͤberzogen / auf. ſchwartz weiß gemacht / u¶ 
mit feinen Spatel in Verfertigung DIR 
Grabes mit hinwegnehmung Sorgen uk 
Bekuͤmmerniß ihnen zu guter Ruhe 
holffen / manchem überiebenden auch, I 
nen fehweren Beutel dermafen von SIM 
fern minuitet/ unb den Schimmel aba 
mwafchen / bag er ihme ferner zutragie 
nicht beſchwerlich am Halſe hencket. J. 

Wie viel coo. leben anietzo noch / die 
anders nicht vermeinen / ob fen der Catull 


j 


] 


er 


Metallen: Sein Sal fey bag Penetriren 
feichtflüffige Wachs / dadurch die gefta 
denen Coͤrper wieder ju ermweichen: SC 
Oleum fey dag unverbrennliche Del ol) 
rothe Philofophifche Sulphur ? Wie y h 
haben fich von den frefflichen Farben d 
fe alten Kinderfreffers- verführen [affe à 


Seind nicht alle Farben im Saul 
judemonfriren/ fo die Philoſophi in hilf 
gradibus befchrieben ? In Der dan i 


V | 


& 
* 3E 


I^ / oer. f£ocfi Gab Gottes. 


wird, er ſchwartz als ein Nabe, deßglei⸗ 
Then mitälleriey ſhoͤnen Blumen als ein 
rh Dfauenjchwang, auB ihme ift. die aller 
4 hoͤnſte Weiſſe und anmuthigſte Roͤthe 
ringen, allerlepfchöne Gefteine 1 SXu- 
Smaragd Hyacinth und Chryfos 
th feund aug ibm zu machen. 
Ein lieblicheg Sal Vi&riol, Sachafum Sa- 
i genennt/ wird. auß ihm gebracht/ 
E nach auf felbigemein hoch rothes Del 
filli, Iſt nicht bewuſt / daß auß dem 
‚Haturno mit leichter Mühe ein natürlicher 
ti fercuriusCurrens ju weg zu bringen? ‘a 
J' t icht der SpiritusSaturni. eines Der aller» 
N Mien Gifſt? Sind nicht alle Bücher 
\ oll/.bie da bezeugen’ daß außdruͤcklichen 
un Gaturno die ganke Eficacia zuzueig⸗ 
nto ? Iſt jemals ein Peg gervefen/ Der 
















iA, 


Mer edlen Jungfrauen gezeiget / ſo iſts die⸗ 

a und haben die gelehrteſten Poflcflores 

d ieſes arcani fein ander Mittel ber. War⸗ 
ähnlicher finden unb dag gan&e Mei- 

' itr ſtuͤckabzubilden erdencken koͤnnen / ale 

"en Durch den Saturnum. 

ı Darmit aber bep ben Filis Hermetis 









nicht das Anſehen hab / als weren fie Lüge 
T unb S Sophiften / haben fie an ihre 
üttel angeheneft/ indemefie die öffent“ 
he Bermahnung gethan baB ihr Sacur- 


ifften ein: gemaltig Centnerſchweren 
* gemener / pons erh lien i⸗ 
e 


js Rationes nüher das fchöne. Hauß 


peo 


| 402 


‚Saturnidor das ware Subje&um des Un 


beréinfültigen/ irrenden Durch folgend, 


den guten alten Saturnum dergeſtalt zu 


derſelben gewaltig wegen Mangel bed Ph 


faſt verzweiffelte / fiel ich bald aufm Spiri d 


| ſchen Didi eingedenck; daß unfer Steir 


 PANDORA; 
fche fey/ aber der Teuffel/ als ein Feind bg 
Warheit / bat unter diereine Milch — fem 
ſtinckende Seich vermifcht/in deme alle DM 
jenigen / fo folche in fich geſoffen dadur: 
fo bethöret morden/daß fie zu entgeg@l, 
allen Philoſophiſchen Diis, die Mineral, 

























verfals &atuiret/ bif daher defendiret/ un 
ihnen nicht außreden laffen wollen. 
wahr esaber ift/ und daßfie ein bof 
lehres Stroh dreſchen das will ich um 


a 


Erempel Flärlicher demonſtriren. | 
Anfangs bab ich felbft der Turbz und, 
Ändern Philofophis Glauben geben/ und, 


fen Minera umfabe / und in Erlangum, 


[ofopbifd)en Menftrui zu ſpeculiren Demy. 
bet toar/ denn weil ſolches mit unzehligen 
Namen genennet wurde, ich aber als en] 
anfahender Schiiler bad. rechte zutreffarf. 


tum terrz, bald aufm acetum bald auftt j 
Mercurium, bald auf bie aq. fort, unb fant 
mit trauren und Schaden ineinem fo viel 
als in dem andern: ^ 
Endlichen wurde id) des Philoſophi 


ſich vonfich felbftSolvire. Dahero gleich⸗ 
ſam vor Freuden entzuckt / ſetzte i) bie | 
Ing | 





| Ode: Edel Gab Gottes. 
Nineram wohl verfchloffen in linde dige- 
tion, in Hoffnung ver alte folte von fid) 
Pelbſt anfahen zuſchwitzen / feine innerliche 
yodpberübmte Blumen herfär laffen/ und 
Inirals einem treuen Nachfolger der Her⸗ 
unetifchen Schriften Gehorſam leiften/ 
Jibtr es war vergebens, das Waſſer Satur- 
imarviel ju hart gefröhren / molte fich 
„on meiner Hige nicht auftetien laſſen / und 
hoͤnte ich weder Sieger nod) Schnee von 
Im bekommen / daß ich mid) entichloffes 
"hem Alten mit gröffeın Ernſt durch des 
J'uleani Beyſtand zusufprechen. See 
ehr ich nun zuſchuͤrte je weniger erlans 
"ett id)/ und fahe/ daß meine Arbeit gang 
ch ümfonftangerenbet tear. — ho 
T Obat Durch diefe Arbeit: ich simlich 
Webrennet und auffacbalten/ Ponte ich Doch 
Des altenlahmen Schleichers nicht vergef> 
Fnfonderlich weil Theophrafus in libro 
N "exationum ihn gewaltig recommandiret/ 
Lb auch gleich damahln eines vornehmen 
hiloſophi aug Niederland A. N. e&licbe 
"X ebrime Schriften erlangete/ durch wel- 
je ich in meiner Opinion confirmiref tours 
"tl. weiler/ als der die Tinctur warhaff— 
g folte gehabt haben/ mit einem Difcurs 
wieſe / Daß die Anima Saturni Bie ‚rechte 
| jur oder prima Metallorum Materia fey/ 
"nd. baf bie Tin&urauf den Metallen ges 
^ pmmen werden müffe nad) Theophratti 






















im m o ef 


— 


N 
mif 


Neynung / der da fagt: Auß / durch und 
d ; etc 2 ; . 


b. 


49) 


| 


404 


te / der Allerhöchfte hätte mich meiner Bil 


nig ergluͤen meinet/ e8 würde noch f 








PANDORA 


mit ben Metallen wird unfer Stein bi 
reitet zc. Daß auch Die Anima Saturni. de 
mit fo viel Tramen genennete Mercuriv 
Philofophorum ſey / und bas trofet 
Waſſer ber Weiſen / in welchem Gold un 
Silber im Waſſer zerfchleichen thäten un 
was dergleichen fchöne -DauptiFandamengl 
ta mehr eingeführet wurden. - 

Nach deme ich aber vorher in alten Prage 
cefs- Büchern dergleichen Labores auch ge 
fundensunter andern des Bruder George 
auß Armenien Werck / welcher eine Po 
bilicät durch Hälffe gedachter Anime bei 
feinem freunde gefehen subaben hochbi 
teuerte/ war (dj noch embfiger dieſe Ami 
mam durch Mittel eines fondern Waſſer 
zu przparire/ Die Dann gar Fiebliches UR 
ſchmacks / weiß als der Schnee um 
wie Wachs / und febr penerrirend fich e 
wieſe / die vermifchte ich mit Dem fermengn 
to Solis, unb ließfie per gradus. ein hal 
Jahr ffeben ; barbe fabe ich daß mein 
Materia ſchwartz wurde / eg erfchienen iti 
Glaſe / unb nicht in der Materia, viel [HET 
ne Sarben; e8 wurde die Materia toelfom 
und leglich roth als eine Menninge / a 
ich von Hergen erfreuet/ und darfuͤr hiel 
| 
N 
N 
N 





















tt getodbret/ und mir den Thefaurum The 
faurorum inmeine Hände befcheret/ eulet 
zur Prob / ließ auf ein Silberblech ein mil 


Ruf 























| ‚Oder Edelſt Gab Gottes. 


üffig ſeyn als zu vorn / und gleich tingi- 
" aber eben wie der Viciriol Anfangs 
r jebas Phlegma ihme entgangen fluͤſſig 
ie ein Waſſer / hernach ſo fireng al$ ein 
Hf wird / alfo iff mir da ebenfals be⸗⸗ 


NT ich in Det proje&ion mit der ollerftáre 
i ften Hitze fie faft nicht in Fluß bringen 


leichfehr feine Transmutation vorhan⸗ 
Ben’ ſondern es war meine Tinctur ein 
| 5 hlacken toorben/ und mein fermentunt 
eſſtens im Rauch aufgangen. 

mn mich. folches Betrübet/ ift leicht zu 
achten/ ich mufte mich aber patientiren/ 
Fheilich der Natur nicht gefnlget / und 


urch Die gerechten Schriften Der Philo⸗ 
» dhem/ Die mich ein beflerg lebreten/flGger 
Horden. Gnug were es gemefen / daß 
* bem alten bincfenben Orunfer mit Dies 
V meinem procedere vergebens tradtiret 
ͤtte / allein es mufte auch ein Mercurius 
furens mit Jodlffe des gemeinen Mercu- 
| i auß ihme gemacht/ unb miteden fer- 
dhento Solis & Lunz coaguliret feyn. Er 
| pu mit Boodafche Calciniret wieder re- 
| h acitet und abgetrieben merden/ Daf der 
Mmtner ein paar Marc Silber geben 
dite aber tie ſichs am Ende funbe/ 
nd was er gab / bab ich am beften.erfah- 
am ich meiters nicht glauben Fan 
, mag / daß i ihme/er werde Calcinire 
Ce3 und 


» 
In 


egnet/meine Anima Saturni war fo (t eng / 


Dnte/ und in Deme es geſchahe / mar. 


40$ 


406 


P d 


und digeriret tote er wolle/ einige erfprießs 
. lie 9iu&barfeit nach De8 Bafilii Mey⸗ 


det / bater doch felbft nur ein Bein bafi 

















PANDORA 


mung zubringen fep. Wohl fiehet man/ 
meil Die Practica nicht angehen will / daß 
Bafihus einen andern Saturnum. denn Dite) 
fen muß gemeine haben. In Summa 
Saturnus Comm, hat weder in feinem 
Schmaltz noch Saltz etwas / wie andere‘ 
mehrers bezeugen / deſſen man ſich zw 
ruͤhmen / ob mangleich groſſe ſilberplantzſchẽ 
unb ftarcfe einbringen von ihm auffchneiaf 


er einen Kruͤppel gleich herein kreucht / wie 
folte er einen andern wag er mangelt / 
geben und mittheilen Fönnen / eg ift eir 
Glaß und Oleum ein Fumus und fucus, und 
macht (id auff der Gapellen unficbtbar/ d 
unb hat Feine Gewalt / fo rotb e8 auch F 
immer feyn fans daß ed den Mercuriumf 
in groffes Neichthum ſetze fondern eg T. 
przcipiciret nur Den Mercurium, zeucht 
ibm ein frembdes (laubigeó Kleid / und F 
Fein metalifch Corpus an / und fäft ihn] 
mit einer gelbrothen langen Naſen darvon 
zotten. Das rechte mahre gebenebepte | 
Olcum Saturni iſt viel ein anders auß Det 
Philofophorum Saturno bereitet einer eine 
gehenden firen /_unverbrennlichen Eigen⸗ 
ſchafft dag fire Sal Solis & Lunzmuß res 
folvirt ſeyn ba anderg der Mercurius Dda d 
durch fichend gemacht werden fol. 
Sybr armen Alchymiſten / wo bleiben eue | 





Oder Edelſt Gab Gottes. 
t Promisfiones? Was nuͤtzen euch Die 
‚perführifche Procel-Bücher ? Es tauret 
N ui euer/ daß ihr das Anfehen des alten 
| Saturni euch fo verführen laffet ; bey mir 
iſts Fein Wunder / Der ich Fein berühmter 







dochgelehrter Profeſſor dieſer Kunſt ge⸗ 


weſen / niemals in Dem Bedeckſaal der 
! Natur Gebeimnüf/ wie ibr/ bif aufs ins 
Nnerſte gegucfet/ mich aud) inder Schul ber 
berühmten Fraternitet Rofez Crucis nicht 
auf den hoͤheſten Staffel geſetzt fondern 
! meine Haͤnde habe ich lieber mit den Koh⸗ 
ser biſudeln / und der Scientz gewiß werden / 
als daB ic) an den Ort / da der Himmel 
! auf br Erden lieget / mich begeben / der 
I hochgeehrten Roſen Creutzer Archiv erſtei⸗ 
li gen derſelben Arcana erfotſchen / unb al» 
es ohne Verhaͤngnuͤß GOttes gu offene 
" xgbren mich bemühen tollen. Kinmal 
ſt bad alte Sprichwort gewiß : Dem 
i Befehrtem ift gut prebigen; babet ihr 
I Dhren/-fo werdet ihr biefe meine Rede su 
Dersen faſſen / und Fánfftige8 von falfcher 
gebildeten Opinion euch außzumirren 
iffen. Es maggefchehen fepn/ daß tie 
em Philofopho das Wort Saturnus tnt» 
| vri fovon einem Sophiften mie eis 
Ne Mucke eon der Schmwalben aufgefans 
Nenmorden / welches ibm das Gehirn 
Jam rid bafer auff geratbe 


= 


— MCI 






- E 
* 


ohl darvon gelallet 7 und den armen 
enden ——— Teuffel in gn 


[ 
N ‘4 piel 


Pd 
i 


407 


408 


€ piel gebracht, daß man ihn tie da 


ihm milcket/ und endlich des Feuffels But 


der edlen Jungfrauen Geblöt gantz nah 
lauter Verfuͤhrung und Nichtigkeit.De 




















PANDORA 


Künglein tractiret / roth und ruͤn beili |: 
pet gelbeund ſchwartze Stiefeln anziehet 


feinen alten grauen Bart bald gelb / baſ 
weiß machet / offt dag Lac Virginis au 


ter aug ibm außrähret, Aber ich boff 
man werde auf meiner bifbero gehabter 
Tra&tation wohl verftanden baben/ daß ei 
mit feinem. krancken Saturno außgerich 
fet ſey ob wohl des alten Saturni Gebluͤ 


verwandt’ ift das Ubrige Doch nichts a 


gleich wie Marsund Venus leicht zeritd 
tet/ und nichts gufs außrichten/ alfo Fatal 
auch der gemeine Saturnus fich 90r Dir gef 
ringfien Corruption nicht ſchuͤtzen / vie 
minder ein anders Corpus jut plusquamper 

fe&ion führen und bringen. Wie ed nq 
übrigen zuverſtehen daß der Satumue 
das erfie Metall ſey in der generation, und 
hernach Durch Die Länge ber Zeit / Zinn 
Kupffer / Silber und Gold drauß werde 
laf ich bie jenigen judiciren/ bie mitihrem 

fiharffen Geficbte in der Natur beimkif 
chen Werckſtadt durch das fele Geſtei 
ne gefehen/ und folches alles erfahren 
haben. Sch halte darſuͤr / wann die Prin T 
cipia Saturni in Det Conjundion nicht mil 
dem femine Lunz vel Solis zugleich verff 


miſcht / und in iplo pun&o yon der Matris T 
| «rp 


i 




















. oet Edelſt Gab Gottes. 


ee concipiret morden/’ mag Saturnus in 
5 Metall vom Archzo nimmer 
gebracht werden. Zu bezeugen iſt 
ij wei der Satumus zu Villach nicht 


ur 


ram Hark reich am Silber iſt / daß billig 
fragen/ wie folches zugehe meil das 
4 E zu Dillach eben foalt/ alg das 

im Hartz / jenes zu Villach ın einer wärs 
nem Landſchafft als dag zu Goßlar uno 
Beerfel/ tea Doch bie elufffirigung Dt 
Ln Bei: su einem höhern Grad vers 
fas gen: Cs ft des Samens Schuld / und 
den unreinen Zufällen zugufchreiben; 
Häget Darmit Die Senerationem meral- 
lorum Durch und durch Öber einen Leiften/ 
Üdergeftalt/ daß moraußMars und Venus 
neftanden / auf demfelbe Fomme aud) 
1 Das Gold / und fte) in radice eines und 
N gleich/ daher auch möglich , wofern 
dergleichen geringe Metalla purificiyet und 
di geriret wuͤrden daß auf ihnen ein gutes 
Gold werden Fönte. Allein man febleteis 
Ir t8 groffen Baurenſchuchs; ein Haſe iff 
ine Kuhe ob er gleich vier Fuͤſſe hats 
8 zu Zeiten Milch giebet; die mindern 
de ſo viel Gewalts und Per- 
Egion nieht / daß aufi ihnen bit Univerfal- 
inaur einig gemacht werden Fönte / ob 
aleich der Samen in ihnen zu ſeyn (doch 
: " „geringer Quaneität)nicht verneinet wird. 
4 es Der 


has 
4 
X 





in Sefode vom Silber bált/ hingegen 


inbere? Da miro mancher fehlieffen und 


499 


40 
























PANDOR X 


Der Feine Bauer ſagt gar feb: huͤbſch: Da 
zwar auß jeglichem Metall eine Tin&u 
zubringen/ vod) nur nad) jedes feine! 
Samens Geſchlechte / welche bernad) fi 
kraͤfftig daß die Tin&ur Saturni dag Cor 
pus Solis fónne in Saturnum (verftehe idt 
Den Colorem) transmutiren/ welches nich: 
allein zuglauben/ fondern auch gu de 
monſtriren iſt wie vorher im Difcurs d 
transmutatione Martis in Venerem, Ange 
deutet tvorben. P 
Hier muß man auff ber Philoſopho 
rum verborgene Reden acht haben / wat 
fie eigentlich aemeinet/ wenn fie gefageti 
Daß auf jeglichem Metallein Tinctur 3 
wege zubringen fep/ nemlich eine Sinctur 
folches weſens nach Deme der Same bes 
Schaffen‘ dann was man fäet / wird man 
ernden/ weil aud) Theophraftus babet 
will’ daß man nicht sum Kupffer oder 
Bleybaum / fondern zum Gofbbaum und) 
feiner Wurtzel gehen foll/ daraußein jeder 
leicht das rechte Fermentum abnehmen 
unb zumercken hat. Es möchte einer ent⸗ 
gegen ſetzen die vortrefflichen Di&a des 
Flamelli, Sendivogii und Theophraſti, ſo 
allzumahl ven Saturnum vor ihren Patro-| 
num achten / und weder Golds ober feine 
Samens gebenc'en/ Daß Daher Der Sarur- | 
nus gewiß nicht vergebens von ihnen ges 
nennet worden/ wenn fie fagene Nicht | 
per Gemeine fen eg. Aber ich Wie Dr 
nie 


, WOtt Edelſt Bad Gottes. 
Antwort biß zum legten Theil / daein 
Mehrers Davon tractiret werden wird / 
mewenden / dahin ich den guͤnſtigen Les 
her verwiefen haben till. Einmal: ifts 
ewiß / daB der Philoſophiſche Schlöfe 
p einig und allein von des Saturni Ges 
ipit muß genommen werden / welches 
won den Philofophis das Bleybad ges 
wiennet toirb. In dem e8 vom Saturno, 
was ift; vom Hertzen des Bleyes bera 
ommelz und nicht vom gemeinen: 
Dann bie Philofophifche Anima iff 
eig ein andere / als etwa Bleyweiß / 
dr Gumma ift viel ein anders/ als das 
‚acharum Saturni, ihre Butter und Del 


JS 


" ber Gur iſt gegen beme / auf gemeinem 


jBltp/ wie ber Tag gegen die Nacht 


warechnen. In Ermegung dieſer Erklaͤ⸗ 
ung wollen fid die anfahenden Schůuͤ⸗ 
Ir eor Dem gemeinen Saturno huͤten / ob 
gleich Der Wegweiſer ift zu der edlen 
youngfraufdof; ift er Doch brum nicht 
‚pen bie edle Jungfrau feíbft; zu Ehren 
' iuf ich dem Saturno befennen/ daß er 
poft. GOtt mich zur Erkaͤntnuͤß feiner 
Leben Bafen gefábret hat / GOtt gebe 
nad/ daß ein jeder mad) mir ven 
hnurſtracken Weg finden / unb auf Fin⸗ 
ernuͤß ans Liecht Eommen möge. — — 
Heinrich von Battsdorff. 
iE 1 

!T 

n - 


Darum / cin jedes geichs mehren 
an 


a 


Aid 























ANDORRA,“ 
fein gleichesvein jede geftalt freuet fia 
ihrer geſtalt / ein jedes Geſchlecht freu 
et ſich ſeines Geſchlechts beatum fi 
merek / daß alle Kranckheiten fo fid 
ton der Scheitel des Haupts an 
big an die Solen der Fuͤſſen erbe 
ben / fo eine ifteines Monats alt 
oder fo lang gewähret, daß bíe f 
einem Zag: Hat fie aber ein Jah 
gewähret/ dag die in zwoͤlff Tagen 
bat fie lange Zeit gewähret / da 
fie in einem Monat geheilt und a0! 
und gemacht werden: dann gleic 
wie es heilt die befleckten Meta 
von aller Blodigfeit / alſo auch di 
Menfchlichen Korper / berbalbe 
fo wird unfer gefegneter Stein/bi 
[i ein Xpriar / alsmwol / de 
Menſchlichen Corpern / als aud 
der Metallen genennt: von melchel 
Hermes ein Koͤnig der Griechen umi 
Datter der Philoſophen / ſagt 
Bann du von unſer Elixir / jede 
Tags und fieben Tag nacheinande 
nimmeſt in der Gewicht dreyer Ca 
robiarum, fd werden dir die graue 
Haar auffallen am Rp 


IKT f£odft Gab Gottes. 
der en ſtatt wachſen / und alſo wirſt 
ipu auf einem alten ein Juͤngling 

at inb (tard. (b) 

Pom heutiges Tages aller Philoſo⸗ 
ji ^0 $pben Datter ber Hermes unb bet 

nreiche Geber / fampt dem tiefffinnigen 
ih * imundo Lullio wieder aufferſtehen foltens 

o ) reárbem fie nicht für Philofophen + fon 
Iber für. Schäfer von den Cbpmiften ger 
Nalten werden. Dann fie wurden von fo 
ithief Diſtillirung / Eirculierung / Calcini⸗ 
; ing / und anderen ungählichen der Arti⸗ 

‚ten Arbeiten nichts willen : Welche doch 
1 ger Zeit Die Leut auß ihren Büchern 
i: nden unb erdacht haben. ; Allein eines 

‚nangelt uns / daß mir toiffen folten/ was 
t Itgetónt unb gemacht baben / nemlich den 
Whllofophifchen Stein, ober natürliche 
incur: S ymmitteló num mir diefer nach⸗ 

Fachten / erfinden toir andere Cadjen/unb 
j häre Fein SiGunber / wann die Sortpflanz 
1 mg der Menfchen nicht fo gewöhnlich 
aͤre / und die 9?atur darinnen ihr Recht 
Fhcht fo fteiff erhielter daß darinnen auch 
Flaͤhlet würde. | 
11 | «Michael Sendivopins, 


enach felget der Anfang 
Werd 8. 

‚ Damit daß ihrs deſto klarer vere 

m moͤget / (o wollen wir eud das 

wahr 


43 


4M 


A Stund, und in welchem ag ul 


Daß genommen tveroc/ der Philo 





















 PANDORA, "B 
Wahr fürnehmen zeigen? in welch 


in welchem Monat / ber Anfai 
unferer Meifterfchafft geichehen fü 
Und babep fagen wir / daß wit 
cher ihm anderft tbut/ daß derfelbf 1 
gewißlich irret unb weicher abe] 
handelt / nachdem als wir gebiete 
der wird gemißlich die wahre Sut 
erfahren. Derbalben fo fagen will 


pbí(d) Stein/ mit feiner gants 
Subfiang/ unb taf außgeleſen we⸗ 
de auf demfelben Stein / die affi 
reineſt und ſubtileſt fubftang / ut 
werde getban in ein Philoſophiſ 
Geſchirr / und werde verfieglet def 
Mund des Geſchirrs nach Dot 
ſophiſchem Sitten / Brauch un 
Gewonheit / und werde geſetzt 
den Boden der Philoſophen zu 
tergang dee Sonnen / vig ab 
alles ſoll Indie, junc, geſchehen um. 
werde diß Werck angefangen / ve 
der mitte des Chriſtmonats / biß 
mitte des Jenners / unter dem ZU 
chen des Steinbocks / alsdann moder 


. Oder Edel Gab GOttes. 
x das Philoſophiſch Feuer anges 
uͤndt /und werde das Werck gere- 
Mert nad) Sitt und Sewohnheit der 
Dhilofophen / burd) dag gang Sci» 
ben/ und fife daß in dem gangen 
Feichen / die gang materi bíe ba 
yolatilis, Oder gefluͤck war / fip wer⸗ 

eo 
Um Beſchluß bierauff fage ich bit 
NA warbafftiglich / daßeine Arbeit auf 
Wer andern gehen muß / denn unfere Das 
ra muß Anfangs unfers Wercks wei 
‚aD auffs höchite gereiniget/ alsdenn auf» 
fchlöffen und zerbrochen 7 auch jerftoret/ 
A zu Staub unb Afchen werden: 
‘Denn das alles gefchehen 7 fo bereite dar- 
JW einen fliegenden Geift 7 weiß als der 
Schnee und noch einen fliegenden Geift/ 
‚uth als ein Blut / diefelbe bepoe Seifter 
„drhaben den dritten in fid undift Doch 
, Atti einiger Gift / und find die drey 
j eifter / fo das Leben erhalten und ver 
Ihren / die füg zufammen / gib 
|ühem 7 mas ihnen an Speiß und 
Hanck von Natur vonnoͤthen / und erhals 
it im Ehebett der Waͤrme bif zu ber 
IFommenen Gieburt/ fo wirft du ſehen 
M» erfabren / was dir ber Schöpffer und 
Wi: Natur zu tviffett vergönnet / und tviffe/ 
md ich meinem Munde fo weit Feine Of⸗ 
N fenbab: 





415 


-416 































PANDORA,  . 


fenbahrung mehr gethan babe / und SH 
bat mehr Wirkung und Wunder C 
Satur einverleibet/ weder viel Tauſer 
Menfchen folches glauben Fönnen; 907 
aber ift ein Siegel vorgedrucket / auff ix 


bet mögen / fo danatürlich vom Schoͤp 
fer zugelaffen/ aber uͤbernatuͤrlich von De 
Unmeifen gehalten werden. Denn DE 
natürliche hat feinen eriten Anfang vol 
übernatürlichen / unb ift Doch alles nich 
sufammen/ denn eitel natürliches zu befit 


den. ital «oro 
Bafılins Valent. 


(cc) Maxime cavendum, ne fpiritus , ge | 
corpus exficcat, à corpore exficeatur , Bi] 
volatilis : nam fi volaverit à corpore, cot] 
pus perfe&um efle non poteá : ideo etia 
requiritur , vas effe figillaum figillo Hey ] 
metis, 2 4] 

| Clangor, 


( ccc) Alſo aud) in ber Meiſterſcha 
des Feuͤers muß Ordnung gehalten toit. 
den / auff daß der feuchte Liquor nicht F 
ſchnell vertrockne / aud der Weiſen Er 
reich nicht zu bald zerfchmelge / und au 
geläft werde fonft vürbeft Du aus gelu 
pen Sifchen indeinem Wafler Scorpig 
gebähren ; fordern roit Du deiner ArbiE 
vedgter Pfleger ſeyn / fonimm das gerttli 

Waſſ 


4 


Iz Oder Edelſt Gab Gottes. 


y Waſſer / barauff ber Geiſt anfangs ſchwe⸗ 
! ete und beſchleuß für ihme die Thore der 
| SBeftumg! denn die himmlifche Städt wird 
| von pem an. von irrdifchen Feinden befaa 
mt cel unddein Himmel muß Durch 
Bollwerck UR auren fefte Ders 
abrung haben auff daß nicht mebrbena 
ineiniger Eingang mit guter Dormache 
ftellee wird / als dann wann ſolches alles 
ollbracht / fo zünde an das Licht der 
in Weißheit/und füche Damit den verlohrnen 
p unb laß Leuchtung geben, fo 
[ oonnótben / denn du folt wiſſen / daß 
,Di Friegende Thiere und Gewuͤrm ihre 
MM in der Falten feuchien Erden 
ben von wegen ihrer Qualität ; Dem 
Menfchen aber ift feine Wohnung auf dem 
: Erdreich, in einer Cemperirten und vermifchs 
= Eigenfchafft verordnet; Die Englifchen 
ifter aber 7 dieweil diefelben feinen irrdi⸗ 
n/ fonoern Englifchen deib haben’ und 
‚feinem fündlichen Fleiſch + wie der Menſch⸗ 
unterworffen / find in einen höhern Grad 
| "n enet / Daf fie Feuer und Kälte beydes 
Han obern und untern Region obn einig 
ernůß ertragen fónnen. 
 Bafilsus Paleniinui* 
f cé y. Fios Lapidis nón cómbutátür, 
lile. fi Íperma generätivum una confümitur i 
aec Ípes cóncipieodi; bec gebcrandi, pec 
X amplius aderit ulla, 
nU - PH Polakinss 
Dd (cc Es 


















\\ N 


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— — 
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1% 
T 


17. 


A1 


zum meiften zwey oon mórben: befigle 


welche mit dem Freyfe Saturni übergogel | 


— unb Geift nicht Geift zumachen als dat 


|^—PANDORA; - 
— (ceccc) Es iff mie oben gemeldet / mu 
ein Gefaͤß von Anfang biBgu End / ode 



















chen ein beharrlich (Seuer in beyden Arbet 
fen/ morüber die Irrenden Den zehende 
und cilfften Tractar leſen mögen/ wuͤrde 
bu aber in der Dritten Materi arbeitet] 
fo ift es gefehlt. Mit verfelben gehel 
die jenige um/ welche aufferhalb dieſt 
unfers einigen Saltzes welches Mere 
rius iſt / in Kraͤutern / Thieren Steine’ 
Mineralien arbeiten aufer Sole und Lui] | 
Und wer zum erwuͤnſchten Ende zu gi 
langen begehret/ ber muß wiſſen Die Ve | 
mwandlung der Element/ leichtes: fchwel | 


1 
N 


wird er in feinem äufferlichen Ding arbeit 
das Feuer iſt Regiment / was da beſchicht /fit | 
ches beſchicht durchs Feur wie genugſa 
hebevoren / und auch jetzund an ftatt DE | 


Beſchluß gefagt ift. 


e Michael Sendivo: 2 | | 


. Darum fo fepe die Hit derme 
ſen Daß dudie Hand mogeft bo 
ten zwiſchen den Seiten od 
Wenden des Ofens/ in ſolch 
Waͤrme ſtunde es bi ou fibeft iE 
Materi ſchwartz ärger 1 
at 





Be =: Y 
|. Oder Edelſt Gab Gottes. 
daſſelbig zu lang verziehen will 
fo mebre bas euer ein wenig / 
und dann fó du fibeff die Mater 
ſchwartz werden / fo freu, Did): 
dann es ii ein Anfang Der Ab» 
übeuung. Alsdann (o beſtaͤtige 
das Feur / biß Daß alle Farben 
hinuͤber gangen find’ und wann 
u aud) fiebeft die Materi ein we: 
ig weiß werden’ fo mehre ihm 
ibas Feur unempfindlich / big có 
Mfonmt zu vollkommener 29efie/ 
bann fo (ff (6 anug uno (ft erfüllt: 
"Aber das Feur werd gar lanafamte 
lich gemehret/ und das nad) dem 
y bu ſieheſt die Materi erhebt wer⸗ 
den zuder Weile, (d) —— 
Aogggtus bu nun erſtlich ſieheſt / daß 
Woor DerDiffolvirung und Schwärs 
89 fiehet toad fublimirt. unb aufſteigt / 
dder aber gleichſam wie. ein rothes Del 
u (mwelches bann gar ein böfes Zeichen ift) 
‚oben auff der Materien ſchwimmen tbut: 
Nemlich daß von Diefer oberzehlten Maͤn⸗ 
‚gel oder Irrthum einer oder mehr fid) 
(NN gu trügt/ oder geſpuͤhret würde: fo Fans 
Mu aledann ba gange eingeſetzte Com- 
jj Pefitum, wiederuub auß dem Gag neh⸗ 
Mes. Dd a men/ 















= © 


E 


nicht mehr zu ſtarck gemacht werden / wan 

























PANDORA, | 
men / daffeldige wiederum von neuem 
viren und mit vorgedachtem aqua Merc]. 
ii (melches diePhiöfephi aud) Lac Virg 
nis ober Der prima materie ihr Milch 
Blut und Schtoeiß/ item ben unzerſtoͤ— 
lichen fontem oder aquam vite, das Wo 
fer Ded Lebens welches Doch auch od. 
gröften Gift in fid) hält, genennet h 
ber) imbibiren/ befeuchten und kraͤfft 
machen als dann wiederum Fochen/ / 
fang big fish nichts mehr lublimirt od 
über fich begibt/ und die Congelarion od 
Fixation an dem Werck fid) vollfomlt 
in maffen vor biefem angedeutet toorbel 
umd recht ergeigen thut. u 

i Waſſerſtein der Weiſe 

(dd) Des Feuers halben muß: ich auf | 
deutlicher fehreiben / daß zweyerley erfo| 
dert mwirdials das eufferliche und inerlid 
unb vermag eines obn Dem andern nicht 
es muf pas natürlic)e dag ander anzuͤnd 
und würckend machen/ und muß das aui 
fer^ das innerliche nicht übertreffen. un 
wie der Bernhardus recht fagt: es mug el | 
gleiches digerirenbe8 ſtetes Feuer feynnid | 
zu maltig undhigig. Doch fan das Fe 


ein Pferſichblut⸗Farb erſcheinet / welch 
Die Philofophi verſtanden wann fie geſag 
Comburite zs noftrum cum igne fortifimi 
Was nun bas innerliche verborgene Feuf 
iſt davon fagt Geber alfo: Qui Sulpht | 
cor 


ums e . 

| Oder Edelſt Gab Gottes. 
pommiſcete & corporibus amicari . noverit, 
| am niet unum de fecretis naturz maximum, 
Bas von Der Zeitzu balten/ in melcher 

















i il Meinungen als Authores : Doch ift 
n tft$ Die gewiſſeſte: DaB in einem 95202 
at werde P rolloradt bit Patrefa&ion, im 
trm Die folution, calcination und Subli- 
ation , und ift nur ein einige Arbeit. Sm 
‚ erfcheinetg wie ein Negenbogen. Im 4. 
ird DAB agens ein patiens, unb erſcheimet 
* weiſe Sarbe. Dieſe Farbe waͤhret über 
‚Monat. Nach diſem kan mit dem Feu⸗ 
wr nicht leichtlich mehr geirret werden / doch 
J j man anhalten biß auff die Vollkom⸗ 
heit / alsdann Hint cin durchſichti⸗ 
Mi Naubiniſche Farbe. 
fi Incertus, Macrocofm : 
iBeber itt feiticr C umma / ant 
# XVL Capite / von oett natürli- 
aos chen Anfängen. 
4 Dann es ift zu merden / daß 
, ahdem der Stein gereiniget und 
(ifommlíd) gefaubert ift/ von ab 
in zerbrechenden oder zerſtoͤren⸗ 
Sing / und barnad) fermen 
niert. ober geheblet ift / daß du nicht 
sedarf ft das Geſchirr zuandern/ 
^i daflelbig zu offnen/ jondern 


n bag es GOtt bebrite/ daß es 
bs; nicht 


diefe gantze Arbeit wird vollbtacht / find fo 


421 


4*5 











 PANDOR A; 
nicht zerbrochen werde / umb voro 
deſſelben wegen haben die "Dbilofor 


’ 


(ONTOn tzdeat te prolixitas repetition. 
i contritionis, & fublimationis, Z# 
chimia enim eft aGio naturalis , quz fat 
habet motum & tempus determinatum , à 
ut quzdam majori, & quedam minori tes 
poris fpatio terminentur. In 40, dict N 
completur opusad album: Et in nanagi! 
disbustotidemque noctibus completur o[8 | 
ed rubeum, quando Artifex bene labois 
Sie in 140. dicbus abíolvitur opus, — 4 
quando tamen fixatur in majori vel mi 


tei* 


n Oder Edelſt Gab Gottes, 


" ore , juxta induftriam operantis & juxta 
ilighantitatem mineralium. Clangor Buccinæ. 
i ONU Hierfolte ich aud von der Zeitz fo 

rzu gehoͤrig mann unb wie lang zu jeg 
(nam A&u, „folche Perrichtung gefchehe/ 
mas außführlicher anmelden / welches 
ber allhier mit feinem Gewiſſen Termin 
Nicht wohl befchrieben werden fan. Dann 
üt gemeldte fpbilofopbi mit denfelben auch 
is ar ungleicher Meynung feindt. Sinte⸗ 
i: jahl mir auf ihren Schrifften zu ſehen im» 



















reiner langfamer als Der ander den <fte- 
"um erlanger. Es iſt aber vorhin crine 
* trt / und vermeldet worden / daß in ſol⸗ 
em allem auff die Natur (wie ſich dieſel⸗ 
m ein andern Dingen erzeige) gute Achtung 
nigegeben werde. Warn man nun folches 
j| fbut- und daffelbig fleiffig obfervirt auch in 
N at lem darneben / daß rechte Mittel hält fo 
man ehe mit (oícbem werck zur perfc&ion 
: ‚gelangen. Dochhabe acht daß Dunicht gar 
en genau rechneft/ ober mit vorgemelt / gar 
darüber kommeſt: Dann ſo das gefchehe/ 
weine Mißgeburt erheben würdeft/ darein 
* durch ſein vermeintes eilen / oder 
/ Mnfinbigyrit/ auf feinem verhofften Elixir 
; ein Nixir erfangt und befommen ha. 
Waſſerſtein der Weifen, 
Und Din bacau kommſt /fo [ob 


(i 


je 


m Herren Ehriftum. (£) 
m DB dann das Werck mit GOttes 
Huͤlff alſo zu einem gluͤckſeeligen 
Dd 4 End 


T3 


gangen / fonderlichen auf den kunſtreich 


Zirobern und Aſſyriern / wie die Turk 
















 PANDORA "[ 
End gebracht / und ber Weiſen ihr Cold 
Phoenix oper Wunder Bogel geſehen / 


Philofophifche Ey / unb der Stein di | 
Weiſen auff geſchloſſen / zu bereitet un 
verfertiget werden fan. 4 

Waſſerſtein oer Weiſen 


Alchymia. (8) | | 
68 ſeynd viel Koͤnige ^ Fuͤrſten 
Graffen / hohe Potentaten und gE 

febrte 7 beyde Geiftliche und weltlich 
mit diefer Philofophifchen Alchimy umbE 


ſten Dölckern der Egyptiern / Chaldaͤerr 


Philofophorum auch ihre eigene Buͤche 
und Schriften felber vermelden und auff 
weiſen. Seynd doch gu le&t alle zu einer 
Termin fommen ; nemlichen dem fange) 
leben / von Philoſophis zum höchften bit 
gehrt / Deren Bücher bey den Liebhaber 
. 4 


Wr - 


Oder Edel Gab BOtres. 



















v b wir Teutfchen haben durch GOttes 
Bnade Der förtrefflichen hohen Männer 
us yinberlaffene nößliche Schrifftenund Buͤ⸗ 
Wber von Der Magia und Alchimia , der Tas 
Mürlichen Dingen viel empfangen und noch 
T glisenbeious gegeben erben inofienem 
ruck bon altenunb neuen Liebhabern pie» 
Kunſt / und uns für Die Augen geftellet/ 
eor mir ung erftben/ erfennen lernen 
= dnachdencken / die Handarbeit anlegen/ 
m mir der Natur Muͤgligkeit er⸗ 

Incertus. 
M mo "Ohne Zwenffel aber wird ber 
ein oder Elixir allein von euch ( ber Staa 


| 


n 
ob ohne Huͤlffe eines Weiſen und NS 
Bercks COerfidnoigen. Menſchen. 

alt Ariftoteles , wo der Phyácus il sg 
varfünbiger auffbáre / ba fange der Medi- 


dac ) gehet / welches eim jeder Philofophus 
mind Medicus in acht nehmen foll/ dann fo 
uiam Die Kunſt Aichimiam recht fübret/ (o 
Mird fie Die Natur berfür bringen. Und 


“2 daß man allhier nicht fähle/ fo ift alleg 


mins jenige / was bie ratur gebieret und 


I Mirfür bringet / eine in die Alchimiam ges 
rige Mareri. In maffen ihr Natura. 
itid) mit Leib uno Leben zu dienen bes 

n D; gehre 


den. Alte und Neue / mie fie find. 


ur) gemacht ohne Scheidung der Ele⸗ 
it / jedoch nicht ohne euer NEUER 


ii san. Derhalben fängt auch die Alchi- 
ni iia an / wo ſie der Natur und ihrer Scientz 


4 


416 


fág alío / daß fie ohne Zuthuung einig 


 PANDOR A; || 
gehre beffer wiſſet als id). Es ift auch pi 
wiſſen / Daß die Alchymia drey Ding vol 
richtet: eins Daß fie ein Merall vollkon 
men unb lebendig machet / und fein 
Get dauet oder digeriret/ und wird dab 
an nichts verlohren: Wie dann ſolch 
bit Erfahrung lehret. Zumandern Fed) 
und digeriret fie die Materi in Pleinem g 























andern Dingsden Leib und Seit in ein 
verkehret. Derwegen folle man von neu 
nichts darzu thun / auch geſchiehet Feif 
Mixtio, wann nicht Die Anfaͤnge der Nat⸗ 
ſolche adminſtriren und verſchafſen: dat 
was fie hierzu gebaͤhret undunshinterläd 
das nimmt die Kunſt gum Werd. ZU 
Dritten probirt fie / daß realiter und wirkt | 
fich Feine Separation der vier Element] 
gefchehe in dem argento vivo und foll , 8.) 
man das hone rotbe Gold nennet 7 / 
Stein zu machen. Dann folches zu @ 
dencken (ft ein groffer Syrrtbum / ber €i] 
fen Alchimiz und grändlichen Philofoplg ] 
gantz zu wieder. Don euchder Nature 
beich nun fo viel gelernet + daß bie ull] 
der Alchtmia eine warhafftige fcienf iſt uD 
fage/ daß das bobrotbe Bold’ fo mani 
Sonne nennet/ Def. teint oder Elite | 
wahrer Vatter ſey auff dem fo gro 
Schatz außgehet: Welcher erwärmen ep 
ferirt / hgirt / digeriret unb tingiret DUM]r 
Kunſt ohne diminution und einige corr 


mc 
UL 


|. Oder sÉod(t Gab Gottes. 
tion, bafftibige Gold’ fo ber Vatter ift 7 
on bem Der Sohn fo ireffiidy entfprieffet. 


n. Waſſerſtein der Weifen 


| Hielehr ich Dich ein huͤbſche Lehr / 
md wahr ‚Sundament / wie mam 
yfommien fol zu einem End des 
Stein der PC / es fey auff 
Gold / oder auff Sylber den man 
nennt ein Tinctur / oder Medicin / 


oder Gli rir / und wird in mancher 
den weiß und Form unterflanden 
und gefucht zu machen. (h) 
(AD informandum fuper hac re filium 
Wr 4 *artis opus e& magna Tcientia, fcilicet 
||revelaione , veloftenfibili doGrina , ut 
| pfit noftri magifterii pra&icam intrare , & 
jnindiget forti ac magnatheorica, quz vires 
qÜitevelct per velle naturz, — Et fi es negligens 
wiperlegere, & perfcrutari comtentum in no- 
les libris, eæcus ibis ad pra&icam ficut igno- 
(rans, Et ideo fili debes preweditari , cui 
um debes manum apponere ad operandum. 
‚Et debes fcire , quot , & quz requiruntur 
‚gipkincipaliter innoftro magißterio vel propin- 
f nitate fuzoperationis, Et idcirco fili tibi 
4j Neo, pe tria requiruntur , fcilicet, Inge- 
jy um fa tile , naturale, non fophifticum ma- 
,, m operatio, & liberum arbitrium , & hoc 
E L- requi * 












ul 
LK 


udi 


E 


. dominz naturz, In quo cf neceffarium 


requirit fapientiam , divitias, & libros, $ 
pientiam , ad fciendumfacere, Divitias, a 
habendum poteftatem faciendi, Libros, a 
intelle&aum aperiendum diverfum, qui eſt i 
multis gentibus, .Q;oniam hoc , quo 
unus comprehendit per do&rinam unius 
punquam poterit comprehendi per doctri 
nam unius nunquam poterit comprehendi 
niliper dofrinam alterius. Et fic doctrin 
unius aperiet do&rinam alterius , fortaifi 
datam per figuram, & fecundum rationer 
plus vel minus valentem, Sed hic tibi no 
manifeftabimus in clara voce principale ce 
latum , ad intrandum fecreta fecretorum na 
tucz, Unde tu videbis multa pulchra mira 

bilia, quz in fecretis naturz funt repofita, & 
quafi miracula reputabuntur per fecretu 


















quod incipias ad Intrandum per itum ma 
dum, | | | 
Raimundus Lulliu 


Doc fo find man unter hunder 
faum einen / der da kommen fan gl 
picem Stein. (1). " 


OLLI autem Lapis non omnibus fe 
| pauciffimis tantum datur, quia Deut]. 
ordinat omnia ne fibi vel aliis noceanr. Sep 
enim malis daretur, multum nocere poffent;| 
omnibus bonis , non utique omnes tanto mul 
were bene uterentur. Ideo dixit Calid ; Se” 

Cr 


| .9oer Edelſt Gab Gottes. 

|etet 1m Dei gloriofi maximé eft foror Philo. 
Jphiz, Infpiratum autem eft à Deo Prophe- 
Vtisfuis , & certis ele&is credentibus in eum. 
Et Hermes : Hujus artis fcientiam ab unius 
"rantum Dei habes infpiratione, Et Morie- 
Inus : Intentio omnis hominis hanc divinam 
ientiam quzrentis , aliud arbitrari non de- 
bet , nifi donum Dei altiffimi & magni , qui 
| is lervis eam oftendit: cujus nomenfamper 
"it benedictum, | 










Laurentius Ventura, 


pu 

; Dam die Meifter. der Philoſo⸗ 
| 3b / haben den Stein unddie Kunft 
iefegt mit verborgenen Worten / 
md haben acfegt Ding die man zu 
iefem Stein nehmen foll / oder zu 
eſer Tinctur/ oder Medicin. (i) 


"DmsfEficbt: Du thuftihnengroß Un⸗ 
u recht / denndenen Du flucheft und 
Setrug nachredeſt / find Die feelige Maͤn⸗ 
tr; welche niemahls Lügen geſchrieben / 
ndern die lautere Warheit hinterlaffen/ies 
och in verborgenen Reden / damit es nicht 
An jeder Unwaͤrdiger verſtunde / und pde 
Durch in der Welt groß Unheil anrichtete/ 
,! ffóroégen bu ihre Schrifften nicht folteft 
ach cem Buchitaben / fondern mach der 
i Bird'ung der Natur gedeutet / auch nicht 
pur Handarhbeit eorgenommen m 
ge ü 













r 


430 


men treffea/ welches nur ein einiges Dig. 



















PANDORA | 
bu hötteft dann zu vor Durch embfigeg BT 
ten unb fleiffiges Lefen einen Grund gel 
get/ und begriffen worin fie alle sufark 


und Queckſilber. - 
|» @Michael Sendivogi 


Und haben doch dieſelben Dig 
nicht gemennt / fondern nur d 
Gleichnuͤß darbey zu verftehen/ di 
ben von deßwegen daß nicht ein jet 
Simder foll mit diefen Dingen u 
geben. (1) — 


(o E Pepe muß ſich der unerfah ' 
x9 ?efet gank nicht ärgern an DIR 


toeitläufftigen Proceß / als wann bien 


iſt nemlic der Reifen Saltz / Schwell 


tion felber/ welches vielmehr den unt 
fenden deucht und Böhmifche Do! 
find/ in dem fie diefer verborgenen Kılll 
Eigenfchafft nicht wiffen / melche the 
offenbar / theils verbiämter Weiſe re 
auß obengedachten hochwichtigen 
chen / teil die Perlen/ nach oer Codi 
ug follen vor die Säu geroorffen tile 
qu EI 
Incerins Macrocoff | 











Oder Edelſt Gab GOttes. 
1 @onder allen der / dem GOtt 
| Gnab erzeigt und geben 
i / bann dieſe ar beiffet eine 


i" (gti nun bitfe Kunft $or unfern 
Augenfaft Goͤttlich / ja übernatürs 

e | und mehrers ein abfonderlicher 
Segen unb Gabe; welche ibm der Allwei ⸗ 
te und Belährtefte mit feinem Fleiß und 
ke nicht nehmen und geben Fan 
No olches GOtt nicht auß mildreicher 
iip üte eröffnet. Welches Hermes beken⸗ 
JRt/wam er foricht: Ich kan keinem dann 
Vitder Eıfindung halber Sanct fagen. 
Solches beweiſet Alvidius mit dieſen Wors 
jm toiffe ^ daß GOtt diefes den Nach⸗ 
Imlingen Adams behalten / und fuͤrnem⸗ 
den GOtt vertrauenden Armen: Hier⸗ 
ſtimmet Geber in feiner Summa Perfe- 
* enr ffo ſprechend Unfer Kunſt uno 
pens in ber Kraft GOites ber 
em / Der es gibt / wem er teil. Und 
trPhilofophus Plato in Times ver mahner/ 
un in ai Dingn/ ſo wohl in den 
als groſſen und vornemſten Gott 


i 

















enitand anrufen folte. Geber Senior 
hliche ke mehr bezeugen? 
t Kunſt anders nichts i(t/ als ein 
| — Eingeben und vortreffliches 
e ".- ho⸗ 


n femen mibreiden Segen /-Dáiff und 


491. 



















PANDORA | 
hohes Seheimnuß beB bodygelobten SL 
tes / roelcher fie mittbeilet und entzeug 
wem er will. $a ^ M 

Jneertus «Macrocofmus, |, 


Hierum GOtt der Almachtl 
Heredt bat indem H.Evangelio:M iu 
ti funt vocati , pauci vero ele&i, DE 
(ft fo vielgeredt: Biel find berufft 
bemetvigen geben / wenig find ab 
außerwoͤhlt: alfoift aud) hie in d# 
fer. Kunſt / viel find berüfft : bas (d 
bit mit ber. Sunft umgeben / um 
wenig find außerwoͤhlt: das ift/ / 
zueinem End piefer Sunft moͤg 
fommen/ (n) | HE 


(gay en frommen wird nur di | 


| vit 4 
Durch die Goͤttliche Gnad und Gu⸗ 
Gegeben / die mit keinem Geld 
25esablen mag die gantze Welt/ 
Darvon oer gemeine Hauff zumah 
Gar nichts (oll wiſſen uͤberal | 
Der Pöfel Gottioß und verruch 
. Den edlen Stein vergebens fct 
Wer diefen bat in Ruhe und Salt 
Der wohnet ficher wo er will/ "Tl 
Rein Sall noch Ungluͤck ihn anfick 
Bein Dieb noch Rauber / forcht 
nicht wer 















. Oder Edelſt Gab Gottes. 

| enit eind der/jez 3u Der C tuno 

üiDenen foldbe Gabe wird vergund 

a: —— p feinen Händen 
e/ 


| W. - Sibes nur diefem ‚der ibm mef ile. 
E | Warflerjtein der Weiſen. 


— Und iſt das Urſach / ſie woͤllen 
nicht mercken die Buͤcher der Phi— 
lo ran recht verfteben (o) 


—B ine endlich alſo: 
(«mann ihr auß Diefen meinen 
iR; c Sfi und Warnungen euch nicht 
"po ſehen tollet / daß ihr gleichwohl micb/ 


hi 
f. TR baf fie ihr Vernunfft 
nicht brauchen wollen / oder. viel 
leicht Gottes Will ift/ daß: fie ihr 
‚ar wuͤrdig ſind und wann fie 


dann alfo zu diefer Kump nicht kom⸗ 
inm mogen: fo fprécben fie bie 


im Betrügnüß. cp) 
" * Ee (p) To- 


Kunſt fepe nicht gerecht? und ſeye 


Mi 


454 


- bus elixir, & dicitur primum opus. Secu 


PANDORA 

(p) To opus magiíterii magai lapid 
Philofophici, & oeculti duas hab 

ion 































partes operationis. Prima eft de operat 


da pars e(t de operatione lapidis, & dicit 
fecundum opus, quod aliter &in alio va 
ft: & terminata prima operatione elixi 
incipit iftud aliud quod eft fecundum, « 
operatione lapidis, Quidam philofophi I 
libris fuis primo tradiderunt fecundum opu 
fcilicet operationem lapidis, poftca primu 
opus, quod eft de elixir, Et quidam moc 
loquantur. de uno opere, modo de reliqt 
fcienterintricando fe, & fuam intentione | 
obfcure perfequentes, & obfcurius exponer | 
tes, ut inquifitores fatuos & dure ingen 
vel groffo exitentes deciperent, hancque 
merito famefam.fcientiam penitus occult 
rént, & prudentes ad eam allicerent, & € 
manifeltarent, Nos autem rectum ordine 
in hac operatione lapidis, prout propriis c 
gitis probavimus, & tetigimus, & oculis v 
dimus, tenebimus inhoc libro, Prius eni 
neceffarium, quod res elixentur: hoc ett, ig 
elixir cenvertantur , antequam in ope 
tionem lapidis intendatur, aliter ad inventi 
nem & operationem magni & veri lapic 
nullatenusquis attinget. Vocaverunt aute 
quandoque Philofophi in libris fuis Et 
lapidem, & lapidem elixir, non facient 
differensiam nominum inter digo i 

| atu 





Oder Edelſt Gab Gottes. 

f tt s exczcarent, & tamen dixerunt ves 
ritatem, N 

d : ; ver | Ba 


4 TA find die nehmen Schwäs 
! i Arfenicum/ und Queckſilber / 
geſublimirt iſt mit Salg / A⸗ 
9 Vitriol / und desgleichen / 
und brennen / und ſolviren / und 
"e aguliren / in. manderteo 26697 
m. des Willen, daß ibr Zweiff⸗ 
‚ur d defto groͤſſer werde und Lit» 
) ibrer Verzweifflung iſt/ fie 
jeden nicht baf die Mieifter fores 
pd n/ uter Runft if heimlich gefegt/ 
i Db it verborgnen Worten / alſo / daß 
nicht die Oing gemeint haben / 
ie fie genennt haben, ale id) oor» 
efprochen,fonder dad: an "€ 
i aß geben, (9) 
hr ©) 
i | 

















| 


"1 





DUE in omnibus veruim dixit, 
quamvis obfcuri fint: id fa&um eft; 






ubt,nos intelligerent; ac ut notitia horum 


3 fis ihcognira permäneret; | 






| Deinceps | ſciet filius meus; Veteres imul - 
N "18 capita pofaiffe, ı «t ignotantes exitimarent 
mal ttem noftram magna cum difficultare exct- 


eignerantes qui de numero flieruip nori , 


Mn 
D: €eaz | ceri 


LI 


436 


meo aperiam quomodo Veteres ac Sapit | 


mit Salg / folt niht vert 































PANDORA, 
eeri.; atque in unoquoque capite mt 
ac varia opera poluere, multis nominibg Jl 
qualia funt; Redu&io, Solutio, Lotio, Sub#) 
matio, Deftillaio, Coagulatio, Inceratg? 
Calcinatio, Fixatio, arque ita deinceps, £X 
fupra commemorestum eft, Ac nunc fi 


tesea nomina in opere adinvenere, — L7 
M. feann Iſaccus Hoſan 


Und in dem / als fie aefproditl 
haben: Nimm Schwaͤfel und 
fenic / und Queckſilber gefublimf 


hen alſo dieſe Ding / fondern 
Gleichnuͤß / bey dem Crea 

foltu verftehen Gold « dann ı 
der Schwäfelift higiger und trem 
ner Natur, alioift auch das on] 
Bey bem Arfenic folt du ver 
bendas Silber: dann als der 49] 
fenic ift Falter und trockner Natt 
alfpiftauch das Silber/ bey DM 
gefubtimirten Dueckfilber mit d 
Saltz / Alaun / Vitriol / und Defg 
chen, ſoltu alſo verſtehen bag mm 
Toll nehmen Queckſilber zu DM! 
Gold / und zu dem Silber / und il 
dag mit einander fublimiren/ wall 


Oder Edelſt Gab Gottes. 

| das alfo geſchihet / und dudiefe Ding 
^m it einander fublimirefi / fo folt 

leu wiſſen daß das Queckſilber die 

Natur bat/oaf ce dann pae Gold 
‚un Silber folvirt/ das bod) die 
Goldſchmidt fönnen/ fo fie verguͤl⸗ 

den wollen, und frißtfie zu Pul⸗ 
i per ohne allen Sufag die da frems 
Di p barum [o haben die Meiſter 

as Queckſilber genennt Saltz / und 

ib Vitriol / und Alaun / als die 

Drey Natur haben zu verzehren, 





IrinDing ín Waffer ober Dulver (c). 


ii Erohalben, wann Du ín der Philo- 
fophorum Büchern liefeft / nimm 
Wise of eo fo verftehe folches jeder 
zeit von dieſem Stein ober oon deſſen ab! 
N (iframes und abgefonderten Theilen : 
als mann man fagt ttt Arlenicum verjtehe 


das Feuer des Coteing: vor dem 


ie waͤfel verſtehe du den Lufft aud) zu 
"fo » eilen dag Seuer ; vorSalArmoniac, wel⸗ 
dis er nicht aufgelößtidie Erden: unb oorAr- 
Jmoniac ohne Zuſatz / die Lufft: vor ben Mers 
N rium verſtehe du das Waſſer / oder auch 

1 Mercurium allein: folches nimm wohl 
a Acht unb mercks: vor Den Mercurium 

ublimatum verſtehe das Waſſer / welches 


onfenen Sal fublimiret worden/ und 
€t; ſoll 


| E 3] 


437 


438 


fol zu einem Saltz wiederum coagulind? 
werben 7 welches genennet wird Salpete 

und Schmwäfel des Baconis welches alle" 
Mercurium coagulirf / denn es if fein, & 

meiner Schwefel. Wann pu feiner bei 

ben Philofophis (iefeft nimm be Mercurium] 
fo büte dich wor £ouedf(ilber: . Soimmy 
Schwaͤfel / fo laß Arfenicum und gemeinen 4 
Schmwäfel fahren: nimm Philoſophiſch 
Bley / fo gehe ber Meng müffig/ / vor dee 























— 


Kupfer: wor die Sonn Gold, vor Dell 
Mond’ Silber. In 2l6mafdung huͤt 
Dich vor Salken 7 corroßvifchen uni 
fcharffen Waffernz Die nicht von Strat] 
{en zugerichter merben/ in Der Sublimirung 


mitche nichts ficmbo mit bem Lapide. - 13 
Benediötus Figulugq 


Alfo bat das Suedfilber Bi 
Natur / das Gold und Süber 3t 
verfehren inDulver und Waſſel 
obue alle frembde Zufag/ und II 
das Urſach: dann alle Metall bac] 
babenibren Lirfprung / unb fom] 
men und mwachien oon dem Oueck 
filber/ und heiſſet ihr erfte Mater] 
ri oder Sperm. (£) — AM 
Cf) c Amit wiraber reteberum zu unſe 

Co) remcnorbabé arlangem (agente mJ 
das Queckſilber fige bie efte Materi " 
















| Oder Edel Gab G ttes. 
18 Wercks / und warhafftignichts anders 
vas ihm auch zu gefe&t miro / ifi von ihm 


Michael Sendivogius. 


| Ding eua das verborgen iſt / 
uf j btme Men wunderbarliche Weiſe) ein 
Feuchtigkeit wird / welche das Gold ohne 
Sewalt oder getoͤſere ſolvirt / ja ſo lieblich 
And natuͤrlich wie das Eyß durch warmes 
Waſſer zerſchmeltzt. Wann ihr das ge⸗ 
doc fo babtibr pag Ding/ auf Deme 
ipad Gold von Natur gebohren wird. Und 
hbgleich alle Ding und alleMetall auf 
ypemfe (ben yerfommen/ fo ift Dod) keins fo 
wohl mit ibme verwandt/ als das Gold / 
aan an andern.Dingen hanget Unreinigs 
eit / aber an dem Gold Feine/ Darumb tft 
TN wie feine Mutter. 
[nie - Michael Sendivogint, 


! qm ) Kofinus ba er das Gold einfüh- 
''tt/ zu bifputiren mit dem Mercurio / res 
Peter alfo : Mercuri / wiltu mit mir 
t lititen? Sch bin der Herr / ein Stein/ 
| ber das Feuer fan aufwarten. Da anto 
Ih der Mercurius: Du fageft wahr / 
ber ich babe Dich gezeuget / uno du haft 
| om Urfprung von mir/ uno ein Theil von 
| hie machet viel Deiner Theile lebendig: 

omn du biſt geikig qr. mich gurechnen; 


! 
p* | denn 


$49 - 


440 
























"PANDORA, ^ "EF 
denn fo jemand mich wird ſetzen zu meine 
Bruder ober meiner Schweſter Der voit 
feben und fic) freuen 7 und ich werde DM! 
genug ſeyn. | | Ó 

Sm Buch ber drey Woͤrter cap. I9 
age bermegen / DaB im Mercurio 
Wercke der Planeten ſind und ihre Gul 
bildungen an ihren Orten. 
Arittoteles in feinem Tractätlein: DIN 
erfte Arth der Zubereitung ift ^ daß d 
Stein werde eim Mercurius / denn derfell 
ift der erſte Coͤrper der da wircket im bx 
groben Dingen/ und macbet fie, wie er iſt 
. Eben derfelbe Furg hernach: Und DEN 
tum/ wenn mir fonft Feine andere Wo 
that vom Mercurio bátten/ als daß er d 
Górper fubtil mache’ und nach feiner VRR 
L4. feft er ung Doch gnug ſeyn. 
Senior. So iſt nun unfer Stein e 
gefroren Waſſer / dasift / ein gefrore 
Mercurius im Golbe und Silber / um 


prie: pem Feuer / wenn er. truck 
Clangor Buccinæ erzehlet diefes : 


ſtecket im Mercurio / was die Weifen (00) 
chen. Der Mercurius — jerftóbret da 
geblätterte Bold gant diefer folirt / 
meichet 7 und nimmbt die Seele oot 
Coͤrper. ‘WW 
Im Buch von der Ehnmifchen Kunſ 
Daher haben die Philofophi gedacht / tv! 
fic oen unterjten Coͤrpern Das Wet * 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
Blank des vollkoͤmmlichſten Coͤrpers 
Moͤchten einfuͤhren/ weil fie befunden, daß 
Mie metallifchen Coͤrper allein nach einer 
|roffern oder geringen Abfochung unter 
dd) unterfchieden ſeyn unb daß der Mer⸗ 
urius aller Metallen erfter- Urſprung ges 
Meſen ſey mit welchem Mereurio fie dag 
netallifche Gold außgesogen haben’ und 
Nadurdy Das Gold zu feiner erften Natur 










t 


nieder gebracht. 

ill Corre&io fatuorum, Merefe daß der ro» 
wt Mercurius die Coͤrper diſſolviret und 
ſringt fie wieder in ihre Materiam oder 
ratur. 

M Sstem, Aber ber rohe Mercurius / fo 
WaB Flarem Waſſer von Anfang gemacht 


Horden/ der begehret allegeit das Stobt- 


I gerreiffen/ uno erftlich mag feiner Nas 

am mecbften iſt / nemlich Gold und 

Puber. 

Item. Aber mit Argento vivo, das ro» 

dy. Wt/ Faner ſolches thun / nemlich Dictas 
ten zu ſchlieſſen und aufthun / damit ein 
Ins nahe Ding feiner Natur eine Huͤlf⸗ 


Die. - | 
;Stem. Weil aber ber Mercurius/ das 
Ol Argentum vivum eine Wurtzel ift/ in 
(it $unft der Alchymiz/ denn auf ibm/ 
pardbibu/ und in ihm find-alle Dtetalla/ 
! ie bit Phitofophi fagen: Dermegen fol» 
| jCunp muß feyn/ daß in. Der Sun(t der 
chimiaͤ die Metallen erſtlich wieder zum 
Eis €t; Mercus 






44t 


44 


ſchen kommen vom Adam / und vo® 


All maͤchtig Gott den Menſchen 



















PANDORA; . 
Mercurio gemacht werden’ das ifE/ su eli 
nem Queckfilber / daher aller. Metall 


Materia und Saamen iſt. | 
; &Edoardus Kelles 


Zu gleicher weiß / daß alle tell 


Eva / unb derfelben erſten und a 
ler nachkommen Menfchen/ die at 
Erden find/ (br erfie Materi um 
Sperm iſt die Erd/ — bargon DL 


ſchuff / barum alle Dienfchen wi 
der zu Erden werden muͤſſen. CO M 


Cg tio muro Adam auf Crben/ / Wa 
ſer / Sufft und (Seuer/ und Ser 

Gift unb Leib endlich auf Mercuri 
Sulphureund Sole, erwecket / zuſammen 
bauet und gebohrn. J 


Ex Adamo generatur Eva, 
e(t Quinta ejus Eſſentiæ. E 

Alſo auf Eva das erfic Weib z uno 
aller Mutter/ ifl eben deſſen tbeilbati 
meilfie aug Adamo gebohren und (t ale 
Eva von Adamo herfommen unb gtbautd 
Das merckt ja wohl / unb daß ich wied 
auf die Patrefaction und Faulung komm 
fo foll ber ſuchende Kunſt— eier M 

L] ur 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
uge ver Philoſophi wiſſen / daß gleicher 
eſtalt Fein metalliſcher Same wircken⸗ 
















fen bann ſolcher Metalliſcher Same zus 
I in; und durch fich felbiten allein ohn 
Mnigen Zufag und vermifchung zu Der 
lfommenen Säule gebracht, 

| ine Fitus Polakins, 
1 Deßhalb der natürlich Meiſter 
| mannt Mecheororum 5 Uudent 
‚'ühees, fophifticé dicentes? Sciant 
ftifices Alchymiz, Species rerum 


] 


letallicarum permutari non poffe, 


I 


allen die Artiſten / das find Die nach 
ArKunft anderit dann die Natur 
Erdreich wirckt/ machen wollen 
Kolb ober Silber/ oder ander 
! a eing in das ander verkeh⸗ 

In/ ſollen wiſſen die ſpecies der 
etallen nicht mögen verkehren 
Kin das ander / alſo / daß fie 
‚angen die ſpecies des Silbers ver» 
Hren / in die Specien:das iſt / Eigen⸗ 
uſchafft des Golds / oder Eigen⸗ 
'afft des Kupffers / Bleys / ai 
nr? oder 


I! 


sch fid) in feinen Weg vermehren kan / 


riſtoteles fpricht indem 4. Bud. 


ft. fo viel gefprohen: Wiſſen 


443 


444 


:PANDOR A 
oder Eiſen / in die Eigenfchafft b 
Golds ober Silbers. (o) 


(3) wm imo. Buch von me 
herley wunderbar: Sache am ꝛ. 
ſchreidet / vom Jano Lacinio, paf der diſp 




















ändert werden / unb braucher folgen 
Schluß Keen : Etlihe Metalen fi 
lauter und wohl gekochet ale das Sc 
uad Silber : Etliche find gekochet / at 

unrein, a8 das Erg unb Cien, — Gli 
find nicht gekocht und unrein / als d 
Bley. Es magaber das Unrein gel 
tert/ und was ungefocht gekochet werd 
Darum mag und Fan man auß bem E 
Eiſen und Bley / Gold und Silber may 
chen baB aber ſolche Kochung und Laͤu 
rung geſchehen moͤge / beweiſet erauß 
ftotele 4. 1. Mcteororum von der Kochup 
poer Zeitigung. An der Reinigung zw— 
fit niemand/ weil eg Feuers Eigen | 
(ft von einander fepariren oder ſcheid 
Über das find fchier alle Philoſophi / 
jenen Hermetiſch ober Peripathedfd) 
cher Meinungs daß. alle Metall 
Schroefel und Queekfilber ihren Urſpr 
nehmen. Was nun einander ín dem. 
fprung gleich/ Fanund mag auch eines 
das ander verwandeltwerden/ und Die 
um fo viel mehr / daß bie forgfältige 97 


m 
" — 


Oder Edelſt Gab GO ttes. 
lur allzeit zum vollfommenen — arbeitet/ 
Imb nicht bacon abläffers fie werde dann 
hothorinelich Daran gehindert. Was 
un bie Natur Hindernuͤß halber unvolls 
ommen muͤſſen laffen Fan ja durch &unft 
iino unabiafligen Sleiß dahin gebracht 
werden / Theils daß es —— 
wiomme/ Theils daß fein Lauff und Voll⸗ 
Hommenheit/ ja natürliche Bewegung 
Welbft möge vollbracht werden, Denn die 
Natur flärckee und erhoͤhet nicht allein 
as Gold / fonberm machet ed auch / wie 
an mit vielen Erempeln Fönte ertveifen. 
Damit Diefes Plarlicher merde ermiefen/ 
man mau von gröflern zu den mwenigern 
Schlieffen / daß folche Veraͤnderungen 
‚nicht allein in vegetabilifchen und mineras 
iafchen/ pas ift/ in Sewächfenumd Ertzen / 
ondern ín animalifchen und Thierifchen 
Angehen. Daß ich den Anfang mache/ 
1008 allbier zu Regenſpurg gefchehen mit 
Wwey Wachteln/ verhält fid) die Hiftoria 
lo: (in Canonicus oder Thum - Herr 
ielt in feiner Stuben zwey Wachteln / die 
effen um / und batte jede ein filbern 
Schaͤllelein am Halß / dieſelbe verfchlieffen 
Ich in ein Luͤcken bey dem Handfaß / uno 
(lieben. alfo verſitzen wie ſtarck man auch 
efſforſchet / und ihnen nachgeſuchet. Wie 
an nad) (anger Zeit die Stub bat wol⸗ 
ntaͤffeln und den Boden aufgehoben/ 
pos zwo groffe Krotten mit fils 


| bern 


l 


445 


446 


-"Staturfünoiger/ paf auf. einer geſotten 
Endtenbruͤhe / fo auf die Erden unter Dg 


‚ches in ben Wolcken worden, und noil 


altes Eifen wegfuͤhren / melche fie in Zi 
in ein Waſſer geworffen / davon e8 dur 


legen. hat mans im Ofen außgegluͤ 
darauß gut beftändig Kupfer mwordl 
1 di 






















PANDORA  J 
bern Schaͤllelen welches vor die Wal 
teln find gemefen. Es fehreiben auch tlg 


freyen Dimmel geſchuͤttet Krotten mil 
den. Auß einem erwärgeten junge 
Stier werden "Bienen. Auß — Celi 
Weſpen. Auß Roſſen / Käfer U 
Maulthier / Heuſchrecken. Auß ogg 
Staub wachſen Froͤſch. Auß einer gu 
ſaltzenen Unſauberkeit wie auch auß u 
ſaltzenem Speichel wachſen Mäufe AU 
einem Bafililco, Sceorpionen. Was og 
Avicenna fihreibetvon einem Kalb / w 
halb lebenvig hinab mit dem Regen gefal 
len / das laffen wir an feinen Dre geil" 
[et ſeyn / weil er und der Plinius bigroeifl 
die Apt gar zumeit werfen — 555 

Solte ich von Gewaͤchſen ſchreibe 
würde e$ viel zumeitläufftig: Will 
ſagen / daßich zu Sraneffurt an der Di 
geſehen bey der Sarthauß ein Waſſ 
wann man Holtz oder fonft ein Nußſch 
hinein geworfſen // daßes zu Stein tomm 
den. In meiner Jugend / wie ich bin” 
Wien gewefen/ babe ich öffters geſehe 





freſſen / wann es ein Zeit lang darinn ı 


uf 
re 
|; 
12 



















| Doer Edelſt Gab GOttes. 

jn Suttenberg ſchmeltzet man Marchas 
i und machen auf Eiſen Kupffer/ 
selches nicht allem beſſer an ber Güte/ 
andern läßt fid auch befier bámmern. 
diervon roeitläufftiger zu tractiren it nicht 
Feines Vorhabens / weil die arbeit gu 
Seflättigen an 2. oder 3. Erempeln genug 
ph Muß weiter Fommen zum Goldma⸗ 
Jen uno erweifen/ daß folcheg viel muͤg⸗ 
er / und fchlieffen/ tva$ in höheren und 


handten. “Dann Die Natur machet durch 
qt Sodung und Laͤuterung auß bem 
Pechwefel und Queckſilber Gold und Sit- 
"t welches die Rünftler nachahmen / und 
ir Gold und Silber auf. vem 9 o. und 
re Philofophorum begehrten zu machen, 

ft nun ein einige dererminirte Materia. in 
Me 9tatur/ diefelbe fchlecht und einfältig/ 
muß man ja auch in ber Kunit nicht 
yn einem auf das ander fallen Mifturen 
Hachen/ widerwaͤrtige operationes anftels 
dA und munderbahre Defen. darzu ge⸗ 

inc darvon der Alchimiften Buͤcher 
al daß nicht Wunder / ein jeder Uncken⸗ 
denner twäre zu Diefer Runft Warheit ges 
Vgt / durch, unaufbórlicbe. Arbeit und 
AtiB/ wo nicht mebrer$ Darzu gehörte 
la blofie Wiſſenſchafft. TS 


how. ncertus. 


(uv) Ehen 


yoffern muͤglich das fau viel mehr und 
er gefchehen in wenigern und näher vers 


447 


(D 


445 


ihrem Urfprung nichts anders waren’ du 


in allerhand Pflangen/ Baͤumen / 


 bereortaufedb Zweige, ja unzahlba | 


PANDORA 
— (uu) Eben deßgleichen feynd ale M 
tall verändert in Mercurium, meiln ſie 

































Mercurius. fo ich nachgehendgdarthun mol us 
Sin bem mir dann alfo prafuppanirt ul 
Jeſetzt werden wir leichtlich auffiöfen £0. 
nen des Ariftotelis Argument, ‚fagenikt, 
Inlibro 4. de Meteoris. Ale Könftl 
follen wiſſen daB bit Species oder 
falten der Metallen ſich nicht könnt 
verändern’ wann fie nicht zu ihrer erſt 
Materi wiederum ſeynd reducirt, UND UM, 
bracht worden/ tie aber Die Widerbr 
gung und Suite derfelben in ilg, 
er(te Materi fid) verhalte / wird bald b | 
nad) gefagt/ und erklaͤret werden. - : 
Vermehrung / und nicht die Deränderußg, 
derfelben ift leicht. Daun ein jedes DI 
fo wächfet, und auß oer Erden ferie] 
häuffet und vermehret ſich mie erfchel : 


Thieren; Dann ein Körnlein bringet h | 
für taufenp; von einem Baum Fomnill 





und auß einem Menfchen iff das ga 
menfchliche Sefchlecht erfchaffen roort lg 
ann nun Deme alfo/ daß alle DI | 
fid) vermehren unb zunehmen! Dur 
Geſtalt fo Fan fic) ebenfals Das DIE 
vermehren/ und zunehmen / nnb j! 
ohne Unterfcheid. Ariitoteles machel 
ntquzition und fraget ob. es nentid t | 










- Oder Edelſt Gab Gottes, 


fehehe, mit. eigenen Or; anis, ober natis 
lidjen und kunſtlichen Mintrungen. SE 
es nunalfo / Daß alle Metall herkom⸗ 


Rund machfen in Der Erden: o ifi 


| s 
Li 


| 


jfommen fepe eine ungeblbabre; und gleiche 
animmermehrendeZunehmung und Vers 
mehrung/ aber Diefes Fan anders nicht 
fen’ als alltinig / weil e volfommen iff 

















antzes Derfommenift / pie auffcicbtige 


WEBeÍttveifen/ ju bem nicht anders möglich 
AME qu gelangen als durch dag eigene in- 
herponirte Mittel ober Ding: Dann eg 
AE feine Bewegung von einem Ende in 
Mittel. Ich hab gefehen Die Eigen» 
Haft Diefes Mittels, o; 
qi9mgeé/ welches allzeit in fih hält Die 
u MD Mercorius, auf Denen von einem fo 
ohl als bem andern, ift zubereitet / und 
Jibllenbet worden der Elixir Des mittelbah⸗ 
SM Dinges’ welches natürlicher Meike 


qooblorroduet: auch aufrichtiger und fol» 

ignáber. Wohlan dann vielgeliebter Le⸗ 
nimm wohl im acht Daß du Feine Faͤh⸗ 
| Fbtgebeft; dann das jenige/ mag der. 
| Renfeh wird u Ya haben / deff lben 







es wohl müglichy daß in ihnen auch volle | 


un dem Mond / ober Ordnung der Me⸗ 
allen / deren bie Rolkommenhet / und 


ume warhaffte Artzney / dag Elxir der 


489 andere’ als alleinig Durch ibr eigen 
oder mittelbabren - 
xXrrema und Ende fo da frpnb Schwefel 


Sehr pur ficirt ift/ beffer gekochet und 


wid 


"449 


‚40 


^ surduobusfundamentis, Primo quoniam did 


horum fundamentorum cogit artem han 






















. PANDOR A. 
wird er wiederum einſchneiden; ſo 
bann gang offeababr und außdräcklich/ w 

. ed'umb diefen Stein fepe / unb wag fi 
Mittel oeffelbigen ; bann nichts frembbi 
ift argu gefüget : fonbern alleinig die übe 
fluͤſſige Dinge feind Daroon genommdy 
soorden. Und nichts fómbt überein m 
unferer Kunſt / als das / mas nahe ift/ um 
von feiner Natur. Nicolaus Flamell 
C(uau) Multi opinantur , artem Alch 
miz non cfle artem veram: ad quod mover 


cit Ariitoteles in libro 4. Meteoror. Scia— 
artifices Alchemiz , — fpecies merallekuf, 
transmutari non poffe. Secundo , quia vl. 
dent omnes laborantes in hac a*te , non n 
fophifticas facere wansmutationes, & nem 
nem veras; quapropter exiftimant & credun 
quod cum à nullo fieri vident, veré & realite 
à nullo quoque fieri. pofle. Sed neutrui 


pretiofiffimam & excgllentiífimam non ef 
veram. Non valet etenim primum adverſ 
rioramfunda mentum , quoniam bene verut 
et, ut dicit philofophus Alphidius , ac K 
fatius major ; Quod fpecies rerum non trat 
mutantur, fed bene individua quorundar 
fpecierum ad invicem transmutari poflun 
Ex patet hoc ad ocnlum, przfertim in bis quj 
habeat fymbolum ad invicem inuna vel du 
bus qualitatibus, ut conflar in elementis , à 
fic exterra fit lapis, & ex ligno cinis; & € 


- 


€ « P 


F or Edeiſt Gab Gottes 


» ere & lapidibusvitrum ,&c. Sic quoque 

idit in merallis : quoniam omnia metalla 
ommunicant in una materia , quz eft ar- 
lentum vivum cum fuofulphure, Etfolum 
Vifferunt metalla per majorem vel per mino- 


jen digellionem, que fit per fulphuris 


lai muaturationem , mediante decodio- 
* E& enim fulphur forma me- 
florum, & prafertim auri ; non quidem 
Hılphur vulgi , fed alteratum‘, ut dicit Magi- 
er Bonus philofophus, Ex his diis colli- 
L. litur, quod (i per artem potcft fieri medici- 
a, que habeat in fe virtutem & proprieta- 
u m predidi fülphuris mineralis alterati, talis 
Nedicina ab arte fata, poterit metalla imper- 


; da, & argentum vivum ad perfc&orum. 


ituram transformare. Propter quodJoan- 


i ts Scotus & multi alii philofophi dicunt , & 


ipncedunt effe verum , quod met:lla transe 
Tt jur ti non poflunt quocunque modo vel in- 
jnio, nifi prius reducacturad fuam primam 


I iteriam, Pruna autem materia omnium me⸗ 


| i orum e&t argentum vivum & fulphur, non 
t (idem i in natura fua, fed alterata id e& , con- 


‚Wtla in vaporem, : Et(ic prima materia me- 


torum eft pavor humidus undtuofus , utri-. 


jJ ique naturam , fcilicer. fulphuris & argemi 
ii infecontinens. Exhis ergo neccflario 

nur, quod fi per artem poteft. extrahi 
,l usmodi vapor uné&uofus ex bis rebus in 


—1 —* & reperitur conſimilis illi, quiin. 


Iiheris tétrg generat metalla, poterit confici 


UE burla 


à (AS 2. medi" 


45t 


452 


& fupra argentum vivum projedta produc 


.. dum e(t, quod hzc medicina ex quibusda 


- und welcher Metall tatur mit der ande 


‚andern zu verzehren / dann eg ijt fchier De 

- fefben Waſſer / und fchier ihr Mutter. € 
einig Ding / dag humidum radicale , ner 
lid) Solis und Lunz , toieberftebet ihme 


























P.A.N:D OR A} 


P 


medicina, quz fimplicia corpora imperfe& 


in verum & perfe&um corpus metallicu 
longius perfe&um omni naturali, Sed (ciel? 


facilius & uberius, ex aliis vero difficilius Bl 
jmperfe&ius extrahitut , fite fint ipfa metalli 
five aliz quzlibet res, Sed hoc fieri non pe 
tet , nifi tales res prius per putrefadtion 
corrumpantur , & per debitam deco&ion 
ac longam digeftionem , aliam nobiliore 
formam acquirant, Laurentius Fentungo 

(uuuu) Es Finnen die Chymiften ddl 
Enfen in Kupffer oder vene. em. ohne DM 
Solem verwandeln / fie wiſſen auch at 
Jove Mercurium zu machen / man find 
auch Die aud Saturno Lunam mache 
mann fie aber Durch diefe Mutationes D 
Solis ratur rouften zu adminittriren /1 
würden fie fürtoabr ein Ding finden vor 
ches Föftlicher dann alle Schäße. Da 
um fage ich / daB man nicht uaroiffet 
fepe / was für Metall zufammen gehörik 


ratur überein ftimme / Darum mwirde 
Metall gegeben / welches die Krafft hatt 


und wird durch daffelb verbeffere / bari 
ich «8 aber entdecke / es wird Chalybs ( 5 | 


















iM / fonften Stahel ) genennet / wann dag 
a t8 feinen Saamen gehen / und wird 
ymady/ (chier biß auff den Todt / fo eme 
ängt der Chalybs , und gebühret einen 
Sohn / der herrlicher iſt als der Datter / wañ 


jen in fein Matricem gethan wird / ſo rei⸗ 
wiget es dieſelbige und machet fie tauſent⸗ 
T T f gefehickter die herrlichften Fruͤchten 

5 Es iſt noch ein andererCha- 
s, Der dieſem verglichen wird / för (id 
fte von der Natur erfchaffen/ welcher 


d ug $ den Strahlen ber Sonnen / Durch. 


^ à inderbarliche Krafft und Tugend dag 
nige heraus bringen Fan/ welches fo viel 


N unjeré Wercks ift. 
Michael Sendivogi "f, 


Geſtallt eines Metalles mag eec 
hr werden in die ander Geſtallt 


al jes andern Metalles/ das verftte 


A 


A tallt des Goldes / darwieder rede 
T lr natürlich Meiſter 9(viftoteles 
M bt/ dann alle Metall baben ein 


nen. 
"T of3 (x) Dier 





SR 
© er et Edelſt Gab Gottes. 


old eilffmal mit ihme ſich vermiſchet (o. 


a ach der Saamen deß allbereit gebobrs 


Y Wienfben gefucht haben / und melches Der. 


Und das iſt wahr / nur allein 


alſo / die Geſtallt des Silbers 
409 wohl verfehrt werden ín dee 


n — — und Sperm darvon ſie 


453 


^ n—— 


454 


ſolt bu demnach wiſſen dab das We 


aus einerley Saamen und in emer Mutt 


















P ANDO Ra, m 

(x) 6 Syerburd) ftoffe ich vorerzehltesnich 
&um/ fondern beftätfige / daß de 
Anfang der Metallen ingemein ein virrioß 
hfch falghafftig SGaffer /  melches vor 
Sulphure jegliches Gefchlechts / geſchwaͤ 
gert und folgends ineine Metall nad bet 
der Sulphur (ft / verwandelt wird. 
| Incertus «Macrocof 

(xx) Nunmüffen mir zu der Praxi um 
Handarbeit greiffen / wie nemlich Die MA 
tall vermifchet werden follen / und until 
ihnen für eine Cor: efpoadenf fepe. SH 


bem Man nicht zu wieder fepe / fie werde 


gebohren/ und hat nichts gemangelt als 
Digettion, und daß Die matrix reiner rod 
gervelen in Blut und Sal. Alfo wird Lu 
eben auf dem Saamen und eben aus D 


Monds. Michael Senaivogi 


(xxx) Daßichnun ben richtigſten w 
gehe und den Anfang mache von der MER 
tería/ fo fe&t ich alle Weitlaͤufftigkeit t 
Namen halber auffdie Seiten und E 
flärtige mit den wißigften /. erfahrneſte 
warhafftigfien Philofophis , daß dieſeſ 
nur cin einige ftp / unb halte folches IE 
wahr. Dann Das gant DRAG I 

un! 


| Ode Edelſt Gab Gottes. 
durch das Philofophifche Wafferzunddaffels 
Hbe (ft der wahre Saamen alle Metallen,und 














ipalle Metallen werden darin auffgeſchloſſen. 


Wer diefes recht begreifft / Der dringt füch 
mit nichten in bergeblicbe Koften/ dann er 
Herſtehet den Anfang ber toabren Natur / 
md erkennet derfelben Fortgang. — 
e Incertus eV acroco[m, 


I (xxx) Cd) babe erft gemeldet / daß alle 
Ding auf einer Hüffigen Lufftoder Dunſt 
Sachen / twelchen die Element durch im». 
nermährende Bewegung in das innerfie 
er Erden oiftilliren / wann nun der Na⸗ 
Fur Archzus folches empfangen / fo fubli- 
Wnirtt er folchen Durch die poros ober Lufft⸗ 


seine Borfichtigfeit auB / alfó daß wegen 
Onterfcheid der :Derter auch bie Ding fo 
Derfür Fommenungleich und unterfckeiden 
Ind. Esvermeinen etliche Saturnas habe 
Imenandern Saamen als Sal, mie aud) 
imjedes Metall einen befondern/ aber fols 
1 té ift alleg eitel / es ift nur ein einiger Sa 
en / e8 findet fic eben Daß im Saturno, 
as im Gold / eben in Luna mas in Mar- 
| &e, Aber der Dit Der Erden iſt anders 
hdungfeich geweſen / tvann bu mich nicht 
P heit : Ob fehon bie Natur ehe in Eu- 
^ dannin Gold auffgehöret bat und affo 
ch von andern. Dann mann man auf 
P Cento der Erden derfelbige vapor 
Mas | $f4 oder 


Möhren und theilet ihn jedem Dre duch - 


455 


nn. * 


456 


kommt daß heutiges Tages Berg⸗Werck 


son PON: DO, RA, «9. 
oder Dunft fublimiret wird / fo tringet eu 
Durch Ort / melche entioeber trocken ode 
warm. Bo er nun durch. Wärme untli 
reine Derter Fommet / da die Fettigkeit de 
S.lphurs an den Wänden bánget /. fo ac 
eommod rt derfelbige Dunst oder Dampf 
(den die Philofophi Mercurium Philofopho 
rum nennen) und vereiniget fich mit derſel 
ben Fettigkeit / moelche er hernach mit ſich 
fublimirt/ und wird alsdann ein unctuofi i 
tät oder feifte / verläft den Namen einee 
vapors oder Dunſts / und nimmt an Den 
Trameneiner Fertigfeit / welche / wann (i00 
hernach im fublimiren an böhern Ort fom 
met/ Die Der vorhergehende. Vapor. allbe 
seit gereiniget bat / wo die Erd fubtil/ rein 
und feucht ift; fo crfüllet fie ihre pores, 
ocreiniget fich darmit und wird alfo Gold. 
Wann aber.diefelbe fcifte an unreine Falte 
Dit Éommet/ fo wird Saturnus darauß/ iE 
aber (olde Erde rein’ unb mit Sulph 
vermifcht / fo gebiert. es Kupffer ze. Dann 
jemehr ein Dir gereiniget ij / je ſchoͤner 
werden die Metall. Dann c8 ift zu mere 
cen; daß derfelb Vapor immerdar auf dem 
Centro , in die fuperficien und Dber Stell 
le außdämpffet ^ im umgehen oder fort 
mweichendie Dit reiniget. Daberoes auch 


























De 


an Denen Orten gefunden werden / allda 
vor taufend Fahren Feine gemefen. Dann! 
Durch fein fortwandern / machet es ime] 

mro 


* | 


Be Edelſt Gab Gottes, . 
erdar das rohe unreine fubtiler nach und 
ch je einwenig mit fich hinweg führende. 
| n dieſes ift bie rei ératio Und circulatio der 
latur/ und fublimit fo lang / immer zu 
was neues herfuͤr bringende/ biß der 
dit gan wel durch reiniget wird / und je. 
intr derſeld wird / je edlere Sachen 
inget er auch herfuͤr. Der Winters. 
—* wann eine kalte Lufft die Erde zu 
Emmen zeucht / ſo gefieuret (oder geſtehet) 
chderfiibige fette Dampff / welcher bere 
Sach zum angehenden Fruͤhling fid) unter 
den und Woͤſſer vermenget / und gibt 
ne Magnetiam , Die einen Mercurium des 
té / bre felbften gleich / an fid) zeucht / 
| Aelher das Leben gibt allen Dingen / durch 
| e Strahlen der Sonnen / Monds und 
Wöternen: Und bringetalfo Graß / Blu⸗ 















IM atur feyere nicht einen Augenblick. Die 
Metall aber machfen dergeftalt/ die Erde 
i id Durch fangreitrige Diillation gereinie 
i nu wann bernad) die Settigfeit hinzu 
mint / fo werden fie generirt / anderer 
teftalt werden fie nicht gebobren / wie ete 


i dencken eitele Meinung ift. 
[' 2 


a 
" Ir Tu baPhilofophorum gefchrieben (tebe/ 


ji etr poem Der Philofophi- 


M "Ww Sf: ſche 


Den / und dergleichen herfär. Dann b die 


"ec! die ber Philoſophen Schriften uns 
Michael Sendsvogins. 


J xx) Darum befinden wir / daß in | 


47 


1458 


Merwandlung aber Fan nicht gefcheher 





















PANDORaA;' 
fe Stein’ ift. ein Merällifche e 
fotíd)e ba Das Wefen und fubitanız p 
Metallen verkehrer; Die Derfehrung od 


dann durch feines gleichen / fo von alk 
Philotophis , ſchon vor längiten cinbelli 
lich ift ausgerufen mworven. “Derhalbe 
ift noͤthig daß der Philofophifche Steit 
auß XO Materi gezeuget werde. 


Incertus, .— 


Das ift das Duedfilber. Dat | 
um fomogen ale Metall wiederung 
mol zu Quedfilber gebracht weil 
den/ und ein geſtallt ín die ande 
verfebrt/ gemeprt. Du folt abe 
fviffen / wilt du machen Gold / f 
foit du nichts anders nehmendanf 
Gold mit feiner Sperm; das iſt 
mit Mercurium. Wilt du abe. 
machen Silber / fo folt du abe 
nichts nehmen bani Silber mi 
feiner Sperm : Das ift/ mit feinet 
Duedfilder 2 Dann von einen] 
Menfchen mag nichts anders goi 
bohren werden uno fommen dal 1! 
ein Menſch / von einem Loͤwe 
nichts anders dann ein Loͤw / um 


aljo ein jeglich Thier kommt ut , 
wir] 


| 























‚Oder Edelſt Gab EOttes. 
quo gebobren von feinem gleí» 

Sarum fo bab id) dir ge 

: 9timm Gold zu Gold) Sil⸗ 
^ Silber / unb mer diefe 
Lehr / wie man zu 
yieier Kunſt fommen mag, Wer 
afan todten Das Queckſilber mit 

Leichnam : das iſt / mit bem 
Forpus; ſcilicet Sol & Luna: Nem⸗ 
d) Hold und Silber. Lind nach 
Lem & opt víeber Icbendig machen: 
as iſt das Queckſilber / und ift es 


old oder Silber zugefügt wird / 
Poftirbt er/ unb er aljo damit ge 
dt wird / fo ftírbt die Seel des 
Holdes mit dem Geift/ unb verei- 
piget fich mit ihm / bag es fid nim 
dx fcheidet » und aud) die 
"lx el nimmermehbr von den 
I? it. (2) 
1 j Olch extrahire J3er& / Seel und 
11 [ Geiſt / muft du ferner mit feinem 
genen Saltz (welches vorberährter Mas 


n 
E 


ju 
, qm 
"n 


mb i in feinem innern Bluthroth / nad) 
tr Zubereitung aber / weiß / bell / Aa 


4 bh / daß der Mercurius alfo dent 


| (ti aud fonderlich inferirt/ undan feiner 


459 


469 






















 PANDORA, | 
klar unb durchfcheinend i(t/ unb dann vo 
den Philofophis Sal fapientiz genenne 
wird) miederum oiftilliren/ aud) congeli 
ren / daß es abermahl ein einiges Ding 
werde: Alfo daß durch folchen deinen bi 
hergehabten Proceß ( melches bie CBoratlg 
beit genennet) erftlich nur dag Deine von 
tauben feparirt / und dag fichtbar) unficht 
bar/ unb dann hernach das Unfichebat 
toieder fichtbar und begreifflich ‚gemacht 
haft welches alsdann nicht mehr fe 
ſchwer / rauhe und unfreundlich 7 wie in 
Anfang / fonbera auff das (eicbtefte aud 
wohl geſchmackten Geruchs / beneben aud 
fcharffauf der Zungen zu pruͤfen / auch 
fubtiler Durchdringender und luͤfftiger Arth 
ift/ alfo ba es von der Lufft frey Hände 
von ſich ſelbſt (ſo es Doch an ibm felbft fi 
darinnen ift) fich binregt fchwingen und 
verſchwinden thát/ geſehen und gefpüre 
wird / Darum eg die Weyſen Aquam mer 
curialem ober Mercurium Solis, aud) ihren 
Mercurium genennet haben. In welcher 
angedeuten Geſtalt / folch fubje&um ohne 
ferner pr=paration Die alfo / mann du eg gu 
Der Medicin brauchen wolteſt / allein nod 
menig behälfflich / fondern wielmehr ein 
fchedlich Gifft ſeyn würde. Deromegen 
wann du feiner reichen Baden und fäligen 
Nutzen genieffen wilt / muft du alsdan 
weiters procediren und fortfahren s 
n | urch 




















Oder Edelſt Gab Gottes. 


erner zu handlen wiſſen. 
* Waſſerſtein der Weiſen. 


Zu gleicherweiß als der Waſſer 
chuͤtt zu Waſſer / der ſcheid fid) 
ins vom anderen. (b) 


pee. ift ein Araber geweſen / ber 

fagt in feiner _Summa Perfc&ione: 
jus allen Sachen ift nur ein Ding zuers 
hlen / welches tff. bleicher Farb⸗ hat ein 
etallifch Seftalt/ Elar und ftöfig/ ift in 
ner ?atur warm und feudbt/ wáffericbt 
ID Doch brennend / ift ein lebendiges Del/ 
10 (ebbaffte Tindur , ein mineralifcher 
tein / und ein Waſſer deß Lebens mun- 
eri Tugend. An einem andern 
tt fagter : Sm Grund der Natur deß 
rcuri ift ber Sulphur, derg wol Focht und 
"userirt durch lange Verzehrung ber Zeit 
"Adern Der mineren. _Morienes ift ein 
og gemefen/ welcher gar vernuͤnff⸗ 
| Daß diefes Wercks Wurgel 
0 bos auff Erwehlung der Materien 
"ube / welche nemlich die befte zu foto 
M Magifterio feyn möge. Sintemalen 
T erfen Minera mancherley Sefchlecht und 
[ It ind begrcifi Serner fagt er / bap 
Morſichtigkeit gute Vernunfft / beftäne 
T us Bes und Außwartung follen 


urch ander fonderbare Mittel und Arbeit 


y von 


‚461 


er anne 


, , 
—u———9——— — — E dii m 


463 






















PANDORA, PE 
ton einem jeden Sünftler gebrauchet to 
den. Und mer biefer Kunft nachforfche: 
bermuß auch darneben vie andern / infoi 
derheit aber Dit Diale&icam wiffen und v 
fiehen ; Dann bit Philofophi haben al 
bier nichts/ als nur mit verblämbten um 
figurlichen „Worten geredet. Bachon 
ein Engelländer getvefen der bat febr vt 
nünfftig gerachen / man foll ein materia. 
ertoeblen/ darinn der Mercurius rein / kla | 
weis und roth ju. CSollfommenbeit nof. 
nicht gebracht / fondern gleichmäffig ut 
nach rechter Proportion vermiſchet / gebü 
licher Weiß mit dergleichen Schwefel / ug 
in eine harte Maffam zuſammen geronne® 
damit man durch Fleiß und Vernunff 
vnb unfer Fünftliches euer zu feiner i 
nerften Reinigung möge gelangen. 
auf alsdann ein folches Werck loud 
welches meit befler und vollfommlicher 
als das natürliche. Lullius iff ein Span 
geweſen / der fchreibet / DaB Der gemei 
Mercurius nicht Fan nod) mag feun « 
Mercurius Philofophorum , er werde à 
bereitet / mie er immer möge. - Dann if 
gemeine Fan im Feuer nicht erhalten toe 
den / Dann Durch einen andern corpora 
(dien / welcher bigig ^ trucken und beſt 
gekocht / derohalben muß man es ref 
verſtehen / daß der Philofophifche Merde- 
rius beftändiger und bifiger Natur ale t 
gemeing. Und folches Daher / daß der @ 

n 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
. Mercurius verwandelt mit dem an⸗ 
1/ und beyde miteinander ſo nahe und 
verbunden / das fit fo wenig alg cim 
a fer oom andern mag. gefhieden foe 
/ dena fo wol gefält cá der Natur. 


Incertus. 
















V. 
dV 
di] 


j er, 
a 


Und alfo todt der Geiſt den 
eichnam und zeucht ihm aus fein 
Seel / und wird der Geiſt wider le 
N m dig gemacht / das geſchihet ban 
tb Sublimirung / und bleibt der 
onam liegen. alé ein Aeſch / und 
E: Dann fol man dem 
ten geidinam den Geift / 
die Seel wieder eingief 
"/ fo erftehet der Leichnam mit 


a ) wider lebendig / und e!fo (of 
tt enit uno die Seel wider ín benz 
ichnam fterben/ ale die Meifter 


"reden: Qui mecum oritur, mecum. 
ritu. Mer mit mir ift auffer⸗ 


mi 
* 1 iben/ derfoll mit mírfterbenzCc) 


4)I "Ácilioribus clarioribusque verbis do» 
; i - ceri nullo modo pofles, cum in Hxc, 
jm in expofiione Hlermetis artificii brevi 

"''mone contenti , quo docet in hac. vita; 
ie > i ' | : cadu- 


2n n Geiſt und mit der Ced / und 


463 


464 


quam itam, qua docetor corporum nature 


"Wm in unionem adductio, Non (ané mei 
. exenplar dari potuit humanz refurre&tio 


- C€àgdo : oportet o:nuíno ut corpus moria: 





















PANDORA ^ 


caduca nullam artem potius expetendam e 


lium à biaario fuo feparatio , & per tern, 


qam ab ito documento,  Siqvidem init 
auctor corpora na:uralia rerum infenfatargr 
à fuis fpiriribus divifa, repurgataque, ruis 
illis in refurre&ionem, id eit, prrf Kon 
conjungi poffe, Veluti corpora humana m 
te feparantur a fuis fpiritibus animabusve 
poftmodum nutu folius Dei, per melio 
priore conjundionem refurgant in villi 
eternam. Haud alíter etiam dacetartihildli 
corruptione corporum infenfatorum ( d 
mors dicitur Chemi(tica) feparare fpiricufit 
auimas eorum, in fui ternarii ad unitatisle 
du&ionem , hoc eft, ad potiorem viram, 
non perpetuam , exccllentiorem tamen 
quai à natura prios habebant, Infenfıra 
quidem vivunt in feipfis occu to motu, « 
po'tquan ad unroncm pervenerunt, m: 
feitiffine vitam hanc per fuas operatione, 
aliena corpora pa efaciunt ‚ut & illa vi 
faciant finc fui corruptione, donec ulii 
corum naturz iücorrüptz terminus ad 
Becr. 5; | 
Incertus, _ 


(cc) Et quia notra adminiflratio 
potet fieri, nifi occidendo , & poltea viv 


& de 


| 3 Oder Edelſt Gab Gottes. 


ea vivificetur, Et fic complebitur to- 
- arcanum. Difcipulus. Amantifime 
Biepier, quis eft ille , qui fciat interficere, 
«eis vivificare ? Magilter. Fili, hoc to- 
jm per putrefa&ionem perficitur? quia cor- 


q 
ui M 



















u 
Y bb; jungam Exemplum, Materia dite modo 
poteft deftrui, quin fub aliqua remaneatfor-- 
na, Unde deftruGia una lonis, immedia- 
&introducitur alia ad hanc operationem, vel 
d: liam difpofi ia, Et hoc totum per folu- 
| | an perficitur, Igitur oportet primóà dil- 
) i Mie. fecundö putrefacere : tertió abluere, 
ecce totum magifterium, 
i| P Arnoldns de lilla Nova, 


"o "nb wann das alſo beſchihet / ſo 
jaft du dann den rechten Stein der 
[ Dbilofopben: dasift / Tinctur oder 
zb Biroicin / der ein Theil are Mes 
‚ion hundert Theil Queckſilber 
der Kupffer verwandien mag in 
fein Gold oder Silber. (4) 


Pape biefer hoch unb nunmehro efte 
erwehnten Kunft / obér. tieff bee 
mifi Stein der Weyſen / mann ber 
d optatum finem gebracht/ haben die Phi⸗ 
„of Ophen von feinem £ob / Tugend und 
"otafft / auch unauffprechlichen sage 
B ch V amugfam ioa und herrlich artus 


n 
T 


rupti io unius e(t generatio alterius : & tibi - 


8 pri 1 


495 


dieſes für die allerhöchfte und gröfte Gluͤck 


dieſen Stein bat / ber hat alles / und b 


Geſundheit und alles Gluͤck: Dief 
- er beet ale Kranckheit/ er gibt den (rom 
boͤſen aber / die ihn nicht brauchen / 8 


 Sftarren verborgen ift: Sin Summa di 
Letzte und HDöchite fo unter bem JDimmia 


Dann jemebr er mukipliciret wird / je mti 
. Angitet er ; nemlich alſo: Wann ;' 2 
pL X i 





















PANDORA; = 
preifen koͤnnen. Dann erftlich Haben fi 


ſeligkeit auff diefer Erden geachtet und g 

ruͤhmet / ohne welches Auch niemand in bil 

fer Welt zu $olifommenbeit fommen oot 
langen mag. Dann Morienes fagt / mi 


darff feines andern Huͤlff. Dann in ibi 
ift alle zeitliche Gluͤckſeligkeit 7 Teiblick 


Stein gibt dem Menfchen alle Wohlfaht 
men zeitliche Cbr und langes £tben 7 DUXI 


etoige Straffe: Und in folchemallem ſey 
probiert / vollkommen und uübetrieglii 
erfunden’ barum ihn Hermes und Arift 
teles den wahren ohne Lügen / den gewiſſ 
deß aller gewiſſeſten den geheimen al 
Geheimnuß eine Göttliche Krafft / die 


^ 


gefeben toerben mag / und ein wunderba 
ver Defchluß / und End alles Philofopl 
fchen Wercks / genenner haben. A 

| Waſſerſtein der Weiſe 


- (da) Alſo dieſer Philoſophiſche Stei 
wann er auff feinen rechten Taig wird ge 
worffen / machet es alle zu folchem Ste 



















nukiplicirr, fotingirt, er 100. Theil das 
andermahl 1060. Theil und fo fortan, da? 
"Durch er genennet wird / ein Schag dem 
nichts abgehet ein Stein der fich felbft 
ſchwaͤngert / fich felber gebiert / und wie 
n anim Sprichwort faget : Cornu copiz : 
Mit bem Silber Fan eben folche Arbeit vor⸗ 
‚genommen werden/ nur Allein / Daß mamn 
aum Silber im Anfang daffelbe ju finire 
D: in Antimönium oder Cement bevarff: 
‚Sondern man treibt Das Silber 1. 2. oder 
ij. mal aus der Cappellen / auffs höchfte/ 
macht es fein/ und fchlägt e8 zu einer runs 
Qm Platten, Es kommen die Farben 
auch wieder: Sonſten erfolgts in allem / 
mit einem wie mit Dem andern. Dieſer 
| ‚Multiplicationen iſt nicht eines fondern vie⸗ 
WMerlep / und wird angeſtellet nach Ver⸗ 
unfft und Erfahrung vef Kuͤnſtlers / ba 
er eine es zu einem rothen Pulver / der 
Fandes in ein hartbruͤchige Mäflam bringt / 
Shieran ift nichts gelegen wann das Were 


Tan ibm felber richtig. 


v 


A Hie hatein End ein Gedicht und 
Fahr Fundament / mit: furgen 
"orten begriffen/ ohn alle 25e 


ſt der Philoſophen / die genannt 
| | 6393: (ft 


4 - 
| "e. 
—4 EIN —* 
a 


j 
(| 
| 


— Oder Edelſt Gab (Gottes, 167 


ng8 10. Theiltingitt/ und wird einmahl 


duceritts oe Macro, 


© zriffenheitder Wenfen Meifter der 


i 
i 
u 
| 


1 
i 
f 


F 


dnibren Büchern’ als unfer Vatter 


ne verfündiget ibr £ob. Solches 
























-p/A N-D-O!R/ A 2555 
(ft Alchymia /. die allein heilig find 


Hermes / Zurba / Pythagoras’ 
Erimidus / Dlato / Pandophilus / 
$ucae/ Demetricus / Arißleus / 
Locuſtes / Eximemus / Socrates / 
Simon / Mundus / Dardanius/ 
Belus / Theophilus / Dantin | 
Galienus / Lullius / Avicenna / Bo⸗ 
nellus / Benitus / Moyſes / Mo 
rienus / Arnoldus de nova Billa,” 
die alle gleich ſagen in ihren 907 
chern / und aff oie Kunſt bewahrt 
haben. Darum niemand fei 
zweiffel Haben foff : Dann dieſ 
Kunſt gerecht anihrfelberift. (e) 7 


CORO nente: / Kunftliebender £6 
(tr! 3803 der roeife Mann Sy 
rad) im 44. Gap. faget Laſſet ung [obe 
Dit berüomten Leute: iie haben weißlie 
gerathen / und ehrliche Namen unb hen 
liche Schriften hinter fich gelaffen: ST 
find cud) reich geweſt / und haben groſ 
Güter gehabt / undihr Lob wird nicht un) 
tergehen; Sie find im Frieden begraben 
aber ihr Name febet emiglich ; Die Leu) 
seben von ihrer Weißheit / unb die Ms S 
[0 
nic | 


/ 


nicht unfüglich von den wahren Philofo- 
phis, Chymicis geredet werden / maflen 
; Diefelben ja weißlich geredet / ehrliche Nah- 
men und herrliche Schrifften hinter fich 
gelaſſen haben: Sie find auch reich ge» 
a und haben groffe Güter gehabt / 
| unb ihr Lob wird nicht untergehen. Sie 
! find im Srieden begraben aber ihr Name 
jr lebet ewiglich. Die Leute reden von ıhrer 
Weißheit / und bie Gemeine eerfünbiget 
| ibr£ob. 
















Incertus Kelleus, 


(ze) Sin maſſen du fehen Fanft in dem 
FRomant de Meung / welcher nicht ad- 
n E + und bie Sophiften reprobirt, ale 
y fothut auch Villanovanas, und Raymandus 
!Morienus Romanus, Hermes, den man eis 
nen Vatter nennet / und welchem Fein an- 
derer gleichet / Item Geber und andere / fo 
von dieſer Seientz geſchrieben / und daß bie 
Kunſt warhafftig ſey / im Werck erfunden 


Waſſerſtein der Weyſen. 


KFunſt / ift natuͤrlich Gold und dag 
Waſſer Mercurialis. C£) 


098; DO 


Die geroiffeften beften Ding dieſer 


469 


479 


 faliter informata , in welchem die vier Ele 


zwey unfichtbarez in zweyen ſichtbaren 


—A⏑⏑—————— 
(f) Us Subje&am oder Materia ex qua 
| I dem äufferlichen anfehen nad) 
nur ein Ding/ & Gmplex: Die wird num 
geſagt / Daß es innerlich zweyfach ſey / ver 
Philofophen Rebis , oder Res bina, gezwey⸗ 
fe Ding und doppelter Mercurius. Item 
Trina, oder Triuna, der Philofophen ges 
drittes ex Sale, Mercurio & Sulphure, vel 
Corpore, Spiritu & Anjma conftans, Qua- 
drina, Iht Gevierdteg/ in qua Terra, 
Aqua, ^ér,lgnis, Quinta Efentia univer- 
















ment / Erd, Waſſer / 2ufft und Feuer / 


verborgen find / mit der Natur allgemeie 
nem Seuersfünckiein / ober fünften 2t 
fen informiret und begabet/ & fic res com- 
pofita, j 

| Radix Chymie, 


diefer Infel) von mir und bem Saturmel- 


eröffnet worden / daß eg Fein —J / 
Ba 30. s fon: 


d: Ode Ebelſt Gab GOttes. 


dern bit lautere Warheit fepe / weiche 
5 t Erfahrung / als die einige Meiſterin 
e ler Dinger durch Goͤttlichen Beyſtand 
eu Mon fan, 
E 
1 Die sufammen- emiſchet / die ver⸗ 
hren aͤlle Metallen in fein gut lau⸗ 
IK; 


(t Sol, dag ewig befiendig tit / das 
fuchung / brannteft du es tauſent 



















| Michael Sendivegiur. 
| 
M 
M ich nicht vertvanbelt in feiner Ders 
e jufanmmen gefegt / wann die vereie 
| s ge t werden / verfebren alle Dies 
allen in fein lauter Silber / das 
dig beitändig iſt und auf feiner 
Verſuchung flenbet :das/ das fag 


ir b wahr bey dem Himmelifchen 
Eſus Cpriftus ! und ob du mehr 
; ue 


d u verdirbeſt / (&) 
Li | Ogyem aber die Philofophi von der 


1 


; betrachten, was für cine Conjundion fit 
JH memen / denn wie folches cine Red⸗Art 
U die of gebrauchet wird / alfo ift fie fehr 
J weiffelhafft ig zuverſtehen. Die eine Con- 


" He Gga ches 


gl Jahr / daſſelbig Waſſer mit Silber 


cheſt / ſo iſt GOtt mein Zeuge / daß 


Conjun&ion reden / iſt warlich wol 


ion, en fie reden / ift grob / wel⸗ 


471 


fen. 9tunift Einträchtigkeit/ Freundſcha 























PANDORA ^ 
ches eigentlich bie Amalgamation ift^ um 
ift die erſte Arbeit nach der Zubereitung 


" Mercurii. 


geheimere / Darinnen der Menfch gan 
nichts arbeitet / fondern ftebet nurund fi 
het ver Wirckung der Natur zu. Und bi 
Arbeit gefchicht ohne einige 2inlegung Di 
Hände / und recht lebhafft wenn D 
Materien zubereitet und tächtig gemad 
worden. .Diefes Werck wird derowegt 
ein göttliches Werck genennet. 

Diefe Conjun&ion ift weit, innerlich 
al Die grobes denn dieſes i(L eine Operatic 
per minima, oder innerlichfte/ alfo/daßd 
Efleng des einen in Die Effen& des andeı 
eingeber/alfo,daß nur ein Weſen ober Sul 
Stang daraus gemacht wird. | 

Diefe machet ein Temperament oder f 
thane Vermiſchung / fo man durch Feit 
Kunſt zumege bringen Fan/ denn ebenw 
Waſſer mit Waſſer vermifchee / nicht g 
fchieden werden kan / alfo ift es nun a 
mit diefen Principiis oder Anfangen befche 


unb Berföhnung gemacht/ bean unti 
das Hitzige und Trockene/ baa Kalte ur 
Beuchte umfahenund nun werden Waſſ 
und Geyer einander vertragen Fönnen. 

| Cyrenans Philaletl 


t ^ | 


Oder Edel Gab GODttes. 473 
Dein Gag fol vein fepn/fo ſoll 

Hein Wafler fieben mal klarer 

Wepn/ unb warn du das Waſſer 
bertoanoleft/ als fid) gebürt/ fo ver; 

reibt es alle Liberflüffigfeit/ auch 

Wit derjelben Erden behalten du 

ven fliegenden Vogel macheft du 

! ichtig Die beſtaͤndig Erden. (b) 


Nd gleich wie Dit Separation ber 
Dymo ou aller. unftr Operationen 
itr alfo íft der Schlüffel zu derfelbigen 
^ ní t wahrer Mercurius, der recht/und wie — 
"05$ gebübret zubereitet und proportioni- 
wird. Nun iſt die Proportion deines 
Waſſers in. Anſehung feines innerlichen 
ngefesten Schwefels / welcher durch den 
Ahilofophum hinzugefeßt mid, Welches 
chicht durch die aufeinander folgende 
! ‚Dler / die Durch unfern Philoſophiſchen 
Wrlenicum gemacht werden/ derer Zahl 
"ben feyn foll. Indem die Sinfternäß 
iſchwindet und das Liecht nach vielen 
‚lagregen erfcheinet/ vor der Flucht eines 
weden Adlers wenn unfer Waſſeral⸗ 


J 
i 
UN 
| 


^ gefdydrffet wird / tvirb es Durch bie 
Waͤrffung gereiniget/ und alddann wird 
mächtig den £eib zu ſolviren / melches 
lit. weniger oder groffer Zahl gefchicht/ 
Hermit fieben oder neunen amallerbeften. 
Mos 695 | Site 
J | | | 


i 


AA 


Jaſtrument oder Werckzeug welch 


chet faulen/ bie Farben verändert und 


Seele / unb bít Seele iit. eer Lei 
















PANDORA, 
Diefes gefchärffte Waſſer iſt aud 


das Gold zu faulen betoeget / meld 
Fein ander Agens in ber Welt thun fe 
denn Durch daffelbige wird der Leib ger 
bens fanfft und weich gemacht / deſſen p 
ri geöffnet / und der unfichtbare Schn 
fel in Freyheit geſetzet welcher den dub m 


letzt ſchwartz wie ein geſchmoltzen Pech. 
M quet ia iu — Eprenem Philaleti 


Tem er fpricht aud) unfer & 
ec bie fipert bec. &ufft zuſamme 
unfer Waſſer erleuchter/ bie Se 
madetiebenbig/ bas Del mac 
fiijfig/ unfer Stein it Erde / un 
Erd tff Feur / unfer Seur íft Ruf 
unfer Lufft ift 2Gaffer / unſer W 
fecift Geiſt unfer Seift if | 


nam/ unb der Leichnam iff Er 

in der Erde tft Feur Diezweny C 

ment in Waſſer / in ufft die à 

dern zwey Element. Ci) a 

() X7 Id. Mineralogia fup. Citat, , 
V, 


war bie fünffte Anmerefung t 
das fechite Gapitel Ded erften Theile, 















Alle Philo ſophen haben geſpro⸗ 


und was fluͤſſig ſeye / das ſey 
PR affer / und was tiber fid) ſtei⸗ 
um fene ihr Lufft und mas 


j ^ 1/ barbep ift zu mercken das 


aalis fe» ihr 2ufft / und in der: 


1 Yr Coagulation ſeye der Ka 
\ ae 


iger 1 und mancherley Stabmen/ daune 
bt 1 rahmen des flüchtigen, alles das 
Mi | (t wird verftanden/ mag Die Philofos 
"nao ihrem Verſtand tauffen aquam 


Mr m ‚ aquam Mercurialem, Spiritum Mer- 
Aareficcum, A vem Hermetis, Spiri- 


p mr 


‚Ineertur, 


2E Th der Metallen in ihrer 


| " 


1 Dort Edelſi Gab Got&s. 
n/ wasbisig lene / das fep ihr 


ulirt/ bae fepe ihr Erd. unb | 
"i edas Feur / und Aqua Mer-. 
lílation fepe das Waffer/und 


lie Sets mehr juerfäufen ^ fo muß 
> nan fid) nicht ärgern an den viele 


), Mereurium, Fumum, Acetum acer- - 


inirerflem mundi, Azoth und der 


l J Weiß der Regierung und 


475 


-476 


tur hat von Anfang diefes Geſetz bei 


















CANDORaA, "3 
(HER Sefer dreyfache Mercurius m 

A Summum univerfäle, ift bei 
(te Samen aller Metallen vote aud) 
zweyen generum, welcher fich allgem 
coagulirt/ und Durch bie fetige Wuͤrckt 
der Waͤrme / die in ben mineris perbor| 
fiegt/ hart wird / und [o baloen er zur $ 
Fommenen Keinigfeit kommet nimm 
eine Tinetur an fich. Er wird aber 
unterfchiedliche Species oder Arten o 
getheilet und bekomme unterfchiedf 
Sormen und Farben / nach dem fic 
AXyrt/ und Dit dabey liegende Materi 
bert/ indem fie in den Bauch der Ei 
metalla, min-ralia und lapides, und if 
perficie oder Släche derſelben Baum/ 
aller Drten Gewaͤchs herfür bringt/ m 
bem fie durch der Sonnen Strahlen: 
bendig gemacht wird/ ohne welche fit 
fien unfruchtbar bliebe. Dann Die 


tigt/baf bie Sonne bie Materiamfte 
erwärmen’ und erhalten folle / un 
die Drenfache Krafft derfelben/ nemlid 
animalifihe vegetab. und mineralifche 
aufhörlich ad effe&um, (sur Würd 
Feit)folle beivegt werden. Und pieft 
zwar die Urfach‘ marum Hermes vf 
ben/die Sonne wäre derfelben Date 






















4 Yder Edelſt Gab Gottes. 


| 


aßliche oder zerſchmeltzliche 
ina natuͤrlich gewirckt auf dem 


chwaͤfels Darum daß (8 des 
| jur kſilbers eigenfchafft ift/ dag es 
agulirt/ oder zufammen gemah⸗ 
» wird auf dem Dunft des 
9 paͤfels. (m) 


| J 


) DD: ergo de generatione mi- 
9 neralium : dixerunt autem quidara 
«od natura mineralium omnium e(t argen- 
P ivum cum fulphure, & dixerunt quod 
gu ac live radix ipforum mineralium eftar- 
IE" vivum falphure, Pr&paremus ergo 
i icem, donec perveniamus ad ramos, Ka 
i t ilius operationis eft, quod ipforum 
fideráverunt naturas corporum minera- 


i s E o nam,in profundo fi re- 


| 


tales opiniones: dicimus igitur, quod da- 
"W quod argentum vivum, & fulphur finc 
pna naturalia. corporum mineralium ante 
Bigelitionem fuam, tamen poft congela- 
em, & argentum vivum, & fulphur, im- 
1 DL bile e(t ex ipfis corporibus mineralibus 
M 


fum alteravit in fuam naturam, cujus 


: Sie Natur der Dingen. bat affe 


jn N ttfilber mit der Subſtantz ſeines 


ent ſecteta naturæ, nunquam incidiſſent 


nam congelans fuum congelandum | 


"impu et de compofitigne faponis, fi e- 
| aim / 


477 


m 


- €x planta, fcilicet ovum ipfius poftquam 






















1 | 
"nc 


PANDORA, © 
nim accipiatur aqua extra&a à cineribus 
oleum cum quibusdam aliis, & decoqu: 
deco&ione certa, generatur ex iis fapo, & 
acciperetur unumquodque per fe, & de 
queretur donec congelaretur, & poftea lal 
taret quis ex ipfis faponem componere 1 
poffet: fulphurautem in primo erat ac 
natura ejus frigida, ac humida, & pofteac 
vería eft in aerem, cujus natura eft calid: 
humida: po& modum vero in ignem;cujus | 
tura eft ealida, & ficca: — poftmodum v 
cum ipfo ignetemperavit fe aqua, & 
compofitio mafeuli & faminz: & dici 
ergoquod dato quod natura, five radix 
neralium fit argentum vivum cum ſulph 
non tamen-debemus accipere ipſum, ex 
funt corpora mineralia, fed magis debe 
ipfum accipere quod eft ex ipſis corpori 
mineralibus, cujus exemplum eít manife 
in plantis? Scimus enim quod genet] 
plante eft ex aqua cum fubtili terreo, 
prediximus, & tamen fi accipere 
aquam & terram, nunquam generareilit) 
plantam, non ergo accipimus illud ex | 
e(t planta, fed illud ex quo animal, quod 


mus quod illud. ovum generatur ex 
fubtili cum mixtione ipfius aquz, com 
damus ipfum terrz, donec illud quod 
diminutum compleator, Et dicimus eli 
quod generatio metallorum in ventre 
ft hoc modo, cum fol agat in ifta inferre] 


—— De E 5 

Oder Edelſt Gab Gottes. 
yer calidixatem fuam calefacit terrzm ,& re- 
mar et parsipfius calöris in interioribus ter- 
b cum afcenderit fol fuper terram, & in- 
I 











alorem fibí ſimilem naturaliter oportet. af- 
iendere una cum parte caloris novitet* gene- 
"ati, cum occurrerit ſibi aliqua parsaquz fol- 
Vitiplam, & convertit in vaporem, qui qui- 
lem vapor movetur alcendendo donec cur- 
Fatfuper iplum calor proportionabilis: cum 
"Tero defcenderit fol verfusoccidentem, di- 
| »iuitur calor proportionabilis, donec con- 


d" 


z 


nfetur vapor, & defcendat ditillando. 

i lc : M Atecxius. 
Dann natuͤrlich ein jedes tro⸗ 
Mens trinckt aug fein Feuchtes / der⸗ 
Salbender Dunft des Schwaͤfels 
Was Queckſilber eigentlih coagus 
| A rt auf feiner irrdifchen Subftang/ 
QiIbtil uno lufftig) und abgedeut 
weder erften Miſchung im verein» 
are mít Wirckung ber Hig/ die eve 


" 


"Peerbebt/ abfocbt / und verdeut/ / 


FB fie haben ein Schoäfeliche 
"raft zufammen zu wahlen und 
Ai Caguliren den Mercurium/ 
EQueckſilber in feiner erfien Wur⸗ 
sm if zufammen gefent auß 
Ma || 
d! 


% \ 


E! * 


jt, quod calor fir in terra abſconditus 


tr Erden’ gar viel (ubtif/ 
— * Schwaͤ⸗ 


473 


480. 


 bíf es werde ein Subftang/ nie 


. auf inRauc/ fo esift unverbren: 


- die Wärme gefublimiert merk 





















„PA NDO.RA..@B] 
Schwaͤfelich mit einem flare 
Waſſer ftärcklih darzu gemiſch 


rubenoe auf der oberen Ebne/ 
ift auch gleihburtig in feiner 9 
fur; dann entweders bleibt es gi 
und gang in dem Feur gebefft 7 | 
ber das gang allesvon ibm fleu 


lid) und luͤfftig / das iſt ein Zeid 
der Vollkommenheit / und daru 
fo darnach das vorgeſagt in D. 
Schwaͤfelich Erdreich herab laufſ 
fd ſteigt das Gewaͤrmt / und d 
warm worden obſich: dannd 
ift derſelbigen Natur / daß es but 


aber zwar auch durch ſolche Sub 
mirung wird es gar zu viel germ. 
niget / und abkocht / und verdicket / 
wird in ein weiſſen oder rot 
Schwaͤfel nad) und nad befallZH 
welcher Schmefelofft un vielmal 
diſſolvirt und auffentloͤßt oder 


er auch. coagulírt durch ein art 
Queckſilber / und deffelbigen e 


Oder Edelſt Gab GOttes 
ung und Einwaͤchſung / und 
Birdung der Hitz biB daß es 
un in taufend Tahren nicht lange 
zer Wirckung der Natur nach 
— in ein vollkommen Me 
T Mon und befallet wird. (n) 















| 
| 
| 
' 
| u 


‚TOs dicimus quod. argentum vivam 
- vulgare,non poteít efle argentum vi- 
| " ra | m Phliofophorum, quocunque artificio 
| i» aretur, quía vulgare non potet inigne 
neti, nifi per aliud argentum vivum cor- 
Looreum, quod fi fitcalidum & ficcum, & ma- 
lj js . digeftum, Propterea dico noftrum 
1305 byfi icum magis fixz effe calidiorisque natu- 
uev uleari, Etideo, quia argentum vivum 
N ii rum corporale, eft converfum in argen: 
[um vivum currens non tingens digitos, & 
nando commixtum eft vulgari junguntur & 
d mplexantur fe vinculo amoris, absque eo 
6 uod nunquam feparentür ab in vicem, velu- 
WE N qua mixta cum aqua, quia ita ek nature 
Mi pe dtum, Argentum vero vivum noſtrum 
ul iteditur & commifcetur aGualitet. alteri 
"i lgari, deficcando fuam humiditatem phleg: 
Mat cam, & tollendo frigiditatem ex cerpo- 
Wi E 'higrans tanquam carbonem, quod po* 
(Los in a pulverem convertit, 
in E: *  'Raimandnus Lullius. 


m prs in fofi Weiß iit 





4 


432 


. Ding/ die Elementen erfchaffen/ unb « 


COMSANDORA) 7/0 
det auch eben die Natur in miner 
lifchen Geſchirren die Metall. C 

(04s n ‚jeder Sucher dieſer Kun 

| foll vor allen Dingen mit reiffe 
Bedacht der vier Elementen Erſchaffun 
Wuͤrckung und Kräfften mit feinem Pr 
cef eyaminiren : Dann fo er diefer 
ſprung und Natur nicht weiß / wird er 
Erkaͤntnuͤß der vig nicht Fommel 
wird auch die toabre Mater des Stel 
nimmer erfennen/ viel weniger wird F 
ein gute End erreichen / weilein jedes Cn } 
äber feinem Anfang auBgebet. EI 
wohl weiß / waser anfünget 7 der wi 
aud) wohl mas er enden wird. Da 
der Urfprung der Elementen ft ein Chat 
auß melchem GOtt der Schöffer al 

























ſcheiden bat/ welches Gottes Werck 
fein if; Auß den Elementen aber brind 
bie Natur herfür die Anfang der Din 
unb das gehöret/ nach dem Willen GEF 
tes allein Der Tratur zu. Nachmalen q 
den Anfängen machet die Natur M 

ren und Ertze und alle Ding’ auf to 
cher auch der Künftler/ in 9tacbfolgu 
per Natur / viel wunderbarliches verm 
weil die Natur auß diefem anfang) 
als da ſeynd / Saltz / Schwaͤfel/ u 
Queckſilber / die Ertze / Metallen / und 


— 


| oe Edelſt Gab Gottes. 


















en nicht fchlechtlich auß den Elementen 
hin 3) E em Dutch bie Anfäng wel⸗ 
Hein Mittel feynd / zwiſchen den Ele 
: ten und Metallen "Derhalben fo e$ 
t Natur nicht thut / viel weniger wird 
bie Kunft vermögen’ unb muß nicht 
[ minem Exempel / fondern in allen 
te die mittelere Difpo- 
n it por gehalten werden. 

i. «Michael Sendivogius, 


Li TT in diefen Wercken 
toMfolgnad der Natur / welcher du 
r der da willein Argney macen/ 
" "s " Jo(ffommunj piriLInvoilfom 


Ann der 'irrtnbe Leſer noch nicht 
" fan begreiffen, worauß die mars 
Am fitige. Enderung der Metallen ihren Urs 
^ bungbabe/ fo mercke er nochmals; daß 
N | ft pnmuß der metallifche C amen wel⸗ 
1 lr "Sulphur unb Mercurius s ift. Kan man 
! En folchen metallifchen Samen auf der 
" maeranicbt baben/ fo muß man Die betbt 
ah eaefte Metall / Gold und Silber wies 
b IM ad primam materiam bringen’ tie 
uid t jtber Phitofophusohne weitläufftiges 
"i Snnt moiro wiſſen und unmäglich ei⸗ 
n\ieden hieruber zu inkormiren. Damit 
t ba £3 


| he i0 Dinge herfürbringet : und mir —- 


483 


- metallorum materiam ein Vereinigtes 0D 


zehlung Die Materiamveram nicht Fenne 





































# I ANDORRA M 
es an gnugfamer Erläuterung nicht ma! 
gele / will icb$ noch Deutlicher nennen/d« 
pie wahre Philofophi oder Weiſe / war 
fie der Metallen Samen oder prima 


dickes Wafler genennet/ nach der heit 
und truckne Sulphur oder männlich/ na) 
ber Salt und GeuchtMercurium oder Akt 
liche. HicRhodus, hicfala, Wer dieß 
nicht Fan begreiffen / uund auf Elärlicher G3 


ber gedencke nicht anders / als der Die? 
ftand und Die Augen feyen ibm gehalt«, 
daß er bey hellem Tag im Sinftern mig. 
tappen. — ZBie. nun die Erkaͤntnuͤß — 
Materiz febr. ſchwer wegen vielfältigf 
ber Natur / alſo ift die Arbeit viel fehr 
rer in bem die Dhilofophi mancher 
Proceß / vielerley Art Feuer / ſeltzame E 
ſchirr / und langwuͤrige Zeit in Bereitug 
deſſelben gebrauchen. So aber bie Ark 
fruchtbarlich foll verfahren’ máffen YEN. 
der tatur folgen/ welche ftet8 auf QUIT. 
befferung/ e8 hindere e8 dann ver Bufid 
undnicht Werböferung arbeitet/ und. 
man debitam Materiam hat / welche 
feinem andern Metall vermifchet/ auch IF. 
in Fein Teuer Fommen / damit ihm || 
wachfende Krafft nicht benommenz 1 
man Durch Gottes Seegen san erwuͤn 
ten Effeà zu hoffen. — Ed 
| ' Ancertus. 
(pp) HD 
Be 





















EG, 

. Oder f£odft Gab Gottes. 
(pp) Hierzwiſchen foltu aber auchnoth« 
wendig darbey fleiſſig erinnert fenn / daß 
ipu gute Achtung gebeft auf die Werck/ 
wie nemlich Die Natur mit der Zeit fich 
inihrer Operation verhalte / daß du Dich 
berfelben in allen Dingen in diefem deinem 
Raboriren auch nachrichten thuft: Wann 
| du folches weift/ fo nehme als dann den 
Shbgemeldten präparirten Waſſer Mater 

rien zwey Theile/ zc. 
E: Waſſerſtein der Weifen. 


N (ppp) Es haben viel tveiffer und gelehre 
Der Seut vor viel hundert Sahren / ja bor 
ner Sündflur/ ale Hermes bezeuget/ viel 
Thon Zubereitung des Steing ver Weiſen 
Wyefehrieben, ufi ung darvon fo vielSchriffs 
| PEU daß, wannnicht oie Na⸗ 
Eur fole Sachen alle Tag wuͤrckte / mel? 
hewohl zu glauben ſeynd / bey nahe keiner 
ehr glauben wuͤrde / daß eine Natur ſey / 
"Pup Urſachen / daß vor alters nicht fo viel 
ute geweſen / welche neue Ding erfun« 
wen: Und zwar fo haben auch unſere 
Vorfahren pie lieben Alten nichts anders 
Etrachtet / als bie Natur und was der 
ratur möglich/ unb o6 fie fihon bey 
em Einfältigen und fchlechten Weg und 
Ruff Der Natur geblieben’ fo haben fie 
ch folche Sachen erfunden / welche wir 


; 
| 


d 


u. er Ding habenı ſchwerlich unferem Ge⸗ 
Lu Db3 Mur) 


biger Qeit/ pie wir doch fo groffe Anzahl. 


2.485. 


496 


nem Diefes nun befchicht barum / Die 
ler Dingen in der Welt / ſchlecht und e 


welche garnicht/ ober doch fchmerlich i 
trachten / worauf c$ ung auch Danach 9 


 michtachter/ umb allegeit ein anders f 


bann aller zerläßlichen oder el) 

















$PANDORA X — 
mütb bátéen einbilden oder erdencken For 
weilen ung die Natur / und Gebährung al 


ächtlich ſcheinet babero wir dann auch mi 
un(erm Gemuͤth unb Verſtand nicht nac 
denen Dingen’ welche ung befannt / fot 
dein nad) andern und folchen Facher 


das Werck zurichtenfeynd/ tichten ur 


linget/ daß mir leichter fubtile Ding toC d 
che die Philoſophi felbfien. nicht gen 
haben / erfinnen und erdencken/ dann DEF 
toir zum wahren Sauffder Tratur und Der d 
Derftand ver Weiſen gelangen folte 
Go iftaud) der Menfchen Natur fo E 
ſchaffen / daß fie das jenige/ was fie wei 


chet / viel mehr aber Der Menfchen Sin 
deme bie Natur unterworffen. 2 
Michael Seudivogi 


Daß das Queckſilber ift ein |: 
Materi aller Metallen. 


Dann Ariftöteles ſagt baf b] 
Queckſilber fepe ein Element ode 
Materi aller zerläßlichen Dinge) 


on) 
| 


KH 
| 


I DO Edelſt BAD Gottes. 
Ifihmelglihen Ding die ba zer 
| J meltzen / werden darein verkehrt: 
> wird auch mit ihnen vermiſcht: 
bann e$ ft vonihrer Cubftang. (a) 
























| RT Ch bin nun eia gedenck / was mir 
in Sophiftifcher Berführer ben 


man für einen groffen Philoſophum hiels 


| tt/ einsmals fagte/ daß man für bierecbte 


Materi nichts anders nehmen doͤrffte als 
(rein Queckfilber gang rohe unb daſſelbige 


Don weyen wohl zuſammen gefügten 
würde ein herrliches und machete eines 
asanderin Der Zufammenfügung volls 
ommen / wenn ich ihme / fagt er/ alfo 
Maͤte / würde ichdas Elixir erlangen, zu 


—* 
Don einander ſcheiden und ein jedes fons 
"erbar reinigen fiedarnach wiederum zus 
- ammenfügen/ das groffe mit dem Eleinen 
inigen / und das fubtile in dag Grobe 
ringen alfo würde der Philoſophẽ Stein 
| pma, Aber ich weiß nun mehr/ Daß 
Lotefe Santafien Betriegerey ſeyn: daß fol- 
ben geuten am Merftand mangelt / und 
„aß fie fid) felbften und andere damit be 
itgen / fie ſeyen gleich Philoſophi oder 
Webici/fo verftehen fie hierinnen nichte. 
Mir ift wohl eingedenck / daß ihr gefagt 


Ji 
! 


"uw Dba ſten 


fſleiſſig mit oem Gold vermiſchen: dann 


derſt aber muͤſte man Die vier Element 


abt / daß es ME alleine als vem Hoͤch ⸗ 


497 


438. 


vernejinen vermoͤchte. Denn er ift allein : 
per Crfibaffer / unb alles auten herfuͤt 


ſchen / mie eg. ihme gut beduͤncket. De 


ihn gemacht wäre. Derhalben wollen alli 
























PAUND.OR UA ot 
fien suftebet 4 auß den Elementen ettvaà 
suerfchaffen : Dann er bat bie Natur bera 
für gebracht. Er weiß nach der Quantitaͤt 
Die Element zu vermifchen / und die Quali- 
tät recht zur proportioniren/ bie Element 
recht zufammen zupereinigen und zuvermi— 


ift Fein Menſch ber folches zu thun ober gi 


bringer/ in oer Welt ift fein Ding fo obit 


ruhmräthige Alchimiſtiſche Soppiften (til 
fchweigen/und nicht verhoffen zu fambten 
da fie nichtsjehen : Die Durch ihre falſch 
ealcinationes , fublimationes, difillatione 
die Spiritus im Rauch wegjagen/ und Durd o 
ihre fophittifche coagulationes und congela I} 
tiones , den gemeinen Mann bereden/ j 
auch bey denen / fo das Werck gemacht 
fuͤrgeben Daß deß Queckſilbers und Golde 
Element rechtſchaffen geſcheiden ſeyn 
Welches doch alles im Ende nichts fl 
Dannesift wahr paf alle Ding unterber d 
Himmel vor den vier Elementen gemad; od 
ſeyn / und rechte Quantität haben / at 
nach ihrer Art durch die Natur in redyte 
proportion vermiſchet feyn : Doch nich 
daß fie alleeigentlich folten vereiniget / for 
dernin Tugend unterfchieden feyn : Sjmfot 
derheit aber Def. Philoſophiſchen Steit 
Materia. Waſſerſtein der —9— "HT. 

aa) UU 


Oder Edelſt Gab Gottes. 

(a2) Und obfehon der Metallen Leib aug 
im Mercurio gefchaffen ift / welches von 
em Mercurio der Philofophorum zu verſte⸗ 
en / ſo ſoll man doch denen kein Gehoͤr 
geben / welche verneinen / Daß ber gemeine 
Mercurius der Saamen ber. Metall ſeye / 
und nehmen alſo einCorpus anſtatt des Sa⸗ 
c und bebencfen nicht / daß auch ber 






















ni d) habe. Der Irrthum diefer aller 
tb auß folgendem Exempel erfcheinen. 
2 [Spin (ic) iftes/ daß bie Menfchen in 
) einen Saamen haben / in deme fie fich 
ermehren; Des Menfchen Corpus iftMer- 
jeurius , aber ber Saamen ift verborgen im 
re Leib / unb in Anſehung des gangen Leibes / 
in ſehr geringer Theil deſſelben an Ge⸗ 
vicht. Wann einer nun einen Menſchen 
I" generiren will/ fo muß nicht Mercurius, 
welcher ein Corpus i(t/ fondern Saamen / 
mn gufammen geronnener Vapor Waſſers 
enommen terden. 

l. à Michael — pie Ye 
S LEM 

j ! AberdieCörper baben cin Unter: 
J js tio in ihrer zufammenfegung von 
: ‚em Ouedfilber; ſolcher weiß/ nad) 
em esrein/oder unrein/ oder um 


| ‚auf der (ft / con bem unreinen irrdi⸗ 


" she ER / oder Sub wendigen Schwaͤ⸗ 
v UC ) ? 
5b $ (b) Prin 


II 





uM pi ; WM 
| 


gemein befant Mercurius feinen Saamen 


49 | 


490 


ſupta capitulo fecundo di&um cft ) in var 


warhafftig und wuͤrcklich gepflanget z u 


PANDORA,. . "vr 

(b) P Rincipia metallica tripliei ftatu diffe. 
- runt, aut funt remotiffima, veluti ter. 

rz cum aqua mixtura , vel remota prout vi. 
triolum, aut funt immediata, ficut argentum 
vivum & fulphur, Ex his duobus pofterio. 
ribus, fecundum puritatem amborum , ve 
impuritatem alterius , aut utriusque , nobil 
vel minus, aut prorfusignobile, natura cala ri 
fubterraneo, vix annorum millibus generare 
dicitur metallum, Eofit, ut quanto diutur 
niori fub obedientia cceleftium influxuum mi 
neralia fuerint , tanto firmiori validiorigu 
potentia , virtutes acquifiviffe cœleſtes effica 
eifimas , inter ea qua corporcas vires h 
bent reftaurare confervareque , non imme 
ritc putentur, & eo nobilius, quo metallic 
forma fua materia minus fuerit oppreffa, Mi 
tallorum forma generalis zqualis et omnibu 
at propter materiz variam difpofitionem ( 
























prorumpit formas Ipecificas. d 
Gerardus. *Dar 
$3 


Lh f 3 
(bb) Der Saamen ber Metall ift in 


C— 


— 


feine Generirung ober Wachſung gehet 
ſo zu. Die vier Element in der erften Op 
ration und Wuͤrckung der Natur tbpffl 
durch den Archzum ber Natur ind 
Centrum der Erden einen Seit V 
por ober Dunft Waffers / welcher EN 
fall Saamen ift/ und wird Mercurius? 

| nani | 


J 


— en - 
— — 





















„ge Edelſt Gab G Ottes. 


ant / wegen feiner Stöffigkeit / und daß 
ch mit einem jedrwedern Ding vercinis 
m / nicht wegen feines Weſens wird dem 
Sul lphor verglichen wegen feiner ınnerlichen 
Märmerund nach der Corgelirung ifts das 
Humidum radicale , weſcheẽs man zu teutfch 
ir ſolche Seuchtigfeit nennen Fönte/ fo 
on Anfang ver Natur eingepflanget. 

| 1» «Michael Sendivogius. 


jm 


d Dann fo das Queckſilber rein ift/ 


or yird das coagulirt und zufame 
nen gewahlen von der Krafft des 
o fen unb nicht brennenden 
Schwaͤfels / und das iit bae befte 
Ding’ das da nehmen mögen / die 
49 die Alchimey wircken / daß fie 
Sverkehren in Silber x warn aber 
j er&ómif rein und "allerbeft iſt / 
it einer rothe ſchoͤn und in ihm iſt 
|; de Krafft der Feurigkeit einfach und 
| 
n Thé t Ding feyn / das da nehmen 
am die Alchymiften / daß fie 
y! Arauß Gold mahen: Dann bae 
i 'rfebrt ibn i in God: Wann aber 
| [181 ueckſilber ift einer guten fub» 
ang / und der Schwaͤfel nicht rein/ 
Fennendyo verkehrt es ibnin en 
oder 


E 
E 


dt brennend / fo wird es das al - 


49. 


! 


492 


 defzcatiffimoque argento vivo, optima co 
. mixtione purum atque rutilum concrefc 






















^ PANDORA, . dA 
oder Ku pffer : Wann aber d 
Duediilber boͤß / löcherechr und ^ 
rein irrdiſch iſt und ber Schwäfe 
nicht rein / fo wird darauß Eyſen 
Das Zinn aber bedunckt mid) / bab 
gut Quedfilber : Der Schwaͤf 
aber boß und nicht wohl vermiſch 
Das Bley aber grob Queckſilber 
bof und ſchwer / oder gewichtig 
der Schwaͤfel d boͤß / und eine 
böfen Kuſts / und flindfenden G 
ſchmacks uno ſchwach barum toit 
er nicht tool coagulire oder beke 
ES ru fuiph bro , fplendi 
C rum ex fuiphure raoro , Iplendidt 
IA iribus — er 


Argentumtinnulum eft, dulce fonans, : 
fpleodidum , ex candido & prztenui , | 
paulum unguinofo fulphure , nec fatis cog 4 
& argento vivo fubtili ac defzcato , non & 
ne commixtis concretum. Stannum ex te 
fulphure ac Subeili , & argento vivo p 
pingui & denfo male mixtis compaum | 
peritur, hoc etiam nomine ftridulum, CH 
argento nafcitur, mixtisque venis conf A 
Plumbi duo genera nigrum atque candid 

pretiofiffimü candidum. Nigri duplex eſtori 
aut enim [ua provenit vena, aut cum gen 


[i 





Over f£odft Gab GOttes. 


fanno nafcitur. Utrumque exunguinofo,bitu - 
inofoque fulphure & ejusdem qualitatis ar- 
toto vivo conftat. Quod judicare facile , ubi 
hi cand ente licio in virulentum fumum abiit, ndl- 
la reli&a calce, Depurgatum in aurum & 
gun vertere, ipfo experimento didici- 
' pe - Tunditur primum emolliturque liquis 
Bons: in calice chytræ feuteftula , indi- 
B... conjicitur in ampullam vitream, ut 
























"dis fpoliatum evadit nitidum, Datur & de- 
ud nde licio , ac fi quid eft impuri reliquum, ig- 
us exolefcit, argento cum auro refiduis.Sed 
hdícifcendum aliquatenus argentum. vivum 
(pto ratione matetiz, Huic metallorum foli in- 
‚tementum concedit Galenus: Quod, ut Pli - 
ius auctor eft, derelictum fertiliusrevivifcit Æs 
| i -ferrum ejusdem pene compofitionis funt: 

ilii quod hoc minus habet argeati vivi,fulphu- 
isplus & unguinofioris atque ideo duriffimum 
| ixque flexibile.Hoc folum etiam difficulter li- 


a 
! Qu 
Du 


1 jl bens argenti vivi, Sulphur aurem ipfius 


à 'oxime- accedit ad maturitatem , paulum- 
jue abeft à debita decodione , quod ipfum 
im js corufcum efficit. 
d: oannes Chryf ppus Fanianus, 
u Uu (e) Veritas in arte chemica, pér manua- 
; jm pra&icam & pyromantiam , feparatione 
atium à à fuo toto fata, quzritut , ande ſtu⸗ 
m „Alchemiftarum cft. 

| Gerardus Dorn. 


eg 


f megmati fuo infpergatur : ità fuis flrigmene. | 


ſcit. Æ minus eft cateris fafile,minusetiam 


49 


ud 


fen Buch Merheororum / welchen 






















C OPUAONOD OO Ros 90 
Diß find die Wort Ariſtoteli 
von Wort qu Wort / indem vierd 


natürlichen Philoſopho in allen Din 
gen zu glauben iſt / und nicht bet 
Fablen Faced, nod) aud) den Lüge 
nen.(d) à 


A 
(d) eve folerti indagine univerfarum re 
(oO Worum artificia philefophia compereri 
fedulitate , tum Chariffime fili, exquilition 
fagacia Alchemiz attis magifterium adinve 
nit: quod eatenus reliquarum rerum præpo 
let argumentis , quatenus ipfum de fesretic 
ribus naturz abditis reperitur, Ratio enit 
fufficit hujus artís operandarum rerum appa 
rentes & manifeflas virtutes vel naturas tac 
tum cognofcere, Nihil enim in arte hac pel 
ficeret nifi earundem interiores vel occult; 
naturasabsque errore quis cogaofceret, A 
enim hzc de Philofophia e(t occulta, & e| 
deilla parte Philofophiz , que Meteora nut) 
cupatut, Loquitur eoim ars hzcnon foluj ed 
de clevatione & depreffione elementorum, | 
etiam elementatorum, | n 
ediflotcles de "Perfetlo Moasgiſteri 


So meit von den Wercken dern 
fur/und gang außwendig find/ u | 
barum welcher in den £ugenen j^: | 

J 


os Edelſt Gab Gottes. 
simlichfeit der Philofophen 




















Arbeit/ mit [ampt der Zeit. () 


S fen nun deine eigentliche in- 
ses: Deiner Mutter Der Statut 
I hufolgen / darbey Did) Die Ration ers 
ten | uno die Philofophia deine Fuͤhrerin 
m kan · Wenn du ibm alfo tbuft / fo 
jl Mich Dich vergereiffern/ daß du die Ma: 
mbdtonmn/ und zu rechtem Ende ge⸗ 
"amgentvirf. Sie geſtehet nicht viel: fies 


t. Nim in iM ich arbeite : mercfe 
18 Aritotelesin 3. & 4, Meteorotum fagt: 

itbit Phyicam, und liefe das Buch de 
ion: & corruptione. Iem,de Cœ- 
& mundo , darinnen du die Materi 
| k Borea. Dann wo Du bits 
Wwicht erfenneft / wirft du gemwißlich alle 
f Serlieren. Beſiehe deßwegen / den 
rum Magnum de mineralibus, welcher 
Werck gemacht hat. Wann bit 
ín bie Augen auffgethan fepn / fo wirft 
“in den Mineris meine Geheimnuͤſſen fins 
er und fehen / daß alle Stein aug den 
Tom Wachfen. 


(o o Weflerflein der Weiſen. 
ME - | 


! 


hi 
us 
r^ 


—J 


— BS or A 


— allen Unfoften/ Mübe . 


| E ir daß du meine Anfänge recht trefs 


495. 


496 


Daß der aufwendig Schwa⸗ 
felift ein unvollEomine der Metalle 


Ihr ganse Warbheitift aug ocn QGoRY 
‚ten des jeptgemelren *Dbilofopbí IE: 
nehmen / und zuerlernen / von bI. 
ein zweyfache Schwäfelheit in b 


Tieffe des einbefchloffenen Queck⸗ 
bers in den Anfang feiner Bern 


— eufaubeben/ift mit feinem ennt 
Kuͤnſten müglih : Dann die t 


"ber Galcinírung des Feuers at 
| bicroriroio Schwaͤſelheit gang ) 
(28i 
Ew 






















^PANDO SA; 


uno ein Urſach der Unvoll- - 
Merdendie Wort / und verzeic 
nen die Heimlichfeiten : Dann b 
ganze 29iffenbeit und Kunft un 


wegen daß offenbahrlich gelato 
oder verlaffen wird barburd) / oT 


C'orpern iff / die eine zwar ín d 
hung ftir auffgehen: bie ander ab 
außwendig ihrer Natur zerbruchlig 
oder zerſtoͤrlich: bann die wird 

Arbeit hingenommen / oder auff qi 
hebt. Die ander binzunehmen od 
brennliche Schwäfelheit wird 
vonden Corpern außgetilget: Al 





garnicht. (£) 


1 

Im 

L 1" 
| 

IE 
l 


(Doer Edelſt ab GOttes. 
(0028 tbut man anders / fo.er nur in 
W dieſem Werck nach Kunſt verfaͤh⸗ 
f oder procedirt, als daß man Dad reine 


















vom unreinen / den unfaubern und flinckens 
den Schwefel von der reineften uno klaͤre⸗ 
Ofen fabitang deß Schwefels ſcheide. Weil 
un in aller Materia/ ſowol oer Kunſt als 
tur / ligt der kochende zertrennliche 
Schwefel unb derſelhe oie Vollkommen ⸗ 

yet verhindert/ fo haben die Alte ^ unfere 
WBorfahren / von einem feculo zum diti 


| yeteib darvon fcheiden. Deromegen ha⸗ 
en fie unauffhoͤrlich zu arbeiten angefan⸗ 

lm und befunden / bag durch Feuers 
Macht der lüchtige verbrennficbe Schwe⸗ 
wuͤrde abgefchafft/ und dahinden bliebe 
(Eine Materia in Kalcks geftalt/ welche Ar⸗ 
«tit ſie Calcination genennet  Dardurch alle 
yMyrbrennlicbe und ſchwaͤrtzende Schweflig⸗ 
j itbenommen wird.  Gerner/ wann Die 
d Mammen haltende Feuchtigkeit durchs 
Mans getaufft / veftilliren. Wann aber 
i ebinterbliebene Kalck durch ftärcker euer 
Entſcheydung der Unreinigkeiten und 
J ‚fändigen Schweffels über fid) wird ge 


jeben / haben fie e8 genennet fublimiven. 


T 
IN 
N J 


aj! sum 


UN S 


3 
P 
} 


xem auffe höchfte ſich bemábet/ mie fie doch 
möchten eine Kunft erfinden / barburcb fie 
Holche Hinderungen Eönten abſchaffen / und 


tuer über fid) getrieben tvorben / bat. 


"AyterauB erfcheinet/ e8 toerbe Dif Wer 
1 aMichtet wie es woll / fofommt es doch 


497 


49$ 


Queckſilber baltet/ unb befcbirme 


: in oer Erden behalten: wann er aber! 

































"P ANDORRA 
zum gleichförmigen Ende / nemlich / bal 
verdaͤmpffe ober verſchwinde die fluͤchtig 
Schweflichkeit / aber das beſtaͤndige uni 
irrdiſche Durch fublimiren werde geſchieden 

Incertus Macrocoſ. 


| Dann fie ift von ihrer Vollkom 
menheit / und das darum / daß c 


vor Verbrennung das / ſo ſeine 
Natur iſt / und das anderaber mi, 
derſpeut dem Feuer / außlegende / da 
es ihn vergifft/ barum fo iſt da 
freundlich ſeiner Natur verſoͤ⸗ 
lich. (g) 1 J 


Gg Ete iſt nun die Crbe mit den Hin 
4 meln umgeben/ unb gegieret / um 
nimmt von demfelben bie Influentz u 
befte Subftang/ barum auch eine jei 
Sbpzra ihre Tugend von (id) zugebe 
unb biß in das Centrum zudringen begel 
zet/durch folche "Bewegung unb Nik 
werden inder Erden auffteigende Dünf 
Heboren/ die prime Compalfi:ionis fey 
Der Dunft ift kalt und feuchte, auf de F 
er fich wieder nieder ſchlage und mil 














ein Gewuͤrck gehet/ fo mag er auch wol" 
feucht und warn ſeyn. Was darvon us d 


Oder Eod ft Gab Gottes. 
bifd) unp in der Erven befchloffen bleiber/ 
Das bringe ich durch Länge der Zeit in 
I 





















Schwefel, der DAB agens,und in ein ar- 
genium vivum; fo Dad patiens ift. Als bana 
Uu dieſes die andere mixtion von Der erftem 
Compofition. Das ganke aber iff geso- 
| y 1 auB oen bier Elementen / bie ichin eie 
at nachfam brinde/ wie ich Dir zu vorn ges 
agt bab. Welches ich bir barum fo offt 
b perbobíe / auffdaß du nicht irreft/ und 
Sich nicht su frühe in Die Pra&icam gebeft: 
Nacı der Faͤulung geichicht bie generation 
' urch oit innerliche unverbrennliche Waͤr⸗ 
Wnt/ bie Kältedes Argenti vivi darmit ju 
^ thitzen/ welches fo viel leidet, daB es. 
ait ftinem Sulphure eines wird / Dif alles 
JE in einem Geſchirr begriffen / das Feuer / 
ie Lufft / und das Waſſer / die ich nehme 
j (brem irrdifchen Gefaͤß / unb laffe fie ſeyn 
, einem einsigen Ofen / als dann Foche/ 
ſſolvire und fublimire ich fie ohne Ham⸗ 
'er/Zangen oder Feilen ohne Kohlen/ 
jampff/ euer, oder Marien Bad, und 
ine der Sophiften Defen. Denn ich has 
| mein himmlifches Seuer/ welches erwe⸗ 
dut das Elimentalifche/ ‚nach bem ale die 
Lateri eine gebuͤhrliche Formam begehret. 
*fo giehe ichnun mein Argenuum vivum 
c $ den vier Elementen und ihrer Mater 
il | bitftm folge nad) zu gleich und alg 
| ht beydes eine waͤre / fein Sulphur; fo es 
mach fanfft und nach feinem Apperit 
Sia el⸗ 


"d 
" 


^ 


| 499 i 


| foo 


. warm unb. das Truckene feucht un&d- 


— 


Coͤrper nicht / bod) haben fie 


rum ſo mögen wir fagen / daß fü 






























PA NDORA —: | 
erwaͤrmet. Als dann wird bae K 


ſiſch I 
Waſſerſtein der Weiſ J 


Dann das wahre Silber hanı | 
dem Queckfilber mehr an/ und 181 
freundet fib. auch eemfelben map] 
nad) demfelben als das Golf! 
barnad) dasSilber / darum BI 
wird berau& gelaffen oder verfaßt 
den/daß esmehr theilhafftig 
chet ſein Natur aber die ande 


Gleichnuß / oder Mitgeſtaltug 
zu oder gegen ihm: dann fie habil. 
íníbnen den außimwendigen / unt 

nenuno ſtinckenden Schwäfel, t 


minder reine Naturen tbeilbaftgt: 
mache: dann fie find zerbruͤchlic 
fiinefend und verbrennlich/ und DET 
vondeßivegen/ daß ihr Schwaͤ 
in was weiß und weg es präpari 
oder zubereitet wird / durch Kun 
wirckung / ſo wird er allweg verbre i 
und verbrennt die Schwaͤrtze für 
ſtehet in allem Werck / barum » 















» 


Á 


| Oder Edelſt Gab Gottes. 
AWicenna: Er gebet nichtin unfer 
Reiſterſchafft: dann er iſt nicht von 
wr Subſtantz des Queckſilbers / 
och von feiner Vollkommenheit / 
Neweiler daffelbig allweg vergifftet/ 
‚hwärgt/und zeriöhrer. Darum 
dmwird zugelaflen/ Daß das Queck⸗ 


| 


erm, und ein Heilung der Der 
seennungen/ Darum daß die Coͤper 
| "i e / unb Natur mebr theilhafftig 
NL und befigen. (h) 
| »D: adhzrentia veró ipforum admetal- 
IN 4 a, judicemus etiam per fenfum : ful- 
‚Naurenim facilé adhzret ferro & ari com- 
‚Narendo ipfa : commifcetur autem argento 
meile, quod habet partes aliquas fulphuris 
jjj enris, id eft, non hxi lbi commistas, 
Je per artificium facilé feparatur. — Plum. 
J autem miſcetur facilè: quia multas pat« 
N fülphuris non fixi habet fibi: commixtas. 
(anno autem non ficfacilé propter multi- 
irtdinem argenti vivi fuperanrem quantita- 
jim. falphuris : & quia fuum fulphur eft oc- 
, hum profundum, fed auro nullo modo ad- 





|nveniung, fed funt natur diveríz: (ed 
T 3 J ( 3 argen» 


x 





"ailber (epe ein Vollkom̃ung der Coͤr⸗ 


under verbrennt rverben/bíe feiner - 


| rer, neque ingreditur ipfum: quia non - 


50 





502 





















PANDORA, 
argentum vivum facilime cum auro comm. 
cetur propter fimilitudinem in fubftanti 
Poft aurum autem a:gento, & poft argentu 
ftanno & plumbo, & hoc propter argentu 
vivum indigeftum ineis, Et ideotam | 
tó funduntur? imo quafi facilius adhz 
eis propter hoc. Pott ipfa autem , zs ct 
difficultate recipit ipfum propter nimiU 
fulphur ejus.  Ultimà autem ferrum, in 
ferro non nifi per aitificium adhæreb 
& iteram adhzret plumbo, — magis prop 
indigetionem, quam propter quantita 
mulutudinem argenti vivi, — Habet en 
plumbum multum de fulphure, cut in | 
refolutionem per famum perpenditur. 
Margarita 'Prectt 
Darbey fo er ſcheint nun daß 
Aute oder mehrere viele des ut 
ilbere fepe eine Urfach der Vollkon 
menheit in den Corperen/ und ab 
bie mehre oder viele des Schwaͤfe 
feyeein Urfach der Zerbrechung | 
derzerfiohrung. Daruͤm fo me 
den etliche Coͤrper mehr/etliche ab 
minder verbrennet/ durch dieE 
langerung / oder Mehrung bi 
Feuers / alsdie ſo da mehr des ve 
brennlichen Schwaͤfels viele babel 
weiche aber minder / Die werde 
aud) minder verbrennt; bann etas 
Gen 


Ode Edelſt Gab Gottes. 
Schwaͤfel hat in ihm zwo Urſa⸗ 
der Serbrecbung oder Zer- 
hrung/ ein reine entzuͤndtliche 
8 Jftans/ und cin irrdiſche X tue 
„igkeit; bann durch die erfte ſtehet 
d nicht/und macht nicht ftebenz 
Hann er verbrennt allweg und wird 
yebrennt/ und gibt Schwärtze in 
ſem jeden Werck: durch die ana 
aber / hat er weder Gieſſung noch 
T 1gang bann (oer fir/odergehefft 
fo wehrt er die Gieſſung / und 
"erfeib wird. nimmermebr. aebefft/ 
"t werdedann vorbin calciníertz 
iiber aber caícíntert wird mag ct 
J urch kein Kunſt gegoſſen werden: 
"m ann er gang uno gar in einirrdi» 
| be Subſtantz gebracht wird. Cı). 

^ E ergo fulphur cum fit proprium 
coagulamenrum argenti vivi effe diver- 
—J & fixum, vel volatile, parum vel 
; |ultum, autzquale, fed argentum vivum, 


| m femper fit album, & albedo fit ficut e- 
I 1 

















Ohlores: Ideo argentum. vivum recipiet à 
i * omnium colorum diverſitates, & ex 
a :omne metallum diverfo colore colora- 
^ & generantur alia diverfa, ut eft Marca- 
1$ Magncfia, Antimonium & Thutia. Po- 


um 


I 


ntumcolorum,in quo variantur omnes - 


4 | ra EE 2 teft. 


$9z 


$04 COUPAWDORA5$S 
teft fimiliter argentum vivum fixum effe, ı 
volatile, & param vel multum, aut zqual 
Similiter ex parte ininerz poteft effe diver: 
tas; quia mundaaut immunda, five corrupt 
& caloris exafperantis, aut temperati, fecu 
dum magis & minus, Ex his ergo arguim 
unumquodque metallorum, fecundum adl; 
rentiam fulphuris exterioris & argenti ad i 
-dum facilem veldifficilem, participare paru 
vel multum de utriusque illorum fubltanti 
. fut folum uniusipforum; quia nihilaliuda. 
haret metallis, nifi fülphur& argentum 
yum, &quz funt ex ipfis, cum fint. ejufde 
naturz, nifi forte artificiofe valde, Di 
autem adharentiam quz eft per mixtione 
propter convenientiam in fübftantivo; qi 
omnis mixtio fit. ratione fimilitudinis, 
acquiritur in digeftione à natura, quam: 
prius fuerint diverfa; propterea metall 
cum metallo, & nitrum cum nitro, & fibi 
milibus mifcentur, Floc autem non cum 
lo, nifi fortélaboriofe, Secundum hunc ij 
tur modum judicandum eft in metallis ; 
eorum enim ad invicem mixtionem, de 
efie plus vel unum folum, fecundum fenfu 
cum illa duo fola fint principia. metallorü 
Sunt enim hacperfeda principia, ex quil 
funt hzc, ut dicit Philofophus r4, Metapk 
fico : Unde in quarto Metaphylicorum in 
ne capituli de Corporibus mineralium di 
fic; Etidco mifcetur argentum vivum ct 
- illis corporibus; quia ett de illorum fubit: 























| Oder Edelſt Gab GOttes. 


y &c. Et reticuit de fulphure; quia non (ic 
leur de illorum fubítantia. Dicimus ergo, 
od fulphur fixum tardat fofionem & Pp - 
ionem in metallis; & ipfam impedit, & 












AN 


—0— - 


jus quantitas non fuperat quantitatem ar-. 
genti vivi, fed quafizquatur: | ideo folum 
tdat fü(ionem in eo: & quia in ferro quan- 
s ejus multum fuperar quantitatem argen" 
t ‚&ipfum i inquinat & impedit fufio: 
m feni; : ideo ferrum non funditur, Ex- 
rientia autem hoc nobis gonítret : ı quia 
im volumus facere ſalphur fixum, oportet 
x illud prius calcinemus: calcinatum au- 
5 nullam dat fufionem: Ergo ubicunque 
om )mponatur, de fe illam impedit : : ‚Salptut 
an tem non fixum accelerat fufiones? cujas 
Kagaum e&; quia Arfenicum quod eft de 
I »fulphuris, ferzum ignitum | fundit, 
uod autem Arfenicum fitde natura fulphu- 
d iie. dicit Geber & Alchimidz omnes, & ex- 
Jpetientia fimiliter hzc demonftrat; quia 
offoresminerarim examinantargentum, & 
ys ad i ignem, ut ea purificent ab immundiciis, 
C alcendit tunc fumus fulphureus, citrinus- 
Ja odorefulphuris : qui fi colligatur feorfim 
; ic in vaíc fublimationis ponatur, afcendit & 
| ; d tet fpondilibus vafis in fubftantia Real- 


= 


— 0, ur... - - 
$ — d > E 9 


7] 


— 


ha 55, 

















iod fit de auripigmento, de [ua minera ex- 
90, & hanc experientiam manibus pro- 


J | 5 priis 


* ubi ejus quantitas multum füperat 
juantitatem argenti vivi, Quia ergo in ære 


aris, & et omnino idem Realgar cum co, 


J05 


| 


| 


jo6 


' prifs fecimus, & oculis noftris vidimus, Qi ; 


Paß allein Das Queckſilber 


PANDORA ^ 
























ergo in bismineris invenitur (ic. fubtanf 
auripigmenti mixta, ideo judicamus ipium E- 
hoc, & odore, & fubitantıa foi habere nat 
ran lulphuris, & ex prediis judicam&. 
in zre effeutrumquefulphur; quia fundit | 
fe cum difficultate. Similiter dicimus, quil. 
fulphur. fixam eft. caufa duritiei metallorug 
ficut patet ia. zre & ferro, — Et cft eti 
caufa fixionis metallorum, ut patet ex ef 
fed fulphur non &xum eft cauía fufionis fi 
igaitione ; & caufa mollitiei, & caufa 
landi ab igne: ficut patet in Jove & Sat 
no. Argentum autem vivum five fixam, 
ve non, eltcaufa metallice fuhanis, fed: 
xum eſt caufa duritiei, & caufa fufionis 
caufa ignitionis cum liqucfa&ione, ut pal 
in zre, auro. & argento. Funderstur eti 
ferrum, ratione fui argenti vivi fixi, qui 
habet ;fed fulphur fixum ipfum valde fupe 

& imp edit, noa fixum autem eit caufa iri 
tiei,& volatilitatis ab igne,& fuſionis fine ig 
tione, ficut in Satarno & Jove, Ita ei 
ambo corpora femidigefta funt, & per cı 
gulationem modicum remota à natura arg 
vivi, Ex quibus patet, quod quacun 
corpora tarde funduntur, citö ceagulantu 
é conrra, Margarita Precioſa. 





eis DollEommung oer tTietallei 
DE aber begeguet in dem 3 
"ul 

















Oder Edelſt Gab Bottes. 
fi beri nicht: bann das wird ge 
beit obn Verkehrung in Erdeny 
"unb wird zu gleicher weiß figiert 
? ber gehefft mit Verkehrung deſſel⸗ 
bigen in irrdiſche Natur durch Ei 
ang zu reiner Figierung / die da ae 
d Mebetburd) die Dracipitation 0: 
Abſtuͤrtzung wird e$ gebefft und 
n Erden verwandiet /durch nad» 
mmendeSublimiierung/ mit geaͤf⸗ 
"at ten Malenz es wird auch gebeft 
f N hermaß und wird nicht vertebrt 
nein Irrdiſchheit / ja es giebt viel 
Hl ehr ein merallifche Gieſſung / und 
— ^n 6 darum/ daß es ein zaͤhe / ſchlei⸗ 
erige und dicke Subſtantz hat / 
ſches Zeichen iſt/ ſein Zerreibung 
Einträndung / unb Verml⸗ 
à mit ug feines Ge⸗ 
lechts berbalben wird offenbar» 
i eco fein 3ábíafeit unb 
Thleimerige in ihm / vontvegen feis 
„re merdlihen Anhangung? Aber 
in Dicke wird heiter geſpuͤhrt / 
18.68 viel Einaͤug /oder Eintroͤpff 
t / von wegen der Schwere feis 
unmaͤſſigen Gewichtes: dann 
m Gold fuͤrwigt / dieweil es in 


ſei⸗ 


jM 
A 


m 
ur 


d 
fi 
if 
) 


5 


J 


507 


o8. 


Theil / unb laft fid nit zertheilen 
bann e$ entweders mit ſeiner 


‚außmeicht/ oder aber mir derſelben 


matura argenti vivi, quod absque ipfo nul. 




















PANDORA- ; 


feiner Natur iſt: es ift. aber einer 
gar ſtarcken Zuſammenſetzung 
und einer gleichförmigen Natur 
Dann có wird nicht geſondert wm 


gaͤntzlichen Gubftans vom Feut 


im Feur bleibt ſtehen. (a) 
(a) eh auto fecundum torum maxime 
adhzret propter maximam copiam ar. 

genti viviquz eftinipfo,& fui ultimam perfe | 
Cionem,& complementum, con:entum à na: 
tura: imó ipfum eft totum argentum vivun 
absque fulphure extrinfeco. Ex habitis erge 
exprefsé collige,quod argentum vivum fixum 
fufibile eft caufa totalis perfe&ionis, & iplum 
non fixum e& diminutum à perfe&ione ; Sul! 
phur autem five fixum,five volatile corruptio) 
nis eft caufa,& imperfe&ionis, dum remane, 
in metallo. Magarita Preciofa 
(aa) Propterea dixit Geber cap. di’ 


a 
73 


lum metallorum pote deaurari : | fulphu! 
autem in his omnibus penitus ab auro ef, 
diffimile, Veridice ergo pater, quanta con, 
formitas, quanta fimilitudo, quanta identita: 
fit argenti vivi adunumquodque metallorum 
& écontra, & fiquis neget, hic indige 
fenfu vifus, quemadmodum qui negat nives 
efle albam, Cum igitur per ingreffum | 
commixtionem hujus lapidis, cum meralli 4 


| 









- Oder Edelſt Gab Gottes. — 
in conflatione debeant, metalla in aurum 
|! perfici :exprefle patet [olum argentum vivum 
‚elle peifecivum hujus operis, fine alicujus 
! fülpburis aut alterius rei commixtione, Pro- 
jptet quod dixit Geber cep. de Procreatione 
Lauri: Quzcunque ergo alterare volueris, 
(ad exemplum ipfius altera, Unde Kafis in 
| 706. Przceptis fcil. in lib. Utilitatis: Mercurius 
left radix omnis rei, & ipfe folus eft przpa- 
!'randus, & erit ex eo tin&ura bona, &im- 
preſſio vehemens, & fortitudo, 

Margarita "Preciofa, 
" "Daher wird aclaffen / daß das 


Queckſilber möge figirt / oder ge 














keit Berzehrung/ und ohn jein Ders 
kehrung in Erden / darum wird 


AUrſach ber Vollkommenheit: ban 
*$ allein zu Bolbringung der Fixi⸗ 
‚ung anug tbut in jedem Grad / 
 taemlid) mif ber Sluhung / und ohn 
ie Gluͤhung: dann cé ift offenbabr 
»a6 gu waͤhrt Anhangung/ uno 
erde feiner Miſchung / wann etti 
he weiß feine Theil verbiaeret 
‚perdenz (o laßt es fid durch 
as Feuer nicht weiter zerbre— 
„den bocr zerftort werden / noch 
we ur) Eingang eines wuͤtigen oder 
2 NU ; rauch⸗ 
| i 


hefft werden / ohne feine Seuchtige 


vc d 


nothhalber gemercfet in ibn bie - 


jo9 


jio 
























PANDORA, 


rauchechtigen flammens / und aiu 
daſſelb leidet er den Rauch nich 

weiter erhebt werden: dann es et 
leidet noch ertraͤgt nicht die Duͤnn 
machung fein ſelbſt / von wegen f& 
ner Side / und monaelbare de 
Berbrennung / bic ba fonft burd 
die Schwäfelpeit / bic cé nicht bata 
vollbracht wird: DIE iſt nun gnug 
ſamlich droben bewaähret / daß de 
Schwaͤfel / welcherley Geſchlecht 
der iſt / der Vollkommenheit Zer 
brechung und Zerſtoͤrung ſeye 
dann ſo er ſix / oder gehefft iſt fi 
verhinderet er die rechte Gieſſung 
als erſcheint an dem Eyſen: bani 
ſo es nicht gegoſſen wird, / ſo wird er 
kennt / daß es gehefften Schwefe 
ín ihm hat: wann er aber nicht ge 
hefft iſt fo fuͤrkkommt er die Gieſ 
fung / von dem Feuer wird er zer 
brochen und zerftöret und außge 
raucht / als ericheiner in dem Blet 
und in andern bloden Coͤrpern unt]. 
darum fo ift oer Schwäfel nicht eor 
Der Wahrheit unferer Kunſt nod d 
von ihrer Vollkommenheit: bann ety 
verhindert die Vollkommung ir] 
allen ihren Wercken (o) (501 | 


Oder Edelſt Gab Gottes. 

| iv (E Diches bejeuget aud) Geber, 
bu wann erfpricht : Wir babenalleg 
[ Ihren durch anfehnliche Urſachen / aber 
haben nicht Eönnen finden ein bleiben- 
t$ oder haltendes Ding auf dem Feuer/ 
un inn allein Die vilcoßfche Feuchtigkeit / wel⸗ 
(he ift die wahre Wursel aller Metall. 
denn alleandere Feuchtigkeiten verzehren 
ich Durch Das (Seuer / und feheider fich ein 
„element vom andern / ale das Waſſer 
urchs Feuer / pag uͤbrige verbleibt wie ein 
Erden im Grund deß Geſchirrs / davon 
chder Laͤnge der Geber redet / da cr fole 
“ende mit Diefen außtrucklichen Wor— 
m befehleuft : Diefen würdigen Stein 
(m machen bedarff mannichtsanderg/ denn 
jlein Mercurialifche fubftang / durch Kunft 
ol gereiniget/ penetrirend / färbend / ber 
Andig im Feuer. 


P 
U; (bb) ltr dieſe Wort hebt der Mercu- 
(usan zu lachen unb fagt zu dem Alchyr 
| ten / teas braebrft ou ? wag plageft bu 
jid) / Herz Altkumiſta? ? Alcb. Oho/ 
) It bu nennefi mich jegt einen Joeran/ wann 
I. 5 bi den Eyſen ruͤhr / und das lebendige 
N effezeder ben Garaus mache. Gelt ich hak 
f t tin Niſt eingelegt. Warte nod ein weil / 
wirſt mir bald mein Liedleian ſingen und 
nget an ſcharff zu ihm gu recen/ als waͤ⸗ 
ji errori. Biſt du / fagt er / ber Phi⸗ 


P A Iojo- 


















jn 
vi 
II, 


i 
Incertus „Macrosofm. 





EN 


gi 


bab ich in ver Warheit gefunden mas i | 


PANDOR A, 
(ofophen Mercurius : Mercutius, — D 
Mercurius algbeförchtet er (id) / / ſprach: 
Herr / id) bin Der Mercurius, Alchyn 
Warum haft du mir bann nicht mol! 
unferthänig fepn ? und bab Dich nicht Ij 
machen fónnen ? | Mercurius : groß 
mächtiger Herr / ich bitte; verzeyh es m 
Armen/ dann ich hab nicht gewuft DE] 
ihr fo ein groſſer gewaltiger Philofopk) 
ſeyd. Alchym. Sa haft du dag nicht a 
meinem Saboriren Fönnen abaebmen/ / d 
weil ich alfo Phiſolophiſch mit bir umgas) 
gen bin? Mercurius ; Es ift alfo / gro 
maͤchtiger Jo err/ jedoch roolt id) midi ba 
bergen vor oiefem meinem großmächtig 
Herren. Alchym. darüber ſprach 
Alchym. mit freudigem Herten : N 
























geſucht / und fagt abermabl mit erſchroͤck 
eher Stimm zu dem Mercurio: Eya / nu 
tvolan/ je&o fey mir gehorfam und unti 
dienſtlich /-fonften wirds bir übel gebe 
Mercurius: gar gern/ nein Here / wann mil 
nur müglich ift / dann warlich ich bin fem 
gar ſchwach? Alchym. a8 miljtu dich nal 
entfchuldigen? Mercurius nein mein Di 
fondern ich bin gar Frafftloß und ma 
Alchymiſt. Was iff dir dann angeleg 
oder dir ſchaͤdlich ? Mercurius. Der Alch 
miſt ferner ůberlegen und ſchaͤdlich. Alch 
miſt. Was ſpotteſt du nur meiner? Me 
euriuse Ah lieber Herr / nein / behuͤte mil 

N GO 


m, { - E A x 2: 

d Oder Edelſt Gab Gottes. 
GoOtt / ich rede allein von Alchymiſten / ibt 
aber ſeyd ein Philofophus, 9llcbym. — O 
recht / recht geredt / ich bins aber / was 
hat dir der Alchym. leyds gethan ? Mercu- 
rius, O mein Herr / groß uͤbels hat er mir 
Mugefügt/ bann er bat mich armen / mit vie⸗ 
Men widerwaͤrtigen Sachen vermiſchet / 
tbeßmegen ich zu meinen Kraͤfften nicht 
‚kommen Fan, und bin halb geftorben. Denn 
ier bat mid) biß auff den Tod gemartert, 
Alchym. O dir ift wohl recht gefchehen/ 
ibenn du bift ungehorfam. Mercurius, Kei⸗ 
me Philofopho bin ich jemals ungehor⸗ 
ſem geweſt / ſondern auß Eigenſchafft mei⸗ 
mer Natur verlache und. verſpotte ich Die 
Yunmeifen Narren, Alchym. Was bálteft 
duvon mir ?. Mercurius: O Herr/ ihr ſeyd 
iin herzlicher färtrefflicher Manny ein groß 
Prleuchter Philofophus , mit eurem. Anfe- 
uen übertrefftihr den Hermetem. Alchym. 
na wöhlrecht aefagt / ich bin ein gelebrter 
Mann aber Doch will ich mich felkernicht 
öhmen. Mein eigen Frau ſagt offt zu 
ymir/ ich fen gar ein geſchickter Philofophus, 


o viel hat diß Weib an mir erfehen. Mer- - 


(purius, Das glaub ich mohl/ denn alfo 
nuͤſſen die Philofopi ſeyn / daß fie vor titt» 
ver Weißheit und Wit zu Narren werden. 
| Miebyni. wolan / fofage mir/ mas foll ich 
‚mir bir anfangen / wie muß ich auf bir den 
! Dhilofophifchen Stein bereiten ? Mercu- 
AER 


| | 


‚us, O mein Here 9) bilofopbe / tad weiß 
| SE ic 


$14 


Alchym. du muft mic fagen / mie ich 


‚mich mit deinen fchönen Arbeiten befcomque 


Mercurius : Ich Bin Mercurius , ob i 


ein anderer. Damit ift des Mercnrius DU, 
p 






















ich nich / ihr feyd ein Philofophus, ich BI, 
ein Knecht der Philofophen / was fie aur 

mir machen wollen’ das ftebet ihnen fre 
ich feifte ihnen Gehorſam fo viel ich Fami 


bir umgehenfoll / und ob ich auf. Birjddi 
fphilofopbifden Stein bereiten koͤnn 
Mercurius : Wenn du eg mweift / fo wir 
bir gtratben/ toeift ou es nicht fo febleigr 
tir/ von mir wirß du nichts lernen’ rera 
bu e$ vorhin nicht Fanft / mein Herz Ph 
loſophe. Alchym. mie redeft du alfo mi) 
mirgleichfam als mit einer fchlechten Des. 
fon/ weiſſeſt bu nicht 7 daß ich bep grag 
fen Sürften und Derren gearbeitet bab/ url. 
bey ihnen ein mikiger Philofophus getoefill 

Mereurius: das glaub ich Dir wol, mem 

Herr / und barum fage ich noch recht beg 
üch finde noch von bem Unflat / damit 


fet baft. Alchym. So fage mir bod , 
bif bu der Mercurius der Philofophe 


aber Der. Mercurius Der p etooben fen T 

das muft bu toiffen. Alchym· Sag mimi 
ob bu ber sechte Mercurius ſeyeſt / oder 
ein anderer fepe ? Mercurius? Sch bin DOWN 
Queckſilber ober Mercurius, doch ift noch. 


Michael Sendivogin A^ 


9: 






















Aber das Queckſilber íft in allen 
inn Werden und Wirkungen 
ntlich gar aller vollkommeneſte 
nn e$ iſt oer. Verbrennung wis 
l"rbeitung / und der Gfeffung Vol 
» gung: dann fo cé gebefft wird/ 
MT Mh Zinetur ober Serbung der 
aötbe / und überflüfliger Wider 
ypda eines glängenden ſchei⸗ 
6 / und weicht nicht ab von den 
miſchten / biß daß es iſt. Esift 
d — und den Metal⸗ 
—— / unb ein Mittel zus 


N 


1 


Am mmen zufügen die Tincturenoder 


rbungen: dann es wird durch 


üermeinſten oder kleinſten Ding 


5 mit ihnen / und in der 
ffe hangt es ihnen natuͤrlich an: 
Dd) mit dem Sole und Luna wird 
eichtlicher vermifdt / von wegen 
, 6 ibm begegnet fein reine Natur 
- ilbafftig zumachen. Aber bod) 
es nicht untergefenekt tn. ihm / 
nn allein Sol. Auß welchem bu 
in tol magft abnehmen eine groß 


i: ] 


us 


E 


Oder Edelſt Gab Gottes. 


er nn céiftoon ihrer Natur: Aber 


^fbrimiis / das * Mercuri⸗ 


ji 


$16 


er unb leidet es nit / von wegen bd 


















PANDORA - 
us an fid) nimmt / dag feiner nd 
turi(t/ bae [rembbaber wider ſpeu 


er ſich ſeiner Natur mehr freůt / dan 
einer außwendigen / darauß — 
ſcheint / Daß die Coͤrper einergr@ 
ſeren Vollkommenheit ſeyen / 
mehr des Mercurii in ihnen haltet 


minderen Vollkommenheit (epdd 
So werde nun bochgelobt / oM 
Werckmeiſter aller Dingen / / 
Ehrentreiche GH / und al 
höchft gefegnet Schöpfer, der ai f 
ben unachtbaren:geichaffen bat di 
foftliches / das ba mit oen mind. 
liſchen oder ergaderlichen das geil 
Zeichen hat / in der Natur/ uM 
ihm begegnetdie Subſtantz un tl 
Cubftang Eigenſchafft / bie es 
lein und von feinen andern Ding 
bat in der Natur zu befigen: da 
es allein das ift / das bas Feuer‘ 
berivindet / und von demſelben 
überwunden tvirb/ fondern in il 
befreundlich ruben/ und fid def: 
ben freuende: dann daſſelbig alle 


| Oder Edelſt Gab GOttes. 






mas‘ genglich in ihm des wir bedoͤrf⸗ 
inis unfer Meiferfchafft : Danndie 
indern alle / fo fie verbrennlichfind/ 
[ocichen fie dem Feuer / unb vere 
dd o indem glunfen oder Fun⸗ 


d 


N. j^ Olche Materi ziehe ic auf den 
Elementen / ziehe ſie mit meinen 
mmeln / und führe fie Durch Länge der 
Bit oon ber erften Materi / in Die nechfte 
md eigne Materi / von ber ich meine mi- 
y am mache: Darnach gehen herauß Sul- 
lar unp argentum vivum , welche fid) in 
netalla perfebren: nichtaber ein ſolches ar- 
ntum vivum und Sulphur wie du.fieheft/ 


. —* allhier nichts ſolle: Dann durch 


) te widerwaͤrtige Qualitäten fcn fie von 
ver eigenen tatur ineine andere transmu⸗ 

| m Amo getrieben. | 

if gd Der Waſſerſtein der weiſen. 


" Jaf ^as Quedſilber m ibm 
j [Ate feinen fixum , oder gehefften 
Schwefel. 
1 Es iſt nun offenbabr / daß das 
Weckſilber in ibm haltet feinen gue 
Pe von dem / oder mit 
Kt— dem 


0 e$ ein Metall iſt / haltet es doch 


$17 


Q)DyUbiiba tamen aliqui fapientes ; | 


Verbis ergo tuis videtur , quod fulphur pot 


. & lapidis philofophorum , qui fuper om 


. ergo absque commixtione fulphuris com 


^» PANDORA, 5» 
dem c8 coagulíert und zufamm 
gewallet wird zu Gold oder SH 
ber / nach ungleicher "IBeiß und Gr 
flalt ber Abdeuwmung (d) © 























fimiliter ſophiſtæ contra di&a. fcil, | 


efle pars materialis auri & lapidis ph:lofoplgt 
rum cum argento vive , qvod negafti :- 
fulphur mifcetur & mutatur cum argento 
vo: ergo videtur magnam habere (imilitu 
nem & conformitatem cum eo. Si ergo Ed 
gentum vivum probatur effe materiam auf] 


conformitatem habet cum auro in mixtio 
Ergo fimiliter & fulphur ‚cum habeatmagn 
conformitatem cum argento vivoin mix 
ne, prz(ertim cum fulphur fit ficut propri 
ceagulamentum ejus, ut dicit philofoshusgg 
‚Metaphyf. qui dicit : Et proprium quid 
argenti vivi eft, quod coaguletur ex vap 
fulphuris , & fortaffe hoc modo gelatuiill 
plumbum, &c. Siquisergo voluerit coa 
lare arg@fitum vivum , nt faciat. aurum Hj 
lapidem, oportet quod hoc faciat cum | 
phure, Ergo ficut mixtione fulphuris ci 
gulatur argentum vivum, ita ex ejus ablat 
ne reddetur currens, & fluxibile, ut pri 


gento vivo, & ejus permanentia cum cotinf 


e 


1 Oder Edelſt Guo i Bottes. 


oterit generari atirum neclapis philofopho- 
jam. Item cum aurum omne fit citrinung 
lect indam magis & minus, & lapis. philofo- 
horum rubicundiffimus , ut fuprà diximus, 
* auri detur à ſulphure, ut vult 
j I hilofophus 4. Mereorum , & Geber & Ka- 
15, & emnis Alchemifa: ergo & fulphue 
eceflariö erit pars materialis ejus , cum ful- 
jM e& , & colorat argentum vivum omni 
re, Argentum autem vivum femper eſt 
bim , nec alterius coloris unquam vifam 

| „Ergo eadem caufa erit pars materialis 


























/ 
(i 


E. us ut prius, fc, quod folum argentum 
liv um ef tota caula materialis , & to- 
ge ubftantia lapidis philofophorum. Sed 
Hi ciendum, quod argentum vivum in fua 
lir ja creatione habet multas partes terrex 
b&tantiz, fulphurez , albe , in a&u fubti- 
Ifimz, qux funt de ——— materiali ipſi⸗ 
| *— fine quibus ſubſtantia argenti vivi «on- 
Jure non poteft, qua ipfum naturaliter albo 
a Morecolorat, fed in magiíterio ipfum colo- 
kd alb o albificat & rubificat, ficut velumus, 
endo naturam ipfius. 


S 


J Gà Es ift aller und ieder Recht ſchaf⸗ 
“net der wahren Weißheit beflieffener/ 
Niahällig: gefafte Meinung und Außſpruch: 
"598 aile Metallen auß dem feuchten 
TM des Schwefels und Queckſilbers 

Kia erzeuget 


.philofopherum, Et nos refpon- - 


— Pretioſa. 


$15 


520 


| a in denen Erd⸗Adern ſteiff und veſt ju 
a 


lerbeſt Ding/ bae. die Alchimifte 


QpES in Mace quicquid quati. | 


erzeuget werben. Alldieweilen die — | 
fut oer Erden mann fie erwaͤrmet il 

unb ein toafferiged Weſen angetroffen/ tM 
etwas zufammen, geballtt/ fo woln Durch 
Kraft und Wuͤrckung der Natur al 
Beftrahlung der bimmlifchen Cörper 
und vielmögender Mitwuͤrckung des Su 
mamenta/ nach dem fie beede / bred 
und Dueckfilber/ rein oder unreim fich bt 
finden ; Solo Silber Kupffer Zinn 
(fen und Blehy / diefe molgeftellte Er: 



















| Darm (dicht und jtanbbefft gf 
macht.) E 
| prn «Harflius Ficini 


. Dann nad) dem Philoſophen 
wann das Duccfilber rein iſt / 
wird die Krafft des Weiffen nic 
brennen den Schwefels Ddafjelbi 
coaguliren oder zuſammen foa 
len/ zu Silber) und das ift das ad 


-— 


durch Die Kunſtwuͤrckung daran 
machen ein Clírír zu dem St 
ber. (e) TON, A| 


apientes 


In mir Mercur iſt alle verborge d 


| Oder Edelſt Gab Gottes. 
ache die Alchymiften forgen 
m Ich trag ver — Waſſer und 


b Ib bin dn "Erd und Wind 
| ohn geheur. 
| Und bab ın —— und 


Wann du es abe heimlich bea 
Michael Sendivogins. 


Wann es aber der allerbeft 
Schwefel ift / mit einer Roͤthe 
bon unbfíar/ und inihmift ein 
Krafft einer einfachen nit brennen» 
nSeurigfeit/ ſo wird es das aß 


1 l^ 


je dert Ding/ daß darauß werde 


Elixir zu dem Gold / und Uns 
| irr unb lehrt der Philofophus 

Hohl baríun : Zumerfien den focífe 
! fen Schwäfel zudem Silber / und 
jm arnach den Kothen zu dem Sol 

ubrauden. (P) |. 


OL ) cimus erga, Bud ficut antea Mer- 

^ curium in opere neceffarium docui , 
J aliaque de Mercurio protuli,qug | nulla ante 
^ mefecit vetuftass ita iam Snlphur ex altera 
arte expeti. notifico, fine quo Mercurius 
" aunqua proficuam i — fupernaturali 


j| cons 


— — 


gu 


SX 


. euierfien/ au dem anderen 





















PANDORA, 
congelationem accipiet, Sulphur hoc in - 
pere noftro marisvices gerit, & fine hoc 
quicunque artem aggreditur transmutato 
riam, in caflum omnia tentat, omnibus Sc 
phis affirmantibus, nullam fieri poffe tia- 
&uram fine re fuo, quod as éft aurum fiae 
ulla ambiguitate fic didum. — Hinc nobili 
Sendivogius: Sciens, inquit, & inter fterco- 
rilapidem noftrum cognofcit, & ignorant 
etiam in auro illum effenon credit; Inaur 
puta, quod aurum Sophorum ef, aureitati 
fiuctura latet, hoc cum ft corpus digekiffi 
inum, tamenin uno folo noftro  Mercuric 
incrudatur, & amercurio feminis fui multi 
licationem recipit, nontam pondere quam 
virtute, Et quamvis Sophi&icum plurim 
Sophorum hoc negare videantur, ita-tamei 
eftrevera, uti dixi, — Aiunt, puta, mortuum d 
efle auram vulgare, fuum autem vivum efle. 

Auonymus Philalecha 


Dann nichts mag zu Hold wer 
den / ee fepe. bann zum erfien UT 
ber gemefen. Dieweil auch zwa 
kein Ding mag hinuͤber gehen oor 
dem Erſten zu dem Britten / 
eyc dann zuvor ín dem andern 
dann es iſt fein Bang von einen 
| Gu 
ſten / dann afleindurc das Mittleſ 


T Oder Edelſt 6ab Gottes. 
dann es iſt kein Gang und mag 
auch kein Bang geſchehen / von dem 
Schwartzen zu dem vollkommnen 
Gelben / ce ſeye dann zu dem er⸗ 
ſten weiß geweſen / von wegen daß 
‚Das Gelb von ober. auf viel Weiſ⸗ 
| fem und aller reineſtem Rothen zur 
ſammen geſetzt iſt. Es mag auch 
b fein Gang geſchehen von dem Geb 


ben gu bem Weſſſẽ / es fepe bafi vorhin 


Iſchwartz geweſen: dann bae Gold 
mag nicht Silber werden / es fepe 
dann vorhin zerftort/ zerbrochen/ 
‚und ſchwartz: bann das Beſſer 
mag nicht ärger werden / dann durch 
fein felbft zerbrechung, und zerſtoͤ⸗ 
rung / dann die Gebaͤhrung eines 
iſt em Zerſtohrung des anderen/ 
„oerhalben welcher Gold Fan vers 
3 febrenín Silber, der kan aud) ver» 
„sebrendas Silber in &o[b: dann 
ihr Schwefel ift nicht brennen: aber 
weiß zu demSilber : aber burd) 
4 Dt Schwäfelroth werden / zu dem 
jm olbebann die Selbungift nichts 
Anders dann ein vollkommene Abs 


ar 


J— deuung 


groͤſſere Abdeuung des Feurs mag 


523 























a cCOURPUWUPoOoRWASO E 
beuuna: esift auch die Weiſſe nit 
anders dann ein RAR Wt 

| Schwertze. 


(g) Ne intimede ritedicina quod né 

4. * fieri non poffit antequamalba fue- 
rit, medicina igitur noftra eft una in eſſentia 
& in agendi modo fimiliter, et tamen ne- 
ceffarium ut illa eadem medicina fit alba an- 
tequam rubea fiat, quia non. potet fieri. ru 
bea nift primo I alba, eo quod nemo. 
potett tranfire de primo ad tertium, nifi per 
fccundum, fic non eft tranfitus de nigro ad 
citrinum nifi per album, quía citrinum . ex) 
mukaalbo & pauciffimo nigro. eít compo 
fitam, ideoque nifi hanc medicinam prim 
dealbaveris, verum rubeum facere nequibis 
Nan ergo differt inter fe medicina alba & 
rubeain effentia ulla, fed in hoc quad me 
dicina rubea majore indiget fubtiliatione 84 
longiore digeftione ac calore inigae in fac 
regimine? &illud ideo quia fmis operatia 
nisrubei & quod completum eft in una , inci 
piendum eft in glia, nam tótum magifteriun id 
uno modo incipitur & finitur : opus ru 
beum indiget rubeo; ficutopus album albi: 
indiget fermento, | j Tar 


Danndie Hitz dieda würdet ft] 
den Feuchten / macht zum erften DIT 
Schmärge/in dem Trocknen ri | 


T Oder Edelſt Gab GOttes. 





















| bít Gelbe / unb diß zwar mer ín der 
talcinierung des Bleies / das ſie zum 


ſchen / darnach in weiß / darnach in 


Weiß und der Roth Schwefel / al⸗ 
lein aug einer Materi ber Metallen 
von Silber vollkommenlich gerei⸗ 
Miget / doch ungleicher Weiß und 
WGeſtallt abgedeuwt und gekocht / 
derhalben ſagt Plato: Dann in ei⸗ 


Ee | 
Alb) A Ccipe igitur przdi&um Mercurium, 
1: .* * quem in vitro figillato pone in fuum 
f le&um calidum, per menfemPhilofophicum:, 
donec in feipfo incipiat putrefcere & coa- 
'gulari, omnisque fua humiditas in iplo | fit 
f')confumpta, etiam in terram nigram conver- 
VB. In i&afublimatione completa eft vera 
p Jeparatio quatuor elementorum. — Quia fri- 
"gidum & aqueum elementum mutatur in 
terram 


fit die. Weiſſe / und in bem Weiſſen 


Lerften verfebrt in ein ſchwartze Aes 


Iminien rotb/ alfo haben fid) der 


"s 


526 


Sulphur naturz Magneliz, ibi fa&a eft no- 


: augmentabis j ignem,donec per motum con- 
























terram calidam & ficcam, qu£ Caput eft cot- 
vi, mater reliquorum elementorum. Sie 
opus noftrum uihil aliud eft quàmtransmus: 
tatio naturz & converfio clementorum, Spi- 
rituale fit corporeum, liquidum fit fpiffom, 
aqueum fit igneum, — Porro terra nigra 
cum fua aqua in lento calore. imbibatur; 
& exiceetur, donec fufficienter mundata fi m 
& adalbedinem deducta. — 

Quz tamen nominatur terra alba folistid 


D ye + 


va conjundio Solis & Lunz, & refufcitatig 
mortui corporis — Quando noftra terra fru» 
gifera cum fua propria aqua humedatur in 
fua (iti, magna aviditate ipfam bibit, donec 
praegnans fiat ac deinde centuplum fructum 
ferat. 

Jam ulterius procede cum terra alba, cui 


tinui caloris in rubedinem excellentifimam 
digeratur, quz dicitur corallus rubeus, Sul» 
phurrubeum , fanguis, aurum purpureum, 
crocus combuftus. Hoc ipfum ter vel quatet 
repete cum materia nova, & habebis lapis 
dem perfediffimumsrubeum, uti fanguis eff, 
quo tinges Mercurium & omnia imperfe&k 
Metalla. 

Oportet autem ut accipias Sulphuris pra 
di&i tres partes, adde auri puri unam partem d. 
in calcem fubtilem redadi, aqux ejus duuas 
partes, — Hac tria fubtiliter mifce, donec d. 
x ipfis fiat una res infeparabilis; Hac igi« | 

* 













- Oder Edelſt Gab Gottes. 
wr in fuo furno  digerantur in lapidem ru- 
" ! : lnonymms, 
Dann daß et allein in dieſen Coͤr⸗ 
xri entſteht / und darum dieſe Gor; 
xr. bereiten wir ſubtil und rein. () 


IC Orpora fua compofitione differune 
^ M2 abargento vivo, quz ab ce gene- 


"Laundao, 

! Si argentum vivum coagulatur ex fulphuz 

©: puro, in quo eft vis igneitatis fimplex erit 

"arüng. 

| Si (ulphur faerit debile, & Mercurius bo- 

De fubiantiz,converüt ipfuminzs, —— 

"i Si vero argentum vivum fuerit pondero- 

Im, terreum & immundum, & fulphur im- 

" undum & fcetidum terreum , & fixz fub. 

untiz fit inde ferrum, | 

i Sic differant corpora metallica ab argen- 

! vivofecundum qvodin ipfis ine fulphur 

i^xtraneum vel adurcns, 

id Multa quantitas fulphuris et eorum | im 
jtfe&io, & multa quantitas Mercurii e& 

(Worm perfe&io, — — | 

i? Sulphur comburit & comburitur, & per- 

s IRionem in omni opere impedir, — 

i*- Duplex ed fulphur, vivum ícilieet & urens, 
zo m | Sale 

T 


Mantur: eo mudo quo ipfum fuerit purum . 
Vel impurum, ex fuipure mundo vel im. _ 


$17 


$1$ 


PANDORA, 

Sulpur autem vivum fimplex caufat at 
rum & argentum, & nihil aliud eft quam 4 
por calidus & ficcus, qui vapor calidus e 
& ficcus & generatur ex puriffima ficcita 
terreftri, inqua ficcitate predominatur ign 
Sulphur quando magis fimplex eft, tan 
magis gaudet & coheret Mercurio fimpli 
& mundo; " est OW 
Sulphur vulgi femper inficit & denigrdll 
corrumpit quoquo modo per artificium pli 
retur, quare non eft fülphur philofophorum 
Sulphur philofophorum eft ignis mpl 
vivus, alia corpora vivificans, & ea matura 
Nam ef fuperfluz maturitatis, & per arti 
cium magis depuratum, 
— — Bernardus S, Penotus, 


Daß wir den Schwefel und Da 
Ducckfilber von diefer Materi a 
der Erden haben’ von welcher DE 
Golb und das Silber gemadg 
fourbe unter der Erden : Dame 
diefelben leuchtenden Cörper 7 / 
svelchen da find / die tingierend 
oderfarbenden Schein und lang 
die fíngíren die anderen Corp 
mit wahrer Weiffe/ und foabtel 
Köthernachdem fiedan bereitet find, 
dann nad) unferer Meiſterſchaf 






































Ode Edelſt Gab Gottes. 
fo (o bilift / das vollkommen Corpus 
ben: Unvollkommen / und voll 
bringt e8/ unb macht eé vofifonr 
ven/ ohne Zumiſchung eines ande⸗ 
m außwendigen Dinge. (k) 


| he zum Zweck / daß nemlich biefe 
drey Anfaͤng gantz und gar noth⸗ 

ndig ſeyen / dieweil ſie Die nechſte Ma⸗ 

ti ſeyn: Dann ber Metallen Materi ift 


' nabe ift Schwefel und Queckfilber/ 
it weite feynd/ 4. Element; auß — foe. 
ibm Gott allem etwas erfchaffen Fan. 
Werlaſſe alfo die Element denn du Fanft 


nd vermagft auf ihnen nichts zu machenz 


WB diefe s. Anfang : in Anfehung / daß 
Ach die Natur auß ihnen nichts. anders 
j] wegen bringt. So du dann auß den Ele⸗ 

jenten nichts anders als dieſe 3. Anfaͤng 
VW mft bringen / worzu dient dir dann diefe 
à je gebene Arbeit / das zu fuchen oder zu 
IBachen/ tva allbereit vonder Natur ge- 
nt offen ift. Iſt es nicht beſſer / z. Meilen 
Ni | t denn vier ? benüge dich derowe⸗ 


a 
un 
- m 


Tund unter ber Erden machet/ welche 


fanfi finden. Auß diefer geböhrlichen 


m jerleyy eine nabe/ unb eine ^ weite: 


| daß pu Diefe Drep Anfäng babeft/ : 
"IB welchen bie Natur alle Ding auf Er⸗ 


in allen. Dingen vollfomments : 


Tiebuns und aufammenfegung sm 


| 5 


$30 


dem vegetabilifchen aber Baͤum / Kraͤute 


mehret das euer: Die weil aber meh, 


unterdrueket bad Feuer / und zeucht e$ aug 


iſt es ein Tinctur / oder Ferbung de 


Weiſſe tingierende oder ferbend 
































set die Natur fo wohl Stein / als Metal: 
(e^ in dem Mineralifchen Neich/ W 


| 


undalles: in den Thieren auch Leib / Geiſt 
un&celrmelches fürnemlich dem Philofo 
phifchen Werck verglichen wird: Das ord 
puͤs ift die Erd: Der Giift das Waſſer 
und die Seel ift bad Feuer oder DOR. 
Schwefel des Golds: Die Groͤſſe Dei 
Nibs vermehrt der Geift die Krafit abel 


— 


iſt des Geiſtes / dem Gewicht nach / / al 
des Feuers / ſo wird der Geiſt erbóbet/ ung: 


fid: und alfo wachſet Deren jedes in Dei 
Krafft/die Erde aber’ ſo zwiſchen beo. 
iſt mächfer an Geroicht und Schwere. 
| Michael Sendivogiu 


Derhalben dag Gold / fo e 
föftlicher iff dann andere Metal 


Roͤthe / ferbende und vergeſtaltend 
ein jedes Corpus. Das Silbe 


aber it ein Tinetur oder Ferbun 
der Weiffe / mit vollfommne 


die@orper : dann mitdiefen Cord 
pern wird ber Mercuriug vermis 
(diet unb gebefft Durch) fie mit o | 









|, Ot Edelſt Gab 60 res. 


t 


Mem Verſtand / welches gar nicht 


7 E 


digen wirckeren fompt. (1) . 


J Dey a6 nun das Gold bad beſte fepe 
MD unter den Mineralibus, dag ift mir. 
"hetouft/ Dod) bat es tveber ati der forma 
u I0) materia ' feine Krafft feine perfe&ion' 
ju. überfchreiten Dann es hat Feine fo 
"Jroffe Wirekung / daß t$ etos mebrerg" 
"M8 fid) felbften perficiren Fönne / was auch 
Ther Menſch für Kunſt darbey anwendet 
Ind wann einer ſagen mo(te / daß man es 
J aſte aufffchlieffen/ unb IN argentum! 
Wivum bringen fo tbát er toit ein Thor und 
"Intotifer :' Dieweil er nit mebr auf pem 
Pold haben fan als darinnenift/ mag will 
under Menfch darinnen fuchen/ ala gum 
nigften allein das / fo darinnen iſt / wann 


ug ben hartnäckigen und unverftän, 


t 
vebentliches Weſen nıchtg ocfto weniger 
uff daß Die Thoren ihre Fantaſey an den 
n 19 geben / ſo fagen fie / baf durch ihre. 
unſt der Leib zurück ín bie erfte Mater 
"Moracbt werden mäffe: aber ich weiß auß 
Mr Unterrichtung wol / daß die redu&ion - 
(E5t aefcbiebet durch Sachen / bie zu einer 
Cviſſen Geftaft: fpecie oder individuo ges . 
licht / wofern eine folche pecies nicht zur 
IM corrumpiret wird / und Dennoch ge⸗ 
" ieh: f nad ſolcher corrũption feine gere-- 
T ha í[ 2 ratiog 









pos mum 


Ir Darinnennicht su finden? Esiftver — 


5 


p 


gemein nicht fagen / daß ein jedes Din 


btt corpus , ín bít. erfte Mixtion , Die ihl 



























BAND OR A 
rátion einer gleichen Geftalt / wofern die 
fpecies in ihr genus zuvorn micht zurück 
fómmt. Und füge noch mehreres / DaB 
defruiren der. Weg nicht (ep Gold zu mai 
«hen: dann wird e$ einmahlauß feiner Ges 
ftalt recht bracht / fo fan. es der Menſch 
nicht mehr. darein bringen / c8 müfte auch 
noch. mit fubtiler Kunft zugehen / went 
man eg zu. einem rechtfchaffenen Pula 
machen ſolte. Wer ihm aber fur ſetzen 


' 


alfo zu diffolviren/ daß er fein compofitum 


son ben Elementen: gemacht 7 ſcheiden 
wolte / Der wirdes nimmermebr/ ev fagi 
auch mas er wolle, dahin bringen, Dany 
es leidet Dis; und Froft / und wird im 
Teuer jelängerje feiner zalfo perfca ifte 
in feiner Satur. Es iſt eine nahend 
Greatur der Glementen/ fo Feinen Saamer 
potr, Korn hat dadurch eine Redudiot 
nach Der Fäulung gefchehe / wieder zukom 
men in feine vorige: Geftalt s. Dani ſein 
Materiift qu. tuͤcht / es iſt tod 7 uno. t 
Todt iſt frin e(fe oder Weſen. Darun 
kan auß ihm kein ander Metall oder argen 
tum vivum wachſen · Darum Fan man i 


feines gleichen gebaͤhre. Dann ſolche 
auſſerhalb der: vegetabilien und empfind 
lichen Dingen / ſo viel es Die Mineralia he 
trifft ^ übel gered iſt: Dann jene empfan 
gen Nahrung und Leben / be 5 | 

| plan I 



















P Obr f£oelft Gab Gottes. 
fangen fid: Diefeaber empfinden nichts / 
* eben fo groß i im erſten als in dem 


CE abr. 
sro Waſſerſtein der Weiſen. 


M (II) Sy mineralifchen Reich Fanft bu 
in Metal ſchaffen / und fo Du bid) def 
1 n ruͤhmeſt / bift bu ein Lügner / die Nas 
Jur bat diefes gemacht/ und mann du fchon 
"bie erfte Matert vermög der 9pbilofopben/ 
qDütteft/ fo währedir doch unmüglich Dafe 
elbige Centraliſche Saltz ohne Gold zu 
in iltiplicirett/ ben Saamen aber der Metall 
innen allein die Kinder der Sunt. 
e Michael Sendivogins, 
? o6 ein Stein Der Dbilofoe 
| Br iſt / auf welchem gezogen 
E 0 0 cvi unfer Stein. 
| Derhalben fo muß der Suder 
ieſer Kunſt / eines ſtaͤten willens 
n in der Wirckung / daß er nicht 
eines / dann ein andere fuͤrneh⸗ 
Neguderfüchen und unterſtande. (a) 


* Ili hujus indagator fcientiz oportet te 
4 | & firmum effe, & nonquzrere pofthoc 
tlhoc : quoniam in multis rebus ars ifta 
jumquam perficitur. Et ideo tibi dicimus, 


i 
Di 
J 
Ir 
n 
» 
l| 
ny 
um 
1 


u N 
um 
ns Iphur, & una folamedicina ‚feilicet compo- 
u 213 fitio 


mi 
b 


uod non ef nifi unus folus lapis , fcilicet | 


/ 


533 


faperflua demere terreftria & flegmatica,quc 


. venitur, convenit,quod pet artificium compo 
























PANDORA; 


fitio fulphuris , cui nihil addere debes, ni 


niam ita funt & debent effe feparabilia , & 
feparataà noftro argento vivo, quod eft hc 
minibus magis commune, quàm argentur 
vivum commune , & eſt majoris precii, mer! 
ti, & fortioris unionis maturz, à quo & ful 
primis formis omne illud , quod non eft « 
fequela harmoniaca metallorum. per gradi 
Teparationis fcitos & cognitos opus ett ſep⸗ 
rare, quousque appropinquet, & fit vicinut 
primz rei, fcilicer fui generis propinquic 
ris, inquantum erit pofhbile eum concordi 
reali, debetincorporari cum igne & terra. E 
tunc repertum eft multis nobilibus virtatibt 
maltiplicatum, & multum ponderofum , nu 
lus à natura debct petere, quod non habe 
nec habebit unquam, Quiaomne fulphur i 
quantum combuftibile,noftroargento vivo e| 

extraneum,quia fibi ipfi incomibuftibile eft, t 

corruptibile,& à noftro argento vivo alienum 
Etideo cumtale fulphur fuper tertam noni | 
natur, eo quodin femetipfo fulphur vulgi € 
combuftibile,Ergo à contrario fenfu. Res no 
eit argento vivo noftro extranea, in quam pt 
Msgifterium habet convertí, fcilicet in aurü£ 
argentum, Nota quod nulla res convenit lapid 
nift quz e(t de materia propinqua naturz fua. 
quia de homine non generatur nifi unus he 
mo & alia animalia nifi fibi fimilia, — Et fi 
omnis res , qux concipit, generare di 


. Dder Edelſt Sao Gottes. 
fibi ſimile. Et idcirco nobili materia habes 
WFeperari, Et fcias ubi reperies. 
Br Raimundus Lullius, 


N 
I) Kt 


W (aa) gerne mich zu vorn erkennen / efe 


"bap ou bid) einen Meifter nenneſt. Folge 


Smir nach / Die ich eine Mutter-bin aller 
Treaturen / bie ba ſeyn / und eine Efleng 
haben / die ohne ben Himmel und bie Ele- 
Imentation nicht wachfen/noch eine empfinbe 


"Mice Seele erlangen mögen. Dergleichen 


Sachen zu erfennen lernen/ muft bu fleifs 
fig in der Philofophia ftudieren / machen 
und arbeiten : Wenn dunun Durch Übung 
"fo viel (erneft 7 daß du ver Himmel Sue 
"geb unb groffe Wirckungen erfenneft : 
aud) Der &lemeaten pafiones weiſt / und 
warum fie folche Wärckungen empfangen: 
"Wteeld)t8 Die Mittel der Verkehrungen fern: 
Hauch was deß Saamens / gebehrend/ und 
ernehrens Urfach ftp : und tas der Ele— 
t menten Efleng unb Subftang : fo mirft Du 
der Kunft Erfäntnißhaben. Wie wol es 
onſten genug ifteinen fcharfffinnigen Ders 
land zur_ Betrachtung meiner Werck gu 
"eben. Diefe Habe GOttes haben nicht 
alle Weyſe von ihrer Wiffenfchafft und 
«gena Vernunfft gehabt : fonberm Die 
/ yutber&igen / fo mir mit OXernungt nach- 
‚efoiget 1 haben fie nach langer Zeit / 
- Mid verordne / und nad) [ang getragener 
^ Bibulterfanget, Thue Derhalben toit ich 
T $4.» wt 


a 


Ld 


"2H 


n6 


. bir fage / wenn bu diefen Schatz bekom 
men wilt / welchen auch bie wahren Philol 


















fophi und alten Philofophi gehabt haben. i 
waſſerſtein ber Weiſen 


Dann ín der viele der Dingen 
wird unfere Kunft nicht vollbracht 
dann es iſt nur ein Ding / tmo ei 
Stein/ unb ein Artzney / bem nicht 
außwendigs wird zugethan/ / noch 
gemindert wird / oder genom⸗ 
men. (bj | . 


Oe orae bezeuget abermals Elermesll 
als Vatter und Erfinder Ditfenl 
Stunft / tvann er foricht: Ein Stein / ein 
Medicin, in welchem unfer Meifterfchaffägt 
gan&ift. Lucas fpricht: Ihr bebürfft nicht 


mancherley Ding / fondern allein eines 8E 
Durch viefe einiges Dings willen feynd oit 
Menfchen verdorben. Pythagoras fagt: Es 
wird mit allen Namen genennet ; dag da | 
nur einen Namen hat. Und der Arnaldus 
fehreibt an den Neapolitanifchen König 
Alles was in dem Stein zufinden ift / folem 
ches tbut ibm Noth / und bebarff Feines 
andern / dann esiftein Stein einer einigem 
Natur unb ein einiges Ding. Auch das 
Bach Lilium : hr bedärfft nicht vieler) 
Dinge/ fondern nur eines einigen Dinges/ 
| | welches 


i | 
4 


Oder Edelſt Gab Gottes. 


vides in einem jeglichen Grad. unferer 
Bercke in eine andere Natur verwandelt 
(rb. Und Rofinus: Bilde bir dieſes für 
vif ein; daß nicht mehr bann ein einiges 
In fto; außmelchem alles dag gemacht 
















T iter den Philofophis fehier für ben aller 
Ahmereften und dunckleſten geſchaͤtzet wirds 
y nicht unrecht : Die gemeine Artilten 

| nen es ſey der gemeine Mercurius, Sul- 
ir, und Salunb betriegen fich felbft. 
Tann diefe Kunft ft nichts anders / dann 
Dinge Reinigung von den darinn 
allenen Unreinigkeiten / welche ein Zers 
tung unb Zerftreuung beB. guten find/ 
AL b baffebe verhindern/ daß fie zu Ihrer 
"Er ollformmenbeit natärlich nicht mögen ges 
i gen. Daß id) viel mit wenigem möge 
yif, fo bezeuge ich mit allen ver» 
ifftigen Philofophis , Daß man genau 
j 5 ng auf die 9tatur deß Mercurii und 
E Bbhuris geben foll / tveil dieſe bie erſte und 
„wbafite Materia alles Metalis : Dann 
UM $wnft leydet nicht ein fremdes zuthun 
e Wurkel. Diefes Dres ift ote Muͤ⸗ 
nd groſſer often vergebens / Davon die 
|Fenbrenner unb Vaganten ſo viel plaue 
» (t wap ſchmieren weil GOtt bat alle 
Malla auf einer Materia gefinaffen. Und 
ih] Alleandere Planeten ihren Schein von 
I J Sornen haben. 


dh t £l5 (bb)Mer- 


was du begehreft. Geber, melcher | 


Incertus «Macrocofm, 


$37 


558 


" (bb) Mercarius. Wiſſe daß die Philo 


tige Menfehen tra gemacht tocrben / ul 


rum natura warhafftig und gewiß. 




















UOPANDORA —— 
phi von biefem einigen Ding durch t | 
Sörfichtigkeit mancherley gefchrieben IM 
ben / damit die Jtarren/ (o mur nad) SE 
fragen und trachten / und untreue bof 


alfo bie hohen gebeimnüB der Natur (iM 
die natürliche ráfften dierichten alles auf 
darnach viel hohes und niedriges Stan 
Perfonen trachten/ defto geheimer büeill 
mögen aber fie haben und fönnen auch 
feinen andern / ohn allein im einem eingigir 
Ding(ift alles inallem) die Warheit fagi 
Das ander dienet mehr zu verführen Die LUAM 
mürdigen. Darum fag ich dir mit Fur 
Worten die lautere Wahrheit/ baf mal 
fie in btt concordanf von ihrem Stein o 
Tinctur geſchrieben haben / das ift in 


Michael Sendivegl 


(bbb) Mein Sohn / ich will dir nod) ME 
wahres Wort fagen/ nemlich » baB MF 
ante Werck von emer einigen gering 
chlechten mit ihr felbften vereinigten SMF 
feri/ in einem einkigen wohl verfchle 
nen Geſchire und einigem Dfen geme 
wird. Sie hat in ihr alles / was fit 
Vollkommenheit bedarff/ und wird DUM 
ein einiges Jiegiment des Feuers aufgllt 
beitet, Waſſerſtein oer Wey 
| (bbbb)Rf 























| Oder £delft Gab Gottes. 
Do fe Wir fehen wohl daß der Ealte 
- feuchte Mercurius fein Sulphur. jut 
—* begehre: Das ift ein gleichförmie 
jer Samen oder Sperma homogeneum, 
» deme ote Greatur nad) vollendeter Ar- 
entſtehet warn ich es alles ertoege/ 
befinde ich/ daß ıhr nebmet Die eigene 
Materiseigenes Gefäß, eigene Mineram, 
donen Orth / undeignes Feuer zu geben 
geisorm/ Seflallt und Sarbe/ das Leben 
gib Das Wachfen/ defien jedes Ding ers 
ht ift. Ihr Fennet als eine Werekmei⸗ 
ein’ Die Wuͤrdigkeit ber Materi / denn 
| n Birefende nimbt Feine Wuͤrckung an 
b.als allein im difponirten leidendem. 


und des widerwaͤrtigen Qualität angu 
ben / bie ihr verändert die erfte (Sorm/ 
Af baf die Materi eine neue Sorm ans 


r taf und potentia ein Subjectum, 
* Hc i$ oit Subſtantz flefigs in actu unb 
FH 2 zuͤrckung eróádlt/ fo zuvorn in po- 
ar Barpelen 
d | Waſſerſtein der Weiſen. 


4 Gobb) Damach fagt ihr (Natur) 
4 h daß dieſes Werck gemacht werde 
in inem einigen Ding/ in einen) einigen 
WE ‚ap, von einer Subſtantz / dann vier 

nur eine Eſſentz: darinnen ei⸗ 
ii 1 ts nes 


1 


qu 


br wiffet fubtil su vermifchen das War⸗ 
t unb Kalteı Das Truckene und Feuch⸗ 


Denn das Objedum ift nach _ 


„539 


$40 


m d 



















PANDORA Vf 
nes ift/ fo in effe&u. das Werck anf f 
und vollendet: nichtsmangelt ihm als 
ne Fleine Waͤrme / fo. der Menfch admi 
ſtriret und Dadurch vermittelft euer Wei 
heit und Kunſt herfür locket was b 
nöthenift: So ift alles das/ fo man (f 
darff / in biefer Materi in genugfanik 


Dollfommenyeit sum Anfang / Mit | 
und Ende. | 
Wafferflein der woeife 


Dann daß allein die überflif 
gen darvon gethan werden. (c) | 


(Ja Feweil e aber febr ſchwer iſt/ | 

nm sufammen gefe&ten Di 
tbun/ weil e8 eine fehr aroffe Arbeit 1 
fordert fo rathen wir / daß ou von Di 
Überflüffigen bintoeg thuft/ fo vielals 
vonnoͤthen iſt / oder die Natur erforde ong 
Wann alle Überflöffigfeiten davon feyt 
fo mifche/ darnach wird ote x 


( 
! 
J 
! 


| 


was du gefuchee haft. Du wirft duc 
Fennen ob die Natur die El 
wohl ober übel zufammen gefekt: 
in Zufammenfeßung der Elementen | 


[ien alle Ding. —.— 
«Hichael Sois 


"Dann eier gemeinen es 1 
hi ift den Duedfilber J 


| Oder Edelſt Gab Gottes. 

) fwiderig+ dann er ift fein Zer⸗ 
| " bung und Serffobrung. Dar- 
| ge fo ift ihm der nit eufferfíc noch 




















Ibren durch die Meifterfchafft/ als 
Imlich in Gold "und iin Silber: 
Darum fo iff einem Ding nichte 
Aauemers/ dann, das ihm allernáe 
Ef iftin der Statut, Es foirb je 
| bá jvon einem Menſchen nichts 
den Thieren nichts anders ges 
hren werden dann ein Thier ifr 
Saleichen : dann bierinn wird 
meinem jeden feines. gleichen ge» 
m tino folgt bernach. (d) 


Erben fo lebtet fie dieſer Schwefel weiß 
A ' chung. Sagt bem gemeinen Mann/ 
yBubt ber uno febet 7 jetzt iſt das Waſ⸗ 
| | geteilt und der Schwefel außgan- 
ver wird meiß wieder fommen’/ und 
en eintrocknen /verbrennet dero⸗ 
gen ben Schwefel / von dem unver⸗ 
Dnnlichen Schwefel / waſchet ihn / mas 


M i surius werde /. and om Mercuriug 
" : Schwer 






i | N S 
| 
| 


fiberig/ín welchein cebat zu vers — 


ders geboren / bann cin Menfch/ 


VAY Ann ihr dann begehret / daß bit 
N irn Weiber euere Philofophr 


ia weiß und rotb/ bif der Schwefel 


$AX 


542 


|o. fel wird unfer Mercurius "on | 


ebrtótrbigé Natur : dann — 
































o PANDORA, & 
Schwefel, welchen, ihr — mit: 41 
Goloſeel Fönnt zieren. Dann mann ll 
nicht fublimiere den Schwefel om. 
Schwefel, und Mercurium vom Mercu. 
s habt ihr Das Waſſer nicht gefundſJ 

aburd) auß Schwefel und: Mercuß 
das ſeuchte Weſen geſchaffen und diftil 
wird. Es wird nichts auffteigen alsn 
herunter. geftiegen.. Was in diefer Ku 
zu mercken iſt in Der Præparation, wird n 
pielem außgelaſſen / dann durch den Sch 


ſonſt wäre er — AE 


———— ſo gebrauchen 


wird nicht emendirt oder verb 
ſert dann in ihrer Natur / dare 
ſollen ihr nichts frembdes hine 
fuͤhren noch bringen / weder Di 
ver / noch keinerley anders Dinge 
dann ungleiche unb mancher 
Dingen emendiren und verbef 
ren unfern Stein nicht. (e) 
GI X f Knee ergo utimini natura, q 
| aatura non emendatur nifi in fuam) 
tura, ideo non introducas alienum, nec p! 
veri 


Oder Edeiſt DAD Gottes. 


, M m, Rec aquam, nec aliam rem, . Con- 
]ntis igitur. efto voluntatis in.opere, ne 
"lido hoc modo illud præſumas attentare, 
Yan rerum multitudine ars noftra non 
feitur, ER ergo lapis nefter uitis, rge- 























"be elitio- ejufdem, eui non addimus ^ rem 
NR extraneam, nec minuimus, nift I quod 
M. yrzparatione ejus Ínperflua removemus, 
y I enim ingreditar in eo quod non fit or- 
4 ? ab eo, nec in ejus parte nec intoto, fi 
iH B extraneum ei apponitur ftatim 


T taque lapis nofter unus, aqua videlicet 
Ah inens, munda, lucida, clara, caeleftem 
3 ipfam emendet, quod quaritis non fiet, 
Aigitur quod ifta aqua non poffit Eihen- 
abfque Sole, Solem fane honoramus,'co 


N id'aqua noftra non emendetur "absque. 
ji nam absque Sole & ejus umbra nul⸗ 
NI li tingens generatur venenum,id eſt ar⸗ 
um vivum pr&paratum. Qui vero fine‘ 
'enenum tingens facere nititor, proce- 
Idpra&icam ficut & afinus ad coenam, 


BUE. 
1J i 
D lud ideo quia corpus nonagit in corpus, 


ineoit impreffionem à forma, nec materia à 

|tria; nam fimile non agit in fuum fimile, 

ol | heutrum eorumfit dignius altero, nul- 
N 


" 


Ww 


Jiha;una, vas unum, unum regimen, & una 


impitur, nec fiet ex eo quod quaritur, 


1s colorem; verum nifi fit in illa aqua 


df fpiritus in fpiritum, eo quod forma non 


Lx eorum agit in alterum, - qüia par 
tem non habet imperium; veruntamen 
| "d. \ N cor· 


a 


544 


emnino fpiritualis. _Aqua igitur no 


' gis diruitur. aguaque viva ignea atten 






















|^ ^éANDORA, 
sorpus füfcipit impteffionem à fpiritu , fi 
& materia à forma, eo quod apta nata f 
adinvicem agere & pati, Corpus itadii 
tingit, fpiritusvero penetrat, Ron tamen tli 
gitcorpus nifi ringatur, quia fpiffum tli 
reum noningreditur propterfuam groffiti 
verum tenue aereum id eíl quod ingredi 
& tingit, & hoc eft fulphur corporis, exili 
&um per fpiritum, Non ergo tingit 
tum nifi feipíum, donec fpiritus ejus ocd& 
tus exttahatur é ventore ejus , — fiat 


viva , ef ignis | aurum. comburi 
mortificans , & confringens , magis. qui 
ignis elementaris, & quanto magis illi n 
cetur & teritur per ignem lenem, tanto ı 


tur: cum autem fuerit trita & unum quic 
Ga, habet in fe omnem tunc tinctu 
ignem patientem. Corpore ergo fpi 
fic colorato, colorat, & omnem tin&uilll 
in fehabet & donat: ideo. qui € Sole.&. ul 
umbra, id eft Luna venenum tingens. co 
ciunt, noftrum lapidem perficiunt, verum 
lapis haberet, tam ex fubftantia una qi 
altera, non haberent. a&ionem & paffior 
edinvicem, & unum non tingeret alterui 
0o o Rofarium, 

Es acbet unb fombt auch nid 
in ihn das nicht von ihm 
Sprungenift: bann fo etwas ai 
wendigs ibm augctban — i 


1. Oder Edelſt Gab Gottes. 

iro er von. flundan acrftobret/ 
[ fi fj wird nicht das darauß fo ihr ſu⸗ 
en / derhalben fo iſt von noͤthen / 












aß man außden Dingen (o zu 


nCorpern bequemlid) ſind die 
à ront) ber Coͤrperen zufammen 
alt: bann dieſelb muß ihnen ín der 
jl jatur auftimmen und gleich fepn/ 
wb ihnen affermeiff in die Tieffe 
nanamn / unb ein jedes verklei⸗ 
ers oder geminderts vollkom⸗ 
P erfüllen. (0) 

in 


Stein/ 
4 * welchem ligt die Kunſt allein / 
Ihn hat ſo die Natur gemacbt/ 
peo zur Perfection  nicbt 


bracht/ 
Mi uf —— cd bi nícbe 


y d i - 
E 
" 2 ; 


waͤchſt nur in der Berge 
granden/ | 

n Darinnen u Die —3— 

d Yon T Mag; en Dinges 


nd es MP: M bos gólonen 
9 Schein/ 

(1 Mercurium qanm put und rein, 
2 Á im Lino 
NWETSL — : 


4 





4 (t ES if ein Stein imo doch Fein 


54) 


145 ^ PANDORA; 
Und drinn ms röthen Sulphu 
nn 


Der itas das "game unà 


















d Sendivold 
N 
- DemMercurio vor feiner Fiud 
zugemiſchet werde / durch bie alle 
minſten oder kleineſten: Aber fei i 
- Corpus/ fo in feiner Natur bleibt 
cvagulirt ben Mercurium / um 
hangt ibm auch nicht (teiff an. € 
heilet oder artnet auch der Mei 
curius nicht für fid) felbft dieblöde 
oder ſchwachen Coͤrper:dañ er voir 
durchdie Hit des Feuers von ihne 
gefondert: dann die dicken Dit 
fügen nicht wohl zu den einfache : 
noch die einfachen zu den dicken / de 
halben foift von noͤthen / daß die 
Medicin / oder Artzney einer ſubt 
leren Subſtantz / und einer duͤnn 
ven Gieſſung ſeye. Dann ebe 
die Coͤrper ſeibſt und einer gebef 
tern Widerhaltung / dann da 
Queckſilber fent in fein ſelbſt! | h 
tur. () - PI 
(QT | 


dert 


Oder Edelſt Gab GOttes 


de, 


> ler elixir completum ad ceræ 
4&7 modum citiffimam dat fuionem,ma- 
quam aliquod metallorum, ipfum enim 
neR nifi ex puriffima argenti vivi fubftan- 
in fixionem deduda, & ex fubtiliffima 
teria & mundiffima fixa, quz ab argento 
o fumphit originem, & ab illo eft creata: 
id ideo quia cum fugirivum fit argentum 
um defacile absque inflammatione aliqua 
dicina eget, quz fubito ante ejus fugam 
‚in pr&fundo adhzreat, & eiper minima 
jungatur, illudque infpiffet fua fixione & 
ga in igne confervet, canvertenstotum per 
im beneficium in momento in Solem vel 
-:aam veram, fecundum illud quod elixir 
Bit przparatum. Si ergo facilis non eſſet fu- 
ais,non funderetur ante fugamMercuris 
| retineret ipfam, Hoc igitur fecrerum 
a: fiautem de fua non effet natura non 
Wzreret illiin profundo neque conjunge- 
Wit per minima, nam argentum vivum ia 
jon recipit nifi quod faz fuerit natutz, 
jue aliud eum figet, & fi mundiffimum 
| effet, non converteret Mercurium ne- 
Qiceteracorpora in aurum & argentum, 
'quinihil dat quod non habet, cum non in- 
iatur in re quod in ca non fuerit ante. 
|uet igitur medicinam noftram neceflario 
lere effe ſubſtantiæ fubtilifimz & purifli- 
| adhzrentis argento vivo ex natura fua, 
acilimz & tenuiffimz liquefadionis, ad 
‚lum aqua fix x fuperignis pugnam, quia 
» ma hac 

























547 


$49 ; 


vel Lunarem convertet, 


foonlíd gefragt aug welden Din 






















v:PANDORA (05788 


hzc ipfum coagulabit & in naturam Solart n 
| Tofarium,. 
Sp wird nun nicht unbillid) d 


gen diefe unfere Artzney moge auf 
gezogen werden / denen anttoort 
und (agen wir alfo : Daß fie auf 
denen gezogen und fuͤrgebracht toit 
in denen jicifts (b) —— : 









S 
? 
1 7 


M 
] 


£h) T'Ouu igitur. beneficium hujus att 
L inSole & Luna exi(tit, fed indigi 
quod circa illorum folutionem labores , rt 
digens ea ad fuam primam materiam , prim 
autem materia eorum eft argentum. vivum ! 
quia cum kquantur, omnia convertuntur 3 
ipfum: certum quippe eft omnem rem eſſe 
eoin quod refolvitur ‚in aquam mediantecf 
lore, clarum eítergo ipfam aquam prius fuif 
Sol eigo e(t tinctura rubedinis,que trapsfa m 
omne corpus. Luna vero tin&ura e(t albedinil] 
quoniam eft domina humiditatis : cum $0 
commifcentur fpiritus, & figuntur per ipſu 
ingenio magno quod non pervenit ad attildl 
ccm dur& cervicis, fpiritus namque in nat 
ram fuam converſus moritur, & mortuo 
milis videtur, inde poftea infpiratus venl | 
multiplicatur, & creſcit ut res czterz. — m. 
* | Rofarıum 


Oder Edelſt Gab Gottes. 

Es ift aber erlichs alg wol in den 
zxpern / als in dem Queckſilber nad) 
sciatur] fo ficeiner Natur fino. 
unden worden / ín oen Coͤrpern 




















her / aber nicht vollfomlicher/ und 
ig darum) daß das Corpus nicht 
irbígcr ober reiner iſt dann die Sol, 
er ibr Schaft / obu welche fein 
eckſilber gebohren wird / dag 
gemeinlich tingire oder Ferbe. (i) 

| du 


) £7 X iis ergo elicias fecretum , medicí- 
J ‘nam noram neceffario ex dela ef - 
ffümendam quz argento vivo maxime ad- 
Brent in profando ejos , & ei per minima 
m nmifcentur ante illius fugam ; ; argentum 
‚em vivum argento vivo magisadhzret , & 
jé m magis amicatur, poft illud vero aurum, 
poftea argentum , alia vero corpora non 
> ent tantam conformitatem ad ipfum; 
n p defua pura participant natura. 
| s Roſarium. 
| M 


F Becher aber obn big Duedfil 
! Punterftebet zu tingieren / ober 
erben / der geht alſo blind au 
iDractict/ wie cin Ciel zum Sut 
in: bann das Gold gibt ein guͤldi⸗ 


] 2 





4! > 


merlicher/aber indem Queckſilber 


% Mp3 md 


- $49 


529 


welcher nun das Duedfiiber y » j| 


. Wird genannt warmer Männlicher 


‚oder ja eine geringe Tinctur / und ift de | 



















PANDORA, . 
ne / dag Sylber ein fülberne gati 


0Nd es iſt folchs wol zu ndi | 
Doce ß derfelben zweyer Eörper 3) 
fammenfágung nótbig ſey in dieſer Kı : | 
jum Weiſſen und zum SXotben : Und 
find zwey Urfachen/ deren eine ift: & 
gleich das Gold iff ba& edelfte unter DE 
Metallen / und fefter zuſammen / vollfo 
men und fir: Doch mann es Diffolond 
wird / und in gar Fleine Stücklein geſch 
den / fo wird eg fpiritualifch und fluͤcht 
toíe der Mercurius : unb folches ttg 
feiner Waͤrme / und alsdann bat e8 ei 
Tinctur ohne Zahl / und Diefelbe Y- | 


men; ann aber das Gilber in tod! 
offer foloirt wird, bleibt es nicht de t 
weniger fig wie vorhin / und bat I f 


fertig und bereit ) eine Tinetur an fi 4 


und Falten / unb wird genannt weiblich 
Saamen / Falt und trocken ; barum fd 
e fich ihre Zufammenfägung fehr mo 

Es iftauch eine andere Urſach / dann fe 
das Bold und Silber/ cin jedes unter ^ 























Oder Edelſt Gab Gottes. 
werden) flieffen fie leichtlich und zerge⸗ 


mferm Stein nur einesvon diefen bens 
waͤre [o wuͤrde die Artzney nimmer 
ch einig Meiſterſtuͤck leichtlich flieſſen / 
heine Tinctur geben. Und ſo es eine 
Bictur gebe / (o tingirte es nicht mehr / als 


nicht angenommen. 

Ind in folgenden Worten :. Darum 
ipt ich dir / daß bu nicht wirckeſt / alg 
Win indem Silber’ und Golde / mit 


Dicurio : Denn die gange Güte Diefer 


Bft (iebet in diefen dreyen. 
! [n Edeardus Kellaus. 
] P" 

— 


Ehmäfel / allerbeſt zu dem Syl⸗ 


Macht wird / ift cé rother Schwe⸗ 
Hu bem Gold / darum fo wird 


il 


| 


)nen íft die aller reineſt ſubſtantz 
Schwaͤfels. (1) 
(8 
D: 99m 4 nemlich 


E 
—J 


| für fid) ſchwer ift ju. gieſſen und qu. 
mel&en / doch wann fie zufammen gefüs 


toit die Goldſchmiede wohl wiſſen die _ 
Gold zufammen löthen. Daher wann 


Leles waͤre / darum / weil es bie Sins 


die da genennt wird weiſſer 
V / tveler Schwaͤfel / fo er roth 


Mi diejen Coͤrpern / unfer weiſſer 
Brother Schwefel außzogen fo. 


^ As Elipir aber der Philoſophorum / 
Dwird aus dreyen zufammen gefeger- 


ME 





552 


nemlich aus bem funarifiben / E oid 


Meynung Alberti flarer unb fubi 


















OPÁNDORXA' 


und 9Xercuriatifd)en Steine. 2 fut 
sifchen entftehet der meiffe Schw, iffe, | 
Solarifchen derrothe Schwefel / undd 
mercurialifche Stein begreiffet beyde 9g 
turen Die weiffe und rofbe/ unp Dif ift DM 
RUHR des gangen Meifterftöcke. 


Edoar.dus Kel | 


n Sinn der Statut auf N 
reiniget / welches zwar nach bi 


fer (ft: bann in feiner Außreinigum 
iſt die Kunſt ſchwerer dann die 9i 
tut / er erfolget die aud) nicht / vol 
wol er viel und faft arbeitet / ſe 

Vatter ift Sol, fein Mutter iſt Lun 
dann außdiefen Coͤrperen mit f 
rem Schwäfelund Queckſilber b 
reitet wird unfere Artzney 
und fuͤrbracht. (m). à 


cos finiiin ich Fan nicht alles 
dencken / was für eine Materi t 
Serm id) anfangs nehmen muͤſſe. J 
bábr mich hart geſcholten / daß ich nik 
euerem Weg nachfolge / und wiſſet De 
wol 1. daß mein Derftand biergu nit 
iba iſt / dann ich Fan in dieſer Sut 


| Oder Edelſt Gab Gottes. 
itandergals euch zumieder handlen / wo⸗ 
lem ihr mir nicht Kraft euerer Wiſſen⸗ 
hafft Huͤlffe thut. Ihr faget zwar recht / 
Haß euere Giebeimnüfien und bobe Werck / 
fem Menschen zumiffen nicht gegeben ſeyn. 
















Wie werdeich in folcher Laft fort Fommen: 
Ind mich felbft leiten Fönnen  wofern ihr 


| A belffet. Ich ſolle / faget ihr/ euch 
Tachfolgen / und td begehre es zu thun : 
[gt mir aber / durch was für Mittelund 
Mücher 2 Eines fagt : tim bif und dag / 
Hasamdere fagt / laffe e8 : ihre Wort feyn 
Mnterfchiedlich verdraͤhet und in Parabo⸗ 


ddarauß nichtslernen Fan. Deromegen 

Babe ich zu euch ( 9ratur) zuflucht / und 
n 

9 

Jod frage unb bitte euch von Grund mei 

IMS Dergeng / mir bep eurem Gewiſſen zu 

Men / wie c8 müglich (enin Ber. Tieffe ber 


N 


‚ ann ihn fchon einer hätte ob er ein Mes 
\ U darauf machen Fönne : Dann. ich 
aube nicht / daß cim Menfch fo vernünf- 
y guno Funftreich fep Gold zu machen: Es 
L 

"v | mm s gibt/ 
Met 


ſche Senteng gefeget. Letzlich ſihe ich / daß 


e euch mir su rathen und zu helffen was 
in diefem wichtigen Werck thun folle: 


Biden zu kommen / und durch fubtilen - 
leiß den perfecten Mercurium der Metal⸗ 
nz ſuchen: Wer nun dieſen oder zum 
enigſten nur Des Goldes Mercurium ge⸗ 
Minden hätte, ber möchte ihn wohl als eis 
En Schatz behalten: Ich zweiffle aberz 


"auriga euer Werck wie e8 die Erfahrung 


553 


554 


bem Duedfilber aber allein wird e£ 
leichtlicher funden / dieweil es ein 

















SB ANDORRA. 
gibt / und ibr folches / als ihr. von bei 
Menfchen Gebährung gerevet/ erwieſen. 

Waſſerſtein der Weiſen 


Aber auß ihrem Schwaͤfel allein | 
oder ihrem Queckſilber bereitet, 
mag man diejelb aug den Corperer 
zu gleicher Weiß außziehen : auf 


naher und volfommner / unti 


ein Wurtzel aller zerfchmelglichen. 
dann von ihm alle Ding werden 
und darum ze — ober reſol 
viert es alle Ding: dann je ein Na | 
fur liebet als ihr eigne / unb íbremg 
freundlicher iſt unb fid) derfelbi 


Oder Edelſt Gab G Ottes, 

ft: es ift aber jet bicfe Materides 
Quedivlberé nit ín feiner Natur / 
hod in feiner gantzen ſubſtantz / ſon⸗ 
| pen e ift ein Theil deffelben gewe⸗ 
aud) nit die jegt ift / fo unfer 
Iestein i£ worden einfach /ift Queck⸗ 
Ipibet / fondern ift ein Theil deflels 
| jm getoefen : dann es erleuchtetihn/ 
ino behaltet ihn vorVerbrennung/ 
Toi elches ein Urſach ift der Vollkom⸗ 
Dienbeit.. Derhalben welcherley ges 
"lebte bod) die 9Irgnep fepe / fie 
1 |» in den Corperen / oder in des 
Meckſilbers ſubſtantz fo wird des 
ſtlichen Steins Artzney oder Ma⸗ 

rierforſchet. (n) 

HN N Ujuscunque igitur generis fit medi- 
Hug IC CAS ih eve quam in ipfius 
iile ge enti vivi fubftantia, lapidis pretiofi inda- 
(p ur materia , caufa hujus eft quia non eft 
up alıtus de extremo. ad m nifi per 
MEE odeur, A ex alecl- 
INNE: gompletum. media vero i(torum funt fex 
MET hrpora, qua: fe elongant ad malleum , quo- 


lm alia aliis magis funt depurata , decocta 
Tug lige(la, atque illa funt propinquiora ut te 


WE 
| j À 


















goob- 


ariffime credimus non ignorare, Noner- 


5$ | 





| $16 


‚go oberres, quia aulla e(t tin&ura vera nifi es 


Lapis ergo nofter fecundum diverfitatem: fug 


‚coagulans in argentum purum, & fimajorem i 


obriſum. | * 




















PUNDORAacoS 


zre noftro, id eft, ex lapide philofophidg 
Omne porro aurum eft zs, fed non omne 
zs cítaurum , quia de genere ad fpeciem nom 
eít confequentia, ficomne aurum eft lalphu | 
rübeum , fed non omne fulphur eft aurun 
quia nihil eft in auro ex corruptione falphuris, 2 


operationis. habet convertere argentum vi. 
vum ín verifimum argentum , vel etiam in 
aurum puriffimum ut patebit in fequentibus, 
Verum cum in opere fuerit dealbatum, opera. 
eur operatione fulphuris albi, Mercuriur 


habuerit digeltionem , erit fulphur optim m 
rubeum , Mercurium conyertens in aurum 
Refarium, | E 
36 rath aber daß du nimmer 
mehr mit wirckeſt dann mit Mer: 
curio tib Sole, unb mit Mercurii E 
und Luna: bann die gange WolthaM 
Die fer Sun(t / beſtehet nur in bna | 
allein. (o) — : | 
(9) Ex €nn die Tinetur de Soldes u ni 
C2) cilbtre bat eine gleichmaͤſſige 9i 
tur / nemlid) mit nen Unreiffen oder Unse ot 
fommenen / weil fie ihren Urrung a iu 
dem "rests wlan haben. J 
E 2| 



















Oder Edelſt Gab GOttes. 
"In eadem ; Derwegen tingire mit Gold 
nd Silber / denn dag Gold gibt eine gäls 
Tener das Silber eine filberne Sarbe und 
Wigenfdjafft. Darum folt du das ander 
les verachten / in welchen nicht Eräfftig: 
Td unb natürlicher Weiſe die Kraffe zu 
Ingiren inne iff/ bann in ibuen ift. feine 
Wirucbt/ fondern nur BerderbungderDing 
nb Zähnflappern. 
A 
(00) Damit der" Runftliebende diefes 
Iſſer begreiffe/ will ichs erläutern mit veg 
Fransofen Dionyfii Zachariæ Schrifften/ 
Melcher in diefer Runft/ wie billich/ hoch 
Mimirtwird/ manner fpricht: Der Mer- 
Bırius mit beyden metallifchen Schwefeln 
jgefchränefet / wird Mercurins animatus 
j r ennet/ uno iff der toarbaffte Mercurius 
Miilofophorum nach feiner innerften Zu: 
immenfügung. Diefes will ich auß 
‚ehriftlicher Liebe noch beffer erläutern/ das 
N it verftändige Kunftliebende nicht fera 


| | 


Edoardus Kellaus, 


18 bep diefer nothdürfftigen und hinfäls 
nen Welt / Geld und Zeit verlieren / und 
Mer andeuten / tvieman mit folcher Ma- 
Ida muB umgehen und handeln / daß c8 
I einer fruchtbarlichen Arbeit und erfreu- 
hen Ende fomme Wann man nun 
IM tba8 rechte Aquam vifcolam , mie es die 
Mahtnefte Philofophi nennen , fo muß 

Ins in ein Saltz corpus coaguliren / pra 
a " ig 


57 


558 























PANDORA, : 
(tat ein feuriger Waffergeift / derfelbe hei 
Mercurivs, und tft nicht gemeiner Mera 
rus , mie Die Unckenbrenner vermeine 
Dann ver Philofophorum meralla fin 
nicht gemeine metalla, pa£ ift / gemein oft 
Silber / Queckſilber / Bley / zc. fonderl 
es wird Das corpus falis pon wegen deßi 
ibm wohnenden Spiritus, Mercurius genan 
Durch oen Adler wird Aqua Mercurial 
verftanden. Durch das Sal verftehen (i 
den Saturnum, 4 
Intertus Macroce 


Daß es müglib iſt unfen 
. Stein allein auf der Materi der 
Metallen vollbracht | 

. werden. (a) 


ON 05 mol offtermelte Philofopk 
von diefer hochfürtreffiichen Kun 
piel und mancherlen difputirt / Diefelbe aux 
um angeregter Urfach willen mit vielen un 
terfchiedlichen Namen / Parabeln / um 
munperbarlichen frembden Sophiftifchet 
Worten angebeutet/ fo haben fie Doch al 
le einhelliglich mit folchen vertvechfelte! 
Reden / nur auff einen einigen fcopur 
unb einkige materiam bie zu folcher Kun 
gehörig tveifen und zeigen wollen / welche 
geheimen Materien aber viel Nachfuche 
diefer Kunft offtmahls gefehlet / und fic 
darmit verftiegen haben. Dann zu jede 
| Zeiten 


l 
— 


















Oder Edelſt Gab (Gottes. $5» | 
eiten big anbero / nicht allein gemeine / i 
ndern auch viel hohe und Xeltwenfe 
Juth ſich gefunden die derfelben nachges 
Jebt / und die nicht allein mit allem Fleiß / 
dern auch mit groffer Mühe und Kos 
In gefucht / und zu erlangen begehrt has 
n / aber niemahls darzufommen / viet 
Fuiger theilhafftig werden Fönnen: Sa 
lir mehrertheils an folcher offtmahls noch -_ 
ru heßlich angeloffen/fich darneben nicht 
ein in unwiderbringlichen Schaden ges 
Hret / fondern auch Ic&lidpen mit Hohn 
ID Spott ablaffen und fid) derofelben vers 
hen möfien. 


1 Waſſerſtein der Wasfen. 


Derhalben / fo wir aug der er. 
An Materi der Natur unfer Werck 
Jein wollen anfaben / das mare 
el zu lang und unmüglich / und 
merfuͤllbarlich und wurde auch 
Finn groffer / und gar nad) uns 
licher Koften gefordert / bargu/ 
d mare ood) zum letzſten gar vaſt 
mmerlich durch Kunſtwuͤrckung 
Mr Steinen gemacht / von der 
Materi / oder Natur der Metallen’ 
Moch iff das rein Philoſophiſch 
"Xerd angefangen/ fo iſt nothwen⸗ 


, dig 





560 


| Impreflion , auß einer liquoriſchen lufftig | 


Aib fulpburifd)e Seele / mit Zuthun bi 


. gebracht tverbe 






















dig daß der ‚Stein der Dpilofophe hei 
außzogen werdenmöge außder Yu! 
tur zweyer Körpern. (b) Dd 


(b) Je Mineralia haben nun auch ihr ji 
Ciim Saamen von GOtt er 


fangen / welcher Saame nun feinen Ol 


ginem hat ungdengeftirnten Himmel dur 
pie himmlifche Influentz und, foberifalii 


ſubſtaotz Durch einen mereurialifchen Geil 


irrdifchen Salßes in ein perfect und oll 
kommen Corpus geſetzt und eingangen. 
Soll nun dieſer Geſchlechte eines zu w 
ter Fortpflantzung und Augmentation od 
Mehrung kommen / fo muͤſſen fie wiedern 
in ihren erſten Saamen unb primam mat 
riam gefe&ef werden. Als fo Du Die 9 
tallen verändern’ / vermehren unb zu ti 
Tinctur oder Lapide Philofophico bring— 
wilſt / fo muſt du die metalliſche und u 
raliſche Form erſtlich durch die Kunftd 
Alchimey wiſſen zu fepariven/ foloiren tl 
auffzufchlieffen / nemlich / daß dag cc p 
durch Die folutio , coagulatio, fublimati, 
ealcinatio , reverberatio, und dergleich/ 
wiederum aus einer corporalifdjen dor 


In einen 
Mercurium ,? die muͤſſen alſo Godin N 
Sulphur unb bim werden ein jedi 

mnſonderheit. 49i 


Salem 3 





E | 


| Oder Edelſt Gab Gottes. 




















Wa. mercurialifehen Seift und bie fulpbus 
she Seele famt bem meiffen Oal& wies 
Lum durch die ſpargiriſche und Alchis 
ftifche Handgriffe in eine liquoriſche luͤffti⸗ 
"M Subftans bringen / welches nichts aus 
8 denn ein philofophifch Waſſer / in 
Michem alle Elementa/ und zuförderft alle 
Namliſche / Demnach elementifche unb irre 
liche qualitates befchloffen'und verborgen 


N! 
Marm und frocken/ undiftfolcher Liquor 
nfim Die rechte prima märeria, und erfte 
T 

t Liquor, fonach philofopnifchen Brauch 
ity ‚feinem ferment zufammengefeßt/ und 
nach des Valcani Kunft zu ber Plusquam- 
iutledtionin einefire Medicin bracht / ber 
Dre Lapis Philofophorum gebohren wird; 
Wife aber folt du nun mercken sum Ende 
Moral diefer Taffel ^ daß alle Mines 
nen und Metallen eine einige Materien 


en / Daraus fie gebobren find: und toer 
' Perecht Fennt unb in acht nimmt / dem. 
i 


Forung zu bringen / unb Durch bie Ele⸗ 
i 
der Wurgel zu fudyn : fondern 
JM. einem jeden / ſo der Weißheit an» 
s ] t/ und zu lieben begehret / alleine ob» 
un demſelben güloifchen Magneten 
Nu na 


^ 
p 

| 
ua 
X 


3 
/ 


iz ieſes gehet num anders nicht zu Dent — 


Men. Denn der mercurialiſche Geiſt iſt 
Fund feucht / ſo ifPoie fulphurifche See⸗ 


aame der Metallen und Mineralien / wel⸗ 


hid nöthig / bie Metallen (o weit in 
a zu juftificiren/ und ihr erfte8 We⸗ 


701 


562 


kennets doch nicht. 


| 






















PANDORA, 


nachzuforfchen/ daß er ihn richt ded 
möge/ fo wird er folches ineinem einigen: 
Dinge/ und in einer einigen Materia pite 
felbe Wurtzel finden /: Daß unter hunter 
taufenden ſchwerlich einer folches gläuben 
wird / Diemeil die rechte Wurkel unacht⸗ 
fam / dem Bold für fehenden Augen une 
kaͤntlich / und ohne. vielfältig ermiefene 

Probe oem Menfchen im finftern verbors 
gen iſt; denn Die gan&e Welt fiehets bip | 


Bafılıns — | 


(bb) Sollen demnach die Kinder diefer 
funt. wiſſen / daß das Sperma der Metall 
Fein anders fent / als das fpecma aller ande⸗ 
rer Dinge / nemlich ein feuchter Vapati ober. 
Dampff. Derentwegen fuchen die Arti⸗ 
ſten vergeblich Metal in ihre erfte Materi 
gu reduciren / welche mur ein Dunft iſt: 
Die Philoſophen haben Feine folche primam | 
materiam gemeint/ fondern.allein Die mate · 
riam fecundam, mie Grave Bernhard ſehr 
wol darvon redet / doch nicht gar lauter / 
Dann er redet von ben vier Elementen / 
aber er bat eben diefes fagen wollen + und] 
bat allein mit den Kindern gerebet. 
aber/damit ich bie Theorieam heller entdes : 
cke / hab maͤnniglich hiermit warnen wollen / 
daß ſie ſo viel ſolutiones, ſo viel circulatios | 
nes fo viel calcinationes unb ài man 
unterlaflen dann ind fucht man. ji 


E (Doer Edelſt ab GOttes. 
| ches in einem Me welches bait; va e$ 
dc i) allentbatben für fich felbtien lino und 
weich ift. Manfucht nit die erſte / fonberm 
Mein Die andere materiam , nemblich eime 
folches welche, alsbald fie gebohren ift; in 
Feine andere Form verwandelt werdenfan. 
Wann bu aber fragejt / wie Dann ein Mer 
' tallin eine ſolche Materi gu reduciren fepe; fo 
1 folge ich darmit Der Philofophorum Ilaren- 
tion unb Meynung Diefes ift vor andern 
beſes Orts mein Begehren / baf die Kin⸗ 
| derder Kunſt den Verſtand der Seribens 
jl ten verftehen fernen / nicht die Sylben / und 
wo Die Natur auffhöret/ nemlich in dem 
.| metallifchen vor unfern Augen vollkomme⸗ 
nen Gorperm / daß dafjelbiten die Kunſt 
| ‚anheben folle. eMischael a a 


















i | ep: daß voníbn werde ein erfüllt | 


Elixir: bann ce ift vonnotben daß 
i pov mebr fep gereiniget und 
abgedeuet / dann das Gold umb 
‚das Spiber/ von deßwegen daß cd 
li at rof alle Ding vonder gemin⸗ 


d fommenbeit zuverkehren in Som) 
" unb ín Silber: dann ſie es gaͤmtzlich 
4 fit von ihrer Bollkommenheit ei 
un J andern geben / fo bleiben als 
1a 9n a dann 


nderten oder verkleinerten Bol 


nicht moͤgen vollbringen und wann 


$63 


564 


'apetallorum tollit , & ea reducit ad fanitatem} 
. In lunificum vel folificum verum fecándum 
habet corpus, animam & fpiritum: — & fur 


non facimus elixir , nec lapidem; fed matr 






















PANDORA, 
bann fie unvollfommen/und deßwe⸗ 
gcn / daß fie nicht mögen fingieren 
oder. ferben s Dann fo vielfie ſich ere 
ftrecfen, unb derhalben fo geſchih 7 
die Wirkung in unferm Ctein bats 
um/ oder darzu/ daß ihm von bejfer 
rer Materi die Zinetur oder Fer 
bung inihmmehr/dann vorhin war 
infeiner Natur / geben wurde/und 
aud) daß das Elexir wurde nach Ans 
zug und Beyſpiel oder gebr de 
Weyſen zuſammen geſetzt / auf law 
teren ſchoͤnen Specien. Cc) 4 


(c) /^Y Uarte vere elixir ef primum & prin 

cipale fundamentum , & radicale la. 
pidis preciofi, quod poítea per operatio 
nem fecundam convertitur in ipfum lapidem 


* 


preciofum, vel medicinam fummam, quz fo 
la de committo & infirmo, & imperfecto 


& perfectionem fummam, fuper qu& proje 


&ı faerit, & realiter convertit & transinutat 


eoloremipfius lapidis, ^ Philofophi aücem did. 
vidunt elixir, vel lapidem ; & dicunt, quod 
| 
hzc unita in ca unitione natura, cui per ard 


tificium miniftramus, quodfic agat, undenoif 


ra N 

















73, cui miniftramus materiam de qua agit. 
"Corpus vocant terram debitam lapidis, quod 
» dicitur fecretum lapidis, vel elixiris, quod 
‚alias fermentum vel nutricem ipfius appella- 
‚mus. Ex his colligitur , quod eft fubftantia 
' argenti vivi & fulphuris fubtiliffima & puriffi- 
mia, & ex terra noftra Elixir componitur , & 
! lapis confittit, ; 


H Incertus, 


^ Ein Eondiment oder Einma- 


und eine Reinigung aller Eorpes 
ren / [o zu heilen’ zu reinigen und 
zu vergeftallten find. (d) 


* 
yai bag nod) mehr ift/ fo ich das 
WGold unter ven fieben Metallen 
a den Bollfommenften gemacht bab/unb 
bu folches mein Werck nicht verfichefls 
wie Darffeft du bid) dann unterftehen zu 
machen das fo unvollkommenes perfici- 
re, und in das ich Kraffr geleget has 
be zu tranſmutiren das gantze Weſen 
Der Metallen ia fan Gold / wol unge- 
ſchickt biſtu / wenn bu nicht erkenneſt / daß 
8 hohe Guth / ſo du ſucheſt / fo viel 
die 
heimnuß ber Natur iſt / es ſeye gleich 
m Metallen / Steinen / Kräutern oder 
| inr welches er Tree Tugend 
, n 






| 


Oder Edelſt Gab GOttes. 


chung / ein Widergifft / ein Artzney 


Creatur anlanget / das hohe Ge⸗ 


bee 


565 


5 
$68 


herkoͤmmt; bann es heifet den Menfchet 






















von allen Strancfbeiten und nebret. ibn 
und es machet unvollfommene Meta 
perkect / Durch feine groffe Krafft / Die td 
thme auß meinem Schaß nad) meine 
Weißheit gebe. a 

| Waſſerſtein oer Werfen 


(dd) Ingleichen man auch mitben im 
peife&:n Metallen / und mangelhafite 
Edelgeſteinen 7 auch rine hohe Gradirum 
und Tranfmutation zu wegen bringen/bene 
ben einem Cryſtall fo hoch tingiren fan 
paf er den aller edelften Gefteinen gleicl 
gehalten wird. Auch viel andere Din 
mebr/ die der goftlofen ZDelt. nicht zu er 
öffnen ſind Dadurch verrichtet werde 


koͤnnen. J 
Waſſerſtein der Weiſen 


Oder gehoͤren in ihr wahr Lum 
ficum: das iſt / Silbermachig 
und in wahr Soliicum? das ift; 
Goldmachige: aber die jesigeh 
Wircker vermeinen’ es fene bant 
am End des Werckes / dann fo fi 
het das Werd erff recht an: dank 
ſo ſie viel daran gewerckt haben 
daß ihr Werck ift. die Natur de 
Metallen/ fo glauben und, vermeifl 

ne 


Ode Edelſt Gab GOttes. 
— nen fiey fie Haben das vollkommen 

Flirir erfüllt: wann fie aber. Die 
ip rojection oder Fuͤrwerffung oder 
+ inwerffung machen und tbun fo 


finden fte nicht darum fo hoͤren 


ifie auff zu mercken eben an bem 
|A»rt da fie foßen angefangen bas 
i (e) 


I (e ep: Sulphure enim Lunz id aperté 
N S — teftatur Raym. Lull, inquiens, Quan- 
lo falphur Lunz cft circulatum, debes illud 


Wimbibere aqua corporis folaris paulatim, & 


n 'oquere, donec fuum habeat pondus, Et 
| de calce aliorum metallorum ibidem: Fili tu 
Üpotes ficere elixir ex calce cujuscunque core 
[poris volueris, ad album vel rubeum, hoc 
Mmodo: Accipe didum fulphur ad album 
ye! rubeum & incera, vel imbibe cx olco 
; ;orporis Solis & Lunz, j juxta album vel ru- 
2eum quod facere vis, Sed calx Lunz per 
i Hi hoc ef Mercurio Lunari deco&a, & oleo 
ildemincerata tantum in Lunam feu Elixir 
ul ünare digeritur, necalbedinem poteft pra- 
all jergredh, nec ad citrinitatem | pertingere, 
1 : quamvis poffit per naturam, hominibus 
M amen non eft datum tam longum" vit æ ſpa⸗ 
(ium ut decoctione fola argenti in aurum,five 
| ulphuris albi, ut loquuntur Chemißtz, in 
ubeum mntationem expectare poffint, Quo 

Lj de fi Luna is medicina in Solarem conver- 
f Ina ren⸗ 






$63 


quz fit fuz naturz, quz alia non poteft eff. 
quam aurum, UP 


. Welches das erfie Werck oct 
pPbilotspbenfeyer und wie daffelbig 


gebunden / verknuͤpfft / angefchloffen und 


Arbeiten: unter denen doch zwey die vor⸗ 


dieſe Arbeiten haben eine ſolche Verwand⸗ 


PANDORA, 


renda fit,id fiet admiftione rei tingentis ea 
























Anonymas. .| 


j 


foll verítanben werden, bas ſol⸗ 
— lendie Wircker der Alchimy 
wiſſen. 
Das Werck nun der Philoſo— 
phen / ift diſſolviren / oder aufent: 
loͤſen ihren Stein / in Mercw 
rio. (a) | | 
gae gantze Circkel dieſes edeln Ma- 
| gitterii iſt nichts anders / alg voll 


IL 


fommene Sublimation: bie bod) an ihe 


d E m 
.- — 


vereinigt hält viel andere abfonderliche 


nehmften feyn/ fo den gansen Eirckel ver⸗ 
Gen und dieſe ſeyn vollkommene Auf⸗ 
oͤſung und Coagulirung: Denn Dit 
Hanse Kunſt iſt nicbt$/ als recht auflöfen 
und wol coaguliren / Auflöfung des Coͤr⸗ 
pers und Goagulirung des Geiftes. Und 


fchafft miteinander / daß niemals der 
Coͤrper aufgelöfet wird / ohne daß fich der 
Geiſt coaguliret. Alſo auch der Geiſt scan Ä 

. WE 


| 
] 


E Oder Edelſt Gab Gottes. 
| irt ſich nicht / daß ſich der Körper nicht 
ugleich aufloͤſe. Und dannenher / wie Lul⸗ 




















der Kunſt nichts ſey / als Aufloͤſung und 
Edagulirung. 


Monymus Verbum Dimiſſum. 


bertus. Ach das ſein kurtze Wort / die 
ſchwerlich ſeind zu verſtehen / aber die gan⸗ 
E fc Kunſt ift darinnen / ich verſtehe / id) foll 
das Corpas ſolis folviren / und Durch Die 


‚darinnen pie Tinctur verborgen ligt/ das 
Frauß zeug den doppelten Mercurtum. Merc. 
Nun ift die Des von deinem Augen qum 
E Theil hinweg / du haft e$ recht verftans 
Eben. NB, da verftehe nun/melches Gor. 
pus er meinet. Albertus. Wordurch muß 
Ach das Corpus Solis foloiren ? Mercurius. 
“durch fich felbft/ und mas ihm am ned» 


griff der marhafftigen Solution. Mers 


4 bit Mittel und Die Handgriff nicht weis 
pe Ns f 


8 lus fagt its kommen / daß Die Philoſo⸗ 
gefagt haben/ daB das ganke Werck 


" (aa) Mereutius : folve & coagula. - Als | 


und zeig mir an die Mittel und die Hand⸗ : 
Fienrins. Schals ein Geiſt kan Dir jegund. 


m 


969 


579 

















ſen / dennich-Feine Händ bab, Wenn ich 
aber ein Leib haͤtte ote du / wolte ich aud 


hafftigen Solution, mit allen Umſtaͤnden 
dreymal befchrieben/ zweymal gerecht / und 
einmal falſch um ber unwuͤrdigen Willen 

Michael Sendi vogius 


Daß er in fein erſte Natur oder | 
Materi wieder einbracht wwerde.(b) 


(b) aa Ann es iffnatörlich / daß ein jeg- 
C2yicrs Ding / deffen Wurtzel Waſ⸗ 

fer und Erden iſt wiederum in daſſelbe 
aufgelöft/ oder fofoirt werde. Alfo wird 
das Erdreich ein ZDa(fer/ und das Waſ⸗ 
fer wird ein Erd’ und alfo iff die folutio 
Des Córper ein Coagulation des Griſtes/ 
und die Goagulation des Seiftesift eine 
folution des Coͤrpers / dann fie haben eine 
Operation / dieweil Der. Córper nicht ſol⸗ 
virt wird / es werde dann der Geiſt coagu⸗ 
lirt. Darum fo hilff im Anfang des 
Wercks der Sonn durch den Mond’ und 
coagulir den Mond durch die Sonn. 
| Radız Chymia, 0) 


Daher fagt der Philofophus int 
pirrdten Metheororum / da er die 





— 





















. Over Edelſt Gab Gottes. 

Sophiſten und Faͤlſcher dieſer 
Kunſt verſpottet / ſprechende: Es 
Tollen willen eie Kunſtwircker ber 
I Adhimy/ daß fie die Sperien oder 
WGeſtallten der Dingen nicht vers 
E wandlen mogen/ welcher zwar eins 
Ffaͤltig war ift bafelbft der Albertus / 


hernach / hinzu thut. (c) 
P. 
Ogg 3o mir num nicht die Ccieng 


der Natur / und haben Feine Er; 
Fkaͤntnuͤß Der vier Llementen Vermi⸗ 
Iſchungen / fo werden wir in denſelben 
Separation gleichfals unwiſſend feyn. Sft 
iBberobalben bod) von noͤthen / daß wir der 
b Satur nachfolgen und ung ihrer Inſtru⸗ 
Menten / tie fie die Element macyet ge 
rauchen: ohne welche Adminiftration mir 
Ffonften in edu&ion oder Außziehung dies 
Aes Steins Form unb Erfuchung hier 
iyu sehöriger Mittels Feine rechte Nachfol⸗ 
Bger feun werden: durch melche Mittel 
man koͤmmet zu dem Inſtrument / deſſen 
nich die Natur in den mineren 7 in Deme 
fie dem argento vivo feine Formam gies 
Bset/gebrauchet. Thun wir ibm nun anberft/ 
/p feyn wir Defru&ores und Verderber 
nes jenigen/fo die Natur auf das Boͤſe 
Jsomponirgf unb difponiret bat/ in dem mir 

pie 


1 mo er nicht felbs die Specien mie - 


$72 


Eleme nta verkehren follen/ zu finden/ rodt 


doch ein Ctement ift affer zeugiger 


QU pupcune componit fene fo den 


zum erften ein Waſſer geroefen und durch 




























UO AUN DER:K 
bit Fiir! teieber euren ber Natu 
rabefelch / fo fchändlicher weiſe fepariren 
Gleichwol wir / wie Ariftoteleg faget / 
wir ſuchen. | ; 
! Waſſerſtein der Weifen 


Sw ihr erſte Materi wiederum 
einbrasht werden’ / welche Mater 
jar it Qu«tfilber / fo e 


Dingew/alsdann ſo werden fie wol 
(nein andere form und Geftallt) 
dann fie vorhin waren) verwand 
let, (d) —.— 1 


(gest funb unb offenbabr i | 
: paf V 
ein Werck und Eigenfchafft ift der Natur 


halben gleichfalls offenbahr/daß eim glei 
ches Ding’ Darauf es zum erften getooti 
den ift/ wieder in daffelbig refoleirt werde 


Nimm deg ein Erempel. Das Gif ifl 


bie Kälte qu einem harten Stein gewor⸗ 
den / daffelbig wird Dann wiederug 
Durch die Wärme in fein erfte Ma: 
teri reſolvirt nemlich im fein E 


. Ober Edelſt Gab Gottes. 


Dann eszuvor aud) ein Waſſer gewefen 
iſt / toit ung ſolchs die täglich Erfahrung: 



















t { net. 


mit unfern Steinen. Ein jeglich Metall/ 
daß wir unfern Steinen nennen/ dag 
| T" 


4 pr oderein Wafler. Aber bie: weiß guber. 
bre einen jeglichen Stein in feinen Mer- 


) 


fein Waſſer 
Raimundus Lulles: 


! 
T2 
d 


EIE , ^ 

Nicht gewißlich in Specien o: 
Xt Geſtallten fonder. aber. in. un⸗ 
jerrheilbare oer Gefiallten s. dann 
Hiejelben unzertheilbaren find den 
mpfindlichen Wirckungen unier 
nen. felbf find verfebrlic: die 
Specien aber/ oder Geſtallten/ (o. 
ie ſind der Natur unterivorffen, 
|o find die andern gleichen empfin 
Micben Wircfungen nicht unter- 
| urn | worf⸗ 


Zu gleicher weiß iſt es auch ein Ding, 


wird in ſein Mereurium reſolvirt / durch uns 
fe Kunſt / folgt derhalben nothwendig⸗ 
daß fie zuvor auch ein Mereuris geweſen 


Peürium/ ift. ein verkehrung der Natur in: 
Ihrerſte Wurtzel / darauß fie jum erſten gea: 
bohren und gemacht ift worden / nemuch 


vorffen oon wegen daß fie in ide 


375: 


$74 


| worffen/ und serum fo Meet fie 

















PAN DIOR: A, iU 
inibnen ſelbſt. —— 


gym bat auch ein jedes Cor 
pug feinen gantzen Samen / und 
daher bat Die transmatation: ihren Srund/ 
Auf⸗und Abfteigung der Metallen Fünte 
fonften nicht geſchehen / too fie nicht im 
dem Samen einander verwandt waͤren 
Denn Daß einer ſagt / Silber fep Fein Gold, 
das alaubet ein Dauer aucb/ denn er fies 
bet es aber daß Silberund Gold eine 
Samen haben/ der im Auffiteigen Dag, 
Silber su Gold madjet/ und im. Abftei« 
gen zu Kupffer 7 das glaubet der Bauer 
nicht/ denn er hat des amena. Feinen 
gründlichen Bericht / tie der auf einem 
corpore in ein anders gehen muß, fonft 
ift er nicht fruchtbar/er Fan auch natürlich, 
nicht ohn eimGörpus ſeyn / darinnen rubet er⸗ 

| Baflins fr 


Beftatigung der Kunſt Acht» 
my durch die Meifter/ und von er⸗ 
fien von unſerm Vater Hermes) 
der da dft gemefen ein Konig von 
Griechenland zu Conſtantino⸗ 


pe. (9 
(P) damit, 


- Oder Edelſt Gab Gottes. 

KEN Amit aber gleich. wohl niemand 
| «Janbifer geheimen Kunſt gruͤndli⸗ 
cher Se 
fieber gottlofen Welt Gebrauch nach für 


* 
















will id) aufferbalb der jenigen / fo in Heili⸗ 
laer Schrifft Erwehnung geſchicht / nur 
Hallein bie fuͤrnemſten authentifirten Phi⸗ 
oſophen neben andern ihrer fuccefforen die 
(che Kunft varbafftig gewuſt gehabt, 
D genofjen/alibier anzeigen und name 
Hafftig machen / old ba ſeynd: Hermes, 
iſmegiſtus, Pythagoras, Bened Jefu, 
Mexander Magnus, Plato, Theophraftus, 
(Avicenna, Galenus, Hippocrates, Lucianus, 
long: ! 
iar Kofarii Majoris, Maria Prophetiffa, Dyo- 
tliftus, Zacharias, Halii, Morieres, Calid, 
N’onftantius, Serapion, Albertus Magnus, 
(iftrad, Arnoldus de Villa Nova, Geber, 
talmundus Lullius, Rogerius Baco, Alanus, 
‚omas Aquinas, Marcellus Palingenius, 
mb dieſe welche zu jekigen umb jungeren 
Jeiten gelebt / als Bernardus / Treviſanus 
J'omes,Frater Bafilius Valentinus, Philippus 
"I heophratus, und viel andere mehr / roie 
Hann fein Zweiffel / daß noch heutiges 
Mags Deren etliche, fo durch Gottes Gea 
ym feles tbeilbafftig/ und toierocbl in 
Vbeim ftill/ derſelben täglich gemieſſen / 
funden merden möchten. 
Ju Waſſerſtein der Weiſen. 
i N Her⸗ 


wißheit nicht zweiffeln koͤnte und 
ein Gedicht und bloſſen Wahn balten/ / 


anus, Rafıs, Archelaus, Rupefciffa; Au- 


$76 


erſtlich Davon gefchrieben/ und Den lapided 


— das Endemachen. 


PANDORA, | 
Hermes unfer Vater / ſprich 
alfo: (g) een MB 
Cs) T. Ermes ein Vater aller Philo 

 Apbenbat die Kunſt gehabt / un 


d» 

















pizparirt qu Mercurio, Sole und Lunafch 
licet Philsfophorum, $a | 

Solche haben viel taufend Laboran 
ten/ wie auch ich! nachgefolget : und f@ 
ge dir in Warheit bap man ex duab 
Ípeciebus velcorporibus Den Lapidem Ph 
lofophorum componirt, und mit. Mercuri 
Philofophorum muft du den Anfang und 


Der iſt nun, nicht die materia prima 
benn Die mareria prima gehört Gott allein 
und ift in Vifceribus terrz coagulirt, U 
wird erftlich zu Queckſilber danach 28 
Bley / Darnach zu Zinn uno Kupfſe 
folgenó8 su. Eifen und alfo fort. 

Alſo muß nun der Mercurius coagulati 


Waſſer werden: Das ift dann ein Steiff 
unb Dod) Fein Stein’ davon ein fluͤcht 
ges Feuer in Sorm eines Waſſers gemach 
wird / fo feinen firen CGater / und feit 
flöchtige Mutter erträncke und ſolvirt. 





Wann: der Leichnam. ‚wird ge | 
dloirtim Waſſer / fo heiſſet man 
té den Stein / oder bieibendig 
Waſſer / das da Mercurium 
foagulirt. - (5) 









(b) cw As Sal metallorum iff ein impet? 
E Ca Corpus, Dag zu Mercurius Phi- 
lofophorum id eft fin aqua permanens vel 
jenedi&a, wird / und ift der Weiſen Mas 
Anet/ fo feinen Philsſophiſchen Martem 
uiebet/ anhanget umb bey ihme bleibet. 
alle bat auch unfer Gold, einen Magne⸗ 
em welcher Magnet ift. die erfte Wur⸗ 
mel und Matert unjerá Steind 5 Verſte⸗ 
ſPeſt ou biefe meine Rede / fo bift bu reich 
por aller Welt. | 


ido; fin! | "Hafilius Valentiuni, 
Hver befallet zu einer ewigen 


wEoagulafión, oder Betallung / und 


woe Mercurius if die Seel, und 
we Geiſt / und das Gold oder Sib 
"het iff der Leichnam. (D. 
VRR Ann. toit fo fuperüirios wolten 
pas ſeyn / fónntem wir menig gute 
a ] loſophos leſen / es heiſſet Toilatur aba- 
is & maneat rei fubftancia. Man mu 

„u Kind nicht mit dem Bad aupfipütten/ 
9 Do viel 


, T E 
! xt 


.578 


- welchein Warheit nichts anders iſt / als da 




















PANDORA, .. 
viel weniger bat er diefe Hohe Stunft von 
Teuffel gelernet/ wie feine Widerſache 
fchreiben/ weil folches nicht in des Teuf 
fels Gewalt ſtehet. Dann mir lefen/baí 
ein curiofer Philofophus, welches etlich 
tollen 28 fe. gemefen der Thomas de A 
quinate, den S euffel befraget wegen Berei 
tung des Philofophifden Steins / hab eg. 
ihm geantwortet? Solve, coagula, reirerd 
plura dicere prohibeor : b. i. fihließ auf 
treib zufammen/ widerhofe es offt/ wich 
darff ich nit fagen. ! 


Insertns, j | 
Reihnam/ und foloiren fie / um | 
mit diefem Waſſer folrdu die Heil, 
mitimbibiren / die da gewaͤſchen 
unb gereiniget find/ fo traͤncken fid 
bic Geiſt mit ber eícbnam/uno DIN 
Leichnam mit den Seiften/ fo fiif 
ren fie fic einer frarder ewigen SM 
ration. (k) á ó: ; ; T ! 
M e b ift von nöthen / bie Yı | 


diefer Gírculation zu erkennen 


Daucius fpricht * Bereiten bí 


C ompofitum eintráncfen mit unfermMerd" 


curial-SfGaffer mach eem rechten Gewicht N 


welches Waſſer die Philoſophen das DI i 


| 
N 


Ode Edelſt (Bab Gottes. 
ende. zu nennen befohlen Haben. In wels 
Eintraͤnckung das Compofitum Die 
irt/ Diffofoire und coagulirt wird zu na⸗ 
ü licher Vollkommenheit. 
* C eM fionimi Verbum Dimffum,. 


iu Alphanus ſpricht: Du ſolt die 
elchnam vor reinigen und calcini⸗ 
en! Dann ſo ſoll man ſie zufuͤ⸗ 
en den gewäfchenen Geiſten / bam 
















fum. 


| optat foricht : Die Metallen 

Ayen als ein Ding das da gefrort/ 

Ind alle andere Ding/ find als viel 
le Geiſt / und M nd. als die 

Mild. (m) — 

| iD Iximus de natura, de arte, de cor- 
KA pore,& de Ipermate ac femine: jam 








stalla commifceri debeant, & qualis corum 
inter fe correfpodentia : Scias ergo tnue 
Item .non difcrepare à viro, ex codem fe. 
a mn »& in ana matriceambo nafcuntur, ni- 


] | dehnt przter digellionem, & ut matrix 


= die Geiſt das alfo gefublis. 


Ide lupt. Anonimi Verbum Dimif- 


3 | praxin deícendamus, quomodo videlicet - 


9 


"e 


. eodem femine cum fole & «eadem matri 


SuPEANDIONAC nac p 


purior effet in fangvine & fale: fic. lona e] | 





















ce : [ed matrix magis habuit de aqua]! 
quam de fangvine digeſto, fecundum tem] | 
pus Lunz cceleftis, ^ Ut vero ea facilius ti} | 
bi imaginari poflis, quomodo metall 
coeant, ut emittant & recipiant femen, in’ 
tuere coelum & planetatum ſphæras. | 
| Incertus, M 


(mm) ift aber nicht bie geringſte Arbe 
wie etliche der uhralten Bhilofophen HU 
faot/ die es eine Doppelte Alrbeit ‚genen 
baben/ vann alfo fagen fie: Es muß 


Alchimiſten gangen feyn / wenn man tvi 
mit der, Fünftlichen: Arbeit den, Sam 
hernach erfennen lernen/ was ift das, ag 
derft geſagt / als daß die Reſolutich 
zweyerley ſeye; Eine⸗ da bie erfahr 
Schmeltzer das corpus friabile ex Coadı 

natione naturali, in dudile bringet -/- 008 
demfelben kommet aller Unflat hin; Da 
nach fo kommt der Alchimift / bringer A 
Corpus wieder zurück in feine cinerei 
calcem laticem, vitrum, colorem, fuligiieif, 
fubterraneas, darinnen rubet. und (ft [ 
dann der Same der Metallen unb oU. 
Ge d) fruchtbarlichen fehen und finden | 

Dem. Corpore, umb (id) reduciren in ein f 
ritualifch Waſſer oder primam mareriaff, 


| ruoli 


L _ Oder Edelſt Gab Gottes: | 


Pr ad) ber Art und Eigenfchafft des Mes 


alls / ja * gantz kuͤnſtlich in ſeine na⸗ 
t rliche Anfänge (beiden unb Dividiren/ 
nad) Brauch und Sanhalt ber Alchimi⸗ 
fra Sun. | 
j : Baß lius Valentinus 


i Und warn man die Metallen 
leiniert/ und foloiert/ und zuſam⸗ 
ien werden gefuͤgt mit den Geiſten / 
o congetirt fi ber Geiſt mit ibn/fo 
wird es ein finde Dermifchlung.(n) 


NY a fupra Alanum. pag.722, 
sd Und ein Medicin bee erften Theil / 


(ben. Theil Mercurii congeliert / 
a und flarefer Congela⸗ 





| "Ape lapidis tui perfe&i , ut di&tum 
AC cft , albi aut rubri, ac pro medicinz 
tate cape utriusvis liminaris partesqua- 
io r; funde in crucibulo mundo, tum im- 
te lapidis tui jaxta fpeciem luminaris fufi, 

p bis tubei , ac immilta effunde in conum, 
iique maffa pulverabilis, hujus cape mí&u- 
I). partem unam, & Mercurii bene loti par- 
" : ;decem; calefac Mercurium, donec ftre- 
viti ite incipiat , tum injice mifturam tuam , 
n" x ida oculi penetrabit , eum fande tum 
| £90 3 igne 


ss 





ln 





















SPCOAUNOJD'ODRSA, 0 
igne auo, & tota erit medicina ordinis ĩ 
ferioris. Hujus tum cape partem unam, f. 
projice fuper quodvis metallum , fufum # 
purgatum, quantum nempe lapis tuas vi 
tingere, & habebis aurum argentumve addi] 
purum, quod purius natura non dabit, — (1) 

Anonymus Philaletba, V 


Turba ſpricht: Wann ber Reich 
nam (cp purgtert/ und foloirt. (p.31 
Od viis fciant attifices Alchymiz , que 

impoffibile eſt, ex folo corpore me 
cinam veram procreare fine fpiritu; :& éco 
trario impoffibile eft ex folo fpiritu medicinal. 
veram procreare fine corporibus : Ratio eff 
quia qualitercunque corpus pr&paratum fui 
tit, per fe non pote(t propria virtute fi 
fluxibilitatem acquirere, nec fpiritus per 
qualitercunque przparetur , non poteft à f 
natura alterari , nec perfe&Gé figi , (ine int, 
mediatione* corporis, & necefle eft medid, 
nam fore fluxibilem, viventem, tingibilei 
manentem ? quod nequit omnino etle , 
contingere fine temperantia clementorum, 

Ex fine dubie illa temperantia elementi 
zum nunquam castingere videtur abſq. 

conjunctione corporis & fpiritus, quonia ^ 
per corum conjundionem fappletur defe& 
elementorum , tam cx parte corporis; qualff 
€x patte fpiritus, & fic corpus efficitur ſpiritu 
le, & Spiritus) corporalis, 1 
— in 7 t | 


- 


J 


. Oder Edelſt Gab GOttes. 58% 
* €» imbibiert obereíntrandtman 
die Geiſt bamit/ und wird ein gants 
Vermiſchung diedas ‚Feuer nimer- 
mehr von einander fcheiden mag.(q) 
fq) A Ccipe terram nigram tritam, & im- 
.. *? bileipfam cum Mercurio, & pone in 
kinsres calidos ad exficcandum : & hoc fac 
ecando,;fcilicetimbibendo, & tertio & quar- 
o,donecterra ipfa fit fatisalba & fixa albedine, 
| Azoth, id eft, aqua Mercurialis & ignis La- 
!onem abluunt & mundificant: id eft. terram 
ligram , & ejus obfcuritatem auferunt, Prz- 
"laratio enim terrz femper eft cum aqua, Ideo 
Üualis erit limpitudo terre, & hoc fiat in de- 
Ibatione terre, & ejus ablutione, 
In impofitione imbibitionis terrz nigra 
"im Mercurio, debet przcaveri de fra&ione 
ißtri , & hoc fit faper cineres calidos: tem- 
Misque cujuslibet imbibitionis ad exficcan- 
i Im, eft viginti vel triginta dies naturales, 
Wr Terrg exliccatz pone de Mercurio fextam 
Il femptimam ejas partem in vitro figillato, 
nd fuper lento calore in cineribus exficca & 
tifogela, & quater ad minus reitera, & 
J Jantumcunque pluries hxc terra foluta fue- 
X & congelata , erit penetrabilior & fubti- 
ir in natura fua, 
[ N Aqufelt fpiritus, corpus purgans, fubtili- 
jM & dealbans, Clangor, 


Galienus ſpricht: bereiten die 
| DA Leich⸗ 
















584 


















bann folvieren den &etapnam ual 
den Geiſt / unb congelieren fiebat 
unb werffen es auff ein zerlaſſe 
Corpus; das iſt / Metall / alfo roig 
es Gold und Sylber / viel beſſe 
dann von dem Erg. Cr) 
ER He ut medicinam tuam prejicias fi | 
per fermentum tuum, tum erit ill]d 
fragibile ur vitrum, -Projice illam frangibil 
tatem fupra corpora mundata, tunc habe 
metallum probatum omni judicio, - ; 
| Riplei | 
Avicenna ſpricht: Gafcinicrdg. 
die Metall mit Queckſylber / bas UM. 
ift die Seiff der werfen’ und (pr 
denba8 Mercuriug frißt und ve 
zehrt die zerbrochene Feuchtigkt 
der Metallen / unb entreichen aui 
anhangende Ding der Mietallen/an, 
Schwaiel/ und wann die GEH 
darauf geworffen werden / Mi 
reinigen fid) die Metall oued) tg 
Geilt/ und die Geiſt burd) DJ. 
Leichnam / darnad) bift bu E | 


Oder Edelſt Gab Gastes. 
deſto ſicherer / daß ſich die Materi 
feulen und brechen mag. (DD 
















Ocalcinationem | metalla. imperfe&a & 
pars lapidis fiza & terrea mundantur & atte- 

lmuantur, Eadiffinitur à Gebro reiper ignem 

l| pulverifatio per privationem humiditatis par- 

dites confolidantis, Sed quid intelligis ö Phi- 

i lofophe per privationem humiditas ? num 

corpus ita omni fua humiditate privari vis, ut 

mon fluat , aut vitrificatoriam tandem det fa- 
i fionem ? Scribis enim Cap, de Calcinat, & 

jj Vete quidem « Omne corpus propria priva- 

tum humiditate nullam nifi vitrificatot iam 
'dare fufionem , & tamen eodem capite etiam 
„„alleris corpora per reiterationem calcinatia- 
nis & reductionis mundari, ficut & Cap. de 
Idefcen, & mundat. per. pattillos idem docui- 
Ri. Si igitur calces denuo reduci poffunt in 
|corpora, quomodo humiditate private fant? 
Hærerem ni(i teipfum explicares , dicens: 
Cum corpus folidum fir, & propter folidita- 
ll concavitate ſubſtantiæ argenti vivi defen- 
datur perillud ab aduflione,, neceffe fuit con- 
inuitatem ejus feparare , ut ignis liberius ad 
quamcunque minimam ejus partem perveni- 
ens fu'phureitatem ex eo comburere poffit, & 
‚non defendat ipfum contiauitas argenti vivi 
iniMo.. Itaque ad calcinationem perfectam 
metallorum, non requiritur, ut emni humi- 
dw Do dia 


| ( en per deítillationem humida, ita per | 


Item & latitationem occultz fulphureitatis in 


ser. 


$36 















PANDORA, - 
ditate privetur corpus. calcinandum , (ed tan 
tum ut continuitas ejusdem dividatur, & i 
minimas particulas redigatur. Sicut autem di 

verfitas magna ef rerum calcinandarum,ita &1] 
caufz calcinationis variz, Calcinatur fiqui: 
dem terra Philofophica ut omni unctuoſita 
te liberetur , & ut aperta fiat & fpongiofa ull 
aqua melius po ingredi, & peragere opu 
fuum, & (icut ait Raim. Lullius, ut poffit cref. 
cendo dilatati, & inipía przfocari , convol 
vi,muadari & purificari,atque i in naturam illiu 
convert, Calcinantur etiam corpora metallica 
imperfecta: Calcinantur & perfecta. Calcinan 
tur item ſpiritus, & aliæ res extraneæ à natur 
horum, utpote, ſales, atramenta, alumina 

Incertus. 


Alphidius ſpricht: dieſe Kunſt wird 
in4. Wegvollbracht. Der erſte / daß 
man ſolvier die Metall mit den Gei⸗ 
ſtern. Der ander / daß man ſoll ſolvie⸗ 
ren die Geiſt / und die Metall ſtercken. 
Der dritt / daß man folviere die Me⸗ 
tall / und ſtercke die Geiſt. Der vierdt 
iſt der beſte Rath / daß man ſolviere 
die Metall mit oen fpiricus / oder 
Geifteren. (o 
(ul /^Y Uod diffalvit corpus, inquit, Villa, | 

novanus , à fpiricu et, Quod cosga- 
lat fpiritum, à corporeet. Hoc ipfum alibi 


inculcat his verbii : Spiritus diffolvit corpus | 
coat) 


DENS D NtN v) 
. Doer Edeiſt Gab Gottes, 

coagulat, Proximo capite precedenti nos 
iteigimus, ac velut tranfeunter diximus; quod 
nonnihil huc pertineat, lilic dicebamus, cor- 
jus quod folvitut in aqucam formam com- 
mutari: hic dicamus, corpus quodante fo- 
itionem derfius'erat,poft folutionem per fpi- 
itum, id et, aquam, fierirarius, Et contra: 
(Qui fpiritus aote corporis folationem exilis & 
arus etat,pof: folutionem corporis,denfor fit, 
& Ípiffior.Ergo per folutionem corpus craflum 
tarefcig, E diverfo fpiritus exilis incraffefcit. 
: Hoc dogma notius ut effet , non piguit 
Villanovanum ipfum itidem repetere , verbis 
Iquidem nonnihil mutatis , fed fenfu non ab- 
mili: cumfcribiz: Quantum corpus folvitur, 
antum fpiritus coaguiatur. | Quod fi corpus 
a0a folveretur ,: neque fpiritus infpiffaretur. 
dems alibi, fed paulo obfcurius: Quod à 
orpore ſoluto exit, humiditas eft radioía 
| quam ergo interpretor tin&uram facun- 
la. ) Quod diffolvit corpus , de fpiritu pro 























xpoaerc lubet) virtute multiplicandi referta, 
| Dum corpus & fpiritus mutuó fefe fubın- 
jred:unrar, tanta. eft inter utrumque necefli- 
‚do, & conjunctio , ut amplius alterum fine 
Itero disjunginon poffit, Propterea cum 
"llanovanus dixiflet : Solutio corporis fi 
j um coagulstione fpiritus, & coagulaiio fpi- 
us, cum folutione corporis, fubdit: Tunc 
ilcetur corpus cum fpiritu, & fit unum cura 
1»: nec unquam feparanur, non magis 
po quàm 


— 


Wit: virtus ejus e& gerininofa,id eft, (ſic enim 


$9 


/ 





588 


quam aqua mixta aqu, Idem fentit Clan 


. rítus.Ideo inter folutionem corporis & coa-) 


madmodum fieri videmus,cum aqua vulgaris) 






















PANDORA - 


gor: Quando fperma mercurii jungitur cum 
terra corporis, corpus diffolvitur in aquam 
Ípermatis, & fit aqua una fine diviione. 

At enim quod dixerim in folutione corpus 
& fpiritum mutuó fefe fubire , nolimtamen olg 
hoc quenquam exi&imare conjundtionem il 
lam & fubingreffionem fieri aliquo temporis 
interftitio. Nam ex ipfo tempore quo unum 
fit fit & alterum. Villanovanus : Intellige au 
tem corporis folutionem , & fpirirus coagu= 
lationem , fimul , eodemque tempore fieri, 
lähuc ipfuss alibi nusquam ezpreffius legası 
quam in rofario philofophorum ; ubi ex pris 
mo capite Calidis fcriptum eft ita, — Soluaio' 
corporis & coagulatio fpiritus funt duo, fed) 
habent unam operationem. Quia foiritus| 
nan coagulatur nifi cum folutione corporis; 
nec gorpusfolvitur,nifi cum coagulatione ſpi⸗ 


gulationem non eft differentia , nec diverfumjd 
opusia aliquo,ita ut fiat unum finealio,.Ques d 


terram conatur fubtiliorem facere, & in ſu- 
am naturam folvere , Eodem cnim tempore; 
aqua denfior & fpisfior fir, terra autem fube: 
tilior & rarior, Lucas —J— 


Morienus ſpricht: ſolvieren die 
Geiſt und die Metall und conactíte 
ven ſie fo mag fib fürbaf — 

on 


. Oder Edelſt Gab Gottes. 


n dem anderen —— 
as Feuer, (u) 


) p Oi philofophus ait : * Solvite cer- 
pora & fpiritus, & conjungite , tunc 
b cetero non poflunt feparari per ignem. 
ermes inquit :. Primum corpus folutum, & 
2a perennis , Congelat Métrcurius perpetua 
gelatione, qiiód etiam dicunt omnes phi- 
eg aures ad audiendum audiat: 
inia metalla fufa fe habent inflär Mercurii, 
x ops polfent in ea fulione permanere 
i at ipfemer Mercurius, 
ln ^ 
| " focemes forít / dag Mercurius 
t if der Kraft des ‚Feuers Latoneo: 
as iſt / ein jeglich Metall / bae ba 
t ſchwartz worden / macht weiß 
pc das iſt / Mereurius / uno 
weich. es von feiner Schwaͤrtze / als 
de Meißer fprechen : Ihr ſollen 

dei machen ‚die Metallen / damit 
aß ihr nicht zerſtoͤren bie Lehr cue: 
‚er Buͤcher / damit ihr * Kane 










eAnonymus. 













DER 


gi britte dBott/ tx das son pe dis 
iet berfómt / ift die Keinigung 
1 3 Sauberung der Erde / davon Moric- 
nus 


T — — — 


7$9. 





590 


magis fucritabluta, tanto magis alba. 


PANDOR A, 

nus fagt ; dieſe Erde mit hrein Waſſe! 
komt zur putrefaction und reinigẽt ſich u n 
miro fanber / unb wenn (ie. wohl gercinizgl 
get if /. fo wird das gane Geheimnuͤß 
Durch die Huͤfffe GOttes wohl regieret 
So fagt auch Hermes: Der Azoth ung 

das Feuer machen den Laton weiß und be 
nehmen ihm die Schmwärge: Und darum 
fagt Morienus , machet den Laton tocif lg 
unb zerreifien euere Bücher’ Damit euch 
euer Hertzen nicht zersiffen werden. Die: 
fes ift Die Compofition aller weyſen Phi 
loſophen und dag dritte XBort Des gam 


















haft du das Waſſer und die Erde Die mit 
bem Waſſer weiß gemacht mordenifl. — 
i Nicolaus Flame 4, 


(xx) Idcirco fi terta non fuerit alba, tere 
eam eum aqua, & poftea calcina iterato 
quoniam Azoth & Ignis Latonem abluuntjd 
& obfcuritatem ab eo auferunt ; nam præpa⸗ 
ratiofemper fitcum aqua, Ideo qualis im) 
pida aqua , talislimpida tetra : & quanto 


Rofarium 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
Aſtanus fpricht / in dem Buch 
f "urbe: der Geiſt foírb nicht au» 
perüget ben Metallen/ (o lang bí 

fie reiniget von ihrer Unſau⸗ 
Iberteit/ und fid) die Metall recht 
M Äußeren und fubtilig werden’ daß 
ie find als der Mercurius / und 
iid) zufügen dem Mercurio, Cy) 


Des andern Theil beg Sleins /wol⸗ 
| ten toir Mercurium dag (Queckſil⸗ 
ie xr) nennen, welcher / meiln er noch te 
1 dig und unbereitek iſt gibt man vor/ 
foͤnne die corpota ſelber aufloͤſen / die⸗ 
| peiln er fich in ihnen vertiefft / hart ans 
ngigift. Diß ift ber Stein’ ohne wel⸗ 
die Natur nichts verrichtet. Dans 
Aero rathen uns bie Philofophi, bag 
nicht faboriren folle / dann ín dem 
pelb. unb Queckfilber/ weiln fie beyſam⸗ 





















‚order verbringen. Wer mag nun der je» 
^ u” feyn/welcher den Mercurium 7 mit 

ührendem Lob genugfam zupreiffen 
— * waͤre? Da er einig und allein iſt 
it jenige welcher das Gold dünn ma⸗ 
Et / und mit groffer Kraft begabt ift/ 
WG er das Gold felbften / wiederum in 
Jine erſte Natur vermag zubringen: 


Priest weiß man fid) nicht guerine 





‚en fenn/ den Stein der Xbeifen mitein- 


sei 


59% 


Mercurio, Der, Mercurius máditts. al 


. oleum, id: ef, ungventum, quo noftri 


cPANDOR4A' | 
—* daß irgend din Ding in vom. 
abe I 
‚Don. Diefem Mercurio feridit man aff. | 
Tag, die Phitofophr fuchen vag ſteckt f 















gefehlagene Goldhlätfein zu hichte : 
(öfer das Gold auf: Er macht strich] 
Er nimmt Die Get auf. pun Leib: ‚wahr 


fo wird es erzeugt - 
| jus arfı lius Ficin 


p E aqua — to fic; dick 


completut | perfe&é magiſterium, Et aq 
dicitur quando abluit, & poftea oleum qua! 
do tingit; & aqua dicitur fpiritus, & anin 
dicitut tin&ura, quie in fpiritu eft : & idi 
feminatur anima in terram foliatam, qua 
tinebit cam. Pulvis: Vas [uam — 
tur. en m "Dif derabile, E 


— * et fílius Corpus porga 
fubilians & dealbanus. | | 
3 (angor, 


Gro Aquiel pürgativam. & caufa: I 
fieicas claritatem totius corporis & medi 
ng. | Duo operatur in terra, nam la 
cam & tingit, In quantum lavat, dici 
SuM in quantum tingit, aẽc. "Sn 

H Ludus Pperorum. 


Biel 


Oder Edelſt GabGottes. 
Viceberus ſpricht / in dem Buch 
genannt zu dem Brunnen / je mehr 
man die Metallen ſolvire mit ih⸗ 
Iren Seelen und Geiſten die ba 
nicht fir find/ und werden mifeins 
Jandern coagulirt/ fo mehret es fid) 
fo viel mehr / nicht allein in diefer 


e 














^ir out Gold Silber. (z) - 
e. 


T pt. Mineralogia ſupr. Citat. . unb 
a zwar die achte Anmerckung über 
‚mas fechite Capitel des erften Theils.de im- 
pibitione lapidis, 

jd | (zz) Vid, Mineralogia.modc Citat, und 
"ear die fechfte Anmerckung aͤber das 
rchſte Sapiteldes erſten Theils. delapidis 
‚Mukiplicatione. | 

" (zzz) Mercurius Kapis Philofophorum 
uncupatur à plerisque; & quamquam reve- 
|a non fit, et tamen clavis metallorum uni- 
Ja? carens nihilominus. tingendi .propfietae 
*per fe, nifi ipfemet; prius tingatur cum 
; nima Solis aut Lanz.Nullus igitur. Spiritus 
git inalium fpiritum,neque etiam ullum cor- 
us in aliud corpus. Ars porro hzc iri folo fpi- 
tus &cerporis anima conſiſtit. puta fulphuris 


| p d 


d$ 


1.594 


atque ea ratione Mercurii. fpiritus exaltat 
: & melioratur, acanima cum fpiritu confo 


'tur ac revivifcunt, idque lapidis no&ri vituli 























PANDORA, 


& Mercurii: lolphuris enim anima effent 
quzdam corporea exiftit. Quamobrer 
qui extrahere non norit animam. é corpo: 
Solis vel Lunz, atque eandem corpori i 
proje&ionc reſtituere, is tota fe fciat aberra 
se via, Id autem hoc fit qui fequituc mode 
Corporis anima, Solis fcilicet vel Lune, el 
citur five extrabitur medio fpiritus Mercur 


mis counitur, quam unionem animz & fp. 
titus corpus fcilicet Veneris vel Jovis poi 
modum in fe recipit,ac vitam inde accipli 
perfe&ionis, atque fic. corpora impetfecta 
fui imperfe&ione, ad perfz&iSnem deducu 


ti & beneficio, 
, Alanus © 


Eimixidus PETER Ihr folk 
tvi (en daß auf feinerlen Dina ug 
fer Tinctur/oder Medicin maa toe 
den gemacht / nur allein auß ur 
ferem Erg : das ifi : auß unfi 
Confect/ ober almaga : dasiſt / au 
unferen Metallen Gold ober Si 
ber, und aus ihren Seelen / E 
aug unjern Gift: vaeift / Syd 
curius. (a) wi 

() De 


> Dover Edelſt Gab Gottes, — 
à Eu ift offenbahr der jenigen Irr⸗ 


AOthum / die ſich unterſtehen die 
Areney zu tingiren bie Metallen auf. den 
Thieren ober Erd-⸗Gewaͤchſen herauß zu 
iehen. Denn weil das Tingirende / und 
das fo tingiret iſt / ſollen einerley Urſprun⸗ 
Ines und Geſchlechtes ſeyn / unb dieſelben 
Metallen/ auf welche der Lapis Philofo- 
Ushicus geworffen wird, im aufftragen noch 
nvollfommen find’ fo muß auch noibs 
Mendig gedachtes Pulver des Steins 
feiner Wurtzel oder Urſprunge ein Mercus 
ins ſeyn. Deñ wie die Ubung im Buch der 
WBarheit im erſten Capitel lebret/ fo iff 
Uhey lapis Philoſophicus eine metalliſche 
it materia / welche das Weſen und die Sor 

jen der Unvollkommen en Metallen ver⸗ 
Hhret: daß aber ſolche Verwandelung 

icht koͤnne geſchehen / als allein durch ftiv 
itd. gleichen, ift ſchon vorlaͤngſt von at 
um Philoſophis dargethan. Damit ich 
‚ner beweifes dab das Queckſilber / wel⸗ 
T ‚fie fonften Mercurium nennen / die 
Mte Materia der Metallen fep/ will ich 
Y licher Philoſophorum Sprüche hiebeh 
pen: 
Denn erftlich ſpricht alfo Die erſte Ir 
| Ming über Die Turbam im erften Eap. Sit 

ſrwegen auf Betrachtung aller Philo 

| borum ver Mersuriug ein Anfang al 

| i Metallen. 
Eben diefelbe fast auch Fur& hernach * 

E UE gv 


395 


96 


And alle metallifcóe Górper find Mare 


dick gemachter Mercurius im Bauch i 


ſchiedliche Metalla geseuget/bod) ift mg 





















Und toit bag. Fleiſch auff coagulirtem ob] 
gelieferten Blut gezeuget wird : alt 
wird auch das Gold auf coagulirte 
Mercurio geguget: © | 

Eben diefelbe am Cube des apitelet 


rius / fo wohl die Keinen als die Unreine 
denn ſie ſind auß ihm gezeuget. X" 
Auch der Arnoldus fehreibt alfo an d 
König inArragonien : Nun aber foll] 
wiſſen / daß die Materia aller Metall 
and derer Same fep ein gefodyter ui 


Erden/ durch die Fochende Wärme / ul 
nad) dem Interfcheid des Sulshuris uk 
feiner Vielheit werden in Der Erde unti 


re Materıa alle Zeit nur eine und im 2X 
fen einerley uno find doch nur zufaͤllich 
Weiſe unterfeheiden/nemlich megen eir 
groffen oder geringen 2lbfochung / die J 
Serbrennet/ oder nicht verbrennet ol 
wegen Vergleichung: Und in dieſ 
kommen alle Philoſophi überein. Und (i 
ber Sohn / id) will es Dir noch flárergg 
gen. Dennes iſt gemiß/daßlein je 
Ding auß⸗oder von dem feg/ barinneg. 
folviret wird toovon ich dir ein Exem 
will ſetzen: Das Eyß oder der Schnee w 
verkehret in Waſſer / vermittelft oer ABA 
me : barum iſts zuvor Waſſer geweſe 
eb 28 Schnee oder Eiß worden. N 

i foci 


) : Oder Edelſt Gab GOttes, 
Mehr ae ng = Queckfilber 
„nersehret 7 Darum find fie auch zuvor 
"iQuedfilbtr geroefen. m | 

T M  Edoardus Kellaus, 


T (22) Gomponire derhafben unfern aller- 
Xheimſten Stein bon diefen dreyen Stüs 
een’ und auf nichts Anders: Denn in an« 
gpern Sachen ligt das jenigenicht / fo von 
qpielen gefucht reirb. Dieſes Amalgama 
Qu er natürliche Compofition, ſo es auff bits 

Weißtractirt wird Fan man mit War⸗ 
ptit fagen/ daß ber Stein nichts ale ein 
‚Dingfey. Denn dieſes gange Gompofi« 
im ift eine Vermiſchung / deren Preißund 
Werth nicht fan gefehäget werben. Das 
qut zu fagen/ daß deſſen Preiß fo groß ift/ 
aß man es nicht gedencken Fan. Denn 
it unfer Ertz davon in der Turba ge⸗ 
ngewird. Wiſſet alle miteinander/ dag 
Pine warhafftige Tinckur gemacht wird / 
48 von unferm Ertz / das ift zufagen / von 
„unter Confection/ bie allein gemacht wird 
pn Deubrepen obergeblten Dingen: und 
sdenn fehltihnen Das andre Theilunferg 
r edlen Steins / und der Stein des an- 
„am Grads / Derda genennt wird Der Mi⸗ 
raliſche Stein. 
» Aonmmi Verbum Dirniffum. 


"* Socrates fpricht/ in dem Buch 
NE Pi Turboͤ⸗ 


| 


| 
1 
| 


1 
NE 


— 
-— 


597 


598 

















»PANDORA, 
Aurbá:. it Heinsligkeit: unfet 
Steing und unfer Arbett / das dj 


DET fcitote quod arcanum operis au 
| ri fit ex mafculo, & fcemina, mafcuff 
lum autem jam in plumbo vobis oftend 
foeminam veró in auripigmento vobis nun 
cupavi, auripigmentum igitur plömbum fcil 
te, hic enim mafculus recepta gaudet foemili 
na, eo quod maículo adjuvatur. Mafcu 
lusveró à. fcemina tingentem accipit fpirill 
tum, Ipfos igitur mixtos vitreo import 
vafi, & Etheliæ & aceto terite acerrimo, a. 
feptem coquite diebus , & cavete ne arc 
num fumiget, & per notes dimittite, Et ll 
vu:tis ipſum lutum iuduere, videntes iplun 
jam ficcum, aceto imbuite. Jam igiturauß 
sipigmenti vim vobis notificavi tol e(t fa 
mina quà maximam perficitur arcanum. 

| Tarba Philophorum. 


Glofarius ſpricht: Das Weil 
foloire den Mann / unb der Danid 
firiert/das Weib / bie geſchihet eig 
Stag: was (ff die Ding? An 
wort Kalis ein groffer Pbilofo 
phus /daß es anders nicht ſey 20m 


| 
om 
| 
h 


| Cet Edelſt Gab Gottes. 

der vier Element Zuſammenfuͤ⸗ 
Bed und beiffet ein Ding / wann 
liber Dietall Subflang / unb des 














unzertheilich/ baf fic) eins von bem 
andern nicht fcheiden mog/alfo/ daß 


iiis, umb Das ander fep. fir / unb 


nd 


erwiederum des legten; wann cis 


es fir ſey daß das ander aud) ſey 
Als bae Corpus. 


5 Uatuor funt principalia lapidis we 
tp pu fcilicet, folvere , abluere; 
»Ibnjungere & figere. Solvere ,— e(t corpora 
ividere & materiam facere, Abluere cft 
humare, diftillare, afcendere, defcendere, 
jonjungere, eft imprzgnare, dealbare & ru- 
ficare. Figere vero, ck fermentare & de- 
Wonfare, Selutio convertit Lapidem in 
. imam fuam naturam, it.eft, fuam aquam; 
lutio inaérem : Conjundio in ignem: 
e in terram fpiritualem & tingentem. 

| Scala Phulofophorum. 


M Die lolutio iſt fuͤnfffaͤltig / nemlich 
yb. Haupt-Solution; bie Solution der 
"Krmenten; bie Philofophifche folutioa; 
D Solution des (Serment8 / Die Solution 
| Steins und Elixirs. | 

pa 1. Die 


Waſſers Subftang bereit werden 


ines fepe ein Geiſt: Dasifi / Vola- 


599 


éco 




















» . PANDOR A; 
1.Die Haupt-Solution /ift eine redu&ioi 
des unvollfommenen corporis in. einen li 

quorem oder Chaos. diu | 
2. DieSolution der Elementen, ift eine Se 
paration oder Abſonderung von feiner 
Chaos durch die Deftillatıon in bte Eile 
ments nemlich/ in Mereurium / Sulphu 
und Sal’ ober in Geiſt / Seel und Leib 
oderin Waſſer / euer (oder Del un)Erver 
3. Die Philofophifche Solution / ift ei 
Slufféfung des Manns und des Weibt 
zugleich in der Faͤulung. ^. 
4. Die Solution des Ferments / ift eit 
redu&ion oder Widerbringung der lumi 
pum Schwefel / entweder in meife od 
rothe Oel. 

5. Die letztere / ift eine Solution obi 
Aufloͤſung des Steins / und beederley( 
lixir dieſelben augmenticen in ihrer Kraf 
und Wuͤrckung. » 


Incertus, 


(cec) Alphidius enim ait: Cum folv 
mus, fine temporis intervallo calcinam 
fublimamus & componimus: & inter SH 
lutionem & Compofitionem corporis & fpi 
ritus, non intervenit fpatium temporis, 
Conceptio & defponfatio fit in putredi 

in fundo vafis ; Putrefa&ío fit igne lenti 
mo fimi calidi & humidi, & ncquaqudf 
^^. ita quod nihil jafcendat. Quia fi 2 
^. fieret feparatio rerum, 1 | 


| Ober Edelſt Gab Gottes. 

fieri! non debet donec mafculus & foemiria 
fat pe'fe&é conjandi, & unum recipe 
iliud : cujusfignum eft, in füperficie per- 
U/fe&s folutio feu denigratio, quz eft tin&u- 
Ura, & ideo fervanda eít, | 

















Roſarium. 


I) (ccec) Combare in aqua : lava in igne: 
(rotam opus ftat infolutione, cum fada 
eſt folutio Lapidis, tunc dicitur unum ele- 
(mentum, nempeaqua. Cum corpus e& im- 
mundum, dicitur fecundum elementum,nem - 
[beterra, Cum terra ef  calcinata, dicitur 
!guis, & cum folutus ignis, dicitur aer. 

) Rofarium. 


| («cccc) Scias pro vero, quod nunquam 
Philofophi intellexerunt, quod lapis nofter 
Mivideretur inquatuor elementa feparatim, 
it faciunt ftulti Alchimiſtæ. 

| Ludus Puerorum. 


(cceeccc) Won dem dritten und unreis 
ren Theil der erften Materi aber bat Gott 


hafft gemacht: underfilich das Feuer / fo 
n Tugend den andern vorgehetz fo er im 
Lit Höhe unter den Mond gefeket. Es 
„at Feine corruption, fondern den reinern 
a til von Der quinta effentia in ſich. Tach 
, i tefem bat erdie fubtile $ufft gemacht/und 
on der quinta cffentie auch darein / nicht 
| Pps aber 


m Anfang die Element mit ihrer Eigen⸗ 


‚608 


$602 


, 


-abtr fo viel als in bad Feuer geſetzt / dent 


de iſt proprie trucken / appropriate kalt 


Waſſer / das Waſſer wircket in die Luff 





































PANDOR A, 


Ach dieſer hat das fichtbarliche Elemen 
ceB Waſſers gefolget/ welches fo vielvor 
oem fünffren Weſen hat / als es deffen bei 
yarff: und uff das Waſſer endlich die Er 
de: folches aber alles und bie gange Ne 
zur / Die ich die erfte Greatur bin / bate 
meinem Augenblickgefchaffen. Die Erd 
bat er dick und finfter/ Doch fruchtbar / ge 
macht’ und hält fiedasmenigfte Theil vot 
pem fünfften Weſen in ſich. Anfänglid 
ſeyn auch die Cfementa nur fehlecht uni 
fimplicia in ihren Sphzris geftanden. Alf 
ift proprie die Lufft und eigentlich nu 
feucht ; appropriate aber hilfft ıhr Dai 
(euer: Das Waſſer ift proprie Faft / ap 
p:opriate aber feuchte / weiche Feuchtig 
Feit e8 son Der Lufft entnimmet: Die GI 


und nimmete die Kälte von Dem XGal 
fer : gegen. ihrer groffen Irunderhel 
aber naher fie zu Dein Feuer, Das Feue 
aber tft Das fürnehmite Element / gibt 
das Lebens und durch feine Waͤrme ver 
urfachet e8 das wachfen. Nun muß id 
bir auch fagen / daß kein Element ift / ft 
nicht in das andere wircke / al(o daß einer 
wirckend / das ander leidendfen : als da 
euer toircfet indie Lufft / die £ufft in de 


unb Grbe/ wenn das Geuer die Wirckum 


erregeb Die Erde ift ein Mutter und E 


nap"e. 


Oder Edelſt Gab GOttes 

nährerinaller Ding. Alles mas unter dem 
Himmel in die Feulung gehen mag / unb 
ibr die Wärme obn unterlaß in ihren 
Bauch gibt/ das ernähretfie nach der Ges 
hurth. So viel Macht bat mir GOtt 
hegeben/daß ich die vier Element wiederum 
uruͤck bringe in das fünffte Weſen / welches 
nan alsdann die erſte Materi nennet / fo 
im einem jeden Element generice vermiſchet 
Mtrdurch meine Kunſt reducire ich/ babero 
jenerationes ent(ieben / und fepn Dit fpecies 
der Seftalten 7 fo herwieder gebracht 
/gtrbrm / in der reducirten maffa begriffen. 
Derowegen / ba ihm einer fihon die Ms 
Venehmen /- und fid) eben hart peinigen 
Holte, die Elementa alfo zu reduciren / der 
Dirp fie gemißlich ohne mich in primam ma- 
Utram mit bringen : Denn allein in mir ift 






























Nr transmuriren / mer anders Davon hält; 
rbetrieget fich. Denn du wuͤrdeſt einer 
ubſtantz nimmermehr ihre eigene influeng 
eignen / noch die Elementa proportioni- 
J ober in eine formam , wie es die Mate- 
1 erforbert / zu geben wiſſen. 


t (ec cc ecc) Ich fragte noch / Herr / 
nen Diefe Frucht nicht auch in andern 
aſſern gefocht werden ? oder wird doch 


evas bingugeftbt: Er antwortet: Es ift 
tano 


tie Macht bie Clement und ihre geftaltem. 


Waſſerſtein der Weiſen 


tr dieſes einige Waſſer/ welches in dieſem 


‚603 


604 


ander Waſſer Die poros Diefeg apffels durch“ 


Gran Bluts/ und ein jedweder Oran y N 


vn 



















PANDORA; | 
£anb ober Jnſel nutz ſey: Es Fan aud) kein 


bringen/ ai Diefes / unb foit wiſſen / bo 
der Sonnenbaum auch auf biefem paf 
fer gewachfen fepe) welches auß den Citrar 
[cn oer Sonnen oder Mondes durch Krafft 
deß Magneten gezogen worden : Daul 
um haben fie untereinander ein groffe 
Gleichſtimmigkeit: aber wann etwas fremb⸗ 
des darzu gethan wuͤrde fo koͤnte 
das nicht enden / was es für fid) ſelbſtey 
thut / derentwegen ſoll man es fuͤr ſich | 
felbften laffen/ und nichts bargutbun / ale 
dieſen Apffel/ bann nach der Kochung il 
e8 cín unfterbliche Frucht welche Lebe 
und Blut bat/fintemal das Blut wuͤrcket 
daß alle unfruchtbare Bäume Fruͤchte 
tragen eben ſolcher tatur / wie der Apffel 
Ich fragte weiter / Herr wird dieſes Waſſe 
auch auff andere Weiſe geſchoͤpffet / oder Eat]. 
mans allenthalben haben? Er aber ſprach 
Es iſt an allen Orthen / und Fan nieman 
ohne daſſelb Leben / es wird auff wunder 
fame Weiſe geſchoͤpffet / aber bag iſt darf 
beſte / welches durch Krafft unſers Stahl N 
außgezogen wird / ben manin Dem Baud 

des Arietis oder widersfindet. Ich ſagte 
worzu iff es nutz / er antwortet 60r HR 
buͤhrlicher Kochung iſt es das hoͤchſte ift] 
aber nach bequemer Kochung iſt es Die hoͤch 
fie Medicin / und gibt neun und zwantz 


I 


FI 


Oder Edelſt Gab GOttes. 
Dir acht hundert vier und ſechtzig Fruͤchte 











yerrach aufftaufend/ uno zehen tauſend / ic. 
rhoͤhet werden. 
Michael Sendivogius. 


Die natuͤrlich Sol / darzu dag 
Mercurialiſch Waſſer die je) jv 
Fammengefügt / machen Dir alle 
Frine oder ergine Dina zu wahren / 
fauteren/ puren Gold’ das da ewig 
eſtehet / welches nicht verwandlet 
foit; fo es (chon tauſent mahl ae 
diremit wird / diß ME 4 bu 








pn Roinde hoc fpiritu medicus uri.cupi- 
ens , in primis cognolcat quibusnam 
inveniat morbis , & quorſum ordinatus fit 
turaliter in medicinis, Poftremo veroMercu- 
M fpiritus, cum nullam determinatam aut 
Am rtam formam habeat , precedentibus aliis 
manibus , ut cera figillo fubjicitur omni : 
nim fpiritum in fe quemcunque recipit , ut 

| quum 


«di 


606 


(quz femina hoc opere fixa manet ac incoj 


PANDOR A; - 
quum folis ipfi fpiritus imprimitur, in flet 
tranfıt ; fi Lunz , in lónam; fic de reliquis. 
naturam ejus iaduit, cujis fpiritum ample 
Gitur metall, Comparatur itaque juxta cof 
pus ad alios fpiritus di&os, non aliter quan 
ad virum fua femina, non corporali mixtio 
ne , fed quum fpiritus e?u&us fuerit ex fui 
metallo, acin Mercurium poft przparationer 
projedtus, tum demum íaam transmuratig 
nem exhibet. Non fecus mortua metalli fi 
mina tanquam incultus ager vel terta, (1 ma 
ceretur vel aratro philofophico vivificetu 
































rupta ) corporali fptritu dito per ignis gra 
dus uniturin iftius naturam atque fabíftantiam 
& hic cum mortuo metalli corpore: quo 
quidem cum craffo Mercarii fpiritu minim 
fieri potet, Et fi corpus dolis Mercurius wd 
argentum vivum exiftat, ac fixum , nihilomi 
nuscommunis Mercurius non fixus adliuc 
neque mortificatas etam non tefirrexit, Nat 
tefurre&io metallorum , eit immortificabil 
reg*neratio , mediumque per quod ejusmoc 
tiadturz promoventur ad fui generationem 
Qua propter cum corporibus mortuis uni 
non potett in fixarionzm, at folum cum ex 
tractis fpiritibus, uti corporalibus didis; qv 
metaliis fabjiciunrar non alıter qaam commu 
nis Me:catius fpirttibus metallicis omnibut 
Spiritus eaim craffus Mercurii, tinéturat 
banc in fubftantia minime generát, non ma 
gis quam coacubina legitimos fcetrs, I 
pir Gerarans Dorreu 


Gat] 
| 


Ode Edelſt Gab Gottes. 
N cov ebers c 
v "tbt : s der verborgen Geiſt ift 
j bem Bauch feines corporis, der; 
felbig Gift it unfer Waffer / und 
unfer Atgen tum Vivum unſerF euer/ 
nd wird geheiſſen unfer Feuer / 
und der Geiftzeucht an fid) ven ver; 
» zorgen Geiſt / und das Del zeucht 
an fid) bas verborgen oleom/ alſo 
das Waſſer ein ſtarcker Geiſt / und 
auch warhafft / unb zeucht an 
ich den heimlichen Geiſt von dem 
| jorpore ‚und Diefes corporis ſolt du 


[ 


a in wenig unter die Miſchungthun / 
» wirdes ein Waſſer materız/ web 


(s Waſſer in der Kunſt vaft nuͤtz⸗ 
vb iit / wiewohl daß es nicht gang 
reject ift : bann cé kommet von 
einen Geld darvon es auf wird 
im M en’ unb (ft ſcharpff und hart, 
Sitterfeit ift noc nicht gewiß : aber 
à „de bringet ein Widermahung von 
| 2 Ovni Dingen’ darvon 
außgezogen wird / Darum Die 
ruteria beifiec oie Nothdurfft / und 
, t dico) baé Feuer jozergehet Die Ma—⸗ 
2 und das zerfioret und tooct 


" 


l 
| qu 
N 
| 


d Waſſer / 


" T 
z 6: Fr | 


60% 


Waſſer / Leichnam unb machet fi 


da iſt ein Stein und iftauchfeinha 


gemacht: bann die natur wird, , 


(0 
b , 

















PANDORA, | 
wieder lebendig / unb fuͤget fie toic 
der yufammen / das tbut c& nid) 
wann es fchlecht Waſſer ift / aud 
fanfi du fein ſtandhafftig Corp 
machen / babet dann den Geiſt / all 
ich andem Anfang gefihrieben / d 

Y 


— 


Stein / ſondern iſt außgezogen v0 
den Steinen. Du muſt aber 
Natur aug bera. Grunde oder auf 
der tieffe des Leichnams außer woͤ 
len / denn die Natur uͤberwinden 
und wird eingeflantzet daß aug 
gleichen gleiches wird geſtaltet ul 


freuet / und geſellet fid zu fein 
Naturen / uno die Xínctur wi) 
anderft nicht wann von bem Dind 
und it ein Tinctur oder cine 2full 
werffung- (c) P 


(c) GOlus (Geber Arabs aliquo ordine atg] 

methode hanc artem tradidiffe videt]; 

fed, ut ipfe fatetur capite ultimo fuz fumt]| 

perfe&ionis , ubi magis aperte locutus ef 

magis artem fuam occaltavit : plura eti 

fophittica & inutilia veris & utilibus 4 uf, 
q 


















Oder Edelſt Gab Gottes, 


Qt ex divitibus pauperes evaferínt , & ex ho- 
Weftis viris turpes habiti fint, Quod & iif. 


Gaflon Claveus, 


P. (ee) Rofarius , egiff ein Stein, und iſt 
Pin Stein / er iſt ber Stein des Adlers / 
auß man redet’ da Arrius pon redet / und 
Fein bekannter tein ín welches Bauch 
Fein Stein, und manner bewogen wird/ 
E man ihnlüffte oder auflfdfer,fp Fommt 
lirfár fein S'Gaffer , welches da war kogs 
gulirtim ibm / alfo ift Der tein ein außge- 
gener. Geiſt / von unferm ungerftörfichen 
ichnam haltende den Mercurius, Dag iſt 
Ai fefte €roe mit 2luffentpatt der gatur 
I8 ift ja Teutſch gereve. 
1 Stein Clg bain feinem Hauch ift/ 
d fleiget mit bem Waſſer über ben Dat 
D Wird von einander gefcheiden / unb 
tch natürliche Warm wieder sufammen 
‚bunden/ unb zu Hauff geſetzt und wird 
0 foi , Oif / und Seichnam/ 
t der König Alexander beseuget. day 
oa i Gloria Mund;, 


Es iff die natur / die hat das aff 
4 zumahl 





b 
T 
11 
| 
| 


T quam plerique ex iilius libris meiamorphos 
in expe&tsbant in fefe ipfis experti funt : ita 


Sem accidiffe video , qui aliorum fcripta nul- 
s tationibus fulta, fed per manus tradita, - 
Xperiendo miferi. à mendici confpiciuntur, 


Braces Pamphilos , merck wol ) denn es iſt 


699 


áto 


^^. & fic natura facit de corpore fpiritum, & 

























"s ja ON 
PANDORA,-.-7 
zumahl in ihm / unb tibergebet affe 
Element. — Auch ift oie Natur ve d 
borgen indem Leihnam/und wann 
die Natur zu einem Corpus wird 
oder kommet / alfo/ daß die Natur 
gang leiden ift/ und feibet / und cin 
acbt/ und zeuhet feines gleichen au 
ibn/1c. C£. | : 
(f) N Atura in metallis creandis & formam 
dis habet quandam fubftantiam ve 
materiam , videlicet argentum vivum & full 
phur ; ut eft di&um: ex qua materia fact 
naturaliter exire in mineris illam fümofan 
ſubſtantiam, feu materiam fubtilem, quz pol 
flea artificio ipfius naturz , ut et dicum 
convertitur in metallum. Illa vero prim 

materia à qua fumofa prædicta materia ge 
neratur & exit, efl quoddam corpus ; & il | 
la fumofa ab ea generata eft quidam fpiri ; i 
i | 


facit afcendere à terra in coelum , id eft regii 
corporalem facitfpiritualem. Et quia poflcl, 
hanc materiam fpiritualem natura convertitilf. 
metallum , ut eft di&um , tunc facit de {pie 
corpus : & fic facit delcendere de ccelo in te N 
ram, id eft remfpiriualem facit corporalem M 
fuis operationibus & a&ionibus, In omnibff 
autem iftis operationibusvere non poſſumus 

n 

i 


u 


proptie ipfam naturam fequi fed per quant 

fimilitudigem ipfam fequi tensmur in - | 
i; j E 

4 | 

I 


















T'tionibus iius ſcientiæ quod magis proprie 
P faciendum. Incertus, — 
ANS } 


| Das Rep/oder Ding su 


füblimiren. 


e 


[IIS groß als ein Hafelnuß, und le 


ohl / unb treibe ihm mit dem wi⸗ 
At ſo ſtarck / fo gibt es in dem 
Fublimiren ein rothen Spiticus in 
#5 ober Glaͤßlein oder Guͤtterlin / 
Tfi demſelben fo nimm ben quin« 
Enellentiam/und behalt ben/ fo 
Iu ben. König darvony/ den Koͤ⸗ 
A zerreib alfo warsn,und leg ihn 
hi: der in dein Aludel / und arbeit. 
Meltz und reibs ab ind ſcheid 
darzu gehört. Jtem bag roth 
E Mq: auf 


| | Oder Ed elſt Gab Gottes. 


f prout expedit arti noflrz, hoc eit attentiug " 


| Stem nimm fein ein halb Pfund 


Aludel / darauff ein U 


En wie vor/bann nimm dieferes/ — 


6n 


fia 


auf roth. Auf Roth gehoͤrt eu 


= 


PANDORA; 












turnus unb Mars/ auf das uU 
gehört SDenué. unb Jupiter / da 
Weiß auf Weiß. (3) — 


# 
) (x oO nimm btrobalben bas Sulphur 
t 3 iisiotopborom / toelches in der 
Ordnung das andere Principium ift / und 
mit den fpirita Mercurii außgegogen wird 
den geuß auff den weiſſen Leib Des SOT 
nigs/ digerirs einen Monat in einem fined 
den Balnco, darnach figirá in Der Aſchen 
and letzlich Durch den Sand/ bif bir ein fi) 
braun Pulver erfcheine/ alsdann fd)mel: 
ét e$ miteinem guten Fluß⸗ Pulver / aug. 
Saturnus gemacht / fo wird es wieden 
ganggefehmadigrund ſchoͤn Gold / als zu 
Zor / an Jarb und Krafft nicht zu tadeln. 
Baſilius Falentinus, AM» 

(gg) Vid. Mineralogia fopr. Citat. unldı 
zwar die achte Anmerckung fiber da 
(efie Capitel des Andern &beiló. — qr 


m" 
Res / oder Dinge | 

Item das Ding empfähet DAT, 

Liecht das wird gctobet dreiffüh, 

Tag, in dem Leib des Crbreiy 

nimmt es das Leben / und I 

ich 

n" 


! 
2 
| | 
er 


Tag, und dann ſo ſcheidet es 


a: 
j } 
] " 

j 


N 









I fogehen bie Elementen voneinan- 
poen. | 
Rid SPAM | 
i D Ber dieſer Mereurius hat in fich alle 
Metallen’ er ift Mannund Weib / 
t'ifl cin Menftruum Hermaphroditicum, 
"bba$ ift/ ein ſolches Ding / ba man nicht 
wiſſen kan / ob e$ ein Mann ober Weib 
Biey/ die Ehe ober Heurath wird in dem 
Loͤrper und der Seelgemacht/ welche Sus 
Dammenfügung und Dermifchung / ich 
Beine Bhilofophifche folutionem und putre- 
Madionem nenne. Das Erdreich mird 
ron feinem Geift aufgelöft/ welches in fol- 
enden Satz ⸗Stuͤcken abzunehmen. 
V Der Córper foll in ber Mitte des allers 
ibubtile(tem £uffts/ wie auch durch feine ei⸗ 
Bene Wärme und Feuchte foloirt mer- 
Den. Alda die Seele / als mitlere Na⸗ 
ar in fchwarger Farb / allenthalben im 
angen Gap oen Vorzug bat ; _ welche 
Wöchmärse der Natur die alten Philoſo⸗ 
das Rabenhaupt / oder die ſchwartze 
Donne geheiſſen. 













Marflius Ficinus, 


© (bh) Drdne derohalben big Waſſer im 
t Gefehirv/ fo zur putrefa&ion bequem 
er melches du aufs befte vermachen fol- 

1; wanns gefchehen / fo verfabre in Bal. 
IN o$u putreGcire/mit mittelmaͤſſiger Waͤr⸗ 
; 2143 me 


i U 
I In 
; WES 


l 
J 
| 
i 


Oder Edelſt Gab Gottes. 


68 


$i 


me / biß Dit Tag der Putrefsäion erfundet 























I PANDORA -— 


wirft haben welche bag caput corvi ode 
Rabenhaupt genennet wird / fo vermehr 
ein wenig Des Feuers grad, bif alle Sat 
hen / wie zuvor fehon gemeldet worden 
erfchienen feyn und die Weiſe wirſt fe 
ben anfangen. d sw 

| Samuel Norton 


(hhb) Vafe enim firmiter claufo,conve 
tir humiditas fuper corpus, & folvit ipfun 
in menfe philofophoram. Menfis vcro ille 
rum fecundum quofdam funttres dies & tre 
no&es, Etquidam per decem diss dicunt 
& aliiper 4o. dies in circa : & ali etiar 
quinque illis addunt. s 

| Laurentius Ventura 


Tem e foirb gebohren eit 
Schlang / und iſt figirenober heff 
ten / das das fluͤchtig iſt. ) — - 


Q fon ſolches mercken wir auch € 

C oieſen Mercurio univerfali, welcht 
in feiner micera ernährtsund allegeit wied 
erneuret wird / alſo Daß wann erauf toa 
Weiß e$ wolle / extrahirt wird/ er Doch fl 
fig8 wieder in einer folchen orm waͤch 
fet/ in welcher er zuvor gemwefen/ und Wi 
hin er auch wird geworffen werden’ roti 
man doch de ſſen feinen ange Date Hi | 
i habt 

















Oder Edelſt Gab Gottes 

haben. Nicht daß ich fage/ daß ſolcher 
(ug der Erden / (befür komme) ge 
nerirt voerbe/ fondern in der Erden / durch 
deren alle Theil er Ereicht / und durch bie 
multiplication und vegetation (tetas fich 
ufbreitet. Welches auch die Alten durch 
ie Schlange haben mollen zuverffehen 
Heben / von welcher Moyſes fagt/ daß fie 


fen Staub naͤhre. Und diefes iſts mas 
ie Cabaliſten bewegt / daß fie ſolchen 
hen Fuͤrſten ber Gräber genennet / weiln 
Medi liegenden Coͤrper verzehrt und aufs 
Wri/ / wann er ſelbige indie Erden vere 
ehit; nicht zwar / daß bie todten corpera 
‚der bie Erde feiner Nahrung ſeyn / ſon⸗ 
“en daß ſolche nur fein Sitz und Woh— 


Mähret wird. Diefer Dre iſts / da er be- 
egt/ verkehrt, und ohne Aufbören forta 
jeſſend wird Davon Medea den Jafonem 
Finnert/ wann fie (agt/ (in epitolis Heroi- 
[um Ovidii) , 

Schau / wie rauſcht daher der 
Schuppen wilde Drach / 


N 


(p ^^ wnbligetavf der Wach. 
Welchen Verß der Authoralfo auß⸗ 
| M gefpröchen: 

Schau wieder bart befchupt/ und 
ſttoltʒ und wilde Drach / 
i Bu 2 q 4 ‚mie 


IN una, 
D. 


auf der &rben Friecbe/ und fid) von de⸗ 


ung waͤre / woſelbſten er geſpeiſſet und ers: 


Zſiſht / kreichet krumgebuͤckt / 


n 


616 


Mit Augen und Gehoͤr / (fct 


PAND ORA, 7075) 


















.  liegetauf der Wach / 
Und nimmer nicht entſchlaͤfft dei 
weite Rachen fpeyet/ / 

Stets Rauch und $lammen 

auß / die Angel⸗Zunge draͤuet/ 
Die krum̃en Zähne auch / er ſchlep 
den Schwanz daher / 
Ziſcht / kriechet weitbekreiſt 
bald lang bald indie quer. 


M 






| 
l 
N 

‘ 
j 


| 
| 
| 
i: 


Ich habe dieſe beede Betrachtungei 
berbey führen wollen / nicht allein da 
ich beweiſſe toit man ſolchem Mercurli 
nachforfchenfolle/ fondern auch var idi 
beftetiges bafi bag jenige / was ein fxibill. 
in fic) bált/nicbt8 anberft (ep/ als Diehl, 
lebmachende Elſentz / welches tvo fie aud. 

ebührliche Weiß figiret worden / das 
en in allen. Coͤrpern / in welche fie einge 
het / lange Zeit erbált/ indem fie mit ibo 
Reinigkeit / Die excrementa hinweg treibel|, 
unb die unvollfommenen Ding mit fell), 
perfe&ion vollbringet. Die andere Cnt, 
Urſachen / der fo wohl natürlichen alt k 
Funftreichen Siyatieny — ift bie Stetigke 
und rbaltung/ weichegefchehen / / vermi 
telftder Tinctur / die der Mercurius bull], 


— 


i 
tu 





diefe Siration überfommet. E 
| — femene u 


(i) Figere ober figiren iſt wann du de 
) Fig figiren ift (it 


J 






Muͤchtig wiederum fir machft / auff bag ſol⸗ 
hes nicht mehr in der Sublimation auf⸗ 

Steige’ ſondern beſtaͤndig am Boden beg 
Sa bleiber und qud) in bem eut Ww 

dicit mehr hinfliege, | 

U Solvere ift, zertheilen / corrumpiren os 

Der gerbrechen das corpus Darauf sumachen 


‚Forpus in ein X7. fo(pirc(t. i: 

T], Abluere obtr abwaſchen⸗ iſt feucht ma. 
hen diſtilliren und ealciniren : 

TQ Reducere iſt / mann du einem trucknen 
Waſſer und fein aufgesogene 

Dlement wiederum gu trincten gibit. 
















ID itt. sufámmengefüot iſt wieder ſolvirſt 
MD coagulirſt mit dem erfien Werck: 
emlich mit dem foloiren wird die Natur 
| ehrt/ nemlich in Nz/ mit dem 
Werck unferer Kunſt wird die 
et außwendig / mit Dem brite 
Jtatur aber verkehrt, nemlich 
nern Stein fublimirft. Mit 
| schen wird Die Natur unter- 
fib verkehrt, daß die Materi unferg 
Woteiné alle bleib im Boden des Glaß/ 
gb nichts fluͤchtigs mehr aufjteigt/ font 
Fralles fix bfeiß : fo baftu bann mit Dite 
3 bier fürnemften Wercken unſern 
fein ober Werck der Natur vollendet. 
[X * Rarmundus Lullus. 


Qq3 ‚Sot 





| Oder Edeiſt Gib GOttes. 


J| Figere oberfigien ift / daß bu bad - 


6i 





618 


, quantum diffolutio expofeitimbibendo. — | 


P A N D © R A vo? vx 
Sol trincket Mer cur ium / ſucheſt du btt 
Die Hige des Holdes/ aiebeft du das⸗ 
fo giebet das Gold braun roth 
Loͤwen. i37 ( 4 
























(k) E Unde ergo aquam fuper terram fuam, 

& permifce conterendo ftatim, pau- 
latim imbibendo ». hebdomadatim deco- 
quendo, & poftesleniter calcinando, quouse 
que terra bibat de fra aqua quinquagefi- 
mam fui partem, Scias quod terram opor* 
tear nutriri, primo modicé aqua fua, & poli 
ftea majori, ficut eft videre de infantis edus 
catione. Idcirco multoties contere terram; 
& paulatim imbibe eam de oGo in oGo dies 
bus: decoque, & poftea mediocriter ca 
cina in igne. Ne tedeat te opus mutet 
reiterare : quia terra frudum non gen h 
absque frequenti irrigatione. , Unde cum 
aridum fit & multum fitiens, bibit füum 
humidum & aqueum , & trituratio non el "N 
bona, donec terra & aqua fiant unum & i: 
dem corpus. Ergo non fufpendas manum 
tuamätrituratione & affatione , donec tetra 
fit ficca & alba: quz albedo generatur ex 
tali frequenti & ficca trituratione & affatio- 
ne, Caveastamen ne imbibas terram 
paulatim, & cum longa contritione, poft fic d 
cationem terrz: tantum. decoque a odi nh 


d 


| 
| 


f ; 
Avicenna U 


(kk) Den 






















É (Dort Edelſt ab GOttes. 
(kk) Denjelben Schwefel folt ou ber 
aer auffófen in feinem eigenen Blu⸗ 
e / darauß er zuvor. mit feiner Fixigkeit 
elbſten gemacht ift/ nach feinem Gewichte 
im fechiten Schläffel angezogen fo haft 
iu benrotben Loͤwen mit dem Blute des 
ruͤnen Loͤwen gefpeifet und aufgelöfet/ 
‚aan dag fire Blur des rothen Zómené 
ft gemacht auß dem unfixen Blut des grüs 


End das unfire Blut macht auch flüch» 
g wiederum dag Fire/und das fire macht 
Itgegẽ hinwiederum beftändig das Fluͤch⸗ 
Tge/ toit c$ für feiner Auflöfung gefunden 
orden / laß dann zufammen in gelinder 


| 


Kon firn Schwefel mit den unfiren ges 
Jeiſet / wie alle Philoſophi ſagen neben mir. 
Bafılıns Valentinus. 


h Item zeuhe "auß den quintam 
entiam auß dem Reß / oder Ding/ 


Im erſten das Ding und mache 
Ab ift ; bann nimme diſtillierten 
Jig des allerbeften, und lege das 
Alver darein / das laß alfo lang 


Ley 


Lon Loͤwens / barum find fie einer Natur / 


Bärme fteben/bif ver Schwefelalle aufge 
fL worden / ſo haſt bu das ander Fermamt/ —- 


beum von Ref, von Ding. 


id des Weiß iſt allo. Nimme zu 
28 zu Pulver / das unbegreiffent⸗ 


darinn 


= 
/ 
— 


‚629 


thu es in ein reines Glaß / undnii | 





















barinn liegen, big baf cs fid) T 
in ein rotbe Farb / dann fo — acu 
es gar fauberlid) und fittlid) at 


dann ben andern gebiftillirten. €f 
fig und geuß ihn auch daruͤber / un 
ſetz ihn auff ein ſaͤnfft Feur / bi 
daß fid) der Eſſig farbt/ dag 
alfo [ang bif daß er nit mehr far 
bet/ dann nimme die Eſſig bic alf 
gefarbet ſind / und tbu fiein ein Guy 
curbit / und diftillier eg per Y^ 
cum auf einem Defelein/ fo 

zum erſten der Eſſig / darnach ^ f | 
beit bu ein erfährelich 2Bunba 
daß durch den Schnabel des Alen 
bis wirſt dufehen faufenb Aede 
lein von der Benedicten oder geil ; 
neten Röthe/ bie ba abgebeno d , 
durch rotb Tropffen. (1) 


(I) 6 ift ein toarbafftig Ding/ de 
wenn eine irrdifche Materi foit In 
euer toerben/ fo iſts vonnoͤthen daß | 
ſubtilirt / ragen und einfach gemad 
werde. Alſo wird unfer Compo Fi 
dünne und fubtil gemacht auf kh. 
Weiſe / daß das Feuer in bemfelben f 
ſche / und dieſe Sublimation uno Zubent 


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Oder Eod (t Gab Gottes. 

ing der Erden wird gemacht mit fubtie 
m und vortrefflich feharfien und fauern 
Baffern bie Feine Geſtaͤnck oder übele 


















zumma / daß es Das Waſſer fep von un: 
"m ſublimirten und in Die Natur des 
uers gebrachten argento vivo, unfer 
m Namen des Weineſſigs / Saltzes / A⸗ 
unb vielen andern febr ſauren Saͤff⸗ 
und andern vergleichen Sachen / fo 
3 anhero verſchwiegen und bedeckt ver⸗ 
Jeben. Durch welches Waſſer die Coͤr⸗ 
Wr fubtifirt/ und in ihre erſte / und des 
Iteins nächfte Materi ober des Elixirs 
ar Phılofophen gebracht worden. 
Y ednonymi Verbum Dimiſſum- 
al) Derowegen ſo iſt dißMercurial · Waſ⸗ 
nichts anders / als der Geiſt der Coͤrper / 
Iwandelt in die Natur des fuͤnfften 
been / welches die Krafft dem Stein 
Bit und denfelben gubernirt/ und der 
ein oder unfer Compofitum ift Die be⸗ 
tende Sutter unb der bequeme Dit 
Iſchen die Mutter der Erden over das 
fühle Der tatur; welches anfich báft die 
Umirende Krafft des Steins/ darein die 
Mörliche Wärme getban wird / welche 
JE Formirende Krafft ift/ fo auf dem 
fälle kommt / durch den Gieift des, fünf 
Weſens. Dannendero beiff es die 
rende Mutter / welche dem RAN 
OB € 


jeruch haben/ wie Geber faget/ in feiner 


SER 


U u TU Sn wu c m dla Zu u 08 2 ZU un zn = en Ua el # Le Ge 











— fe mehr fie fliehen/ j je mehr. werden fie ver 
wandelt und verändert in der Behaltum 


von ihrer Verderblichkeit unb Unvollk om 
menheit / welche es auch ſeyn möge / um 


- balten. 


fapientiz, & qui fideliter laborant in hac at 


"PANDO R-A, | ! 
die natürliche Kraft imittbeifet/ und b 
felbe fpeifet und naͤhtet. Dieſer nun i 
unfer Compofitum in Diefem natürliche! 
Gefaͤß in welchen die Gieifler von eine 
Pratur zur andern vermanoe(t - werden 



















dieſes Gefaͤſſes und- ferner abgefonder 


nähern fid) mehr zu bem Ende der Neinig | 
fcit und Vollkommenheit /fo lange bi f 
die Crfüllung des fünften Weſens (i 


Anonymi Verbum. Di | 


a 
(I) Querikur, Qualiter ifla medicinaalb 
vcl rubea multiplicatur, Rec, Tibi dixi pa 
tec fan&e verbo, Er ideo non dicam fcripte) 
dixi enim tibi pater, quod nullus philofopho 
rum fuit aufus revelare, Ideo obfecro tua 
fan&itatem , & adjuro ne revelesea nifi Ali 


te, Per puttefa&ionem augmentatur Lap 

Philofophorum, & per frequentem reiten 

tionem, Hocfcitoamice — | 
«drnoldus de Villa Nova, 1 


Gleich als des Menſchen Sl 1 |] 
dieſelben gebenedict feuchte behalten | 
in cm elag / wann du Das haſt 


id. | | 


(Doer Edelſt Gab GOttes. 
0 bafi bu ein Ding/ daß ver Schatz 
der Welt ihm nicht gleicben mas. 
Sihe des groffen Wunders das ge 
Mrenbaret it dir ſolche groſſe Sup 
igfeit von dem Res / oder Ding/ 
ſe da roth iſt von Der quinta effen- 
ja ( m) 2S Los 


















—— 


—* 


Dde Waſſer / ohne welches nichts 
emacht wird; Denn ſeine Krafft iſt ein 
eiſtliches Blut / das ſich mit dem Leibe 
"teinige£ / und ihn in einen Geift verfehs 
IE 4 durch die Vermiſchung / die miteins 
aber gefchicht / und menn fie in eina ges 
acht worden, vermandelnfie fid) eine in 
138 andere ; Denn ver- Leib madjet ben 
min Leib in einen Geiſt / tiogiret und färbee 
tin wie Blut. Te 

2s Nicolaus Flamellss, 


Die iſt alfo ſuͤß alg der Ho⸗ 
Ig / und mag ihr nicht gleichen. 
ch fage dir inder Siebe Gottes / des 
Renichen Natur magnit begreifen 
ze gar fofibarlien Ding quintæ 
I&entie Res / als zuvor gefagt ift/ 


10 


aub mir fuͤrwahr / Daß in der Jia» 
ie tur 


llaye Er Mercurius das ift dag bleibens 


heit leiblich und der Ocift verwandelt 


Xa 


624 


— funben wird/ mer zu auß/ id 


.fentiam Res/ alsich gefagt Bab. (n 






















PANDORA, I5 VE 
tut nie heimlichers geweſen ift / ode 


fag allen Menfchen die da gelabe 
tíret und gearbeitet haben / da, 
bit (piritus minerales ? dag ifl / di 
Ergäaderlichen Seift gefublimert bc 
ben modten nie finden quintam e 


(yy ber Seift vermittelt der St 
le vereiniget unb verbindet fh 
mit bem Leibe / unb verfebret fich mit ibl 
in Die arbe des Ferments und wird di 
ihnen ein Ding. Diefes fälle Elixir / w 
Avicenna fagt / das fid) mit feiner eigen 
Tin&ur tingiret / tauchet fid) unter ung 
verſencket fid in feinem Del/ unb figi 
(id mit feinem Kalck / deffen Wafler yg 
befunden haben ganó / wie das Dueckfil 
ift unferden Mineralien: Und fein Oeln 
der Schwefel oder Arfenicum if, — 
Nicolaus Flamell 


Sprech ich dir zu taufent mal 
(n / das ift die Heimlichk 
aller Heimligkeit / fo möcht ih If 
balber nit gejagen / die Halbe Heu 
lichkeit / es beilet ale Wund 
bald, und fein Tugend (ff ungerfta] 
lich und darab ſich zu DUAE | 
| 


|^ Doer Edelſt Gab Gottes. 
und iſt ſehr nutzlich und bedarff 40. 
















Tag zu fiehen in den Glaß zu pu» 
!teificieren / oder zu faulen / [o wird 
es Heiligkeit/ und ift ein groß Wun⸗ 
‚der / das von dem Res fo groſſe 
js dir geoffenbahret bab. (o) 
: (o Sede aber ; daß dag Ferment ift 
|. "*'pd8 fire Waſſer + welches den 
Stein färber und tingiret 7 denſelben 
lebendig machetzumbfähet und halt: Dar⸗ 
um fagt Maria: Der fire tib ift von der 
Materie Des Sarurni welcher Da begreiffet 
bote Kochung oder Scheidung der Ti&urett 
r ver Weifen/ ohne welchen fixen Leib Diefeg 
«u Seheimnüß nicht zum efc& fommt /bißfo 
ange bie Sonne und der Mond jufams 
nen in einen Leib vereiniget erben. Denn 


Jd Kunftftück diefer Kunſt wie Euclides - 


Igt / lieget und beftehet gang allein in dem 

‚47910 unb Mercurio: dann wenn iefelben 
mit einander oereiniget und zuſammen ges 
het werden’ fo haben fie eine unendliche 

Mindun _ N N 

| iNseolaus Flamelüsi 


Du felt mercken die quinra effer: 
2/ ift alé ſuͤß als Honig / oder Zus 
le GONE MO 


| | i 
Ww 
VE 
mE 


| 


| . u 


‚Süffigfeit/ daß unmtgtic feye/da® _ 


nd Sarben/ und volibringet bie Weibheit 


615 


616 


ges. (p) 


welche von Silk herkommet 7 Deme mat 






















re BAND OR-A, S081 
der) ober eines jeglichen guten Sy 
() Ann wir deben / daß gemeiniglic 
Y I gemeine Infafiones fehr bitte 
ſeynd / welche wir mit Zucker oder Doni 
verbeffern müffen/ weilen der meifte Thei 
ber Aporhecker 7 anfolchen es Fleiß erman 
gelu laͤſt / daß fie oie natuͤrliche Süffigfei 
der Ding / welche von Natur darinnen iff 
heraus ziehen. Dann alle Bitterkeit 


einen bittern Geſchmack Rn fehreiber / ba 
Unten im Grund eine Suͤſſe 7 weiche burd 
fo fchlechte infufiones, nimmermehr fat 
extrahirt werden / ſondern nur Durch bar 
euer / und zwar durch nachdencklich 
Handgriff / toeilen fonverlich die Suͤſſe 
bit perfe&io bet gantzen medicin ift j die 
fer Urſach wegen fagt Arnoldus de Vill 
nova; mann du teüfteft Das Bittere (üB ji 
machen / wuͤrdeſt Du dag ganke magifteriun 
erlangen / welches auch Paracelfus mol ver 
fanden / wie erin dem tradtar, den er De 
mogorgon intitulirf / bezeuget. 

Daß ich auf mein Vorhaben wiede 
komme / (o kan ſolche verborgene Suͤſſig 
keit nicht offenbar werden / mo fie nich, 
voͤllig von den irröifchen fascibus , und quc 
von der flächtigen und aeriſchen Derbren 
nung befrenet wird. ‘Dann Die terreüreit 
gibt einenfrembden Giſchmack⸗ ud 


I], 






















| 
| 
| 


| Dow Edelſt Gab Gottes: 
der eigenen excrementen des Saltzes / aus 
béren Ungieichheit nach Den Unterfeheid der 
Arten und Derter / in welchem fie gene- 
"irt werden’ die unterſchiedliche Geſchmaͤck 
ntftehen: Dann tin jeder, Gefchmack 
Jommt vom Saltz her / und jemehr Sal 
je) einem Ding ifts je ftärcker ift Der Ges 
chmacf. Hingegen macht Das acriſche und 
lachtige bie boͤſen und unnatürliche Ge⸗ 
‚ich / welches wegen der Verbrennung 
‚md Cnrjánpung 7 des ſchwirmigen und 
Abrennlichen Schweffels / einen ſolchen 
beln Geruch vou fic) gibt / den, man iti 
Berbrennung eines Dings serfpárt: 
deu Nayſemoni 


Glaub mir fuͤrwahr / überließ 
fle Bücher der Philoſophen (9) 
i) gun veto qui ctedünt ſirmiter, hanc 
© arem nobilifimam veram effe , fed 
lirüm vera fit experiende non attentavérünt; 
ic probare ſciunt. Credit quidam eorum 
Ixalitercunque debilis, & probabilitet veri- 
i confentit & adlizret ; aut multitudine di: 
rum ; aut magnitudine au&orurn; fed con- 

dus pugtiz cedit. Et autem unáres; qu& 
ines ad credendum facile trahit; fcilicet has 
indi cupiditas, & voluptatum aviditas; Sos 
“kenim voluptas, cupidos maxime facit; Di: 
; enim Ludovicus Lezarelli philofophus 
Qa ‘ Hönis 


T 


628 


Quia ergo homines univerfi quzrunt delici 


hujus aris magifterium pollicentur, utpot 


 fecretorum ignorantia , & ftudendi neglig 






















Homines terrenis deliciis. dediti, ante o 
nia terrenas delicias optant, & ad eas com: 
parandas nihil operis vel laboris prætermit 
tupt; juxta illud Vergilii vatis eximii ; | 
. Quid non mortalia petlora cogis, 
Auri facra fames, 


as, & ut quantum poffunt bene beareque vi 
vere valeant, omnesfere hujus mundi delicia) 
inaxime per divitias haberi poffunt, juxta il! 
lud commune adagium : Pecunie obediun 
omnia; & philofophus in. V, Ethic, dicit] | 
Ad hoc nummus inventus e(t, ut fl 
quafi fidejuffor habendi pro eo, quodcungu) 
homo vcluerit, Maximz autem divitiz pe 


verum aurum & verum argentum, & utrum 
que multum fine magno labore , ex quibul 
nummi figurentur, per quas omnia habe 
tur: idcirco homines fcientes & non ſcient 
facile credunt, & probando affedant ac pza 
bando acquireretemtant, Sunt tamen pau 
quilaborando artis veritatem attiogunt, cuj 
rei ante przcipua expofita eft caula , fcili 


£a 


gentia, Et quoque hujus fpecialis ratio d*- 
plex : prima metaphorica locutio, Dit 
Avicenna : Confideravi libros affi: mantiul- 
artem, & inveni ces vacuos rationibus, 
ratiocimationibus, quz funt apud omnem 4 
sem, & reperi plurimum ejus quodin eis ca*- 
ginctur, alienatjeni fimile, id eft metaphor. 


En 


- Oder Edelſt Gab Gottes. 


tu fimilitndines ; fed cum ego me reduxiad 
| principia naturalia , Cognovi tunc attem ve- 

effe. Secunda eft fallorum cum veris 
mmixtio : unde Arnaldus ait in fuo tefta. 
| mento: philofopbi duplicem modum in eo- 
| gum libris pofuerunt: Unum verum & alium 

fallum : verum autem per verba obfcura , ut 
i nifi à liis do&rinz poffent intelligi, neimpi- 





















lvero fub Veris intelligentibus pofuerunt, & 
E. communiter íequuntur operantes in 
d Mercurio , Sulphure, Arfenico, & etiam in 
ipfis corporibus, & nihil invenerunt, Sunt 
q eur plutimi , quiin hac arte laborant in va- 
finum: quia nec proprio ingenio poflunt in- 
Wivenire opportuna , nec ex aliorum fenten- 
ittlis veram intelligere & extrahere queunt. Aut 
iienim peccant in debita materia , aut in incon- 
ienienti operatione. Quare confulendum 
tl talibus , utaut ab operando manus fuas fu - 
pendant, autlibros diligentius legant, & le- 


maturni dicitur : philofophi non feripferunt 
lit bros fuos , nifi filiiscorum , & filios corum 
oco, quiperfecte intelligunt dicta eorum, 
idt non fecundum literam, Nam operatio fe- 





Doandum i intentionem literz, eft diffipatio di, 


aitiarum , & temporis perditio, 
wi Lanrentius Venturk, 


" & ſindeſt du nimmermebr was 
i iſt Plumbum Philosophorum.(t) 


Nr CR 


is ſeilicet, via agendi profanadaretur; fallım 


Ala plenius inteliigere ftudeant , unde in libro - 


619 


60 





















PANDORA I 
Oei aber wolte mir das Gluͤck 
daB ich den Kupelciffam fo ein 
Stangoß geweſen / zu lefen-überfämeu 
Difer iff Der ander geweſen / der der 
Handel unverdunckelt erzählet bat 4 
ber mich nicht allein z fondern alle pie ih 
ne lafen/ gelehrt : Dann von ibmebabeid 
gelernet und erforfchet » Daß ein Spani 
(cher Soldat / durch das plumbum Phila” 
fophorum, die Marchafitam plumbeam ger” 
ftanden hat / welche marchafıtam der Ku 
peíciffa Antimoniumnennefe ; und erfläre } 
auch des Ariltorelis Sprüche im Bud 
von dem Geheimnuß aller Geheimnuͤſſen 
pa er ſagt / daſſelbe ſeye fein Blei / ob exe 
wohl nicht. mit Namen das Antimoniun 
nennet. Welches mir trefflich wohl gefalles 
hat / und hab ſolches angefangen zu mal 
(benz folvirteesin Eifig / und deltillirets / e 
tourde aber nichts draus : hab alfo. ver 
Irrthum gar bald erfahren z Dann ich ver 
meinte / Der defillirte Effig wäre der Phil 
kofophifche Eſſig/ welches ich gubor nich" 
wuſte / aber darnach hab ichs erfahren dat 
man mit ihrem Eſſig / Die q.e. aus dem A 
timonio zeucht / von welchen ich in kurtzen it 
der Taffel oder Zweigereden will. 


Incertus, 


So finde du aud) nicht die wal 
re Kunſt / wie man es laboriren 


.. QoerfEoc(t Gab Gottes. 

das iſt / arbeiten ſoll obn allein, 
"Mercerium vivum , das mag man 
QuB der. miner : dag ift / Ergader/ 
| arbeiten und fublumieren in ein rotbe 
Farbe / Res ift ein Mutter aller 
V Syetaffen/ und iſt Plumbum Philofo- 
4 pho um: das iſt / Hley der Philoſo⸗ 
„nben. Nun laborier und arbeit du 

(bt gnug und (ob GOtt (1) 

M E : kg 
1 (gp das haben bie Philofophi auch, 
A viel andere grofle und verborgene 
Geheimnuͤß ber Sötrlichen Wundermerckz 
wi Quch den groffen Reichchum feiner Gori 









| 


Inr barauf erfennet zund erlernet / dardurch 


bann etliche -Der&m von GOtt erweckt / 


und angezünder / paf fie ferner zu feinem 

Erfantnüß deducirt und gebracht worden 
ſeyn / dann fie durch, dieſen Schag feinen 
weoſſen Reichthum / weltlichen oder zeitli- 
chen Wolluft und Pracht gefucbt haben, 
Noder Damit-zuerlangen begehrt / Sondern 
vielmehr ihre Luft und Sreud an dem Wun⸗ 
der in den Greaturen zufehenund zuerkens 
nen gehabt haben / welche herrliche Ges 

ſchoͤpff unb Werck des Almächtigen fie 

‚dann viel anderft betrachtet und angefehen 
„ghabeny als (poer bep der jegigen Welt ger 
Khicht / die bann diefelbige fehier nicht ans 
I! btt$ / als wie Die Ruhe und Selber anzus 
N Q9ir4  fehauen 





6 


632 


feines Worte ı fondern nur den Sion 












GQBANDONA, (0 
fchauen pflegt. Auch diefe edle Kunſt um 
ihres Geitzes “Pracht und zeitliche Ehre 
und Wolläften willen fuchet und zulernen 
begebret 2 mit welchen Gedancken fie abet 
vont gefehlet. In deme GOtt folche Ga⸗ 
ben nicht den Gottloſen und Veraͤchtern 


men / fic in dieſer boͤſen Welt erbahr unt 
geruhlich in ſtille mit ihrem Leben hinzu 
bringen und zuerhalten / auch ihren duͤrffti⸗ 
gen nádjftea / bruͤderliche Huͤlffreichung 
zu erzeigen / mitgetbeilet. — — — | 
| — * A Yooffifteinoer Werfen. 


(IP) Procek deß gantzen Wercks Burg 
angezeigt. 


Die erfte oder Vorarbeit 
Die Materi dilolvire 
darauff sur Hand putrehcirt 
vifelb hernach auch difkillire 
So wird das Waſſer coagulirt 
Die ander oder Nacharbeit. 
Ferner zwey Ding conjungit. 
uff od Ref denigits, 
Auff diß fleiſſig digerie 
Biß es cuffs ſchoͤnſte wird. deslos 
Und endlich gar bod» robibcirt. 
Coagulirt und Kgirt, 
Wann diß weiter wird ferment, — 
Go ift das ganze Werck abfolvire, 
Als dann ein folches Theil ad 


(o rr Edelſt 65b Gottes. 
Daß tauſent wird mul:iplicirt. 

ODder alfo / welches noch Eärger. 
Such drey in einem Ding allein 
Und wiederum einsindreyen 
Schlenß folcbes auff und wider zu / 
Als dann die gantze Kunſt haſt du 
‚Enigma, in welchem der Proceß auch 
u angedeuter wird. 

Dem Leib wird geben in der seit 
u, Der cif welcher die Seel erfrent. 
Wann der Geiſt dieſSeel zu ficb sevcbe 
Und in dem keins vom andern 
So bleibens beyfammen alle drey. 

V Bißder Leib auffgeläft wirt frey 
Sauleund erſtirbt / von ibm fícb ſcheid 
Seel und Geiſt/ jedoch nach des 















m Seit 
Kompt allesinder leuten Aig. | 
Wider zufammen / und lehret ſein 


TEN 13 

hantʒ in rechter Vollkommenheit / 

Glerikcirt mie groſſer Freud 
Waſſerſtem der Wayſen. 


ilt Der Roßgarten. (a) 
MD JEferzbile defiderium impretiabile 


h "pretium, à cun&is Philofophis pofi 
ii^ im, quod non d:ponitur nec male propofi- 


v Im fuiffe fupponitur, ex libris antiquorum 
"i E —— QS hie 


| 
' 


! 


I 


653 


634 


. cin&um trademus quicquid ex illorum libr 
















ES PRN DARM ER 
hic in fumma una breviter adunabimus , t 
tibi chariffime fufficienter. pateat veritatis ar 

umentum, tam excellentifimz partis. phi 
Loki effe probauffimum. Atque hancq 1) 
dem fummam vocitamus Kofarium , eo quo 
ex philofophorum líbris tanquam rofas a fp 
nis evulfimustibi ipfam , in quo quidem clar 
fermonere&oque ordine, ac de verbo ad ve 
bum,cumomnibus fuis caufis fufficicntibus fui 


reperimus neceflarium ad operis hujus com 
plementum, Et quia nocet veritati quidqui 
contrariatur rationi , ideo fententiis verit: 
tis per omnia utentes nihil ponemusin co {fi 
perfluum , nihilque dimimutum ad rot 

máógiterium. Placet Domino noftro Je 
Ch:ifto nobis immittere fpiritum (uz intell 
gentiz, | | k 
[ Rofarium Abbreviarun 


Wie man nad) dem Philoſoph 
fen Stein foll forfchen. Es ift o 
fenbar / daßdie Wirkung der Art 
nen foll nachfolgen der Natur / da 
bic habe in ihr die wahre Natur d 
das Dinges jelbft ift / barum da 
pie Artzney allein ift gemacht ur 
zufammengefegt auf cer Natur. (I 


(be ; ju ieh faae Dirnum frep herau 
2 daß ou Laboraut ohne d DU. 
| | Del 



















|. Oder fEodft Gab Gottes, 
Werck nichr vollfübren kanſt / und vof ich 
ohne Dich meinen Diener Darinnen auch 
| nichts verrichtenmag : Durch mich aber 
p unb Dich wirftdu das Werck in fchlechter 
N ‚zeit. erlangen. i2 "NUT 
pe XOeffeftein der Meifen. 


QW. bb) Iſt ung Derfelben nicht müglich ; 
Bauch nicht nothwendig noch erlaubet / Die 
WVermiſchung zu zertreiben / noch Die Eie- 
ament zu fcheiden/telche die tatur in bem 
wargento vivo eufferlich und innerlich / und 
mleicher Geſtalt in dem perfekten corpore 
der Sonnen: ſo wol in gebührlicher Quan- 
wütät/ eomplexion und Qualität / prepor- 
Wdemret / zufammen gefuͤgt und geordnet 
a Willen wir nun nicht bie fcien& bet 
Natur uno haben keine Erkaͤntniß der vier 
Elementen Dermifchungen / fo werden 
vir in Derfelben feparation gleichfals uns 
n feyn. Iſt derhalben hoch von 
jptotben 2 bafi wir der Natur nachfolgen/ 
Y | nib ung ibrer Inſtrumenten wie fie Die Ele- 
N ment machet / gebrauchen : ohne welche 
) 
| 


' 
i 
!'dmini&ration toit fonften in Edu&ion ober 
H 


n ! 


i 
| 


Mufsiebung biefe Steins Sorm/und Er⸗ 
chung hierzu gehöriger Mittel /_ feme 
echte Nachfolger ſeyn werden: Durch 
, lebe Mittel man koͤmmet zu dem Inſtru⸗ 

‚aents/ deffen fich die Natur in den mine- 
i 5, in Dem fie dem argento vivo feine for- 
aam gibtt/ gebrauchet. Thun wir nun 
J anderſt 


N 
h 






^ 
1A 
"278 


6i 


6,5 




















 PANDOR A, | 
anderft / fofeyn wir deftru&ores und Ber 
verber deß jenigen fo die Natur auff ba 
böfe componiret und difponiret bat; i 
dem wir die Vermiſchung wieder euere 
ber Satura befehlich / fo fchändlicher XXei 
fe fepariren/ gleichwohl toir/ wie Ariftorele 
aget/ bie Elementa verkehren follen / jj 

inden / was wir fuchen. 
| Waſſerſtein der Weiſe 


(bbb) Alſo habt ihr Natura mich nul 
auffeueren Weg weißlich geleitet/darfär id 
euch groſſen Danck ſage. Dannich von eud 
fo viel erlernet Daß alles mein Werc 
nichts tauge. Ich erkenne daß e8 groff- 
SQ borbeit/ und em Ende des Merderbei 
und Traurigkeit (ep / fichin vielerley Ofe 
Queckſilber / aquis fortibus, gemeinen dif 
folutionibus, allen. mineralifchen Ding | 
Roß⸗Miſt und Kohlen- Feuer zu bemühen 
Denn alles miteinander nichts nuͤtzet Be 
ſchlieſſe veromegen / daß ich hinführo fleiſ 
figer auff euer Bücher achtung geben] 
unb euch nach allem Dermögen nachfel 
genwill: Dann bif ift der ficherfte Weg 
ben ein Menſch gehen mag : und iftgemif 
Daß diefe Kunft uns von euch herkoͤmmet 
wiewol ed um pie / diefes Saltzes Wuͤr⸗ 
digfeit und Wunderwercks willen langſan 


nit zugehet. "n 
Waſſerſtein der Weiſen 


Oder Edelſt Sab GOttes 
. Run if das offenbar /daß alle 
us find auß dem darein eg fid 
olviert undgibt/ wann das Eis 
‚fen wie hart es iſt / gibt fid) und 
r oloírt fid) in Waſſer⸗/ burd) das 
Mittel der Warme / wann es ift 
aug dem Wafler fommen von et 
Ren. Aſſo iftauch unfer Steinder 
„fölviert fid) wieder zu Waſſer: das 
Hl 1/ in unfer Quedfilber durch un: 
‚fer Kunft und Meiſterſchafft / wann 
es iſt Queckſilber geweſen tie man 
ſes zu Queckſilber machet: das iſt / 
» aß manbíe Natur verfebrtinibe 
erſte Wurtzel / darvon es fommen 
RUE wie man aber bieS tatur vete 
s fbrt/ das geherin Circkelweiß / 0» 
der Bewegung au/ eines nad) dem 
: ‚andern. Ge) 


9 E quippe et omnem rem efle. 


de eo vel ex eo in quam telolvitur 

Sum gelu vertitur in áquam calore mediana 
s i Clarum eft ergo prius aquam fuife, 
, Omnia veró metällaex Mercurio funt gene - 

ji gata, ideoinipfum refolvuntür, Primum er- 
jo Regimen lapidiseft, diffolvere, ficut 
vit roffum i in argentum vivum, ut in ſuam pris 


Tur enar materidm, dos autem to ⸗ 


637 


638 


wann unfer Werck und Wirckun 





















PANDORA, 
tim fit per argentum vivum, & qüiodipial 
habet poffe Solem & Lunam ad fuam nati 
ram, & ad imareijam primam rédiger 
Scd quia argentum vivuin habet in fe fac 
lentia, & aduftionemi, & absque inflam 
matione & aqueitaiis fübflantiam :. Necell 
eft ideo iftius fuperflua demers, & abfenti 
ſupplere, fi 1compleram medicinam ev ill 


volueris facere vel ereäre; | 
wdlberins Magini | 


(cc) E&enim notandum quod mäteri 
prima eft duplex, quia- quedam eft propin 
qua, & quedam remota. Materia verà pro 
pinqua eft argentum vivum. Kemota vei 
eſt aqua, quia argenturü vivum príus fuit aq 
quam argentum vivum⸗ 
| | &Albertuá Magnu 


tut mag man die Elemente 
eins in Das ander wohl verwandt: 
len’ darvon ſo gebaͤhren fie unb zei 
brechen’ und veraͤnderen und ve 
fehren fid eins in dag ander / tué 
nun die Elementen xol verfebra 1 
und fan fie verwandlen eine in da 
ander/ wag der ſuchet / das findet el 


if nicht Sanders bann Verfehrun 
und Verwandlung der Natur/ a’ 


VOder Edelſt Gab Gottes: 

ſo / daß man die Elementen verkehr 
n Hitz/ in Kaͤlte / in Feuchtigkeit / in 
Duͤrre / in wunderliche Vereini⸗ 
3ung/ boc fuͤhrwar fo verkehrt fid) 
bann Dürre nicht in Feuchtigkeit / 
"8 fene dann vor kalt worden / nach 
Her Kalte verkehrt fid) nicht in Hitz / 
18 fepe bann vor feucht worden’ das 


i.d N Am &xperimentum deftruit format 
ML ejus fprcificam : verum ante ele- 
Ihentotum divifionem non videtur ex eis 
Weicquam, nec tangitur nifi terra & aqua, 
la aer & ignis nusquam videntur, nec vir- 

tes eorum fciuntur, nifi in di&is prioribus 
Mementis, rara quippe funt omnino & fim- 

Jicià, quaré ab oculis videri. corporeis pe- 
(tus non poffunt, ideo de illo ne eures, 
giponium fufficit tibi reducere rem ad fim. 
[ ‚ex puritatis, — Elementa tamen funt qua- 
"Not, modi item quatuer,& humores quatuor; 
b |tafanguis, cholera, flegma,& melancholia, 
Modi funt calidum, fiigidum, humidum, & 
Wi cum; Elementa fout, ignis, aer, aqua € 















N I jr quo-um duo funt a&iva, & duo paſſi- 
va; duo aſcendunt, & duo defcen- 
id lud ideo quia contrarium remoturh 3 ua 


yi nis & aer funt activa, aqua & terra 
‚at, unum eft intnedio , alterum ab álteró; 
y n : cou⸗ 





639 


649 


riantur infimulfrigidum & ficcum ex quib 


. gidum & humidum, ex quibus congregat 
elementum aque, Sed calidum & trigidk 


hr geſagt habt / wie fido Das Elixir. 1 


PANDORA 
&oritzario non coadunatnr nifi per mediuf 
calidum contrariatur frigido, humidum fiec 
quare neutrum illorum coadunatur alteri n 
pet medium, gitur quod non eft con 
rium per fe ipfum adunativum: £c calidü 
& ficcum per fe coadunatur, quoniam ín nul 
contrariantur ad invicem,& idco ex illis r 
[ultat elementum aeris, neque etiam conti 





















— Re E 


n 
generatur élementumterrg , neque etiam | 


nón coadunantur, nifiper medium vide 
cet per humidum & ficcum, quoniam per: 
nolünt fimulftate cum unum obtundar al 
fum pfopter fuám conttarieratem, ideog 
calidàm & frigidum congrcgant & difgi 
gant unigenea diflolvendo & coagulandgll 
fedhumidum & ficcum aggregäntur & 
Bregántur conftringendo & humedant 
Simplex etiam generatio & naturalis perm 
tato EN elementorum operatio, nam | 
gnunt calidum & frigidum vincentia mai 
riam, cum véró vineuntut agsotia liqu 
Quia fecundum partem violenna, & indig 
Bio fit, quáre liquet res univerſas variabi 
per calidum & frigidum, & fimpliciter ger 
rári & naturalitet᷑ permutati. E 

Rojarınm aAbbrewiarum 


(44) Denn ich habe verſtanden / E 


|. Dott Edelſt Gab Gottes, 
| den Hier "Elementen 'atifange und S DF 
waͤrtige Ding fid vereinigen: und oq 
i an * Sleniene verkehren muͤſſe Wa⸗ 
je8 gewißlich keines Menſchen Handar⸗ 
Theit iſt. Dann mer mil roiffen? wie die 
Yirtoifche Qualität ihr Weſen nehme mit 
der Lufft / aud) mit oer Kälte übereinftims 
mnt 7 uno fid) in Seuchtigkeit/ dag iſt / in 
nwlderwaͤrtiges verkehre Dann bie 
euchtigkeit tvill von bein Falten und feuch⸗ 
"tt Clement nit Weichen / wiewohl fie 
on dem Geuer/ f alle Cormpofira verbef⸗ 
i'trt/ mehrer Hilfe bat. So ift auch dies 
8 ein natürlich Merk 7 bag eg ſich 
Wwartz / weiß und rotb má t/ welche 
(p fichtbartiche Sarben mit brep Ele⸗ 
Fienten dem Seuer > ae! und Erden: 
le und - Die fufft weiß Diefs 
Fdurchfuchen. - pv HE 
A; Waſſerſtein der Weifen 
Bi: | | | 


1, Dann es fan Fein Gang geſche⸗ 
Hi von einemEnde zudem andern/ 
ann durch dag Mittel > das ift/ 
FErbe/. Feur werde/ und bad 
Dar guft werde, c) e 

| (EHER : 

NET impofübilised tranf; à contra: 
Ario in Cohträriih, ve] ab extremo 













i| 
à 
Ü 


p. mam, ni per dilpolinonen mes - 


y. et da 


64 


. dz complexionis, $i ergo volumus eam fae 


& per putrcfa&tionem infpiffatur, & ejushu- 


. (eri Arikotelis,  eAlberims Ataen 


dem Feur / fofi pas Waſſer J— 





























paNOoOR— 


eere. tranfire ad. mediam diſpoſitivnem 
neceſſe eſt altera qualitas deftruatur in eo. 
Defruitur autem in €o — D 
Nam ftigidum & humidum per naturam 


miditas vettiturin ſiccitatis nataram ſecun. 
—— & fit tränfırus ad mediam 
ifpofitionem, que eft frigiditas & ficcitas, 
qua. dicitur latitud o! cilicét aque, quia ten 7 
à frigido & humido frigiditatem, & à calide 
& ficco, fcilicet ignes ficcitátem pritis veru 
per.calorem inexitentem, pet frigiditatem 
qu& temanfit in, corpore, fit trácfrus & 
contraria feu extremä, deſtruendo frigidita 
tem, & inttoducendo. cäliditarem,quz dılpo) 
fiio dicitur. profundum feu occultum co£ 
ris, quod opiimé appátet in libre Mag 


. Sun oerte etfid) die Erde nid) 
in. Lufft / ſie fepe dann guber n 
kehrt in Waſſer / dud). verkehrt 
fic) das. Sene nit. in Waſſer 
Fenesdann, vor verkehrt in: Buff 
wann das Waſſer unb der guf 
find die mittlen Elementen’ X 
Feur und die Erde find an den 
den? und oer Lufftiſt naheit b 


k 



























Oder Edelſt ab Gottes. 
Erden / unb darum fo iſt das Waſ⸗ 
ſer von Natur wieder das Feur/ 
"unb die Erd wieder den Lufft: dann 
Das Waſſer ift kalt und feudbt/ und 
das Feur hitzig und durr/ und eie 
Erde ift trocken und kalt / unb der 
ufft feucht unb warm. Num / 
pap bas Waſſer und ber Lufft bae 
xnein Gemeinſchafft mit der Feuch⸗ 
"gfeít. Nun das Feur und die 
Ede haben ein®emeinfchäfft mit 
er Dirrigkeit/ imddarum fo. fino 
dit bbrie Mittel Eines in dag ander 
birfebren/ vermiſchen dnb hehe 
en / ſich eines mit dem anderen (ii 
InWeſen / daß man fie nicht ge 
injmag gecheiden. Aber her wie⸗ 
rum der Lufft Und, die Erde) 
qué Feuer unb das Waſſer / die neh⸗ 
ie ſich nicht/ nod) vekehren fid) 
dot in einander, es fene dann daß 
maneas Feur verfébre in ben Lufft / 
nd die Erde in Waſſer / uud wann 
dan alfo (HM gat 10 
winnet das Feur Gemeinjchafft 





idee Erde ander Dürtigfeit/ und 
‚Feum warn die Otirrigfeit wird 
| 13 e $2 * 


64 


644 


in Hitz / und die Hig in Dürre/ fo 


das Unreine / oon bem veínen gefdyeiben/ 9 



























verkehrt ín Kalte/ in Waͤrme / oder 


haſt du und gewinneſt die gantze 
Meiſterſchafft: (£) ! 


HER Cb ift eim Clement: febr wuͤr⸗ 
I in feiner Befchaffenhtity und 
Serrlichkeir. In diefem Element ruhen 
Die übrige Dre / infonberbeit aber dag 
euer, Sie ift das fürnemfte Element 
zu verbergen unb guoffenbabren/ — was ibi 
vertraut ift ; fie ift duͤcht / uno loͤcherecht 
ſchwer / wegen ihrer Kleinheit/ leicbt/ ihre 
Natur halben :fie iſt das Mittel der Welt 
und auch der anderen Elementen/ un 
pur ibren Mittelpuncten gebet die Ay 
der ganzen Welt / und beyder Poln Ster 
nen. Sie ift löchericht/ toie gemelde 
wie ein Schwamm / ſo nichts von fid 
felbft. berfür bringet:_ Was aber die. ám 
Bern drey in-fie trieffen / und werffen 
ba$ empfängt ſie und teas zu Behalten 
behaltet fiev mas aber zu offenbahren/da 
offenbahret fie : Nichts / bringet fie fü 
fich ſelbſt herfuͤr fondern ift der andern 
Sammelfaften darinnen alle Creature 
bleiben. und Durch ihre bewegen 
Wärme faulen’ auch. durch biefelbige / { 


mehret werden: mas ſchwer ift/ wird 
ihr verbasgen/ Das Leichte aber treibet 6 


? 


|| Oder Edelſt Gab GOttes. 64; 
I Dißherauß : fie ift eines’ jeden Samens/ 
mao Bermifchung goutte, uno C jug, 

| amme/ bann fie Fan tveiter nicht thun / al 

‚den Samen/ unb pie Vermiſchung vers 
„mehren / biß jur Zeitigungsfie ift Falg, kru⸗ 
en unb vom affer teimperire: ihr Auf 
ſerſtes fichtbare ift fit/ pag innerfte Unfichs 
qpart/ flüchtig. Sie ift eine Sungfrau 
991 Erfchaffung der Welt / toit nach dem 
‚Dflilliren per binterftellige Sobten Ko 
„delcher su Zeiten nach Gotteg Willen cals 
nit wird, nad Scheidung feiner Feuch⸗ 
let doß auf ihm ein neue Erpftaklinie 
he Erden ſpringt. Diefeg Clement ift 
ds getbeilet / in bag reine unb uns 
‚ine bei: Da⸗ rein Theil: braucher 
48 3Baffer/ allerhand Darauf. zufchaffen: 
48 nreine bfeiber in feiner Kugel, 
nem Mittelpuncten ift dag] béllifcfe 
Jur / welches pag gane Welt⸗Weſen im 
Mm Thun erhalter, in dem e$ bag 
Waffer in der &ufft aufitreibet/ undiwird 
Dies Feuer gon der erften Bewegung 
» det / und von der Sternen Influen 
Urfachet,und angezündet. Diefem begeg- 
dieSofien Waͤrme / durch benfufit ges 
Periret / zu der ZeitigungsundAnziehung 
NE in ihrem Gentro empfangen. Dero⸗ 
sen bat bie Erd Gemeinfchafft mit Deng 
| welches ſein innerſtes iſt / ſie wird 
Mast gereiniget / a[$ durchs Feuer⸗ 
Valfo wird ein jegliches Glument durch 
IM) e $3 . fein 

























! | e P ANDO R Ar a 
fein innerſtes gereiniget. Das. innen 
aber/ der Erden / oder tbr Gentrí/ ift. d 
höchfte Reinigkeit / mit dem Feur ver 
fehety ba nichts ruhen fan / dann fit 
wie ein leerer Platz / dahin die anderen 
fementen ihre Wuͤrckung werfen, Und 
Biel eon em Element der Erden’ welch 
wir einen Schwamm / und der übrig 
Sammelfaften tituliret / qu unſerem 5 
haben / genug. ss 

























Michael Sendivog 
(££). ufft ift ein gantzes Element | 
herrlich in — / fft 
(eicot/umo unfichtbar innetficb fit 
fichtbar undfir. Sit warm und fa 
‚son bem Geur temperirt / die tort 
‚als Gro unb Waſſer: € ift zwar f 
tig! Éan aber (igit werden / und wan 
fix ift; fo macht er alle Corper Durch! 
gend.  Auß. feiner allerreineften € 
ſantz ſeynd die teb haffte Geiſter der‘ 
ven geſchaffen worden: oer Mirtelmm 
ift in ſeine eigene Spher erhöht v9 
bag übrige aber ber gröbefte bei. 
pem Waſſer verblieben’ und wird 
pem Waller circulirt/ teit DAB em 
der &roen/ dann fie ſeynd gute St 
er ifi gar herrlich. wie gemeldet’ t 
vechte Platz und Dre des 
Dingen’. c | 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
ub Waſſer ift bag ſchwereſte element) 
fchmugiger Feuchte / und ift ein wuͤr⸗ 
d er pam in feiner Befchaffenheit/ 
üfferlich flüchtig’ innerlich aber fir, und 
bei tandig/ Falt unb feucht von und dem 
E Fuffe temperirt: esift der Samen bet 
"i |, (Semen) ein anders bie. Saat: 
P3 n2) ber Saat Derwahrer, und Ge» 
à TR die Erd/ des Samens aber / das 





















nd behalten wird / bant es bemahret 
Bio jeglichen Geſchoͤpffs Samen. Doch 
gu wiflen/ daß ein anders ift der Gas 


1 ii E" 
fn ) Feuer ift das allerreinefte Eles 
IN und norallen das LTE voll 
hhangenter feifter Schärpffe / fo da 
iin (tarde Etzung / duffertic fichtbars in- 
1 rlich Ba unficbtbar/ febr fix / hitzig und 
wRuden/ ınd wird yon oer Erden tempe⸗ 
a : defen allerreinefte Goubftan& und 


Ten 
Wit 
villte eb pa die Waſſer der Dimmel 
i. It ättiget worden’ darvon im Clement 
" 3effer allbereit geredt.e Aus der anbea 

Er = Baal Subſtantz feynd bie 
gt n: Auß nod, unreinerer 

1 E aim en (une die ar 
ya mels 
MM 


q^ darinnen aller Dingen Saat erhal⸗ 


rdjbringemb/ bigerirenb/ einer Flebriche - 


n ift gleich in Erfihaffung der Welt / 
en diti Majeftät erhie : 


«Michael Sendivogins. EH 


LA 


“ur 


643 


mels Liechter und Sternen gemacht: das 
weniger rein geweſen iſt ift in feine eigme 


leget und beſchloſſen worden / das w 


febren/ und verwandlen / das ſu 


PANDORAHm . 















Spher/ bie Himmel zu. befchlieffen um 
auffjubalten / gefeget worden: bie uareim 
und feifte Materi aber ift in das Suittt 
der Erden / bie flätige Bewegung. gu tre 
ben von bem hoͤchſten Werckmeiſter g 


das hoͤlliſche Feuer heiſſen: s. 0 0s 
| ' Michael Sendivogis 


Wie btt aber das regiren | fol 
und ein Element indas ander vdd 


4» Sachen / bejonberlid)/ durch IM) 
das geſchihet. Die erfte ift Soll 
Yung: Die ander Wälhungs WT 
dritt wieder Reducirung (baó Mj 
Einführung) die 4. Fixirung. 
Solvirung ift/ bag man tag qum 
ſubtil unb fchlecht mache das ur 
ſchen daß man das Schyartz 
‚chelanter und focig. Die Rei, 


. eirung Daß man feucht trodili. 
macht. Das firiren iſt daß will 
flüchtig? befländig und dire we 


het. Die ſolvirung (fl/gcrbredim 
und zerthalen / und die efte DR 
vienmaden. Die Waͤſchung 


„Dre Edelſt Gab GOttes. 

je daß man es feucht / diſtillier 
un 1d calcinie/ die Reducirung iſt 
Wi B brin: Daß cé feit 



















D 
f 
D. 
d 
| 
| 


q Dade und tverbe fubtil, Die fi 
ierung ift Daß man eins mache 
ber folvirung und coagulier. es 
"(pm felbft zu einen flaren 
Stein. Durch dag erſte verwand⸗ 
‚jet fid) die Natur inmendig: Durch 
E vhs außwendig: durch Das 
pritt tiber ſich: Durch bag vierdt 
M nter fich: 


1 


@M% vero regiminis funt quatuor 
principales, pata folvere, abluere 
il eonjungere & figere, Solvere eft corrum- 
pere, dividere .& in materiam ptimam re« 
—4 tige te. Abluere eft inhumare, deflillare, & 
d inare, . Conjungere ef imprignare, 
di) 
1 bare & rubificare, Figere vero eit fer- 
" in ware, defponíare & incerare, Solutio 
nvertit lapidem in fuam primam materiam, 
— in aquam, ablutio in aefem, con- 
junctio in "dine & fixio interram, Unde 
4 —E Quando habueris aquam ab 
t /a ie, & aerem ab;gne, & ignem à terra, 
8 5 
it n totum habebis magifterium, quia tune 
‚ll abes quatuor elementa in parte una bene 
E pna. Klementozum. autem duo. fuat 
EAS pis 


I als Butter / unb flieffe als. 


| 659 


























SBANDORA nd. 
lapidea & duo aquatica , lapidea funtignie& 
terra, aquatica vero aer & aqua :  aquan 
autem extrahes ex fubftantia humida, aere: 

. k . LA at jo 
vero & ignem ex fubltantia ficca. De terr; 

gutem non eures ex qua fit fubftantia, dum 
modofit fixa. nam terra & ignis aerem bi 
bunt, & deficcant, & figunt, aqua vero &a 
terram & ignem abluunt tingunt & pet 
ficiunt, Idcirco oportet. ut ſit aqua multa ẽ 
oleum multum , quoniam multitudo tin&ut, 
tanta erit, quanta multitudo olei fuerit, Igi 
tar paulatim folviturlapis, ut in Mercuriut 
convertatur, &inquatuor elementa dividatu 
nromnino ſaa materia prima habeatur 
Deinde abluitur, ut ejus immunditia zufe 
ratur, & redeat incolerem argenti vivi , 
cut à principio fuit, & falfedo fui fulphuri 
minuatur. | Poftea calcinatur, ut ejus. mate 
ría fubtilietur, & poffit converti de groffo it 
gracile, & de fpiffo in fübtile, tunc lavatu 
«nm aqua Mercurtt, ut majorem. recupere 

humiditatem quam perdiditin calce, Ex Hi 
de fablimatur ut fua materia attenuata mag 
depuretur, | & totum hoc attenuatum t 
fulphur & argentum vivum munda habean 
tur fuper terram, de illa materia, de qua au 
rum & argentum efficiebantur fubtus terram 
Tuncadditur (ibi fermentum de illa materie 
qu facere volumus, fi ad aurum , aurum 
fi ad argentum, argentum Deinde inceratu 
gt. fpirituscum, corpore incorporetur, & i 
go figatur ,,quouíque fiat. unum. . ec 

* 





















OderEdelſt Gáb Gottes. 

[ fans, petietrans in profundo, tingens & per- 
manens, cujus una pars fecundum omnes 
— Philofphos convertit mille millia parrium 
J. eujulvis corporis in veriffimum aurum vel ar- 
jgentum, fecundum quod elixir fuum erit 
| przparatum, Sic etiam virtutem habet cf- 
I e omnes alias Philofophorum 
J| medicinas eomnem fanandi infirmitatem,quia 
J| figgritudo faerit unius menfis,fanar eam una 
J| die, f autem unius anni fuerit, fanat duode- 


Jj eim diebus ; qua vero fuerit antiqua à longo 
j| tempore contra&a fanat eam uno menít. 
j| Et idec hec medicina ab emnibus fuper 
j| mundi hujus divitias eft. oppido perquiren- 
| da. Hocergo magifterium nos equat re- 
jj gibus & mundialtioribus , quia qui babet 
J ipſam indeficientem habet thefaurum, . 
i A Rofarium eAbbreviatum,. 
& ^ Atem / das, legte Kapitels 
t fase — fürgli) die Merneues 
? tung und Außlegung aller Arbeit 
| der gangen Kunſt / und ift das der 
j Sinn und Meynung aller Arbeit / 


daß man ncehmeden Steinder Phi⸗ 
i| lofopben / der wohl bekannt ift/ ben 
i. fell man von erften fubtilieren mit 
!! bem Feuer des erften Gradus / daß 
"er gereiniget werde von feiner Ge 
| hruͤchlichkeit / und Feuer mehr dar⸗ 


j| (ad durch alle Grãdus des Feuers 


daß 


éjà 


daß darvon rieche und fliche a 


^ (hb) Fatuum eft fane credere. materi 


infitus , cujus etiam oportet ut artifex habeat. 
optimam rationem, Externus vero , aug 














PANDORA, 


Geſtanck und Geſchmack. Ch) 
QV. fupra pag. 538. Incertum, 


hanc fpagiricam non effc prius chemice prae 
parandam atque fubliiliandam, quam ad oput 
pagiricum aflumatur. Hoc ipfum docent 
quotquot funt philofophi naturales ex fpa- 
girica, fcilicet przparationes effe neceflarias, 
quas operationes vocaverunt mundificatio- 
nes, fubtiliaiones, folutiones , & congela- 
tiones, Corpus igitur in fpiritum folvi neceſſa- 
rium eft, & fpiritus in corpus redigi, & tamem 
imitari naturam debeat artifex. — T UNE 
| Gerardus Dorneus, — 


(lhihb) Spagirorum enim , ut etiam natu- 
1% proprium inrumentum eft ignis, qui pe- 
nes iftos artifices mulrifariam conlideratur Ef 

is internus , aut externus,  Internus cft 
cuilibet fubftantiz proprius , & naturaliter 


violentus et, aut per quatuor gradus tem+ 
peratus, vel naturali fimilis ac remiffiffimus, 
qualemfibi naturapoſcit in rerum generatio- 
ne. Utuntur igne violento Chemittz , vel. 
inter ealcinaadum ‚ ficciora fublimandum® 
aut metalla fua liquandum ; igne temperata 
er fuog gradus, inter deftillandum alcen- 
oti , vel defcenforié : naturali fimili, quum 

| putie- 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
putrefaciunt, digerunt, congelam , aut circu* 
noris folvunt , atque fixant; | 


Gerardus Dornemt, 









| (hhhh) fterumque defcendit in terram, 
ac (diceret 2 — Po&eaquam aliquandiu fub. 
leſtium virtwtum internarum obedientia, 
pagirorum foluta fubftanria per aſcenſus ar- 
‚ihicium fleterit, fuo tempore determinoto 
naturitatis ,. ad fuam terram redit, hoc eft, - 


Ir ritus jte rurfum fit corporeus , qui prius? 
„orpore fa&us fuit fpiritus : waigmate hoc 
, lim involutum eft àphilofopbis: Fac fixum 


, inquiunt ) volatile, & rurfus volatile xum, & 


, nm habebis magiſterium. Sunt nihilo- - 


ninus alie multe folutiones & congelationes 
hemicz in ifto magifterio neceffatig , qua 
»rzparationes potius appellanda fuat, ' 

d sid st Gerardus Dornens, 


Darnach ſolvir unb laß (bn durch 

In Filß lauffen / fíar lauter/ unb. 
cani ihn weiß / und firier ihn 

4| ftanbíg in linden Feuer / bag er. 

jr beftändig bleibe ; dann nad fir 


I8 nicht fix iſt und mad ibn wi⸗ 
‚de flüchtig / und folvier ibn wider 
„ID coagulier ihn / und fixier und 
iced 


1n Stein fegt ihn zu feinen gleich / 


lier ihn wiederum und E 1 


65 


654 


OS Anit wir nun allezeit den ebene 


Theil permit 























ihn. flüchtig / unb firier (pri gantz 
roagulier unb mach ibn flüchtig, 
und das niuft ou alfo lang tbun 
biß daß er flüflig werde/ als Wachs, 
unb daß er warlich und eigentlid 
beftande / und tingier weiß ode 
roth / als du ihn dann bereit hal 

unbegreiffendlih. (i) — | 


| Weg ber 9tàtur in acht nehmer 
Toann (id) Der Icarus nicht Hank erheben 
das ift / fubtil machen Fonte / mäftema 
ibme die Fluͤgel wieder erſetzen unb i 
friichern Wachs ankleben / das ift dur“ 
wiederholte diffolutiones, davon die Meiſt 
der Kunſt fo vielmahl ſagen / daß fie fal 
alle ungeſtimm zu ſeyn ſcheinen / außgenon 
men denjenigen / welche Die confequeof utili 
ben rechten Verſtand fölcher Wiederh 

lung verſtehen 7 welches doch gefchicht 
damit Die Ding: deito beffer: vereinig 
werden / indem fie ſolche durch bie kleineſt 

| frt Dahin man aber fo tt 
nig / Als zur Vermiſchung ber beeden gii 
langen Fönte / ohne diefes iind jenes RES 
higung ^ Döch daß man Die volarilität/ol 
von ſeinen irrdiſchenUnreinigkeiten befreyt 
Spiritus vollkommlich erhalte / und dem com. 
pori, welches von den inwendigen M i 
t 


E Edelſt Gab ttis, 


m) eint gängliche fixátion it tof 

Durch die diffolution qutt 

Lo Ding gen Himmel und durch 

relationes , ſteigt e8 wieder zur Er⸗ 

1. Die becbeal- 
Ojer8 ift angedeutei worden: 

ii fixum folves , faciesquevolare ſolutum- 























| (ja 
[elg 


/ 
M € 


e 


M mächen fliegen). 
| N » boe fidem fiw fo wird es 
dich vergnütt 

(té. corpus fut / * té alfo glo:- 


ines Seiftesgen Himmel fteigenrund 
— Vollkommenheit / in welcher es 
ffſteiget / wird es hernachmals wiedet zur 
"frden ſteigen Dadurch das Gute vom 58. 
"i äufcheiden / unb dag eine zu erhalten 
'Ótiblebbofit zumachen / das andere ju toͤd⸗ 


und zuverzehren / das ift / in was für 


ii 
i ben: ‚dann. Die wiederholte f" lütiónes 
bo xar nes, haben in ibme bié Kräfften/ 
: BS JE er Öuichzufringen mirgetheilet/ 


p ider es ſonſten ‚nicht eingehen koͤnte. 
mI en Dtrómegen ber Syünglig Hermá- 
"y tc »di 0s, und feine darte Syungfrau Sal- 


íriacis; 





t voluerem ges, faciet. ee vivere tutum. . 


jb —* fire] fehlieffe éuff / fo voitft eis | 


25 worden/ wird es auff den Fluͤ⸗ 


Arpora ſolches eingehen wird / wird eg 
‚deren Unreinigkeiten hinwegtrei⸗ 
und deren fabftäng verbeffern unb ers 


655 


636 


ber / nur ein Derß und ein Geſicht babel 
die Inſul Delus unbeiveglich örfcheiner uti 



















so PANDORA, | 
$oscis, ift den Brunnen eingedaucht tob 
den / lamit eines das andere umfaffen mi 
g:/ und daß er aufi groffer. Liebergegen ff 
fagen koͤnne: Es ſoll die Zeit herbey Fonl 
mer /- paf dieſe Jungfrau / nimmermeh 
von mir foll geſchieden ſeyn / und ich aur 
tion ihr nicht / und daß unfer Lieb / in ur 
gewechſelter und ſtetiger Gluͤckſeligkeit (ey 
wird: dann alſo werden unſere beyde & 
Hernachmahlsmußer dahin trachten / ix 
der Apollo und Diana in derſelben fich au 
balten/ welche beede die Latona dafelbfte" 
geböhren hat. Iſt eine Fabel / tveld 
ung nichts anders mill zu verfiehen geber 
0187 daß dieſe auffgelöfte. Materi congeli 
und figir werde / in welcher Sol und Lu 
ber Philofophen begriffen feynd: 


MMercurius. 
Item ich Mercurius ſprich / i 
(toc kalt und feucht im vierbft 
Grad / wer von mir nimmt zwe 
Srad der Kälte/ unb zwey Gra 
der Feuchtigkeit / der bat gut Lun; 
unb beſſer banti ander Luna, dbi 
nicht beſſer dann in petita linea 1 
vecia exaltabor ; das ift / in eínet 


s 


à Doa fedt Gab otteà. 
LR nie Tuͤchlem in vecia wuͤrde ich 
| bob tt (9 
(1) 9A En. die Phi lofophi von. ihrem 
RR Mercuris reden / fo verftehen fie 

j urchauß Den Gemeinen wicht / denn ihr 
ercurius ift ein Metalifcher 7 nemlich 
x Metallen Mereurius 7 ift heiß und 
een / feucht und felt / der. gemeine 
er ift iei in feinem gantzen Weſen / da- 
t faa derſelbe für Dtm Mercarium Philo- 
— ihe orum nicht gehalten noch genommen 


n nn 
EY. 


















^5 


M de Mole art 


dici, &. Dif creavit cüm eo örmnes mi. 
r D & ipfàm et aereum , ignis fugitivum; 
a1 pom quod in igüe alíquántulum fteterit 


t mira opera & alta, & ipfüm foium ett 


m eft quod poffit operari qualia ipfum 
Ih ) per itur, Et ipfum eft quod inträt quoclibet 
tli it us, penetrat, lavat , & excellit. ipfum eft 
Mitmedtüm carpotibus. idibus adimiícetur, & 
n gt erit totum elixir adrubedineni & albe: 
lem; | - ‚Ipfum eft aqua perennis , aqua vi- 
a lec vitgiois , foris , alumen, de quo bi- 
"rts non matitui; Cum vivum fuerit habet 
d og Im opera , "cum mortuum fuerit alia; 
jeropera maxima. Ipfam. eft ferpens luxu: 
mL | € Ps rians 


5fritus vivus," & in mundo non eft quale; 


67 


en 


OPANDORA;. N 
à $ rv E ne dm lad ^ ii 
riansin feipfum, feipfum imprzgnans, id di 
uno parturiens , fuö veneno cun& inter 
ciens metalla. Ab igne fugit , fapietites at 
tem per lua artificia fecerunt ur expectar 
jgnemi ,Ccibántes id cum terrá fua; dohec e 
pectatet ignem , & tunc facit operá & mut: 
tiones. Quia ficut mütatut id eft altératu 
fnuta i & licut tingitur ; tingit, & ficut có 
$ulatur,coàgulat. — Igitur inter Omnia inin| 
ralia argenti vivipr&ferenda eft generatio. 
omnibus énim mineris invénitu£ ; & cü 
ómnibus fymbolum liabet, Fit autetn. ( 
terreftri mediocri & àqueó; vel oleo vivo full 
tili mediocriter ; & ſpiritu mültum  fubti 
Ex aqueo terreftri ponderofitátein. habet 
motum deorfam; lüciditatem ; fluiditater 
& colörem argentéum, — Exit enim de ieri 
in terram £efilit, & güttatim fe diffatidit, I 
iterum fecontinuathumido; Ex caliditate] 
fpiriti exficcato figitur, & omnibus co 
inifcétur ; & cui infidet firmiter adiæreb 
ünde mineralium & metallorum pátef A 


citur. A 
| Alberins Adagi 


. Batter ich bin ein Datter all 
Metallen’ und fo ich nun ein 99090 
ter bin / und ein ſchleimig Waife 
und ein Schwaͤfel Erdtrih / ui 
darum bin ich in der Tiefe oce CAN 
trichs / daß ich nicht mag W^ 
: | . bab 
























- Bde Edelſt Gab Gottis. 


d haben bin ich zuſammen gefügét 


“worden und darauß find nibere 


"gangen Alle Mitallen/ nach veni 


p iedeigang der Natur und des 
Erdtrichs o3 ich Unter tbiirb / und 

:tt Ain fö ich lebendig bir / wirck 
db etlich opération ? das ift / Wir⸗ 
m ing/ unb wann ich gefublinniret 
irde groß unb tounderliche Werd] 
ind Der tid) zufügt / wann ich zer⸗ 
N len wiirde in Waſſer mit éineiti 
N Bruder : bae iſt / zerlaſſen Sol / und 


el nit meiner Schtwefler: das ift/ zer⸗ | 


fen Luna / fó wird es fid) freuen 
N wiglich. Wann ich wurde toͤdten 
md lebendig machen rich felbfi 
10 alle Körper der Meralen/ ít 
Mer Stund. Darum ein ſolches 
— weil ich bin Ein flie⸗ 
| tiber Knecht / ſchwartz im Feuer) 
ab id) geböhren Einen blauen 

15 zohn / tin Aurutn perfetum , Di 
gewiß / vollkommen Gold / und 
"Affe bag die natürlichen Meifter/ 
" | " Dorgeri haben / die Wiſſenheit in 
JE wann ich toeiffer/ cin rother 


a 





ote übertreffen / Nicht von dent 


T | 2E Waſſet 


EN 
— 
v 


. 660 


Waſſer des Weins oder der R 
ben. (1) in NL ME 


neral, fupr. Citat. Und mar die fiebeüg 


lac Virginis, und alleheimliche iſt 


ren / daß fie hernach nicht Durch nei 


Telbften mwunderbarlich und ein fà 

















(D V Ide fupra Philaleth; p. 3. Nic, E: 
melli P. II4. b. Figul. P. 175. & N 


Anmerckung über das cilfite Capitel oi 
zweyten Theile, — | 


Aber von dem lebendigen 48d 
fer/ obn Burar oder Bürris / ol 


mir, und der da [cbr taufent Ja 
ber mochte mich nicht ſtraffen ul 
das Ende meiner Gutheit (m) 7 


(m) EN Ann diefes Waffer ift das Wa 
| deß Lebens / und hai die Mi 
die Frucht dieſes Baums aljo zu verbe 


Kung oder Propffung / ſondern allein 
ihrem Geruch pie andere Bäume ibr ale 
machet. Neben dem fo ift. diß Way 
bicfer Srucht mie das Weiblein / in kein 
anderen Ding/ als in diefem ABaffer/f 
nen die Fruͤchte Diefes Baums ocfái 
werden: und ob gleichdie Srächte für 


Ding ftpnb / jedoch wann fie in bie 
Waſſer pusreficisen 7 fo gebehren 5 
I 













Oder Edelſt Gab Gottes. 

tr Putrefadion ein Salamender im 
| Seuer beſtaͤndig / deſſen Blut koͤſtlicher iſt 
dann alle Schaͤtze unb bat die Macht / die 
if ft 58 Bäume die bu alibie fieheſt / frucbte 
jr4 umd ihre Früchte als Honig zu mae 
NL din. Ich aber begehrte 7 Herr toiegebet 
ibas iu 2 9Yib babe bir/ fprach er / aefagt/ 
DB Gonna Baume frücbte ftpen lebend/ 
(üt j/ aber an (iatt daß je&o nur einer Davon 
fättiget wird / wenn fi t in dieſem Waſ⸗ 
jr gekocht werden? fo können nachmahlen 
faufent Durch fie, gefättiget werden. Ich 
agtemeiter / Jon/toito fit Durch ſtarck 
Feuer gekocht / und wie lang? Gr aber / die⸗ 
"i t$ Waſſer bat ein innerlich Seuer / unb 
wann cà Huͤlff von beharlichen euer hats 
Jb berbrennet e8 Drey Th eil feines Leibs / mit 
im Leib oiefer Frucht / unb wird nichts 
I rig bleiben / al$ gar ein febr (eines Theilz 


i 


d 


j 
3i 











a öchlter Kraft / es wird Durch gefehicklie 


al yn Verſtand des Meifters gekocht / at 
f. b fibra Monat / nachmahlen schen. 
IM mmittelft ober erfcheinen unterfchiedfiche 


—* niger oder mehr. 
d — 2Mücbael Sendivogins, 


i KE bin coagulatum fermentums 
sit, ein zuſammen gewallet 6e» 


J d/ ein Paſt / en, Moſt / in gu⸗ 
KU: oo 


n n ſchmack. a 





ſches man kaum einbilden kan/ doch von 


Dinge / und allezeit am fünfféigften Tage 


661: 


662 


Vollkommenheit bilfft vollbringen / u 
in feinem Beruff ein jeder gnugfam erfa 


PANDORA | 


| (Ogeyere auch in vielen andern ul 
S22 jablicben Sachen muß geſchehe 
Daß eines dem andern feine Zeitigung un 



















ren kan natürlich und vernünftig von qd 
nen zum andern marbofftig rufi 4 
und urtheilen: Und dieſes Fan man thun 
offt man will / alsdann mird dieſer Dh 
ſophiſche Stein je längerse beffer. Dich 
wird der Unerfahrne in feinen Kopff nich 
Fönnen bringen/ fondern jemebrjetieffer E^ 
Srathum serathen weil er nicht Fan ^ 
‚greiffen/ wie folchea folte zugehen 7 DE 
Qué roenigem Fänte viel werden / unb mi / 
feinen Abgang fpüren. Die Philoſon 
nennen daſſelbe / was ſoll bereitet nogrdag * 
einen Taig oder Paltım: Was bereitet al * 
ein Fermeat poet Saurfaig : Dann ael» 
tote ein Gauttaíg / mann er gleichmäßig ı 
einem andern Taigueremifcher wird Dui ^ 
pie Fünftliche bewegende Bárme 7 nik 
ohne die Waͤrme kein fod)ung/2Bdrcdtul 
oder Bewegung vollbracht wird / den gg 
gen Taig anſaͤuret. Incerrhy 


„Aber das Feuer und Gewig 
fto Meifter indem Werck. Co) F 


Ko) ^4 Iximus itaque, quod nil (it in opf® 
"BF noitro fecretum excepto folo N 


| Oder Edelſt Gab Gottes. 


, iurio cojus , magilterium e& , rite illum pra- 
arare, & cum auro jufta proportione mari- 
46, igneque regere ad Mercurii exigen- 
i⸗ m.Quia aurum per fe non timet ignem, ergo 
eg imen caloris ad Mercurii tolerantiam ac- 
(co! mmodarc hic labor, hoc opus. 

b. : Anonymns Philaletba, ; 






















" (oo) Du folt aber auch ferner teif 
im 4 daß die Zahl des weiſſen Lilien« 
MSaamens mit der rotben febr ungleich 
it U welches die Weiſen febr hoch verbors 
i" en haben, und nennt es ihr Pondus oder 
Jeicbt/ und ohne diefen SDuncten tool» 
a fich bit beyde Lilien nicht vereinigen 
y per minima zuſammen permifcirn, Die 
ralten Araber fchreiben hiervon alfo : 
or Bus mafculi fingulare, & fœminæ plurale. 
er efto, Solches erflárt der Graff / in 
Mer fpricht} Terrena potentia fuper fibi 


1 


n 


uh: Hit tens, & pro refiltentia dilata eft actio a- 
‚ nen itis in altera materia, Verſteheſt du es? 
AL b antwortet t$ ift etwag Dunckel. Er 
* ch bekuͤmmer Did) hierum fo hefftig 


Ieht / bann Fomft du zu Erwachſung dieſer 
den Lilien / fo wirft Du bann ſelber ſehen 

ji 1B ibrer beyder Cigenfibaf und aturz 
du ibm thun folt z und brauchte meha 
?) Jd jemäffige Waͤrm / fonfien miro. der 

|Bnamen Der weiſſen Lilien als ein Dunſt 
m. iin iu$ rauchen und alle deine Mühe und 
y M Bi umbfonft ſeyn Aerta Arca, 


ni Tt4 (ooo} Aber 


ym 







| ; 


66; 


664 


| | Allent halb. p). 

















P ANDOR A; n. Lun — iz 
(000) Aber weiter vom Handel / ki 
nimm nur das Gerichte Pondus ich ach 
daran fonderlich viel gelegen ift / Denn I 
mußgar eine gewiſſe Menfur in deiner ZH 
Tammenfágung dei Philoſophi hiquorifchh 
Weſen gejchehen 7 Die uhralten Arab) 
fihreiben | hiervon alfo: Pondus Mafculi ü ; 
guläre & fceminz piurale femper efto, DE 
Das Weib den Mann nicht uͤberherrſch 
Der Mann auch den Weihe nicht ju d 
tvaíti ſeh / und das Aqua refolvens nidf- 
zu eh. / damit ‚Der Saame oder if. 
Sperma Hicht ertrincte 7. Gtunitas per D 
litatem in Trinitate , faget Paracelfas, DE 
in jener Parabel, wird gar fein angeddb 
unter den Muͤhlraͤdern und Dero Zahl 
Propertio, Mercuriiad Sulphur: Unter ob: 
Muͤhlwaſſer aber das Menftruum verdee jr 
Sàrl nost | 


PE 


Nodus Soplicis Erada 


Seenach folget der Lapis. 
Sem niamt ein Stem g genat | 


(p) T^ q 164 attenditur di: quo. | 

optinio. témpore adfutiidtur e 
enim que: ber res ad. humaoum. venit u 
quan.o urſui natura & perf Giffinia elt. 
pis aut: mno.ter, ficut ubique reperitur, iE 
in omni:zmpore reperitur; led non in o 
inpore 1 qu: dis virtutis. el: ficus nein © 


" —J 1 


gute Ana 


00.  Qoeadibet nafcenua fuum tempu 
| ópriam habent : quilibet fru&ius & E 
Il tz tunc mebores funt , cum maturi funt : hie 
apis nolter M-lior et ex duobus : primo ex 
ir oorejfcilice: quande paícitur in vere. Alia 
gun gummi zítivo colore mutatus & effl sit, 
p Noftrum enim gummi verno tempore optimü 
X funditur, Quiaenim fanguinis humani na- 
Maure maxime approximat , & generationi 
[ET nimalium appropinquat: fanguis antem in 
ven re maxime augetur, & animalia ad com- 
| nis tionem ingitantur, & aves ad cubandum: 
leo tunc lapidisnotri materia eligi debet, & 
al opus couveuientiffime tunc applicatur , ut 
io is nofter volans producanirs five plumata, 
uu ive deplumata. Unde dicit Raymundus de 
intern Ynis, Ponatur autern Lapis in vafe phyfi- 
/ co. jn puncipio veris fole exitente i in Ariete, 
loc enim tempore „ut ait Raymundus Mat- 
«i jt llien6s, magis augmen:atur calor & humidi- 
tas " funiliter fanguis & cholera fimul, Et 
dco etiam hoc elementum lapidis magis 
ndat i jn vere, & hoc n.odo natura juvat 
m; & tempus opus, & plaptz magilteri- 
J Secundo ex no vitete fru&us :. recentes 
qum eliores ſoht antiqnatis , fi [ut maturi 3 
N la éx fi g.lis rebus genitus , , afuıs radici- 

|" ap paulatim mitius extr ahitut , quo⸗ 
159 jue total liter cornimpatur, Nofter antec 
tenerrimus c(t, & cto virtus ejus. ex- 
E ^ nifi noftro calore nutriatur, Et ideo, 
iniquas operi noflte non congruit , fict 
Mi, ee RU ee 5 


























TER 
e 


666 


_ IRcorrüptus, 


antea di&um et. Sed recens et omni) 





















Laurentius Dental, 


- (pp) Quare materia toties converti f 
una natura in aliam debet, ad omnia facic 
daquz in regimine ejus funt, ad eam ad pi 
feGionem perducendam. Qaare Sapieng 
lapidi multa nomina indidere 3 poltqud. 
materiam lapidis refolviffent ac fpiritual 
effeciffent , dixere materiam effe rem vile 
Cumque ipfam fublimaffent, Serpentem ve. 
carunt ac beſtiam venenatam. Cumque e. 
dem calcinaffent, dixere effe fal, & hujusm& 
di, Et cum folviffent , vocaruntaquam, E : 
in omnibus locis reperiri dixere. Cumgß 
ad oleum, perduxiffent , materiam rem 
eofam dixere, ac paffim venalem. Cum 
ro cangelaffent terramnuncuparunt , ac eft. 
tam pauperes quam diviteshabere, Cumc. 
€i albedinem exuiffent , lac virginum , ac \, 
bum quid dixere. Ac cum rubedinem ejf». 
furfum fublimaflent,ignem dixere, ac rubr 
quid. Atque hoc pacto prout materia lale v. 
dis convería crat in peculiarem naturali, 
nomen illiindidere , donec ad finem. per 
&us effet, A 
AM, foann I(aacuso 


(ppp) So iſt nun Feine andere Matc 
darauf der Philofophifhe Stein WW). 
Mercurius Fommt / und Fan fonften na", 

gem 


— (oer Edelſt Gab GOttes 


ends gefunden werden / worinnen bu auch 










uc en möchteft/ fep gleich aucb in der gan? 
Ben Welt: Du fucheftz findeſt / befommeft 
fe überall umfonft ; Aber ihre innerliche 
Matur iſt dir unhekand; Auch ift Feine ans 
p it zu finden, die folchesaußrichtet / alg 


ie unferige einige Materi/ bít da von ei⸗ 
ale folchen hohen reinen Saamen gebobe 
tren 4, bie GOtt felbft vor andern hat auß⸗ 
ohren / und ift Doch nicht Dafür anzuſe— 
"pen Daß fie fo viel vermag / und mit fo bos 
Merinnerlicher Krafft begabet iff. 

* ' 0 Benedichus Fürulus, 
"M | 


Q^ fpppp) Sch hielt an / mein Herr / Fette 
mam ibrer viel dieſes Waſſer / hat e8 auch 
»Winen eigenen Namen ? Gr fehrie aber [aut 
mad fprach/ menge kennens / jederman 
ntelehets / feheng und liebeng, Es hat Nah⸗ 
mögen aber viel und mancherlen : Gein eis 
‚uhener Name aber ifty Das Waſſer unferg 
neers/ Das Waſſer Des Lebens/ welches 
dieit Haͤnde nicht neget. Ich begehrte noch 
ultiten: Gebrauchen es Andere zu anderen 
chen? Er ſprach / e8 gebrauchtsein jeds 
grtbere Creatur / aber unficbtbar. 

a". Michael Sendivogins, 





"ppppp) Syd) bab allein von ber Dinge 
Whrzefpondeng / die fie mit einander haben? 
q Pad WWürgfungder Sonnen, Mondgund 
m! keinen / den unmifienden jum beſten 

c hands 


y 
XQ d.d 
XN Vt 


gm und wird Dod) nichts afant. 


ven Hilff von empfahet. (4) 


OPAWDÉORA, [ 
Handlen/ wollen’ bann ‚die Wiſſenden 
doͤrffen dieſer Unterrichtung nicht / un 
fubje&am ſtehet jedermanniglich eor 9! 






















Michael Sendivopil. 


(pppppp) Dann die Materia A 


ben auch gehört z zum Theil unadotflt 
undgeringz und überol / der 9tottbugt? 
nah genug / ohne groffe Mühe zu beko 
men. Die Arbeit iſt deicót und geru 
shätig. Sn Summa die gange Kun" 
ben Frommen und von GOtt darzu 
wehlten auffs fchlechtejt/ und ein fältıgik! 
Den Gottlofen aber und bófen + / 
ſchwereſt und unmögfichft zu faffen ubt 


zuer forſchen ift. 


"eru WERNE 
Linb ben ber auß zmeren Sir 
gen wadfet / da die Fliegen IH 


(9) EX duobus autem compofira, ex (uel 
.— :E&-rmate maris & menftruo femina (dd 
ek, ex rubeo X albo nafcitur, etiam HER 
Quos montes, qui fant pater & mater, | 
&amen inter duos mentes , id eft fulphi 
argentum vivi:ro, vel folem &lunàm fe 
pioprieiatzu lapidis in fe ipfo conſider⸗ 
ws vero iut o gincm demonflraat ı, 





















| boe Edelſt Gab GOttes. 


a aiculo & femina genitus cft ; & idcà 
Datis & femin& proprictates in fe retinet & 
| » níctvat | 
E" c | Laurentius Ventur à. 


NS Die Philolorhi ſagen auch / daß 
wiſchen zweyen Bergen generirt ſey⸗ 
qUaB ei auf oen Miſt geworften tmerder 
auch mit unfern Fuͤſſen zertictim caf er 
i 3* Maͤnnlein und Fraͤulein gene⸗ 
| teetbe/ und DAB er in mir / in Dir und 
itrgleidyem Dingen fto. 
| saber fommt e8 dann / daß bie Eins 
ültigeny mann fie foiches hören/ etlicht 
"a 4j liche Menfchew Kotbr etliche 
ji M etliche Menſchen Blut / etliche alte 
Pumpen und dergleichen Ding diſtilliren/ 
un n ip fegfich [o gewinnt einer als viel / als 
[ ander. 
T Aber man foil ſch deffen nicht verwun⸗ 
ttiv weil fie fo tbórict ſind paf fie wol⸗ 
Jm) und > machen auf Dingen die 
4 anſemals ex fpecie: Solis vel Lunz ftint 
‚en vefen: dann Feiner gibt das fo er 
„el Bou fobringt auch Die Neſſel Feine 
monk e 
win Wie wollen wir bahn bif Dübium foi- 
y n Diß folt Du für gemiß haltın? 
B bit SDbitefopbi / die da fageh / unfer 
P " Ratter fepe an allen Diten’ unb in al 
oit 4 Dingen / recht und tvabr fagen / un 
BB in pitfen/ ihren Worten Feine 9 p 


v 


" 





DIES 


678 


Fein & bier noch einiges Ding iſt / welch 


nicht (haden mag Nimm il 

















Lu ÀNDO RA, "rH 
bikcuitát fene / fó bu t$ ttd, N 
türlid) betrachteft. Denn weilauf Erd 


eine lebende Krafft oder Vigorem ih [i]. 
bat/ wie auch die Mineralia, dag da Fön 
generirt werden/ ohne natürliche vo 
che JDige und óbné feine Speciem, — CH) 
verſtehen e8 die Philofpphi auch alfo/ : 
dieſe Species mit Der innerlichen natüi 
chen Waͤrme ſtets germinirt/ ohne welch 
Hitze pu qud) nicht das géring(tt hab 
koͤnteſt. 
Phanix Atropici 


Nimm ihn nicht dann frifch nf 
einem Blut / unb wann er tic. 
luſtiger Natur wäre / er vermiſc 


wann darvon das ſich gleichen / | 
mengen ſie fid)/ und gleichen ! 
zuſammen / daß ihn das S 


und ſchneid ihn mit einer Cd 
in der groͤſſe als eines Finge 
breit/ ‚oder eines 9idgelé br 
Und nimm feyn ein Pfund eh 
24. fotb / und tbü es in UE 
Pfund alfali ware, und in 4. Vs 
Kinderharn / thu das alles " 


|. Gom Edeiſt Gab Gottes: 

Hlaſurten S opff mít einem langen 
alß / unb feubéee nut einen fenff 
en Feuer / biß 88 einſeudet bag 
du Oben zu bem Loch einpruͤffen 
Magſt / but dich daß bu feinen Ge 














M 

| 
|i 
4 


a 


ema nicht verſucheſt bann. es 


merderbete dich wann das alfo 
Waſer twerde/ ſo findeft du Kebis 
herwehletsußafler: (0) — 

X 714. Mineralegià (üpr, Citat] und 


I 

T 

" BV na die fuͤnffte Anmerckung über 
i 86 Cilffte Capite des Erſten Theile; 


Lt (v) Uáde in libra Sátutnt, de hujus. iá« 
nlidis procreätione prima & fecunda dici- 
qii Si mafculus cum femina conjungittte 
«E " ternperamentum, mediante ſpermate, ne- 
jte eſt ex menſtruo generationem fieri; 
| f quidám alius Philofophus ait ; — llla res; 
I qua lapis fit; vocatuf Rebis, id eft. res 
(| Mscompofita, vel res ex duobus compofi- 
As Et Vere dixit; quia fimul vel femel in 
nggntee terra, id e, matris Compofitüs ut 
pi feeretuc , & álterá vice in vafé vitrea 
.mponitur, ut in elixir perficiatur, 
, is | Laurentius Fentsird 
1 Ehre das Waſſer / denn es iff 





N oem Volck geehret / laf es - | 


67i 


367 


den und ſiege es durch ein dud | 


foann bu wilt/ gelobet fep ED ^ 


und purger den mit Eſſig um 




















OPANDORA/ 


unb bebat die feces / und (ft. of 
Stein da alle Miſter darvon ſchr | 
ben. Et iſt ein Stein unb nicht el) 
fein’ du ſindeſt ihn an uflen &# 
pe auffoer €bne/ unb auf og 
Bergen/ unb in allen Waſſerc 
und hat ihn der Arm ſo wohl di 


Schwäche, unb aller dings t i 
theureſt / von ihm mag Herren up 
Könige vertreiben / du magſt ül 

aud) ehren und unehren / mit (iM 


uno fein tame aebenebepet / 


ihn allertbeureit von allerſchno⸗— 


iten Dingen hat geſchaffen. O 
Waffer diſtillir ſeben nalen / i 
was da feceg bliebén/ bie behalt 
inb bann fo nimm Mercurin 


Salz wohl ein Drittheil ei 
Taßzs / ſo wirdes lauter und il 
von allem Unflät/ dann nimm 
fen vergieften Hafen mit eif 
langen Halß / da thu ein Bf 
— und halb als d 

















Oder Edelſt Gab GOttes. 
iore darzu / das von dem Stein 
i jemadt iſt und vermad) es gar 

Joh! mit gutem luco, bag Hitze in 
9 nem kleinen Defelein gar wohl / daß 
| ip gie, unb zeuch das cur her auß/ 
Mund das Kopffiein (es darein / und 
toe ritopffe das Defelin gar mol/unb 
Mages alio über Nacht ſtehen bes 
grim ninim das Kopfflein bee 

CD 


D 


9 


| | 


* 


M 
; * 
iu 
ij (eo it unmögfich. einiges Pamieular 
t 


| oper Univerfal ohne dem Spirit 


M 
I: 
P 


li 


Saturnalifchen doppelten Mereurii zu 


de à Moni Snyders 









NT jebrauchen i(t/ zu wege zu bringen. oder 
ii perfeätioniten. 
4 N. f T Der Antimonium bat doch mehr 
Saltzweſen an ſich gezogen als der Mer⸗ 
urius vu Igi, darauß ihm ſolche Coagula⸗ 
1) Ntion entſtanden / Dieweil Das Gals die 
i ite giebt in allen. Dingen weiches 
uM dem gemeinen Mercurio aber mangelt / 
lio wenig Saltz hat’ darum meilein his 
rSchwefel⸗Geiſt ibm einverleibet uns 
Brborr weiſe / er ſich ſelbſten im 
ir ſe / uñ Pan su Feiner Coagulation bracht 
:- dem tà —— D denn ein Zuſat 


|a $n 


Mundi, en welches flate Der Spiritus des 


Der 


673 


(674 


ben. (o) à 


manifeſte, fatuosautem miferabiliter exc 























PANDORA E] 
der andern metalliſchen Geifter / weld! 
in der Mutter des Saturni am kraͤfftie 
fie und mächtigften für den andern au! 
gegoſſen ift; und ohne ſolchs nicht Hefe 
hen kan er habe denn den Stein of 
Weiſen ſelbſten Dadurch er feiner bep ad 
fahenden Dinge nach / in ein gleichmäflt ı 
ge Eoncordang gefe&t wird / und. ein 
folchen Leib uͤberk ommen / der fid) ſchm⸗ 
tzen / treiben/ fchlagen/ gieſſen / flieſſen un 
töten laͤſt / gleichſam andere Metalleil 
ſonſten ift der Mercurius ein lauffend 
Mercurius, und bleibt ein Mercurius, ſo la 
ge big ihm fein Lauff benommen wird. 

| Baſilius Valentinus N 


So findeft bu erlicher mag Mar 
Curium coaguliert (o thu Dee 250 
fere darzu aber als viel als voll” 
unb fé& es wieder in den Ofen / / 
allen Dingen als ju dem erften) di 
fo tbu ihm zu dem dritten mal", 
auch fo finoeft ou den Mercuriuß) 
ftat und ceaguliert/ und ungeſch/ 


(9) Ue filij cum Geber profundifi i à 
. WEmediocribus loquatur, & prudentill T 


dat ab intentione vera hujusfcientiz, idee 


Over Edelſt Gab Gottes. 
ipfum re&e imelligis, hecfubfantia eft illa, 
de qua fuperius diximus, & | operati fuimus 
wt eit di&um, & per eandem vera funt prz- 
, icta, ut patet fubtiliter intuenti: quz fub- 
l lantia,ut ipfe dicit,elieiturex corporibus, vel 
iihex ipfo argento vivo, videlicet in metalli- 
ſcum corpus converlo per naturam: quia ,at- 
lgeotum vivum tenet infe naturam fulphurise 
Mi& ideoipfe e(t materia omnium merallo- 
lilfum, qua ex argento vivo & fulphure fiunt, 
lut eft dictum. Et fuppofito, quod exargen- 
llo vivo eliciatur itamateria, ipfo. in metal. 
Viti cum corpus non conve:fo, ficut ex argento 
n, 1 70 communi, ut velle videtur ipfe Geber 
qai dicit, & tenet, ut videtur, quod ex ipfo 
olo potcít fieri lapis : attamen ipfe dicit, 
jc od fisetur prius, ita quod gaudeat in igne 
jerleverans, Et tunc e(t idem, oc fi effet 


[| 
' 




















li 


Tul 
nw EN ,.^^ 1; . . . - 
p paturaliter in metalli fpeciem converfum, nec 
»us, Neque enimaliud ad hoc opus per- 
| "ciendum requiritur, quam metallum, ut in- 
| uit Geber. non tamen | perfe&tius ab ipfo 
WMMercurio fitlapis,nec ab eo plus perfe&e eli- 
gitur ita ſubſtantia, quam de corporibus, Ergo 
il iX corporibus poteft elici ifta materia ita pere 
"te ficut àMercutio eriam elicitur, Ideo ad ip - 
i| cerpora, adiftam fub(tantiam eliciendam, 
„ienum duximus recurrendum effe, dimif- 
^3 Mercurio communi, prout eftin natura 
in a, propter longam & prolixam ejus prz- 
! V'arationem, & fixionem, circa quam labo- 
MEC ^ dua | rayt- 


me X 
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quU 
It 


| RL 





675 


676 


- laborare, & nihil finaliter invenimus. Et ide] 


und nimmedie feces die oubebaltiN 


ſetz das ín ein altienben Dfen / 


















PANDORA; - 


ravlmus quandoque & plures alios vidimu | 


de fublimatione iius Mercurii, & alter 
fpirituum praparatione, in hoc primo libı] 
nihil curavimus, quia nihil valet ad operatid® 
nem, vel perfe&ionem unius folius preci. 
lapidis, unde nihil perficit, five juvat. 
Incertus, 


Des fer ein Theil auf 6o. Mia 
tis Mercurii ober Veneris purge, 
tí/unb wird gut und weiß / des ve 
wandleten Martig (et ein Theil af 
purgierten Zovem oo. das will! 
befjet bann natürlich Zuna. SDBílqi 
aber Solem machen fo nim— 
purgierten Mercurii 2. Pfun 


baftdashalb Theil, und reibe 
einen halben Tag / auffeinem Stel 
gar wohl mit einander/ und (In. 
esinein &opfflein; und geuß be 
alsviel des Ißaflers darauf / u 


andern Tages ſo reibe es aber 
vor / undthu zu ihm die feces unda@l 
Waſſers ale vor / die Arbeit thu s.m 
deſſelben nimm ein Gewicht aut 














* Oder Edelſt Gab Gottes. 

| forgerft Silber oo. dag wird qut/ 
Dderſelben nim — fürbag ein Ges 
wicht / und (ege bae auff oo. Theil 


ovis purgati, Das wird fein gutSol / 


edel und marbafftig immermebr/ 
"umo ífi ein Elixir daß du verwandleſt 
‚ale Gorpora/ in gut Solem und 
Lunam in einer Stund. (u) — 


N 

Pe Docimaftica und “Probier, 
Mi Kunft ift eine herrliche Wiſſen⸗ 
| Iaftt/ denn fie unterrichter mich daßich 
i den Halt in alien Ertzen haben kan / allein 
Mas Alterthum wuſte auß Dem Wachs⸗ 
ilum der mineralien und Metallen / weg 
imDaltes fie waren totBroegen nun auch Die 
et bildung in Der Chymia, Daß Die gt 
" Mint uno Durchs euer gegangene Mes 


Mlle diejenigen / welche die Philofopht 
X Verfténpen/ wären ihrein Propos Die Ats 
Shen zu verfolgen feſtgeſetzt hat / wie genau 
pim vichtig fie aber treffen / erfaͤhret ihr 
f Feutel/ in Verliehrung der Mittel/ unb 
| jietole Zeit wird verfpilttert 7 und zu 
| | bte gemacht Der von oer Erden 
N! Fgte: Mein Patron repet recht / dannenhero 
WI hmich herslich über derer Laboranten 
neben verwundern muß/ mann fie vorge⸗ 
m i fie hätten’ Pacticularia ex Venere, Mar- 
T und Denen andern Metallen / ba doch 


ib 


uj 


Mer Verſtaͤndiger zugeftehen mußr _ 
P u oap 


e 


678 


Wercks auch Fein Particular wird auf fert 


phico angefuͤlletwaren / Durchgangen f 


 PANDORA 
baB er in erinangelung des Univerfalf 





















tigen koͤnnen Dod) iſt des Ruͤhmens ſ 
dich) wann es aber zum eflect komme 
foll, fo ſiehet man wie bie Krafft def 
Wercks mit denen Worten verſchwin 
dei, Etliche bilden ihnen eine gewiſ 


ptis Der Philoſophorum fo fürmlich zu aj 
pliciren / daß man ſchweren ſolte / fie to 
ven veri Adepti und Der Meifterfchafft t 
fie Kuͤnſtler und Außarbeiter / betrüg 
nicht allein andere / fondern fid) zuglei 
felbft mit / der Anfang läft fie boffem 
aber Das Ende machet fie in ihrer Ho! 
nung zu Narren. Der Oraf Bernha— 
von Tervis ift im dieſem Irr⸗Garten ziet 
lich herum geſtrichen / und iſt fich zu v 
wunderw daß er im vier und fechgig 
Jahre erſt Denverborgenen Faden geft 
den / an welchen er zu der Fontina gel 
get ift. Triton fagte: Jedennoch i 
Buͤcherſchreibens Fein Ende 7 und (ey 
immer einer Demandern nach. - Ich 
ftehe gar gerne, / daß ich Diefer Sache RR 
nachgefucht/ aber Feinen Zweck der 
ein wenig vergnuͤget hätte z erhalten FIR, 
nen. Cunémalg /nad)bem ich beynahiiik, 
Diese Bücher Die oon dem Lapide Philc 
te und in Deren mehren. der Satur 
^ TM : 


Dp 

| Oder Edelſt Gab Gottes. 679 
Ielobet wurde? habe ich mich über ibn gt» 
wadt/ und auf alle Weiſe fein innerftes 
waßzichen toollen. Ich betrachtete ibn 
i6 einen Vater aller Metallen / ich 408 
wm feinen Spiritum , rothes Del uno 
dal! qug/ combinirte es zufammen und 
ſachte eine herrliche Tinetur herauß / wie 
Maber fein Vermoͤgen auf andere Me; 
le probiren wolte / fo wieſe er mir / daß 
aß hme nichts / was einige Metalle zur 
nuerbefferung bringen möchte / Fönne ge- 
uacht werden. Ich wuſte nicht ob th 
i der Projection verfehlt hatte / denn in der 
Eoration zeigten fid) mir alle Die von ber 


T 


Philoſophen befchriebene Farben / ich 
jgimentirte Die mafla mit Golde / in Mey⸗ 
ing eine transmutation zu erlangen/allein/ 
mbar nichts mehr als eine colerirumg/ 
‚min Eurgen vergteng und eine Schwärke 
ee Ich fief endlich auff Die 
qfiintra Saturni. 

Eckardts entlauffener Chymicus. 
UN 

i) Nachdem ich von Jugend auff su 
aj feabren Philoſophia groffetuft und 
naliebung 5 — habe / als bin ich auch 
war bie Sophiſten und Betrieger / 
mil! Cames Bernhardus, und Dionyfius 
„ıldaarias on fich felber zeugen) wie ihnen 
Mehen / gerathen um etwas von ihnen 
Ul TRen. Diemeilichaber durch viel de⸗ 
amu c -WWa fcm 


[un 
J 
N | 


Ni 


- 690 
























PANDORA, | 


fenund Studieren erſahe / daß e8. ein G 
ſchenck und Gabe Gottes iſt / und fei 
$pbilofopbus macht hat bey Verluſt D 
edlen Kleinodg feiner Seelen / wie au 
vielen Plichern ber Philoſophorum zu € 
weiſen / daſſelbige jemand zu ofſenbahre 
As verließ ich Die Sophiften und Proce 
Derkäuffer, und will auch jeden Liebb 
ber diefer Goͤttlichen Kunſt dafuͤr ernfil 
gewarnet haben / niemand Glauben zu 
ben? der ihm ein Proceß um Geld anbe 
welches ich in meiner Zeit viel erfahren | 
bes beromegen ich einen wohl dafür wi 

nen fans der fídb nur mill warnen [afi 
denn ihre Triegerey ifteitel Lügen. D 
keiner Fan ein particular machen / ohne 
"extra&ion Salis Ammoniacı oder Merc 
Philofophici auf der ToNeapboru T 

tifchen Waſſer / welchen Gebrauch | 
fphitefopbt nicht fo offenbahr entde 
haben: 

anonymus. 


(uam) Siegfried bath um Derzeih 
bap er auch feiner. Unwiſſenheit 
einig ungereimtesmöchte mit vorbrin 
er wäre begierig in Syrrtbum Die corre 
und Unterweiſung willig und mit D 
anzunehmen: Ich erinnere mich i 
vortrefflichen Beccheri feinerPhyficaSu! 
ranea geleſen zu haben/ daß einmal ei 
toifier Sreund von einem Italiener 4 | 


Oder Edelſt Cab Gottes, 

befantes Ertz fo ver confiften& und Anſe⸗ 
üben nach einem rofhgäldenen Ertz gleich ges 
chen / um ein Kopfiitück gekaufft batte/ 
uber Sreuno toirfft Die minera in den Tiegel/ 
fie faher bald an zu ſchmeltzen / er laufft zu 
dern ihm anwohnenden curieulen Beccher, 


dun bittet ihn bey Vermelden was paſſi⸗ 


—— — sd * -— 4 


Wret/ ihm etwas Silber zu lehnen. Beccher. 


ilgitbt. ihm zehen (ST ber Freund wirfft einen 
Mach Dem andern in Den Tiegel / darin⸗ 


hinendie mineraim Fluſſe ftunde / diefelbige — 


Mehet das Silberalles an fich. Er per(anget 
qon Becehern noch mehr / Diefer in Args 
wohn e8 möchte der gute Schluckbruder 
ihm eine feinte machen/ gebet mitibm er 
nifiehet Die Begebenheit mit Verwunde⸗ 
rung an/ toirfft noch etliche Gulben ein / 
nlimelche Die mareria allefammt in fich vers 
NN ſchlinget. Beccher hieß ihn die maſſa auß⸗ 
giefen. Nach ber Erkaͤltung ſahen fie 
‚mit erfreulicher Beſtuͤrtzung / daß bit gan⸗ 
une walſa in ein gediegenes Gold gegangen 
(par^ von welchem Beccher ein Stuͤcklein 
„feiner Schuld nach abgeſchlagen und zum 
T pa meißihum. deflen es behalten hat. 
den Reſt aberbat der. Sreund durch vie 
Surgel gejagt in Mennung es wuͤrde al⸗ 
le Monat ein Vagant kommen / der ihm 
‚mit dergleichen minera regaliren wuͤrde. 
Wer willläugnem daß ehemalig ergehltes 
jf Bon Dem Viol der Dein Silber ven 
BGold⸗Purpur eingepräger/ und jener Oſt ⸗ 
TT | Mu; In⸗ 


J 


- 68r 


. Händen gefüblet hat/ eine Unwarheit fey 
— S9 Monf. Siegfried/ verfeßte Der von Del 


. fuccurrirt/ und feiner Ernde nachmals i 

























AN DO RA: r 
Indiſcher Schwefel / welcher das Queck 
fibi durch cin gelindes Feuer in gebitge 
neg feines und in allen Proben beftändiges 
Silher cosgulirt bat/ Das Monſ. Kıafl 
mit eigenen Augen gefehen und feiner 


Erden / fein vorgebrachtes beftätiget alle; 
dinges meinen Vortrag / daB ohne Dei 
Univerfsl Werck Fein Particular Fan gegel 
gen werden / Prima Materia Metallorun 
Die dem Steine / Dem Vitrisio und Sul, 
phuri bepwefend geweſen / hat allein/ we 
gen geichehener Einlegung van der Natur 
Die nicht an die matrices fid) binden laͤſt 
ermeldete transmutation. außgerichtet 
Gluͤckſelig iſt der jeniges "der wann er de 
gleichen innen wirds. ein fo(d) Gluͤck ihn 
nicht entgehen laͤſſet fondern im _ Nach 
finnen und fernern adjumsnto der Satu 


viel taufenden als vormals genieffen mag 
Eck hardts entlauffener Chymicu 


(uuuu) Augmentum Solis Theophrafti 
Ein groſſer Schatz in geringer Zeit 2083. 
überfommen. Zeuch hinweg indas Se 
bürg / genannt Montes Cafpäi /in welckeı 
Gebirg die Juden / die man nennet. Di 
rotbea Juden / die oon bem groffen Alexand: 
der verfchloffen feyd : Diele Juden erneh 
ren (id) allein mit dem allerbeſten Gold 


"i 


Oder Edelſt Gab Gottes. 

"ii barum ift ihr Schweiß ſehr koͤſtlich Nim 
Ton dieſen Juden / ote aller eife iſteſten und 
ekſten / fo viel du wilt / nemlich ein hun⸗ 
tert oder zwey: Dann hundert Juden 
Weben dir vier otf) Gold auff ein malfühs 
"rdiefe Juden in ein warmes Yad/ wel⸗ 
es genannt wird das trucken Waffers 
“affelbige liegt außmwendig bem Gebug/ 


"p waͤſch diefelbigen Juden tvobl mif | 


Miefem Waſſer / und reib ihnen die Haut/ 
nabfie weiß wird. Darnach mad) ein 
Darm Waſſer in einem dreyedlichten 8e 
Wig/biBeg beginnt zu rauchen Dann. ift 
i as Waffer warm gnua/ bam faf. bie 
Wuben darein geben/ und (af dafelbft in 
chen ein Ave Mariafang/ darnach geuß 
Ma Bad⸗Waſſer mit den Juden auß / in 
N nandere fchlechte Hütten und. Frave 
We mit den Händen oder Bürften bifi fie 
oh weiß werden/und ber Schweiß foll 


eohl durch daffelbig waſſer aufgezogen. 


Merden / und abgewaſchen / und die Haut 
nch ohl duͤnn gemacht / das geſchicht in et⸗ 
pen Juden ein.malin etlichen zwey/ 

In —5 — dreymahl / mit dem Waͤſchen 
er warmen Waſſerbad. Und me! 
i^ramn daß diefe Juden alſo duͤnn und aufs 
(MP Rict oder außgerieben ſeynd / fo ftreich 
( "i8 Badwafler ab ihnen durch ein Buͤrſt 
ip fette fie _ an ein Drt/ daß vie 
ut'i5onn überauß heiß fcheiner/biß dag Bad⸗ 
affer wohl von ihnen abtrucknet. Sirio 
ı E werden 


683 


634 


mit Efjig und wirff über fie Pulver / da 


» rind’ und leite fie abermahls an 






















JL PAN DOR A, 
werden Dann bie Juden Durch Die JO 
und Wuͤrckung der Sonnen / gantz ſehwa 
gleich wie di Mohren. Darnach nim 
dieſe Juden / und bade ſie / oder netze 


man Salbe pflegt zu machen für D ' 


Sonnen’ bif das Pulver eingctrucfa 

iſt / darnach toirff fie in ein Waſſer aqua 
Colaturz ſanguinis Nobiliſſimi Animali 
dann wird ihre Haut purgieret / und wi 
wiederum rotb mie vor / und man muf | 
mit Juden Sand reiben / darnach fuͤh 
fie wiederum ins obgemeldte Giebirg/ 1 

fie vor gemwefen ftpab/ und zeichne Die IE 
nigen die du noch in gehabt bafi daß 1 

fie nicht aber eineft nehmeftz fo das 


t$ durch ein Oſterlamm Sieb / fo bfei 
der Juden Schweiß in felbigen Sieb, d 
Waſſer aber fällt hinweg daflelbig 28089 
fer bebaít/ und nimm den Schweiß u 
thue ihn in ein Goldſchmidt Siegel/ ul 
reducir es in ein Corpus fo wirft Du o 
allerbefte © haben. Nota 24. Juden 
ben ein Loth Schweiß: Alſo geben ic 
Juden 4. Loth Golds / und dag mag 
ineiner Wochen von 100. Juden haben 
Loth Gold. Go bu es aber ein gan 
Jahr Gotft/fo rechne und numm " 

| eat 
: | 


| oer Edelſt Gab Gottes. 
JIefbft ab / was du für einen Schag bekom⸗ 
| Gy ift bie allerheimlichſte Kunſt / von 


IW 


hlten Philefephis verborgen. GOtt fen 
Wb und Danck ber mir ſolches geoffenbah- 
let bat. Suirma von 100, Juden haſt du 
lit gang 1248. Loth ©. ie. u 
l^ Beatus autem & Felixquihzc intellexerit 
Maris occultata ab oculisinfipientum, &c. 











di "0s » Rofarins N ovm, 
ii" Thomas de Aquina. 


—J. f 
' 3D du allerliebftee Bruder / deis 
nee fleiſſiger Bitt / fo bu lang ae 
jan haft / bíft du mich uͤberkom⸗ 
Wen / einer Furgen Xractat / von 
nſer Kunft / ein gewiſſe Regel ein 


C: 


jpur/ unb gewarlid; will id bir of⸗ 
‚unbahren / unb in act. Capite 


niften (a) 
| oM h 


ME) "T^ Urs rogationibus affıduis , cariſſme 
WIE X frater, foperatus tra&atum brev: m 
V arte nofira, certas regulas operatienis !c* 
NMÄS& efficaces, & tincturas veriffimas conti: 
jiffntem , propono tibi prepingere in octo 
y ilf oitula patrium , volens te in tribus habere 
Mecatum : Primo quod non cures molum 

Ie» | de ver- 


\ 
a "s 


TU 
1% 
mM 





wiote Wiveung / nuglie Zins 


dinellen ‚und toi) dich ura dreyerley 


65 


en 


, 


586 


tione experimentali, rota ars Alchemica 


‚Alberto traditas , ante oculos babue 


. riorilibro vulgaribus tradito, philofop 
























PANDORA, 


deverbis Philofophorum modernorum & 
tiquorum in hac fcientia loquentium » que 
am in capacitate intesle&us & in demon(t 


dem fibi conftituit, Philofophi veró cel 
volentes fcientiz veritatem , quafi omnia 
gurative locuti funt, Secundo noli plural; 
tes rerum appreciare , nec compolitiones 
verfarum fpscierum , nam natura nung 
nifi fimile producit, quamvis ex equo & 
no mulus generetur produ&ione imperfe 
ficut quidam fcientiam imitantes , ex pl 
bus quandam multiplicationem produci 
Tertio ne (is garrulus, fed pone ori tuo 
ftodiam , & ut filius fapientum, margat 
ante percos non projicies, Cum Deo 
pacem habendo finem ordinatum in op 
tuo femper in mente przhge. Credas 
certo. , quod fi di&as regulas mihi à 


non oportebit te Reges & Magn 
qnærere ſed Reges & Magnates omnem 
norem tibi impendent, | Sufpe&us eni 
mais in hac arte ferviens Regibus & Pral 
sum ipfe non folum iis fubvenire poteft 
ram omnibus indigentibus gradatim , c 
autem gratis accepit, pro precio nulli ii 
ternum przftare debet. Sint ergo re 
przfatz in corde tuo fecreto fignaculo ii 
birabiliter fignate & figillate , nam inf 


locutus fum , tibi autem & filio. fecre 


Oder Edelſt Gab GOttes 


ino-apcrüus de tua teciturnirate- confifus 


F ieh, 














4 (a3) Sed vere vere , multi venient pfeudo- 
à hilofophipott me, qui feducent operantes, 
liorum in £- neretantummodo ducs invenio, 
lentiam iam eooperientes, | Prius ef 
lnoraus artem, & fophiftigus: fecundus vero 
iens & Philofophus invidus. Primus compo: 
Tt libros deceptorios, deceptiones fuas & fo- 
liticas teftihcanres,& fcribit fuper capitaip- 
i um zitulos Philofophorum bonorum,ut vi- 
"lantur habere bonam artem , & elixic per⸗ 
Qum. Et ut magis credantur ab homini- 
$, ferunt pulveres lapidum , albi , vel ru- 


sentes deficiunt in operationibus , dum 
Wipbaat fcripta, illorum, — Secundus eft to - 
afgis remota funt à veritate , ad: prolongan- 
ulm homines à via vera , quantum potett, 
 ülfetque probare dia fua per fols rationes, 
I videntur ipfipientibus effe ceztiffimz: ille 
yid Itartem in herbis, & Plantarüm £zv&ibus, 
in, 43 multis vegetabilibus extraneis & :emo- 
wl. Vel ut videatur nobis relinquere ve- 
mihattern, magis philofophice loquitur, ae- 
yh 

ique funt materiz Philofcphicz , eaque 
Mis extrahit, velut à vegetabilibus , & 
ihalibus, & à multis aliis extraneis, videli- 
| ser 


eo Frallatui*D, Thoma de wAguıno 


19fi, & tra&ant aurum & argentum : fed fe” 


ns fundamentum fuper quaiugr elemen- - 


68 = 


688 


‚get ab ovo, à capillis, à fanguine, à fterc 


eſt atramentum , fal borax , alumen, v 


ram materiam, & naturam mineralem,tas 























C PANDOR A, 


re, aburina, à fpermate, à bufonibus, & 
aliis multis , quemadmodum fcripta illor 
demonftrant, & declarant, Velponit un 
pro alio , vel fimilitudinarie , vel ad plan 
& ponit totam artem vel in principiis prz 
&is , vel in mediis mineralibus remotis, 


chafita, magne(ia, tutia , & alia miner 
mula, Et quamvis pradica juvant ad 
&inationem quaadoque , & ad mundificat 
nem , feu ad colorisaugmentationem, tan 
invident, qui ea ponunt pro materia Ph 
fophica complete, Et (icdetegunt artem 
etiam operiunt, & feducunt infipientes M' 
vilipendant attem: & quamvis accipiant 


per diverfas eorum operationes ſictas & 
poffibiles , feu ineptas, prohibent infip 
tem pervenire dd complementum, Eı& 
velli Alchemiz artem comparantes per 
tam ut fupra , creditis expectandum ho 
& transmutationem bonam, & veram 
«o, quod cito ab ignis combuftione def 
tur? & in cineres redigitur? An non dic 
quod fulphur & auripigmentum cito cod 
suotur? & ab ignis combuftione eite cc 
muntur ? Sed aset femper diutias mant 
combu&um, Perfe&uminmerallis eſt ar 
tum yivum fixum, utfupra, 


Rofarinm 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
Bu dem erften daß dunicht viel 
u adeft vieleriey Worten der Philo— 
fopben / tie da von bier. Kunfl 
* febreiben oder reden. Cb) 

















(b) ew ?lmit an vollfommener Wiffen- 
EL — nichts mangle / und der Le⸗ 
D fer durch viel und Weitleufftigkeit / ſo wol 
i Materiz , Geſchir / Feuer und Zeit halber 
mE werde irz gemacht / indem bierinnen bif 
"Dato alle Authores febr gefpielet / viel ges 
‚dichter und vexiret : Will ich sum Beſchluß 
aufs Fürgefte und deutlichfte/ fo. viel dag 
Mecht und Kunft Verſchwiegenheit zuläfe 
ſet / in diefem allem meine zwar fchlechte/ 
tinfälfige Meynung / doch Runflıund Na⸗ 
urmaͤſſig entdecken nicht zweifflend / e$ 
Iwerden fo wol tiefflinnige / erfabrne und 
vahre Beſitzer diefer Kunft 7 als Anfänger 
md Tyrones ein Belieben tragen 7 meil es 
Fuß tolmeinenbem treuepfirigem Hersen/ 

Jib Siebe der Warheit. berübret. 

ER Incertus Macrocoſ. 


I Bann alein die funft ſtehet in 
„uöegreifflichfeit und in der Vers 
aͤndtnuß / unb in ber Anzeigung 
der Wuͤrckung / da bat die suntt 
Ihren Stul bin gefegt / und fürs 


pie 


gU Pblojapbi haben elm. 


685 


620 


. item potiffimum tenax , ne fibi periculum. 


. tamen locuples, librorumque magnam co 































PANDORA . 
die Kunft überbeben und di 
Barheit.( — 


(9 A Rite prudens fit, & ingenium ha⸗ 
— 7^ *beat naturaliter. fubule , & profua- 
dum , judicioque egregio polleat, Inſupet 
fit doGtus,ut quod per ingenium nor adipiíci* 
tur, huic defedui per dó&rinam fübvesia-l 
tur, Quicungae eaim ad hanc fcientiaralW 
pervenire vult, inquit Arnaldus, & non e 
philofophus, fatuus eft : quia hxc fcientia® 
non eſt nifi de occultis Philofophorum, Sim 
indu&rius & laboriofus, 'conítantisque volun- 
tatis, In hoc enim negotio fi agendi diffi 
cultas & tædioſa fatigatio opificem negli 
gentem efficiat, ipfum expectato gaudio pri 
vat; fpem fuffocat ; & efhcäciam intetimit 
Non bt przceps in iram; fed patiens & lon d 
ganimis. Feftinatio enim; inquit Geber, 3) 
patre diabolo eft, Sit fui arbitrii. & liber 
nec aliis curis aut negotiis diftritus, Secret 


cy 
E 





'arceflat , & aliis maleficii anfam præbeat 
Non fit prodigus , nec avarus , fofficiente. 


pil 
Theobaldus de Hogelan "AT 


am habeat, 


| (cc) Wie nun Cicero von einem Phil 
fopho erfordert / nicht daß er (oll tvolit 
dend ſeyn fondern Daß er muf der 3 
t 




















Oder Edelſt Gab Gottes. 

chen und Kunſt ein ſattes Genuͤgen thun⸗ 
alſo muß in dieſer hohen Spagvrifchen 
Kunft ver Kunftliebende nicht gaffen auff 


taroffe Subtitigfeie 7 Eunftbare Materiaf 


|Fönitliche Jnjttumienta / mancheriey Art 
Her Grad des Feuers / unb-auff lange 
Jehr. / ſondern er muß fleiſſig erwegen/ 
mag Der Arnoldus de Villa Nova ín einem 
Sendfehreiben an ben Koͤnig von Neapolis 
gehen laffen/ alſo (autend : D König/ 
ii ſollet wiffen / daB Die Weiſen in ihrem 
Merck viel Daterien und viele: (e Archen 
iu arbeiten gebrauchen / nemlich sertbeilen/ 
iRüfammenfágen ; / unb bieferlep Geſchir? 
| anb Gewicht/ welches fie gerhan zu blenz 

n die Unmilfende / und den Weiſen diß 
i * befand zu machen. Wer mehr be⸗ 


‚Ein diefeg — ver kan gedachten Autho- 
fem nad) ber Länge leſen im Buch Flos 
dolorum genannt / welches er an den König 
dKobertum gefchrieben/ und fonft genennet 
Avid De Erroribus Alchymiitarum. 

T h Incertus Macrocoſm. 


T eo Syerbalben folle ein jeder Nachfor⸗ 
ber biefer Kunſt in feinem Sinn befchlicf- 
en welches er auß oiefen dreyen fuche/ 
nd folldemfelbigen zu Huͤlff fomimen/ daß 
Eſeinen Gegentheit Fönne überwinden: 
Jarnach gebeer zu dem Gewicht oer Nas 
‚Out fein Gewicht, daß der tatur Mangel 
€x a guid 


U 


n 


ehrt ju wiſſen von der warhafften Mate- - 


9: 


92 


tamen fibi non conveniunt apud vulgares. 























| PANDORA, | 
durch Kunft erfehet werde / unb alfo wirt] 
es fein Gegentheil uͤberwinden. | 
Michael Sendivogins 


Und follichs gethan den Unwuͤr | 
digen / unb habendas alles figura: 


dive: das iſt / figuͤrlich und verbor 
gendlich geredet. (o) Be 


(4) P Hilofophioccultayerunt hunc preci ji 


— 


- fum lapidem dupliciter; Primo dee 4 
fub allegoria loquentes : Unde Morienus il a 
Caftrenli. Sunt libri de hanc fcieatia fub HI 
gura compofiti: quotum pars major obfcur al 
multum , ac fententiis connexa , ut non ni] y 
à [uis compofitionibus poffint intelligi : und] j 
ipfum multis nominibus nominaverunt, qub ^ 


fuum autem proprium nomen tacucruni 
quo apud vulgus nominatur, Quod fi alt ., 
quande eum nominant fuo proprio nomini — 
femper tamen aliquid addunt , ut fcilicer if. 
telligentes abftrahat , ne cognofcatur, ut d 
cit Lilium. Secundo varias operationes | " 
pondera fingunt. Unde dicitur in turba :Phl | 
lofophi multa ponunt quorum nihil faciunp. 
Faciunt autem hoc propter duas caufas, Prim 
ut reddant artificem in operando intelliget 


* 


. tem, & folicitum & cautum. Oportet ent N 


artificem qui eoram libros legit, non foluf 
| lite 






Oder Edelſt Gab Gottes. 


litere attendat, ſed rerum naturas confi- 


A 









\ p" Laurentius Ventara, 
| 


fen vor vieterlep Ding / nemlicy 
"fpecies zu fauffen / und die zu fee 
Ben: bannbarum/ nimm war / ein 
jegliches Gleichnuͤß gebirt feines 
leihen inder Natur / wiewol bae 
it / daß von einem Roß / oder von 
einem Eſel / bod) von einer unrech⸗ 
ten Naturen / alfo find aud etliche 
Nachfolger dieſer Kunft/ unb neh» 
men von Mengeriep Dingen ein 
Mehrung zu machen. (e) 


(t) ET dicendum e(t , auod lapis philofo- 
id ^ phorum, exnatata fuz originis e(t una 
fimplex res individua, Quia ficut à natura 
generatus eft, ita folus in hoc magifterium 
iatrat fine additione alicejus alterius. rei, ex- 
tra naturam fuz. fpecici exiftentis. Et hoc 
omnes philofophi affi; mant, 


Laurentis Ventura, 













p gu | 
m. 
|" (ee) Quamvis autem lapis unus fit in füb- 
i Rantia & natura, eft tamen ex pluribus rebus 
!eompofitus, ex qnibus faa perfectio canfa- 
| T , neg ſolum ficut multz res a'iz in extra- 
m, | Xr 3 nca 
N 


n 
«] 
al 


on» 


t Qu dem andern fo bitte ich zu hů⸗ 


$93. 


D 
LT 


























P:AN:D:O.RAM su. 
neo occulto, fed & in manifefto partibus fuif 
di&incus; unumenim continet, feu conjun 
git, duo componunt medicinam: ltaque fur. 
uno incorpore juncta tria , utait quidar| 
phulofophus, Hercules in Morieno Caftren 
fi: Hoc mogillerium ex una propria radiq 
procedit quæ pollmodum in plures res ex 
panditur , & terum ad unum revertitur, | 

Lanrentus Peutura | 


——À PET c X 


(eee) Et ifta duo funt Scl & Luna: Et Md ; 
rienus qui fapra: Non ftudeas hoc magifter] ; 
um circa quzlibetalia quzrere, & quarenc 
errare : quoniamad ejus cffe&dtumnon pery 
nies, usque dum Sol & Luna in unum co 
pus redigantur, Er Aliratus ait; Qui verit] 
tem vul: [cqui , accipiat Solis ardorem & Lj 
c? ſpurum. | Et Hamis in Turba $ Si faf 
ris fulphar. & argentum vivàm , quodiibj 
ficut eft 1n natura (ua, oportet te illa comm 
Cere, quia proportionem debitam ingeniu 
humanum penitas ignorat, & poltea coque | 
re infolidam maffam, quod nihil valet. 108. 
inveniemus quzdam corpora, in quibus pr 
dıda duo, fcilicet fulphur.& argentum viv 
iuntdebito modoadunata , & hoc eft feci. 
tum maximum, & propter hoc dicit Arnak |l 
itte lapis vocatur Mirius, id eft Mercuris 
fsiphureus, Item inlibro Saturni: Lapis dfe - 
fter qui eff Mercurius philofophorum, n 
fuvenitüt in cavernis, fed eft corpus & fpile 
tus, Secundo lapis continet tria, Joang. 
| 1 







- (Poet Edelſt Gab Gottes. 


Teb. Tota fortitudo artis. deprehenditur 


ercurio, cum fuz przparationis caufis z 


nia in his duobus corporibus folum reperi - 


tur folphur fapientum , utrumque fcilicet 
album & rubrum , in quibus natura fagax 
'€ontinet femen fuum, | Et in his tantum in- 
funt radiitingentes cum adjutorio noftriSolis, 
"Lapis autem. Mercurii complectitur utrum- 
que. Etalibi: Qui cum trinus fi: in perfo- 
Dis , hajus rei verum nomen eft, Alberis vel 
albar zris, quod ex tribus componitur, fcilicet 
Aterra.aqua & igne, quemadmodum & ovum & 
quod rubeum,& aquam, & corticem continet, 
Deinde ex dictis tribus unum quidem fiz, quod 
et pulus, qui gallina alente exit, Similiter hoc 
compoſitam regimine fit & putrefa&ioae, ex 
qua ft aer qui cft fpiritus, &c. Item lapis 
' hilolaphorum et unus in trinitate, & 
*rinur in unitate, quia in fe habet corpus, 
Y nimim & fpiritum, Corpus lat, anima vivi- 
at, fpiritus tingit, 


















Laurentius Ventura, 





Zudem drit ten ſo bitt ich dich daß 
du nicht fepefl ein Schwetzer oder 
‚ein Slofer/ fondern Deines Munde 
yet brit: bann der Weyſen Sinn 
iſt / Die edlen Stein oder Därlein 
wit werffen unter die Schwein) 
m i: Xra4 fitt 


tantum in tribus ‚ fcilicet Sole , Luna &. 


69$ 





696 


“wahr / ijt es Sach, daß du DIE) 
-jeggenannte Regel und. Ordnung 
bic mir tvorben find von meinen 


felbe Regel vor Augenbaft/ [o wid 


 €bre Ct] Pn 
(f) ts nun int biefer Kunſt nugbart 


GOttes Ehrund deß wuͤrdigen nothot 


drigen GOttes Rach und Strofftrohe 


RANDORA, | 
fittlih folt bu feyn mit deine 
Gut / und gib deinem Werck d 
ordentlich Ende, glaub mir füp 





















Herren Alberto Magno / unb Dp 


bir nicht gebuͤhrlich / und barfd id auf 
nicht Konigoder arojfe Meifter Ib 
chen / ſondern Konig und Meile 
ſuchen dich und erbieten dir ab. 


begehrt zu arbeiten’ Der muß WW 
allen Dingen GOtt Den Heiligen Geift 
einem Sehrmeifter haben. Vors ande 
muß er einen guten Dorfag haben’ oi 
Kunſt einig und allein zugebrauchen 


tigen Nächften Nutz und Befoͤrderu 
Dittens / muß er fich folcber hoben Sal 
nicht übernehmen’ damit ftolgiern’ u 
feinen Neben Chriſten verachten. Die 
tens / bat und trägt bicfe Kunftauff DR 
Rucken die Verſchwiegenheit / mlches ib 
Philofophi einhällig gebieten / und im ie 


pem fie alfo fchreibens Sid bechwere j 


Oder Edelſt Gab Gottes. ^ 607 
P dem ewigen GOtt alle für welche dieſe 
heimnuͤß kommen wird daß ihr e$ fria 
m offenbahret / ihr wißet Danny Daß er 
it Sohnder Philofophiz ftp / und tn wel⸗ 
em das Gemuͤth GOtt im Himmel zu 
iberfamen / aufs Aufferfte bie Lafter zu 
tben/ bem Duͤrfftigen gu helfſen / uno 
lle Ehriftliche Tugenden rechtfshaffen zu 
den. 




















Incertus Macrocoſ. 


-(ff) Sch bin nicht bedacht gemefen/ 
DB Urfachen / in meiner Vorrede anges 
tat/ Diefes Bach an Tagzu geben / doch 
Qt mich entlich  beroeget. Die Begierde 
teen und Philofophifchen Köpffen dar⸗ 
dit zu dienen / auffdaß ich Denen / welche 
jid kennen / eingut Gemuͤth erzeigte / (o 
denen / die die Kunſt koͤnnen / zuver⸗ 
then gebe / daß ich ihnen gleich / und ihr 
3efell fepe / unb ihrer Kundſchafft begeh⸗ 
. Mir zroeiffelt nicht / Daß viel auffe 
tiger aao guthertziger Leuthe/ dieſe Ga» 
in GOttes heimlich gemieflen / diefe an 
inein Exempel nehmen / und wegen 
tiner- auffgeitandenen GefährlichFeiten 
I'B Hippocratis Stillſchweigen ihnen lafs 
nanbefohlen ſeyn / bann fo.offt ich hohen 
Sotentaten mich hab offenbahren mollen/ 
«8 mir jederzeit / entisedergu Schaden 
Der Gefahr geffanpen. Mit viefem 
dreibea melde id) mich bey den Kindern 
et | &I5 Her 





698 


Waſſer uno deffen Gebrauch nicht fo 


fand eröffnen, Michael Sendivoßh 


als ein Zugab «ntt zugefchoflen haben / 

























 PANDORA, | 
Hermetisan/ unb unferrichte die Un 
fenden / und lernende und weiſſen fie qii 
den wahren Weg. Es mwolten die Erik 
Diefer Kunſt wiſſen / Daß fie aimmernpt 
einen befjeren Weg / Deme fie nachfehn 
mögen / antreffen können’ als Dec ibl 
allhie ergeigt ift: Dann ich babe es alles of 
bahrlich geſagt / allein hab ich bie. E 
Gion unſers folis ammoniaci, oder Mei 


ri Philofophici , auf unſerem SDartifdiii 


fenbahr entdecket: und dieſelb foll all 

BOttoffenbahren / ber der Mienfchen Ju 
ken und Gemuͤth Fennet/toann bu aber. 
ſelben bitten wirſt / fo Faa ec Die durch ei 
ferteg wiederholen dieſes Buchs / den & 


(FEE) Damit ich aber folgends beſch 
ſe / fo wil sch Dir noch zur legte auch 


nenlich / maan bir oer. Allmächtigeiäh 
Einad ( in Offenbahrung Diefer Go 
gen und heiligen Kunſt) mitgetbeifet Jl 
als dann diefelbige recht gebrauchen / 
darzu verſchwiegen feon / auch deßt 
ein ſeſtes Schloß für deinen Mundl 
und ſchlieſſen Damit Dich etwann die 
praͤchtigkeit oder vielmehr Heffaͤrt— 
beydes bey GOtt und den Senf 
Gefahr und Schaden auch seitti coca J 
ewiges Derderben nicht biingen m 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
pe du Dich dann wohl für zu fehen 


‚wer durch * Aunft will werden 


Der fey RR ſchlecht / ſtill und 
J auch ſchweig / 

Wer abet das nicht werd than 
Her macht fich felbft sum armen 

Mann. 

Dann alle die in dieſer Kunſt ar⸗ 
ten / Die find verachtet / fie ar- 
| iten Königen ober Drelaten / de 
mer wohl zu Huͤlff tommen niag/ 
Rd Denen nicht allein / fondern 
ah allen Nothtuͤrfftigen  bicfe 
unt zu geben / und um [obne/ 
“um GoOtt niemand follgeben/ 
bern um ſonſt: dann um fonft 










2358 


|t bi (6 geben dem gefreuen. ic 
|torgefproden Regel und Lehre 
jfen ſeyn heimlich gezeichnet in 
liners. (8) 


ff Jerzu ermahnet auch Hermes, 
| mo wann er fpricbt: Mein Sohn ich 


du fie empfangen / um ſonſt 


; "Saba 


699 





oe 


Weißheit amm. Cap ſagt: Die Weiß 


Mahometiſten / nicht rechte warhaf 























PANDOR A, 


haben gegründet feyn foll. Uber ba8 i 
folcher Schäfer aller Sünden / gaftehı 
und muthwilligen Vorſetzlichkeiten fl 


fco : Dann der Solomon im Bucht 


Fommt nicht in ein bofbafftige Oe? ii 
mohnet nicht ineinem Leibe ver &ünf 
untermorffen. Hiervon fehreibet weitla 

fig Geber m Samma Perfe&ione eap. 86. 
‘Thomas ad fratrem Rainaldum. A!phidiufli 
clave Philofe ;phorum unb andere unzehliß 
Schließlich muß ein ſolcher C dütu o 
pemütbíg feyn / daß er feinen einigen | 

fen Dorfag babe / fid andern barbul 
vorzuziehen / groffe Söüther und Sedi. 
tbum zubefißen / Dadurch ſtoltz / über 
tbig/ ungerecht und fricgerifd) mer 

Davon ſchreibet der Author Dei sag 
Naturz & Filii i hilefopbiz : Die Gto | 
und Ehrgeigigen find nicht allen und fl 
derift von GOtt / fondern aud) von 
Kunſt felbft und allen Gaben GOttes it 
worffen / uud unwuͤrdig befunden. J 
über werden ſich ungezweiffelt viel The 
gi und Philofophi erheben und ſprechen / 
fes alles würde ber. Erfahrung gun 
lauffen/ in Betrachtung eg Flar und of 
babr/ daß diemeiften im erſten Seculo;' 
auch bie getoi(feftea und beruͤhmteſten / 
ba find Hermes, Geber, Rhafıs, Avicet 
und viel Arabes, Griechen / Saracen 


à 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
Faͤntnuß GOttes gehabt / und dannoch 
iBibren und andern Schrifften Flärfich 
fcheinet / daß fie Die allereifanrnefte in 
Mer Kunſt getoefen? und folgendserft auf 
pP Sareiner kommen / und von dannen 
Jdie Teutſchen. Wir wollen ung mit 
offer Weitleufftigkeit nicht plagen / fone 
t von demfelben ben Anfang machen’ 
ſen in unferm Secelo am meiften gedacht 
ub/ und davon dieſe Kunſt ven Stabmen 
omm nenlich von Thzoph. Paracci- 
daß eit. Chyoilt nunmehr feinen an2 
1 Tamm führer v und ibi jum Spott 
Hgered wird / alg ein Umlauffer und Bez 
ger. In diefem Daß begehr ich diefer 
fon Patrocinium nicht auff mich zu neh. 


















Abirem / fondern mich deß Apoſtels 
diuti Lehr bebelffen. Pruͤffet alles / aben 
3 gut ift/ bebaltet. Eines unter allen 
Mdencken / fo findet fich gleichwohl auff 
Miges Betrachten feines Lebens⸗Lauffẽs / 
Jer auch viel gute Tugenden nicht allein 
Habt / fondern auch geübet / Daß fein 
fibolum geweſen: Omne donum perfe- 
in à DEO, unb bof er auff arme / noth- 


i jcbauen / da ichs vor wenig Syabren 


ma/ vielweniger alle feine Adiones ju ap- 


7o! 


7or 


— flrument/ das find Geſchirr / S 


| gen ift unfer Sunft/ der muß) 

















PANDORA, 
Nachdem und ung bewieſen 
der Lehrer Avicenna in der &pifi 
die ihm gefandt iſt von dem Kon 
fein / diealfo lautet: Wir fud 
ein gewehre Subflang / und 
zumachen von mehr Dingen’ fog 
che fubftang als fir auff das Seh 
wird acfest / und das Feur [e 
it / uno ift in vermijchen fid / ul 
eingehende nature mit rechtem CH 
wicht / welche Tinctur üibeetrefil 
iff allen Schatz und allen A, 
dieſer Welt / bann unſer Ding cil 
machet drey / und drenztoey / 00 
um folt du haben Gedult und” 


umfolt du Gedult Haben. Ic: 
alsder Meifter Geber fehreibt/ / 
alfo priht: Alle Eilung die fou L 
vom Zeuffel / barum oer nicht dig 
oult mag baben / der ſchlahe feíü 

Hände Arbeit auff / ber nad) Mi 
ten (ft aud notthürfftig toann di 
natuͤrliche Wirkung die danach 


ben ihr Weſchung / ihr Zeit / die 
auffgeligt iſt / darnach mt ; 


€ der Edelſt Gab COttes. 
nutzlich / und Doch wenig als du 
en wirſt / dann unſer Leib und un⸗ 
Kunſt wird in einem Ding / in ei⸗ 
im Faß / und in einer Wirckung 
Abracht / und ift doch ein einige 
jatur/ feiner andern aufferlichen 
pot (8 notbotirfftig. i) 


| $6 -Ér nun auffevbalb ber Natur ar⸗ 
N beitet / ber betreugt fich felbft und 
y tre/toeil gleich feines gleichen zeuget / und 
ſgantze Kunftnichtin Vielheit ver Din- 
II mancherich Gefaͤß und ſchwerer Ars 
Fbeſtehet fondern nur in einem unb in 
Enſalt. | 



















Incerti vC il 


x) Ohne die rechte Materiam und ti« 
$ kommen. Die Materi gtbid) bir: 
1 l'ormam muft du indie Ordnung fegen/ 
" rede Dir allbier nicht von fübftantiali« 
| Dion, fondern von rechter Geſtalt 
jd Lu Deines Gefaͤß / unb daß du 
| Ofen recht macheſt. Handie otra 
IE rtig/ und fünredas Wer Tratursges 
M kaͤnſtlieh. Hilff tir / fo will ich bir 
1 a: Wis du mir thuſt / ſo toitt ich thun: 
wie (d) andern meinen Soͤhnen ge 
je die ich mit Begnuͤgung beloͤh⸗ 
| net/ 


$ Stuer wirſt du nimmermehr zur 


703 


7Q 4 

















PANDORA, 
net / auß Urſachen daß fie ohn SQ 
Datter und Mutter gefolger/ und mei 
Sebotten gehorchet. 


Waſſerſtein der Weil 


Wann allein eines Firmame 
weiß ober roth / das da ift faufl 
und Ertzlich und in feinem and 
Werck gewefen iſt in welcher Ju 
gierung des Wercks manche: 
Farben nad) ber Zeit fid) efincl 
ven/ parum in oen aller ecften i 
gen muß man ‚frühe auffiebll 
und befeben ob unfer Raben b 
unb innadfommeabessoecud i. 
verwandlen in Gaͤle / over in vien 
len Farben allein zu warten J 
Weiſſen. Wann das geſchien 
fo ſollen wir warten ohn alle J 
rung unſers Koͤnigs Solo 
ber wird gekroͤnt mit ſeiner 
fbe Diamant: das (ft. der © 
und unfer Elixir / oder dag (chi 
fe Dulver das da ungreifik 
(fi. (i) "m 


(1) 9! non miíces fermentum cum € 
nen ecleratur corpus ficut dul 



















neque qoa, fd aliud ees non petr- 
Aret in tinctura naturæ merallicz, nifiip* 
t | praparaveris, fcilicet corpus. imperfe« 
um, TER 


Gi) Si folem facere volumus, "Sole ap: 
o imus, & (ri Lunam , Lunam | pro fermens 


latur : : & fi non Pac Syn nen futi 


linus. 

À 2 i ferment, 
[ tum uam  Mercu- 
us co&us ; ee yuitur autem | potatione & 
ati a (ic ccum . bibit humidum) 


cum | Mer- 
rus - Incipit bi fermentum 
jur ;  projice M "fuper fer- 
| entum, & poft move cum baculo, ut fic 
il amplius appareat Mercurii, Quo fa- 


EL 


| m fi quod igniarut, (quia Mercuriusrece-. 
zer) fed füflicit quod fit calidus : & dum 


materia erit. fices, Et derum 'calé 


P2 »-9 X —— 


Si fermentum ' non ponas, non colo- 


imalgama. cts 
; & calefae 


JT alefac tantum de Mercurio, ficut prius. 
li: fed non amplius calefzcies fermen- 


ürius incipit bullire, projice fup: t fers. 
movendo ut prius, &flatim imbibe* 


d e Meteurig, & Íac ut priüs, fic'quod. 


79) 





706 











PANDORA, 
fit tantum de Mercurio ficut de fermente 
& tanc pone torum in vafe, ficut fit à prirfd 
cipio, ad lentum ignem, & hoc per duc 
dies & per alios dies ignem. augendo modii 
eum: Etfic fic de duobus in duobus die 
bus, ufque ad dies duodecim, & fic tol 
materia etit fermentum, Si magis vis auf 
gere» fae ut prius in infinitum, 

Dominus Fobifcum, 
















Qo gyrum aber dem Stein ſo bic NY“ 
| men werden geben / davon ſagt 
thagoras in der Turba alſo: Sie hab, 
ihn mit vielen Namen genennet / von weg 
feiner Natur hohen Wuͤrdigkeit uno LEE! 
lium. Bißweilen erfcheinen in des Stein 





zu Tag in ber weiten Welt gefunden od 
nachmals erdacht werden Fünnen / ul 
alſo werden nach folchen vielfältigen u, 
terfchiedenen Farben / melche fid) in Dt 
Werck ereignen 7 auch feine 9tamenin m 
manigfaltige Weiſe verändert/ Durch DIE 
und unterſchiedene Philofophos . 


a 
Ode Edelſt Gab GOttes. 
k) Diefe Jungfrau und gebenedepe 






















aüchern mit vielen taufend ungehlichen 
Namen genennet. Nennen es cinea 
| D mely bimmlifd) Waſſer⸗ himmliſchen 


er / Scheidwaſſer / aquam tegis, corrofi- 
[Bfbaquam. fortem, fdjarffen Eſſig Bran⸗ 
dewein / 2zc. Effentiam vini,einen wachs⸗ 
H ic p oh Safft / aee Mercu- 
ein grünendeg Waſſer / Leonem vi- 
idem, ein QDueckfilbers ein Men&ruum, 
P3 itbarm/. Rosſaich / Milch’ Syungfrau 
RATE Ba sell. Arfenic, Silber Lunam, 
| [a Luna &afft/ Weib/ meiblichen Cae 
tin Sulphurifchen Dampff / unb 
Kauch/ und Waſſer / ein feurigbrennene 
t a ein tödliches Durchöringendeg 
i 8; fft; einen Baſaliſchken / der alles töd- 
Ä 3 "r9: fen. Wurm gifftige Schlangs 


1B rad ee fo feine Kinder 
ſet en faic Feuer ein euer des 


E oBmifte/- Koftmuts ſcharff Saltz / Sa- 
noniac, gutes gemein Saltz / ſcharffe 
Beiffen Laugen Viſcoſiſch De/ € ti auf 
—* der alles frißt und vertaͤutt 
In: Adler’ Geyer / Dermetifchen Vogel / 

de ISigilum, und Gefäß Hermetis / ein 
ttl 2 melt : Und calcınir Ofen / und an⸗ 
ah € ungehfige Namen Der S bier/ Mögel/ 


Mm t 


4 8 nne ig ro fiealfe figuͤrlicher 


Ber: 


t iré Wafır haben pie Philofophi in ihren - 


Negen/ Himmels Thaus Paradieß Waſ⸗ 


aͤuter/ Waſſer / Safften / Milch / Bluts 


707 




















P.ANDORAYSD 
Weiſe in ihren Büchern gefaget un 
— ——— daß ſolches Waſſer auß ſo 
n Dingen gemacht werde / uab all 
lortvrife) die e& in folden Dingen g 
fudbt haben, haben das begehrte vech 
Waſſer nicht funden, Aber diß mein al 
lerfiebfter Sohn wiſſe / daß es nur alleil] 
auß Dem Mercurio vivo gemacht werd 
unb fénft Feinem andern frembden Din 
ber Welt / und haben ihm darum DE: 
Philefophi fo viel Namen gegeben / darm 
$$9on den Unmeifen nicht erfanbt würd 
b Modus Me Enodan 2 


| Oder Magneha Das ri unfi | 
argentum vivum; "vi ift. / en 


Kid. (1) 


duret eft materia hl, : | 
VA nens quatuor Elementa. M. 
"Dominus E | 


QU — eft tota illa mixtio de " 
extrahitur noftra humiditas, qua argent 
vivum vocatur, 


— "gs i "| 

Oder Mi der Kinder "von 1M 
Stábrem das wa recht bereit iſt / de 
da fur ift fommen von ben. ^ 


| Or Edelſt Gab Gottes 
en und in kein Werck nie iſt ge⸗ 
pefen/ und dasift bas ich geſchrie⸗ 


















e tutze dutz. (m) 


— tvill ich euch geben einen wars 
hafftigen Bericht von der Urina. 
lie erum, und Philofophorum : Du folt 
diffen, daß ver Geift auß den Metallen 
ogen wird / Das iff der Urin Puerorum, 
In es iflSperma Metallorum,tifib ein Ur⸗ 
mung d Metallen und tviffet fuͤrwahr / 
* - obe Das Sperma zu ewigen Zeiten/ 


Dag wird Feine Tinctur/ weder weiß⸗ 
» duegen/. ben Sulpher unb Mercurius 


iB/ und das ift der Mercurius auf dem 
} und Luna der Da figirt allen Merc, 
Jiben unvollfemmenen Metallen / auch 
| n gemeinen Mércutium macht er beftän« 
y denn Der Merc. ift Sel, und Lu- 
Eder Same der Metallen’ und der 
erc. per unvollkommenen Górper; wird 
it Dtm Mercurio das Gold ober Silber 
4. Jauff gefeßt/ und verbunben/ ít. eim fio 
litior/ fo baftu hohe Tinctur/ dag halt 
Iq boe Meet Schatz. 

Gloria Mundi 


f . * 
i P ur- 


| M 3» jud. 


^ in dem grojlen Werd zu 


Kunftnicht gefunden mwird/ denn ob». 
x b rotb/ und fürtsahr außSoieund Eu-.. 
dem Gold Roth / auß bem Silber _ 


72 





A t2 un 
\ 














» PANDORA, 
Nennet ich terram. Hifpanicamff 
Hiſpaniſche Erden / oder: atrawen 
tum/doch meyn ich argentum vivum 
Bummi/dag ba etlich mehre brau 
chen Sophiſten. (0) ^ E 

otr ubralte verborgene «ober u 
befante/ natürliches bimmlifdbe / geben 
deyte / gefegnete Stein der 9Beifen. SE, 
wird genennt der wahre ohne Lügen / DIE, 
gewiffe des allergewiſſeſten / der Scheu 
aller Geheimmuͤß / ein Göttliche Kraff 
fo den Narren verborgen / das Dahl 
und feste fo unter dem Himmel ju erfebeug 
ein wunderlicher Beſchluß und endt all 
Philoſophen Merck. Item er wird g 


DER toird genennet Lapis Philofopl 


t 
n 


naunt ein. bequeme vollfonmene De 

gleschung aller &iementen ein unfterbl 

eorr Leiby fo von Einem Element mag al 
gegriffen werden Item das fünfte W 
fenlein zweyfacher und Doppelter lebendı 1 
und lebendig machender Mercurius f 1 f 
nen himmliſchen Geiftin fi bat ^. eM 
Heilung aller Kranckın und unperkä 
Metallen / ein ewiges Ciecbt / die hoͤcht 
Medicin aller Kranceheiten / der edle nce 
der allerhöchfte edlefte Schag / oder Di 
hoͤchſte Guth ber Natur / der allgemei 
breyeinige Uaive-fal. Stein / von Nat 
«u$ dieyen zuſam̃en geſetzt umd Doch : 
u; 


IN 





N 
- 
i 


Oder Edelſt Gab Gottes. 

einigift: ja quB eins / zwey / drey/ vier und 
fünff erjeugt und gemacht wird. tem 
M: gneſia Catholica, Dder Sperma Mundi 
in Samen der gan&en Welt/ unb was 











tibt unfüglich in der allerhöchften unb 
bolfommenften Zahl taufent genannt 
Ind begriffen werden Fönnen. | Wie num 
jag ichy Diefer irrdifche Philoſophiſche 
| 5 einneben feiner Materia viel und nav 
herley Namen, ja wohl taufend hat / auch 
? p wieder mwunderbarlid) genannt 
Hird, 

E Waſſerſtein der Werfen. 
Darum daß es nun etwas iſt / 
wird es geheiſſen ein multiplica- 
1o, Mehrung. (o) | 












( 
| 
| 


| 
"^J 
v 1i 
N cd 
J 


M Ultiplicatio alia eft virtualis , que 
1. VÀ fit per alterationem diffolvendo & 


jit oppofitionem novz materiz. 
B Scotus. 
E 
E (20). Multiplicatio quantitativa nihilaliud 
iquam atıgmentatio ab uno pondere ad in- 
fitum , ita utopus nunquam incipiatur de- 
jo & tamenfine diminutiene virium fua- 
a wer Incertug, — 


er 


| 


|. 264 


yergleichen Namen unb Tituln bey den 
Philofophis mehr zu finden/ welche alle _ 


ingelando ; alia e& quantitativa, que fir 


E e m Doch 


7ü 





Om 


Der färben zu rechnen ober zu (dil 
gen gegen unfer Meifterfehafft/ un 


Weiß übertrefflichen erfreuen u 


bet nicht von dem da «8 zugen i 
(het iſt dann «8 Begierlihen Ug 


undiſt eingehen und burdbringli 
















PANDORA,: "n 
Dodh fo ift cé menigtipgiteii) 


wiewohl bod) milden und freych 
Koften gibt / und wer dir gefat 
darinn zu arbeiten fo findet doJ 
darinn die Warbeit? aber c8 bi 


— — Y d 
rechtigkeit / dann / ſo es fir iſi / ſo th 
ein Tinctur auff Roth / ober at 


eines Liechtes Scheines/ und [OR 


freundlichenden Metallen’ und dj 
Mittel der Zufuͤgung der Tincturch 
wann cé zu ihn gemiſchet foitlll 


igu Grund) und natürlichen an ful 
zu haͤncken dieweil nun auß una 
xem Mercurio alleine unfer 29€ 

wird vollbracht / ſo iſt in noth dů 


re f£odft Gab Gottes. - 
j né irmenté roth ober weiß? 
ann es iti fich leichrlich vermiſchen 
it Solund Runa/und wird eing/ 
a arum bas dir zwey Corpus mehr 
ud Natur micibn tbeilen / earum 
nd fie gerechter dann andere Me⸗ 
allen, unb tft das die Urſach das 
ie Gorper Sol und Luna find cé 
er groſſen Gerechtigkeit und has 
im mebr von Mercurio bey ihnen 
ann ander/darum werden. fie Gc 
Iifcher zu ihnen zu dem NRorhen/ 
der zudem Weiflen/ und wann fie 

















ji ein bem Feur fteben/ fo werden 


kefir/ dann ber 9 afkein ber ijt/ 
kr da vollbringet unſer Werck / 
9 in dem finden wir alles das / 
à zu unſerm Werck norhdurff- 


I} gef: et ſollen werden / Sol und 
ji 1a find ihm aber nicht aufferlich/ 
Wann fe werden in dem Anfang/ 
lif à niers Wercks Dractica / ihr 
te Materie: das iſt in Mercu⸗ 
b "wann tarum fie haben von 
Mmeder Srauen Milch wird flief; 
y es daß du dieſes Ort klaͤrlich 

ver⸗ 


T 


[ jit darzu feine aufferlihe Ding | 





T 


leutert Bold in dem Feur/ bad le 


PANDORA, 
verſteheſt / und iſt Sach dag du die 
Mercutium / und nut feinen ani 
ven Dingen er enden wirſt arb 
ten / ſo wirſt du eingemunfcher Eh 
de erlangen. Item nimm ein 


















warm feye/ das ift ein Ferm 
auff rot⸗. Loth / ſchneid bas in Fleif 
Stuclein mit einer Scher vau. 
ber tbu 14. Loth Mercurii/den bil, 
bißer reucht im Ziegel/ unb fi 
das Gold darein/ und folt eg nf 
einem Holglein ruͤhren/ alfo fa 
big fid bas Gold wohl darein fJ, 
vire / unb fid) vermiſche Durch eu" 
ander’ dann fo ſchuͤtt ben Siedd 
aug in ein lauter kalt Waffer, ol 
da fepe ein fteínin &duffel/. oUm" 
fonft ein verglaͤſt Geſchirr ul 
waͤſch das fo dick / undalfo cic" 
ale Schwärge und Unfauberf 
darvon fomime/ und die Wal 
lauter darvon gehen / miltu balli 
mercken / fo ift die Stimme dein 
Tauben aller erfien Urfprung e, 
pfangen. (p) $i E 


* 





















Oder Edelſt 5b GOttes. 
ji Apis noter nominatur apud Fhilo- 
; 4 -fophos Mercurius, qui non eit natus, 
Im ld putant, fed de Corpore extra@kus, — 
n |o Rofarıum, 


in) Si Proje&ioriem in Iovem vis facere 
—* $ ipfumin eruribulo, ac pones fuper 
" — vnam puræ Luna ac fimul 


Im m lapiter in veramLunam ıransmutabkiur, 
In fum aut param, prot. lapis: tnus fubtilis 

. Ac fi rabro tuo lapide operari vis, ip- 
W fuper Lunam projicies , liquefaciendo 
m ,aerubrum tuum lapidem. mele 
iique verusfict, —— 


Ya aacns, 


‚tium / ober ſchlechten Magneſia / 
DD meinen Damit ihr Werck zu 
BD tocten ibnin cle / und [ub: 
" fnb, und quintam effentiang 

Bauzichenmit anderen lemen 
n | — ungdblier Marterung 
B peinigen / unb vermeinen in 
1 'tm29erd etwas zu finben/ aber 
Mi n9 ein. wenig leichtes fie 
hier folt bu/ lieber leſer vom Ri- 
b i P chardo, welcher ein Corre&or. obtt 

D: Nichter 


|! 





uabis,ac lapidem. tuum album füperjicies,ae 


[ate etlid) brauchen. allein Mers 


Mii yringen/ waſchen ihn inEſſig / 


79 


UNE —— 


316 


meinen Mercurio disant 


vier Worten/ barum daß es ift ( 


nicht / fonder die Tugend des Feu 


iſt e8/ da 
Kunſt ſehr hilffet. Wann er ‚Dur 





















“P AN DIOR VA, «7% 
Site geweſen aller thörtchten Arbeit 
fe: nen / baf alle Arbeit verworffen und 
Grund verdammt fep/ welche mit dem 


dncer Ins, — 


her. mein lieber Sohn dial 
mir / daß unfer gang Werck ſteht 


Werck der Srauen/ und ein Spk 
der Kinder / Parum [o i(f nid 
Nothſo groß unzehliche Arbeit | 
baben/ Damit / dieweil das ung 
Werk ſteht auf dem Regin 
008 Feurs / und in Begreifflicht | 
der Bernunfft/ wann wir wird 


Die iſt recht wohl wircken unfe 
Stein mit kleiner Arbeit. () 


() or baf ich Natur) alles Pur 9 
de von einem einigen Argents 
vo,und wircken dem mannlichen Sch 
fef made ein einiges wauͤtteruches b. 
EUREN CE, Si der Ofen hs ES 
mir der Menſch d f a 


y [i 
4 2 j 


ferliche Hitze in Die matricem/ ober Mu 
Die Ed reinigend : etwas mri 


UMS (AP 


| 
l 
1 


E^ 

























ur Edelft Gab Gottes. 
wi darbey nicht thun. Alfo ift ed 
n m bein Werck befchaffen bann wer 
rechte Materi zu erwehlen tveif/ dieſel⸗ 

auch in wohl verſchloſſenem Gefaͤß wol 

p "ünb alles in feinem Dfen 
u befehiefen/ der barff das Were? 
Qn ‚mehr verziehen. Dann Du 
D s möffen (8 perficiren/ (fi bem Du dag 
| fuer per roit ed Dit Pbilofophi erfordert. 
hun wiſſe für, ewiß./ DaB hieran 
Is lieget. Darum muftu allhier 
Iht gu fem is SE auff Dag 
er / fo man nennt epiehi ja, Au pe- 
Mia, und Apte efia, auch natürlich wie⸗ 
natuͤrlich / und natürlich Bewer" 7 und 
| nicht brennetz item auff warm unb 
iE n/feucht und Falt$euer/und mache es 
! t. Ohne die rechte Materia und tiger 
15 euer wirft du nim mermehr jur Sach 
en. Die Mater geb ich dir: Die 
[nam muftu in die Ordnung ſetzen / und 
allhier nicht von Äubkanzialifcher 
“aceidentalifcher Forma, onder. son 
fer Geſtalt ober Bröffe deines Gefahr 
À is f du deinen Dfen recht machefts 
j : blt vernuͤ ufftig unb fuͤhre das Werck 
emaͤß kuͤnſtlich. Hilff mir fo will 
ir helffen / wie duͤ mir thuft/ fo toil ich 
gleich wie ich anderen meinen Soͤh⸗ 
da than habe, die ich mit Degnögung 
Wt i auf Urſachen daß ſie ohne T A 


| 


N 
| 





1 





713 





















del Daterund Mutter gefofget/ und ul 
nen Geboten gehorchet. NW 
Waſſerſtein der Weiſg 


Und mit kleinen Koſten  daruf 
daß unſer Stein / fo er wird brag 
in fein erſte Materi / das iſt / in 
erſt Waller. CO : 


(HU bem will ichdich auch mit AM 

"heit berichten daß ver Koſten foi 
gefährlich in allem auff das gantze Uniy 
fal Werck verlauffen möchte (au&Bgenol, 
men oer täglichen Narung und Unten 
tung ped Feuers) üoer drey lorem. nl 
geftehen thut. Dann Die Mareriv i 
oben auch gehört / zum Theil unacbtr" 
end gering’ und überall/ / der Nothdug 
nad) gnug/ ohne groffe Mühe zu befc@ 
men. Die Arbeit iſt leicht und gering CB 
tig. In Summa die ganke Sunft t 
Srommen und von Gott. darzu erwehl | 
aufs ſchlechteſt / unb einfaͤltigeſt; 
Gottloſen aber unb Boͤſen auf fcri 
und unmögligft sufaffen und zu erforfall 


Waſſerſtein der Wei ü | 
(/() Wänn du nun mein Cohn N 


Werck angreiffen wilt / fo. tt dir fogri 
Verlag darzu nicht von Noöthen- 


€ dp Edelſt Gab Gottes. 


9/ daß bu fieyen ledigen Gemuͤths⸗ 

f d an einem fichern Orth feyefl/ ba nite 
H d von deiner Arbeit wife. Bereite 
bI deine einige Materi zu einem Puls 
;; im eingigen Gefäß / ſammt ihrem 
x A wohl beſchloſſen / unb regirefie mit 
(fer Hitze welche die Wirkung thun 

hd, Die Kälte abergiebt Putrefa&iou, 
Waſſerſtein oer Weyſen. 


der lac virginis: das iſt / Jung⸗ 
en Milch / Oder in cauda Dra- 
| nis : das ift / des ree 
iU 0t d 6C). 
„Une corpus primi operisnoftri, cum 
12 cauda draconis, id eſt lacte virginis, ad- 
JB; mercurii novi feptem partibus fuper ma- 
B nem nanentem, lecundum pondus pulye- 


Agninas, 


















" tif / fo ift derfelbe Stein fid) 
| €oagulieren / fublimieren / 

f ooa / veducieren / weſchen/ 
A coagulieren durch und die Zur 
ddes meſſigen Feuers gebiert fid) 


hl BoneinomaBopn alice han» 
| be 


b mann der eines alſo geſol⸗ 


719 





y 28 


ven geredt baben: auffdaß ou at 


OPANDORÁÀA, o5 
be werd. Darum mein aleriag 
fier Sohn erfeime toit die PhiloJ 
phen von ihrem Werd alle in fi, 


















— 


fier fepeit von dem Mercurio 
purgieren und reinigen/ lcehrich dl 
in dem Werck ber Kinder / ol 
&odteren unferen Mercurium E 
meinen leichtiglich zubereit J 
"ye nimme Mercutii minerali 
Das ıfl/ terram Hifpanicam / un 
Antin/oderdas ſchwartz Crorcilll 
Das alles ein Ding iff / nicht | iu 
nidereft ‚feines Geſchlechtes ub 
Das eer in feinem anderen 98g]. 
fepe geweſen z deß nimme 25. Pfi 
Ddermehr/ undthu das drei 
truden durch ein leinen Tuch. Cg 

u) C Cias quod philofophi multa capital 
\ Ses idus ^ fublimarie x, | 
ſtillatione, feparatione , putr:fa&ione, Wf 
ceratione, calcinatione: que omnia NM. 
una & cadem operado in uno vafe, — MP 


ud 
. 

(uv) Córpora. primum fubtilianda € 
ger dilfolutionem qua primus eft operis. 


E. 





Oderwdein Gab Gottes. 
15' Diffoluio autem hæc nihil aliud et, 
iam ut corpora revertantur in Mercurium 
t fulphur , unde of; ginem habuerunt, Re- 
ylvi autem in Mercurium aliud corpus non 
| oteft quam metallicumMetcurio & fi fulphure 
pr fans. 2d ! Pogeli if 
Pc 
(aux) Non egemus hifi uno vafe , und 
yrnace , vnaque difpofuione, quod audi 
in Ben primi lapidis, 

Nicolaus Flamellus, 


















| mama iu es trucken durch 
in Haſenleder / oder ſonſt / dar⸗ 
Bach zu dem letzten fo tbu es aber 
Juden durch ein leinen Zuch/ dag 
4 (rin Weſchung fürwahr / und 
Merck / daß etwas bleibe im leder 
un feiner Srobbeit / oder erlicher 
Wer Wuſt / fo mig daß der Mers 
drin / iff nicht guf zu unſerm 
! Xrd/ / Mt aber’ daß nichts im $e 


er 


fius gut / dann afleine von dem 
ercurio / und nicht anders darzu 


p Uzritur , unt partes debent effe 
de aqua, & quor partes de amalga- 


fuͤget / wird unſer DIR vols | 


| á mate ^ 


?1i 





71% 


nenda eſt quantitas ad iguem lentum quousq 


vivum, in quo vafe eft ponendum? Ref, | 


PANDORA; 
mate ad hoc, urtcorpus totum convertatur. 
arg,vivam, Et uttotum tranfeat per coriu gi. 
i, e, Samifch Leder. Ref. Quod eft. cel 
qoentitas ibi, fcil, ad bonum arbitrium, pli: 





















torum corpus fit converfum in argentum Wii 
yum, | | 

Quzritur , Tranfeunte corpore imper 
Go per corium, & converfum in argentu 


vafe vitreo perfc&to in modum parobfidis li 
debet cooperiri cum alio fimili magis ampli 
Ita quod pars inferioris vafis fit bene inc 
fum, Et vas fuperius debet habcre moi 
cum collum ,. & debet habere foramen. 
collo , & debe: claudi in lineo panuo, 
illo modo debet vas poni inter cineresin ful 
nofuo, & etiam eineres debert cooper 
totam ma:eriam, Et debe: ignis eſſe uni 
luminis , qui vocatur ighisfebrilis, debetgl 
Bare ad illum ignem quousque apparuerit tll, 
gredo lapidis, quz apparebit in fuperficie i 

| Arnoldns ad "Bonifacium 


Und barum fo fegen die Geld 
dung des amalganum / aree 
fur zu fagen / etlich verfichen Tal 
nicht wol den Philoſoppen / ug 
meynen alleine von Dem Mert 
rio. (y) " 


Oder f£odft Gab Gottes. 


) ET ues awalgama i impone diligenter in 

beciam vitream, quz fit tantz capa- 
| tatis, ut ager tuus Íeminátta & Occatus ter- 
ai. duntaxat ejus partem impleat, duabus 
atibus vacuis relictis, Poílea conalude 
Acium tuz bociz cum lutc faptentia : tanc 



















1 e(t nifi unum vas, Lapis unis, co&io fola, 
" Oreverins, 


E" fen Schwefter oder Bru: 
4 rd feines gleichen / etwas 

cks zu vollbringen/ Das danicht 
Eno: / ich fag eir aber ficere 
" bafi bu mit Mereurid/ und 
uit euſſerliches zufügeft : aber 
ſſe baB Sol. unb Luna / nicht 


ipfürmabr affer nechſt find / ſie thei⸗ 
| Fibre 9tatur mit ihm / mehr dann 
dere G orper/ darum daß fic wer⸗ 
h dracht in ihr erſte Diaterie/dar- 
werden ſi egeheiſſen/ hre Adi 
Ü umb ihr aleich von weichen 3 
dung unb 3ufammenaieffuna 7 x 
Binis, das Qungfrauenmilc in 
| "m Crotrid erhöret / darum 
Wi der Regen abgangen / und 
Ins ift. Wann das alfo ae 


AER 
7a 


jibebis ovum Philofophorum , quod fcilicet. - 


1 ]ricrlche D Dinge findden Mercu⸗ 


I 8à* waſchen 


753 





224 


. fell fepn indem Leder/ wer cé abl 
mehr / (6 mínber eo / ijt es ab 


Materie auf dem lederinein Ola 


ſchrieben iſt. (aa) 


















ANDOR 


waſchen und trucken worden if 
fo tbu das Amalgama durch di 
Keder gehn / das da oben hart st 
gebunden feye/und truck das A 
gama gants durch / biß auff 4. Lo 

fotlen bleiben in dem Leder und ig 
14. Qotb / das itt ein. Ding zu u 
ferem Werck geſchickt iſt / unb mal. 
Daß es weder. minder nod) me 


u 


minder fo thu darzu / und die v 
Loth ; die außgerrudet find / op 
getrungen fino / werden gehe ! 
lac virginis ; bir behalten. (z) 


GP Hilofóphi vocan folem fıatrem Md 
curii, & lunam ejus fororem, | 


, Depderabi , 


2 zu der zweheffen qui 
dung und operation / fo tbu DM. 


und fürbaß in ein Ofen der obj 


(22) V admodum folido luto eb ut ! 
quo ficcato, fornaci fixatoria impdll 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
Er ac ignem admodum tepidum adde , us 
lia Martio Iplendet: ac die no&eque in 
»c calere retine , donec materiam tuam 
grelcere videas inftar picis ,- etiamnum 
agis, 


Und ein Ampeln darunter an 
Zuͤndt / und denmach die tätige 
| j ju brennen/ & ag unb Nacht / 
IB die nimmer erlofche / unb Die 
lammen / ohn bello in einer ſchlech⸗ 
jn Ban auffgang / und doch nicht 
Cappel des Ofens beruͤhrte / 
Iib doch in allen Orten des Ofens 


jur, (bb) 
Tw: ignem tuum exiguum gradum 
auge; ac tam multum : ita ut paue 
alidior effe quàm ante percipiatur, Ac 
€ ignem inco calore, donec vidcbis ali-, 
colorem, qui fübrüfe cinericius cft, quafi 
it cineres, - Tum i Iguemtuum etiampum 
glulum auge , ac non nimium, ita ut Solin 
dli fplendor atque ignem in eo calore re- 
iiio fubviridem colorem cernes, qua-. 
liftcolor plumz pſittaci. Tum adhuc ig- 
paululum auge, donec videbis coforem, _ 
js eft cauda pavonis , Quz centum colo- - 
hab di Sas ignem tium auge 0° calo- 
| f 











Naacus. 












" 
# 


: V. 


— 





x 716 


'bedinem videris , ac lapidem album pek 


tritus later ioter rubrum &iufluan T "mig 


-auge etiamnum exiguum gradulum, | C 


Lapis perfectas (it, Primus color quem; 


«undus color, quafi effet rofa , ac paul. 























PAWDORAxS 
re, quiis efl Solin Junio nec majore, & 2| 
nem itlummonaugebis, dorec perfectanji 


Gum elfe, Tum adde i ignem, donec "id i: 
materiäm colorem cineritium adipifci. "Tig" 
ignem auge paululum , tantum gradufi 
unum, d-:bec cernes ente heluum, E 
indeacfi effet coagulum quo alutarii coria 
p £parant, Tumigoem tuum stiamaum 

ulum unuem auge;ac illud regimenignis f 
donec colorem ceracs peric deac fi eilet q 


tuunt auge etiamnum — gradu: 
dorec rurfus videas colorem cneriti 
quafi glauct cineres foren. Ac tum ig 


vei cineritius eft poftremus colorum ot 
um reliquorum fcfe oftendens, Ac pum 
nem tuum non amplius augebis , priusq 


hunc colorem cineritium ceraes ,' eric cul 


color iaterdum altior fiet, aut paulatim | 
gisque rubebit: adeo ut materia tam mi 
ac tam alti coloris fit evafüra , ut nun 
talis rabedo ullis oculis humanis con: n 
fuerit; Tum cum Philofophis exulta : J 
eſt. | 


| Oder f£odfi Gab Gottes. 
der zween betbauen die Blumen 
we Raben / und um der Haupt 
Farbe willen / als ich meyn / ſchwartz / 
eß gelb unb roth / ſo wird obn alle 
Wirckung deiner Hände des Feuers 
ificabar wird verholen / und das vete 
dien iſt / wird offenbahr. (ec) 
li t gy mablem Recip. Halinder Wafe 
bier von unferer Erden / im Deme 
qu. Baͤchlein und lebendig Wafler ift/ 
"Wann Du biß an Die Knie / eine Gruben 
wgaben wirſt. So nimm nun auß derfels 














zn Waſſer / nimm aber Flaresy bierein 


Aue denſelben Wurtzel Safft / und fee 
min Das Feuer der Putrefsdion und Gents 
MUrg / nicht dergeſtalt / wie Du in Der ers 
m Operation gethanhaft/ regiere alie8 mit. 
nderlicher Geſchicklichkeit / biß Karben 
Aicheinen wic ein Pfauen⸗Schwantz / regirs 
Merirende / und laß dichs nicht vers 
nlieffens biß die Farben auffbóren und 
Fein die grüne alíentbalben gefehen werde s 
Bauch von den andern: Wann dunun 


Boden braune Afchen fehenwirft/ und 


Maffer welches fier roth ^. fo thue das 
Kichirz auf / negein Feder darinnen/ be⸗ 
Mich ein Eifen barmit / tingiert «8, ſo 
du ein zubereit Waſſer haben / von 
Wit deſſelben ſo viel hierein / als roben 
Qi4 Luffts 


Dow 
i "3 
INE US 


ne bernad). geredet werden folle / und: 


$5 





| 
| 
] 
| 
{ 
| 


19 





-ftetb vom iSeuer qu banblen. Das ei 


lich Seuer/welcheg Die Materidigerirt‘ 


RMegiment des Feuers offenbahret bati 
‚ Wann pu Die Natur verſteheſt. 


Grab gebende und das leicht ſchwe 

























EANDOUORA Ml 
Luffts hineingegangen 7 Eoche es mit eodd 
gem Feuer / bi ed wieder titigut. No 


Feuer / oder der erſten Operation , ift (ui 
Feuer eines Grads beftändig / / welches 
Materi umgiebet: Das anderift einnatd 


figirt. Sch fage bir die@Barheit/daß ich cole 


Michael Senaivogi | 


Wann unſer Materie iff ſich fg 
berbringen / zu einem rechten E 
yir/ und ift ſich felbfi verfebren a 

einem fubitien Dulver/ warn eg i 
voneinem Todten Erdirich / ob 
von einem todten Menſchen in d 
nem Grabe, oder Magneſia / ug 
ift durſterich wann ver Geiſt 
ibm (ft verholen / und die Seele al 
viel als hinweg /-barum fo laß dt 
ganzen Leib (eben / big indie fed 


Mi 


unb viergig 2Bochen/ ſo wird de 


das Scharffe weich / und das CU 
fe bitter / / durch die Dertvandlur 
der Natur / wnbburd) die Tuget 
des Feuers heimlichen vollbrach 
Sdererfület,cd) ^ ^ (9 





po Edelſt Gab GOttes. 
IM noftra feipfam ad perfe&um 
Elixir perficit , vertendo fe in'pul- 
bits fubriliffimum, qui dicitur terra mor- 
ia, vel homo mortuus in fepulchro , vel 
hagnchia (itiens : quod fpiritus in eo occul- 
i. eft in fepulchro , & anima quafi re- 
ef effi. ‚Permitte ergo ftare wunc à. prin - 
Xo, ufjue ad vigintifex feptimanas, & 
| * tunc factum eft gracile, leve pon- - 
erolum, afperum , molle & dulceamarum, 
ünverfione naturarum , virtute ignis occulté 
peo 






















Thomas 1 


| (44) Hanc autem folutionem nigri cor- 
ts & Mortui , folutionem nominamus, 


tee&ionem, aut vivificationem, feu. anima- 
nem corporis mortui nuncupamus, & hane 

ib i chariffime fili, oftendam inferius, - 

^ u * Mo⸗giſter Valentinus. 

i 


NEU 
S i 
di ) brennend ift/ und von der mäflrigen 
n s audjenbem. In Diefer Verwandnuͤß 
"jl Gfáffes der Feuchtigkeit deß Geiftes/ 
x x eicher das vorgefagte er fe iſt 
y jr &lrimigkit oder fehfüfferige 


[m Nae 





d 


(dc da) Dannenher nehmen oder Fleiden 
TS mit neuer Natur / "Die da rein und 
B ift / entolöfer von aller beiffenden irr⸗ 


im lolvitur per fe folam , cum vero folvi- - 
lir per aquam fuam , hanc folutionem , re- 


jen Überflüffigfeit / die da verbrennlich | 


2:9 | 





bereit angezundete (Seuer und einfache 
























YOAON DO E A, 
Natur / und durch Anbengung oder nat n 
liche und fefte Dereinigung bepalten mot. 
und fid) erwaͤrmet / alsin feiner wurtzli 
ten Seuchtigfeit / bie mit ihm vermiſch 
uno getóbtet ift / und hernach erſtehet 
tobte Ding mit fröficher Sublimttion uli 
Sebährung / indem es fic gänglich al 
bebt von Der falgigen und bittern tati 
alödennift er mächtig fid) ſelsſt zu erhalt 
zu naͤhren / und zu vermehren’ alg Das di 


£ur/ weiche mit weniger Milch muß gend 
ict werden. Nn 
; ednonymi Verbum. Dimiſſu 


( dddd) Hiermit toill id) meinen Trac 
beſchlieſſen / welchen ich zu feinem ande 
Ende als den KRunft » Liebenden zu) 
fallen gefcbrieben habe. Diejenigen / w 
che.inden Garten Fortunz foasirea und 
den Infalis Fortune die glildenen 2lepffel di 
brechen / merden leichtlich erachten koͤnn 
wie weit ich auf ber Reiſe nach den gdlonpl. 
Vellus, dag; ift oem Buche tn der InſulC 
ehide in Chymia lieget / unb von Jafon D 
dem Kuͤnſtler zuerobern iſt Foren fen: SR 
mir nad) arbeiten will / der fchaue gulli 
was ich gefchrieben-habe / und beden 
genau; was meine Venus ſey Die dem SUB 
nige ocrmábler wird / damit Fein Zwie Dog 
gebohren werde. Auch lerne er guoor ZUM. 
nobr, Vitriol, Niuum muchen / che J 

| N 


Oper Edelſt Gab Gottes. 
Hohe Werck anfanget / fonft wird er gewiß 
p ber Praxi febica/ wie mit ſchwerer Muͤhe 










gefucher / ich babe zwoͤlff Stationen. ihre 
Bücher/ Deren mehr als 2000. Fleine und 
zroſſe / fo wohl gedruͤckt als gefchrieben/ ge⸗ 
veſen / durch geleſen / die allein von dieſer 
Kunſt mir zuhanden gekommen. Den vor: 
hebmften9lztiften habe ich nachgefraget / und 
bre Freundſchafft mich viel Foften laſſen / 
Woͤne Handgriffe und Arcana zuerkauffen 
Fein Gelb gefpahret / bif folangean bas ere 
irterte und vollbrachte Ende. 


4 Mathäus Erbinäus von Brandau 


Boſarius. (a) 

! DIN Au&or libri: qui Rofarius dicitur 
T  &delcendi in hortum meum, ut viderem 
iblantas diverforum nafcentium, & inter flores 
zteros Rofarii mei, inveni rofam niveam, 
Jeualbam, itemque fanguineam,fen rubedine 
; ecoratam , elegi pulcherrimam & infpexi 
‚Quodpaucz & rarz , quia non germinaverant 
Mala punica. Dixique voce non tacita: Re- 
gertere, revertere, Hortulane, revertere & au- 
menta Rofarium meum, per totum hortum 












t decoretur hortus albis & rubeis rofis fplen- 
jf entibus, fuperfuifque abf&ra&is & rejedtis 


item Hortulanus rofarum plantas feparavit, 
B | & 
an 


/ & S 


und Arbeit id) mit Wahrheit diefe Kunſt 


M hultiplica, feu de novo con&rue & planta. 


Hlibus & nec«ffariis diligenterintende, ipfe 


731 








»h 


. triplicando, quadruplicando , & hc vicilfi 


deinde ad subediuem perf:&am. 


. Bet gar mit Furgen und verborgl 


Xo men zu diefer Kunſt / genannt Al 
J. mía, Und merk’ wilt du mache 


‚men dann God uno Mercuriun 


und geuß darüber Urinam Vinlem 
und weich den Mercurium dami | 


- es wol untereinanber/ biß ecran 


Amb reib es aber inanes M 



















PANDOR xU 


& replantavit, augmentavitque duplieand li 
multiplicando ufque ad albedinem plenam, di 


— Reofarius. Mine, 

d iſt der Tractat unb odi 
Buͤchlein des Meifterg genannt | 
noldusvonder Neuitatt/ well 
man neanet den Roſarium / unb f 


nen Worten / wie man mag fon 


Gold / fo ſolt du anders nichts nel : 


Wilt du aber maden Syleaf 
foit du. nehmen allen Silber un 
Mercurium / und folt ibm al 
thun. Recipe Mercurium 2. oder 
pfundt / thu den in ein irden geſchir 


thu darzu ein wenig Saltz und rei 
trüb ſeye dann geuß ibnab/ u 


ſchuͤtt andern Harn daruͤber un . 
tbu Salg darzu alg zuvor » meld 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
a ang bif der Harnabermablen trib 
erde dann geuß es aber ab oder 




















ethan werde / darnach ſo lavier 
n mit lauterem Waſſer / darinn 


as Waſſer truͤb fo geuß baffeibig 
»/ unb allwegen wider friſch Waſ⸗ 

f darin Sal commune geſolviert 
D" über ben Mercurium gegoſ⸗ 
]1/ lavier und zerreib es biß aber 
hs Waſſer trüb wird / das geuß 
lieber vom Mercurio/ꝛc. das Waͤ⸗ 


Ina 7 biB das Waſſer lauter 
Irvon thut gehen / dann ſo tru⸗ 
j den Mercuriun per Coruum , 
4 d ohne aüen Zuſatz thu ibn 
Hlimieren / dann (o haſt du dein 
ü teurium wolbereit zu diefer 
nft/ lauter un? klar alsein Spies 
1 und Chriſtall. — 
| l Ntentio quorundam i in hac arte ope- 
r gone a variis fecibus, alii per fe 


ron, ip alfo zum dritten mahl 


uid eal geſolviert ſeye⸗ und wann 


bien’ auff-und abgieſſen / treib ſo 


Mihne in eim ſublimatorium⸗ 


i rantium ef hzc, ut M rcurium diver-⸗ 
lpde purgent: nam per falia adiuncta fub- . 


tantum 253 


e 








734. 


 accelzrat, ideoque conveniens eft. Quare ca 


: beatam quavis vice cinere ac aqua; rand e 






















PANDOR A... 
tantum m vivificant, fic repetitis dine 
Mercurium Philofophorum fa&um autumat 
& errant, quia non in natura emendatur, | 

Anronymus Philaler 


(bb) Mercurius vero indiget interna ad 
effentiali purgatione, qua eít additio fulph 
ris verigradatim, juxta numerum aquilarur 
tum radieitus purgatur. At infuper acc 
dentalem pofcit mundationem, ad extern 
fordesa centro ejedtas abluendas, Non al 
folute neccffacius ek hic labor , tamen op 


Mercurii tui quem parafli per aquilarü num 
rum convenientem,& fublimaterra fale com 
niac Martis fcorlis , terendo fimul cum ace 
& modico falis ammoniaci, usque dum Me 
curius difpareat , exficca tum, & dcKiila 
ıetortam vitream igne g: dew audo, 1 
que dum totus Mercurius alcenderit, Ei 
quatet reitera, poftea Mercurium bulliin ac 
ei fpiritu per horam in cucurbita aut vie 
lati fundi ac ſtricti colli , agitando interdi 
ftrenue, Decanta tum acetum, & accu! 
tatem elue aqua fontana , 1epeuum afful 
Tum exficca Mercutium & Filgorem ejus 
rabere. Pofles lavare urina, autaceto & ! 
ac fublimationiparcere, tum faltem quat 
defillare, poft quam ounes aquilas — 


bulli in aceto (illato per dimi dium diei , aj 


- Oder Edelſt Gab Gottes. 

wido interdam ftrenue & nigricans acetum 
Hunde , & affunde novum , tandem clue 
qua calida , poffisque aceti fpiritum rediftil- 
indo a nigccdine liberare & ejusdem virtutis 
bere. Hoctotum e(t ad amevendam ex- 
tham immunditiem , quz non 2dhzret in 
intro, & tamen ef in fuperficie paulo ob. 
matior, quam fic percipies; Mercarium 
inalgama cum auro purga:iffimo , fiat amal- 
ma in charta mundiffima, & videbis, quod 
fnalgama chartam nigtedine fufca inquina- 
4, Huic fzcitu occurres perdeßillationem 
zfatam & ebullitienem ac agitationem, quæ 
gparatio opus valde promovet acccle- 
ido, 


TU 


"e 


Mbbb) Auffeine Zeit haben fid Alchy⸗ 
dien verfamlet / und aligemeinen Raͤth 
‚Halten wie man den Philoſophiſchen 
Itin bereiten ſolle die haben unter ib; 
Pbeſchloſſen / es folte ein jeder dieſes 
ts fein gutduͤncken an den Tag geben. 
Jeſe Derfammlung mar befchehen unter 
Aem freyen Dimmel / auff einer Hey: 
a / unb zumai an einem heiteren Tag: 
"Bi baben viel deren einhelliglich zu geſtim⸗ 














Anonymus Philaleiba, 





| 











J 
^ 


| tie Materi fepe / andere aber den 
ivefel vermeinten. Andere gleichfals 
nbus bargegeben. Jedoch war von 


1.‘ 
B X 

k ^ 3r 
* 


4 va pa8 Duecklilber oder Mercurius 


dem 


735 





736 


fonderer Arbeit  (Diewweil ein jeder begie@n 


hindert angeftanden und verblieben J 























-. PANDORA 
dem Mercurio ober queckfilber vornehm 
gehandelt / fonberlid) aus Schriften: 
Philoſophen / dieweil fie es für die wal 
Materi angebẽ / wie auch fü? die erſt Mat 
der Metahen: Sintemal bie Philofophi rifll 
fca und ſchryen: Unſer Mercurius un 
Queckſilber. Ja in dem ſie nun dergeſt 
mit einander ſtritten / und Fämpfften mit ll 


den Endſchluß dieſer Frag erwartete) Ml 
83 immittel ein fchtweres Netter / uM 
Donner, Blitz und Hagel / und unerh 
ten Wind mit Platzregen begeben well 
Ungeſtimmigkeit dieſe Verſammlung iM 
ſtreuet / einen jeden beſonders in fremi 

Finder unb Provingen verfchlagen / d 
theilt und gang zertrennet bat / oaB al 
die endliche Schluß-Ned dazumahl oll 


Nichts deſto minter bat ein jever ibm fa 
Babe atit eingebildet / teas Doch Dit 
Difpuration und Streits Endſchluß fe 
möchte. Derhalben auch ein jeder IM) 
Werck getretten / und angefangen / $m. 
der eine in Diefer/ ber ander in einer an, 
ren Materien ven Philofophifchen St 
auffzufuchen / welches noch auff den DM 
tigen Tag unabläßlich befchieher. DAB 
aber einer fonderlich / fo noch eingede 
des gehaltenen Geſpraͤchs / daß nemlich 

| 


3 * 


bem Mercurio oper Queckſilber der Sf 


der Weyſen zubereiten waͤre / bat bentile 


. Over Edelſt Gab Gottes. 


elbften piefe Wort gefprochen : Ob gleich 
bol Feine Schlußrede erfolger iſt / fo mill 
nichts deſto weniger im Mercurio oder 
Weckſilber arbeiten / ja. ich felbft will 





















tyten Stein zubereiten. Denn er war ein 


tbet und murmelt / wie der Alchimiſten 
jemobnbeit ift. Deromegen hat er an 
fangen / die Bücher der Philoſophen 
Klefen/ und fam über das Buch Alami, 
at vom Mercurio oder Queekſilber ban- 
Mt. Alſo war Diefer Alchymiſt ein Philos 


ar. 

IN? 
e. 

y 


dpt. Nahm derowegen Das Dueckfilbers 
lit an zu arbeiten / thut es in ein Gilag 

im euet, Der Mercurius wie feine 
W'aturift / rauchet aus und Davon, Der 
ümfeelige Alchymiſt / ale der deß Queck⸗ 
Mbers Art nicht gewuſt / ſchlug fein Weib / 
Wdfprach: Es hätte ja ſonſt memand dar⸗ 
kommen koͤnnen als fie/ derhaiben fage 
Maß genommen / das Weib heufet und 
Witfibulbiget fi. Sprach Doch heimlich 
iv lich felbft zu dem Mann : Es wird die 
hen Dreck daraus werden / ber Alchys 
ATE nimmt wiederum andern Mercurium, 
ih abermahl ins Giaß / und verwah⸗ 
JS Qei(fig / Damit das Weib ibm ja nicht 


s 





| 
m v 
mn 
1 ^s. 


! 
N 
| 
| 
1 


en Endfchluß machen / und Diefen gebene⸗ 


Nenfchs fo viet mit fid) felbften heimlich _ 


iphus worden/doch ohneendliche Schlußs 


uhaft mir das Queckſilber auf dem 


u fämeund beruͤhret. Aber das Queck⸗ 
flog wieder zum Kammin hinaus: — 
E V DIT us 


737 





4738 


| in bem bedericket fid) ber. Alchyimuft t | 


mit Schwefel’ aud) mit Blut / mit Da 


in tieffen ſchweren Gedancken. End 





















PANDORA,; 


die erfte Mater: des Steins füchtig f 
müfte/ freuet ſich derwegen hoͤchlich vi 
meinend es Fönte ihm nun nimmerm 
fehlen’ und er hätte Die rechte Materi uM. 
ter Händen fängt beromegen an den MI: 
curium Fecklich anzugreifen / lernet feri 
denfelben fublimiren / auff bieferten FE: 
salciniren / je&t mit Salß / das andern, 


bald mit aquaforte / abermals mit STI. 
tern / Harm Effig und vergleichen. A, 
in diefem allen befindet er nichts zu ſein 
Fuͤrnehmen / darüber iftin ber Welt nich 
Damit erden Guten Mercurium gder Qul, 
filber nicht gepeiniget hätte. Da era 
durchaus / ja im geringften nichts gericht, 
ift ihm diefer Spruch eingefallen / daB 
im Mift gefunden werde. Hierauff hal 
mit allerfep Koch unb Miftden Mercure 
befchmeiffet / fänptlich und abfonderli 
Unter diefen vielfältigen Arbeiten wart 
hitzen nach mübe/ und ſtund bep fich felbffl, 


entfchlieffer darüber. In dem Schlaf E 
ſchien ihm ein alter Mann / gruͤſſet m 
und fprach : Sreund mag bet at | 
und befümmerft bu dich ? Er aber fpra 
Ich wolte gern den Philofophifchen SW, 
machen. Darauff der alte Mann frag, 
Freund / woraus tvilt bu ihn nahen? Mi 
eom. Aus dem Queckfilber oder Mercuil 


Ode Edeiſt Gab EOttes. 


Ser Alter Ja was füreinen Mercurio ? 


hy. Es ut ja nicht mehr denn einer. 


yer Alte, Es ift wahr 7 gleichwohl / 
ap. nür cin Mercurius. ift / aber berfeíbe ift 
sgerheifet in mancherley 7 auch ein S bei 
ffeiben reiner al8 der ander. Alchym. O 
verc / ich kan Kunſt genug ib zu reinigen 


















pt der rechte wahre Mercurius. | Es has 
t die alten Weyſen und Aysifofopbi eim 
ders Queckſilber und Mercurium , und 
| Em damit ift ber alte 
1 in verſchwunden. | 

: AM:ubael Sendiv IR 

£2 16 iſt nun der rechte Anfang dies 
pu" dans alle Metall von 


Hierum willmen ficfebren in 


3a | Cole oder £una ein Medicin 
r erften gemacht werden / als von 
1: 3/ undgefhicht barum / das fie 


erſt Weſen unb Materiam. (c) 


| 
J 
y 
* ns, fo fange ich an von den Thefe 
y 


m Mercurio ihren Urſprung has. 
bim: baéiff / Golb/ oder in 
«nam; das iſt / Sylber / ſo muß 
n Urfprung : das iſt / Mercu⸗ 


er moͤgen gebracht werden / in 


len / aai unfer. Magiterium be⸗ 
Aag-2 —— 


739 


ifs allerbeſt mir Efiig 7 Salpeter und 
Mtríof. Der Alte. glaube mir; das iſt 
cht pie rechte Reinigung 7 auch ift diß 





749 


fielen; unb fonderlich von der Materia, il 


ber Teig felber / al8 : der Sauerteig DR: 


. fe Subftang welche gefucbt wird / iſt 






























PANDORA; 


derer Erforſchung faft unjeblid vict ve 
gebeng fich bemübet, Die Andern abe 
welche folche durch Göttliche Zulaſſum 
uͤberkommen / haben theilsaus Neid / thein 
aus Gorg eines zukuͤnfftigen Mß braud 
dieſelbige mit ſo vielen Larffen bedecket / d 
nen Nachkoͤmmlingen vorgeſtellt / daß ed € 
fo ſchwer einem ankommen ſolte / der (cgi 
che ohne einen Oedipo wolie erflären otl 
ergründen ; oder aber/ fie haben daffell 
ge vut. einem ſtaͤrckern als Hermetiſch 
Sigill jederzeit verfchloffen zu halten SO 
und der Philofophie ein Geluͤbd gerha 
Sid aber will bir zwey entdecken : das CH 
nevon der Qlutboritát / das Andere oi 
geroiffen Grund entlehriet. Welche wei 
bu té nicht verfichen wirſt und dir dag Sl 
son den Augen wegnehmen werde 7 B: 
wirft du (ang / ja vielleicht immerdar ih: 
Kinftern herumtappen. —^- Un 
Das Erfteift deß Hermetisin feinent (I 
benden Buch feiner Traetaten / von den 
mentis und Der Fermentation, Da er alſo ſa 
Die Gier oder Sauerteig kommt von nich; 
anders / als von feinem Teig / ja (dB 


rn 


Goldes ift bas Goid / de Sitbers Gau 
teig iff das Silber. ‘Das andere ift B 
diefem natürlichen Schluß begriffen : DM 


dieſer ebeneing / aus welcher fie genomm 4 


ENT ss 2 
Oder Edelſt Gab Gottes, — 
. Arnoldus hat diefes eben mur mit ans 
rn orten ergeblet/ im erften Buch feie 
'8 R ofarii, im ficbenben Capitel daer fagt: 
afere Artzney wird aus denen Dingen ge⸗ 
en in welchen eg tft. | 
B D, Huginus a Barma, 
















Das iſt / in Mercurium / das 
jag aber anderfi nicht geſchehen / 
inn allein mit dem Mercurio/der 
$ der Soli und Zuna approbírt 
jb zugefuͤget wird. (d) 9 


)YAm probavi aperte , & fecundum red 
| &am veritatem, quod defe&us inmetal- 
Net defe&us argenti vivi, fixi & puri, & 
li cquid eligitur in bacarte ad perficiendum, 
Icauſa illius ; & ergo in ipfo eft perfectio, 
Pon in.aliquo alio. Scias hoc, netrade 
Wivioni , ubicunque inveneris ipfum, tene 
qi lapide majori, cui nulla res fimilis exi- 
ill; nec potcít facere quod facit. Sieht cor- 
ium, corrigit: fi fixum , figit: fi fpiffum 
Mgular: fi tin&tumtingit, ipfum enimprz- 
‚it cun&a corpora in puritate, Et fi pof- 
Enam futtincre ignis, faceret ex eo cum 
hure fuo coagulato elixir excellentiffi- 


Bim. Accipitur vivum & mortuum , ſed 


im eft femper eligeadum quod vivum eft, 
tz operariones exco fiunt, quz dividun- 
‚per duo, Primakt cum adjuvamine: fc- 

| 914a 5 cunde 


;5 gd 





ſo iſt ber gemein communis: ME 


ritum / den GSeiſt Die Solem 



























P AND Oo R TW 
cunda ex fe folo, fed. natura a prodi 11 
fuofulphure. — rH HA 


Rofarins Min i 
Mann nun das alfo befchiehi 


curius / den man nennen thut SH 


Lunam ſich un feines gleichen zu Ü 
kehren in Mercurium / een qn ' 
nennet Metallorum. (e). 


COS Bermahl bat Trismegiftus ande; 
mo aus pen trrdifchen Planeten ofi. 
eolifommenen Metallen Subitang fol 
auszuziehen erwiefen / fagenb : Gold t 
Elder ſeynd Die Wurtzeln Diefer Kun 
Derwegen der Sohn Hanuel gelebret/ / J 
Lapis Philofophorum ſey em in. Boldt 

Ciber coagulirtes | Waſſer. Trevila, 
berichtet: e8 wären zwey mercurialif, 
Subftangien aus einer Wurtzel her 
kommend. Geber bey dem 2adjal 
ſpricht: e8 fepein ſobſches Waſſer/ | 
máblct durch die Wuͤrckung feines meta 
fchen Schwefels. Paracellus in fein L 
Buch / von Verwandlung der Metall" 
im dreyzehen Gapitelbericot : Es waͤre J 
Elc&rum oder Zinnober / das iſt / eme SE 
TNAM Mineralien, © o" 


bob, 
















*t nichts anders / als cine Dermifchung 
Dep/ bre) ober mehrer Mineralien ober Mer 
len / marum folte nun der. Sulphur Solis 
| It Dem Mercur;o Lunz auffphilofophifche 
TieiB sufammen gefeßt/ nicht ein Ele@rum, 
Iht ein Zinnober feyn? Und marlich / ein 
Iwerzeugen den andern / gleich tie Rie⸗ 
Ji bon Rieſen gebohren werden; und wird 
n Adler ein Tauben⸗Ey legen. - 


ne beyder Saamen/ zur Erzeugung nicht 
dig find ; alfo auch Diefer unſer Mann 
8 Gold’ und das Weib bag Silber/ koͤn⸗ 
Ti obue beyder Saamen durchaus nich 
Ipfahen. Dannenhero / haben Die Phi- 
Dphi endlichen geſchloſſen daß das 
‚Fittenothiwendig mü(fe oabep ſeyn /bey⸗ 
7 / fo dei Manns / als deß Weibs les 
Int welchen vae gange Werck tiro vers 
Mid) fepn. Dergleichen Saamen aber 
allein unfer Mercurius oder Evefttum, 
Aiſt: Das immerwaͤhrende und ewige / in 
en Elementen der Welt enthaltene 
"aane Welt ummwandelt / deffen Na⸗ 
TM Uriprung/Zubereitung und Gebrauch / 


Eich unb Flärlich ich darthun will. 

Fluß dem gleichen Fluß und Zulauff der 

W Elementen / entweder auff den ober» 
| Aaa 4 ſten 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
umb Queckfilber / ſagende: ein Ele&rum. 


Gleichwie aber ein Mann und ein Weib / 


Tdmachende und Chymiſche Saamen / 


Eng/ und der allerreinefte Geiſt / welcher 


Auch aller andern 2Infánge / jedes ſon- 


745 


744 


empfangen / die Kunſt gruͤndlich hin 


ſten Rand der Erden / ober in ber Luft} 
felbften/ unsaber amallerflärften und au 
genfcheinlichften auff dem ganken cano: 
der Erden wird der philofophifche Merci 
rius hervor gebracht, Oder vielmehr aum 
bem Zufammenflug der Elementen beſchti 
ben / und: befchloffen von dem Din 
mel / auch von den Geſtirnen erzeugt. D 
fer ft der Natur erftgebohrne/ über alli 
aufßgebreiter z und aller ſelbſtſtaͤndige 
Saamen Führer / und mit feinem Umfan® 
aller Dinge Vereinigung / jeder Seit bo 
weglich / undift niemals ruhig Diefer Ge 
oder Mercurius / und Fan auch-Durch Fein: 
ander Ding eingeswungen werden / fo 00d 
uns befanne / als durch die Bande D 
Elementen ; derenthalben auch / ob if 
feich der Meer⸗ GOtt Neptunus / dur 
egen / Thau / Schnee / Reiff/ Blitze / 
als aͤuſſerliche Mittel / in den innern Sch 
deß Saturni einſencket / ( dannenherot 
Sophiſten die Chryſtallos Saturni nehme) 
teerben aber darüber betrogen ) fo wird 
doch niemals irgendswo rein und entble®, 
erfcheinen / biß deſſen Unflat / melcheer au, 
der Unreinigkeit der Elementifchen Mutt 





















nimmt. -——— Bu 2 MM 

Ob nun gleich bie Glementa in ihre 3 
Mittelnuncten fehr rein find / werden DON 
fole uafern Sinnen / ohne Bermittelu 
derer Mutter oder Schalen / nicht ori 


Oder Edelſt Gab GOttes. 
legt. Iſt derentwegen Fein Wunder / 
menn das Kleid ober Die Decke unſers Mer- 
ieri fo voll Unflats (tet / mit fo vielen 
Banden und Fußeyſen zufammen vers 
ſtrickt / daß es in folchen Zuftand nicht ans 
ders / als von dem einigen Philoſophiſchen 
Liecht Fan geſehen werden. 

Unpſer Mercurius iſt febr rein / ohne eini⸗ 
gen Flecken weiß und roth / und von Pa- 
tacello, wie auch Ifaaco das Paradeis⸗Waſ⸗ 
ftr yenannt/ nichtaber unbillich : Denn es 
ſeuchtet an den gantzen Nand deß Erdbo⸗ 
und iſt in vier groſſe Quellen weit⸗ 





















läufftig-außgefpreitet / und erzeuget feine 
Kräfftenın den drenfachen Reich / (wenn 
du Das verfteheft/ (o verficheft du das gan 
Werck.) Wenn du Diefes mehrern Vers 


Dinges : denn Das fe&fe der S?atur uns 
ſerer Wiffenfchafft nach ift das erfte der 
Natur feiber. — — | 
Dieſer Philofophifche Mercurius iſt 
Dtruden und feucht / ift flůchtig unb fir/ in 
ſolcher Proportíon sufammengefe&t/ welche 
Palltn bie Kinder des Hermetis / eines von 
‚dem andern unterfcheiden Fönnen. Die 
Philofophi haben deſſen irrdifche Schalen 
betrachtet wieffar und Durchfichtig fie ſey / 
md fic) vermundert / daß in einer folchen 
Schneeweiſe ; eine folche hohe Roͤthe vers 
Iborgen (iege / deßwegen haben fie ihn auch 
P. 310a ; ben 


| 


I 


4 


ftand fucheft/ fo wirft bu es finden in der 
‚philofophifchen Refolution eineg jedmwedern 


74$ 


746. 


. in. fic pic algemeine Natur enthält/ urb "d 


M curius bált in fid) feinen Schwefel. 


bringet. Ex iſt deßwegen der Himmel + je 


- Und wenn die gröbern Elementa von ihm 


. anperé / als einer Zeitigung: ſondert ab/M 






















'PANDORA, J 
den Himmel genennt/ ge nur/ V/'bieteci ae 


gung folches an fid) ziehet / und Daffelbige | 
wider.lebendig macht ; fondern auch dieweil 
er wie der Himmels welcher gang durchſich 
tig/ben Geiſt / oder Schweffel oder das aller 
remeſte funffte Weſen in ſich haͤlt / vermittelſſ 
deffen alle Seftirne bewegt werden unb bell, 

Scheinen.- Alfo auch unfer Mercurius / unte 
feiner Decke verbirgt einen himmliſchen 
Gift / den wahren Schwefel der Natur 

dahero haben bie Philofophi gefagt : Unfer 


Uber ba8/ fo fcheinen in denfelbigen alle 
Geſtirn der unterm Aftronomie/ und werd! 
den geiftlid)/ indem er Diefelbigen von alle" 
irzdischen und unreinen Natur reiniget / udd 
in einen eigenen und reineſten Saamen 


wol der Geiſt der gantzen Welt / und deſſen 
fauͤnfftes Weſen. Denn es ift eine feurige 
Krafft in ihm / und ein himmlicher Urſprung 


abgeſondert ſeyn / ſo entdecket er ſich: ber 
darf alfo einer Abfonderung/ und nicht: S" 
( fagt Paracelfus) und führer e8 zur Roll i 
Fommenbeit. | 


Sunmoicfe Materie tote fie ausihrem 
Chaos! 


Oder Edelſt Gab Gottes. 


Chaos herkommt / grasaräner Geftalt/von 
welcher du alle falfichte 7 alaunifche/falpes 
‚rifche / vitriolirte/ und tartarifche Theile, 
mit öfftern Calcinirung / und Solviruns 
gen abfoncern muft / melche Laboresin bie» 
er Arbeit/ deß Mercuriierfte Sublimationes 












dv wirft Du etwas himmliſches haben / wel⸗ 
bes die allerreineft Seele in fid) hat denn 
it hat ihre gröbere Glementa abgeleger; 
neiftentheils irzdifche ; auch die unreine 
Schleimigfeit und Salßigfeit; denn dag 
Saltz ift nichts anders / als ein irrdifches 
Weſen / uno Unreinigkeit. 

E D. Huginus à Barma, 













(ee) Solum argentum vivum. quzrimus, 
N ipfo enim totum eft quod defideramus : 
tgofuamin fe continet tin&turam, O quam 
reciola creaturaeft illa, & delectabilis: De- 
s enim meliorem non creavit , prater ani- 
pam rationalem. Habet in fe corpus , ani- 
|am & fpiritum, Corpus ftat, anima vivifi- 
jit» fpiritus tingit. Iftafunt in Mercurio fo- 


rentis congelato. ^ Mercurius ergo lapis 
ölter et , nec alia res effe potet , quem 
"uam ficcam nominamus , eo quod vi 
lphurisazymi, vel rubri uniformiter ef in- 
piflatus , à quo cun&a corpora trahunt origi- 
Kem, ex ipfo enim fiunt , & in ipfum rever- 
inr, Verbi gratia: Sol ex Mercurio vivo 

E puro 


zenennet werden. Nenn Diefesgefchehen/ 


»tx aquz groffitie, vi fulphuris puri nom 


747 





748 


fo ein Strauß Magen / ber auf der E 


‚derbarlichen Gicift Des Lebens 7 einen voa? 


deß Alberti Magni :da8 SaturnifcheX&ch 


jd Dann alfo wird unter ben Phil 
Nard. ſoph 



















puro fit, & iterum revertitur in argentu 
vivum per ingenium & fic de cun&is corpdl 
ribusdebet fieri, | , 

hs | Rofarius Minos 


Seu Mercurium Philsfophorum.( |. 


(£) 7 fer. affo zubereitete unb ger 
? eat Coͤrper /wird von Paracel 
ben hervor Fommt/ und beffen Geiſt Di | 
in der Erden wachſenden Ctraufen genet, 
net. Diefen/ daß Du überfommen mil! 
geſt / fünre otn Straufen in fein vorig 
Chaos, darinnen er verborgen lag / und F° 
telchen die Element gleichfam in ein 
verborgenen Kercker oder Hoͤle dieſen wu 


harfftigen Parurgum und Protheum hein 
lich gehalten haben.  Diefer Geiſt ift DE. 
Lulli feine Lunaria : ba8 Drachen Blu 


ſer / deß Bafilii : der Weingeiſt Arnolc 
aber mit feinen rearbafftigen rechten 9i 
men wird er genennet/ Der wahre Philof 
phi[ce Mercurius/ per fauerfte Eifig/ t 
Sjungfraue Milchr das ſcharffe Waſſe 
das truckene Waſſer / welches Feine Hat 
naß macht. | yix ivi A 

D. Huginus à Barm 

















bbíé defaget: Natura natura æta⸗ 
ir: das iſt / ein Natur erfreuet fid) 
ber anderen Natur / das verſiehe 
man alſo / die Natur eines Manns 
fti tuet fic) in der Natur oder mit bee 
Satur der Frawen. Darum fpricht 
Ariftoteles der Natürlich Meifter: 
Resnon fiunt hifi feeundum naturas 
forum, uc horno de homine, Leo de 


Ding oder feinerle Ding wird ein 
ln: nach feiner Natur / als ein 
Dienfd) wird und fommet allein 


: eihen. Dann jede Natur im 
"fon T berbeit ((t freuen (be Natur / die 
dat aift ihr ſelbſt natur. Als alle Men⸗ 
les 
"IT 


lt (d 

mnm r Adams (f freuen bie Natur 

i CU 

am / darum haben fie miteinan⸗ 

dee Freud / unb freuen fib mitein⸗ 
E 

ji 


—B u EU * 


tone, iſt [o viel gefprochen : die 


Febohren von einem Menfchen/ein 
Al: v von einem Loͤwen / und des’ 


von Adam und Eva) die Na⸗ 
va; Dann Eva iftgefhaffen von: 


ander / und wird ihr Saam gemeh⸗ 

uno iſt gemehret das vonihnen. 
yben fommen if / unzahlbarlich 
er Menſchen. aa 


749 


oo | | 
"fft auch in diefer Kunſt daß eT 


den Metallen zugefuͤget dan: 
: | | ver 























PANDORA, 
unb Luna und alle andere Metal 
find gewachſen indem Erdtrich / um 
haben ihren Urſprung von der 
Sercurio. Hierum der Merc 1 
rius heiffet ein Batter aller Metal 
len / barum daß fie von ihm en 
fprungen find / darum fie stoff. 
Freude haben / wann fie mit ibrei h 
Urfprung : das ift/ das Duecffilb 
vermifcht unb vereiniget werden] 
und wachſen und mehren fich/ fedi 
ben fid) nimmermebr von einanden 
berbalben oíe Meifter den Mercun 
um bod erheben mit foftfidben DE 
men/ des erften fo beiffen ſie es 
Virginis: bae iſt / Jungfraumilch 
O wie koͤſtlich iſt die Jungfra 
nid / darvon alle Metall ſaugq 
undihre Speiſſe nehmen: dann ffc 
darvon lebendig merden/ und iili 
Speiß darvon empfaben / darnaı 
beiffen fie den. Mercuriun aqua 
permanentem : das ift alg viel ge" 
forochen/ als das lebendig Waſſe 
Dann wann der Mercurius coule 


- Cort Edelſt Gab GOttes. 






















s 
a arum fie es nennen des bleibendig 
vitz: dag iſt / das lebenbig Waͤſſer: 
dann wann der Mereuriug wird 
H 
fi 


zugefügt den Metallis 7 fo bringet 


Mercurium / ber. dann nimmer 
| iebt unb raft / fonbern fid) atfe« 


|: m (o beiffen fie den Mercurium 


iquam vitz, das lebendige Waffer/ 
ii 


n Rercurio geben haben von feiner 


* 


nd 


"ig 
ji 
"D 
jr 


dis unterwegen (aß. (g) 


): Qwiſſen/ mit ſeines Lebens Feuchtig⸗ 
'Feit/ von welcher er eines Theils ge⸗ 


N 


Ir 
ee Aquavitz, Dag Lato- 
m gereinigt / aber nicht Aqna vitz, dag 
n Weinſtock Fommt ; denn bitie ſeyn 
éd voneinander unterſchieden. Es 
t aber Aquavitz, denn es macht unſern 
tin lebendig / unb bringt ibn zur Auf 
kehung; Es heift wohl gemachtes Blut / 
tt gerotifteé Menſtruum, eine THIS 


1 


fe 


ik 
1i 
| 
MB 
| 





| paler. | Aush: nennen fie es iquam " 


ſie in ihr erft Weſen: das ift in. 
it brivcat / und lebenbig iſt / dar⸗ 


ib viel mehr Namen die fie dem - 
FAgenſchafft wegen / daß ich von’ : 


bren ift / welche ift unfer bleibend Waſ⸗ 


7^ 
I ereiniget fie fid) mit ein / und ſchei⸗ 
m fi nicht. mehr voneinander/ 


7951 


(tbe ein wunderbarlich Ding / daB b 


worzu ift diefes? Gr aber antwortete nf 
: freundlich. Mein Sohn / «c8 ift wahl 


andern Männer ihr gleich machet. 


Ariſtotelis: Sciant Artifiees Alb 


beB Kindes / eine Speife deß Hertzen 
Meerwaſſer / Gifft der eben " 
Soft ber Todten/ Arg. viv. der Philo⸗ 
pben / welches durch philofophifche Subk 
ur m feinem iredifchen Stanckgerh 
niget tlt. 




















| : Anonymus Verbum Dimif, i 
(sg) Sch fragte ibn aber / Here :- 


Waſſer fehier auß nichts fepe/ ich fh 
daß die Srucht des Baums in bemfetbgr. 
Dusch fo liebliche Wärme vergehret werde 


daß es ein munderbarlich Ding ift / ale 
mundere nicht 7 bann es muß alfo ſey 
Dann diefes Waſſer ift das Waſſer @ 
Lebens / und bat die Macht Die Fruͤcht d 


fes Baums alfo zu verbeffeven / daß fie hi 
nach nicht Durch Derfegung oder Pro‘ 
fung/ fondern allein mit ihrem Geruch It 


Michael Sendivog 


Dann [0 bewehrt man Bb 
Spruch des natuͤrlichen Meiſte 
mie fpecies petmutati non poffe? d 
iſt fo viel geredt / willen füllen: 
Artiſten der Alchymie / daß " 


J 


Vet Edelſt Gab Gottes. 
der Metallen nicht verfehren 
Eo / und das iff wahr / nur ab 
fie werden dann verfebret in ihr 
den, oRateríam und Cper» 
iun / barton fie ihren Urſprung 
abe unb bekommen. (h) 




















E /Lbertus, i inqui: , in libro fao 30, de 
| * Mineralibus & 9. hanc de facultate 
t fententiam Avicennz , quz fuit hac, 
nt (inquit Avicenna ) Aber Alchymiz 
— permutari pon pofle ; 
iam nvis aliquid illis fimile fieri poffit; Quod 
in differentia: ípecifica aliquo tollatur ín- 
no, non ct do poffibile; fed exfpoliatio 
identium non eft impoflibilis, vel faltem 
hinutio eorum. Non enim permutantur 
Kies Merillorum , nifi pilus in. primam 
" E tiam merallicam reducantur, & fic juva- 
ne artis. deducantur in (peciem metalli, 
IC bd volueris Atqueidem quoque fenfiffe ait, 
philoſophum pr&cipuum in Phyficis 
iathematicis Deinde Albertus ſubjun- 


micos peritos non aliter operari, quam 


& poftea. per media cönfortantia 


| do f fanitatem inducant, quz fanitas eft ef- 
l^ he. | Bob fc&us 


niz queltionem pert: ta&ans, primum - 


Eas fequuntur, - Oportet nos dicere _ 


os Medicos , qui per medicinas purgati- - 
= a materias corruptas & nocentes _ 


am | juvant virtutem naturalem, ut dige- 


O8 


"71 


4 


deducunt virtutes elementares & ceeleftes ta 


, igitar per hne modum procedit, id eít,co 


‚alterius fpeciem insucendo. Quare omnit 























PANDORA, 7 


fe&us & naturz & artis : fed illius effe&tivi j 
& principaliter, hujus autem inſtrumentalite 
& organke, Sic Alchymiftz primö ben 
purgantes materiam arg. vivi.& fulphuris, in 
fitam in omnibas metallis confortant; deind 


materiz inhzrentes ad propertionem mixtiof 
nis metalli, quod intendunt inducere , 
tunc ipfa natura operatur & non ars, 
organice juvando & exfpoliando, ut diximu 
& Gc verum aurum & argentum educere & fi 
cere videntur. Quod enim virtutes elemer 
tares & ceeleftes faciunt in vafis naturalibu 
hocetiam faciunt in vafis artificialibus, fi art 
ficialia formentur ad modum naturalia 
quod facít natura calore folis & ftellarum ‚he 
faciet ars caloreignis: dummodo fic temp 
retut, ut non excedat virtutem fe. me 
ventem & informantem , quz elt in m 
rallis. » Hincenim ccelettis inet virtus, q 
primo commifcuiteam , & hac inclinatur: 
hoc vel illud, per artis juvamen. Alchy 


rampens unum, à fta fpecie removendo , 
eum juvamine eorum quz in materia für 


operationum Alchymicárum melior. eft il; 
quz procedit ex iisdem, ex quibus procei 
mara, (icut. expurgatione fulphuris per € 
co&ionem & fublimationem , & expurgati 
ne arg. vivi horumque bona permixtio 
cum materia. metalli, In his enim , & 




















jr Oder Edeiſt Gab Gottes. 
vir firtwibus horum ,'" omnis fpeci- :s metal- 
li inducitur. Qui autem per alba albificant, 
K percitrina citrinant, manente fpecieprio- 
» His metalli in matería proculdubio decepto- - 
4$ funt & verüm aurum atque arg, non faci- 
: üt, & hóc modo fcre omnes vcl in teto, vcl 
in parte procedunt. Propter quod eg^ex- 
jetisi feciaurum Alchymicum ( puta manen- _ 
E ecce prioris metalli) quod ad me dela⸗ 
um eft, & poftquam fex vel feptem ignes ſu- 
inuit, tandem amplius ignitum confumirur 
 perditur, & quafi 1 ad fzcem revertitur, Hzc 
bertus, quibus Pererius addit: Ecce fupra 
tisverbis Albertus non folum docet, ve- 
^ | aurum poffe fieri per A!chymiam , fed ^ 
n.quis modus ejus fic efficiendi fit pofi. 
lis, & quis impoffibilis ,  manifcüe de- 
b: 


| ^" Er c oe Heliophilnsä Poit, 


bh) Sana. wann das Argentum vivum 

| $39 julitt wird vom toeiffen Sulphur / der 
icht brennend (ft fd wirds Silber/ wird 
c aber coagulirt auß reynem Sulphur, Dars 
die Krafft der Feurigkeit iſt und une 
nd/ fo wirds Solt/ift aber ber Sul⸗ 
y ürbig unb fchwach / und oer Mereuris 
pt l 18 c —* fubftang 7 fo verkehrt er fido in 
vf 9* up Iſt aber das Arg?ntum vivam 
oͤche jn irrdiſch und unten / unb ber 
Li Schwefftlauc: unrein/ ftinckend’ irediſch / 
| fübirang / ^-^ wird Darauß fen; wel⸗ 
Dbb2 dé 


id 


b 
—B 


dm 





























.,PANDORA.  P 
ches darnach nicht gegoflen wird. Dash 
Sinnober aber/ läft fich anfeben / ale hab I 
t$ gut. Argentum vivum , aber ein boͤſen 
Schwefel / nicht wohl gemiſcht / und gleich 
als wol congeliert. Das Blei aber hat 
boͤß Argentum vivum, und oid / welchs ein 
böfen Geſchmack oder Stanck hat und] |, 
ſchwacher Kraft iſt. Darummirde durch 
bie ſiatige Hefftigkeit des Feuers corrum⸗ 


piert. RE. ^ Fern T 

Alſo haben die Metallifchen Coͤrper ute e 
terfcheid von argento vivo : nach dem als in 
ihnen iſt ein frembder Sulphur btennend / 
Und alſo wird betracht / 
was fuͤr Krafft in ihnen fen: dann wann, 


Biel lebendig Silbers in ihnen die Perfe— 
ction und Vollbringung: dann eg iſt un⸗ 
brächlich und. (ufftig / weil der Salphut 
brat und wird verbrennt / und verhindert 
pie Perfection gu jederzeit· VE 
Di fino von Wort zu Wort der Philo⸗ 
fophen Spruͤch unbreben über Ariftotelem 
im vierdten Puch Merheororum, Es iff 
aberzuglauben’ daß der Philoſophen Wars 
heit nimmer im. einer Fügen ift erfunden 
toorpen: ber alfo arbeitet / der folget trad) 
pem Wege Der Satur / auf welcher Die 
arbeit Fan herfür gebracht werden. 
Darum ſoll man den erdichteten Gabeln’ 
noch den erlogenen Wercken / Die vom 
Sect der Natur gar fremdd fein / bes | 
neh | glau⸗ 


— 

















.. Dot Edelſt Gab Gottes. 
|: Lu üben: wie man fpricbt/ wer der Fügen 
\ glaubt / unb nicht der Philofophen Ge 
hehmnuͤſſen / ber verleuret die Scit ſampt 
(rem niin unb? darzu pie Arbeit, 

s — Richardus "Anglicus, 


t D (ftn Dercurium/ bann fo 
| moaen die Dietalla ihr Weſen wohl 
verkehren: Alſo daß bas Wefen 
des Silbers / Kupffers und Zinnes 
auch Bleyes ih wohl verfepren 
nag in das — des Goldes / bat» 
pier der natürlich Meifter Ariſto⸗ 
feles nicht reden ii: dann alle Die 
' té if babeníbren Lirfprung von dem 
Mercurio / bierum iol eines in Das 
ander oerfebrt werden / fo muß es 
Di xéerfienim fein erft Weſen und Mas 
il triam vermandlet eroe. () —— 


CY Uod igitor ad diftin&ionem metal- 
^ M orum attinet , cum amnia pariter ex 
| ul phure & hydrargyro concreverint, ut de- 
^ ne 
rk * ls, ratum eft, & ipfo fa&o deprehsuderi- 
‚ea folum quod ad hydrargyron purius 
mpurius , &. quo ad falphur Gxum vel 
nobile differre , juxta. diverfam contem- 
| s tionen carum perfal five tetram mexalli- 
T €oncurrentem cum folphare , -non quis. 
— improbare poſumus qui, 
55 * Rhegáut 








737 


758 


negant eff.nfifica differentia fpeciali meal 


— ? Sed de his poftea, 




















, FANDD KR An. 


differre, fed tantum tationt accidentium di N 


veffariut; i in mineris fupervenientium , qud. 
d'verla metalla faciunt fed tamen dicis cauf N 
fupponamus ea differre fpeciali forma, nun i| 
quid una forma corrupta alteram inducere auf 
nequit? nempe(i fubfternatur materia foil | 
mam appetens", & impulfu caufz efficient 
naturalis , ac debitis adminiculis in adul 


— Perc Pb 


. Sicut Gela convertitur in. aquanl 
ergo aqua prius fair, & hoc mediail | 
te calore: das ifl zu Teutfch fo oído 
geſprochen; Zugleicher weiß als da 
Eyß wird von der Hig befehrt d 
Waſſer: dannesvor 29afferiift ai: 
weſen / alfo zu gleicher Weiß we 
der die Metall gekehrt in Qued fl 
ber / Mercurium: bann fie find vil: 
argentum vivum geweſen / und b ! 
geht dann alfo zu. Ck) T 


Ve das if anfänglich, V getedf | 
durch Die Kältecoaguliret/ und € 
worden / und fo wird c8 vermittelft i 
Wärme wiederum foloirt / und wird ( 
wieder in feine erfte Geſtalt und ef 
das iſt X7 verkehrt und verwandelt / | 
es zuvor Tgemelen 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
- Zum andern’ das Menfchliche Sefchecht 
ift anfänglich von Erden und Einblafung 
ptg Geiſtes von GOtt eingeblafen ges 
x ſchaffen / das iſt vom Leichnam / Geiſt oder 
Seel / dann aus den zweyen ſtehet das We⸗ 
"ftn des Menfchen / darum vermittels des 
N natürlichen Todes wird der Seichnam deg 

jd Menfchen wiederum zur Erden oder Afchen 
Ie Herwandelt/ bana er von der Erden feinen 






















| Geiſt oder Die Seel wird aud) toieberum/ 

|| (ofer ber Menfeh durch fünpigen Leben 
das nicht verhindert ober abgetoenbet/) in 
hr ihr bren Urfprung / das ift; zu GOtt toits 
ih derum wandelnund einfehren thun. Weil 
» dann alle Metall durch Meiſterſchafft in ein 
‚Argentum vivum fichtiglich verwandelt mera 
ii d den/ ſo iſt ein genuͤglich unb gewißlich Zei⸗ 
chen / daß alle Metalla argentnm vivum ge⸗ 


T 
P 


ps Sh — das die Abgůaſtigen / und 
y to E biefe Kunftfürmenden/ den Spruch 

7 : Cg folen miffen die Werckmeiſter 

b rias bab die Orftalten ober We⸗ 
ſender Metallen nicht mögenvermandelt 
i ts "ben. Es folget aber bald hernach: Ce fen 
i r itt Dag fie in ibreerfte Materia gebracht 


ndelung der Metallen in ihre erfte Ma» 
ne lis en gar leicht und müglich / barum be⸗ 
b idi ich / die Verr andelung iſt auch 

T | Bbb 4 leicht 


wa * 


19 infang bat und herfommen ift / aber ver 


p dun / ba8 tft mein Anfang dieſes 


vaden. N Nun ift bie redu&io oder Ver⸗ í 


759 


»fà 


- Sbitren / und auch Saamen/ da aug qe 


60 I Braut en qui marem Solem cd), 




























OPANDORA' -— 


feicht und mügfidy/ bietveil ale wachſen 
ren / als offenbabr ift / an Bäumen url 


nem Körnlein wohl hundert tqufenb nor? 


- ben / und auseinem Baum ungehliche 205 


fle und Zweige / und andere Baͤu 


woachſen / das Da alles geſchichtaus Wu— 


ckung der Natur aug der Erden / dar 
ift das muͤglich / daß die Wechfelungthic 
lichen undertzlicher Dinge ſich mehren 
gen ohne Zahl. Zu. 
| Johannes Teut? Schefehen, 


Nimme deß vorgewaͤſchen bere 
fen unb ſublimierten Mercurii 
Theil / und ein Theil Solis velL 
nzlamina feu calcemSolis vel Lung 
ein Theil / impaftieres uno amalg 
mieres mit. einandern / die o4 
Theil calcem feu lamina (2 & ) bi 
goa te diefe impaftur unb an 


DTTUN S 


.. ^ fent accipiendum, feminam Lina 
qua duo amalgamant ( liceat enim artis voi 
bulis uti ) cum vulgari Mercerio, & ext 
bus unum faciunt, illaque decoquunt , CI 
mice, fablimant, & ex illis tandem " ; 
9 ei 


f 


Oder Edelſt 6ab Gottes. — 


elicianr, quam ultimo fixare conantur, Nam 
ja ph ilofophorum fcriptis difcedunt , qui fa- 
he in ur omnes uno ore, agens. junctum efTe 


i5 



















a materia? dieuntque unicam effe rem n 
jafunt quateor elementa bene proportio- 
"a, utibi fit figens & fixum, tingens &tin- 


"ta nl cowpofi ta, Efrergo, ut etiam fupra 
ilm diximus , quzdam tertia natura commu- 
MET & alterata ex diverfa commixtione ;,& 
igeftione fulphuris & argenti vivi, in qua 
ju vis piperstis ad generandum mixtum, 

| Hf ephus Quercetanus Armeniacus, 


Bbeil der Matert foflgefüler/ und 
^ ‚andern zwey Theil lar unb uns 
N; ülfet follen fern / ſigilliers Her: 
ei ice / feg volgends diefe Violam 
l Jit euer Mafericm) 


0) ey Gtreffenb das Gefäß, fo werden 
1 198 darzu erfordert tüchtige Glaͤſer. 
md die Glaͤſer zu groß / fo zerfleuft vie 
Arc tigkeit / daß nichts Daraus Fan gebohs 

res Sind fiezu klein / erſtickt die 

b / daßeszu keiner Frucht fan fom. 
V wie toir folches fpübren an ben Acker⸗ 
hen’ mann fie an einen. unbequemen/ 
m pu or faͤen / daß eg nicht rechts 
! Sbbs ſchaſ⸗ 


N 
L 


T. 
iro 
qu 
"di 
"a 
| 


J 


ptoportionatum à natura in mineris, cum - 


| lum, ‚album & rubeum, mafculus: & femina | 


* Sn ein Viol die auff dem dritten - 


à * 
771 
* 
) 


‚76 


| Fan Srudyt bringt. Hat man nim 


die groffe Hitz zerſtoͤret / unb bie Mater, 


wachſen ober merden mag. — Woaͤre fig 
klein / fo würde der Gieiff der Maten 


find tobt unb liegen ftill/ Fönnen ja nit 

































^PANDORA, 


warhaffte Materiam in em rechtes Geht 
bracht 7 fo erfordert e8 eine natürli 
Waͤrme / welche alfo muß befchaffen fr 
daß bie Aufferliche Die innertiche YBäı 
nicht übertreffe. Dann wäre fie zu gr 
fo Eönte Fein Veränderung geſchehen / vli 


verbrennet / Daß nichts tuͤchtiges ball. 


rauchen / und wuͤrde durch feine (eut 
nicht wuͤrcken / dieſelbe außdoͤrren und 
hörten. Dann die Geiſter der Sonet 


wuͤrcken / wo fie nicht vom lebendigen (S 
febendiggemacht werden, Solches fe 
tvir auch an allerlen Saamen / welch 
die Frde geworffen werden / diefelben 
ben und find tobt/ mo fienicht mit 
Duid) der Sonnen? His zum wachfen 
fördertwerden. Weil nun hieran groß 
vielgelegen / mußder Kuͤnſtler billich 
mercken/ Daß er in dieſem nicht ivre/ 
derft er lehres Stro wuͤrde treſchen. 


Incertus e Macros 


In dag balneum Matiz , r 
in lag dieſe materiam. przdi&a 
mcufem Philofophicum . Dig 


tn). e 





a 


Oder Edelſt Gab GOttes. 


: )ew Sein Balneo Mariz, dag in Der 
» &J ;Jigeition am üblichften ift / labo- 
| fchöttenumdas Glaß Saͤge⸗Syaͤ⸗ 
an der Seiten aber ftebet eim groſſes 
nbfag oder Keffel mit einem Hänlein 
itin giefien fie friſch Waſſer / welches 
| P ni xuirlich Durch Das Haͤnlein ing Bal- 























me uno Voͤlle erhält / Damit aber 


jT an der Seite des Balnei, eine Roͤh⸗ 
boben am Rande an machen laffen Durch 
Helche pas vielleicht auffichruellende Waſſer 
"ludlauffet/ und dem Werck Feinen Scha- 


men. ihrem Werck einen befferen Vor⸗ 
Hi mie Afche/ oper aber mit Afche und 
rd zufammen gemengt / tbun / ein jeder 
f jeiner Arbeit gewiß ſeyn / alleines feo 
it Wärme fo gelinde als fie molle; aus» 


a a einen Brand. 
E prove entlauffener EEE. 


primo gradu ignis, bU. magft 


(u 

n" laf ; mit eingefchloffener Materi 
| m iret baft / oben mit einem irr⸗ 

yen Dedel bebebfid) darüber qe 

1 — und queat e 


— acht uͤberlauffen möge, fo has 


I1 verurfachet. Andere oermeinen fie - 


lommen in Balnco , fü macht fie Der ma⸗ 


) Das balneum darinn du das 


765 


m trbpffelt / -und alfo felbiges in emer — 


264 


fein gleiches und Geſtalt: von dem N 


barüber gegeben bat / her fleuft / nun 























PANDOR 23 


bod) der Dedfel oben in ber Mi 
eines Fingers groß ein Loch bat 
damit man 25affer möge ín ? 
baineum ſchuͤtten / fo fid) daſſe 
darinn verzehrt bat. (o) —— 


(9) an fagt ihr‘ auch / bag b bí 
trc gemacht werde von et 
‚einigen E in emem einigen Ge 
von einer Coubftang / dann pier geben | 
eine Effen& Darinnen eines ift / fo ine 
Au das Werck anfänger und vollen 
nichts mangelt ihm als eine Fleine Waͤr 
fo der Menfch adminikriref / und dadı 
vermittelft euer (Natur) eißheit t 
Kunft berfür locket / was vonnoͤthen ift. 
iſt alles das / ſo man bedarff / in dieſer 
teri in genugfamer Vollkommenheit 
Anfang Mittelund Ende. Gleich verh 
es ſich darmit / als mit einem Menſch 
Pferd / Korn oder Obſt. Dann 
Menſchlichen Saamen ift menſchliche 
ſtalt begriffen / als Bein Fleiſch / 3331 
Haar / zc. Alſo auch in jedem eu 


fchen kommt der, Menſch / bie Frucht 
Frucht + ein Thier von Thier ; Bt 
Drdnungin der gangen runden Welt 
und von Gottes Weßheit / der tdt o Br 
ben will, und euch ( der Natur Gen 


Er T ——— a T 

Oder Edelſt ab Gottes. 

JHB/.bdB wann der Saamen ia berti 
Mblichen Gefaͤß verfchloffen / und folches 
ME imebr eröffnet wird / e Eciner menfche 
Men Mile mehr 7. weder kleines noch 
es Sutbung ober Dinmegnehmeng 
darf / es bedarff Feines eröifneng / bes 
illiefiens ober Beruͤhrens: Dann eg ift 
8, fo jut perfe&ion vonnoͤthen / darin⸗ 


Ik 
Li 
* 





















Glelchmaͤſſig ſprecht ihr / verhalte es 
mit dem Stein der Philoſophen/ daB 
dnicht mehr / als einer einigen zu Staub 
achten Materi bedoͤrffte / welche in fich 
uiuit und Waſſer / unb die Dige / und 
iB fo zu Vollendung dieſes Wercks von 
Den 7 auch fep e$ unnörhig es anzugreif⸗ 
als allein ein klein Seuer hinzuzuthun⸗ 
| nerficbe Wärme guertorcfen s: Gleich 


‚ein Bm ee in Mei 
dime liegt. ertet. gebt ihr auch su 
debet | 6 Diefe Mater ihre Perfe@ion 
Id babe: Allein daß fie ihre Wirckung 
FE Menfehliche Kunſt und Huͤlffe niche 
hörgeben möge: Diefer Kunft Hulffe 
[the ich von Philoföphifcher fcienf unb 
Achtigkeit / als durch Joanogriffe bie 
dien qu. prepariren / das überflöfige 
qn zu fcheiden/ Diefe alábantt compo- 

ſchlechte Erde/ fo mit ihrem Waller 
worden ift / in das Glaß ober Gefaͤß 


L 


di geinber Wärme qu fegen. Diefes 


Mid) für Das gan&e arificiua ; Und et⸗ 
s. i was 


a 
vy 


Aruverfehlieffen/ unb in ven gehörigen - 


76; 


766 | 



















t , ! ros WM. £a 

| PANDORA, | 
voa anders Fan der Menfch nicht bar. 
tbun/ er fage was er wolle. Wann— 
anfanget zu wircken / und daß ihr in 
Staub⸗Weſen gangen ſeyd / fo diflolfe 
ihr nach verrichter preparation, und made‘ 
das Trocken waͤſſerig / folcheg führer Br 
durch die fublimation bif in die Lufft 
groſſem Verſtand / und machet eno. 
gang alleine das / fo andere unvollke M 
mene ddl perficirt, |[! 
Waſſerſtein der wei 4 

TEES: 


cx balneo rid is weiihe Ma | 
inftar capur gang ſchwartze Wr 
worden nad) der f(Duteefactil- 
Dann als der Rapp von talit 
ſchwartz iſt und ibme die Schule 
genicht entweicht / alfo mag ville 
Schmwärge von feinem Abwaſch 
nicht entweichen mehr / dann al 
durch Sublimierung / darum Ne 
Meiſter ſprechen alo : putrefal ) 
eftcorruptio materiz , & corruflo 
unius eft generatio altcrius : bat | 
alſo viel aefagt / Daß die Tau 
eines Dings oder einer HN ( 
















Der Edeiſt Gab Gottes. 
Zerbrechligkeit derſelben Ma—⸗ 
tien | und dieſelbige Zerbrechlich. 
it if ein Gruͤnung und ein wach⸗ 
ing unb Widerbringung der Dias 
ri / alſo dag fiediefelbe Material 
) gereult / barnad) wachſet und 
"net/ unb da auß einen Theil 
achien fool bunbert Theil / ein 
Bleichnuß gib ich dir : Ein Bauer 
"da faen (but. einen Saamen 
ein Acker / und faulet und bricht / 
er darnach feinem Saamen 
ehr gleich iſt barnad) fo der 
jo mer kommet / fo fabet derſel⸗ 
t Suamen an au grünen/ und 
yret fich wider in fein erft Weſen / 
as ift in ein Körnlein und wachſet 
er Mehrung und in allen Kräffs 
r |/ alfo dag ein Körnlein bringt 
‚dder 4o. Kornlein/ alfo ift ihm 
ib bierinn in diefer Kunſt: mann 


| 
| 


T 
i 


lt: das iſt wann bu die Solem 
P die Punam/ mit dem Mercu⸗ 
amalgamirt haſt / unb mitein- 

in den Acer geſaͤet / das in 
i Bla vicis unb in das bal- 


neum 
1 


I 
—9 
N 


dein Saamen gefüet haft und ger 


765 


768. 



















PANDORA, ^: 
neum Mariz geſetzt barum daß fi 
bie Materi feule / uno fo fie nu 
putrefictert 7 fo geben daß d 
Sommer nahe / fo fabet eéan j 
grünen: das iſt / du folt die Mate 
nad) der putrefaction: ex baln« 
Mariz herauffer nehmen: dann bi 
balneum .Mariz fat alleindie-Matı 
das fenlt und bricht : bann ba d 
Jis mit feuchte / als der Win 
einestheils und Frühling ift: D 
Sommer aber bat Hig mit m 
macht grünen. und wachſen d 
Ding / Das der Winter und Fru 
ling: das iſt / die Hitz mit dee Fe 
bat gefeulet und zerbrochen pe 


(5) (ye. num bie Materi mit ihrer ve t 
ten Bde i(. Vide fapra E Tie 
à Darma, —— 


Hierum p nimme dein Sat 
alfo. gefeulet und zerbrochen / die 
(ft inftar Capnr Corvi, und ſetz 
mit dem Glaß in die Hitz und rofl 
ne: das iſt / im Sommer / all 
Recipe victum , mit der verfchtof in 
nem Materi T und fege das in fom 


ud 


N 
T 
| 


| Oder JEod(t Gab GOttes. 

t af. iblimatori m, UND ſublimieres 

arena aut eınerb, je nad dem es 

it Materi inder fublimation ( mie 
ufehen wirft) erleiden mag. (Qi 

» Cur Naturz operationibus ade- 

d quata ; & hoc veriffimum ; | poffet 


ho ds prolixo fermone probari, verum 
evitari Sacramentum , mapis autem raci- 



















&i gil Hermetici: Hac folum nota, Di- 
En | Philofophi. Natura Natura lætatur. 
tura duos habet ſpiritus architctongcos, 
alorem & frigus. Et hi duo funt prafides 
\ A e, Natura fuas operationes 4, anni 
| tibus conformes infituít, ut funt Hyems, 
‚Ass, Audumnus. — Et hz anni partcs 
itio opere Magno Philofophico , riyems 
[dc - Corvi, Ver ad colambam vel Cy- 
inum; z&as ad pomum citri : Autumnus ar 
doynosbatum. - 
S (5 7. Cate Chymicut, 
Und fublimieres affo erſtlich mit 


Linem feinen ‚Teuer / darin eg alfo 


h 


L 


COMMA fublimiere / und 
15 auffiteige / dann fo hat ber 


ae Alles Solis animam, qup ibreim 
4 |  €cc Reiche 


: 


Jy 


fi 


iat diximus. Nolumus enim elfe rei - 


ye lag, big fid) die Materia im 


ercurius der geftorbenift mit der 


7é9 


das geht alfo zu / brich dein Glaß 


wider in das Glaf / figillieré Hai 


Og: ich dir Die Grad des Feuers e 


wovon unfer Feuer gemacht wird. | 


‚mehr will ſublimieren laffen. Ce) f 














|^ PANDORA: 
Leichnam gezogen / und verbleibt ab | 
fodiefer Solis Leichnam mortificiert ] 
in fundo vitri ligen / als eín pulver / 
demſelben Leichnam muft du ben] 
Geiſt und Seele wider einaieflen/ | 
auff / Recipe das gefublünierte/], 
das (ff ber Heift mit (ampr der See⸗ 
leund den fodten Leichnam undenlı 
in den Gag, undreibe esalfes un 
dereinander / und tbu es wider ini 
tas Glaß / figilliers bermetíce/ und 
ſetz es wider ın furnum fublimario-f 
nis, fublimierg eodem gradu ignis, ug) 
prius, wenn fid) nichts mehr will auf 
fublimieren / fo brich es wider auff, 
reib was fid) gefublimiert und das 
eurpus mortuuminfundo vitri gendg 
alles wider undereinander/ tbu ed 


metice/ und fublimier diefe Match, 
riammider als vor / biß ſich nicht 


zehlet habe / fo will ich dir Jagen 


Nun in dem Erften dein Seuer ” Mi 
£o C 


(Doct Edelſt Gab Gottes. 
den des er(ten Grades / welches ift in der 

| Solution und Putrefa&ion ein sehen Tach 
ten / welches ein ewig Tacht genennet 
wird / welches gemacht wird de alumine plu- 
|. mofo, Das ift Feder · Weiß / welches in (eie 
ner tatur firund unverbrennlich ift. Yun 
fo du dein Feuer machen wilt/ fo nimm 
derfelbigen Tacht einen / hänge ibn in eis 
ne Ampel / melche ein Gefäß habe von drey⸗ 
en Fuͤſſen / daran fie bangen oder ſtehen 
mögen / zünde fie. an / geuß Darüber 
Wein⸗Oel / welches pur und rein fig fete 
ſolche Ampel in den PhilofophifchenDfen/ 
mit Ditfer Weiſe De8 erfien Grads / wit 
sich dir hienächhten oben gefagt babe / mit 
[-ber Hand zufühlen / und nach derfelbigen 



















hen auch den andern unddritten Grad alle 
| tecat mit fühlen Durch zwey Löcher / fo in 
IOffen hinein zugreiffen darzu gemacht 
Kfennd/ Dann du fonft Feinander Regiment 


Imit dem’ Feuer halten fanft/ dann durch, 


folche Fuͤhlung; und fitbegu/ vana ed ift 
Tbonnótben uno Achtung zu haben / bag du 
Aim gantzen Werck das Feuer nicht zu groß 
Bmacheft/ und fonderlich in der Putreſaction, 
[bann in folcher Faͤulung hebt andie inner 
Bie natürliche Krafft und Wärme deg 
E Górpere. GSubtiligfeit zart und füßlichen 
Apáutrtoacben... Damit aberfolchem Górper 
Miner Krafft und innerliche Hige/ durch bie 
Boufferliche Waͤrme nicht Schaden geſchehe⸗ 
7 POEM Ceca fe 


Waͤrme dein euer zu regieren/ deßglei⸗ 


l 
47H 


PANDORA — 
(o fco fleiffig in ber Putrea&ioninbe War⸗ 
















en Feuer heruͤber gezogen 
IRRE i a 9 nhbannes de Padua M 


Lind alsdann brid) das Glatß 


widerum auff / urb tbt wie vorge 


lehrt bid auffbrechen undereinan⸗ 
der wider impaſtieren oder vermi 
ſchen / wie auch ſublimieren / reit 
teriers und treib es ſo lang / biß ſich 
nichtsmehr will ſublimieren laffen/® 
ſonder alles in fund; fix liegen bleibt/ 
fo foit du wiſſen bag du Dem todter 
Reichnam den Geiſt mit fampt dei 
Seelen meifterlich swiderum bate 
eyngegoſſen / und folder Geſtalt de 
tobt Leichnam wider lebendig UN 


" 


Oder Edelſt Gab Bottes. 
F IN Uno mi fili, de magnis operibus , qua 
E Majores noftri fecere nobisfermo erit, 
Scies autem , mi fli » ipfos in arte labo. 
. raf(le variis modis , atque ita ad unum eun- 
.. demquefinem pervenere; verum lapis eorum 
| Bon zque magnam projc&ionem fecit: hie 
‚altam ille longam, prout opera acuta fecere, 
aut ali coloris, Nonnulli diu defudarunt , 
* antequam lapidem produxere: alii acumine 
"ingenii tempus abbreviarunt, ur Jam quoti- 
‚die fir, multo ſudore aclabore, Ac nottri 
1 majores alii tres anmos, afüi 4: laboravere 
z antequam lapidem produxerunt, lllis enim 
tem poribus aqua fortis erat iucognita, ac 
non nif aceto dettillato utebantur, Nunc 
| €crem poferi aquas fortes adinvenere, quod 
opus multum abbreviavit, Ac tenebis , mi 
Jin, opus facile abbreviari poffe ; prima prz- 
paratione materia fubtilis efficiatur, ita ut 

i Pecies probe uniantur, ur natura fola cam 
Moncequere opus non habeat , atque humi- 
[gum cum ficco , adee fubtiliter commilcea- 

IA: 
jlpiritui itauniatar, ut inc vnum quid,Quam- 
jporem Mermes Philofophus nefer ait : ia 
j litio operum tuorsm ne fis lentus in omni- 
| 






















Bus probe mundificandis, ac elarificandis, ut 
polteagaudeas, Geber, Dantynus & Mo- 
die 1u5s etiam dicun: : Aquam probe cum ter- 
) aconfjunge, ac humidu® cum ficco, utpoft 
Mes maris nigredias 


[^H 
f$ 


> CS, quem inejus patrcfa&tione cenfpi - 
E T Ccc 3 cies 


ar, ut fit unum geid, ut anima corporiac _ 


m, id et, 2trum colo. | 


77 


774 


Gies, quz Get 29. dierum fpacio ad. ignem 
puſillum, quod perfe&um Bgnum — 


tuas materias rite ae diligenter przpares: iis 


' jotes circa amalgamationes Solis ac Lung 


gum fi fit: verum tudífimum e& , & mini 


unum certum finém pervenerunt, fed nona 


etiam acumine ingenii opus multum abbre 





















XS 
PY. 


FANDORR 3 


jundioniseft, 
Ita, mi fili, initio fedulus eíto , ut omnts | 


enim in igni collocatis, omni labere pe:fun 
&us es, ac tantumrnodo i ignem regere opu 
habes. 

Sciesitem, mi filt, me commemoratur | 
pofthac varia opificia, quz omnia fimul per- 


3* 


fecta ſunt. Principio laborarunt noſtri má : 
quod eft opus perfe&tiffimum, quamvis lon 


ına ineo cura,  l&as eriam amalgamatione j 
variis modis pofucre, & tamen omnts a 


zque magnam altitudines proje&ionis. A 


viarunt, ut poßthac i in opere do&uri fumus, 
: CM. foans Haaca J 


Und if alio. ein Medicin 
den. (c) 


OV Id, Mineralogi x" Cit.unb j T ! 
die zweyte Anmerckung über Di | 
neunte Gapitel deß zweyten Bun ad 


Oder f£od(i Gab GOttes. 
d gs ifE ein Ding in diefer YOcle/ 
d So al[entbalben fícb entbále 
jns eut; Lufft / Waſſer iſt es nicht, 
Doch keins von dieſem ihm gebricht 
Denn gleichwolkans zu Feuer werdn 
Zu Zuffe su Waſſer auch su Krön, 
base! es allerley Natur / 
In ibme bat gangrein und pur/ 























; TXaf / trud'en an gr mannig⸗ 


| . Yon ihnen wirds ibr Gals denent/ 

5 ihrer Erd auch aufßgesoun 

^ Das hat der Narren viel betroque 

‚Denn nicht von oer gemeinen *Eron/ 

Y Tio Saltzes muß verſtanden 

werdodn / 

X E efonbern nur vom Salgder Wele/ 

|| &o alles Reben in fib bäleı / 
Kar entftebt die Artzeney/ 

ie dich macht stet. murem 


Setebrft ou "un der Weyken Stein/ 
» So mußdas Din Met alliſchſeyn / 
Die die Natur es bat gemacht/ - 

Und in Metalifibe Form gebracht / 
So unfer Stein genennet wird/ 

| "Darauf diß Saltz wird ertrabire. 
r enn du nun diefes Ding bekommn / 


-- 


E weiß und roch auch, warm und 
Éalt / | 


3 er Weyfen Schaar di Mj Ding nur 


775 


175 


Bring auch ans en die ted» Sec 
So auch ein füfles berilicbs Oel T 
Und wird genannt des : 


Doch fag ich dir in hoͤchſter Cra | 


Denn ou nun boft oie beyoen Din '" | 






















PANDORA,' /5 

Bereit es recht su deinem frommn / 

Und b auf oicfem (bis p. sis edo [1 
Das Innerſte fo fü 


Blur | 
In dieſem Were das bécbfte QutcA. 
Denn auf den bevoen dir kan werdn 
Der aller bócbfteGcban auff front. 
Die aber dudie beyden Sachn / | 
Aus dieſem Erden⸗Salcz ſolt machn 
ibar(f ich nicht offenbarlich ſchreibn⸗ 
; d t wil / es ſoll verborgen bleibn 
Den Schweinen ſoll re gänglic | 
ni 


Von Perlen geben ein Gericht. 


Es muůß nichts frembdes ſeyn dabe 
Gleich wie ein Eyß vons Feuers 
Macht 


Ins erſte waſſer wird gebracht. 
So muß auch dieſer unfer Stein. 
In ſich ſelbſt Waſſer worden ſeyn 
Ein lindes Bad ibm nur ie uͤhrt 
Drinn wird er in ſich ſelbſt ſolvirt 
Mic Aülff der Putrefadion m 
Denn ſcheyd das aller drauf 
darvon 5 
Die Erde mad zum rothen del/ / 
Das iſt die purpurfarbe Seel. 


- > 


Be 


— Qorr Edelſt Gab Gottes. 
Fein freundlich fie zu fammenbring 
Und thu fie in der Weyſen Ey/ 
So auch gar wohl verſiegelt ſey / 
Und ſtell es in Alchancs bin? 
Nach aller Weyfen Brauch und 
E: eim / 
Regier es mit gelindem Seur/ 
Wie eine Haͤnne ausbrüt die Zyrı 
So wirddas Waſſer ficb bemübn/ 
Und allen Schwefel in fich ziehn / 
Daß auch darvonnichts mehr zuſehn 
Doch kan es fo nicht lang beftehn? 
Weil diefer trucken iſt und heiß / 
So unterwinder er mit Sleiß/ 
Sich wiederumsu thun herfuͤr / 
Darwider iſt der Lunaͤ⸗Zier / 
Und geht nun an der beyden Streit / 
I| Daß fie auffiteigen beyderſeit / 
Wndfangen an gang wunderlich 
7? Auffindie Hoͤh suftbwingenficb / 
Der Windfie aber treibt bernicoer/ 
Doch fkeigen fie zur Hoͤhe wieder! 
| [s wenn fie dicfes longe treiben; 
Sie endlich unten liegen bleiben, 
Und ſchmeltzen nun fag Ich fürwahrı 
if Ins erftechaos gana und gar. 
Nachdem wird ſolches alles ſchwartʒ 
Wie am Camin ein gleiſſend Hartz / 
Und wird genannt das Haupt des 


ar ebn/ / 
Ein Zeichen auch der GOttes 
14 Gabn. 

Y €cc ; Denn 

















[— 


777 


























CRABDORA o 
Mann 035 geſchehn / fo wirft du bà 


Dreuff Sarben feben mannigfalt/ 
Roth / gelb / blau / weiß / 80 anon 


noch / it 
Diefich verlichren alle bod. pi 
Und wirft Denn vociter feben / Ye 
wisd alles grüis wie Ee ant 


Gra 
Drauff blickt berfür deß "onto 
Schein C 
2.8 mm die Waͤrme gröffer feynz 
1lao laß s in derfelben ftehnn/ v 
30 wirds cim alten. — gleid 19. 


GanzeygraufaftwieSilber weiß/ i 
Wegietbas Feur mit fa annein Fleiß 
"- wirddir indem Glaſe da E jd 
Santʒ Schnee weiß die fYTateria/ 

Und ife zum weiſſen nun bereitt / 
Wird aber roth auch mis der Zeig, 
Drun mehr das Feuer abermahl / 
So wird es gelblecht uͤberal/ b 
Undendlich gants rubinen rotb/ 4 
Denn danck dem HErrn Sebaotl 
Du baft einen ſolchen Schauer ch d: 
Dem nichts auff gantzer Erde à 
gleicht / N 

Zinn / Bupffer/ fEvfen/ Cbr) X 5d lh: 
Und die Metallen mancberleyi.; Te 
Cingieret es ín [suter God, Wi 
^j8 viel ein mebrers wiſſen foícz "4, 
p 


| 


3558 elle — noch — | 






















oder Edelſt Gab Gettcs. 
Bon gänzlich hiermit beyler ou. 
p danck von Herzen / GOtt 
dem HErrn / 
und, dien damit dem nácbften ern’ 
‚Und brauch es wobl zn 8 DttesfÉbrn 
Der woll uns bald fein Reich bes 
E. Mee ſchern. 


gr [4 
, ® Michael Segdiverive. 


it / wollen wir procedieren und 
irfabrengu der Vergleichung und 
ubereitung der Argney oder Glerít 
» Lebens genannt / ober. ein Ark» 
ne» / Etliche nennen es den Stein 
Nr Philoſophen / Etliche heiflen es 
in Elexir / etlich/ das fuͤnfft Wefen/ 
Indere aber Albanus / und mit viel 
andern ungleichen und unzahlba= 
jaren Namen / diefe Argney aber 
P genannt vaft mineraliſch oder 
Frgäderlih: dann eg macht einen 
: ten Menfchen / nad) Münlichfeit 
Feiblicher Rràfften / gang wider leb⸗ 
ls / unbbrinat ihn mieder ín cin 
dlchen Standt und Geſundtheit der 

| Boesteiim als ware er 2 
: unte 


E dem Namen der Heiligen 
E untheilbarlihen Dreyfaltig⸗ 


77% 


7539 


- Die Krandheit ner Nieren / unb pef 


Blaren. Sie heilt aud) das we 
. wind und Bauchkrinmen/ Da 
. SDobaaramunb Cipperlio ecc dg 

dia’ uno ale Schnertzen/ un 

Wehthum der Ölievern / Gleiche 

ua Nerf⸗Adern / es helet das pa 

tín/ und Zitteren der Gliederen / um 


die iſt auch die Schweinſichtigen 


- Wiülgfüchtigen/ Käberfüchtigen: € 
beilet auch mit éottlicben T-sunbetu 


 Iprünglich wurgliche Feuchte abge) 


OPANDORA 7 
unter den 25. Fahren. Ct belt 















lt den Schmergen des Steins 
dann flezerbricht den Stein in dei 


r 
( N | 
au 


í 
it aud) wunderbarlich mit Heilun 


der Waſſerſucht/ welcherley odi 
und Ericfimigen / Gaͤlſuͤhtigen 


werden die gemurgeie Malagelt 
ober Außſatz / es machet aud). Del ) 
Menſchea geſund Leben in gut 
Bermoͤgligkeit und lange Zeit allis 
daß ber Menſch lebt in der Sejumd 
beit und Jugendt / bif daß fein. un) 


het. Diele Argney haben gebrauch 
pie Dbilofopbi/ und haben lang" 


guit geleber auf. Nachlaſſung de 


J——— 


Oder Edelſt 65b Gottes. 
erren / und weiß Daß dieſe vorge: 
fagte Argney nicht allein Macht hat / 
bit obgeſagten Ding zuthun. (a) 






















9r Philoſophi / fo vor dieſem und 

| biß dato yon Der Univeríal Medicin 
md materia prima geſchrieben haben, find 
nicht allein unter(cbieblicber widermärtiger 
Meynung / ſondern darbey Alfo obicur, 
bin ihren Reden Fein Grund zu finden: 
Dann bißweilen bat es das Anſehen / ob 
Meinten fie einen gemeinen Mercurium, vio 
Am gemeinen Saturaue , bißweilen abet 
Kheint e8/ ob toolten fie dag Nitrum oder 


MO die ſes over jenes Namens / da fie Doch 
pt ein anderes darbey verfichen. Es 


Üezeit methaphorice, oder doch auff eine 
dere verdeckte Weiſe die Sache bedeutet 
ib befchrieben. Ja mas mehr ift/ tra» 
iren mehr von der Medicinalifchen Wir⸗ 
*u —— und Kraͤfften / als etwan von 
Sachen ſelbſt / wie man die recht erken⸗ 
tn; oder roo man dieſelbe antreffen moͤ⸗ 
/ unb wie man nad) Erkaͤntnuͤß der ma- 
fa, ohne welchenichts außzurichten / auff 
a8 allerförgefte und ficherfte procediren 
Wr davon gefchicht Meldung / materiam 
im celantes folum effe&um patefecerunt, 

Ich aber werde allbier folche flare und 
| fichere 


Arriölum allein andeuten / gebrauchen ſich 


781 


752 


- fidere Anmeifung an die Hand g 


glaubet / daß fie zu der Goldmacher Kug 


Gleichfoͤrmigkeit /.die otr Urfprung al 
MT | Sefün | 






















DA N DOR A, 
geben / ap. 
niemahls vor mir gefchehen iff: Dannif: 
werde bell und klar nicht oon den Kraͤffte 
fondern vielmehr von ber. Materia ſelbſy 
und wie dieſelbe ad medicinam zubringen fef 
mit einfältigen Worten/ und unter cine] 
geringen ſtylo handeln / in Betrachtung / dq 
des Lobs ſchier alle Philoſo phiſche Buͤch 
vol find und an den Virtutibus nicht / ſon 
dern an Der materia bißhero iſt dubiti 
worden. | ; 
Johann de Monte Snyde 


(aa) Ich weiß zwar gar wol / daß DRE 
fe Univerfal- Argney von unterfchtedlichE 
hochaelehrten und wackern Männern fpi; 
tifch Durchgegogen und ausgeflopffet nodi. 
den fep / doch gleichwol aber nicht baf cll: 
fie eine Artzney iſt fondern indem mi 


und Verwandelung ver Metallen gehoͤm 
roelches fie meinetroegen immer bin th‘ 
mógen: fintemahlich nicht die Metalle 
fondern die menfihliche Leiber zu curi! 
begehre. - Gold und Silber zu mad 
fttbet Der Natur und nicht mir / oder de 
denen jenigen zu / welche daſſelbe zu eri 
‚gen vermeinen. Ich aber mill mich. 
dahin bemuͤhen / die Boer die Schnur bi 
ende und tiderfinnige Feuchtigkeiten ull 
menfchlichen Leibs zu einer natuͤrlich 


- Eam 


n 


^ Oder Edelſt Gab Gottes. 
Befundheit iſt / zu bringen. Die nun / wel⸗ 
b * Diefed trifft antworten /.— tvenn fie 
wollen; ich toil auff der jenigen Einwuͤrffe⸗ 
Die die Warheit dieſer Univerfal - Arkney/ 
IA fern fic eine Artzney ift beſtreiten / fo viel 
ir muͤglich aber Doch kurtzlich (wenn 
jj zuvor diefe Artzney felber erde beſchrie⸗ 
antworten. 

Johann Wolffgang Dienheim. 


en £ tu gefegnete Arkeney / von 
Ott Deinem Schöpffer gegeben: O du 
immlifcher Magnet ber großen inibi 
n Liebe : O du gültige 

tallen wie groß i(beime Krafft / tote 
erforfchlich ift Deine Tugend / und tie 
Tüpffer ift deine Standhaffrigkeit / wol ift 
Ik d auff Erden / welcher bein Licht mit 
arheit erfennet / das alle Welt nicht in 
Khenimmt / Feine Armuth wirder (pübren/ 
in ne Kranckheit wird ihn rähren / und 
ti i Sebreften wird ihm Schaden bif zu 
je gefe&ten Zieldes Todes / unb biß zu 





















| 


I 


' 


| 9 
Ts 
m 


) 


T eis Koͤnige angefegt wird. 
I E Me —CBefilims. Valentinus, 


( aasa) Da aber: unfer ‚Stein ‚alle 
eben heilen koͤnne / hievon feynd 
Philoſophen Buͤcher voh. Jedoch 
pi | ich folches auch auf natärlichen Urſa⸗ 
en⸗ y nad meinem beften —— ur 

trmóe 


ubſtantz der 


Jet legen Stunde / fo ihm von feinem Hin» 


75 


784 


be / verderbte uno unheilfame Feuchtigk 





















Vermögen zu probiren und Daraufhin ' 
mich befleifien. Eine jegliche Natur ift iv 

ber Sonnen / unb bie Sonn in der Natu— 
Deromegen Eönnen wir ihren Geift erfor® 
ſchen und erhafchen in allen Dingen/ uni: 
zwar fürnehmlich im Gold. Und teanill 
die Natur Franck und ſchwach ift/ fo curiuE, 
unfer Stein’ und machet gefund die Taf: 
tur. Cin ber Sortpflan&ung des Golde 
lat fid) der Himmel mächtig. bearbeitet 
deßgleichen auch die Sonne felbft / fo wol 
auch-der Jupiter. Zwar die Sonn hat un 
ferm Gold alle Gaben und Kräffte eingl 
pflantzet oon wegen ibred feurigen Schein 
und Wuaͤrckung. Der Jupiter aber / tot 
chen bít Medici einen Patron und Schulf 
halter des Lebens nennen / bat ihme elf 
vemperamest, UND Bleichförmigkeit berg 
menten gleichfam eingegoffen. Von di 
(em ift das Gold dermaflen unzerſtoͤrli 
gemacht + daß Fein (Seuer feiner (ubllan 
und Krafft / es zurerſtoͤren nichts anhebuf 


fan. | 
Marfilius ficinu 


(23224) Was aber in der Medicio un 
Univerfal für Wörckung und Verrichtung 
habe / das vernehme hiemit : nemlich ME 
difpeniret unb bequemet Die wiederſtrebe 


deß menschlichen Leibs / fic feyen auch end» 
lid) beſchaffen und fo bog, ale fie m Ü 

























- Oorr Edelſt Gab Gottes. 
wollen’ und toit (ie Namen haben mögen 
alſo und dergeftalt / daß fie denen Arp- 
iepenz welche billid und gemeiniglich ges 
braucht werden / nicht allein Feines wegeg 
Micht widerftreben / fonbern venenfelben / 
ihre Wuͤrckung gewiß zu erlangen auch 
hicht wenig behätfflich feyn / es mögen 
Auch Dinderniffen da ſeyn / was für eme 
wollen’ c8 fei) denn daß fie dar 6on bem 
queordctlidyen Willen deß ewigen Schoͤpf⸗ 
fers verhindert toerben.. | 


 (àiàà43) Der von Brandau nahm die 
minctut 4o. Tage nach einander ein / und 
wurde an Fleiſch / Haupt und Haar alſo 
erneuert / daß er 20. Jahr jünger. fchiene/ 
als er war / und würde dem Lobkowitz fo 
Annlich/ daß fie duch der gemeine - Mann 
Bor leibliche Brüder hielt; Der son Bran- 
du [obte GOtt vor die erzeigte Gnade deg 
hilofophifchen Steing/ unb achtete feiner 
f offart nod) Pracht / fondernreifere hin 


ger / mächtige Feld⸗Laͤger groffe Beläges 
ungen der Städte und Seftungen. Bauer 
teein Kloſter zum Heil: Geift genannt / 
darinn er wolte begraben ſeyn / begabte ar» 
ite Wittwen und Waͤyhſen / bal(f armen 
Handwercks⸗Leuten / Coutirte arme Frans 
dt tente um GOttes willen / ließ ihnen 
|n : DOdd ſon⸗ 


Johann Wolffgang Dienheim | 


md wider / wo etwas denckwuͤrdiges jufee 
jen/als Königliche und Fuͤrſtliche Beyia⸗ 


785 


736 



















PANDORA, . T 
fonderlich bie Spitale wohlbefohlen ſeyn 
betet Darneben und fafter fleiſſig / Damit et 
das Kleinod Dimmlifcher Freude erlan⸗ 
gen möchte. | VU 0 AO 

Matthäus Erbinaͤus von Brandau 


(aaaa aaa) Von dem Oleo Martis wird 
erzehlet / daß es in fluxu hepatico trefflich 
gut fepe uno ſtaͤrcke vie Leber gewaltig mid 
id) denn ſolches an einem vornehmen vom 
Adelin Meiſſen obiervirt / Der war ein 
geraume Zeit ein Ceeliacus, und funt. 
durch febr viel gebrauchte Mittel nicht cu) 
rirt werden / endlichen fam Der Auxus Heps 
ticus Auch darzu / ward alfo matt / daß ei 
nicht mehralleinauß Dem Bette auffitebet 
Fonte/ und wurden von unterfchiedlicheue 
viel fünfte an ihm probirt / es mar. abe 
alles vergebens / unb ob man ihm gleich 
Medicamenta Chymica vorſchlug / wolte el 
fle / Fannicht wiſſen / auB was vor eine 
gefaßten oder eingebildeten opinion , Dod 
nicht gebrauchen : als er nunendlichen jo 
he / daß Feine Hülffe von den gemachte 
Syrupen | erfolgen molte. ^. fondermj 
Länger je mebran Kräfftenabnahme ı ſagt 
ich / id) wolte noch einften etliche gelind 
abkergentia gebrauchen / und darauf da 
oleum Martis adminiftriren / wolte er. gleie 
mwohlnichtallerdings daran doch aber DE 
tr fabe/ daß das Waſſer über die Koͤrlege 
hen wolte Dachte er zuruͤck / und — In 

PLA gleich 


T 


|? oer Edeiſt Gab Gottes. 
leichwohl am feiner Geſundheit felber 
























e 


gen. / lieB «8 derohalban aefchehen/ 


\ t ' ; N 

(be; daß mein Leben nunmehr an einens 
filbenen Faden baunget / und ich doch 
I^ 

" 


£u 


7 


ngen merde/ Da ich Dod) faſt vie gene: 
Maltnifche 9fpotecfen mit ſamt den Bü 


en / und muß fehen / ob ich unter ihren 
| obfer und’ felsam formirten Släfern ct 


as gutesantreffen möge/darüber lachte ich 
Meiner’ und gab’ ihm in einem Truͤncklein 


u 


t ein Bluth / auf den Abend gab ich 
| wieder fo viel in aqua plantagiais ein/in 


1t/ als ic) ibn des Morgends wieder bes 


Mlaſſen / daß die Medicamenta Alchymica 


T 
J 
1 
b : 
4 I 

MI) eher gefolget / ich molte fchon fang cue 
RE feyn / ich gab ihm eandem dofin aber» 
ABl / und. continuirte folches acht Tage, 
| 


J 


MUB Fein Symptoma mehr bey ihm zu ſpůh⸗ 
m: Ddd 2 rm/ 





mir hindern / mod) alfo umbs Leben. 
auchte barmeben dieſe Wort: Zeil ich - 


perlich wieder zu meiner Grfundheitges 
| tecker E. 
Men außgefreffen / fo muß td) der Alchymiz 
ten beichmuste Officinas aud) durchkrie⸗ 


rmen Bein dieſes ſchoͤnen Olei ſieben 
Teropffen / da ward der Wein fo fchön rotb/ 


Afelben Nacht Fonte er fein ruhig ſchlaf⸗ 
V/ und Dorffie fo offt nicht zu Stuhle ges 


Tüchte/ fagteer zu mir : Ach lieber Herz.Do- 
or! Ach mie hab ich mich fo chörlich bere⸗ 


im meiftentheifs Gifft feyn / nun erfah- 
Lich viel anders / molte GOtt: ich batte 


Jard gantz friſch und gefund und Durchs. 


787. 


718 


ren deco&is und Syrupis ſo [ande aufhalten, 


Zeit richten: dörffte auch binfübro der an. 


Golde und deſſen Magneten. 
















PANDORA, — 
ren / fagte auch ferner : O verzeihe es GOtt 
den Eſſig ſauer ftbenam ungeſchickten Me- M 
dicaftris , Da fie die armen Patienten mit ih⸗ 


sinb Pónnen fie doch nicht curiren / verfole 
gen darneben Die unfchuldigen und gelehr⸗ 
ten Artifices; / GOtt wird c8 gewiß zu ſeiner 


dern Medicorum Feiner mehr zu ihm kom 
men / er bauete fich felber ein Laböratori. 
um, und dele&irte fic) in der edlen Spagh 
sifchen Wiſſenſchafft. EN 
UE Nui «Agricola, 
Sondern dud) zu bekehren all 
ünvolltommene Gorper / und aud/ 
den Mercurium felbft / in das atleta. 
4 
N 


fvabreft Gold und Sylber / nad 


pon End / zu weichem fie bereitetifß, 
oder wird, (D) — — o 


Gg Uniwerfa Medicin (d allé iili 
| tallifche und. menfchliche Krandikl. 
heiten curiret / beftebet nicht allein inallt 
Metallen conjundim ; ſondern dud) i 
Johann de doti Snyde 

Bon bicfeni Stein aber / ob 
Artzney haben die Pbvloppbi n / 


JT 
ni 


di 


1 


\ d 
















Wenyſen gar tunckel und verborgens 
lich geredt / ver meynende die Kunſt 
"unb Wiſſenheit den gemeinen und 
unweiſen zu verbergen. | Wir aber 
‚wollen diefelbig fo flat tnb heiter 
'berfür bringen und lehren / daß es 
aud den unverfiändigen offenbabe 
wird, Aber mit beiterem Augen» 
‚fthein ber Lehrern und Gelehrten 
will ich zu Anfang fegen etliche Verß / 
‚In welchen dag gang wiſſen dieſer 
Kunft begriffen (Wird, (c). 


e ou fi caufas invetigemus hujus a- 
"C we yerfationis, odii, calumniarum , tres 
)potifimum laudari poflant; Obfcuritas fcri- 
ptorum ,' fraudulentia ardelionum , Chimi- 
cos fe affırmantium , & paupertas experimen- 
itatorum, Verum e&t , noa nifi gryphos, 
enigmara & fuaves quafi fabulas legi,fi iuipa- 
quidam , € qua evadere femel ingreffo vix 
lic eat; | quo plures enimevolvas , eo abieris 
Incertier , & omncs tamen amice in po- 
loribus conveniunt, 


IM 
I# 
I 


di 1757 mS -— Sm» 


m Wedeliws. 


ratus accefferis, ut videatur hic labyrinthus - 


- Ote fÉbd(tGab Gottes. ^ 735 





— ES 





y' 


ſmoten Der verleurt Koſten/ Zeit / und Arbeit /- 

2" ien i du das En a — r 
arauB Tompr/Leib/und Seel / Geiſt / Farb zuprei 77, 
I (Nur Ergliher Mereuriug werden genommen/ 

Sein erft Geſtalt zu bherſchen mit Sinn betomen. 

| So d’finn vergleicht / des andern d natur — 
| joe 4 :Da8 dritt fürtrifft/ des z’vielverfehrt / 

LES bann gerftort ber Sinn’ verhoͤnet ift/ 
I6 vierdt — nee el ale (a) 


Je im Faat fucht bet Pbilofopben rimliteit / 


yn — ^ 


PAND. toin] 


790 



















, Oder Edelſt Gab Gottes. 
gd: Pe: Prima: Materia Lapidis 
; Philofophici, 


í tbeut / 
IM t4 oem zeucht man cin flüctigte 
' eur / 


gl avon der Gitein (doft ift gemacht / 
| 1 Von weiß ‚und, dye —— 


siffein Stein ——— doch Eein Stein) 
In ihm wird’ die Natur allein / 
af darauf Ipringt je FIN 


5 Er traͤnckt ſein firen ker gar / 
Verſchlinget ibn mit Leib und Tebn / 
Bitß ihm dieSeel wird wiedergebn / 
u b ibm fein flüchtig fYTutter gleich 
15. Wordenin feinem Königreich. 

Er zwar such ſelbſt an Starck und 


m Macht 
| Erlangt hat — aröfferraffe. 
Die Sonnim Alter übertriffe/ 


í E. die gantʒe — hergeht. 


(fs nein wirbfanben/ifE nicht 


p" mmc nur auf e j und ads eit c 


79! 


! ein. jtvey und * - m « | 


| Yoelcbe hat bereit oer alte cd die 


qm San: we. aufi Soda d i 


OPANDORA;,: 















Verſtehſt dus nib) fo: sri du 
| c oBfeins. — 
Adam f^n in ein Waſſerbad - i 
Darinn V.nostbre gleichen —— 


Da er verlobr. ten! er t 


fe nichts / ſpucht — N 
Denn ein 3vor yfach Mercutius. B. 
Ich ſag nichts mehr  esift genandt 
Wol dem / der FAS bat recht er 


Ean 
Suchs darin, verb. ipsi mb ned ch 
Hn 
Hus acia probar, i 


geh guber ra ——— 
unb uns dieſelben klaͤrlich und of 
fentlid) / und viret i 
werffen ( b) E 
Oe Alchymia " eom Theod. 
retica UND — Vide fü pe 
Dienheim. wc 


Darum ſo RE in ES ica 


- Oder Edelſt Gab GOttes. 
velche mehr Gottlid) iſt bann 
Menſchlich. (e) x 


Jeie Göttliche geheime Kunft Fan 
v s der Menfch im geringften 
Yurch fein eigen Fleiß / Witz und Qutbun 
licht zumege bringen / mie oben offteré ge⸗ 
dacht: Sondern wird einhellig von als 
| Philofophis ein abfonderliche Gabe 

ftesgenennet, Denn an GOttes Se⸗ 
en / ift alles gelegen/ wer ben nicht bat? 
qup Unfall pflegen, | 


f. sooo Ireertus eM aerocofms, 


Eco Deſſen fic) noch mehr zuverwun⸗ 
Xn indem etliche eut gefunden/ die fole 
Ahern. boben Kunft nicht allein nachforfchen/ 
Fondern auch fich Derfelben wol underfahs 
ben doͤrffen / und darbey (ob e$ eine Natuͤr⸗ 
Jiche ober recht magifche / ober aber eine 
Mnarürfiche und nigromantifche Kunſt / als 





















u Wegen gebracht werde / fen) noch in 
wenffel ſtehen. Onein lieber Gefell / der 
Zeuffel / und alle Gottloſen haben ohne 
julafjung GOttes die macht nicht + das 
Fieringfte von biefer Kunft anzugreiffen/ 
Jillgeſchweigen / in ihren Gewalt zu brins 

en / unb barmit zu thun und gu » ind 
vas (ie wollen. Nein (age ib / fie ftebet 
Klin’ in GOttes banb/ unb Gewalt / Der 
mi bor gibt 


enur durch Gieifterunb verbotten Mittel 


123 


CUPANDORA 9 
gibt unb nimmt fie wem er till. € nee 
mal zu folcher Kunſt / ſo von und auf Go 

ihren Urſprung hat feine Voluptuarii OL 
Weltluſtige Menfchen / vielmeniger | ! | 
lenputziſche Geiſter / - fonbern ein folcht 
Geiſt der daeinfaͤltig / ſchlecht wahr un 
ſtandhafft auch eines reinen Gott ſeelige 
Weſens / welchen Geiſt aber die itzige rud 
loſe Welt nicht kennt / und demnach ve 
ſol hem feinem Weſen und hohen Schein 
nuͤß ſehr wenig willen thut. Dermege 
ihnen dann aud) / fo fie etwas barbon be 
ret/ und Daffelb nicht alsbald ihres Gef 
ften Sinnes i(t / folches eine Thorhe 
heiſſen / und wegen ihrer Blindheit / ki 
der Zeit verborgen / und entnommen f ^H 
und bleiben wird. | 


Waſſerſtein der Wein n 


Rum allein ein einige Materie 
fordert wird, umb fein andere gam 
unb gar nicht. is 4 

" H 


(M Eros. Du als ein beleſene 
Sophikt, und geäber Laborant foll 
zum voeiigftát aug deinem fDernbarbo gt n 
fernet haben / wie Du dich beduncken laͤſſe 
ou kenneſt firn doppelten Mercurii. Spiri 
«im gar rol / und haſt dich in primo entes. 
und dein azoth feier zum Narren fpeculg 
lirtt / fo bift ou aber noch gar weit va | 
| edel 




























— = — —— qe c m - — 
S — ==." LII m mn — — = ie, T— z - M 
ee. mp -—— EF = — —— 3° A E s — M an t 5 


|. Ott Edelſt Gab Gottes. 


rechten Centro, in dem daR Du Das Leben 





















[^ nd umgeriörlichtt Staͤrcke / von aller na 
fürlichen ftárcfe / bie ſtaͤrckeſte Staͤrck in 
unbeftändigen und zerfiörtichen Dingen 
f ücheft. Darum wiſſe in ber Warheit / daß 
unjer incur gant roth und rein toirD/auf- 
, fjogrn / von dem aller vollfommenften 
GefcHöpff/ fo die Sonn jemahls befchies 
Welches einig Ding Durch Die allers 
eſtaͤndigſten Geiſter / Compofition der 
'r unterfihiedlichen Qualicäten oder Ele; 
iten / und der fieben Sternen Goncors 
x Yang dermaffen compa& zufammen gefü- 
Mt unb ohne einiges Menfchen zuthun 
der Zuͤlff oder Kunft / in feinen Gradum 
ber fectionis perficict und gebracht / . wel⸗ 
D $ auch mit unglaublicher Chermebrung 
E fefbjt eigenen Saamens und Ge— 
d öpfie dermafien in der Schöpffung no 
ürlichen begabt / daB gleichwohl fein 
Ibbcil fo. faft sufammen verbunden / Daß 
"f natürlich Durch Fein Element zerſtoͤret 
verletzet werde ohne Hälff der Kunſt. 
5o doch aufferhalb dieſes einigen Dinges 
inften andere alle natärliche Dinge der 


T 
P 


d. 


orruption unttrtvorffen / das fep dir auff. 


nahl genug zum "Bericht auf waſſer⸗ 
Ás die Philofophi ihre Sincturen 

ti baben/ NB. Wann Dudas verſte⸗ 
ef % ‚oder erfenneft / was in Díefem erzehlten 
Boten begriffen ift/ " verſteheſt bu den 
gan⸗ 


e 


y t 


bey vta Todten / und die allerheftändigfte. 


495 


796 


3a weichen GOTT Die Augen Öffner 7 bu 1 i 


Ergäperlich / umb in fein an : | 


Ertzaͤderlich melde Materi 9 
gleicher Sarbe.(e) —— — 


oder ordentlichen ‚Regierung. ) 


















PANDORA, ^. 
sangen Handel unb Summam der $ 


" nit genug geſagt. | u 
"Michael Sendiengin " 


Dann unfer Waſſer iftrein/u 


Werck geſetzt nod) mit feinem a 
dern Coͤrper vermiſcht / ſondern ba 


Subſtantz / auf einem Waſſet um 


(9 v* Shpre Dienheim, pago. 4 


- Und die effegt/oder endtlich Bil) 3 
dung eraemen in dem vegiminigl 
r 


gs! der BoilofophifchenArbeit/(ne en 
ch / wenn. die Pz incipia mit dei 
Univerſal Menſtruo in‘ ‚forma Liquida cor t 
jungirst, muß des Feuers regimen molbegf 
achtet werden / Denn deficiente ess J Y 
turali ntu der Tod folgen und entſteh i 
eine ungcitiae Geburt / und bag gat Une 
tige wircket nach ſeiner Natur. 
lohann de Mant Soyda, ei il 
ul J If 
"Und wiß / ji ein ia MN 
ve Eiste) (oj 


, 

















Oder Edelſt Gab Gottes: 


Iren Augen-underfenneng nicht, fie 
Abens in Händen und begreiffeng nicht fcil, 
lateriam fie gehen damit um/und toiffen nie 
948 fie haben und was fie machen, weil ih⸗ 
en das Innere verborgen ift- Vid. Mi- 
jeralogia fuper, Citat, und zwar Die erfté 
ffamtrcung über das neunte Capitel des 
wenten Theils RER 
ELS LO uunemioWle uk. Dey 
Auch ein einig Geſchirr von Glaß 
fordert / welches genennet mwird/ 
ae Geſchirr Hermetis.(h) 

)A Nte omnia in operé tnagüó laborá j 
b^ in eo enim nulla cuta , nec defillatio; 
ee mundificatio, néccorpota petegtinas nec 
les perectiriz, néc immundz, fzces haben- 
E- calcinas,nihil enim opus rion feparas 


ementa, mtiddá quippe funt : nulla re opus 
abeiit: Unum eft genus, res una, vasunum, 
Dthák una,de unum opus ad album ac rubrum; 
em llam periculum in opus pote& incidere, 
jpus enirn magnum femetipfüm folvit,femet- 
fem fublimat; femetipfum fixat ; liquat & 
werficit,, — | eee 
ES S o sn Naacus. 


— 


ein einige laf erfordert tti 


b. A 
"€ 
l x 
AM 
Eu * 


Cu — 


ftoi Geſchirr / unb ein einigs 


En Se NMenſchen ⸗ Kinder ſehens fuͤr ih⸗ 


Erding’ und cin Seded uber das — 


287 | 


798 


— ein Halber Himmliſcher Dion / wel 


| 0) ee Königliche Saal (oder bie Phios j| 


UPA NDORA; iu | 

din ‚Sefeier erfordert ein einiget 
Ofen / nemlich den Ofen Hermen⸗ 
und den Deckel des Ofens / fo tool 
len wir nun zum erſten beſchreiben 1 
das Geſchirr oon Hlaß. Sum an T 
bern bas Geſchirr von Herd / welches 
in ihm halten ſoll bae Geſchirr von 
Glaß. Zum dritten / den Ofenden 
die vorigen alk inhalten fol. Den J 
halben ſo werde zum erſten das © 
ſchirr Hermetis von Glaf/ Yr 

ſoll rund feyn/ zu gleicher Weiß /ale | 

















ches Geſchirr fol haben ein’ *od ín 
der Weiß / alébumefo) — du 


le) fell auch rein ober klar ſeyn / be à 
mit nichts Unreineg zu der aller ſubtileſte 


Metalliſchen Es ‚gebr acht werde. 
ohann de Monıe Soden 


i) Vide. Ina fi P 


Pag 229. E221 4 E i: | 


Die Befchreibung aber s @ 50 4 
ſchirs Hermetis von Glas / iſt e 
die oder wann du foilt / fo |" 
magſt ou das gemelteGeſchirr tA 
ein went tdrtalftdbt machen in 

Geſtal 


| Oder Edelſt Gab Gottes. 
de 

4 
" 





















es nod) anberft/ oder län, 
haben / fo magft bu das 
eſagt Geſchirr zu Gleichnuͤß 


it einem kleinen Halß / deſſelben 


b dir gefallt: bann ein jedes um 
T beneniff gut / der andern hab 
adt / bann fienugen nod) für 
"m nichts /-3u €rfüllung des 
ercks: das ift; fie machen und 
ngen dem Sot d td 
* ck aW * 
4 gAbebis. vinim. LES & Mone! i 
A Miam magnum ut aquæ -dettillatz un" 
Boo capiat in (ua fphzra ad ‚ulsimum, 


it vit trum collum palma unius; altitudine,eflo 
rum bene clarum ,. fpiflum,, quo Ipiffius ,. 
| ielius. » dummodo diftinguere poffis in 
d concavo. adiones, Ne fit fpiffius in 
9 quam inalio loco. Eſto materia huic 
tc adapta uncia femis auri cum uncia 
C AN . una 


talt eines: Eyes / deflelbigen Be⸗ 
eibung iſt diefe / ober wilt : B 


r Ampull / oder guttern maͤchen 


eſchreibung ift diß / — foertoeble 
jj bem vorgeſagten À ein Form. 
| irSefibirrenmelhe bu wilt 


fane minus, fi poſſis; fed circa illam 
ni furam, quam caute poſſis, compara. Ha- 


799 


. te nod valebit ; quia venti, qui in vafe a 
"bus non excedat pretium auteorum triurter 


ſabere. 


fid treiben. Go aber das Gefäß gut 


verhindert; fintemal wegen Enge t 























|^ PANDORA 
una Mercurii, & fitriplumMerecurii addiderii 
adhuc intra binas uficia$ erit totüm compo 
fiu; Eftque hzc proportio exquifita, Por® 
ro nifi vittum fit fpiffum, in igue perlevera® 

| 
einbryone noftro formantur, vas difrumpen® 
Ett vitrum figillatürn in fumtmiitáte; iini 
cum diligentia & caütela, quodnec fiffura f 
hedumforámeti; äliter petitet opus; Sic v) 
débis , quod opus iti principiis fuis material. 
imo in aqu& fabrica ſumtus unius libre 9% 
excedit coronatus. duos, ^ Inkfumenta , FAN 
teör, fuot non nulla, illa tamen neutiqquua, 
Cara, & fi meum inſtrumentum — deftil tc , 
tium habueris, à vitris fragilibus facile exei ! 


ommus Philal 
um» v »5uew ' E 


(kk). Man muß aber fleiffig in AA, 
nehmen / daß dag Gefäß über Gebühr nid T 
róffer fep; fonften würde mit fangfattitg 
ewegen / und mit Verluſt vieler Geiſ 
ber baiſamiſche Mercurius / melcher imum 
nei gar lieblichen Thau fich verkehren mung 
zur Anfeuchtung unferer Croen fich ern 
ben’ wuͤrde alfo unfere durftige und 309 
lechzende Erde ihr Schößling nicht mol üb: 
i 
i 


ſolte feptt / fo würde Der Geiſter tmb t 
Materie Außtheilung und 9tufbreitui 


, 


IH 
-M 
14 


. Oder Edelſt Gab GOttes. 
Orts / entweder das Gefäß zerfpränge/ 
oder würde dag Wachsthum unfers mine- 
talifchen Gewaͤchſes verhindert / tvie ed 
Pfleget zu geſchehen bey ben Saamen oder 
Hols / welche von Steinen bedecket und 
verſtecket werden. 
















D. Huginus à Barma, 


Fetzund wollen tor. befchreiben 
das Geſchirr von Herd / in welches 


fell geſetzt werden / darum / ſo mach 
tin. Geſchirr von Herd / das ein 
arck Feuer erzeugen moͤge / und daſ⸗ 
elbig ſtaͤht / mit Durchgluͤhung / als 
Bon Herd / damit die Schmeltztigel 
gemacht werden zu. gieſſen Gold 
Doer Silber / unb werde das gemelt 
Seſchirr / fo weit und grog/ daß 
98 gefagt Geſchirr von Glaß mol 
darinnen gefiehn moͤge / alſo daß 
inter dem Geſchirr von Gag unb 
auff demſelben / und geríngo bet» 
ant man moge geradene Aeſchen less 
jen/ zweyer ‚Fingern dic zum min: 
en, Es fo(f aberdemfelben irrdinen 
Seſchirr ein Deckel gemachet werde/ 
er fid) alfo ſcharff darauff zuſam⸗ 
[^ Eee men 


das vorgefagt Geſchirr von Gag. 


foi 


Jl —————€— u2—M—M— 2: 


02 


 berfügen mogeauff das Glaß bins“ 
ein rühren/ fo darinn (tet. El 


ſelben in das Geſchirrꝛ won vorge 
ſagtem Herd / zum minſten zweyer 















J Pa | E 
menfüge / daß kein Feuerflammen 
zu feinem Spältlen oder klimſen 


| 

| 

fof aber auch der gefagt Heckel zu 
oberft oben au(f ein Fleins Hands 
hablein haben / bag man das Gel 
fir: abdecken / fo eg von notben 
und gelegen wäre/ unb die Mater 
befhauen und darzu fehen koͤnne 
Die Belchreibung aber des Ge 
ſchirrs mit feinem Deckel / if die: 
Jetzund fo wollen wir ein irr⸗ 
din Geſchirr in das ander orbs 

Rnen / darum fo hab zum erſten 
35:3] ein guten Theil Aeſchen DIE 
uz» molgeraden ſey und thu der 





finger dick / bart auff. einander). 
Gui((() 7^ o 


| ji 
Oggy aber nun su gebuͤhrender Waͤr⸗ 
5 me bey unferm Werck sonnótben/ d 
haben ihrer viel mit Unterfegung einer a m N 
peu/ etliche aber mit Kohlen / ohne Mita Il 
tel/andere mit heiffen Afchen folche Wärs vi 
me au erwecken geſucht. Es fepno : 
egi I 


F 


| 
I 


Oder Edelſt Gab Gottes, 






















wr Hölgern Kugel / welche in Geſtalt eineg 
Eyes ausgehölt geweſen in Dampff Def 
parmen Waſſers geſetzt; ihrer viel endlich 
‚aben nach ihrem Verſtand und Meynung 
nit tigenem Schaden / viel unb andere 
doͤnſt und Gefahren ausgefonnen / Dies 
til fie den Brunnen deß Trevifani, und 
eſſen Art und Weiſe / der fie folgen fol: 
m / nicht verftanden/ und find von der 

parbafften Brunnquell/ wiewol febr dur⸗ 

iig abgewichen. 


| (1) Noch andere vermeinen fie haben 
t Hafen bey oen Dhren ermifcher/ und 
tftünben des Grafen von Tervis feinen 
etheilten/ und Philalethz feinen holen Eis 
enbaum gar wohl unb gemiß / warn fie 
nen eine von Eichen Holtze gedrechfelte 
Düchfe machen lieſſen / in diefelbe ein eie 
m oder kupffern Dreyfüßleinthaten/ bar» 
Wf die Phiol ( in deren der grüne £ue 
ngefchloffen waͤre bod) Damit die Phiol 
eb nicht zerftoffe/ und ber grüne Leu auffe 
n gen möchte / das Dreyfuͤßlein in der 
junbung mit einer Baumwolle oder 
inmand umhuͤllen) fe&ten/ unb mit wohl⸗ 
fuͤgten Deckel nach ver Zufchlieffung die 


fie Außfinnung einer der bequemſtem DA 
| " € teta geflion, 


liche gewefen / welche das Gefäß in eis 


E - "D. Huginus à Barma, 


Süchfe auff einen bieyernen Ding vem - 
neo einlegten/ unb diefeg fep Die accura- 


- 803 


204 


Leym auf. einem Theil Anarron) 


ſo bedeck dann daſſelb tuner de 






















PANDORA TU 
getion, Weil wir aber mährender Keife 
noch manche Phantaften / da ein jeder eint 
fondere Dige&ion ihm außermehlt/ werben 
antreffen und wir Urſache ferner papot 
zu difcuriren haben merben/ will ich. vor jt» 

o fchlieffen / nicht jtoepfelnbe / Monír, 
bartb fammtbenen andern Herrn wer: 
den vor dieſesmahl mit Diefem wenigen“ 
vorlieb nehmen. A 


Eckhards entlauffener Chymi c 


NW 

Darnach fe darein bas Geſchir 
vonGlaß / inmeldes du vorhin fol 
unfer 3Baffer miteinem glafern im” 
buco gethan haben,in guter viele” 
Alſo d darinn fepen mehr (^y I 


dañ ríj. 15. ober jp. ober wie viel 
dir gefalll / bae od) aber des (5). 
yfagten Geſchirrs von Glag ^. 

oll vorhin wol beſchloſſen werden 
mit Luto Sapientiæ, und mach Xt | 


und zweyen Theilen wol acfodite 
Aeſchen / untereinander auff. einen” 
Marmol gerieben wol vermiſcht 
Co bu nun dag glafern Geſchirr ih 


das Geſchirr venherd geordnet baft 
h 


D 
! 
i 


Ü 
Al 


(Doct f£od ft Gab GO ttes: 
olmit Aeſchen / (att auff einander 
getruckt / als du immer magft/ alſo / 
daß die Aefchen unter und auff bem 
I unb barum ber fepe, (m) 


Umolleft aud) nicht mindern Steiff 
anmenden/ damit dein Gefäs ges 
















‚Aufferlichen ABind aller Zugang verfchlofe 
en und gehindert werde / damit die innere 
lichen Seifter deß Steins / welche ſehr fubs 
fi fi nd / nicht einigen Ausgang finden. Und 
a ürben alfo pie innerlichen Geſtalten in der 
‚Materie aus Mangel Def eigenen Geiſtes / 
alt 8 bie verftorbene Aas daliegen. Nim zum 
$ pmpel cin Ey / be(fen Schalen ein Loͤch⸗ 
tin gewonnen / welches, ob e$ gleich oon 
get tbübrenber Waͤrm der -Dennen/ bis jut 
Beit der Schlieffung erhalten wird / fo 
[ rb c8 bod) kein Huͤnlein berporgeben :al- 
0 wenn das Glas entweder gebrochen: 
der einigen. Lufft zulaffen wird / Fanft du 
ein gutes End erlangen. 
— D. Huginus à Zarma. 


Jetzund haben wir noch vor ung 
wu ecyeblen / toic der Ofen Hermes 
8 foll gemacht tverben/ das ſoll al⸗ 










um erfien fol ein unterer fen 


a Dam werde / auff daß dem - 


d gerchehen auff dieſe Weiß. Dann - 
Eee 3 wer⸗ 


$e 


‚866 


vem Daumen / und fürbaß "a 


CPANDOR a! 
werden / unb auff denfelben eit 
durchlöchert folarium, ober Blaͤch 
auf welchem durchgeloͤcherten Blaͤe 
das Feuer ſoll gemacht werden: UN 
fad) aber warũdas vorgeſagte Blaͤe 
foll geloͤchert ſeyn / iſt die / daß nemli⸗ 
die Aeſchen durch die geſagten Loͤch⸗ 
wohl durchfallen moͤge / ínbas um 
fer Theil / und der Lufft unde 
berauff eingeben moͤge unb bali 
Feuer widerfchlabe / und die Kö) 
angtinbe : die Be — — 
ſchreibung aber des TEM | 


gcfagten unberen O⸗ — | 
SE 




















fens ift diefe / dar: | 
nad) auff dem geſag⸗ LL 
sen Dfen dem unberen foerbe qo 
macht derander Dfen/ ín ober d 
melden foll gemacht merden eic 
Dreyfuß von Herd/ oder Eyſen / 
tragen oder enthalten Sontelle 
welchem feyn fol das gläfern GT 
ſchirr mit der Materi/ ber geſag 
Dreyfuß aber fol ſolcher Hoͤhe ſeyy 
von dem durchloͤcherten falarıo, OdE | 
Blaͤch / als ein gute Spann mit il; . 
|| 


LR 


| 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
in bec. Dicke eines Singers / unb 




















- bern Dfens foll reichen bif zu dem 
Deckel des Gefchirrs von Herd / wel⸗ 
ches ba rubet auff dem Dreyfuß / 
und das darum / daß wann du wilt 
beſehen die Makeri / und die Zeichen 
t iedann follen erfcheinen / die $02 
he des gefagten Dfensdich an dem 
Geſicht nicht irre ober verhindere/ 
Die Breite des vorgefagten andern 
£ fens/ ſoll alfo weit und groß ſeyn / 
daß zwiſchen den gefagten Geſchirr 
vom Herd / und den Seyten oder 
Wenden des Ofens möge ein Fauſt / 
‚oder vier zwerch Finger eingethan 


7 C Athanor oder faule — in 
I Ichen man allezeit eine hierzu erfordes 
tende gleiche Wärme auffführen Fan doch 
fiehet einem jeden frey mie er feiner Phan- 
"üe gemäß / ihm einen Ofen auffbauen 


F Eckhards entlauffener Chymicus. 
(na) Diefer Athanor wird auff folche 
Artauffgebauet : Erftlich lege id dag Fan- 
me Cet 4 da- 





wiſſe daß die Höhe des gefagten ans — 


Er vornehmfte aber unter allen ifE — 


807 


808 


damert mit Ziegeln,an aí8 zum Afchboden 
bent (ege icheine Stepbe berum/ unb alib. 
mache ich zu beyden Seiten ein Loch DI 
Aſche aufzunehmen / dennfahre ich and“ 
Derthalb © ya breit und weit ind big 

eck in der Mitten in die Höhe einen Zul 
gel hoch/und dalegeichden mittlern of? 
Hernach gehe ich mit.denen Neſtern auf 
pier Seiten auch fort; wann ich komn 










unb nicht Durch bie Seiten z Rofte in DE 
Neſter fallen / wenn dieſes gefchehen / ⸗ 
fahre ich in der Mitten mit dem Thur— 
indie Höher als hoch ich will / doch ifE 


gite haben’ das oberfte Mund⸗Loch abi 

e8 S burn wird mit einem wohlgefuͤgte 

Deckel geſchloſſen / etliche wollen auch (5 

folchen einen Genies baben/ und fügen, à 
nt 


. Oder Edelſt Gab Gottes. 
ne Capelle hinein / die aus und ein Fan ge⸗ 


E. 
| 
EA 
\ 


















feßt werden / weil aber eine folche Arbeit 
feinen Nutzen noch Srommen gibt / halt 
V 


ficient das gantze Werck zu Ende zu bringen. 
Eckhards entlauffener Chymicns. 


|. 
n — dard 
(ann) ER tamen & alius furnus , quem 
tommunem appell&mus , qui) aut lateritius, 


kK 


M 


aut ex luto figuli erit conflatus, aut ex la- 
mellis ferreis zneisque luto bene loricatis. 
Hunc furnum Athanor appellamus, cujus 
'orma mihi magis arridens turris cum nido. 

€ e&o turristrium circiter pedum altitu- 


s, lata novem digitos , feu fpithamam 


M 
ts nmunem ; poft foleam ftratumve funda- 
mer ale efto oftiolum pro expurgandis cine- 
ibus trium quatuorve digitorum undiquaque 
um lapide adaptato, fupra quod ftatim cra- 
icula ftatuatur; panlo a crate fupernefotami- 
a funto bina , duorum circiter digitorum, 
per qu calor in appofitum Athanor emitta- 
ur. Cæterum efto turrisexacta a rimisclau. 
à; ‚ fuperne vero immittendi funt carbones, 
jui accenfi primo , dein alii injiciantur, tum 


»pus pro animivoto poffis complere, Cæ- 
trum (i curiofus fueris , aliam atque aliam 
im reperire poffis, ignem debitum admi- 
Aiftrandi, Fiat ergo Athanorin hunc modum, 
itin eo po& impofitam materiam fine vitri 
lotione quamvis caloris gradum adhibere 
NH. € tt; poflis, 






* 


A 
| 


os exa&e obturetur, — Tali futno 


809 


h nichts Davon/ und dieſer Ofen iſt uf- 


$10 


auch die Seyten deflelben erben 























PANDOR A,. 2 

NS pro voto a calore febrili ad-ignem & 
que reverberii minoris, inque intenfiffiiB | 
uo gradu per fe duret per horasad minus ( 
cem aut duodecim. Tum patet tibi opel; 
janua. Verum cam lapide jam potitus es, p: 
fis utilius furnum portatilem confingere, q&- 
minori tempore acbenigniore natur pus | 
pis femel factus multiplicatur, 

Anonymas Philaleıha, 


(hoo) Vid. Mineralogia fupr. Citat, tl 
iar Die fiebende Anmerckung über dy 
vierte Gapitel des legten Theils. 


Alſo daß das Teuer nicht alle 
deg erdinen Geſchirrs/ barínn b 
volle Zune iſt / widerſchlahe / fond 


Geſchirrs und ſeinen Deckel. (0). 


(o0) Arum ift gu mercken / fo toir t yit 

Hau nachfolgen wollen / fo f£. 
ber Ofen alfo gemacht fen / wann mir € 
Feuer darein machen/ und fo die Gam 
davon aufffteiget / daß fie nirgend Feind” 
Außgang findet/ und bertoieber abſchlag 
und dannreverberire auff das Faß oder Ot 
ſchirr / darinnen bie Materi kraͤfftigliche | 


PME , Ulricus "Poy[elius, v. 
fff. 


—. Qt Edelſt Gab Gottes. 











‚feinem durchlöcherten Bläch / und 
xn andern Dfen mit feinem Drey⸗ 
ſuß / auff welchen gefegt und geord- 
| 

iStateri; die Befchreibung aber des 
| nbern Ofens / fo gefegt ift auff den 
untern Ofen / twollen wir bie bergu 
m. TET etzen bat? 


net if das herdin Geſchirr mit ſeiner 


ordnen das 


ſchirꝛ mit der 
Materi den 
| vollen v4 
my Jm na/ unb i 
I ſain beſchrei⸗ 
m bung alshie⸗ 
vor am nechſten Blat verzeichnet 
Webt: Nun ift jetzt uͤberig dag wir 
machen den Deckel des geſagten O⸗ 
ſens / fo werde nun der Deckel des 
gefagten Ofens alſo und folder weiß 
und Maß / mit feinem Ofen ver: 
macht und zufammen gefügt/ daß 
die Hitz und das widerſchlahend 
Feuer fein Ort noch Statt babe 
I binauß 


| 













Alſo haſt du den untern Ofen mit 


ep hinzu 
irrdin Ge⸗ 


f 


8i; 

















U^ PANDOÓRA, | 
Hinauß zu gehen / eerfetbia Decl 
aber des Ofens follgemacht uno ce 
ftaltet feyn wie ein God / aber do 
feinem obern Theil fepe nur ee 
Loch in fold)er Ruͤnde daß drey 
$aunnen gethan Finger dardur 
eingeftojfen mögen werdcn: Dati 
burd) dajlelbig Loch muß die HE, 
des ‚Feuers, und ber Rauch / un) 
der Flamm nad) Erforderung DE 
Zeit hinauf gehen/ und die Jigdn 
an die obern Theil und hohinen atu 
ziehen / und die gefagte Hitz des Feun 
widerſchlahe das Geſchirr von Her, 
darinn dann die Materi iff / bal 
umher und darüber. Es ſolle 
aud an dem geſagten Deckel 3t 
Handheben gemacht werden / bam. 
mandenfelben Deckel darbey mod, 
faſſen / auff-und ab heben von bero 
Ofen / die Materi zu beſichtigen 
und die Beichen bie bain bem Wert 
erſcheinen follen.. Die Beſchre 
bung aber des gefagten Dfens tmi 
feines Deckels iſt dieſe: J 


* 
t ** 


ge 


















pv Edelſt ab Gottes. 
a: Fegt wollen wir etliche 
merdliche Ding hernach (t 


2 in  unferem Werck oder 
e WVurdung/und in einem je 


sen oder biftillangen / ober des 
gen: das ift / / Abkochungen fae 


: 5 iſt / das zwen Theil 


as ift der beſte Lotus fapientiz / 
unferm Werck mag gemacht 


en / bas ift ein Ding / uncias 
gas, und wohl gefocbte Aeſchen 
: jas tres, Die vermiſch unterein⸗ 
| t und reibs / unb auff einem 
Narmol. So duaberdamit wir⸗ 
i teilt / fo temperiers unb ma ⸗ 
T an mit gemeínem 29affer /, 

mit anderem duͤnnen Ding/ 
I nicht ſchmutzig oder fett íft/ ver⸗ 
E unb Befhleuß das Loch 7 


ſenff⸗ 


tzen und melden. Merckdaß 


— ven Achpmiftifchen@Werd/. 
Eier dann daß man von ſubli⸗ 


| over damit umgange/ in weis. 
i es E laſes laͤr bleiben. AItem merck / 


erden iftder / nimm. Sagiminis. 
i; oder Anatron , oder Glaß⸗ 


nib ſtell es von Stund an zu einer 


$5 


g14 


. man damit madt/ íft mehr ware 


darum al(o genannt wird / zu bit 


tet Practica und Handelung. 
guten Ertzlichen oder Ertzaͤder 
am 


OOPANDOR'A, TR 
fenfften wenigen Warme daß el 
trocdene/ und feine Spelt ober klin 
fen überfomme. Item merd/da® 
je ſchwerer und kecker oder haͤrte 
die Kohlen find / je beffer fie zu und 
ftem Werd fino: dann das Feur — 




















ineiner Gleichheit unb Wefen/ bat 
um find auchdie eichinen Fohlen un® 
beroglcíd)en außzuleſen zu unſere 
Wirkung. So wollen wir jegun 
ſetzen die gantze Beſchreibung DEE 
Ofens / und daſelbſt ordnen u 
beſtaͤhten das Geſchirr / und ift oidi 
fe Beſchreibung. Fahet an DE 
Practicaund Handlung’ und merde 
Daß der vorgefagt Ofen Hermeti 


— 


— = — — 


— 
— — 


— — 


fer unſer Wirckung / daß / was de 
ſelbigen in einem andern Ofen gi 
ſchehe / das ware ein Verlierun 
des Wercks. Derobalben fo wolf 
fen wir nunin dem Dramen des Al 
mächtigen GOttes hinab fleigen gm 


Darum [o nimm dolos quag, def, 


Oder Edelſt Gab GOttes. 
hen / und nicht des kuͤnſtlichen oder 
ait Kunſt gemachten / unb zu wel⸗ 
pen fein anderer getban ober kom⸗ 
aen [ep in etlichem Werd. (p) 
ag ‚Ann bu nun. miffen wilt / mo ich 

DI hierzu bie Matert nehme: So fne 
A dir / daß ich erftlich auffthue die 
hammer meiner hohen / fubtilen Geheim⸗ 
affen und gehe fuchen bie rechte nechſt Ma- 
fiam eine Mineram zu machen: Diefe nes 
be ich auß den Buͤchſen meiner vier Ele 
jmten / und ift folche ein anfänglicher 
namen / der eine mwefentliche formam in 
T bat/ componitt ín fim plicitát / prepari- 
1: und wohl geordnet zum transmutiren 
je iere in eíng/fo ein Genus generaliffimum, 
trallgemein Gatbotifd) Ding fep: Als⸗ 
Jun gebe id) ihme durch meine Guͤtigkeit 
jo funft metallifde Krafft / darvon dann 
Me und unreine / harte und weiche Mes 
Tmerben. Solche Materiziehe ich aug 
Elementen / ziehe fie mit meinen Himm⸗ 
|J unb führe fie durch laͤnge ber Zeit von 
I er(ten Materi / in die naͤchſte unb eig: 
Materi / oon der ich meine mineram mas 
Darnach gehen heraus Sulphar und 
«ntum vivum, welche fich in Metalla ver: 
ten : nicht aber ein ſolches argentum 
im und Sulphur, tvit du fiheft / welches 
er nichts folle. ; vio dla 
| e YOeffeffein der YOeifen. 
: 2. Dfund 


pr 






















$5 


816 



















^PANDORA, [| 
2.Pfund auffé vieleft / zu demfe 
ben machs durchgehn Durch ein bilo 
Leinin Tuch / drey malen/ dernad 
mach es durchgehendurcd ein Haſe 
láser / und zu [egt wider durch ei 
bic Leinen Tuch / und merd bag bi; 
ifi feinwahre Weſchung / undfein® 
Hüte die wahre und gerechte BE" 
mwährung: bann fo in dem Daft. 
‚Tall oder Lader oder efivas Gro 
heit oder Dieke etliher Trufamki 
oper Felſchung oder SSermifdyutg 
etwas: anderen Corpers darvc— 
bliebe, (o ift bann das gejagt doli 
quag gefälfcht / vermiſcht und ug. 
nüg au unferer Würckung : mat 
aber gar fein Verfaͤlſchung od 
grobeBermifchungdarinnen bleib. 
bann fo halt und acht vefiglich DM 
esgutfeye eg) B 
Go nun diefer Mercurius wider. 
. SI mit neuem Salgund Vitriol Wild 
mirt, und imfiecdenden Waſſer miederul 
reſuſcitirt, und fofd)e8 zum fiebenden m 
gethan wird fo mag er höher nicht p 
gi und renovirt werden. Und das fib 

u auch für eine groffe Deimlichfeit pt l 

In 


E 


] TI 


| Ober Edelſt Gab Gottes. 
Ll. 


‚der, Alchimey und Artzney / und dich 
nhecharfreniny dann aljo wird von ibi 
[nic genommen alle Schwaͤrtze / alle Unrei⸗ 
j igfeit und Sifftigfeit/ zu Damit ftim2 
t aud) überein vorerwehnter Querceränus 
n Tetrade. Edit. Marpurg. 1606. p. 458, 
Tentificatus Mercurius ex l'aracelfi do&ri- 
tom; $; p: 298. ) fit reiteratis Mercurii 
lut blimationibus ex Vitriolo & Sale, àc ejus 
| TeriGcaionibus Si idem Mcrcutriàs no- 
esfublimetur, &tóties refüícitetür, tnm ad 
nmam puritatem e(t perdu&ns, omnemque 
» venenatam; quà fcatebar, depofuit, cu- 
is virtutes ten iminenfz func ( tóm. 6. 
(299. ) Necideó tantum ; quod nigris fuis 



















»- 


od illa füblimatione ; fülphure & igoe na- 
& impr&gnetur, à quo cceleſtes & cffica- 
propric: admirandasque virtutes mu 
| Unde vere. Philofophicüs Mercu- 
hi & veruni Acetüm nietallicum Philofo- 
jörum reddatur a ac vocetur j utpote qui $6: 
bs Lunam in prirnàm [uam materiäm re- 
are , & ex corporeis Spiritualia ; ; ex mor- 
pus. cum eorüm radicalis liumotis; 
ittutum feminalium ; ignis ful lhürisque 
æ confervatione, reddeie | poffit; Quod 
P m din celarunt Philofophi; d. 


| Bv fádix Cbymiá: 


LI foi da fein ändere ano 
" iin (hung 


m 
p 
Jar 
ij 





il iginibusac ii puritatibus exuatur, at potiu$ 


317 


518 


quod non ett fülpliur vulgi, fedeft fulphur 





















^'PERNDORA OO 
(ung von nöthen iſt / dann die od 
geſagt. Ne. 


() Noms feu Materia lapidis res vilis p. 
..&. N cii, ubiquereperibilis; quia eft aq; 
vifcofa , cum fit argentum vivam commu 
ficut extrahitur déterra; | Et quia aqua ville, 
fa ; fcilicet argeritgm vivum geheratu£ in 
trinis; dixerünt aliqui , quod in locis vililis, 
reperiebatur i Et niulti beftiäles fion iütele 
gentes intentüm Philofopliorum , iplumMl; 
literam in ftefcöribus quzfiverunt, Hac 
tem nàtürà operatur àliquid; ámovendo We. 
licet terrefträitätem , Guam liabet; & áliglid 
ádpónendo, fcilicet fülphür Philof>phori 


vifibilé; ün&ürd fubedinis; Et ego hc 
nabo tibi eüm notnine fud & vittloli fci 
Romani; Et ifte duæ præparationes funr 
mul fic? Recige falis petræ & vitrtoli Rolf 
niana lib. duas, &tere ea$ fubriliter, 8l 
pm ; deficéá ad ig 
lentum aliquantulum; ut aqu humiditas ri. 
dat: deinde& lib.i; Mercurii de minera® 
tra&i, & non de plumbo facti, & volve 
fum in corio: leporis; & fparge ipfum fug" 
materiam przdi&am éalidam aliguantul® 
quia feminabitur ; & exibit , & mundifi 
tur tranfeundo per poros corii predict 
rion appareat in co. Et pone totum in gl 
sindel ( fea alembico ) ad fublimandüiril 
























o cum lento igne, donec humiditás per fo 
amen capitis vafis recedat aliquantulum; 
uod cognöfces cum gladio , fi politus n 


$ 2 Pg 


Dtámien non recipíát ex fumo afeendetite hu- 


t = 


i 
i 


Mam deficcérür; & in aludello nüllum fi 


Wrámen; & fortifica igneni per duodecim 
jlóras, & in fine dà fortiorem ignem, ut ber 


ll 


"im albumficut nix eft. . In ifto autem opere 
illi duo: Primo enim purgafti ipfum à 
Tifreftteitaté & nißredine ac humiditate maxi· 
/M ; qu£ dndique currit; & coagulafti eum; 
Y! reduxifti albüni üt nix, & contribilem & 
Neibilem, aptum àd digeftionem in (tupbá 

3: & àpiafti eum ad reducendui id aquam; 
jit inferius apparebit, Secundo, poftea 
Ifti in ipfum fulphur invifibile Plilofopho- 
j, quod eft tib&tutà rubedinis , & fpiti- 
Ue Vitrioli Romani: & et ibi miraculum ma- 
inum quia curi fpiritus ille invifibilis habeat 
uram rübedinis; tamen cöagulat Mercu- 
"finr in fublimatione in albedine Bivis: Ec 
de et quod multi niaximi philöfopkörum 
"ipferunt, quod lapis fit ex Mercurio & i 
Jlüre.; quod nón eft fulphur vàlgi ; fed ful- 


2 


"tone ; füblimiatione , & operatione dixit 


lim frumenti cadens in terra mortuum fue- 
, Ext Fffz tic: 


Ld 


Sder Edeiſt Gab Gottes. 


lorem : poftea claude foramen cum luto 
BER D ED ET OP ns SEL AO ab $^» Yer) uo 
üpientiz: fedtutius cft, ut ante mäterid pau⸗ 


"totus Mercürius fublimetur, & extrahe ip- 


Surphilofoplioüm: Et de pradiétiprépi- 


i fer Arnoldus de Villaneva : in Tra&a- - 
"[parabolico de majori edicto : Nifi gras. 


, 


$9 


820 


nempe lapidem magnum, quem omm 


ad fenfum per ingenium fic : R, acetum 


acetum perlinguas bis vel ter, donec fic cli 

























-PANDOR-A); 
rit, ipfum folum manet : fi àutem mortüuf ' 
fuerit, multum fruum affert, — Intelligas pf | 
granum frumenti in terra mortificandunf 
Mercurium mortificandum in terrafalis pet 
& vitrioli Romani: & ibi mortificatum, & 
cum igne fublimatum multum fructum affe 


Philofophi quæſierunt Signum autem qud 
fpiritus vitrioli incorporetur Mercurio ef 
quia licet Mercurius fublimatus multas fec$ 
terreas dimittat in terra, tamen fi pofueris & 
bram unam , tantundem rchabebis ; fed hg 
effet impoffibile, nifi quod Mercurius albi 
nive fecum traxit puriffimutn fpiritum vitri? 
li predi&i, quod eſt invifibilefulphur, DE 
monftratur autem | fpiritus invifibilis vitri 


in eo extingue ferrum quatuor vicibus : DE! 
inde pone ibi Mercurium fublimatum & t. 
tum per unam noctem, in crafino defi 


rum, poft mitte inampulla vitreata ad igne 
ientum, & amoyecappam nigram ferrea 
quz elevabitür , & pott purgationem da igne 
& evaporá acetum , & remanebit ibi fpiritl 
vitrioli infundo ‚de colore floris gaudii amc 
niffimo fupra modum , fi experto credatt 
Et ita habebis ad partem Mercurium mort 
um effe&um, & éx illa pärte fulphur inyifib 
le fupradidium, Quare mihi eft monſttatu 
quod Mercurius per vitriolum ſublimatus 
«um portat fpiritum ejus , qui fulphur ten | 
| : i 


⸗ 


|, et Edelſt Gab Gottes. 






















jn n 1o fine vitriolo fublımato, non poteris ex⸗ 
T iere fpiritum przdi&um. - 


Joh. de Rupefciffa. 


1 "a Er) Es iſt aber bie Schwerigkeit noch 
licht vorbey / wenn man einmahl erkennet 
B das gantze Geheimnuͤß in Mercurio be⸗ 
ehet; denn mag ift gemeiners unter den 
A| an / als ruffen / unfer Mercurius, 
i jf. to. und find gleichwohl in dem Werck 
r 9tatur fo blind al$ Maulwörffe? Die 
id JFJ / tveil die Natur einen minerali⸗ 
Safft in dem Bauche der Erden her⸗ 
ebracht / welcher meiſtentheils mit 
ii er dore sHefchreibungen ihreg 
WBaſſers überein Eompt / als nemlich / daß 
jd b ineralifch ift / (ebenbig / lauffend/ obs 
i Benetzung / ſchwer / und dergleichen; 
Bde wenn e$ bie gemeinen Alchpmiften 
+ veimen fie eg auff ihren nichts wer⸗ 
1 Mercurium , welcher in feinen inwen⸗ 
jig a nichte bat + das den 
| ie fern gleich ift. 
T find derer etliche ^ welche / weil fie 
ch $ auff die Meynung der meiffen weifen 
te / die von Diefer Kunft gefchrieben 
jat aben/ verlaffensund ben gemeinen Mercu- 
um dem Wort nach vermerffen / indem 
" in Warheit eben fo närrifch damit ume 


4 p Reinigungen den Mercurium auff 
id aff unters 


e lapidis tin&ura appellatur. Nam de Mer- 


ehen / als andere / wenn fie Duc). ihre 


gr 


$1? 


- éiniren mit (Larcfen Waſſern / Durch unie 


> €tiret mirb/ ift bod) einmahl wie dag and 


gegen einander haben, — 


Eſſig und Saltz / oder mit ande 


nterſchiedliche Weife tradiven/ Durch fal ! 
imiren, przcipitiren , calciriren, mit DR) 
Hand / hiß bar gan ſchwartz wird nf] 
ein Ruſt oder Lampen⸗ Schwärge / burg. 
Difhliren von fonderlichen Facibus , um, 
hernach reiten mit 36r (fig / Durch ex 


liges Waſchen / Durch Mermandelunf 7 
den Mercurium in unterſchiedlicht eft 1 
ten und bernach ibn. wieder lebendig mi 

WW Arbeiten alle fie ihn); 





















chen; Durch tee(d | 
einbilden, daß fie bad Geheimnuͤß unfeh, 
Mercuri geroifi a Dänden )aben/ babop 
alle bieft Wege im SIBarbeit nur betrieglil 
inb ; Und der Mercurius der alfo übel tr [ 
ll 

eben der vorige Mercurius, .. | 
Alſo daß an dieſen Stein = Self fie fil. 
gut geſtoſſen / als an irgend einem ande 
inge / biB fie erfennen wie unfer Merch 
rius von pen gemeinen / unb unfere Ber 
reitungen vondengemeinen Sophiſtiſch 
ju unterſche den / toelcbe Feine Gleichh 


a 


: | 
Cyrenans Philalech 


À 


Und welche ibn unterfteben m 


SB eídbungen / wiedieimmer toereib 
àu weſchen / die verlieren Zeit uni 
a Need 


0 Be Edelſt Gab SGottes. 

Mirbeit/ eitel / unnuͤtz und vergeblich. 
0 nun bit. gefagte. Weſchung ers 
(let und volbracht if. So thu 
Azoch in das Gefchir vom 
Maf / mit einem Ambuco / over 


















p 
5 
lá 3 
ia 
^ mad) das Koch des Gefibirra 
init dem vorgelagten Luto Sapien- 
le, und ordne over fe das gleſern 
E Beihier in die Seutel ober Schuͤſ⸗ 
1 wie ich sefagt hab / und darnach 
hi t Cute mit dem alefeen Geſchirr 
den Dfen / und merd daß wie⸗ 
bohl vier fürnem Farben find / ſo 
aM unferen Werd erfcheinen: nene 
a) / Sad weiß / Roth und 
jl Ml cO 

!f U fagte Saturnus o fiebe dann 
ad e ul d ferne. AX zwey 
Nueckfilber unterfchiedlicher Subftang/ 
D t einer Wurtzel | die Saturnus mit feinen 
: an gewafchen unb genennet Schwes 


von denSchwefeln / und vermifchte 
3 Fire von dem flüchtigen. Nach der 


15 Befchirzgethan/ und Damit der Schwefel 
Nicht entfliehe / hat er ihm einen Waͤchter 


ff 4 linper 


rachter / darnach befblieB ober 


Jufammenfügung bat er fie in bequemes 


Klett und ———— Bad gar ge⸗ 


ö25 


1A 


| 























| $t A N D o R Ay 

inder Wärme € toit t8 Die Materi er is 

erte) getan / und, alles wohl verrich | 
 Slíjo haben fie den Stein der Weifen gl 
macht/auß der rechten npe folget qui? 
en rechtes Werck. Der Alchymiſt wa 
ſehr froh nahm ven Stein mit Dem Gal) 
und verwunderte fid) über feme Garb/toqi 
che war tit verbrennet Geblütb ^ und v 
groffen Freuden ſprang er im alle Hoͤhg 
in welchem Spiung das Glaß ihm au 
den Händen auff die Erd gefallen / un 
zerbrochen / ift Saturnus verſchwunden, 
und der Alchymiſt auf oem Schlaf erw 
chet/ fande aber nichts in feinen Hand 
als Die Kerklin ^ fo.er auß oem Schnell" 
gemacht / per Stein aber ift entflogenzum 
With nod) / daher ex fliegend genent 


giro» 
Waſſerſtein der Weiſe 


Welche find in mancherley un 
2€ Graben erfcheinen/ ſolche 
maß/ nad feinem Grab und Ota. 
fel ver Decoction oder Abfochung 
dann mif einem anderen ‚Feuer mag 
chen wir ein Corpus ſchwartz nif 
einem anderen weiß / mit einem ame 
deren roth / mit einem andern geu | 
machen wirs gaͤlb. ( t )j 


oder Edelſt ab Gottes. 




















Mvon zu ſchreiben/ allein die Re⸗ 
rung der Hitze nimm in acht / damit du 
jt unb warm ju unterfcheiden weiſt. 
iffff bu das fo haft bu dag Werck vob 
Membet/ und bie Kunft sum Ende bracht / 
üfürber Schöpffer aller Natur hachgen 

bt in Ewigkeit / Amen. 
Bafı lius Falentinus, 


P Dann es find vier Grad oder 
"E Staffel des Feuers / welche Grab in 
bier oder fuͤnff obgeſchriebnen und 
zemelten Werfen oder Reimen bé« 
| E Affen und erzeblt twerden- (u) 

EX Sregfrieb. antwortete : Wie bey 
B C9 Herz Vatter befiehlt / fo gehorfame 
| jd billich. Nach Denen Operationibus das 


—* 
Th. 
1x 
m 
ilo 


i 


: b 


folche güt ausgeübet werden / muß 
Inan der Grade des Feuers die genauefte 
i achricht haben / ſonſten fitbrt das Ver⸗ 
| pu an ber C5eite: bag Feuer recht zu 
teren / haben oie Defen / fo wohl ihre 
huͤren als Seiten  Megifter/ um demfel⸗ 
Ä is wohl Lufft su ſchaffen / als auch die 
Bergröfferung. ju vermindern. oder gar 
Eußzulefchen. Ich will Monf. le Febure 

ehren / feinem’ methodo nach / die Gra- 
[us des Seuers inneun Claffen theilen / die 

ia preme ſeyn nicht nod) eine weit 
$ ff 5 eue 


Dy Gine fondere Bücher ift north bas — 


os 


$26 


ein / und Fan dieſe Waͤrme nad). Meg 


PANDORA | 

öffere Yustheilung zu machen, unb eeu 
Ale Feuer Den Anfang maden/ bei 
ber gelindeiten Wärme aber endigen, Di 
erſte Grad ver Die und Wärme ift da 
SlamumemGeuer/ welches alle Sachen caf 
cinirt; reverberirt , und in einem Mau) 
und Dampff austreibet. Der ander 
das Kohlen- Teuer / fo zum Igae Rote un 
Der Cxmentation adhibirt und gebrauch T 
wird. Der Dritte Grad / ift bad von DE 
nen auffs ſtaͤrckſte alüenpen Eifen« Gxbldo 
deu und GoteineSoblen zubereitet wir 
Der vierbte Grab/ hat zum Subje&o gi 
file Eiſen oder Dammerfchlag in eine eiſe 
ne Caſpel oder Keſſel gethan / dieſes / wan 
es einmahl erhitzt worden / hält es fein). 
Wärme viel laͤnger /algdie andern. DE, 
Fuͤnffte iſt das DfensSeuer/ da man int 
ner Capelle oder Afch Sand fchüttet/ und) 
barínuen in einer minderen Hitze als oue 
rigen Die Arbeit verrichtet. Der Schi 
ift Die Hige der Afchenz und der erfte Graff. 
in der temperirten Waͤrme / diefem folg 
der fiebende Balneum materiz oder Mee 
Bad / da in einen Füpffernen Keſſel Ba 
fer gegoffen wird. / darein fe&et man DAN, 
Glaß mit einem bleyernen Ringe heſchwe 





















ge 


rung des (Feuers Durch die Megifter [qud 
ficht / warm und fiedend / nachdem ed BU, 
Arbeit erfordert /. gemacht werden umo 
piefer Grad ift. der vornehmfle und ji 
ini 


err Edelſt Gab GOttes. 

Innlichftein der Chymie, Der achte Grad 
Ioas Rauch Bad / da man die Gefäß in 
sen Rauch Des Waſſers ber fib in dem 
Marien Bad auffhält feget / unb wegen 
X6 neunpten Girab$ / Fan man Sägelpär 
if rund um bad Gefälle fehätten. Uber 
iejes finder fid) auch nod) Das Lampen: 
jtuer/ welches nach der Entfernsumd Ans 
täherung ber Sampen Die ein oder mehr 
Dachte bat / Fan gerichtet werden. Der 
son der Erden wande ein / Diefe Gradus 
igais möäften alle durch untergelegtes euer 
Itgiert und mit Koften erhalten werden. 

|. fEdbarbs entlauffener chwicug 


N (ab) Dom erfien Girab des Feuers fies 

Jt oben die neunte Anmerckung über dag 

MR. Dlad. Der ander Girab / welcher ans 

het Das Seuer zumachen um ein Grad 

| i melches gefchicht alsbald / fo bie 
oui 



















qyt$ du verftehen foli / DaB e8 gefchicht in 
Ber Zertheilung ber vollfommenen Weiſſe / 
"ann du Das eine Theil / welches ift. des 
Mannes Saamen / fo bu ohne Zuſatz mit 

fem ftarcten Feuer zur Roͤthe folt brine 
Een / mie dann hierinnen an viel Enden ge- 
Jeld / und halt das Feur alſo fürficbtig: 
u, mit fanffter linoer Waͤrme / ald wann 
umitder Hand, das laf obtr den uns 
[rften Haffen antafteft / daß du eine beque⸗ 
qt beilere Wärme an der Hand fuͤhleſt 
nd findeft. (o. QE 


— 


ommene Weiſſe erſchienen ift / wel⸗ 


87 


| 
| 


8 


& 


. poet inmendigen Theil Des Dffend / 

























^ PANDOR A, 9 

itid. dritte Grad des Feurs fot à ab i 
mahls gemehret werden / atlobalp nad d 
letzten putreta&ion, fo Mann unb Weib 
Saamenzufammen vermifcht f. und wor 
Den’ als wann bu mit der Hand fuͤhleſt / da 
du gar in die Laͤnge die Hand an dem Gl 


Hitze nicht wohl dulden mögeft/ und fiel 
Doch zu / daB vu das Keur nicht zu gr 
macheſt / fonft mie gefagt/ ſablicrt fich 
und macht dag Wack zu nicht/ und me | 
pid auff, wann du Dein eur wohl um 
anfftig macheſt und regiereft / daß es 
innerliche Waͤrme nicht uͤbertrifft / fo bI 
pu gewiß uud ſicher in Deinem. Werck fai 
ches vollkoͤmmlich zu vollbringen Dan 
mercke fo die innerliche Wärme des CH 
pers von und durch die aͤuſſerſte Hike i Ü 
Feuers erwachet / fobat bie Materia. E 
guugin ibrer Natur vollkoͤmmlich iu oc 
(fen/ und die Frucht obne Zweiffel puren 
Krafft der 9taturen berfür zubringen / ur 
wann bu das Werck zuvorn zu zehnmalkı 
(en smod bátteft/ unb dannoch muft tlf 


lobannes de Pas 2 


€» wollen wir nun fegen | von: 
Grad zu Graben jeden pon de 
er 


Oder Edelſt Gab GOttes. 

















Vers und Reimen / in welchen 
MeSumma der Graben des Feuers 
p prgriren wird. (x) 
Boy folget zum fänfftent vom Feuer’ 
wie das beſchaffen ſeyn ſoll / damit 
eſes hochedle Geheimnuͤß möge auslabo- 
et / und herfuͤr bracht werden / welches 
der anfahenden Schäler/ daß ſie nicht 
iff eine irrige Meynung gerathen / ein ſehr 
chnoͤthiger Punct iff; 
N Denn (dift am Tage bít Autores (bt 
jute 9 hierinnen ift 7 trefflich verborgen ac? 
ten / und tnit ihren verborgenen Reden 
ji itle darvon abzufchrecfen vermeinet; 
$ lafft gelten, toas Artehmalef im Buch 
Barheit fagt 7 daß unfer Feuer zur 
hi t britung feo bae natürliche &lementarifche 
"uer; welches auffmundert und wirckend 
ji acht, Das afider in Det Materia verborge⸗ 
immliſch und terreftrifche Dad / ne 
| In Araber in feinem Traci; it, SUE 
tt/ wenn er fpricht: S bue unfer Gold 
) Silber in unfer Geuer / fo wird ein 
ffnet Liquor draus: Und diemeil 2. 
1— genent werden / ſoll ein jeg⸗ 
er wol obferviren / daB das gemeine 
Ta t viel qu ſchwach ift unfern Pheenicem 
|t serbrennen/ 109 nicht das ander Sruv/fó 
, n 


^e 
u 


Feuers / und außlegen dieobgefags 


feuer/ welches die fürnehmfte gröfte Wirs 


$9 


x —X 
ii der Materia verborgen / (krefflich Sb: 
beimt gehalten /, und mit tounderbahrif 
Namen geneünt ) das beſte tbáte 7 / dah 
die Alten gefágt : Nicht Balneum Maria 
Afche/ Sandy ic- ſondern Ignis Calcis 
v& ; fine Calor Sulphuris vel Mercürii nfi 
Rü&c ſeg das rechte Seuer: Und ifnich 
ohne / daß Diefe joco euer eines Ohne Dh 
















treffen / fonft würde Alle Arbeit vergeben 
[on und das Flüchtige vom filen detrll, 
ein/ oder / weil utiferé Mala fehr Rüimg/ I 
einen Fluß gebracht werden / wie mir untl 
fdieblid) widerfahren. daß mein jdn 
Werck in Verderben gerathen / ſondern 
muß dag Feuer / wie Bernhardus fagt / / 
Hleiches digerirendes ftetes Feuer ſeyn 
nicht ju gewältig und biBig. - Man mid 
im erſten Grad mit der Solurionhicht eile 
put / fo dein Corpus nicht recht folvirt 
an Feine techte béflünbige Fixation t 
flüchtigen erfolgen: . 0. .. 
Heinrich von Batsdorff 


(xx) Doch muß das unnaturfichegeur DR" 


en 


Bde Edeiſt Gab Gottes. 
atuͤrliche vermehren / und wird mit ihm iñ 
nin ‚geiftifchen Weſen einerley durch pie 
dus digelionis,und wird fo dann vonetlis 
he in das natur liche Feuer das innerliche / und 
908 unnat uͤrliche das euſſerliche Feur genen 
Eckarth fragte: Was denn das Feuer⸗ 

Diver die Natur waͤre⸗ Pantaleon ſagte / das 
pine ‚und verderbende Seuer wird 
z Feuer wieder die Natur genennet. 
och ift hoͤchſt noͤthig daß der Kuͤnſtler 
ne maͤſſige und continvirliche gleiche 
; Bärme nach Befchäffenheit des Wercks 
Amterhalte / damit das Werck entweder 
dt berbrennet Oder erkaͤltet werde / denn 
titt bi ibine verderblich: 


Eckharts entlauffener chymicus. 


d: | tim merek daß die Philoſophen 
? Willenheit oder Meikterfchafft 
hie jerborgen. haben / und fein bilo: 



















in 


weiter geredt bat/ fondern alleſa ve 
jn uckel und vérbórgenlidi h 

allein Meldung gethan von d 
étft Hrad oder Staffel indem 
Iren der 4: Oder 5; Verſen begrifs 
n/ der od alfo zu teutſch lautet: 
[e * — zu. nm en mit 


)pbué voti. den geſagten Graden 


dini tciditen Seuer; So wird nun 


Sinn 


| 
Bi 


Te 


Ein Weg it bag man Aeſchen Ic 


que außgenommen oben darauf 
- Sfug bleib/ Dag es fid) füglich u. 


 ebfich hinauff gebn / und dasgefa® 
Aug fol grad ſchlecht obſich aufi 


EU 


















„ERPAN DIOR a 
Sinn befömmen Zu Patet 
Primus formetur ut fenfus cei dom]. 
netür, Das maa auch zu Teutfil 
auff vorige Meynung verftändif 
cher geſprochen werden / alſo 1 
Des erſten Feuers Grad werde g ſtallt / 
Das d’finn doer ibm d hereſchafft b ha 
Dieſen erſten Grad des Feuen 
magſt du machen in zween We 


an das Ort ba Das Feuer ſoll anal? 
macht werden / in guter viele / 
der geſagten Aeſchen aber fol € 

ſod / Holin oder Gruben gemas 
werden: dann ſo hab ein Wag um 
wieg die Kohlen / und nimm derſelb 
unsias 12, undin die vorgeſagte 
ben der Aeſchen thu das Seur/ da 


M: et . © 


aß némlid) inder Mitten ein off 
befonmlich ergehen und die Jp 


febem an den "Boden Des Gejhirihi 





















: Oder Edelſt Gab Gottes. 
darauf fagt jegt Abel der Philoſo⸗ 
: bug: Wann nicht die €ol/ oder 
Sonne das if / das Feuer recht 
Imo fchlecht mit feinem geraden dia- 
‚nero ben einbefchloffenen alten oder 
Saamen anficht/ fo mag nicht cre 
a mt werden was geſchehen jol/ 
and dieſer erſt Grad wird genannt 
paé ‚Feuer der fetigen Philoſophen / 
ivelches allein und Fein anberéerfore 
pert wird in der Nutrefaction oder 
gn autung unferer Materi / und 
le daß das geſagt Feuer fo alfo 
acht iſt / waͤhret zwoͤlff Stund⸗ 
er dieſer erſte Grad des Feuers 


— 


| im 
*J 


hads geſagt. Gin Bad iſt ein ger 


mperiert Ding / nicht angezuͤndt 
it groſſer Hitz / noch auch nicht 
ji dat / fondern es ift in nachlaͤſſiger 
| (5 arme’ daher feben wir ein Men. 
P en durch ziemliche temperierte 
Baͤrme putreficieret oder gefeulet/ 
mb erſchwitzt werden von feinen 
Aberflüffigkeiten/ wann esein ent« 
finbte Hitz waͤre ſo ſchwitzet er 
| 399 nicht/ 


‚Herd darinn die Mareri iſt / 


:d durch etfíd) Gleichnuß eines 


833 


334 


ſind / nicht berauf gehen’ und oat. 



















PANDORA 
nicht / fonderner verbrunne: man N 
aber das Bad falt wäre/ ſo moͤchte 
bann die Schleimigfeiten oder acd: 
be Settigfeiten fo in dem Menſche⸗ 


Fits uns noth wendig zu haben ei 


nem Grad) und cert ift ab I 
derfelb fem Grad: ? Zivar eben de 


tübrté die Aefchen oder Sapel / dd 
den Deckel oes Dfens / daB fie tj 
möcht beftehn ohn einige Letzung 

und dig iftder erfie Grad des Feur 
welchen die Philoſophi fuͤrnemli 

behalten haben / und allein mit ouf 
fem Feur / oder einem feins gleiche 
und mit feinem andern wird una 
Materi gefeult. Nach etlicber DIE 
lofopben in 40. Tag / das ic aba 
nit glaub. Nach etlichen andern 
so. Tagen / das (d) auch nit glau 
Nach andern in 7o. Zagen/ DE 
glaub ich auch nicht. (5) | 


X Ober Edelſt Gab Gottes. 835 

N )p Ro ce:to canfıdas , ftudiofe tyro , til. ! 
^. 1: in toro lapidisopere celatum effepre- 
t regimen , de quo verum elt illud Philo: 
aphi : Quicunque iliud fcientifice cognorit, 
tiheipes & magtátes terri illum honora. 
a nt. Et juro ubi fub bona fide, quod fi 
loc ſolum proponeretur palam. Rulti ipfi at» 
jm riderent, Eo namque cognito, totum 
ill aliud eft, quam opus mülie:um , ludus que 
ae 'orum ; hoc eit , decoqueie. ‚Ideo fum: 
à arte Sophi hoc fecretum occultaront , & 
"titer credas , nos fundamentaliter idem 
cffe, tamen ex quo candorem propofui in 
oe tractatulo, ac prömißi , aliquod faltem fa- 
ſendum incumbit ; ne le&orudiffhgeoiofo - 
Wü fpem atquelabores fallam. 

D. Amonymus Philaletbás 



















I 
1 Der abet/ ber es bewaͤhrt unb er⸗ 
ihren hat / der Dat die wahre Vutre⸗ 
Vittion oder Feulung erfüllt in 97: 

igery nod) mehr in 00. Tagen / und 
Neift wahr, Und mer /daß wie 
"lol nit eben vor Augen erfcheint in 
"ir gefeulten Materl die Schwär- 
7 foift fein Doch nichts zu achten: 


Inn für gewiß nad) dem Weſen 


e 
4 


n 
Tr Natur iſt ein Haut auff der 
Ichwaͤrtze. Lind finejegt find die 
1 lement zufammen gefuͤgt / vereint 


989a unb 





836 | 


Centrum / oder Mittelpunet/ imf 


















PANDORA 
und mit fenfftem Seut gefocht/ tod 
ben fie georonet undin andere DREI 
ferien verwandelt und befehrr. Lin) 
Durch den andern Grad eer Deci) 
cííion oder Abfochung wird Da 
heimlich und verborgen offenbar) 
und das baoffenbar iſt das will 
verborgen und heimlich. Der agr 
der Weg zu machen ein Teuer b 
erften Grab int der fo hernach folge 
und ift beiler bann ber vorgebend 
ba (o werde ein irrdine Scutell obf 
ecdiffdgemadbt/ darin feye ee 


ben Centro ein 206 / fepe um de 


daß durch derfelben eins kaum qi 
Singer moge eingeftoffen werde 
Aber am aͤuſſern Theilfeyen die 0% 
fagten Löcher weiter / aljo / DM 
durch dieſelben die Xefchen unb RAR: 
len glunfen beraug fommen moglie 





















| Oder Edelſt Gab Gottes. 
€ Schuͤſſel nicht vaſt weit noch groß 
yn / dann es iſt ſein gnug / daß zu 


pfund Kohlen dareın gelegt ( bas iff 

.uncias) bannío laß dir machen 
/ tiber diefelb geſagte feurelein Deckel / 
Jin deſſen oberen Theil ſeye ein groß 
(koch / in der Rinde eines Rinds⸗ 
1u96/0ber Roſſzaugs / fo du dieſelb 
jeurel oder Schuffel haft / fo orone 
und fee fie auff ein epfenem. Drey⸗ 
i in Ofen / unb fobu bie gefagten 
Kohlen barcín gethanund angezuͤn⸗ 


er Deckel, der feutel oder ſchuͤſſel / 
i ind bab adt daß das Loch (o in 
eren. Theil des Deckels ſchlecht 
nd gerad fehe gegen dem Boden 
jx (6 Geſchirrs von Herd) ba ber alt 
Moerſchloſſen iſt unb bif iff das 
[Seuer deserfien Hrads/ und aud) 
Xt beſſer Weg derfelben/ als mans 
en machen mag. Derder Schreis 


jo 


| r1 


Iſtes oon Stt geoͤffnet:dieſe Weiß / 
IX eg und Form des ‚Feuers haben 


a 3 gem 


Feuer des eriien Gorabe ein — 


Bi bat, fo tverbebann auffgelege 


xr dig Buͤchleins ift geweſen / dem 


I" Pbifo[opbi nit gewußt / ale it 
Ög 


837 


828 


cker machen / alſo / daB es muri 
‚ein Feuer eins anderen Grads /unp 


che einen Scutel / darınnen dr 


MO IEASNSDLO RA oo 

glaub/ und meiß / dag wann d 
foolteft ein ‚Fer machen auff die 
Weiß / (o moͤchteſt du es wohl ſte 





















aud des dritten: Dann fo du mid 
ein Feuer des andern Grape me 
chen/fo mad ein Scuteloder Schu 
felin ſolcher Weite / daß darein m⸗ 
gen zwey Pfund Kohlen getbap 
werden (das iſt 24. uncias.) Es fe! 
en auch Die Locher dieſer jestacfagtq 
Scutelgrofferdann die andern DE 
porigen Scutel. Es ſoll aud) ix 
Mittel⸗Loch in bem obern Theil b 
Dedels zwey mal weiter und groͤſſ 
ſeyn dann das Mititel- Loch des DW 
efels in dem Feur des erfter Grade 
Daffelbige fepe nun in der Run 
und Groͤſſe eines GanßsEyes/d 
einer ziemlichen guten Groͤſſe 
Wann: du aber tilt fuͤrfahren 
dein Feur oec Dritten Grads / fo 


d. funb Kohlen ( das ift 36. uncia) 
mogen gelegt werden / demſelb 
mach aud) zu gleichermweiß " & 

" 


|» (oer Edelſt Oab GOttes. 
der; die auch tveiter und groffer (eye 
endann dietocher der andern Scus 
tellen. Es fol aud) das 4od ín dem 
oberen Theil deg Deckels völliger 
und weiter fepn ziven mal / bann 
das Loch des Deckels zu dem andes 
iren Srad. Doch glaub ich daß 
lir geben oder anzuͤnden des Feuers 
Hes dritten Grads nicht vonnothen 
och nuglich ſeye die Scutel oder 
Schuͤſſei zu bedecken mit einem De 
nel’ unb Darum wollen wir fein 
Nacht. haben feines Deckels. Nun iff 
moch ubrig zu fagen und zu lehren / 
Wie man das ‚Feuer des vierdten 
Srads machen ſolle / und zwar in 
Kinem ſolchen Grad iit nicht von: 
Wörheneins Dedelg über die Scutel: 
Wann das Feur der Kohlen rubet 
Des andern halb / unb wirbrauchen 
ias Feuer des Flammens So mach 
un das Feuer des vierdten Grads 
quif dieſen Weg und weiß. Nun 
Wab Holz von Eychen oder anderen 
esgleichen / und bafi fic in ber Groͤſ⸗ 
I arfpalten / daß du es mit einer 
aano MNT mogeft/ und hau 
!y 











| 
aM 
C". 
| 


| 
|^ 
l 


99 4 dann 


830 


$4o Y» 


mad (oou vorbin ein Kohl⸗Feuer ge 


ben ein Roc in allem Centro un 


OPEOUBX* NODOOUR WPCUN 
bann diefelben abeinanbern mit ei 
ner Art oder Beihel / zuftuden, als 
fo daß die Lange derjelben ſtucke 
Holtzen E über Weite oder Breit | 
ber Scutel oder ſchuͤſſel gang / dat 



















macht haſt in der Scutel / fo leg bat 

auff von den geſagten ſtucken Holtze 
zwey / drey oder viere / nachdem d 
ſiheſt und dich dunckt daß es ſich ſch 
cken wolle. Wir haben auch geſetz 
wie durch die irrdinen durchlochei 
Scutel oder Schüffele 4. Grab um 
Staffeldes Feuers mögen gemad 
foerben, Yun esift wahr / diewe 
mir eon ben 4. Graden des Feuer 
(o durch die irıdene Surio | 


re Es i aber diß ihr Z 3 , 
fcbreibung/ alfo/ ıc. Und merdiod 
die Scutel (off baben in ihrem 2507 


Mittelpuncten/ gleich einem Knop 
an einer Kofen/ und um Do | 
oll 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
Loch baé innutten im C entro ift / zu 
gleichertweiß acht Locher in gleicher 
Weite voneinander / und von dem⸗ 
elben mittelpunstigen Loch ſtehen⸗ 
dr.(z) BC | 
IT, welcher Zeit aber dieſe Arbeit 
ma Fan vollbracht werden / darvon find 
D viel Meynungen/ fo viel Seribentem/ 
luno find: fchier alle hierinn zweiffelhafftig⸗ 
tei fie aug Hören und £efen fchreiben/und 
ict aug Wiffenfchafft und Erfahrung. 
Damit auch hierinnen dem Lefer ein fates 
Benägen gefchehe / fo muß man auff den 
Buceefs der Arbeit fleiffig mercken. Wenn 
Oman das Feuer / wie gemeldt, recht regies 
Wet’ fo hebt bald bie Materi an zubrennen/ 
dumb beginnet (ich zu ſchwaͤrtzen. Nach Die 
jtm mann die Dürre beginnet zu würden 
‚IMdie Seuchtigkeit / erbeben fid) im Olaf 
Werley Farben / wie ein Pfauen-Schmang/ 
Ind fcheinet/ als waͤre es mit einem gülder 
Fun Stück überzogen das iſt mas bie 
?hilofophi (agen. Der Mann umfübet 
| 

















| 
7 


as Weib / und ift fo viel geredt / als daß 


Der figirte Mercurius in ben lebendigen 

Fompt/ und beginnet ibn zu hergen- 

1 i Incertus Macrocoſm. 

& earum fo haben wir außgelegt 

| yn erften Grab des Feuers / welcher 
E - 698 5 in 


841 : 


842 


* 


als er vertragen Fan / und einen gelind 


>: FANDORA, Lr 
in diefem Vers und Keimen ve 

fanden und bezeichnet wird: — P 

Primus formetur ut fenfus ei d? 

o minetug L1 i0 | 

Deserften Feurs Grad werde g’flallt / 

Daß diſinn über ihm d’herzfchafft b balt.( 


(2) Jeſes ift Die Wahre Mennung d 
Hin Girabe des (Seuré des ?Lrnoli 
Primus formetur , ut Senfum ei doroinctug 
paf iff weil der Stein einem Menfch 
verglichen mird / und fein erfteg feucht 
Regiment einem Bade / fo mache ihm b 
erften Grad lieblich ^ gelinde als ein DE 
vor einem Menfchen/ welches meniger bag 


















Tertius excedit & cum tolerantia lædit. 
der dritte Grab/ welcher brudeln unb aui 
tvallen verurfachet/ und mit ber JDige/tt 
che Blaſen an eines Menfchen Hand tik 
diet züberein Fómmt ; Denn unfer zufand, 
men geſetztes Werck fleiget in Diefer 25819. 


mein Blaſen auff/mwelche unauffhörlich al" 


perfallen und wieder auffiteigen. Der 
&or fenfus gaudet procedere quartus, i | 























, Oder Edelſt Dab Gortes. 
e vierte Wärme der Coagulation , wel⸗ 
; tr die Empfindlichkeit/ das iſt / die febbaf? 
igkeit wegnimmt / und in Trockenheit brin⸗ 
t / eben wie das brennen mit dem Eyſen 
as Fleiſch verbrennet / und die Feuchtige 
tit außtrocknet. 


Cyrenans Philaleıha, 

| Durd welchen Grab des Feurs/ 
Ind durch fein andere unfer Matert 
oll vonnoͤthen wegen putreficiert/ 
efeult / diſſolviert / entloft/mortifi- 
iert/getodet und Denigriret das (ft/ 
a dr werden. So iſt noch 
uſagen durch welche weiß unſere 
utrefleierte und gefeulte Materi 


den. Derhalben fo wollen 
h oir jegt gebn und fürfahren zu uno 
nit dem andern Theil des Wercks/ 
iches da ift unferer Materi weiß: 
| ; g ovr Weißmahung. Hie 
giberift zumerden/ daß ein zweyfa⸗ 
be oder zweyerley Weißift: Dann 
$5cín Weiß das da wird auff. vic 
Weiß unb Geftallt Jovis und Sa: 
Furni/ und ſolche Weißmachung 
| Kibiroet, nach der TIER 

oder 


| jn ocalbirtz Tag ift/ weiß gemacht 


" 

$4 3 
Fan 
2*8 P 


| 844 






























DUUPOAUDD ORA; 3 
oder Tenlung. Daher fagt Geb 
bcr Dhilofophus : Man fol da 
Jovem unb Saturnum bart mE 
chen undden Wartem und Denk, 
tem roth machen / dieſe Weißm 
dung aber ift nicht eine 26cigmpg 
cung: Dann fie (ft nicht beitandi® 
noch bafft oder fir. Und diele ad 
albarion Oder Weißmahung il 
vollbracht und erfüllt bey dem ‚Sei 
des andern Grads / inbunbert X 


(b) S Ecundo fume philofophorum di&a; 
confidera quem calorem dicant | 
tum, Unde Theophilusait in Turba : Opc 
tet autem lentoigne comburi, & humidita 
quadam in ovorum nutricatione. Et Mo 
fius ait : Et debet fic comburi & dealb 
tanquam ovorutn nuttice, id ct, levi dec 
&ione, Sicut enim vincit aqua pugna 
ignis prolixitate corrumpendi , continen 
& putrefaciendi, & infpiffandi, fcilicet calezs. 
Solis , hoc et levi decoGione res congelaff 
tur, Balneum enim , id eft , intenfus call 
perire facit. B 
Ovum coquein ardore: —— 

- eoque tantum [olıs more, 

traclat cum benevolo. 

Laurentius Ventun 
(bb) S: 
| 























Oder Edelſt Gab Gottes, 
i (bb) Secundus vero adufivus, acutus & 


imnino impertinens: quia fuperius p:ohibi - 
jum et, ne flamma eas contingat, eo quod 


'm tertius ignis intrinfecus rebus, ut funt 
lea & res acutz: & fecundum hoc lapis no- 
er fuum infe babet i ignem, fed ef otioíus, 
id exteriori calore excitetur & moveatur. 

| Laurentius Pentura, 


io ; 
| A AN ergo Philefophicus de licinio 
fle debet, & effe de tribus filis, & fila noa 
tgroffa, 
!ba veſte confervatar , 
tribus filis ieniatur , 
cnm lunarı radio, 
Filis veflis fit quaterna, 
rubra lux ut in lucernis 
J. lucet a primordio. | 
eG | Laurentius Ventura, 


$ (bbbb) Cg muf aber mit unferm gebe 
wedenten Werck nach der Cop&irution der 
Bier Theiledes Jahrs befcbaffen feyn; als 
i erſte Zeit — iſt kalt und feucht / 
4€ andere des Fruͤhlings warm und 
Fucht / bie dritte des tvarm und truckenen 
Sommers / unb die Vierdte deß zur 
ituchteinfammlung versröneten Herbſts. 
Die Wärme dererften Regierung foll feyn 
»tt einer Haͤnnen die uͤber den Eyern ſitzet 
A 8t Huͤner außzubräten / oder wie deß 
| Magens 


afaps nofter tenerrimusdamnaretur, Eſt au- 


845 


ET 
€ d 
/ E 


- Magens fo die Speife daͤuet und ben Poll 
























CU AUNID'OR A, 3 


nebret/ ober gleich der Wärme deß Miſt 
oder der Saamen / wenn fie im rice ift 
melche Wärme waͤhret biß zur Schwaͤrtz 
und auch biß fie in Die Weiſſe verwandt 
wirds mo aber dieſes Äberfchritten und DM 
Materi zu warm und hitzig ſeyn wuͤrde el 
langte man das gewwünfchte Raben⸗Hau 

nicht / ſondern eine ſchnelle und davon eii 
[rape Roͤthe ober ein. oben auff ſchwin 
meno rothes Dels oder auch bafi fid) DI. 
Materi begunte zu fublimiren ( bep welcht 
$Segebung man Dad Compofium wied 
aufnebmen / fofoirem/ mir unfern fung 
fer: Milch inbibiren/ und hernach die 9 
tige Kochung mit befjerer Vorſichtigkein 
bißdergleichen Mängel nicht mehr erfche " 
nen, fortftellen mufte ) wenn nun Die Ze 
fe erſcheinet / foll das Feuer sermebret nm" 
den / bi zur volifommenen Außtrocknun 
deß Steins / welcher Caloc der Wär! 
der Samen verglichen wird / warn fic dul 
dem Stier in Die Zwillinge kommt wen 

nun der Stein vertrocknet iſt / wirb de 
Teuer abermahl (tárcfer gemacht / biB b 
Stein vollfommen rotb wird / welch 
Calor der Sonnen Wärme im £órpen oti 
glichen wird. NU 
Michael Sendivogit 







Das Feuer aber des ander! 
—— Grad 


E. Ces 

zrads wird ín diefem Verß oder 

keinen begriffen 5 Senfibus æqua- 
;gauder nacura fecundo. Laut zu 

eutſch alfo: Sod ſinn vergleicht / 
s andern d Natur begaͤrt. Moͤch⸗ 

wohl verſtaͤndlicher alfo gereimet 
erden: | 

So nua die Sinn vergleicht find wol/ 

I Sander Seur d Narur freuen foll. 

1 Diefer ander Grab aber follfurg 

In / Doch etwas (tarder /dann das 

puer des erſten Grads geweſen 

be: Dann es fell alſo (pn / daB 
Wd Anruͤhrung des Ofens / die 

Jande oem ‚Feuer fid) gleiche und 

Wondiere / und das Feuer der 






















che Hitz erleiden möge, unb nicht 
Ihr / und diefer Grab des ‚Feuers 
Bögefchehen/mit zweyfaltigen ober 
Jeymahl ſo ſchwer Koblen/ als des 
Kien Grabé/ und eingelegt in die 
Koen darein die Sod/ Hole esce 
Kruben gemacht it: das iff / daß 
fn einlege a. Ib. Kohlen: das iſt 24. 
cias, und barnad) darumher Ae⸗ 
en gelegt / bod) in mitten "E 
| : en 


" 


m 


and: das iſt / daß die Hand eben - 


847 


$48 


- líde Steinlein machen / in eft 


















PANDORA, 
fen Aug bleibe. Wann du dir abE, 
mehr und lieber erwehleſt das ‚Seh 
er zu machen des erfien Grades / / 
der irrdinen ſcutel / jo bebaltín all 
Dingen’ bas íd) bid) oben gelebf 
babbebalten/ und warnehmen. € 
nun die roo. Tag geendet find / 
vollfireeft das ‚Feuer des ande 
Grads fo vorgefagt / fo fabet tf 
Materian wallen und flieffen/ ooff 
gegoflen mwerden/und wird Die o 
aefagt Crivallung waren so. Ta 
uno bann (o fabet an eic Materi 


und Gleichnuß bcc Joiacontben/oog : 


gefagten Steinlein erfcheinen / / 
ftárde das Feur der Koblen/ ug 
mach das ‚Feuer des dritten Grad! 
welches in dieſem Verß oder R 
men begriffen und bedeutet wird; 
Tertius excedit , cujus toleran 
M lzdit. A P 
Iſt zu Teutſch alſo: Daspritt ft 
trífft des zu viel verſehrt. H^ ! 


un 


Ir DIVE TUE DAAD Gottes⸗ 
dd verftändlicher. verteutfäht t und 
eimet werden. | 
i^ osrit ift übers ander g'ſetzt / 
Wo des zu viel? fchädlich verlegt. 
" ſollen aber alsdann die Kohlen 
Aff das durchlöchert (alarium oder 
i ach gelegt werden in mehrer vie 
d fie ſollen auch nicht mit Aeſchen 


deckt ober umgeben werden / wie. 


den andern vordern zweyen Gras 


indes Feuers geſchehen. So du 


Waber mehr und lieber erwehlteſt 


machen das Feuer des dritten 


rads in der geloͤcherten ſcutel oder 
ſchuͤſſel / ſo thu ihm in all weiß und 
In / wie id) oben angezeigt bab. 
AT: gefagt Feur aber des dritten 
it rads wirſt du erſtrecken zu incine⸗ 
ren oder beaͤſchigen / Die vorge⸗ 
gem Steinlein oder Syacincten / 


hundert Zag : dann inner 


j] ' pefagten Zeit ber Hunderf Tas 
3 werden die Steinlin íncine 
t / oder einbeaͤſchiget / und gehafft 
J wahrer und vollkommener 
afftung und Fixion. So nun 


fe Materi inner der gefagten 
^ 55^ 


atit 


949 





350 

















ea PANDOR A, 
Zeit vollig eingeäfchiget wird / fi 
werde fic aud) volliglich eingeaͤſch 
get / bann vollfireck daflelbige Teuf 
des dritten Grads / biß bag unfer@ 


wird genannt / der Geift und DE 
Seel / nad) der Dealbation un 
Weißmahung der Diateri fo. qi 
tertio gradu ignis vollbracht. Wolf 
Daß man die materiam Rubificic# 
welche Rubificatio materiz per quad. 
tum gradum ignis geſchehen und ool. 

bracht werden iuf / twelchen vier 
ten Grab des ‚Feuers mit freye 
ganzen Feurflammen vollzogen 

dardurchmateria medicine ad pe : 
fe&am Rubedinem gebracht unb @ 
fo ibt volllommne Endtſchafft 
gangen Preparation erreichen ttg. 
tem wie man aber das Feur il 
vierdten Grabu preparieren und 34 
richten ſoll / ift zuvor in diefem Ti 
stat/nemlich Da de quatuor gra 


Ll 


Oder Edelſt Gab Gottes. 


| przparandis expliciert / ange 














Imen. (c) p 
radica vom Univerfs! oder gebe: 
Ideyten Tinctur Stein oer altem 
| Weifen / Rythmice geftellet 

T5: Authoris Anonymi, 
JS Ert. Leſer / mas ich Dich bericht! 
T***. Hiehafleinwarhafftigs Gedicht / 
Has ich Dir geichrieben bab zu gut / 
Bekomſt dus) ſo halts in der Yut: 

ID zeigs nicht jedermann herfär / 
Paß allein fcn befohlen dir. 
‚Bann du komſt zu dem Schak und Gwin / 
ESo wirff all Apothecken bin/ 

n Fiſchen in die Waſſer ein / | 
Oder in Seutrog zu den Schwein. 
Men. aber auch gewarnt darneben / 
Bann du wilt qu. fuchen anheben/ 
| 0 geh durchauß Feinandre $5abu/ 

HALS wie ich bir will zeugen an. 
Jann eg. ift ein einiger Weg / 
‚Bund ob du fehlſt ceficiben Steg⸗ 
fint in ein grauſam Gemoͤht ein/ ⸗ 
W Dir wird nicht wohl zu helffen ſeyn: 
um glaub keim der Dich weiſt dahin / 
M Ee ift vergebens, trägt Fein Gwin: 
Wonbern bringt Armuth / Angſt ind Muͤh / 
Dann es find viel falſch Buben hie/ 
Bt auch zum tbeif nicht all find fium 
Mit ibn kommſt du ins Heyderthum 


igt worden. Laus Deo femper, 


Bbba |. € 


318 


852 


PANDORA; 

Es ift alles vergebens (rep / 
Berröglich und nur Secterey : 
Was nicht bic einig Straffen fucht / 

Hat GOtt und die Natur verflucht / 
Daß fie nimmer feben die Kraft, Ä 
Ich meyn der weifen gmein Goiegbaftlt 
Warhafftig folg ou meiner 2tbr/ 
Und dich mit nichten an pie Fehr) 
So zu dirfommen werdentheur/ 
Sag fie hinweg mit ungebeur, 
Dann wann fie wuͤſten mo bínauf/ 
Es fám dir Feiner in das Hauß. * 
Fleuch auch die Stigromantifd) Sott: I, 
Du faͤllſt fonft mit in Suͤnd und pol; 
Die Kunſt wahrſagens offt betreugt / 
Der Teuffels Beſchwerer auch viel leug 
Dann er der Luͤgen Vatter ſucht / 
Dewm's him̃liſch Heer ſamt Gott verfluch 
Fleuch auch falſch Theologiſch Schaarll 
Die unſer Seelen bringt in GfahrJ 
Seyn Schwartzkuͤnſtler auch folche Dil. 
Iſt dann dag mabre rechte Lieb 
Gegen dem Nechſten allegit? — |, 
Erfenn doch / mie e8 fehl fo weit! ME 
Falſch Alchymiften rauben s Glut — B 
Entziehen ſolches deinem Blut / 
Dann deine Kindleinmäflennah — 8 
Entgelten diß Betrug und Sch mad. 
Wann du dann bift gefogenauß/. , 
So machft dich demnach auch hinau 
Und klaubſt sufammen auf bem Betrug" 
Durch welches Dir dag dein hinfiugl | 


























mU Jo i 

- Oder Edelſt Gab Gottes. 

nb fagft: Jetzt thuts / und das ift wahr/ 

Das bringt folgendg dein Ehr und fabr 

yarinn lebft bann biß Du wirſt alt / 

Und befudelft dich gar mannigfalt. 

ann wahr und wahr / glaub du doch mir/ 

Warhafftig ich Dich nicht verführs 

ufferhalb der ſchoͤnen Artzney / j 

Da finoft nichts in ber Alchymey / 

Hein du treffíff bann den Weg atv 

| Wie id) hierinn will zeign die Bahn. 
er diß alles ärger. ift | 



















I 
Der Trigromantifch zu ber rift /. 
Tenn er fucbt Schaden Seel und Leib / 
Wiß DaB ich gwiß nicht Schertzred treib. 
b bab erfahren alles das / 
Auff daß ich weiß / wie oder was 
In den zweyen Facultaͤten feb / 
und was der beyden Schelmerey/ 
holches bat Zeit und Sürmi& gmacht / 
Mein Ehr wird drum nicht gering geacht- 
ToB tviffen iff nicht unredlich/ | 
Aber vollbringen ift fchädlich. 
ann GOtt der weiß feibftalles das / 
ESo in der Welt geſchicht fuͤrbaß / 
as gegenwaͤrtig und zukuͤnfffig 
WBedenckt es goͤttlich und vernuͤnfftig. 
irum Weißheit / Tugend iſt nac) t€ 
Das hoͤchſt fag ich dir. ohn Spott: 
Her oem nachtringt 7 ihm nicht mißlingt / 
Dann hie und dort er Lob erringt / 

aher die alten Weiſen rein / 
Haben erfunden einen Stein / 

I. $55 Durch 


S 


85 — 


qp m C NDA BEER NEE OVI» 78 


854 


Verſoͤhnten fie mit opffern flar/. 


Damit die ſtarcken Winds⸗Kraͤfften il 


| PANDORA, 
Durch ihr Scharfffinnigfeit fo klug / 
. Derinnen bat gegeben gnug. d 
9[uff dieſe Weiß Haben fie zugleich — 
Piel Länder / Stätt und Sónigit 
Gifabren und aud) anders mehr — 
Das ihn dus. di Weißheit ull. 
ebr | f 


Darum fie zuvor lange Seit. 
Die Götter anrufften bereit/ 










Vno beteten an offenbar 
Mercurium mit Sonn und Mohn | 
Neben GOtt in Dem hoͤchſten S bro 
Daß ich nun fomm zum Anfang (dier 

Mercurium den fublimir/ 1 
Auß Vitriol den Geiſt mit fübr/ 
Den rechten ſolt wol kennen hier:J 
Der ihn hefft an das Creutz mit Schm 
Jag ihm Vulc£num hefltig nach / 














In ihm vereinigt ſeyn zumal: 
Dann nimm ihn oon dem Creutz hernien 
Und gib ibm neue Erden wieder / 
Wie er zuvor Durchgangen iſt / j 
MitSaͤltz nach ibrem Gewicht vermif 
Det Laufferg zwey bes andern vier $9 
Eins von dem Saltz bierunter rübr 
Dann treib ibn wieder aus demFeur 
Mit groffem Bemalt und ungeheu! 
Zu fl ebenmahl bemeiß ihm dag ı | 
€ wird er kraͤfftig deſto baß | 
2: iB und fo klar wie ein ora 1. 


MR 
- Oder Edel Gab Gottes. $$. 
— Seins gleichen findft nicht überall. 
Wenn dann der lebend gftorben iſt / 
Zu ſiebenmahl durchs Seur gewiß / 
So behalt ibn rein in einem Glaß / 

Bißd' wilt entlich vermehlen das 
Mit Sonn ober Mond ſubtiel fein 
Damit wird gemacht der Weiſen Stein. 
Merckſt du mich recht / fo haſt du ſchon 
Erworben dieſes Perleins Gron. 
Dann es muͤſt ſeyn erſt heut erneut / 
Wann ich dirs alls in Mund einkeut⸗ 
Auch wers Suͤnd und nicht Gottes Will / 
Blillich ſtrafft er meins Lebens⸗Ziel. 
Hat aber hieher dich GOtt erwehlt / 
Daß ihm bein Gemuͤth und Leben gfállt/ 
1o wirft du mich gar wohl verſtehn / 
I Lakuns im Reden fürbaß gehn. 
Ich will dir fagen noch ein Weg / 

Der auch fährt zu Der weiſen Steg/ 
‚Ein Luna fiy gar gerecht und toabr/ / 
E Wenn du mich nur verftchn toilt zwar: 
Wiewohl ich darinn nichts verhalt/ 
— Sod) möchftdumich nicht mercken bald / 
‚Dann ichs nicht nach Sophifterey 
Werd fagen ober bringen herbey: 
Diß ift Der g’recht unfehlbar Weg / 
— Z»b pu fanft finden diefen Steg. - 
‚Timm Lunam wohl reverberirt / 

-. Welche wiraus Saturno geführt / 
Darinn fie wird dermaſſn verbrennt / 
.. SDaf man fie damals nicht mehr Fennf. 
Biß daß fie wird herauß ſolvirt / | 
Ls | $554 Mit 
















86 


Hab dag aut Aqua fac&itas; 
. Und fe& auff warme Afchen lind/ 


. Biß fid) die Luna gang foloirt: 


Mit Aquafort fie bgoffen wird.  _ 
Darnach thuts recht fein gieffen ab, Wi 
. Und zeuch bas Waſſer twieder Diab: MV 
Zu fiebenmahl folchg reiteriv / 5 
Auß daß eg alle Feces verliere — | 
Co haft der Lunz genommen d'Schwaͤr 
Verſtehſt du mich freu fid) dein Her, 
Si wird inniglich fo ſchueeweiß / | 
Darmit ecbáttft ou Lobund Spreif:- 1 
Die nimm unolaminirdfo dünn’ MW 
Daß fit gleichfam möcht flichen hin — 















Thufoiches in ein gläfern Faß / 


Daß die Dis mög leiden dein Haͤnd 
Alsbald gar fanfft erwärmer feinz 
So mwirff die Lunam oben drein: — — 
In folcher Waͤrm halte obn beruͤhrt | 


Des Waſſers Gwicht darffſt achten nich 
Danns allein nur d' Lunam zerbricht 
Es kommt alles wiederum darvon . ui 
Zuviel Fan ibm nicht Schaden thon Äh 
Wenn Dann gfolvirt die Luna fein) . I6 
Sechs Quart bie du gteorffen hinein) 
So ſchuͤtt darein orey Quart Mercuri — f 
Go brauchs erftlich voie ein Fui — | 
Wann dag dann ift zuammen vermiſcht / 
So ſchencks Mariaͤ Dad zur Friſt | 
Daß ſie das Aqua Sand außtreib / 
Allein D na und Qus bleib: * 
Thus m cin Faß gleich Hallauroth / 


— 


bl 


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I " I 
D 
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ud 
e ['! 
1 




















| Das auch Bezin fein Namen hot / 
Arabiſch fagt man Baadhac, . t 
Griechiſch Zung heiſſets offt Albak, 
Werſigillirs mit Hermes Kunſt / 

Und ſetz ins irrdiſch Meyen Dunſt / 
Mic ſtetter Hitz lind ſtets umgeben/ 
Diß alles merck fleiſſig unb eben / 

aß alfo ſtehn ein gute Seit / 

| Bißalles trucken am Boden leit / 
Ind fich verfehre in einen Stein: 
Jetzt iſt Die Luna fir und rein / 


Zu Soldfie erft grabirt muß fepn : 

Hann es Div bracht fonft Eleinen Gwinn / 

F Du mülts für Silber geben hin. 

18 iſt doch um ein Furge Zeit T 

Daß man dir neunmaf mehr drum geit: 

holchs toil ich dich berichten hie/ 

E Dann e8 braucht auch gar wenig 9205. 

Bllem die Lunam Fixam hier / 

E Sn Aqua San&a mehr folvier / 
ann im Balneo Acris; Ä 

B &tib offt hinweg die Waſſerfluͤß / 

iBdaßein Liquor wird geſpuͤhrt / 

P Und Schneeweiß zu eim Gluten wird / 

jo tbug dann mehr nein folch Gfaf^ 

Wie ich dann zuvor angzeigt befi/ 

jegeuß mit eim Loth Blut foroth / 

Das Mars hergibt mit groffer Noth / 

ieihm wird auff ven. Hals gelegt / 

Die Welt Fein folchen Buͤrden trägt: 

ann cr ift wie ein lauter Feur / 

| bb s Doch 


Oder Edelſt Gab GOttes 


icht Doch noch gleich dem Silber fein / 


EM. 


8 


8 






















‚PANDORA, 
Doch unverbrennlich auch nicht » 
Um ringes Seld wird ergefau(ft/ + 
 Humuliras ift ec getaufft. 
Wann nun pif aud) ift fein vermiſcht / 
Die irrdiſchheit verrochen iſt / 
© ſigillir das Geſchire fein qu / 
Und ſetz gleich in die vorig Ruh /J 
So balds ermarmt fo wirds gang ſchwag 
Gar feuft unb zeh / als wers ein Hartz 
Laß alſo ſtehn / biß fid) verkehrt 
Gar in ein pure weiſſe Erd / 
Und darnach in ein ſchoͤn gelb und roth: 
Das erhebt dich aus aller North / € 
Iſt das beftändigft Gold in dev Bell 
Wird nach tt für all Schäg gez 
Dann Darauf wird die hoͤchſt Artzney / 
Sür alle Kranckheit wie die fe: 
Das recht Aurum potabile 
Findſt du allhie / dich gewiß verfeh. | a 
Waͤrhafft es ift der Weiſen Gold, MN 
Darvonman e$ denn machen folk.’ 


Gibſts dem Metall ing Feuers 9tof. 
Sotheilts fein Tugend / Krafft drinn 
Und führts mit famtihmberzlich auf 
Solchs muß das Volck erkennen frey / 
Daß s^ beſſer bann 8’ natuͤrlich fey- 
Wie mehrund offt mit Blut wird gmilll 
Je höher auch fein Wuͤrckung iſt 
Sch weiß / Dir wirds verfagen nicht) 3 
Dann ich habs dich marbafft berie 
Allein bitt GOtt recht au leben / 


um 


-— 


- Oder Edelſt Gab GOttes. 

^ Somirdesdir groß Wunder geben / 

Auch die erhalten hie und Dort / | 
Tach faut und Inhalt feines Worts⸗ 

Warum ihrn Datter bitten werd / 

. Sn meinem Namen hie auff Erds 

Das alles er euch geben wird. 

Derhalben fid) ein Menfch gröblich iret / 

Daß cr meynt/ fein Will muß gefcheben/ 

I Sid) tbu dir warhafftig verjähen / 

Daß Gottunb menfchlich Srómmfeit mag 
Dem Boͤſen widerftehn all Tag. — 

Denn mer Tugend unb Weißheit lebrt/ 

|. Undböß Anfechtung von fich febrt/ 

Sich menfchlich hält ın Ehr und Zier / 

I £ebttoie ein Menſch / nicht mie ein Thier / 

Fleiſt (id) der Warheit und Def rechten, 

WiderUnzucht und Schaden hut fechtẽ / 

Der wirdzu Ehren genommen gſchwind / 

Wer er Mars unb Saturni Kind: 

Wenn du nur durch Sorte Ginab und 


un 

Mich recht vernim̃ſt / eerftebft bie Kunſt / 

(5o bitt ich Did) um GOttes tvill/ 

B. Gen aud fein bbutfam und fein fill / 

And halt dich auch auff diefer Erd / 

* Wieich dann auch bin worden glehrt/ 

So mwirddir GOtt gedeyen geben/. 

Hie zeitlichs Gut / dort ewig Leben / 

Dann ich Dir warhafftig das 

= Dffenbahrt/ fo mir frey wiffend toad: 

Kein Buchflaben verhalten nicht, 

= 3 Maseriv Dfen und das Gewicht / 
|" Sampt 




















859 


860 


Sondern allein der Art nach führ/ 


Dieieweil id) Dich dahin betoegt / 


PANDORA 
Sampt ihrer Bereitung gezeigt att / 
Beſſer ich dirs nicht ſagen kan. | 
Verſtehſt dus nicht / ß aefált8 mir aat mol 
Wie es bann billich auch ſeyn foll ; 
So bleibt mir diß mein Perlein rein 
Undforg nicht/ daß dus machſt gemein 
Wiewol bor ntir nie Feiner mag,’ 
Der dir fo Flar hätt angzeigt das, 
Noch moͤchts bir fepn gu dunckel zwar / 
Es foll ſeyn nicht gang offenbar / 
Daß nicht ein jeder rüber fall / 
Gleich mie ein tauber Stier im Stall 
Dann ich den alten auch nachtrab/ 
Solchs ich von ihnen gelernet hab: 
Nicht daß ich dir Den Proceß ftell/ 
Wie man ihn laboriren foll / 















Daßich auch fo anzeige bit : | 
Nicht daß auffmich Die Suͤnd mero geltg 


Daß ich oir alles hätt offenbahrt / 
Und mich hierinn felbften gefabrt / 

Sd) will mich deß entfchuldige han — 
Ror ar bid) die Schank lq 


abn. ; 
Dann es ift viel ein ander Ding 7 — 
Nicht daß du meynſt esfen fo ring: — 
«Daéboffid) du werdeſt bleiben frumm/ Wi 
Iſt dein Hertz falfch fo wends GOtt 
And richt es nach dem Willen fev — (ou 
Hiemit end fic) das Schreiben mein? / 
Welchs ich Dir habgethan au gut/ j 


3 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
- GOtt halts in feiner gefreuen Hut. 
Der Göttlichen Dreyfaltigkeit 
‚Sen 2o6/ Ehr / Preißin Ewigkeit. 
| Amen’ Amen’ Amen. 

B. Anonymms. 


Die erſte indago oder Erfor⸗ 
ſchung / nemlich unſers Himmels / 
o oder fuͤnfften Weſens. (2) 
») A Lridos , eines jeden Dings / es fe) 
A af Erden was t$ toolle / Tugend/ 
rafft / und herrliche Wuͤrckung liegt ver⸗ 
Iwgen / in feiner QE. dieſelbe fen gleich 
armer kaͤlter feuchter oder truckener Na⸗ 
It und Complexion, und in der Q E. eines 
den Dings wieder fordert / der allerfuͤr⸗ 
efflichfte / und aller edleſte Geruch / und 
römackgfo ba ift/ oder feyn mag/ oder 
Dacht werden Fan / dann bierum ift bie 
efte Vollkommenheit von Nöthen. 
Gloria Mundi, 





















Das verbédt Ding zufuchen / fo 
fo ein geftallt bat gegen den bier 
talitären oder Complegen von de; 
‚An unfer Leib zuſammen gefegtift/ 
1 ben vier Elementen. Die Phi— 
Wfepbi aber haben den. Himmel 

nennet das fünffte Weſen / ae 

| gen 


ie der Himmel ein Geſtallt hat ge» 


ét 


das erfte Gapite[ des zweyten Theile. 


: haft das aller reinefte Gebluͤt an ftatt Dei 


eben faft / wie in vorhergehenden Capite 
wo 



















PANDORA,. | 
gen Achtung der vier Elementen Js 
und nachdenfelben vieren das fünfft 
dannder Himmel für fid felbft und 
in ihm ſelbſt unzerbruͤchlich / unzer 
ſtoͤrlich und unverwandelbarlich iſt 
unb ein Ding das da feine frembog 
Eintruckungen anfid) nimmet / ed 
gefchebe dann aug Geheiß GOt 
tes. (b) | 1 


(6) Mi Minéralogia fupr, Citat. un 
zwar bie fünffte Anmerckung übe 


Du haft zum Sirmament das fünffte ABA"! 
fen der vier Elementen / auch des Chao"! 
Gaamen in die Mutter gezogen / und iM 
die Haut (unter und äber) eerfaffet DE 


Feuers! / in welchen der Seelen Sie (af 

ftatt des Königs) indem Lebhafften oer». 
zu fenn pfleget : Du haft an ftatt der Cup 
den darinnen Das elementarifche Geuer fle 

tigstwefert / und dag Weltgebaͤuin feinen" 
Weſen erhaltet: J 
Michael Sendivoginlf‘ 


(bbb) Mit den vier Elementen/geheteit 


hi Cu 7 
(Doer Edelſt Gab Gottes. 
on ben drey Anfängen gedacht. Da find 
fiche/ die Raruisen 2. etliche 3. etliche gar 
Elementa / unb wann es um und um 
ympt/ijt c$ eben wie vor / und vor wie nach / 
eibt Doch alles bey einer Materia, da find 
le Clementa in / Du magft ihrer nun fo 
lel nebmen / al& bu wilt uno Die Wuͤrckun⸗ 
hn der Natur; Glementa ober drey Prin- 
Pia, oder Corpus und Anima, oder fonft 
Ihders nennen’ Das mag Die Natur mobf 
den / dann fie gebraucht fich nebenft ih⸗ 
InGeh ülffen / ihrer werckzeuge / die find 
jen auß der Materia als darin fie wuͤrcket. 
[Bie in dem Eapitel an feinem Ort gedacht 
w à ferner folgend außgeführer wer⸗ 
n fol. Daß ich eben foll fehreiben wie 
Miche / welche fagen eg find zwey fichtige 
wilementa al8 Waſſer und Erde und zwey 
Michtige als Lufft und Seuer. In dem 
Paſſer fen bie fufft / und in der Erd 
Ms Feuer. So fage ich Doch in ver 
Parheit / daß / ob gleich vier Elementa 
on / fiedochin allen Dingen feyn. | In 
‚um Waſſer iſt Lufft / Feuer und Erde. In 
Br Erde ift Lufft Feuer und Waſſer. In 
Bit ?uffr ift Waſſer Feuer und Erde / und 
Is Feuer ſelbſt muß Lufft Waſſer nd Gre 
haben / ſonſt moͤchte es nicht beſtehen. 
d dieſes verſtehet fich von ben Irrdiſchen. 
"Wann von Den reinen Elementen zu ſchrei⸗ 
as dienet zu unferm Zweck nicht / mies 
sl Darauf die Grifter gezeuget Daun 
bo | at 






















86; i 


" $é. 


. ohne Daß die 2eugung derfelben gefchmwir 


Chaos , nach dem Willen der ie " . 
| e 


^ PANDORA 15] 
hat aber bod) Damit gleiche Befchaffenheit 











der vor fid) gehet als bey ben Irrdiſcher 
Das mag glauben Heintz oder Kung / Uf 
mir gleich viel / t8 bleibt dabey wie gefaglr 
und noch ferner folgen ſoll. a 

- . "jobann Berbard Leurſen 


— (bbb) Doch bleib ein jeder / fo da wil 

Guff feiner Meynung / wir wiſſen aber auff 
Dem Licht der Natur / bafi Durch biefe si 
Elementen / und ihrer von dem höchfte! 
Schöpffer verglichenen Gleichheit/dag Gp 
bäu diefer Welt erhalten wird / und Feind 
Das Andere in feiner Wuͤrckung ührtriff 
Die Waſſer aber werden in dem Sundagil 


/ 


, 


| 


— 


mint ber Erden / als wie in einem Faß / voy 
des Luffts Bewegung / gehalten’ unſ 


werden bey unferem Pol ſternen zuſamm 
gezogen / dann es iſt nichts laͤrs in oer geli" 
Deßwegen iſt in der Mitte deß Erboden 
das hoͤlliſche Feuer der Waͤrme / aber DB?! 
der Natur Koch herſchet. Dann als Wil 


. Erfchaffung der Welt GOtt der Allmaͤch 


tige auß Dem verwirrten chaos fürnehmlidgitt 
Das fünffte Wefen der Elementen erhöht! 
and weit hinaus gefübret / bat er barmaqg Ni 
des Feuers fubrilefte Subftang zu Det un 
Gtul feiner Allerheitigften Majeftät erhdg In 
ben / und in feme Schrancken geftelt und 


A 
4 


befeftiget / da ift in dem Mittelpuneten dein 


^ 
D 


Qoi Edelſt Cab GOES, 

















undet worden/ welches nachmahlen oie 
harten Waſſer gediſtillwet / demnach aber 
t8 allerreineſte Feuer / dag Kirmament/ 
ad den Thron des Allerhoͤchſten bekom⸗ 
tn ſeynd bie Waſſer unter ihm geblieben? 
Ad ſeynd unter jenem Feuer zu Himmeln 
haͤrtet worden / und damit fie noch ſtaͤrs 
dr befeftiget mürben/ifi ein groberes Feur⸗ 
Pdas vorige / herab getropffet / ( Doch alles 
Arch Trieb Des Centraliſche Feurs)welches 
der ſpher des Feurs unter den Waſſern ge. 
eben und ſeynd alſo die Waſſer zwiſchen 


Aeyen Feuern / zu Dimmien gepreſſet / und 


Leſtiget worden Gleichwohl bat das 
aträliſche Feuer⸗ nicht gefeyret + (one 
m fort diſtillirt / und hat andere utireinere 
| ffr in Lufft sefolvirst / toeldjét unter 
B feurigen Spher 7 feine eigene Spher 
Jhat / und von dem Element ⸗Feuer / als 
I (tárcfeften Sunbarent/ umgeben mırd? 
Id wie die Wuſſer ben Himmein / Dag 
Bit Himmliſche Feuer mot uͤberſchreiten 


Fen / alſo Fan aud) das Clement⸗Feuer⸗ 


I Oimmeh⸗Waſſer nicht uͤberreichen 
Bbber Lufft über deß Feuers⸗Zirckel ſtti⸗ 
Waſſer aber und. Erd: Bleiben in 


At haben / aufgenommen das jenige, fo 

euer zu Lufft masber 7 zu tägiicher 
irckung und Unterhaltung. Des Welt⸗ 
igé- Dann ma laͤret Die in 


iw4 


E 


be Goͤttlichen Weißheit / das Feuer an⸗ 


rRaͤnde/ dieweil fie feinen Platz im 


JU dem 


32 


366 


- Schluß deß Allethoͤchſten Schöpffer 


ſchaffen / und erhalten worden / undg 


Weit / haben wir diriu dem Ende 7 
' "n 


»J.PÁNDOR A 
beh Lufft geweſen wäre / fo todveii di 
Waſſer herab aetropffet./ tino ju Luft elf 
bet: Weil aber pef Luffts Kugel fon di 
iind Außgefüllt / als welche jederzeit bull 
die Génttali[djé ſtaͤtige Wärme von D 
ab diftillirenden Waſſer gefüllt wird/ eR. 
daß die übrige Waſſer / wegen deß Luſg 
























ftätiges frucken um Die Erd herum lauff 
und wit der Erden den Mittelgundten Bl 
Welt halten: Und diefe Wuͤrckung 
ſchicht von Tag zu Tag / unb alfo voll 
Auch die Welt von Tag ju Tag geítárdg 
und wird natärlicher Weiſe unzerfte 
bleiben / außgenoinmen den endilch 


Dann das Centraliſche Feuer wird DUE. 
die allgemeine Bewegung und Influg 
der himmliſchen en nicht nice 
zu brennen / und die Waffer zuerwaͤrm 
n erden duch bie ei ed. IE | 
en zu Lufft ju werden / auchwird Der&i 
nicht dbfteben/ das übrige Waſſer 
bit Erd wieder zu trucfen / und alfo itt 0M. 
Mittel zuerhalten / daß fie auß ihrem € 
tto und Puncten nicht weichen koͤnn 
und alſo ift diefe Welt natürlicher tütgl 
$on GOttes allernöchften Weißheit hi 
chergeftält muͤſſen nach diefem Gyemprllf 
fe Ding in dieſer Welt  nätärlich gemal 
werden. Diefe Erfchäffung der gro: 


| Oder Edelſt Gab Gottes. 



















itr Elementen eine natürliche Verwand⸗ 
Tf haben / mit ven Oberen / dieweil fie 
ende auf einem Chaos herfommen: wer⸗ 
en auch von ven Dbern/ als den koͤſtli⸗ 
ern regieret/ unb Daher geborfamet Die 
Tntere Spher fo unter dem Mono ift/ den 
Dbern : Wiffe aber daß diefe Ding alle 
In den Weifen natürlich erfunden ors 
|n; wie an feinem Ort fole erzehlet 
erben. | 
| d 


Mbbbbb) Sollen berofalben alle diefer 
unft Nachforſcher wiſſen daß Erd und 
Paſſer eine Kugel macheny undalle Ding 
gleich wircken / dieweil es geiftliche Ele⸗ 
| t ſeynd / in welchen Die andere zwey ver- 
tgene wircken / das Feuer erhaltet die 
'D/baf fie nicht ertrincke / oder serflicle: 
* fufft erbaltet das Feuer / daß es nicht ers 
Be: Das Waſſer erhaltet die Erd / daß 


Bnicheverbrenne. Solches hat ung nuce 
Eysu fenn gevaucht/zu unferm Särhaben 
befchreiben / auff daß bie Saborantın 
den’ worauff das Fundament der Eie- 
Bnten beſtehe / und Tie bie Philoſophen 
l^ miederwärtige Wuͤrckung obferwiret 
wahrgenommen, indem fie das Feuer 
„der ‚Erden / unb den Luffe mit dem 
affer verbunden: Und mann fie etwas 
efleren wollen / haben fie das Feur in 
T eta Waſſer 


ui 
| 


Michacl Sendivopins, 





^ 
- 
E 


rklaͤren daß duerkennen mógeft/ caf die 


$67 


^ 


—————————————————————— 


965 


bit höchfte Wahrheit / daß cin jedes J 
^fammen gefeßt Ding in biefer Weltder 3 
ſtoͤrung und Scheidung unterrorffehl 
- welche Scheidung in dem Animalifcr: 


dert Jahren eingeben / daß diefes natio 
- fid) ftp / welches bu von ung alfo verfiel? 
das Paradiß war / und ift ein folcher d 
" won dem Allmächtigen Schöpffer a 
' Ding auf ben warhaffteneingelen Clem l 
ten / doch ben allerreineflen / temperirtdh 

"unb in höchfter Vollkommenheit verflä V 
ten / gefchaffen / daß alles / was in 


denſelben ungerftörlichen / unb in redi 













^PANDORAa,  qh 
Waſſer gefotten in Betrachtung / daß Ulo 


einen Bluth viel ebeler ald des anderen 
toit aud) die Thraͤnen viel lauterer ſeynſ 


«Michael Sendivog: it 


| | W 
(bb bb bb) Dasift einmahl wahr ullis 
ii 
Ji 


Meich der &obt genennet wird / dienfin 


. aber der Menfch auch auf viel Elemen 


emacht und erfchaffen / wie fat er ballo; 
Tónnen unfterblich feyn? Daß es natülk (i 
eher weiß Fónnen gefchehen ift. (htl 
4u glauben ja gantz übernatürlid. Dh: 
her iſt etwas gehandelt worden, / GOtt alf y 
hat den frommen Philoſophen vor viel Dill 


Paradiß war / und quf denfelben Elem 
ten gefchaffen/ ungerftörlich fev : X 
felbften ift auch der Menſch erſchaffen 


l 
WT 
lr 
L 


proponuon perglichenen Clementem d 


N 
2 
1 


Oder Edelſt Sab Gottes. 
ff feine weiß Fónte gerftöhret werden / dero⸗ 
egen ift er der Unfterblichkeit theilhafftig 
drden / indem GOtt Diefes Paradiß als 
n für den Menfchen ohne Zweiffel ers 
offen hat. Nachdem aber der Menfch 
| rdoie Suͤnd des Ungehorſams des aller 
chften Gebott übertretten/ ift er in dieſe 
fderbliche elementalifche Welt (p GOtt 
jin für Die milden Thier erſchaffen bat / 
denſelben verftoffen worden / melcher 
Wil er ohne Nahrung nicht leben Funte/ 
yr ibm vonnöthen / auß ben elementas 
E en oerberbtenGlementen feine Auffents 















dnt feiner Schöpffung angeftecft und 
iiemac) zum Derderben und Untergang 
Jacht worden / fo lang bif eine Eigen» 


Mrböferung Des. gantzen Gemaͤchts / 
Mwachheit / und fe&lid) die Scheidung / 
Pder Tod erfolgt: zc. 

." 
I re d | 
Tío aud) das Dingfo wir fuchen 
Men Achtung der vier Elementen 


B'fen/ ín ihm felbft unzerbrüchlich/ 


I (chon gleich in Ewigkeit ſtuͤnde / 


MT bisía unb troden mit Feur / 
Wb kalt und feucht mit Wafler/ 
LE Ss mie 


tung zu fuchen/ Dadurch jene reine Ele⸗ 


WMift die andere übertroffen » und die. 


Michael Sendivogius. . 


$ Leibs fepe als das fünfft 


869 





$55 


 miügenlib gegen ben Widerrhei T 


















NPANDORA, 


—— umb feudytimt Lufft / fo , 
dern es iſt das fünffte Weſen ve ji 


ober widerwaͤrtigen / gleich moie de i 
Himmel unzerbruͤchlich / melden, 
wann eg vonnoͤthen ift einfleuſt &i 
feuchten Regen / etwan ein Falter 
etwan ein trocknen. cc) Tq" 


(c) 1d. Mineralogia fupr. Citat, ud til 
Vau Die vierdte Anmercfung üb 
dag erfte Capitel des andern Theile. li 


qi 
qi 
jt 
T/ 
4 


(cc) Dann es ift gewiß / wann bie reine 
Elementen in Gleichheit ihrer Kräfft 
pereiniget werden / daß felbiges Ding. ul 
zerftörlich fep / unb alfo fol der Philoft 
phifche Stein ſeyn. Solcher menſchlich 
E:ifchaffung iff er von den alten Weyſ [ 
verglichen worden / Die heutige Philofgitl 
pbi aber / foallesnach bem Buchftaben bt 





ſtehen babens auff diefer Zeit verderb id 
Erzeigung gerichtet/ diefer UnfterblichFehk, 
ift Die fürnehmfte Urſach gerefen / daß J 

Wenyſen dieſen Stein zuſuchen / ſich bemüf 
haben / dann ſie wuſten / daß der Men 1 
auß folchen vollfommenen Elementen’ : 
ſchaffen worden : Haben deromegen piel 
Schoͤpffung nachgedacht / und da fü eerfi ei 
den / daß fie — geweſen fiengen ſie 


Oder Edelſt Gab Gottes, 


















erftörliche Elementen haben Eönne / over 
fie irgend in einem Ding Fónten vereis 
iget/ odereingebracht werden/ Denen bat 
fer allerbócbfte Schöpffer aller Dingen 
Ingeblafen / daß eine folche Zuſammen ſe⸗ 
ing der Elementen an dem Sold zu fin» 


Is welche auf ben gerftörlichen Elementen 
ien jerhalten werden: in den vegetabi- 
gen iſt fie auch nicht. zc. | 


Alſo iff auch Die Wurgel des Les 
tne / das fünfft Weſen / welches 
Det erfchaffen bat ín der Natur / 
aß es möge erfüllen die Nothturff⸗ 
n/ oder Nothmendigfeiten des 
eibs / auffer/ und obn denletfien 
ermin ober Endfchafft/ bie GOtt 
Merm Leben auffgefegt bat. (d) 


IE Erde / daß wir zwey Törper von 
.,* **gro(ftr Bolfommenheit/ und die 
it lebendigem Sylber erfüllet (epa ^ bae 
n / ziehe daraus dein lebendiges Silber / 
wirſt du hierauß die Medicin machen / die 
metlichen Quinta Eſſentia (welche eine uns 
tgängliche bleibende / und allezeit ſieg⸗ 
te Krafft iſt / jaein helles Licht, fo eine 

| iia ítg; 


E 


ES 


Irerforfdjen/ ob man doch dergleichen uns 


en / dann in pen Thieren ift es unmuͤglich / 


Auichael Sendivogius. 


871 





$74 


cket / mit wahrer Guͤte erleuchtet) gencnr 


Wort o(fenbabre/ fo wiſſe / daß bit Qui 


pie Sinabe erfanget z daß er ibm in Du 


: gtiiBftya/ on a einen folchen Mi 






























( 
T 
ji 
"Jl 
1 
I 
j Á 
i 
M 
Ai 
M 
| ii 
ul 
Wi 
i 


PANDOR A; | 
— Seele / die es nur einmal — 


wird. Sie ift der Knoten unb das Bat 
aller Elementen / welche fie in ſich begrei 
fet / und der Geiſt / der alle Dinge ernebre 
vermittelſt welchem Die Natur im de 
Univerfo ihre Wuͤrckung vollbringet:& 
ift die Krafft ^ Anfang und Ende all 
Wercks. Und Damit ich Dir alleg in eine 


1a eflentia, und das verborgene Ding 
fers Steing anders nicht ift / als unfel 
Viſcoſiſche / Himmliſche und herzliche S 
le t curd) unfere Meiſterſchafft auß fein 
Minera gezogen / die ihn allein seugetfl 
And daß ung unmöglich ftp diß Wall 
durch die Kunſt ju tege zubringen / den 
bie Natur allein gebieret folches / und dig 
fte Waſſer ift. der allerfchärffite Wein⸗E T 
fig / der das Gold zu einem reinen ES! | 
machet / ja fie ift Diefelbe gebenebepete 
tur. die alle Sachen gebieret / welche ibre idu 
Crfüulung ober Patrefsction allerbeft ti Ln 
einiger 'ft/ uno mit ihrergrüne viel Garbti bh 
zu erſcheintn verurſachet. | 

Nicolas. Flamel ; 5 
(I) Wer von dem Datter beg fid te lu 
fern,‘ 
Leben Das unfchäßliche Kleinod den © ci it 
der Weyfen verlepbet/ ver fan nicht all eit 





9 
AP 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
it —* die * Welt mit allen ihren 
m en nicht vergelten mag. 
Bum andern vertreibt er alle Kranckheiten 
ipic fie ſeyn mögen biß zum verordneren 
Biel deß Lebens / da dann der Gift deg 
Menſchens / gleich einem verlefchenden 
ſecht / ſanfft abfcheider / und hindurch in 
fie Hand GOttes gebet. 

D. Bu dritten tíngirct er alle Metallen in 
| jolb/ das beſſer st als es fonit bie Natur 
eifür zubringen vermag auch Fönnen das 
dir unedle Steine und fehlechte Chryſtal⸗ 
[n zu allerebelften Steinen warhafftig tins 
[i —2 




















Michael Sendivogius, 


uim ich habs gefagt / daß der 
| llerhoͤchſte die quintam eſſentiam 
ber fünfft Weſen erſchaffen hat / 
elches außgezogen wird aug dem 


haffen von GOtt) mit Menſch⸗ 
her Kunſt / zunennen mit dreyen 
nen Namen von Philoſophen 
m auffgelegt / und wird genennt 
iua ardens, dag brennend Wafler / 
ima Visi, die Seel des Weing/& 
iritus , und Geiſt / & aqua vitæ und 

| afi des Lebens / unb foann du 
a SM sg daſſelb 


orpus ober Leib der Natur (ers 


ot 


3 





874 










PANDORA, v] 


baffió eecbergen wilt / (o mat d 
nennen quinram effentiam bgé fan jd 
fc Beien:; Dann es bat fein Na: 
tur / und diefen feinen Namen baba 5 
die Dbilofopbi niemand woͤllen off 

nen/ fondern die Wahrheit mi : 
tonem begraben laffen.Co) ———- 


ORT verſpottet fie berroegen nur Di 
Unmeife + mwelcher den We⸗ 
rechten Medicin nie geſpuͤret hat. dan 
pie Spötter haben nicht hierauß gnug eit 
ſolche Wurtzel und edle Medicin zu erken 
wen / welche alle Kranckheiten bei " 
Gluͤckſeelig iff ber Menfch welchem Sol di 
die Zeit unb Dag Leben gibt / zu dieſem fail 
bea Weſen i Fommen/ unangefeben/08 In 
er möge alt feyn. Dann Geber fagt / to ' nn 
wol die Philofophiz fo e8 gehabt/ alt gt T 
weſen fenn/fo haben fie Doch in ihren alte 
Tagen fid) Darmit beluftiget. Wer folche ii 
bat/ ber befißer alle Gitter und gro b 
Reichthuͤme. Con einer Untz / ja tinems Eu 
Fan er ftetigsreich unb gefund feyn. D liy 
muß endlich bie Ereatur fterben / und ſ id f 

an GOtt und ber Natur begnuͤgen. €. 
ift eine Hertzensſtaͤrck / und mehr bani = 
a" 


I: 




















: | 
Bu 
? 


P 
T 


Guͤldene Tinctur Es ift Dag Elixir/ Q r 
Waſſer des £eben/ in welchem alle Were t | 
und Jing beſchloſſen. Es ift Dag "m 


j 


. Oder Evelfi®ab Gottes. 

gm vívum , Sulphur; und in meinem fchaß 
erborgene Gold / das unverbrennliche 
el / das weife beftändige und guͤſſige Saitz 
er Stein der Philoſophen / welcher in kei⸗ 
erley Weg / als Durch natürliche Kunſt 
nd menfchliche Wiſſenſchafft / fo hierin 
5üiffe thut / mag gefunden werden. Ich 
lage dir nun frey herauß / daß du Laborant 
fone mich ( Natur) das Werck nicht voll⸗ 


Diener darinnen auch nichts verrichten 



















a3 Werck in ſchlechter Zeit erlangen. 
: Waſſerſtein der YOcifers. 


Fucht als die Element des Waflers/ 
rd darbey angezeigt daß es vers 


Jas Element des Waſſers mibers 
»ártíglíd) / widerſtaͤndig / daß es 
rr Lufft / wird damit beftábtíaet/ 
aß der Lufft zerbrüchlich und ver: 
mderlich ift / alsdann feheinbar ift 
Jj ber Hebäahrung und Wachſung 
tt Spinnen und der ‚Fliegen : diß 
Aber bleibt ungerbruchlich / fo es 
»obl eingefchloifen und behalten ift 
J vor 


10g : durch mich aber und dich wirft dw 


I Und daß es nit falt fepe / oder 
rennct wird / demfelbigen ift doch — 


(dt warm und feucht fep /. als 


875 





- — RD RR EAR e Tr e — 


&76 


wird hiemit augenfcheinlich bedeu 


nnd die hitzigen Kranckheiten min 


niit angenommener Crfabrnüg am 4 



















SOPANDORA; : il 
oor Verrichung und Außfliegung ſ 
Daß es nicht falt und trocken (epe; JU 
fie die Erden wird / bieben wiri 
angezeigt daß c8 miechtig wircklichſ 
iſt und mächtig higiger und todrgui 
met. Daß es aber auch nicht bigig: 
und trocken fepe / als das Feuer; : 
Id 
AN 
dert und leichtert / als ic) bann ber 
nad) beivahrenmill. Daß es abenkil 
unzerbrüchlih mache / und vor 
Zerbruͤchligkeit behalte, das will ich 


tet / daß es hitzige Dinge kuͤhlet/ 


zeigen und bewaͤhren: Dann. weh J 
cheriey Voͤgel oder gemetget;s (eif did: 
oder Fiſch darein gelegt verbe / fo) i 
bleiben ſie friſch und unzerbruͤchlich y 
als [ang fie darinn liegen / mie pie 
mehr wird eg ein lebend Sieb 
und unferen Leib vor aller zerbruche 
lichkeit behalten. Diß ift bas fünf 
tc Weſen / ber Menfchlih Himmel 
welchen erfdbaffen bat der Allen 
bodfte/ zu Behaltung .der: vie 
Qualitaͤten oder Complexen b es 

| Menſch⸗ 


n 
2 
mu 
/ J 
IN 
T 
Lo 
An) 
n 





- o Edelſt Gab GOttes. 
1 3 enfchlichen Qeibé / wie auch den 


















L mtr eig / und weiß auch gewißlich / 
ß die heutigen oder jegigen ‘Phi 
bfopbi und Artzet dieſe quintam cf 


iod) auch fein Wahrheit / nod) Tu⸗ 
henot: ich will dir aber mit. Huͤlff 
I^ »tteé hie unten offenbabren fein 
Meifterfchafft / und íd) bab dich 
iud) bißher gelehrt ein. verborgen 
Je eimlich Ding von dem fuͤnfften We⸗ 
"n: prs (f / der Menſchlich Him⸗ 


| 4 


» Lchym: Dear? was hat er dann ih⸗ 

Pal gegeben für feine Erledigung? 
3 
m einer aufflöfee und freymachet / ſo 
inem Königreich herfchen ) bindet fie/ und 
| Lm fie dem jo ibn erlediget 7 zu Unterthas 
ni in die Hand / auch ihre Reich zubefißen? 
Ä b Das noch Bielmehr ift / fo ift ein Spie⸗ 

E feinem Meich 7 darinnen man die 
"née Welt befehen Fan 7 welcher in diefen 
| lege! fiehet / der Fan darinn bie drey 
uheilder XBeißheit ber gan&en Welt fin 
"ununpérlernen/ und wird fo weiß indie 
A erepen — werden als Ari- 


1 


1 


Himmel zu Erhaltung des gantzen 


entiam gang und gar nicht wiſſen / 


imm: Dren Königreich dann wann 


herwindet er feine Huͤter ( melche jegt in 


 &e:. "i 





378 


in diefen Spiegel gefehen haben / wie CE 
Seele fepe erfchaffen worden 7 daraus bf 


Influenfen in Die unterm Dinge und tul 


auch fie e$ gehabt haben / fo Fan er Fei 


genug / wann fie Fönen fprechenvalfo hat Art? 


OPANDORA | 
ftoteles und Avicenna gemefen / und vi 
anbere/ / welche wie auch ihr Boifahrei, 
























ben fieerfernet / der himmlifchen Kräfte, 


pie Satur burd) Das Gewichg des euet 
alle gu wegen bringt / wie auch den Lauf), 
Sonn und Monds / vornemlich aber of. 
allgemeine Bewegung, dadurch feine Mug 
ter ingieref wird/ Darauf haben fie crfan 
pen Girap oer Wärmey Kaͤlte / Feuchte und. 
Truckene 7 und bie Würckung der Kräuf, 
und aller Dinge’ dahero fie die befte Acıı 
te worden feynd. Dann mwarlich fo df. 
Arge nicht weiß warum ein Kraut fo 00]. 
alſo warum / es in Diefem Grad tvarmg ^ 
warum trucfen/ warum e8 feucht fep/ nich * 
aus den Büchern Galleni, oder Avicennff 
fondern aus dem Licht der Natur dab" 


fundamentlicher Artzt ſeyn. Dieſe Ding 
alle haben fie fleiſſig erwogen / und ihnn 
Schrifften den Nachkoͤmmlingen Bintelf 
laſſen / daß ſie die Menſchen zu hoͤhe 
Sachen anreitzeten / unb lerneten DE" 
Schwefel erledigen / und feine Band auf! 
tbun : Die eut aber biefer Zeit halten ib"! 
se Schriften für dag cnblicbe Fundament] 
und fuchen nicht weiters / meynende / es fem 
ftotelis;alfo hat Gallenus gefehricben. Ach ! 
j ^im 


'— 























| (poet Edelſt Gab Gottes⸗ 
And was fagt ihr mein lieber Herr / kan 


5üd) erkennen ? Stimm: Die alten 
Shilöfophi ^ haben ihre Recept aus dem 
iecht und Brunnen ber Natur geſchrieben. 
llicb yiii. Wie dag mein Herr? Stimm: 
Merck / daß alle Ding in der Erden auß 
lépen Anfängen generitt / und erzielt 
Dorden/ zu Zeiten auß zwehen / denen doch 
Po "dritte anhaͤnget / wer alſo die Drei 
Infäng unb ihr Gewicht verſtehet / toit 
jtoie Natur zuſammen feget 7 der wird 
Anfehroer auß der Kochung oen. Grad des 
Juers in felbigem Ding / ob t8 wol oder 
Pel / ober mittelmäßig gekochet / 0b t8 
gel oder wenig verfiehen Éónnen / dann alle 
| 1b6cddb3 fónüen von denen / fo Die 
Ken Anfäng verfteben erkannt werden: 
Ilchym Und wie gehet bà84u? Stimm 
Birch das Geſicht 7 ven geſchmack / unb 
Jeruch / in dieſen dreyen Sinnen werden 
drey Anfaͤng und der Grad der Ks 


A 


Mat / der Schwefel fen eine Artzneh 
E Say et iftfelbft der Arkt 7 unb 
Wilde ibn ausden Banden erledigen des 

n gibt er zur Danckſagung fein eigenes 
Blur zu einer Argney. Alchym. Herr 
Ann citer die Uníverfal - Mediein bátte/ 
Wt lang Fönte er fid vor Dem Todt ver» 
ihren? Stimm: Biß zu dem Zielfeineg 


ſe Artz⸗ 


|a 


# , 
"— a 


nan denn ein Kraut obne das Kreuters 


Bung begriffen. Alchym. Herr man - 


Mbens/ doch muß man vorſichtiglich dies - 


87» 








Kunſt erfahren / die der Krafft Diefer Ar; 


, flieffung und einzugeben den Im 














 PANDORA. — 
fe Artzney nehmen dann es feyn viel mel T 
eut durch biefe Artzney vor ihrem Ziel ung 
Fommen. Alchym, mas fagt ihr mein Der 
iſt ſie bann ein ifft ? Stimm: Halt ol! 


‚nicht gehöret/ daß eine aro(fc Slamm Fer! 


er eine Fleine vergehret : G6 feynd viel Phi, 
lofopbi geweſen / bie auß frembder échrolb, 


nep nicht fo tief nachgefinner 7 ja je Frál N 
tiger und fubtiler bie Artzney geweſen IE 
gefünder haben fie Diefelb gehalten ; fo God! 
ein Grad viel hundert Graͤn der Metalle li 
durchdringet / mie viel mehr den Menfchläh) i 
chen Leib. Alchym. Her2/ wie muß ma m 
fie bann brauchen? Die Stimm: Sie hg 
ben fie gebrauchen follen Daß fie die natürtiW 
che Wärme mit Staͤrckung ernehret ung! 
nicht verzehret. Alchym. Herz / ich Fall 
Diefe Argney machen. — 7 jJ 

AMAT | Michael Sendivogim y 
Die ander indago, oder Erfo 
ſchung nemlich der Sonnen 3o Sin 


fan des Lebens in uns, und si N 
| zieren unferen Simmel. UF, 
Aber gleichtoie der ober Demi 
nicht allein für fich einflöft bie Bas, 
haltung in der Weit / und Die mund 


verbarlichen Einflüß/ fondern purd E 


— 


— 


Gder f&odft Gab Gottes. 


jie Tugend der Sonnen und der an 



















|n nel / baé fuͤnffte Weſen/ will ge 


Id yn / amb vergleihten Sonnen / 
oer weihe Sonnen aud dag 
i ge nicht wirefen möge bag Ce fie 
l |rerebr oder zerſtöhre 7 Und id) 
j dir duch i unerdichter deeds 
ho mit guter gewißne / daß dieſt 
t Teücbtéte Sonn / unb dud) [rem 
antz und vom Fkuer unzerbrüch⸗ 
it b die bà Cinifiopt bit Unzerbrüch⸗ 
tit und Wurtzel des, Pebéns iri 
id ind diftat esm uͤglich it als 


llib / tie auch erſchaͤffen it zu De 
erting unfers Hinimels/ und zu 
)rén die Fnfluerg und Einfliep 


g bé? quinte ellentiz; (3) 


Tenia cc lata cum terrà, | Oportet 
? tonjángi füper thorümiamicitie. Sic 


haare per univerläm vitám fegnabit: 
"tà e(l corpus grave, inineraliufa rmairis) 


| ín fe illa occulte fervet; licei arbotes 


| 
Al 
a 
fr 
w 


Im. Ref | quA 


ern Siernen / alſo aud) biefer Him⸗ 


rt werden rait einer wunderbarli⸗ 
yn / ſchoͤnglaͤntzen / umzerbruch⸗ 


) obéi erleutert Bab in Wife. 


nimalis niuis 712 Colam eftid,- 





881 


' dimittit, atin principio. confaía fimul omnl 
Javi: Chaos etenim nofttum eft caafí min, 


. falisterra, coagulationis fug refpectu, & ti, 
"men aöt volatilis, intra quod eft ccelum ph 


untern bewegen , ‚serrinigen 7 ſchwaͤnge 
























f Y £3 a en i6, $i UE Wi i Pol: 
Quo luminaria magna cum aris circumvollh 
vuntur, fuasque vires trans aera. ad inferioi 


ecerechäos, ^ Ecce fan&e veritatem propi 


lofophotuin in centro fao, quod centrum qi 
zevera a(trale , irradians terram ad usque fil. 
peificiem fuo jubare, | T 

& Anonymus Philalerhll 


(a2) Wann tvir bie Satur betrachteif,, 
1o befinden wir / daß fie quB der Ewig 
ihren Urſprung / und GOtt ber Allerhoͤch 
fte dieſelbe in Das irrdiſche Geſchoͤpff ae 
tzet / als ein groſſer vornehmer Kuͤnſtler od 
Meiſter feine Geſellen in bie Werckſtan 
darinn zuarbeiten was er inen. befihlg 
Dieſelbe beſtehet nun bloß in Dem ZG: 
Gottes und muß wuͤrcken wozu (ie Go 
ordiniret / mit eben Der. Gewalt als DE. 
Meiſter über den Geſellen / will GOtt 
muß die Natur / will GOtt nicht / fo ftl 
get bie Natur; Ihre Giebáütffen. toomit ll, 
grbeitet iff das Obergeſtirne ſammt DIE. 
Planeten / bie haben ihre. Gieifter fo mol, 
als andere Geſchoͤpff wodurch fie fichb 
wegen / die müfjfen auff ihren Befehl auf: 
and abſteigen / durch ihre Afcendenten ung, 
Defcendenten : die oben Kräffte mit DIR 


. Oder Edelſt Gab GOttes. 
nd alfo herfür bringen auf. der untern 
Beltz mas der Schöpffer in der Erſchaf⸗ 
lung außgefprochen und befohlenhat/ und 
Tod) táglicb / ftünblid) augenblicklich befihs 
tt; Diefelben Fönnen wir mit unfern Aus 
Tea nicht ſehen e8 fepe Dann mie GOttes 
Julaffung/ welches doch febr wenig Men; 
[ben wiederfähret. Die Natur nun or» 
Tuiret jedes Gefchöpffund erhält es bare 
Iinen / als e8 der Schöpffer in der Gr» 
Ihöpflung befohlen; als Die Animalien 
Inimalifch/ bit Vegerabilien Vegetabilifc/ 
Tt Mineralien Mineralifch und fo fortan; 
Much folcher geftalten als es ihr vorgelegt 
Tirb/tbeif8 bon dem Schöpfferfelbftstheils 
Ich deffen Willen / von beffen vornehm⸗ 
"in Geſchoͤpff/ ven Menfchen / welchen 
Det zum HErrn als einen Vice-Roy über 
Pirrdiſche Welt aefebet bat / mit dieſem 
"WMiorbebaít / bag deß Menfchen Willen 
IGottes Willen gebunden und jener 
Win biefen nichts thun / würden / befehlen 
Wd vollbringen vermag. Zu dem Ende 
Braucht fich die Natur ibrer Handwercks 
à ge/ gleich toie Der Geſell inder Werck⸗ 
tt / welche von eben Der Materia gemacht 
Wibie Materia fe[bft darinn gearbeitet wer⸗ 
Mr foll 7 die von, etlichen tbeil8 Spiritus 
di, theild Spiritus Mercurii. genannt 
ID / fo daift einunfichtbarespoch wuͤrck⸗ 


l4 























l 
j 
| 


i hes Weſen / hat feinen Siß in der Waͤr⸗ 
oder A fo durch die Bewegung fich ent: 
T FAC NER 2 zündet 
E. | 











304. 


 jünbét und. alfo dadurch würcket 7 bad 4 


nichts vom Spiritu Mundi oder Spiritu 


Das ift fein Natur / ift eben fo gar Ül 


turi zu unterſcheiden. Gleich tie ab n 





















,,BANDORA; . U 
nige bérfür bringet was werden fol. Du, 
fe Bewegung  verurfachet die Trarur 4 
tird bon Den Alten die ratur gui 
j 


mannt. Dahero findet man bey den alte 


*, 


| 


curii, fondern fo (ie gefehen haben / Da 


^ 


burd) bie Nermifchung ber Dinge eit a ] 


der Ding herfür kommen / haben fit gefagi J 
9m 
nicht geredet’ ob ſie es gleich nicht fo gena 
betrachtet / man mages nennen mit mal, 
will / iſt eben eingund doch nicht eins / dan n 
bu fieheit wann die Materien zuſamm— 
Fommtn fo exreget die 92atut den Spiritulf 
Mercurii 90er Mund# sur $5erocgung un! 


bit Bewegung verurfächet die Wöärdungn 


tnb durch die Wuͤrckung wird daffelbe Daß 
werden foll. Laͤſſeſt du aber bie Materia di 
leine fo roüritet die Natur Doch fort ul N 
der Spiritus Mundi oder Mercurii [D eiget i | 

lichin der Materia ſtecket / und ein Stuͤck 
Materia mit iſt / gibt ſich in eine Faͤul t Bun 
dann die Natur arbeitet immerfort und ^ 
Spiritus Mercurii ift ein Gift Derimmerfop 
toill/ tnáffet es GOtt fo orbinirt / DII" 
es fo feyn muß ; wann nicht die Statut! 
einer fteten Bermegung twehre 7 fo tüIm^: 
das Welt:Gebäude nicht beftehen Fön" 
Darum ift e$ eine fubtile Philefophie, DI" 
Natur und den Spititum Mundi prr Mer 


Dj | 


E 






















Oder Edelſt Gab Gottes. 
ing eroige Natux / alfo muß auch eine irrdi⸗ 
che ſeyn / welche aufi jener urſtaͤndet und 
ieſe Natur bat ihr Handwercks⸗Zeug / bas 
nit fie arbeiter. S 

(7. e Qebann Berhard Leurſen. 


en Gewalt der Dienichen : Undich 
Jg auch bey der Liebe GOttes 
ann id) folches zu heiligen Evan⸗ 
elifchen Männern geredt / daß ich 
ir dieſe quintam etlentiam mif ih⸗ 
tin eíanen und verftändlichen Na⸗ 
in offenbabren will, (b) 

D C Mm Philofophorum teftimonio 
| S tres funt Elixiris partes, fcilicet, ani- 
ja; corpus, & fpiritus, ‚Anima nihil aliud 
| quam fermentu vel forma Elixiris; Cor- 
i$, eft pafta feu materia , que duz partes 
;dolis metallis depromendz funt: utpote 
'ma ex fole & Luna: materia ex Saturno, 
ve, Venere & Marie, Tertia veró pars 
)pidis cít fpiritus: qui cum fit fedes & ve- 
culum animz , animam carperi infundit , 
hec duo extrema indiffolubili confcede- 
ionis vínculo componit & copulat : quo 
)diatore fublata, anima cum.corpore nun- 
Jam foedus inire poffet. — Hic fpiritus nibil 
| Kkk3 aliud 


Mag in die Hand genommen 
ino gefaflet werden) und GOtt der 
ehren bat die gefegt unb geordnet in 





88g 
: 


38 


"nominibusnuncupatus. ^ . -  Tanladal\ 


Stuffen der Erden / oder von de 


- Gold Hottes/ Sol, Sonn dialogd 


nicht einfach fonber vergleichlie— 


PANDORZ - 
aliud eft, quàm liquor ille formam & mater 
am Lapidis attenuans, & in fpiritualem nat 
ramrevocans : qui fpiritus interdum à 
lofophis coelum , Mercurius folutivus , mei, 
&ruum,azoth, quinta effentia & innumeris alif, 



















Linddas iff das wahr Gold / vo 
der abren Minera / Ader ob! 


Fluͤſſen zuſammen geſammlet(da 
das Alchymiſch Gold / fo es au 
etzenden corroſiviſchen Dingen zu 

ſammen geſetzt ift / fo zerſtoͤhret ee 
bic 9iatur ) unb wird von dei! 
Dpilofophen genannt auram De 
98, uo, bann es iſt ein Sohn ode 
Kindt der Sonnen des Sinimeler 
dannes wird gebohren von dem Ei 
fluß der Sonnen des Himmels / 193 
den Geweiden des Erdtrichs und 
gibt ibm ihr ^3nflueng und Natur 

foerme/ unzerbruͤchliche Subftang® 


und zufammen gefegt.. Darum 
iſt die quinta effentia bae fünffi. 
Weſen von der Natur und 3Dártto. 





















. Oder Edelfi Gab Gottes. 
tbi t6 Himmels / und unfer Sonn bes 
$ himmiel bezieret / und diefe zwey zu⸗ 
fanimen gethan einflieſſend in uns. 
Ich fagdirin der Warheit bie Ge⸗ 
f tatit / Stand unb Weſen des Hims 
! neisder Himmlen / undder Himm⸗ 
: hen Sonnen: das iſt / tutiglid 
lin der fterblihen oder tödtlichen 
P Natur / zu Erhaltung des Lebens/ 
i, ind zu Erfegung und Widerbrins 


Ir 
iU Iber[fug und Vollkommenheit der 
prison Geſundheit. Ce) 


T 
ric Reich wieunfer Azothaller Metals 
D ien Samen ift/ vnb von der Nies 
Jur in gleiche Elementiſche Temperatur 
Dar Ib concordang ber fieben Planeten gefes 
Pet worden: Alſo ift auch nur allein Date 
m ^t Velt / die allerſtaͤrckeſte Starcke zuſuchen / 
nd zu finden, Denn in Der gangen Natur 
ER nicht mehr dennein Ding, Daraus unfes 
| Kunſt gehet / das ift ein Stein und 
Hua kein Stein’ und wird Gfeichnäß mets 
E genennet / erfklich weil deſſen Mi- 
a im Anfang aug der Erden in Warhent 
OH» STE 4 ein 


eret fit/ wie die Sonn GOttes den 


ungder verlohrnen/ und zuerneu⸗ 
ing der jugendt / und wird geben - 


n/ und fonft in Feinem andern Dinge der 


$37. 


qu 


Li 


f Stein ift unb tin hart tucken 
» à nibh miro; Zum andern weil er nal, 


"tm flincfender Sulphor hinweg muß) uuo 
— in ſeine Theile ( fo bic Nat 
:feiber zuſammen geſetzt) in ein Weſen gi 


Wachs fluͤſſigen Stein / der Natur nac 
lieblich digeriret werden muß, Weiſt up 
nun was Du ſuchſt / fo fenft bu quc) DI 
‚en unfen Stein denn was du zeug 
totítz deſſen Saamen muft bu haben: rich" 
"£t aber dein Gemuͤth ganklich auff das ci 


umgeben iff. 




















* ^ ma ad Yd -d x Qa" "^ N 
COUPANDORA,- — 
jum, fg wie ein Stein gerftofjen up 


erlörung feiner Form .( bic queor d 


bracht unb zu einemim euer heſtaͤndig 


fie metalliſche Weſen / fo bie Thatur in eif 
Metallifche Sorm bracht. aberuarciff url, 
unvollkommen gelaffenz darina wirſt 
unfer Saltz / Mercurium und Sulphur gai 
zart und sein finden / wieguch das ſaltzig 

de Mercurial Waller / fo mit Der Foot" 


Michael Sendivoginsl 


Die dritte indago oder Ergruͤ 
dung / nemlicb unferer Sternen /3 
ber Zierung unfers Himmels / zu bel" 
Fender Infinengunfere Aimm Is uni 
Sonnen! zu einflieffen oen erſten 
. Anfang des Kebens — 

Ut uns. 


Attz begguget Salomon Eccle: 


Se 


Over feeit Gab Gottes. 

iam erf Capitel: Alle Ding 
jn l p ſchwer / und der Menſch mag 
e nit außlegen / noch außſpre⸗ 
hen mif ber Ned. Unter allen 
j^ Dingen die GOtt erichaffen bat 
is te 23 under in dieſer Welt hoͤchlich 

juerftaunen / und mit Wunderun 
uyermunderen find / daß etlich 
i B incoiícbe (pecies bít & tafft baberi 
am fich zu ziehen die UÜberfluͤſſigen 
Aeuctigfeiten von einem Dre dee 
Slieveren /-. und nicht von einem 
intern unb daß durch die Teram 
am gezogen werden die Feuch⸗ 
Wateiten vom Haupf / vom »alf/ 
Ai ‚on der Bruft/ und nicht von dem 
Mabel / noch anderen Geweiden 
[inb heilen. (a) 


1o Tegäs hoceft facer. Siquidem Graci Ve- 
tes omnia vocarunt digi, quz fuerunt hor» 
1 "nda & magna. 7r«gor amarus acer, Deinde 
4 i nomen r medicamenti etiam Larinis Hie- 
1 on riti, cujus variz proftant apud Aw ho- 
1 s& in difpenfatoriis Formulz, Famolio» 

funt Hiera Picra, quz & Galeni, necnon 





















n 
N 


# Antiochi , Hiera Logadii , Hiera Ruffi, 
des à Archigenis , ; T hemifonis , Antipatri , 
Ex Ca Bruno, 


SEE s und 


eig 


Indromachi, Hiera diacolo cynthidos (qug - 


Alc 


890 


4 
Nm 





















OPANDORMA.-.]I 
um wie aber dag aefihehe ot J 
zugange it (o ſchwer / aud) DW 
bodfta Philoſophen / als Toha 
nes eben Mefue / der auch ° ofa 
nes Damafcenus heilt / in ſeinen 
Dud von den einfachten £irgng 
en / bey bem Anfang fügt. (b) FE 


Melon: Mefues , damalcenus, Fil 
Hamach, Filii Abdela, Regis dama 
Clatuit A. c, 1163. vixit fub Ponuf, Adria 
circa MA 1158, Regiaftirpeortus, | 


Mereklinus, | 


Daß kein andere Lirfad) zu 
chen iſt dann daß fie es vor 
Himmel haben / und teíe aber / od 
von welchem Theil und rt og 
Himmels / baetonnen fie nidf cui 
ſcheiden / noch bezeichnen /und ift Gb, 
50d dieſer Johannes Meſue fo ch, 
treffenlicher Mann geweſen / Dd 
ihn die Artzet ihren Evangeliſt, 
nennen und aufrüffen/ und bic J 
in Der Warheit verſtehen durch DUI. 
undegreiflich Richt Gottes die U 
fac ber Weltlihen Dingen / ſo 
CAS Artzet nicht "ur m. 




















|, Oder Edelſt ab Gottes. 
i erden von ihren Nachfolgern ei 
| €boren / Fantaſien geach⸗ 
llc) Q Ed ut ad ccelum redeamus , iftud. in- 
y. corruptibilem mundi partem ac alte- 
im, fupersoremque antiqui Sapientes mun* 
um appellarunt , & ab inferiori totius alte- 


ll 


iJ 


cet, à Deo fegregatum affirmarunt, Hanc 
| am univerfalem effentiam quintam & na- 
“iralem formam aptiffime vocarunt : inferio- 
im veró mundum , naturz materiam etiam 
aiverfalem , fortnarum ejus omnium (ufce- 
üvam, Antequam à fuo toto ( quod Cha- 
Enominatur ) fejundz partes. ambz fo- 
ntquas diximus, confufe continebat alteram 
jiraque fic, ut poftea vinculum unionis pri- 
la, & amoris in fe retineret , ad alteram 
[dies connedi cupiens alterutra. Qui qui- 
]tm affe&us atque defiderium , omnis gene- 
ionis cauſa ef ,& vere natura dicitur. Hzc 


fat Phyfices noſtræ principia, quz meis la- 


Wisprzcedentibus libellis tra&ata funt, Nunc 
16, qua artificii noftri fupernaturalis prin- 


Hüdamentis, qui tam acriter & perperam in 
Im invehuntur, . Quia hoc proprie nihil 
Hude, quam ars ex naturalibus conftans 
Wincipiis , & naturam excellensartificio, ubi 
[tino quodam arcano, neceffarium e& * 

UE 95530304 : | em 


Ze 
BE 


* 


Il parte , inferiore mundo corruptibili vide- 


‚Hiafınt, videamus , ne carere fuis dicant. - 


‚891 


392 


":adare manibus non poffumus omne , (nf 


"cogimur ad naturz Amilitudinem & imirat 






















PANDORA . 
dem uti principiis, quibus ipfa , qnod alia ls 
bricare nequeamus, ' At ubifuam termi®, 
vit Phyficam , nas metaphyficam inchoamfi 
—— ea quz terminata pet fectaque 
turaliter nobis reliquit , & præparavit, 
ea ſupernaturali quodam artificio plus quii 
perficimus. Etquia czlum nawrz magn. 


fttís necorganis elementa cunda concluddi 


nein , ex naturalibus venari , magifte 
noftro feparationis , noftrum celum. ab j 
puris elementis noftris, ut Chaos noftrum| 

bricemus: à quo aobis inchoandum eft of 
hoc admirabile , quod naturz | magifteril 
excellere debeat, Jam ni fallor, intelli 
cur dicamus metaphyficam noftram , oj 

omne fuperare naturz, Nam feparatio ci 
li ab elements, aut prima divifio Chaos , iR" 
turale non foirartiicium , fed mere divimu® 
ln eo tamen imitari naturam vere dicimg" 
quod per modam corruptionis atquc geneifl 
rionis operemur in hac arte, & eisdem pri 
cipiis utamur y.quibus & ipfa, — Latius; dili 
mus, in quovis elementato corpore natural 
coslum & elementa pro patte contineri: alijff 4 
generari non poflunt, Ergo dum hzc fepf 
ramus, formam & materiam fimiles. habe 

poffumus illis, de quibus ante fui divifionel 
Chaos extitit. Cur igitur in nos | perpera 
iatratadhuc Cesberus 2 acfi ferent impoffit 
lia,quz per hanc docenturartem, — Si cq 


| Ober Edelſt Gab Gottes: 


jm fuperius, & inferiora eleménta per natu⸗ 
m ‚var generant Omnia, cur ex ejusdem 
li partibus, & eorundem elementorum ; 
fotuin natura mediä , per nes una cum ip: 
1 s inclufa hoftris orgänis, fopernaturali ma- 
lifterio primi Chaos divifioni fimili , par 
ur s mundus Non generabitur? fi Deus tatneh 
gan quam annuerit, quo fine petficitür nihil; 
i h re&te fit inchoatum. — Hc eft unica via; 
petvenire licet ad medicinam vbi: 
: i Maler & tnetsphyficam ; indifierenter: 
Ines morbos curantem ; de qua deipe- 
hr modertii Phy(ici; Nönne vident uni: 
rfalibus includi patichlarià quevis; Cum 
Jitur medicina alis ex incorruptibili cxlo , & 
ietitís incOrruptibilibus, aut ad ihcorru - 
Tibilitátem tedu&is fabrefa&ta (it ; & ad uni: 
' Te mundinedum fiinilitudinem , fed tefur - 
ionis etiäm, cür hon valebit] contta cor: 
| xtiones omnes microcoſmi fe refekentis ad 
]« dicinam hanc ? Si tefürrc&ionis myfteri- 
T intelligerent ifti Zoili , fortaffis non dif. 
Mirent à véritate metaphyſica. Verum 
jod corum qui refurre&ionefn ignorarunt 
atgakunt , fedtantur ferhnia, liujus etiam 
áni capaces exiltere rhinime valent, nec 66 
nifünt: Quid ádnas, quanto magis ve- 
i cef feré conabuntur ; nudius incitare 
ác ingenii rüditatem , vel fug meritis 
Icoritatem & c&citatem detegent, 
























| | 


Incerins. 


(«)9f 


T 


2 


394 


Irrthum. Diefer himmliſchen Kräfft 
























Krafft und Tugend / in die untern Corp! 
ratínfüffe. Dana manna ihme einer wo 
te einbilden / folche infuentien geſchehg 
vergebfichen ober unnüglich und wuͤrdſ 
nur über folche Derter ausgebreitet / bate 
nicht wuͤrcken koͤnnen wäre es ein grob‘ 


Einfluß / der ift flätig und immerwaͤl 
rend / meilen die Bewegung/ durch welch 
er herabſteigt / kreißrund iſt als welch 
von (id) ſelbſten anfaͤngt / und in ſich ibd 
kehrt. Und dieſes iſt die Urſach warufft 
bie Ding / in welche ſolche Einfluͤſſung ik 
ſchicht und bie darauß kommen / einerlg 
Natur unb Art ſeynd / als welche unaug 
hoͤrlich die Krafft und Vermehrung ſolch 
Tugenden an ſich nehmen / welche niema 
abnehmen: Und weilen dieſe indueng fi 
nicht uͤber die Himmel erſtrecket / dafell 
ſten wie ich geſagt habe / nichts iſt / fo folgli 
nothwendig / daſſelbige in ein unters und. 
leiblich Ding gefchehen muͤſſe in das 
wuͤrcken Fönne / dann nichts leidet als Dx 
was ein Corpus hat : toaé ift aber für & 
ander natürliches Corpus inder Welt / a 
bie Erd ? Iſt nicht Diefeein Corpus corpi " 
rum, und welche allein für fich felbften bua 
(icben Fan / als die alle qualitates , welch 


ij 


t 


















Oder Edelſt Gab GOttes. 

tinam Corpore ſeyn fellen/ befißer / bie 
ingt/ pie Breite / die Tiefe unddie Dicke? 
t8 nicht Dad Subjedtum, oder der Tas 
| 14 vorgeſtrecktes Ziel / in welchem fie 
Inmetdar totircket / Damit fie teiblich und 
be dig mache. Wo koͤnte fi befer ihre 


L 
iur 
! s 


ffelbige untere Corpus, welches die himm⸗ 
i ye Emfluͤſſe auſſummt / deren Queen 

und Kr Affen jeynd/ durchdringen / er⸗ 
inmen/. reinigen + abfcheiden / lebendig 
Machen vergroͤſſern / erhalten / und wider 
echt bringen. Es iſt anjetzo Feines dit- 
airen8 vonnoͤthen ob die Geſtirn und 
Yimmel/ mit iffem corpore in DAS corpus 
| i ONERE D die Erfahrung/ 
Melche machet / daß man e8 aud) mit dem 
i ferlichen Sinnen begreiffen Fans hebt 


diefen Zweiffel auff. 
; Nupfemen, x 


^ 
EN 


fi 


1. 
moungen ein Wahrheit auf zule⸗ 
nh giſt ober gebort/ fo will ih er⸗ 
E den die Natur ber nothwendi⸗ 
An Sternen/ zu der Zierung uns 

5 Himmels/ daß gemehret wer⸗ 
foc Fluß ber jegt geiuchten quin- 
ellenue und ihrer Sonnen / oben 
erfote 


Bnd sslbringen / alsın dem Corpore — 
Wer Erden ? So iff num die Erde allein 


i. 
| Xber leitemal der falſchen Ver⸗ 


DE 





















BE .sBANDORA m 

— Kfórfdbet/ als vielgemehret wirddR 
Einfluß des Himmeisundder Sof: 
. nen durch den Einfluß der aate. 
| Sternen. Cd) | E 


(4) LE reſtat dicere quomado plane 
* b faciant impreffidnes fuas ir tito Tag |] 
de benedicto. — Dicit autor prælentis opem 
tod fant quidam planet& qui groſſant & fi 
Pimunt, & quídam qui groſſant & exp 
 "mufit, quidàm quifabüiliant, & imprimu 
-quidam vero qui & lubtiliànt & exprim 
quidam tigidát & girat, quidam Re Gre & gig 
Satutnüs e& in Ordine Primus ; & iple gre 
far & imprimit ; & hoc ek quàndo Ipec 
neceſſariæ fünt primitus tritt & àd invici 
mixt®; Jupiter e(t fecuridus, & ipfe Erof 

- & exprimit; & hoc eft quando fpecies Ad 
vicem ampleßuntür ; & lachıymz prime 
Rillant, qu£ dicuntur aqua flegrnaticá, q 
exit Aute fpéciettim folutionem iti cücirBili "t 

. Mars ett tertius; & ipfe fubtiliat & impio 
mit, & eft quàndo fpecies folvunut, '& ag: 
dettillant, Sol et quartus, & ipfe fubriliat 
exprimit, & lioceft quando eft áqua pré parall 
& quando folvuntur ifi ipfa Ipecies nofttæ ng 
nerales, Venus eft quinta, & ipfá rigida 
pitat, & hoc ef quado aqua fepáratut Mi 
Gledr manet cum Ipeciebus, & infpiflätin 
totum, Mercurius eft. lextus, & ipfe Re. 

& dirigit, & hoc ef quando totum de new 


VP pe 
--— — 


M— c 


ra — — 


NI 
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— N» 
“Fr 
















Oder Edelſt Gab Gottes. 


4 folvitur & augmencatur. Luna cft ultima , à 
& fle&it & girar, & hoe eft quando fit pro- 


' habent fuas imprefkones in hoc opere jam 


Magiſter Ortholanus, 


Und wiß daß alle Sternen des 
Bimmels haben ihre influeng / und 
Jin jeder Stern hat fein eigne Natur / 
and ein jedes Geſtirn bat ſein beſon⸗ 
ere influentz und Einflieſſung auß 
Is Beheiß und Drdnung GDfteg/ 
Tiber ein gefegt unb gewiß Ding / als 
Jer Stern Poli tiber den Adamant/ 
and uberdas Enfen/ Luna über die 
u Baer des Meers. (c) 


PE: ut ad penfum revertar, Pyıhago: 

ras l'etrz flores collucentes Stellarum 
culos vocabat, & fidera cceli flores, Et ſi- 
1 it in tetra flores ftellarum colores : íta fin 
era in ccelo terre pratum , inquit Porta, o- 
1 endunt, imó quodlibet fidus in- calo cum 
#0 flore in terra fympathiam babet , ftella- 
mque influxus veluti per pyramidem fuíci* 
fe dicunt, quz in colo bafim, in terra, 


fü T 


* 6 em conum habent, atque in hoc conſen⸗ 


cum ſideribus demotrare, Ut non fit 
ull in terris aui non fic ſtella in irmamen- 


VA 
"BAG 


je&io, & totum eft perfe&um , & fic planetz | 


£ tl ^00 19, 


897 


| 


398 


pote caleftiä aere médiante deotfüm ver 


bie Himmel über die Menſchliche 























iab N DO RN, 
tó;quz influat in eam, jubeatque eandem 
&refcere, & ut indicet unumquodque Aftrurm)) 
infuper haberc angelum prafidem in caelo; & 
Íemen in terrà ut cerrenum fidus; | 
Hinc neceffe fuit, ut aere mediänte, qui pei 
totum univerfum expanditur , cceleftia terre‘ 
Aribusjungerentur, utomnis rerum inferio 
rum fubftantia atque virtus, inde dimanando 
modo perenni difribueretür eisdem , ac ve 
luti ccelüm terrz maritaretur; päranymphun 
hàbens Mercariuin five fpiritum pizfatum 
aereum ; atque hoc pato ccelum änimz vi 
cem , aer fpiritus, terra autem corporis mu: 
nia fubiret, Quaproptet ftatuit Anaxago 
ras, aerem omnium rerum feminä in fe conti 
nere , quibus cum imbié, lioc et acre den 
fato ; demiffis cuncta progigni affeveravict 
Quomodo fit üt omnia vitam influentia utl 


gant; cuncta aütem vitàm ſortita inſtinctu vill 
ciffim ac defiderio quódari fuperiorüm ad ilf 
la ipf furfum enitantur ; utpote uüde ort 
Vires a(fatim inde aflument, adolefcant afin 
perfidantur ab eisdem, — — — ed 
Guilielmus AMenüeui icu 
Sol aber das Gold/ Luna übel: 
805 Spiber und Bilder Menfchen 
Coͤrper / das Bild des Himmeli 


ſchen Widers / über Die irrdiſchen 












Wider. Und wie ein Wagner mit 
dem Nauchhobel in ber Hand die 


" 
d i 
I 


er ſolchen Einfluß der Sternen geben 
„bat / bag fie inn die untern Dina 
inflichen / als wenn er aud) will 
und nicht weiter, (£) 


ub. | | 
20 N Am quamvis Spiritus Uaiverfalis , qui 
uic 4. Nthefaurus natura e(t, in oimnibus re- 
abus fublunaribus refideat , tanquami vitz, con« 
ilretionis & vegetationis principium, nihilo- 
ılhinus in quibesdam fübje&is ad ipfum reci- 
iendum magis difpofitis, magis abundat, Ex» 
implo eft aurum inter metalla , illad enim 
mnibus aliis metallis plus continet, quia Spi« 
Mtus ite univerfalis in hujus rari metalli cor« 
Mus, mediantibus radiis & infuentiis folari- 
fus e(t infertus : Sol enim ei fpiritus bunc 
Matticularius & «cum majori affectione quam 


impathiz naturalis inclinatione e:gaillud fer- 
Bt. Inter vegetabilia, — vitis plus de hoc 
Liritu Univerfali participat ; quàm alit:d ul« 
Em. Inter animalia veró homo plurimum 
B hoc Spiritu accepit, Et ficuti aurum ia 
Bt metalla eft cor objedtum «moris influen- 
Di | 2£tl 2 tiarum 


|| 


|. Bode SEdelſt Gab Gottes. 


troͤg macht / dieſelben nicht minder. 
waußmachet / bana [o ers ohn den: 
Rauchhobel machte. Alſo regiert 
auch GOtt die Welt nicht minder / ſo 


Beteris metallis communicat, quia majori _ 


355 


900 


& aptum. Mars qualitates fuas ferro impr 

































FAINDUORKA, 
tiarum pulchercimi iftius altri; ita quoquc ho: 
preciofum minerale, potentifimum , adzqua 
tum, & conveniens e(tad cor hominis forti 
ficandum, & plurimos morbos illud quotidi 
infeftantes, per infallibilem proportionem à 
analogiam fugandum, : 

Luna eandem in argentum habet facult 
tem & operationem, quaillud ad cerebri hui 
mani infirmitates fanandum reddit idoneun, 


1 
J 


mit, ad effe&us à veſicula fellis procedente" 
corrigendos: Mercurius argento vivodomil 
natur illudque pro hepatis bono fpecificumg| 
reddit: Jupiter influentias fuas ftanno definaff; 
eique excellentem virtutem pulmonibus má 
xime proficuam communicat , Venus cup 
dominatur , illudque potentiffimum redd], 
ad renum fanationem, Tandem Saturni 
plumbo prafidet pro Splenis confervation 
contra morbos ipfam affligentes. Qui 
omnia fiunt per fympathiam feu correfponfi 
dentiam, quam corpora coeleftia qua fpirit 
Univerfalis funt in&rumenta, cum feptem mq. 
tallis & feptem partibus corporis humani hi 
bent. Henricns de Rochi 


Und behalt in deinem Sere 
das zwiſchen den Sternen und By 
dern des Hinimels auß einen X bed 
und zwiſchen den irrdifchen DU 
gen / uber Die fie fonderlich m 3 

| dfe 


«X 


- Oder Edelſt Bab Gottes, — 
fen / ein folhe Verflaͤchtung unb 
Derfnüpffung der Liebeift/ als Ari 
ftoteleg fpricht/ Daß der Himmeleh 
zerbrech / eb ofcnatur in diefen uns 
dern Dingen ein Bruch des (abren 
bar / derbalben will ich dir offen⸗ 













baren Dielen Einfluß / und das 
Band diefer Kiebe / zmwifchen den 
Himmeliſchen Eorpern/ und die be⸗ 
Friffenen Ding ín oder auff dem 
Erpfrih. = Betracht und fohau 
wie die Schiffleut auff dem Meer 
lein Nadel anbefften mit bem Stein 
Adamant / unddamitfie Fehrenge 
Jaen dem Sternen Doli. Woher 
ibat die Nadel daß fie fich allweg 


kein ander Drt fehrt noch wendet ? 
IKommt obn Zweiffel daher / daß 
als wol das Eyſen alsder Ada 
Mant / auf geheiß und Ordnung 

GOttes durd; den Einfluß dieſes 


© eir. 


mb ohne Mangel gegen viefem - 
Sternen febrt / und fid (ont an 


9er | 





902 


. groflus (it , nihilomiaus furfum femper tend; 
- dit, quafi à fubftantia corr 





















\ PANDORA, 
Sternens/ darum fo fert fie ſich 
gegen demſelben allweg allererſt / ale 
gegen feiner gleichen. (g) 


(De illa Dez Pallas & VellaDe ignd 
Äuperiore & inferiore quarum fupr: 
fada et mentio , utraque virgo & caíta 
qualis etiam eít ignis, duos mundi ſenſibili, 
ignes nobis reprzfentant : Pallas videlicet cz 
 leitem, fupertorem, & Vefta Elementare li 
inferiorem : Hic licet illo magis materialis 8 


ili cut alligat. 
tus eit feexcricare conaretur, ut inftar animal. 
, la corpore incarceratzab omniimpedimeng, 
to liberatus ad originem fuam primam und« 
prodiit, redeat. 
Jgneus eft illis vigor & caleflis origo, 
Seminibus, quantum non naxıa corpora tank 
dant , ENTE 
Terrenique habstant arıns, moribundaquij 
membra, z 
Alter ignis huic oppofitus , quifubtilior mul 
to & eflentialior cít, verfus terram vergit, 
quaſi uterque fibi ia mutuum  occurfum ve 
nite certaret ,, duarum pyramydum inftar 
quarum fuperior baíin iuam in Zodiaco collo: 
caffet, inquo Sol annuum curfum per dua: 
decim figna peragit: Decujus Pyramidis cuff 
pide acuminata, defillant in * inferiora 
omnia qua ibi prockcantur & vitam habent: 
d | | secuu⸗ 


E. zy 
. Oder Edelſt Gab Gottes, 
Sccundum veterum Aftrologorum ZEgyptio- 
rum do&rinam, quod vidclicet nihil produ 
atur in terra &inaqua , quod non ibi femi- 
natum fuerit de clo , quod agricole inftar 
fe habet , qui ejus culturam exercet, calorem 
Huontei inftnuat, & per efficaceminflucntiam, 
"totum ad perfedam & completam maturita- 
Ntra deducit, Quod Ariftoteles quoque im 
fuis de Ortu & interitu libris confirmat, Ignis 
Nuten inferior pyramidis faz bafın terra affi- 
tam habet & unam ex fex cubi faciebus prz 
Me fert , cujus formam & figuram Pythago- 
Itici ei attribuebant, propter ejus formam & 
linvariabilem ftabilitatrem, De cufpide acu- 
Tminata hujus ignis inferioris vapores fubtileg 
furfum feruntur , quifoli & czteris corpori= 
bus czleftibus nutrimentiloca funt, ut Phur- 
[nutus cum aliis fcribit, Veſtæ, ignis inex- 
Finguibilis tribuitur inquit , forté ideó quia 
jotentía ignis qui eft in mundo, inde fuum 
autrimentum capit , & quod per illamfol fub- 
Miti. Hoc ek quod Hermes in tabula fua. 
maragdina dicit, Quod eft inferius eft ficut 
mod eft fuperius & € converfo, ad perpe- 
randa miracula rei unius, Rabbi Jofcph 
Parnitoli filius , in fuis portis juſtitiæ inquit, 
fundamentum omnis ftru&urz inferioris 
upra et affixum , & ejus culmen hic infrà eft 
icut arbor inverfa. Home igitur arbor fpi- 
fflitualis ek, in deliciarum paradifo plantata, 
Zyui ek terra viventium , per radices fuorum 
=apillorum, Secundum illud quod in Can- 
OD la tic, 7. 




















905 


——— Era E CE 


‚904 




















PANDORA;- 


, Bey. extat. Come capitis tui ficut purpullli 


Regis juncta canalibus, ruri m 
| Blafius Vigener 


Riber ober fommt bod) da 
Daß to oft der Dion allweg auffg 
bet; allwegen und ohne geprefien o 
Fluß des Meers anfaber auff" 
gen / und wann er kommt zu de 
Mittel des Himmels / fofabet es qi 
abſteigen und mann der Did 
kommt zu dem Deewdent / fabet Mi 
tpiderun an auffiieigen / bip edba 
der Mon fompt zu dem Winckel dir 
Erden / dafelbit fabet das Dies 
wider an abfteigen / bif der MI 
widerum  auffgebet / und nad tf. 
nen puncten des Mons / fo geſch 
bet allweg zwey mal des Tags 0 
Fluß und Widerfluß des Dieerefu 
und geichiehet doch DIE nicht warf 
der Menfch fompt zu den Punch 
des Himmels oben erzehlt. Gar" 
um aber der Sluf und Widerflig 
bem Mon nachfolget / und nichtdN,, 
Sonnen, mird damit beivahr! 
daß der Mon fonoertíd) einflet 
uͤber das Waſſer / und Darum pol 


hy 
T 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
Sihm nad) mit einem unfichtbaren 
‚Band der Liebe / foie aud) em 
Mann mit unfichtbarer Liebe na 
urlihdem Weib nachfolge / oder 
wachlauffs bem er hold iſt / und der 
ungerig ber Speiß/derdurfligden 
wrand.(h) 

















4h) gE4 quis emnium przcedentium nature 

. mirabilium caufam reddiderit? quis 
"alidarum , fontiumque no&u ferventium , 
Ihterdia autem gelidorum rationem affignave- 
it? quis zfum marinorum , fluminum tam 
llarie reciprocantium caufas unquam explicare 


Wat aifignare potuit? nifiLunz aquarum patenti . 


: dominatrici illas tribuere cogatur,qu& freta 
[itoliendo attrahendoque in altum, elevari, ac 
eluti ebullire faciat, eademque denuo flatis 
icibus remittendo relaxandoque ad littora 
[onfueta devolvi permittat, atque id prolo- 
drum fitu, poßtione , atque altitudine varia 
Mtiusautrardiusevenire: cæleſti enim virtute 
uz regularisac certa eft) id fieri neceffe eft : 
pn in vifceribus feu concavitatibus terreftri- 
Bis excitato tanto fervoreid fieri confentane- 
m, multo minus ZEolos ille fabulofus : 
E Lotlantes Fentos, tempe[latesque fonoras , 
B dmperio premit, ac vinclis & carcere frenat, 
B Verum Lunz fidus aquas fic exercet , ne 
iícendo feu flagnando corrumpantur, M- 
: £l, ftum 


905 


$96 


-abíente ceflat effe&io , caufam ommes ( 


. Xeferri stum, non ad motum : verum urf 




















PANDOR A; 
fum fuper terram fieri , inquit. Fgancif 
Voleſius, à corporibus coglefıbus notius Bi 
quam ur quispiam poffit addabitare : tanfllun 
lios caufam referri in motum Solis maxirähilg 
e(t & aperti(fimus Ariftotelis error, non erf 
minus auttárdius movetur noGu quam int, 


diu, fed minus illaminar, td, 


Quare cum eum quo præſente fit , & qii 
cenfeant , confat , inquit , ad lumen deb 


que non leviter. hallucinatur dum hic S4 
lomini, ille verà motui ejusdem accepti 
debere referri mari zftum autumat. . Levis 
autem Lemnius Zirizzus ,. medicus at 
Philofophus egregius, diverfum à przdk 
fentit libro de occultis rerum miraculis , 
de Lunz poteflate verba faciens (ic hab 
Oceani quoque zftus excitare , videlicet 
nam, caulamque reciprocandi illi przbel 
non eft quod quis ambigat, Siquidem cd 
perfpicimus filenti atqueobfcura Luna, eac 
vel medio orbe diffe&ta , vel in cornua falı 
ta, five augefcat five minuatur, non ullos pt 
pemodum fieri aquarum concurfus, nech 
ullam altitudinem attolli oceanum , quzcuß, 
que £tiamlittora allait; rurſum ubi cum SE) 
congreditur, aut innovari incipit, autin qi 
bem circumdata confpicitur , maximos € 
citari æſtus, flu&usattolli in immenfum,g 
alió , quam in Lunz motum fluxum , ref 
aumque Oceani referat ? ut enim — 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
(trum allicit, fic fidushoc proximum, mare 
& £ hit concitatque, | | 













Nam cum Luna oritur, Oceanus circa 


fig plagas devalvitur , nempe orientales, pat- 
ll occiduas deferit quum vero ad occafum 
Ifpit, inillis partibus crebefcunt flu&us, in 
|keró . quz ad ortum fpeGant, detumefcunt, 
qjue affluentius vel parcius pro incremento 
"eCtuque lucis, quam lunares radiis exhi- 
ht. Huc usque ille. 
It Ceffat itaque Ariftoteles , ut fertur , ob 
Mis atum przli&um , non intelle&um, 
Ihnire, qui ne minimum quidem caufz effe- 
ſcis (quam in nudas rerum qualitates cum- 
mis retulit) vereac reipla ; citra experien- 
lin adfequi potuerit, Sequamur itaque fa 
Iram literarum documenta , oracula atque 
fimonia Vatum „ac inprimis Moyfis atque 
vidis, caterorum- Prophetarum theodi- 
torum , qug cum veritate atque experien- 
Woncordant, Non fané, inquit przdiGus 
Minus Lemnius , quisquam ex ollis Philofo- 
rum, aut Khetorum, aut po@tarum fcri- 
|, tam uberem atque copiofam do&rinz 
[rem, tam falutare anima, mentisque pabu- 
Jeſt percepturus, quam ex uberrima at- 
J| inexhaufto divinitatis fonte; illorumque 
tulis , qui divíno afflatu faerint im- 
QGulieluiss eI eeuncur. 


E | Alf 





90 


4 


in nt nen 


— — —— — — — 


908 




























»PANDORA, dL, 
Alſo auff mein Sürnchmen | 
faa id ohne Betrug/ daß die St; 


nen / die ihr influeng haben UM i 


das Haupt / Halß unb Bruſt 
Menſchen / als da fino bic Stern 
des Widers / Stiers und Zwillirh 
ſonderlich einflieſſen / uͤber bie 1e ; 
pigram , alfo daß fie ein jondh,r 
Krafft und Tugend bat/ auf 

Heiß des erſchafſenden GOttes 
fich zu ziehen die Feuchtigkeiten 
den Haupt / von bem Halß/ ul 
vonder Bruſt ‚und niht oon iJ 
untern Hliedern / und alío fag | 
aud) vonden Specien oder Argı 
en die die Seuchtigfeiten an ih], 
hen von den Anyen/ Schinbei 
unb Fuͤſſen / daß diefelben cin 


auch von ben anderen gefagt : DE 
halben mann ou wilt mit der qu k 
1a cífentia und diefer Sonnen, 
len deinblod Haupt / fo folt bu il. 
Einfluß des fünfften Weſens ub 
ber Sonnen mehren mit E " 


: /]l 


Doer Edelſt Gab Gottes. 
p / die geboren find in der 
ternen. Einfluß des Zeichens Wi⸗ 
te/ als es dann iſt in ber Lera Pi- 
a, und dergleichen Die au. dem 
aupt dienen / und aifo iff auch 
Indem anderen zu (agen; alsdann 
irft du mit unferer Sonnen und 
n irrdifchen Sternen thun ein 
zirckung GOttes / die da wunder⸗ 
rlich iſt in den Heilungen auf vem 
dtrich. (1) 
i A Stra in horasmutantur, nec ulli homi- 
ni tam funt explorata , ut eorum vis o- 
às pateat, Quia non poffunt impedire te 
‚franges vitrum, quomodo pellent alias 
xas? Ef & incertus calculus ; multique. 
Kronomi noras in chartis olim defcriptas 
Wiaantur, à toto errantes ccelo, aut in eo 








W 










Libavins, 


(ii) Non neceflarium ef Rellarum fitum 
'"Mervare, nec expectare ad opus nolirum 
mponendum, Geberlib. 1, c.ır. Noac& 


WMillliceffarium obfervare ortus & curfus caleiti- 
dl i fignorum , aut afpe&us Planetarum, yel 
(ul npora anni, aut dies, vel horas : quia hu* 
"" lb lapidis noftri generatio cft omnino nata- 
UR ralis, 


969 





E 


» PANDORA 

ralis, ficut aliarum rerum , quas Natura pre 

ducis & ejusefteGus fimiliter, | j 1 
L. Ventura. 


















nen gezieret wird oap ihr wunden 
barliche influentz und Einflieſſun 
oes Lebens und der Befundbeic un, 
fers Leibs gemehret werde, und erſt 
lich vonder Meiſterſchafft der Wil 
ckung. Die erſt indago / oder Er⸗ 
for ſchung und Er⸗ | 
. gründung/sc. | 
Du foltnicht mepnen noch achten 
daß ich ein [ug bie fuͤrhalte barunfa 
daß ich bít quintam eflentiam genen 
nét bab/ ein brennend Waffer/uni 
geragt hab / baf feiner von den affe" 
»hilofophen und Artzten Daraus. 





aud, 
einer 


Bode Edelſt Gab GOttes. 


inennie gefehen / bann einen fiir? 


















ano / wiewohl aug eignen Heine 
jfeit feiner Kunft und. Meiſter⸗ 
yafft / und ich beſtaͤtige fürmabr/ 
Iß quinta eſſentia iſt das brennend 
Baflct / und GOtt des Himmels 
jbe Weißheit in, die Hertzen ver 
kbangelifchen Manner / für welche 
Pdiß Buch machen’ daß fie nicht 
ßbringen / nos gemein machen 
1 ehrwuͤrdig Ertzheimligteit des 
mmels. (a) 


Quà vit& etiatf aQuà ardens vocatur 
quia facile flammam concipit & com- 
liritur, nam neceffee& utid quoc os nutrit, 
|aGioneignis patiatur , nam qoa ratione 
Bis calornaturalis, qui igne debilior eft in 
d agete poffet ? Per experientiam fcimus 
Wi: nullum alimentum ex lapidibus , metallis, 
fiia & aliis ſubſtantiis in quas ignis bullam 
eractionem capere poffe. 

blaſius Vignerus. 






E Ads vit& certé magnum fultenta- 
3ilim & folatium ef pro ventriculo, five ex 
te feu alia de caufa debili , quamvis de 
one & lzfione vifcerum corporis nobilio« 
d fit ofpe&ia, - qua licet flammam conci- 
: piat 


efflichen Theologum / dereg vero - 


$i 


912 



















PANDORA; 

piat non idcirco tamen urit, Cui magn 
ejus virtutes indagare animus e(t, Raymunfl 
Lullii, Rupecifiz Quintas effentias & cal, 
Philoophorum Ul&adii & alios videre p&., 
terit, nos enim huic rei triviali hic non 1g. 
morari volumus, Quintam eflentiam a ur 
vocant propter conformitatem quam half, 
cum natura cœleſti: Cœlum autem appellauf 
quia quemadmodum coelum, ( quod e(t qui; 
fi elter a&r , (ed tamen multo fubtilior qu 
elementaris) fellas continet à quibus divfl.. 
fas imprefiones & effe&us accipit , quos 


Ita quoque aqua vitz qualitatibus & virtutib 
fpecificis fimplicium, qua inilla infunduntig 
facilé imprzgnatur. | 


fein irrdiſchen Wein / noch fein ul 
geſchmackten / fonder ein Golen/lie 
lihen/ mohlgefehmackten / fooltil 
chenden Wein / und den beften derjäll 


(b) I Nnoming fanGe Trinitatis, Accif 

À Vinum album vel rubeum , clarum #1, 
odoriferum ( ficuti in libro noftro de quii, 
eflentia docuimus) quod liquorem Lunaltu ; 
: .. appel. 


- Oder Edelſt Gab GOttes. 
"hppellamus , & nigrum nigriss nigro voca- 
|nus, Pone in putrefa&ione in Balneo per 
lies viginti, ad hoc , nt per putrefa&ionem 
bartes disgregentur, & melius poffint fepa- 
lari, Potea per defillationem Balnei extra- 
1 las aquam ardentem lentiffimo igne , quam 
e&ificabis, quousque fit omninó fine phleg* 
[nate. Quod cognofeesquando comburit pe- 
Tiam licii propterfui ardorem, ut nulla aqua 
E Et multi arbitrantur , opus effe 
tGificatione usque ad feptimam vicem: fed 
‚Jico tibi ( filento igne debito agas) quod 
| : vel quater fufficit, nenimia re&ificatione 
iquid de. quinta eflentia evaporetur, — Hzc 
[qua ardens poft redu&ionem fuam in q.e. 
jz per putrefactionem , & circulationem fit, 
Pcatur Argentum vivum vegerabile , vel 
Mercurius vegetabilis, Et cum habueris ta- 
fignum, dividasillam in duas partes, & unam 
Wirtem ferva pro creando menftruo : & cum 
litera parte abftrahas animam à terra, per 
Bodum quem tibi dicam. | 




















Raimundus Lulliuse 


| Lino diftilfier denfelbigen in Ca- 
»nibus(inORobr in(trumenten.) (c) 
)X7 Af, in quibus defillatio Gt, non fint 
| Y plumbea. Hzc enim qualítate mali- 
ialiquores inficiunt, eos vomitivosreddunt, 
ores immutant nativos , & nonnunquam 


Mmm ipfa- 


95 


414 


- fis plumbeis deftillandis quid fentiendum fill 




























PANDORA, .. . qj 
ipfamét à vaporibus acribus , ex re deftillan j 
da exfpirantibus, corroduntur. Et fi Galle, 
nus, aliique Medici fapientiores , aquam 
quz per canales plumbeos fluit, improbanlf 


propter malignitatem, vifceribus internis valdlil 


infetam,quam inde contrahunt,de aquisin vi 


patet, pr&fertim, cum non raro, quando p 
aliquot dies ejusmodi Rillatitii liquores imme 
t fleterunt, in fundo cerufla ex plumbe 
alembico abrafa,, imprimis fi experiundi gré 
tia guttam unam ant alteram fpiritus. Victrioli 
infundas,reperiatur, Quodautem deplua 
beis vafis di&um, pariratione & de ftanneifl 
eneis, ferreisque intelligi debet: nififiat d 
ftillatio in vefica znea , ubi que deftillantullin, 
cito effluunt, | | J 
i 
| Johannes Beguinusdih vi 


aquam ardentem , oder b 


Waſſer macheſt. (d) 


ON vis éx hoc (Sole, Luna, Mercugioj 
facere Lapidem Philofophorum , fi 
ita: Separa fpiritus, & quam diligentius px 
tes: quia tam fubtilius hoc facere non pote) 
ris, quinin ſe tetineat aliquid fubftantia ver 
ti phlegmaris, — Ille fpiritus vocatur aqua Al 
dens, & eft ficut pix, Eu 
| | Garlandius. 


E 


. Oder Edelſt Gab Gottes. 
Als ou immer machen fanfi/unb 
pif iier / rep ober fieben / oder 


















hend Waffer / zu bem die beuti» 
jen. Arget fommea find : bif Waſ—⸗ 
er iſt die Materi / von welchen die 
Mani eſſentia aufgezogen wird / 
bon deren unfer groͤſt Fuͤrnehmen 
lit indielem Buch/ und nachdemdu 
jio dein edel Waſſer haſt. (e) 


lo" vierdte Wort ber Weiſen iff 
das Waller / welches durch, bie 
iblimation wird auffiteigen Fönnen/ nach. 
em es dicke gemacht und coaguliret wor⸗ 
mit der Erde / und alfo haft bu bie Erz 


8 ift / was Philippus in Der Turba fagt: 
Btadet es weiß und biftilliet es gefcmine 
] ! durch das euer / biß daß von ibm her⸗ 
18 gehe ein Geiſt / den ihr in. ihm finden 
trbet. Und alfo baftouin Den obgedach⸗ 

n Saͤtzen oder Vortraͤgen bie vier Ele⸗ 


| ite/ nehmlich das auffgeloͤſte Waſſer / 


‚der auffgeloͤßten Erben / die ſubtile Lufft 
| bem calcinirtén euer ; Von dieſen bits 


Maltung der Bringen an den Alcxar= 
m : Wenn vu wirſt das Waſſer von 
gamma pet 


D = 
A 


mehrmalen, und diß iſt das bren⸗ 


I. das Wafler und bit Lufft 7 und dies 


eimenten fagf auch Ariftoteles in Dem . 
uch von der Megierung ober Ampts⸗ 


9g 


916 








 PANDORA | 
der Luffterhalten haben / unb die Lufft vom! 
euer und das Feuer von der Erden / ſo wirſt 
bu gantz und vollkoͤmmlich die Kunſt der 
Weiſen haben / unb dieſes iſt das Ende 
der erſten Compofitien, al Morienus ſaget 
INscolaus Flamellus, lr 

So mad) ober laf dir machen in 
Glaferofen ein folches ditillatoriump 
ober diftillier bereitſchafft / Pellican 
genañt / das da gantz gemacht werde 
von einem gantzen Stuck / mit einen 
einigen Loch indem Haupt / dardurch 
mandas Waſſer ein und außgieſſch 
und lug dag diß geſchirr alſo wunder 
barlich geformieret ſeye daß das fol 
durch die Krafft des ‚Feuers auf! 
fleigt und diftilliert inner dem Ge 
fchire durch bie Canones wider her 
um tragen werde / baf cé wider auff 


ſteige / unb toiberum abfteige / oit! 


unterlag/ ag und Nacht, bí dag 
brennend 3Baffer in quintam effen-) i 
tiam oder fuͤnfft Weſen / bae tot 
fuden/ durch des Herren title 
Himmliſch verkehrt werde. Unt 
íft das der DVerfiandt und Wir: 
dung in diefem / das beffer — Mt 
nena 


IA 
|4 
1 























Oder Edelſt Gab GOttes. 
nend Wafler / das gemacht mag 
werden / bann mit gemeiner Wir 
fung des gemeinen Volcks / oder 
gemeiner 8euten / bie da noch bat 
ein materialifhe Vermiſchung der 
vier Elementen. Und barum ift 
es durch Gottlióe Einblafung alfo 
rfunden und außtrachtet / bag die 
uiata eflentia, oder das fünfft We 
en/ fo wir ſuchen / durch genge 
ohnuntertäßliche Aufffteigungen ger 
fündert werde von der zerbruchlie 
chen Zerfiöhrung der vier Glemene 
en. Und das geſchihet alſo / daß 
allwegen eben daſſelbig ſo alſo ſub⸗ 
ímíert oder erhoͤhet wird / iff all 
weg mehr fubtiler und glorificierter 
and edler / und vonder Zerbruͤchlig⸗ 
tit oder Zerftörlichfeit der vier Eles 
menten gefündert / dann das (o num 
auff einmal aufffteigt / und das / 
ib alfo offt und bif durch Gänge 
Yhnunterläßliche Auffſteigung ge» 
ublimieret wird / zu einer folcben 
Hohe der edle fommet / daß es ein 
anzerbrühlih Sufammenfegung 
vird / gat nabe alsder Himmel und 
Ba”, 9mm 5 von 


9r? 


2: 


fieri in. vafis claufis , ac errarunt : videbanık 


- (££). Hac verb per deftillationem peragi 
























PANDORxsx . # 
von ber Natur des Himmels. Und 
darum wird es quinta eſſentia gef‘ 
nennet / daß es alfo gegen unfermp 
Leib ift / als der Himmel gegen bad 
sangen Welt / gleich foldber weiß 
als die Kunft und dag Werd magi. 
nachfolgen der Natur. (£) A 


in 
: E uh 
(gere Geberait in Turba Philofophodlu 
rum: cum opusaut lapis aggregatus fae 
rit, coniinuo illı fublimationem adde : addi 
ignorantes non intelligebant fublimationeag 


pES 7 


etiam cum guttz rurfum deciderent , adhugfu: 
aq'am permanere, tum exiftimabant deftiblliii 
lationem nominandam, eratque perfcda dedi 
ftillatio, Ideo Morienus ait in Turba; Pofl 
fublimationem ei deftillationem adhibe: nei: 
hoc quidemigaorentes intellexere, ud 

AG | 4M. Joann laacttio) 
j "n SUE 
ht 
Wn 
hio 
AQ 


En 
| Xs» - 


C Rut 


tur. Eftrautemdeflillatio partium . cujusquit 
rei humidiorum in halitus feu vaporesá calo: 
extenuatio, atque ín zthera fablimatio, qu 
frigidis alembici fornieibus, aut recipientis 
vahs lateribus occurfantes, & inibi refiden- 
tesfrigoredenfantur, coeuntque in guttas;a€ (i 
fillatitii fa&ireflaunt , &in humorem abeunt, m 
Defillationis ge à Geébro tradita mus, 


d 
tila poteit videri quibusdam , cum faquit de= 
j | — ſilla⸗ 


E^ «m a 
 |-— 34 WO WP ' Zu. BB M — 


bp 


A Oder Edelſt Gab Gottes. 


Rillaiionem effe vaporum aqueorum in fuo 






















tillationes vulgares reſpexit quam phyſicam. 
ui hzc definiuo- fufficere putabatur. Cau- 
a inventionis duplex defcribitur ab eodem, 
Jna quidem purihcatio à fzcibus : altera , 


nim o&endit defillata queque puriora eſſi- 
fci & melius à putrefadione prafervari. Maxi- 
ne autem indigebant philofophi aqua purif» 
ma & mundiflima fine terra, ut ſi quando 
Embibenda effet terra five medicina mundata, 

quam haberent qua fzcem poft illius refolu- 


itus mundati peflent infici & corrumpi, Sed 
bbjiciet quifpiam me fuperius paulo docuiffe 
x elementis fimplicibus nihil generari , & 
Biunc me requirere aquam puram fine terra, 
quod fieri vix poteft, terra enim alimentum 
quz eft, ficut aquaaeris, & aer ignis, Rey 
pondeo philofophos defiderare aquam pu- 
‚non quidem abfque omni terra, fed que 
»recipi non poffit in operatione, quemad- 
1odum Cap. 1. idem dixi intelligi debere de 
tra omni unduofitate vacua, quantum ad 
'hfum , fed non in rei veritate, | 

E Ewaldnus Vogelins. 


antzen Kunft / und ift dreyerley / erftlich 
Jt$ corporis crudi , zumanderen ber Philos 
Tophifopen. Erden/und sum dritten in der 


$ ^ — 


yale clevationem. | Sed Geber non tam de- 


sonfervari» à putrefa&ione ; experientia 


lionem non dimitteret, 2 medicinz & fpi* . 


| (f&)) Die Solution ift ber Schlüffel dee 


9 


Me ! ^ PANDORA, 
. Multiplication. Weil aber bag jenige / 
ealcioniret ift / leichter folviret werden Fat 
‚als ein uncalciniited / al muß nothwend 
die caleinaion und deftru&ion der Su phui 
ſchen impurität uno verbrennlichenStand 
des corporis porber gehen/ auch was ern 
von bülffliben Waffern oder menttruß 
. möchte gebiauchtiwerden / hernach toiendl 
‚davon weichen / und gang nıchts frem 
Des dabey bleibeny mit durchauß hoͤchſtflei 
figer Verhuͤtung / daß nicht etwa durg 
außwendige Hitze oder andern fhädlichf" 
‚Zufall deß Steing inwendigſte vis gent 
rativa & multiplicativa verbrennet / zerftör 
und verjaget werde / wie dann die, Phil 
fophiin Tuba höchlich Dafür warnen al 
part.1. pag. 429. du ſolt dich in feiner Dei 
nigung am meiſten hüten und fürfeben vl). 
ber Benehmung feiner Krafft/ daß nicht eg" 
wa Die virtus activa erftärcket werde / den 
Fein Saamen waͤchſt / ober wird vermebreti 
wenn feine vis generativa Dutch aͤuſſerlich 
Waͤrme hinweg genommen wird ; Xen) 
dunun das Sperma haft Fanftduhernad 
Die gange Arbeit Durch lindes Kochen voll 
bringen. Dann erfilid) Elauben toic auf"! 
Der Magnelia Dag Sperma zufammen/ af | 
geſammlete putrificirem wir / das putrcfici 
ntc folviren wir / das ſolvirte thetlen toir/batboy 
getheilte reinigen wir / das gereinigte vereint. 
gen wir / und alſo wird das Werck erfuͤllet 
Michael Sendivogims 
Merd 





















- Oder Edelſt Gab GOttes. 
Mer / die Diftillierung geſchie⸗ 
bet in drey Seg cine durch den Filg/ 
















Xr Leuterung des Waſſers. (g) 
: 9E Iltratio ei, qua humores aquofi per 


/ uitorium aut chartam emporeticam, 
n modum infundibuli convolutam , aut ma- 
licam Hippocratis , laciniam, aut fimile quid- 
lam , relictis in filtro aut vafe partibus craf- 
[oribus , percolatur. ' 


Johann Beguinus, | 


4 Aber die ander Diftillierung ger 
bibet durch den Alembicum / und 
3 een Wegverftlih/durd tvarm 
[no feucht/ alfo; Setz einen Hafen 
Buff ein Dfen/ der ihm gefchickt und 

tfüigt (epe am Boden / thu Heu 
Barum daßer fleiff und ſtaͤht fiebe/ 
Imnach geuß Waſſer inden Hafen/ 
And fe darein die Gucurbit oder 
Bolben / niitber Materi die du dis 


lembicuns und verlutier/ oder vers 
Im die juncteren und fügen gar 
Jol / diefe Diftillierung ift gar liebe 
h / unb rein: dann durch diefe 
a 99mm; mögen 


die ift erfunden allein von wegen 


illieren wilt / und feg batauff den. 


ga 





22 


as tenulores i Vae 




















P ANDORA, "qq 
mögen die irrdiſchen Theil nich] ) 
auffiteigen/ und verlutier aud) Dein 
receptaculum oder empfaher [ 
wol / damit nichts barourd) auf 
rede ch) | 1 

en 


(b) D E&illatio per Balneum convenit rebuliii 

levioris compagis. Cavendum t " 
men in herbis maximé calidis uc in Abfinl, 
thio, Salvia, Roremarino & fimilibus , t ü 
nimis leni calore utamur , & non tam eff wi 
tíam , quam phlegma inutile. proliciamugll 
Sedin La&uca, Endivia , & (imilibus tenuichſ 
yis fab(tantiz , calor moderatus adhibendu Tm 
& f.fficit isnt ibd Balneum KR oris, quod ne 3 do 
que empyrcuma imprimit, neque partes ae I: 


Johann Beni f E 
qi 

Dieander Diflilieunggefahieh | I 
durch warm unb trocken / nemlic lo 
in gefibleter Aeſchen unb fobu t i —T 
ein kleberig zaͤh Ding diſtilliren / fiui; 
wuftdudas Feur deſto (tarder mm 1 Jr 
en. (i) m" am 


(à) [ )ERillatio per Cineres vel Aren 'u 

«ormpetit rebus confitentiz folidioi n 

ut feminibus, Lignis, Radicibus &c. x 
lohann Beguim 


















- Stem / esiß ein andere Siftilla: 
rfunben von wegen der Außzie⸗ 


Ding/ welche durch ein andere Dis 
tillierung nicht mag bequemlicher 
ſehabt werden / und iſt diß der Weg 
peer die Weiß. Laß dir machen 
ein eyſern Geſchirr oder Buͤchs dar⸗ 
intbu cin Ding / darauß du dag 
Del haben wilt / und auff baffeib 
eſchirr fe ein runden Hals’ als 
ann es ein ebner Deckel des Ge 
jirıs wäre / unb fepe diefer Hals 
ar Eleindurchlöchert/ alfo daß der 
quor und Dünnigfeit_durd) bít 
chlein fallen moͤge. Darnach fer 
arauff einen hohen eiſern Deckel / 
Gleichnuß eines Emboti / und 
rlutier die Fügen fool mit luto ſa⸗ 
Mentiz , Leimder Weißheit/ dar: 
ach fe es nach toiberfébrter Ord⸗ 
ing mit Zuthuunge eines mittel⸗ 
án igen Feuers. (k) 


| pei generaliter fic di&a , qua fit 
defcenfione, ef duplex, * ‚ve 
4 iid a, p 


Cui. 


Oder Edelſt Gab GOttes. 
ion durch das Abſteigen / und alſo 


Jung des reinen Sels von’ einem 


9 


a? 


"9 


;-.| 


921 


etiam deftillatio per defcenfum dicitur , & i 


ber allerbeften und ftärcfeften € 


bange/ und barauff oder Darud ei 


zerlaffen wilt / ſolches fepe gar ! —* 





















"PANDORA 
Calida eft, qua partes fubtiles à groffisp 


defcenfum mediante igne, feparantur ‚un 


picis confe&ione adhibetur , cum ex fi 
tzdarum concifarum, obít.u&is undique flf || 
raculis, igneque intra acervum fuccenío, p 
defluit , ut videre eft apud Plinium lib. 
cap. 16. & Mathiol, qui operationem 
exadte defcribunt. 

Frigida e&, qua per defcenfum , abfgg N 
3gne, partium fubtilium à craffioribus hid | 
paratio, - 

ohann B eeuind\]| 
/ N 

Es ift auch ein andere Abſteigun 
als da ift die Gieſſung der calcinti 
ten Coͤrperen / und geſchiehet alf 
làg die machen eine cbne Tafel vt in 
den / zu Gleichnuͤß eines Schilts/ r m 
babe ein wenig erbebte Seyten/i 


orone in ein Gießofen / alfo daß) N 


T 
(fu das Ding oder Corpus / ſo 


1 " * 
yj nt 
ln 
e 
jn 


den Dingen fo fid) darzu gezi 
vermiſchet / alé dann geſchrieb 
iſt in den Buͤcheren der D 
pben/ unb thu barauff T. 


‚Oder Edelſt Gab Gottes. 
tiende Kohlen / und von ftunban 
af darzu / mit ftarcfem blaft ber 
lagbalaen: dann fo du langfam 
b ſchwachlich darzu blieſeſt / fo 
tbc ſie das orpus verglefen/und 
balb cé anfabet zergehen/ fo fieiat 
herab / durch die £afel niber/ die 
dem geordneten Geſchirr ban: 
Puy | 




















zwar Die erfte Anmerckung über das 
yte Eapiteldeserften Theils. 


B ar! efte 
Lo x 
Welcher mid) zufügt meínem 
ruber und meiner Schmwefter. (m) 


AALchym. Here ift der Schwefel auch 
alt? Stimm: Freund wiſſe / daß 
Schwefel die Kraffe ift aller Dingen 
5 ift der zwey gebobrnee/ bod) älter als 
‚andern alle; auch (tárcferunb wuͤrdiger 
t ein gehorfamer Knab. Alchym. Herz 
: fennet manihn? Stimm: Auff mane 
Hep weiß / am allerbeften aber durch 
lebendige Vernunfft / ober vernuͤnffti⸗ 
Leben in den Thieren / durch die Farb 

in den 


ru. Mineralegia fupr. Citat, unb - 


D 


" 


9:6 


- . bieteife Männer gelebet / weiche mit f 


Haben. Alchym. wer marem. bann Die 


PANDORA. :[' 

in ben Metallens durch dem Geruch / ít m 
den begetabilitm / ohn ihm: totird'et ſein/ 
Mutter nichts. Alchym. Iſt er ein eig" 
ger Erb/ oder hat er noch Brüder ? Dir 
timm : Sreunb / feine Mutter hat nu"; 
noch einen folchen Sohn’ feine anbe^" 
Bruͤder ſeynd unter böfe Geſeliſchafft aeraf? 
then: Eine Schwefter hat er/ Die er feb" 
liebet und wird auch von ihr geliebetd*" 
dann fie ift ihm toie feine Mutter. 21(dpmp^! 
Herr / ifter allenthalben einerley? Stimm!" 
Was feine Natur belangt / ift ev eimerlegpo 
aber in Der Gefängnäß verändert er fight 
Dochift fein Hertz allwegen rein/ feine lei], 
der aber feb beflectet, Alchym. Herr ifti 
auch jemahlen ledig gemeft: Stimm: jp. 
freylich / fonderlich gu denen Zeiten / - n 
M 
ner Mutter groffe Sreundfchafft gebe j 3 
Stimm : £bnjablbar viel / e$ mar fit 
Hermes / mit feiner Mutter gang tini 
(ti 



















war / nach ibm viel König und Fuͤrſten 
nicht weniger viel andere Männer / als 
unſern Zeiten Ariftoteles, Avicenna , Par | 


) 





DAI 
4 


‚AR 


celíus &c. welche ihn erlediget habe 





| 0 di 

Dann diefe habe feine Band Fönnen auff: 

dec EU Tid 
Michael Sendivog à | | 

| 9— jm 

* dan 


1. 


Ly 
















>. Sulphur volatile, 


1. Der Geyer: 


| ‚Die Sek obtr 
i Spiritus. 

5. Der Drachen⸗ 
Schwantz. 
Der Himmel. 
Ihr Schweiß. 


‚Acetüacerrimum. 


Z Sad 
‚Die ſchwartzen 
4 Nebel. 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
p füdtige. 1. Das Fire. 


2. Sulphur. 


- 3$ Das unterfte, 
.Die Erde c 
5 DerMant | 
6.Der König. 


». Gabricus, 


8.Der rothe Knecht 


9.Der Brüder. 


-.. 4o, Sulphur fixum, 
11. Die Kröte. 
12. Das Tode. - 
15, Nigrum 


Nigrius 


nigro, 


14. Das warme / 


trockne. 


‚1. Der Coͤrper. 
16. Der Drach. 
17. ye Erde, 


18. 3e Aſche. 


19.4208 Ertz oder 


Schweffel. 
20. Der ſchwartze 
Rauch. 


2i ihre Eorper daran 


fie aufgangen find. 


Michael Sendsvogins, 


mmm) Wir fagen aber / daß dieſe 
d n nichts anders ſeye bann ptr Ele⸗ 


men⸗ 


‚97 


I Au en Tr 


C a meo Ma 


$28 


btt Turba ; Die Männer zeugen nichlin u 











PANDORa, | 
menten Kraͤfft gleichlich vermifcht / oet" 


Waͤrme / Trückne/ Kälte und Feuchte 


Eine natürliche Gleichheit: eine Verm 
fhung des Manns und Weibes / ben ebeil 
das Weih gebohren hat: Dasift eine Zup! 
fammenfägung des Feuers und Wurtze 
Saffts der Metallen. In Betrachtung! 
daß oer Weiſen Mercurius in ſich bat feine! (i 
eigenen Schweffel / gut nachdem er venil 
oder viel von der Natur gereiniget und geil 
kocht iſt / kanſt du alles aug Demfelben oem 
richten. Wann bu aber Fanft dem Gewich 
der Natur dein Gericht zu tbun/ den Merl! 
curium Doppelt / und den Schwefel dreplPy 
fach machen / wird es che zu einem gute? 
Endfommen / darnach zu befferem / unir 
zu Dem allerbeften : Wiewohl nur eiu 
Schwefel fichtbar ift / und ziveen Mercmliiii 
rii, pod) einer Wurtzel / nicht robe ^ ode 
zu viel gekocht / jedoch gereiniget und aufm 
geſchloſſen. ety 
—— Michael Sendivog ii id 
(mmmm) Deßwegen fagt Ariteusilllnh 
Kinder mit einander / fo empfangen Dil 
Weiber auch nicht alleine dann bic Ki 1 
der Zeugung gefchicht durch Mann mi) 
Weib / eben dieſes gefchicht auch in Zu! 


In 
fammen gefekten Dingen Denn bie Natu 9l 


erfreuet fich/ wann die Männer Die e I 
ber nehmen und umfaben fo gedichte ly 
wann 
















poo in nárrifrber ee einis 
t Iraturen mitanbern frembden und un 
leichen Naturen zufammen feßen tvolte. 


en Kindern fehr geliebten Sohn Gabri- 
jum (id) vereinigen und zufammen fügen 
ait feiner Schweſter Beya, welche eine Fals 
 biebliche und zarte Tochter iſt. Gabi: 


us ift der Mann und Beya ift dag Weib / | 


5 


t unb verbeffert/ weil er von ihr herkom⸗ 
im/ und ob (don Gabricius wärmer ift 
$ Beya, jedoch gefchicht Feine Gebaͤhrung 
ne der Beya; Wenn nun Gabricius 
it ber Beyafich jufammen [eaet/ ift er als⸗ 
ib und unverzüglich tödt: Denn die Beya 
igt auffden Gabricium, und hält ibn feft 
ib verfchleuft ihn in ihren Leib, alfo daß 
an das geringfte nicht mehr von ihm ft. 
ü fan/ Durch fo groffe und hefftige Liebe 
| fit den gemeldten Gabricium umfane 
q/ daß fie ihn gang und gar empfangen 
d in ibre Natur verwandelt hat / und hat 
| ín unterfchiedliche Stücke gertheilee 
ID ettenuet. Nicolaus Flamelins, 


Bird fid freuen in Ewig⸗ 
cSulphur Mercurius 

| Arfenicus — (St | } 
| MArgencum vivüJ £gnta.(0) (o). 
ja + Naun (2) Quat- 


aß deromegen deinen von Dir und allen deis 


elches den gedachten Gabricium corrigi-. 


‚PANDORA,. 


64 C) | Uarto, quia quamvis philoloplu vi iU T 

deantur ipfum afferere. materiam la. » 
pidis, tamen loquuntur de ipfo fub metaphó 
ra: quod oftendunt alia verba eorundem jJ 5 
philofophorum , quz de arfenico vulgi veri ^ | 
ficari non poffunt. Loquuntur enim philo 
jophi de aliare, quz fe haber in fua compa. 
























ratione & proprietatibus ad modum arfenich, I: 
Et hoc vocatur arfenicum , quandoque ctiam | 
auripigmentum: Quia ficut arfenicum prim ]' 
e(t citrinum , poftea manifeftatur occultur ni ^ 
uod eft argentum vivum occultum cum fud" 
Mloture occulto : fic etiam illa res, de qualV 


lapis philofophorum fit, primain operation il dti 
citrinatur & nigrefcit, poftea albefcit, in quap/ 
albedine eft occulta rubedo: de qua te fup: liu 
rius clarius dictum eft, 4. 


^ 
7 


f 


Laurentius Venim , 


— (nn) Quidam verd eorum nomina val 
ant, uthoc, — Et tribus terris. Quarum pr ai m 
et margaritarum , fecunda terra foliaru 16H 
tertiaterraeft terra auri, Ideo nominaverul i 
fiafflier Animam & fpiritum, ex hac ; pet oie lini 
tione egredientes Arfenicum citrinum, 1 fl 
arfenicum rubeum, Per rubeum volunt anti 
rbamtingentem, Similiter vocant hanc and ML 
mam tingentem fulphur rubeum, fpiritu m| ! gri 
arlenicum citrinum : quia fpiritus dealbatat gi Mi 
màs, & dominatur colore fao, Et nom DU 
mant animam zs, & ipfa eft fumus gr sl, 
& idco nominaverunt it fpiritum. | lermick , " I" 

d a 


— 


| 
l 


— 


Oder Edelſt Gab Gottes. 


irgentum, quia dealbat zs eorum, Et quia 
lominatur fpiritus colore fuo haic Animz, 
, dealbat eam , ficut argentum | dealbat «s 

















| Senior. Zadith; Filius Hamwelis, 


2) von der groffen. Bebeimnüß Re- 
is, wie Damit Die wahre Solution zu 
machen / unddas Univerfal — — 
? zu erlangen. —.— 

| IB. Den blauen unb grünen Himmelfar- 
"n Stein / derin feiner Erden waͤchſt / 
dichts genannt /toelchen bie Weiſen ger 


m. Wann fich nun diefe Brunnquell 
jnet/ fo gebet fein Geiſt berfür / und feis 
Seel / daraus muft du nun ſolche geiſt⸗ 
be Alta offenbabren/ Damit diefer Stein 
en intwendigen Gafft ungetrungen nas 
rlich von fich berffir gibt / fo werdet.ihr 
Anen himmliſchen Balſam unb ſchoͤnen 

Agefaͤrbten Gang fröluch anſchauen / ſei⸗ 
in grünen und himmelblauen Safft 
nk geiftlich / rein / pur / in feinem. eige- 
43 v molgezieret / von allen irrdifchen 
Beibus rein gefcheiden finden. Das wird 
\ pe in Vl. £u In dieſer Zeit wird 


nna feine 


EEE — 


92^ - 














PANDORA, 
feine Klarheiterlangt: So haft du funden 
das Perlein / das du geſuchet unb vong 
GOtt erlanget / was du begehret baft ut 
bicfem einigen Dingallein. Du wirſt dich 
bod) haben zu freuen/ tvann du das Waſ 
fer und himmelblau gläferne Meer anſich⸗ 
tig wirſt / fein Seel/geib und Seift bekom⸗ 
meft/ der verborgen gemwefen. Den hat 
das himmlifche Centrum wunderbahren 
Krafft neu gebobren / hoch clarificirt badyi 
obere Firmament und das Geſtirn ift feindh, 
Farb und feiner Krafft/ von dem allerhoͤch 
(ten hat diefer fein groffe Krafft und Wuͤ 
digfeit enipfangen. Non folcher prepara, 
tion , wie feine Solution zu machen / find), 
bet man feinen Droceß Elar befchrieben 
dann diefe Aufflöfung gefchicht per feyis 
Durch fein ſelbſt eigene SSemegung / ohnalh ; 
(c Handarbeit / auch ohn alle Diſtillation 
ohn alle Noth / obnallen Gewalt dep tllo, 
ers / fo gibt Diefer Dunft Urſach / daß ſich 
öffnen feine Band und treibt berfür Dem), 
Saft folcher Tebendigen Brunnenquelli, 
darinnen Seel, Leib Gift verborgen fagi, 
das wird der Natur offenbar und vertratis 
et/ dannalfo erfordert folches der Göttlia), 
che Will allein / Daß feine Magnalia bekann 
werden denen / welche in GOtt ihre ſtarck 
Hoffnung haben / daß fie folche hohe Er! | 
kandnuͤß wuͤrckende Krafft erforfchen món, 
gen. Dann mann fein Spiritualiſch ei), 
verborgener Dunft auß feiner Erden reir 


gefchie ^ 


Oder Edelſt Gab GO ttes. 


geſchieden per fe berfür gebt/unb auffſteigt / 


hebt er fih gen Dimmel/ und offenbabrt 
ifo dadurch feinen empfangenen feurigem 
Bewalt. Das lebendige Waſſer fleuft 
1u8 feiner Quell und Adern / dann es iff 
in groffer König / ber eg alfo zu folcher 
Wuͤrdigkeit bat gefchaffen. - Wer aber im 
Heiſt fo reich ift/dezden‘Balfam ſeines Inge⸗ 
peydsrecht erkennet / was für grofc Geheim⸗ 


à 
M. 2 
di 
|] 
E 


uͤß ın folchen ſchoͤnen zierlichen himmlis 



















rborgen. Die Alten babens das gefegs 


arattus bezeugt 7 e8 wäre nicht gut / daß 
e Welt woͤſte was damit außzurichtem 
*, Diefen Safft verbergen hoch die Alten 
npt der Arbeit / und bie preparation , fie 
ibené niemand vertraue dan allein ihren 
indern ift Das gegeben / mie alle Schrifle 
n andeuten. Welcher diefen himmlifchen 
nen Safft Fennet / und die himmelblaue 
umen weiß berfür gubríngen / der bat 
I: Augen Seel / $eib und Geiſt / dieim 
Yin dieſem Balſam wohnet / weiſt du das 

oͤffnen / fo haft du ein groß M:gifterium, 
eſe SÓrunnenquell ift lebendig / feurig/ 

duͤberwindet alle Ding. _ Ver Dad ver- 
 Ébt/ ber magfrölich fprechen/ ich bab ges 
Pden der Weiſen Stein/ ihr wahre So⸗ 
' Mion/ die fchöne gefärbte Fontinam, dag 
"W "Nm: — ifi 


'teuno das gebenedeytegenandt.  Theo- 


95 





94 
























PANDORA,. | 

iſt zwar ber einige Schluͤſſel aller Dinge 
Sob / auch Lebendigmachung / die 23e 
befferung und febendigmachende Krafft | 
und Die Überwindung aller Dingen. Di 
V7 verkehrt alle Ding in jeineg gleichenzun 
verwandelts ſchnell tn dag höchite A(run 
alſo boc) bat e8 GOtt gemücpiget. 
wird Durch fid) felbft gebobren ı dadum 
wird Dann fein Primum Ens geoffenbahr 
Durch pen Geift der in feinem V wohn 
‚der Gift führer Seel und Leibin den Te 
unb in den Himmel / verkehrt fich felb 
‚zueiner clacificirten Erden / als dann na | 

beſchehener ‘Butsefaction fo fteigts vone 
ter arb in die anderz biß in fein Dodbfl 
Vollkommenheit / laß in ibm felber arb a 
‚ten und Eochen/ bif daß es erlangt unb D. ! 
.Fommif bat pie Nubin-rothe Seftalt.Di 
Ding bat inihmdas rofenfarbe Blut / ve 
ſteheſt du mich / fo bleibft du gluctbaffti 
Diefe Wort nimm zu bergen. Mei‘ 
ckeſt Du was ich dir befenne / fo wirft DE 
finden ben Elaren Durchfichtigen Caid | 
funckelſtein ; der muß fubtilirt werden alii 
Das aller befte. Auff bag weiß clarificir 
Givten gieß das rofenfarbe Blut / lat 1 

ſammen verfchloffen Dominiren / auff um | 
abfteigen / in ibm felber arbeiten / (o la 
big der weiſſe Stein bat fein Dofenfar d 
Blut aller in fid) getruncken Darpon wald 
unfer Stein bod) rubificirt; gang P ; 

BRD: sang fluͤſſig / ſchoͤn bod) gl ii 
hr 


( 
^ 
T 


qi 


. Oder Edelſt Gab Gottes. 
lurt erfcheinen. Damit hab id) Dir die 
Warheit vertrauet / und haft gefundenden 
warhafftigen Stein / ein. volllommen 
Berck gemacht / bein gang Werck mol 
pollendet- —— qe | A 
uai Benedictus Figulus, 


Die Kunſt und Das Wiflen zu 
außziehen die quintam etlentiam vom 
- Quedfilber / und dem Roͤmi⸗ 

d ſchen Dieriol. _ | 
. Der großmächtig und oberift 
(tt) hats alfo geordnet / bag das 
für fft Weſen des »Ditríoló/ und der 
zuperrofe außaezogen werde / und 
ſichtbarlich mit dem Qucckſilber: 
Dann fo daſſelbig mit dene’ unb 
mit gemeinem Salg fublimirt und 
"rbebet wird / alsdann daſſelbige 














yarlich ihre quintam eflentiam Per“ 
)orgen in der weiſſe des vorgeſag⸗ 
en Queckſilbers / und diefe unfichte 
Màt quinta effentia , oder fünffte 
Befen.(a) Nnn 4 ()Vid 


| 
| 


1l 


95 


1 
RB 
j| 
1 
| 


236 


^ 


| (3) V ide fopra Baf, Valentinum. E 


tum ejus, quià quibusdam magnis Philofo 


. eftincorruptibilis ferre ut cxlum, licet fit no 


. fiíaco feptem partes aquz vel plus: & ho 































. (aa) In ifo autem opere feciſti duo: Pri 
mo enim purgalti ipfum à terreftreitate & ni 
gredine ( Vide fupi; Rupeíciffam.) Secund 
-öpera'o hujus artis eft: Ab illo Mercurio fub. 
limato , qui eft albas ut rix ,- extrahe fpiri 


phis quinta effentia clamatur , quia fpiritus il 


fixus volatilis, quia fic. eft neccffe: extrahi] 
tur enim hzc quiota eſſentia, hoc eſt fpirí 
tus Mercutii ab illo fupra fublimato, fic; R 
libram unam falis Petre, & tantundem vitriol 
Komani , & extrahe aquam fortem , & ter 
Mercurium fupra limatum, & diffolve eundi 
in illa aqua .forti fuper cineres calidos inamf, 
phora virri claufa per duodecim horas : qu 
fi non diffolvatur, pone intus de fale armoff 
e(t maximum fecretum in arte: (N, fiin p 104: 
cipio fimatur fal nitrum pro fale petrz , putd 
-fore melius, ) Appone ergo cor tuum All) 
ipfum , & pott diffolutionem pone in urinalil) 
| & defuper alembicum , & mitte fupet ighem 
& deſtilla aquam fortem quamrecipe, & poll 
totalem deltillationem continua tgnem , & 
afcendet per latus urinalis fpiritus Me uri 
& hzc ef quinta effentiaalbior nive : in fini? 
fortifica ignem, & totum aíeendet ;. deind. 
aperi vas, & extrahe quintam effentiam , &in 


Oder Edelſt Gab Gottes. 


iesin fundo vafis fzces combuſtas & ni« 
5. à [picitu. Mercurii dia i 


1 : opo. de "Rope 


| us) Diciter ergo, qvod ficutantea Mer- 
)rium in opere necellarium domi &c,. ( Vi- 
Ile € lopra) ‚ednonymus Philaletha. 


(aaa). Demnach es GOtt alfo geord- 
Jtt/ Daß die Q, E. des Vitriols ober Kupffer⸗ 
Paſſers unſichtbarlicher weiß mit dem 
lercurio, und deſſen Q. E. mit dem Vitrio- 
reciproce außgezogen wird / allermaſſen 
Pr plzus in pupilla Alchim. fchreibt : Nihil 
[foteft extrahere ä Vitriolo Romano tin&u- 
| les fuam realem , à fuis duobus extremis, 
£ (unt terra& aqua, excepto folo Mereu- 
| 0; ; quemadmodum. nullum animal potcft 
| trahere mel ex floribus , exceptis folum 
ibus, Etpaulo pot: Hic Mercurius et 
Ide fortis & multo magis corrofivus , quam 
i aus Mereurius ; ideoque non utimur. co 
h orpora humana , veruntamen ad opera 
rorum , vel ad numifmata. conficienda , 
tit auram perfeGiffimum & fupremz tin- 
" tz, &c, Adde Jofeph. Quercetan. de 
gnat, rer, inter. pag. 123. So ift es an de- 
h / wann der Mercurius oder Queckſilber 
it Roͤmiſchem oder Venerifchem blauen 
ía tiol , (Venere Vitriolata) und gemeinem 
altz / fublimirt mird/ daß er von pu 
nemeiß auffſteiget / und das fünfft 
m nj Weſen 






















E ? 


32 


9j 


rum iavifibile) deßwegen fie bann fagen if 


verwandele fid mit ibme in überfluͤſſigh 


SQUPANDORA, 
ofen des Kupfferwaflers mit ito 
me auffrübret / alfo daß in ſolchem Subl®% 
mat bit Q. E. Vitrioli unfichtbarer wei 
verborgen ub / ob wol wie gedacht DE 
fublimirte Mercurius in weiffer Geſtalt e 
fcheinet. Unddiefes auffgeitiegene unſich 
bare fünffte Weſen wird der Philofophe 
Schwefel genannt / (Sulphur Philofoph« 






















Schwefel fep Fein gemeiner Schwefel / dan 
auch zu deffen &rfanenüf gar wenig Mal, 
fchen gekommen / vereinige fich folh@ 
Schwefel gern mit dem Mercurio, u 


ex es alldieweil fie einerley Natı 

OD. Dore m E 
Wobey su wiſſen / wann der Mercuri 
burdy einen / zween ober prep Adler gega 
gen / das ift/ wann er eins⸗zwey⸗ oder Dre 
mal / previa femper refufcitatione, fubl 
mirt worden ift / Daßer Saturnum, Jovei 
und Venerem meiftere; Lunam aber rad 
caliter auffzufchlieffen / muß er gehen vo 
dreyen biB Geben / und fihließlichen wa 
er folis Meifter ſeyn fell / fo gehören dan 
fieben big neun Adler ober. fublimationes® 
Daher fchreibet Theophra&us Paracelfus df 
R cfufcitatione rerum naturalium ( Oper.toriti 
1. p.397. ) hievon alfo: bie refufcitation ulli 
re(tauration dber De3 iviercurii fublimati, Gf 
ſchicht in einem fiedenden Waſſer / bo 
daß er zuvor Flein abgerieben fepe: Dank 


















Ode Edelſt Gab Gottes. 


gitum Salis und Vitrioli, daß er. ín der fub- 
i maton mit ihme aufffübrt/ unb ber Mer- 

uris laufft an Den —— des Waſſers 
ls pow t lebendig $ufammen 


N 
m Wird genannt Sulphur Philofo- 
id orum , der Schmwafelder Philo— 
dbphen/ welcher unſichtbar iſt / dar⸗ 
im jagen ſie / daß ihr Schwaͤfel nicht 
ſeye ein ſchwaͤfel des gemeinẽ volcks / 
Heli gemeiner Schwäfel. (b) 


Radix. Clymié 


bit Philofophi billig ben Schwe⸗ 
T iM vornen angefe&t/ als den allerkoͤſtlich⸗ 
1 ten Anfang /indeflen Bereifung die gan» 

je Kunft (tecd'et / dann es ift dreyerley 
Echwefel / undsfärnehmlich zu ertocblen: 
d Aui mes und fárbenber Schwefel 
das Dueckfilber congelirt , der dritte / 
selcher bag Weſen geitiget. Bon welchem 


[ten / die weil wir aber ben einen Anfang 
Bereit gefpräch weiß haben auf gehen fafz 
r In | werden wir gezwungen / den anderen 
qud alfo außzufüuhren / damit wir jedem 

1 edt antbun. Der Schwefel ift 
Deverley dann die andern 2Infáng / und 
28 Quesffilber wird nicht hart guod 
(MA | 


| 
| 


| 


das beiffe Waſſer lolvirt von ihme ben Spiz- 


bp ben brepen Anfängen haben 


ir swar ernftlich tractirea und handlen 


939 


949 


| als durch den Schmwefelv fo ift vie gant 


SN 


— gefe&t haben dann in meinem Kopff pfllfi 


als daß wir Fönnen aus den Metallen e 


filber in den Adern der Erden zu 


. alfo verbarte / nahm er iin für in ven; 




















^ PANDOR Ajo 
Operation in diefer Kunft nichts andere 


| 
nen Schroäfel sieben / damit unfer Quec 
un! 
Silber gebartet wird / welcher Schwer 
in unferm Werd an flatt des Manne 
ift/ und derentwegen höher geachtet DEN 
Mercurius aber an (tatt der Frauen : au 
Diefer zwenen Zufammenfögung und Wuͤn 
ckung / entſpringen die ‘Philofophifche Merl) 
eurif, i lt 

-Mir zwar bat der Mercurius nie gefal 1 
len / glaubeauch nicht Daß etwas gutes ih 
ihm (tet / aber vom Schwefel halt ich! 
piel / dann wir haben auff unferem Reich 
ag ftattlich vonihm difpuiret/ und toengli 
bas Ungewitter ung nicht vertrieben hätt) 
duͤrfften wir ihn wohl für unfere Mate, 





gen nicht leichte Sache zu ſeyn / meti 
Hirn ift voll ſchwerer Gedancken: 3Da tl 





Schwefel zu laboriren. Fieng alfo an jill 
dißilliren / fublimiren / calciniren / ſieden 
und braten / das Del auf ver Glocken 
zu machen/ bald allein für fid) / bald mil) 
Chryſtallen  Eyerfchalen / und verſucht 
in ihm viel andere Arbeiten / da er abe 
viel Zeit und Unfoften angewendet / uni, 
nichts zu feinem Kram finden Fonte) war), 
ber arme Sopff fehr traurig. ſchluff Sie), 
Bla j Naͤch 
13 





Ode Edelſt Gab ottes. 


Nächte nicht / ſpatzierte fit für Die Stadt 
inaug gu fpecaliren / daß er deſto beque⸗ 
ir in feinen Arbeiten etwas rechts er» 
) men möchte 



























iurmus begegnet / und gefprocben : gut 
Feund / tie fteben unfere Sachen. Alchn« 
nit / O Herr / ich habe viel Wunderwerck 
eſehen / mein Weib wird mir es kaum glau⸗ 
/ id) bab auch oen. Schwefel funden / 
b bitte euch mein Herz / helfft mir den 
[Bein darauß machen. Saturnug /'j ja 
ern / mein Sreund / bereit derhalben dei⸗ 
{m Mercurium und Schtoefel ; unb gib 
1Gllaf her: Alch. D Herr ich will nichts 
iit Dem Mercurio zu fchaffen haben denn 
| i ein Schelm / er bat meine Gefellen 
Mad viel andere betrogen : Saturnus. 
1) L den Mercurium , in deſſen Reich der 
Echwefel jegt König ift/ haben die Wey⸗ 
en nichts außgerichtet / und ich weiß có 
fid) anderft nicht. Alchym. Herr faffet 
8 ibn auf dem Schwefelallein machen. 
Jaturnus: wol / gut Freund/ es wird 
ser gerathen/ wie du es heiffeft. Haben 
halben den genommen / den ber Alchy⸗ 
ift gefunden / und haben gebanbelt / wie 
| i Alchymift gewolt / und angefangen / 
t p auff mancherley weiß su laborirem/ 
bin feígamen Defelein/ Deren der Alchy⸗ 
ſt viel batte/ zu tractiren. Aber nach 
abgang einer jeden Arbeit feind a 
par- 


n 


- SDiefem Alchpmiften aber ift ber Satu⸗⸗ | 


941. 


94: 


fen. Sie haben von neuem angefäh 


toic ibrtoi(fet. Da fagte Saturnus 


ich weiß daß bas ſublimiret Zu 





















A fc an die "alte Weibe 
zum Feuer ur gemeiniglich verkau 


gen den Schwefel zu fublimiren und 
ciniren / toited dem Alchymiften gefallen 
aber mie fie e8 gemasht baben/ift es ihne 
allezeit am Ende wie zuvor gerathen / Da 
was der Alchpmift auf dieſem Schroeft 

fuchte / iff zu Kerglein worden Darum) 
fagte er su Saturno: warlich Herr / ich fü | 
he daß es nach meiner Phantaſie nicht i 

angehen / ich bitte euch. machet c8 alieit J 


fiehe dann zu / und lerne. Nahm all 
zwey Queckfilber unterfchiedlicher Subitan ; | 
aber einer Wurtzel / Die Saturnus mit ſe 


nem Harn gewaſchen / und genenn 
Schwefel von den Schwefeln und ven 
miſchte das Sir von dem flüchtigen. — N 
Michael Mr 1 
uUnd der meinſte Theil der oue 
fchen find zu bem wiſſen fommer 
und dag ift das / foden Mercur 
um fchnell und von flundan befallı J 
in weiſſe / tiber die weiſſe des Schn 
es / unb dieweil er eben derfelbehi 
Natur íft/ ſo zeuhet er mit (oma 
er, fublimirf und erbobet wird / u 


' 


qoe 


IE 
T 


| Oder Edelſt Gab Gottes. 
ber Hat.etlicheverbrennliche Theil / 
ind hat-ein quintam eflentiam , Die 


nicht mag zerbrochen / noc zer⸗ 











joͤrt werden mit unſerem Verſtand 
der durch unſeren Sinn / wir ſehen / 

ſo du in das etzent waſſer / ſo von 
Hitriol unb Salpeter gemachet iſt / 
ueckſilber einlegſt / daß es ſich zer⸗ 
It und gang in ein keck Ding ver: 
hrt, nimm und fbu Dueckfilber 
tfublímírt mit cuperrofa/oder Vi⸗ 
Kiol und gemeinen Salg aller weiß 
Alt in das ſcharff egend Waſſer / 
ß ſich Das Queckſilber gar alles zu 
Waſſer auffentloft / volgend fo 
Jigt aufr ein egend Waſſer / bare 
Ach fo folgt bernad) quinta effentia, 
Wer fünfft QGefen des Mercurit 
ſud Vitriols miteinander / alfo 


on 












' ibt mag vergleicht werden / und 
ibt am Boden ein Theil des Mer⸗ 


‚er nun die Auffloͤſung dieſer quin- 
tflentiz in dem vorgefagten aqua 


u 


eiß / ag ibm die weiſſe des Schnees 
rt verbrennt und ſchnoͤd / wider⸗ 


't/ ober etzenden Waſſer / und 
Iu die vorgeſagte ſublimation bre: 
ber mehrmahlen / oder fo ua 
| BN a 


943 


944 


‚gang alles zu weiſſem gefublimiere 

















PANDORA, 4 
daß nad) der Sublimation fein 
feces ober Trufen am Boden de 
Geſchirrs bleiben / fonber gar 





werde/ fo würdet du auß Geheil 
GOttes Haben quintam eflentar 
Mereurii / und Vitriol miteinde 
aller vollkomneſt geſuͤndert/ welche Ä 


fein Meifterichafft gefaſſete/ bag 


wäre dag aller qroft : Dann qi 
bat groffe Ding, darauß ift es ur, 
zerbruͤchlich worden und von dep, 
Natur bes ungerbrüchlichen Golds 1 

und unjtbrüdlider bann da 
Sold. So du aber die quincar 
effentiam oder das fünfft wefendel, 
Vitriols / oder der cuperrofe aufat 
ziehen von der quinta effentia DEU 
Mercurii / (o einfundier oder gie 
daffelbig in ein diſtillirten Eſſig ot 
ſonſt anderen / undlaß es refolviet 
und entblöft werden lang mit bet 


1; 


jl: 


Queckſilber / und fo daffelbig an Dt h 
den aefitst / fo wirddie quinta effen? 
tia des Vitriols ober der cuperrt 
ohne Zweifel in dem Eifig bleib d 
daſſelbig magft du — 
a bewähren: : niímm ein «C 


li 


! 


Ode Edelſt Bab Gottes. 


















18 aller roͤtheſt Ding haben / und 


; M 


arauff geberen / zufammen / ſo 
! TT iro bir Die quinta effentia in Bo» 


| 


n 


nn alles Gold / diefelb (ft gut die 


Piſchen oder freflenden preften/ vie 


Mödere Libel mehr. 
b 
— das foblimitet Gueck⸗ 
xr oder ſein quintam effentiam geſun⸗ 
t / in das Waſſer welches bey den 
Pbigfophen / Lac Virginum Oder- - 
| Jungfrauenmilch ge⸗ 
nennet vetro, 


| E 900 quim: 


das mach offt gliiend, und löfch es 
rabın einem Eſſig / und darnach 
niſch denſelben Eſſig mit dem Eſſig 
Darin Die quinta eſſentia deß Dis 
Iriols oder cuperroſe ift/ fo wirft our 


rdie maflenfchon/ daſſelbe diſtil⸗ 
durch ein Filtz / und ſetz es zu 
Inem gar fenfftigen Feur / uno fama 
ibit ſchwartzen nebel / fo fid) oben 
| bleiben / büpftber unb ſchoͤner 
Schäden zu beilen/ unb Die corro 


! !j (b bít quinta effencia des Werturit 
Be Fiſtel unbben Krebs heilen / und 


je unft zu reducigen und wi⸗ 


| m jeder fublimierter Gift / als 
| " das Quedfilber 7 ober ſein 


pays 


946 


nes Ofens der Philofophen/dafelb 





















^PANDORN A . :: 
&uinca effentia, oder fublinsierfer e: 
fenicum / ober Schwaͤfel oder Ar 
moniacum/und fürnemlíd) verfich 
bie von dem gefablimierten Duet 


ST — Seel unb Gift. Das iff 
‚auch Sulphur , Mercurius und Arte 
nicum, Denn der von fich blafende Schwe— 
fel / das iſt ber da von fid) wirfft odeg 
ſtoͤßt feinen Rauch durch den Arfenic. De 
wuͤrcket. "Vid, Mineralogia fupr, Citar. un 
zwar bie erſte Anmerckung über bag viera 
teGapitel des zweyten Theile. # 


«duonymus Verbum Dimifun 


Solt bu alfo reduciren / oed), 
wider eynführen inein 2Daffer ood 
in Jungfrauenmilch / nach den Ni 
ien der Philofophen / und ift di 
bie Weiß: Nimm jublimiert Dueq 
filber / oder fein quintam effenciaggf 
tbu esinein glafern Geſchirr / obg 
in ein vergkefts das weit und bref 
fepe / und orbne das zrifchen DE. 
Fuß eines Antbonorig ; das íft/ d 


Wi 


ín iff ein wunderbarliher Sinn 


















Oder Edelſt Gab Gottes, 


ia bgedeuet werde vonjedemheil(b) 


leere , 3n pritna redudione, ea eft quam fo- 
' ationem vocarunt , eftque fundamentum 
ftis, Qua de re Rafis air © Nifi corpus re- 
lölvas, fiuftralaboras: corpora enim ad ta« 
Is aquas funt reducenda, quales funt ex qui- 

lus. primam originem duxere , id ef, in. 


Ji&ioinfuam eſſentiam. 
d e JM. foam lſaatut. 


| Und geſchicht alſo. Mach die 


In runden Ofen mit Wänden in der 
Höhe eines halben Schuchs / und 
If bie auffgerichten Wand / da 
pone ein rote Eyſern 


lb eg es A i 
Band, baf ee 





| lebé nirgend ans 
Joren / an die DIM des ofer 


Daß dag / fb bartin getban oder ger 


b) | filí, quomodo intelligenda fung, | 
«Miis Pbilofophotum di&a? Di-. 


uam vulgirem, Hnc vero flutionem . 
ilgus non capit. E&que hzc prima ejus re · 


Pend eines runden Dfens / oder 


Ld 


9 


auffſteigen moͤge in dem Umkrei 


ſo haſt du den Ofen / das iff getvill 
haſt / daß dieſer Ofen gleichlich gef 











PÄANDIOR A, ^] 
fondern daß cé bloß auff den vien 
Armen oder Stilen auffliege/ bafi; 


bít Hig fo unden auffſteigt ali 


lein beyfeits und an den Orten 


ber Lammeloder Blechs und dei, 
f fene: dann das Thürlein da mail, 
bie Kohlen fol} hinein tbun/ fol zuy 
underſt auff dem Herd gemachei, 


werden / darnach auff die Waͤnd di 


Lammel oder das Blech / und übel, 


0d) / bas befchlie mit einen hei 
dinen Ihürlein darein gemacht / al 


und ohn fehl, fo du den Verſtand 


heigt und gewarmet wird in a(feu 
Drtenund Limfreif feiner Runde 
baf die His vonder Lammel ping 
berbalten und gewahrt wird / unto 


Oder Edelſt Gab Gottes. " 
Inirgend bann durch bie offne der 
b Seytn unb eer Portern des 
Blaͤchs auffiteigt / und alſo von als 

fen Orten gleichlich der Mitte zuge⸗ 
bogen wird / darum fügen wir wiſ⸗ 
^fentltd vot einemrunden Ofen: fo 
vir aber nun das Geſchirr roollen 
i pronen in den Ofen/ ín der Mitte 
ber Pammet machen ir. drey Zaͤn 
4 bep zweyen Fingern erhebt / gleich 
weit von einander fleben / und fe 

Ipenbarauff em Schuffelein/ daß eg 
| in guffterbebet werde / unb immer 
Üder enfern Schüffel andere bre» / 
"aber kleinere Zahn / zugleiherweiß 
erhebt, unb auff ober über das Ges 


















! pboram / Geſchirr / oder gläfern 
bedecken wir mit einer anberen itze 
Pinen €cutel oder. Schüffel / alfo 
Maß die Amphora in mitte zwiſchen 
fiben zweyen Schuͤſſeln in mitte des 
uffts gelegt und geordnet erbe 
und dieſelh weder ber Boden 7 


; Jtt nirgend anruͤhre / und 
Ooo 3 dar⸗ 


[feirr ordnen wir ein glafern ame 


rug wohl verfigilliert / dieſelbe 


1 qo die Derier ober Seyten an feis - 


DAR 

















956 PANDORA, 
Barum foirb unterſetzt daß da 
Haupr oder Mitte des Dfene alil 
iſt daß wir ihn aumftbun oder DA) 
decken wann mir wollen. Diß 13) 
der allerheimlichite /- verborgne 
Dien der Philoſophen / ber oa gi 
maant wird Anthonor / unb au beg 
fea Erkantnuͤß gar menig/ unb de) 
ming Theil ber Menſchen fomme 
fiio / an diefem geicbieber Die D 
‚geition oder Abdeuung gleichlich vo 
gesem Thal, So du nun wilt de, 


— 


mirten Spiocum verkehret werde; 
in en Waſſer / oder Jungfrauem 
Milch / (t$ auff die Eyſen/ anf 
quel oder Blech den Zan tno bal 
Schuͤſſelein mit bent Ding das galı 
fleiſſig und wol gerieben ſeye uti 
beoede es nicht fondern der foarnp 
&ufft oder Wind ſoll bie bloffe tay 
teri berühren / und gib ibm eil. 
‘Feuer dreyer Kohlen / banm eii 
fleines Feuerlein tbut dir fein gnug 
und ecbalt daffelb Feuer gleich / ad) 
Sag urb Nächt / und daſſelbſ 
werden Lig Spiricas in der warme 














Hund trocknen ftuben gecalcinirt/dars 
mad zeuhe es her auß / und reib es auf 
"das allerfleiffigeft und reineft auff eis 
Inen Marmolftein bag die Materi 
Atınbegreiflichrein werde/darnach feg 
das in ein gläfern diftillierSefchirr/ 
Das fer und ordne ín ein Keflel in 
Nbalneum Mariæ, und folldas Waſ⸗ 
fer bey zweyen ‚Fingern bod) nicht 
"^anrübren / fondern in £ufft auff 
Wh gebendt werden/ uno fepe ein Feur 


I uber feucht unb toarm/ wiewohl 
Mes das Waſſer nicht berübren ſoll / 
die Materi des Queckſilbers wird 
Min ein Waffer verkehrt: das ift/bag 
es calcinirtift geweſen und wol geri⸗ 
ben. So nun einAlembicum darauf 
geſetzt wird / ſo diſtilliert ſich die aller⸗ 


und iſt die quinta eſſentia oder das 
fuͤnfft Weſen / als wol des Queck⸗ 
‚filbers als des Vitriols zuſammen 
gemiſchet / und ifidarin bie Heime 
Mígfeít der Heimligkeiten / und ein 
Maß / ein verwunderlich ‚Teuer / in 
der Abdauung aller flieglichen in 
hn. . Ooo4 un 


£ 


Oder Edelſt Gab Gottes. - 


unter dem balneo, und ín einem. 


klaͤrſt und ſchoͤnft Jungfrauenmilch / 


as 


so 


 fbuft/ dag du fie ohn Letzung mod 


flieglchen Dingen in den 


qui habeat portap, ut fit latus illius unius pal. 














GLATT A N D o Re, 
unſerem Anthonore: bas — P 
Ofen / alſo / daß du burd) das apud 
lein/ dag da ob der &ammelen ge | 
madtift/ dein Hand in den Dre 
get halten in derjelben Luͤfft werme, 
wo das nicht / |o were Das Feuch 
zu groß / jo mindere es / und bab i 
€5org: in der ‚Sirierung aber atia T 


Ofen / fo ift vonnöthen / das Ding 
in der gläfern Ampbora zu verſig 
len/und ein ſchwach ‚Feuer zu geben: 
ſo verfiehen nun oie Außziehungf‘ à 
der quintz e(fenix in dieſem Theil 
dann es iſt ein Ding groͤſſer dam 
geglaubt mag werden. 


Explicit tractatus quintæ effenti 
Fratris Joannis de ordine minorum 


dictus Rupiciffa, (c) 


s 
E 1 a 


(9 C) tava operatio * artis contine di 

magifterium furni calcinadonis MUR 
curii Solis, A Lui & ficfi:: Recipe larurm | \ 
fapientiz, fcilicet. cretam , ſtercus equi; 
papyrum carminatum, & — in fimul, & |: 
fac furnum magnum vel parvum , ficut vi 1 


mi 


| 



























- Oder f£ocifi Gab GOttes. 

imi circumcirca , & fac ei auriculas feu fpira- 
«ula, per quz fumus exeat, & non furfum 
alcendat,& poftea accipe unam laminam ferre- 
am fortem,&adapta eam fuper caput diti furni 


datur totum os forni , [fed dimittatur circa 
ipfum aliquod fpiraculum parvum unde calor 
pofler exire, & fuper ipfam laminam aptabis. 
liquantos gotos, videlicet quantos volueris, 
i& omnis hiatus habeat fuum ovum phyficum, 
libi ponatur lapis ad digerendum , & in cir- 
iru laminz funt quatuor laminz adhuc , ut 
Beneant laminam aliquantulum à longe à late- 
äbus furni, & ficfacies fieriunam ellam zre- 


ia fiet cooperculum furni , quod poffet cle- 
ari,&poni fecundum quod erit nec: ffe ad vi- 
endummateriam , & nota quod di&a olla 
ujusque materi? fit , debet efle lutata intus 
t.extea, ad hocut meliusteneat calorem , & 
ji&o cooperculo facies unsm portam , per 
uar poffes intromittere manum ac calorem 
irni;ficut przdi&um eft, fed cave quod non 


»X(um, Item nota quod quando pofuifti 
ateriam intus tu debes lutare portarum [ al, 
irietum ] jun&uras cum luto fapientiz , & 
inno lini, & hoc ut calor. non refpiret , & 
)n alcendant fumi, Et hoc dicitur Qufa 
‘ca, in qua potes ponere omnes fpiritus & 
jedicinas, ad operandum feu digerendum, ad 
xc ut in balneo poflint diffolvi in aquam. Et 
= s Qoos$ Älte 


M Fl 


IS, 


qui et rotundus, hoc modo; quod non clau- _ 


m vel ferream , aut de terra rotundam , & 


ingat vasquoniam eft valde calidum & vene- .- 


(95 


ww 


“fra fcurellam unum tripodem , & ibi pone 


I J iJ 

PIAND OR 
ite vocatur farnus Phy(icus, quia illa laminä 
facit afcendere calorem diametraliter ; un 
liter fac, quod latus laminz non afcendat a 
eaput ollz, ne ignis reverberet ad vafa ei 
medio aérem fupra. ciathos & tripedem , (P 
fac quod ignis ei fitab omni parte , majc i 
- enim ignis alcendit per tria foramina , qua 
per unum , & fic poterisignes augere vel df 
minuere,fecundum quod tibi videbitur, 
ta quod fuper tripodem ubi hiatus eft in lam 
a, potes aptareunam fcutellam terream &it 


















J 
nt 
) 
ovum philofophicum , & fupponere aliai il 
-fcutellam , & ita convenit duas fcutellas levagır 
se vel erigere in aẽre, ut non tangatlatera fcil 
tcllarum, Johann de Rupefciffit: 


Sutvi(fen; foman firiren will 
oder was man wil wircken mit Seu 
ſo iſt nothtuͤrfftig bag man toiffet 
welchem Zeich en des Mons Skin 
ſeye / und beſonder fo fixier und wi 
mit Feuer in dem Wider / n oem Lu, 
wen / und in dem Schuͤtzen / in bethsi 
Stier / Steinbock / und ín der Fungt: 
frauen. — M n 
Man mag auch diſtillieren in DOT 
ſelbigen Zeichen. (a) iin 
(3) A Stronomia per fe eft ars excellens Ji 
| laude digna, fi verus ejus ufus obfety, 
vati. 


| 


N 
| 


N 
h 


1 
"] 
u 


. Oder Edelſt Gab Gottes. 
atur, fcd valde co rupta fut , dum Dcos ex 
llla cxitruere voluerunt, (Qt vy 
| Prater hac dicta altius & majus quiddam 
x Aüronomiaelicito, Nam cum conjun« 
fione & exaltatione quoruncam Planetarum 
pbfervata , genera ipforum (ui font metalla, 
mineralia, rlerbe , Gemma & Lapides) 
lub celo cum ipfis uc iuntur , tunc fella- 
um radii in hzc co pora intrant , qui 
rum — virtués adeo augent & exal 
t, ut prf ılla non folum in hominum 
porbis fpirrualiter curandis (cum per ta&tum 
igillarum de «olo pendentium invihibiliter 
norbi tolluntur ) verum etiam in Magia na- 
arali €$ admiranda & faGu quafiimpoffibi- 
effici poffint, 

. Ratio autem, ob quam hzc operatio in 
undo conjun&ionisPlanetarum & ftellarum 
eri debeat, hzc eít obfervatu digna: Quæ- 
bet materia novam formam appetit , hinc eff, 
uod quamprimum Planetarum fit conjun- 
tio, hac ceele(tis fpiritualis & materialis 
jateria omnem formam fübire defiderat, & 
b attra&ivam füam naturam feu propriéta- 
m ignem iftum cceleſtem, de quo nobis fet- 
jo et, tanquam vitam ia momento ad ſe at- 
|ahit, & fecum conjungit, adeó ut hoc mo. 
> Ípiritus & anima invicem mifceantur & uni- 
wur, Terra, quz refpeGu coeli patris, tan- 
Siam mater confideratur , fimiliter corpora 
lain momento aá fe trahit, adeò ut iſtæ du 
Jonjun&iencs in pun&o temporis fiant, unde 
- | emnis 






















91$ 


e$. 
omnia ia Negetabilia 5 Animalia & Minerali 


DE GENERATIONE MINE RALIUM 























.PANDORA, 


originem ducant, $i i iraque tales radii fupra 
aquam aut ligna cadunt , quz ipforum natu T 


ræ reſpondent , tunc virtutes tales ſeu corpo ii 


iu 
iar 
4 
A 


ra, fpiritualiter fe in illa inſindant, & tantarum 
virtutum magicarum caufa exiltunt, Si verd 
huius conjun&tionis , mediante Altrono 
gnarus ante fueris, & metalla atque vegetabi? 
lia, quz ftellarum illarum inflaentium: natudf?! 
ran & complexionem habent, contra&u tue Jui 
conveniente affzceris , tunc non in terram?! 
Íed in talia corpora (quia fimile fi fimiligaudet) 
ingredientur, qua occafione res tàm mirz p: al 
tratz füeré per hocnaturz miraculum. Qi if“ 
libet Philofophus | fu Chymieus hic aliut 
quid fabintelligere debet, Sapienti fat, ^ i 


‘ [. 
di dh 


E 


ET PEGETABILIO M, . 
Cum etiam fupra didum fuerit [cminis fe 


radiorum de ftellis feu firmamento — bris 


rum in centrumterrg decidere, & parvum glotr 
bum tanquam cor tetrz petere , Íciendum diim 
ejusmodi radios, tàmprofundé de ME J 
multö lubtiliores & fpiritualiores effc qi à: P. 
3lli , qui usque có pe:tingere non potuerunt 
Hi radii decidendo , per. terram (ficuti a qui | 
perarcnam ) porganuur , cujus pu: gauon s 
saiohzcet; Omnes res creatz ob ptit 
hominis transgreffonem Divigı mandati, hi " 
ledi&ioni obnoxiz fa&s (unt , unde de T * 
eft ut delle quoque fuà » ficut ur & e o6 M 
iom MI. 
2 i | 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
omines , imputitate fcateant , hinc fit, ut- 
jum radii ia terram mittuntur , fpiritus craſſio⸗ 
les de hoc fundamenti femine in terre ſuper- 
cie mancant, qui omnis generis herbas pros 
ucunt, quorum pats aliqua animalia cfficit, 
[t varii inde morbi pullulent : Subtilior ve- 
) & purgatus fpirites terram inflar fpiritus 
irarum tranfeuntis , ad medinm terrz pun« 
lum usque tranfit, & terram confervet, & 
Bii viribus fuis roborat , centrum enim majus - 
; melius quiddam e(t , quam circumferentia, 






















Bi quo omnes circumferentiz virtutes funt 
plle&z , quz in cutcumferentia funt. diſper⸗ 
M* ^ Exemplotibi fithomo , in cujos medio 


5 Similiterin herba latet ignis cceleftis & 
! . kiplicationis numerus , reliqua pars do- 
| Eadem hic quoque ratio eft, Nam cor⸗ 
aralis aquaaut mineralis terra, interra ut 
! a" llus in ovo jacet, puriffimis, & ut dixi , 
immis & fubtilifimis viribus terrz dotata, 
erta de hoc fubje&o aquam capit, ipfum 
(à de terra nihil , fed femet ipfüm in fétnet 
fo multiplicat, & pheenicis inftar juvenefcit; 
iultiplicationis virtus ipfi, zque atque igní 
ico à Deo eft conceífa, unde firmámen- 
n fuut & proprium motum ih femet ipfo 
EU XC t YR TG 

A inetalium autem ortum quod attinef $ 


"P TD Altra 


i | 


quidem circumferentia ef ex ipfo centro ; 


jquieícit anima, & fpiritus, virtus & mo⸗ 


icilium feu operculum virtutis fuz tantüm - 


| aendum ek, quod Gemimg , Mineralia & 


HT 


\ 


358 


atem de natura illius Planetæ, cum quo co 















»)FANDORA, 
Altea illorum tardiffime er-fcant , adeà uj 
multi in hac opinione fuerint, illa nulo nos 
do cteícere , ed originem fuam ex ıranlcufe 
fu Mereurii in venas lulphereas habere , & if 
venis illis io metallum ccag.lari, quod tamen 
falfum et, tàm quia Verbo Divino de Mala] 
tiplieatione repugnat , tàm quia Mercurial 
metallorum materia nuaquam fuit, multö mi⸗ 
nüs lulphut, Mercurius enim à Planeta Metal 
curio ortum ducit, & per le ipfum fructus) 
mineralis eft , & fecundum naturam cóvjong | 
Gionisiftius Planet2 cum alio Planctaa gendi 
vivum nafcitur, Nam intct czterosPlanerag|! 
Mercurius mobiliffimus «ft, & ſe inc juslib 
Planeta naturam transmutat, cam qua comel! 
jun&ionem inftituit, fecundum Zodiaci dos! 
mum,in qua dominator exiftit: M-tallaenim | 
nafcuntur fecundum alicujus Plan-t2 dom'na=|! 
tionem , & nihilomiuustamenal quam qa ie 
n |) | 
jun&io interecffit, obtinen. — AT 

| Johannes Grafen“ 

(223) Durch diefen umter(cbieolidem 
Lauf der Planeten entſtehen Sommer 
und Winter, Veränderungenin den Eles |" 
menten/unb auff&coen der Dingen Sebde |! 
rung. Ind mag nichts / es ſey empfi dlich 
ſichtbarlich oder Unſichtbarlich o ne mich |" 
ſeyn ober ſtatt haben. Alſo wirken Die]! 
Himmel alle Ding / fo unter dem Mond!" 
beſchloſſen und geben ihre lulluentz in die 
Kraſſt 


| 










9 


Oder f£od(t ab GOttes. 

trafft ver Materi: und diefe ift begierig 
(eic als ein Weib gegen ben. Mann die 
jormam zu empfangen : Allen Sternen 
m Himmel’ foungehlich / feynd der Mas 
erien in unterfchiedlicher Zahl untergeben: 




















heils klar / eins theils dunckel / welches 

flc8 ja wunderbarlich Ding ift. Sie wir⸗ 

een alfounterfehiedliche Ding/nach beme 

€ einen unterfehiedlichen Lauff haben / 

ftlich oben am Himmel’ darnach bere 

inten nach ihrer Tugend in den Elementen; 
on dañen die Speciesund individua totrben. 

Biffe derhalben / daß fo vielerley infuen- 
en nicht vergebentlich herunter Riefen im 
a8 Element der Erden / wiewohl fie uns 
‚chtbarlich gefchehen und ehe fie herunter 
1 die Erden fommen/ fo hart in fid) bez 
hloſſen ſeyn daß fie nacheinander mit 
zewalt eingehen / und biß in dag Cen- 
um durchdringen / in fo unterfehiedlicher 
Beife / als fie auch in der minera unter» 
hiedliche Generationes durch unterfchied: 
Ache impreffiones machen/ und bie unteren 
en oberen ohne Irrthum und abwege fot: 
em. Alſo ift nun die Erde mit ben Dim 
Selm umgeben und geziemet und nimmt 
Ian denfelben die influen& und befte Sub. 
Hang. Darum auch eine-jede Sphera ihre 
ugend von fid) zugeben und bıf in dag 


e Bewegung und Dike / werden in der 
rden aufffteigende Dänfte gebohren die 


pin 


mb untertoor(fen : und feind ihrer eins 


Nentrum zu dringen begehret. Durch fole 


939 








| 960 


PANDOR RESTE 
prime compofitionis feptt. Der Dunft if 
Falt und feuchte / auff daß er fich wider 
niderfchlage 7 und wird in der Erden bes 
halten : Wann er aber in. ein Gewoͤlcke 
gehet / fo mag er 7 auch wohl feucht ung 
warm feyn. Was darvon irrdifch und in 
der Erden befchloffen bleibt / Daß bringe 
ich Natur ) Durch Fänge der Zeitin ein 
Schwefel / ber Das agens, unb in ein ar⸗ 
gentum vivum , ſo Dà$ patiens iff, Als 
bann iſt dieſes Die andere mixtion ton 
ber erften Compofition. Das gan&e aber] 
ift gegogen auß denvier Elementen bie ich 
in eint Mafam bringe / toit id) dir zuvorn 
Hefagt hab» : 



















difputatio híc nobis offertur, quam non pra 
tereundam effe. cenfemus, | Picus Comes à 
Mirandula, mirabile ingenium & multa dos, 
&tina preditum in 3. lib. contra afrologiam), 
judiciariam cap. 25, ex ardenti hanc artem 
nimis impugnandi zelo inquit.: Si prom 
volumus, omnium ftellarum proprictatem| 
& virtutem: unam candemque effe , hanc re⸗ 
gulam prefupponere debemus : Naruram. 
caeli apertiàs & fuccin&ius exprimi non poffe, 
quam dicendo, Coelum effe unitatem omni- 
um corporum. Nihil enim in univerfo mun⸗ 
do exiftit quod non dependeat dé certo UNO, 
uti deíua prima fcaturigine, Hinc & ex 

: Bach 1 pluris. 

| 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
juribus aliis fuis premiffis concludere vult; 
proprietatem & virtutem cujuslibet flella in- 
differenter confideratam, à facultate omnium 
compofitorum elementarium dependere; Et 
inter ftellas nullam aliam differentiam effe 
quam quod una fit alterä major ut videmus 
Non veró quod quis dicere poffit, unam re- 
bus inferioribus alterá fpecialiüs prafidere ; 
quia quzlibet ftella omnibus rebus prafideat, 
adeo ut fi omnes (telle inunum corpus con- 
unctæ & unitz effent , idem effet ac fi infini» 
x flammz & ignes convenirent ad conftitu- 
endum ignem unum ? qui fortior quidc. m 
foret fed non diveríz proprietatis & natura, 
& qui in fubllantiis homogeneis & homojo- 
meris percoacervationem non mutatur nec 
Mios eff: &us producit quam cum effet fepa.- 
atus , ficat ín aqua apparet, & in magna face 
eípe&u parvz candelz , quz infinitas alias 
Equé accendere potet atque. magna fax, 
quamvis hzc potentior fit ad calefaciendum 
sequendum & urendum , propter groffitiem 
aam, : | | | 
Blafıns Pigenernt, 

























(2323) Hebrzi agbitrantur non effe tara 
xiguam herbam fuper terra, nec quicquam 
x tribus compofitorum geseribus, videlicet 
nineralibus,vegetabilibus & animalibus,quod 
iupra non habeat fuam correfpondentem ſtel- 
am, quz ipfiaffitat & àqua conlervationem 
wi babeat, Sed dicat quis, quomodo hoc 

| ^ p qua» 


961 


96, 


‚mento cceli , videlicet Sol, Luna & Stell: 
‚ad fepatationem nedtis à die, & fint pro figi 


planetas & alias res elementares, 


3Dag. : | 















— 


D⏑ — 
quadrat ? Hoc enim videtur derogare, &cd 
textu expreffo Gen, r. pugnare, ubi exta 
quod tertio die terra de femet ipfa produx 
herbas & arbores , lemioa fua fecundum fpt 
cies fuas in femetipfis continentes : Cum ti 


n 


menneque Sol neque Stelle adhuc effent, fe| ' 


fequenti demum , quarto videlicet die fui : 
rint creatz , quorum cffe&us & fun&iones ill" 


quoque notantur, Fiant luminaria in firmz 


nis, temporibus, diebus & annis, Ubi ill 
nulla affi(tentía tribuitmr füper arbores i 


Blafits Fignert 5 


(aa aa a) Opus hoc non caufaturä mot⸗ 
fuperiorum; quia omni tempore fieri potef| v 
Marg, nov. ^ 


 (aaaaaa) Omni tempore incipe opul 
Liber trium verb, | , 

Contemplauo cch non eſt neceffari 
Libavins. 


Sol, Im Wider und (m Loͤwen ift es all 
wieder mit Gold ifl boͤß im 2Baffermann un 


Luna. Es iff aut mit Silber wirden/ fo d 
Mon iſt in oem Stier und in dem Krebs: ui 
iff bóg im Scorpion und Steinbod. 4 

Saturnus Mit Bley iſt es aut wirden in de 
Wag Steinbock und Waſſerman: uno ifi DOT 
im Wider / Krebs u no Löwen. A 

„Jupiter. tiu dinn iff gut wirden wan 


x 


















- Oder. f£odft Gab Gottes. "e 


Won ift im Krebs / Sifdb uno Schüg : und ift - 
boͤß in der Jungfrauen und Swilling. . 

Mir xs. 1. Ergift gut wirden in dem Stein- 
bock / Wider und Scorpion undifi bögimBrebs/ / 
Magund Stier. - 
Venus. Mit Bupffer arbeiten iff gut im Fiſch / 
Wag / Stier und Jungfrau: uno ifi böß im Mis 


Mars. Mir Eyfen ift es flüchtig. 

Mercurius. Mit Queckſilber iff es atit wir« 
don in der Jungfrauen / Swilling : uno. ift bóg 
tin oem Sc) bp und Sifchen, 


urum colum Mm pues "x 9 QU 


Aurum foliatum gen lamina auri 
Aurũ laminatũ ( Bold lamina folis Vvlaͤch 
urum malleatü 


rgentum 


d merum $N argenti malleatum f gehaͤ⸗ 
Argentum aen folium argenti =’ mert 
| een — lamina argenti blat 


Argentam | lamina Luna blade 
 aminat) , 


"Margarita y. 


19ina - 
Vni sdem, 
petlint Perla 


J Salem J 
ol aurum Elitropia Solfeguium 
‚una argentum Petrofelinum 
ars ferrum Plantago major 
ercurius Argentum vivum Satyrion Hendkraut 
piter ſtannum | Barba lo'vis, 
enus Cuprum Verbenaabrotonum ® 
ainrnns Plumbum » Centum capıa Bold= 
b: | | (wurtz. 


Pppz Diefer 


964 


. Dein Salt peinigt mid) nackends 
Weib / 


e 
Dann unſeelig war mein erſter Leib, 


Da gwan ic) aller Kreuter Krafft / 


» PANDOR Aic 
Dieſer Spruch gehoͤrt zu | 


der erften Sigur. 











Und nod) nie Mutter war geboren/L, 
Biß id) zum ps mabl ward 


3n aller eric ward ich fig ^ 
Meines Sohns nani ich eben war / 
Und kam mit ihm ſelb ander dar. 
Da id) fein ward ſchwanger / 


Und gebabr auff einem unfrucht 
Anger. 


Und ward in rem Weſen anglet 
Daß mein — mein Bari) 
As GOtt g Vidt bat weſentliche 
Die Mutter die mich hat gebert / 
Durch mich ward ſie gebohren auf 


wundren / 












Oder Edelſt Gab Gottes. 

| Das bat das Gebird meifterlich 
verfch! unden. 

kommen vier in ein/ 

4n unſerm Meiſterlichen Stein. 

nd fieben in dreyfalt bedacht / 
Und in ein Weſen vollbracht. 
28er das bedencken fan gar eben/ 
Dem ift oec Gewalt gegeben. 
Daß er al Krankheit tbut verfreis 


ben 
Auß Metallen und Menfchen geb 


ben 
Ohn Bor Hülff niemand das 
| mag gebauen / 
Nur der ſich Mibsfandurdifhauen. 


aum / 
Darauf rinnen zwen plaum. 
Der ein ftot gen Drient / 
nb der ander gen Occident. 


brennen ihr Gefider / 
nd fallen bloß in die Erde nider. 
And werdenda acfiberbinmtber gar 
ſchon / 
nd ſind ii rthaͤnig Conn und 


Auß meiner Art entfpringe ein 


Darauß Adler fliegen und vers - 


Dpp ; Got 


$6; 


9,66 


‚sernahlten Bildern und Siguren / verbors 


nod; jung und in ihrem blüendem Alter war 


ſchwartzglitzenden Augen / mit reifen und 
rotben Wangen / mit Milchfarben runden | 












| PANDORA, M 
Gettheedifmáditigeópffer gut) | 
Der bate alles infeiner Huf/ : 
Wenn er 08 gibt füiriabr/ ’ 
Der. eon Meiſter Spruͤch 


gar | 
Daßer bebendt das kuͤnſtlich Leben / 
Ale Leib / Seel gefügt werden eben. 
Daß ſie —— in ihres Vatters 


Reich. 
Alſo halt ſich die $unft auff Erd» 
| reich.(a) 


Cog der alten Phi(ofophea ihre 
Nachkoͤmmlinge / haben dieſe Kunſt 
nicht allein in tieffſinnigen und nachdenck⸗ 
lichen XBorten ; fondernauch in vifierlidyr 


gen gehalten. Ich bab gefehen mit einem i 
überaus fchönen Faden (Pinſel) abge» [i 
mablet / eine nacfenbe Jungfrau / die ans P 


wif weifen Haaren 7 wie Helfenbein/ mit 


Brüftlein, als warn fi € ein SunfbDred)éz B 
fer. acorübet hätte: Syn Summa / oiefe J 
Jungfrau war an ihrem gantzen Leib fo T 
gar uͤberaus weiß / und fürtrefflich ſchoͤn / 
und mit allen Gaben der Natur dermaſ⸗ | 
fen begabt unb gezieret / daß i e pA | 

alles 

J 


^ 





e osss9 


— — — 


fe 
u je. 
^ 
- 
»- 
e 
—N if 
c 
—— — 












Oder Edelſt Gab Gottes. 

alleweg würdig und hochwehrt geſchaͤtzet 
wuͤrde / mit einem Koͤnig zu Tiſch und zu 
Bette zugehen. Sin dieſe Jungfraue has 


Philoſophi alleſamt alſo und dergeſtalt ver⸗ 
liebet / als wann die Poeten die Frau Ve- 
mmus, oder Junonem, oder ſonſten irgend 
ein huͤbſches / holdſeeliges Maͤgdlein zu 
beſchreiben und abzumahlen pflegten. 

Es hatte aber obbemelte Nympha oder 
"Madama sitterende Hände / und in Denens 
felben zwo gang hellbrennende Fackeln; 
unter ihrem rechten Fuß war ein gäldene 
Brunnquell gerunnen 7 undin viel Nleders 
lein und Fluͤßlein heraus gelauffen : Unter 
pem (incen Fuß / tear ein Silber⸗Waſ⸗ 
ſer hergefloſſen. 

Zur rechten Hand war die Sonne ge⸗ 
mahlet / die allenthalben mit ihren Strah⸗ 
len / um bie Jungfrauen her'glänge : Auff 
der linefen Seiten ward gemahlet / ber 
Mond mit zweyen Hörnern: Dameben 

flatterten auch etliche Voͤgelein berum / 
ein Theil Aogen über fich in die Lufft / ein 

Theil unter fich auf den Erdboden. Hin- 
ter der Sjungfrauen Mücken war zu fehen/ 
Daß ihr angewachfen ein Fruchtbarer 
Baum / voller Blühe und Oepfel behaͤn⸗ 
get / daß man meynen möchte / es waͤre 
der Baum des Lebens / der da im Garten 
des Paradeyſes gepflantzet iſt / wann nur 
jemand feine gnadenreiche Krafft des Le 
d Ppp 4 bens 


ben ſich auch / beedes die alten / und neuen 


ver 


968 


PORNO ANON 


bens Foften uno verfuchen dörffte So 
wird ung auch in der Philofophifchen Tia-] 
ra abgeriffen und befchrieben/ Hermes. ber 
dritte Dber- Mann aller Philofophen, der 
fiset auff einer Cachedrä , und hält C über]! 
feinen Kopf; andere melden ) auff ſeinen 
Knien zwo Taffeln : Auff ver einen ftundelke 
beedes per Sonnen / und dann des Monds 
Schein in einem Umkreiß; unter ihnen 
waren zween Vögel / die loben mie ink 
ein Circkel berum/ und biffen fich / als ots 
ten fie einander freffen : der obere mar 
mit Slügeln/ der andere ohne Slügel ger 
mahlet. Auff ber andern Tafel waren drey 
Circkel von mancherley Karben entworffen; 
mitten in Denfelbeu mar des Monds Bild / 
zu melchem Famen zwo Sonnen: Die eine 
fiboffe von ihr einen Strahl / die andere] 
zween Strahle. Und flogenum des Her-| 
metis Stul neun Adler / diehatten in ih⸗ 
ren (Sü(fen gefpannte Bogen / aug welchen 
fie gefiederte Pfitſchepfeil auff das Erdreich! 
gefchoffen. E 
Allda iff auch sufeben ein zweyſaches 
$5i[b/ fo tbeif8 ein Mannes : theils eit 
Weibsbild ift/einem Zwydorn gleich / das 
fvágt einen Kenferlichen Scepter in del) 
Hand. Golcherlen Muſter und Gas) 
tung / merden in der Philofophen Birk 
chern hin und mwieder gefunden. - I 


Marfilins Ficintt, 
Erklaͤh⸗ 


-à 




























+B. 








Rubrum . 
Album et RR 

ad A 

Opus 





Ww mi 





Qu / 
| NU 





ag" f 


» 


E 





34 


Pag. B. 


| Erklaͤhrung des erſten 


athoris, 

3 Der Baum fompt aug den 
Saamen des Manns unb ber Frau⸗ 
(n. Soder Saanıe geftorbeniftin 
dem Erdtrich / (o geht er auff/ dar⸗ 
aug ein Baum wird / nnauffpre: 
chenlicher Frucht / mannigfaltiger 
Wuͤrckung. | | 

£5 Cont. E Mon. 

D Die Vogel find der Sonnen 
Saamen / und fliegen durd das 
Gebirg des Mons auff in die Ho- 
be des Himmels / und beiffen in ihre 
Gefieder / und fommen bloß in das 
Gebirg wider und Ferben darinnen 
eins weiſſen tods. 

E Die Vogel find des Mons 
Saamen undfliegendurch das Ges 
bira ihres Datters und Mutters 


auffindie Hoͤhe der Himmelen / und 


nehmen den Schein der Sonnen / 

unddardurch werden fie Flar / und 

fallen ín das Gebirg wider ab / und 

fierben darin eins ſchwartzen tona. 
5 Dittillatorium der Sonnen. 
Q3 Diftillatoriam des Mons. 


TPppr; — Ope 


\ 





Pag. B, 


» 








 Unfere Erläuterung. 

| Opus ad Album & Rubrum. 

 K Die erfte Materi. 

B DieEalcinirung. 

C Die Saulung —— 

DD Diefliegende Seifer. 

E Der Mercurius. 

 FFFF Deß Mercurii Früchten, 
G Gol. a 

H Silber. 











VUE ; Pag. C. % 


Ecklaͤhrung des erſten 


Auch otis, 


3 Die Dogel fliegen auf Sons 
n uno Mon/ und fchmweben in der 
obe ſchon Durch des Geſchirrs kla⸗ 
' und nehmen darbey wahre / der 
onnen und des Mones Reich/ und 
'aen wider in das Erdfreich / und 
hmen darauf ihr natürliche 
peiß und bringen dem Vogel rof 
4 weiß / die fterbenin ihrem Saas 












sone. : 

$5 Wer den Lomwen nimmt ſein 
uf/ und der ihme darnach recht 
ut/ und verbrennt feines Vatters 
ib mit ber, Glut zu Afchen mit 
tfoalt / und geuft darinn das ge 
inet 3Baffer / fotvírb darauß ein 
flaßer / das beílt alle Kranckheit 
n £after / unb wird die höchfte 
tzney / der Menfchen/ Thier / Voͤ⸗ 
/ $n. Kupffer/ Stahl / Enfen 

ley. 


Subli- 


'h durch ig der Sonnen und 





Pa. 

Unſere Erlaͤuterung 
Sublimatio. 

AA Das Auffſteigen. 

BB Das niederſteigen. 

C Der Mercurius. 

DD Der feſte Leib wird auffgelöft 

E Das Cale wird zu Waſſer. 


FS Der Saltz Leib wird flüchtig ge 
macht / und ſteiget ín Die 














use 


Pag. D, 


acludrung des efia 


Auh oris, 

* E 

Bilt bu die verfperrten Schloß 
fchlieffen auff 

5o merck fleiffig gar eben auff/ 

And füg das Haupt zu dem 
Schwantz / 

So Anden bu die gg gang. 






| er Vogel i die außgezogen 
Sul unfers Steins. 
€ 


‚Die zween Voͤgel find als Ge 
dbrer/ Weibund Mann. 


Der Roth — hat genom⸗ 
nen ein weiſſe Frauen / und in ihr 
eyder Vermiſchung ward bie Frau 


chwanger / unb gebahr einen Sohn / 


erin allen Dingen [ein pou 


iberivínot, 


Sepas 2 


/ 


AR Pag. D 







Unſere Erlaͤuterung. 


Separatio & Conjunctio ad Elexir 
Rubrum, 


* 


G Das weile Elixir mit dem rothe 
Schweffel zuſammen g 

 K6t machen das rot) 
Elixir. 


A. 


rubri. 





XB 








A: Pag. E. | 


Erklaͤhrung des erſten 


Authoris. 


9(. Der Track iſt der Saamen 
Nanns und Weibs / der auß ihn 
eboren ift worden’ fo er empfind. 
er natürlichen Hige der Sonnen 
wird er um fid) preiffen und gruͤ— 
en / unb fein gebarer verjchlins 
en / barau& dann thut entſprin⸗ 
en / ein ſchwartzer Berg mit rotb 
berzwerch/ mit Blumen weiß ac 
orenget / mit Berg des grünen 
Inger / darauff gal Blumen (vare 
ern mit braunen Smopfflein groß 
nb ſchon / barauff ein guüldine 
ron/ mitlautem Thon! srfcheint 
er ale Reich durch die Meifers 
d Kunf auff Erdreich / genannt 
Ihani / wer ber iff recht Waͤſen 
ey / mit Hertz Sinnund Muth / 
d fie hebt ab der Glut / als die 
»hilofophi darvon (dreiben / dar» 
rd) manmag alle Krankheit und 
rmutb vertreiben/ unter Metallen 
ino Menichen geiben. 















Vis 





| Pag. E. 







Unfere Erläuterung. 


Yis Elixir Rubri Sive Lapidis Philo 
fophici Vis atque 
Virtus, 
A Der Schwaͤfel. 
B Der Mercurius. 
C Das flüchtige Salk. 
D Des totben Elixirs Kraft un 





Genzratio bium Princpiorum 1 














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Uu > - x pn s & 
N fes 
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Psg. f. * 


Linfere Erläuterung: 





Generatio Trium Principiorum, - 


AAA Generatio Mercurii Sulphuris- 
 & folis, Oder mie diedrey 
Principia generig(f wer⸗ 

en. | 

ST 


WR 


Hermap Aro 


* 


ditus 


Rebis 


N 














‚Pag2G; ’ 
Ta 


Erklaͤhrung des erſten 


Authoris. 










Der König und die Königin ſind 
großmaͤchtig / ſie mögen fein Liber- 
laf nicht geleiden / gib ihn nach; 
bann fie geben vir (he Augen um 
Íbr Haupt/ unfers Königs Haupt 
Ift roͤth fein Fuͤß find weiß / feine 
Augen die ſind ſchwartz. 

Idhr folien ehren den Konig und 
kin Konigin: dann ihr wiſſet nicht 
hren Zorn / darum daß fie euch 
dícbt begriffen / und erzeigen auff 
rud ihren Zorn. 

. Die König unb die Koͤnigin freu⸗ 
n fid) und gehn in ihren Koͤnigſtul⸗ 
»aun fie find von einer Wurgel und 
yarum daB dein fremdes Ding / 
mter fie / oder mit ihn vernuſcht 
ſt fo grünen fie 


# 


Oqq 2 Kebis — 


FAR u 


.  Unfere Erläuterung. 
. Rebis Hermaphrodit. 


AB Dann der Leib durch das Wa 
fer flüchtig und wider fi), 
ift gemachet toorben/ 
iter wuͤrdig / daß md 
ibm die Cron uffici 














E 
? 





Pag. Ex 


hor 15, 


_ Erfläpeung des erſten 


A Das Schwerdt mit der brau⸗ 
nen Kronen ſchlahet zu todt bem 
Werbe Mann. ; 

D Der Flügel ſchwebt bey der 
'eact/ mit Erleuchtung des Mons 
Krafft. 

2? € Die zwo Kronen bedeuten 

- Sonn unb Mon/ in ihr gelben Far⸗ 

„ben klar / iſt die Kunſt verbracht gat. 

^ 3 Der grün Fluͤgel iſt genannt/ 
daß gronnon Leben wol bekannt. 

|, Die Kron des flüchtigen Geiſts. 

lens Die fron des beſtaͤndigen 


6G Der Track bedeut der zweyer 
Kron / die ob ihme ſchwaͤben ſchon / 
die ein iſt blau / die ander ſchwartz / 

die machen gar ein guten Artz / wann 
ſie vereinlich zuſammen kommen / 
das bringt dem Menſchen und Me⸗ 
tallen frommen. 





Qu 3 Rebis 


—OPag.H. 
8 Aa 655 "ttc IE. 
" , Unfere Erläuterung. 
t | o1 [ed Putrefa&tio,- | 


E AW MM: Rebis ift wider flieht 
ern ogemacht worden. © 


BB B. Des Leibes Herrſchafftu uͤ , 
das. Waſſer. 


€ 3 ben ren entfptitiat ha 
ono Sch 












—— —TUqo es 


D iie DET hbaff anfese o 
ERE ies im RR | 


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FLOS . e E 
N iu Jii A X : 
— 





e lid, NS 





P ig. 


s elabem des erſten Authoris; 
— A Der Flügeldes grünen Leben / 
tbut fich in den £ufft heben. 

25 Der Fluͤgel des Mones erleucht 
die Nacht ſchoͤne. 

€ Der Stern bedeut bie vollkom⸗ 
menheit des Steins / durch die Kron 
erheben. 

D Der Schned die Verwand⸗ 
Bins bedeut / durch die Verloſung 
| feiner Haupt. 
> € Der Kelch des Lebens / bat» 
auß die Schlangen / fterben und [eto 
den —— das lebendig gold. 
Der Baum der Sonne / 
bringt Freud und. Wonne. 

- 6 Der Baum des Mons iff der 
Sonnen Stammen. 
. HD Duurch das rot Kleid / foll bie Kunſt 


-foerben bereit. - (gang bereit. 
: eur das weiß Kleid / ift Die Kunſt 
Bau 








a Bergdarauffwächft btc Sonne 


P, * Berg des Mons / erleucht die 
acht ſchon. 
M Der Track verzehrt die zween Brun⸗ 
nen / des Monsund der Sonnen / dann es 
rechte ſpeiß / duech rot und weiß / wird 
pu sende bracht / als die Philoſophi 
bata gedacht. $1314 Re 


— —— 







Unſere Erlenterung, 
| Rebis, Putrefa@io, 


1 Deß Rebis Vollkommenheit af 
Die Lunam oder Silber, | 


'B Der Mersurtus/ oder das Flüch 
tige. 


ne > " . pe 
x — —— — E 
Y 


: € Das Saltz oder das Fire. 
D: 2at Golh, | | 
5 Das Silber, Bar: | 


Da 


— 


* 


II; 













A "A. 


AVES . 
2 [4 4 4 A 
Yi, 3 


| Pip, 
Oa des erſten 


oris, 


E Das find die Mönel Herme- 
(uds, mit dem Geſchoß ihres auff 
| a niederfliegeng/ wird die Kunſt 
verbracht. 


"$5 Hermes ein Vatter / der Philos 
(opbi Kunft bin ich genannt, 
Manchen Pbhilofophi Sohn gar 
- . fvel befannt. 
Darum feben die Tafel recht an / 
2945 darein bezeichnet Conn und | 


Mon 
Die me Law regieren die 


Mit Hilf - Meifters Gunfſt. 

Und durch Mittel ihrer Natur / 

Wird vollbracht Die edel Figur. 
Damit uf elle Krankheit 


ſchwa 
| Und ee Geld und Silber 
ER mad. 








2^ gas Wide 


| 


wd nn nn 





a Maássaffis: citat, pag. 454 
Eckhards Entlauffener Chy 


,  micus ib. Eds . Pag-95t 


Matfilius Ficin, pag, m, 4428 


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otoict die Coverper 


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A, 








| 





——— 


-————— —tam, "i 





Pag, L. 


Erklaͤhrung oes erſten 
0» Authors,  - 

‚Der BrunndesMones tbut gar 

ohl lohnen / durch feinen eolen ^ 

re / madyet er die Sonne 

(ip, - | d 


Der Brunn auß der Sonne / 
lacht Freud und Wonne / und iff 
| Bad gut/ und erfrifchet mar 
em fein Blur, qn 


Auß zweyen Waflern macht ein 
zaſſer tver mein Vortheil verfte: 
t/bem fino alle Reich unterthan. 


D 
Sp die Coͤrper geſolviert find / 
s freuen ſich die Philoſophi Kind: 
1m durch die zwey Waſſer wird 
macht das edel Pflaſter / das alle 
lanckheit (f vertreiben / ber Mer 
llen und Menſchen Leiben. 










Gene 


‚Unfere Erläuterung. 









| Generatio Elixir Albi & Rubri, 


AB Auß Ouedfilber / Schwef 
CD und Salg/ wird ein König 

59$ rotbe Elixir und Go 

gebohren. 
B.Auß Queckſilber unb Salt 
wird eine Königin / das w 
fe Elixir / und Silber berfib 
gebracht: BERN. 


EE Die Philoſophiſche Sublimf) 
tion, u | 


. Y. Mercurius duplicatus, 








: A — . 








Pag; M. | 
Erklaͤhrung des erſten 


horis; 





| pic (it das fr eg macht 
vorden) das bleibend Waſſer iſt die 
pue eines vn 


|. Sie (t flüchtig. y^ worden ge 
\ acht / der *Dbilofopbi Mittel iſt 
: oet eines ca | 


Dr grim — 2 bedeut ! 
ie Kunft ber Philofos | 


is ficbabén vollbracht 
en —— / ber fleugt bep der 


* ben NS. ſchilt ſolt ihr er⸗ 
ennen 

Hermes 20096 ben ich euch bin nem 

nen / | 

Der ift ber weiß Adler genannt / 

Miandemrpbiiofopbo wol erkannt 


Putte- 


Bag, M. 
uUnſere era: 


{ Patecfodia y E ! Saltimacios 
yon rites 


A Der Mercuriug, ; 
. 5 Das Calf... 
CC Flüdtig. 


DD Die Wurcung auff die 
vollkommene Metall. 


.,E $46 Salgzz if zu Waſſer ub 
fluͤchtig gemacht worden 


De weile Mercurius ‚wird 1b 
odi Ad. SAEI 

























Platonis Tochter rüfft unb. 
hreibt alſo / bewahr míd) / (0 be; 
pabt ich bid) / verlepbe mir mein: 
echt / daß ich dir helff mein Sohn / 
mein (tram find tieff in mir/ 
‚ine iſt mie gang eigentlich / und - 
nein Liecht übertrifft alle Liecht / 
md mein Gut aller Gute iſt die 
wchft und edleft/ zu freuben und 
wohl gemebrt / ich aebahre das 
ditt: aber Finfternuß findin mei 
itr Natur / es fen bann daß mein 
Dietalwerdetrüden. (3) — — — 


j i 


; EN St gebenede gte Waffer / wird 


& 


"«J oon den Philafophis die Tochter 
| ionis genannt die Dd Macht und Ger 


halt bat über alie Schäpe 
a Nodus Sophisus £nodatus, 


Alle Coͤrper bedörffen mein’ bat» 
daß ich fie zerlaß und zerfloͤß / 
b ihr Linreinigfeit vertila / und 

fubftang außzeubet. (0) —— 


Lj] Lixir autem eft quoddam compoti- 
— tum bahens in fe virtutem minera- 

Im, tubeum , autcitrinum, ex pluribus fpe« 
lebus limpidiffimis, & claris (& fic de fpecie 

* * equa i 


| Dover Edeiſt Gab Gottes: — 55 


99% 


. éirca medicinam eorum intendentibus e: 















PANDOR A, 

aquæ conjun&is) fa&um compofitum , k 
bensinfe virtutem mineralem inclufam , . 
fteris condimentum , antidotumi , & medidk 
omnium corporum. purgandorum & traj. 
formandorum in Solificum & Lunificam 4 
rum, Et dicitur Elixir ab Elicio , elih 
qua(i unum ex pluribus , in quibus eft, el; 
qum, & in aliis jam converfum & ligatum] 
| Inserinss 


(bb) Verbi gratia : Élixit et medick 
tompofita , five confeda , quz metallori 
infemitatés, ficut tyriaca Venenum, Kk 
omni: corpora venenofa fanat ; & idco ur]. 
tas liujus elizir eR duplex , nam & animk 
jucunditate ditat; & corpus à paupertatek 
fervituge liberat, — Naturam ergo circa 3 
lem & Lunam, czterosqué planetas , atq 


tafe, falutea, 2 
| Q3 Guilielmi Tecerers 
So ich unb mein cob mit einand 
vermiſcht und vereinigt werden / 
magnicht befjers/nicht hoͤhers / no 


des Brunnen ſeine Mutter neu 
| io 


*M 
ig 


Oder Edelſt Gab Gottes. 



















in feinem Beth mich ſfreundlich umb⸗ 
n (e) 


Saffeln Hermetis auBgeleget / und 
iefe Eden mit fdónen Öleichnäffen ges 
l; sieret hat / ſaget unter andern auch folgen⸗ 


|i 


Idee rothen Felſens getruncken / unb bea 
Brunnen feiner Mutter wird gefoftet has 
| ben / aud) Daher gecopuliret und von mei- 
I In rothen Wein runden worden fein / 
ind in feinem Bette wird freundlich beyges 
de get haben und in meiner Liebe fein Sper- 
|ma meinen Kaͤmmerlein unten eingangen : 
als denn will ich empfahen und ſchwan⸗ 
9 er werden / und zu meiner Zeit einen ger 
: baltigen Sohn gebähren / ber her herr⸗ 
Món unb regieren foll vor allen Fuͤrſten 
rd Königen der Erden/ gefrönet mit einer 
E denen Gron des Sieges. 
^ N odus Sophicus Enodatus. 
Und in meinen Leib fein Saw 
i men cingehet in mein Zellen / ſo 
empfahe ich und wird Ihmwanger/ 
und zu meiner Zeit gebährich den 
allermaͤchtigſten Sohn cd) 


he 


md nit mir oermablet wird / und 


— welcher das Gemaͤlte der 


Wenn mein Sieber von den Büchlein 


Nr Sed 


995 


994 


tamen non ef nifi unum verum , quod ab; 










PANDORA, 
—R quamvis plura & infinita hujusce- 
modi opera fingantur à Philoiophis 


elementorum zquali & temperata permiftio- f, 


ne folum conftans , firmum & fixum eft: ob fj 


quam caufam maximum quoque fanitatis ett | 
fubfidium , nec minus inopiz. Fundaturau: | 
tem interraauri, quz merità lſir, five Elixir, 
five fermentum Philofophorum appellatur, f 
Hoc autem fermentum duplex effe , paulòõ 
fipra monuimus: Solis videlicet & Lunz,| 
Per fermentum Solis intelligitur fperma viri z| 
& per fermentum Lunz fperma fceminz ; ex | 
illis ft primo conjunctio , poftea generatig | 
vera & cafta: fermentum auri, aurum eft: fi- 
cut fermentum panis , panis eft, — Et ficut im) 
operatione panis modicum fermenti levat & |. 
fermentat magnam copiam. paftz : ita etiam | 
illud modieum tetrz, quód continet iftela* |. 
pis; fufficit ad nutrimentum totius lapidis, | 
Unde Avicenna inquit? Fermentum reducit | 
fibi appofitum ad (ui naruram , colorem, & 
Japorem ad omnem modum , videlicet de 
potentia in atum, Nam confe&ionem de- 
albat , feu multiplicat , fpiritualitatem corro- 
borat , combuftionem annihilat , tin&uram 
continet , ne fugiat, corpora leviat , & fe in- 
vicem facit ingredi , & conjungi, quod finiseft 
operis,fine quo Elixir non peragitur, quemad: 
modum pafta fine fermento non fermentatur : 
quod dicitur fermentum fermenti,& coagulum 
€eaguli, Non enim fermentat tantum cor- 

: pora 


RÀ — — 





















^ Oder Edelſt Gab GOttes. 

pora inferiora & imperfe&a, fed ipfum quo- 
queaurum reddit de perfe&o corpore plus- 
quamperfe&um: eftque fcecundiffima mater, 
quz quo fzpius imprzgnatur, tantó pluries 
Concipit ac paret: & ininfinitum fuz fpeciei 


qu£ claudit &aperit ? & itetum claudit, & 
nemo aperit, fine qua clavicula nemo in hoc 
eculo poteit pervenire ad perfectionem hu- 
jus fcientia, 

Anonyması 


Das da herrſchet und regiert / uͤber 
alle Koͤnigen und Fuͤrſten der Er— 
den gekroͤnt mit einer guldinen Kro⸗ 
nen der ewigen Uberwindung. (c) 


(e) APER du nun alfo deine 3. mineralis 
D [che corpora von einander gefchie- 
den, und in gewiſſe Theilung gefe&et/ und 
Die feces , Darinnen fie verborgenlagen / ba: 
yon abgefondert / fofiehe zu / daß du von 
einem nichts verwarlofeft / durch Abgang 
der Derringerung des Gewichts / wel: 
hes dann in deinem Werck ohne Schaden 
md Irrthum nicht abgehen mürbe/ fon; 
ern bebalt ein jedes in feiner eigenen Gröfs 
eund Diele / fonft wird dein Werck zu 
einem gemöänfchten Finde Fommen. 

Und dieſes ift Der Zweck / darinnen ihr fo 
ek geirret haben / auch viet Bucher. bare 
v OE . von 


prolem propagat. Ipfa fola c& clavicula, 


SAN 
| 


99$ 


996 


" damit folcher Coͤrper auch zu einem Geift 
uno in die höchfte fpiritualifche Krafft fi 




















PANDORA, 
vongefchrieben und erfüllet / dann alle 
was aus unjerm Philofophifchen Go! 
heraus gehet / und (id) in drey Ding aus 
getheilet bat/ das muß ohne Abgang umi 
Merringerung in eines allein / welche 
ifteine neue Sorm und verbefferte ſubſtaotz 
wiederum eingeben / und muß nichts da 
von hinweg gethan merden/ alg allein Di 
feces terr& , Darinnen Das Saltz der Her 
lichkeit ſene Wohnung gehabt. Dero 
halben thue / wie ich dich gelehret habe 
und fuͤge den Geiſt zu ſeinem Coͤrper / da 


aufflöfe und erbebe / fo wird in ſolcher Au 
loͤſung der Leib zu einem Geiſt / und derGei 
mit feinem Leib vereiniget und verbunden i 
eine fubltang und Weſen / daß nach A 
wechBlung aller. Welt Farben ein (dne 
totiffer Leib / über alle Waſſer erhaben/au 
ihnen beyden unterfchiedlich, wird und ei 
geber. Diß ift nun das gröfte Gebeim 
niß dieſer Welt / Davon unter den Gelehrl 
ten und vermennten Klugen fo viel difpufl 
tationes yon Anfang ver Welt her gerveil 
ſen daß ein Ding / fo mit Händen Fai 
betaffet werden’ und mit Augen gefehe 
wieder zurück in feine erfie materiam , un 
aus folcher erfien materia wiederum in ei 
neu clarificirte8 und befferes Weſen dur 
Leitung der guͤtigen Natur Fan gebrad) 
werden. | n 
Un 


| 
| 
| 
| 














| Oder Edelſt Gab Gottes. 
4. Und alfo haft bu gefdjaffen unb sur 
Welt gebobren die Königin der Ehren’ 


„und dieerft neugebobrne Tochter ber Phir 
,Mefopben/ melche nach ihrer Vollkommen⸗ 


heit das weiſſe Elixir genennet wird / da⸗ 
‚won alle Bücher voll geſchrieben. 


„bracht baft / fo bift du billig würdig auffges 
‚mommen ju erben in die Schaar Der Phi⸗ 
„löfophen / und haft mehr Sunft / Weiß⸗ 
„beit und Wiſſenſchafft in deinen Verſtand 
„gebracht weder alle andere Klüglinge / die 
‚Biel von Diefen verborgenen Sachen wol⸗ 
‚len ſchwatzen und doch die geringfte Wiſ⸗ 
fenfchafft noch nie ergrändet. Derohal⸗ 
ben du ihnen billich vorzuziehen’ daß fie 
mit Schand und. Spott unten an fisen/ 
und in der Sinfternöß des Unverſtands blei⸗ 
ben / big die Erleuchtung der Natur her⸗ 


nach folge. 












wol fuͤrſtehen / fo füge oem neuen veredelten 
Coͤrper feine Seele, die Du ihm zuvor ent» 
sogen haft / nieder zu / Damit Da8 com- 
pofitum in feiner Krafit gang erfüller / und 
unüberfchmengliche perfe&ion fich am En» 
de ergeigen Fan/ fo wird und ift gebohren 
Der rotbe König aller Herrlichkeit / in einem 
feurigen Weſen und hoch clarificirten Lei⸗ 
be/ über alle Macht erhaben auff Groen/ 
Daraus entipringet Der güldene Brunnen’ 
wer Davon trincet / Der bekommet Cv 
| SAU 3 neue⸗ 


Wann du nun deine Arbeit ſo weit ge⸗ 


Wilſi bu nun Deiner Arbeit recht und | 


997 


998 


€x quo verus fequitur partus, Ifta autem e 


he à radio folis umbram , vocatur, autem à] 













PANDORA; 
neuerung aller feiner Glieder und wird (rf 
ihm gleich etwecket ein gang neu Vica, darf 
für GOtt in Ewigkeit gelobet und gedi 
dancket merden foll. 3 

M Baſilius Lalentinus 


(ee) Et tantum &, de aqua rubea, cu 
jus pondus übi relinquo, & funde amba 
aquas in cucurbitam fortem & fpiffam ; tune 
in continenti tota aqua crit citrina, clara & 
limpida, & erit vera copulatio , & veru 
elixir ad utrumque ibi vera erit impragnati 


duabus aquis fa&a una , ut didum eft, no. 
minatur aurum noftrum , & argentum no- 
ftrum, imo aqua cceleftis , & zs noftrum 
magnefia noftra , & fermentum lapidis 
utrumque, Et flatim cum has duas aquas 
infuderis, debesbene obitruere , donec ben 
permifceatur, & fiat res una videl, aqua «lara 
rubea, 

ltem continua ignem , donec aqua nigra | 
fuerit & ficca, — Ec tunc quz prius in primafl 
operatione vocabatur fpermata, vel pater aut] 
mater ; nunc in hacoperatione vocatur terra, f 
velputrix. Ideo dicit Philofophus, Extra-f 


Philof, terra ifta umbra folis, corpus mortu- 
um, corona vincens, cortices maris, magne- 
fia nigra , draco. quoniam comedit caudam 
fuam , & infinitis aliis nominibus nominatur, 

Aqua 


I 










Oder Edelſt Gab Gottes. 
Aqua autem i&ta quz ab eo exit , nominatur 
ıncauda draconis , quz à przdicto dracone co- 

neditur , ficut duorum refiduum fpermatum 
in prima operatione nominatorum. Etideo 
in itam aquam totaliter extractam debes mit- 
tere de corporealbo ad folvendum, ut in pri- 
ma operatione feciti , & fervare ad partem 
cum aliis Ipermatibus ad horam neceffi- 


AM. Valentinus, 


-(eee) VerumElixir elixat in hora, & cor- 
pora remollit, & quicquidin ipfis groflum eft 
i& immundum fubtiliat & purum facit, & ad 


Ifui naturam convertit, 
[ AMagifler Ortbolanus, 


- Unfer grüner Schilt ifl der Phi⸗ 
loſophi Wurtzen / vonder entfpringe 
der Track Hermetis, und Ariſtoteles, 
der da zerkeut / und verſchlindt un⸗ 
ſeren Koͤnig und Koͤnigin / und aus 
Sachen ihr beyder todt / wird ge⸗ 
boren die Kraͤy / die in der Schwertz 
der Nacht fleugt / und auß ihren 
Hertzen wird geboren oder gezogen 
ein weiſſer Adler / der wird genant 


Hermetis Bogel / und iftder ſcharff 


Eſſig der Golb verkehrt in einen ges 
‚wahren Seift / und obn den Eſſig 
E Arr4 — mag 


999 


Ioee 


dag weder ſchwartz noch weiß odeil 


| (gy enn diefer Schwefel alfo fublid; 


der Salarmoniac , die Tochter Def. gansenli 




















PANDORA," 
roth werden. (f ) | 


mitt ift / fo ift Feine Weiſſe in de 
ganzen Welt / foibu an Weiſſe uͤbertreffe 
denn erc itt entblöffetvonailer Verderblieh 
Peit / undiſt ein neue Natur / eine quinta ef. 
ſentia, bít da kommet aus Denallerreíneftett 
S beifen der vier Elementen, Es iff dei 
Schmefel der Naturz der nicht brennet 4 
Arfenic, ein unvergleichlicher Schaß / und 
Sreude Der Philoſophen / ihre fo febr gef 
wuͤnſchte Vergnuͤgung / die weiffeund Hardt 
geblätterte Erde/ der Vogel Bermetis, die 
Tochter Hippocratis, der fublimirte Alaun Al 


Geheimniß / unb der mweiffe Vogel / deſſen 
Federn an Giang den Grpftall übertreffen! 
und iff weiß wie Schnee / von grolfem 
Schein’ und ftarcfen febr. fieblidyem Se 
ruch von hoͤchſter Meinigkeit ^ Subtilheit 
und Geſchicklichkeit. Dieſer weiffe Philodl 
fophifche Vogel ift von unaußfprechlichen] 
Kraͤfften / denn eg ift die Subftang deß als] 
lerreineften Schwefels Der Weit / welche 
ift Die einfache Seele des Steins / rein und 
edel abgefondert von aller cörperfichen: 
Dickheit / und mit groſſer Subtilheit von der! 
Grobheit deß Coͤpers ausgezogen. 


Anonymus Ferbum Dimiſſum. 


Oder Edelſt Gab Gottes. 

Ich bin gekroͤnt / mit einer Dias 
beni geziert ^ unb ín Königlichen 
Bewand gekleidet: Dann oen 
Forperen mad) ich groß ‚Freud eins 
leben. Kommt íbr Kinder der 
Wenfen / freuen euch / und frolo 
[ten / wir alle miteinander : Dann 
er Tod iſt verzehrt / und unferSohn 
berzichet unb regiert € und ift 





















as Meer / ber Todt / und die Sins 
ernuͤß / und der S rac / der bie Loͤ⸗ 
erbeit umbgebet / fleucht ben 
ramm der Sonnen. Linfer tob: 
ter Sohn lebt nun / und fompt auß 
dem ‚Teuer ein Koͤnig / und freuet 
ch mit feinen Geſellen / und offene 
bart die verborgen Dingen. — Lim 
fer Sohn jegtneu gebobren und ere 
quickt / ift ein widerflreifer des Feu— 
ers / unb ein ubertreffender aller 
Zincturen / in des edlen Golds 
Blan / mit des Sylbers wolf ma 
dende Rom, (g) 


ENS petu o fpatiofi i temporis 
tas. KRrrs Con- 


| 


T 


1001. 


1002 


: implicat; ac tandem pedibus munitus & alis 









PANDORA, 
Convenit huic operi , vires quod promit ab] 
t auro, ; 
Ac nonprineipiise primis conficit aurum, | 
Quid (1 nobilius quoddam , quod præſtet & 


Perficere attifices ? apte cui nomen Elixir 
Experti fecere Arabes, verique dedere 
Indicium ; id quoniam in melius quodcunque 
metallum. 
Ducit, & infe&um mira depurat ab arte, 
Sineque fpeGandus nobis locusille calorque, 
Quo caletinclufum femen genitale metalli, | 
Quique diu fertur fpecubus tellure fub alta, 
Aft alio prorfum ducendi tramite grefus | 
Naturz pariter feceffus inter & aris, -— Jp 
Qua fimul ad meram profpedtans utraque fi 
ducit. Bi 
Deniquenec fpeciem verti , tunc arte putaris, | 
Ete vel argento duci fi viderisaurum, HI 
Sed privum hoc privo fieri ex are atque ar*| 
ento NU 
Aurum credideris, veluti fi farris in agro 
Infelix lolium & fteriles nalcantur avenz. | 
Aut fit forte boum videas per vifcera toto. || 
Stridere apes utero, & ruptis effervere coſtis, 
Aut ut plara finu molli fimul eva puellz 
Rite fovent , multus tenero fub. tempere | 
bombyx | J 
Palpitat, & lecta nutritus fronde virentis 
De hine mori, tenuis texto fe velleris orbe 


F apilio | i 


Oder Edelſt Gab Gottes. 


pilio de verme pedes volitansque recedit. 
Duid (1 cundta etiam fint uni fubdita formz, 
uz fpecie vulgo perhibet differre metalla? 
,quibus extiterit quodcunque impurius,atque 
ordibus infe&um terre(tribus; exuet omnem 
rce luem citius, parumque nitefcetin aurum, 
fitque ideo haud fcire opus e(t, quibus abdi- 
^ tà terris , 
t quibus é caufis lunt, & quod forte metalla, 
[2x varie primo fuerint ditin&a füb ortu, 
ed quis in arcanos terrz defcendat hiatus? 
Quisve referre pedem poffit loca terra re- 
meníus, 
leridicove queat fari quz viderit ore? 
/os Mufz, quas noffe decens & dicere par eft 
Imnia, vos divz nulli memorata priorum. 
2icite , fic vobis ipfe aurea vafa facerdos 
(ima feram , zternum fic aurea carmina 
durent, 














. Don einem fonígifdyen Vatter 
vird geboren pie Mutter Magdin/ 
yardurch nichts wird verlobren / 
und auß dreven Angefichten ein 
anfaͤltigs Wefen gefcbibet / von bent 
ch der Rapp tbut Ruͤgen / und in 
der unjeren Schmwärge begienet zu⸗ 
fügen /der einen Adlerdann gebiert/ 
ber eines weillen Gefiders wird/ auß 


Ld 


| joannes edurelius Augurelins, 


DEM 


100? 


1904 


- 


alias: Scias pondus totius congelati (icut fci- 


fino Thorheit: (b) ki 


.tra&dione draconis ab eodem vafe, & deco. 


€ongelatum fimili conjundione,& congelatio- 









GR PANDORA 71 
ben cin rand dann entſpringet / de 
fein eigen Schwang verfehlinget (tc 
der neuen Sternſchein /und nit beim: 
vier Reißlin / Dieanderen Dingen 


(h) (^ Um vero completa fuerit ifta deco: 


Gio, quz dicitur, veniendum eft ad 


vifti, primo per fubtilitarem & diícretionemp' 
tuam, Non enim poffumus omnia tibi fcri" 
bere, fed multa neceflaria tibi & induftrigll 
tuz relinquimus , ut cft di&um, Et poftea! 
pone quartam partem ipfius congelati fuper 
ipfam terram congelatam, vel ipfum congesfl' 
latum de aqua przdi&a vel ſpiritu non fixo; 
five de cauda draconis, vel fpermatealbo (qua 
omnia idem funt ) in eodem vafe, & fine ex- 
1 
que ut prius vafe obturato , ut eſt di&um, dos? 
nec congeletur & infpi(fetur, & fiat res dura 
fieut pix: poftea per fefolvatur totum hoc, 3 
ipío ioluto per fe, &atim fuper cineres lento 
igne congeletur, ut eft di&um , & eft una l 
mala alterius coloris quam prima, & magis| 

clara aliquantalum, Et ficfimili modo , fi ( 
mili regimine,fimilique pondere, videlicet pars!" 
totius congelati quarta,de argento vivo noftros) 
vel aqua alba prz dicta, deſuper ponatur totum |) 


ne, tai per caudam Tuam. quam per fe folum 
| | ite 


















e draco folvatur.& congeletur, Continenter 
term regatur & reiteretur hzc difpofitio de- 
ationis per hujus aque albz vel caudz pon- 
| ra: & per hoc rigationes, adaquationes, 
‚ imbibitiones, infpirationes vivificationes, 
llutionés; congelationes , tam per aquam 
ger fein eodem vafe, & fine extra&tione draco- 
is, donec itedraco vel tota ifta maflamor- 
412 , quafi homo in fuo tumulo, paulatim & 
gaulatim fuo fpiritu, vel vita; aut anima, qua 
rivata fuit, denigrando, ut eit di&um , in- 
| piffetur ‚ animetur , vivificetur , refufcitetur 
X fubtilietur magis quam prius; & fiat lapis 
inus cryftallinus. albus participans viriditate 
uadam , in igne perfeverans , fundens , flu- 
"ns, tingens, &Mercurium congelans, & per- 
edterretinens & transmutans etiam quodcun- 
ue corpus metallicum imperfe&um in luni. 
icum: & vere, fi recte feceris, pervenies ad 
intentum, 


| | 


Incertus, 


Aber diß Elixir i cine Wahr⸗ 
eit. (i) 


€) p.t autem in bac fcientia. dupliciter 
confideratur, Ef enim elixir ad al. 

bum & elixir ad rubrum, De elixiri ad al- 
bum prius et videndum , & primo de ejus 
Apecibus, ex quibuscomponitur. De fpecie- 
bus vero elixiris albi , Philofophi varie tra- 
^. dide- 


oer Edelſt Gab Gottes. 


100, 


1006 


' Elixiris eft alba, quefitdeterraalba : & fe 









^ PANDORA, a 
didérunt, & diverfis nominibus ipfas fpeciq.i 
nominaverunt, Quandoque enim pro fp; 
ciebus nomina colorum ipfarum fpecierurl,,, 
ipfas fpecies nominaverunt. Ita quod mul; 
tum ampliaverunt nomina iftarum fpecierur]. 
& intantum , quod ob earum nomina multi], 
plicata & di&a ab earum coloribus , vel na 
turis, plures & diveríz fpecies convenire vi 
deantur, quanquam non oporteat‘ fed fem 
per aliquid addeates vel. itubtrahentes , ut fa 
tuos deciperent inquifitores. 

Insertns, 


(ii) Notandum ef, quod prima pars 


cunda pars Elixiris e&t rubea , quz de terr 
rubeaíit, ut dicemus : Et ideo prima pars] 
Elixiris dicitur ad album , fecunda pars Eli 
xiri$ dicitur ad rubeum$ & fic videntur effe 
duo Elixiria inhac arte, cum ita tamen non 
fint, quia in rei veritate hz duz partes non 
faciunt nifi unum Elixir, quod e(t ad utrumque; 
videlicet primo ad album , & poftea idem & 
nonaliud in eodem vaíe dicitur ad rubeum, 
Incertus, 


| (iii) Operatio nona et , cum volucris. 
facere proje&ionem, fic facies, Recipe cen- 
tum partes Mercurii cum fale & aceto loti, & 
pone incrucibulo fuper ignem, Cum autem 
eceperit fervere, pone unam partem hujus. 
elixiris ; dito modo praparati , fuper centum 
i partes 


Oder f£odft Gab Gottes. 


lattes illius. Mercurii abluti, & fiet totüm 
nedicina fuper ; alium. Mercurium ablutum, 
Peiode prejice pattem uham illius medicinz 
| oagulatz faper:eentum partes Mercurii ab- 
lati, in cracibulo ferventis adjgaem, & ad- 











em unam iftius medicinz ultimo congclata , 
juper centum. partes iftius. Mercurii abloti, 
x fiet totum aurum vel argentum in omni 


ro 


m elixir sdalbum velrubeum, In, nomine, 
Demini nofri Jefu Chrilli , qui eft benedi- 

us &  gloriofus in feeula feculurum , 
IMEM, | 


ar 


I 


Bei dieſen drei auff Moser 
folgenden Siguren erinnern wir 
Ins der Wort / welche Here 
Jocter Wedel bem Philalethze 


tobemus ;- qua & bic detor- 
juent Chimici, & abrepri faıs 


'hantafmatis jh allegoriás-e fa- 
SE eris 


J 


Jiuc totum fier medicira. "Poftea pone par. - 


adicio optimum, fecundum quod fuit para: . 


E — de Pupeſciſſa, 


iat voran geſetzt: Abſit veró ut 


1907 


1008... 


cant Principia Materiæ, Sal, Sul- 


D Die Geburt aug diefen dreyen 










PANDUOR—A, 5) 
ctis finis faciunt , ca quo e^ 
Philaletha nofter) (Epimetheus 
nofter) abftinuit penitus, velad 
ipfa Divinitatis Myfteria appli- 


phur & Mercurium, ubi nil ma- 
terialelocum habet ,. vel concie 


p Hang rg | 


Pag. N. 
Linfere Erläuterung 
Compofitio Elixir, . . 


AB Das Salg unb der Meren 
rius. 1j 


C Der Schwefel. 


Principien. 
EE Diedrey principia. 


ME pe. rn 


Gftalf 


























F^ 
^a B 
* 


| 
| a — 
> 
| mr nnd" * ^ . " ⸗ 
(Y/ PHAT Aneip LOT1UTTL * Gera at t — 


E TY 

















cma — — 








hb 








Pag. O. 


Etklaͤhryng des m 


Auth OXISs 


A N a EA 
T des Spiegels der Orey⸗ 
| Formia fpeculi T rinitatis, 


; isses Mercurius— ‚Sol. 


Geiſt / ———— Waſſer der 
not ei. 

Spiritus , Sapientia ; aqua Sandi: 
'tatis; 
Dies Meteutii ; — 


| 

Nota Ein akt ít hie ale 

Ding / inimer geubet er der Son 

nen Seift/ all auB fein Seel der Hei⸗ 

* aller Heiligen Oreyfautgteit 
runn/ Sol / Gold. 


Sff: (o Trium 


Linfere Erlaͤuterung 
Trium Prinsipierum Generatio, 4 


AAAA Dei Philoſophiſche Adler 
wird durch und auß der ſchwaͤr⸗ 
tze gebohren und herfuͤr ge⸗ 
RR ]- ſampt ſeinen Quali⸗ 
aͤten. 






B Die Conjun&ion ober Verenn 
gung der Dreyen dini pae 


á c Sulphur, 
D Der Mereueius. 
E Das Saltz. (2) 


| Oder Edelſt Gab Gottes. 














gewohnet / dann wir wuſten mol/ daß es 
die Jungfrau waͤr / deßwegen wir uns 
geruͤſtet ſie zu empfahen: die kommet nun 
amit gewoͤhnlichen Apparat: auff. ihrem 
‚hoben Seſſel daher /und wird ihr von 


patent vorgetragen ; ie Die nun vom 
P Seffel Fünftiich gefd)roungen / nimmet 


‚überliefert denfelbigen von des Königs 
Emegen/ mit Dermeldung er wär ung 


‚dem zu Ehren berum gehen laffen. Auff 
Pocals deckel fund die fSortuna / von 
Gold zierlich gegoffen. Die hatte in ber 
Hand cim rothes fliegendes Faͤhnlein / 
deßwegen ich etwas traurigerg gefruns 
«fen / als dem deß Gluͤcks Tuck nun mehr 
.gnugíam befandt worden. Es war aber 
‚die Jungfrau gleich fo mob! alg wir mie 
ber guldin Vließ und Löwen gegieret 7 
darauß ich vermercft / daß fie villeicht deß 
Ordens præſidentin wuͤrde ſein: Deßwe⸗ 
| gen wir fie gefragt / wie doch der Orden 
‚genannt würde ? hat fie uns geantwor⸗ 
tt / cà már noch nicht Zeit folches zus 
eröffnen / bif die Each mit dem Gefan⸗ 
genen außgericht werden Deßwegen ih- 
e aud) bie Augen gehalten wären : 


Y 


} 


(a) Qo barauff fanget man an zu — 
3 Drommeren , Defjen mir ſchon 


dem einen Anaben ein hoher gufoiner Be⸗ 
Icher / von andern aber ein Pergamentin 


‚fie den Pocal von dem Knaben / und | 


von feiner 9X. gebracht / und folten wir. 


€f 3 und ' 


1018 











und was anjeko uns beſchehen 7 fep nur. 

ihnen sum Anftoß und Aergernuß / wiewol 
es noch für nichts gegen ber Cbr Deren wir 
gemürtig zurechnen. Hiemit empfing fie 
pas Patent von dem andern Knaben / m 
zwen Theil unterfábieben : dem erſten 
Hauffen wurde das Patent ungefährlich ſo 

‚ viel vorgeleſen. "Va de 
"V 


Chriſtian Rofencreug: 


I 


$4 
N 
A, 
* 
^ 























—— 
en LAN 
^ 


ER de Nhi bre run US 


m Pal APR 





Erklaͤhrung des b | 


Auth oris, 





Ehriftus felber fein heiliger Geiſt / 
jung / alt / eigen terra, Erd, | 


Das bezeichnet alles ein Herg if 
der Heil, Geiſt /barauB Wapen geht 
Kenfer vor / unb mem m den 
Weg ſchoͤn. 


Omnia ſunt unum eſſe, ſanctus, 
luna, charitas, Alle Ding ſind ein 
Weſen / Hallig’ ann] Rıebe. 


| herb Blur rear, 
Menſchlich íff der 9(bunt deſſen 
Sohn fleifhlih / &ottli. Deus, 
Filius , Pater, eft unum , $OE/ 

Cobn/ Vatter / ift ein Ding. 


Deflen Sohn Fleiſch Gottlich / 
Menſchlich / ift der Morgen rotb 
Blut / Sol, pietas, „Serehtigtei 
| Off4 limbi 


Jung / alt/ —* t GOtt IEſus 


vo OPEP. 
- 8 


Unſere Erläuterung, 
. »mbibitio Corporis, | 
 ABCD Die Dier, Clementa, — 
abcd Das Corpus ift fluͤchtig ae» E 
macht worden Durch die d 


 Imbibitionesdeß Mercurii 
unb Sulphuris, j 


Non 











— — — 





o Mg 


Edllabrung des erſten 
Autt hori is, 
Non de aquavitz dixit Deus, cus 


us nomen fandihcetur, faciamus ex 
iua! Rem, | 







» ! * 


Merck von bem qDaffe des e | 

ens bat GOtt geſagt / welches 

Rahm geheiliget werde fo wollen’ 

* machen auß dem Waſſer ein 
nid. 


€ffs; For 


| ; A? v 
Pig. he * 
j ö CEST 

1 » : : 1 


Unſere Erläuterung, 
Fermentatio, 


A PR erfte Schwärg einder Fer 


| | mentation, . 
B Das reinefte und firefte, 
1.23. 456. oit fedis Metall P 


C Unſer Mercurius ift ber Anfang. 
|o p osmmb das End aller Der 





tallen. | 
D Das folvi ít Corpus coagulit id 
ſelbſten. f 





nd 





HT à 


" a. Cucurb zta. 
e ander Fürhis 


prima 
die Er iar? werde 


danin dervolle 


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| Pag. R.! 
# 


| Erklaͤhrung AM - 


Der sip it uns bedeuten 


die Kuno d : DbilofopBen Schar. 
Ind bringt uns dreyerley, ofen 
| zwar. 






B 
Der Track iſt bedeuten zwar / 
die Kunſt der Philoſophen Schar. 
Bann er ſich thut ſchwingen / 
Ind in die Hohe dringen / 
^egen Sonne unb Mon/ 
2 bringt er Srucht ohn abelan, 


BR &.. zd | 


une Erläuterung, 
Univerfum Opus, 

À Das Subjedum. | 

-B Die Philoſophiſche Tinctar. 

c Dir Metalliſche Tinctor. 


DE Auß der einigen Wurtzel wer⸗ 
den Roſen gebohren als da 
boͤchſte | 





-— — — — — zl qu — — — — — 
—— ren nn en — 


Hlixi e mp em "n 


Frres ——— An ung mene. 


—— Bc esten DR terfeher, — 


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de IQ PRRBPPIRE SED SR 
) p 














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— gm 






Dd * * 


— € 


—— — 


E. A Pig S. 
 gshbrung des ein 


Authotis, . 


à o- 7 

, Absque aqua permanente nihil 
idt, Aqua vitz, ctiam fuccus Napcl- 
it Unde in Turba, aqua cft argen- 
um vivum $ ab omnibus Elementis 
Boum, de qua omnia fiunt, 


Nichts magin Naturen beftebn/ 









gebn / 
- fnt das bleibend Wafler geſche⸗ 


Waller des Lebens / auch dag Safft 
Mapelli/ darum fat es in Turba/ 


allen Elementen abgezogen / von 
welchem alle Ding werden. 


Elixie 


8 muß alles aug ſeiner Materien 


henichts. Es wird genennt bag. 


das 3Baffer iſt das Queckſilber vou 





Pag.S. 


Unſere Erläuterung — 

| Elixir album, . [| 
A Das weiſſe Elixir, — 
^8 Das Saltz. 

C Die Erde oder Martix, 


- 


Ve 





EA. non: flloritur ratre eEforore 7": 
—J „per unum. Johrm fed mu Jolum fed ambobz fmul j 





: : Vracfhflerbtnitdürc eins alle fordert dent Kassa 
uUaufber vwefternit durch eines allein fonder sit een fungi : 






—— — — 
—— m 


— 9g Eh 
"E Ld DAL 


— 


— 


— 





UM: is L 







1 Being S oes efie 
d x Authoris, 

— Vegetabilia maículus 4 Mulier 
|». ‚Elixad uttumque, | | 
Pat ter E voßer diademate coronatus, - 


J ; Das Weib — beuden/ 
L n Vatter mít einer Kron be⸗ 


Per 


Ec T. 


Unſere Erläuterung. | 
Perfe&tio Operis, a 


A Das fire Salg. 

| bb Mercurius duplicatus, 4 

cce Dit flüchtigen Gxifict. ^i 
d $us ferri " fh worden 
Auff roti. - | 

f Auffweiß, — 


gg Die — aufn fee 
unb roth. 


“ Die hoͤchſte Vollkommenheit. 
i Wegen der Warme die Son 
ober Gold. 


k Wegender Sod der Mond oti 
Siber 


À Der Miercurius, 


m ‚Die ſchwartze Farb in der P 
 tretaction, ; 
Da 



























Oder Edelſt Gab Gottes. 


Metallen / uno der Himmel der 
Matter deifelbigen/ nach der Mey⸗ 
nung Hermetis / uno (ff. auch Das 


jen / in Bergen / Velderen / Ebnis 


al en. GJ ^. : i 
(2) £5. € brinaet bie allergroͤſeſte Mühe/ 
Werk gebet/ dab man auß bem Berge 


Sand und allen Unflat / der zu nichts 
nase ift /..auff daß man tieffer kommen 
mag / hieroben heiſſet man es Schutt / in 
Schiffen heiſt man es Ballas. Nun iſt 
Beine geringe Koſt / daß man ihn auffloͤ⸗ 
Itunb zertrenne ibn mit einem Etz-Waſſer / 
308 koſtet nicht viel menn man es nut 
echt mit vornimmet / daB man zum ers 
fen das floͤſſet was am allerleichteſten ift/ 


dern auch feicht suhelffen/ denn man muß 
mn der Erden iſt am wenigſten in der Erz 
Saltz / Schäffte / Wachs /. mineralia , 
Steine / und die Erde iſt Das wenigſte / und 
doch das edelſte Denn Das ifi das Corpus 
J DAC -. 08 


"Das Enpdtreich iſt ein Mutter der 


Erdtreich noch ſchwanger derſelbi⸗ 


en Waſſeren / und andern Orten 


die über den Menſchen im Berg⸗ 


Werk außfördere und außziehe. die Stein /⸗ 


denn nun daffelbige hin iſt / ſo iſt dem an⸗ 
die. Erden nicht anſehen wie das Graß / 


en / ſondern es find allerley darinnen / als 


1023 


1014 


. nequit, ita quoque metallum ex terra fola a 






















PANDORA, 
der Métallorum , batauf werden gemad 
alle metalliſche Leiber, 

| . Bafilius Valentin 


(a3) Siterra (uti. phantaftici quidam,inpr? 
mis veró Arifoteles arbitrantur ) metallc- 
rum mater effet , res planaforef : Sic eni 
Íemen decidens , mox ad originem fua 
rediret , aut Mercuriales venas attingeret 
in.quas femetipfum feminaret , & de nov 
refurgeret , verüm phantaftica hzc opinic 
phantafticum femper fortita e& exitum. Na 
ficuti herba absque terra ex folo aere crefcer 


argento vivo vulgari , quamvis plauftra ej 
plena in terram feminarentur , crefcere no 
poteft quod quotidiana experientia abun 

teftatur, | | 
Fieri autem folet, ut quandoque radii fte 
larum decidui, ( modó unius ejusdemqu 
nature fint) & cum metallis , lapidibus & 
mineralibus, qux à ſummo fuo ftatu decid 
runt, mixti in illa penitus ingrediantur, & | 
cum ipfis uniant, unde Gammahei oriuntu 
qui cum i(ta influentia fe infinuant, & Ggnatu 
rama natura affequuntur, Hinc eft; quod fupe 
lapidibus , lignis , metallis & Gemmis vari 
figure inveniuntur, quz nihili zfimantır 
cum tamen nulla talis fit figura , quz no 
fingularem habeat demonftrationem & vir 
tutem, quod eft notandum , Sciendum quo 
que ei, nullos nafci Gammaheos , nifi fub 
jectuu 


Oder Edelſt Gab Gottes. 
je&um ipforum fit terminatum & mortuum, 
hoceft, confummatum, &äflirpe fua avul- 
Íum, fed tamen nondum difhpatum. 

i | Johannes Groffens, 


Der Mercurius wird fundeinden 
Rietten und feuchten Moßgrunden/ 
bargu lege epfene Rohr oder Kaͤn⸗ 
nel und ein irrdine Kachel ober 
Scherben darunter / und [ea oder 
mad Kohlfeur barum fo gebet der 
Mercurius daraus. Er wird aud) 
oft funden in ben heimlichen Gema» 
(ben / oder Sprachhäufern. Syteni 
in dem Leimen der Sodbrunnen/ 
und inden Zachtrauffen. (b) — 


BIN rum: Steinfchlang. Mercurius. 
j^ ^ RWeiffee Drach / zc. Aquila auch 
jaturnus, 

\# Sub Antimonio wird allgeit Mercuriug 
xerſtanden / heifl Vita nova. Medicina in- 
cognita. Arbor vitz cogoitionis boni & ma- 
| Arfenicum nigræ mo:tis, Noli metange- 
!'€, Cerberus infernalis triceps. | 
“a fohann de Monde Snyders, 


" (bb) Der Salpeter Nitrum , Hebräifch 
INeterpon Natar, folvere , Hem Alumen , ift 


















FR ſo 


auch ein viia Salß/ bevorab dieſer / 


1025 


1026 


kaltes Saltz / fo Fein Feuer erleiden mag 


er die Hitz molerdulten/ wird er aber mi 


3 BERN. DORT 
(oim Bieh und Schaff- Ställen gegrabe! 
wird. Der Harn. deß Menfchen ’ wi 
aud) deß Viehes / too erfich hinſetzet ode 
gelaffen wird / am felbigen Dre wächft z 
feiner Zeit ein Nitrum, Theoph, p.1.f.1073,% 

Der Salpeter ift nichts anders denn ei 



































und fan/ fo esihm zugioßift. Eine gleich 
maͤſſige Hitz / mag der Salpeter tool ertet 
ben/ denn auff einem warnen Ofen, ka 


mehrerer Hitz übereilet 7 fo tbut er einem 
Stoß’ und baumet fid) auff / und jemeh 
er eingeſchloſſen iſt je mehr er hart ſtoͤſſe 
Der Salpeter iff nichts anders / den 
Spiritualifche Art und Excrement aller Sa 
gen / und Wt einer Hermaphroditifchet 
Art / ift nicht recht Saltz / und nicht rech 
Sulphur, Theoph. p.1. f. 340. 
linfer Galpeter iſt nicht moie der Alte 
Salpeter / welcher war irdtfch /- unfere 
aber ift (Gfftig. Plin. 1. 3r. c,ıo. Theo 
phraſtus fohreibet / der Salpeter fepe ei 
faíte$ Saltz unb mird auch deßhalbe 
gebraucht/ gleichwie das Schieß- Pulver 
zu leſchen alle Hitz in ber Bräune / in b 


ſchen und andern gifftigen Sibern ; D 
Dod) die Alten gefchrieben / ihr Salpet 
ftot heiß und trocken 7 im andern Grad 
ja was noch mehr ift / fo hält D.Senner 
das Nitrum heiß und trocken im E^ 

ra 


X ? 


tk Oder Edelſt Gab Gottes. 
ln Wie rtimet fich diefes zuſammen / 
n bitigen Kranekheiten / hitzige Artzneyen 






ugebrauchen/ und alfo- Feuer mit euer 


emehren. 


Von oiefcm Saltz find viel Heimlichkeis 


* in der Artzney begriffen / aber hier nicht 
noͤthig zu ſchreiben zc, Was aber in Die 
en gehoͤret / daſſelbig iſt nicht 
inder / e8 find groſſe Secreta; aber nichts 
da / das zur menſchlichen Giefunobeit 
Hehöre / allein ins Feuerwerck. Wunder⸗ 

b ‚barlich iftaber Die Natur / daß fie ſole vom 
‚m nenjchlichen Leib / unb aud) vom Dem bitr 
jifen Coͤtper ; auf eigener Natur gebos 
d | oon ihren Excrementen / eine folche 
‚S eneration, Die alfo von Lebendigen fout 
Li '£/ und wieder das febenfo ftreng iſt / als 
fein Ding fo erdacht Fan werden / als 
b in Menfchen fein £eben fo gar ſchnell / und 
ſchaͤdlichen nimmt / und für das fo gar kei⸗ 
| fie Stärde hilft. | 


I} = Anonymus. 


' (bbb) Nimm on ber wahren Erden / 


sen Sonn / Mond und andern Sterns 
| — wohlgeſchwaͤngert / tbeil fie in 
| gcn Theil / welches barum gefchicht / das 
mit der Natur ihr Gewicht wiederum zu 
[fomme. Denn auf einem Theil wird das 
Philofophifch: Nitrum, quf dem andern 
läber das Hächtige und fire Salß gezogen / 

‚von toelcher jeden inſonderheit mit weni⸗ 

Stt s! gen 


1027 - 


1928 


gem geredet werden fol. (uff biefe Art 


mer folchen Durchfichtigfeit gelange / di 


- rungen fo offt / bif genugfam der Mater 


















PANDORA, 


fo im Bewicht fleiffig gearbeitet mirb/ wirf 
bu nicht leichtlich irren /  melches ander 
mwerts NB. mern man auf einem dere 
Theilen allein diefes Saltz ſaͤmptlich aie 
ben tooíte/ gar leicht gefcheben wArde 
Don dem Philofsphifchen Nitro, 
C$ muß folcher Durch die Kochung de 
Steins / Filtrivung/ Abdänpffung/ un 
Coagulirung auffs höchite gereinigt me 
ben / Damit er vermittelg der Kunft zu ei: 


auch eine Chryſtallen übertreffe. 


rig calcinirten Erden nimm vier und ei 
halbes Pfund / deftillire fie nach ber Kunf 
durch eine Retorten / in ein groffen Recipi 
erten / in welchen von Brunnen⸗Waſſe 
2. fund gegoffen worden ; man deftillirt 
nach den Gradibus , biß bie Tropffen wi 
Süncklein ins Waſſer przcipitirt werden 
die Sugenfein wol anlutiret/ Damit nich 
außrauche. Wenn eine Deftillation vor 
ber / fo muß man den ‚Ofen gang f 
merden laffen/ ehe man die Borlag ab 
nimmt: und man wiederhofe die Deftill 


vorhanden. 
Diefi 
/ 


. Oder Edelſt Gab GOttes. 
Dieſe Geiſter ſaͤmtlichen ſollen rcáifi- 
das iſt die 2. Pfund Waſſer / welch in Re- 
ripienten zu deß Geiſts Præcipitirung bins 
ein goſſen worden / uͤbergangen. Darnach 
ſo ſetze deinen Kolben in die Aſchen / und 
treibenad) der Kunſt alle Seifter berüber/ 
halte fie in einem ftarcfen Glaß. NB. Die 
Haft nur darmit angefüllt ^ damit es 
ict zerfpringe. 















Anonymus. 


"^ (bbbb) Don dem Ealpeter. tot) 
Elementa werden in mir aa meiften befun⸗ 
den’ als euer und Lufft / Waſſer und 
Erden am meniaften/ darum bin ich feurig/ 
brennend und flüchtig. Dann ein fubtie 
‚ler Gift ſteckt in mir / dem Mercurio bin 
ich gänglich zu vergleichen / inwendig beif/ 
außwendig Ealt  fchlipfferig und gan be- 
haͤnde außzutreiben meine Feinde Mein 
höchfter Feind ift aemeiner Schwaͤffel / und 
bod) mein befter Freund / dann fo ich dureh 
ihn gereiniget werde, unb geläutert Durch 
das Feuers fo ftille ich alle Hihe des Feibeg 
innen und auffen/ undbin dieerfte 2lr6ne 
' mit wider die höchfte gifftige Kranckheit der 
Peſtilentz außzuziehen und zu wehren. 


| Meine Kühlung ift äufferfich viel £reffíia 


cher denn des Saturni, mein Geift aber viel 
| bi&iger dann einig Ding. Sch Euhle und 
verbrenne / wie manmich haben will / und 
* &tf 4 dar⸗ 


1029 


9% 


ein lauter hoͤlliſch Feuer. Danun Plat 
den Cerberam beztoingen Fan / daß er i 


‚wird erhoben werden. 
meine Seele mit Klugheit von mir ausg 


a ich. mit der in Freundſchafft vermäbl 
‘fen gehalten wird / daß mir beyde wol 


wird / fo wir in, "ui Teſtament ol 
laſſen. 


























PANDORA, 
darnach ich das werde. "Bann x 
tallen ſollen zerbrochen werden / muß 
fein eit accidens, fonften Fan Fein Triump 
erhalten werden’ es nehme ihm aud) eini 
vor pie gröfte oder Fleinefte Materia. Au 
ferhatb meiner Serftóbrung bin ich ein Ei 
wenn id) aber anatomirt werde / bin fi 


der Inſul Thulz wiederum feine Wol 
nung haben muß, der fan bann Der Ven 
ein Stuͤck derLiebe abjagen / damit fid) M 
ergeben und mit der Luna in Reichthui 
leben kan auch der Kronedes Ehren⸗K 
nigs in Gorm / Geftalt und Regimen 
auch in Würde und Ehre gleichfoͤrmi 


Ban mir mein Ende beſcheret ifufo m 


trieben werden’ dann thu ich alleg/tvag i 
meinem Vermoͤgen ift / allein Fon ich i 
oni mit Beſtande nichts verrichte 

Meine Bulfchaffe aber ift ein frolich Weil 


werde / unb unfer Beylager in der Di 


ſchwitzen. So wirfft das fubtile allen Un 
flat von uns aus/ daß mir Kinder mi 
Keichthum verlaffen/ und in unfert 
todten Górper der befte Schaf gefunde 


Baplıns Valentinum. 


(bbbbb) | » 






















. Oder Edelſt Gab Gottes. 


(bbb bb) Der Mercurius. ift feucht und 
warm / hiermit ſtimmet er überein mit Der 
| 'ufit : lino obwohl der Mercurius das aller 
ponderofefte A&rum ift / fo will derfelbige 
dannoch ber allerleichtefte ſeyn unb vem 
brennenden Seuer entgeben /- über fich ſtei⸗ 
gen / und fid) in ein ander | Elementum 
selolvisen / nempe in aérem , und bleibt 
alfo recht der £ufft verglichen / dann wie 
der Schwefel durchs Feuer verſtanden 
piro / alfe muß Durch bag Nierum die Lufft 
werftanden werden / und vice vera , teilen 
in Mercurio zwey Elementen / als Teuer 
und Luft am meiften und augenfcheinlich 
(gefunden werden /und auch beyde aufroene 
E inwendig aber feurig und hitzig 
nd. 
H Hierin nun iftber gantze Zweck / daß 
man weiß / dieſes vecbt qu. unterfcheiden/ 
und dDashgurirte an flatt des gefchriebenen 
Dinges juertoeblen. Ich habe allbier fo 
dentlich und gröndlich von dem Philoſo⸗ 
phifchen Seuer geredet / als mir immer 
E getvefen/ unb fagebir hiermit abere 
mahls / weilen der Sulphur mit Dem Feu⸗ 
ier? Das Feuer mit Dem Mercurio, und Der 
! Mercuriusmit der ufft / diefe aber mit dem 
‘Nitro überein ſtimmen / undin ihren qua- 
‚htatibus Elementariis durch eine fonbtra 
!bare Harmonia concordiren : Alfo iff es 
billich daß deren Chara&eren ſich auch vers 
| gleichen, fonderlich weilen dieſe in der Er⸗ 
ib. dero A Den 


- 


^ Yo3t 


1032 


tie wie ein. Chrnftallinifch Waſſer / und 







— 

"PA ND. QCR 2. 

den gebohren und formlich worden ; Der 
halben feynd Nitrum und Sulphur fingus 
laritec den Metallen zugetban / und ihnen 
in linea collaterali verwand. | 
Johann de «Monte Snyder 


















r3 
| (bbbbbb) Der Philofophus foll wiſſen / 
bafi wañ man den Stein machen will / ging! 
Vorbereitungen erfordert werden. De 


auß unferm Salg oder gemeinem Meines 
ral mit unferm. Stahl giehet / bie Hefen 
von ihm hinweg nímmet/ welche wir Die” 
tobte Erde nennen/ mit einem Dort / fie” 
ift die Außziehung unfers wahren Mercu⸗ 
rii in Geſtalt eines hellglängenden Waſ⸗ 
fers / wie ein Erpftall oder ſchoͤner Demant. 
Von dieſer allbier zu reden ift meine Mey⸗ 
nung nicht. Sie ift leicht und ohne Schwe⸗ 
rigfeit : Sd) ſetze vorher daß du die Mare- 
daß du es auß unfer wahren Minera mit, 
einer feurigen Lange herauß giebeft. Ich 
till von der andern reden / welche die in⸗ 
nnerliche ift ^ und der Grund der Arbeitz! 
Das iſt deutlicher zu ſagen / die Vorbe⸗ 
reitung deß Mercurii der Weiſen / welcher 
beſtehet in Außziehung der Elementen / Die” 
ba vermifchee find in dem mineraliſchen 
Gaamen / unb in Reinigung M 
a£ 


Oder Edelſt Gab Gottes. 

38 (ie toieber unter Krafft deß Saameng 
‚bracht werden nemlich unter Die mine- 
hfche Macht. 



















ben coagulation taufenderley Unreinig⸗ 
iten in der Minera an fid) gezogen: Die⸗ 
muß man ihnen nothwendig benehmen. 
Nan muß wegnehmen Die allzu grobe 
ringung fónte verhindern; man muß aufi 


igfeit / welche ber-Tin&vr , und Hereinis 
jung koͤnte ſchaden. Man muß herauß 


ration zu wider iff / man muß außtreis 
tn die allzuverbrennliche Feuchtigkeit 7 
pelche ben Guß oder Fluß unb die Tin- 
dur felber würde verderben. Weiter wann 
mu unfern Mercurium von Flecken und Uns 
tinigfeiten befreyen milt / muft bu ihn 
ure toiberbofete Arbeit viel (tarder und 
enger machen / und die mineralifche 
drafft vermehren » damit mann fie alle 
pege Meifterin iff / fie zu aller Zeit der 
Arbeir bie Anfänge be Wercks immer bós 


" Nimm nun deinen Mercurium / der 
»urd bie Kraft unfers Stahls zu Waſſer 
orden / thuihnin ein Gefaͤß / und mache 
XaB er fid) erbreche /verſchaffe / daß er 
— ſehen laſſe ein kleines Bildnuß der 
ottheit / begehre daß von einem drey en 
| | Ü en / 


Die Elementen haben in ihrer minerali - 


nb dicke terreitreität z welche die Durchs 


haften die allzu fubtife Lüfftigkeit / die der 


1033 





zufällige Dinge / bie da Dem Zweck um 


viel / und mehr / weder du weiſt und lieſeſt, 


VES MP" INE 

OP AUNODUORA.UM 
den / nachdem er in bem Gefäß eine 
Philofophifchen Monat blieben. Wan 


bu Diefe orepe haſt fo benimm ihm all 




















fer Wercks fihädlich feyn Fönnen / mam 


4 
du ſie weg genommen / bekleide ſie vortheil 
hafftig / bedecke fie mit der Krafft / oat 
fie oer Strenge der Jahrs Zeit widerftchen 
koͤnnen / durch welche fie hindurch muͤſſen 
ehe fie sum Elixir werden. Ziehe die EI 
mente auß / bevecke fie hernach voteper : JR 
be da haft du die Norbereitung. Tim 
die, Unreinigkeiten Davon / befleide fie toit 
der mit Krafft / damit / wann du Diefelbe her 
nach wieder vereinigen ſolleſt nicht mdp 
chefteine Zufammenfegung nur. einer DM 
ge’ und dir zu ſchwach find eine fold) 
eollfommene und Fräfftige Wuͤrckung zu 
thun. Diefe Wegnehmung nun und bit 
fe Bekleidung ift nichts anders alg eim 
wiederhohlete diftillation pef Geiftes unt 
der Seelen. Das ift viel aefaget. 

id Johann Lang 


. (bbbbbbb) Mercurius : Außbtündig 
Fanft bu arbeiten’ du thuft ihm nur zu 


Dann die Philofophi forecben: Man foli 

pie Natur mif der Natur vermifchen unt 

aufferbalb ber Natur wollen fie nichte 

fremböeg haben. Aber du haft mich all 

bereit mit ben allerichnöpeften Dingen? 
| u 
























nd wit. Koth vermifcher. Alchymiſt Ich 
richte nichts auffer der Natur / fondern 
b fähe ben Saamen in feine Erden / wie 


heit mich. in S otb/ und wann die Zeit der 


Wu. findeft nichts denn Dreck einzuſchnei⸗ 
enoder einzuernden. Alch. Es haben doch 


iim Miſt zu finden fen. Mereurius : was 
ie Philoſophi geichriebenv Das ift. mabr/ 
ber du verficheft den Buchſtaben / unb 
ächt den Derftand unb $Seariffober Inn⸗ 
alt nach. Alchym. jeßund merck ich Daß 
iu vielleicht Dev Mercurius biſt / aber pu 
pit mir nicht gehorfam ſeyn? Darüber 
ange er wiederum an derfelbigen zu be 
d woͤren / und ſprach: Ux ux Mercurius: 
bet der Mercurius lacht unb fagt/ duriche 
fe nichts aus mein lieber Suche. Alchym. 


yerbarlicy / unbeftändig und flüchtig. Mer- 
urius, Dufagft / ich. fen unbefländig/ ba8 
diderlegich Dir: Ich bin beftändig einem 
tandhafften Kuͤnſtler und bin fy einem 
ren Meifter. Diber bu und deines gleichen 
enndwandelbar unb unbeſtoͤndig / kommet 
Pon einem Ding zu dem andern / von ti 
Bner Materiin die ander. 


Mischasl Senhswogins, 


it Philoſophi befehlen. Mercurius. Du - 
And berben fommen/ fleug ich davon / und 


an ſagt nicht vergeblich / bu. ſeyſt wun - 


ie Philofophi geſchrieben / daß ihr Mates . - 


. 1936 


brennen : nimm deijelben wie vi 




















 PANDOR A, 
Alſo fo man ben Antimoniu 


bu teilt / und leg ihn auff ein ali 
end Kolen/ und blaß mit eine 


von (tunb an auf dem Feur: da 
fo er zulang barinn wer/ fo war 
er in die 9tatur des Bleyß ve 
kehrt. (c) 


() AſCh batte nicht in Willens / no 
Miea8 hinzu zu thun: Ab 

wenn ich meine eigene uͤberſtandene Muͤ 
bedencke / duͤnckt mich doch faſt es fi 
noch nicht genug. Derowegen ein weni 
klaͤrer zu reden: So wiſſet / daß / wer de 
Mercurium Philofophorum in einigem M 
talle ſuchet fehon verfehler habe Den 
der Mercurius Philof :phorum ifl ein Wa 
fer/ in oen. Metallen aberift Fein 2Baffer 
Denn der Schwefel bat folches nicht allei 
coaguliret /fondernauch gänglich vertrock 
net... Diefes ift Flac in Dem gemeine 
Mercurio unb Antimonio pie unter alle! 
Metallifchen Coͤrpern die roheiten fepn /un 
Dennoch ift ihr Waſſer ſchon febr vo 
Feuer vertrocknet/ Daß wenn wir fie fubli 
miren / fid) Fein feuchter eift / fonber 
trockne flores ſetzen. Deßwegen iu 
lig 


Over Edelſt Gab GOttes. 



















ielche von fich einen feuchten Dampff ges 
J| / und fich in Geſtalt eines Waſſers ſetz⸗ 

‚weil fie vom Schwefel noch nicht voͤllig 
yermeiftert wären. |. Es ift aber fonft fci- 
^ folche zu finden als Die Materie, parau& 
e Natur den gemeinen Mercurium ma⸗ 
«t; unb biefe nennen fie aud) Mercurium, 
Map ein fchleimiges zaͤhes Waſſer / denn 
fo fichet fieauch. In diefer minera ift der 
lercurialifd)e Dampff noch nicht fo gar 
trocknet ;  fondern feßet fich wie ein 
Baffer/ damit fie auch Die Metallen auff⸗ 
löfet- Denn die feuchten Dünfte diefer 
inerz machen bie merallifchen Duͤnſte ne⸗ 
n fid) zu Waſſer / und dieſes nennen fie 
Hercurium Philofophorum , und Mercuri- 
"n duplicatum, Hievon Darff ich nicht eben 
Ael Worte mehr machen und ift unfern 
Herall - Derderbern / und Antimonii- 
‚Schmelßern (melche fich über dem Dampff 
iefer Materie groffe Seheimnöffe träumen 
iffen / gleich als wären fie Rauchprophe⸗ 
In worden/) genug gefagt : Wenn fie 
ibt muthwillig wollen dumm feyn. Sich 
jugne nicht / DaB bag Antimonium möge 
|! einem Mercurialifchen Waſſer gemacht 
erden / 0b ich gleich nicht weiß / wozu 
nuͤtze. Denn meder unfer Mercurius 
och Tin&ur darinnen fieget / fo man dem 
afilio Valentino glauben will. Das iff 
ttvif / Daß fid) die Philofophi beffen gt 
& raue 


hilofophi eine rohere mineram gefuchet/ / 


1037 





. 1038 | 


Es iſt in Wahrheit gar ein ander Ant 


ten / daB einer faft Darüber. verzmeiffel 


zu gewinnen ; Fermenticens Die Philofophi 
mif gemeinem Golde. Ich habe faft mel 


‚gebrauchen wilt / kanſt du dieſes mew au 























IN E NE E. 

P ANIDORRA,- 1.9 
brauchen; aber alseines bloffen Z Gerda 
ges / welcher fo. wenig Dabey bleibet vial 
dag gemeine Feuer. Dochiftes nicht if 
re Materie: noch vielweniger aber dasg 
meine Gold / wie etliche Ignoranten meyne 


moniam , barínaen unfer Schwefel um 
bit Materie Dergangen Kunſt lieget; Ab 
das ift fo ſchwer zu finden und zu przpan 


möchte. Doch betrachte mit Craft / td 
ich gefchrieben 7 und tag mir an etliche 
mit gutem bedacht entfallen ift / fo wirf 
du gemißlich / ſo toob( Die Materie ſelbſt 
als deren Zubereitung erlernen. ' Dam 
ich aber ſchlieſſe; €» merce Daß die Philo 
fophi zwey Mercurios ober Waſſer haben) 
Der erfte ift. der Geiſt unferd Antimoni 
und hier vernimm mich recht / der. ande 
iftaus Dem Mercurio und Venete per Philo 
fophen : und das iſt fo genug. - Aber ZW 


geſagt / al$ id) wohl verantworten Fön t 
aber meine eigene uͤberſtandene Mähe hal 


mich darzu gebracht. Doch fen bebutfai 
in deiner Einbildung / unb laß Dich bd 
Wort Antimonium nicht betriegea ; Denm 
fonft wuͤrdeſt du Zeit und Stoffen verlieh 


ven. Das iſt alles / was ich dir babe melden 
wollen; und ſtehets nun bey dir / vote Duet 















Dort Edelſt 6ab GOttes. 
nr wohl: Wo nicht / fo arbeite nicht / 
xr du wirft deinen Unglauben feibft 
'affen. " ; Ad ; 
P» Eugenius Philaletba, 


‚Ariftoteles von den Naturen 
richt / ber Glantz ober das weiß 
ird auß der Schwaͤrtze und faffer- 
eben geboren / die faffergal Farb 






it: [0 nun die weiſſe von der ſchwaͤr⸗ 
tabgefonbert/ fobleibt bas faffere 
alverlaffen. Item fo das faffer 
alvon der weiſſen ober Glantz ab⸗ 
kzogen wird / fo wird die Roͤthe 
a verlaſſen / und das ſaffergaͤl von 
tm Slang bínnimmeft / fo wirft 
udie Schwaͤrtze finden/ fo die Roͤ⸗ 
yt von der ſchoͤnweiſſe bíngetban/ 
M die Safferfarb da verlaf- 
«(3) 








Ihr ſeynd vier/ das ift Schwarg / 
Big; Gelb und gan& Roth / jedoch zu 
gen / daß die Gelb ihre Farben bald oer» 
andeln tbut / alfo daß fie wird braun 


be/ 


ympt auf der Weiſſe undRothe bets 


883 viel ſeynd der Vollkommenen? 


der gelbroth mit brauem vermiſcht / und 
3. derfelben nicht fo gar Yu Zeit pit Fürs 
E | uu 


103g - 


ioás 


fehlbar die Roͤthe Darinnen verborgen, und) 


TM la 
hun 
























! Ma bg 
PANDOR A, : 

be/ nemlich die Gelbe erhalten kan / ale 
wie Dic andern drey vollfommenen Gar 
ben / wie ich dann etliche vorhinihre 23 ol 
fommenbeit erjeblet. babe. | 
Wie viel fennd der unvollEommener 
Farben? Der feynd zwo welche genannt 
werden mittelmäffige Farben / Die eine ifi 
Grau / die andre rotb/mit weiß vermengek) 
Diefe zwo werden auch getheilte Farben. ! | 
nannt. Ü 


82 


deyten A ? ar höre fleifftg zu / [ 
will ich bird ergeblen nad) ver Ordnung 
toie fie durchs gan&e Werck geben, unt 
fich vergleichenden regierenden 9Manete 1 
daB einem jeden das Seine gugrcignt 
werde. P 
lohann de Padua, | 


(2a) Timm die Erde und calcinire fit 
in warmen feuchten Roß-Mift / biB fit. 

weiß wird und fett erfcheinet / das ift bti 
Schweffel der nicht brennet / unb Fan 
Durch mehre Digeftion rotber Schwertel 
toerben/ es muß aber erft weiß ſeyn / ehe ed 
roth wird / denn vom fehmargen ift fein " 
Durchgang sum rothen. Ohne durch pad 
Mittel nehmlich die vociffe/ und wenn dad 
weiffe im Gefäß vorhanden ift/ fo iff obtt 


man 


| 


j 


h Oder Edelſt Gab Gottes. 


jan muß es nicht außzieben / fondern nür 














‚chen biß c8 gan rotb wird. 
eh | Michael Sendivoginss 


Albertus Magnus ſpricht. (b) 


? £85" haben darum diefen Tradar 
S nicbt. befcehrieben / daß toir die 
ten Weyſen Straffen mwolten / fondern 
3B wir vielmehr ihre Schriften beftättige 


atemabt Auch die Philoſophi Menfchen 
iD/ und nicht alles nach der Schnur 
nnen / auch nicht ein jeder Fan von allem 


*fübret / wie Dem Alberto Magno , eie 
"m trefflichen Mann und Sinnreichen 


Hchrieben daß zu feinen Zeiten gäldene 
örnlein zwiſchen ben Zähnen, eines tod⸗ 


Hachen bat Ddiefer einer mineralifchen. 
afft in dem Menfchen zu gefchtieben/ 











* 


Yann die mineralifde Krafftift in ihr eigen 
(tid) geleget/ wie wir in dem 12. T’tracräte 
m dieſelbige Monarchy unterſcheiden / 
m luu 2 und 





n/ und was fie außgelaſſen / erfülleten- 


"ugfamb. Etliche haben auch Mira 
el von ben Öraden wegen Der Natur abe: 


ailofopho toieberfabren feyn foll / welcher 


n Kopffs in einem Grab gefunden tors. 
n. Diefes Wunderwercks eigentliche. 


ID auff dieſe Meynung ift ibm gum. Des. 
eiß eingefallen / der Spruch Morienis,. 
ya er fügt: Unddie Materi / O König 

irb oon Dir genommen und außgezogen. 


1041 


pn 




















PANDORA. -. 
und indrey Deich getheilet / dieweilen be 
sen jedes / ohne zuthun eines frembden/ ir 


fich felbft beſtehet / und fich vermehret. 
MR Michael Sendsvogi 2 


Daß bif die beft Alchymiſch Wir. 
dung fepe / unter allen Alchymi 
fen Wirckungen / die da auf beni 


Dingen herfuͤr kommt / auf wel 
N 


en die Natur herfür kommt / ali 
der Reinigung des Schaͤfels / durch 
Abfochung ober Abfiedung / um 
Sublimierung und auß der Reini! 

ung des Queckſilbers / unb gute 
Bermifchung derfelbigen wird eii 
jede Geſtallt eines jeden Metal 


berfürgebracht und außgezogen.Le) 


(<) Alchemia autem fic diffnitur in libre. 

| qui Lilium appellatur, Alchemia el. 
ars adminiftrans & oftendens effentiam [epten | 
metallorum , continens qualiter quzcungul 


— formz illorum imperfe&z ad naturale com 


plementum deducantur. Vel aliter ic; A |! 
chemia eft opus celatum regirhine quod. n 
manifeftum luce filiorum. genitorum , & I6 
qued per filiorum generationem juvenelcit; 
Vel aliter fic : Alchemia cft fubftantia corpo! 
rea ex unolcilicetargento vivo , & uno fcili 
e«t fulphure compofita, qua duobus ps 

| imi 


h 
| 
I 





] 


























Oder Edelſt Gab GOttes. 


mis & humidis five limpidis conttans e& , 
ilicet anima & fpirita , & in luce iliorum 
i&torum à fe manifettatur, & juvenefcit : & 
uz continens elt effentiam feptem metallo- 
um , ut in ea fubftantia fit fpiritus tingens 
ortis,quem quzrimus,quo tingamus in quoli- 
yet corpore,ac eorum qualibet parte, & eorum 
quodlibet à diminutione ad naturale comple- 
nentum naturaliter deducamus. Dicitur autem 
Alchemia abAlembico & Kymia,quz funt due 
ala , in quibus hzc ars in tribus generibus vel 
ji Minibus medicinarum ad finale deducitur 
complementum. Et patet , quod hoc to- 
um Alchemia componitur excorrupto & in- 
gro, Non autem eft Alchemia ante eli- 
xir, fed poftfemper. Lapis autem phibofo- 
hicus fic diffinitur: Lapis eft quzdam fortis 
rirtus mineralis , ex pluribus rebus in unum 
tonveríis per noftrum artificium alchemicum 
congregata ; habens in fe virtutem congelan- 
di Mercurium in naturam metällicam veram, 
& formaliter convertendi, ac omnia metalla 
infirma feu imperfeGa ad veram fanitatem & 
;erfe&ionem reducendi , vitrumque mallea- 
Dile faciendi , lapidemque preciofum fingen- 
di, & finaliter et fumma medicina ómnium 
‚corporum humanorum, & confervandi in 
€is humidum radicale: quia ab ilto lapide be- 
inedí&o defcendit aqua vitz , ut jam fuperius 
| tetigimus, & inferius plenius oftendemus, 
Incertus, 





—* 


— 


duu 3 (ce) Ale 





104% 


w'ec-m C——— EN 


1044 


. Saamen des Metalle fep der Schwefel 


. fin» / halb männlich halb weiblich / begie⸗ 


















(aa) Alle / fo von dem Saamen ber 
Metallen gefchrieben haben / ſeyn Darin 
nen einig / daß fie fagen / der männlich} 


und der meibliche Der Merceurius. Das 
will nun nach feinem Verſtand verſtander 
Ah / und nicht ber gemeine Sulphur und 

Nercurius Darbor gehalten feyn/denn eg ifi 
per fichtige Mercurtus metallum,ein Corpus 
vor fid felbft + aus denen fieben Corpori 
bus; fan perbalben Fein Saamenfeyn/ fü 
foi(t er auch kalt / unb Fan die Kälte allein 
auch Fein Saame nicht ſeyn: So ift bag 
Sulphur des Metalls Speife / mie Ean etl 
denn ein Saamen fen ? ja oer Saamen 
persehret den Sulphur,miefolte dann ein Sa⸗ 
me pen andern verzehren ? was molte für 
ein Corpus barauf werden? Darum ift edi 
weit gefehlet / es nach gemeinem Derftan 
zu verftehen / fondern der Saamen aller 
corporum,ift DerMercurius corporumder von 
Natur der alterhigigfte iſt / arum wenn der 
Mercuriug corporum in einem Werck iſt⸗ 
unb hat Speiſe gnug / ſo tzeiben allezeit ſechs 
Smtercurit ein Corpus herfuͤr / was es dann 
für eins aus den ſechſen ſey / darnach fie im 
Auff » ober Abſteigen ſeyn. M 

Dieweil dann folcher Mereurit_fieben 


bet e8 ſich wo der Saamen Venerisund 
Martis pen Vorzug haben / daß fie ein maͤn⸗ 
lid) Corpus Solis aufforingen / too aber bet 

Vds v Saa⸗ 


a Y um » " 
T 29 À 


Oder Edelſt Gab Gottes. 


Foame Saturni und Jovis Uberhand behal⸗ 
In; paf ſie ein weiblich Corpus zu wegen 
Bringen’ fo Luna genennet wird; Meicu⸗ 
w hilft ju beyden Seuen. 


Baſilius Lalentinus. 






















| (eec) Dre Anfäng / wie gemeldet / 
Poynd erivachfeny welches die alten Philos 
Pohinicht fo genau genommen / melchedie 
Iwo Wörckungen ber Elementen befchrier 
Ben / und ob ſie es auch, wiffentlich vers 
hwiegen / mer toill fie Darum verdencken / 
| rit fieibre Schrifften nur ihren Kındern 
d Be ben uno s eia unb Dueckfil- 


Metallen / ja auch ihreg Gi ins Materi 
Wienennet haben. Wer derobalben eim ved)? 
ger Gifor(cber. Diefer heiligen. und heimlis 
Ehen Wiſſenſchafft fepa will / der muß Die 
Zufällwiffen und alle wohl erkennen’ daß 
Dr lerne / zu welchem End oder Element 
Er begehrt zu fommen/ durch mag Mittel 
[t babin gelangen ‚muß / teill er anders Die 
Nerdte Zahl erfüllen. Dann gleich mie 
diefe drey Anfang auf vitren gemacht ſchnd / 
alfo muß durch Minderung gefchehen Daß 
Diefe rep zwey machen ein Maͤnvlein und 
; arbkein. Michael Sendivogius. 


(ec cc) Alchymiſt. Herr, in welchem 
mg ift diefer Schwefel ? C timm ; bu 


Muu4- - gro[» 


, stt dor gewiß wiſſen / daß biefer Schr efe. 


1045 


I046 


groſſer Tugend ift; feine Erkgrub ſeyn 


ſage mir die Materi/ daraußihn die Vh 


verborgen. Stimm. Syd) babe dir gefagtgi 





















PANDORA, | 
alle Dingin der Welt / dann er ift in M 
tallen Kräutern / Bäumen / Thieren 
Steinen/ Ergen. Alchym. Und melchek 
Te --- fan ibn unter fo vielen Dinge 
und Sachen herfür Flauben ? Der Ha 


lofopbi nebmen. Stimm.gemach an ju 
Freund’ nicht gar zu nabe/ jedoch daß ic 
bir gnug tbut/ fo wiſſe / daß der Schw 
fel allent halben ſey / gleichwohl bat er etf 

che Palleſt darinnen er pfleget den 2Gep 
fen Audientz zugeben aber die Weyſ 
beten ihn an / wenn er in feinem Medi 
ſchwimmet / und mit Vulcano fpielet/ toan 
fie die Weyſen zu ibm Fommen / da c8 um 
unbefand / und armfeliger Kleidung ih 
Alchymift. Derzich Fan ihnin jenem Ren 
nicht fuchen / dann diefes nähere ift. mil 


Daß feine Hüter ibn in die aller finfterft 
Kercker gevoorffen / daß du ihn nicht feheik 
Fanft / dann erift in einem einigen Ding 
und wann du ihn zu bauf nicht findeſt 
wirft du ihn vielweniger in den Waͤlden 
finden/ auff daß bu aber in oem Suchdl 
nicht vergmeiffelft /fo fage ich dir in hoͤch 
ſter Warheit/ vaßesin Gold und Silbe 
am aller vollfommenften fen / aber in den 
Duedfilber am allerleichiten. Alchymiſh 
Ach Joerzid) twoltegar gern der We 

Steinmachenfönnen: Stimm: Du ^ 

- ge 






















Oder f£odft Gab Gottes. 

pbre(t nichts böfes 7 der Schwefel tod 
auch gern auffgelöft und hiermit iff Sa⸗ 
amusvon ihm gangen. Den máben Als 
ypmiften aber bat cin tieffer Schlaf uͤber⸗ 
len / und ift ibm ein fold) Geſicht er- 
hienen. Er batte in vemfelbigen Wald 
inen Bronnen voll Waflers gefehen / um 
mfeiben wanderten Salg und Schmefels 


tfangen zu fechten/va bat dag Saltz dem 
chwefel ein unheilfame Wund gehauen / 
IuB welcher an ſtatt des Bluts weiſſes Waſ⸗ 
?r wie Milch gefloflen / darauß eim groffer 
Sluß worden. Demnach ift auf demſel⸗ 
ien Wald herfür getretten/die aller ſchoͤn⸗ 
le Jungfrau Diana / melche fich bat ane 
Jefangen in demfelbigen Gluf zu waſchen / 
Pelche als fie ein voräber gehender Sürft 
nd febr ftarcker Mann (auch gröffer dann 
eine Diener) etfeben / fing eranfich über 
bre Schönheit zu verwunderen/ und weil 
iit an Natur ihm gleich war / ift er in fie 
serlicbet worden / welches da fie c8 geſe⸗ 
yen/ ift fie bintotoer in Sieb gegen ibm enta 
Prand / derowegen fie in eine Ohnmacht 
Jallende gemächlich untergieng : Da der 
Fuoͤrſt vieles erfeben / bat erfeinen Dienern 
befohlen / daß fieibm zu Huͤlff kaͤmen / fie 
aber förchteten fich alle zu dem Fluß zu ge⸗ 
ben / da fagt ber (Sürft / warum belfft ihr 
nicht der Crungfrauen Diana. Dem ant- 
worteten fies Herr Diefer fluß ift zwar klein / 
I" | uuu s unb 


d) mit einander zanckende / bif fie entlid) 


1044 - 


1o 49 


bere ponunferen Vorfahren allbie umfom 


fänerlc der Gefahr des ewigen Tode 
ertcunnen/ wir wiſſen auch / Daß noch ar 


men. Da. legte oer (Sürft. feinen dicker 
Rock ab; damit er geroapnet war / uni 
89 in den Fluß / daß er. ber ſchoͤne 

Diand Huͤlff erzeigte, und reicher ihr di 
-Danb/ fie Ar zu helffen verboffenbe: 
bat auch oen Fürften zu ihr gezogen / un 
fein alfo bepbe ertruncken. &ur& bernad 
fein ihre Seelenauß bem Fluß berfür fo 
men / unb über den Fluß geflogen / fpre 
chende / ung ift febr wohl gefchehen/ fon 
ſten hätten wir von unſern Leibern nich 
koͤnnen erlediget werden/ welche unrein unt 
befleckt waren. 








Michnel Sendivogin 


(ccccc) Volutis veró & revolutis omni: 
bus authoribus authenticis, femper eandem 
cantilenam omnes canere obfervarunt fuum- 
que Mercurium depredicare. Proptereano 
lentes volentes Mercurium vulgi tandem in 
ſoam carnificinam deduxerunt, quod bafın 
& genus przberet omnibus metallis, cum 
auro, tanquam fimili, unicé amicaretur & 
eentenis aliis locis Philofophorum armati, 
Non ett dicendum , quid perpeflus fucrit hie 
bonus Mercurius, niii effet creatura fine pa- 

rige 


Vott Edelſt DAB DORFES. 


;, impoffibile foiſſet ipfi, fub tot lanienis 
nergere : Plures enim torturassipfi applicä= 
ipt, quam Domitianus, Decius, Nero & 
jocletianus fuisMartyribus;quomodocung; 
ro procederent adderent aut demerent, fu- 
fidem tamen abnegare. noluit, quz erat 
t et, Sophiltis imponere. & Philofophis 
bedire, Erat autem intentio illorum, Mer - 
rium per fublimationes á corporibus falfıs 
urgare, cum iis refolvere, fublimare , revi- 
care &c. donec ficret albiffimus dulcis at- 
ue fic absque acrimoniä & Rrepitü Solem 
jlveret, 


















. Pantal con Exgm. 


- Die aber / die durch weiſſe Ding 
peißgend ober mweißmachen/ und 
urch galbe gilben Ind die Gefallt 
er porigen Metalls bleibt in bet 
Materi/diefind berrieger und wahr 
elt und wahr Silber machen 
enicht. (a) 


2e Philolophi nennen unfer Gals 
pen Ort Der Weißheit / und zwar 
icht unbillig / denn es iſt voller Goͤttlichen 


lle Sarben ver Welt gewickelt werden / es 
aber fuͤrnehmlich außwendig Schnee- 
veiß uud inwendig gang blutrotb / mit 
RAN aller füffeften ATOM / lebendig 
machen⸗ 


1049 


- 





1050 


| [orig Außfag und Kranckheit b 


PANDORA ' 
machenden Seben/ und Himmlifcher Tin 


Gur erfüllet? Wiewohl folches nicht alti 


eigendlich" bem Salg zuftehet / denn da 
€53l6 gibt nur die Schärffe und das’ Ban 
Der Coagulation, Derintoenbige Calor abt 
ift einlauter weſentlich Feuer unb Liecht ot) 
Natur / ein fchöneg durchleuchtendes Dell 
von folcher Suͤſſe / daß keine Zucker nodi 
Honig diefelb erreichen mag / fo fern e 00! 
den andern Eigenfchafften mag entfchiede 
erden. Der unfichtbare Spiritus aber DE 
arinnen toobnet/ iff an Penetration wi 
ein unauffhältlicher Durchfahrender Blit 
wenn nun dieſes alles in ein Feuer beftdnbij 
e& Weſen vereiniget unb aͤgiret worden 
0 eneitehet Darauf die großmächtige Tin 
&ur, Die ba totecin ſtarcker Blitz ploͤtzlich Dil 
Coͤrper Durchgehet / unb alles mas den 
Kern des Lebens contraire, augenblicklid® 
berauf jaget / und folcher geftalt werd 
die Metallen in Gold verwandelt ober tim 
9itt/ denn fie find zuvor Gold und auß dei 


x 


"einigen Gold Weſen entftanden / abermil 

























€ 


eget/herrührend aug dem Fluch und Zorn 
wären fie aber nicht zuvor Gold, fo koͤnt 
fie aud) bie Tinctur nicht zu Golde ma 
chen, gleich wie auch ber Menfch nicht gt 
Golde wird’ wenn er die Tinctur einnim 
05 fie ſchon alles Boͤſes aus ihm treibet 
und finde fich im anaromiren ber Metalle 
gank eigentlich / daß fie —" e 
à; Go 


h 
i 


| 


| pora Gab Gottes. 


















fas) Derhalben fehlieffen wir / daß 
ur eine einige Natur fepe / fo wohl in 
en Metallen als in andern Dingen’ aber 
amterfchiedlicher Wuͤrckung / und auch 
ne allgemeine Materi, nad) bem Spruch 
ermetis ( alfo wird von Diefem einigen 
ing’ alles was gebobren ift) jedoch ſeynd 

iel Kuͤnſtler / Deren jeder feinem eigenen 
im nachfolget/ fucben eine neue Teaturz 
ine neue Materi / Darum erfinden Pi aud 
ichts frifdot8 oder neues dann fie gehen 
icht nach der Natut Möglichkeit / Gaben 
erſtehen die Philoſophiſche Schriften 
ch dem Buchffaben. Diefe aber alle 
ynd von der allgemeinen Verſammlung 


nes Mercurius und Alchymiften gelshrie- 

en tt die ohne Schluß wieder heim 
iehen:: Dann fie fuchen nicht nur ohne 
Mittel fondernauch ohne Anfang das End/ 
nd baffeíbige daher / indem fie nicht auf 
n Sundamenten/ oder écfung der Philo- 
ephifdjen Bücher / fondern von hör-far 
yen / und ber Betrieger Recepten / vermey⸗ 
en Die Kunft zuerlangen (wiewohl viel 
erfelben Bücher von ven Mißgünfligen 
unteroructt/unb an vielen Orten vermehrt/ 


D Reichs⸗Tag / darvon in dem Gelpräch, 


oder geuinpat feynd ) wann es ihnen n 


1051 





pj 


PANDORA,- | 
nit gelinget / wenden fie fid) auff die Soph 
ſtereyen verurfachen wunderbare vergeber | ! 
Werck/mit weiß und roth machenLunamfif 
xam zu machen / des Goldes Seel zu extrahil" 
ren / welches in Der Vorred der i2. Tractaͤt 
[cin unmöglich zu ſeyn genugfam erwieſtn 
Wir laͤugnen zwar nit / ja iit ſagen/ es müf. 
fe. nothwendig ſeyn Daß man die Metal‘ 
liſche Seel außziehe / aber nicht zu einem" 
Sophiftifhen Werck/ fondern zu dem" 
Stein der Wenfen: Welche mann fit aufal 












| 
gezogen und purgieretift/ (oll man ſie ihrem 
Górper widergeben / daß eine rechte Auffel! 
eritehung bef glorihieirten Leibs geſchehen 
Das ift niemahlen unfer CGorbaben geret 
fen daß man fónne ohne XBeisen Korn 
eigen vermehren / Daß aber die aufígezl 
gezogene. Seel ein anders Merall nach 
Sophiftifcher Weiß tingiren koͤnne cag]! 
toiffe / daß es lauter Falſch fepe / und alle]! 
die fid) deſſen rühmen / Betrieger ſeyn. 

Michael Sendivogsns, q 


Die Hit. die da toirdt in dent! 
feuchten maͤcht und bringt zum er⸗ 
fien die Schwärge/ und in dem], 
ftodnen die Weiffe / unb in bem 
meifendie Gilbe. ¶b) M 
(b) en berobalben die Sachen aereis Ih 

9 niget; ſo verhoffe daß Feuer und D 
Waſſer Freund werben / welches fie in jr i 
ni | Fe 

| 


| 


















Oder Edelſt Gab Gottes. 
Erden / fo. mit ihnen auffgeftiegen 
Ehrlich chun werden / bann wirft Du c8 
Arser außrichten / als die Natur / fo ou 
IWwohl / nach der Natur Gewicht zuſam⸗ 
Won gefuͤget haft: nicht wie es vor geme- 
qi/ fondern wie es die Natur erfordert / 
Id dir vonnoͤthen if. Dann die Natur 
Bet in allen compoſitionen mehr von dem 
dern zu/als vondem (euer: Das euer 
immer das wenigfte Stück/aber die Na- 
lit tbut nacb ibrembelieben con bem Auffere 
hen Seuer darzu / das innwendige zu erwe⸗ 
"/ viel oder wenig / lang oder kurtz 7 
Id nachdem das Feuer überwindet / oder 
xtrrounben wird / nach bem werden Die 


: Danndem ınnerlichen Materialifchere 
tur iff genug daß e8 eine Nahrung Has 
^4 und das Äufferliche euer ifl feine 


1ben/ daß nicht gar zu groſſes äufferlis 
es (euer Dargu Fomme dann wann 
ner zuviel und über fein Vermoͤgen iffet/ 
erſtickt er: einegroffe Flamm friffet eia 
eines Feuer / daß Auflerliche u 
| | eon 


1053 


Roo MU U—————————— 


1054 


| totb macher den Mercurium/ E 


PANDORA 

fein vermehrend / ernehrend / nicht v 
zehrend / dann alfo bringet man die Di 
zur Vollkommenheit. Iſt alfo bie K 
hung in allen Dingen ihre Vollkomme 
heit / fo gibt die Natur Kıafft zum G 
wordt und machet c8 aug. | 
«Michael Sendrungi 














Ein aqua fort das da firiert u 


fir: Nimm Salpetre / irre 
Romani jedes j. W / die zerftoß uf 
veibs gar wohl / barnad) thu | 
gar miteinander in ein cucurbit w 
verlutiert / und thu darauff € 
Alembic / und verlutirs mol / 
einem [uto der mit Rocen-Mäl a 
macht (epe / und fep ee ein zu dift 
lieren mit Eleinem Seucr/ fo fonir 


fo befchlic von fund an Die Any 


Pte Edelſt Gab GOttes. 
ni lit ſampt bem Schnabel des Alem⸗ 
gie : Dann e8 ift ein Zeichen daß 
as 18 Waffer ermwallen fepe/ oder ass 
btten/ alébann fofompt bas aller- 
Verden / unb fo bald der 2ilembi» 
umanfahet weiß zu werden/ fo bor 
uff ihm ‚Feuer zugeben / unb die 
impul hindannen / unb beichlieg 















it verrieche / und von dieſem jetzt⸗ 
tíagten Waſſer nimm j. Untz / oder 


qr zu einem ſchoͤnen Waſſer diffol- 


iefe Diffolution mit dem wolbe⸗ 
hloßnen Glaß in ein warm Aſchen 
> Ib befalles/ lo wirſt du finden den 


tins * vom quet abtoeicht / 
0c bíntveg gebt / und in ein Ans 
ang der anderen und dritten Nas 
Wr / ' und pi vollkommenlich ae 


er Areceptacul mit Wachs / daß es 


us, i und tbu darein Mer⸗ 


fitret) und fo es geſolviret iſt / ſo ſetz 


Xrr braucht 


1056 





. mögen firirt und gebefft werden a 


— bem Werd Natur ſo blind ale Maulwͤ 


-DANDORA 7 
braucht werden / zu einem jet ; 
theil / und alfo durch denfelben We 






















le Spiritus mit dem I PRBERABAFN Wa 
le) ! 


Os ift äber die Srütrigfeit no. 
nicht vorben / wenn man einma 
erfennet Daß das ganke Gebeimnif in Me 
curio beftehet ;. denn was ift gemeine 
unter Den Sophiften / als ruffen / uni 
Mercutius. t. f.t». und find gleichwohl: 


fe? Die Urfache ift / teil die tatur cin, 
mineralifchen Safft in dem Bauche d 
Erden berfür gebracht / welcher meifte 
theils mit den Philofophifchen Befchr 
bungen ihres Waffers überein Fompt / 
nemlich/ daß e Mineralifch iſt / lebendi 
lauffend / ohne Benetzung / ſchwer / ul 
dergleichen; Welches wenn es die gemein 
Alchymiften lefen / reimen fiees auff ibt 
nichts werthen Mercurium, welcher in fi 
nen inwendigen Eygenfihafften nichts bo 
das ben unfern gleich ift. ^ 

Es find derer etliche / welche / weil ſie 
auff die Meynung der meiſten weiſen Seul 
die von dieſer Kunſt geſchrieben habe 
verlaſſen und ben gemeinen Mercurium De 
Wort nach vermerffen/ in bem fie in 28x 
heiteben fe naͤrriſch damit umgehen 10 


© Doer Edelſt Gab Gottee, 


té/ wenn fie Durch ihre naͤrriſche Neir 
gungen den Mercurium auff unterfchieds 
Her Beife tractiren/ Durch lublimiren, præ⸗ 
iren , caleiniren mit Der Hand / bif bof 
jang (har wird / toit ein Scu bder 
i pen» Schwärse/ durch diftiliiien von 
m etlichen. Fzcibus , und hernachreiben 
Weineſſig/ durch calciniren mit ſtar⸗ 
Waſſern / Dürch ungehliges waſchen / 
h Berwandelung den Mércutium if 
Be Gieftalten und hernach ihn 
er febendig machen; durch welche Are 
i alle fie ihnen einbilden / daß fie das’ 
nnd unfers Mercurii gewiß in Haͤn⸗ 
haben / da doch alle dieſe Wege 18 
arbeit nur betrieglich find ; Und det 
Hcurius Der alfo übel tractivet wird / iff 
b einmahl wie das ander eben der vorige 
curius. 
Alſo daß an dieſen Stein: Ss fie fid 
hrgeftoffen/ alan irgend einem andern’ 
gerbiß ſie erkennen moie unſer Mercurius 
m ben gemeinen’ und unfere Bereitungen 
Inden gemeinen Sophiftifchen zu unters 
Hs den / welche Feine Gleichheit gegen ein? 
xr haben. 
ió Denn unfer Mercurius. ift unſtrin Leibe 
xt ntlich und radicalifd)/ und partic'piret 
E ‚der Natur feines innerlichen/ und bt» 
Degen wird gefagt / Daß es der Mercu- 





















t1 
d 
i 
* 
" 
| 
er. 
l4, 
2 


a 


» 


2 tnn alle Dinge werden von pen Philofo- 
ir 2 phis 
ME 





us fen’ ohne welchem fein Weſen iſt; 


d 1058 


1959" 


| fo contubktantial, daß er eineríen ber 2i 


Zeugnuͤſſen der Philofophen bcfráfftigellt 
- fintemabl8 feiner/ ber nur ein wahrer AR 
























PANDORA, 
phisdurch Drey Principia unterfchieben (nl 
tool etliche Amplicia nicht drey fonoe 
nur eines analogice haben ) unter dene 
bag allerweſendlichſte Mercurius ift / DEI 
Die geronnene Seuchtigfeit alier Din 
wird ihr Mercurius genennet/ welche me 
alle Dingin ihnen baben/ weil alle Ding dl 
ren Anfang dem Waſſer zu dancken babe | 

Gleich wie alfo nun der ergendliche fpi 
cificirtt Mercurius aller Dinge ihnen fo ı 
fential ift 4. daß nichts ohn Demfeiben ull 
alfo ift auch unfer Mercurius feinem Lei— 


nach iff mit Dem Mercurio , bon Deme 
Durch Die Coagulation zuſammen geronne 
welches Der gemeine Mercurius nicht. ilg 
und deromegen wird Der éeib Durch Die 
Mercurium incrudiret / und gibr einen S 
men von fich Durch Dermifchung mit Del 
felbigen Durch die Mitwirefung der gebl 
rigen Aufferlichen Wärme ^. ..g 

Alle Philofophi erinnern und fagqii 
eben oaffelbige waar zu feyn. : 9 

Diefes Fönte ich warlich mit unzehlig 


tift geweſen / geſchrieben der nicht eb 
dieſes befräfftiget hätte. Geber, Arthephe 
us, Haly , Ko(inus, Flamellus, Sendivog 
us, der Author des Rofarıi, Trevifanug 


3 


fampt vielen andern/ welche alle zu erze 
fen gank perdrießlich fallen rotiroe — 
- oe v. Oyenam Philaleth 

an 


oet Edelſt Gab Gottes. 
"ann du ein Einwerff ung ma» 
wilt / ſo wirff zum erſten auff 
8 vollfommen Corpus auf diefe 
Bei: (Dig ion deſſen Beſſerung 
uſucheſt / ſoll geſolviret werden / und 
auch geſolvirt werden Die Artzney / 


| " dieſe geſagte Solvirung ſollen zu 


unen gethan und bekallet werden / 
Ja arnad) geworffen auff dag Cor» 


1068 


8/ oder auff den Mercurium/ 


? viri du es vollfommenlich vol; 
1 ríngen in fvabrer Bollfommung 
ft Solarivoder Lunarli. (d) 


| » CN Urch folche Multiplication Fan dies 
ds: «ft Kunft nicht unbillich übernae 
I Mid) und örtlich genennet werden / 
ttn der Üübervermunderlichen Wuͤr⸗ 
ung / toelche mit Der Projedion, wird 
(C Dann gleich wie ein wenig 


auertaig ben gan&en Taig verfäuert/ . 


^ni bin fein Natur bringt: Alfo Fan unfer 
MT bilofophifche Stein unzehliche Theil Mes 
n I$ verwandeln / davon toit ein außfährs 
che 8 Erempel fefe beym Raymundo Lul- 
oam Ende feiner Experimenten / ba er 
d > fpricht : Nun ift übrig mein lieber 


bn / daß mir enden unfer8 Steing 


it beroenwunderfiche M ar welches 


aw Y ES 


NW FE 3 thet⸗ 





1773: ^- | : A 
| thetliche Krafft einer ſolchen Hoheit u 
Unbegreifflichkeit / daß id) fehler. glaub 


I 


‚Durch andere befriegliche | Verblendu 
. Denn wie man mit eınem fund Ga 


daß er fchier an der Kunft gegreciffelci n 


‚bern in ein fchönes Pulver ebenmä 























\ X Dr e bu 
"BAND DREAM 


toplte/ das gantze Meer / wann eg N 
curiud waͤhre / koͤnte Durch Diefe perfedte 
dicin gefteben undin pur lauter G/olD t 
wandelt werten, Derohalben wannm 
folches ſiehet muB man ibm nicht ein! 
den / als gieng eg mit Zauberey zu / 0 


taig hundert taufendmahl taufend Mt 
‘Brod faa anfäuern : Eben fo viel rei 
und Frafftiger tvürcfet Diefe Medicin ini 
unvollfommenen Metallen. Und da 
it es kommen daß der Lullius felber/ 
er die Projection auff die Metal getba 


‚lich da er gefehen / daß ver Stein me 
feiner unmäßlichen Tugend und Scurig 
nicht alsbald die Metall in Gold / 


turp als per Ctem felber / vere 
elf, 
Wenn man aber wiſſen wolte / t 
um fo ein Fleines Stuͤcklein deß Phil 
phifchen Steingfo unzehlige Theildeß 
meinen lebendigen Mercurii in warhafl 
Gold vertwandele 7 fo wird mans m 
gnugſam erweifen Fönnen : fontern tí 
wird mie in anderumbefanten Sacher 
ne Zuflucht nehmen zu den unergrün 
hen geheimen Eigenfchafften der = 




















Oder Edelſt Gab Gottes. 
Jannenhero der Theophraftus c.8. fue 
jetaph. mit allen recht - oernánfftigen Phi- 
fophis fagt : Qi omnium rationem re- 
runt , hoc! ipfo rationem ipfam tol- 
nt atque unà fcientiam abolent atque 


pare Urfach zu tviffen begehren / oie be- 
t Dadurch Die Urſach auff/ und verrucken 
jtgan&e Wiſſenſchafft. Und mann wir 
ndiefer unfer Kunſt die Wahrheit wollen‘ 
MÉennen/ fo müffen mir ja geſtehen / Daß 
Je einige Proje&ion bie vornehmſte unb 
2 pt⸗Urſach iff / daß wir müffen fagen/ 
diefes ganke Merck fep ein übernarürliches 
Wergk / weil es mit ben Sinnen nicht mag 
begriffen werden, Hievon koͤnten viel 
Eyempel angezogen werden / wo es nicht 
gar zu weitleufftig würde / Doch will ich 
ünter allen nur eines aus Dem Raymundo. 
Eullio anzeigen/ baeran vorgemeltem Dit 
veiter aljo fihreibet : Jam procedemus ad 
proje&ionem ; Accipe de hae pretiola me- 
dicina partem unam infar magnitadinis fa- 
bz,& projice fuper mille uncias Mercurii ,& 
illicó fiet medicina converfa in pulverem ru- 
brum, De hoc pulvere accipe unciam unam 
& projice fuper mille uncias Mercurii novi, 
& ſtatim etiam convertetur in medicinam. 
De hac medicina rurfum accipe unciam 
unam & projice fuper mille uncias novi Met- 
euríi, & iterum fiet medicina, -De hac po- 
tema medicina projice: denuo unciamjunam 
8. Err4 fuper 


* 


c 


ibvertunt: Welche in allen. Dingen die - 








1063 


ein theil einer Bohnen groß / wirffs ai 


gantz Gold vermandelt/ welches beffer um 


ber tatur verborgen / ift nicht eines jede 


PANDORA, |l 
fuper decem mille uncia? novi Mercurii, 
hoc totem converteiur. in aurum mel 
quàm quod minera peperit, Hzc ille, Di 
ift: Nun wollen wir zur ProjeGion fchre 
ten : Nim von bieftr Föftlichen Medic 




















taufend Untzen Mercurii , und alsbald mi 
Diefe Mediein verwandelt in ein roth 
Pulbder. Don diefem Pulver nimbt me 
ein Untz / und wirfft es auff taufend Ung 
neu Mercurii, und wird alsbald verwa 
delt in ein Medicin. Von Diefer Medic 
nimbt man miber ein Ung und tvir(ft 

auftaufend lagen neu Mercauril , und wir 
wider ein Medicin, Von dieſer legten M 
dicin. wirff wider ein Untz auff geben ta 
fenb Untzen neu Mercurii , und wird aífo i 


hoͤher als daſſelbe was auß dem Der 
wercffommt. Biß hieher Lullius, Wan 
man nun Die Rechnung hieruͤber wird rech 
anlegen’ fo wird man auß wenigen Unge 
biefer Medicin viel taufend Pfund Sol 
haben. Aber vaffelbe erforfchen/ mas i 


Sbun/ und bat folches GOtt auf uner 
forfchlichem Math ver unvermeidliche 
Mißbraͤuch halber wollen alfo gefchebet 
laſſen/ anberft e$ gar leicht währe zuer 
fahren. Dann einer der Diefen Philoſo 
phiſchen Stein bat/ wie Der Senior ſagt / 
gleish deme ber ein Feuer bat / be 

à 
























7 der Edelſt Gab Gottes. 

| danon mittbeilen wem er will / manner 
an) 17 und wieviel er will obn feinen Scha⸗ 
en und Abgang / und hierinnen confen- 
it n aile Phiiofophi. Weil nun diefeKunft 


die und hoͤchſte / mag fie mit Grund ber 
Rarheit wohl Dieandere Theologia genen⸗ 
dein den Zufchauenden zur höchften Ders 
. nbrrung bringt / ſondern bewegt auch 
Ben jeden halßſtarrigen / unbußfertigen 
denſchen zur GOttes Furcht / Reu unb 
kaͤntnuß ſernes Schoͤpffers. 
J Ancertus Mac rocoſe. 


(44) Jedoch muß man den Stein / 


u vor mit dem beften Goide fermenciren/ 
enn ſonſten Die geringen Metallen feine 


lig 
if 


1/ auch müffen bie geringen Metallen 
ior purgiret werden/ too e8 Muß ſchaf⸗ 
E den Stein aber mit Golde zum 
then / oder Silber zum meiffen zu fer- 
ientiren Fan man folches tool mit einem 
uintlein Soldes ober Silbers verrichten, 
ind hat nicht vonnoͤthen für folches zu fors 
mi womit man bernad) meiter und 
peiter tisgiren Fan. Wenn num diefe Me- 

icio auch Durch Die Multiplication gehet 7 
in mit dem Waſſer ihres weiſſen oder 
i E 1 rothen 





ach oer Erkaͤntnuͤß GOttes Die vortreff⸗ 


et werben / nemlich in dem / bot feriche _ 


imn er diegeringen Metallen tingiren fol - 


(t Subtilheit nicht ertragen koͤnnen / 
padern würde bey der Proje&ion Schaden . 


|. 1064 


A 





d 


tig vermehret welches maa denn fo o. 


- cias de plumbo vel anne , & funde fu 
 dicina non fuerit tantg virtutis, quod tanti | 


| pondus poffit convertere in medicinam , ©) 


- 3n medicinam, fed non ita fortem, ficut 
^ quam primo feciti, Ita um accipe de iM 


PW PRONUM, ;. REND 
PANDORA, | 

rothen Mercurii barauf fie gemacht ift to 
ber diffolviret und coaguliret wird / fo wi 
ibre greffe Sraffr zu ingiren noch zehnfl 
































man will / widerholen kan. 
Michael Sendivogi 


(Add) Fit autem projectio ius. medi 
nz fuper. corpora tali modo : Secundu 
enim quod fubtilier ef lapis , plus oportet 
corpore in projedione , & minus de me 
cina ponatur, quz fit ita fubtilis, quod pof 
cadere fuper pondera fequentia, & ipfa co 
vertere : ita faciendum eft, & hic mod 
tenendus eft in omni proje&ione tam ad ; 
bum, quam ad rubeum , fecundum maj 
& minus pondus ipfius medicinz, — Acci 
unam unciam de medicina, & accipe 50, uj 


iguem , & projice ifam unciam medici | 
fuper itud plumbum fufum vel ftannum , 
totum vonvertetur in medicinam : & fi m 


et didum , minus accipe de corpore , Ig 
plus de medicina : & fi plus potuerit cc 
vertere, plus accipe decorpore, Deikot 
to converfo accipe unciam unam , & fim 
modo projice fuper triginta uncias plum 
vel &anni fufi, adhuc totum iftud converte 


















"Doer Edelſt Gab Gottes. 
ltimoconverfo unam unciam, & iterum ter- 
io projice fuper quinquaginta uncias etis, & 


lum colorem medicinz,QuiSol five Luna per 
ha Ic medisinam generatus, vel generata, ex- 
redit omnem Solem & Lunam naturalem in 
omnibus proprietatibus , tam medicinalibus, 
quam alis. Eteodem modo fit hzc proje&io 
lbper mercurio, Ex ito patet, quod Mercu- 


feipfum generans & vivificans, Fiat autem 
Iptoje&io in crucibulo terreo , & ante fa- 
gam Mercurii, 


Incertus, 


-. (44d) Wenn Biefes alles mol beobachter 
worden / fo verbleibet dir einig und allein 
‚Die philofophifche Saar über ; ( verfiche 
die Proje&tiones, derer Art und Weiſe bie 
"Philofophi auffs allerElärfte befchrieben / 
"unb als fehi leicht diefelbigen mit Fleiß 
| übergeher) ja es Fommen die Fruͤchte von 
ſich felber feinem Herrn zum Gigentbum/ 
wenn fie ihren Derbft erreichet: Denn ob 
wol diefe der Krucht Samınlung / welche 
dem Banersmann zufället z/ der Erden 
Zubereitung / Dummung / Aegung und 
dergleichen / welche ehe man die Saas 
men in Acker wirfft / vonnöthen / bedarf 
fo wird doch folche unter bie Arbeiten nicht 
gerechnet; fintemal / wenn ver Saamen 
L ; ein⸗ 


n lunihcum vel folificum convertetur, fecun- _ 
Br. 


dus nofter vere e(t feipfum mortificans, | 


1066 | 





1067 —— 


ben fep / ben begreift in ſi ch der gange 


















OJPANDORA 7M 
einmalindem Schos der Erden rubet 7 
wird beffem Bauersmann aud) rub 
Wenn nun bie groffen Arbeiten voráo 
ſo gebrauche giäclich dieſe unſterblit 
und ewige Frucht der Philofophiz , wel 
eine Darſtellung ift ber. Goͤttlichen Wein 
heit / und eine Frucht deß Lebens und f 
diſchen Paradieſes. Und ob ſchon ei 
dergleichen abgebrochen wird / fo wi 
die andere guldene Frucht nicht mangel 
und wird von vergleichen der Stam 
immerzu grünen. Wenn du nun fold) 
clangtı fo glaube ficherlich 7 daß auffe 
halb der Anfchauungs - Wiffenfchaffe o 
Goͤttlichen Mefeng/ welche unferer St 
in jenem Leben auffbehalten wird / als elg 
geroiffes Siegel unferes Glaubens / nicht 
pem menfchlichen Derfland edlers geg 


Natur Majeftät, 
D,Huginus a Barma 


EPILOGUS. 
Cyreneus Philaletha. 


9 ?fo daß ich dieſes mein Werck nich 

befihreibe 7. weil e8 nicht fon genui 

vorher befchrieben worden / denn ich ge 

be nur einen Wiederſchall auff die Red 

cll-r. Philoſophen 7 welche zum Pr 
| n 





















fi cin fo klares Zeugnuͤß von der Mit 
a ing. der Kunft und Satur bierins 
P hinterloffen- haben / daß / wo Det 
Ferſtand dieſer Überzeugung fähig wäre/ 
% tbebie Kunſt nun gang gemein worden 
n; Und id) muß mit CBermunbrrung 
ie ABeißheit GOttes hierinne anbeten/ 
eine ſo warhafftige / ſo natuͤrliche / ſo 
ichte 4 fo. fehr verlangte und gefuchte 
init / fo felten gefunden wird, daß ms 
mein fo wohl gelehrte als ungelehrte Leu⸗ 
Darüber / als über ein Maͤhtlein lachen. 
' ift derowegen gewihlich eine Gabe 
* tes / welcher iſt / und immerdar ſeyn 
Mill Der Außtheilerder ſelbigen / mach feinem 
Bolgefall en. | 


; 


roitnten Philofophis febr unrecht 7 wel⸗ 


ern Arbeiten viel naͤrriſche Fehler bege⸗ 
1d als dannd (aftern fie Die Betrieg⸗ 


Migiien tiber ihre ſchwere Art zu ſchrei⸗ 
en / und beriachten nicht DaB Die Philofe- 
ihnen nichts fehuldig ſind und was 
Ene zu unterrichtung ber Lichhaber 
efchrieben / nicht gefchicht auff. Schul⸗ 


A . nb 


Oder Edelſt Gab GOttes. 


inum ei thun die jenigen otn tob. | 
y toti: fie derfelbigen Schriften nit 
leben. koͤnnen und wegen Deo Miß⸗ 
trftanbeé der Muͤgligkeit Der Natur im: - 
1 / und Deromegen cine lächerliche Ern⸗ 


tif der Aathorurn , ober Flagen zum 


tafeit oder auß Geitz / denn fie befiten den 
roͤſſeſten me der Welt 7 noch * 


1068 


> 


— — 


1869. 


endlich quB Ehr: Geiß/ denn ihrer ti 


-Zulaffung / fo ihnen der Schöpffer alli 





































c) fi 
A 


^PANDOR A, 


verſchweigen ihre tamen ; ſondern qi 
Liebe / und Begierde ben Tachforfchen 
per Sunt zuhelffen. Welche Liebe mgl 
Scheltworten zu vergelten / ein. Zeiche 
groffer Undanckbarkeit ig. | n" 
[er weifefte GOTT feine regierende Jar 
hierinnen babe/ und alle Soͤhne der uat 
haben aleichfam gemeffenen. Befehl‘ ve 
ibm; Sie fehreiben und Ichren nach QUE 


Dinge gegeben hat, Ich mag diefes aufi 

Erfahrung fagen daß wenn id) felbi 
einen Borfag hierin gehabt / ich recht 
dem mit Schreiben zuvorher unüberleg 
ten Gedancken dermaſſen äberherfchet mol 

den bin daß ich darinnen die unmitte 
babre Hand GOttes verſpuͤhret / dur 
welche ich von oem Zweek / den ich mir vo 
geſetzet / abgeleitet worden. .» 
Und warlich e8 ift unfer Vorhaben gd 
nicht / bie Kunft allerley Leuten geme 
zumachen / wir fchreiben nur Denen / 0 
es würdig find / und haben den Dorfat 
paf unfere Bücher nur Weg⸗ SBeifer fi 
vor bie / welche auff den Sußfteigen DIE 
Natur wandeln / und wir thun was wv 
Fönnen die Unwuͤrdigen davon außsufchli 
fen: Jedoch fehreiben mir fo deutlich / de 
ihrer fo viel / als GOtt zu dieſem Geheit 
nuͤß verordnet ung gewiß PN 
rt 


— 
























Bde f£odft Gab Gottes, 
ſeyn / eor unfere bierinnen erwieſene 


Di fcd werden wir von den Söhnen 
fer Wiflenfchafft erhalten 7 mir mé» 


wollen / und deromegen find unfere, 
ücher eingerichtet vor bie erflen 7. und 
geben nicht ein Wort ver Die. fefe 


Über dieſes fchreiben wir unfere Bü 
tr nicht bie. Ungelehrten gu unterrich⸗ 
1j als menn ein gemeiner Dandivereker/ 
n Wofferbrenner / Alchimift oder So-. 


me Fließ weg führenvoder alg wenn jeder 
eitzhalß / weicher den Gewinn vor fei: 
h fürnehmften Zweck hält/ bie Aepf 
inden Garten der Hcfoeriden alfo fort 
öbrechen / auch nicht Daß einer/ ob er 
bon gelehrt iſt wenn er nur einmal oder 
wen unfere Schriften obenhin und 
hlecht weg gelefen / tvie bie Hunde das 
Baffer im Nilo aufflecten / alfo fort zum 
hilofopho erde gemacht werden : Nein 
yarlich die Majeftät diefer Wiffenfchafft 
bietet fo groffe Sortlofigkeit / es ift eis 
t Gab GOttes / und nicht der Men: 
hen. Unfere Buͤcher find vor dieſe wel⸗ 
de mit Nachforſchung der ratur umb⸗ 


zugehen. Wir geben den Weo zu 


= 
Be x * 


fache haben werden gegen ung danckbar 


n auch von andern befommen / was 


ik , alsbald fondere Muͤhe das Guͤl⸗ 


ar gen ober noch vorhaben find Barmiz. 


1679. 


= | wy c 





1071 


verſtehen G:Ott anruffen ^ und mit EM 
müffen dieſe Thuͤren Öffnen. Es mi 
Segen GHttes / Dfen/ Kohlen, SI 


SpA | ND OR oA ac 









buít im Gebrauch der Mittel verharrie 
beromegen ein tieffes Nachſinnen mit Del 


r/ und übermübeten Arbeit bey e 
ufifegera ſeyn / oerfelbigen mäffen fie fi 
ald Commentarien. über unfere Buͤch 
bedienen. Wie id getban habe / alfo b 
richte ich Dich wider / und Der Seegen Go 
tes wird bey allen der Tugend obligendt 
Sucherm auff dieſem Wege 
gewiß erfolgen. ^—— —— 








E Sé eUR 






p d gue — — 


4% gecogono SEE 


: Be 


Bü 


E. 


H Jum Compendii, 
















4 Bi Hacf, 
p INDEX RERUM 
1% & 
.. VERBORUM 
D — ibus 
y A. 


Bwaſchung der Philof. foll nicht mit Saltz / 
) auch nicbt mit corroſiviſchen / und ſcharffen 
Waſſern die nicht oon Metallen iu gerich⸗ 
‚tet ſeyn / geſchehen / 438 
bluitio convertit Lapidem in Aerem, $99 
, sereguid, — $99. 617.649 
etum acerrimum , $98 
etum acerrimum, à dedos MR, Ho 
drop oder Dunech , . 17$ 
Dam tourbe außErden/ Waſſer / Lufft unddeua, | 
auf Seel Gieift und Leib / endlich auf Mercurio,. 
"Sulphure und Sale erwecket zufammen gebauet 
und gebebren. _ 442 
Dier der Philoſophen ſeynd fiébenz 473 
Ipler wird aqua. mtercurialis genennet $58 
id hoc nummus inventuseit, 'ut Gc quafi Gdejuflor 
"habendi pro. 1 —“ homo voluerit, 628 
J * op — Adler 


A 


B RE N 


Index. cr 


Adler der Philsſophen oder füblimationes, 

As Hermetis oder Sulphur Philofophorum, 

As Philofophorum, eft ————— 

ÆEs Philoſ.quid, 

Æſtas apud Phil, quidꝰ 

As eſt aurum, 

ES ex quibus, | 

Aér omniumrerum femina in fe continet, quib 

cum imbre hoc elt aére denlato demifh s cum : 
progignuntur, 

Aér alimentum eft ignis. 

Es noftrum, 9. 

Altvätter wordurch fie ihre Leibe Sefundpei ud 
Pe geben auch groſſen Reichthum er(angl 














en 

Alchy:ois ift eite Gabe GOttes / — 23.4.5710. 
, Alchymia mird entweder von GOtt ober Dui 
hohen Berftandyoder Durch einen guten Sreu 

geoffenbahret. 
— zu erforſchen wird lange Zeit erforder | 
viel Gefhirt / groffe Unkoſten / tägliche Arbı 
und mit groffem Nachdencken/ D 
Alchymi ift ohne Goͤttl. Seegen gang umü&licfy 
Alchymi ju erlangen muß GOtt um Crfaatnuli 
gebeten feyn. 5 
Alchymi ift ein Schas aller Heimlichkeiten. 
Alchymi erfordert 3. Ding und welche | 
Alchymi , tie zu derſelben auff Das leichtefte Ju 
gelangen fepe/ 28 
Alchymi erfordert einen guten Phytinil 
Alchymi gibt dem Menfchen CHTUROBETE UU DM ' 

fo alleg gutes, 
| Alte 


























MY "s 
Ri » 


ES Verborum. 
ten haben ſich ohne groſſe Koſten eines Oft 
5 [eind/an einem firn Ortbeflieſſen und demſel⸗ 
| ben abgewartet / 37 
Alchymi ift eine warhafftige Kunft AT. 
A Mehymi ifteine Gabe Des D. Oxciflcd/ : — 66.68. 
jJAlchymi su erlernen gebóren groffe Koften bargu/6g 
- Und warum Diefeg. 79. 
Alchymi tft leicht Dem jenigen eer fie verſtehet / 7x 
| Dem aber der Ditfelbe nicht weiß 7 ifi nichts — 
das ſo bart ju ſehn ſcheinen Fan, 71 
li lichy mi warum einige Philofophianff dag aller 


| verdeckt Eſſen / den Leuten fuͤrgetragen / 77.78 
Achywi ift leicht und auch ſchwer 80 
Aliaheft Paracelfi, | wd 
Alpbidius Philofophus, 214 
'hymi wird veracht von Den Theologis, Medicis, 
I Philofophis und Oratoribus, | 282 
p llbedo dicitur aer, 321 
Dile Philofophi welche in der turba philofophorum 
| 'entbaften/- werden von Sendivogio recomman- 
diret / LL A 350 
(Alchymia pet voloras diverfos ducit fuum magi- 
|. ‚Rerium , 358 
fAlchymia ift tinte Gabe GOttes 281. YA i 
| Bird probiret mit unterſchiedlichen philo- 


1 


Aller klaͤreſt Waſſer / 388 

Alchymiaeft à&io naturalis, quz fuum habet * 
Bun & tempus determinatum, 

\ Alchymiam haben viel Koͤnige/ Fuͤrſten / Srafıny | 

"hohe Potentaten und N ——— Geiſtliche 

B 00 2 - unb 


| berborgenfle / unverſtaͤndlichſte und mwieein: 


"-  fophitm Sprüchen — xc 


Moͤglichkeit Darauf zuerfehen/ | 42 
Alchymia verrichtet drey Ding ; 4 
—. Und:welche bie 
Alchymia probitet / bafi. realiter und wi mm 
(2o Mt Separation der ofer Gtementen geſchehe in der 
argento vivo und fole 4 
Alchymia iſt eine warhafftige Scieng .— . 428 


. Alchymi terminus iff nad) ott Philolophorum 8i 


Alchymia e donum Dei aluffimi. _ 4 


.. tallicarum permutari non poflunt, 447.4 
Alchymiften Buͤcher tono vol — 
Om i 44 
Alchymia quare non fit vera ars T 4$ 












Js Index Rerum, M 
unb Weltliche getrieben / und gefchret / à au 
mancherley Voͤlcker als Egypter / Chaldaͤer 
Araber / Aſſirer / Teutſche und ſo weiter — 4 


cher / ein langes Leben / 
Alchymi ein éiebbaber / geben herauß in offene 
Truck mancherley pae und Schrifften d 
Alten und Treuen Philoſophen / der Natu 


Alchymia requirit, Ingenium fubtile, naturale , ma 
nuum operationem &liberusmarbitrium,& hoc rdi 
quirit fapientiam divitias & libros, fapientiam ali 
fciendum facere , divitias, ad habendum poteftad 
tem faciendi Libros, ad intelle&um aperiendut 

— diverlum, qui eltin multis gentibus. 427.428 


Alchymia toird nicht von allen erlangt, entwede 
weil es GOttes will nicht iſt oder weil fi 
ihr Vernunfft nicht brauchen wollen / 41 

Alchymiz fpecies fecundum Ariftotelem rerum me 


Alchymia quare fi hir vera ars, —— 45! 
Alchimiſten Fönnen die Spicien oder seite 
DM 



















Be, & Vetborum, | 
i der Dingen nicht verwandeen — 

Ale andere Ding ohne die Metall/ fon T 
Geriſt / und feynd als bie Milch / | 
2 Ichemift_bringer das metallifche Corpus — 4 | 
| ruͤcki in ſeine cinerem, calcem, Laticem,vitrum,fuli- 
- ginem fubterraneas,darinnen rubet und [aft fich 
. dann der Saame per Metallen und das Farch 
- fruchtbarlich fehen und finden in bem Corpore, 
" und fid) reduciren in ein fpiritualifch Waſſer 
oder primam materiam , ja alfo Eünftlichin ſei⸗ 
Tome natürliche Anfänge feheiden und dividi- 
| P ren &c. 58r 


JAlbedo generatur ex frequenti & ficca trituratione 
& alfſatione. 618 
Alte / in Glaß verſchlo ſen/ | | 837 


"Alte Philolophi haben ihre Recept auß dem 
á Richt und Brunnen der tatur gefchrieben 879 
Alle Ding werben in der Erden auß dreyen An- 
* füngen generirt, | 1.2879 
Bichymis cit ars ex naturalibus'conftans principiis.891 

Alle Ding feynd von den vier Elementen ge⸗ 
macht / 488 
Alchywia cum folerti — univerfarum retam &c. 
* e& inventa 494 
p non folum loquitüc de: elevatione & de- 
B elementorüm , fed etiam. sien 


494 
Alban Magnus. if einem "Schüler ber Bones | 
Kunſt zu tefen noͤthig / 
cm ohne Schwefel und Queckſiber mi | 
elend / f42* — 
Albers vcl albar zris, quod ex tribus componitur 


2993 cete. 





Index! Rerum, VAR 


ſe. terra! aqua & igne, | | 
Alchemiſten verſammlen fich wie man den 35i j | 
ſophiſchen Stein bereiten folle/ [ 
wegen der erfien Materi 0 ibid 
^ Alchemiften Gewohnheit / 777 
- Alberri fententia; oportet. nos dicere Alchymico 
. peritos non aliter operari quam peritos Medicos. 
qui per medicinas purgativas purgant materiali 
corruptas & nocentes fanitati , & poftea per medial 
confortantia naturam juvant virtutem naturalceml 
ut digerendosfanitatem inducant , quz fanitas c(l 
. effectus & naturæ & artis: fed illius effe&ive 8l 
) »jprincipaliter , hujus autem inftrumentaliter 8 














organice, fic Alchymiftz , &c, 7 
Albula, 968 
Albertus magnus ein trefflicher Mann und farei 

chen Philofophus, 1049 
Alchemiftifche Wuͤrckung welche bie beflez- 1042 
Alohymiz definitiones variz, 10428 
Alohemiaab Alembico & Kymia dicitur. 104: 
Amalgarmatio desGoldes mit unferm Mercurio, 22 
Amalgama ober trockener liquor 5 

Ainslesiquon der Philoſophen / 422 
Amalgama oder natuͤrliche compoſition 597 
Amalgama quomodo præparandum 705.7148 

; Amalgamatis quod partes effe debent. 72) 
Amalgama in bociam vitam imponendum , 

"723, 224 
Amalgama von Pg follen vier in im : 


bfeibem / 


Lud 


& Yerborum, 


h na’ 'gama Mercurii cum Sole, 260 
fmalgama folis in einem Glaß und in dad Balne- x 
"um Mariz geíe&t/fanget an guiputreficiren np 
I zu grönen, 
Ampel Der Philoſophen ſoll Wein⸗Oel eod 
werden / 771. 
I und derer Gefaͤß / ibid, |. 
malgamationes (olis ac Lunz funt neceffariz, 774 
mor atque defiderium omnis generationis caufa 
Bret, & vere natura dicitur, 891 
Infüng der Weyſen zu volbringen / feynd noip- 
fimo vor der Sunft 105 
Infäng ber Weyſen 7 drey feynd in allen pu 
[o en/ 10 
tinfang formalifcher befindet fich- a in 
| dem Gold/ 
Ingefichte bier welche einen Q Vatter haben. = 
inima in extractione cjus à terra plus purificatur ^ 
a btilíatur, forificauur, & crefcit, in qualitate, vire 
jptute- & colore , —— 302 
inima efficitur albiſſima ut nix. — 302 
Anfäng oer Metallen ſeynd zwey als Schwefel 
und Queckfilber/auch drey ala Saltz Schwefel 
und Oueckſilber/ 319 
Inacfícbte vier welche einen Vatter haben. 236° 
Änimain extra&tione ejus a terra plus purificatur, 
 fabriliatur, fortificatur, & crefcit in qualitate, - 
"virtute & colore, ultimo 302 Auima efficitur 2 
> biffima ut nix. 
Infäng der Metallen feynd FAM ET nae 
^ft vnb Queckfilber /, auch oren als Coalg/ 
"Ost * Queckſilber. 319 
| mA... Aw 

























 Index-Rerum, * 
Anfäng der Metallen entfpringen quB den wg 
Elementen. — J 
‘Anima id eft. tia&ura foluta & in Tpirita depu 
ex corporibus extracta, e 
Anni 4, tempora, feptem planetarum impreffi ori 
.& duodecim figaorum figure conrinentut 
operatione Philotóph. & qualiter hzc intell j 
debent. ^ 360 € 
Anima faturrii, ift nicht bie rechte Surfoder price 
. metallorum materia 403 iſt auch nicht Mercuri 
metallorum, 404 bat manchen — 
iſt nichtceruſſa oder Bleyweiß. 
Anfaͤnge der Dinge ſeynd Saltz / Schwe fel u 
Queckſulber. | 
Anfänge die drey / ſeynd zum Werck gar nochni | 
dig / Die weil fie die nechſte Materi feyn. f: 
Anfang die drey ſeynd in allem. Dingen ü 
Fommentlid) zufinden ( 59 
«Anima dicitur tinctura quæ in ſpititu eſft. 5 
sima ſeminatur in terram foliatam, qua rein 
nebit eam, 5: 
4fnimam € corpore folis vel Lanz. extrahere atq 
eadem corpori ia proje&ione reftituere nece 
' fe ef, 
Animaextrahitur medio fpiritus ZZercurii atque car 
tione mercurii fpiritus exaltatur & melioratur, $9 
Antimomum (ft harter und compader ale D 
eJMercurius vulgi bie meilen jenes mel 
Saltz Weſen an fi) gezogen hat. 86: 
Antimonium, oder das ſchwartze Erdreich. 72 
‚Anima ex. amalgamate , per gr dg no 
elicienda, T 







































| Fn Ww. - & Vetborume 
Bnni qnatuor partes funt in opere magno philofo- 
» = DN ; 7 69 


nima eft fermentum vel forma elixiris, ... $88; 
Anima i,e.zs & eft fumus gravis, — 930 

Antimonium, tad Darunter oerftanbentotrüt.r025 
nrimonium deffen Waſſer von pem Feur außge⸗ 
trocknet, mo 1036 — 


ipollinaris, Alexander Sidonius, Cohann Baptiſta 
| Macro czphalus und andere mehr tveld)e- en 
; Queckfiiber Gold gemacht. 
Bölpffel der Philoſophen / Fan allein in denn Philoe 
| |. fopbifcben after gekocht werden. 603 
idpollo und Diana follen in der Inſul Delus ſich 
aufhalten. 6 
ipes folam extrahunt mel ex floribus 930 
4 qua folvens Der alten/muß ein trockenes Boiler 
© oder fpiritus gemefen ſeye. 36 
‚Aqua noftra mortificat, illuminat,mundificat, 'yivifi- 
id cat & apparere facit colores nigros &c, Die 
i fer Wort Außlegung. 47. 
‚Aqua vitz. 5 112 
Aue fülphuris, | 113 
qua fixa, | | 152 
Aqua | Paradi&toaged ft) — — 160 
Aqua permanens, : 211.300 
Aqua alba vel viridis. ia 
Aqua perma nens. ift ber Philof, Sig 
Aqua vit, Der Philofoph, dieſes haben die Philofe 
|^ phiallein gebraucht, darin ftecftaud) Das gan- 
e P4 ek 258 


ER 





Mma corpus &fpiritus, — — oz 


atimonium Der Philoſophen. Fosse ROI C 


Qus | 4qua 


1 


41 4 , \ 
ee Bee ee rPITARTESUMEPUT te ee ee ee 


EA 
QN 



















3 Index Reram, . i 
| Aquz permantis Krafft (ft eii geiftlich Bluthe 2 258 
. Aqua Mercurialis un&auofa, " 
Aqua lunaris five aqua argenti in qua radii foliscor 
jundifunt, ef neceflaria ad opus Philof, 5 
Aquafortis, 398 
-Aqua fort,. von vitriol und falpéter — 39 
Aqua Mercurii wird qud) Lac Virginis genannt 42 
Aqua vitz, Waſſer des Lebens / welches doch vet 
gröften Gift in fid) hält / - KE 
| Aqua mercurialis oder Mercurtus folis oder Mercul 
"5 rius pbilofophorum wird befchrieben 468 
Aqua mercurialis pie daſſelhe zu der Medicin foli 
2o prapáarirt werden/ | 4€ 
Aqua Philofopherumnon poteft enudari absque fo 
le,folem itaque honoramus ^^ - 54g 
Aquanoltra viva eft iznis aurum comburens, morti 
ficans, & confringens magis quam ignis elemeni 
taris, 54: 
Aquam vifcofam muß man in ein falße corpı 
coaguliren , in biefem liegt ein feuriger Waſſer 
Geiſt / Derfelbe Heift Mercurius; uno dt nicht 0t 
gemeine Mercurius wie Die Unckenbrenner oeil 
vermeinen/ 5; 
Aqua eft fpiritus » Corpus purgans , Wabtiline] 8 
dealbans, | 583. 39 
Aqua mixta agna nunquam feparari poflunt, 58 
Aqua perennis, > 
Aqua qualis limpida, talis limpida terra , & quani | 
magis fuerit abluta „ tanto magis alba, " 
Aqua vitz Der Philoſophen / 
Agua Mércurii cocta dicitur oleum five — à 
tum. 594 


BR E e ^ 
mot: og Verborum. , 


is dics quando ablut & aqua dios (pii 


I 
| 592 
a eft purgativum & caufa efficiens claritatem 
totius corporis, & medicinz, . $92 


i laduo operatur interra, namlavat eam & tingit, 
án quantum lavat dicituf aqua, i in quantum tingit 
Baer. | 592 
fqua id circo opottet utfi (it mulra & oleum mul- 
ftum, quoniam multitudo tinctutæ tanta erit, 


[quanta multitudo olii fuerit, 652 
jua vitz lac virginis, fons, alumen, de quo bibens 
non moritur 657 


| : ipfum eft ferpensluxurians in fe ipfum &c. ibid. 
qua relolvens foll nicht zu tieff ſeyn Damit der 
Same oder Sperma nicht ertrinde. 664 
quz quot partes effe debeat, | 2E 
Bquilarum numerus, , - 734 
quavitz Das den Qatonem gereiniget. "751 
lquafortis majoribus noltris erat incegnita, 773 


" am probe cum terra conjunge, | 273. 
va vifcoía, | 818 
qua fanititas, | .. 856. 


— qua vitz etiam aqua ardens evocatur 9u & qua- 
| 1€ ibid, magnum ſuſtentaculum & folaium ek 
‚pro ventriculo , ibid. 

qua ardens licet flammam corripíat non idcirco | 
| tamcn urit, 912, 
‚qua vitz quinta effentia vocatur & quare gız 
"ccelum appellatur & quare ibid, 

Aqua ardens, 913, 914 cjus quinta effentía ibid. 
‚qua pura fine terra. | 919 
Aqua alimentum ef aeris 9i9 
un Acca 


e - 1 





Index Rerum; UE A 
Aqua. tübea fit aqua limpida & verum clixir. | 
utrumque, E 


| qui ccleitis oves ? 4 - | 
Aqua nigra& ficca, HE. P 
Aqua nominatur cauda Debet iés. j 999,1 
^qua alba. | ^. 10044 
Aqua permanens, | 
Aqua vitz etiam fuccus Napelli | ij 


Aqua fort, Das ba figirt und roth machet den M 
curium, | ua 
Arnoldus Villa novanus Philofophus, wer. er gel | 
ſen / unb wo er gebobren/ mm 
Araber / Egyptier⸗ Chaldäer unb Aſſyrer / ball 
die natuͤrliche Sachen — hoch gradi 


Accheus tvag.er ftp / 
Aıgre un theil laſſen die Ducaten in War | 


—— vivum, - 
Arron Philofophus. 
Ariftoteles Philofophus, . 43 
Artift thut bey dem Phifofophifchen Werck nidi 
anders’ dann daß er nur (aet / pflantzet uno J 
geuft/ GOtt aber ift. allein Der das Gede 
darzu giebet / 3 
Argentum vivum dicitur oleum incombuftibil | 
. anima & aér & fplendor corporum, — | 
Arbeiten in Dem Phitofophifchen Werck foll 
Bedacht gefchehen / i 
ats Philofoph, potet horis duodecim. addifei: 
odidui fpatio in opus ad cffe&um deduci, 
Ars philof, in Dei mifericordia pofita eft, 





D - ? & Verborum. 
| beit - -unb fleiffig ſeyn wird recommendirec 
en Philoſophiſchen Werl. 333354 


ſpagyrica habet in fuo opere utriusque fexus 


Wümulachrum & Iconem. 359 
[s Hermetica habet fuam legem Adra&eam 
| J contra quam operater non peccabit , & illa - 


T ttiam numerum,pondus & menfura refpi iiit 459 
[^ Aineram , ratione vaforum , ratione dierum, 
| 1 ratione graduum, 
^ ondus, ratione materiz &c. 

Menfuram , ratione Chryfiidis, Ifidis, Typhoris , 

x * Vulcani, &c. 
nic heiſſet Dif wellen Silber und — : 


Bs vivum ift Die Wurtzel in der Achen 
dann auß ihm / durch ihn / und in ihm ſeynd 
ale Metall wie die Philoſophi ſagen 44 
ts illa expetenda eft, quz docet corporum na- 
'turalium à bínario fuo feparationem & per ter- 





marium i in unionem reductionem. 464 

Mificialis eorruptio corporum ——— 
quæ. 464 
geutum vivum vulgare, non poteſt effe argemum 
Ü nvum Philofophorum, j 481 


"g entum vivum vulgare , potcft in igne detineti, 
'Bempe per argentum vivuiu Philofophorum ‚ 484 
gentum vivum Philofophorum e(t magis . fixz 

—— naturæ. 481 
gentum vivum Philofophorum ‚ingreditur & 

| commifcetur a&ualiter alteri vulgari, de- 
hiecando fuam jhumiditatem phlegmaticam & 

j tollendo. frigiditatem. ex corpore denigrans 

> tàn- 








y 


 Ariftotelis 5. und 4. Buch Meteororum Item fé 


Argentum vivum & matetia ' auri. fecundum 


Argentum vivum tvirb auB ben vier Elemen 
. unb ihrer Materi gezogen 


Argenti viri multa quantitas eft. corporum met 


B. 
La 





Index Rerum , 


lanquam carbonem, quod poftea in € 
convertit, A 
Arikoteli als einem natürlichen Philofopho if 
allen Dingen zu glauben / 4 


- Phy(ic, fein Buch degenerarione & corruptio 
Itém de colo & indndo ſeynd einem Schu 
bet Philof. Kunſt zu leſen nöthig/ E" 
AR» vivum ift das patiens / - 
Argenti vivi Kälte wird Durch bie innerliche t 
unverbrennliche Wärme des Schwefels erbii 


Argentum vivum commifcetar facillime quibusdi 
metallis & quare, 

Argentum vivum femper eft album, | 

Argentum vivum poteft effe fixam vel volatile, 
rum vcl multum, aut zquale, 

Argentum vivum mifcetur cum corpotibus iftis, « q | 
eft de illorum fubftaniia, — $ 
Arlenicum eft de natara fulphuris | 
Argentum vivum five fixum five non e(t caufa nili 
tallicz fuhonis;fed fixum eft caufa duritiei & ca 
fuGonis & caufaignitioni: cum liquefactione, 4M 


multos eft lapis Philofophorum. j 
Argentum vivum coagulatur ex vapore ſalphu 


Argentum vivum ex ablutione fulphuris redditur c 
rens & fluxibile, 9 


P 




















E fd & Verborum. 
Meio. „rn. - $7 
i "Philofophorum ! in multis — nunquam per- 
citur, i ! 533 
;'eütum vivom Pliilolophorum e hominibus ma- 
gis cómmune quam argentuin vivum cominune.- 
534 
jentum vivum Philof, eft majoris preciimeritt & 
ortioris unionis naturz à quo, & fuis primis for- 
J mis omne illud, quod non elt de ſequela harmo- 
diaca metallorum per gradus ſeparationis fcitos & 
‚cognitos opus c& feparare quo usque appropin- 
et & fit vicinum primz rei fcilicet fui gencris 
)opinquioris , in quantum erit poffbile cum 
concordia reali , debet à incerporari cum igne & 
't ira, . $14 
liréncy wird aufgegogen und fürgebracht auf des 
[nen/ ın denen fic ift 7. $52. 
zney wird auf Sol und Luna, mit ihrem 
chmefel unb Queckfilber bereitet / 552 
zney oer Philoſophen iſt aller reineſt und ſub⸗ 
I-tileft Subſtantz bie da ihren Alrferung auB der. 
KMateridesQueckfilbers geubct/ 994 
stiften fuchen vergeblich die Metall in ibit ere 
| fte Materi zu reduciren /. dieweilen ſolche nur 
ein Dunftift/ 62 
: tit Der Philoſophen iſt eine doppelte Arbeit, 
Ip: : 589 
H 


| ftit. 


€ 
T 
p 


ja 
pr 
is 


M 
Ir 


1198 
anima fc. fulphuris & mercurii, ibid, 


fne) zu tingiren fan nicht außden Thieren oder 


"€ Ergewaͤchſen — gezogen werden — $59; 
I i | 40 4^ 


an 
MES 
NT! 
v 
nt 
» 
E 
* 


noltra in lolo fpiritus cR corporisanima confi. 


‚Index Rerum , $e. 
Arnoldus Villa Novanus faat : wann bu tof " 
Das Bitter füg zu machen mürdeft du D 
ganke Magifterium erlangen’ 6 
Artzney Wuͤcckung ſoll aachfolgen der Nat T 


Artzneh allein gemacht und zuſammen ge | 
aug der catut/ , j 
 “Argentum vivum habet i in fe foeculentia am & adufti 
nem. ; 
Argentuum vivum eft frigidum & humidum, & De 
creavit cum eo omnes mineras , & ipfum ef aci 
. um, ignis fugitivum, fecundum quod in igne 3 
| quantulum flererit, faciet mira optra & alta. M 
Argentum vivum eftaqua perennis, 6 
‚Argenti vivi inter omnia mineralia praeferenda | 
generatio, In omnibus enim mineris in veri 
& cum omnibus fymbolum habet. 
- argentum vivum fit ex terreftri mediocri & aq 
«^. vel oleo vivo fubtili mediocriter, & fpiritu mil 
,  tumfíübtili, : eb 
Arbeit der Philoſophen ift leicht und gag 
thätig/ 65 
Argentum vivum tenet in fe naturam fulphuris. 6 
Ars alchemica fedem (ibi conftituit in capacitate Mi 
telle&us , & in demonftratione experimentali, 6 
Artifex prudens fit, & | ingenium habeat natur 
ter fübtile, & profundum, judicioque egrel 
^ polleat, infuper fir do&us, 3 | 
Artifex fit fai arbitrii & liber , nec aliis curis | 
negotiis ditriftus, Secreti item potiffimum teg 
^ne fibi periculum arcefat, & aliismalcheii anffli 
prabeat, Xe | " 
















p 
E. 


d 

























& Yerborum. 


tr lrnoldus de Villa Nova hat viel vonder Mateti 
Fin bem Buch flos forum gefchrieben. 691 
Aitbeiten fol man mit argento vivo — mine. 
tali, 71a 
Blirgentum vivum "iinienilé fo e8 fir ift ift es eine 
[ Sc auf rotb ./ 7ix ſcheidet fich nicht 
u Pus da es zugemifihet iff 712 und pur 
B^ 1 

l beit der Phil, ift leicht unb gering chi. 

; i$ 
Sentum vivum debet tranfire corium. Ph 
IMdtgentum vivum in quodnam vas ponendum. 722 
h Bion: von der Neuftadt. 7 
pen vivum fxum & purum eft lapis ma- 

. Jot. | | 74! 747 
argentum vivum folum quzrimus, babet in fe cor- 

us, animam & fpiritum, corpus flat, anima vivi- 
]: ficat, fpiritus tingit. 

Aritotelis Spruch von Verwandlung Per Gellate 
| D ten oder Weſen der Metallen /25⸗ tit er zu vey⸗ 
ſtehen / ibid 
rtzney der Hhiloſophen iſt mineraliſch * 
oder Ertzaͤderlich. 
tgentum vivum und ſulphur werden in Mei 

"s verfehret/8is werden nicht bie jenige ge 

|' meinet melche eins mif unfern Augen fes 
| ben. $15 

i, Bene vivum generatur in latrinis, 818 * 

modo intelligendum, 

3 Irt und Weiß wie man ben Phi fob 
Stein bereiten folle. - b 

pm BRAUN welcher + 

Bi 


E Arcifi- 























inaex Actum, n 
Attifex per modum corruptionis & generatio 
- eperatur, in hac aite & eisdem principiis uti a. 
quibus & ipfa natura, 
Argentum ad cerebri humani infiranitares, 
Argensum vivum vegetabile vel mercurius vegetal 
lis, 9 
' Arfenicum philofoph. | 929 9 
Adfenicum citrinum & rubeum, 930 per rubcà 
animam tingentem intelligunt, : 
Argentum foliatum, laminatum, 
Argentum noltrum, 
Arſenic der philofoph. 
Arbor vitz cognitionis boni & mali, 
Arſenicum nigrz mortis, 


Afchen der Philoſophen was fie ftp. 124 ns 2 


Afche weiß als Marmulftein. | 
Afche des phoenix quf welcher toirb ein in 
gebohren. | 
Alchen ift aufgeftiegen in Geftalt des Scans 
bag ift Afchen von afchen. 
Aſchen Feuer oder Feuer des dritten dab 


Afchen welche wohl gerabet iff wird uforbd | 
Das Glaß darein zu feren. 802 8 

Diefe foll fatt auf einander act 

werden al Du immer mágft; Sos 87 

Afrum unum quodque habet angelum prafrder 

in coelo: ‘89 
‚Ara in horas mutantur, nec ulli homini tan 

funtexplorata,ureorum visomnis pateat. gOsf 

e ftronomia ek asr excellens & laudc digna. — 9f4 


aschaner. 345 
(rà 












| & Verborum, 

Ataméntumn der Terra ech oder argentum 
"vivum item Gummi, um 
Ater colorin putrefa&tione 

BAhanor oder faule Heintze 867 809 wie er I 
- gu bauen 807 iſt fufficient Dag gang Werck zu 
Ende zu bringen. — 809 
Athanor oder Philoſophiſcher Ofſen 94€ wie - 
er verfertiget (oll werden. 946 
IAuthor pandorz recommenditt feine Arbeit. 189 
Aurum potabile worauß t8 beftehen fol 199 202 
Auri potabilis Krafft und Würdung 28083 
‚Aurum noftrum non eft aurum vulgi, 268 
Auß Daͤmpffung fo m dem Blafe in die Höhe 
N ‚ fitiaet/ iſt dunckel / ſchwartz / himmel blau und. 
ri & argenti verum femen, iA 
'Avis volàns, | 344 
! Autumnusäpud phil, quid | 368 
| Avicenna und Plinius merffen bißweil en die a 
gar zu weit. 

| Auffer den Wercken der Natur und in bini M 
| gtufoell man die Heimlichkeit ber Phildfophen 
|- nicht fuchen. 495° 
Aurum totum eft argentum vivath abfque fülpbute 


|  exttibfeco, $o8 
! Auro abíque hoc metallo nullam meiallum potett 
deaurari, 508 
darum fophorum aureitatis tinctutam in fe con- 

tinet, | % s 


' Aurum ex quibus, 
rg kan nichts / wann d nicht (uter —* 
unter geſtiegen. $42 
2 ixi. Abram 





Index Rerum; / 
"atum non tingit nifi fe ipfum n 
Aufloͤſen den Górper und coaguliren den Si , 
die gan&e Bhilofophifche Kunſt / £68 und d 
fe beyde Arbeiten find veſt mit einanb 
vereiniget. 56 
Auripigmentum quid apudPhilofephos, — 59 
edurum per fenon timet ignem, ergo ignem in ope 
philofophico regimen caloris ad Mercurii tc 
lerantiam: accomedare hie labor, hoc opus. 668 
Avis philofophorum five plumata five deplumata. 669 
















 Augmentum folis Theophrafti, 687 

Avicenaz Epifteljtvelche er von bem König Affen® 
empfangen wird allegirt. 70: 

efurum alchymicum, | 751 


Aurum Dei Gold Gottes. 8840 
Aurum pretiofum minerale potentifimum ad aqua 
tum & conveniens eft ad cor hominis fortifican 


, dum &c. got 
Aurum co&um ‚foliatum, laminatum, malleatum, 96% 
Aurum noftrum, 99 
Außziehung der Elementen, 103; 
4fzoth, oder gluten aquila. 174 
Azoth & thelon tibi ſufficiunt. "- 


Azoth pliilofophorum. 3458 
Azoth abluit latonem, — 3498 
azoth & ignis tantummodo requiruntur in oper 
philofophico. 3 
Azoth was e$ nach vielerley Trationen Deutun 
gen heiſſen. 3741 
Axoth i,e. aqua Mercurialis & ignis latenem abluun 
& mundificant i,e, terram nigram & tjus obfcu 
ritatem auferunt, $83 sg 

















| & Verborum, | 

dsoth femper diutius manet incomb uſtum 68$ 
toth follgethan werden in das Geſchirr vom 
Glaß. | 823 
goth, aller Metallen Samen. y 887 


* 


Aad temperirtes. 2H 
«Daab ift eint temperirte "bim. 834. 
Sad) desrothen Coteing. — : 992 
zaͤchlein des votben Felſens. 443 
alneum Matiæ. 388 


jalneum «JM tiz tole e (oll geftaltet feyn. 763 
ialneum Mariz hat allein die ratur daß fault 
und bricht. 768 
zaneum aeris, | 857 
lalneum e Matiz, 951 
hahılins bat nidt den gemeinen ſaturnum gemeis 
net. 406 
Baum der Philofophen, 968 1017 
Baum der Sonne / 983 des Monde ibid, 
deren und Leſen foll der Handarbeit vorges 


373 
de Bakkus í in dem Veroneſi ſchen Feld. 374 
3unfola, p 
Behaltend und nehrend Waſſer. | 
Bewegung von einem End zu dem anderen dd 
ſchiehet durch ihr eigen Mittel. 449 
Beftändig Erde. - 473 
Bernhardi doppelter Mercurius. 569 
Bernhard Graff von Trevis haft erſt im 
dir und fechkigften Jahr feines Al⸗ 
ters Die wahre «Materiam erfunden. |. 678 


3383 wu 




















IndexRerum ; MP 1 
— phyfica fobterranea, wird recomm, a- 


* der Natur gegen ihre ada 


— des gemeinen Mereurii mit faf 
fen Waͤſſern iſt nicht - bie vechte Kein:gung 
Det? Vhrlofophifchen «MH curii, i 

Beja ift bad Weiby Gobricusift der Mann, 928 

Berg morauff waͤchſt der Sonnen Baum. 9% 

Berg des Monds. 987 

Betrieger itm pbilefophifchen Werck welche 10498. 

Bitterkeit welche vom Saltz herkommt / hat um 
ten im Grunde eine Suͤſſe. 620 

Bild des himmlifchen Widders iſt geſetzt iv : 
bie irrdiſche Widder. 

——— in dem Geſchirr von mancherley $e 


Blur wird nicht gebobrén in dem Menfchet 
es Durch bie Albdeuung und Kochungin der h 


gebe 
Bley: Band ber philof. was es fepe. 

. Bleymird zu erſt verfehret in eine fchwarke Ach, 
ſchẽ / darnach in weiß / darnach in minien rotb.sz 
Bleibend Waſſer oder den Stein — beiffel 

mon wann Der Leichnam wird gefolvirt t ij 

Waſſer. 577 

Bleibend Waſſer cosgulirt den Mercurium, 57 

tan Waſſer welches die Philofophi nen 
5 


Hlumen der Philofophifchen Raͤben ⸗ 
Bleyerner Ming in das Balneum) 
legt, a 




















& Verborum, 


S(u rothes welches Mars hergibt / 857 
| au und grün Dimmelfarber Stein/ ber in Ru 
ner Erden waͤchſt / Nichts genannt/ - 
" Syeffen Gift und Seele/ 

Deſſen gräner und Himmelblauer Saffı ibd. 
DeſſenWaſſer und him̃elblau gläfern Meer / 932 
Deſſen Seei / Leib und Geiſt / ibid. 
Deſſen Auffloͤſung geſchihet per fe. 

| E un — hat in ſich verſchloſſen tue 
un 

llociz vitrez quanta effe debet capacitas. ies 
jocix vitrez orficium lato fapientiz concludendü.725 
Brunnen h.e, fontana, 248 
Brunnen in weichem der Juͤngling Hermspro- 
| ditus und feine zarte Jungfrau Salmacis einges 


daucht werden, 656 
Und diefer Bender Leiber follen nimmer von eins 
ander aefdyieben werden / * 


Brunnen deß Treviíani, | 
Drennend Waſſer wird gemeiniglich ea 08 
gefunden / 

gw Waſſer ift die Materi von welcher‘ bie 


AUN effentia außgesogen wird / 915.916 
tutt des Monds / 987. Der Sonnen ibid. 
raune Schild — — TP. 


runnenfeiner Mutter Koften / 
Die der Philoſophen feynd oft zu (efen ; 
(o 185.7.6.26.39 2.627. me 
- Sollen recht verftanden werden, 
Butter / Oel und Gur ber Philoſ iſt nicht 9 
| meinem Dlen/ 
Bücher der Philof. eines fagt : nim Dif unb * 
| pas anders fagt/laffe c8 ibre Hei feyn unter⸗ 
288 schien! 





















Index Rerum, » 

ſchiedlich verdraͤhet 7 und in ipio e t 
pes geſetzet / 5 
Bücher übtrzooo. welche von ber Bhf de 
Kunft gefchrieben / E 
Arch Alani. E | 
Buͤchſe son Eichen Hol gedrechfelt/ T 
Bücher der Philofophen werden untertruckt/ 10d 
Bucher der Philoſophen feynd SBegrocifer pello 
Dies welche auff den Fuß fleigen der Natufl 
Wwandlen / 1068 
Bücher der Philofophen fennd vor diefe weld 
mit Irachforfchung der Natur umgangen’ ode 
vardvtsi ordiri darmit um ju geben 1070 


e. 


ON Alor agens in humidum , generat ee ín 
& agens in ficcum, generatalbedinem, 48 
Caput corvi erfcheinet gemeiniglich in 4o, Tagenf: 
265.29) 

Calce Philof, pofita , mediante calore elevabitur pelli; 
licula quzdam i in modum olei 233 
Calx alba inqua non eft macula, 320, 
... Caput corvi fit $0, diebus. 33. 
Calciniren ift nichts anders dann au drockne 

| und in Aeſchen verkehren, 5 j 
. Calcinatio. 


| iz eg gefchiehet dreymahl i im Philoſophiſc 


Caloris naturalis.in fixi in ſua humiditate diii ! 

& efficacia, 394. 

Calcination benimmet ben G'órpern alle jeu z 

liche und ſchwaͤrtzende Schwefligkeit / dahere 
ptr 


- 


| & Verborum, 
bleibt eine Materia in Kalcks Seftalt, 497 



















x kung wel cujuscunque corporis, 567 
cinatio metalla imperfecta & partem lapidis fixam 
(terram mundar & attenuat, $85 


lginatio fccundum Gebrum cfl rei per ignem pil: 
terilatıo per privationem humiditatis partes con- 
(olidantis, . jbid. 
Icinatio metallorum perfeda et, non ut omni 
humiditate privetur cerpuscalcinandem, fed tan- 
tUm ut continuitas cjusdem dividatur & in mini- 
mas particulas dividatur & in minimas particulas 
fedigatur, ib, 
lcinatur terra Philofophica ut omni RN 
te liberetur, & ut apertä fiat & Ipongiofa ut aqua 
melius poffit ingredi & peragere opus fuum, 586 
leinantur etiam fpiritus. 51.5 dbid-" | 
put corvi oder Raben⸗Haupt / 614, 
lidum & ficcum per le coadunantur, quoniam in 
nullo eontrariantur ad invicem, 640 


idum & f.1gidum non coadunantur , nifi per me- 
dium videlicet humidum & ſiccum. 640 
auda Draconis, | 719 


ipst corvi, ! 268 
uſæ averfationis odii, calumniarum ftudii Mrs 
miítici quznam, 289 
alor lentus , d , 94.4. 
anon der ander / | 910 
alcination muf Der Solution ERN. gehen/ | 9:0 
arfunckel Stein Der Philofophen — — 934 


auda Draconisa Dracone comeditur. 999.1004 — 
entralifches Coal Fan von dem Künftler Kira 
Solo nicht multipliciret werden / o 

3i 5 Eentias 


3 











Chaos, | 968. * | 


m p i e Mn amu ames a Nem pa — m e m — : 
à 
t 


Index Rerum, A 
Centralifehe euer, 


Centrum majus & melius quiddam eft, quam cire t 

ferentia, 1 
Cerberus infernalis triceps, ds 
Chimici intention wie fie beſchaffen ſeyn ſolle / | 
Chalybs der Bhilofophen / | 3 
Chymía e& adzquatı mature — operationib 


290. 
Chaos, der Welt * ). 
Showiften f Finnen Eofen in Kupfier verwa⸗ 
en / | 

Chalybs Philofophorum ift für fid felöften 1 
‚ ber Natur erfchaffen welcher auß ben St 
Inder Sonnen Durch wunderbarliche. Krafft Wo 

Tugend das jenige herauß bringen Fan wel 
fo viel Menfchen gefucht haben und tocldié 
der Anfang unfers Wereks ift/ i 
Chaos iff der Urfprung aller bier —— 
Chymia eſt ars ver, — 
&q uare , " 
Ehpmift wird nunmehr ein Umlaͤuffer und SSetlp 
ger geneanet / i 
. unb warum / ig. 
Chyimi naturz operationibus adequata, - » 
Chaos, . 
Chaos Philofophorum  e& quafi minerals te 
| coagulationis fuz relpe&u , &tamen aér volaiiis 
‚intra quod eft celum Philofophorum in cet 
fuo, quod centrum eít revera a&rale, irradffi 
terram ad usque fuperficiem (uo jubare, 

Chaos, 







































T AR & Verborum ü 
len, wie vielerley / 339 
ni i) unb am Sirmament drey Sonnen, / 
iur en Angeſi chter / was dieſes bedeu⸗ 
| 359 
is, Gefchirrs 388 
E erfordert von einem Philofopho baf er 5d 
anf ein fattes Gnuͤgen thue / 
per werden entbloͤſt in das Waſſer In 
ercurii. 261 
ra perfe&a non indigere praparslione , cum 


E 


ie Spruch des Gebers zu verſtehen fey/ 
1% 162 
jnjun&io jteeper Coͤrper if nothwendig 227. 
E fennd zu wiſſen nothwendig / ibid. 
jun&ion der Serien / uno des Geiſtes mit 
Dem Leibe, wann fie geſchehe 229.238 
junctio Die legte ift melche die vier Shania 
ufammen füget / 
Djundion die vierdfe ift Diefe welche ben Eva; 
tat in einen Circul bringet und alfo weder 
Anfang nod) End hat, (e 
-- bieft ifi nothwendig / 
on giren zweyfacher modus, der eine feucht J 
ander trucken / 237 
Onjungiren / pit Philofophi zwey Waſſer zween 
Saamen / zwenargenta viva, auf dieſem wird 
In lebendiger Mercurius, und Darauf Der lapis 
"hilofophorum. 237 
Bnjun&iio , folutio, fixatio, 241 
njun&ion was fie anzeuge und bedeute r 246 
. Orvus e caput artis, 226 
| Cor- 


V 


"SET nt, fed tantum ut magis fübülientur^,  - 





Index Rerum , 

















Corvorum tres fant fpecies. T 
Corvorum voces. —— E 
Eörperliche werden in uncörperlicheund bie i 

‚eörperliche in cörperliche gekehrt. 2. 

Contritio non fit manibus, fed fortiffima deco&i 

ne, 

. Cörper iſt ein Band ber Seelen’ 
Corpus wann e8 gang zerlaffen / t ' 
Congelirten metallifchen córperenz müffen fe 

ſpiritus gefeben werden. 3 

Coagulatio, 323.3 

Corpus denigratum, N 

. Corporis nigri folutio, qnoque corporis mot 

folutio vocatur. : | 

Corpora erunt albiífima ad modum marmoris. 

- lucentis & fatis albiffimi, | 

Corpus de omnibus corporibus facit Lunam, hoc 

- quando nupíerit,id , et, quando in vafe fuo cor 
mixti fuerint, corpora per minima, & in una 
natutam coiverint per ignisexficcationem: t 
generabunt filium , qui totam parentejam füa 
przvalebit. | 

Coíiumba fiet in, ıg@, diebus, . 

Corpus wird gefäubert durch bit Caleination t 
Feuers/ und wird gemafchen durch die Diſti 
rung. ». 

Colores omnes mundi spparent ante veram albed 


nem. 3 
Colorum rubedo in Cyaosbato colorando compl 
rentum eft, 3 


Corpus anima & fpiritus, oder Salkı Schmefelu 


Queckſilber / ift ber Weiſen ihr einiges Din 
372 Co 























& ——— 


us "ls wird Durch das Waſſer diffolvitf und 
auffactófet / 386 
injun&io Phylofophica wird einer Gefpöng und 
einem Bräutigam verglichen / 386 
nburite £s noftrum cum igne fortiff mo, mas e$ 
heiſſe / s 4b 
ruptio unius e(t generatio alterius, M 
nu copiz. 
rei der Philofophen wie vielerley fie fen! 
| (04 
orpora que tarde funduntur cito — &é 
'contra, 906 
rper ſeynd einer gröfferen Vollkommenheit 
‚Die mehr Def Mercurii m ihnen halten/ sis 
orallus rubeus , fulpur rubeum , fanguis , aurum 
| purpureum, crocus combuftus , quid apud Philo- 
'fophos, V 
Bp differunt: rarione argenti vivi & pps 


oru wird verglichen der Erd / ber Geiſt Dei 
Waſſer / bie Seel demFeuer ober — xd 
l ftl des Goldes. 

orpus Fannicht in feine erfte mixtion wider 2» 
bracht merden/ 532 
Orpus non agit in corpus, $43 
. pec fpiritus in Ípiritum. ibid, 
orpus fufcipit impreffionem à fpiritu. $4 4- 
Orpus non tingit nifi tingatur, ibid. 
örpus Fan nicbt fo es ın feiner Natur bleibt ven 
" Mercurium coaguliren noch ibme fteiff pus 4 
ga 

iorpu£ ift nichts widrigeg ober reiner bann bie sl 
oder ihr Schatt/ 549 Corpus 




















Pact 


wu 


Index Rerüm ; A 


Corpus folis wird von wegen des in ihm toch T | 
I den Spiritus, Mercurius genannd/ [| 

- Corpus Philofophi vocant terram debitam 1 ji 
quod dicitur fecretum lapidis vel elixiris, qi 
alias fermentum vel antrimentum ipfius appellllf 


-. Corpus ift bt den Philofophen nicht fein Sol 
fondern Das darinnen die Tinetur 3 
ligt / und darauß wird gezogen der Dopplf 
Mercurius. | 

Corpus folis wird durch fich felbften und vat | 
am naͤchſten iſt / folvirt/ 1 

Corpus per fe propria virtute fibi Ruxibiliitem. 
quirere non poteft, | 

Corpus coagulat fpiritum, 86, 

Corpus & fpiritus dum mutuo fcfe ſubingredi n | 3 
tanta eft, interutrumgue oeceffitudo & conjuntll 

' utampliusalterü finealtero disjungi non poffit, 

Conjun&io & fabingreffio non fit aliquo tempx 
interítitio, 4 , 

Corpora imperfe&a quomodo ad perfe&ionem | | 
ducantut, E 

Conjan&io convertit Lapidem i in ignem, E 

Conjungere quid, | 

—— & defponfatio fit in putredine in fui ur n J 
vaſis, 

Corpus cum eſt immundum dieitur fecondum, e 
mentum, nempe terra, e 

Corpus , foll eg ſtandhafftig gemacht werden 
muß der Geiſt babe» ſeyn / 

Coͤrper ſoll in der Mitte des allerſubtilſten uff 
toic auch Durch feine eiger® Waͤrme und gen | 
te ſolviret werden/ 





AS 


& 





& Verborum, | 


A 
- 
* 






















)njungere quid, 649 
tpus jteigt wider zur Ciben/ roarum dieſes ge 
1 " ieh het / u 655 


yrpus finon przparas non füfinebit i ignem , 705 


n pora primum fubtilianda erunt. per difiolutionem 


qua primus eft operis gradus, 60 
truptio unius eſt generatio aiprins 766 
um Leporis, - $8 


elum cum terra oportet conjungi fuper thorum 
amicitie, 881 
lum eft in quo luminaria magna cum aftris cie- _ 
cum volvuntur , fuasque vires trans aöra ad in- 
feriora dimittit,at in principio confufa fimul omnia 
fecere Chaos, 882 
, ps c(t pafla feu materia 85$ 
eum in corruptibilis mundi pars, 89r 
niverlalis effentia quinta & naturalis forma voca- 
. tur, ; 891 
E um Philofophorum , magitterio feparationis , ab 
impüris elementis ut Chaos Philofophorum fa- 
bricetur; feparandum, 892 
elettia terreftribus junguntur acre mediante 898 
zlum animz vicem , acr fpiritus, terra autem 
pr munia fcibit, $98 
E ım-pater, terra mater, 915 
poralis aqua aut mineralis tetra in terra ut vitel- 
15 in ovo jacet, puriffhimis & ut dixi fummis & 
obi mis viribus terrz dotatà, 977 
flum eit unitas omnium corporum, 9609 
eli Contemplatio ad opus Philofophicum non «& 
(neceflaria, | to 
: Einer 





Index Rerum, 
Coͤrper fo ſo lviret ſeyn. 
Conjunctio & generatio philofoph. 
Corpus ift flächtig worden. 
Commentaria über Die Philoſophiſche 

welche 

Gp ſtalliniſche Erde ſchwimmet oben/ 
Cuprum ad renum ſanationem. 


Cuper Koſe, | joue 941 5 | 












$ 
Bilbao opetis initium eft, totius Corp 
Fundamentum & fermentum, a 

Dealbatio dicitur imprzgnation, 

Dealbatio, 

Deco&io prima continuanda eſt tam diu, qui k 
que .draco vivificetur, & fiat, lapis Cf | 
&c, 

Detilliren mas eg feu. | 

Deſtilliren heiffet zufammen haftende Feuchl, 
keit Durchs Feuer über fich treiben. © 4b 

Detillationis humidz effedtus, ij 3 

Denigratio eft perfe&a folutio & e(t tin&ira, Qi 

Deſttuitur qualitas per putrcfaétionem, 942 | 
mode hzc fi. — 

Deo cum tuo pacem habendo finém ordil, 
tum in operetuo femper in mente pie 


4 


Defeäus i in metallis eft defe&us argenti vivi, | 
xiet pariet quicquid eligitur in hacarte ad ß ! 
ciendum ef caufa illius, E 

Deckels Gieflalt und Sorm/ 4. 

Detillatio non debet fieri. per vafa plumbea. xia 
ferrea, ftannea, 2 & quare, 





















& Verbotum. 

Éillatio quid, An , gig 
tandum Geber, quid | ibid. 
Ellata à pucrefactione melius — * 9i9 
illatio per Balneum Marie J 922 
:t Balaeüm Rotis, ; -ibid; 
cifieres vel Afetiami, ibid, 

enſio vel deftillatio eff ER ; 923 
Mida & frigida, ; — 

e &aubtn/ 

Big alle, haben ibr Wachsthum son trösfenten 


| en it ein fehr ſtinckende Materi, : | 


alvete , Stm ;€& PIN e(t totum * 


T —* tiit € inen Namen bat $36 
g nur ein einiges welches in. einem ao 
Dad unferer Wercke in eine andere Natur vers 
pon wird / ift zu unferer Kunſt |... 


f 539 
Niza Schrifften werden von jd Phi- 
Mophis bod) æſtimiret / ví 
tie maxima per hüjus ärtis Mägifterium pol. 
ientür, ut pote vetutm aurum & verum Argeti- 
1m, & utrumgue mültum fine magno labore, 

t quibus nummi figureütur ; ; pet quos oinnia 


abeántur; 628 
alle ſchnd auß dem darein ſie ſich — 
37 


Btione warum fie wiederholet werden 6$4.— 
ipüle, credas, ptocerto, quod fi dictas Regulas 
nte oculos habucris, nori óportebit te Regas & 

| Aaaa Maena- — 





Diffolutio quid. 


 Difillirung burd) das Abfkeigeny mic Diefe gl 


AM VA AAT AB en 


Magriates quzrere fed R eges &cMagnatese om | 
honorem tibi impendent. ^m 


Digeltion eine [ange wird in dem Werck 














dert / 


Ding der Philoſophen ift unzerbrechlich / see , 
gleich in Ewigkeit ſtunde / I 
Ding der Philofophen ift das fünffte Wefen | 
mügenfich gegen den Widertheill —— 
Differentia inter fuperiorem & inferiorem ng 
dum. b. 


Ditillirung gefchiehet in drey Weg 921. 


hen fol 4 
Difeilliven in welchem Zeichen es gefchehen J 


Die bre) Mineralifche Corpora follen am Gem 
nicht verwahrloſet toerben/99$ -und toaruml 
Ding berPhilof Fan wieder in feine erſte Mareri 
bracht werden/ # 
Doctrina unius in Alchymia nunquam poteft cdi 
prehendi nift per doctrinam alterius. 
Docimaftica oder Probier: Kunfl/und deroLob 
Dolosquaq des guten Ertzlichen / $ 
Dolosquaq wann e$ verfälfiht / vermifcht 1 
unnüß zu unferer Wuͤrckung ſeye / 4 
Drach Philofophifcher/ 182. 
Dreyheit iff sur Einigkeit zu bringen/ 3 
Drach ftirbt nicht / als mit feinem Bruder i 
Schweſter / E 

- Drach frift feine Flaͤggel / 


Draco qui comedit caudam fuam, ' 

























v0, & Verborunt. 

te Zahl in dem Philofophifchen Werck / was 
t beveuter / | 378.384 
) Geiſter in einem Geiſt follen jufammen ges 
get / und im Ehebett ber Wärme big zur Doll 
»mmenen Geburt erhalten werden/‘ ^ 31; 
vfacbe Metcurius oder fummum univerfale iff 


pfache Mercurius bringt in dem Bauch ber Cr 
" berfür Metalla, Mineralia, Lapides, uno in 
e bL der Erden Baum und aller * 
tte der Philoſophen iſt die — 

der Saͤuberung der Erde / 589 

» Füßlein von Eifen oder Kupffer — 803.857 
it Baumwolle umhüllet/ ibid, 
y Angefichtmachen eineinfaltiges Weſen / iooz 
onis canda... -. | 1004,100$ 
‚co moritur & vivificatur, | 1008 
yerlen Roofen/ 1017. 
Eyänfäng feynd Aus vieren genacht 1045 


nd auf Dreyen werden Zwey —* 
liec viride & liquidum, = | 
ech oder Azone, | | 


^ Diefes einige Dinges m ſeynd Va 
Etenfehen serborben/ — $36 — 
Br verfehret fic) nir in Feuchtigkeit es joe 
ann vor kalt worden / 
rd die Diffolutiones ſteigt diefeg Ding gen 
dimmel / 655 
td) die Congelationes ſteigt das Ding MEM 
ur Erden/ 655 
tre beginne zu mürcfen in die Seuchtigkeie/ 
341 Aaaqa 2 althiet 


er erſte Saamen aller Metallen/ 57.’ 0 















/ cM 
9 


Index Rerum 


Allhier erheben ſich im Glaß allerley Farber N 
ein Pfauen-Schtwant/und fdeinet/ata vill 

. e mit einem guͤldenen Stuͤck uͤberzogen / 
Durch das Geſicht / den Geſchmack nud Geruch 
diefen Dreyen Sinnen werden die 3 Anfäng 
der Grab ber Kochung begriffen/ | 
Dunft wird i in der Erden zu Schwefel/ 


A "" 


EDelgeftein match Ark feynd aus Demi: 
turno zu bringen/ in 
Eichbaum ber Phil. ift tool ín Acht zu nehmen, 
Eintraͤnckung toie fie beſchaffen fepn folle/ 3424 
Eins / vier und zwey / wie folches fieben madje/i n 
wie folches auf Phil.2[rt zu verftehen fepe / J 
Ein jedes Gleiches nähret fein Gleiches / 4 ) 
Ein jede Seftalt (reuet fih ihrer Geſtal — 4. 
Ein jedes Geſchlecht freuet fic) feines Geſchlech 
Eifen wird im Waſſer zu Kupffer/ 446 (d 
Ein jedes Ding gebübret feines Gleichen) fani 
von den Vegetabilien und empfindlichen Din 
gefagt werden/ |, 
Ein Ding / ein Stein’ ein Artzney / dem nichts | 
| a wird zugethan / 536.58 
Eines füngt das Werd an und vollendet à [ 


daſſelbe / 
Einem Ding iſt nichts bequemers / dann daß a 
allernäheft tft in der Natur / j y 


Eiß/ daß zu erſt Waſſer geweſen / an wich, 

durch die Waͤrme zu Waſſer / 26 

Ein jedes Metall wird durch die Kunft in fein : 
Mercurium refolvirf / 8 


Einen jeglichen Stein ober Metall in feinen M 


" 


N 


. & Verborum. 


ariom zu verfehren / ift eine Valtehrung der 
atur in ihre erſte Wurtzel / 173 
itränckung/digerirt diffolvirt und coagulirt dns 
ompoficum zu natürl. Bollfommenheit/ 579 
Faͤltige Seute diftilliren Harn’ Menfchen- Koth/ 
yher / Menſchen⸗Blut / alte Lumpen und berglete 
hen/ den Lap.Phil. davor zu erhalten, 669 
Eung kommt vom Seuffel / 202 
t$ jeden Dinges Tugend Krafft und herrliche 
Wuͤrckung liegt verborgen in feiner Quinta Eſ. 
atia , 861 
| Affen Tugend unb Kräfften ſeynd durchtrin⸗ 
Wen/ erwärmen, reinigen/ abfcheiden/ lebend mas 
Ehen, vergröffern 7 erhalten und wieder zurecht 
ringen, 895 —_ 
‚jedes Gieftirn hat feine befondere Influeng/ " 
nenta, tvie fie ibr Sperma generiren/ 
"ir muß mehr gereiniget ſeyn als pag Gold ebic 
Silber’ 160,161 
r ir ober Quinta- -Effentia nup zwey mahl recti⸗ 
16 























Icitt erden‘ 3 
tir das Wahrhafftige/ verwandelt den Mercu- 
"ium entweder in Silber ober Gold 171.172 
ir, das Rothe / 183 
nta, Die vier tote fie in einander verwandelt 
verden/ | 251.253 
renta Di? 4. vollbringen ihre Wuͤrckung durch 
Die Wärme und zwar das Waſſer die Solution, 
die Lufft dieSublimation, das Feuer DicLiquefa- 
stion,und Die Erde Die Coagulation; 293 
j enta Die vier als auf dem Waſſer wird Zufft/ 
auß der £ufft Seuer / auf bem Geuer wiedtrum 


I) 





Erden 224 aaa 3 Elixir 1 


Index Rerum 
; Elixir bas Weiſſe / 4. 
‚Element ein jedeg von bin Tieren bát in f à 
Centro oder Mitte Puncten ein anders 
ment in fich oon Dem es pit Clementifchdlg 
tur empfanget/ / || 
Elemenra ſeynd pie ier. ARN. ber Welt / 
Elementa halten dieſes Welt. Sebau durch ihr 
derwaͤrtige Wuͤrckung in Gleichheit und. 
portion. | 
Elementa duo fant, lapidea, 'ficca fcil, terra & ill 
& duo aquatica fcil, acr & aqua, | 
Elixir album oder die totifie Roß / 2448 
Elixir zum ÜBeiffen vergeftattct Die unvolltor | 
ne Ding in das beſte Silber / 345 
Elixir zu dem Rothen / 
Element / das iſt / ohne Feuer Lufft und Waſſer / | 
das Philof. Werck nicht vollbracht werden ff} 
Element ſeynd vier, 
klixir wird augmentirf in quantitate & colore.g 
Elixir tpann eg wie ein Del iſt / und du ein Si 
Blech) glüend darinnen ablöfcheft/ fo wir 
inwendig und aufwendig gefärbt ſeyn / fqi 
es aber ſchmeltzeſt mit einem zehenden The SM 
fo wird es Gold aufallen 3wobengeridt/ J 
Elizir ift eine Medicin wider alle Kranckheiten / di 
















Blizif wann es ju brauchen unb tie viel auf 
mabl/ 394- 3215 
Elixirs- Wuͤrckung nach dem Geber / 
Element Verwandlung it nothwendig zu tif. 


Elixir weiches su Zeiten gehoffet wird Fan zu N 
Axden / 423 



















& Verborum 


|i wird ) von ber Patur gemacht ohne ede 
lung pu Elementeny 

airs ober pes Steins wahrer Datter iſt das bos 
he rotbe Golb/fo man die Sonne nennet 426 — 


ur & Lap. Phil, inter fe differunt. ^4 4 
o J der Weltweiſen / | E 2 
dr pef. mittelbahren Dinges / worauß es ii 2 
titet wotden / 
ki à des mittelbahren Dinges if befférpuzcidear | 
heifer gekocht / und beffer verdaͤuet — 449 
mete Vermwiſchung mit Seel Ocift und Leich⸗ 
ham, - Ar A 
MB menta der Philof. was fie fepen/ 475 


ment / alle vier erópfflen ín der erften Opera 
„kation und Würcfung der Natur Durch den Ar- 
hzum der Ratur / in das Centrum der Eiden / 490 
menta drey / als Feuer / Lufft und Waſſer / feynd 
in einem ——— Gefaͤß — und einge⸗ 

Iſchloſſen / 499 


| alidam & ficca. sap 
Jementen Eſſentz und Sub&anf su wiſſen / iſt zu ber 
[Philo(.S'unft notbtoenbig/ $. 
jxir non ef nifi ex puriffima argenti vivi (abftan- 

tía infixionem deducta & exfubtiliffima materia 
& mundiffima fixa quz ab argento vivo fumpfi 
originem. & ab illo eft creata. da SAT 
Jixir per Philoſophen wird age brepen zuſammen 
Igefeßtinemlich aus dem Lunarifchen/Solarifchen 
unb Mercucialifchen G5tein/ / 552 


und warum folches, Üben 
5 Aasa 4 Elixir 






















Mn Index Rerum ES. 
Elixir foll zufammen gefeßt werben auf lauter 
fehönen Specien ^ 7 o pl 


Elixit e& primum & principale Fundamentum 
"radicale Lapidis preciofi, quod poftea per # 
perationem ſecundam convertitur. in ipfum L 
"pidem preciofum , vel Medicinam fummanı 

que fola de committo & infirmo & imperfär 

, &o metallorum tollit, & ea reducit ad ſanit 
«tem & perfectionem fummam, fuperque ptos 
cta fuerit, & realiter convertit & transmutat f. 
Lunificum vel Solificum verum fecundum coli 

rem ipfiusLapidis, — - (0 $64.56 

Elixit yel Lapis habet Corpus, Animum & Spit 


Elixir eft fabftantia argenti vivi &Sulphuris fubtilile 
fima & purifsima,& ex terna noftra Elixir con 
ponitur & Lapis confiftit, bua. 
Elixir iff ein Condimenr, ein Wiedergifft / ein Ar: 
ney / eine Neinigung aller Coͤrper — $6 d 


Elixir maset auch Die unpollfommene Gbelgefitill 
eHnect, i5? o. 
Elementen Gufammenfügung/ 8c 


Element eines voürcfet in Dag andere / 602.638 
Elementen fünfftes Weſen wird bie erfte Mate 
3111 114 e NN j |. fef 
Clement muß man berfebren eines in bag ander 
638. ^ wie folches zugehe/ 644 
Elementorum ante divifionem non videtur ex ei 
quicquam, nec tangitur nifi terra & aqua 69 
& quare ibid. | d 
Elementa funt quatuor, modi item quatuor & h 
pores quatuor, | e 
Elemen 





















&V erborim. 


ementornm duo funt activa & duo paffva, due 
alcendunt , & duo defcendunt, unum cft i in mer 
medio, alterum ab altero. 639 
smentorum Operatio eft fimplex: Generatio & 
maturalis Permntatio, - 640 
ixir fat feinen Anfang von den 4. Slementen/649 
n nent verkehren iſt Feine Menſchen Hand⸗ 
Arbeit. 641 
ement eines in das andere zu verkehren ift no⸗ 
thig erſtlich der Solyirung / zum 2. die Waͤſchung / 
im; Die Reducirumg/jum 4.Die Fixirung/ 648 
ementorüi duo funt,Lapidea & duoAquatica.649 
Lapidea funt ignis & terra, ibid. 
Aquatica yero aer & aqua, jbid, 
rum ift eine Vermiſchung zwey drey ober 
mehrer Mineralien. ober Metalleny 743 
menta werden toegen ihrer Keinigkeit/ unferen 
Sinnen ohne Bermittelung derer Mutier oder 
Schalen nicht vorgelegt! / 744 
ementen-Theilung / geſchiehet Durch eine -— 
lation auf Der Aſchen / 

ltmenten werden nicht bon bem Philof. Serben 
aber gezogen / 

ixir wird auch genannt Arkneny item ba kürfie 
Weſen / auch Stein der Philof. 779 (935. 
'ement fepnb in Der Putrefation zuſam̃en gefugt/ 
'ementen fepno zwoy / ſeynd drey / ſeynd fünff/ 863 
ementa alle ſenyd in einer einigen Materi. 836. 
emenra alle ſeynd tn allen Dingen / guch ein jedes 
Element / hat bie drey uͤbrige in unb bey ſich / 863 
lementen wie fie in einander würden! 867 
ixiris tres partes, 885 
Aaaa f - Elemen« 





EG ——— 


— — — — 


c MA 
f ^ MNT 
.— Kleméntato corpore naturali quovis celum à & E. 


‚ Elixir ad álbam & ad rubrum, 1005. ‚1006, 1e ! 
Elixir compofitio. —4 


| End gehet über feinen Anfang, auß / 


Erde die da ſtincket / 














‚Index. Rerum 


" menta pro parte continentur, 
Elixir rubeum. 908, pag. D. | 
ejus vis atque virtus. pag. £F. 
Elixir eft quoddam compofitum. 
^ ejus de finitio ibid, & 992. 
Elixir dicitur ab Zlicio. 0 
Elementorum equalis & temperata permiffio, ss T 
Elixir verun elixat in hora & corpora emollit. 9 
Elixir quomodo ab Arabibus vocetur. 1006 P 


Elementen der Philof, feynd mit Uni 
vermengt / 
wie dieſelbe zu reinigen / 1033. E 
Englifehen Geiſter Wohnung / 
End der Alchymiftif. Kunſt wird nicht von alk de 
erlanget ober erreichet, 43 | 
Endten Brühe wann fie aefotten unb auf bie ei | 
ben unter den frepen Himmel gefchittet roit 
toerben Krotten Daraus / u 
Erdreich Das ſchwartze oder trüßige/ 181.269. jor 
Erde wann fie fich in eia ſchwartzes Pulver verát 
dert/ was fie bernad) würcke/ | 24 
Ertz ber Philof. fell man brennen / 2; 
mit lindem Feuer / 

Ertz der Philoſ. muß in einen duͤnnen wie i 
chen Gift gefehret werden / 


Erde geblätterte Hermetis was fie ſeye / 2968 5 : 
er wird entlößt in Waſſer / A » 
r nid [f 
































m.‘ & Verborum. | 
dreich iſt durch die imbibitiones lebendig gemacht 
worden zu gebaͤhrenden weiſſen Sohn 333 
dreich wann e$ auf daſſelbe regnet und darnach 
wieder trocken wird / durch Pie Wärme ber Sons 
 nen/fo iſt es viel weiſſer als es zuvor war / ehe der 
Regen darauf kommen war / 336 
rde Der Philoſ. mas fie weiß macht / y 4 343 i 
Erde mird Axirt/hernad) in Citrin⸗Farbe / und dann 
in rothe Gro wie Drachen⸗Bluth gebracht / 390 
Ide zerbricht oor Durſt / und wird als ein Dickes 
Waſſer mit Del vermifcht/ 392 
Birfte Werck der Philof. welchees esfeyes $68 
Erdreich wird ein Waſſer / und. das Waſſer wird 
Eurer / ‚570 
ade mit dem Waſſer kom̃t jur Purrefadion, "596 
| i b ber Phil, ift ihr Confect oDerAmalgama 594.597 
Erde hält das wenigfte Theil oon bem fünfften We⸗ 
Birde ifi proprie frucfen/6o2. (fen imfich/6o2 
Erd i(t ein Mutter ufi Ernährerin aller Dingen/soa 
Erdreich wird von feinem Geiſt aufgelößtY / 613 
Börde iſt des Mercurii nicht ſeine Nahrung / fondern 
J folche ift nur fein Sig und Wohnung / woſelb⸗ 
E fitm ec geſpeiſet uno ernaͤhret wird / 61$ 
Ere ift ein Element ſehr wuͤrdig im feiner Beſchaf⸗ 
© fenheit und Herrlichkeit/ — 644... 
Erbe ift ein Schwamm / und der übrigen Goammele 
Raſten tituliret / vn KUN 7^ 
Erd⸗Saltz ber Philofophttt/ 276 
8 batin fíd) eine Süffe/ein füffes bert eet 276 
Bree foll qum rotben Del gemacht werden / 776. . 
Erſchaffung ber gcoffen Welt und ber 4.Efementen 
Erde ift ein Corpus Corporum. 894. (86& 
BErbt ift allein Daffelbige Corpus welches bít him 
—- life Einflirfe aufnimimt/ $9; Erde 





Index Rerum, 
Erde oder Matrix, | 
Erde von Sonn oder Mond und anderen St | 
nen Strahlen wohl geſchwaͤngert / 2 
Eſſig defullirte ít nicht pet Philof. Eſſig / 
Eſſig ber Philofophen/ 
SER febr nothwendig / 
p. — Mthelia quid, Br) | 
Euſſerſtem / zu dieſem kan man nicht gelangen! oft. 
| ne Mittel / 278. 
Eva unfer aller Mutter ift eben tie Adam aus GI 
| den Waffer/ Lufft uno euer und auf Seh 
| Geiſt und£eib und enblid) aus Mercurio, Suf 
| phure und Sale erwecket zufammen gebaut 
und gebohren toorben/ 44 
Eveftrum oder Philof, Mercurius mag eg ſeye / 74 
Experimentum deftruit formam fpecificam. 1 
'. Exequo & aſino mulus generatur. 680. 
ei gefroren ein Exempel baroon * vorg 




























bracht/ 114.14 
(Cif dte Schnee toirb verkehrt in Waffer ceri il 
telft der Warme / Darum iſts zuvor "o 31 
ervefen/ I 
Eiß wird von der Hik verkehrt i in Waffer/dannı "t 
por Waſſer ift gemefen/ 7i 


AS nrbe ſeynd manchet ey und erfeheinen m be | 

Philofophif. Werck / und mie Diefelbe auf citi 
auper folgen/ 43.47.117.291.295.324.34 5.3 Mh 

Farben zwey / Die Weiſſe und die Rothe / ſeynd Dell 
gantzen Bere End / rechte Elixiria und Tin&uß 
r:e;bit weiſſe auf weiß / die rothe auf roth /48.30 
arb / Schwartz Weiß und Roih / und Die brief, 
wie ie heiſſen / 226. 360. Farb 


* | Vetborum. 

















ig 03 
Baulung und Reinigung der Erden waͤhret * 
niglich 40. Tag / 309;325 
Warben mancherley Fommen her eon den flüchtis 
gen Beiftern/ 327 
Fäufung bringt mancherley Thier hervor / 446 
Warb Schwartz / Weiß und Roth / diefe drey Far⸗ 
ben/baben mit den drey Elementen / Feuer / Waſ⸗ 
E fer und Erden eine Gemeinſchafft / 641 
Bic fixim volatile; & rutſus volatile fixum, & —* 
| ; tum habebis Magifterium, 

arben mancherley offenbahren fich in dem pit 
E fophifchen Werck / 7% 
arben mancherlen/ 


men / und welche unvollkommen / 1040. (38 
tuer nur eines wird zu unſerem Werck gebraucht / 
euer zweyerley das innerliche und das aͤuſſerliche 
Feuer / 40.149.420 
‚euer wie folcheg zu regieren ftot/44.127.242.379 
jener Dre Geheime / und welche fie kane 119 
euers⸗Wuͤrckung / 126 
euer gelindes wird erforbett/ 151,279.288 
euer Durch deffelben Regierung werden alle Ding 


iu vollkommenem Weſen gebracht / 194 
». Fecces 


arben I id ſeynd S Schwarh / Weiß, Kai | 
823 
a welche im Philoſophiſchen Werck ol 


t 





"ERA 
ili 





















Index Rerum. 
Feces Philofophorum, n 
Seuer wann es zu groß ift in dem Philofepki bel: 
Werck / was bor Schäden Darauf entfichet/27 D 
‚Seuer Vaporofifch foll wol regiert werden/ — 29 
Feuer wie es indem Ofen zu regieren ſey / / 
Fecibus in eſt quod quæris. E 
Feces feynb zu veracoten unb zu febelten; 33 
ore send A RE oder feßet auch, surudh, 
das Philofophifdye Werck / 345 
Feuer wird wieder auf Das Corpus gegoffen! / 
Feuchtigkeit eme abfonderliche ift durch wunder 
liche Handgriff t in den Mineralibus zu ſuchen 
wird genannt / Aqua Mercurialis, Aqua Minera 
lis, Lunaria, Spiritus Mercurii, Aqua Fortis, Aqu 
Vierioli, Aqua Regis, acetum Philofophorumfi 
Mercurius Mineralis , Sal vegetabile, Spiriru 
Vint, | | b ; 
Feces oder Drüfen/ 4, 
Fermentum foll von bet Wurtzel des uitium — 
genommen werden / ch 
Geuer muß in Obacht genommen werden/ — 4m 1, 
SeuchteLiquor muß nicht zu ſchneil vertrodenen n [ 
auch ber meiffen Erdreich mit su bald 4 
ſchmeltzen und aufgelößt werden / 
Feuer beharrliches in der erſten und zweyten Arb 
aber nicht in der Dritten / al 
Feuer ift Das Regiment! / 
Feuer foll langfam gemebret werden / 19 
Feuer natürliches muß Das andere — 
ee das aufferliche foll Das innerliche nicht übt 
treffen / 
Feuers Eigenſchafft iſt von einander feparitfl "B 
oder ſcheiden / 444 Ferrüm 


UE 


id 
uo 


| 


XXX 


! 



























ı J—— & Verborum, 


rum ex quibus. | | $25 
'mentum erit ut vitrum frangibile ; à $84. 
uer erftes Element: hat 6:Dtt in Die Hoͤhe uns 
fer Den Mond gefetst/ 6or 


utr bat feine Corruption, fondern ben reineren 
Theil von der Quinta- £ffentia in ſich / 601 
utr ift das fürncbmfte Element/gibet bas Leben) 
Buc feine wärme verurſachets das wachſen / 602 
ner foll bey perm Caput Corvi oder Puttefaction 
ein wenig vermehret werden / biß du die Weiffe - 
wirft fehen anfangen’ 614 


T farbet und tingiret/denfelbigen lebendig machet / 
= umfähet und haͤlt / 625 
uchtigfeit hat von bem Seuer groff eHuͤlff 64x 
* (ft bas allerremefte Element und vor allen - 
Das Köftlichfte/ $8. 647. 

mentum oder Sauer⸗Teig / 662 
Euer und Gewicht feynd Meifter im Werck/ 662 
iftefte unb die allerdickſte Juden pero hundert 
fi ober zwey follen in ein tvarmes Bad gefuͤhret 

iR erben | 683 
| ftinatio à à patte diabolo cft, 690 
"rments weiß oder roth / daß ba iſt lauter und ertz⸗ 
© lich und in feinen andern Werck geweſen / 704 
'Tmentum miſces cum Elixir. 794. 
rmentum neceffirium.. 705.712 
| ‚Tmentum Solem eolorat, | 705 
mentum parum fi appofueris parum tindura: 
' | habebis, | 70$. 
Jl rmentum aliud e quam Mercurius co&um 705 
| í menti quatuor partes & una pars Mercurii loti.- 
[t DES Fermata- 





euer das natuͤrliche kalte / innerliche Feuer 83 


| rua dag natuͤrliche / 


- Feimentum Solis eft Sperma viri, 


| Index Rerumi 
. Fermentum quomodo preparanduni; 
Beuer wird mancherley genennet / 
Seuer von geben Tachten / welches / 7" 
wird gemacht de Alumine plumofo; 2 
Feuer wie zu regieren big ang En —.. 5$ 
Feuers Regierung muß wol beobachtet toti ei J 
nam deficiente calote; tup ors OU ioo 78 , 
Feuer foll teverberiren / ! 












| Feuer ein anders wird erfordert — "n did 


chen/ ein anders weiß/ ein anders rotb/ citat 
ders gelb 4 ri [ 
Feuers vier Grad oder Staffel! / T 
Seuer dad rechte haben bie Alten genannt / fiie 
calcis vivz five calorem Sulphuris vel Merctii 


noſtri und nit Balneum Matiæ. Aſche / Sand / 


9 fi 
| 


Z n 
yl 


Geuer fol nit zu gewaltig noch hitzig Itya/s 3048 rs 

Feuer wider die Natur welches / al, l 
euer beg erften Grade muß 12-Uncen Kohlen bi 
Des nd Grads muß 24. Uncen Kohlen [1 
E itte Grads muß 36. Uncen — ) r 
Des ER, Grads ift nennen Seen ; | 

Fehlet —— Werck / wie zu belift j- 


ibi 
Zeuers fubtilefte Subltang/ bat G$Ott zum ed 4 
ſeiner allerheiligſten Majeſtaͤt erhoben / 86 h 

| 59 


Fermen 



























D. 2 NWebemm, .  .. 
nentum Lunz eft fperma feminz 994 
nentum auri, aurum eft, ibid, 


nentum panis, panis et, ibid. 
xentum fibi reducit appofitum ad fui naturam, 
s | | ibid, 
(M ejusvirtutes, ibid, 
mentum fermenti & coagulum  coaguli, ib. 


Baentum eft fecundiffima mater, quz quo fzpius 
Ementum eft clavicula que claudit & aperit. ibid. 


itr und Waſſer werden Freund / 1052 
"icr das Äufferliche ertvecfet das innerliche / 1053 
E Unterfcheid zwifchen beyden / ibid, 

&um der Dit’ 239 

chaugen der Philoſophen / 310.356 

Mter Hauß 7 323.328 


Bus totam parentejam fiam prævalet. 325 


Bus c(t complementum primi operis, 316 
Bation tie Diefelbe zu erlangen / 353 
ch⸗Eyer ober Rogen / 350 


Bus Artisopus habet Magna ſcientia, ſcilicet re- 
yelatione , vel ofenfibili doctrina, ut poſſit noſtri 
| agifterii pra&icam intrare, & indiger f.rti ac 


Iz, & (i esnegligensperlegere & perlcrutari con- 


cam ficuf ignorans. 417 
| chtigkeit loͤſet das Gold ohne Gewalt auff 
und dieſe iſt / auß welcher das Gold von Na⸗ 
tur gebohren wird / 439 
| Bbbb Fixro 


nprzgnatur tanto pluriescancipit ac parit, 995 


Ementum Lapidis. 998 - 


nagua theorica, quz vires revelet per velle natü- 


rentum in noltris libris , cocus ibis ad praäi- 





| 
j 


1 
en SEES AA 





Jodex" Rerum, . — 07$ 
j io dssrend Lapidem in. terram fpiritualer 
tingentem, c 
‚Figere quid, «9 39. 616.617.648, 
Fixe Bluth deß Rothen Loͤwens iſt gemacht 
dem unfixen Bluth deß grünen koͤwens i 
um fennd fie einer Natur / | 
Fixe Bluth macht beftändig bag Aöchtigen 
das unfire Bluth macht flüchtig das fixe⸗ 
Fixe Leib iſt von der Materi deß Saturni⸗ 
Fixe Leib iſt ſehr nothwendig zum Philoſo 
ſchen Werck / 
- Filii Philofophorum funt qui perfe&e intelligun 
&a eorum & non fecundum literam, 66 
Gigiren in welchem Zeichen des — gef 
ben folle/ 
Fix iſt fluͤchtig worden / 
Fixe Saltz / 1 
Sliegender Geiſt als der S FD 
Fliegender Geiſt rorh al8 ein Blut / 
Flos lapidis non comburatur, 
Fliegender Vogel / 
Fluͤchtig nennen Die Philofophi aquam (icd 
Mercurium, farnum ,acetum acerrimum , aq 
Mercurialem, fpiritum Mercurii, märe  ficc 
Avem Hermetis, fpiritum univerfilem mu 
Azorh,und dergleichen mehr/ 
Flügel des grünen écoen/ 





Fuͤchtig iſt ſix worden / Me 

Slüchtige Geiſter / | Ic 

X Slug im Philoſophiſchen Werck welcher ſehr 
gefaͤhrlich / 


Forma una deſtructa immediate introducitur ii 
haac operationem vel ad aliam difpofita, 





















& Verborum. A 


ra non recipit impreffionem à à forma, _ $4i 
eemins ín äuripiginento, . 598 
or n welche die? hilofophi verftanden, 701. 
'ontíaa ſchoͤn gefärbet / E 4 
oma ſpeculi Trinitatis. 09 
or tuna hat in der Hand ein fliegendes Gibuttiw 
n IO1It 
ic lernit4t Roſeæ Crücis wird geruͤhmet / i 
" uen-Milch/ 
fen (ebiget Gemuͤth / und bof du an einem fides 
"ren Dreh fepeft da niemand non brine? Zirbeit 
wiſſe / wird von einem Philofopho bey Antrets 
tung EL ss wer Bas 9 
Zeugs albos Philofophorum. 
Aunfites Weſen (ft in einem jeden Eile ementgene- 
price vermiſchet / 603 
Vünfit Weſen wie eg duB Dem Res oder TN 
u ziehen / 6:9 
Sünfites Weſen rot als Menſchen Blut’ 622 623 
Sünfiies Weſen ſuüß als Honig over Zucker/ 623 325 
Fuͤnfften Weſen oder Res / Krafft / Zugend und 
Wuͤrckung / 624 
tnus fublimatorius; | 796 
'hrnus portauilis, 8:0 
Sünfftes Weſen oder quiota eſſentia oder dag vers 
. borgene Ding unfers Steing ift nichts anders / 
als unfere viſcoſiſche / Himmliſche und herzliche 
Seele durch unfere Meiſterſchafft auf feiner 
"Minera gezogen / Die ibn alleın zeuget / 872.986 
infftes Weſen bat. GOtt erſchaͤffen — 875.876 
ag Wırd genennet aqua ardens, anima vini fpiritus 
Hs & aqua viiz, _ 873.917 . 
‚Phil,haben ſeinen Namen niemand vollen öffnet, 
E. 974, $bbba 3 ünfb. 








Iodex Rerum $. 


Sunffte8 Weſen iſt * kalt oder mul n 
warm und feucht 
foll wohl eingefchloffen und behalten | 
ben vor Verriechungund Außfliegung/ 
ift Y» falt und trocken / nicht hitzigi 
trocken / 
Sünfftes Weſen oder der ride Pi 


Sünftes Weſen / Krafft und ärkund, ul 

Sünfftes Weſen vom Queckfilber und dem Si 
Vitriol mie außzuziehen / — 93943. d 

Sünfftes Weſen Vitriols oder Kupffer⸗ 
fer mie e$ mit Dem Mercurio unflchrbaili 
Weiß aufgejogen wird. 

Günffteà XBefen des Mercurii wie es mit bem Ee 
triolo unfichtbarlicher Weiß außgesogen " | 







Furnus quomodo conficiendus, 
Furnus Phy(icus, 
gurft rider vor die Jungfrau Diana verd itr 


ehe 
ih ibr helfſen / ertrinckt aber auch in »m 

ben Fluß / 
G. 


erden und Beja, 5.246.2 

Gantzheit wird mit der fi ebener San * 
ret. 

Garten Fortunæ. 

Gabricus mit feiner in Beja. 

Sefäß foll man nicht öffnen. 

wuͤrcket "dr in einem andern Geift/ y 


















- & Verborum. 


n itt Leib nicht ineinen anderen Leib /⸗ 83 
p wird por titi Sophilt gehalten _ 88 
fieneratio muß gefchehen durch Maͤnnlein 

Weib! blein — » 
"Itt wird in ein Corpus verwandelt / dann dee‘ 
WW. Cörper i incorporirt Den Geift/ und ber Geiſt 
verkehrt den Coͤrper in ein Geiſt wie $Blut/ 
dann alles toas ein Geiſt hat / das bat auch 
Blut / 287 


Kunfts 288. 3 
Belber Sand ist su Grund / 
Bebährung geſchiehet durch Mann und wu 


Bemicht ift zu der Philofophifchen Kunft wi 
l , totmbig/ 


| , Sarbenr 

IBeicot ift bey der Eintraͤnckung wohl in ad u 
I nehmen / 

Gewicht der liquorum , bey Ginfe&ung deß Glafe 
ſes in bie Aſche mie groß es ſeyn folle/ ober wie 
B po von einem jeden foll. genommen piper 


E Did Waſſer ni 
Beift ſchwebet auff bem Waſſer / 


. nung ín ber Faiten feuchten Erden ⸗/417 
prs aur einegoder zum ee ER 48 
96555 Grat. 


" ' 
‚9 * 





Gewuͤrm und kriechende Thier haben ihre hot» o 




















tide Rerum, , | 


Geſtalt eines Metalls wie fie mag in die éd 
‚eines pen Metalls nerfehrt werden | 
Geiſt toͤdt den Leichnam und jeucbt ihm auf 12 
Seel / und wird der Geift wieder lebendig @ 
macht / das gefchichet Dann durch Sublit 
rung xc. E 
Sch it €ou vielem weiſſen und allerreineffl 
totfen zuſammen gefeßt/ 
Gebaͤhrung eines / iſt ein Zaſtoͤhrung des ande | 
1E 


Selb im Gold ift nichts anders dann eine 9 
fommene Abdeuung des Schwefelsr- | 

Geiſtes ift mehr dem Gewicht nachvals des Feue 
Deromegen wird der Geiſt erhöhetz und 
terdruckt Das Feuer und zeucht ed an ſich 1 
alſo wachſet Deren iedes / in ber Krafft / bic € 
de aber / ſo zwiſchen beyden iſt / waͤchſet 
Gewicht und Schweere / 

Geber wird unter den Philofophis fuͤr ben à 
ſchwereſten und dunckelſten geſchaͤtzet / 

Geiſt congelirt ſich mit den Metallen/ 

Geiſt reinigen ſich Durch die Leichnam / | 
Geiſt und Metall congelirt/ Fan Fein Feuer mi 
ſcheiden / | 


Geift veinigee die Unſauberkeit der Metalle 


Geift ber. verborgen ift in dem Bauch (cit 
.. «orpotis , ift unfer Waſſer / nr Argen 
vivum, unfer Feuer / | 


Geiſt zweyerley / 



















& Verborum, - 


iſt ein Stein und auch Fein Stein fonberü 
i außgegogen von dem Cotein/ 608 
E Arabs folus aliquo ordine atque methodo 
v bar artem tradidi(fe videtue , fedut ipfe fatetur, 
Mi ji magis aperte locutus e ibi magis artem fuam 
Loc tavit, - 608 
Hi hirr ſoll auffs befte-vermacht ſeyn / 613.614 
li tfeguete Roͤthe gebet durch ben. Schnabel des 
v Membicks mit taufend Aederlein und rotben 


Pi 
M / 


ropffen / 620 
iif tiff vertvandelt ben Leib in einen Geiſt / tingirt 
| u nd färbet ibn toic Blut / | 623 


» ift Seel unb Leib / verbinden fich mit einon⸗ 
Wbtr/ und verkehren fic). in die Farbe beg Fer- 
Hg lents , ^ 624. 
efchmäck entftehen auff der Saltzen Ungleich⸗ 
j^ it/ nach dem Unterſcheid der Arten und Ot 
‚ter / ' 627 
jud) die böfen unb unnatuͤrliche entſtehen on. 
dem s&ifden und flüchtigen, und von Vers 
brennung und Entzuͤndung deß fchmierigen 
und verbrennlichen Schwefels b un 627 
ber profundifime mediocribusloguitur. 675 
jenoicht des Kunftlers wird dem Gewicht ber 
Natur zugefegt/ 69r 
jebuít und Initrument feynd vonnoͤthen in Du 
% Philoſophiſchen Kunſt / 
ſchirr wenig ſeynd zu dem Sichem | 
Werck vonnoͤthen / 


E BIST 4 Sie 


N 
N 
» 








| | Index Rerum, | 
th und ber Offen follen recht gemacht f 


Geſchirr fot geöffnet werden / wann bu 
Baden braune Afchen fehen wirſt / | 
unb das Waſſer fchier roth / il 
Es a auch ein abfonderliched Waſſer tl. 
gegoflen werden’ | 
Gefäß bet Dhrlofophenfollnicht su groß und ni 
‚zu Flein fepn/ | 
Gefäß foll aud) nicht zu eng ſeyn / 













undwarum. J 
a Din Glaß / aber nur ein einiges | "m 
Geſchirr Hermetis. ib 

von Glaß / 


deſſen Beſchreibung / 
Gefaͤß foll wohl —5 — ſeyn / inb] d 
8 


Gefäufte materi ift nicht allegeit ſchwartz / 
Gebaͤu der Welt wird erhalten von der Elem 

ten Gewohnheit / 8 
Zeſtirn und Himmel ob ſie mit ihrem corpore 

das Corpus der Erden einflieſſen / 8 
Zewicht der Natur und der Sbbbfopbav 
Beiſt mohnet in feinem Waſſer / und diefer fü 
: ER und Leib inden Tod und in den 5i 


^ utet Queckſilber / 
Deſchirr wie es foll in den Offen geſetzt werde | 


94 
.. Generatio mineralium & vegetabilium, 95 
| Gen 



















& Verborum, T 

eratiotfium principiorum, — - 978 
ratio elixir albi & rubri, 958 
het feinem Eörper gefuͤget werden damit 
efer Ipiritualifch und auch ein Geiſt — 
99 


be Farb im Philofophifchen Werck / 1040 
reine Reinigung / deß Mercurii vivi iff. um 
lonft / 1053 
2 * unb warum! 1059 
ult im Gebrauch ber Mittel 7 iff in ven 
i Bhilofopbifdoen We —— 1071 
tin dem Glaß bringet den Kuͤnſtler nicht um 
Tau lub warum diefes / 280 
lj oder Sauer » Teig kompt von nichts anz 


elber 740 
Ki fung der calcinit£en Górper/ 924 
ib foll nicht eher herauß genommen. merden/ 
3 mang fichet Daß bie gange Mala in cine 
höre blat rothe Farb verwandelt worden 
ftot / 


je foll. nicht innerhalb hundert und fünffsig 
Tag beweget werden, 309 
a6 foll vein ſeyn / 07 35473 
(iy ocbübret feines gleichen, $41 
iches Ding / darauß e$ zum erſten geworden 
t vir wider in das felbig refolvirt / $72 
—8 gebuͤhret ſeines gleichen in der — 


Qbb5; . Gab 


Bitter Erde / 1000 


ers / als von feinem Taig / ja es iſt der Teig 


il ed am Menſchen von ſechs Buätaben, 








* 


















Index Rerum, : 


Glaß fol mit Loto fapientiz, sh L 
totroci. Ln 

Gluten weiß clarificirt, — * RN 

Gold faa nicht mittheilen ben andern Met 
eine Solche Vollkommenheit wie ver 
Philofoph, teil c8 nur fo viel hat / als es 
ſich benoͤthiget / 

Gold ſo bald daſſelbe in das Feuer gebr 
wird / fo bald wird auch fein fpiritualifcher 
phur UND ae MWercurius verlohren. | 

Goto und Silber Berg. zn 

Gold Der philofophen. | 

Gold Der — iſt kein Gold / aber * 
Wahrheit Gold / e$ ift Metallifeh und Fo 
bod) von einem mineral her/ 

Goldes Phil, doppelte Zerlöfung/ibringt be 

des Loͤwens — 5 Weſen. 

Gold wird entloͤſt im feine erſte Materi / pai 
Schwefel und Queckilber. | 

Gold des gemeinen Manns ifttod. 

gie ee philofoph.häft in der Prob / 25 


oh hit phif. ift beffer als das von den En 
dern 364 365 und warum 

Gold der philoph.. ift ju vielen Dingen - 
unb gut. 

rl wie es foll zur fermentation prapariret 


Sol: der philofophen ober dag hohe vothe Gol 
man die Sonne nennet iſt des Steins 
Elixirs wahrer Vatter / deſſen Gobnermár 
inferirt/Agirt/digerirt und tingirt Durch Ki 
ohne diminution und einige cofrmption. | i 























& Yoiborie 
Jj I obne. Gewalt aufgelöfet werden. 439 
ds bánget Feine Unreinigkeit Qn. 439 
j fperm, ift Mercurius, . BER: 
n D und Silber (oll man ad primam materianı, 
Be und Mezcurium bringen. - 48 
os allein zu auf den Elementen (iz 
19 ju erfchaffen. | i 
bat die tatur berfür gebracht, 488 
te nach der Quantität und Qualität Die 
Mement recht zuſammen zu bercinigen uno 
Adermifchen. 48 
it bcr eid oͤpffer und Werekmeifter aller Din 
jt wird gelobet und gepriefen, teilen er auf 
i elio geſchaffen hat cia Föhli- 
516 
Ka zu erſt Silber geweſen. 522 
bib mag nicht Silber werden / es feye Dann 
jj in aerftährer/gerbrochenvund frere. 523 
Ip als das Föftlichfteunter ven Merallen fárz 
f ein jedes Corpus in Die Köthe 530 531 
b. foli man nicht auffſchlieſſen damit. $à ſſeibe 
in B argenuum vivum gebracht werde. 
1 531 532 
13 j Fan nicht mehr geben als in ibme ift. sot 
Boo en ift nicht der rechte Weg Gold 


-— 


= 2 


Jr 


— = 


ii 


Igumachen. 572 

[Id zu einem rechtfchaffenen Pulver iubringen | 
rae $unft. 

old wann c8 einmahl redit quf feiner Giefatt 
gebracht worden / fo kan es der Menſch nicht 


Giott 
3 : 
i 





| [mir parem bringen, — uias 











| Index Rerum, 
| ot hat alle Metalla au einer Materia 9 Ä 


fen. 1 
Sold gibt eine güloene/ das Silber eine fi 


Farb 
Gold ifi Dag edelſte unter den Me «tollen. 
Gold wann es diffolvirt/ wird es fpiritual 
flüchtig wie der AZercarius, 
Goto &inctur wird genannt warmer món 
Saamen. 
Gold kan kein Menſch wachen / aber die Nat 
Gold gibt eine guͤldene Farb und G 


ſchafft. 

Gol⸗ der Philoſophen hat einen magneten w 
Magnet iſt die erſte Wurtzel und Mater 
ſers Steins. 

Gold der Philophen wird gemacht von 
Knaben und von einer Frauen. 

GOtt hat ver Natur fo viel Macht geg 
daß fie Die vier Element miederum | j 
bringet in das fünffte Weſen. 

Gold wer will machen/ der fol nehmen 
und Mercurium. | 

p Silber find bie Wurtzeln der pi 

unt. 

Gold warum eg in dem Feuer ungerftörlich. 

Gott hatauß dem verwirrten Chaos für 
lich das fünffte * der Elementen erh 
und weit hinauß gefuͤhret. 

GOtt hat den Menſchen zum Herrn und 
Roy über die irrdifche Welt geſetzet. 
Gold vonder wahren minera, 
Gold der philofopher, 


5 4  & Verborum, 
IE muß beym phil.Werck angeruffenfeyn.tozi 
iarum a&io, ad plus dandum eftinvitatio, 282 
nfeyndalle Ding. 291 
n oder Grauͤnigkeit / 371 
Affe des Leibe vermebretben Geiſt / bie Krafft 
tr mebret Das Feuer. | $30 
lin du gefegnete/ Die du gebühreft alle Ding 
5 218 219 290 
Bernhard was er purd) die Elementen vers 



















P 


Tıisquod quisin noftra. arte accipit pro precio 
Iſer Verlag ift zu dem Werck nicht sonnó 
| v : 718 
übe folftu graben bif an die Knie. 


727 
füne Farb foll allein und alenthalben gefehen 
gerden. 717 


Jab ber Philoſophen. 728 
Une Farb wie aub unb Giraf. 778 
affenvon Tervis getheilter Eichbaun. 803 

nt Loͤw. 805 
tum frumenti. 820 


d Des Feuers werden erzehlt 826 231 832 842 
eynd wohl in acht zu nehmen /und warum / 
828 829 trfttr Grad wirdin der putrefa&ion er⸗ 
Jütbtrt/833 wird verglichen einem Bad 834 842 
ıd des Feuers erfter iſt der mann ein Hand 
inrübrte Die Eſchen oder Capell, oder den Des 
del des Ofens / daß fie ba möcht beftehen oba 
nige $c6ung/8;4 842 ander Grad Der deco- 
Sion, 835 742 847/ Drifter Grad welcher 848 
ie er gu regíren/249 vierter Grad wie zu pr=- 
pariren. $39 850 
| 15777 


anden. j62 


alin eternum praftare debet. 686 _ 











Index Rerum, 
Sröne Slägel, 3j 2 bdo 
Gruͤner Schild. 98 
Ganiini Philofoph. iff nicht facha rum faturai, 
3 Philofoohorum, 
Giüfpene Brunn der Philofoph. 997 deſſen 
che Kräften ibid, 
Guldene Körnlein zwiſchen den Zaͤhnen 
Du 1041 woher dieſes gefcheh 
N) 










$9. 
> And Arbeit die letzte welche geſchiehe 
das Werck in das Slaß geiban wird. 
Haͤutlein auf dem Waſſer ſchwimmet. 
Halß des Geſchirrs iſt das Haupt des 


pens, 
Kin welcher weiß iſt / zeigt an / daß wir 
geſchlaffen haben / 
Dane Sarben ſeynd / ſchwartz / weiß / gelb 


er Sarben dreh und welche, 

Haupt Sarben vier und weiche | 

Haupt des Raaben. 

Harn des Menfchen/ 

Heinrici Wolffen und Michaelig Toy 
im beſten gedacht. 

Hermetis Spruch : der. Vatter iſt fol, die 
ter Luna, wird erklaͤret / | | 

Hẽrmaphtoditiſcher Geiſt führet Die Anima 
feinem Bauch / und bringt Diefelbe i 
quali&cirten Leıb/ nempe in vas ga 
Pu Saltz, M 





















DR.” Verborum, 
spl aptár, l'araceMus rigat. TQUE Hr ONSE S P 
es wird gelobet. 43 prd 
mes bat gelebt vor der Sändfurh, 
mes ein Erfinder und Vatter der hist 
Bien $unft. $36 $76 
s cin Vatter der Philofophen, ift gemefen 
in Rönig von Griechen Sand zu Conkantino- 
e 374 576 
lern he foll man im Laborireg nachfolgen / welcher 
Eisen preparift auß Mercurio, fole und 


D, yu nm 
til, 


ip 


I| una Ícil; philephorum; lon e AR 
| mophroditas ber Juͤngling. 655 

| utige Philofophi verſtehen alles nad) dem 
1 j — 879 


mes in Tabula fmaragdina: quod e(t inferius 
het ficut quod cft fuperius, & © converfo ad " 
petranda miracula rei unius 903 
nes Der Dritte Dbermann 7 - aller Philofo- 
hen, 608 deffen Taffıl/ Abbildung und Gt» 
* 998 pag. B. Erläuterung pag. B. &c. 
mes ein Vatter Der philofophen 985 
IE deſſen Taffelg Erklaͤrung / ibid. 


n imel8 zwoͤlff Zeichen. 2316 

Heft wohl qu meſſen. MATT. 
Jii&e rote fi biß sur Schwärge fepn foll. 418 
künmels ? Influentz in die Erde ⸗/ 498 


iimíifagas (euer erwecket das Elementaliiche 


nam „begebret. 
j murder in Dem Sruchten Schwartz. —9— 
ewuͤrcket in dem Trockenen Weiſſe. 525 


o wuͤrcket in oem Weiſſen die Gelbe, _ 525 
ak: TUM 


J m x 





ios 
) 4 
ne 
Nd AS 
aM. 





E als die Materieine gebührliche N gr 













"Index Rerdins E 


Ay Liechter und Sternen worauß fie 
macht 
Hitz / Sommer / Winter / Fraͤhling / troi 
Feuchte / wird mit oem Philoſophiſchen 
verglichen. | 
Himmelder Philofophen wird genanntihrfi 
tes Weſen / g6t wie folches zu M | 
Hierz Picrz Wuͤrckung. 889 
Himmels Einfluß in die untere Corpora, — 
diefer Einfluß ift ſtaͤtig. | 
Himmel feynd gefegt über die Menſchlichen ( 
per. 9 
Hicra Picra ift gut oor ein bloͤd Haupt. 908 
Himmliſcher grüner Safft / wer diefen Pen 
und die Himmelhlaue Blum weiß berfürgul 
gen der bat für Augen Seel Leib und G 


Himmel wuͤrcken alle Ding fo unter dem N 
befchlofien / 
se bringt Die Schtwärge, / die Weiſſe Die 


Hoffnung Beftändige/wird zum Doiofonbi | 
Werck erfordert / 

Homo appellatur minera, 

Holtz wird im Waſſer zu Stein 

Homines univerſi j quitrunt delicias, | 

Höllifche Feuer worauß c8 erfihaffen wore 

Homo mortuus in ſepulchro. 

Hortulanus augmentat R Kofarium, 

Hölgeren Kugel in Geſtalt eines Eyes / 

Hoͤlliſche Feuer iſt in der Mitte des Erdbod 


| Ho 


/ 





















L & Verborum. 

Bomo — de fpiritu univerfali accepit, $99 
[ow mo arbor fpiritualis e(t in deliciarum paradifo 
| I ntata,qui cft terra viventium per radicesfuorum 
xillorum , , 903 
M iditas vifcofa , ifi bit Wurhel aller Metallen⸗ 
M die ſe iff Feuer beftändig / 88 


imiditas Mercurii eft principium refolvens & mul- 
plicaionis, AM . 368 
imidum radicale folis & Lunz, 452. 
niditas radiofa e(t tin&ura foecunda, 587 


F 


J. 
XAcob Boͤhmens Philofophi Teutonici Bücher 
S toerben recommendiret / | 350 
on i.e, der Stünftler / hc 830 


3 effecit, — 9 
| is comburens, N GE, 113 
2 ev was es ſeye / 153 
mis calidus, : 320 
inis duplex Internus & externus » Internus quid, 


7 652 

| ixternus quid, | 652 
axternus triplex, ibid, 

m Ibibitio Corporis. 1014 
übitio foll fieben mahl gefchehen / 387 

| mbibirio Ízpius & quomodo inftituenda, 618 
Fit n Philofopbifen Werck Fan auf. menig 
Gtte -- 9m 


2 


lümiditas vifcofa humiditatis , mag fie ſeye ibid, 


s pe quid. 360 


"quod nos nutrit, ut fuba&ione i ignis patiatur nen. 








-— 


\ 


















Index Rerum, | 


viel werden und wird en Fein Abgang 
tet / / 
wie folches zugehe, 
Innerlich ober verborgenes Feuer iſt Sulphur, 4: 
Interficere & poftea vivificare per putrcfüdtione 
perficitur. 
In fublimatione Philofophica fict vera feparatio qi 
tuor Elementorum, | 4 
In Impofitione imbibitionis terre nigra cum Merc 
rio debet przcaveri de fra&ione vitri, & hoc | 
fuper cineres calidos, 


Infufiones der Apotecker feynd meiftentheif iti | 


und warum / bi 
Inful Delus foll unbeweglich erſcheinen / eu 
'In opere neflro nil ef ſecretum, excepto folo Me 
curie cujus magilterium eft, rite illum pra'pararge 
& cumauro jufta proportione maritare , ign 
que regere ad Mercurii exigentiam, 6 
In Ermanglung des univerfals Fan Fein paria 
verfertiget werden/ / 
Indianiſcher Schwefel / bat das Querkfilb | 
Durch ein gel ——— gediegenes feines u 
in alien Proben beſtaͤndiges Silber M 


- Amb toit folches $ugangen/ 

Inſulæ fortunæ, 

"In&rumenta neutiquam cara, 

. Indago die andere / 

Indago die dritte’ — ^ $i 

In medio hominis requiele anima * fpiinus, vi 
tus & motus, | 























/'^ v & Verborum, 


D: 


ir herba latet iguis cœleſtis & multiplicationis nu- 


" meras, yes 00 957 
BSinfluen& der C ternen. | 959 
d er ftellas nulla eft differentia, 961 
lohannes Mefue, ‚Johannes Damafcenus, $90 
© Irrweg vom Saturno. 397 


Sirrtbum bey Dem Werck wie zu corrigiren. 419 
ir J rrbing Geſchirr mit einem Deckel wird erfor 
I 


- bert. 797. 
1 en Sefreisung 8oı 802 Sır 
i e ungfräulich Milch. 328 389 945 946° 
Muden follen mit pem Bbilofophifchen Wa der 
"gemafchen teerben/ und die Haut gerieben , 


biß ſie weiß wird. 683 | 
Juden werden ſchwartz wie die Mohren. 684 —— 
Juden Haut wird wieder roth. 684 
Fuden 24. geben ein Loth Schweiß. 684. 
suben hundert geben in einer Wochen 24. Loth 
1. Bold. 684 
Sjungfrau der phil. wie ein güfbener Becher und 
ein pergamentin patent vorgetragen. ICII 


B Jungfrau Diana waſchet us im (Slug. — 1047 
BE» Aesyfer Rudolphus. 11. dieſe Kunſt geliebet / 
EN auch eine Tinctur erlanget/ die man auff 
h viertig taufend Ducaten geſchaͤtzt haty dieſe 
* Tinctur iff Dem Känfer Matthias uͤberant⸗ 
wortet morben/ und ift grau Afchen Farb gt 
weſen. 333 
áo Tiberius hat die officin des Glaßma⸗ 
chens verbotfen und abgefchafft/ ja bm — 
— 9nufter felbfien ums Leben bringen laffen. p | 


B. und narum. 






eee a | $i» | 


Le. 

















Index Rum 2.0, 
Kaͤhſer Tiberius tar ein Lutum fanguine mac 

ratum, - 1 
Kaick der philoſophen. 
Kalck welcher un&uofifch / ſchwartz / weiß / u 

roth iſt. 
Kalcke magnetiſche 3 
Kalck melcher ſchwartz wird Saturnus gan 


Kalck welcher weiß wird Zuna genannt. 
Kalck welcher roth iſt wird genannt 


Kalcke weich und geſchmeidig als Wachs 
Kalcken der philoſophen Unterſcheid von ande 

n Kalcken. 3' 
J apt der philofophen too fie verferfiget 1 


Sal muͤſſen ein Jahres Zeit / biß ſie cid 
gemacht werden/ etwag beftändig " ting 
ren / auf Das wenigſte haben. 9 34 
Kälte verkehret fid) nicht in Hitz / es (tik vai 
bor feucht toorbetv 639 das iſt Lufft / ibid. 
‚Kälte gibt putrefaction, 
toit ſolches zu verſtehen. ibid. 
Kein Ding mag hinüber gehen von dem € 
fien zu dem oritten/ e8 fepe Dana zu Mi 
N in oem anoern — — j 
| , Kein Gang ift von einem eufferfien go bem à 
| dern eufferiten / dann allein Durch De 
Mittelſt. ES 
Kein Gang Fan gefchehen von einem 6 
De zu dem andern dann Durch das Mittel. 64 
Keiner gibt Das / fo er: nicht bat 66 



























| 8 T 
E UE «& Vorliofirin; 


wb auch die Neſel —* keine Roſen / 669 
n natuͤrlich Ding fan generirt werden / ohne 
Bri: Hitze und ohne feinefpecien, 670 
ia des Lebens / 985 
ponigin und Tochter des Philoſophen totldit/ 
297 

line der Weißheit welches fie ſeynd / ib 
finder Der zweyten Gieburtb/ 323 
Kinder der Kunſt follen ven Verſtand ber Scriben - 
ten verftehen lernen und nicht die Sylben / js 
ji leine Bauer wird angezogen / 

heine Waͤrme mirb erfordertz welche der tenía 
rp Jeadminitiriren fol $40 
Kleiner Koften wird erfordert 7 / 718 
Po mit bem Wuͤrtzel Safft Ki 
m 727 
j tnechte der philof, wohlriechende Schweſter.245 
Bnet Der rothe und feine wohlriechende 

"| Erde | ^ 245 
FRörner wie Sifch Augen, MINE 
König gefrönter. | 320 
König Fommt auß dem Feuer. = 
$ tochen der philofophen. 
mochten, difolviren und füblimiren/ gefchieher. p 
dem philoſophiſchen Werck / ohne Hammer / Zan⸗ 
1. gen oder Feylen / ohne Kohlen / Dampff / Feuer 
& He Marien Baadrund ohne der Aber 

efen. 


"= Diamant, 

| quie auf Das gantze univerfal Werck tut 
a d nicht ber prep florin befauffen. 718 
Seitz Koh⸗ 


— 


( 


| König Salomon wird gefrönet mit feiner side | 





‚Index Rerum, : 


Kohlen folle hart und ſchwer ſeyn. 82 
eichene Kohlen ſind auß zu leſen. 8i 
König und Königin deſſen Haupt ift rotb / fet 
ne Fuß feynd weiß 7 feine Augen feomi 
ſchwartz /o79 fie ſeynd zornig / 979 foll nicbti 
frembdes mit ihnen vermifcht werden. , 97 
Königs der philofoph, Hoheit veflen groffe Krafl 
| -unb Wuͤrckung. P 
|- Kraut welches briffet Adrop, 4 
Kraut ob e$ ohne Kräuter Buch zu fen 

















N fen. 
n. Sion des pflüchtigen Geiſtes / | 4 
Kron des beiländigen Geiſtes. 98 
Konigin und Tochter Der philofoph. weiche 99; 
Kraͤh die in der Schwaͤrtze Der Nacht fleugt. | 59: 
Kunft bat nur eig Gefehirr/ ein Dffen zc. vong 
nótben/unb wie ſolches zu verſtehen. 35.58. 3% 
Kunſt ift einerfen aber Die Kuͤnſtler ſeynd iva 
fchiedlich und mancherley/ | | 
py fommt der Natur zu Huͤlff. und. tvie (ol 
65.135 
Kunft des Glaßmachens zu welcher Zeit fie il i 
fommen/ 
Kunſt beftebet allein auß ber Seel deß Leibs / unt 
deß Seifts/ verftehe fulphuris und Mercurii, 8; 
Kunſt ber Menfchen überwindet bißmweilen — 
tuͤrliche Ding/ 
Kuͤnſtler muß deß Dinges Natur —— "i 
ches Natur er nachfolgen toill^ —— — j 
Sunft der Philofophen une nichts fiemóbed 
i 


| nf 






















3% | & Verborum, 4M 


infer muß fleiſſig Achtung geben auf den Mer 
B faliffenGaamen. — 
ih unft Subje&um, ne 
iapünfiler woher er weiß / daß bít iufammengefente 
E Ding das euferfte Gifft fepen/ 
unit merfie gebabt/ - 
nit Kan auff einen Tag moe toad bicis 
| tur inetlichen Jahren nicht vollbri ingen mag / 354 
* Geſchirr/ 189 
funft der Alchymi Eigenfchafft / ift theilg oft 
bahr / theilg verblämter Weiſe zu reden/ 430 
&unft der Alchysmi wird nicht von allen erlanget/ 
iff doch barum gerechtund wahrhaffti 4337. | 
1 hi m mehr alg nur ein blofie — 4] 
afft/ 
ARönftier begehren ihr Gold und Silber auß Mit 
- Mercürio und Sulphure Philofophorum zu ma^ 
Bde .. bid. 
Sunt follder Natur. nachfolgen / gute cs 
I: nft begreifft nur in fich was ihr nahe und a 
ihrer tatur ift / 
Kuͤnſtler follen in Der Philoſophiſchen or 
vorſichtig / vernänfftig  beftändig/ in der Hoff⸗ 
nung und in ber Außwartung ſeyn // 461 
$ Kine follen die Dialecticam toiffen und pon 
um 
H ünftle foll der vier Elementen &itigaflung/ 
- Würckung und Kraͤfften / wohl examinirenz482 — | 
4$ unft was fie verrichtet beym Philoſophiſchen 
Werck | 24494597 
5 — kan nur etwas machen ouf den dreyen | 
Anfaͤngen / nichts aber auß den Elementen ſon⸗ 


4 


* dern allein Gott 29 y 


L Ecce4 Könfter 























Index Rerum, | m 
Sure fönnen fein Metall fchaffen. .— 
Kunft der philofophen wird nicht in Diele | 
. Dingen vollbracht- sch 
Kunft leidet nicht ein frembdes Thun in ll 
Wurgel. A 
Kunſt befiebet nur in fola Luna und Meijf- 
rio, 
Kunſi der philoſophen wird durch der viel 8 | 
fer ertotefen. | 
Künftier fan die Elemente in primam materi. 
nicht bringen. 5 
Kunf-Städ diefer Kunſt beſtehet gang ae | 
indem Golpe und Mercurio. & 
Kunſt der philofopheo ift ven Grommen | 
von Gott bargu ermehlten auf fchlechteft u 
einfaltigfts den Gottlofen aber und $58 
auf ſchwereſt / und unmöglichft / zu faffın, T 
ju erforfchen. | 
Kunft ſtehet in Begreifflichkeit / in der quii | 
nuͤß in ber Anzeigung der Wirckung. € 
Fünfter 1 foll mit feinen Gedancken wd al 
0d) geben. | 
Kunſt leider nicht vielerley Ding. 
Stünfiler foll nicht feyn ein Schwäker. 
Kunft der philofophen welcher zu offenbabrené 
SV unft der philofophen wer fie von Gott ti 





ON a 


pfangen. ‚| 
mie fie zu gebrauchen fene. 6 
Kunſt der philofophen folf wieder um fonft 9s 
— ben werden’ und warum. | 


Kunft und unfer Leib wird in einem Din 
einemFaß / und in pe Round ve rM * 





















| a. ^ . & Verborum. 
| ht erforbert milden unb freyen S often. 712. 751 
ft bufit der Natur 716. unb tvorburdy/ 


fi gibt bas Feuer / wie eg Die philofophi et» 
E unb bieran [ieget alled, — — 712 
' ir iſtler muß die formam in Ordnung ſetzen. 77 

- toic ſolches zu verſt eben. gu 
| mí der philofophen wird in etficben Verſen be 


griffen. — 798, 791 
"hn p phil. ifl ein geheime und göttliche 
LA 793. 

af Be phil. ift eine Gabe Gottes. 793 
mr init der philofophen ift Feine. nigromancifche 
p "m od) Teufels Kuͤnſt. 793 
y L. 
6orant kan ohne die Natur das Werd 

nicht vollführen/ 635 875 

und warum. 635 

Tec virginis auf Dem Saturno, - 408 
p : virginis 719 723 quid, — 
| EB vision. 6 

mpen Seuer/ Kohlen Seuer/ auch Wärme i t 
| n eiffer Aſchen. 202 


Eniena & fortuna e Mercurii communis, ee 

yu jidis philofopbici Nahmen, 

ipis philofophicus wird in Dre) Grad getheilet 

[estis in den vegetabiliſchen / mine raliſchen und 

animalifchen Stein. ri “ 

' M s vegetabilis mag er fepe. 

Bipis philofophorum iſt ein mineralifih sen 

und warum 

: — kc por Unterfcheid zwiſchen * 
n 


M 
a 
BS 





' , 
Bw: 











| xapisphilolof. ift feiner ratur nach eine gewal 


Index Rerum; B 
fen unb ben Metallen, und den minek 








epe. | 
Läpis philof, ift ein Weſen von dem nici 
Geſchl lecht. "AE 


Aedicin und Artzney beydes den Metallen | 
ben febenden- $6 149 
Lápis philof. ift die vollkommenſte End Urſach 
ter denen bloß natuͤrlichen Dingen. 
zapis philofoph.har mancherley Namen bef 
men megen mancherley (Sarben. | 
Lapis philof. wie er verfertiget wird. 0 
Lapis philofoph,beftebet auß den 4. Elemen 
und warum dieſes. . 
Lapi: philof, iff weder heiß noch trocken / te 
kalt noch feucht / weder Falt noch trucfenv f 
dern aller Elementen eine gefchiekliche vol 
mene Bergleichnüß. | 
zapishat einen ungerftörlichen Leib und, 5 
von Feinen G(ement angegriffen merben. 
tapis philofoph. wird allentbalben sum | 
toit Diefeszu verfteben. : 
Lapis philofoph. wird gefucht im AY] | 
im Menfchen Harn und ber‘ 


i oleicht ſich allen Dingen und wohn 
» : 


Lapidis generatio foirb verglichen einer AM 
ne/ welche ein Ey legt / unb mas mit iM 
En vorgehet/ biB es zu einem Jut 
wird, s 

Lapidis generatio wird rien dem . 
abili doen Samen. 










E. , 
E 4 & Verborum. ' 


it d ehilofophorum eft res communis, 21 
se T vapor undtuofus. aire rr 
pex quatuor par A uin et | compofitus. 

+ TR 


1% ultas in fe continet proprietates, quas an- 


, p p confíectionem nemo tam exacte 


' poteft, 281 


| sphiofoph, ift ein Schaf folcher Tugend 
282 


Ind Hoheit: 
| Is dt ein "itte Ding zwifchen dem .24e- 

















is ift das feine/ und vegerabilifche Gold 


And murseíbafftige Feuchtigkeit 282 
ic dis herrlicher Nutzen. ' datis 
i$ philofoph. ef ex anima, «x fpiritu .& "ex 


[o pore. 294. 
lis e(t clarus» & minidor 1 quando aqua eít 


n gindificara à terra fua & tuno habentur duo 
lementa lapidis, fcil, terra & aqua, 307 


dba converti | N. 325 
Ns corrumpitur non ut mortuus maneat, fed 
| . ‚ad meliorem naturam & majorem virtutem 
et digefionem perveniat. 325 
Is albus dicitur aurum album & eft tanquam 
E 5leum album ut nix. 219 


pis quando fluit: veluti ebra abfque fumo & 
Is erit ficut lac. incerans, liquelcens. pene- 
ans ad modum aque fixe fuper ignis pu- 
gnam, 329 
Lapis 


2 5 1 — — — 
EIER 
dh. gc TE 

; 


urio unb Metallo, 3282 


B ie bono in melius & non in pejus de- 


lridore, tunc proprie lac virginis dicitur, 329 

























Index Rerum, | 
Lapis vocatur aqua vitz, quia illumibat omne Wf 
' dum, j wi 
Lapis vocatur aqua perennis, 
Lapis fi et. niger, optime eum rexiftis, 
Lapis debet regi albo liquore , quod. eft waxi 
arcanum, 
‚ Lapidis multiplicatio oder Augmentatio, 
dieſe gefcbiebet auffzweyerley weyſe / 
Lapis Phil, menn er auff. unvollfommene 9) 
geworfen wird fo vermandelter oicfefbe ir 
tc8 Gold verwunderlich / und iſt mit Demf 
gerad beſchaffen mie mit einem Gauertaig 
em Eleines Stück den gangen Taig unb | 
Prod durchfäuert/ : 
Lapis Philof, bringt die Unvollkommene 
su Gleichheit des Goldes / | 
Lapis Phil. bringet Durch Multiplication des ſ 
Aen in ſormirenden Geiſtes in ber Proje&ionfl 
(ic auff bunbert/ und hundert aufftaufend 
Lapis Phil. mann er foll tingiren muß zu erſt 
mentirf und augmencirt werden / 1 
' Lapis Philofophorum eine herrlicheMedicin, 3 
unb warum / jl 
Lapis Philof, corpora metallica zgra & corru 
lia depurat, & transmutat in verum aurum 
eit incorruptibile, 
Lapis Philof. folviret fich felber/ 
Lapis Phil. heilet alle Kranckheiten vom D 
big auff die Fußſohlen / 4 
Lapis Philof, wird mit recht ein Spriar gen | 
Lapis Phülof, wer ihn bat/toorgu er follangem 
totrben / | 



















He: Verborum, | 


s sPhilofophorum non omnibus fed pauciffimis 


rima de operationibus eit elixir , & dicitur pri- 
um opus. fecunda pats eft de operatione Lapidis 


afe fit , 434 
is Phil. if ein gefroren Waſſer / das (fJ tin 
froren Mercurius, eit &old und Silber/ und 


E. 


dit 


r liberftebet dem Feuer / wann er trucken iſt / 440 
s Philofophorum iſt eine metalliſche Materi / 


ubi 
aiseicoe das Weſen und Subſtantz der M pei 
m verfehret / 

Jidis Philof, herrliches Lob und Tugend/ is 


| B Philofophici multiplicatio, 


1 


mders Dann allein eine mercurialifche Gub 
m lang/ durch Sunft wohl gereíniget/ penetri- 


Bend, färbendy beftändig im Seuer /- su 
iis ; Philofophorum magnam habet conformita- 
Wem cum auro in mixtione, | $18 


is rn: in uno folo fophorum mer. 
rio incrudatur , & à Mercurio feminisfui multi. 
licatior.em recipit, non tam pondere quam vir- 
ite, $22 
s is Philofophicus rubeus , perfediffimus uti fan- 
is quo tingere potes mercurium eft omnia im- 


andus fit, $16 
Lis i, e, Sulphur. 


| 


is |Philof tie er fell verfertiget werden / 424 7 
dtum datur. 428. 433. & quare, ibid. 


idis magifterium habet duas partes operationis, | 


Bt dicitar fecandum.opus quod aliter &in alio. 


idem Philofopb. zu machen bebarff man dd | 


rf Ga metalla quomodo & ex quibus clabo - 


3 
sidi nulla res convenit , nifi quz. eft de materis 
AN j propin. 


— — AX CI NL CL —Ó ow cu m 














Index Rerum, 


propinqua naturz fuz , quia de hominé no 
'neratur nii unus homo, & alis animalia. ni 
fimilia, 11 
Lap!sunus, medicinauna »vas unum, unum regii 
& una difpof uo, m. 
Lapisunusi,e. aqua permanens , munda, - 
clara , caleiteım habens colorem, | 
Lapis Philofophorum wird componirt ex d 
Ípecicbus vel cot poribus, 1 «| 
Lapis Philofophicas ift eine mefallifche Mat 
roelche das Weſen und oie Formen der ut 
Fommenen Metallen verfebiet / 
Lapis Phil.fophorum nsn dividitur in quatuor 
menta fcparatim, 
— Lapis Philofophorum augmentatur per putrefa 
nem & per frequentem reiterationem , 
Lapis nofter e(t frigidz & humidz cowplexionisilf 
Lapidis Elementa lapidea funt duo, 
Lapidis Elementa Aquatica fant duo, 
Lapis igicur paulatim folvitur, ut ia mercurium 
vertatur & in quatuor elementa dividatur,ut om 
- fua materia prima habeatur , deinde abluicu: 
Poßea calcinatur &c. Tunc lavatur, &c. End 
fublimatur, &c. Tune additur (ibi fermentum 
deinde inceratur &c, 5 n 
Lapidis ufus & virtutes , 2) 
Lapis no(ter ubique reperitur & in omni tem 
reperitur, 
Lapis nofter non in omni tempore zoll 
eft, ficut nec in omniloco,, ET 
Lapis nofter melior ett, ex duobus, il 
Lapidis Philofophorum materia eligi debet 
tempore. | | 










0 o-——n 








Lot 


A 























» B. ox Verborum, | 

bis n. ofter tenerrimus eft, & cito virtüs ejus exha- 
i I 3 nifi noftro calore nutriatur, 66 

s,Der da auf zweyen Bergen wachſet / ba bte 
liegen ihre Hilff von empfahen / 668 
* ex duobus i.e, ex ſpermate maris & menſtrus 
eminz, ibid. 
is is nafcitur ı etiam inter duos montes, qui funt pa- 
er & mater , alii inter duos montes i,e, fulphur 


1j 


argentum vivum, . -» 668 
Wbidis materia non plus petfe&e ab ipfo mercu- 
) quam corporibus elicitur, 675 


i P'iof ex naturafuz originis eft una fimplex 
res s individua, 693 
s folus in hoc magiflerium i intrat (ine additione 
Micojus alterius rei, extra naturam fuz fpecieicxi- 
E- |^. 693 
po" unus fit in ſubſtantia & natura, & ta- 

n expluribus rebus compofitus ex quibus fua 
= caufatur, 693 
i vocatur Mirius i, e. mercurius fulphureus, Sol 


X Luna Sulphur & argentum vivum, 694. 
is qui eft Mercutius Filo Q PREDA non inve- 
niturin cavernis, ; 694 


dei iseft corpus & fpiritus, ibid. 
— eſt unus in trinitate& trinus in 
anitate, 69$ 


| b: Philofophorum mancherley Namen / 710 
sPhilofophorum wird auch magnefia Catholi- 


ca Bore Sperma mundi genennet / 711 
E Philofophorum e(t mercurius de corpore ex- 
12 Gus Bi | 715 


1 ee Lapidis 


va 






















Indi Retüm dus. |" 
| Lapidis Philofophici Satben wie fie auff cin T | 
folgen / 2g 
Lapis Philofoph orum ift einin Gold und Cu 
| coagulirfes Waſſer _ "n 

‚ Lapis Philof. feynd $ met mercurialifdjen S bit 
gen/ auf einer AB ur&el hervor kommen Mk 
Lapis Phil, ift ein Vifcoßfches affer / vert | 
"db. de Wuͤrckung feines metalliſchen 50 


ii hilf ift ein Elcdihugi; 
Lapis veterum non  zque magnam. projedi | 
fecit, & quare, 
Lapis Philof. quomodo faciendus, 2 
Lapis Chry&allinus albus participans viriditate 
—. dam, in igne perfeverans, &c. | 
transmutat quodcunque metallicum corpus; 
Lapidis Philof. definitio, 1 
Lacon was es fene / 252 
Zaton wird gemafchen von Waſſer und A | 
3358 
Laion iſt das unfaubete Corpus oder Erdreich 
Laton das iftein jeglich Metall / | 
raton machet weiß und zerreiffet euere Buck 
damit eure Herken nicht zerriffen mwerden/ B 
Ser * den Appollinem und Dianam g 


is tiefe Gabef ben Philoſophen bedeute / ll 
Leidend und wirckend / zwiſchen dieſen bei 
wird der Unterſcheid angezeigt / 
Leib verbindet die Seele mit ſich / 
Leimen der Philof.gibt einen herrlichen Geiſt/ 
éibift Soldy fo den Saamen gibt/ J 


Arch L 






















IB | 
L E: | M Mborahl.. 
(i 


"v 


fares Feuer erbulben Fönnen/ / 
t muß ſchwer / und Gxiff nicht Geiſt 12 
4:8 


1 5 (of zurdick und in feine erfte Materi gi sie 
M berben. - u 31 
buam (oll ſolbirt werden / unb mit vitm 


s | jen unb geríniget werden/ bif. bie Geiſter 
fine OMIM ewigen Fixation rd toerben/ 
QW Ve 8 7 3. $82. $85 
[n hnam foll man rei inigen und calóuinü. ^ $29 
i » ren Der — ſollen in acht Qr oin 
L^ erden. — 
I" 
To 
| 


tuf geböhrliche weiß fisive worden’ Das Les 
ben in allen Górpern/ in welche fie cingebet/ 
ange Zeit erhaͤlt / 614. uab marum. &:5 
her oed Mermaphroditin und Salmancıs haben 


' 


1 in Geſicht. 1 


B 


T p 728 biß ſechs und zwanzig pen 


| bitter’ 728.000 modurdh diefeg. 728 729 730 
Beste ver Natur unſer Wiffenfchafft nad /iſt hie 
erſte der Natur ſelber / 


^t ei idliche Fundament. 378 





he and ahige Ding: muͤſſen mit Vers, 
tand in Dem euer erhalten; merpem/pamu fie — 
olea defto eher gewohnen /bih fir endlich 2 x 


Maffer follen die Geiffer mit imbibitt; gene — 


nam das ſeynd Metall un © $84 


machende effent Der philofoph en 7 ne fi | 


dach genauer Vereinigung nar ein Hertz und. 
der ganefofl eben biß in Die fe und vier - 


| tol ſchwet / das Scharffe weich/ daß Sie 


ithe diefer Zeichalten ihre Söriffen für —* | 
S DDD. — 7 embed 



















— 


J 


Todes Rérutii E. 
m Seel und Geiſt / das iſt / falphut, Merá 


und Aríenicum, 
Leib wird zu einem Geift/ und der oui 
Ximni five terra merallorum, ^ 3 | 


E 


Limofitas. — "a 
Lilien Safft der Rothe / ftti fülghocffit iti 
brandtliche / wird auch Saton oder Leo tub 
genannt .3& 
siet per Weißheit / » 
Liecht und Gang foll den unterſten dine] 
— ben vollkomlich den emagefübret toerben.4 411 
Lilien der Philoſophen follen alle beebe mit Wi 
ander vereiniget unb per minima zuſamt t" 
permiſcirt werden. ‘6 
Löw grüner; wird Das fabje&um und Die ri 2 | 
«Moateria Cap, Phil, B wid und | 
i 


umb. 
TM der Gold tit ——— o 
$óto erzeuget den andern, 
Lömen Blut / 998, pag. C, 
Loͤw Philofophifdjer. 
Luna Safft / 
zunaria trifolium 
Lufft ift das Leben. 
Lufft * zuforderſt gekocht und zu si 
Pee. en 
t ift das Waſſer unfers Thaues. 
m tmuf zu Pulver tero. — — dM 
rusa ber Philof. iſt nicht gemtined Silber. * 
Lunaria mit den gefund behaltenden Me 
haltlichen Bingen E: 


/ 
o 
= 
ZN 


7-4 (M 
NC 




















m. 
E & Verborum, 

lide fulcos eft nondum lapis at fulphat PAR" 
| 5 orum verum, 388 
llus, Avicenna und Geber feynd in ihren: See 
en für einen anfahenden Schuͤler weit 
———— 413 
n de mehr Waſſer ald die Sonny —* Sonn 


fab jer mehr des digerirten Bluts. 454. 
qreitnura albedinis, act B 
Wuaris medicina in folarem quomode tonverten- 
Te 567 

la |à Hader in quonam difcrepet, 580 
J hat auch etwas von der quinta eſſentia. 

| 602. 
It ift proprie tur feucht 0080642 


ift ein ganzes Element / dar herrlich in 
ier Eigenſchafft / äufferlich leicht /und une 
pie y innerlich - ae / fidtbar und 


t 


2 646 
i" fi facere volumus, lunam pro fermento ap- 
Donimtis; 208 
[: iff ber Samen bet Metallen. 70s 
u fapientiz $04. 819. 823 
wie er zu machen. 815 

n fic $55 —* 


2s fchnet weiß zu machen. 856 
T» Aft geft&t über die Waſſer des Meeis/ über 
[d Silber und Bilder ver Menfchen- 


857 898 

ad cerebri humani infirmirate, - 960 

Marie liquor, - 912 

^ : fápientiz, : 923 
um fapicatiz quomodo patandunt, 95» — 


B «D bbDa | . Mar 
E VRR | 








AMalchamech Philofophus. . 

















N ündexRértum, ^ ^ 
41 M. NEE am 
Mein der Welt—⸗ Meifen wird auffr 
| tig und deutlich Eund getban/ — du 
Magnet der Weiſen / ift Mercurius Philofoj opi 
rum. i^ 
Magnet ber Philof/ oder ‚Chalybs - r Uc 
Magncfis. í | i ! 
Magnefia nigra, | i; m 
Magifterium uno modo incipitur & finitur, o | 
rubeum indiget rubeo , ficut — album. indi 
albo fetmento, ... di 
Mäflige Wörme foll man brauchen / fol h 
wird der weiſen Lilien Coaamen alé ein Du | 
herauß-rauchen/ : 
Magifterium ex una propria radice procedit, € E | 
| (poft modum in plurcs res expanditur , & item 
ad unum revertitur, SE: 
Magnch a bag ift unfer. Argentüm vivum , bai I 
Ertzlich / | 
Magnefi ja e(t matería generalis. continens quat 
elementa, 
Magnef ia iff Harn ber Kinder‘ voti öl Cjaf tt | 
| 0H 
; Magnelia fitiens, 1 
Magnalia. Dei werden denen pei welcht 
GBOtt ihre ſtarcke "Daiinungibaen: vs 
Magncfia noftra, 4 


| u 

Mannes Coaamen und Weibes Saamen⸗ 1 

Bun unb Weib vereinigen ich / 3 
Mann fixirt das Abeibre E 

: "108 G. - 99a 























E C& Verborum, 

iu fot dem Weib nicht zu gewaltig feyn.664 
ala Punica, - 73 
ores noftri alii tres. anaos,alii quatuor labora- 
Wivere, antequam lapidem produxerunt, 77 
Bann umfábtt das Weib / und ift fo vielgeredt/ 
als Daß ber figirte mercurius in Den [ebenbigen 
1 : ptunb beginnt ibn zu herken. 841, 


€patens quid. : 28t 
irmor relucens & fal albiffimum., VM age 
i ps Besoin bell glán&eaper, 355 
ats und Venus Fönnen leicht zerſtoͤret wer 
ü 4 498 
I is nigredo. 3 
| ars five ferrum ad effedtus à veficula fs (lis pro- | 
/cédentes corrigendos,indoneuu & apium. 900 
alculus quid apud philofophos,& quid per foro- 
fftem, quid per fratrem a&ivum ilti intelligant 
ho: n 2IE 
Bafculus retinet volantem & volans e& fami- 


jo 


| | 324 
Malculus i in Bimbo. $99 
* à foemina i.e, auri Pigmento tingen- 
em accipit fpiritum. - 598 
Bs & fcemina debent efle perfecte conjun&i 

[& unum dcbet. recipere aliud, 608 , 
laículus cum fcemina conjungitür per temperamen- 
4 „tum, mediante fpermate, 671 


teria philafoph, ift Bor Der fermentation. mars. 
lbafftig Catholica oder allgemein nach der 
"fermentation aber - fpecifica oder gue 
ders 

E wegẽ / muß ber un — randi 


|» E 





b 






















a MENS 
er niemals in fobe und unvermoͤgende : 
fall arbeite weil darauß nichte Fan mer 


Materi einer[ep/ aber auß gweyerfen Gubfianll 
wird gebraucht su unferm Werd, — 
Materia Die wahre wird mit 6iel taufenb £egi 
Namen genennet / 6v, und warum. ON 
. Materia prima ift. von Dtr materia fecanda una 
(dieben. — | | E 
Materi De lapidis iff nur ein eingiges Ding. 
Materia prima p hilofoph. ift ein doppelt armigg 
und geivaffneter saturnus ober doppelter mia 
Eutius welcher feinen . eigenen Coterfel dU 
ſich hat. | | p. 


Lu * 
"28 
v 
Au 
4 
a 
eu 


> D 
Materiam primam gu reduciren tag eg briffe J 
Materia prima aller Metallen foag fie. ftp. B 
Materi in dem Glaß /wird mit einem Jungen Ach, 

‚fein verglichen /_melcheg durch fein NIS 
bid) von aller Kragckheit heilen wird um 

Wit feinem Fleiſch dich zur Sprife füttigeh 

von feinen Federn tvirb t8 dich bekleid 

2 für ber Kaͤlt bemafyen, — y 


* 


e A 

"attt Der Weiſen ihre. erfte woher fie ea 

fpringe, ia " 

Materia prima metallorum, wie fie auf manch⸗ 
[en df bon ben Philofophis genenmi, 
wird. | 


Materiam primam Fan Fein Menſch mach 
Materi des Steins was fie fer, 


Materialiſcher Anfang / hefindet fij meif 
. teile indem Waſſer. ? os 























I | & Verborum, ' 
j D philofbphen ift die warhafftige medi- 
na ber Weiſen. ie 
tia prima wird an alien Orten und £onben - 
yfunben. 260 
| E prima bat alle fieben Planeten a 


des fes hat von den Philoſophis mancher Ri 
abmen. 
eria prima wird ín Dreyen Stücen — 
tt/ und witd wieder zu einem Stuͤck / Stein/ 
Ding oder Materi und ſeynd in ihr Die allers 
RAchſte drey Ding’ als mercurius, sfulphur, 
R Salky oder terra, 261 
üteri der. Philofop. in ihre erfíe bat Gott un- 
i tußforechlich verborgene groffe Arcana und 
‚Seheimnöß gefäet und gepflantzet. 258 
a terider Philefoph. übertrifft alle Greaturem 
Fund Naturen zwiſchen Himmel und Erden / 268 
tti Der Philofoph. iſt der rechte Schluͤſſel al 
fer vegetabilien/ und mincralien wird auch lap. 
il.genennet, 259 
k ütert der phil, ift von Anſehen gering. — 259 
Hia prima iftein Stein / und auch Fein Stein/ 
li lac vitginis, der grüne koͤw / ſie richtet tn zwey⸗ 
Ben’ und im orepen/ auch in vieren / fte ift in einer 
tunden Kugel umfchloffens und miteiner ada- 
| mantifchen Mauerumgeben: 260 - 
E toirb in Erde verkehret 29% 
uteri muß ing Balaeum zu putreseiren id 
erden 150. Tag 
ateri aller Metallen ift Schwefel und Qu 


eU. 
i . -Qbbb 4 : gas 


4 


| 
T 
























x Nerums,^ ©... 0 


Noten erfte » s Sota zweyerley / ein 
feucht mit Waͤrme der sufft. pese e, 
genenner ‚Mercurius, Die andere ift der 6 

* Waͤrme / welche Schweſel ge 
wir u” 

Materi zum, Poifofophifchen Wercke it. 

das gange Corpué noch ein Stuͤck bab » 


— — de in uno E & in. ui 

» igne, in fimo equino calido & humido, . don 

materia folvatur, iterum congeletur ac. infpifi 
tur in maflam clariífimam & albi coloris, QI 
in frigido induratur ad modum picis, vel gui 
mi duri, - 

Matrimonium & conceptio apud phil, quid, 

Materi die da volatilis, foll firwerden. -. 4 

Materia Bhilof muß Anfangs unſers Tot c 
wohl und auff dag hoͤchſte gereiniget / 
. dann aufgefchloffen und —— 
ſtoͤret und zu Staub. und Aſchen 1 m 
dun. 

Materia prima metallorum eſt vapor humidus Wl à 
&aofus, utriufque naturam, fcil, folphuris © 
argenti vivi in fe continens 

Materia der philofophen (t nur eine cing à 

Materia Philofophorum fecundum ‚ Bachon 3 
Anglum quid? T 

Materia. nulla modo pote& deftrui, quin fub | B 
qua remaneat forma, 

Matería ex qua oder — iſt innerlich zw 

ati 


fn. ^ ; 


ENS 


iR M & Verborum. ^. | 
ate nio Cilinmug ift ſchwer wegen quet 
i Eee S'tatut/ 454 
tria debita foll mit Feinem anderen Metall vere 
nifchet/auch nie in Seuerfommenftgn/ / 484 
ateri die erfte wird aufi den Elementen gezo⸗ 
Bus dann on erften in Die ned fte unb eigene 
Ó Materi/ von Der/ wird die Minera Philoloph, 
iuf welcher herauß gehen Sulphur und a argentum . 
üynm , nicht aber ſolche welche man (ibct/ und 
arum/ * gi 
ueri muß einerley TT quf welcher Schwe⸗ 
Mel uno Queckſilber unter der Erden von Der 
| » tatur gezogen werden / alfo auch. Ober der 
Erden werden Durch die Kunft auß eben der 
gleichen Materi Schweffel und Queckſilber 
be ervor gebracht / 523 
b lateri der Philofophen hat in ihr alles mas fie 
] 1 























| 


— 


E J— 


AS 
I" 
T 





zur Vollkommenheit bedarf / und wird durch 
BR ein einiges Regiment des Feuers augen · 
Be 


fe ria non recipit i cd ionem à materia, \. - 
|: 


J 343 | 
| cria füfcipit impreffionem à forma , eo pe | 
' lo 'apta nata funt ad invicem agere & pati, 5 | 


n eri bec Philoſophen iſt ein Theil des Au 
Blilbers gerwefen/ 
Rateri bec Philoſophen ift von vielen Alain, | 
m bon wenigen gefunden worden / .— 558 
i eria prima gehört GOtt allein unb ifi in 
ilceribus terrz coagulirt / und wird erfilicb zu 
E Quickſilber / hernach zu Dd und zu. Zi un’ 


















| |  à4ndex Kerum, | 
iu Kupffer / folgende su Eyſen und J 


Materia ſubtilis fcu (ubflantia fumofa generat 'ü 
. exit ex corpore quede. qued eft prima ma 
: metalloram , 

Maxcria prima et duplex. — & rem ; 


— eſt argentum vivum, remota ea 


Materia fpagyriea ehemice prius ef prepara 
atque fubtilianda. quam sd opus — 
fumatur , 
Materia lapidis eft res viis , ef. ferpens & bef 
venenata , orf 
ei fal, E Ü | 
elt aqua in omnibus locis reperibilis, - s 
eft ges vifcofa ac paffimeenalis, 
‚et terra, camtam pauperes quam divites pef 

. dentes. N 
cit. lac virginum ac album quid, 
eft ipnisac rubrum quid, 

Materi des Philoſophiſchen Steins iſt bera 

Materider Philsfophen ift von einem hohen 
nen Saamen gebohren 7 ibie 
undiftdochnicht bafürangufeben / ib ji 

Materia der Philoſophen ift zum Theil unad 
fam und gering’ und überall / der 2totbous (fi 
nach gnug / ohne groffe Mühe zu bekomm ven 


Matería lapidis elicitur , ex argento vivo in Meta m 
cum corpas non converfo, 


Materiam vermeinen fen viel fi — 4 
5 | 



















3; ^ & Vetborum, 
yt gank wohl / aber fie werden betrogen unb 
I" Biondi andere / 678 
ia lapidis non ex vegetabilibus & anímalibus aut. 
liis extraneis videlicet ab ovo, à capillis, à fangui- 
be à Rercare, ab urina, àfpermate &c. exuahi- . - 
| da | 
ateri und Gorm werden angestíget / 
: | 3 des Phlloſophiſchen Steins gibt. die —* 
E: ift zum theil unachtfam und gering und 
btrall/ der Nothdurfft nach genug / ift ohne 
En Mühe zu befommen / 718 
i tí foll zu emem Pulver acbracht werden / 
verfchloffen in einem einkigen Gefäß fampt 
brem Wafler wohl verwahret werden 719 
Bateri foll mit ſcharffer Dig regiret werden / dc 
teria pigreícere incipit inftar picis , 
eri verkehrt fich ſelbſt au einem fita gf 
Due, tno warum / 79 
eis prima iſt Der Mercurius, oder endi 
T | "Ms 
B cernens den Schwefel / p n 
andere etwas anders/ 
eri die Erſte des Philoſophiſchen Stine 
| a" ug flüchtig ſeyn / 738 
eriam Philof. nim dieſelbe wie fie auß ibi 
Chaos herkommt / graBgrüner Geſtalt / von wel» 
p alie falßigte / alaunifche /  fafpetri- 
i: / vikrichlite unb Tartarifche Theil mif 
EM Calcinirung und folrirungen abfondern 


^ hr 
ds 
I: 


ii 


746 
N Beaphiolophics fol per menfem Philofopb. un 


alneo Mariz digeriren. | | 762 








Index Remi; c M 


| Materi foll fid in bem Glaß mit einander 
renund auffſteigen / | he 
^ Matetiz rite ac diligenter preparandz funt, E » 
Materia prima an Diefer ift. bißhero dubit ig 
ota / ro 
Matan fehen die Menfchen Kinder und a 
nens nicht 7 ſie haben Diefeibe in "incen t ti 
begreiffeng nicht / 7 
‚Miteria vitro adaptata efto uncia femis auri, cu 4 
cia una mercurii , & (i triplum mercurü addid 

: tis, ad intrabinas uncias erit totum —— J 



















Maten der Philoſophen wird auß den Elm it 
‚ten gezogen / E 
Materia lapidis res vilis precii, ubique reperibili,8 : 
pide beg Queckſilbers wird in ein waſſer t [| 
kehret / sa 
Matería morauß bie Natur den gemeinen me te | 
- v riam machet/nehmen fie auch Bere | 
fchleimiges zehes Waſſer / 1 
. Materider Philoſophen wird von dir o Sónig 9% 
nommen’ : 
Medicin , fo durch dag Bhilofophifche af 
auf demfelben gemacht wird / ift die hoͤch 
Argenen in der Welt / | 16 4-16 0a 
Meer der Philofophen / 3 
Mediein wiefie auffroth zu bringen " $4] 
Medicin / wie mit Derfelben bep der multipli 
tion zu verfahren / 3 
Mediein wird durch bit folutiones, (blica n 
 coagulationes, ünpaffationes, Dtflo befier i 
an 


rut/ gehgire und —— idi 





















41 3 ONERE 7 ohnehin; 
Ibicia zum weiſen / wird zu gethan ber rothe 
ulphursder jetzt fir und calcinirt iſt mit dreymal 
ffo viel feines przpariren ferments , tnit einer 
groffen Sörfichtigfeit / einer vollkoͤmmlichen 
T adminiüration , unb mit einer feinen Ordnung 
‚Solution; und mit dem sielfältigen fublimi- 
i 26 
jicina poteft ivl: imperfiáo & argentum " 
yum ad perfe&orum naturam trànsformare, 451 
‚Miedicina fupra argentum vivum projecta, producit 
| * metallicum — PR omi natu- 
ER jf Pali. 1 , 452 
le icina eltalba antequam rübez "n 34 
Bii 'dicina noftra é& ena i in eflentia & in.sgendi mo⸗ 
a do fimiliter $24. 


J 


j 


» 
» 
| N jw 


Iba, 4. Beh €» N nt $24. 
I" 
|giore digeltione ac calore ia igne in fuo regimis 
m 


s quare, did NEN; inam 
dec dieina i, c, compofitio ide. i 

— edicin Der Philoſophen muß eraer ſubtilen C Cub. ; 
pftangunb einer dünneren Sieffung ſeyn . 546 
, edicinam elicias ex iisdem rebus quz argento vivo 
;B laxime adherentin prefando ejus. 54 
" | ei per minima kanıghifarutan ante illius fugam, 
ibid, 
Ae edicina ei de natura. mercurii, | "$43 
A edicina noftra. eſt fub&antiz fabtiliffiina & pu- 
friffime , adhzrentis argento vivo ex natura fua 
saei & al liquefa&ionis , ad 


g^ 


dicina non potef fieri. rübea ; nifi primo - fuerit. 


b idicina rubea majore indiget ——— & * 


nc. E ln quo MEDIEN AMI C 


zT. | modum. 























IndexRerum ; bu 
modum aquæ fixz fuper i ignis p'gnam. qui⸗ al i 
ipfum congclabit & in natüram folarem ve 
narem convertet, - "= se 
Medicin deffen ein Theil schen Theil cé sche 
| mercurii ewiger congelation e M. ^ 
Medicina. inferioris ordinis" quomodo pro 
da fuper quodvis metallum. ca 
Medicina vera ex folo corpore fine fpirita pto cse 
nod poteft, er 
M:dicina vera ex folo. fpiritu; fine corporibus pr 
creari ion poteft, 
medicina debet effe flaxilis, po tingibiüis, m 
nens, 
Medicinam tuam projice fupér fermentum tui 
Medea erinnert den Jalonem , E 
. Medicina alba vel rubea. quomodo maléplica 
à philofophis non revelatur. 
Medicina mineralia ut attamentum, fal, Bora, 
men, margafita magne(ia, tutia, &c, 
Medicin muß vom erſten von fol und luna g 
macht werden. | : 
unb warum OON 
Medicamena alchymica werden recommendirt.78 | 
»edicin wie fie Fönne im tingiren bermehret ot 
ben. 109 
speifterfchafft der philofophen iff Dit eit 
traͤnckung fublimiruag und Bratung, — 2 
Meifterfchafft gantze /beftebet und wird tolli ch 
nur in einem Ding / in einer niedicin , 1 P 
einem Stein. 


— der phil. iſt nichts anders als Ba = 


E 

" E ni & Verborum: | 

ürium unb Sulphur zu kochen / 42 

terfchafft muß einer den anderen lehren 192 
eferichafft toill Gedult und Weil haben / 198 

Meifierfchafft beſtehet nur auf einem Ding / 297 

1 pon wann fie foil angefangen n 


ft der Philoſophiſchen Kunſt ſeynd gene 
/ Flermes und viel andere / 

avi fan Feines gröfferen Gluͤcks fähig o 

dan ev auffer demStande oer Gnaden betrach? 

ttt wird, al8 Die Geſundheit und ber Reich⸗ 
hum / undwarum —— $7 

ruum etiam aqua itern phlegma vocátur& vet 























| i 


J 


hfchen möffen wider jur Erdẽ tuer den / weil e. 
(le materi und Sperm ift bie Erde/ 442 
inl was er wird ſaͤen dafelbe wird er * 


ge / was fie weiß / nicht achtet / und alle 
tit ein anders ſuchet vielmehr aber der Men⸗ 
then Sinn peine die Natur unterworfſen / 486 
| enfchen fein Corpus wird Dem Mercurio pete 
lichen / wann nun einer einen Menfchen gene- 
Ziten will / fo muß nicht mercnrins welcher eins 
c .orpus iſt / ſondern Saamen tin zu fanmen 
jeronnener Vapor Waſſers genommen "T 
xn 4 
ho Sio 


| T 


"m bat (cine Wohnung auff dem enug | 


— —— 


—— 


TEN mx. 


CNRC — 


— — 
— RM EA A Tu 





gilt dnam Menſchen / ein Lite amen u 
— latur if fo befchaffen daß fie bas jt. 


Menſch gebühret nichts anders dann einen 























Te s Rerum, 


fchen ein Thier nichts anders dann ei 
Men6 $ Philofophorum | fecundum quosdam fi n [ 

. dies & tres no&es, quidam decem dies, 2 lii. 

d'esin circa, alii quinque illis addunt. 
Menſchlich Geſchlecht ift von GOtt geſche à 

oom Leichnam /&eift oder Seelen ^ 8 
Menſch hat zum Firmament das feuchte "i 

der ier Elementen/ auch das Chaos Goat 


Manfch hat bit Bier Elementen in * is fid ich, » 

Menſch ift erſchaffen auß unzerförlichen 7, 

in rechtes proportion verglichenen Clement 
r 


* 0 . 
nm! 


db 


derowegen unſterblich / 
Menſch warum nunmehro evi or iis 
an Willen ift an GC Attes Willen g 


— Fan nicht zu Gold werden! unb mod 
Mercurius der Philofoph, if rin i berácbtfia N " 


7 
T 
i 
* 


S 4 

"T 

| 
|| 

Mercurias wird genannt der Stein der s 1 
' und Der einige 2ercurius wie er von | 
Wuſt zu reinigen’ / | os 
€xttáfel aller Metall > Y | 
Metcütins Dt Philoſophen und ber gemeine " 
voneinander unferfchieben / WE 
Mercurii Phüof. ſchoͤne Befchreibung. — 2 | 
Mercurius duplicatus PAABIop hair wer er feld 


A | 


LU 


hM c 


n ie & Verborum; . 























Bitbuicu und mit feines @leichenweldhes das Feuer 
/ in die? Aſchen / ſo das Stroh iſt / ſeßen in cin eini⸗ 
T Gliaß / ſo bas Neſt (tiene andere Ding / in eim 
hatichen Offen / der das Hauß iſt / 98 
"Micurio und Azoth ſtecket allce/ 104. 
j ca urius iff ein Hermaphrodit oder Zwifpelkind/ 
N | 116 
Lr muial- Waſſer reiniget alle Ding / 18.122.123 
"A enrius iff Die Marexia und der Couipbur/ Des 
incipium movens 144. 


1 |rcuríus Philof. fan auf alle Dingen gezogen 

Iperben/ gleichwohl in einem Ding näher dann im 
E | 258 
curius dealoatus , Suiphar album Phi lofapbó- 
um incombuftibile, contínens in fe venenum 331 
I tcurial-Q8affer/ - irt LETS an 
1 curiusPhilofophorum oder Metcurius duplica- 
jatus. 249. (375 
tcurius -hi'of. wie er in der Erde penerirt werde/ 


rcuríus mi if C. balijtindy v: landen werden. 385 
(eoe Mat- 


cu ürium fol man nit mafdin / fendern ihn 


rcurio ineft , quod quærunt fapientes, - 355. 


| curius Philof. welcher der nicht fege/ ^ 144 
4 eurius-Philof. wird auff Erden nidyt gefunden 
| Maj. 
Iicuciali(dyer weiſſer Lilien⸗Safft / 875 
Bicurius der doppelte, TR IEHB 
Wicu ius Philofophorum 223. 
keurius vocatut aqua, terra, ser, ignis , fermen- 
m, Spiritus, 238 
[ teurij Unterſcheid zwiſchen dem Gemeinen und 
nſerm / 262 


* 


































IIIVICX IXCIUIL, o0 
Maii Philofophorum fanguis appropria DU M 
Mercurius, welcherroth. 

. Mercurius vulgi, tie er ju machen: 
Mercurius currens, quf Dem Saturno. 401; oi 
Mercurius, mit Salß/2llaun un AAN fabli . T 

| Wit e zuverfichen. 
Mercurius ift dag rein Waffer. | 5 
Mercurius oder Dà$ Queckſilber hat die Natun 
Gold und Silber in Pulver pudo — 
verkehren. LT 
Mercurius ift der Urfprung/ AZateri; oder (per ' 
fer Metallen. — —— 438. 441,48 
Mercurius ift die erfte Matert des Philoſophiſ 
Wercks. E! 
Mercuríus fat das Gold geztuget und machet 
lebendig. 4 
Mercurium wer den wird ſetzen zu feinem Srl 
oder Schweſter / ber wird leben unb fid) f N 


Mercurius haͤlt in (ib die Werck der Planeten 
u macht Die grobe Ding gleich 


mm mache bic Coͤrper fubtifund nad t 
Mercuriushält in fich tva$ die Weiſſen fuchen 
zerftöret bas geblätterte Gold gantz cr foh 
er weichet / und nimmt bie Seel vom Coͤ 


Mercuriussichet das Metalliſche Gold auf t 
Dadurch wird bag Gold gu feiner. erften $ Na 
wieder gerad t. 


ET 


m & Verborum, | 
rcurius btt rohe/ diffelvirt die Coͤrper und brin⸗ 
et fi ie wieder in ihre Materi oder Natur. 


















441 
B urius der robetvirb auf larem Waſſer von 
A Infang gemacht. 441 
'rcurius perrobe zerreift Sold und Silber / nem⸗ 
ich 1và feiner Jraturammechiten if. 441 
#rcoriusphilofophorum quid. 456 
Wercurium mit dem Leichnam foll man tóbfen und 
Biiever lebendig machen. 439 
rcurius wann erdem Gold oder Silber "tu ger 
fügt wird fo ftirbt. er. 459 
W'rcurius der gemeine tft nicht Z4ercurius d 
fophorum. 
Mercurius philofophorum ift beftdnbiger unb I 
Ekiger 9tatur. 
Bercurius ber gemeine Fan durch einen andern i 
poralifchen welcher hitzig / trucken und beſſer ge⸗ 
kocht iſt im Feuer erhalten werden. 462 
ercurius Philofoph, iff ein Schluflel aller Ope- 
rationen / 473 
ercurius iſt in ſeiner erſten Wurtzel — 
E: nen geſetzt auf weiſſer Erden / ſubtilem 
479 
krcurius wird durch Coublimirung sun 
set. 
ke tcurii Zeichen Der Bonkormmehhei 
| 480 
ercurius wird Durch Die Wärme fublimis 
ret. 480. 
ercurius wann er iſt abgekı cht und 






























































eue 






















Index Rerum, " (DN 

‚verdickt / f wird er in cinen weiſſen oder sche 
Schwefel nad) und nach) befallen, 4 
Mercurius íff eine Materi aller Metallen / 
und warumb / ib 
Mercurius communis fat in fid) einen San 
welcher Saamen der Merallen Saamen (ft IM 
——— nach dem er rein oder unrein (t ac 





bind werden bic feiner reinen ah i j 
hafftig finb/ Sol 
Mercurius nachdem er ín groffer oder geringe 
Duanritär bey den Górpern iſt nachdem ift 
aud) eine Urfac der Bolfommenheit in ben] 
ben/ oder aber eine Urſach der Zerbrechung t 
Serftöhrung/ 4 
Mercurius & Sulphur funt Sola principia meta 
rum, 
Mercurius wird gehefft dureh die Pracipitation oill 
Abſtuͤrzung und tn Erden vereanbelt/burd) na | 
kommende Sublimirung acáfferten mahlen/ / 
Mercutius hat eine zaͤhe / ſchleimigte und diekeS 
ftang/ E 
Mereurius ift dick und ſchwer / 
Meréurius ift (dytoerer al das Gold / 
Mercutius láffct fid) nicht — wie (id 
verſtehen / | | 
Mercurius elt radix omnisrei, & ipfe folus eft. pr 
parandus, & erit ex eo tinura bona, & impt 
fio vehemens & fortitudo, J 
Mercurii fixatio, 

























To 86 Merbomil,n, 


" ercacii Gefpräch mít cínem Alchymiften ..jr2 

ercurius wird von einigen Alchymiften gemars 
tert / $13 
ercurius iſt ein emitte zuſammen zu fügen die 
Tincturen ober Färbungen/ $15 
ALeccurius ift yon den Metallen ihrer Natur / aber 
iPod) mit Sol und Luna wird «8 leichter 
¶ſchet / f! 
WB ercurius wider ſpeyet und (cider das Frembde nicht / 
516 
lercurius hält ín ihm feinen fixen oder gehefften 


‚Blercurius mit feinem und von wegen feines aute 
Schwefels wird coagulitf zu Gold oder Silber/ 
| nad ungleicher Weiß und Geſtalt der Abdaͤuung / 
Uns TS 
4 ercurio ineft quicquid quzrunt Sapientes. $26 
lercurius eft in operePhilofophico neceffarius,$ 21 
Mercurius in vitro figgillaio pofitus,in terram ni- 
" gram convertitur. ' 223 
Ee vitro inclufus i intra menfem — 


| | tandem nigram convertitur. $25 
Mercurius wird durch Gold und Silber geheffter mir 
rechtem Berftand/. $30 
Mercurius communis, fulphur & fal, dfefe werden 
Hn Bon den Philofophis nicht acmeínet/ 537 
Mercurius und Sulphur feynd die erfte und wahr, 
IK haffte Materia aller Merall/ 537 
V ercurius weil er falt unb fsucht bedarff den Sul. 
| “ phur. 539 
Mercurius s fof Schwefel werden / $41 
i: hece 3 Mer- 


‚Schwefel ar 


— 








er 


Mer ortus welcher zu Schwefel terden f olt. 














— Index Rerum , A 


der Gold⸗Seul gezieret voerben/ $2 
T wird durch den Schwefelg geſch M 
ef 4 
 AMercurius Wird von den blöden ober PEN h 
chen Coͤrpern durch die Nik des Stu 
abgefondert. $$. 
Mercurius der Philofophen tingirf und. fii ! 
und nichts anders. 5 
Alercutius debet per medicinam ante ejus 4 
gam infpifliri & figi, ut convertatur in 
lem vel lunam, fccundum illud | quod BE 
fuerit preparatuun | 
MEE Tani Stein begreifft die tvciffe u | 
rotbe Natur. Su 
Mercurius ift ein ater uno ein St uc&Laller g | 
fchmelßtichen. 5‘ 
Mercurius zerſchmeltzet und. refolviyef ici 





Mercurius mit beyden wetalliſchen Schweſt | 
geſchrencket / wird. Zercurius animatus f 
nennet. | $$ 

unb ift der wahrhaffte Mercurius philo | 
| phorum nach feiner innerfienZufammenfögun 

i ii 

4ercusiali [bey Pos bte falphurifche Seele i 
das weiſſe Salg müflen wiederum durchd 
fpagiviftbe Handgriff ın eine liquorifche luͤffti⸗ 
Subffans gebracht werden. $6 

Mercurialifcher Gift ift Falt und feucht. se 

Mercurius uno fulphur tt bit techte prima: — 

ri 


ag 















a & Verborum. 

Wa unb erſte Sameder Metallen und minera- 
tm; welcher liquor, fo nad) philofophifchen 
Brauch mit ſeinem fermene zufammen gefert/ 
End des Vulcani Sunft zu der plusquam per- 
R-Gionin einefiye medicin hracht ber wahre 
Wipis philofophorum gebohren wird. 561 
Bircurius Philofophorum macht den Anfang und 
E95 End im püilofophifcben Werck. $76 
curius. philofophorum ift nicht Die materia 
"ornma. — $76 
'teurius coagulatus ein mineral muß Durch die 
Kunſt zum Waſſer in feine p*mam. materiam 
hoc eft mercurial⸗Waſſer werden. 676 
?rcurius philofophorum id eft aqua permanens 
Bivel benedicta. — : $77 
rcarius iſt die Seel unb der Seift, 577 
Bercurius mit der Krafft deg Feuers Latonem 
das ift ein jeglich Metall/ das da iſt ſchwartz 
Wworden / machet weiß, | $92 
Vercurius fan nicht gnug gepriefen werden. $91 
lercurius vermag allein Das Gold dünne ma 
chen / und in feine erfte Natur zubringen. 591 
lercucius nimmt die Seel auB Dem Seb. 592 





lercutins lapis philofsphorum ^ nuncupatur. 
lp | $93 
fercurius tingendi proprietate caret. $93 
Mercurius ift vit erfte Materia ber Metal 
len / Rh $9$ 
|o piro erwiefen. ibid, 

: Geee4 | Meis 


llercurius eft clavis metallorum unica. $93. 














Ta 
^e 


pa | — Reum,s | ; 4 
— Mercuriilift Waſſer mit Luna verwandelt die 
in wahre Lunam, H 
Mercurius Philofophorum fat in ſich alle Metal i | 
€ 
















er ift Mann nno Qbeib/ er if Menftuum E He | 
. maphroditicum, Op 
Mercurius wird von den Cabaliſten ein Süm t 
Gräber senenner/ und tvarimb/ B 
Mercurius vermittelſt der Tinetur überfommt cl 
xition, ' 6 | 
. Mercurial-WBaffer ift ber Geiſt ber Coͤrper / verto 
delt ín bie Natur des feuchten Wefens / teddi 
hie: Kraft dem Stein gieber und denfeiben g 
ernitet/ 
Mercurius dag bleibende Waſſer / deſſe n Krafft it 
aciftticbes Blut / 
Mercurius verkehret den Leib in cinen Geiſt / 6 
Mercurium vivum fell man auf der Minera, d 
ift Ertz Ader arbeiten und fublimiren in: in 
che Sarbe/ 
Me:curio neceffe cft (upeıflua demere & zb 
fapplere, íi compleiam medicinam ex illo voli 
ris facere vel creare. — 
Mercurías iſt kalt unb feucht im vierten Grad / 
Mercurius wie er zu zerlaſſen daß Daraus gut L " 
werde/ T 
Mercurius Philofapljonim ift der Metallen Mere 
o-rius, 6 j 
Mercurius ich bin cin Batter aller Derallen und. 
ſchleimig Waſſer und ein Schwefel, Erdreich/6g 
. Mercurij Bruder das (ft zerfallen Sol, 659.723, 72% 
Mercurij Schweſter dag fft serfoffen Luna, 6p ie 


Meu) 

















6 Verborum. 
;curius ein nfi egender Knecht / ſchwar im Sun Hu 
T $9 


lucum prp m, A 9 


tad: die Seuche vires Baums zu verbeſſe⸗ 
n/ 660 
reurius iſt ein Coagulatum Fermentum, ein zus 
ammen gewallet Hebel / 661 
zcurius hat ben ſich einen hizigen Schwefel ⸗Geiſt / 
deßwegen kan er zu feiner Coagulation gebracht 
Merden/ 673 
ereurius fan coagulirt werden durch Zufas an⸗ 
deren Metalliſchen Geifter/ welche in der Mutter 
ef Sarurni am Eräfftioften gefunden werden/auch 
durch den Stein der Weifen ſelbſten / 674. 
ercurius wie er zu coaguliren/ 674. 
ercurius deber figi, : A or 
&rcurius purgatus fofe et Martem, Venerem vel 
Jovem in Sifber unb Gold verwandle / 676 
ercurius anf Sol und Luna gezogen figirf allen 
Mercurium in den unvollkom̃enen Metallen / 709 
auch bet gemeinen Mercurium 709 
ercurius iſt Sol, 709 

jereurius Philofophorum vollbringet allein das 
‚Philofophifche Were 712.713 
à Eece 5 Mercu- 


ein hat asbohren einen blauen Schn / ein 


| 




















Index Rerum; ——— b 
Mercurius oder ſchlechte magnefi a ift nicht e der 
die Philofophi fuchen. no 
Mercurius der gemeine wird verworffen. b 
Mercurius foll mit Urina vinliunb Salß gera 
ſchen werden. w 
Mereurius foll mit offer und Salt gewa d 
werden. 7 
Mercurius folf per corium. getruckt und ſublin 
werden. | 
Mercurius philefophorum i in natura deber. em| 
dari. L 
Mercurius indiget terra atque effentiali purk 
tione, qua cft additia falphuris veri gra 
tim. 
Aercurii accidentalis mundatio non abfolute 1 
ceflaria. / 
Mercutius cum fole & — fcoriis martis purge 
CMS. 
Mercurius purgandusper acetum, 7| 
Mercurii vera purgatio. 934. 7 
— wie ſeine Natur iſt / rauchet auß und 


| M uda ober Queckſilbers mancherley Pereitt 
7) 

Mercurius ober Queekſilher iff nicht bey Philo 
pben Mercurius. 7 
Mercurius metallorum, — — ' 
* Mercurius philof. fam nur von dem a 
lofopbifd)en Licht gefehen werden. | 

ift febr rein ohne einige Flecken weiß, » 
yotb/ ib. 
wird Paradeig Waſſer genannt. 7. 
und varum. ü | 

























d | & Vetbordi. | 
utii erſte fablimationes welche genannt wer⸗ 
747 
leuius aqua ficca nominatur & quare. . 747 
puri philofophorum mancherley Namens 
8 Lunaria/ Drachen⸗Blut / Grurnifche Waſ⸗ 
ein Gift ſauerſte Eſſig / Jungfrau: 
Rilch / ſcharffe Waſſt By Waſſer / wel 


x$ Fein Hand naß macht. 748 
zeuriusheift. ein Bateraller Metallen. 759 
|. un? warum, ibid, 
Auris philofophorum (oír genennet/ aqua 
yrmanens , aqua vitz. Z$t 
und warum Diefig ibid. 


i urius Philof. wird genennet wohl geniadhz 
es Blut ober geweiſtes Menftruum, eine Nah⸗ 
g des Kindes’ eine Speiſe des Ertzes / 
Meer Waſſer / Gifft der lebendigen / Koſt der 
| oden / acgentum vivum Der Philofophen. 251 
rcurius debet per medicinam ante ejus fugam 
dfpiffari & Fgi ur convertatur in folem vel. 
unam fccundum iilud quod Elixir fuerit pra - 
pa ratum, $47 
'Tcurius ziehet ipfam folis animam auß ihrem 
Bonam auf. 769 
rcurius wanner mit dem Leichnam in Den 
Phil oſophiſchen Werck figirt iſt. 772 
ercariustoann er am hoͤchſten purgirt und re— 
novirt ſeye. 316. 819 
Srcurius eſſentificatus quomodo faeiendus ſecun- 
dum Paracelfum. 817 
etcuriusphilofophicus five verum acetum me. 
‚allicum philofophorum, 817, ejus vires, — 8: ? 
[« Merca 


6 
1 
le 
ifi 





i Index Rerum, n 
Mercurius de Minera. ' A 
Mercurius per vitrioium fublimatus fecum | 

tat Spiritum ejus , qui Sulphur inyifibile la 
tinctura appellatur, W 
Mercurius fine vitriolo fublimatus non Ds N 

trahere Spititum vitrioli, — | 
, Mercurius (oll fieben mahl auf dem Feuer gett | 
| fecroen/[o wird er weiß und klar wie ein Chryn 















Mercurius pro hepatis bono pecificum, BR 
Mercurius fublimati fpiritus à quipdsgamm 
Quinta-Effentia appellatur. — 
quomodo extrahendus. | 
Mercurius folus exrrahere poteft à vitriolo Rq 
na tincturam. u 
Mercurius mit Vitriol fublimitet/fübtet das fei 
er des Kupffer⸗Waſſers mir fido in die] 


Matcudg foll gehen durch einen / zween oder | | 
Adler / das íft/ wann er eíng/ zwey oder dreyn 
pr&via femper refufcitatione , fublimirt wo 
iſt / 
Mercurij ſublimati Reſuſcitation und Reftaura | 
geſchiehet in einem firdenden Waſſer / | 
nnb warum _ 
Mercurius íft ein Schelm und hat viel Tm 
. Mercurius weiß als der Schnee/ (2 
Mercurius tie er foll in ein Waller oder Zunafi 
Milch verkehret werden / 1 
Mercurius metallorum materia nunquéni fait) | 
to minus fulphur. 21 
& quam ab caufam.  - 



















\ : 
BH  &Veiborüüi. di : 

| cui ius à Planeta Aetcurio oftum ducit, 3$ 
| pa inus jnter ceeteros Planetas Wobitif uus eft, 


T 958 
a iius ift qut su wuͤrcken in der A, 
ni Zwilling / 963 
cürius iſt der Anfang und das End alla Metal, ; 
4 Uc : 1616 
T ius duplicatus. 1022.1037 


eurius wird finden in Rieten / feuchten M oß⸗ 
jtünden/heimlichen Gemachen ober Sprachhaͤu⸗ 
wen / in den Sod⸗Brunnen / Tach Trauffen/ 


1025, 103$ s 

; Butius ift fencht und warm), 1031 (S 
curius ponderofifte Aftrum.  _ 1031 
icurius Phil iſt wie ein bell, glänzendes Waler/ 
n. 1032.1036 


ffcurius is der Pbilof, wird auß ihrem Saͤlt oder 


K einen Mineral mit ihrem Gora, aufgesogen/ 


103 2 
* curius if unbeftändia/aber auch beſtaͤndig/ 035 
h Icurius Philof. was e8 feye/ / 1037 


[ gt nicht in dem Antimonio verborgen/ 1937 
: curius communis fan fein Saame ſeyn / und 
R 


rum/ —J 1044 
curius roth and fip / 1056 
fercurius Philof. íft nicht der. Gemeine / 1057 


Der Unterſcheid wird angezeigt / 1059 
p wird bekraͤfftiget mit Gebet. —J 
ibid 


Jetall koͤnnen qug feinem andern Ding als nur 
à AupMe gemacht werden/ 31 
pu aBurie Safft ift ſehr kid ibd m. r5 
; MAC. 

















Index Rerum, > 
Metallen Urfprung / Geburt/ Unterſcheid /Fi [| 
ſchafft und Feindſchafft muß der jenige A 
wiſſen unb eerftebeu wer in dieſer Kunft ei 
will fort bringen. E 
Metal ale wachſen auf einer Wurtzel / und 
. nfangtide Materi ift einerley ^" 
Metall wie Diefelse auf Mercurio ynd fulphur@® 
nerirt werden. ig 
Metall die reiche ſeynd die vollkommene Comp 
als Gotb und Silber, die Arme feynd bit J 
vollkommene Metallz als die fünf übe 


. 939 
. Sfittalfa wie fie in der Erden generirt werden 

Metallen materia, beſtehet von Dreyen zuſam 

geeetzt/ als einem metallifchen CxbroefcUbi 

liſche einem metalifchen Aercurio, geift 

und einem metallifchen Salg , leiblich. 

d Ug werden durch die mineralia quf. gef 
e 


Metalla und mineralia haben einerfey | fpe 
metallicum, 


Metallen Geftalt nie fie vertwandelt toerben PI 
nen. 


Metall erfies Weſen ift Mercurius. n 
pap Verwandlung ift leicht unb mi 
Metallen und Ertz Natur if vor allen Dingen ll 
erforſchen. 
Metall ſollen nicht ſolvirt werden / damit tan d» 
DAR Vermiſchung ein Metall hernach mach 
wolle. | . 3 
Metall teines iſt ſo rein dag nicht aud) feine Un 
reinigkeit hätte, | 



















1° & Verborum. 

( tal der philofophen feynd lebendig und haben 
Minen Spiritum, . 318 
stallen eben ift Das Feuer / wañ fienoch in brem 


Metallen tod / ift bas euer des Schmeltzens : 18 
etallen erfte Materi ift. eine Beuchtigfeit mit 
Emarmer Lufft vermifcht/ undein Form / unb 
Seftalt/ wie ein fett Waſſer. 318 
Ertallen erſte Materi Fommt unterwerfen fr" 


P 3% 
# ktal welchetod: — 
tal entfpringen nicht auß einer Muri. 


I feren oder geringeren Abkochung unter ſich utt 
‚terfchieden: 441 
Metal muͤſſen in der Alchymi wieder ju Mercu- 
m gemacht werden / bag. (ft zu einem aid 
ſilber. 

etalliſcher Same Fannicht wircken/ nod fich 
vermehren / es fepe dann folcher merallifche 
‚Same zu vor inund Durch fich felbften allein 
ohn einigen Zufaß und Vermiſchung zu der 
vollkommenen Säulegebracht worden. 442 
Netall haben ihren Urfprung aug. Schwefel und 
Queckſilber. 444 


T—— 


qne 


nineren unb Ersgruben fen. — 318 .— 


iL fio felbften an das Licht, und etwas et | 


1 odi 
Ietallifbe Coͤrper fepnb allein 'nach einer gröfe 





, p" ſeynd nichts anders als Mercurius, 448 





Seat Vermehrung ift feídyt/aber fiidj bie X 


Merall haben eine immerwährende Zunepmung 
 Metalla dıffrun: per majorem vel minorem 


 Metallorum prima Materia cft argentum vivu 


Metall wie fie gebohren werden in ihren Min 


Metalliſcher Saame iſt Sulphur und AZercurius 


. ias perrumpit formas. fpecificas, 


x s Index Rerüfi | 


derung / 
Metall wachſen auß der Erden / 







Vermehrung / 
Aetalla omnia communicant in unà materia. 
e(t argentum vivum cum fuo fulphuie, 


geftionem, — 451. 
Meralla quomodo transmutari poffint. 
Metalla an transmutari poflint, 


fulphur, 

Merall weldye zuſammen gehören’ und welcher 
tur mit ber andern Natur oe 
wohl zu mercken / 3 

Metallen Anfang ift ein vitrioliſch falshafftta 
fer / welches vom Sulphure jegliches Befchke 
geſchwaͤngert / und folgends in ein Metall / 
den der Sulphur iſt / verwandelt wird / 

Metall wie ſie generirt werden unter der Erden 

456. 

Metall koͤnnen wieder zu Queckſilber gebracht 

den / 458. 


Metallorum generatio in ventre terra. 


Metallen deib ift auf dem 24ercutioPhilofo pho 

geſchaffen / 
Aetallorum forma generalis æqualis eſt omni 
at propter Materiæ variam diſpoſitionem it 

























' 4 Weborod: 


ü did gepflantzet / 


E 


"à 


E A daß er fid) mit einem jedwedern Ding s 


iniget/mercurius genannt/ 


egen feiner innerlichen Wärme / 491 
allen Saamen ift nad) der congelirung das 
lumidum radicale, oder folche Feuchtigkeit / fo 


re 


)- 


Smefel nach eines jeden condition generire 


erden / 


(i 
allorum quoad colores diverfitas unde , so 


3 
M tall werden auf dem feuchten Dunft * 
Echwefels und Dueckfilbers erzeuget / fo 
N n Italien Materi ift zweyerley / eine nabe er E 
tt weite / 
n 
d 
NT 


Avivum, & exalio elixir completum, 
‚dietallorum media funt lex corpora quz fé elongant 


talla ber Philofophen ſeynd nicht gemeine 24e- 


"i 


Qi ſeckſilber / 


Ir Sal gebracht werden / $60 
tal m eine —— zu en und ihr eté 
E d Sfff fies 


| allen: Saamen ift. in ihnen warhafftig nd | 
lien Saamen wird wegen ſeiner Stüffgfeitr- 


fallen Saamen wird dem fulphur Bergliten 


op Anfang der Natur eingepflantzet — aot 
tall alie ſieben / wie fie aug Queckfilber unb. 


492 
(fall wie fie in Det Erden generire werden/ 498° 


ie nahe iff. Schweffel unb. Queckſi (oefibie a 
weite ſeynd vier Element / 29. 
isllorum extremum.ex uno latere eft argentum —- 
a id malleum, ibid. . 


tlla das ift/ gemein Golb/ Silber / po : 


talliſche und mineralifche (Sorm / muß 6 
Die Kunſt fepariret und im mercurium, falphur 





















Index Rerum, i 
fs jM der Wurtzel zu ſuchen / if nicht | 


thig / 1 
Metallen Wurtzel iſt in einem einigen Ding/ | 
in einer einigen materia zu finden/ ME 
Metallen Wurtzel ift unachtfam / unkaͤntlich nj 
dem Menfchen verborgen / | 
Metallen Wurtzel ſiehet die gange Welt undi t] 
nets doch nicht / L 
Metall wie folcheg in materiam (ccundam ju re 
eiten ſeye / ; 
E [oiu vof mercure geweſen / wird e 
eotr ein Waſſer / ic: 
‚Metall feynd als Ding die gefroren / 
Actallorum qualis inter fe fir correſpondentia, 
Metall muß zuvor durch die Hand des Schn 
tzers / — durch Die Hand des Alchymil 
gehen wann man toill mit der Fänitlichen 2 
beit ben Saamen hernacher Fennen lernen / 

* ie Schwaͤrtze darinnen ift ihr Zerbrechli 
eit/ j 

- Metallreinigen fich durch bie Geiftz 
eMeraila fula te habent inftar mercurii , & fi frig 
poflent in ea fulione permanere. eilent ipfe j 

x mercurius. 
Metall wann fie mitihren Seelen und Geiſten | 
virt werden / fo mehren fiefich nicht allein in 
Groͤſſe fondem auch in der Kraff/ 3 
Metall „erden in — verkehret / da 


ratio, 






















& Verbort m, 


I t all werden auß dem argento vivo und (ulphuré 
wmoebohren/ — Sie. 

nt all welche Durchs Feuer geaangen ſeynd nicht 
n tt Philofophen ihre Metall / 677 
N 


I| 
| 


1 all haben ihren Lifprung von dem Mercurio. 


I^ 
P 739 
I" tfall werden verkehrt in ihre efte Weſen / ma- 
eriam oder (permam. 753 
| I tta al wie fie quB Dem argento vivo generi wer⸗ 
d N ER 

jt tal "ingen i in einander verwandelt und vers 
ehret werden / 757. und warum. ibid. 
—4 eralla ratione accidentium diveríorum in mineris_ 


üpervenientium tantummodo differunt, — 758 
4 ttall werden gekehrt in Duedfilber/ 758 
; \ u warum / | 


; |n tienem; m. 
4 Netallifche Sinctur / 


IR heit in fich / 10$0 
Eietallfennd zuvor Gold gewefen / 1050 
Jh ttallen Seel muß außgezogen werden , 1052 

Moll yurgiret und ihrem Coͤrpern wider geben 


doi roin 3 - jbid. 


R ttall die gering müffen vor der proje&ion stt 
| jor purgiret tottoen / 1064 
der Erden ober ihre Fettigkeit $2 

! | 1:5fet in Den $5rá(len der Erden, i13 


AMineralia ſeynd eben Des Schläts/der Eigenfehafft 
Bund der Natur fo bit Metallen auch (ind / 103 
fineralien in Diefen ift Der Geiſt eben fo mächtig 
etalliſch/ alsi in ben vollkomenen Metallen/ 105 


SIE «Mine- 


Tn 


| 


N 


| 759 . 
WMetslla nafcuntur fecundum alicujus planet donui- 


JN ttall habenfiebenfaltigen Außſatz md — | 






















ladex dnd 5 


Mineralia find unter allen fablunarifchen H 
Pbermbiealkroollfommen(te. — E! 
«Mineralien und der Metallen Saamen wert 
ſelten erſchaffet / | 2 
Mindere Metall haben auch den Saamen i 
Univerſal⸗Werck wie die anberm/ 
Aixtio fan nicht geſchehen ohne Die 9Infát 1 
ber Natur. A 
Mittels oder mittelbahren Dinges extrema fi 
Schmeffel und mercurius, 44. 
«Mineralium prinicipia funt argentum vivum &ÍE 
phur, — A 
M ineralia ab influxu cœleſti virtutes tim b 


AMiverz haben in (id) die Geheimnoͤſſe J 
Philoſophiſchen Kunſt 

Ainera poteft effe munda aut immunde, five cori 
pta & caloris exafperantis temperati , fecunduli 
. magis & minus, 

'Mixtioomnis fit ratione fimilitudinis, que acqui 
tur in digefione à natura, quamvis prius fue 
diverfa, propterea metallum cum metallo , &1 
trum cum nitro & fibi fimilibusmifcentur. 5 

Mineralia empfinden nichts / und feynd eben W 
groß imerften als in dem letzten Jahrh / 

Mineralia haben ihren erſten Saamen von GE 
empfangen’ welcher Saamen feinen origim 
bat auß dem geftirnten Himmel durch I 
bimmfifeóe Influentz und Iyderifche impreffi 
auß einer liquorifchen luͤfftigen Subſtantz / du 

einen mercðrialiſchen Geiſt / und Selphurift 
Seele / an des irrdiſchen Salges 

| perf 





















D^. - & Verborum, 


1. jet unb vollkommen Corpus gefegt unb ein 
E jegangen / s60 
it ^ Cineralia mann fie follen augmentiren / fo mif 
* f en fie wiederum in ihren erſten Saamen umb 
rimam materiam gefeßet toerben/ 560 
incra eines Italiaͤners tie ein rotb gulden e 

680 
* hat in Gegenwart D. Brohers Siber in ioi 
t ansmutiret, \ 
Äineralium ortus. 
prone Krafft ift in ihr eigen Reich sh 
104E. 
m nbrafifcher Safft welcher in dem Bauch der 
Erden wird herfuͤr gebracht / vergleichet ſich 
meiftentheils mit oem Waffer der Philofopho- 
p zum, 1057 und auff was vor weiſe. ibid. 
denos COollfommenbeit oder Dronuag ber 
2 ji: Metallen/ / 449 
" js Drs Chymiftica quid. 5 464. 
odi regiminis funt quatuor principales,putafolve- —. 
bi Te, abluere, conjungere & figere, 649 
^ | " ons le Febure , 8:5 
werden bie Gradus des Feuers in un Claffen 
E | | $9 
ontes Indie. 
1? Mond verurfachet den Fluß und mie ber gůß 
9 des Meere $/ 904.905.905 
| ju und fan nicht von einem unter irrdiſchen Feuer 
geſchehen. — ——— 
m inu nicht von ber Sonne. — — 906 
odicum terre, ſuſſicit ad nutrimentum totius Lapi- 


Ya dis, "5 994. 
L3 Sfff 5 Multi- 


l| 


^ 





- 


| Sy Aendes ob nir vorgeftellt/ 964. ) 


. Multiplicaiio per fermentationem ift gefchtoit 


Mundus parvuscur non generabitur , 


Mutter Magdin. ui 












4UBUEA INVILL, d M 

Multiplicatio. zu bem weiſen und zu dem tor 
wie fie gefchehen ſolle. D 

Mulierfepeliatur cum Dracone, |^ * 

Multiplicatio lapidisin qualitate & quantitate , 


zu erlangen 
Muktiplicatio Lapidis wie fie geſchehe / und old | 
komme / | 
Holtiplication in det fermentation if ridge | 
getoiffer / E 
Mulu funt vocati, pauci veto ele&i, 
Maher in quonam diícrepet à viro; 
Mutter der Erden ober Gefäß ber Natur. ' | 
Multiplicatio älia eft virtualis,alia cft quantitativ, | 
quantitatiya quid, E 
virtualis quid, | 
Muliz operationes ex stgento vivo fiumt , quz v 
dividuntur per duo, prima fit cum adjuvamine 
fe folo,fed natura przcedit cur fuo "e J 
Mundus antiquorum ſapientum, 


N. 


Nadel der Schiffleut kehret ſich gegen bi 
Pol⸗Stern / 
und warum / t 

914ffe tvann fie anfängt fid) qu verlieren / fo fi i 
die Materi an weiß zu werden. 3 

Natur mug man recht erkennen / auch m 


Kun D & Verborum, An 


IN 
yan in berfelben arbeiten/ 50. fl. 52.26, x. 27. 
- 28. 49. 156. 158, 
7 folgt dliet der rechten Natuͤrlichen ni 
1 nu! l 
i 5 ur iteinig/ wahr / ſchlecht⸗ und in ihrem Ber 
4 fe vollkommen / 
Natur verwandelt fic nicht anders / ale í in ihrea 
eichen / | 30.554 


E: 
ud 


tura non emendatur nift in fua natura, 51.64 
| 



















ds 


tur in derfelben ift nichts ſchweres und alle, 
Wahrheit iff einfaͤltig / 52.137 
atur. Sefpräch mit bem fo genannten Alchj us 
fen’ $9 
fur wo dieſe auffhoͤrt / da fängt diekunf an/ég - 
atur Fan feine &inctur. machen/ ’ ibid. 
latur Mäffigkeit / die Natur weiter zu erſtre⸗ 
ixfen/ die bat ihrer Bichtigfeit unb Beſchwer⸗ 
hkeit halben viel Bücher gebracht 7 Die gum 
heil auf Dergunft odesauß Neyd hinterbalz 
I werden / 26 
latur wie fie bie vier Elemente. zu erſt gine 
i Nt bab / | $9 
cur bac Sotterfchaffen / 96 
fatur würdet nichts ohne ihr fperma, ' 91. 
eturen toic fie in einander verkehret — 


4 
| di 


?! M 
"i li 
"1 » 


| id 


ratur fommen mir gu Huͤlff durch dag hun 136 


i 

n latur obugefegnete/ — alg.290 
Matur groffe Wurckung / 
| l4 atut bat aller Dingen Nahmen / 221 
Matur (t theilhafftig aller Sarben. - 221 

Natur mag fie ſeye ⸗ 222.223 


d | Sfff4 . Natur 


* 
$e 
p v 























index Kerum,; 


Natur bic cine leidend / die andere wuͤrckend ^ 
Natur wird zu Waſſer / und dieſes an ii 
limirt fid) in der Lufft wird alfo daſſelbe 
einem Dunft/ bernad) verbindet fic) ein Duff 
mit Dem anderen Dun óWHe 
Statur muß man zu Hälfte Fommen ^ 322. 
Satur m feine Bewegung / dann burd) J 

Hise Wuͤrckung / 
jy Had t Grumd hb Wurhel iſt mit fleiß zu tu pn 
ym/ | 

Natur fol man nachfolgen / und was tiber 
Satur gearbeitet wird / iſt iren 1 
4.552.553, 
Natura habet in operibus (uis perfici & abi | 
. vendis ut plurimum determinatum — da 
finiuntur, . E 
- Natura babet fagm fatum phy (icum, - E 
Natur Spiegelwie er zuerlangen/ — 
Natörliches bat feinen erfien Anfang vom üt 
natürlichen und ift Doch alles nichts zuſa 
., mtm den eitel natürliches zu befinden. — 4 
- Natur gebieret und bringet herfür / "eine ín 
Alchymiam gehörige Materi. — | 
Natur binterläfts unb Die Kunft nimbts D 
|. AB d , 
Satur arbeitet allegeit zum Vollkommenen 4 
Natur was ji Hindernöß halber /_ unvollfem 
aj en muß / das Fandurch die Sunft und l 
abläffigen Fleiß zurecht gebracht werden’ 
Natur ſtaͤrcket und erhöhet/und macht aud) 59 - 


Satur bat auf zweyen Wachtlen zwo Krott 
gemacht. — P 
Na 


| A Be. & Verborum. ; 
fur machet Durch ihre Kochung und Laͤute⸗ 





















JE 


EN 

du J ing auf pem Schwefel und Queckſilber / Gold 
ih Br ID Silber / 447 
"atur dererminirge materia, if ſchlecht und ein⸗ 


fifi; — 447 
atur "Arenaurt P i ide Mer 
itur feyert nicht ein Augenblick / 457 
E" an faum in taufend Sahren ein Se N 
fall hervor aa. 
M f i bringe allein herfuͤt die Anfaͤng bringe 


à 
m 


b 
Bx 
Lo 
) 


T. 482 
Jj " E. vermag mehr als die Kunſt / 483 
Mätur foll man nachfolgen/ — — 483.484. 485 
* tur arbeitet ſtets auff Verbeſſerung / und nit 
auf Perböferung / 484 
atur foil man ———— die Ration und 
WT Philofophis ſeyn fol, _ 49$ 
D: tur machet alle Ding auff Erden und unter Der 
hs Erden auß Den dreyen Anfängen’ 529 
up Ta fur geböhret auß natürlicher Scheidung und 
Zuſammenſetzung fo mohl Stein afa icis 
if fen in dem mineralifchen Keich/ 
ala Metah ſchaffen / der Sünftfer de 
tur foi man fernen erfeanen und ibr sif 
ym / 536, 
iur ihre Werck follen mit ſcharfff huge | 
Merftand betrachtet werden’ 
l I atur pef Mercurii Sulpharis ift wohl zu siad» 
4 tm 
p latur toirb nicht emendirt oder verbeſſert / baam 
in ihrer Natur / X42... 
Natur leidet aidé frembbet ^ Nibid, - 
| E S(ffr.- - 9r 





Natur ifti. der Aufreinigung Elarer und (obl 


Run, materiam fpiriruslem € convertitin metallı 















LEI A PXUSTLIIA!, 


Dann die Kunſt. 
Natur too Diefe aufhsret/nemlichen m den J 
talliſchen vor unſeren Augen vollkomenen QI 
pern / daſelbſten foll die Kunſt anheben. J 
Satur ſollen wir nachfolgen / inſonderheit wi 
bie Elementen madjeC;71. und warum iM 
Natur was fie vermifher das follen toit n 
fepari:en | 
ratur, bie erfte Greatur bat Gott in en 
Augenblick erſchaffen. 
Natur hat allein die Macht die Element unb. 
Geſtalt zu tranfmuriren/ / \ 
Nathiuch fol, und mercarialiſch Waſſer ma 
. diralle erßine Ding zu purem Gold. « 
Satur muftu au& Dem Grunde oder auf , 
Tieffe der Leichnams außermählen. ; 
Natur wird erfreust und geſellet ſich m fci 
Naturen, N 
ratur ift verborgen in dem geichnam unb f 
"tin Corpus: .— 
Natura facit de corporé fpiritum, & fic faeit afc 
dere,aterra in br. E rem aaa | 
^ fpiritoalem. j 
atque fic ficit de fpiritu corpus & fic facit & 
fcendere de ccelo interramid eft rem fpiritual 
* corporalem in fuis oper, non Pol 


gnacrlich Gefäß mas dadurch verſtanden wer 
und tote bie Geiſter von einer Datur zur an 
ren in bemfelben verwandelt werden, 


hi ML 

















n OK verocerum. 
ni at muß man verfehrenin ihre efte Worhel 
darvon ſie kommen iſt. ART 
h itur wird verkehrt Circul weiß / oder die Be⸗ 
J wegung gefchiehet eines nad) Dem andern. 637 
Mcentia fuum ipe Ye proprium habent. 665 


4 tura nunquam, nit fimile producir, 686 
at r bedarff indem Philo ſophiſchen Werck kei⸗ 
i der anderer auff erlichen Dingen. 703 

^ fondern nur in einem Ding und in Der 
A 4 €infatt beſtehet ſe. 7 
datur foll man nachfolgen. 


Matur fpricht su oem Kanftler teanble vernänft 
Miguno führe das Werck latur. gemäß 
J ͤnſtlich / hilff mir fo toil ich Dir helffen / wie 
du mir thuſt / fo toil] ich Dir thun. 717 
" atura natura íztatur, 749.269 
i unb toit ſolches zuverſtehen / 749 
atura quod facit calore folis & fellarum, hocfa. 
eit ats calore ignis,' 754 
ıra duos habet fpiritus archite&onicos, calo- 
D: — 769 
Ha ra fuas operationes quatücr Anni partibus con- 
| formes infitui, — ^ 769 
latur ift in der Sonnen / uno die Sonn in. der 
J 49 atur. ‚784. " 
Natur wann fic Franc inb ſchwach ift/ fo curnt 
unſer Stein / und machet geſund die 9tatur 784 
datur welche mit. ihrer Gräne viel Farben qu er: 
ſcheinen verurſachet. 37 
Atur fon ohne ben Laboranren als ihrenDitzer 
+ I im Philoſophiſchen Werck nicht överrichten. 875 
ütur bringt Durch, Das. Gericht des Feuers 
‚als zu wegen. 873 


Natur 
















Index Rerum, 
Natur Urſprung 
Natur worinn ſie beſtehe. 
Natur Gehuͤlffen ift dag rg - 
Statur 2Bürdung. "U 
9 ratur Handwercks Zeuge fennd PER: i 3j 
fpiritus mercurii, fo da ift ein unfichtbarest 
wuͤrckliches Weſen. "n 
Natur Handwercksgezeug / fi nd eben von 
materia gemacht als Die Materia ſelbſt Dan 
gearbeitet werden ſoll. m 
Natur wie das Wortdie Alte verſtanden habe ! 
ratur iftin fitter Bewegung und warum. 7 
Natur und den fpiritum mundi oder « Hercuri 
unterſcheiden ift eine fubtile Philoſophi. 
Natur zweyerley / eine ewige und eine irrdifche. B 
Natura ubi fuam terminavit Phyficam, nos int 
phyficam inchoamus. | 
RUE methaphyfi ica noftra dicitur, 
Naturam imitari, h 
ratur erfreuet fid) wann die Männer die 2 3 
‚ber nehmen und umfahen. M 
Naturen follen mit anderen frembden Natu 
nicht vermiſcht werden / Bi 
Snatür ſoll mit der Natur oermifht werden, X 
- SRütur befördert das Werck. T 
Nebelder Schwaͤrtze. 
Nebel / Geiſt oder auch feynd uͤber der m 


Nebel währen 4o. Tag. 3 
Nebula eft movenda paul mund beiten vel | 
trea, 


SruePhilfopt und bero exgiifitavals W f 

































E x Wachottian., 
lti itinbe: Weyſen / gloria Mundi, Bernhardus Trés. 
| * PFlamellus, Dion, Zacharias und Hollan- 
B! dus! werden von Sendivogio recommandiret. 350 
"t lo poteft tranfi rede primo ad tertium nifi per fe- 
i a ndum, ficnonefttranfitus de nigro ad citrinum 
: ili per album, quia citrinum ex multo albo & 
auciffimo nigro eft compofitum,. - $24. 
fis garrulus, fed poneorituo cuftodiam, & ut fi- 
Tii us fapientum, » margaritas ante: Doreos non pro- 
ces, 0.686 
Wicolaus 27i Rudpléues bat zu Bononien Silber/ 
und zu Carpi feines Gold auß Kupffer ges 


h 


igredo apud philofophos vocatur- INN Ma 
: ur, t 
E * eft principale fignum complete putrefa- 
T 6 tionis ‚folutionis, commixtionis, impragnationis, 


| ay 
[ SEMEN Kunſt / 8j2 853 
ihil producitur interra & in aqua, quod non ibi 
1 li^ eminatum fuit de colo, 993 
| Vi rum nigtius nigto. 913 


i mno in naiverfo mundo exi(lit quod non depen- 


i | LA | 960 
Mitrum Stein Schlang / ior5 1026. 1027;1029 1030 
IR [itrum und fulphur feynd den Metallen fingulari - 
ter berroanb/ 1032 
Nocet veritati quicquid contraríatur rationi, 634 
Voli metangere, i; | 1025 
| Nubes ac pluviz, | | EL 329 339 


od ‚Ob. | 
B. - 


m 





deat de certo uno, uti defua prima — — 





Index Retum, | 

(x Bic&umi(t nach ber Krafft und potentia, 
fubje&um, welches die Suͤbſtantz ſtetigs 
acta und in der Wurckung erhall / ſo zu vorn 















potentia geweſen / BR 
Deere uno untere Elementenn 
Obergeſtirn ſammt ben Planeten bie haben i 
Geiler fo wohl als andere Geſchoͤpff / 
Ofen fol. man recht machen, | 1 
fen Hermetis . 798 | 
wie er auf zu bauen / 1 
Oſens Befchreibung welcher auf 
geſetzet werden / y^: 
Ofen der Philoſophen wie er foil verfertigetim 
den / N: J 
Oel citrin braun / gewinnet oben ein Haͤutle 
welches aber wieder zu Boden faͤlt / gleich 
nem gelblichten ſubtilen Sand/ 
Oel eit in braun / wird zueinemgelben Sandy 
nach graulich / und dann je länger je mi 
ſchwartz / | 44. 4 
Oel liebliches / ale Fein Balfam Fan teyn) Fan a 
dem VitrioleRomano herauß gezogen werden / 
‚Del zweyerley/ - 6t 
Del wieder Schwefel ober Arlenicum. 6 
Oleum philofophorum, | 182 ir 3i 
Oleum philofophorum nihil aliud eft quam hun 
dum radicale merallorum, purum & incombußik 
le, in quoeffentia & forma metallica potiſſim 
conpfiftit, | j E 
Oleum philofophorum fecundum Raimundum | 
lium cft fubRantia corporis per àquam depur 
tám deportata in Ventre venti, à | 
3 € 


| 
3 0 | 


ben unteren | 




















(& Verborum. d du 
1 quare füb82ntia 3 £c IS 312 


MM; * 
"i B rebus furfum elevatur & levigatur, reduci- 
| " 


hirque ad venti hoc et, ad aeris & ſpiritus naturam 


{ } J 312 : 


philof. et limofitas ow nium ——— 
gans ſaper menſtruum poft diſſolutionem ipfo: 
22 
Im omne congregatür * aquam ſuam, 313 
perfecti ſigna, 313 


Wii na 


|: 


ji s 


al : 

alida impreff one aliarum qualitatum per conjun- 
s ionem 25 iliis fufceptarum;, | 313 
J qi id per aUasqualitates, ' | jbid, 


‚ #inatura e(t calida & bumida, 6 
ui tiPhilofophorum definitio, 214.349 
"lee 3 Saturni der Philoſ. welches / und deifen 
f [a Bärckung/ | 406 
N "lom dicitur quande tingit , | $92, 


Ae his Ics qua pom generare poteft fi bi fimile, 

535 
neaurum eft 25, ed non omne zseft aurum, 556 
inc aurum eft fulphur rubeum, fed nonomte ful - 
hur c(t autum, quia nibil etinauro ex corruptio: 
ne E 556 


i 
bi 
a 
* 


alla ; qua procedit ex isdem, ex quibus procedit 
atura, i pn 754 
usprimum eft opus mulierum & Ludus puerorum 
f cil, po& przparationem, _ 326 
perationes operisPhil, à paupere pariter ac egeno & 
lvite preßari potontneis ctiam epus eft,ut memo- 
a | | riz. 







"g 
de 
" 

1% 


‘ 
[^ 
Tr 
7 


u 


mauare Corpus, (5. EY E aH PEE 
m portatur in Ventre venti id.eft, deftillationte - 


fum nihil aliud eft quam aqua mutata in acrem ,- 


iium operationum Alchymicarum melior eít 


rm) 















Index Rerum , ids 


riz confervandz caufa literis hoc artificium & 51 
tut, fed vel ipfa viva vocis iraditione openl@. 
hes aognoſci poflunt, ^ - OM 
Operatio Phil, fere mulieribus ut veteres dicd | 
convenit, " 
Opus nofrum uhi aliud eft quam transmilli 
. paturz & converfio elementorum, E 
Operatio fecundam intentionem liter et diffigll 
divitiarum & temporis perditio, | 
Opus Philofophorum facile abbreviari poteft. J 

| & quomodo, - il 
Opus Philofophicum alii acumine ingenii mul 
abbreviarunt ; 
Opus magnum femet ipfum folvit , femet ipfun 
xat ,liquat & perficit, 
Opus in principiis fuis materialibus non exe 
pretium aureorum trium, | 
Operatio quare in pun&o ConjundionisPlane 7 
& ftellarumfieii debear, 3 
Opud Philefophorum t non caolatur à à motu füpe 
ram , | 
Opus Philofophorum omni tempore incipe, - 
Opus ad Album & Rubrum, 968. pag 
« Ovitres fant partes, mE 
| one Podlefophorum i / ,349« 


P. 
SY odefopbifebe Meerift Waſſe⸗ 
Philoſophiſchem Werck iſt der Natur 
lichkeit wohl zu beobachten / 
Philoſophiſche Kunſt / iſt nichts anders als 
Rraͤffte der Elementen gleiche Vermiſchun 
odex eine natürliche M aes | eine E 








Eco dua Verborum. 


fd hung des Manns und ZBeib3 / eine Zufams 
ii gung des Feuers und Wurtzel Saffts 


n lofophi _ haben diefe. irfenfchafft siot 

L] Tauß Begierd Silber und Seldez/ ſondern der 
Natur Erfündigung hatben/ja vielmehr des 

j Tester: ſelbſten / (o hoch Rear 21 

Ji | 

1 














ilofophifche Schriften feheinen bißweilen eins 
nder entgegen zu feyn/und warum. 22. 
Weleget uno toarum/ 24 — 
) 4 lofophus foll ein wider gebohrner und 
Menſch ſeyn/ | 
m ilofophifcbem Stein fommet nichts / was nice 


T arvon aufigangen und herkommen iſt / 33 
? lofophi: ch Werck erfordert nicht groffi en Koſten / 
: To och mit Unterſcheid / 33 


m) Door Stein / warum er Stein — 
ird / 
x| Ion verftehen Durch die Nacht in San 
Weraͤnderung welche ſich in der Schwärge zu 
traͤgt / 45 
BU Magnefia und in bem philofópho - 
Mr um Saturno ligt der Mercurius und Lapis phi- 
ha olophorum Univerfalisverborgen. Moe 
i ilofopbifbe Kunft warum einige Diefelbe verbie⸗ 
Ften und verkieinern/ / 74:75 
1 filofophi mwannfie von einem Dina rebem/ ture 
| l oldes zu verfieben/ 104. 
i" lofophi wann fie von zweyen Dingen reden Bi | 
R i verſtehen / 04 
| —* lot an es foit nichts fremdes darzuk feme 
108 


Gggg 













 Jlilotophorum Fluch / melden fie aufdie Alchymi — 


















index Rerum, 


Philofophifd) Werck wird ein Kinderrpiek t | 
Weiber Arbeit genennet unb warum dieſes 
| Philofophen Que Biber und ihr wohl gekod 
Schwefel / i 5 
Pallas & vefta, 4 | 
Pandora was Dadurch Yerftanden wad⸗/ und fid 
weit ſie ſich erſtrecke / J 
Particular Feines / Fan nebé dieſem einigen Weg 
natürlicher AZateri zu megen gebracht tert ) 
und warum’ t 
Partes que elevantur in fublimatione, non deb 
- feparatz manereab his qua inferius funt, ° 
Par in parem non habet imperium, 
ParticularoderUlniverfal fan ohne den Spirit 
mundi oder an deffenftaft / Den farurnalifgf 
doppelten ZZercurium nicht su wegen gebra 
werden / | 
Particular fati nicht gemacht werdẽ / ohne bie e : 
&ion falis ammoníaci oder Mercurii philofopk 
auf oer philofopliorum pontifcben Waſſer € 
Particular fan ohnedem Univerfal-Q8ercf nicht: 
macht werden / 2 
Paranymphus Mercurius, five fpiritus aereus, 8 
Pafta oper Teig / € 
Paftafine fermento non fermentatur 9 
Pater genetatur inter maícalum &foeminam, : 
Pater philofophorum eft Mercurius, 2 
Pater & Elixirdiffetunt. — N 
Pauci laborando artis veritatem SE AE 628. 
quare, ibid. 6 
- Pellicaa ein deftillit Gefaͤß / 2 
Per pr;vationem humiditaus qM philofophi int) 


disant, $ 8 j 
/ Jj 








p^ i20. DM Rerüiii, * 
| Biete Wiſſenſchafft kommt nidi N) 

Pi tape Sunt ift eine Gabe des sand 
| ſten / 23 


Phenix und falamander, 
Philoſophiſch wircken was es fey/ - 
Philofophi müffen ihren Stein beſſer fi eoi: 
. braten wie ſolches zu verfichen/ ) 
Philofophi treffen alle zuſammen in dem einige 
—— ver weiſſen Goals Schreefelun 
Queckſilber/ 37 
Philofophen Wurkel/ 38 
Philofophifdj tvaffer und Philo ſophiſch Gold 
miſchen ſich in ————— ſo lieblich um 
fein wie Eyß in warmen Waſſer / 38 
Philofophifcy Meer in welchem eine Eleine Inſu 


- Philofophi ſeynd auch zum Theilherrfchende Kon 
ger regirende Sürften und gewaltige 
geweſen / 
pPhuolophi ſeynd fleiſſig und bedachtſam zuleſen 39 
Philoſophiſcher Saturnus ift nicht der gemeine/40 
Philofophi wann fie fagen daß außjeglichem Mi 
fall eine Tinctur zu wegen zu bringen ſeye 
ſolches zu verſtehen / 4 
Philofophifcher Schluͤſſel muß einig undallein 00 
des Saturni Geblüt genommen werden’ 41 
Philofophi haben von fo vielen Arbeiten foie = | 
zu tag nichts gewuſt / n 
Philofophifcher Stein foll gant und deffen funi 
Subſtantz genommen werden / 41 
| — ya ſoll der Mund bre 
































E . & Verborum. 
4 gptrbén/4t4. . follgefet werden ín ben Boden | 
k der Philofopben u Untergang der Sonnen. 414. 
niffiailofophi fc Wer foll angefangen werden von 
Der Mitte des Chriſtmonats bif in Mittedeg 
d Xenners unter pem Zeichen desSteinbocks/ T 4 
Noſophiſch sum c 418 | 
à bilofoyl hi wann fie nurson einem Geſchirr gere⸗ 
det / mie fie es verſtanden / 422 
hilofo phiſch Werck wird auf bas laͤngſte in. 4o. 
Tagenuñ Naͤchte erfuller gu. bem ABeiffen/ 422. 
zudem Rothen aberim 9. Tagen und Naͤchten 
| aufdas längfie/ 224 
i fic in 140.diebusabfolvatur opus, 
J — Werck ann es mit Gottes — * 
ii Ende gehracht foll man Gott davor Danck ſa⸗ 


1 


! 
I 


gen / 424 
p ilofophorum enler Phoenix, | 424. 
Bhhilc(ophi baben gefekt die Kunſt mit verbot genen. 
1 '$orfen/429. und warum ibid. 


1 Philofophi baben niemahls Phıgen gefchrieben! 429 
| p llofophorum Schrifften ſeynd nicht nach dem 
1 Buchſtaben / fonvern nach per Wixckung ber 
d Natur zu verſtehen / 429 
olophiſche Arbeit ſoll nicht eher angehoben wer⸗ 
- ben man habe dann zu vor begriffen Der Philof, 
^. einiges Ding’ welches ft ihr Sally Some | 
and Suedfilber 429 
3 hilofophihahen bit Ding nicht genennet welche 
- fit gemeinet / ſondern nur Geheimnuß weiß ſolche 
su verſtehen gegeben / 430 
E — libris ſuis aliquando primo tradide- 
14 runt fecun iun opus, feilicet operationem lapidis, 


poft: a primum To quod eft de Elixir. 434 
|i 6999 3. Philos 


ar 
TD 


nn 00 1 

Philofophi quandoque vocaverunt in libris fuis e 
xirl;pidem & lapidem elixir. AA 4: 
Philofophi wann fie fagen nimm Schwefel Arfen 
‚ cum und Queckfilber per gefublimiret iſt i 
Saltz / Alaun und Bitriol und deßgleichen / m 
brenn und ſolvirt und coagulir in mancheif 
Weg / ſoll nur Oleid)nág weiß verſtanden tot 
DW S | 435-436.43 
Philoſophi warum fie zu weilen obfeur oder dunck 
gefchrieben,/ | RR 43 
hilofophi warum ſie das Queckſilber genenn 
haben Saltz / Vitriol und Alauny — 43) 
Thilofophifcd Waſſer (E der wahre Samen alli 



















Metallen⸗ AM 
Philofophifcher Spruch : qui mecum oritur mei 
cum moritur toit fofcheg zu verftehen/ 46 
Philofophica adminiftratio non fit nifi occidendo 8f 
. ^ pollea vivificando, . . | . 464 
Philofophen Lob/ 





46: 
Philofophorum resquadrina ift geyiertes /in qu 
terra, aqua, aer,ignis, 474 
|. Philofophorum quinta effentia, in Welchen bie vie 
| Element €rb/ Waſſer; Lufft/ und Seuer zwey un 
ichtbare in zweyen fichtbaren verborgen find mild 
| ber Natur allgemeinem Geuer GSüncfefein obti 
fünften Weſen informirtt und begabet & fic re: 
compofita, A 
Philofophifch waſſer / | 478 
. Philotophinetmen ber. Metalln Samen Oder pri- 
mam materiam metallorum ein vereinigtes oder 
. "Dicto waffer/ 484 ; (ſes 4.84) 
Philofophifche Arbeitift fehr ſchwer und warum Die 
Philofophifches Subjedum iſt Das jenige allein dat 


u 




















uS . . & Verborum, 
bas Feuer uͤberwindet / und eor bem felben nie 
(albe rwunden wird / ſondern in ihn befreundlich 
i ruhet / und fich deſſelben freuet/ 516 
dm ulofophiftbes Subje&um of [chen es ein Metall 
mullfL/battet es doch gängtich in ihm des mir bedürfe 
wf ten zu unferer Meifterfchafft/ $17 
„„Mulofophifcyes Studium fernet erfennen ber Him⸗ 
name Tugend und groffe Wirckungen / $35 
falofophi, aber nicht alle!haben bieft Gabe Got⸗ 
M Ete von ihrer Wiffenfchafft und eigenen Ver⸗ 
E Runfit gebabt/ fenbern die guthergigen / fo der 
; i 9tatur mit Bernunfft nachgefolget/ haben ſich 
ad langer Zeitz Die ich verordene und nad 
lang getragener Geduft erlanget/ 13 
i hilofophifcbe Kunft iſt nichts anders bann derer 
JU Dinge Reinigung von der darinn gefallenen 
FH InreintgFeit/ welche eine Serftóbrung undZer 
AE freung des guten find/ und Daflelbe verhinderny 
A ba fie gu ihrer Vollkommenheit nanırlich nicht 
E mögen gelangen/ 537 
Thilofophi haben von ihrem einigen Ding durch 
à | eine Sürficbtigteit mancherley gefchrieben unb 
raum 00 $28 
nu ilofophi wann fie in der &oneorban& von ihrem 
I Stein oder tinetur gefehrieben haben’ das iſt in 
B. rerum natura tvarbafftíg und getvtg/ $38 
BPhilofophifdbeg toercf wird von einer einsigen ges 
F ringen/ fehlechten / mit ihr felbften vereinigten, 
Bo Materi gemacht / 438 
Philoſophiſches Werck wird in einem einigen, 
wohl verfihloffenen Geſchirr und einigen Ofen 


| ganadt/ $38 
E 9989 4 Phil 


EC 





















IndexRerum, _ [^ 
Philofophifches Werck foll nicht angehoben tul 
den auß der erſten Materi oer Natur — Sb 
. un warum) EL 
Philofophifehes Waſſer hätt in fich alle Elemen 
himmliſche und irrdiſche qualitates. 58 
Philofophinon faciunt Elixir neclapidem fed nam. 
ra,cui miniftrant 'materiam de qua agit, $9 
Philofophi follen die Elementen verfihren ſo wi 
ven fie finden mas fie fuchen/ 9 
Philoſophiſche circulation iſt nichts anders als DAR 
Eompofitum einträncfen mit unferem Merc 
rial-Waffer nad) demrechten Gewicht SA 
Philofophi babenpurd) Die materiam primam | fi 
. cundam verflanden/ - T je | 
Philofophiratben man folle arbeiten in oem. Cog 
. uno Queckſilber — ^ (58 
Philofophi was fie ſuchen ftecftím Mercurio 5 
Philofophifchen Waſſers Multiplication. 6a 
PhilofophifchjeSolution und putrefaction was fi 
ſeye / 61 
hiloſophi duplicem modum in eorum libris pofui 
runt,  Unoum verum, & alium falfum: veruf 
autem per verba obfcura ut. nifi à filiis doctrin 
poflent intelligi, ne impiis fcil. vía agendi profa 
naretur ; falfumverofub verbis intelligenti 
bus pofuerunt, & hunc communiter fequuntu 
operantesin Mercurio, fulphure, Arfenico, & 
etiam in ipfis corporibus;& nihil invenerunt, 62« 
Philofophi marum fiediefe eoe Kunſt erfernet / um 
wie fie Diefelbebetrachtet baben/ — 
Philofophifches Waſſer hat ein. innerlich euet 
und wannes Hulff von beharrlichen Gcuer ha 


^ 








a | & Verborum. 
E fo verbrerinet es drey theil ſeines Leibs / mit dem 
eib dieſer Frucht / 661 
‚ Wlofophifches Waſſer wird mit Verſtand des 
ng Meiſters gekocht 661. erfilich fieben Monat / 

laomablen zehn / 661 
er | Biochotuin pondus oder Gewicht/ 663 
; lloiophifagtn Daß der Lapis philofophorum 
E wiſchen zweyen Bergen generirt ſeye / daß er auf 
den Mit geworfſen werde / aud mit unſerẽ Fuͤſ⸗ 
^n gertteten/ daß er zwifchen Männlein unb 
Sräulein generi. werde / und daß er in mir / in dir 
" und dergleichen Dinge feye/ | 669 
u ilofophifches XS affer ſoll man ehren 671 
lofophus bat nicht macht bey verluſt Des edlen 
Kleinods ſeiner Serlen bie Aareriam jemand 












uoffenbahren — — N30 
d lotophi omnia figurstive locurifunt 636 
Tilofophi haben inihrer Kunft mancherley Wort 
" gebraucbt/viel gedichtet und vexirt | — 689 


]ilofophi baben in ihrem werck viet Materien und 
vielerley Arthen zu arbeiten gebraudiet/ 69r 
. Ji Bor baben alles figurative un yerborgendfich 


ee / 692 
J i Doni haben ben Stein it vielen Nahmen 
J genennet / 692 


in eon haben entweder den Stein mit feinem 
Samen. nicht genennet/ ober aber wann fie ihn 
Mgenennet haben/ etwas darzu 9eft&t / wipes | 
"iba verdunckelt/ 
p multa ponunt, eb suh nihil P 
a -&quare,' ibid. 
Wi ilo lofophi ſeynd verachtet/ 699 
E 9889 UE Phi 





"mE 
Index Rerum, | F 
Philofophi fuchen ein fire Subftang in bem $i | 


Philofophorum Ding/eines machet drey / unb i 


zwey / 1 
Philoſophiſche Kunſt bat auch ihrezeitweichendg 
in obacht zunehmen, d 
Philofophifch werck ſtehet in vier worten 4 
Philofophifch Werck iſt ein Werck per ra | 
und ein Spielder Kinder / 1 
Philoſophiſch Werck beſtehet auß bem Regin 
rg und in BegreifflichFeit der QW 


unfft. 
Dicen haben von ibrem Werck ín Figure 11 
redet / 1 
Philofophifdie Mercurius wie er leichtlich zu zug 
reiten ſeye / | ; 
Philofophi egent uno vafe, una fornace,unaque 
pofitione poft przparationem primi lapidis, "M 
Philofophifcher Regen / 1 
Philoſophiſches? amd foll nicht ehender angefll 
gen werden / man babe bann. zuvor lernen iii 
chen Zinnober / Vitriol / und Nitrum. 1 
B—————— unſer Mercurius, unſer Qu | 
ſilber / 
Philoſophi warum fie fo verdeckt von der Matg 
Lapidis geſchrieben / 
Philofophorum Artzney wird auß denen Dingen 
zogen / in welchen es iſt / 
Philoſophiſches Werck erfordert annoch zu MM 
und Weib oder Gold und Silber den lebg 
machenden und Chymifchen Samen/ | 
Philo ſophiſcher Mereurius ae auf dem ES | 









— 





& Verborum, “ 


I anb der Erden hervor gebracht / 744. item 

B dem zuſammen Fluß der Eiementen/ 744 
yer ift Der Natur erſt gebohrner/ 744 
Morbi AMercutiusoder Diefer Geiſt wird 
ein Durch die Bande per Elementen gezwun⸗ 
1 744. Dieiem ſencket ein in. den inner 
Pos des Saturni Den Meer Gott Nine 



















à 


.. 


Gul 


Kr 9 


5 Cophifche Adercurius tft trucken und, PR 
fluͤchtig und ſix / 745 
dlophifcher AZecc. verbirgt unter feiner De 
feinen himmliſchen Gift; den wahren Schwe⸗ 
" der 9tatut/ 246 
s - halt in fich feinen Schwefel ibid. 
„gofophifcher Aercuriusift der Himmel / ja wohl 
"a Geiftdergansen Welt/ und deſſen fünfitee 
" fen/746. uno warum otefes/ ibid. 
Ap beoodfrnicors anders / als einerdeitigung/740 
boſophiſche Wahrheit ſeynd Feine Luͤgen / 756 
tel 2.theil leer und ein theil angefuͤlet ſeyn⸗ 


"n 761 


M U 1o Hermetice figilirt fenn/ 76i 
» ‚mit eingeſchloſſener Materi foll eingeleit 
erden / 76x 


€ ophifbe Materi wie bamit st.procediren/z65. 
ofophi. tva8 fie bey dem philofophifchen werck 
athun haben/ 765 
Y Tc ophifderOfen soll zwey Loͤcher haben dadurch, 
18 euer mogeregirt werden. 971 
i 5 haben vonder Univerfal Mediein und | 
In: teria prima obícur gefehrieben/ — 7: 
l ofophi materiam celantes folum cffeium pate- 
" I: erunt Be EZ 
« Paick 


3. 











’ Philofophifch«s Werck / wie es erfüller wird / E 


| rallifchen Schwefel/und unfers Queckſilbers j 


Index Rerum, | 


Phiol oder der Königliche Saal | E 
Philofophifdjcr | Mercurius iſt ein anderer m" 
meine’ 821, 
Philoſophiſchen Feuers Wuͤrckung / 1 
Philefophi haben von den Graden 685 Feuers ? | 
ckel geredet! / 
Philofophifchen Wercks andere Theil) pag iſt | x | 
figung oder Weißmachung / 4 
Philoſophiſch Werck muß nach der confit | 
der vier Theile des Jahrs befchaffen ſeyn / 
 Philofophifdyn Steins bebe Krafft und d f 














2 


A 
4 
| mancherien Dahmen/ . u 
Philofophifd) Werck wird durch die Natur "m " 
Labaranten in fdyfecbter Zeit erfanaet/ 4 
| 
Philofophi haben ihre Schrifften den SET | 1 
hinterlaſſen / daß fie bie Drenfchen zu höheren d 
chen anreiseren/ i J 
Ph.lofophifdje Kunſt was fie eigentlich ſeye / 
Philofophorum wahre Solution. 
Philoſophiſcher Mercurius entfprínget auf bem. 1 
fammenfügung und QBürfung ^ ^ 9 
Philoſophiſche Tinctur / . Adi. 
Philoſophtſches Nitrum, 1027. 1028. ofen SE 
fingi a 
Phlioophiſches Seien i i 
Philoſophi haben eine Mineram zeſucht / welch 
* ficheinen feuchten Dampffgebe/ — 
RB nalen Haben zwey Mercurios steal 
Philofophifche Materi iſt nicbt gemein Bold / i 
Fhofpphi ſeynd Menſchen gere unb fam, 


! 
! 
ii 
| 





4 2 s cé&Verborum — ; | 
Blichr alles nach der Schnurmachen koͤñen 104r 

lofophifche Schriften ſeynd niche nad) dent 
Wuchſtaben zuverſtehen / 165 1. warıım dieſes / 1051 
loſophiſcher Stein „fan unsehlich viel Metalle 
erwandeln/ 1060, 
» dieſes wird probirt mit Erempeln/ 1061 
dofophifches Wert iſt ein übernarürliches 
| | SUAM was die projection betrifft. 
la : 1062, 1063. (1063 
ſoſorhiſcher Stein wird einem Feuer verglichen. 
loſophiſche Kunſt wird die andere Theologia ges 
Mennet / 1064. und warum / 1064 
























N 


4 


IN 15 en / und warum / 1266 


p loſophiſche Saar’ 1066 
Bhilofophifcher Gebrauch nuͤtzlicher Gebrauch 1067 | 
i j loſophiſche Kunſt wird ſelten gefunben/ nnb tva. 
J E Ittít/ 1068 

bitofophifche Kunſt ifteine Gabe Gottes/ 1068. 
T 1070, dieſer iftder Außtheiler derfelben/ — ibid, 
| 4 iloſophi haben nicht auß Schuldigkeit oder Geitz 
j oniefer Kunft gefchrieben/ 1068. und warum / 


1068. 1069 
| bohiſche Kunſt foll nicht allen Leuten gemein 
Eemacht werden. 1069 

+ loſophi fchreiben deutlich / 1009 
iloſophi / vor welche ſie ihre Buͤcher ſchreiben / 1009 
cus Comesa Mirandula laudatur, 960 
Iemæi& homunculi Paracelfi, - _ 218 


ito vermahnet / daß man in allen Dingen / ſo wohl 
Binden geringften/als groffen und vornehmſten 
Sot um ſeinen milbveichen Seegen / Huͤlff 
; E ootanb ences (od 3 431 


Pla- 


flofophi haben die projectionam flarften befchries | 


- 





(e; 


Plumbum depurgatum in — 3 | 















Index Rerum, — 5 
Plabetatüm generatio -docetur, 479. (ned 
Planeten haben all ihren Scyein von der 
Planétz quoinodo faciant imprefliones (uas in’ 
Lapide benedicto, $936; (Luna | 
Saturnus Jupiter, Mars,Sol, Venus, Mercu T 
Planeten $auff und Wuͤrckung / 
Platonis Tochter/ 


titur, 


-Plumbum Philofophorum, iſt Matchafita plu 


Plumbum pro fplenis conferyatione, Ü 
Pontifchr Keurigfeit: 4 
Pondus aqua efto plurale; terra vero foliatz J 
gulare; T 
Pondus mafculi fingülare & famine plica (d 
efto, 6635.88 
ondusift wohl (t acht zu nehmen/ 64 
St Stern iſt geſetzt fiber ben BiU Soo über! | 
Eifen. 87 
Pondustotius congelati, 10] 
Principium movens & coagulans, _ | 
Procesf Bruders Beorgen aug Armenien 
Primz materiz Mildy Blut und Schweiß) 


Truckne Sulphur oder mánnlídy/ nad) der Ke 
und Feuchte Mercurius oder weiblich genenier/4 d 
Principia metall ica triplici ftatu differunt. auc fü 
remotiffima, velutiterrecumaqua mixtura, \ 
remota, prout vitriolum, aut funt hes 
cutargentum vivum & falphur, : 
Pradicam ſol man nicht allzu frühe anheben’ r 
Pra 



















E: 
t 





& Verborumi. 
‚Mina materia foll nicht in einem hartes Ding de 
nacht werden. | $63 
na materiaift ein Stein und 09d) fein Stein, 
avonein flüchtiges Seuer in Sorm eines Waſ⸗ 
as gemacht wird/fo feinen firen Vatter / tmo feis 
Wie flüchtige Mutter ertraͤnckt und ſolvirt / $76 
Ieesſdes gantzen Werecks kurtz angezeigt / 632 
lum Regimen lapidis eft diflolvere, 637 
B:parationes ad opus philofophicum ſunt neceſſa- 
Hi quas operationes vocaverunt philofophi mun- 
lificationes, fubtiliationes, folutiones & conge- 
ationes; ADM 652 
iportio Mercutii ad Sulphur wird in jener Pas 
Abel gar fein angedeutet unter den Muͤhl⸗Raͤ⸗ 
ern / und dero Zahl unter dem Muͤhl⸗Waſſer / aber 
Eyas Menſtruum verdeckt. 664 
Bces( welche vor Geld feil gebotten werden / ſeynd 
Betriegereyen / 685 
pjedio injovem ac lunám quomodo infituen- 


da, \ 715 
jje&tio in folem quomodo inftituend. 715 
jma matería lapidisphil, 791. (851 
i&ica oder Handlung der phil. Kunſt / 792. 814. 
incipiorum mancherlen Namen. 927 
ectio quomodoinftituenda; 1006 
,dioje&tion wie diefe auf Silber und Gold aefchehen 
Aſolle - 1060. 1062 
llojedtio auf ben Mercutium, 1066. (688 
ii :udophilofophi quigam, 687. illorum doá&tina. 
in lvisfine tactu, _ 321 
lllvis niger fuatn ingreditur aquam, $92 
d trefactio in diefer if equalis calor vom Anfang 
biß zum End / 46. Putte⸗ 








VE: 




















2220. THERME Rerum, Ri 1 
Putrefadio, Solutio, . | E 
Putrefadio fibt nothwendig / — 2 d 
Putrefactio fol währen 42. Tag / doch e 4 
beſſer / weilen der Coͤrper fid) in derfelben au 
rem aufloͤſt — 
- Purrefatio ift dag ſchwartze Segel / mit wechen 
TheſeiSchiff ſieghafft auß Creta Mh 
fo cine Urſach feines Vatters Tod geweſen 2 
Putrefactio in diefer muß warm und tcucen Fall 
feucht ſeyn / a 
*Purefadio & thefaurus rei, 2 
| Putcefacio fol geſchehen in inte tomus Xl 
miſt ideft. Adercurio, 2 
Putrcfa&tio non eft fordida nec Anand 
- Parrefaction Wuͤrckung / 
Putrefactio perficitur in 36. icbus; (cedunt ! 
in 70. fecundumalios in 8o. incirca; — - 3l 
Putrefactio fit igne lentiflimo fimi calidi & humifj. 
& nequaquam alio, ita quod nihil aſcendat 


uare hoc, 
‘ Putrefa&io foll geſchehen i im Balneo mir mitteln 
| ger Waͤrme. 
^ Putrefactio fol 40. Tag währen, 6 
.Putrefactioeft corruptio materi@, = 766 S 


Putrefa&io macht den Samen gruͤnen / 71 
Putrefaction ſoll das Feuer nicht zu groß haben / zu 
unb warum / 
Putrefa&ion wird erfuͤllet in 97. gioo dagen 8 | 
Putrefadtio,Sublimatio,coagulatio, ) 
—— iſt das End der warhafften Qe 
rung und ein Vio der rechten Tinctur/— 9 


Ei 
[ 

SR ] 
| D 


P. |... & Verborum. EM 
bentopff ober nigram nigrius nigro, 46 


ibenhaupts in dem philofophi[d)er Werck 
——— 267 


* DD 
7, 1 
uh 

























"Mipy fleugt beh Tag und Nacht ohne flügel7 276 
4 ; pp Bitterkeit in feiner Kaͤhle / 276 
benhaupt iſt ein Kennzeichen einer vollkommenen 


(i tl 


Corruption, 278. 310 


imundiLullii, Rupefciffe quintz effzntiz, & cœ- 
lam philofophorum Ulftadii, 912 
iii Stellarum purgantur, — | 956 


—- — 


5 app fleugt in der Schwaͤrtze / 1003 
bis eſt res bina confecta, UN E 
$ men operis eftunum Regimen, inyidi tamen . 


N Tuo reminun) diverfirate hoc ccelarunt, 342 
Ss per purrefaltionem, & per debitam decodio- 
: em ac longam d:geftionem, aliam & nobiliorem 

formam acquirunt, uv" 
Es und Circulatio der Natur quid; ^ 457 
lefurre&tionis Exemplum; E 464 

H furrectio id eft perfectio, "M 464 
Mebis ein ander Matert / 469 
r bis oder Res bina item doppelter Mercurius, 4 

ealgar de Arfenico & auripigmento, —' 50 

Kaudion durch welche Sachen fie gefchehen i tolle 
unb fönne. 33. 5a 
| r tsnon eft argento vivonoſtro extranea, in quam 
r Magifterium habet converti, fcil. in aurum 


" '& argentum, $34. 

ses oder Ding gt ſublimiren / ———— 
es oder Ding wird gerddrer und PU gemacht / 
educere quid, | 617 
te Suͤſſigteit / | M ABER I 


$89 4 da 


i13 





t 


Reben der phil. ob fie bluͤhen / 3 7o | 


index Kern, 


Res ift éin Sutter aller Metallen und ift plumbH | 
philofophorum, : / 63 












Reduciren was es ſeye / 
Rebis wie zu præpariren / | E 
Rebis i.e, res biscompofita, A51 (pofitz, 68 


Regulæ à Thoma de Aquin & Alberto Magno pre 
Reglen welche nothwendig bep der Kunſt maa A 
. ebadyt genommen werden/ $t 


Refolvi in —— aliud ‚Corpus non oum | 


ftans, na 
Regiment des Feuers nachdem Sendivogio, 7 
Res nonfiunt nifi fecundum naturaseorum, urhe 
mo de homineleo deleone, ( 7A 
wie folcheszu verſtehen / 748 
Regirung der Hiseift wohl inadit zu nehmen / 82] 
Regimen quicu: que illud fcientifice cognorit,prit 
- cipes & magnates terræ illum honorabant, 83 
Deine Elementen darauß werden gebohren die Ge 
ſter / 
Reſurrectionis Myſterium, 88 
Receptaculum fell wohl verlutiret werden / 92 
Resilla de qua Lap. phil. fit, vocatur Arfenicum. 93 
Rebis. 93 
Redudio prima eft folutio, 
Rebis Hermaphrodit, 
Rebis putrefactio, 982, 
Richardus Anglicus, Raimundus Lullius, són 
Geber werden recommenditet und warum / 7 
Ringelblumen Farb unb endlich in Amaranten Fat 
verwandelt. 15 


Richa 


en... - 
E 


3 "ba s Metboruii. 
irdus Angl.cus ein Corredor oder Richter als 
m thoͤrichten Arbetter. | 716 
gationes ‚adzquitiones, imbibitiones, infpiratio- 
Hlies,vivificationes, folutiones,cóngelationes. 100$ 
Bos caieftis, 113 
1 ofe Schnee⸗weiß / 150345 
he Mann und fein (donee weiſſes Weib / 245 
lett fire Knecht und das weiffe Weib/ oder Mer- 
'curius und Sulphur. * in 
she geher der Weiſſe vor/ 
örhe foll feyn braun roth wie Bocks Flur) N 
AM ilg roth oder wie ein fdóner SXubín/ — 347 
tore Roſe / | 362 
Mother K König oder dagrorhe Elixir. 362 
Borh Elixir in dieſes foll nichts eingehen/dann was 
| | rotf) iſt / | 364. 
| totbe Medicin wie fie Lunam oder Mercurium in 
get tranſmutire. 365 (deuung / 371 
d törhe wird er ſchaffen auf der Erfuͤllung der Abs 
T lot gebührer die Roͤthe / 372 
lot wie Zinnober. ı 372 
Kó jb bebeut die vollbrachte — 385 
Di I: her Mercurius wird zu der rothen Erden gethan / 
und wird durch die Circulation erſtlich zu einem 
ODel/ hernach zu einem truckenem pulver gebracht / 
1 A de 
Roſe von Sericho/ 
ZR toches Del wann es aufber Mareri ſchoimme f 
A ee cín böfes Zeichen / 4'9 























m tber Schwefel/ weiſſer Schwefel/ | $etf- 
Rother Loͤw tiit dem Blut deg grünen Löwen ge 
ch i eiſet und Me " | — 








Index Rerum, " 
Roß⸗Garten / —— 
Warum dieles Buch alfo genennet wird 6 
Rothe Juden welche waren in dem Gebirs/ N Mor P 
Cafpii genannt, d 
URofurius ^ d - 
. Roíaniveafeualba, d 4. X 
Rofa fanguinea feurubedine decorata, " 
Rothes £cl ift die purpur Sarbe Seel 7 
Rothes Del welches oben auf bcr Mareri [mil 
met / 
Sofenfarbes Blut der philofophen, 
Rothe Knecht / 968. D. 
Rothe Kleid / 9 
Rother Wein der philofophen, 9d 
Rothe König der philofophen welcher/ 9l 
Q 
Go 









EX 


ofen werden gebohren/ 
Rother Schwaͤfel welcher / 
Rubeus color fiet 150. diebus, a 
. Rupefciffa verſtehet durch plumbum philolopi | 
rum Ántimonium, 643 
Rubificatio Materiz aurae perquartum graduß 
ignis, | $4 
Rupeciffa, | «9 
(e. 4 
(eis ber philof. oder Laton, | 
San&us Thomas tín wahrhafftiger phil," 
Saltz / Schwefel uno Queckſilber / vie alle drey feni 
in einem ſubjecto.und das Subjectum ift 
philofophen Saltz / 3 
‚Satz ber philofophen wird gefunden in pest A 
ſtern Kercker der Merallen/ | u 
Fan? der En PEN eade werden / | 


a ius 


rH 


San 










E. o ..% Verborum. 


iti x Irnas de canalibus, . 394.398 
18 

rnus wird ein Vater affer Metall genennet / 400 
n urnus fatínfid) alle Farben fo die philofophi in 


J AK diein ihm die Materiam philof, ſuchen/ 400 
Paturnus wird in der calcination ſchwartz als ein 


[ing Raab/ 401 
llaturnus der affe Kinder freſſer / | 400 
| al vitrioli unb Saccharum Saturni . auf dem Satur- 

- 110, 401 

iatarnus fat viel gelehrte ——— des Sub- 
id jecti philoſoph orum hetrogen/ 401 
arucni, minera iſt nicht bas rechte Subjedum phil. 















Iq . pf 403 
Ic 


; nod) Saltz erwas/ 406 
4 aturnus fat nur ein Bein / 406 (406 
ib [Saturni Kraͤfften über den Mercurium communem, 
Sal folis & Lunz fixum, muß refolvirt feyn / daanı 


den fol — - 

i Saturni Gebluͤth ift deredfen Jungfrauen — 
gantz nahe verwandt/ ^ o o 408 
Saturnus fan fein ander Corpus gut plusquamper- 
\ fe&tion bringen/ "408 


! | Saturnus zu Tu bátt fein Silbery - 499 
[5 jituraus ü der Wegweiſer zu der edlen Jungfrau⸗ 
Hhhh 


E. 
p. 


n 
Ir 


auff Seuer von Jnfaug/ ME e 391 | 


t T ni Lobfpruch/ 399. 


m gradibus befchrigben/ und betreugt Dod) al⸗ 


i turnusein after, Cammerſchleicher 403. 
uürnus ein alter. hinefender Gruntze ^ 49$. 
j jatur nus communis bat weder ín iem Schmaltz 


ders bet Mercurius dadurch ſtehend gemacht wer · | 
an 


saturnus iſt das erſte Metal inder generation, 408 


3 Schoß 





.  Salmerallorum ift ein imperfe&t Corpus, dag gu 


















ger teta A-MwAMRE 29 " 
Schoß / aber doch nicht die edle Sftngfrü 
e fibt 1 
^ Gb oa philof. wird Mercurius genannt/ a T 
Saturnus der Kreyſe / ATE. 
Saltz ift an feinerinneren darb Blutrochinach feine 
Zubereitung aber/ weiß’ hell und Elar und durch 
ſcheinend / toiro von ben philofophis fal fa piential 
genannt / 46€ 
Saponis generatio, | 478 
Samen dir merall iit din evitar vapor oden 
Dunſt Waſſers / 490 
Samen der Metall wie er in der Erden gener 
wird / und wiefein Wachſung su gehet/ 459 
Samen der —* kennen allein die Kinder — 


bo rft 33] 
Succer diefer Sunftmufi eines ſteten Willens f 
(o. tnber Wirckung / 533. (num, $58 


Saltz dardurch verftchen die philefophi den Sarur- 
( Samen ber Merallen ift einander verwandt / pabeto 
| hardie T'ranfmutauon ihren Grund / 574 


Mercurius philofophorum, id eſt ein in — 
manens vel benedicta wird/ $72 
Sal metsllorum ift der Weifen Magnet / welcher ſei⸗ 
nen philofophifchen Martem liebet / anhanget / mnd 
bey ihme bleibet / $77 
"amens Berwährer und @efäf ift das Wafler’647 
|Imaeis def Hermaphrod: cen zarte CYungfrau/ 656. 
Imander (im Feuer beſtaͤndig deſſen Blut koͤſtliche 
ſt / dann alle Schäße/ 661 
M giebt die Härte allen Dingen / 673 
imus fat níd)tín fid was einige Metall zur Xen 
‚llerungbringen koͤnne / — Sauer⸗ 































& Verborum , 3 


Auerteig des Geldes iſt Das Gold / dee utes 
Sauerteig iff bag Silber, | 
llalift nichts anders als ein irrdiſches Bein 
Und LUnreinigkeit/ 747. ^4 (fz64 . 
same cinc8 jeglichen Dinges mag er in fic A Pus 
‚Walt der philofophenmelches/ 
Aurnus bat mit feinem - Harn zwey Aucekfiiberr 5 
Junterſchiedlicher Subftang aber einer Wurtzel ge 
Wwaſchen / unb genenner Schwefel von bert 
Schwefel / "823 
Maltz / Mereuriusund Selphor wo gantz zart und 
rein zu finden / nnn 2 
Aaltzigte Mercurial- Waſſer⸗ ſo mitd der Fontin um: 
| ‚geben 17 > 
erae (cripturz encomium, EM | 
Pefft der Zhilot.haben verboraendie. Alten fürrimt ! 
A "der Arbeitund Dieprzparation, |... 5 943 
Balf der⸗Herrlichkeit bat feine 28 obnung gehabt 
Jj E den facibus tertz, 996 
Jalarmoniae Dé philotz- c7 "" 1000 
y limi Farb kommt auf be : Weifte und Roͤ— 


Mamen der Metallen Der Maͤnnliche und Weib⸗ 
„(Damen Veneris und AZaruıs bringen cin Ep 
ſolis hervor. 044 


Launæ hervor / i1 1044 
(Schwefel der phil. if afteuthalben/ 1048. ſchwimt 
| - inftinem Meer/ 1046. iſt ein Silber Gold unb 
Queeckſilber. ibid. 
| als uno. Schwefel haben fio mit einandır ge. 
|. gandt. ! RT. 7T. NUN 
r 5654 (SM 


f 
k' 


tbe herfür/ 1039 (iche 1044 


Samen Saturni und Jovisc bingem ein:Corpus 




























Index ikerum , v 


Saltz fat dem Schwefel ine unheilſam qp Uf 
gehauen) auff welcher an (fart des Bluts veil 
Waſſer wie die Milch gefloſſen / o 
als er philof. iſt voller goͤttlichen Kräften tle 
Wunder / 1049. es iſt außwendig Schnee weiß J 
wendig Bao DA OR dem aller ſuͤſſeſten 
ſchmack / 1049.10 
Saltz iftdas Band der coagulation, 1050. | 
dieſem ift ein Spiritus, ein: unaufhaltlicher vl 
durchfahrender Blitz 1050. Muß fir werden / J 
Sanerteig ein wenig verſauret den gantzen Teig / 10 
Samen undſperma ſeynd nuterſchieden / 
Sal eft primæ materiæ materia, 
Sanguis philofophicus Paracelfi, 
Salpeter ber philofophen/ 
Sal alkali. der Philofophen, 
Salz und Schwefel der philof, werden 4 
ſchloſſen / und i in ein braun rothes oleum refolvi 
2 
Car bringet den Sulphur in feine Natur / das m 
einen truckenen harten’ $eíb/ 
Saluno Sulphur werden durch gebührliche fu 
reichung des Vulcani in eine hochweiſe nno d | 
lich roche fire Aedicin gebracht / | 
Sauere und wunderfame ſcharſe Tugend bis Si | 
unſers Mercucii, 2702 tnb wöher/ibid. (rim 27] 
Same wird verglichen dem Duis 279.1nb w 
Saffran gelbe und trußaͤchtige Erde. 29 
iier oder. Spermatis. Punct oder Ceptru 
(n einem jeden orem ift allezeit der 28 
Theile» ; 
54 naturæ. — | 32 


l2 wm u M 


NE 


1 HEAT — & Verborum. 


dhwaͤrtzer ſchwartz/ 328 
Mhwarse Nebel ſeynd hinab Militari su ihrem 
Torpus / 334 


tt I eel welcher flüchtig i — ds 
Y wärse ift ein Anfang der Abdenuna/ 419 


ſa hwefel heiſt bißweilen Gold / 436. und warum | 


i 5 436 
Sd descfcte Dunft coagulirt das Queckſilher sv 
ſammen / 477.479 \ (4 80 


4l Atvefel wird coagulirt durch ein ander Dueekfüber 
yulibrocfef welcher außwendig/ ift eine Urſach der 
Unvollfommenheit ber Merallen. 1.496 
Aib (ft zweyerley in den Metallen / der eine ift 
innerlich oder die würnfih Schwefelheit / bie 
fe fan auf den Coͤrpern gang und gan: nicht 
"Moeber durch Sunft und Verſtand / noch durch 
des Feuers Gewalt außgetilget werden /- und 
i Ifcac verbotgen in ber Tieffe des Queckſilbers / 496 
Ja hwefel welcher euͤſſerlich⸗ iſt ſeiner Natur nach 
il — oder zerſtoͤr ich bann der wird mit cal 
inirung des Feuers aud) von den Cörpern außge⸗ 
filget/ 496. 500 
chwe fel / der kochende uñ zertrennliche ligt nicht nur 
jin allen Materien/fondern verhindert auch diefelbe 
T ander Bollfommenheit/ | 497. 502 
hwefel der flüchtige/ vetbrenntídye wird durch 
| is Feuers Machr abgeſchafft / 
Ichwefelheit die —— beſchrieben vor Bar 
^ brennung und warum ss 0o 4 p 
Jebroef: (t btt agens/ t 
hwefel fat. in ihm zwo Urfachen: der — 
ioc Zerſtͤhrung wie eine entzuͤndliche Subltang — 
j" | LIE 


XM BE 



















Index Rerum, 


une eine irrdiſche Trufigfeir/ 
Schwefel ift der Voltommenheit Zerbrechung u 
Zerfiöhrung/sıo _ ($ 
Crede ie der —— unſerer E d 


B 


wird ein bari zum nU ? 
Schwefel weicher weiß diener zum eub (1 
Schwefel welcher rot dienet zum Gold/ sa 
Schwartz fan nidyt vollkommen gelb terben/ es | 
dann zuvor weiß geweſen. 51 
Schwefel der weile und der rorhe werden aufi | 
ner Mareri der Merallen/ vom Silber vo 
fommlich gereiniger/ 54 
Schwefel nicht ein jeder iſt weiß oder roth.54 
Schwefel der gemeine iſt dem Queckſilber em 
- lid) und widerig/ 54 
Schwefel der innerliche kan verfehren durch, i | 
Meifterfchafft in Gold una Silber / 4i 
Schwefel foll weiß gemacht werden/ | 54 
Schwefel foll. Mercurius werden/ 4 
Schmeltzer bringet das Corpus friabile ex coadı | 
tione naturali in dudtile,von demjelben — 4 
(er Unflat ber/ 
Schwarzen Erden Trockenheit/ wird mir ber Sie uͤc 
tigkeit ihres eigenen Waſſers gekochet / bigpapt 
ſchwartze Erde weiß gemacht worden / alsdann h 
fin das Waſſer und die Erde / die mit dem Ball | 
weiß gemacht worden ift/ $$ 
Schwaͤrtze ber Natur in dem Glaß / haben die alt 
philofophi bít ſchwarze Sonne Be 


Mor ditat 








3 " & Verborum, à 
j ang wird dein Mercurio verglichen 614, 615. 
i it dii ſoltu auflöfen mir ſeinem eigenen >Hlutı 
-619. (phorum, 690 
» tia oos non eft nifi de occultis philofo.- 
à iler der philofophifd)cn Sat wie et ud n h 
41 affen ſeyn / | 699. 
" iniourf wird. erlaͤutert/ | non 
! net weiſſe häffi in fich eine. hohe 9X cher. 743 


at ar ifices Alchymia (peeies peemutari non pof- 


yii wie foicheg zu verſtchen 752 
hivärse hat oben eine Haut / k 835 
T oper irrdene edi derer Form unb Oo 

31836 

i hi » iff cine Arteeneh / a rif fiif ber Artzt/ 87:3, 

V bufen Blut ——— 

Jota ob er alt / 492 $ 

Wefel iff die Kraft aler SERVER wie er alle 
kennen’ : 92j 


i edite Sitter Bruder) unb Pepe! ga 
[ ift einerleh ibid. fein Ders ijt fret, ibid 


| feine Wlerderjennh fbr. beſſeckh “/ ibid; 
| jexfolé Band haben einige philofophi fönuen 
h p ,926 
: n der philefephen, welcher⸗ 938 feq. 
PWefel Pet philofophen von ibren. dreyen anfänı 
h iſt oer efi 939.4 à S RAM 
Wh yt tif broperfen/ uno. welche/939. áft zweyerle y⸗ 
n befel bat den Alchymilin betrogen / 2945, 
wp nd von den Oben) 4,7 942 
M 
954. Rellarura radii in. ‚gorpara fubluna« 


li So hub: és IN 
il JoeiT if Bar agenssund Haan dft cas -. 
P $60. ts Sehwerdi 


Fx P 


 Schwärse welch: durchſcheinend und leuch 





Index Rerum x 


Schwerdt mit der braunen Stone 

Schneck was fie bebeute/ 

Schwanger werden bey den philofophen 

Schwefel der fublimitt ift/ ifte gang weih / 
deſſen Hoheit und Krafft / 

Schwaͤrtze in der fermentation, 

Schwartze Farb in der purrefadtion, 

Schwefel der nicht brennet/welcher 

— 9 wird Ns einem ! Oiaaben; f 
















Flieger! - Bi A 
Schüler wie fie sefchaffen b may wann ji 

Alchymi erlernen wollen. B 
Schwärze auf dieſe muß nothwendig das t 
folgenr.188. (t) 


Schwartze Farb ift leiche zu haben tmo fan fi 
auf allen Dingen der Welt fo mic Sedi | 
vermiſcht feni eurd) das Feuer zu wegen 
bracht werden/ / 
Schwärge der Phil. muß auf ben volifómm 
metalliſchen Górpern hervor kommen / und | 
Monat lang dauren. 1 
Schwaͤrtze ift. ein Anfang der Wirckung 170 
Schwaͤrtze wie fie in der Purrefr&ion eda 
Schwefel ber ſchwaͤrtzet Die Materi / 
Schaͤrtzeſte Schwaͤrtze / 
Schwaͤrtze die auf dem Qa fce erſcheinet muß 
— gekocht werden / biß ſie in il 
Waſſer unterfinder 287° — ( 
Shwaͤrtze wird verglich der Schwaͤrtze des Bl 
Schaduns bey den Philoph iſt sing "inte 


L3 


4 & Verborum. 
| EIC andere/ nicht aber daß die Elementen von 
nander geſchieden waͤren / 293. 294 
Yang Martis, welche die sefangene be Cadmi 
erfchlungen/ 296 
wartzes Pulver der Philof. . 300 
Botvárge wann fie gar verbleidiet und vergehet - 
as ift ein Zeichen der gaͤntzlichen Faͤulung des 
| teins | 306°; 
"Mibrárse dauret länger oder minder/ entweder — 
had Vielheit der 2Zateri, 307. oder auch nach 
Pleiß des Meifters/ - — 308. 209 
yreefel der weiſe / 310 
hwaͤrtze iſt ein Zeichen der Solution, Eu 
hwefel der Philofophen / 323 
xU Geiſt / und Leib / werden in eine unauff^ — 
oͤßliche Einigkeit Vereinigkeit / —6 

/ und Geiſt muſtu mit ſeinem eigenen 
Salı wiederum dikilliren/_ auch congeliren/ 
me T abermahl ein einiges Ding werde 






















: 


IM 


d 
| 


- 459 
Maration íft ein Schluͤſſel aller unſer operationen / 
N} 473 
unis matetia alsbald fie gebohren fan in feine 
andere Gorm verwandelt werden / $63 
E der Werfen,  - | $84. 
itus diffolvit Corpus, 775$86; 487 | 


lutio- Corporis fecundum Villa Novanum,s$7 
le(e als mittlere Natur ir Ichwarser Zarby 
do: allenchalben im ganscn disi bert 
Vorzug / 613, 
j ndivogias - geconimcadirg dns Finfchweigen 


CN IL 












Index Rerum, 3 


in der p hilofophi'cben Kunſt / unb auch D | 
gen die groſſe Gefábrlicbteit/ OU 
. Sendivogius zeiget den beften Weg / M ' 
Sendivogius batdieexrradion unſers falis am 
niaci oder Mercurii philofophici quf unfe 
pontifchen Waſſer / und deſſen Gebr 
nicht fo offenbahr entbecfet/ J 
Gott aber kan ſolches aber allein offenbal 

| wen er toill/ | | 
Sententia Avicennz, ſpecies metallotum perm | 
ri non poffe, : É 
quomodo intelligenda, ia 


Seelefoll dem Coͤrper wieder zugefüget toc 


Seele — bts Górptr Solis oder der Ld 
wie fie auß zu ziehen fepe/ | 
Seele iſt des Geiſtes Bande / 
Seele ruhet in Spiritu als in ihrem Stuhl 
Stelle / da fie hin gehoͤrt / 
Seel ift. ein Band des Beifies/ — 
Sepulchrum Draconis, 
Siccitas ſulphutis Mercurii, (ft das: — 
coagulans, 
Siebenfaltige Zahl vollbringet den herrlic 
dreyfaltigen Zahl / 1379. 381, 
Sieben mahl das iſi unterfchiedlichen fie 
mahlen / foll bag Waſſer auf ba$ Cor 
Solis gegoffen werden / und AL 
| 386. 5 


Sit 











j , & Verborur. | 
berg Sperm iſt Queckſilber / 7 458 
ber zu finiren bedarff- man fein Re 
iper Cement. 
Biber das wahre banget dem Queekſilber 9— 
En als das Gold / en 
ber zu erſt hernach Giolb/ 
[ber und Gold muͤſſen eben auß aan 
Jel und Queckfilber über ver Erden gemacht 
Poerden/ tie auch unter Der Erden deßglei⸗ 
chen gefchiehet/ $28 
fiber tingiret Die Corper mit vollkommner 
Weiſſe / $50 
falle non agit in fuum. fimile, cum neutzum 
wfeorum fit dignius altero, nullum ergo eo- 
jum agit in alterum, TE M 
Willber warın es fofoitet in warm Wafler / hat 
lentweder Feine oder gar eine ‚geringe ar 
jctur. 


| Faft unb trocken, | ibid. 
ilber und Gold muͤſſen PE zu unſe⸗ 
sem Stein / unferer Arkeney/ unferer bue o 
‚genommen moerben/ 

silber gibt eine filberne Sarb und Eigenfeaft 


$17 
Silber wird im Aufffteigen zu Bo. Re im 
4 Abſteigen zu Kupffer / 574 
ſxum ſolves, faciesque volare ſolutum, Et - 
' volucrum figes faciet te vivere tutum, - 655 
N i unitas per qualitatem in Trinitate, ^. 664 


Sie⸗ 




















| Index Rerum, |. - «T 
Sieben TheilMercurii zu einem Theil Pulver J 
Srilber wer will machen / der foil nehmen E | 
. ^. Aanb Mercurium, E. 
Silentium in Chymia, i 
Sidasin celo cum íuoflore in terra fympat 

habes ^. " 
utnon fitres ullain terris cui non fit tell | 
firmamento, o4 
Sigilla de collo pendentia invifib ilie morbos 
iind. ; E 


Simplicia nicht alle haben die rep Princi | 


Sigillum Hermetis, was esfene/ 
Signat- -Stemm/ 
Sal & Lumaper fe non tingunt, | 3f 
Solis oper Sonnen⸗Luſt / oder Sorten Stun | 
Solviren und figiren varum fie offt geſchehen 
unferm Werck / 3 
Solutio wann fie rechtſchaffen iſt / wie ſie beſch | 
fen ſeyn foll/ 7 
. Sonn bringt der vegetabilien/animalien und | 
neralien Krafft ad effetum oder Wincklicht Xt 


Sonne iſt der Mineralien Barker) | 
Sophiſt ſagte daß Die rechte Materi nichts ant 
ſeye / als gant rob / doch rein Queckſilber 1g 
ee foll man fleiſſig mit Queckſilber vet 
chen —— 
- Sophiften ihre falfche calcinationes, fablimat il 
| 'nes diftillationes Die Die JT im Rauch j 
jagen/ ⸗ 
Sol & ejusumbra i,e. Luna venenum tingens Vs 
SIR PIAGEN noftıum, 544 ) 




















&Verborum. 
) s& Lung prima. materia eft argentum vivütn, 
s J- 
eſttinctata rubedinis, - Mes 
we & coacula wie fole? guberfteben/ 569 
Sution Handgriff ſeynd im Bernhardo begriffen / 
H 79 
iion ded Coͤrpers iſt eine coagulation des Geis 
ſles / und die coagularion be Geſſtes ift ein. i35 
dilution des Coͤrpers / 
| onne wird geholffen durch den Mond/ e and 
Mond wird coagulirt durch Die Some 370 
lari o corporis & coagulatio fpiritus funt duo, 
fed babent unam operationem, 88. 600 
ILlatioconvertit lapidem in primam ſuam natu- 
ram i,e. aquam, $99 


Bilvere: 399.602. 617 
" Fr: dft fünffevicp/ apo 90 
- Daupt-Solarion quid, 600 

» ilatio ber Elementen quid, 600 
Philoſophiſche ſolution quid, 600 
Solutio des Fermemsiquid. 600 


Solutio des Steins und Elixirsguid, 600 
jlc io Lapidis dicitur "unum elementum mempe 


/aqua, |» «60i 
ljolutus ignis dicirur zer, 601 
Sonnen Baum. auf dem Philofophifchen gd 


fer gewachſen / 
welches auß den Strahlen der S Aa 
oder Monde Durd Krafft des Magne⸗ 


TB, 


| ten gezogen worden! 604 
Sonn und Mond müffenin einen Leib vereiniget 
werden / | | 624 — 
olviren mas un 6 643. 649 
- etii so Sebnt 








Sl ‚N 
T 


Index Rerum, 


| Solvir,coagulir,figir, mach flüchtig und ba t 
rire / bif daß e fluͤſſig werde⸗ als a 


Some Baums Fruͤchte/ 

Solund Luna muß auß denen — 
werden / auß welchen Sol und Luna 1 
fprungen/ | | 

Sophiſten foll man meyden / | 

-Sol und Luna feynd einer groffen Sa 
und haben mehr oon Mercurio Dann anb 












9 1 | 


1 


7734 

‚Sol und Luna feynd dem Azercurio äufferl 
Bi 1 

und toarum/ibid. } (ri 7 


-&ol und Luna werden bracht in ihre eiie s 
«Solutio per.fe quid, j 
Jolutio per aquam, refurre&io aut —— 
animatio corporis mortui nuncupatur, 
Sol ex Mercurio vivo puro fit, & iterum reve 
‚tur inargentum vivum per ingenium, & fic' 
cunctis corpor ibus debet ficti, 
Solis£eichnam ‚bleibt -morti&cirf in dido : 
liegen’ 
Solis Leichnam als ein Pulver / muß der Sl 
und Seel wieder eingegoffen werdeny / 7E 
utto wie folches zugehe/ i 
Sol in Zodiaco annuum . curfum per - duodecim | 
- gna peragit, | 
Solutio cerporis ift btt GS ftergantm sur Ü 
..919. ift dreyerley / il 
| Solutio eft Fandamentum artis, | E 
Solvirte opa — ſich ſelbſten/ XQ 
- s 


| 
4 
| 




















& Verborum. 


opbiften ibre fixationes, füblimationes, congela- 
i liones ‚amalgamationes,&c. muß man metben xi 
Ee brauchen ber Philofophen Schriſſten 
jum Deckel ihres Betruge 7 — 7- Tis y 
Mhiften foll man: ing gemein meyden / 17 
" en was fie fepe/. x16. 12T. 
lutio Phil. foll anders nicht geſchehen als in 
feinem eigenen Blut oder Spiritu, eigenen 
MWaſſer oder fudore, qui fit de própria na- 


tue, — 178 
; lis umbra quid, y sehe ME 
fif iLoffa mortuorum in (epiilchiis: attenuat, 212 
lidaturx ad aurum autifabrorum, 233 
rtiod der Philofophen, N RBS TS. y 
9 lutio, putrefactio. 266 


lutum indem Glaß ift fo gifftig/ oap e " 

to Fiebendige umbringen Fan/ 

Futio wann dieſe gefchicht/ fo gebet bad m v 

rum (in Dem Olaf) um / als ein fidend Waſ⸗ 

fi fer, fo ift der Leib fo wohl oben / als un⸗ 
Kten/ dann die Natur laͤſſet keine Statt 

leer darzwiſchen / und das iſt feine Diftilli- 


img und Sublimirung/ 288 

dtutionis perfe&a fignum, . 286 

ponen Baum / J 305 
Il five aurum per excellentiam. votru⸗ metallicum 

li d vocacur, BLZ 


onn und Mond ift Mereurius in der Materia, 
Mals bit Sonn iſt heiß und trucken / der 
E kalt unb feucht 2c. 134 
utiö zweyerley Feine wahre und ^ natürlich 


die ander aber geteattfam/ 12/5 5924 
i ; | iiia C Solutio 


Sperma der "Metall "und aller anderer 4i i " 





Spiritus. Mercurii üfusquo ad Medicinam, 
























boss Du MM E EROR: D 
Solutio welche natürlich was ſie ſeyh — 3 
Spiritus eſt aqua, quæ aqua extrahit animam ©) 

pore, & anima illaefttincturafoluta, —— % 
Spiritus Saturui ein ſtarckes Gifft / E 
Spiritus terre, 1 . 
Spiritusà corpore non debet avolare, Be 
Sperma lapidis generativum, ; m. 
Spirituale in fublimatione philofophica Fir-casj 

reum, liquidum fit fpiffum, -aqueum fit jgneg 


< 


E" d 

Spiritusin naturam folis converfus moritut-&cm | 
tuo fimilis videtur ., inde: poftea 'infpiráty 
venit multiplicatus, & crefcit ut res cate 


M 

y 

einfeuchter vapor ober Dampff/ j 
Spiritusper fe.perfe&e non potéftfhigi, | 
Sperma Mercuríi - quando jungitur : cum tetra el 
poris, Corpus diffolviruriinaquam-fperm i 3 

fitaqua una fine-divifione, 3 


» 
E 
ER. 
| 


Spiritus AMercurii ut cera ſi gillo ſubjicitur om 


BB 

Spiritus Mercurii‘non.aliter quamad virum fua 
minacomparatut, 100. 8 
Spiricus ex fuo"metallo edu&us ^ac:in Mercurif 
poft przparationem :projedus , tum Sf 
mum . fuam tranſmutationem exhibet, 606. pll 
batut., nam 
Spiritus Mercurii, cum corporibus: mortuis; uU | 
non potéft.in : fixationem;at-íelum cum exi 


eis pintibus, — / 


eti 
4 










D. & Verborum. 


| p minime generat, non magis quang 
cubina legitimos foetus, a 606 


bie Erde / 
ermametallorum ift der Urin puerorum, —*— 


EL is 


pitgel/ darinnen man Die ganfe Melt sen 
tan; 877 
Würitus dxdidi fpiritus Mercurii, bat feinen Sig 
Ain der Wärme ober Seuersfo durch bie Ber 
f wegung fid) entzündet, und alfo dadurch tolit 
cket / das jenige- herfuͤr bringet / was werden 
ſoll / 888. 884 

















tus puriſſimus vicrioli eft inviſibile s 


| . corpori infundit, $85 
eftliquor formam & materiam Lapidis atte- 
nuans & in fpiritualem naturam revocans,886 


E. folutivus, menftruum , Azoth , quinta effentis 
| nuncupatur , — $86 
lbiritus univerfalis eft "T hefauntis. naturz, $99 
zefider in omnibus rebus fublunaribus, 


kan 3 899 


i rum omnibus metallis plus continet, 
& quare, "eu $99 
. 920 


liit 3 Spiritus 


rituscraffas Mercutii, tincturam philofophicam | 


P minerales geben niche Die quintam gsx : 
! e er Sat maf 


iſt febr nothwendig zu der Kunſt / 209 


jirítus e(tfedes & vehiculum Ania AP animaın 


L inteidum à philofophis coelum, Mercurius | 


J 
| 
| 



















Index Rerum, 


Spiritus werden in ber toarmen und fro 
Stuben) getafcinirt/ 

S» erma der Philofophen, 

Sperma aliaspatet vel mater, nunc terra vel ^ | 

' trix vocatur, 

Spirititus toit fie Finnen figiétonibni) ” 25r 
erm uen Elixir eined jedweden Dinge) t »r 
fein volffommenfte deco&ion uud digefti 
- Ober. ein Ballam des Schwefels / sel 

eben fo viel ift als das humidum : rdic ap 
in metallis, . 
Sperma mafculindm), rubeum & calidum, 
Sperma foemineum, album & frigidum, 
Spiritus domini ferebatur fuper aquas, 
‚Stein Der Philofophen ftetgetin pit boprin in 5l 
ſtalt eineg weiſſen Schnees ^ 33 
35 


L 
|! 
| 


* * p 
* N) per 


| 
4 
tein von dem Stein / j| 
Steins Derfertigung, muß al der conftitutidj 
ber vier Qr des Fahre HAUEN fei 33] 
Strauſſen Ey / 798 
Steing Reinigung / —4 — | 
Stein der Philofophen wird 9 eine TU 
ctur / eine Medicin, einElixit, 42 
Stein der Philof.hat nichts frembog/ "45 
Stein wachfen auf den Elementen n 42 
Stein der Philofophen bedarftalles was er 
fit hat / J 
Stein der Philofophen wird nicht emendi 
um verbeffert Durch ungleiche und ada 
ley Dingen 
Stein leider nichts fremdes, | T : 


etti 


& Verborum , 
gi btrPhilofophen wird gefunden in der Ber⸗ 
eGruͤnden — | id 
ein tnb Dod) Fein Stein, 

€ ines Dunſt / deſſelben rothen Loͤwen ahipte 
Echein / item Mercurius umb oer rothe — 
P piefe Stüd ſeynd des philofophifchen Wercks 





















lo ‚Metallen vollbracht werden, una ps 


tein — in feinem ‘Bauch einen Stein! 609 
kein: hat in feinem Hauch ein Stein Saltz / 
Ä ‚welches mit dem Waſſer über ben Helm 
M ficigt/ und wird von einander geſchieden / und 

durch natürliche Wärme toieder zufammen 
Jverbunden und zu hauff geek) und wird als 
| fo warhafftig. Geift und Leichnam’ 609 
Ptein ber Phiofophen folvirf ſich wieder im 
ER 99affer).bas ift/ im Queekſilber / dann er ift 
Queckſilber geweſen/ | 637 
Etein genannt allenthalby — | 664. 
Stein undnicht ein Stein wird gefunden an 
"allen Orten auf ben. Bergen/ in den Waſ⸗ 
fern auf ber Ebene / 8 bat ihn der Arm wie 
D Reich / 


Poen per theurſt / 672 
Stein oder Elixir oder dag ſchlechte Pulver qe 
: due surge (t 704 


Jiii 4 Stein 





— — 


. 720. im einem eintzigen Faß ohne alter: Jd ^ 
















IndexRerum, —— P 

Stein der philofophenben fel mate von erft fu 
lizen mit bem Geuer des erften gradus,bif daß ch 

gereiniget torbem tem feiner Gebrüchlichkeh 

darnach Durch alle Gradus Des Feuers / Daß boli 
t rite oder fliche aller Geſtanck und“ [ e 
t/ ‘ 


Stein ober Perlein folle wicht geworffen p; 
. ben unter Die Cocbtoeim/ 
Stein bat fo viel famem / al& Ding; in b 
Weltſeynd / 706. und warum biefes/; d 
Steinwirdin feine erfte Materi gebracht das 
in fein erſt Waffer- ale 
Steinder Phil-coagulirt fid» felbften, Gablia n 
diftillirt/ reducir / unb. waͤſcht fidy felbfke t 
durch die Qugend des. mäÄffigen Feuers /7 


beg Bed 
Straufen Magen: Patacel(i, 748. foit tt e jb 
fommen/ 
Stein der Philoſophen welcher 77$ — E 
Stein der Philofophen muß zu Q'Baffer toerbe 
Steins Phi. Krafftund Wlrkung778779- 7 
732.783.78$. 788. Br 
Stein warum er fliegend genennet mil) 32 
Steinlein: erſcheinen im. Glaß wie — 


dieſe Steinlein werden innerhalb er ti 
Tag incinerigt und gebat mit wahrer un 
vollkommener Hafftung und fixion, 
Stein der Weiſen iſt in dieſem Leben das afa 
liche Kieinody 
Stan euch 


"n. 
























& Verborum. 


lien der Weiſen tingirt alle Metallem in Gold/ 
b i mé beſſer iſt al& es fonft bie Satur berfür gue 
ringen bermag/ 873; 

Mein der Weifen: tingirt unedle Steine und 

ch E ns Cryſtallen zu aller edelften ri 

| war afftig / 

t X kein Stein wie ſolches zu 24 
hen) 887 

fernen des Himmels haben ihre Influentz 897 - 
Jlarum influxus veluti per Pyramidem. fufeipe-- 
tedicun, quz in calo bafin, in terra autem. 
conum. habent, 22 892- 
h ſtannum ex: ellentem; virtutem pulmonibus. 
iaximeproßeuam habet, un 90 

ll: rum ſitum obíervare nom neceflarium eft, 
Inec expedare ad opus Bofirum comparendum, 
1 909. & quare, 909 


i 


li 
ili 


N 


inte Philofophen toit er zu verferfigen/ 33 M 
nud 
1 aficca, ; 0:353 
| Tm qualibet omnibus. AR prefidet, 96: 
probaturconuarium, || | — 962 
ellz omnes ín unum corpus conjunctz & unitz, 
‚barumque virtus, — Vo 5 AMETE 
item mas er bedeufe/ | 983 
| po ber Phil 1032,1032 


Stein der Weiſen bált í in fid» alle Singe / 30 
9 bteins Bereitung befiehetin folatione & coagula- 
| tione, 3% 
stein fan feinen eigenen Namen haben/ 62. 
| m um 

E. Bui Stein - 


J B1 5 





Ei 














Index Rerum, 
Stein ber Philoſophen tft ber vp 


curius und nicht der gemeine — 
Stein ber Phil. muß mit Gold fermentiret f 
den / 1064. tnit Silber jum. weiſſen / 1 
‚Stein ber Philofophen wird getheilet in ei u 
Seift/in einen Lorper und in eine Seele lá 
warum dieſes / inira 
Stein der Eni dpAen drin einem jeden Ding 
an jeder Statt nad feinerMacht/ aber md: 
fem — allein gantz vol koͤmmlich ^ J 
Stein de: Phil. wird getheilet in Dae fluͤchti 
und fire / oder in das Waſſer und fuf 
und tm die Erde und Geuer/ von dieſen pf 
Elementen werden nür zwey als Waffer u 
Erde / aber nicht Seer und Lufft mit | 
gen gefehem — 'g 
Stein dir Philofophen , hat unterfijiebt : 
Nahmen/ und warum ^ ; "^ 99.176,17 
Stein der Philofophen ift zufammen gefek 
auß Leib/ Seel und Gift unb toit-- fold) 
zu verſtehen | "mo 50847104; TE 
San der Phil. beſtehet auß den iei ' 


Stein der Philofophen ift teuer und ToObIR i| 


Steins groffer Nutzen wer ibn befikt/ , d 
Stein der Phil. wird verbeſſert durch dns ‚fol 
viren und coagulirn/ . 6l 
fein wird genennet Adrop, Pop | 
Bley/ Antimonium. | | 
Stein ?hilofophifcher wird genehnt Philofophif : 
Waſſer / item Philefophifd)er Z4ercuiius, 7’ 
eta 











& Verborum. 


UM. wird genennet fal alcali, a armoniacum no- 
| rum, cinis de cinere, fulphur de fulphure, 176 
ug tns Bereitung wird befchrieben/ unter A. * 
"lation des Weins / | 
4 (iH wird gefunden auf ben allerhoͤchſten r^ 
Murgen — 211 
^ sj Philef. wird "gefunden allenthalben / e 
"eim Phil ift ín allen Dingen) wie foldyes 
‚gm verfiehen/ | oie 
ii in ber Phil.fat alle Namen, 
kein der Phil. fat die aller gröffefte Sand 
die aller groͤſſeſte Kaͤlte/ 
E tin der Philofophen ín der Putrefadion 3 
Mirt und coagulirt fid) felber/ 24% . 
kin ber Philof. fommt nichts‘ —— 243 













T mU 
a le: ſchwartze Hefen / 252 
" ernlein erfeheinen in dem ia 3 


fiphar folum zs dealbat, 
blimitens / difillireng und cilciniseti wi 
1 «fung ift einerlen. 

ilphura feynd der Grund der radice 
[: — 2 338 
Bilphura werden Del. und Salben genennet / 338 
Jiecus Lunaríz wird aud) aqua fulphuris, aqua 
Wi permanens und aqua benedicta- genenner/ 349 
Ä üblimatio Philof warum fie fo efft sefehicher 
' : 3 67 
m hur eft lornia imerallorürà prafiedtis auri, " I 
Wulphur merallerum non ei fulphur vulgi. fed: 
[ aueraum, | 45% 


mu^ 


T (00 Subje- 























| | ladexKerim,- —— ^. 
Ab je um iſt hleichen Farb / fat: ein metalliſcht 
ſtalt / klar und: fluͤſſig⸗ iſt in: feiner R ai 
warm. und: feucht waffericht unb: doch. bu 
nend/ifkein: lebendiges: Del] unb: PA M 
ctur / ein: mineraliſcher Stein / und: ein.“ 
des. Lebens wunderbahrer Tugend/ EC 
— iſt im Grund der Natur des 


— welcher. weiß machet Sas Silber / 
Sulphur mann er roth machet das Gold / 4 | 
Sublimiten heiſt bey den Philofophéh ,. want 
hinterbliebene Kalch Durch: ftárcfer cuts " 
Entſcheidung der Unreinigkeiten. und: befhi 
digen Schwefels über (icy wird: getrieben: 4) 
Sulphur facileadhzrer metallis. ſed non. omnii 
jor. | & quae, ib 
Sulphur eftcoagulamentum argenti vivi 
Sulphur eft diverfi coloris. 5 
Sulphur fixum tardat fufionem,, 5o$.. probi t 


i 


Sulphur.n non fixum: accelerat fufiones;. fog. 
Sulphur non fixum ek caufa. duritiei metalloru 


$ 
Sulphur fixum eft cauía fixionis metalloru 


Sulphur fixum five volatile corruptionis 

caufa & perfectionis, dum. remanet in metal d 
Sulphur am fit pars materialis auri & Lapi 2 
" Philofophosum, cum ABER, vivo, 


Sulpt 





& Verborum, | 
phur éit proprium :coagulementum 'argenü 
vivi, 2 | 518 
Miphur necéffario:eft pats «materialis Lapid's Phi- 
i lofophici, probatur iper-varia:azgumenta, $39.- 
NR refpondetaur., bid. 


Iphu rad coagulatianem Mercuriiin copere fuper 


d 




















"n: urali-eft necéffarium, va 
Iphur in:opere Philofophico, rmarís vices getit, 
ilphuris multa : quanititas efl «corporum :metalli- 
B'corum imperfectio, 437 


llphur: eit vel «extraneum vel adurens, 


l 
ap 


li "in omni opere impedit, | 327 
“Zulphur duplex vivum feilicer'& :urens, o P d 
tulphur vivum'fimplex-eft:vapor:caliduss& ificcus, 
"quigeneratur ex puriffima | 'ficcitate iterreitri, 
ff inqua ficcitate ;predominaturignis, ^- 528 
"alphur 'fmmplex :gaudet :& :cóhzrer "Mercurio 

"fimplici & mundo, ^ S o RE 
fulphur vulgi femper "inficit & :denigrat, cor- 
f rumpit quoquomodo :per:artificium paretur, 


T : : e $28 
| Sulphur “Philofophorum :non eſt Yulphur "vulgi. 


E : SEES; $38 
R ulphur-Philofophorum'elt ignisfimplex vivus, alia 
^ corpora "vivificans -& ‘ea maturans, nam eſt 
B uper ! | 
ip depüraum, 7 RER E 
"Sulphuri -Philofophico :nihil-addere :debes niſi 


»fuperflua «demere terreftria & — ;phlegmatica 


* 


ülphur comburit:£zcomburitur /& perfectionem .. 


ſuperfluæ maturitatis °& :per "artificium mags 


4 


uc _ 





















4Daex Acrum, 


quoniam ila funt. & debent effe (eni "arabi 
| & feparata à noftro argento vivo, | 

"Sohn combuftibile noftro argento vin 
extraneum, b 

Sablimir den Schwefel vom Schwefel und H 
curium vom Mercurio, fo fjabt ihr das Wall 
. gefunden, dadurch auß Schwefel und un " 
rio das feuchte Weſen gefchaffen und. 
firet wird / 

Sulphur corporis extratum per iiim 
corpus, t 

Sulphur album coagulat AMercurium in argeni 
purum, 

Sulphur album per majorem dige fondi 
fulphur optimum rubeum Mercurium toj 
vertens in aurum obrizum, .— Ni. 


Sulphuriſche Seele — iff warm unb. ode) 


Sulphur Lunz, five fulphur album, quon moc 
in fulphur folis vel rubeum fit tranfmut all 
dum, so 
Sulphur album five argentum in fulphur t | 

beum. fine auri decodtione fola mutari | 

poteft, quia hominibus tam longam * 

fpatium datum non el, 6 
Sulphur Philofophorum welches in der 4 Or 

nung dag andere principium íft/ wird mi " 
|. Spiritu Mercurii außgezogen / 

Sulphur Philofophorum wird auf bet. weil: 


Lib des An gegoſſen / 


N 


t 
E 
7 
| 
I 
iu 


dd 
 Süblims 


7 M 


: .&x VecrbDUruimm. 5 
»limation und Zubereitung der Erden wird 
gemacht mir fubsilen und vortrefflich ſcharf⸗ 
fen und, fauren Waſſern / die feine Geſtanck 
der übele Geruch habın/ 621 
nie Elixir / tingire fid) mie feiner eigenen 
Tinerur /staucher fid) unter. und. verſenckt fid) 
Fin feinem Oel / und figire fid) mit feinem 
Raf, — 1 RES ait eR 
fije fat nur durch das Seuer extrahiref. were 
den/ und zwar durch nachdenckliche Hand⸗ 
griff / * 626 
le iſt die Perfection der ganzen Medicin, 
f 626 
Mmmam  Philofophiz vocitamus Rofarium, 
eo qued ex Philefophorum libris tanquam 
rofas à fpinis evulíimus tibi ipfum ‚ in quo 
qudem claro fermone  re&oque ordine ac 
‚de, verbo ad verbum , «um omnibus fuis 
caufis fufficientibus fuccindum trademus, 
|quicquid ex illorum libris reperimus — necef- 
Marium. ad operis hujus complementum, 634. 
Ibjedum der Philofophen, . ficfet jebermánnís 
alid) ver Augen / und wird bod) nicht er 
kandt - | 668 
Abftantia Lapidis elicienda eft ex corporibus 
s& non ex Mercurio ^ communi, & quare, 
: 675. 
alphur Solis mít dem Meicurio Lunz auf Fhi- 
Jofophifche weiß zuſammen acfent/ift sin Ele&rum 
— argentum vivum expurgatum & horum 
bona permixtione cum materia metallifit metal- 
dum, 754 (o Sulphar- 


































Index Rerum, |. 
Salphuris Dielheit iſt Urſach einer Vergifftigu m 
undverhindertdie mperfedion ^^ —— 9 


SulphurPhilofophoram,non eft fülphur va! iif n 
TR un poaturvioids MN — m ; 


Sulphur Philofaghorüm vitriolum Romanum al 
ipellatur, 

. «Sublimatio & :diftillatio, Mi 
Sulphur Philofophoram warum er alſo e m 
wird / n 

sSublimatio, 968. P328. 

Sublimirter Alaunun N 

Subjectum artis, 

a dd kan kein Same ſeyn 7 


Summaröe‘ Begriff umd Saint di 4 
gantzen Kunſt / 
— — Alckymi wird ein einiges Ding 
nnt / 
Sulphur folis mulciplicardm, was er fepe) / 4 
Sulphur bindet den Mercurium zuſammen ICH 
-ulphurift felbften ein Artzt / 17 
‚Sublimarioprima, Hecanda -diftillatio, infpiffaci 
putrefactio, ablutio,coagulatio,oreatio,deco@til, 
alcinatio, quid fint, UM | 
-Sablimation DerPhilofoph, 
Sulphur: nature, NES s T 


| T. 
| TAube wird gebohren / 3: 
Terra wann fie ſchwanger ift gemacht wodi 

ſo getage der Farben ſeynd nicht gewiß zu! 
NUN UR warum / bia 


l 























^ & Verborum. 

Meet fic einen Sohn / denſelben fofttr nehmen bif ex 
Was euer leiden wird koñen und alsdann wirſtu da, 
uit tingiren und färben koͤnnen / was du wöllen wirft, 


Werra nigra was fie feye/46.321. (27 
WetraPhilofophozum. 213.214 
erta cum aqua puttefit & aqua mundificatur.294. 
Ih erta nutrix vocatur, foex, magnefia. 301 
erra inanet deformis & mortua , nec vivificatuc 
wl. hi(i reddatur anima fua. 302 


erra quando eft habilis & patata ad recipiendam 
qf animam. — WEGE 820 - 
bier das allerſtaͤrckeſte fol nit gefpeifet werden’ 324 

erra omnium nutrix, — | . 324 

Fetrtam oportet prius fepiliri in petia panni Ægy- 
" : ptij, KU uS Ey. 330 
fferra gefolirte und weiſſe (ff zu coaguliren 334 
erra berPhilofophen je mehr diefelbe mir unſerem 
M. putreficitten und gereíntgten Waſſer beſchuͤttet 
"I. toítb/fe weiſſer und kraͤfftiger wird ſie / 336.356 


errta eft mater Elementorum, 347 
Merra foliata quid. ; 392 
Ii. L — oer eet : f ? 
Terra calida & ficca capüt eft Cotvi, tnater teli- 

'  quorum elermientorum. $26 


Terra nigra in fublimatione Philoforhica cum fua 

Jaqua in lentocalore imbibirur & exhiccatur, donec 
I fufficientet mundata eft & ád albediné deducta.$26 
Terra alba foliata eft Sulphur nstutz Magnefiz, & 
| ibifa&aeít nova conjun&io Solis & Lutiz,& re- 
|, fufeitatiomortui corporis. : $26 
Terrta no&ra frügifera quando cum fua propría aqua 
| humectatur in füa Ati, magnaäviditate ipfam bibit, 
| donec pregrians fiat ac deinde centuplum fructum 
P ferat, $26, Kkkk Terta 
J 
b 


PR 
























Index Retum 
Tetra alba pet — — de 


tum continui caloris in rubedi.em excellen 
 fimam  digeritur, que dicitur cerallus A 
becas. í 

Teuffel kan keinen die Philofophifche $unft 
rem. 

Teuffel fat dem Thorriz de Aquinate aeantwon 
Soive;cöagula, reitera, plura dicere pro | 
beor. " 

Temperantia Elementorum nunquam continf 
abíque conjunctione corporis & Spiritus. 4$] 

Terra nigra imbiberido cur Mercutio fitalba. 54 

Tempus imbibitionis ad exírccandum, ett vigit 
veltriginta dies naturales, Y 

Teırz exficcara pone de Mercurio (extam vel. fe a 


lento joo in cineribus ve & congela,. 
quater ad minus reitera , &quantumcungf 
p'uries bec terra foluta fu:rit & congelatı, ei 


penetzabilior & fi ubtiliorin natura fua, $1 
Teira calcinata — ét | 
Terra deba bibere de fua aqua quinquageſi imá ! 


Íui partem. 5| 
Tertafrudtum non gerit abfque frequenti irrigll 
done. | 
'T .rrena potentia fuper fibi refiltens, & pro re 
ftentia dilata efta&io agentis ín altera materia 6i 
Terra Hilpi inica oder atramentum, Oder arpel 
tum vivum, Gummi. ^ 
oder Mercurius min;ralis. 
Terra mo:tua. 
Terva eft corps J—— matrix , qc 
in lc ılla occul etervet, | 









Y & Yerborum. | 
Baalimentum aque. — ———— 919 
rriplexx. 9250 
a auri zfic five Elixir five fermentum philo- 
phorum appellatur. 994. 
f iaiftaumbra folis, corpus mortuum corona 
ncens, cortices maris, magnelia nigra, draco 
tc. nominatur, — 998 
tiac, der gemeine ift von groſſe Tugend, — 166 
r das allerftärckfte fol nicht gefpeißt tocrben. 324 
Ikheit / und ein End des Verderbens /und traurig 


| M 
res fib in vieterten Defen / Queckſilbet / aquis 















den Dingen Roßmiſt und Kohlen euer zu bes 
Muͤhen. | 63 

mas de Aquin tractat. 684 
Jophraſti Paracelfi tvírb in dieſem Seculo am 
eiſten gedacht / 7o1. wirdrecommendiret. ibid. 


honum perfe&um à Deo. »oi 
i&aren der Philof. gehen al ati einer Wurtzel. 13 
fictur wann diefelbe in cin Del ober zu einem rei: 
[ien liquori gebrachte worden, iſt diefeibe mehr 
fnedicinalifdy alszu den Merallen bíenfich. 169 
actur ift sin fimplex corpus, und har keinen 
Mangel / iſt dag genusgeneraliffimum,&c. 244 
Ictur iſt entweder auf weiß oder auf roth / vermiiz 
Belt der Seele / welche weil fie Gener und Lufft iſt / 
faͤrbet in Koch unb Weiß / in dem das RotheFeuer 
hat / das Weiſſe Lufft. 278 
nctur gehet auf das Waſſer herauß in der Geſſalt 
eines zerſ chmoltzenen ſchwartzen Bechs. 286 


haͤnglich / unverderdlich. 340 
$ ftra Tinétur 


brtibus, gemeinen d.ffolutionibus, allen minerar ⸗ 


RBl'ophra&. Paraccifi Symbolum íft gewefen Omne 


herr der Philofophen ift Feuer beffändig / unver: - 








! Index Kerüni , E 
LTinctur Philof. wie fie zu probteren’ / E 
Tinctur fft der Zweck ber Fixation und téarttit/ 3 
Tinctur iſt das lebendige Gold / und nicht von au 

fundern von feinem innern Sulphure genon ur 
welche in multiplicatione,als eíngDunft vomp J 
cipio movente muß gefangen werden / 3 
Tin&ura oder Anima Solis. 3) 
Tinetur Hoheit und groffer Nutzen / 
Tinceur muß auß den Metallengenomen werden 14 
Tin&ura univerfalis fan nicht aus den mind 
Metallen verfertíaet werden/ 
Tinctur oder Medicin verwandelt einTheil Queckſ i 
oder Kupffer in hundert Theil fein Gold oderSil 
Tin&ura nulla poteft fieri fine aere.g22. d 
Tingens venenumi.e.argentü vivum praeparat, $ 
Tin&ura nulla eft vera nifi ex ere noftro ex Lapil 
. Philofophico. 
Tinctur des Holdes und Silbers haben ihren M 
fprung auf dem Mercurio, í 
Tingirend und das fo tingirt (oll werden foll 
[ey Urfprung und Sefchlechres ſeyn / 
Tinctur Krafft und Wuͤrckung / 
Tieffes Nachfinnen mir dem Seegen Gottes / O 
Kohlen / Glaͤſer und unermuͤdeter Fleiß / iſt zu d 
Philoſophiſchen Werck nothwendig / 10 
Todter Sohn / 3: 
Tollatur abufus, & máneat rei fubftantia. b 
Tochter Hippocratis. 
Transmutatio Metallorum foll auß metalliſ. sm 
gehen/ und nicht aus den Spiritibus. 
Trockenes Fener oder trockene Calcination, A 
Trockenes Waffer der Weiſſen / 1 



















\ 


1 


i 
; 





















D & V erborum. 

na oder Teiuna der Philofophen gedrittes/ exSale, 
Mercurio, &Sulphure, vel corpore, fpiritu & 
inima conftans. 470 
infitus de extremo ad extremum non fit nifi per 
nedium. 555.641 
ituratio & affatio continuanda & reiteranda 618 
9$4. 


mg.E. Bedeut der zweyen Kron / 281 
ad versefrt die zween Brunnen / 983 
Aach verſchlingt unſeren König und Königin/ 999 
jium Principiorum Generatio, 1010 

ach thut ſich ſchwingen gegen en und Mond/ ıcı7 
4 V 


| Aganten und Landbetrieger fell man menden/393 
Vas debet eſſe figillatum figillo Hermetis. 416 
por un&aotus wird zu einer Magnefia. 457 


verfliliges ſoll darvon gethan werden / $40 
Marier iff Sol, die Mutter iff Luna, 552 
atter oer Philofophen ift an allen Orten und in ale 
Bici Dingen, 669 
as vitreum & ejus firudtura. | 722 
as vitreum debet poni inter cineres in furno fuo, 
722,724. 

as unum, Lapis unus, co&io fola, 723 
Bas folido luto obtura. 723.724 
; jas Aludil. 818 
Benenum tingens, 113 
Je getabilia & Mineralia, rubeum ſanguinis inſtar 
oleum in ſe continent. 217 


B colorem vertit. 217 
E  Kkkk 3 Vegas 


1poS, $ 
Bac ift der Saamen Mannes und Weibes/ 968 


l'egetabilium natura fagaciffima aquas in Citrinum 





Index ROG, ^ 


i 
Vegetabilium & mineralium | viriditate dii per E 
per ignaviumArttificum, effentia paritcr & Spit a 

N 

j 


















J 
. olei — ique atcanorum t nobiliffimi perit lu 
Venenum,in Mercurio fplendori marmorielt für 


TE 
^ 


n 


lj 


Venenum in Mercurio invidi Ethelia vocant d 
ripigmentum &rindturam, _ | 3 
‚Verapud Philof. quid. J 
Bereinigung pes Leibs mit dem Geiſt und ber Ol 
wann folds: geſchehen / wird alsdann geſehen 
groſſer Verwunderung ein neu auf erwecktes ⸗ 
bendiges / volllommenes und gloriticirtes Corp 
Diefes Coͤrpers groffer Nutzen. Ri | 
Vernunfft und Berftand foll man. brauchen bey) | 
fung der Philoſophiſchen Bücher. 
Berirehrung der vegetabilien und Animalien iſt le li [ | 
aber nicht die Veränderung. 
Verkehrung oder Verwandlung der Metallen f 
nicht geſchehen dann durch) feines aleichen. 4 
Veritas in arte chemica per manualem practica cal 
& pyromantiam, feparatione partium à fuotg 
facta, quzritur, quod ftudium Alchym. eft. 48 j| 
Vegerabilia und empfindliche Dinge — ^ 
vilan: 'en ich. 3i 
Venerabili ut;mini natura, quia natura non emet 
datur nifi in fua natura, idco. non introducasali 
num, nec pulverem,nec aquam,nec aliam reme: 
Verum tempus pro lapide couvenientifimum, 4. 
& quare ibid. | (Kbon 3d 
Venus die dem Koͤnig vermähler wird / iſt mach suft 
Venus vitriolata. 937, (ducant, 91 
Vegetabilia Animalia & Mineratia unde erigine 


| 


| 


| 






















& Verborum. | 

ion nicht ber rechte grüine Loͤw. 173 
rioli nobihffimus, fubriliffimus ac fragrantif- 
imus fuccus latet in occulto, 216 
rioli fuccus viriditate fua ion non debet,217 
eus color in vino. 217 
‘or vegetabilium per fe iplum in ruborem deber 
sedtificari. | 217 


tiolum Philofophorum. 149 
'riol caleinirrer foll. gleich wie eine Aſchen calci: 
nirt und puivisimpalpabiis jpg, _ 389 
trum mallzabiıle. 395 


ta Cnemiftia, c 64. 
Ita corpo: um infenfatorun:, 404 
ſcoſiſche Feuchetgkeit if die wahre Wurtzel clie 
Merallen. Sur 
ſcoſiſche Seuchigfeit it ein bleibendes oder halten⸗ 
des Din auf dem Feuer. 511 
Witrum figi latum eft Mercurii lectus calidus. $25 
lier geben nur cine Cif: ng. $39 


neraSeg mit welchẽ pif: Kunſt vollbrachtwird. 586 
| grosgerni: oai e, virrute muluplic.referta, LE 

hierio! Der bem Silber den Hold Purpur vingıpräs 
| aet hat / Silber in Gold verwandt. 681 
irtutes elemen ares & cœleſtes quod. faciunt in 
! vifisnituralibus, hocetiav faciunt in vafis artis 
|! ficialibus,fiartici lia formentur ad modum natu- 
^ raliu m, 7 j4. 
"it: um ficípiffum & quare, vitrum fit figillarum in - 
| fummitate & quare. | $05 
it. ioli Spiritus uviſibilis ad fenfu. & per inges 
- nium, » 
rei Geiſt weicher den Mercurium sn das C Creun 
h.fitet, & 4 
* Kttt4 Via 











. Mec 


B. 
4 













Index Rerum, 
Via qua pervenire licet ad Medicinam univerl 
&Metaphyficam,indifferentesemnes morbos 
rantem,de qua defperant Phyfici modes no N 
flratur.893. Wl | oni 
Vitis plus de fpiritu univerfali participat quam al | 1 
Vinum album vel rubeum clarum & odoriferum 9j A 
Vierte QBort der Weiſen / | i ah 
Vier Elemente, ] 
Vis generativa & multiplicativa ſoll nicht verbr 
tiet / zerſtoͤhret noch veriager werden / 4 
.. Univerfal tft ein einigeg Ding’ 
Univerfal iff der Drach und der Adler / efti 
und ber Loͤw / der Geiſt und der Leichnam TI 
Univerfal-Medicin Krafft und Wuͤrckung / 
Unſer Stein wird gezogen ans dem Stein ber Phil.g 
Unckenbreñer und Vaganten werden heſcholen 
Uno in corpote ſunt juncta tria. 68 | 
: Unica eft res in qua funt quatuor Elementa ben 
proportionata. 
Univerfal was es in der Medicin fürWürefna un um 
Berrichrung habe. 784.78°.786 
Unfterbtichete ift die fuͤrnehmſte Urſach geweſen / d 
die Weiſen dieſen Stein zu ſuchen ſich 64 i 
ben/870. — mb warım/ 871 
Unserfiöhrliche Elementen können in bae Pol cn 
gebracht werden/ A 
Univerfal-Medicin Kraffe und Wuͤrckung / FR i 
deren Gebrauch / 380 
Univerlalibus includuntur particularia quavis. 89! 
Univerfum Opus. 107 
Voͤgelin Hermetis Zunamen/ 28! 
Volans etiam vocatur fpiritus propter ſubtilitaten 
fuz naturæ. 324 Bor 


1. 


N 


rb 
di 






















| & Verborum. 
Arbeit was fie feye/ 460 
Altommen Corpus hilfft dem Unsollerienen/s3o 
Miuntas conflans in Opete, ies 
IMiuptas Sola cupidos facit, 
ael oder gemetzget Flaſch / oder andSifhmenn ; C 
das fuͤnffte Wefen der Philof. geleger werden / fo 
Bleiben fie frifch und unzerbruͤchlich / $76 
ael ber Philofophen/ | 968.pag.B. 
gel Hermetis, 985.1000 
Miberettung des Phil.Steins ift zweyerley eine äufe 
Wetlíd) die andere innerlich / 1032 
nie aͤuſſerliche was ſie thue / ibid. 
die innerliche welche / 1032 
ina puerorum und Philofophorum fft der Geiſt / 
Mwelcher aus den Metallen gezogen wird/ — 709 
Afprung aller Geſundheit ift die über die Schnur 
Hauende und widerſinnige Feuchtigteiten des 
Minenfehiichen Leibes zu einer natürlichen Gleich 
foͤrmigkeit zu bringen/ 783 


T X die Himmliſche / 236 


Eyern fine / 47148. — 
| Mrme die aͤuſſerliche iſt nothwendig zu der Putre 
rme aͤuſſerliche muß ſanfft und gelind ſeyn 272. 
Ind warum diſe zu derPutrefaction nothwendig⸗ 272 
Paͤrme tvann fie wuͤrcket in die Feuchte / ſo gebuͤhret 
T fic endlich eine Schwaͤrtze / wann fie aber wuͤrcket in 
das Trockene fo gebuͤhret fie eine Weiffe/undinder - 
E MWeiffe iſt die gelbe und rothe Sarb verborgen 27« 
Wärme ín der Vor⸗Arbeit gefchicher im SR 
9 und wird genennet rg 


(s Wire 





Waͤrme in der Nacharbeit geſchiehet im gred t 
und wird genannt/ Aflatio, 3 
Warhaffte Philoſophi welche / a 
Warmnes Bao wird das trucken Waſſer aenaiitz 
Waͤrme wie ſie ſoll beſchaffen ſeyn. 762.5 

iftoaran viel gelegen.ibid. 845,846 (gen. 
Wärme des Balnei Marie wird anderen vorg 
Wann die reinen Elementen ín Öleichheir dd 
Krafften vereiniger werden / ſo iſt daſſelbige 
unzerſtoͤrlich. 
Was einan der in demUrſprung gleich / kan und 
auch eines ín Das andere verwandelt werden. « 
Was in hoͤhern und gröiferen müglich/ das fan! 
mehr imb cher gefchehän in wenigern und na 

Verwandten. 4 
Mag oben ift/ift eben wie bag unten. 108.253,4 
ER, affer uno die Erde feynd unten die Lufft uno 

— ſeynd oben. 1084 

Maler ber Philo ſophẽ toas es fepe 111. 116. 174 

deſſen unterſchtedliche Namen. 1 

Waſſer welches rein und klar iſt. 
Waſteweide⸗ ſich ſelbſt waͤſchet und reiniget. 
Waſſer der Phil. reducirt und coagulirt. 
Waſſer der Phil. iſt der gifftigen Schlang Tig 

gleich / und mit ihm wird Der gewaltige Theria 

reitet. 164 (genenner/ 1 
Waſſer der Phil. wird der wahre Baum des Schr 
Waſſer der Phil.ift ein Iebendiges waſſer unb " 

corrofivifd). 

998 ſſer der Phil. Eigenfchafften werden ER ı 
Waſſer Milchfarb. 182 (ihren Urfprung haben. 2 
Waller toad bas eor eines feye/davon alle minera 
Waſſer gebenedeytes wird die Tochter Platonis ^ 
nannt: 247: Wa 


Index Rerum, | 
| 







-—- d. 




















Lenennet. "248 


zaſſer wird wie ein Augentran ober. «in durchſich⸗ 
tig a affer als ein Cryſtall. 249 
Paſſer das fire. 249 
aſſers Reinigung. | 249 


Paſſer das bleibende, 246. 263 

zaſſer das bleibende unb lebendigen Waſſers S raffe 
Hund Mache muf men wohl wilten. 257 
sajfer bleibendes opne daffelbe mag in diefer Kunſt 
gar nichts acfd)cben. 2/7 
Baflersbleibendes Kraffe und Mache iff ein geiſt⸗ 
ídy Blur. 2:7 
Safkrs der Phil.herrfiche Namen. 283 
Safer muß wieder in Waſſer gekehret werden / das 
E wt/ es muͤſſen alle beyde Coͤrper wieder zu Waſſer 
werden. 286 
WBaſſer das aufgeloͤßt ift ſchwartz worden. 289 
| Ballerals ein Cryſtall. 295 (295 
Baffer coagulirt fic und wird zu ſchwartzem Pech, 
Vaſſer der Phil.ift nicht ein Waſſer der Wolckẽ. 300 
Bafferoer Phil.if ein Waſſer des Goldes / item ein 
Jfeuriges Gifft. | 301 
Waſſer der Phil.wird zu einem Leib. 302 
ajfer der E hil. ift unfer Waſſer / himmliſch Waſ⸗ 
ſer / Waſſer welches die Haͤnde nicht netzet / nicht ac, 
] meines Waſſer / ſondern faſt Regen Waſſer. 322 
| affer der Phil.wird durch das ohn ablällig Feuer 
I fitben Monat lang / auch untermweilen schen Monat 
I lang regirt. 322 
ais (Sur feynd dir genug in der Dirk 
Y erſcha fs , xd 
.F PRINT 





Index Rerum, 7; . 
Waſſer fo in der Lufft wohnen / E Í 
Waſſer vertehrt fich in Erden / 3 
Waſſers wie viel Theil / und des Fetments oder 
phuris Solis wie viel Theil bey Einſetzung / ſo 
genommen werden / —4 
Waſſer zweyer Naturen / 
Waſſer mit Silber zuſammen — 9 | 
Metall ín fcn lauter Silber / 4 













einander gefchieden werden, 
Waſſer fol klar ſeyn / 
Waſſers Proportion, 4 
Waſſer der Philof. wird durch die ft [er geſch f 
und durch die Schärffung gereintger) 4 
Waſſer der Philof. welches geſchaͤrffet iſt / Krafft mi 
——* / 4 
Waller dus Dritte Element hat fo viel vont 
Quinta-Effentia a[8 eg bedarff / 
Waſſer (ff proprie faft/ T 
Waſſer der Philof. ift an allen Orten / unb kan n 
mand ohne daſſelbe leben / es wird auf vounberfat 
Weiſe geſchoͤpffet / aber das iſt das beſte / weich 
duch Krafft unſers Stahls außgezogen wird, 6 
Waſſer der Philof.fft bag hoͤchſte Gifft / aber andi | 
höchfte Medicin / 
Waſſer Mareriz iſt in der Kunſt faſt nuͤtzlich c 
Waſſer iſt ein außgezogener Geiſt und war zuvor 
dem Bauch des Steins coagulirt / 
Waſſer welches die Coͤrper ſubtilirt / und in chi 
fie und in des Steins naͤchſte Adareri ober b 
Elixits der Philoſophen bringet / 6 
Waſſer wie das Queckſilber unter den Miner. 
lien / 924. all 























& Verborum, — 
afer ift dag ſchwereſte Clement vol ſchmuriger 
geuchte/c. TOSS 64.5 
Aſchen was eg bep benPhilof.fep/ 648 
alfer ber Philof. wenige fennen es / jedermann fie 
iet es / ſehens aud) Und liebens / 667 
Es hat Namen mancherley / fein eigener Namen 
iber iſt das Waſſer unſers Meers / das Waſſer 
88 Lebens / welches Die Hände nicht netzet / 667 
8 gebrauchts ein jedwedere Creatur / aber unſicht⸗ 
yar/ ibid. 
aſſer foll gereiniget/ tnb mir gereintarem AZerca- 
eurio ver mifcher werden’ 672, 
Paſſer der Philof. ihre Jungfrau und gebenedeytes 
Waſſer / haben fie in ihren Büchern mit viel tau⸗ 
Aſend unzehlichen Namen genennet / nennens einen 


WMimmel / Himmliſch Waſſer 16. 207 
J' nb warumb/ — INFOR 
Woicfee Waſſer wird nur allein aus bent Mercurio 

‚vivo gemacht/ | 708 


zaſſer von unſerer Erden / 727 
Safer der Philoſ. iſt das Waſſer des Lebens / 752 
daſſer der Philoſ. iſt rein und Ertz aͤderlich / 796 
Zaſſer werden in dem Fundament der Erden / als 
wie in einem Faß / gehalten/ $64. 
Waſſer feynd zwiſchen zweyen Seren du Himmlen 

gepreßt umb befeſtiget worden, 865 

Vaſſer und Erd bleiben in einer Runde 865 
B uno tearumb/ ^. ibid. 
fer der Philof iff unmöglich durch die Sunft zus 
wege zu bringen/ 872. und warum / iſt der allem, 
ſchaͤrſſeſte Wein, Effigrder das Gold zu einem rep 
E nen Gift machet / 872 

| Waſſer 



















| Index Rerum, 7" 
Maler der Pbilofophen/933. deſſen primum 4 | 
Waſfſer des Lebens. 1015 (den. 108] 
Waſſer der Philofophen fol ín. drey gebracht & 
Weißhett hilfft der Kunfl. B 
Weiſſo Sarb/ vor diefer erfcheinen Sarben / well 
wie Steinlein auffeben. 47 [c 
Weiſſe Satb it eine haupt farbe in unferem 8B ul 
Weg zween ber Philofophen der najfe und trockt 
MU 192. — 
afes Weib wird mir eínem —— iga 
vermaͤhlet. 
Weißeit hilfft der Wuͤrckung. 
Weiſſer Schwefel / 310. 34 
Welb nehmen / ſie ſchwanger machen/ die Geſtalt 
toͤdten unb lebendig machen / cin Licht einfuͤhre 
das Angeſicht vonder Schwärge reinigen / tod 
es heiſſe / 34 
cpi: une rot) kommen auf einer Wurtzel hervo 
346.347.364.36 

Weiſſer Stein’ weiß Gold / voller Mond / ealciní 
weiß Silber / das weiſſe fruchtbare Erdreich fo € 
gereiniger und caleinirt tft/ weiller Kalch Sa 
der Merallen/ caleinirted Corpus &c. wird d 
weiſſe Sarb aenennet. 3 
Weiſſe Zarb wird auch eine lebendige Erde / ein 
bendiger und weiſſer Schwefel genennet. 35] 
Weiſſes Elixir, in dieſes ſoll nichts eingehen / 


(vas weiß iſt / 4 
Weiſſe kan allein iu Roͤche durch die Abtochn 
kommen. 3 
Weiß Erztz. 3% 
2c f gebaͤhrt die weiſſe. 





















& Verborum: 
es Samenund Mann Cami, ^ ^ 183 
Me Sarb warn fie anfängt zu erſcheinen / ſoll das 
uer gemehrer werden unempfindiich. 41% 
[alic Ding fich vermehren’ und gr nehmen, 
irch ihre Geſtalt / ſo fan fich ebenfalls das Mer 
gu vermehren und zu nehmen und zwar ohne 
nterfcheid/ 448 
ib im Philoſophiſchen Werck fol vem Dann 
Vicht zu wider feyn/ 454 
Ib und Mann im Philoſophiſchen Werck werden 
iß einerley Samen und in einer Mutter geboh⸗ 
1.44. Queckſilber und machts su Silber, j20 
‚Miller nicht brennender Schwefel coagulirt das 
Pr Gold kan verkehren in Suber / der fan auch 
Ferkehren das Silber in Gold. $23 
iſſe im Silber ift nichts anders dann eine Ab 
Paͤſchung der Schwaͤrtze / 524 
"Tref der Philofoph.iftein Werck der Natur. 572 
"Iib folvirt den Mann. $98 
Miſſer Leib des Königs wird in einem linden Pal. 
1e0 ein Monat lang digerirt/&arnadoín oer Aſchen 
agirt/ und letzlich in dem Sand zu einem fiy brau⸗ 
nen Pulver gebracht. 612 
ein Eſſig / Saltz / Alaun und andere der gleichen 
'Ffaure Säffteund Sachen toas dardurch verſtan⸗ 
den werde. 621 
Toile Lilien Saamen. 663 
Peib fell den Mann nicht uͤberherrſchen. 664 
Ber das Philoſophiſch werck anfangen darff. 717 
Perck der Fhilofophen wird allein mit dem ar 
frio vollbracht. 
Peiſſer Sulphur der nit brennend iſt welcher * 
Pergentum vivum coagulirt/macht daſſelbe zu Sit, 
ber. 755. rg 











Index Rerum; 
Weg der Natur iſt Warheit / 
Weiſſen Ey / * 
QD Farb wird bem Mond ſchein/ — à í 
Dann verglichen / Pi: 
Weiſſe iſt zweyerley / a 
f ift beſtaͤndlghafft ober fix / die andere nídyt 












ei Materi wird genannt das bleibend Wa 
item der Gift und die Seel / $ 

Weg ein anderer den Lap.Phil. zu machen, 

Welt wird von Tag su Tag geſtaͤrcket / 

Wein der Philof. teeldyer/ 

Weiſſen Azercurius, 

Weiß Kleid/ 

Weiſſe Adler / 

Welcher würdig ſeye in die Schar der Philoſ.a 
genommen zu werden/ ) 

Weiſſer Adler ober Hermetis Vogel — 999.10 
4 " ſcharffe Eſſig der Gold verkehrt in in 


quan Vogel deſſen Federn an Glantz den Srofl 
übertroffen / 1900,10 
Weiſſer Drach/ 
Weiſſe haͤlt in fid) die Roͤthe verbargen/ 14 
Wind fat ihn getragen in ſinem Sandy233.23 


Wind ift der Lufft / 3 
Wideraͤffen alle Ordnungen viermahl / 33634 
Wiederholte Solutiones was fic verrichten | 
Woran Gott die Element erfcbaffen/ | 
Wuͤrckende / Agens wird den Männlein oder das l 

dende oder Patiens bam Weiblein sugsuiane] í 


3 
$ 
5 
9 
9 
















— 
e "co 


— 





ICON ALCHENMIE, 
DH, «MICHEAELIS FeAUSTIL. 

«Ned, Doktorss & Phyficı, Fran- 
| cofurt, Ordınars, 

A, 

Abam ) ) Capricornus, (afıza- 
e^dbartamen( tus,chibor, Puoplum, 
Aaragat Draicıam, elerator, 
: Accib. ) Plumbum , Bley/ 
y Araxat, abufa Rub, Alech, Ahonoc,alabrs, 
| alokor,amiec, amie, amioch amitich, ara- 
| xat, Acoro, Balamba, Gartifhlium Koal, 
ME molybaos, moſquet dei, molıbra, mofider, 
IB rafas, rafafa, rolos,roc vocis, 
Me[amum, i.e. lutum rote, Mad: Leym. 
beffiidem quod. Rebts nempe ultima ciborum 
| materia Die let. übrige Materi von 
| der Dergehrung und verdorten Speiß. 
Ibefins \ calx non extincla, vel calx viva, 
Ibefam SF ungelöfchter ober lebendiger 
Kalch / albeſten abeſten, acmorago, aſbeſtus. 
\brcum 1,2, coopertorium ein Deckel. 
MM. Abm 








N  LEAIUVUN 
Abnelectem i, e. alumen , af, — M 
Aboit vel. abiti, e, ceruſſa, Bleyweiß / al N 

rad almachabat, alfıden, j 
Acacia ferrea 1- e, cochlear ferreum, Dag) 

ein eifener £offel. di 
Accatum i, e, anrıchaleum. Moͤſch/ | accatlı 
Acahı, i, e, aqua aluminis, fefeol, A 
Acaid i, e. acetofum, 008 iE Eſſechtig / 1| 

faur/ stem acetum C fig. 4 
etalac i.e, Sal, Saltz. 4 
Acalai 1, e, Sal, Sally Acet idem. 
e^fcali i.e, apua aluminis fefeol, N 
Acalmia vel acabema i, e. fuperfluitas ara 

"1, Uberfluͤſſigkeit des Silbers. 
Acameh, Acemech, 1, e, Stannum, item alc] 

Aomba, item faperfluias argenti, 
Aarnech acernech i.e. eg 4 

azarnech. 
Acartum i, e, minium, Mingen ure | 

nien/ azemafor, 
Acato, araxos, 1, e. ex og 
e^" dcaz dir, i. e, Slannum, 008 iſt 3i nn/alke 
alomba, 
Acetabalus, efd menſura quanam tefla | 
capit, iſt ein Meß fo viel in cine en 

(daten. gebet. 
ediceum, 1. e, bai, 

Acetum amineum ı. 6. album, 
Acetum philofophor nm 1,6 lac virginis ſi five ai 

Mercurialis, qua metalla felventur b 

faphorum. 


Aelam plulofophorum, quod fit de recenti 














ALCHEMIıI& 3 

ſtudinibus marinis per [ablimationemo & 

sflillatienem, Eſſig der Philoſophen / der 

a wird von friſchen Meerſchnecken / 

uch Erhöhung und Diſtillirung / vers 

ertiget. | | 

uum radicale, dicitur etiam. aqua folvens, 

es, Stahl. 

ordina, i.e, tuthia jnda, Indiſche tutzia / 

alcordine, 

rtinus, 3, e, lupinus, Seigbonn. 

fuo $, e, Gorallum rubeum, votb Coral 

ien. | 

ureb i, e, vitrum, Glaß. 

-uffe, acuflo, 1,e. nitrum Saipeter. 

amatut,s. e. : Helmeſſe. 

larnceb 1. e. auripigmentum. 

lanis efl flos aquæ maris. ein Blum beg 

Meer Waſſers. 

ec i.e lac acetoſum, ſauer Milch. 

Meberocfl, ajsherec, alhekonec s. e. lamina, 

Plech. | ; 

leps ve. liguor gui. difhillatur ultımo, Die 

I Dünnigfeit bie suteGt Diflilfiret wird. 

Her 1. e. lac recens fine butyro. friſche Milch 

M ohne Butter, | 

che, adhede, i. e, las acero/um, fauere 

PMilch. 

Aho, vel adoc, 1, e. lac, Milch. 

lıbat,i.e, Mercurius! 

Adachos, adıdealarcos, adidalarchos, i. e. cal- 
cecumenon, 

iliis vel adebext i. e, teſtudo, ein Schneck. 

IE (QU 2 Adin- 






















N 


4 - LEXICON! 
Adinge, Le. armoniacum, C. 
Adm: furab, i6, Erde. x 
Adorat, i-e, pondas quatuor librarum, 

Gericht von vier «Dfunbemn. — 

Ados i. e. aqua ubi ferrum ee AX tu i 
fer darinn &ifen gelöfcht wird, 

Adram, ie, Sal gemma. 

Adrariges, iſt grün Atrament. lj 

Adraragt, i,e. crocus bortulanus, Garf 
Safſran / alfar, afur, alfan,afan, — T 

Adrop, ift azar, lapis spfe, az.are. Nd 

^ e4djamar,i,e, lotum vel lotium, lotio, gew 
ſchen oder Bruntz. > 

«der, 1.0. Ventus, vel fpiritus , aura, bali 
Wind oder Gift; Wetter. 

Aeris,z. e, arugo, 

Aeris,fcobs lımata, Kupffer feilich- 
ass, ie. as uflum gebrannt Ertʒ. 

adfragar, ie, viride eris —— 4 

Afrob, ef plumbum nofirum, corpus im 
dnm. pu 

Affarx, Affrax, ve, ART ROTER | amat 
aff aris, idem, 

Affemicum, i.e, anima, bie Dell. L 

Affzos, i.e. puma, Schaum, affros, 

A ffiara, i.e. ceruſa, Bleyweiß / almat ide 

Affrengs, $e, minium, 4 

Affrodinayi.e, veuut, 

Affronitrum eft [puma nitri, ber Schaum. 
des Salniters / quad Arabice dicitur Be 
rach, heilt in Arabiſch Baurach/ vel ij 
fronurum, [puma nitri 454 eft ſalſa, der ! 


al 


























ALCHEMIE s 
len Schaum des Salniters 7.e, Glaß 
Balz ar quidam dieune, als etliche fae 
"den. 

Afınitrum, i.e. [al Cappadocium, Salt auf 
À appadocia. 

L nitri, i.e. [puma vitri Schaum des 
Lilaſes. DEN 
Moetoni. e. [pumens, ſchaͤumig. 

ba, iſt praͤparirt Saltz. 

ar, id efl, Calx, Kalch / algit, algerit,idem 
M sal iſt arſenicum ſulphuris, Auch ver2ldfer. 
Arazath, albenot, ift Bley. 

bot i.e. falphur, Schwoäfelvalchibit,alchi- 
Tat. 

à iori, Aloanacb, ift Bley. 


Ächafchec 1. e. tribulus, 


B freg eff ſpeciesceruſſæ iſt in Gattung Bley⸗ 





och, alrachas, alaſtrob, alomba, alooc, i.e, 
umbum, Blehy / allabor, alcamor, alconot, 
"dem, 

Bıkarib, eft lapis rubens, ein rother Stein / 
Llaharib idem. 

Brhic, etliche ſagen es fepe ein Ofen der 
Alchymiſten / etliche ſagen es fepe obf. 
rior. i. e. 45 uſtum, gebrannt Ertz. 
Wafalet, ze. armoniacum. 

lA", t. €, lythargyrium plambi Bleyglett / 
Hafnerglett. 

aurat, 1 e, fal nitrum, 

jantina, is e lapis falis lacti, albani. idem. 
(A) 5 Ala 


Kor, i.e, fal alcait, alafort idem (weiß. 


Mibab ar , alabari, alehonor allarinoch, alhoho — 


a 


U V ULEO DE QUNM | 
Albanum, i. e. [al urine, Harn Saltz. H 
Albaras, i. e. arfenicum, 
Alberzch. 1, e, album arıs, weiß Ertz. 
Albeflon, lebendiger Kalch. | 
Albetad, 3. e. [albanum. | 
Albi, i.e. fablimati, des fublimirten, 
albir, 1. e. prx de corticibus taxı, Bahr 
ben Mieden/ credo qued fit. [ubflansia 
qua fit incauſtum, id) glaub paf eg fep 
C^ubftan& oder ꝓag damit man Din 
macht. | | 
albor, 1, e.urina, Harn, | 
Albor, i, e. crucibulum aurifabri , ein Sol 
fchmide Siegel. | 
Albotat, alfıdas, 5, e. ceruſſa, Bleyweiß / 
fideque, | : 
Albatim vel albotas d. e,terebinthura,terpen 
albuhen, altilibat, albotra, bora, deburu 
helcabatan, helkabeni, helcalibat,helcalıd 
Kytram. | 
Albuhar, Bleyweiß. 
Albuta i.e, Pärlein. 
Album i. e, weiß Kupffer. 
Alcabris, alcebris vivum, i,e.[ulphur, alner 
 anerit, antric. 
Alcadp.i.e. atramentum album, 
Alcalt, principium chymicorum fymbolicum, 
exomnium rerum cineribus fine caltei 
corporum extractum. idque omnibus vet 
inefl proprium, [ive liquida [mt five cali 
Alcaol i. e, lac acetofum, fauer Milch / o 
Mercnrinsy 













Alch 


Ichutrams vel alchieram i, e, oleum jumpe- 
ırıpix liquida, arfenicum praparatum, ad 
B abinendum. 

Ichitran, i.e. fex deflillationis, Drüfen der 
Diſtillierung / dieser etiam oleum jumpe- 
inum, Wackholder Del. - 

\luımad, i. e. antimottium, alcofel, alfacıo, 
BSpie (af. 

| —* «bo lac aceto/am, fauer Milch. 
Akohol, efl pulvis [sbtilffymus. 

Miobol eft ſtybium five antimonium. 

Mtobol vini (five vini exficcati epitbeton) ef 
W^ quando ommıs (uperfleitas: a vino ita fepara- 
lur, ut accen[um ardeat, | donec totum con- 






















(3 


l 
li 
il 


! i,e.acetum Eſſig. 

Alcone. i. e, aurichalcum Möfch. 

Alcor.s.e. &t uſtum quafi grana, gebrannt Cr 
als Körner. | 

Alcore, quidam lapis, babens folia argento fimi- 
lia, ein Stein der ‘Blätter bat/ dem 
- Silber aleid)/ Spat / altores idem. | 
lcubd.s,e. butyrum crudum, raue Butter / 
alumbair. 

Alcubrid vel alcur aut aluzar, efh idem 
(. qnod fulphur, Schwefel, 

lex 1. e, vitriolum. 

Alechariti, e, Mercurius, 


IAlechil 5. e. tripes, cin Dreyfuß. 
Alrfantes, ie. flos falis, Galgblum oder 


Bluſt. 
(QD 4 | Ala 


















^ S0 cu LEXIGO- Na. 
Als 1.6, Sal compofitum, rie gefe | 
Saltz. 
Alembacı i,e. gebrannt Bley. 
Alembic, 1e. «Mercurius. 1 
Alembicum, 1.0. das Geſchirr/ darinn 3 
ſenwaſſer gemacht wird, 

Alembscus fen capstellum , ein Helm/ guod v | 
inferioribus ad vapores reuipsendos impon 
aur ,alembicus aliusvoflratus ef alius coec, 
roftratus eft, qui humores reſolutos per can ( 
lem att vuflrum ad vas rwipiens dimit 
alius coecus boc eft, fine rofro.[ublimanonibi 
inferviens. Hic in [ublispationibus nonnum 
quam in vertice perforatus. alignantuiumh 
eft, humores alcendentes emittens. 

Alembrotb, efl fal Mercuris vel fal phiefi 
borum & clavis artis, bilo! ophife 
Saltz ober Weißheit Saltz der S ot 
fel zu der Sunft. | 
Alembroth deſiccatum, quidam appellant (al tar 
tari magiflerium magıflrorum, QertroQ 
neter Weinſtein Nd Saltz alle 
Meiſter Meiſterſtů ck. 
Alexantht, altingat i.e, flos aris, Blum ode 
Bluſt des Ertzes. 
Alexır i. e. medicina alchymice praparata, € 

ne Artzney Alchymiſch bereit, 

Alezaram,1.e, lotura pl umlbı, Bleyw aſchem 

Alfacta. t.e, 4eſtillatio, Diftillirung. 
2 ed If adtdam i,e, [coriaauri Ott Solo. 
y Alfamadı, i,e. cinericus. n 
Alfafit, se, alvalır, 1, e, tefla, tine Scale obt 
dut. A 















AUCHEMIE % 
Mifarida. i.e.ceuprum flum, vel laminatura 
"vereriss, Kupffer Blech. | 
Mifai de d.e. fol armoniacus, falmsax, alacap 
VW alozap, alfol, aliſteles aleob, azonec, anoxa- 
| dic, anacob, andex, aquila, Butrum, alızo- 
les. : 
altfufa, i.e. lucia, 

Ya Schilff. 
“lgali, 1. e. Nærum falaiter, 
Memet, i.e. carbones, K ohlen. 
"Mlgnrice, z.e. calx, Kalck. 
Mulus, i.e. confectio, cin Confect ober Zu 
Jſammenmachung. | 
"Modiima, iſt etwas fonders foin den Gold 
I Metallen gefunden wird’ darauß das 
T $5tep wird. 
an zadis, ift Faft und trocken zerra, heiffet 
IM 2trabifch Zorreza, tinerkar, Arles nennt 

-eg /almiac. | 
I bocob iſt [alarmontacum. 
MUT aes e. (ubrilis pelvis alchochos, ein ſubtil 
MPulver. 
fial, t.e, antimonium, 
Blaklıa, i.e, vas cin Geſchirr. 
Mkale, i. e. ovum galline, ein Hüner Ey. 
Mikalir, i.e. vitriolum f2ffile vel fufile, 
| Be alkes, i.e. as uſtum. gebrannt 













rg. 
| E. ift ein S1am eineg Philsfophen. 
Mkant ef Mercurins oder ein Coattung 
| attrament, 
Alkanıum, i, c, 4s uflum, wel [pecus 
3) 5 aro" 















9 

10 LEXICON 
aromatica vel fecundum | alios arfe 
cum. X 

Alkara, alcarana, 1. e, cucurbita, 

ed haranum i. e. duenec viride, 

Aikaa, 1.6. albot,alkaxoal. 

edikıbric, albibert, algibic, alkıbie i. e. fi 
prar vivum, \ebendiger Schwefel / alck 

ric. | 

Alkı, alkti eſt materia. dulcis ex plumbo, 

Alkımia, ift Srölichkeit/ oder froͤlich 

muthig machen. | 
 Alkın, s, e cinis ecavellatus, Weid⸗Aeſch 
alkal. 

Alkır, ef fumus, Rauch / alis carbones 9 
Kohlen. 

Alkitram i. e. pix liquida, dünn Bech. 

Ai boel, d, e. plumbum. exquiſitum de mine 
Bleyauß dem Gr& erfudyt/ etliche 
gen es fen Zapıs laralı,lafar- Steine 
che aber es fen antimonium. 

Alkole[fh tartarus, Theophra[lus fic ait: Al 
efl purior. ſubſtantia rei fegregata ab impu 
tate ſua. fic Alkol vini efl aqua ardens re& 
ficata c mundiffima, bag reineite und 
fies dag fubtilefte und edelfte. 

Alkofor, i, e, (ampbora. 

A lkymia, ift ein Pulver Fünftlich genac 
auß dem Bafılifeo/pulvis de 'Bafili[co, 

Allabrot, eff. quoddam genus [alis confelln 
eine Gattung gemacht Gal. 

Alma, i, e, aqua Waſſer. | 

dim 






















| ALCHEMLZE, I 

Pairia, iſt ein Steinderambregleich. 

| Imagra i. e. bolum, cuprum, laton, Yoth 

| Erdreich⸗ ef vel lapis ıpfe vel terra rubea, 
damit die Wagner ihre Öhrt netzen 
oder feuchtigen/vel tdem ef almagra, quod 
! gel lotium,.v. losiogeroäfche oderwaſchung. 

| Umak:f, almakanda Le, Iythargirum. 

P 5e cinericius Aeſchin oder aͤſchin 

Far 

* almarchiat al merchalz, almarchax 

ar r.c. Iythargt: IR Glette. 

Mmarcat, ijc. ſcoria anri, Goldſchlacken c 

calhmia aurt. 

Pmarcaxida, i. e. hihargirium argenti, argy- 

nitis, EM 4 id 

dumarkafida, almatkafita, 3. e. e Mercurius, 

- (ft eta, mineralifcher Stein. 

Um Argen, almatryon, armagal, armalgen, 1. €. 

orallen/ item almarago, 

| Mwartack, almarchat, almareıh, Aeſchen oder 
Silberglett. 

lmartak, i. e. lytharginus cinis, 

Almatalica, i. e. Metallum cupri, roth Kupf⸗ 
- fer Metall’ das in Der. sizera ober Ertz 
Fafunden wirds wie das Eifen Metall 
oder 

Almechafi de €, cuprum. 

Imene,s.e.fal lucidum, Flat lichtig Saltz oder 

. Salgemma. 

Almetat i.e, [coria auri, Sindel ober e chla⸗ 

cken des Goldes. 

Almiſadir, aſanon, meradum almiſadu amitA- 

.. lir fal armoniacus praparatus falmiax stem 

viride aris, Alnæ 





- Alfecb, e. alumen jamtt. 


Alimar, aycaphet, i. e.as uſtum. 













n1 LEXICON 


edinec, allenec, alkalop, ie, ſtannum, ale 
almıa, a[erebran, a[cbam, | 

Aloe, feynd breperfep Gattung : aber i 
Diefer Kunft wird Epolicum verftand 
das iſt alae epolicum, aleratio. 

Alofel, i.e. pannus quo vas operitur € 
Sud) damit man ein Geſchirr bebe 
ober vermacht, 

Alohoc, alofohoc, alofot, alohar, i.e, Merch 
rius, Queckſilber. 

Alos,alo, alıx, almole, alec, se. [al Sal 
alcalat, alcalac, ! 

Aleſanthi, i, e, flos falis, Saltz Bluſt / ba 
die Barber brauchen. 

Alrambus, ie laps  rubeus, ein roth 
Stein / ſcilicet fangvis venarum hominu 
di Blur von den Adern der Me 
chen. | 


Althanacha ıe, auripigmentum, alernet ,'alb 
mec, alemet, 


Altımio, 1,0; fex plumbi, Bley Truſen. 
Altingact, ie, flos aris, Erb Bluſt / Spa 
grün. 

Altinaraum, 1.0. vitriolum. 

Aludel efl vitrum ſublimatorium, ein In 
firument ober Geſchirr zu fublimire 
oder alutel. 

Audir & aludit, autaric, axomſes azon t.e 
Mircurius. 

Aucch, eſt jovis corpus purum alnach idem. 


LE 


Au 


I ALCHEMIZ AH 
ımdlufır, eff rubedo, Roͤthe. 
|Uumbori, i-e, plumbum uſtum, gebrannt 
ed Bley. - 
nMdlwenbur ift Luna, 
alumen alap ı.e. alumen elaciſſe, 
lumen de alep, vel Jal gracus, vel de macedo- 
- ma, Griechiſch oder Macedoniſch Cal. 
Mumen lamenum i.e. feiffam gefpaltener 
- Alaun. 

|Mamen, lofe ie, alumen plumoſum, Feder 
weiß. : | 

MAamen alkori i.e. nitrum alumenalkals idem. 
Alumen [carolum i.e. ſciſſum. 
Alumen fcarsole ie, gipfum Jamenicum, Jan- 
meniſcher Gips. | 
lumen de pluma i,e, Jameni vel alumen fca- 
" r:ola, 
Alumen [ciffem, unfer Frauen Gi. 
alumen de pluma i.e. jament, 
Alumen ſciſſum i.e. amales, 
Alumen albedane $,e. alumen Jacharınum. 
Alumen de crılallo, i,e, alumen voce Alaun. 
lumencalcilien, efl aunb arabice, 
Aumen alafuri, vel alafor, i. e, (al alkali, ala 
— adem, 
Alumende "Babylonia, $e, zucharınum ro- 
! tunduns idem, 
lumen liquidum i,e, amomum, vel limpart, 
Al umen. fafcioli ie, alkali de cabia idem. 
HAlumen  crepum ie. tartarum vin boni, 
Weinſtein von gutem Bein. 
» MAlumen alexandrınam i.e, mitram ſalſum. 
Alu- 





















14 LEXICON 
| fuflumbrannter.— 
Alumen albumi.e.cearto )Cotium kochter. 
Alumen vo[a i.e alumen )Combaflum verbra 
| ter Alaun oder Al: 
alumen rotundum,quod ſcinditur, runder 
(aun der zerfpalten wird mit dem fi 
die Weiber färben und mahlen / «4 
eiiam zuccharinum vogatar, welcher au 
zuccharinam heißt. 
Alumen alafran, i.e,altimum der leht alat. p 
Alumen [yrach, [yfarach, alkokar, alfurint, 
niofumi,e,combuftum, 1, e. verbrennt. 
Alumen lonid,i. e. limpart. | 
Alumen bulganum, i.e.glaffa, ut dicitur v 
garüer, wird gemeinlich aenennt Au 
ftetm/ein Gattung oder Geſchlecht/ vei 
ifii, Verniß / iff roth / und durchſicht 
vote Maſtix / ood) roth. | 
Aluminum quatuor [unt genera, viererl 
Geſchlecht ſeynd Alauns / Amplex albut 
weiſſer zigrum, ſchwartzer perſcriptum 
- boc, darvon iſt geſchrieben im fuͤnffte 
Buch Alberti von ben mizeralibus, v 
ben Singen (o auß ben Ertzen kommen. 
Alumen ı,e Antimonium. 
alumen philofophorum, Eyerſchalen Kal 
amofa, anicora. | 
Alunfelyi.e.[Hlla ein Tropff/item alunſul, 
Alufen i.e. ſulphurata, geſchwebelt / alufinen 
vel adnuſen, fecundum quo[dam, nad) etl 
Vider Meynung tf es cin Ding. 
Al vit, alafor, $, e. rabs. ; 
Alufar efl manna, A 
























ALUNME MIZ, 1$ 

Meegi, i. e. attramentum, attrament, : 

li mafor, £e, (ynobium 3iüober. ? 

Plat, i. e. pondus trium granorum, DAR Ote 

wicht dreyrt Gerſten Körner eem alzılar, 

Hirmar, iji vas Graͤne. 

oſar, i. e. as uſtam, gebrannt Ertz. 

Mwalgama, eft auri vel argenti cum argento vi. 

IU vo zmpofßario, des Goſdes und Silberg 

Verleibung mit dem Quecfiiber. 

Mlimandınus lapis efl,gemma coloris varit: ex- 

M, inguis omnia venena, & reprimit, quare 

| nor efl cemmasontemnenda de qua ceonínle 

Klbersum, 

rmimojfa i, e, confice binc amoſſare. 

jma/]are, i. e. conficere, ein Pulver zu einem 

Iw Zeig machen 

ilumbra efl Sperma cets, ift ein Sperm oder 

‚Sam des Walfiſch / das iſts nit: aber 

- obn Zweiffel ift e8 en Gummi von ci 

$ uem Daum der im Meer wacht. 

mene i.e. Sal commune, gemein Saltz / vel 

| Apoffolus, 

iumentum fe. alumen [fefam, gefpaltener j 
Alaun. 

mon Gabriel i.e, Zynobrium, Zinober. 

(pater: ſulphur. 

\naton ı,e, amatron ie, [al mitrz, 

atris uel antaris efl Mercnrins. 

Anatroni,e,fex vitri, Glaß Gall 

[Urairon i e baurac haurac. fa» eim 

Anatronsise Jagimen vitri, Ding. 

Boo Gifaggallen/ "e vitri, Saltz ber 

Natur. 

wd ncinar vel arecinar, — Anoc 





A LEXICON - 
Ancorai.e. calx, Kalch. 
Ancoſa s.e, lacka. | 
Andarac ı.e, auripıgmentum rubeum. 

ther auripigment. ; 

Andena efl chalybs ex regionibus orientalu 
addutia, | 

Anfaka i.e. coagulum, 

Anfalcaidem, 

"fir, filius Mercurius, 
Anſirarto, [piritus fal, 4 

e nontagins, lapis eff philofopbicus, donum 
fulphar fixum à natura, Philoſophi 
GBottes Gab + Stein / natuͤrlich 
Schwefel. 

Anora 1, e. calx de teſtis ovorum, Gi 
ſchalen Kalch / vel calc viva oder feb 
piger Svald)/ aora, 

Anvtafier, altocab, alem zadat i.e, [al art 
BIACHHA, 

Antal lotto pura; reine Waͤſchung. 

Anterıt $,0, Mercurius. 

Anıhonor, atbonor, 1e, furnus, ein Ofen 

‚ anthous proprıe Rojmarınus efl, [ed ad 

talla tran(latus quintam. e[Jentiam five & 

xir apri hansficat, interdam mediıname 

trallam notat, ! 
| Anthrax i.e. carbo Sob. 

Anthiſides, ift der Kaich des Metalle, — 

Antimomum i.e. alko for. 

Antimonium ef? lapis de venaplumbi vel à 
marchabta, fatarnı, uten Stein von 
Bley⸗Ader / Spießglaß. 


-* T 









| ALCHEMIAZE, 17 
Inn ini, flylium, Spießglaß. ar 
wingar, altingar antscar, ie, bor ax Borraſt, 

| ancticar, 
Incar idea. 
Ens e En. er 
penfalus, ift ein Geſchirr darein Del goi 
than wird) hat. einen engen Mund. 
Iphebriok i.e. Julphur Schrortels 
ohrodifia, i,e atas venerea, DAS Veneriſch 
„Alter ober Wolluſt. 
4244 i.e. liquor, eine Duͤnnigkeit. 
qua alma, ift ein Waller das vonWein 
T gemacht wird Durch rblimanon — 
Igua alregi i, e, aqua calcıs, find hikige 
Waſſer. ER ; 
Ina cerebri 1, €, agua tartarı, Weinſtein⸗ 
uaelſabon i, e. aqua [alis communis, 
Iqua fætida, i.e, aqua Mercurii- der 
Strauſſen Magen: _ | 
" Iqua bolfobon, i.e. aqua [alis panis idem, aee 
, 8 mein Saltzwaſſer. —— 
I c i 6, auripigments, Auripigment⸗ 
Walſſer. MD JR 

na marina, i. Saltzwaſſe. 
qua mercari, ift. Det lapis zerlaffeh/mit (eto 
] nem eignen Waſſer / das indem Stem 
fir ift/ und laufft weiß ie Waſſer. 
qua nitri, i.t [al alkali vel aguafort. 

uA palaflına ie flos arss vel. viride. &nii, 
"Cyangrün. — | ea 
qua permanens, eft ea, qua ex duobus perfe- 
| (85) amr 


\ 














































4$ BERICON 
ctiſſimis corporibus metallicis fit per phil 
fophicam [olutionem. Ef Sol, & luna ]M, 
Inta in. aqua, fimulque juncta, dicti 
etiam aqua caleflina & Mercurius ph 
—.— lofophorum, h 
Aquapluvialis i.e, aqua dulcis, ? 
Aqua rubicunda, aqua megi, aqua [egi i,e, aq 
vitrioli, T 
Aqua [almatina i.e. de falefatia, Waffl 
von Salg gemacht. | 
Afquarius ie. ferrum, Eifen. 
Aquila ie. aqua fortis. aquafort, (8 toi 
auch genennt Salmiax / ſal avmoniacus d 
Aqnıla $e, aurum, gnuttendo, fidelo, edel feda 
Aquila i.e. arfenicum, vel ſulphur. 
Aracon, ift Der Lato. | 
Arcanum res efl feerera, incorporabilis, arg 
immortalis, qua ab bomine cognoſti nonp 
teft nifi per experientiam, Eſt emm virti 
enjusque rei, qua mallefies plus operata 
quam ves ipſa. | 
Arcanam materiale, eſt extrallum [pecifici 
enaterie corporis vicinum, (um autem m 
teria corporum mixtorum fit ex duplici. eli 
mento, humido ſcilicet & ficco, (aer. eui] 
& ignis formalia potius [unt, & effcienteil 
babentrationem) staque & hoc arcam 
amulans ipforum conditio eff. duplex : A 
qua [hillatitia & coagulum [pectficum. — At 
« cams [pecifici deferiptarem vide Rulan 
Lexic, à 
/1rcos i.e, as uſtum, aglophes, ezaphora, — 
| Arema 


- 
T 













| AL CHEM I ££. 19 
remaros ift Zinnober. 

Arena, Sandy ift der reine Eörper des 
] Steine. 

| vena metallıca goldbergica, in qua ramenta 
- & glebuli aurirepertuntur Darinnen man 

- Gold fehen und Körner findet. 

pena metallica, ex qna. lavatur aurum in 


Albi, Goldſchlich. 


enamen 2.e, bolus Armenus. 
lirenar mei } 

Trfar i.e, arſenicum arſag. 

Mirgentum vivum chymiſtæ Mercu- 
rium.vocant, Eflque nihil aliud, quam 
aqua viſcoſa, in vifceribus terre, ſubti- 
lis ſubſtantiæ, alba terra, calorem tempe- 
ratiſſimum unita totals unione perque. mi: 
nima, quouſque ficcandum fuerit, tempe- 
raum A fieo, cr [ficum ab humido 
equaliter, — Eflque argenstum vivum 
Altera pari — lapides. phslofophorum ; e& 
principium — Alterum, matergus omnium 
| enctallorurm, & [ecundum quod | coit cum 
, patre, & maſculo [no [ulphure, cau[at 
| perfetlionem, & imperfellionem in me- 
B tails, & metalla. quoque. (ut. - fats) 
JM ples a matre, fic. loquendo, quam patre 
babent : Hinc — plurimum | trabunt 
| originem, in hoc plurimum rejolven- 


tar. 65) à dene 

















20 LEXICON 
"Argentum vivum i. e. [piritusvel Mercuri 
qui [ervusfugitivus, derfluͤchtig Knech 
aföc, ydrogıros, [arlatum, anzaryg, zayla 
azöhac, Kyreetros. fumus albus, alfohoc [aii 
äzor, azec,alozet.azoAr, aurarid, dracos i | 
06. 
— $6; fpiritus. Moor 
Argentum populi 1.0, (al amarum bitte: Sal 
Argilla, laͤtt / zaͤherHaffnerleim over Erd 
Argiſtata 16, incerata, (in Gewaͤchß. 
Arg yroi. 1, e, argentum, Silber / daher hei 
litbariyrós, — lapis. argenteis, filberm 
C ten : dann Zyehös betBt Stein, 
erg yrui, ides 7x b 
Armoniat [al.i.e, Bella Stern genzır idein] 
Arohor ift Queckfilber. | 
Aroph ift Mandragors, pn | 
Arfenicumi.e, nitrum gratum y efl fulgur m 
iallorum, efl eliam [al ipforum, & (aturm 
guod alias arta vocant meh, reperitur ne] 
«ulli; in loci Griechiſch nitet. 
Ar[enicum rubeum, i.e, auripigmentum evà 
ceum, Säfferfarb; | 
‚Arfenii, i. cauripig lacten. ro 
Artaveck, artanech, 1.6, arfenicum, eujus ive 
funt. [pecies, album, flavum, feu luteum, d 
cierinum, der Arſenick Rauſchgeel— 
Goldgelb / operment, Jyáttenvaud) item 
rubrum ſandaracia Græcorum Feu 
Schwefet / roth — operment, rothé 
Schwefel / Rauſchgelb / Roſtgelb. 
Afabon s, e, [apo, | : 
Ape. 





||  ALCHEMIZ n 


 Mfafotida, ein Gummi; Teuffels Dreck. 

Jagen, afegen, i.e, fangvis draconis, 

agi joe, vitriolum, vel atramentum rubeum, 

4 rotbatrament/ azeps idem. 

f famar,i,e. flosarıs, — 

Mem. 1.e, viride eris. 

/ * aſep, i.e. alumen. Alaun. 

\feb, febel, alpar, alumaic, arabice, feipterea, 

1 grece alumen, Alaun / calidum & ficcum 4., 

I gradu, avıcen, calid. c£ ficcum 3. gradu, 

W aativumin fodinis ex aqua limoque falfaga 

terre, eft aut candidum aut mgrum. in cy- 

pro, quo purgatur aurum, Candidum eft 

dE fpufum vel concretum & liquidum quod 

vocant alumen de rocha velrocca, vel cipari- 

num, ſciſſum eſt triplex, globoſum, rotun- 

dum, ſciſſile vid, ruland lexicon, 

fed arabice leo latine, Loͤw germanicè. 

"Wedenigi :.6.amaatites, " 

W fenec i.e. fol. 

Mephb, afeb, i.e, alumen ſciſſum, 

| t(Faltos vel alphaltos grace, latine afpaltum, 

Mingar, vel afugar, afnuar, afıgı, £6. viride 

- eris, Örünfpan. | | 

Wifmaga afmaga, i.e. permixtio, vel commix- 

| tio quorundam metallorum. adinvicem, 

Afoper i.e, fulıgo, ek ug. 

W/paltum, afphaltum i.e. flos arıs, 

. vel bitumen rubeum,roth Bach / vel bitu- 

ven lIudaicum, Judiſch Bach. 

| Afanegt,ajlanıngi, aj aragi, das Pulver fo 0d 

| fàlt eoa ben Wenden des Saltzes. 
(35. Afer, 
































Ex 


3^^ XEEXLDCOXN 
Aſſor, iſt Alaun / ſagt Morienes, ift di 
gemachter Alaun/ von der Materi D 
Stems / nemlich weiß, N 
Alub dye. galaxia, Enderung der Stern. 
Aufbedegi, eſt lapis ſtindens alios. lapides, ei 
Stein Der andere Stein zerfpaltet. — 
Aſul, aſulci i.e, lapislazuli, lafurd : arabi 
idem Yofurftcin. 
A fuoli i.e. atramentum dicttur etiam fuligo, e 
beift auch Ruſt. 
Atac, s.e, talch vel nitrum. ET 
Atbapor, qui & philofophicus, & arcanus dil 
^ enter, efl furnus compo[itus.arcano phslofe | 
phorum lapidielaborando calorem, ubi igm | 
.. adwvas mon pertingit, convenientem tribuen 
Atanor, i.e. olla perforata, ein Hafen bel 
s Boden und an der Seiten Loͤche 
at. 
Atebrari.e, utucus aquinus five vas [ublimalı 
ctorium, 
Atınkar.atincar i.e, borax de petra, Borat 
von Felſen/ item Baurach, Boras. 
Atragar i.e, lapis ein Stein. 
Arramentum i.e, duenec, malagiſſaca, fva. 
/— de Kreide. 


Atramentum album ie, calcadis, 
Aıramentum citrinum i.e, colcotar, 
atramentum, — Hi[panicum, credo. effe vitrio- 
ium. 
Arramentam rubeum dicitur. a[aric, n 
vel afagr, 














b e — 


| 4 

















ALCHEMIZ, 2 
ramenium «iride i. e. calcantum,vitriolum 
- Romanum, 
Jitramentum i. e. malagiffaca, ſchwartze 

Kreide/ iden, / 
tramentum, Griechiſch Bäch. 
ftramentorum eft. akata, alınd Alſtein / aliua 
 kalkadıs, aliud, calcanınm, atramentum ef 
s et. ‚Yptiacum. 2 
Iramentum [eriptorium librarium, fchreib 
Dinten. 
Es fuligineum , *5udjbrude 
Iramenum ſutorium, Schuſter Schwaͤrtz. 
plura vide apud Rulandum, l.c, 
ditagar, i. c. lapis, stem atragir ein Stein. 
ttingar attingat, ie. flosarıs, _ 
Attingir,id eff capfula terrea, tin irrdin 
Troͤglein. 
ureb ı.e. vitrum, Glaß / AZUZEZE, AZAZEZE, 
ivec, allenec, alkalap i. e. flannum, Zinn / 
aletb, azeth, alimba,allener, aferebran aſe- 
bum. 
4dvis Hermetis,ift dag rothe Bley / mitten 
in dem Ey / das nuͤn uͤber ſich will und 
ſoll ec. Es iff auch die Eſch in der a- 
erice, heiſt aud) anſer und, as Hermetis, 
avis volans, quia in altum evolat 
| (b tamen iterum in terram propter nu- 
trimenta deſcendit. Vnde nutrix omnium 
ef terra. 


C5)4 Aura“ 


/ 


F Aura ebrızum,ise, limatura aurt, Solpfeile 














24 Lu LE o4 BR U WANN, = 
ABT ABC i.e,mercurins, axoch, 42.00, axet, D 
fech, befec, tdem, due Ri 
eAsrıchaleum.|o viel gefprochen / als 7«d: 
- Cry dann «ram heißt Gold/ um 
chalchos Griechiſch / das iſt / Ertz. J 
Auripigmentum fugativum, fluchtig / Daß p 
das Feuer fleucht. | | 
Auripigmentum cemprias, aqua lili. 
Aurıpıgmentumrubenm (Healgar 
famuscafe, 3 IHüttenraudk 
Aurumvivamifi firirtar- Rußgaͤl 
gentum vivum. N 
Aurum latss, i.e. Gold in weicher Tinckur, 
oder Faͤrbung / die da Die Gorper tingirti 
durch das ſo ihr zu gemiſcht wird. 
Aurum coctum i. geſchlagen Sold. | 
Ayrum experirı argento vivo, anquicfen. 4 


oder pur Gold. 1 
Anrum philofophorum i. v. plumbum, der 
Philoſoohen Solo ift Bley. | 
aurum potabile eff liquor [ine corrofivoy quod, 
pauciſſimi norunt, eorum etiam qui. par an 
quotidie in hominum per nitiem potius, quam 
— ** | P 
Anner i.e, aqua pura, vel lenis, rein oder mil À 
Wafler. : 
Ataaıye. magra, terra rubea, vot) Er dreich⸗ 
Azagor, i.e. viride æris, azragar. EN 
Azamar ie. vermilio, azymar idem, vel mea 
num. 
Azamo, te, color indus. | 
Az 
N: 


— uei 























j 4, " atramentum 3s 

anec, i. €. armontacus, 

eg, d.e, vitriolum, azezi,azegi, 

Regi, arec, i, e, aqua atramenti, 

ei, 1.6. atramentum. 

em, ie, butyrum collum, gefottene But⸗ 

ter. 

If $e. alumen ſciſſum. 

mator i.e, minium, vel cynabrium, 

ulerfali, i.e. ein ſchwartzer Stein der um 
Hold funden tviro / es it aud) Moß 

0 auf den Felſen wachſt. 

Zernea, 5,6, alfarida, 

imar, i ie fet arit vel es uſtum. 

das, ift. ein Stein darauff Saltz wacht 

agen, afegen, i.e. fanguis draconis —— 

1h efl argentum. vivum, ex quovis corpo- 

*e metallıco trallum: & proprie. Mercu- 

ns corporens, Mercurius corporis me- 

allici, Paracelſo vrafertim eft. aniverfa- 

45 CT indifferen medicına, rerum [peciem 

munem exuta & intenfiffimam tmantavım, 

ique centralem quandam virtutem genera - 

limam, veliquas omnes medicinas in fe 

Wroncludit, non aliter , quam. prima veliquas 
"unes fabflantias, exclufis — accidentibus. 

quc in. enfis pomo conclufam, quocunque 

acorum serit, gefaaffe ſe cum perbibetur, 

arabice, laline alumen. azol, 

Wubo ie, tit vas (hyraicum, bedigar bedogar 

idem, 

amen i.e; point Gewicht / baccat, 

$9.5) Azur 


LEAXILILON 
ehm vide Turbam fel. 30. 
eAhric ie, Vitriolum rubeum, 
AXymar ie, vermilio,az amar idem vel minit 
B. 

je das Gewicht. — . | 

Bagedia eff lıbra 12. unciarum, 008 A l 

ney fund hält 12. Unk- 

Bajac, 1,6, ceruſſa Bleyweiß. | 
Baktam 1.0. faba eine Bow/ — | 
Balınötera i.e, terra vsbea, rothe Erde. 
Balitiſtera idem. 


Waſſer. 

Balrach panis, i.e, nitrum (alis. 

"Earcata 1.6, meatus ignis, 

Bardadiai,e libra, - : P 

Barnabus, barnaas, i,e, ſalpetræ wrinarimi 
urına (alis petrae, acetum acerrimu 
Salpeter / darauß der wird obj 
ſcharffer Eſſig. D 

Barnrac, ift. Glaß. 

Bafed, befed, 56, carallus Belefis. 

Bafura, 1,0. (emen, 

Batunra, Battitura aris, i.e, [guama metà 
lorum, der Metallen Schäppen / teil 
Griechiſch genennt/ Zepzdor,Arabifch a 
bel, vel tubel, velfuligo,teutfch Jam ( 
ſchlag / item cubeletus. 4 

Battitura rami i. e, ſquama veneris, Kupfft 
ſchlag / oder Kupffer Aeſch. 

Baul i,e, urina, Harn. N^ E 

Baurac i,e, attinckar. u 

Banrac, burac, banrachi.e, omne. genns A 















‚ ALUME M IlezZ 237 
fein jedes Gefchlecht ober Gattung Sal- 
Aes aig etliche fagenvetlicheaber unters 
| ſchedens/ als Baurac, denequat, borago, 
Jor AX uritar, angar, 
wrac, s.e, bores, 
srac ie. fal gem. 
furac, i.e. faphırium litbargyrum. albifica- 
tr», weiß gemachte Glett. j 
wrac efl genus falis algedi & diabedfir, d.e, 
Juefüedo argenti vivi, cin Schnecken eg 
MQueckſilhers. 
Merac s.e, fal vitri, fex vitri, ſpuma vis, 
[Gag Saltz / Glaßtruͤſen Glaßſchaum / 
fel vitri: Glaßgall. 
arac. i.e. quodlibet genus [alfupinis, ein je⸗ 
[bee Geſchlecht Saltzes / oder Geſaltzen⸗ 
Mheit / und mag von jedem Saltz verſtan⸗ 
"hen werden. | 
sırac, baurach, acutum i,e, [al cotlum, 
wrac, banrack, ijt Pflaſter damit bícfüs 
gen. umftridyin toerben/ als des Golds 
mit Eyerklar und Med. | 
Marac, iſt auch gefalgen Merum, arme- 
Weifd) und Schwefelich. 
Miurac wird vom Schaum des Glaſes 
IB DET niters. 
el 



























ıfıs i.e. katanos, 

lefon t.e, Bal(amus, 

cos, $.e, rotundum rund. 

Irnai.e, vas vitreatum, eit vergleßt Ges. 
ſchirr / Birmina. 

ix, vernix, elafa, Bummi junipers 
iden⸗ 















a8 "LEX Ic Q N 
idem & bernix, ein Ding Das uf 
oͤhl undelafa gemacht wird/ da 
man bie Sarben glänget und fterd 

Berrtonss d.e. colophonta i.e. gummi jump 
& bernix, 

"Bezar vel bejlar je lapis viridis, ein gii A 

. Siem. 

Bıar cheturfim, Pythium cerufjaBtepweißif 

Biladenı.e, calıps velcalybs, Stahtl. 

j; Bıjematum, eft omnium levilimum, p«lidi ; 

mum cr vilfimum plumbum, 

Birumen, Bergwachs. 

Bnamen a gracis aſphalton diciur — 
lace afphaltite en fudaa,gwinunc vod 
tar mare mortuum ubi (cilicet olim. Soda 
c? Gomorra fuere, nam exidllo lacu len b 

' alle afphalton eruitur in ufum. mortali 
cum  cotera [it omnino ſterilis. Prater h 
bitumen ın ajlyria & chaldaa copiofe. amy 
pa[cuur ut pro namento ft in muris condelli 
dis, Eflque duplex piſſa phaltum — [cili 
natiralequod crefcit, & factitium, p : 
ex pice c bitumıne arte,plura lege fub le 

Blatlara i 1.0, cerulla, Bleyweiß / vel blanti: I 

Blicare 1.6, prafil praparatum, ein bereite) i) 
Preſilg. E. 

Blincta, Ihe Erde. 

Bodagi 1.8, alınd vas. ein ander Grim, 3 

Bodid, i. e, ovum, ein Ey. | 

Bof, i.e. calx viva, Kalch í ungeldſch 
CORBIS 


ii 
T 
b 
11 


ji 
T 
" 
























 ALCHEMIZ/, 29 . 


l eis, Corallen. | 

Mus armenns, terra Garpemariorum, Roͤ⸗ 
h telftein. ! 
* dicitiur lutum, quod minerale nullum 
in je babet, — 

des it die Drüfen vonder Schwaͤttze. 
quus eff coagulum [pecificum, quod eff. eſſen- 
sale, cbymıcum At fit eſſentia quædam libe- 
Pata ab imparis& alsenitälsbis per toa- 
Wulationes, quam netefJario antecedit ſolatio 
modus fegregaia. conſtitutaque ánomodo 
E buo Lol: elutt in j ecte feri, ut fot. &us con- 
Biltent:a, c forma, bomogenea, gualıs eff bo- 
laris, novumque etiam tabulis id quad ad 
Mentiam parum inter; jh 
ees jndiacus à &€. 4l, . 

"d tah 1.6. vitreati, QC gleßte. 
dl raco vocatur etiam capiſtrum ABS 

" rádes i.e. limatura feyleten / item Borates 
il AX, — auri, heißt Arabiſch Tın- 
E A 


M 
L 
I | 





Ji 


BRUN Rafa FAN MS 


| E ons i.e. fcri — 4 
jas ifteinOummi/Datüit bag Gold unb — 
" | ilber conſolidirt wird có" vocatur at 
Hinckar naturale, natuͤrlich / etlicherley 
über iſt avzificiale, das Fünftlich gema— 
het wird / das iſt beſſer zu derſelben 
unſt dann das Natürlich, ze bora- 
num 1,2, plumbum uſtum, brannt Dley. 
Wiybolia, botus barbatus if oet Cacurbithe 
| | Bolus 


d. | 
fi 
















30 | LEXICON 7 

— olus barbatus i.e. vas fuper vai,tinGie dw 
ob dem anderen 7 ein Sefchire (ll 
das ander geflür&t/ im odo funditur atri 
barein man Gold geußt. E. 

Bolus barbátus, ein Geſchirr auf das antp 
geſetzt / vel vasfuforiem gieß Geſchirr/ 
vas defcenforium, abſteig Geſchirr / 

eraſibulum, tiegel / vel juncofactum ad fal 
dendum. b. 

"Bracium i e. cuprum. 

Braricia, bracia,i.e. vitram, Glaß. 

Brafe $.e. carbones, Kohlen, 

Brumati terreum, vas vitreatum, din terbl 
vergleßt Geſchirr wie ein Buͤchs. 

Buccatum i.e. Vitreatum. 1 

Bucellare es fruſtitare, gu ſtaͤcklen / biß t | 
oder mümpfflen/brechen, — 

Baccellare, i.e, cibare fpeıfen/vel bucorlar£]? 

Bulbus bulbi, i. capa "marina, & bulb 
idem, credo quod fi fr [grilla, Meer Zib 1 

Burac ie. omne genus falis, ali vero. di 7 
guunt, nt. bauras, denequat, borago, Uu 4 
uritar, angar,, 

Burina ie. pix Baͤch. 

Baßa, ie, cola cum veneno, kocht 
Gifſt. 

Bustyrum faturni, althei plumbi,i.e, dulc 
die Suͤſſe des Bleves. 

Kos 


C" je. aurum, Bold, 






















2225 IR 
ALCHE M I £I, 3 
bala , cabalia, Ars cabalıflica, ef 
ientia vetu[liffima, gua divinitus una 
um!leoe Mofi tradita fuiffe fertur , que 
vobis Dei doctrinam, de Meſſia patefecit. 
kum ancelis amicitiam cultoribus [uis con- 
ahit. rerumgue naturalium omnium cog- 
uitionem tradit, ac divino lumine mentem 
pulfis tenebris illuſtrat. Pox eſt Hebraa, 
latine dicitur receptio quod. una cum lege, 
quam poflea[criptampopnlo tradidit. [ecre- 
trorenm quoque & veram legis enarratio- 
nem Mofes in Monte divinitus. acceperit, 
gnam [cribere nefas erat. Sed ordina- 
ris revelationum | facceffronibus alter ab 
altero, q. hereditario — mre veciperet, ne- 
gue prophana multitudine divina myfte- 
via cognita vilefcerent aut violarentur, 
EPerfa fuerunt diligentiſſimi bujus cultores : 
wt patet ex appellatione [uorum fiprenm, 
Magos vocant (uos facerdotes & arcano. 
um peritiffimos viros, quales. fuerunt. illi 
tres, qui Berklehemum ex ortente Chri- 
flum adoratum | venere, c non — reges, 
wt flultum vulgus: haltenus exiflimavit. 
De bac muita Renolınus — nofter & 


"Picus halus Mirandula Dominus, d 
Petrus Galatinus copioſiſſime feripferunt, 
Quin idem Galatınus aſſerit, — veteres 
‚Rabinos per haneCabale ſtientiam trinitatem 





Chris 


"e 


pouus [eientia certa & cœleſtis. per qm 


 degeneraffe , ut in dotlrina dei, ita etia 
dn bac fcientia, quare in veram — pofi 


Cabala, ift einheimliche Kunſt dem Mi 


Cabalatar cabalatus 1,0, fal nitrum. J 
Cabeli i.e, ſquama ferri, Eiſen Schuppen 


(abek, idem cum cabebi. 


LEXICO'N . 
Ghriflum Dei Filium agnoviffe. A 
igitur ſtulta eſt multorum opinione ars, 























Theophraftus , at de fe ipfe fcril 
Dei beneficio dodrinam [nam | tu 
fecutus efl, neane a (iritibus malis gm 
quam habuit : quarefalfo hac calumn 
ab invidit gravatur, Hoc tamen. conc 
etiam banc [cientiam apud mulıos in ab, 
fum deveniſſe, velnti alias quoque aft 
Scribit enim Theophraftus, Hebraos [emp 


feientiam, fal[amque artem diviſa caba 
fait. Acceſſit ctiam literalis, quà meri 
inter artes incertas numeratur,  praferti| 
fi ex Hebrao fonıe non procedat, Da 
enim cabala in $, literis [unm babet funds 
mentum, Ralandas in Lexic, Alchym 


fe von GOtt verlieben bie er nachmal 
ohne Schriften 7 auf feine Nachkon 
mene von Mund zu Mund laſſen kon 
men/ welche durch Erkantnuͤß des gi 
lichen Weſens / aller Gefchöpffe rd 
ten’ wunderlicher Weiß Pan wiſſen 
und ihm und anderen zu heyl gebrau| 
chen. vid. Raul. Lex, SE 


cL 


Eifen Fletſchen. 
4 


ar, 




















_ ALCHEMI 7E 33 
bel, i.e, ſtercus. — | 
„Brcabus i.e. vas continens chores tresein Ge⸗ 
‚Efchire das drey ebore: hältı fonft heiftes 
5 ein Pfann. | M 
acbimien, ſeynd wie Schaum vom Fleiſch 
E ringer Krafft / Feind und Nauber der 
ES Metallen magnichts darauß gemacht 
B merden/ als Marcaſie, rot) Sonn und 
weiß Monas Kiß roth und weiß Kobold, 
Tutia oger iſt der Wuſt vom vereris 
Spießglaß/ perfe und imperfect. arſeni- 
E calsfcher Schwefel im Leib des Mercus 
BE vii/ zalck, roth weiß und gelb/ im Leib 
E des Saltzes. Theophraflus de minerali- 
bus ſchreibet alfo : Wißmath / conterfir 
und Marcafıh ſeynd Spiritus, vermiſcht 
quB Vezere und Mercurio, Wißmath 
JA bat ein irrdifchen Schroefel des Martig 
Natur / Marcaften werden in allen Ger - 
5 fchlechten gefunden’ und find als ein 
A Uberfluß der Metall : Der Materi 
Jl ift zu viel Fan nicht zu Metall werden/ 
WE twann der Archeus fcheiden foll / alfo 
M feyad auch die Cachimieny unvollkom⸗ 
JE mene Metall / errores monflra in Mar - 
IR cafıten, it nig Venus und RER iti 
1 pen (acbimih/ ift mehr Saltz uno ift fie 
B reruno beitändiger als Der Martaſith. 
Acia ferrea 5,6, cochlear ferreum ‚ein gieß 
Löffel. , c: — 
lacinpericon, calidus equi. fumus, warmer 
Roßmiſt. à Nh T 
p.- (€) Cad- 


/44 LEXICON jg 
Cadmiaeſt duplex, foil. Nativa & fatlifl, 
Cadmia nativa sierum efl dnplex, ſcil. anl, 

ue reperitur in montibus & rivnle, X n 
nonnungnam törrentibus, altera, cadmil,,, 
Hativareperstar in fodinis metallorum, 
folhlis & lapsdofa, & cernere licet sn va 
je. ad fodinam, cui nomen efl. Venore; Eſſ, 
que ille lapis quem Germanı vocant oe St], à 
bald/ nomine daemonis, qui ades inbabitd,, 
aliquando, ut in. Saxontá, vidimus, Pll,, 
nius lapidem arofum vocat, & ille lapit, [el,. 
illa Cadmia nativa, foffilis, der Kobalt " 
non multum differt à. pyrite fem. marchafıtı " 
von bem tig. ober Kupfferfteinveßgee ill. 
ferme fimilis, pluralege in Kul, Lex ‚Alaı y 
Cadunia cadania, £e, tutta, Je 

Cal ie, acetum. | du 
Calamina ie, lapis. caluminaris Galmeh. 
Calcadinum ie, atramentum rubeum iie, jh 

triolum, ; | m ' 
Calcadıs ie, vitriolum album, wid auch 
fal alkali genennt. - D WM " 

Calcacos grace, latine ai, teutſch Cr& J. 
Calcanthos vel etiam. éalcantbum . i.c, fla), 

arii, : d N 
Calcantum ie vitriolum iride, grün), 
€nitriof, | | om ' 

Calcantutm c — ealeitit, Griechiſch ift el), 
Gattung Bitrioli . EI 

Calcanıhum i;e, es uſtum, vel petrinum. 

Calcantbum 4.6, vitriolum. | | 

Calcanihum ie, eris fiis, 4 

Gal 
; 
























ALCHEMIeıSL, 3$ 
canthum viride Ye, vitriulum. 
antbum et vitriolum wel atramenium 
Bat in dlexandro, | 
Hoanchum calcadis, ſeynd Geſchlechter 
Ider atramenten. 
Ica d.t. atramentum citrinum, gelb atra» 
Iment. 
catar vel c MAcatar, atramentum rubeum 
"pel vitriolum. | 
Weston ce, trochifeide Arſenico. 
Äslcecamenen, calcucementum, caſticum Ve, 
Wes ufum, valoatum, voflicinm, calcute, 
Icædebaſtum, Kupfferſchlag. 
inae corporum, iſt eine Verbrennung 
Ider coͤrperen mit ſtarckem Feuer und 
Saltz/ daß ihr Schwaͤfllichkeit außge⸗ 
Itilget werde. — 
elemeri we, fal alkali caload fdewmm als 
Litheos caleitbos $e. ærugo aris, Roſt des 
Erbes oder feine Reinigung. srem 
| arkalıta, | 
Adcitheos, vasitebfa dj. cithargyrium. 
Walcitis, calticis, calcota, ie, atramentum vite 
J| | beam, rn " 
Wudar i.e. ſtannam, Zinn. 
li je, alamen jameni, " 
hls efl étiam. cinis. claoellatus, Wehd⸗Ae⸗ 
ſchen. 
dlidwum talsidıcum it, medicamtn de ar- 
\fenicö, ein Artzney von arſenico, 
Aslena, [pecie ſalis Petra, 


Cal: 















36 LEXICO M : Mi 
Galmet, cofmec ise, Antımoninm, afe di 
met, p T 
Calufax , efl oleum Indi. Mo 
Calufa, cyptas, eryflatlus, fpedres idem, —. i 
(alx. peregrinorum auß Mufchlen s gil m 
beinen. item Tartarus. 4 Ami 
Camer oder cames 46. argentum vivum. 
Cancer celeffis, At 
((ancinperican i.e, calidus cani fimns. qu 
Canfora ift Summi eines Baumd. — du 
(antacon, i.e, erocus, bortulanus, Giatte]o 
Saffran. 
Calx gramme, calx meri. 6) tartarum, — du 
Calx folis, Gold Kalch⸗ aurum 54 f 
Galx luna, efl argentum, calx | argenti, Wy. 
Adurinus flos ejus, SiberKald. Ih 
— €alx Mercurii, efl «Mercurins pracipitatu, , 
Calx wenerii, ef viride arıs, Spangtundi I 
-Calx martis, i.e. crocus chalybis vel ferr 
die Roͤthe vom Eifen. í 
Calx | jovis, efl fpiritus | jovis, ‚Zinn Kale 
darinnen des Zinns Geiſt ſteckt. 4 
(alx, faturni, minium , QUU Bley geel. | 
Calx major von Eyeren. d 
Calx aflata, alumen ex pomis, Ó ii 
(anutum i. e,.calamus vel canna, caunttum f 4 
Canze, carmit, canna, cu[anum, mancherl [m 
Gattung Sefchirren. 
Capillus i.e lapis Rebis, d | 
Captflrum Auri i.e, Berax, 
GapitelInm, $.e, aqua [aponis, Seiffen a I, fu 
fet/ ixivium, Laugen. ) 7 
u 


"I 





Y 















"ALCHEMIA, 37 


gdoven; art ‚Safftan oder fein. 
Saamen. 


Üerena eff vicefima quarta pars gutte, 

wniti Le. obulas eim Joeller. 

ría ie. aqua falis, Saltzwaſſer. 

yr Jil Bott £e comiandrum, caffit 

Bott. 

arhimia , t ein Ader der Erden / darauf 

Gold / ober Silber wird genommen/ 

nach Sagung etlicher Meifter 2: Ca- 

zhinsia waͤchſt in den Gold und Silber 

m Sefen/ 3. Aurum, 4. Argenti [puma 
5. der Rauch fo fib von der Ders 

brennung Des e wh, an bit oben 

waͤnde anhaͤngt. 

MWarhimia ofiasm i.e. cathimia, des Silbers 

nach der Warb beg — ubargyrii, id ef 

| plumbi uſti, verbrannt Bleyes. 

jathimia catbmia , Gled / Gold oder Kupf⸗ 

fer Schaum / item Silberfehaum/ oder 

Truͤſen 

athimia ferri, Sindelſtein. 

atinus arenarius, vulgo Sand capre, ef 
vasterreum, in modum pilei rotundi cum 

| margine trium vel quatuor digitorum, ex 

| terra tenaci factam. 

Atma, i.e. limatura auri Soldfeileten. 

"atrobi i.e, terra, 

"auda vulpis rubicundi, efi minium ex plum- 
bo. | 

dria se. Gummi cedr:, 

| : G )5 Cedue 


— 














38 LEXICON /; 
Ceaase ?ufft. jr d 
Ceneſicatum, camficatum,caleinatum, n a8 ei 
ein? iſt. | E * Ms 
Centrum ovi i.e. vitelum ovi, Eyerdott 
Cepa parci. i,e, quilla, Meer⸗Ziebel. 
Cepini, Eſſig. 
Cerdac:,e, Mercurius, Ly 
Cerarei,e corporare vel miſcere einleiber/t 
Cerario, ift eine Subtilirung/ oder Suly, 
tılmachung der Theilen auf daß il 
Tugend und Krafft außgegoffen ur 
zerfpreitet werd in Die Cörperzund 
Seuchtigfeit/ die nothwendig ifts in Di 
Kunſt des Complements oder Eırfü 





dann allein mit Zertheilung und Sprig, 
tzung / daß es werde wie ein Wachs/daf, 
da anfaher fchmelge oder lind werden al, 
temperister Waͤrme / uñ mercke daß folchh, 
seratson oder Wachſung gänslich vol, 
den je&ige Meiftern erfunde iff. morden 
Cerebrum arietisAft Waſſer von Eyer F(ai 
Cerebram bovis, 1,6, tartarum combuſtu 
gebrannter Weinftein, j 
Cerober,o.e.agua Waſſer. I 
Ceruſæ eft plembs arugo, Bleyweiß / Grat 
Cbalcos, Schwefel Waſſer / item er. | 
Chelidonia, Kraut der Schwalmen / ode 
ein Ader der Erden/ stem Gold. | 
Chalcitis lapis efl,unde as cogmitur, nam be 
vocabulo generali, multæ intelliguntur @ 


farsficantur (pecies & res: Er una eff la 


M ALCHEMI!IA, 359 
pi chalcitis je, lapis ararıns 1,0, Marcha- 
i fıra,. fen spfapyrites, unde as coquitur quem 









| €8 plumbumyex obmiob , «Magnefia, Mor - 
d oreecb, es album, 
Wibambor, Gifft i(t die Srüchte ober 444- 
WE gnefia, Tarba fol, 66. fagt:t8 feye der 
"E tei(je Stein/ und fr. 92. nenneté auri- 
© promentum, 
'ambelecb iſt Elixir, 
Whbanchedeefl, Stahl. 
Wibazef. tefta fieuli, Hafner Scherb. 
hezi, "Paracelficum abfolute poſitum ſi de mine 
W^ ralibus fermo ft argentum vivum denotat, 
| fi vero de wegerabilibus floves — vegetaliles 
eum per adjectionem reperuur ut flos ches - 
yi, ex argento fignicat album | Elixir, vel 
| ejus quintam. eſſentiam, ut flos anthos auri 
rubeum Elixir, Alii aurum | potabile e[fe 
"T voluni,alii Antimonium, 
Themia. Etliche derSprach kuͤndig fagen/ 
chemia (et umb heiſſe ein ſchmeltz und gieſ⸗ 
fe Kunſt / ein Scheid Kunſt / u. das afe 
ein pareicula emphaticac completsva gleich 
wie dz wort Manach heiſſet zehlẽ / ſo ſpricht 
man Almanach,darnnen bag gantze Jahr / 
E unb alle Tag gezehlet / und piel. anders 
(€) 4 mehr 








4e LEXICON LE 


mehr gerechnet wird. Etliche wollen: 
von bem Sriechifchen herfuͤhren bali 

- foll beiffen Archimia vel Archodımia falyW 
phia & fapientia principalis voie e8 auc) Din y 
bodie und wunderlichſte Gebeimndfhii: 
in fich bat/unp oen Preiß vor allen ai? 
bern Kaͤnſten leichtlich wird bebaltetpir 
Theophraftus in lib, natura fagtı man bat T 

. t8 vor zeiten genannt C/opos und fein 
paica, it ein fchmelß und gieß Kunfkkk 
deren die Welt gar nicht entbebren Faupi 
als daher alle Gürter und Reichthum 
komt / Artzney Kunſt / Handwerck umi 
Handthierung/ wird aud) fpagyrica gell 
nannt / eim fcheid Kunſt / da mat 
[ertet erfennen aller mineren Art uni. 
Eigenſchafften / principia, cauffas, effectut: 
tie fie wachſen / gereiniget/ gebeffertähi 
veraͤndert / verderbet / vermifchet / bereit 
niget / auch gemehret / und geminderklh 
werden: Die gemeine Defizizie lautet 
alfo : Chemia eft ars feparandı, ex quoli-hy 
bet mixto effentias, cancinnandıque magisch, 

20 fleria artificum, Docet id auferre, quodi 
- gradum diminuit ‚ detinet d impedit, Da«|i, 
cet falfum à legitimo feparare & ad peres 
fectionem res adducere. — Theophraflus bt 
^3. parar, fagt: Der dritte Grund Det 
Artzney / iſt Die Alchemia / pie Natur | 
gibt nichts an Tag / das auf ſein Statt 
vollendt fey: fondern der Menſch muß 
vollenden vie Vollendung heiſt A/cherh, 

nis mid, 


1 ^ E 
d | 








t 
| 
- 

























|ALCHEMIAZ. .4 
Moa. Denn cin Alchemiſt / ift ein Beck / 
noun er Brodt backet Der Nebmann 
"En dem foer Wein kaͤltert: der Weber / 
in dem fo cr Tuch machet. Alſo ma 
auß ter Natur wachfer dem Menfchen 
au Muß) verfelbig der e8 dahin bringet 
Dabin es verordnet wirds von der 91a 
Ftur / der ift ein Alchemift ^ tie grob -— 
np ungefchickt. were der / Derein une 
bereite Schaffhaut anhaͤncket für ein 
Beltz / alfo ift auch ein Ars ohne die 
Alchmi, Quidam derivant a xéaj 
: Car vero, quia omnia corpora 
quat, ut conflat ex diclis, Quidam dicunt 
mutatum eſſe ex Archımia vel Archoda- 
Mensa, cum fr: ars principaliſſima. Ruland,Le- — 
x:c. Alchym, 
rion vel Chryfos i.e. aurum Gold. | 
rıfocalchos 1.0, aurichalcum, Möfch/ 
MGuldin Ertz: Chryfocalcos, 
roma i.c, color, * 
mus, i,e. maſſa. 
Wryfocolla, terra viridis Gracis & latinis. eft 
ÜChryfacolla, quafi. gluten auri, a Germanis 
dicitur Steingruͤn / Schiffergruͤn / Berge 
gruͤn / eſtque duplex, nativa & factitia. 
js deſcriptionem leg. Rul. Lexic. pag. 
146. fea. | 
Matıo 1.6, corporatio, ift als viel/ als cera- 
Fo in cörpere Vermiſchung auf ftin 
mr velchybur, eft Sulphur, m 
es Eimen- 



















4t LEXICON > 
(rmentare ice, in coments weiß eonponig 
oder zufamen machen. | | 
Cinefaltio efl qua finntcineres, B 
Cinis, der unreine Górper/ wann ber Aal! 
gs carıns Die Luminaria todet / fo bleibet Wi 
ne koͤſtliche Aſehen und heiffet clem] n? 
sro, cribratio, Die Afchen iſt ein weiſſſe⸗ 
Pulver. 
Lintruium, eft eimentum auri vel. argeni 
a nonnullis regale vocatur , ab. alits iſt e| 
Goldsſchmidts Scherb / darinn bi" 
Gio opt Silber  außgebrenmk 
wird, JT 
Cinis clavellatus i,e, Alkali, fü 
Cinis ex cinere, it Saltz / agnaextratia, T 
Afchen ift fix / darinnen ciis. cineris po 
toirD genennet congelatum coagulans DE no 
t8 coagulirt Das Waſſer zur Erden, G12 
- beiffet auch fermentum. fermenti, das Vj 
es fermentirt das Gold als Rofpınas (ag 
Senior fol. 40. Die gereinigte Aſchen mt 
Dröfen: Dann mir dörffen ihr nid 
mehr/ und heiſſet Kalch / Glaß / Sil sel 
glett/rein Waſſer / Aeſchen / dieweil 
von den finſtern gefäubert iſt / dann DJ 
unaitige Irrdiſchheit wird weg gerhatln 
und das ſeynd ihre Blätter ung 
Blumen / nemlich der Geiſt un 
| Seel, 21 
Cinis beder à, i e cinisclavellatus, Weydaſch 
Eırcumlatum majus aquavita, Branden 
wein. 


























ALCHEM I. 43 
Wimisereps ie, cathımia auripigmenti, eg 
bat auch ein glängende Farb / oder az aras, 
‚und ifigleich Der Carkimıa des Silberg: 
oder Cabimia, Einfach allein für fid 
il felbft genommen beveut cretam. argen- 
"ul 75 das were Silber Kreide. 

bazulum i.e, Mercurius. 
obafoli $.e. cinis Aeſchen. 
sMgulatio per comprebenfionem efl cum | 10- 
Wl. zum fimulcomprehenfum, vemiflamque ad- 
| wmifionem fubflantiam coagulat, 
locilso i.e. pondus undecim unciarum ‚tin Ote 
wicht von eilff Lingen. 
enum i.e, fimus, Mift. 
lobob, ift Staub Sand. (natürliche. 
olcator colcadis, Hattung des Vitriols / der 
plcocul, d. e. minium montanum Berge 
Minien. | Nes 
plofonia, $.e. pix græca, Griechiſch Baͤch / 
B Gummi pi vel reſina. 
Lomi[^i, 2,e. Gummi Arabicum. 
cha ie. eine Slaßfchale- 
dar, (onder, i,e. thus, olibanum, Wey⸗ 


m raud. — | 
allus, belifis, baffad, befed. 

lor, ignis vel maximus ardor, calor, faft 

| groffe Dies inter metallaCor dicitur. aua 

| rum. 

er faffla, iſtdie Unreinigkeit der Eörper. 

orium. i.e. Saw. —— 

Morium Terra, Erde. 

Vrru cervi, ef in Chymicis alembiei vo» 

F from, ott Schnabelam, Alembic, 


Coro- 


44 LÉXTCONM % 
Corocrum, i.e, fermentum, Hebel / Saurteill 
Corrus, clang,buce, Der Eörper ift ein ml! 
tallifch Weſen / darinnendie Svafft D] 
mineralifchen Seiftes rubet und fig 
die Spiritus. Darum alleg/ was fir ilf 
wird Corpss genennet: Es beift auf 
Subftang und Aeſchen / dieweils fiy iffl 
und hat ein firen Schmwefel/ heift auf 
Erd / Ertz Bley / magnefia, Kalck/ 90m 
ter / Schlüffel 7 heilige Jungftau / dy 
RKoͤnigs Kron / Talck / Balck / amer 
Glaß / Goldholtz / Spies des gan&t]! 
Meer / Saltz / Urin / Alaun / Samma ſcot 
Schwefel / Waſſer / [putum,Gumma alb 
dann ed ſeyn viel Coͤrper. 2- 
Eörper find nicht von Natur dundel 
finfterund ſchwartz mann fie lebeup 
werden / fennd fie weiß / heil und Liechſ 
«Der perfect. Coͤrper iſt ferment und 72 
ktur, das weißift imperfect, ba8 votb. il! 
perfect. 3. (orpus ift die Erd / bie aij 
$3open bleibet/al8 geftorben/ dann D 
Krafft fteigt auff mit Dem Geift. 
Die Seelift die Krafft des Leibes / d 
mit dem Geift fublimirtift des Górper 
ol, der Oleift ift agua Mercuris, der DI 
- Seel außzeuchtund fublimirt. 1 
Cortex aris, efl bracitura, flos aris. 
Cortex maris,efd acetum Philoſophicum. 
Creta nigra i,e, ſulphur nigrum, ſchwart 










Schmöfel. | * 
Cruor [alis efl fal egeflum five ſcparatum 
X pr "^ 


/ 


ALCHEMI.M vc4$9 

rimo ſale vitio fecunda digeflionis, 6a8 ge⸗ 

i fconittene Saltz von dem erften Salß 
an vem Dauung. 

Wubi cerra rubra, roth Erdreich, 

kcurbita coeca, (ft ein Geſchirr oder Ha⸗ 

fen / darinn Die Difolationen ober Ent- 

Jloͤſungen der Saltzen ober anderer 

Dingen mit dem Dunſt colire oder 

Möurchgefiegen wird. 

Aal ji ie, Erdaͤpffel. 

uculatuma majus aquæ vite. Branden⸗ 

ng rocin. | 

Mælaium i.e, calcinatum, calcinirt. 

1 uperoſa, i, e. as uſtum, item K upffer⸗Rauch. 
aperoſum, iſt ein Ader der Erden’ ein 

JErtz⸗Ader. | | 

uprum i,e. 45, Venus,cancer, : 

Mrcuma, ift cine gelbe oder Die da genannt 

wird / fradonia, das bie Färber auch 

brauchen⸗ a 

Surtuma, curluma , chelidonia minor, 

üycima 1.0. litbargyrum, Silberglett. 

Eydos i.e. Jupiter. — 

Pmolea vel chymalea, Schilfft. 

Pymolia, iſt etwan ein Subſtantz weiſſer 

JErden / unb heiſt wergre weiß Silber⸗ 

glett / weiſſe Waͤſch⸗/ Erde. 

Dnnabor, Zingifur, i.e. cynobrium. 

zynnia,cymia, carora, i.e.vas ſimile urinali 

Bein Geſchirr einem Harn Glaß gleich. 

Droenia, crocomma, ie. fex olei & de croco, 

Mierinum i. e. pallidum, bleichgaͤl / ſchwefel⸗ 

Egal: * 7 Dabat 

























46 LEXICO» 
« | D. 1 


Abat, i.e. vifcus T t 
^ Daib, deheb, deb, hebe,deab i.e, aurun 
Gold. | 7 
Danic ie, pondus [ex granorum bordel, t 
Gewicht von 6. Gerſten Körner. 
Danıti idem, 
"Danfir, denfir, €. e. arena, Sand, — 
 Daram, daran, i, e, cemma, ue 
Daran, damatan, eff gama, d 
Daura,elleboras, Chriſtwurtz/ alii. anra l 
foliaram — intelligunt, gefchlagen Soll, 
Blätter. t | 
Debeſſis, ie. tefludo, eine Schneck. 
Decimar, ift Bley in der Natur Simnfi] 
Deben. Arabice, ift ein jederley oder allerlen 
Oels / aufgenommen. Baumoͤl / daſſelt 
heiſt zaie oder Zaͤick. 
- Dehene se, Jangms Blut. 
Dehenes ie, atramentum, duenet. 
Dehenet, duenec, dubenec, i.e "vitriolusa Kö 
manum. | 


Dem, dehin, i.e, Janghis homini, Menſchet 
Bl 














Denequat, denegnar, £e, barax, — | 
Denodatio, EntEnÄpffungss.c. Difolntio, Auf 
entlöfung/ 
Dergnet, i.6. vernix. ; 4 
Peſtillatio efl proletlatio, qua eſſentia extr 
bitur forma liquoris. & coagulata defertail 
per ſtallicidium tranſlata a vaſe materis ifi) 
excipnlum deorſum locatum, — Quis 
E 

























LEAICUN 47 
taque defillandum efl, vefalubile in conſi- 


noretfjo. [ive is connatns tive foris adjectas. 
Sunt antem folia maxime vapóroja, & quæ 
piritàs oleofos babent, "Onde fi. deflillan- 
Ma per naturam nón font zalia, per orbem 
»o [art deänienda, Et efl inventa defhlla- 
tio, effentia extrabenda gratiá principaliter, 
quamquam & famuletur abſtrattionibu- 
deporatioimbus & fimilibns, 
Billario per afcenfam, ef, cam antequam 
Heſtullet extrattum, [nblimaturfpecie aerea. 
EDebergae ta effe continaa, ab initio. ad fi- 
wem cum opere iutérrüpto vi aſcendat id, 
quod veliquam eſt 
illatio per deſcenſum eft, cum abſque ele- 
vatióne prolectatus humor deorſum defhillat, 
ſtellatio per inchnarionens efl, qua fü vaſe 
continente materiam in latus inclinato, vo- 
ro deorſum vergente. Illad vai, cumque 
lerumque (u verorta, atiam deſtullatio per 
retortam opas nominatur, nonnunquam 
deſtillatio per defcensum dicitur quod 
parvafiat elevatio, indegue maxime deor- 
Nam reflexio, vel aued fpiritus maxime 
deorfuns revöcentar, & fine alembico in 
curvatara coagulantes deſcendant. wart, 
‚Ralandi Lexíc, wAlcbim, | 
, peus delton, £e, Mersarins pracipita: 
ES. 


1 


ylpetir beift cine Enderung u.ptrtoan etu». g 
T | eines 


entiam humidam ejle neceſſe ſtaut, tum hu- 


\gegi,5,e. gallına, eine Henne oder Hun. 


^ 















45 LEXICON 
eines Dings in ein anders /- durch € 
toallung unb Kochung der Natur. 

Dicalegi, i.e ſtannum Zinn / ditalem, dics e 
dicalegi, | : 

Difeus folis. i.e. argentum vivum eX aura, | 

: Doal i.e, fol vel elemptis. 1 

Dolet i.e, vitriolum rubeum vel atrame 
ium rubeum. 

Dunequet, Borax. 


| unb E 


| Gold t 
Silber. ^: 
Duo fratres, bit zween Brüder find ‚En 
und Michatis 
Dracatiumi.e. Saturnus, Y 
‚Draco it Mercurius, auch der fedwarg) 
Raab / ober bie Schwärk am Boden) 
friffet den Schwan trinc'et den Merca 
rium, beiffet Salg und Sae phar dratt 
nicum, ift ein Erd/von der Sonnen Coͤn 
per wird getoͤdtet / wann fie bie Seel vd 
líeret und auf erwecket / wann fie wiede 
Fomt. Er frißt denMercurium, als di 
unb toiro lebendig/ und fo legt er ab all 
Unreinigfeit / bann er wird tet] 
und lebt. Dieſer wird auch das2b 








N 


ALUMEMI 2. 4) 
V genenuct; die ihren Dann toͤdet Darum 
| fie widerum geröder wird. 
ragantum ut en Gummi/ etlich wollen 
es ſeye Vitriolum 
ragantam, vitriolum, vulgo Legi. 
Wagantum, dragantium 1,e. — —— fpa 

nicam, Spaniſch Vitriol. 
ragantum, Des find viererley Gattung/ 

Cjapifdj, Arabifih pag pa gelb ift! capre- 
num! das da grünift/dag vierdt iſt zerra 
Franciſca: das iſt / ſchwartz atrament. 
)uamis iſt ein Geſchlecht Schlangen / damit 
man pen Teriae macht. 
Duenecb, azot, Der Stein / gruͤn dann er 
beginnet zu wachfen. 
wenech 1.8. Antımonium. 
MPoenege iftein grün Vitriol. 
Iuenes i. t. atrameutum. 
qpuenez., daeneck, aveneck ie, limatura ferri, 
Erſen feyleten / oder feyel. 
i uberes duenec, dehener, 1,c. vitriolum Roma- 
num. 
nlcedo [aturni, eff altei vel ceruffa, Bley 
weiß. 
| — i, e. flos æris, deliatiteos, 


E. 
Bel, ie. ſalviæ vel femen juniperi. , 
*— Eclipfs, ift oer RaabenKopff. 
Idesi.e. aurum. elempıus. | 
dızi.e. aurum Gold / eleirum idem, 
dic, edich,ebdame | s. e, Mars, 
P» Edir 

































so LEXICGCOwW.: 
édir e, ferrum hue. chalybs, Eiſen E 
Stahl. ) 
xffides i. e. citis gium], Bleyaͤſch / vel cert 
f^ oder Blehweiß. | 
Egilops, ee. avena. Haber. 
Ejieb $, e. aurum. Gold/ effebeb. filon, 
Elanula ift hart alumen, tote Eifen. N 
Elaquir, à.e, vitriolum viride, grüner Ci 
ttiol. 
£lectrum eſt fuccinum,gummi arboris. 
Electrum ift auch Gold / darinn der fünf 
Theil Silber. ; | 
Elemptis, &.e, fol, ez eph, 
Elepodatum i. e, limatum, gefeilet. 
Eler[ua, die Handlung des Gilberd/ sbü 
ein Silber: Ader/ oder Bley⸗Ader / €W 
Silbergang/ und heift molibidana. 
Elefmatıs ft gebranndt Bley. 
Elidrion, ift Mercurtug gleich Dem Aha. 
Elidrium ' i.e. Gummi / maſtix, 
Elidrium ifi ein Confert Golds und Ei 
bers das wird auß zweyen Theilen 
Silbers / unb einem Theil Goldes / und 
einem Theil Kupffers gemacht. 
Elixir, ifl das ferment. Urheb/ denffendy 
Sauerteig / iſt das fo auf Waſſer 
wird. Dann elixir iſt Waſſer / es iſt ein 
hefaͤrbet Waſſe r gemenget mit den Ci 
peren / ift auch der weiſſe Coteín/o^ und 
Pulver/ dann das ift alles ein Ding) 
heift auch oer. Schatz / heift auch primalı 
materia, " imperfect elixir, wanns perfeäh 
und 


> x — 
— — — 


nn ED Le 


— 
—— 

























ALCHEMIA mg 

W unb bereit ift/ fo ift es frehlich ein dag. 

 Lacmiusforicht : éüxir wird gemacht 

auß dreyen / fole, lana und Mercurio. Es 

ſoll aber mittelmaͤſſig ſeyn / zwiſchen 

| bart und weich / weicher und ſubtiler 

als Mercurius, ſonſt das Gold / ſo darauß 
gemacht / iſt ungeſchmeidig. Auß dem 

Elixirwird Acoth, und ift dag erſte 

Theil des Wercks. Alſo iſt das erxir 

B zweyerleyr weiß und roth / wanns roth 

Fiſt / ſetzet man das Ferment zu / uno wird 

multiplicixet. Lex. Ral. 

Uxir vel eles 1e, medicina, Artzneyh. 

Hixir vel xir, iſt ein durchdringend und 

vergeſtaltende Artzney un wird gemacht 

von Den wegerabilibesi.e.vonDden vier Jpi- 
riibus oder Geiſten / mit Zufuͤgung und — 
Zuthuung eines corporis. welches Corps ' 
iſtein Ferment einer Artzney. 

eme t.e, auripigmentum. 

Mopitinum, dragantum, vırrielum: 





| T marit, i,e. plumbum ufum, gebranné 

Bley. 

—* 2,6, ſcoria argenti, Silber Schlacken. 

BZ, £e, flos aris. 

Wizimar, 5e. flos aris. 

Miema ie. ſanguis Blut; Man 

Phatitesi, eclapis [angnizens, Slutſtein wird 

WE gefunden, va man den Schwefel auß⸗ 

ER in at, . 

nmbala, iſt ein Geſchirt gleich einem Rohr 
69) 2 ou nady 


, 
/ ; 


! 


$8 LEXICON . M 
nad eines Philofophen Sag / ift all 
viel alsein cana ein Rohr / vel fta 


ein Pfeil. ; 7 
| Bun? áe. vas titl —— 











Enur, efi occultus vapor aqua ex. quo lapidi 4 
| generantur, ei oerborgener Dampff de 
Waffers/ darauß Steinwerden. — — 

Epar i.e. aer, Lufft / vel ether, der Himmel 
oder oberiſt Element. | 

Epatum, i.e, aloe epaticum« 

Epo/i lingai.e, [guama ferri, Eiſenſchup : 

Efebon, i,e,fal commune, gemein alg. 

Erhees, ift Rheiniſch Golb/ Föftlich Gold 
aurum Rhenanum pretioſum. up 

Exaltatio ef. terminus [pagyricusdenetans feb 
limationem, Efl eperatio , qua res affectio 
nibus mutata, ad altiorem ſubſtantiæ & h 
virtutis dignitatem perducitur , vel efl ſub 
tiliatio, ves fenfim diſſolvendo, in. purioren 
C majorem virtutis [ua gradum tran[pa| 
nens, & fit circnlatione aut ablutione ve 
fermentatsone Serm, Erhöhung oder Du 
befierung. 

Ezepb, ef fol vel aurum, Gold: 

Ezezich, efl. fal, in 


/ 


- Aba, tertia pars pear grammes, e 
Dritter Theil einegSerzpels oder auch Al 
nes Quintleine. T 
Faba agreflus se, lupinus, geigben. 
| Facit 












|^ JABCHEMI^ , 53 
acinuta, i Ertz. vi 
Jalcanos, alio nomine eft. ar[enicum, vulgari» 
"rer auripigmentum, das mit einem andern 
Namen drfenicum heißt / und vom gemei⸗ 
ven Volck auripigmentum. 
Wosfzsr, fafdir, cafdir, t. e, Jupiter. 
Fazlex te. chalybs Stahl. 
Breccs, Toden Kopfl- 
Pecescandid& se.rubee & crocea funt. aque, 
f find rotbe oder fafferfarbe Waſſer. 
fría ef fex win vel aceta Truſen des 
Weins oder Eſſigs far ! 
vdum, i.e, erocus, Saffran, 
Felilech, faucts i.e, ferrum, falex, Eyſen. 
Fel vitri, efl [puma vitri, Glaßgall. 


' 


Fel draconis, argentum vivum ex anno, — 
Wrzla, ift Schwefelwaſſer / 274. fulphurea 
B welfulphucrata. D 
BR Femina t.e. felphur! Schwefel. 
ÜFermentatio eh fermenti cum re fermentanda 
E. inearporatio, dicitur autem fermentum à fi- 
E mili [icut enim parem fermenti, pafla mul - 
U tam farinam, in fuam naturam, © paftam 
B convertere potefl: ita & fermentum chymi- 
cum. fermentandum ‚cui adjuntium eft. fibs 
affimnlat, | Quale itaque fermentum, tale 
erfermtntatum, Intelligunt antem Philofo- 
phiper fermentum verum corpus & veram 
materiam, qua proprio [uo Mercurio con- 
untla, illam in [uam naturam cenvertits 
Minde etiam lapidem ipfum volunteſſe fer- 
Aentum corporis ims (um enim ica 
| N 2 adco 


- 




















54 LIRKALCON S. 
adeo ſubtilis fit, (ut philofophi | afferunt) 
ut [uper corpus imperfectum projetlum, in; 
modum olei. ſupernatet, neque cum illo per. 
miſceatur, opus d Corpore aliquo, Prim 


piat, atque sn aliacorpora REN IN am, 
quam primum corpus illud lapide infe Lamps | 
e fermentatum eff, flatım intındluram ab t | 
Rul.Lex. | 
Fermentum album, i ie, argentum, ilber/felst; 
da, ' 
Ferrugo. — feri, cacaferri, Sindelſtei t. 
Ferrum Indicum, Indiſch Gif ift, das ale | 
lerhaͤrteſt Eiſen welches etwan für à» Sta⸗ 
hel geſetzt wird. —4 
Fea Zei, due. flannum metallum, X | 
Metall, 
* uur2 te, fal vitri, Glaß Saltz / aff 
Sal. 
Fida sv, aurum, Argentum, Gold und Ei 
ber, d 
Fidda, fidhe $e, Luna, — 
Fıder, fidex, fidez i.e. ceruſa Bleyweiß. 

Fido, t. €. argentum. vivum, nonnunquam 
eur n, \ | 
Eihes enis: Diei, t.e. ovum. ein En’ ein | 
Sohn des Tags / item Lapis philofiphis 
cus. | 
Eilins venerisi,e, aurichalcum, Moͤſch obw 
Meſſing. | 
Filletin i.e. Lamina ferri,Eifenbläch. | 
Fileriren, durch ein wuͤllen Tuch ober 5i 
reinigen. Flo 















A u u 213 A iv 3$ 4L, 55 
lum «Arfenicale, arfenicum ſublimatum, di“ 
citur quoque lapis philofophorum, 
Tum ex alumine plumofo. Jungfrau⸗Faden. 
mus equinus, Pferd⸗Miſt / iſt eine feuch⸗ 
te Wärme. | | 
ola, ein Glaß miteinem fangen Halß, 
Wrrex, i. e, ole um fX. 
karfır 1.6, color rubens, rothe Farb. 
irmamentum i,e.-Lazurınum, gout, 
ſarum ie, confeöhe fabis armoniacı, — Cim 
JA Gonftct Sotmiayes. 
Vix: oder fixario, oder Stetmachung. 
iere, figiren befländig machen. 
Fyada, i.e, Mercurins, fumus albus, 
las eft bolus per [ublumattonemm extratius, ita- 
« que etiam ex centro & £mis partibus. ele- 
— vandusefl & producendus,ut in [ummntate 
forma ficca. coagulet, fos ſpirituoſa res 
B /ubRantia ef, turbuh vero magis terrea, 
^ emnisflos per fe volatslis eff & ſpirituoſus 
^ quanquam ingenio magıflralipoffufigi,c ad 
— naturam turbirh aliquando adduci, 
Flos eris Kupfferfchlag ober Copangrün/ 
^ viride aris. 
los eris iſt das ceagulum ober der Mann 
fo überdas Weib wuͤrcket / iſt der Geiſt 
des Mannes / ber das Werck vollens 


| btt. 

IFlosbfum ift Das Gyfract. 

Flos cheiri i.e. Aurı effentia. 

Flos falus, Saltz Blum oder Bluſt Grie 

chiſch laſanthos. 
S 


y cv 


6. TERICONT og 
Floxi.e, flamma, Flamm. B 
Fœnix vel Phenıx, (lius: unius Diei, 
BDhtlofophiiche Cte. 
Folia datura quaft ı folia aurea, L. 
Folia Blätter ift dag rein abgefonderte ! 
mann fie fagen/ vertite aurumin folia og] 
 dfi/ felvitt zu Waſſer daß die Coeelilv 
möge rein Außgezogen werden / Di 
tingit. " 
Ei» £y: fonus vel vox, ein Gethoͤn od 
Be und Stimm. 4 









Fornax prıma vitgariarum e etiam ea in in qud 
exco quuntur vena, Schmelg Dfen. | 
Fornax, ta qua plumbum ab ER — ^il 
Treibherd. | 
Fornax. ıngua argentum, ei plumbum ab are 
fecernuntur, Seiger⸗Ofen. 
Foruax in qua ferrum ex coquit, Kenne i 
Heerd. | 
Fornax in qua panes areitorref acl; — 
Gerherde. 
Fornax inqua calefunt panes ere, waͤrm 
Oefen. E 
Fornax quæ faraminibus vento — 
Wind Oefen. P 
Fornax furno ſimilis, Schweiß‘ Oefen. 
Faligo, Ruſt. 
Famus caſæ vel caſſe, Huͤtten⸗Rauch. 
Fumnui citrinus, iſt gelber Schwefel. 


















ALCHEMIZM, 57 


mus rubems ift roth aurspigment, wird auch 
Gold genennet. 
amus vırojus, vel virus, Schmaren 
ares caudis heiſſen rothe Waſſer. 
yans panis, hitziger Ofen. 
Wernus ſabuli, hitziger Sand. 
arogi «e, gallus, ein Jan. 
j yj " Gh 


NAlaielac Milch! quia liquor EM 

- dulcis & tennis eff. ung. 

salaxia, Sternen Ferbung — ober ei 

jafar, 1.6, comus. 

jatrinumi.r, cinis clavellatus, Weydaͤſchen. 
jaz.a fumi. 1.6, Huͤtten⸗Rauch. 

Miebulum ı1.e.reparandıum, coagulare idem. 

jecharfer, difdahai.e. rana Froſch. 

ver[a, t.e ceruſa. Bleyweiß. 

Tefor i,e, galbanım, 

i Le, terra, Erd, 

i. das pit Mahler brauchenvift dag das 

W fid) inden Glaß⸗Oefen / Kaminen/ oder 

"in den Glaßhuͤtten / mie ein Glunſen 

anhaͤnget. 

Tıbar .ı.e. medicina metallica, 

—* e, caſeus Kaͤß. 

Sich, gephn 1.e. gıpfam, Gips. 

aulla ‚grillas, efl Fitriolum frajpante vefolutum 

Bomaquam. 


dn er e, armeni(d Erdreich / vel Spans 
l 


alch. 
m» gib, i. e. calx viva (ebendiger Koh... 
girgies, albi lapides fluminıs, weiß bad Kiß⸗ | 
1 sim. (D) $ Gir« 


48. LEXIC'O 4 


Girmer i.e. tartarum, Weinſtein. Y —9 

G:fifm, 1, Gummi. | di 
Getenon, i, 0e lutum commnne, gemeiner fcit n" 
Glacıes duras.e, cryfallus, U " v 


Glaſſa, efl genus verasciu. tto ckener Verniß e 4 

Glfomargo 1.0, creta candida ein ſchoͤn »et 
ſe Kreſde / und ift ein Kreiden der Sieh 
Kehren / mit einer fetten Erden 0t ' 


miſcht. ! 
Glow i6, votundum, YUND, | 4 
Gisten ve. fel auri, Ochſengall. T 


Glaten iftrba8 zuſammen haͤlt / Leim Blut 
Gnomi te. fiygmai, eubirali vix altitidim 
Bergmaͤnnlein. 
Goberas — 
Meſpila jn vis Pulver / ober Puloerechtig 
Agabor 
Gofel, ne. animal cornitum, EN gehört, 17 
& bier. E 
Granum viride eft frußus arboris terebinthn j| 
die Frucht lr Kirchbäumen. T 
Granum nil eſt femen Indici, Damit tat 
die Tücher färbt. i 
Grafa i.e, attinckar velborax, 3 N 
Gravus,marmor, porpkyrites,marmor porphyrel! jT 
tıcus.rubens ad modum purpura, cujus u "d 
eft in [pantaneis verum | folutionibzs, votl| 
Mamelitein/ Porphirſtein. J 
| Guaril ie, ſtellio ein Mol. J 
Guma i.e. Mercurius, argentum 4 "i 
Ducckfilber i» Turba foi. iff auflge), 
[oft Gold / auplex Mercurius, 


Gol 


^" 


ALCHEM LA. $90 
mA, gumi eff oli [ulphzr und coagulum , e$ 
ftillet die Milch / und wird non ihr (ol; 
Moirtiift auch Serment. 
ma paradıfı iſt aurıpigment, Dpperment. 
Hmm: alımar i.e. gummi amygdali, Man⸗ 
Wpelbaum/ Gummi. 

WMummi arboris nucum ie. Tremule arboris, 
ummi cedri Y Cearia vel cedrina latine, 
von Erden Lkrdria l grace 

‚kyarıia 
umm: cedri cKirran 
sontes der ae 
e .| xeroin ſetzt Avicenna, 


H, 


Adıd i,e, ferrum, Gifem. 

| A Hages ne, lapis, Ur 

Wal d.e. acerum Eſſig / etlich nennens Hol, 
lal dicitur fal, Saltz. 

'alimar i.e, cuprum Kupffer. 

alinırum, Salniter / eff (al. nitrum. 

Jara æ. juniperus, Näckholder. 

dd i.e, fructus jumpers, Käckholdere 
er, 

Blafaicum 1.e. [al armoniacum, Salmiag- 

Bleniricus rubeus,efl vurıolum ad vubedinem 

calcinatum, rother Heintz / das ift/ rotb 

N ealeimirter Fitriol, eff colcothar vitrioli 

lel ; je, mel, * 

| lelle i,e, vicus, 






















Mleinefed i.e. Gorallus. 
lelunhai eff annulus Salomonis ig obi negro- 
ımantie, Hef- 

















60 LEXICONx | 
Hefmic, quarta. parslibra ein Miertheil 
nes Pfunde. r 

Hidus i.e. flos aris, P 
Hıfmat 1,0, [puma argenti, Silberſchau del 
Hıfpanıcum viride; ve. viride ari. Kod 
gruͤn / H fpalenfi Mie a 4 
Holfebon, helfabon, befebon, hefelon ie. fh 
commune praeparatum, bereit gei ie 
Caf. | 
Horizon, Mercurius auri, das Queckſi 
auß dem Gold. 
Hunc, hucci, hucco, d.e, Iupiter, | flan an 
Zinn. x 
Hyaritbte.luna, Silber. i 
Hyacinthina Antimonü gemma, efl. vitra 
Antimonii, Rolfinci Chymia, 
‚ Hydor, ana Waſſer. 
Hydrargirus eff argentum viuum fen 
Curins vi vus. 3 
Hyems dicitur tempus anni frigidum.quod L 
terdum (iccum effe folet, der Winter. Bm 


I, 


Alfa ia 5e. PAPA Trinitatis, Dreofaltigfe, 
] Stömtein. j 
Mam i.e. pulmentum, ein Muß. - 
Idroagira ie, aqua alkali, - j 
Idraogiros. ie. unter ein Miſtgoͤllen / od 

Miſt ſetzen und thun. M 
-Mfider ise.cerufa vel ciuis plembi SB (eyroti | 
. éber Bleyaͤſch. p 
Ignis algir i.e, ignis fortiffumus, aller ftärc ‚Fell 

Feuer. gn 


ALCHEMI+ ca 
us elementaris i. e. Sulphur, fed non vulgi, 
Schwaͤfel / aber nicht des gemeinen 
Qnoldts. | 
rlapientum de, famus eguinus calidus, 
warme Roßmiſt. ! 
Wis clare ardens 1,0, Sulphur. 
iex tinctus, i. e. Sulphur, extintlum, ge⸗ 
foͤſchter Kalch. 
ms, it nach etlicher Meynung das Dil 
fo auf der Diftillation ſchwimmet. 
liafler 1n genere dicitur occultanatura virtus, 
W ex qna res omnes babent. incrementum, a- 
[| duntur, maltiplicantur & vegetant :. De 
qd quo legeſt 15. de. Meteorici generat Porac, 
dt ——— Krafft oder Tugend 
der Natur / auß welcher alles erwaͤchſt / 
genehrt und gemehrt wird. rero iliaſter 
eliaſter, iliadum eſt prima verum omnium 
Exe es fale, [ulphure conflans 
hoos, ; 
gs ie. terendo inſpiſſare, iſt mitreißen 
dick machen smbebıren, eintrincken. 
i pcuba, 2, e, fpronfa folis, 
indicis color, weyten blau Farb. 
Indicum [al i i.e. fal gemina, Indiſch Saltz. 
Ip marmore vel in marmario terere, quf et 
[ pem Marmel ober in einem eme fel 
reiben. 
fos 1, e. venenum Gift. 
lota ‚jora i.e. viride rama, 
l'pacedes. 1.e. barba hircina Bocks Bart, 
umnılum, jumuiz em 1.6. fermentuns, Hebel 


Sauerteig/ Treiſam. 



























Inpi- 


(à "DRXrPUON.A 
lupiter ie, ſtannam. Zinn. | 
Iuſſa i.e, lapis ipfas — 
\ K, n P, 
" Ham Zeffvelxachf i.e, teſta figuli, Ü 
Hafner Scherb: b 
Kal ve,[al de torrente. 
Kald i.e, acetum, * 
Kalzz,e,. cinis clavellatus, alkali DIUI 
äfchen/ ober Die Aeſch die da heift 4! £alliy 
Kali arabıceufnen, Khafıs aber forscht oq 
kalı fent alumen affur. 4 
kal ift ein gefal&en Rraut ober gewaͤcht 
welches Aeſchen / fo man eg verbrennt] 
fichzu fammen knollet an cin ma ‚Dill, 
felb wird in unfer ſprach oda genenntl 
auf welcher man das Glaß machetl, 
aber das Salk fo in der Kochung del 
Glaßmachens berauf fleußt / das d 
fel. alkalı, | 
Kalnos i.e, fumus; ! 
Kamar vel camar i, e.arge. gin: 
K amar, kamıor 1.6, fermentum, 
Kanfor i. e, flannum, 
Kaprili ie. Sulphur, | 
Karabe i.e, gumma [icut fafferara,ift Agſten | 
Kiafam 1,e. ferrum , Eiſen. p 
Katamia heiftim Griechiſchen admia in ge 
meinem Sateınaber calamına, vel Lapis ca 
laminar i -Galmy, ift aber tin Wurtzi 
Tutia ja viel mehr nach der Wahrheit 
ift Die Zetia ſelbſt rau⸗ bann eg iff De 
& till 













ALCHEMI:, 63 


tein damit das Eitz zu Möfch geferbt 
and tingirt wird / in welcher Wuͤrckung 
das fo fid) zuden oberen Wänden des of 
en? anbengt/ ifl die wahre Taria vie 
man nennt pompholyx. 
9 1e. lac acetofum, (aute. Milch / kabio. 
yfir i. e. [puma maris, Meerſchaum, pro: 
‚Horse pumex ‚eigentlich beift es Bimbſt. 
Mrdır, kafdır, kacır , kafliceros, d.e. ſtannum. 
bric ift des Mercurii und aller fluͤſſigen 
Dinge Battery und die erſte Marert 
darauß eHercurius wird / WILD auch 
Wer Lapss felbft genennt. - 
Wer ith 1.6. [ulpbnr, 
Mma, komartos ie. calx viva, lebendiger 
7 Sac. | 
omis, i.e, cinis, "et 
ehul, Turba fel. 21, ift der Stein’ darauß 
das "Bley gemacht wird/ p/ambum phalo- 
fophorum. | 
Weria vel kymia i.e.majja, Daher heift Diez 
elbe Kunſt/ Achimia, Alchymia, eAlkymia, 
ybrig ‚kebrick, d.e. arfenicus, 
menna i.e. e" dmpulla: | 
ymia, iſt das ober Geſchirr oder cucurbit, 
dardurch die Diſtillirung geſchiehet. 
mit elevatum, cinabrium album ſublima- 
tum. 
ymolea ift der nium, der fid) unter dem 
Schleiffrad ober Schleiffitein daran 
man die Waffen fcbleifft oder poliert 
verſammlet und heißt auch go ola. 























Kyas 










es . DEXICON!Z 


| Kynnum 'kymınnm i i. e. coadunatio, eine zu : m i 
men Vernuͤgung kumen. I) 
Kymus i.e, maj]a. d 
Hram ie, nix, Schnee. 4 
Kyva t.e. PER E r 
* E. I 
[5 papaveris i.e, opium. — 
Lac virginis, iſt aqua Mercurialis. D al | 
Drachen Schwang/ waͤſchet und coa] t 
gelnt ohn allerhand Werck / iſt Mercu 


TE 


riuy phiofophorum fuccus lanarıa et fola a 
auß Satholifcher Erd unb Waſſer. 
Lacerta rubra, colcotar, iſt roth Vitriol 
gleich wie die grüne Eidex heiſſet Ungal 
riſch Vitriol. 
Lacune i, e, terra. fſigillata. 
Lama: ie. Summi FR, 
Lamare, Lamne, lampe ift (C Schwefel. 
lamina t.e, auripigmentum (otl operment - 
Lannai,e, aurtpigmentum. 
Lans i.e, argentum mortuum, tob Silber, 
Lanx i.e. amyg dala Amara, bitter Mandel 
item Golf: ELEM 1 
Laos ie, flannum. i 
Lapis in Chymiaomnis ves fixa, qua non eve: 
porat, ! 
Lapis calaminaris i.e. Tutia, fe Wah perra ar 
"agnum. B 
Lapis calcis te. feoria &ris, vel balitura 4n " 
Supffer &rüfen ober Kupffe ıfchlag. 
Lapides calcis ferrum, "ud 
Lapis ya Pr Salmiax. 


| 


pA — 


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-——— Eco. tend 


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en 
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La- 
A 
" 
























ALCHEMIA & 
is aurem, votatur ipfa urina, wird von 
‚den Philoſophen genennet der Harn / 
die es lateiniſch entdeckt baben/e8 fage 
aber ein Author/ daß Lapis aureus Fey 
Haar / oder daher vag Dlurh ber Thies 
ren ift. | ! 
„apis famofas, vel lapis preciofus fen Die 
| felbea Haare capilli, oder lapis preciofus 
i oder famofnus, eft fal de Urina, Saltz vom 
Harn. — — 
pis animalis, ein ſeeliger Stein / lang uis 
baumanus Menſchen Blut / ovum cin Ey. 
apis philoſophicus i.e. Elixir. x3 
Lapis major it. Dit Geiſter außgezogen auß 
- pen Górpern. JA 
Woepis major, find nach etlicher 9» eonung 
- bit ca/cizitten und gereinigten Korper. 
sapis major, ift gufammen gefeßt auß otet 
W^ Elementen’ unb miro genennt £u 
- unins d:ei, wer Sohn. des Tage. 
‚MLapıs judaseus, Harnflein/ vellapis azapis. 
Lapıs philofovhorum, find bie Saat Des 
 Menfchen: Lapis phulofophieus, G (igit. 
Lapis qui extrahitur ab bomine, ott Stein 
- fo vom Menfchen aufgegogen wird / ift 
das Blut des Menfchen. 
Lapis occultus, lapis beneditlas, 1.6; óvum. 
Lapi: luna, afrifelsnum, & [pecularis idem, 
‚apıs animal s,e, curenta quæa ſcutum portat - 
in dorfo,eine Schildkrot. 
Laois vini 1,6. tartar um, 
Lapis bamatiris , Plutſtein / a(fo genannt / 





€ 






















66 LEXICO N 


‚darum daß fein Leib. Blut Farb ift/ oder 
daß erfür Blutfluß dient. — 
Lapisrebis i.c. teſtudo. MI 
wapis rebis, ift das Maar von ben Choleris 
fchen oder anguiniſchen Menfchen. 
Lapısnon lapis i.e. Elixir : dann Cligirbei(t 
ein grofjer Schatz. 
Lapis non lapis, wird von etlichen genennt 
Mercurins : Lapis heißt er / das iſt / Stein 
nach feiner Krafft / mon lapis nicht Stein 
nach fenem Weſen. Avscerna aber 
und Rodar fagen/ daß lapis non lapis (coe) 
Elixir / und heift Zapss Stein’ daß er 
zengert Oder gefärbt wird / zonlapis nicht]. 
Stein’ barum daß er gegoffen wird. 
Lapis philofophicns eff. virtus intenfifima, & 
velut in Centrum arte Coarélata, qua ex- 
sen[a tincturam exbibet, ab/que numera, 
vel eff medicina. illa univer[alis, per quam 
veteres & metallá tran[fortmarunt, & mor * 
bosomnes ſanaverunt, Iſt ein Stein bet | 
Weiſen / darmit fie Die zmperfelta metal -. 
la verbefiert / auch alle Kranckheiten 
vertrieben haben. | 
Lapislazuli, Laſurſtein / ift zweyerley / der 
ein ſo hart daß er dem Eiſen nicht 
weicht / himmelblauer Farb / der iſt loͤb⸗ 
lich / der ander ift muͤrb / huͤbſcher Farb 
DIE terra azarına. N 
Laton i. e. Aurıchalcum, 3 
Lebeten, Geiß Troͤgle. | | 
Lechezech oper Mois, ifl. reine Gold G8. 


—oLom* 


, 
| 



























ALCHEMIE © 


WLewpria iff. ein Erdreich darinn Gold 
waͤchſt / ober es ifl Gold Trüfen. 
Wiemprias calciss.e« batitura eris,  Kupflers - 
ſchlag. 
mprias, lempriai,e, auripigmentum. 
emprias haben etliche außgelegt es fepe 
auripigmentum, iſt aber falſch dann e$ 
ift. terra fillara, das da rother Farb ift- 
entiſcus arbor. ise, Efchenbaum: 
eo Viridis i.e. Vitriclum, 
"E eo i.e dirum. 
W.eo citrinus foliatns, 146, auripigmentum. 
eo viridis i(t Hermes Ertz“ Glaß und — 
f Clitriol/ und das Blut vom Schwer 
fel/ Ber ev(le Mercurins auri, Durch, dent 
lunariſchen Górpet verändert. Sftem 
. ba8 grüne Waſſer / welches den leben» 
digen Kalck auftófet/ die grüne ift. das 
Vollkommen andem Stein/und Fan 
leicht zu Gold werden. Alle. wachſen⸗ 
"W8 be Ding find gruͤn / alfo auch unfer 
"E lapi, daher wird er. genennt Germen, 
ein Gewaͤchs / der /apis Fan nicht bereis 
tet werden/ oba gruͤnen / flüflig Dae- 
UM. nech, vor der Weiſſe ift. er grün. 
Wes viridi, ift nach ericher Meynung 4=- 
WM rum. 
WLep: ferrei, eff [quamtmaferris Eiſenſchup 
uno heift auch Zepizos. s 
Lepoi calcis i.e, pulvis áris, 
Lepfta 102. arfenicum. 
Leza eff calor rabens. 
£a (&) 2 Lenca- 





: : epo, 7 Vi 
Leucafıa, leucalia 1,6, calx viva, ^ X i 


j j 


Leux, üt. amygdala, 
Libda ie. ſilirum, QUE E 
Lignum érucis, i.e. Eichen Miftel. 3 
Liam eſt eMercurıns und feine — flores, 
pellucarnitehili in untiara philofopborum, iſt 
quimta e[fentia falphuris, farejerr ter fulphur. 
fixum. | 
Limpidum i.e, purum vel purgatum, iſt rein 
oder gereinigt / lauter. 
Liquor aquilegius 1.e, vinum, * 
Liquor berbarum fit ex kerbis cum p^ fabflan . 
dia contuſis, & janstro contl» (ii, in bal- 
neo maris aliquot. diebus coctis, —* colato 
per pannum calore cinerum mellis ſpiſſuudi 
nem acquirit. 
Liquor Mercarü eft balfamus verum ommiun, 
.. fn quoconfi flit. vis fanationis, Talıs Mer 
carius valde potens. ejl,ın terentab ın & : 
Noſtoch, ift ber Balfam in allen Din |! 
gen/darinm alle Heilung fitbet/ und iſt 
dieſer Mercarins gewaltig in den zere- |! 
nıabın und Nofloch, s 
Liguor Jalıs efl Balfamus Natura, quo /uſten | 
tatur corpus, ne putre [cat iſt Der batuͤrli⸗ | 
die Balſam / der ven Leib behält. — - 
Liquor & multarum rerum oleum efl cum ade 
jectione ejas ves, cujus eff. | ar 
Liquor terebintbina efl equs ANY 
Liter i.e lapts calamınarıs,vel lapis aurichalet, 
Lirbargyrium vel almarach, iſt eines jeden 
Metalls 





l 


L 


Lihar- | 


AUCHEMI.. ép 
Lithargyrum vel litbargyrus, ef [puma anre 
Bon Silberglett. - 
Lirhargyrum, bey Stein darinn Gold 
B wait. 
de lai lithargyram | (neutro vel. potius 
IE. Lybargyrus faminino genere) five [puma 
argenn, Argyritis, Silberglett. 2. 2uod fit 
quando: argentum à plumbo Jeparatur 

3. emixtura plumbi & auri, 4. € mixtu- 
raplumbi & argentis,e mixtura auri & 
argenti, 6, Ortum ex plumbo & ave, 7 Re» 
crementuta hitbargyri — Topffer⸗ 
ſchlacken. 

IE Litbargyras, qui mineras quaritat invenit, 
|^ der Gre findet, 

Lithargyrium Paracelfi, eft (puma Mercurii, 
alias Argenti vel Los an yw Argentum 
repurgantis, | 

TLorus i.e. mercurius, 

"Letici '1.e. Orina, 

! 3 Lotium i.e. Urina Simi Kinderharn. 4 

TLuban, luben, 1,0, thus, ex meynet ven ven | 
hbano, 

Luna ie, argentum 

E Lana. beiffet bißweilen monech ‚Bit 4. 

Wochen. 
| Pita compadla eft argentum Gil. vel aurum 

- album, (ix Silber oder weiß Gold. 

Latum Armenicum i.e, bolas. 

Latum Magifterii $t der Meiſterſchafft 
2. 5e.von Kreiden und Eyerklar gemacht. 
Lutum armenum, i,e, bolus armenus, 

Mes (©); Lu- 







"o LEXICON ^ 
Lutum. magra,3.c.Mötelftein. É 






potum figilatum ie. terra [igvlata, Im 
yuan. flelle ift Gips. f tt 
Ms 

VÀ 
Achal ie, fixum, hafft / flet. 
l 


d «Madic $e, lac poft butyrum, Butter⸗ 
Mich. — . ) P 
Magia, Perfica vox efl latiuc fapient iq: E. fque 
d«plex ; Naturalis & licita, materque ve | 
ra miedicına, & efl occulta nature [apien- 
pa in centrum uſque latens & abdita, cum 
qua [i humanam rationem conferas nihil pra: 
ter meram ſtaltitiam in hac reperies, — Pere 
donum dei efl , qua nobis rerum. faperae- 
pguralium cognitionem exhibet, non demonum. 
sn[pirarione , qui nibil perfeltum babent, 
eque docent, Alıa vera eff illicita, ſu 
per[Etiofa cfr à tota Ecclefía Chrifliana pra- 
bibita, quam | Necromantiam appellant, | 
exfecrabilis & nullibi tolleranda. — Ande | 
occultata fapientia, Lex Raul, 
Aagiſter i.e. fal. conficiens, Wircker. 
Magıflerium eft [pecies Chymica ex tgta citra 
extratlionem, impuritatıbus duntaxat ex- 
ternis ablatis elaborata, exaltataque, ſervan- 
pur staque bic omnes concretionis naturalis 
€ bomogenespartet, Sed ita exaltantur. 
st dignitatem effentiarum prope attingant. 
Magiſterium aliud eſt qualitatis, aliud ſub- 
antıE, \ : 
Mag'efia, ift ein Stein in der Srafft des 
Marcapıa, oder eg ift ein Steindem ha- 


matitg 


^M © ALCHEMI«e An 

. sas gleich. Atem magneka i.e fomi- 
na Weib / magnefia Wißmat ober Taubs 
ro 

| ipsc etiam ef} argentum PIOS "mix- 

tum © fühle metallum valde, ut cera ligua- 

bile, miræ albedinis, quod dicitur — 

lia philofo phorum. 

| Magnefia 1,0. tefludo vel Jelphur, 

AMagrai.e. terra vubea, votl) Erdreich. 

Magra i.e. car niolus vel carneolus. 

 Malanther i.e. opium. 


AMaleck ie. fal, &al& Arabicum eſt, 


Malthedorum, maltheorum, i.« ſal gemma. 
Manbruck i, e, argentum, 

AManbeb,i.e, fcoria, Sindeiltein. 

. Manna, manna, iſt das/ womit bie Geſchirr 
verglaͤßt werden. 


"P  Marcafi tta plumbea i.e. Antimonium, 





qm 141.0. Trufen des Ertzes / wie chimsa 
Truͤſen des Golds / und Antimonium 
Truͤſen des Bleys ift. 
Marcaſua alba heiſt Silber Kiß / oder 
Wyßmat. 
Marchaſita i.e. caleitheos, 
esMarcellus, i.e, malleus magni, ein groſſer 
Hammer. 
Marched, marchech, s.e: lithargyrium. 
Mar i.e, ferrum. 
Martach, vel marthat eff ljthargyrium, Gif: 
berglett. 
- Maruck, i.e, oleum metall, idem, 
— fæmininam (emen männlich 
.(&)4 und 


I 


— a 
und weiblich Samen/die mittel Sub⸗ 
ſtantz / Mercuru unb Sz/pharis, Dann per] 
e MHercuriusppird oermanblet in Schwe⸗ 
ftU es ift ein Geifk /per beyderley Na⸗ 
tur hat und wird genennet Mercurium 
und qu eim Pfund wird Faum ein Loth 
gezogen / man nennetsauch Cr Pfem 
nig Bley/albor aris, Turb.fol.16 mcfyet das 
Weib magnefa, dag Weiſſe den Mara 
das Roth⸗ Sulphur. Wann bie ADI 
wieder sufammen fin fo beißt e8 im⸗ 
mer magzeha, bif. zum Ende per $05] 
hung: ift bag Micrel itvifcben. fire f 

‚und unfiren, a— S. E. 

HM afeulus 56, argentum vivum, ^o M 
afalıs, me[el mallerium, mater i.e. ,"Mer- | 
CHF 10$, 












ater metallorum i.e, argentum, viuum, N 
Ateria prima, & hujus vocabula, die Phi⸗ 
Iofophi haben fid) über diefe Creatur 
Gottes / die (ie primam materim neas | 
nen über ihre Krafft und Gebeimubf fi 
der maffen verwundert, daß fie ihr vict 
und ſchier aferfep Namen geben baben/ 
beni ſie nicht gewuſt / wie fie e$ gnug 
lohen ſollen. Habens erſtlich genennet 
Morocoſmum, ein kleine Melt / darinn 
Himmel /Erden / Beuer/ Waſſer und al⸗ 
le Element ſind / die Geburt⸗ Klanctheit/ | 
Tod utib flerben/ die Greatur/ auch vie | 
Aufer ſtehung und andeis mehr / Lul. Lax. 
Mathedoram i,e, (al gemma, i 
* Mediwss |]. 


Medium . cali, Mittel — Mit⸗ 
tag / ift Luna und weiſfe magnelia, 

Aefel i.e. flannum Zinn’ mofel, 

EMiehelum , ift das Glaß mit einem "em 
Jai IE/ Phil, 

aM cla, it bles 

Aelanter, 1,6. opium. 

elcethon i. e. mulctra, 

WMMelecb, ie, Sal. 

N Melibocum, melibaumy 1,0, cuprum, 

MMellipodium , mellıfodium, i.e. plumbum uſtum 

gebrannt Bley, 

! Melaß i.e, Mercurius, albach, mejlalis, 

IMenfric, ie mafßıxz, 

Menſis phitoſophorum, ein Monat der Phi⸗ 

"| lofopben/ ift 40. Tag 

Menji philefophicus ef} d digeffionis, 

[Menfruum, i darauß alle Metall ihren 

J Urſprung haben, 

Mercurius | ie, argenium vivum, item 

lulphur. 

ie (ft in allen Ehimiftifchen Buͤ⸗ 

chern vorn und hinden / er hat alles ge⸗ 

than / macht jederman viel zufchaffen/ 

|. greift manchem tiefin Saͤckel und in 

|. ?a$ Gehirn. So ift nun) Mercurat 
ein zaͤh ſchleimicht Waſſer / Flebt Doch 

| nict/oann es ift trockner Natur / feucht / 
warm / es ift Waſſer mit Erden gang 

veſt unjzertrennlich vermenget / alſo 
daß fie entweder bey einander verblei⸗ 

ben / oder mit einander verſchwinden. 

Be; X: (&) 3 Mir. 































74 ji LEXICON 1 
Merdafengi,i.e.de aduflo plumbo pulvis, li 
“Pulver von gebranntem Bley. 
Mere, ;.e. fulphur. AC M 
Mergen, baffec, 3.6. Corallus, — 55 
Me/ora, 1.e. Tatia Alexandrina, ^ 
Mefel, mofel, i,e. ſtannum. e 
Meſt. ie. lac acetofam, mifal , mafal. 
Metallum, vena, Ertz. 
Metallum., e. conflarum argentum, zuſa 1 
men geblafen Silber. | 
Metallum currens ,ejd mercurius vivus. 
- Metast,e. pondus Gewicht mecal, mekal, 
Micha i,e, venus. 7 
Michack, michach i,e. venus cuprum. ! 
Microcofmns efl parvus gi medius mundusi 
ter firmamentalem & elementalem fitusn 
| turaliter, quia de utroque participat, Ulı 
bomo ; quiaquidquidin illis vea p 
allu continetur. inbomine 9ariter hab hi 
ſpiritualiter & potentia, Quo. fit,ue una | 
iſtius & eademque. de sllis fiers poteft. : 
debet anatomiaphilofophica, vera non mi 
ınacadaveris ſed vivayeffentialis pariter 
efata, Lex. Raul, Á 
ifres i,e, alpaltum, 
M ar iid terre, ein Ader der Erd 
ein Erg-Ader/ irem Eyfen. 
Mineralia, Die Ort Der Mineren. 
Minium, ift eine gemeine rothe Farb / 
gebrannt Bed — 
Minium, mercurius [aturni præcipitatus, 
crocus, Minii. b 
Mj 


vun. 



















ALCHEMIEA. Fay 
ifadiv,mix adir, i.e. fal armoniacum, 
if[adan i,e, argentum "vum, 
ıferafi 1.e. gipſi. 
ffuraexare & argento agualis, 

Kobalt. 
loliboto, calchum, as plumbi. 
folipdides i.e. lapis plumbi. vel plumbeus. 
loipdina i.e, Goldhaat / Silberhaart zi eber 
B Iron: Plinius (agt/e8 f£. die gemein 
Ader oder Gang des Bleyes oder Sil⸗ 
berg, 
Mos i,e, myera, 
iulcedar, mulesvdat, mulcodar i.e. and, 
Auria, Ö Saltz Waſſer / menfiruum fetus, 
4444 fertis. 
ufadi | | 
42, adir Sal aArmoniacum, 
uladır ; 
dxandram" 
yß, gelb Arament. 


N, 
N Abaſaphar, i.e flatus miner& $, 6 auri- 
chalcum, Moͤſch / war baſaphar. 
N afaa, hnopra i.e. petroleum vel aſpaltum. 
apta ı.e. Gumma. 

Napta alba, 1.e. petroleum album, Stempber. - 
Mar, pir, ignis Feur. 

ardinum oleum, ein Del alſo genannt . 
IN ataron, i.e, strum vel natron. 
ecrocomica, funt prodigio[a præſagia, ves futu- 
 fáenjuspiam pranuntia, pev (igna ex were 

i" 








26- ER OT CUDUN 


interram decidentia, ut cruces olim » Ä 

vibus Maximiliani: primi, dn 
Nigella, ie. Naten. B 
Mgrom antia olim ars erat naturalium. ve 4| y 

in terraab[conditarum, ur minerarum (hy; 

anetallorum, — Poflea diaboli inflinilu ^ R 

malorum bominum nequitiain NN ab 

arsqne diabolica faita ef, | T. 
Nutron ie, fex vitri, Gag « Truͤſen. 
Mitrumi. e. "iter, 


. Nutrami,e,fal albus, eim weiß Saltz fm ) 
Baurac, MN 
4 , 

" 










í 
1 


^3 y 


Nitram Jv Rabo 
Taick, 
Nitram ift ein Sefchlecht Saltzes / uch 
es Borax, und etlicherley Geſchlecht am 
seni, etliches ſchwartz / etliche rot 
fica faphirinum, 
Nitrum di lapis falus, eingefalgener Steit 
i.e. Sulphur album... | 
Nitrum nlexandrınum 1.6. cinis ———— 
— 6e, Zinear, 
AN rum, Baurach. 
AN itriales quicquid ealcinat & adurit ut ja ! 
phur, [alpetre, was brenmct und calcini t 
als Schwefel und Sapeter / dam 
man die Perlein und Edelgeſtein um 
"Sorallen calcinitt zu einem Salpeter. 
Noas Arabifch/ Kalcos Griechifch/ «s- att tet 
niſch / Ertz teutſch. S 
MNoas i.e, vel cuprum. Noac idem. A 
DR nocafır i.e, crıbram, vel vas -€— 
Mu 


1 


| 












tum ein Sieb ober durchlöchert Geſchirr/ 
mit dem man unter blast. 

char , nuchar, Venus, as, Ertz nuchorznochat, 
chat. 

pera, is. coopertorium vafis deflillatoris, ein 
'B Deckel über ein diftilliv Geſchirt. 

l'ora 1.e, calx Kalch. 

ara i.e nitrum, ein Gattung Saltzes. 
ora-eft quodlibet fal, eim jedes al 
Wofizsdach i.e, artum, | 

Miuba i.c, cuprum. 

Wubar & nubar t.e. venus, as, nuag idem. 


po s APR 
|| fadi, ££, wolle adas ‚nefmdar, i.e fal armaz 
Ben Salmiax. 


J O, 
? 


Belchera, i.e. cucurbita, obelkara item, 
Obrizum aurum, ie, purum aurum, 
4 Harold, - 
Irizum aurum purum, vel in colorem [pa- 
diceum arte calcínatum vel pulveri[atum. 
Decidens i,e, acetum, 
Deeidens flella 1.e. fal armoniacum 
Pcecidens, Niedergang / Mercurius, Saturnus, 
Wurtze, Winter / Hermaphbrodu. Kaas 
benkopff / aqua viſcoſa, aqua viva. 
cob i.e, [al armoniacum,welocep,obac, ocab. 
Dchra attica, Doktergelb. | 
Dchra Bleygelb. 
Dera, gelb Erdreich / des Die Mahler brau⸗ 
chen / uno heiſt ⸗ger. 
| Ok m 

























7 . LEXICON ® 
. Oleum beneditlum. macht man mit Ziegle ir 
Oleum frumenti, Dinkel RörnernDel mach 
man in zween Weg / nemlich mit ei ei), 
gluͤenden Blaͤch / und durch abfteigen. 
be Diftillirung. 8 
Oleum ſulphuris, ſind fublimirte obererbódi 
te Trebel von dem bereiten Schwefel. 
Oleum wird auch genennt dag erfie Wall 
fer, das da diſtillirt von /argwine: Dagifl: 
OSfut/ve/ lapilis,sdervon Haaren. 
Oleum und Aqua, diftilliren fic) mit einatti 
Der: aber das Del ſchwimmet empor! 
stem olenm i.e. ignis Dag wird außgezoge 
von einer trockenen Subſtantz: abel 
das Waffer von einer feuchten Cub 
ftan&/ und alsdann fo wird das / ſo am 
Boden des Geſchirrs bleibt / heiſt erra 


reine Erd. i 
Oly ift die Seuchtigkeit/ ber Schleim det 
Metallen / flieffet 05 dem Menffruuml 

wann fie folvirer find, 
Onix ie unguts. 
Operculum ein Treibhut. NA 
Opilare i.e. operire, bedecken oder verſtopffen 
Ops metallum 1.6, argentum vivum. J 
Optos i.e. aſſatus, gibraten. T 
Orale i.e. das, Geſchirt. 
Orıens d.e, urina. 
Qriens, der Auffgang/ roth ol, der Natterl 

roth Vitriol / Reben. Der Manny fel urimæ. 
Sonn / guͤldener Schwefel / der Wid⸗ 
der / Somer Krebs / Weinſtein / Eſchen / 

Ertz / Wein / Eiſen / els. Ori 


T 





















ALCHEMI.E. 79 
iza. i.e, rifum, Reyß. 


izeumi,e.aurum Gold. | 
zeum foliatum ‚aurum in tenuiffimas bra- 
eas malleo cuum, gefchlagen Gold. 
zum pracipitatum efà aurum in crocum 
ſuum redactum adminiculo croci Mercurii, 
nesi.e, Gallina, ein Dun. 
Mrobos.e. vitrum metallicum. 
ogamo 1,6. aurum. 
ator , ofaror, i.e. opinm, 
han, Bogelt Mercurium philofophorum. 
vnm i.e, lapis beneditlus. 
umphilofopkicum fen Hermetis efl, auod 
ovıforme philofophicis operationibus sufer- 
vit. 

051,6, acetum, oleumpalafınum, — 
xy, Grineſiſch / heift acutam, ſcharff 
zemani,e. album, weiß von Eyern. 

04.0 arfenicum. ke: 

P. 


y net ex pyrite uel. cadmia conflat; Stein. 
Pater ante filiune,der Datter bor dem 
| obw üe. inrerfethio patris, dag iſt Um⸗ 
| bringung des Battersis.e.faryrıon. 

ter tse, felphar, 

rdagra s,e Tartarus. 

atras ie, fquamma, Metallſchüp / lepida 
dem, | A 

legernns vel peregrinus $e, Mercurius, 
egerams, ift Kalch oou den aller weiſſeſten 
Ohren der Meerfiſchen. 
lacide, i.e, mel coctum, gekocht Honig / 
peludse. Penes 


Polos £e, argilla, lati, terra vimida, friſch 


| Erd. 
Piſare, i.e. colare, durchfeihen/durch ein ud 


^ 


. Poronac, ie, Gummi / ein Gummi alfo ge⸗ 


Porfireticum, ift ein Deriner oder stuff: tfi 


$0 LEXICON | 


Penetratio ie, ſubmerſo, Durchdringu Yi 
das ift/ Unterfindung. b 
Pe: lucuſte, locuſte. vwelpes brufße, i.e. alum 
24me ni. 
Petrafangninaria, i.e, hematites, 
Phalene i.e. ferrum. Eifen. phalee, 
Phibitise, rapax raͤubiſch. 
Phraſium viride, praſium i,e.flos aris. 












oder ſonſt. 
Piſtare i.e,contundere, ſtoſſen. 
P illum, piflellum 2e, ein Stoͤſel (^ 
Mörfel Kolb. 
‚Pix liqmda, terbinthina, glorian, 
Pixarii,e, pieem, 
Plumbum alkati iſt Hermaphrodit, 
Potius. ein brenn Faß. 
Porpholix C fpodues, & tutia unum d idenl 


nannt. 
Porfiligon, i.e. batitura ferri, Hammerſchlag 
von Eiſen. 


Moͤrſel / ober Reib⸗Eiſen. 
Praſa ift grüne Kreyden. 
Praſium praſinum viride, ie. flos eris; 
Pres nord prés enackis, ceruſſa, Bley⸗ 

wei 
Principia Chymica, Der &lchymiflen anfaͤngli⸗ 

ehe Ding find drey. 1. Saltz / ꝛ. Schwe⸗ 























ALCHEMI x, 8: 
fel/ 3. Mercurius: das ift/ Leib/ Seel 
4 und Seift/ darauß werden alle Ding / 
die find und Fan, man zeigen in allen — 
Dingev/ und in Diefe werden aud) alle 
Ding reflveret:e Saltz giebet Deftäns 
f bigftit/bie Farb / die Staͤrck / die Haͤr⸗ 
- te/0d8 man ein Ding fehen und greife 
fen Fan font koͤnte es nicht gegriffen 
werden. | Schwefel gibt die Waͤrme/ 
Liecht und Srafftı dem Leib und | Ges 
a bdwaud den Ouf und Tinctur. Mer- 
qp curis macht es luck / fubtil und giefig/ 
gibt das Gewicht / und Geſchmeidigkeit / 
daß ſichs gußdehnen / haͤmmern und 
Jeſchmieden laͤſt / gibt auch die heimliche 
I Wirkung und Tugend. 

Pfamos, Sriechifch/ ze. arena. Sand 
1Pfmichum, Bleyweiß. 

IPfinens, pfinckis. i. e. ceruſſa. 

Eſiubos, Grichiſch⸗.e. Frigus Kalte. 
IPyoma: homunciones vel ſubterranei fpiritus, 
|» «uos & faculas & ſcintillas vocant. Nor 
| matos eſſe perhibent, neque. babere paren- 
res, fed non aliser ex corruptione terræ quam 
ex eghinofimo prtrefatio (carabas generariz 
|. Erd ober Bergmännlein. — 

|Pyrites lithos Grace, marckaſita, 


Md Ww Dani, plumbum. : 

à Q Quars ie, petra fellis, — | 

" Quebricum fur Kebrst, etliche fagen es fep 
| | NUS ($) ; eda 





— 


32 LEXICON 


Arfenicum, und gehöret zufchreiben mil 
einem X. aber Stephanus ſagt / e8 (eyt 
Sulphur. | | 4 
Onebrit, quibritb, quehiit/i.e. Sulphur, 
Quianos 1.e. vena terra, ein Ader der Erd 
den/und wird genent cæperoſum. D 
Quinta e[fentia efl naturayvires, virtus, color, 
vita, [piritus, ipſa medicina, e proprietas 
rerum à corpore fuo per artem extralta,alus 
, formam [pecificam,qua fi a [pecie removea- 
tur, ad [uum genus accedit, altiusque progree 
ditur, donec in centro quiefcat. É 


R, 


Kar Rohel, robiec.i.e, fanguis draconis; 

Drachen Blut. 

Rabira,radıra. i,e. flannum, Zinn. | 

Racki vel racho i,e. Mercurius, 

Racri i. e. [al armoniacus, Raan, vel ranat. 

Radix, heißt Rettig. | | 

Rabix,ié, vus, te. lapis, Stein/ raebidem. | 

Si ein Stein darauß »zifer gemacht 
wird. 

Ramad, romae, cinis, Eſchen. | 

Ramigi, i.c. colofonia vel ramigiri, rotigenig. 

Rhaponticum &. ver Coͤrper in Waſſer 
und ſchwartz verwandelt. 1 

Rafaheti, rufatagi, ruſangi i.e, af uflum, gto 
brannt Erg/ Kofange,gebrannt Erg. | 

Rafar, raflıs, 1.6. ſtannum, Zi nn. 

Raflol. i,e. as,;rafoes idem. 

Roflal, 1,e fal, Saltz. 













= 


Au — — 


> = m ms c: 
ko Cu ap —— "uA «^ nn. em uL. > 


— 





















ELCHEMIE' 4 
ni ie. auripiomentum rubeum, Ruß⸗ 
- gd. UPS IE 
Rebis üelap rebus, nemlich capis Die 
Haar. ^ | 
Recha i.e. mármor, Marmel. 
Redux eff pulvis, quo calcinatametalla & mi- 
A meralza liguanur, iterum in metallicum re= 
 gulum redeuntia. _ imi: 
Rel rebus, i.e. acetojusm, faure Milch. 
| Refina terra, porabilis, ef? ſulphur ſublimatum 
B i5 liguorem,Bal[amum vel oleum redatium, 
Schmefelin einen Safft ober Dil ge: 
bracht: 
Rillus Inftrumentum chymicuns in guod. me- 
talla liguefalla funduntur, in formas ob- 
longas, ein Inguß Rizar, Grichiſch/ 3.8 
U limatara, feyleten Doer feul. rion. 
Robes i,e. acetum, rofcad dem, Ql8 etliche 
wollen / ſonſt robes, Saturnus. 
oni.e, libra, rotula idem, 
o[a i,e. Tartarum. » \ 
Rorumha, rötumba, ein Geſchirr gleich einer 
cucurbit. OR Gode S 
ARub eff. juccas infpiffaras, Safft der biß auff 
‚na bie Dicke abFocht- wird. j 
Rubedo de nigro, i.e, de Talco nigro, bit außge⸗ 
zogene Roͤthe aufi dem ſchwartzen Talck 
abigo, Roſt / heiffet im anderen Werck 
 Hırado, eine füffe Gall. und wird auf 
Gold gemacht. Bl 1 CNN 
Rubrum agrum, falfam, cupram Tinctum 


S2 Gold 




















$4 LEXICON p. 


Soldfarb Kupffer von Achomifien 
 gemadt. . N: 


SR vel fallend i.e. fapo, vel lixivinn 
unde [apo fieri folet, Seiff oder die e 
Damit man Die Seiffen macht. s: 
Sadır i,e. coria, Sinvdelftein- 
Sactim ijt. Vitriol. 2p 
Safatum ef? fpecies falis, iſt ein Gattung a 
Saltzes. 
Sagani funt ſpiritus n Eliiooiorun, edi V 
ber vier Elementen. 
Sarımen vitri d.e. [al virt, Glaß⸗Saltz. 
Salamandri, ſaldini, howines vel p^ 
ignei, Seuerleut ober Geifter. 
Sal ue, Aas Grace i Salk in teutſch 
DAE Aunt 
Sal alabrot i,e, nitrum atrum, ſchwartz Nitere 
wird auß drener Kräuter Safft gemacbt/|* 
und wird» genennt der Meiſter aller 
Dingen diß Wunder wircket es / daß|“ 
es verwandelt ven Mercurium in wahrt 
Lunam oder ſolem. Es wird aud) gt M 
nennt /alboroch, | 
n albus i,e. borax. [ 
Sal alkali ie, fal vitri, Glaß⸗Gaktz un 
mwird gemacht auß der Afchen, (i 
Jtez [al amaritudinis, Truͤſen Der Bil] | 
terkeit beiffet auch oleum philofophor um, $i 
und Sale oer Weißheit / machet bali 
Die Piritus wohl eingehen / und pie Fre | 
per durchdringen. 


‚Sal 














ALCHEMILZP. 


Isal allecapb i.e. fal armoniacus. Al 
Isalalumınofum 1.0. ex alumine plemofo tra- 
1 um, Sal auß Federweiß. 
Sal amaram, bitter Saltz / Acali & nitri, 

Tal anathron vel anatbron efl ſal & uſnea 

- lapidea Tractum, Glaß⸗Gall vel fal nitri. 
1Sal armoniacns i.e, (al ſaparic ius vel defoſſum 
} vel fal de eArabia, btt aufgelöfte Stein. 
JiSal. atrum i.e, fal tbaber. | 

Wal coſtus 1.6, [al communis præparatus, gemeint 
1. Salk das bereit if. ! 

Sal colsorharınum vel colcothacium, DAB 
Saltz auB Chitriol. 

Jal congelatum nafcitur in shermis, fontibus & 

d aquis medicatis, dag in. Bruñen wachſt / 

I als in Wildbaͤdern. 

Sal eriflallinum, quod. ex Vrina bominis de- 
coquitur, dag augMenfchen Harn wirds — 
beiffet Cryſtallen Saltz. 

N Sal enixum ie, refclutum. das ſich ſolvirt 


$ bat. | 

| Sal entali, if vom Saltz / wie ein fir als 

T pte. , 

Il Sal ex barbarum falfarum eimeve fatius i.e 

; fal alkali, : 

Sal factuium efl idquod coquitur vel fit arte, 
idque efl dnplex, 1, Marmus 2. quod ex- 
coquitur arte, ex muria nativa fontium fi- 

d ^ euticoguitur , Halls in Saxonia. 

Sal gemma i.e. (al agon. stem adrom, ſendar. 

J| Sa! gemma ie. [al Cappadocıns, Salk aus 


Cappadocien. x7 
(sa - Sal 





| 
| € 


eo CRAICO NS 
Sal gemma, fabachi, fal metallinas, [al Uns 
garıcam, fal lucidum, Flar Saͤltz / idem. 
Sal Gracum i.e, alumen de alap vel de lacaph, 
Sal Indicum a loco dısitur, Saltz auß India 
unb das iſt roth. MER 
Sal Indiens 1,e. Mercurius, der gefolbitt und y 
coagslsyt pP, j 1j 


SalMarınus ie, (ul. gemma, [al Metallinum |, 
idem, KEN: ". 













| 
| 
| 
| 
| 
| 


Sal Mercurii ie, fpiritus vini, qui inebriat, | 
der Geiſt Des Weins Der truncten machte 
Sal Metallinumi,e, fal gemma. OU 
Sal Metallorum i.e, lapısphilofophorum, E 


34 napte, ein Salg/ miro außgszogen vom 


"P'etroleo, J 
Sal Nitri ex. terra decoquitur, in qua Urina 
diuttffime conjetla efl, nt in caulisovium 
flabulis equorum, boum, das man auf der 
Erden kocht / und auß Harn der Mens 
ſchen und Vieh, gemacht, ober ift (al 


alcalı, 
Sal nominis ie, [al gemma, Ó 
Sal panis i.e. [al commune non praparatum, 
gemein Salk das nicht bereit ift. h 
Sal Petra ef quad in teſtudinihus cellarum na "a 
Jeitar in conos oblongos ex. calce refoluta vel. 
ex [pura (alis UND wann er praparstt iſt / 
heiſt er als dann /alNuri, — m 
54 plumofum, iftoer Schatten vom.Her- ! 


Sal pratlicum fit ex Mixtura [alis petracum 
fale armoniaco , partibus /— aequalibus, - 
| um 





















ALCHEMI#& 

- in olla ſigulina non vitreata, floincella vi- 
naria fu[pen[a, refolutione penetrat fal ex- 
irenfecus adbarens olla, qued [ingulis decem 
el duodecim diebus abradendum- e[Hin[lar 

pruinæ. j 

du) refolutum extermum efl, quando quis. quod 

I comedit.[aleffe arbitratur, 

l4) rubeum India à. Nüurumvubeum, votber 

3 Suter. 

Walſa i.e. argilla, Laͤtt. 

Sal ſapientum, Salz oet Weyſen / ze.fal 

Amoniacus, ſal penſum, Salmiax. 

Bal ſeiſſum. [al entalı, alumen ſciſſum, unſer 


Wal fedo murorum 16, falpetra. Mauren 


Salk. 


Mal tartari i. e. tartarum album calcinatum. 

Sal tripolinus, ſal ſyrus, ſal thabor, ſal metalli- 

|^ num,S«l grandino[um idem. 

"Sal vitri i.e. [agmen vir, Glaß⸗Gall. 

Sal de Ungartai«t. [al nitrum. 

d Sal unum exc tribus primis, quod corporaverum 

"M conjungit, das Saltz eines auß Drepen 
—— erften/ das allen Dingen ein Leib gibt/ 

|J unb zufammen hefitet. 

W Sat ufnale y* fal panis, Brod⸗Saltz. 

Sal Mafe S | 

! Salebrot Y fal acutum, ſcharff Saltz. 





4 Sa 
| Saltabari i. [al alcinbrot, Philoſophiſch 


Sal tabarz.et.e[l omnium tartarum albiffmum. - 


C) 4 Sale- 


Salefur i, e, crocus bortulanus, Garten Gaf 
- Tan. AR : 
Samech. i.e, ſal tartari, veltartarus ipfe, reme- IN 
dium omnium vulnerum , Weinſtein. ^i 
Samen i,e. hordeum, Serften. uM 
Sanc, fol atium idem, Ec 7 
Sandaracha vel [andaraca 1,e, auvipigmentumsy 
nach Gag der Grichens ober Hätten 
Rauch / ober Ruſtgelb / quatuor hu- 
jas ſunt ſpecies. N 
pole uil nativa, Rauchgelb oder Ruſt⸗ 
| | 
— Vitruvii, vel ſandix Gracorumg 
Mennige —— ba 
Imperfecte cotía, bleich Mennige, : 
Nativa cum auripigmento mixta, Roſtgelb 
. mit Opermene vermifcht. . — 
Sandarach, [andaraca Arabice i.e. Gummi) 
vemisis, item) fandarica, trockener. De 4 



















r 


nißden fie nennen Den versicem. 3 
Sandaros,fandarasa. deferiptionem v. Rul. Lex. 
Sanderich, Manns Speichel/ weiß Ertz⸗ 

etbelia alba, magnet otv Eifen zeucht/ if): 

das Ding/ das wir fuchen/ Raußgeel 

Bergroth / Nienning / ſpiritus Der roth 

macht / es iſt auch eme weiſſe andaracha 
Sandixi,e. olus agreſte, ein Wild Köhl: 

Fraut von den Sriechen genennt / stem 

serrarsbea roth Erdreich / Paulus Phile- 

— fophicus, item auripigmentum rubeum 
vftum, ‚gebrannt aurspigment, €8 ift ei⸗ 
ne alte Außlegung, | 


iALCHEM!2A $e . 
iy po fapientia, ej ell fal | commune praeparatum . 
in aquam, gemein Sala iu Waſſer be⸗ 
‚reitet. 
jarajlı 1,0. Gipfa, 
Barca,vel fayr(a. farra i.e, NS Cofta;- 
arnicum, fechten, [acen i.e, draconis, 
Wsarfar ie, ferrum, Eifen. 
Saturnus, ie, plumbum Bley. 
Pbeſten ie. ealx viva ungelöfchter Kalk. 
ceb i. e. alumen, [el idem, 
ap 2,6, sanabis, d femen ejes, 
Hanff ober fein Caamen. 
| Sciden Bleyweiß. 
B Scofes i.e. cinis clavellatus, stem alhali. 
Scobes i.e, ſcoria cujusſcunque metalli, Unſau⸗ 
berkeit eines jeden Metalls oder Sin⸗ 
delſteins. | 
| * fılla ie. C:teréfeber, SON EET 
WE Seoraxi i. e. Gumma «licale. 
Scoria Schlackẽ / daß jeder erflenGempoßr; ion, 
7 zu des Mercurii Subflant nicht gehör e£. 
IE Scorith, £e, Sulphur. : 
W Scerrius conftriius. i,e. ferrum praperatum, 
> bereitet Eyſen. 

| s Seule, Bley. 
I] Scuma i.e. fquama, 
WE Scmta tobefr, 1.. teſtudo. 
ij Sebheißt auch auum Gold / item belft auch 
— Alumen, 
Hl Seb immutati coloris i.e, ſcabioſus. 
N Secur i.e, Gold. T 
E Sed affss, e, concha marina, Meerſchnecken. 
: qum i 6, jan iod | 
| " ( "f. is ISed- 















2 








90 LEXICON 


Seahe i.e, cymobrium, Zinnober. 
Scdina, ſeden, t.e. fanguis draconis, 
Sedma ı,e. hamatites, [cedune idem, | 
ı Segax, tse. fanguis draconts, Drachen Bl | | 
Segub, feruech, ı,e, vitrtolum, ſagith. | 
Sel, 1,e, (ambucus Holdern. T. 
Selatus fair, false, folar 1,6, argentum vivu 1 
Selfas 1,0, fiac Harn. 1 
Semafor, i.e, lucidum carici i,e. femar, idem| 
Semen Peneris 1.0./quama | aris, 
Sendonegum, ſendanegi, æ. hamathites, Blut 
ftein, 
Septentro,i.c, aqua fortis, 
Septimen, i.e. [erapınum, 
Serapinus i Le Gummi Àrabicum 
Serex Le cacaceto[um, ! 
Sericiacum, (dr Zerri[ch, bad (ft^ arſeni- 
€um. 
Serrcon,. te, minsum, Minien. 
Seritis ve! fidentis, das Saut deflen Ca 
DrachenBlut genennf wird. 
Serpens, Schlang/ lpiritus ceflitatis , Geiſt 
per Reinigkeit ze. Mercarıns, 
Seruns fugisivns, der fluͤchtige Rache, ze. 
e Mercurins, Hermes nennt ihn einen 
fluͤcht gen Onech t / von wegen ſeiner fluͤch⸗ 
tigen Feuchtigkeit. 
Sibar 1,e, argentum, vivum, Queckſilber. 
Scdiai.e. lima ei Seitan. 
Sifantis i,e,terra argentina ſimphus. Silbet⸗ " 
Erd. 
C Sigiants florax liquida, vel fiera, 











Sicil 




















AL CHEMI-«Z o 

gillum Hermens iſt/ wann man bag 

Mund Koch des Slafes fleuſt durch 

das Soblfeuer/ und ſtoͤßt eszufammeny 

und vermacht alfo Das Oriaum vurs, 
lipit ift Kupffer. 

lo eft terza, 

liqua &c. 

Lqua, pondus quatuor granorum, ſiliqua iſt 
Gewicht vier Gerſten Korn, rem fimali- 
indınes dicuntur. figura coleffes, qua rebus 

| allımilantsr nos concernentibus, — 

immitinm 1.6. cerufla, 

"ts 2.e. gilla, " 

inopijis i.e, bolus armenus, Det Nötelftein, 

inopida 2,6, Roͤtelſtein. 

mopis.1, e,minıum ‚a ſynope urbe. 

ra Operment, 9 

ricon, de plumbo i, e, Cinis plumbi, Bley⸗ 
aͤſch ober gebrannt Ertz. ib 

vingt, ie.calx, Kalch. 

trt [andacıtas idem. 

I, i.e, aurum, (oniv.1dem iſt auch. ein Tag / 
vel ſol in homine eſt inviſibilis sonis influens 

‚| A fole cœleſti. ſoueng nativum ignem in homi- 

| 9€. 

later i..e, argentum vivum, 

Vlolelafar , 1.6, alkali, 

blſequium. i.e. ſulphur, 

blutum gelöſt/ 1.0. liquefactum, zerlaffen, 

ulereres.. Schwefter und Bruͤder Sonn 

^| unb Mon. | 

elutio eff. prior Cbymica | pars pratlice, qua 
| verum coagulasarum compages ſolvitur & 
actenuatur. SR Spagina 


MM 








^ 


| Spara, vis minerals ex ılech prima ſubſtanti 


i Specilicum formale eflquod fpeciem per forma 


 Speculusa Indicum i.e, Limatura ferri &yle | 
















92 LEAILUVUN 

Spagina fve ars fpagirica efl, qua parum : 
ımpuro fegregare docet, ut rejectis fecil 
virtus remanens operetur, oie Kunft 
Diftillireng und Scheidengz Die 
Gut vom Boten fcheidet. 

Spagıras ditur quicunque novit. difcern , 

verum à falfo, a bono fegueflrare malm ! 
impurum a puro [eparare & abjicere bind 

rium ſervata unitate, 





s.e, mineralibus majoribus, 
les proprietates ſaltem refert. Licet itaqu 


les tamen excellunt, & ılle potiffimum elabi 

rando rejfpiciuntur, & efl tintlura 

ez- oleum. | 
Spenslar, etliche [egeng. auB es fepe-Laps 
: Lane Der Da effrofleinum heißt / etlichl i 

andere ſagen cà fege Talk, etliche nennelj 

t$ Gips. 
Speculum album i,e.arfenicum deſcenſum, QD 

geftiegener Arfenicum, | 
Speculum ciutriuum ie, arfenicum citrinum 
gelber Arfenic, 


felleten. | 
Sperina aqua fortis, ie. fœculentiae jus, das UN! 
ten im aqwefort, — , 
Spharafalis Luna fagtsenior ft bie gemeil 
Materi / zween Samen’. darauß De 
Stein gemacht wird / Dem. Zheophraſ 
it der Himmel die quinta efentia, — Spi| 


-— 


/ 


ALCH.E:MIE. 197° 
itus ef. aqua folvens E ve fimplici, & acri 
produlla cum ignei balitus natura, 

Writus fotens, ofr ſtinckende Geiſt / £s. 
felphur. _ | 
diio :. e, arngo aris, Erkroft/ ios dem. 
MAdium 1.6. cinis antri, Goldaͤſchẽ / Goldſtein. 
Modinsift ein Gattung Tætiæ ſuccudus idem. 
aſus i,e. Mercurius, [ane idem. | 
dence, ift Afıhen mit Waſſer ange 
taucht/ bie man ia pen Dfen ſtreuet / 0 
j man Gold und Silber feit. 

Mama i.e, cinis Aſchen. 

puma argenti, Glette. | 
oapnur2A Maris/ tec rſchaum⸗ Je, balcyonium, 
das find fuͤnfferley Geſchlecht oder 
Gattungen. 

buma nitri, Hiterſchaum/ Griechiſch afro⸗ 
nitram, Arabiſch Baurach. 

Puta i.e. ſulphur. 

utum de campis i.e. galaxia, Sternen 
nigung. 

buatam boletorzm, zuſammen geſetzt außdem 
Schwefel und Magrefar heiſt auch au- 
rum ſpiſſum Schwefel — wann 
f tdim Aercurio verwandelt iſt. 
quama ferri, batitura ferri, fuligo ferri, Ham⸗ 
merſchlag oder feylen. 

quilla fixane, cepa marınd, Meer Zwibeln 
Mgaillinum, acıza ie, fmus egquinus Roß- 
miſt. 

Meac vel ſtaoci. e. coagalatio vel congelatio, iu: 
4 ſammenwallung oder zuſammen Be— 
kallung. sctabei 







































94. L'EXT CON ' 
stackti Grece i.e, cinis, Efehen [podos ide) 
stem ſputum. d COME. 
Stannum Zinn £ e. afebum, Der reine Co pi | 
wird auch Sand genannt. | 
Stannum dives, treib / Werckbley. 
Stannum mediocre, Reich / ein Streich. 
Stannum pauper. friſch ein Streich. 
starmar ef} mater metallorum, eſt fumus occu 
tus, unde metállagenerantur. ein verborge⸗ 
tier Rauch / darauß die Metallen roachfenf! 
Stella occidens, s.e. der Untergang | teri 
fal armon iacus, Salmiar. 
Srella terra i.e, tat, | 
Sıellio aduſtus, Cinobrium, pulverifrtkt 8i UN 
‚ nober oder calemirter. Zinnober. | 
giercorum ezeff, lithargyrium. 
stibami,e. antimonium, [ulphur nigrum. 
Stulbus 1.e, antimonium, : 
Supte viéljHpterai.e. alamen ſciſſum, geſpalte⸗ 
ner Alaun. PS Cr ] 
| Stomamato i.e [guama eris, Erkfchüp. 
Sıraram (uper ſtratum. notum cbymicis, WANN 
manein Lege um bit ander lege, — — 
deridor, Guͤnſterung Ruͤſtung. 
Stupio i,e. flannum, caldida idem, ZN) cal‘ 
dica, ' \ 
Sublimare, ſublimiren heift nicht allemahl 
hoch über fich fleigen/ fondern koͤſtlich 
gut/unherrlich werdẽ / doch iſt wahr / daß 
per Dampff uͤber ſich gehet. wel [ublimi-) 
ven heiſt ein Ding beſſer und herrlicher 
machen / als wenn auß LanaGold wird⸗ 























ALCHEMILZ, 9) 


darum heift dag nichterhöher/das oben 
Tín der. Höhe iſt / ſondern das verbefier it: 
Es iſt aber dag Dberft wie Das Unterft/ 
Amann fie cing find- — 
Pveſperus, argeſtes, Weſt⸗Suͤden. 
Sccus albus i.e. Argentum vivum. | 
Eder, Schweiß / ift aqua permanems. 
‚Upkur vivam, lebendiger Schwefel / ie. 
Amon carelatum nicht geroͤrlet. 
$ phur, chibur velalbufao. Aabice dicitur 
[pari lapidis philofophorum, apud Chymifkos, 
principium & pater metallorum, calidum 
Gfiecum quarto gradum. Efgne nibil 
„halınd, quam pinguedo terra.per temperatam 
decoctionem inſpiſſata, quouſque indur ata fu- 
T erit, co ſicca facla: Et fi ‚achte confiderás, 
Vulphur generatur ex puriſſima ficcitate terra 
velterrefri,in quà modis omnibus pradomi- 
J metr. ignis, eftque quali vapor calidas ci fic - 
Tens,caufa c pater. Metallorum, vel brevi- 


alubflantiam fulphuris immutata, aquoſis, 
Ju terreflribs, & igneis tranfeuntibus. Rul. 


Juno ift zweyerley ein euſſerlicher / oat» 
durch der innerlicheim Mercurio geboh⸗ 


ich / unnuͤtz wird weggethan / wie das 
Menſtrualiſche Waſſer von dem Kind. 
"^| SDer innerlich iſt die Krafft / Die ben Got 

per macht und zubereitet / und Fan nicht 


cöon- 


Ver ſac: ſulphur efl terra calore excocta, & in — 
ILex, vel fulpburift ver Sam die Steins / 


Iren wird / der ift irrdifeh und. oerbream — 


"davon -gefcheiden toerben/ denn es iſt 


x 


— 


Tain iſt geſchrieben für bolo arme no 


95 .-LEXICON- 


Sulphur rubeum (e, avfentcss, 


CSymar ie. viride homanum, vel | MM 7i 


| Tl dba y — ift odium 


















congenit um ohngeboren / in ber Wo j 
und Subflang/ und ift anfaͤnglich wei 
wird roth durch Die Hitz als Die Spe 
fea im Magen durch bie. Lebers fo ift De 
Schwefel Meifter morben/ und p ift C 
ma rei, Dit Seel / unb fft das Fermen 
ám biefem Stein / der Manns Kong 
und Bräutgam wird genennt vof) Ar 
ſenic, gebrennt Efchen/ unfer. p 
Philoſophiſch Bold Bley Soldbtu 
ein trucken ſteinern Waſſer / Seuer/Ert 
‚ein rotbet Stein coagulum Mercurii, un 
Tindur, Rul.Le». | 


£g 


— 


Sumbi, i. acetoſus, ſaur / crocus Caffia 
Supernas Nord Oſt. 
Superficies, s.e, albu m ovorum, Eyerklar. 
Superna- medicina cum purum ‚ab — f. 
- virins a ſubſtantia [uperatur. : 
Serie & afurie atramentum rubeum, rot 

atrament. 


Sydia i.e, Luna. | 


Spangrün, 


T. 


Tabergeta ie, albificans, weiß mache x 
raica velitica &e. bonum Qut. 


Talise. lutum ‚pavorum vel alkali. 
Tal i.e. nitrum dulce, ſuſſer Niter eft [pei 
PPS ein Geſchlecht des eh E 





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185- 


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